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Kategorien-Archiv: Aktuelles

Musical über Glaube & Liebe & Hoffnung mit dem Apostel Petrus & jugendlicher Power im Kulturhaus Freital

16 Mittwoch Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Mit Leidenschaft & Power: Die Geschichte des Apostel Petrus erzähl das neue Musical des Adonia-Vereins. Am 17. Oktober, 19.30 Uhr sind die jungen Sängerinnen und Sänger im Kulturhaus Freital zu Gast. Foto: Adonia/Simon Leimbeck

Mit Musik Licht in die Herzen bringen

Das Musical-Projekt Adonia mit 70 jungen Darstellern, Chor und Live-Band kommt am 17. Oktober ins Kulturhaus Freital.

Im Halbdunkel der Bühne gehen immer wieder Lichter an, die Kinder und Jugendliche in den Händen halten. „Es ist kalt in der Nacht. Kein Mensch unterwegs. Wir sind zu Hause und haben es bequem. Doch so gut wie wir hat es nicht jeder auf der Welt“, singt ein Mädchen in einem Rap-Song. Sie tragen helle Sachen und tragen reihum ihre Songs vor im Chor der „Lichterkinder“. „Für alle, deren Leben dunkel und kalt ist, voller Schatten, Angst und Gewalt ist. Wir teilen die Liebe, Zeit und Geld. Nächstenliebe ist alles was zählt“, singen sie zusammen im Musical „Lichterkinder“ in einem Konzertvideo von 2019 in Rheinhausen. Veranstaltet wurde es vom Verein Adonia e.V., einer unabhängigen christlichen Jugendorganisation mit Sitz in Karlsruhe, der seit 2001 deutschlandweit „Musical-Camps“ anbietet. Nach vier gemeinsamen Probentagen mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiterteam bringen die Sängerinnen und Sänger im Alter von 12 bis 19 Jahren ihre Konzertprogramme auf die Bühne an verschiedenen Orten. Sie sind mit viel Freude und Schwung bei der Sache. Begleitet von einer Live-Band und Theaterszenen sind bei ihren Auftritten mitreißende Songs voller Zuversicht und Licht zu hören, mit denen sie die Herzen der Menschen erreichen wollen.

Das neue Musical „Petrus – Der Apostel“ des Adonia e.V. wird in diesem Jahr von 45 Projektchören an 180 Orten deutschlandweit aufgeführt. Erstmals kommt ein Konzert mit dem Adoniaprojekt-Chor auch ins Kulturhaus Freital am 17. Oktober, 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr). „Diese Begeisterung von 70 hochbegabten Teenagern auf der Bühne ist ein unglaubliches Erlebnis“, sagt Markus Kutschker, Koordinator des Adonia-Projektchors von der Evangelischen Kirchgemeinde in Freital. Der Auftritt ist Teil eines Ferienprojektes. Die Teilnehmer, darunter einige aus Freital, kommen aus der Region Ostsachsen. Er selbst war 2017 schon einmal bei einem Musical-Camp des Adonia-Vereins als Helfer dabei. Die jugendlichen Darsteller können in den Aufführungen ihre Talente ausleben mit Theaterspiel, sie können ein Instrument spielen in der Live-Band oder im Technik-Team mitarbeiten. Dabei geht es den Veranstaltern darum, Kinder und Jugendliche zu fordern und fördern in ihrem Glauben, ihrer Kreativität und Persönlichkeit. Der Vereinsname Adonia ist abgeleitet vom hebräischen Wort Adonei und bedeutet: Der Herr ist mit Dir!

“Das Stück erzählt eine Bibel-Story von Petrus, die Apostelgeschichte, die modern und für jeden verständlich im Hier und Heute auf die Bühne kommt. Die Aufführung möchte die Hoffnung auf Frieden und menschliches Miteinander vermitteln“, so Kutschker. Das Musical-Projekt setzt auf die verbindende Kraft der Musik. Er selber erlebte, dass dabei Freundschaften entstehen, die über die Chorcamps hinaus dauern. In Freital gibt es zudem einen großen Kirchenchor. Den Auftritt hier organisierte Kutschker zusammen mit der katholischen Kirchgemeinde und der Gemeinde Pesterwitz. Während der viertägigen Konzerttournee übernachten die Teilnehmer in Gastfamilien. „Das haben wir auch geschafft“, sagt Kutschker stolz. Rund 100 Plätze sind schon durch Gastfamillien, Freunde und Angehörige der Akteure reserviert. Insgesamt ist Platz für 530 Besucher im Kulturhaus Freital. „Wir hoffen auf viele interessierte Besucher bei diesem besonderen Konzert“, so Projektkoordinator Kutschker. Da alle Betreuer, Techniker und Organisatoren den Chor ehrenamtlich unterstützen, ist der Eintritt zum Musicalabend frei. Finanziert wird das Musical-Projekt hauptsächlich über Spenden und Teilnehmerbeiträge. Auf den Konzerten wird auch noch einmal gesammelt. Der Erlös geht komplett an den Adonia-Verein für künftige musikalische Jugendfreizeiten.

Text (lv)

Weitere Konzerte mit dem Musical-Projektchor gibt es an diesem Mittwoch in Görlitz, in Freiberg am 18.10 und in Großenhain am 19.10.

Kontaktadresse: http://www.adonia.de/petrus

 

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Ausstellung von Anita Rempe & Maleah Gilbert in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau

16 Mittwoch Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Unterwegs

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Flirrendes Spiel der Farben & Formen: die Künstlerinnen Anita Rempe & Maleah Gilbert vor einem Waldbild in ihrer Ausstellung in den Heimatstuben Schellerhau. Foto: privat

Zauberhafte Waldlandschaften

Farbenfreudige Malerei und Zeichnungen von Anita Rempe und Maleah Gilbert sind derzeit in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau im Osterzgebirge zu sehen.

Viele Waldbilder und Landschaften, gesäumt von Bäumen auf Wiesen, Feldern und am Wasser in lichtvoll flirrenden Gelb-, Grün- und Blautönen, sind in dieser Ausstellung der Malerin und Grafikerin Anita Rempe versammelt. In faszinierendem Farben- und Formenspiel von Licht und Schatten, mal konkret, linear, getupft und gesprenkelt und mal nur schemenhaft angedeutet, verwischen die Grenzen von Raum und Zeit, Ruhe und Bewegung, taucht man ganz in den Moment mit aller Fülle ein. Die Betrachter werden mal tief ins Waldesinnere, ins Dickicht geführt, mal auf sonnendurchflutete Lichtungen mit farbfunkelnden Baumstämmen und an Teich- und Uferlandschaften.

Über einer Waldansicht in warmen Farbtönen fliegen Kraniche. Natürlich hat Anita Rempe sie dort nicht wirklich gesehen. Wenn es die im Erzgebirge geben sollte, dann wird es Landunter sein und sind sie Vorboten von Klimawandel?, fragt die Künstlerin mit diesem Bild. Ihre Ölbilder und Zeichnungen mit Tusche und Kohle auf Papier sind zumeist in unmittelbare Nähe zum Ausstellungsort im Erzgebirge entstanden. Der Wald steht als Sinnbild für Ruhe, Entspannung, er lockt zum Spazierengehen und Wandern. In der Kunst und Literatur ist der Wald ein Symbol für Romantik, ein Ort voller Zauber, Geheimnisse, Sehnsucht und Geborgenheit, aber auch ein Zufluchtsort für Menschen und wilde Tiere leben dort versteckt im Schutz des Dickichts im Wald.

Ein neues Wald-Bild von Anita Rempe zeigt Rotkäppchen und den Wolf. Er steht abwartend vor ihr wie sie. Rotkäppchen ist das Unheimliche, die nicht sichtbare Angst und Gefahr, die man überwinden kann, so die Künstlerin. Anita Rempe ist gern im erzgebirgischen Dunkelwald unterwegs, der magisch und zauberhaft ist wie ihre Bilder. Das mal ruhige Fließen, Innehalten, dann wieder lebhafte Pulsieren in ihren Farblandschaften spiegelt auch die Suche nach einem eigenen, ihr gemäßen Schaffens- und Lebensryhtmus wider. Es hilft ihr auch, Schönes noch klarer zu sehen. Die Kräfte bündeln, dann kommt auch die Energie, dass es weitergeht, so lautet die Devise der 58-jährigen.

Seit 2013 wohnt und arbeitet Anita Rempe als freischaffende Künstlerin im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen in ihrem Atelier- und Wohnhaus mit urwüchsig wundervollem Garten. Sie hat ein Diplom für Gebrauchsgrafik und Illustration, arbeitete als freie Trickfilmzeichnerin für Fernseh- und Filmproduktionen und ist tätig als ausgebildete Kunsttherapeutin u.a. in der Kinderarche Sachsen in einem Projekt in Seyde im Erzgebirge. Sie malt meist im Freien vor ihrem Haus oder an der nahen Elbe. Anita Rempe hat zu ihrer Ausstellung außerdem Maleah Gilbert eingeladen, einen Raum mit ihren Bildern zu hängen. Sie ist 17 Jahre jung, macht zurzeit ihr Abitur am Evangelischen Kreuzgymnasium in Dresden und möchte gern einen künstlerischen Beruf künftig ausüben. Sie ist talentiert und hat auch schon etwas vorzuweisen. Maleah zeigt ca. 20 Zeichnungen und Illustrationen im Format 20 x 20 Zentimeter und einige farbige, größere Bilder. Darunter Figürliches, Porträts, ein Mädchen mit schmerzerfülltem, nach unten gerichteten Blick im schwarzen Kleid mit weißem Kragen in einer Kirche, hinter ihr eine steinerne Figur in klösterlichem Gewand.

Ganz anders, fröhlich-fantasievoll und farbenfroh ein Bild mit einer Szene aus dem bekannten Buch Alice im Wunderland, in der das Mädchen im roten Kleid und langem Haar auf einem rotierenden Zifferblatt mit Uhrzeiger schwebt, zusammen mit dem weißen Kaninchen mit roter Halskrause, Spielkarten fliegen umher, ein Schlüssel, eine überschwappende Kaffeetasse, Teller und Rosenblätter. Auf einem anderen Blatt sprießen prächtige rote Rosen aus einem Topf, umgeben von Dornen und dunkelroten Farbspritzern vor sepiafarbenem Hintergrund. Verletzliche Schönheit. Schönes und Bedrohliches nah beieinander. Die Farbschwünge erinnern auch an Kalligraphie, mit der sich Maleah schon beschäftigt hat, auch mit chinesischen Schriftzeichen. Sie hatte als kleines Kind schon einen Sinn für Piktogramme und malte mit Stöcken im Sand im Waldkindergarten. Später kamen Katzenbilder und menschliche Porträts hinzu und die positive Resonanz von Betrachtern motivierte sie zu weiterem Ausprobieren. Farbenfreude und Ausdrucksvielfalt ebenso wie ein ganz eigener, wundersam Alltägliches verwandelnder Blick auf die Natur und das Leben verbindet die beiden Bildermalerinnen. Die Ausstellung ist noch bis 29. Dezember in den Heimatstuben Schellerhau zu sehen.

Text (lv)

Geöffnet: Sonntags 14 bis 17 Uhr sowie nach telegf. Vereinbarung (0160 – 9984 2786)

http://www.galerie-schellerhau.de

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Neue Lyrik: Herbst- und Herzgedichte vom Meer

11 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Meine Fellmusen & jetzt Meerkatzen Jade & Lina. Meine neuen kleinen Wirbelwinde Minnie Jade & Flausch Kasimir & Lino.
Kleine Kobolde: die Kater Kasimir & Lino sind für jeden Unsinn zu haben.

Kleine Wirbelwinde

Die kleinen felligen Kobolde wirbeln umher
der Strohhut mit der blauweißen Schleife herunter
gerissen von der Garderobe
als wüssten sie wohin ich fahr
Schreibsachen vom Schrank gefegt
die kleine Sonne und ein Schirchen stehen noch
welch Glück blieben von ihnen verschont
unbändige Leichtmatrosen auf hoher See
das Schiff kenterte fast schon sind sie
wilde Wirbelwinde Schmusetiger Raufbolde
Nimmersatte kleine Narren und Eroberer
die an mir hochklettern sich festkrallen und
zusammen kuscheln im Schlaf und ich lieg endlos
wach
manches liegt brach und in Scherben
immer wieder staunend manchmal entsetzt
meistens beglückt über so viel hemmungslose
Lebensfreude die sich alles was sie sieht nimmt
immer von Neuem wagt voll Neugier und Übermut
Ich bin gern ihr Kapitän
doch gehör ihnen nicht

LV
1.10.2024

Sonnenaufgang

Der Koffer steht bereit
draussen noch Dunkel
der kleine Weiße schleicht
noch mal kurz in die Stube
inspiziert die Sachen
die getigerte Minnie Jade schaut
mir nach aus der Küche
der flauschige Kasimir nicht zu sehen
im Zug fast allein
Dunkelstille ringsum
die orangeroten Streifen über den dunklen
Baumumrissen am Horizont werden größer
Morgenrot flammt auf
Ich sehe der Sonne beim Aufstehen zu
die Schatten der Bäume fliegen und tanzen
am Zugfenster vorbei
am Himmel lodert ein Meer aus Farben
über noch sattgrünen traumversunkenen Wiesen und
schimmernden Stoppelfeldern
Lichtgefunkel breitet sich aus
gleißt glasklar der Tag
blauer Himmel mit Federwolken ziehen vorbei
ein Sonnenblumenfeld leuchtet
als würde es nie vergehen
Kraniche breiten ihre Flügel aus in Scharen
auf Wiesen und Teichen
Kühe und Kälber zupfen noch weidlich Grün
ein Pferd umhüllt mit einer Decke steht allein
eingezäunt
ein kleines Mädchen ihr dunkler Pferdeschwanz
wippt bewegt sich wie eine Katze mit den Füßen die
Lehne hoch im Zug
und fängt tatsächlich an zu miauen mit Wonne
untergehen sah ich sie nicht
zu schnell war die Sonne
seh ihre pastellfarbenen Schimmer wiegen grauweiße
Wogen neben der Seebrücke und dem Haus mit den
Türmchen am Strand
die letzten Strandkörbe dazwischen streifen Möwen
umher
weiter hinten auf weißen Hängeschaukeln sitzt ein
Paar schwingen miteinander
bei jedem Anstoßen gibt sie ihm einen Kuss

LV
1.10.2024

Endlich wieder am Meer & seiner Stimme gelauscht: die Autorin und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.

Begrüßung am Meer

Es brauste bebte schwang und webte
mit seiner ganzen meerblauen Pracht
immer neue weiße Kräuselwellen
sonnenfunkelnd wie im Sommer

ein wilder Wind fegte über die weißen
Schaumkronen
alle Kümmernisse und Schwermut
im Handumdrehen wie weggeblasen
der Wind zieht zerrt an mir
er darf das und nur hier
schüttelt mich durch
rückt mich wieder gerade
Ich spür mich wieder bis in jede Pore

Windsbraut bin ich
mit verwirbeltem Haar
glücklich verwegen und ruhelos wie die Wellen
die auf und ab rollen
mir ins Innerste schauen
Halt ich die Bilder meiner geliebten Felligen
weit ins Meer
träum mich mit den Möwen
hinaus zu den weißen Schiffen am Horizont
singe und weine
seh einer kleinen braunweißen Möwe mit spitzem
Schnabel zu im nassen Ufersaum wo sich dicke
weiße Federwolken spiegeln und milchiger Schaum
quillt sucht die kleine Möwe nach Essbarem

steh solange bis die nackten Füße im feuchten Sand
weh tun röter und kälter werden
doch da liegen noch so viele Federn
lange spitze und kleine
helle und dunkle die meisten zerzaust vom Wind
und von Sand verklebt
die Boten des Meeres lasse
ich nicht liegen

LV
1.10.2024

Stille

Kein Laut keine Sonne
der Himmel fahl weiß
keine Möwe auf den Dächern gegenüber
wie im Sommer
die mich sonst immer kichernd wecken
auch kein Rabe krächzt
im Baum vorn an der Straße
alles wie ausgestorben
allein auf einer Insel

Leere fließt vor sich hin
einen Moment wie Balsam
kein Poltern Springen Scherbeln
hinter Türen verschanzen
um in Ruhe zu arbeiten

plötzlich ein leises Piepsen
vielleicht eine junge Möwe
und Gezwitscher aus dem Baum
am Ferienzimmer
mein Herz macht einen Sprung
Ich bin noch am Leben

LV
1.10.2024

Meerlinien

Mitten ins Blaue hinein
gezeichnet von Licht Himmel
Wind und Wolken
verlaufen Meerlinien weiß funkelnd
schäumend alle Farbtöne säumend
in der Sonne
kreuz und quer in hohen Bögen
hin und her
vor und zurück
durchzogen von Perlschaum
wie Zeichen dem Meeralphabet
bewegt und durchsichtig
im Sand wellige Muster
wie Flügel
fließen unentwegt formen sich neu
mal wie Klippen Abhänge
ins Boden oder Schwerelose
aufgerissene Rachen
und zartes Gefieder
gleiten über meine Körperumrisse
im Wellenspiel
immer wieder von vorn

LV
1.10.2024

Meerweit

Lockendes Rauschen und Tosen
die Wellen sich allein überlassen
schaukeln von fern
unerhört bleibt ihr Rufen
grau fast bleiern das Meer
unter schwerer Wolkendecke
ein blass gelber Streifen am Horizont
kleiner Lichtsteg
Leute mit Regenschirmen steigen auf die Dünen
und betrachten das Meer
das sanft wogt während der Regen strömt
im Sommer sehnte man ihn her
nun bleibt nur frischer Kiefernduft oben
auf der Promenade
und die Sehnsucht nach doch noch hinein Wagen
ins wogende Meer

LV
1.10.2024

Regentag am Meer

Das Meer grauweiß aufgewühlt
magisch schimmernd
wie der wolkenreich gefärbte Himmel
am fast menschenleeren Strand
Schaumkronen schnellen heran
schaukeln brausen tänzeln mit den Möwen
mit weit aufgespannten Flügeln
wie das Meer umarmend
silbergrau und weiß leuchten sie weithin
wie der bewegte Schaum auf den dunklen Wellen wie
Perlmutt glänzend
nie näher verbunden Meer und Möwen
als in diesem Moment
stehen sie im spiegelblanken nassen Ufersaum
aufgereiht andächtig unbeirrt mit gebanntem Blick
auf die hohen Wellen

Meerwasser schwappt in die Schuhe
brauch keinen Regenschirm unter den
Möwenschwingen bin ich gut behütet
leicht und unbeschwert wie sie
geduldig fangen sie ihr Futter fast lautlos
ein geschwungenes L aus Perlschaum
führt vom Meer zu mir in den Sand neben Seetang
fein wie Katzenhaar
in den Wolken hängt noch ein blasser Regenbogen
Wassertropfen perlen an den Kiefernzweigen
dunkle Vogelzüge fliegen übers Meer
dem Grau davon dem Licht entgegen
hoch oben im schwankenden rauschenden
Baumwipfel der alten Eiche nahe dem Ferienzimmer
lassen sich zwei Schwarzgefiederte nieder
im wolkenflimmernden Abendlicht

LV
2.10.2024

Möwenland

Das Meer tost blautrunken
die Wellen lichtberauscht brausend
nach den langen grauen Regentagen
kann ich es den Möwen endlich gleich tun
mit dem Meer wieder auf Tuchfühlung gehen
die Wellen pulsieren branden
erfrischen stillen meine Wunden
es spricht wild zärtlich besänftigend besonnen
und aufrüttelnd mit mir
vertraut und verzaubert immer aufs Neue
mit seinem Farbspiel Licht Energie unendlicher
Schönheit
vermisse dich schon jetzt
unendlich
rufe die Namen der Felligen
die Schaumkronen blitzen und funkeln wie ihre Augen
alles überflutendes Glücksgefühl

Ich teile das Meer nur mit den Möwen
es scheint sie versammeln sich zu einem großen
rauschenden Fest
so viele wie nie wie Muscheln im feuchten noch
sonnenwarmen Sand
sitzen sie grüppchenweise und stehen aufgereiht
feierlich mit Blick aufs Meer
zumeist große Silbermöwen grauweiße
gelbschnäbelige braunweiß gesprenkelte und die
kleinen weißen rotfüßigen Segler kichern und
kreischen freudig
tunken die Schnäbel ins schäumende Meerwasser in
Erwartung eines großen Fangs
tragen stolz gefüllte Muscheln an Land
und schwimmen hernach berauscht vom Farbenmeer
des Himmels golden rosé violett und azurblau
gemischt mit Wolkentupfen in den schaukelnden
Wellen
auf und davon mit den ausschwärmenden
Vogelzügen

wie ich die Geflügelten beneide
die nie frieren
immerzu eintauchen können in die Wogen
die sie wiegen tragen auffangen
mir bleiben die Federschätze
helle dunkle lange spitze windzerzauste und weiße
seidige Federn
und winzige weiße Muschelgehäuse
eins bewegt sich noch
und ein Winzling schaut heraus
zwischen all den Federn
auf dem Tisch am Morgen

LV
5.10.2024

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Texte & Fotos (lv)
Weitere Gedichte und Fotos folgen.

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Atelierbesuch bei Danny Hermann in Tharandt

11 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

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Farbintensiv, oft witzig skurril bis düsterkomisch ist die Bilderwelt des jungen Künstlers Danny Hermann. Seine neuesten Arbeiten zeigt er in der derzeitigen Ausstellung „Home, Sweet Home“ in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, in Radebeul. Geöffnet: Sa + So von 14 bis 18 Uhr.

Die Schönheit und Abgründe der modernen Welt

Reales und Fantastisches fließen farbreich und oft skurril zusammen in der Malerei von Danny Hermann, der gerade von Dresden nach Tharandt umgezogen ist und als Waldameisenheger etwas für den Umweltschutz tut. Seine neuesten Arbeiten sind derzeit in der Ausstellung „Home, Sweet Home“ in der Galerie mit Weitblick“, Obere Bergstraße 13, in Radebeul zu sehen.

Neben den Umzugskisten stehen die Leinwände, auf der Staffelei ein Bild. „Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich die Kirche und die Burgruine. Hier habe ich die Malmotive direkt vor der Tür“, sagt Danny Hermann. Er ist 33 Jahre jung und gerade von Dresden nach Tharandt umgezogen. „In Dresden ist mir zu viel los. Ich habe das Familiäre vermisst und ich brauche die Natur und Ruhe zum Malen.“

Er kommt vom Land. In der Nähe seines Heimatortes Netzschkau im Vogtland in Elsterberg steht auch eine Burgruine, die ihn schon immer faszinierte und daher stammt auch seine Liebe zum Mittelalter und zu Musik aus dieser Zeit. Gemalt hat Danny Hermann schon als Kind gern. „Meine Eltern standen immer hinter mir und so konnte ich anfangen, meinen Traum als Künstler zu leben.“ Sie besuchten mit ihm Ausstellungen und Schaffensorte der Künstler wie das Geburtshaus von Picasso in Barcelona, einem seiner großen Vorbilder. Während seines Kunststudiums brachte sein Vater, der Fensterbauer war, mit dem Auto Bilder von Danny Hermann in eine Galerie nach Florenz. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung als Mediengestalter, arbeitete im Bereich der Kreativwirtschaft und studierte an der Dresdner Kunsthochschule, erwarb 2016 sein Diplom als Bildender Künstler und war danach Meisterschüler bei Professor Ralf Kerbach bis 2019.

Danny Hermann hat 13 Jahre in Dresden gelebt in der Pirnaischen Vorstadt nahe der Hochschule und der Carolabrücke, die nun halb eingestürzt in der Elbe liegt, von wo man auch einen guten Blick auf die Altstadt hatte. Nach dem Studium wohnte er zusammen mit seiner Freundin in Gorbitz. Die neue Dachgeschosswohnung in Tharandt sei schon teurer als in Dresden, doch dafür haben sie nun mehr Platz auf insgesamt 74 Quadratmetern. Und beide haben ein eigenes Atelier. Die Bilder lagern auf dem Dachboden. Hinter dem weißen Wohngebäude an der Dresdner Straße erheben sich Felsen und Wald. Der Bahnhof ist nahe und damit eine gute Anbindung gegeben. „Wir wollen, wenn es geht, dauerhaft hier bleiben“, so Hermann. Seine Freundin Mandy Hegewald arbeitet als Grafikdesignerin und auch als Künstlerin, sie malt vorwiegend Landschaften und Tiere. In Danny Hermanns figürlicher Malerei fließen Reales und Fantastisches farbreich expressiv zusammen. Auf den ersten Blick wirken seine Bilder oft skurril, geheimnisvoll bis düster komisch. Bei näherem Hinsehen entdeckt man viele Bezüge zur heutigen Zeit.

Die Schätze der Gegenwart und Schönheit am Abgrund zeigen die Arbeiten in der derzeitigen Ausstellung „Home Sweet Home“ von Danny Hermann in der Galerie mit Weitblick in Radebeul, Obere Bergstraße 13 noch bis 22. Dezember. Die Wochenendgalerie unterhalb der Weinberge hat sonnnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Da thront in einem Bild ein Rabe in seinem Nest voll Müll, abstruse Plastikgewächse wuchern. Ein Mann wie ein Außerirdischer in Raumanzug, mit Erdkugelhelm, Schutzbrille und Gasmaske steht vor einem riesigen Pilz, ein anderer steckt in einer Zwangsjacke. Der Himmel ist für VIP`s reserviert, die Hölle steht allen offen in diesen ironisch und symbolreich auf die Welt blickenden Szenarien, in denen Mensch und Natur sich immer fremder werden. In seinen Bildern setzt Danny Hermann sich eindrucksvoll mit Social Media, digitalen Welten, künstlicher Intelligenz (KI), Natur und Umweltschutz auseinander. Zu seinen Anregern und Vorbildern zählt er neben Ralf Kerbach auch Wolfgang Petrick, ein Berliner Künstler, außerdem Edvard Munch und Marianne von Werefkin.

Danny Hermann ist außerdem ausgebildeter, ehrenamtlicher Waldameisenheger. Er zeigt eine Urkunde von einem Seminar der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und der Ameisenschutzwarte LV Sachsen e.V. aus diesem Jahr. Schon drei Rettungsumsiedlungen, bei denen die Nestbauten von Waldameisen umgesetzt werden an sichere Orte, führte Danny Hermann in Dresden und Umgebung durch. Schon von kleinauf interessieren ihn Insekten, Käfer, Schnecken. Warum gerade diese Kleinstlebewesen? „Vielleicht weil sie so wenig Beachtung finden“, so Hermann. „Ohne Waldameisen sterben irgendwann die Wälder, da sie die Borkenkäfer fressen und Samen verstreuen im Wald.“ Solch ein Ameisenstaat wäre auch mal ein interessantes Bildmotiv.

“Ich will nicht nur zu diesen Themen malen, sondern selber etwas aktiv zum Umweltschutz tun“, sagt Danny Hermann. Er möchte „mit der Kunst etwas bewirken, etwas Bleibendes schaffen und für künftige Generationen hinterlassen.“  Nächsten Sommer will er mit seiner Freundin zelten fahren nach Usedom, mit Malblock und Farben in der Natur, zwei Wochen komplett ohne Technik sein. Im neuen Atelier werden bald Bilder von der Burgruine und dem Tharandter Wald in Herbst- und Winterfarben entstehen. Außerdem sind zwei Ausstellungen geplant im „Urban Schidd“ in der Dresdner Neustadt und in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden im kommenden Jahr.

Text + Fotos (lv)

http://www.dannyhermann.de

Bilder voller Symbolik, Ausdruckskraft und grotesker Komik, die Denkanstöße geben wollen über eine Gegenwart, in der sich Mensch und Natur immer fremder werden, digitale Welten und KI auf dem Vormarsch sind. Galeristin und Künstlerin Dorothee Kuhbandner, hier bei der Ausstellungseröffnung im September, freut sich über diese besondere Ausstellung des ambitionierten, jungen Künstlers Danny Hermann.


„Der Hirte“, das Titelbild der Ausstellung von Danny Hermann in Radebeul und nach seinem Umzug von Dresden in seinem neuen Atelier in Tharandt.

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Premiere „Der Raub der Sabinerinnen“ in der Comödie Dresden

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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Die Freuden und Leiden des Theaterlebens: Komik und Dramatik, Leben und Bühne mischen sich köstlich mit viel Humor und Selbstironie in der Inszenierung „Der Raub der Sabinerinnen“ mit Tom Pauls in der Rolle des umtriebigen Theaterdirektors Emanuel Striese in der Comödie Dresden. Foto: Robert Jentzsch

Ein hochkomisch dramatisches Sittendrama im Erfolgstaumel

Der Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“ hatte in einer Neubearbeitung von Peter Kube mit vielen aktuellen Bezügen rund um Theater und wirkliches Leben Premiere in der Comödie Dresden. Dort gab es auch ein Comeback für das Zwinger-Trio Dresden.

Ganz wie im echten Leben: Theater voller Liebe, Schmerz, Verderben und Sterben, zum Lachen und Heulen schön. So feierte der Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“ frei nach Franz und Paul von Schönthan und dem Film von Kurt Hoffmann in einer Neubearbeitung von Peter Kube, der auch Regie führt und mitspielt, Premiere im September in der Comödie Dresden.

Mit viel Humor, Herzblut, Theaterzauber und Kampfgetöse kam die Inszenierung auf die Bühne. Komödie und Tragödie liegen nah beieinander mit vielen aktuellen Bezügen. In Trauerspielen zeige sich gerade sehr das wirkliche Leben. Sein oder Nichtsein, deklamiert Tom Pauls gleich zu Beginn heroisch als Hamlet im barocken Kostüm. Darum geht es buchstäblich auch mit seinem schwächelnden Wandertheater, das im in einem Dorfgasthof gerade für ein neues Stück probt. Pauls spielt den Theaterdirektor Emmanuel Striese mit mal zartbesaitetem Gemüt als Künstler und verteidigt scharf sein Theater, für das er alles tut. Eine Paraderolle für den Erzkomödianten Tom Pauls, der selbst ein Theater in Pirna führt. Urkomisch in breitem Sächsisch hält er die hehre Klassik hoch, die Kassengift heutzutage ist. Er zieht alle Register und ist erst zufrieden, wenn die Träne quillt beim Zuschauer. Ereifert sich über moderne Stücke, die keiner mehr versteht, penible, lebende Autoren, die einem erst den Mund wässrig reden mit neuen Stücken und dann ängstlich einen Rückzieher machen.

Das Publikum erlebt hautnah die Freuden und Leiden des Schauspielerlebens, wie aus dem hanebüchenen, trockenen Historienstück des Gymnasialprofessors Gollwitz ein hochkomisches, dramatisches Sittendrama aus dem alten Rom und Stück zur Gegenwart wird. Und außerdem wird weidlich die Liebe zum Theater, seine Magie und Kraft beschworen und gefeiert. Der „Raub der Sabinerinnen“ wurde letztmals 1999 in der Comödie Dresden gespielt mit Hans Teuscher, Alfred Müller und Günther Schubert. Dort gab es nun nach 25 Jahren ein großartiges Comeback mit dem Zwingertrio Dresden, bei dem Jürgen Haase als Kneiper und Römer, Peter Kube als biederer und um seinen Ruf besorgter Professor Gollwitz und Tom Pauls als leidenschaftlich gewiefter Theaterdirektor Striese gemeinsam auf der Bühne standen. In einer Szene singen sie zusammen adrett in Jacketts und mit Sonnenbrillen mit witzig hehrer Hingabe ein romantisches Lied „Ein Stern fällt vom Himmel…“.  Cornelia Kaupert spielt Luise, die Frau des Theaterdirektors ganz nach dem Motto: „Ich bin so jung wie ich mich schminke!“ Als taffe, erfolgshungrige Professorengattin überrascht Tine Josch, die von den Landesbühnen Sachsen „ausgeborgt“ ist.

Das Hausmädchen Rosa (Dorothea Kriegl) liest heimlich das Stück vom Raub der Sabinerinnen, weint vor Rührung, schwärmt davon dem Theaterdirektor vor und will am liebsten mitspielen. Der wittert gleich seine Chance und bringt das Stück über alle Hindernisse hinweg groß heraus, einfallsreich mit wenig Geld und Personal. In Bedrängnis fragt Striese: „Wollen wir die Römerschlacht weglassen, nur noch Blümchenkaffee und Eierschecke bringen?!“ Und bekommt Szenenapplaus. Herrlich komisch, wie die paar Darsteller als Römerheer mit weißen Umhängen, Pappschwertern und Rollatoren mit Pferdeköpfen aufmarschieren, im Kreis rings um die Bühne rein und raus gehen und wegrennen. Und schön wortwitzig wie sich das Hausmädchen Rosa und der Schauspieler Emil Sterneck (Erik Brünner) in einer Schlüsselszene näher kommen, Wie das Stück, das vermeintlich ein Reinfall ist, ein grandioser Erfolg wird, da Komik und Dramatik, Leben und Bühne sich mischen samt Einrichtungsgegenständen aus der Wohnung von Gollwitz. Kurioser Höhepunkt dabei ist der sprechende Papagei als römischer Kriegsadler auf goldbemaltem Schrubber. Reichlich Beifall vom Publikum gab es für einen hinreißenden, lebensprallen Theaterabend.

Text (lv)

http://www.comoedie-dresden.de

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Von Egon Olsen bis Baba Jaga feierten alle mit bei der Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Eine märchenhaft und fröhlich bunte, originelle, witzige und verwegene Figurenschar gratulierte dem Boulevardtheater Dresden zum 10. Geburtstag. Foto: Robert Jentzsch

Ein wahrgewordener Traum mit viel Humor, Herzblut und Fantasie

Bezaubernd, lustig, herzerfrischend und mitreißend mit den schönsten Stückszenen und viel Musik kam die Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden mit über 3ß Künstlerinnen und Künstlern auf die Bühne.

Manchmal werden Märchen wahr wie der Traum vom eigenen Theater. Eine genauso märchenhaft bunte, originelle und verwegene Figurenschar – von Egon Olsen, Schneewittchen und die Zwerge, Charleys Tante, Baba Jaga bis zur Weihnachtsgans Auguste – gratulierten bei der Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden am vergangenen Sonnabend im ausverkauften Haus auf der Maternistraße. Über 30 Künstlerinnen und Künstler zeigten in der Rückschau mit viel Witz, Herzblut und Power Stückszenen mit viel Musik, wie die so verrückte wie großartige Idee der beiden Theatergründer Marten Ernst und Olaf Becker und Nachfolger der Spielstätte „Wechselbad der Gefühle“ Gestalt annahm bis zum heutigen erfolgreichen Privattheater mit bisher 4 193 Vorstellungen, 272 Rollen und bereits 1,5 Millionen Besuchern.

All dies wäre nicht möglich ohne ihre fünf ständigen Begleiter, die sich gegenseitig anregen, stärken und durch das Best-of-Programm führten: die Idee, ein an Pippi Langstrumpf erinnerndes, aufgewecktes Mädchen in Ringelstrümpfen und gelbem Kleid, gespielt von Hella Ernst. Ihr zur Seite stehen der sie anstachelnde Mut (Eiko Keller), die freundlich abwägende Erfahrung (Jürgen Mai), die Vorsicht (Hannah Wendel) und der kichernde Schalk (Valerij Radmacher). Sie sitzen zusammen an der Bühnen-Bar, erzählen von den Anfängen, den Träumen und Ängsten und betrachten staunend und vergnügt das Erreichte.

Bekannt ist das Boulevardtheater vor allem für seine Märcheninszenierungen, die bezaubernd, lustig, herzerfrischend und fantasievoll in neuem, zeitgemäßen Gewand erzählt und gespielt, kleine und große Zuschauer begeistern, von „Spuk unterm Riesenrad“, „Gebrüder Grimm – am Anfang aller Märchen“ bis zur Hexe Baba Jaga. Eben der typische Boulevardtheaterhumor, der fröhlich, feurig und mitreißend, märchenhaft und real zugleich und sehr musikalisch in aller Bandbreite am Jubiläumsabend zu erleben war. Da singt, tanzt und kocht die garstige alte Hexe Baba Jaga (Rainer König) eine Giftsuppe aus Fliegenpilz und regt sich mit reichlich Gruselkomik auf: „Diese Menschheit wird immer dümmer und dreister. Sie wollen den Wald vor meiner Hütte abholzen, eine Eisenbahn bauen und mich zur Touristenattraktion machen!“ Nicht einmal zaubern darf sie mehr, empört sich Baba Jaga. Als böse Königin aus dem Stück „Schneewittchen“ tanzt Katharina Eirich leidenschaftlich mit dem König, lässt sich danach in ihrem schwarzen Kleid auf einen Hocker fallen und stöhnt lustvoll, mit der Ketchup-Flasche den Takt schlagend in der berühmten Orgasmus-Szene aus „Harry und Sally“. Baba Jaga sieht es, verlangt genau dasselbe und geht beschwingt mit Sally hinaus.

Mit deftigen Gags und Sprüchen aus den frivolen Stücken im Boulevardtheater erheiterte die alte, immer noch liebeslustige Frau Leutheuser-Schnarrenthal (Ulrike Mai). Als humorvoll sächselnder, offenherziger Familienvater Bernd Seifert, der unversehens mit Bier überredet auf der Bühne landet, trat Thomas Haufmann auf, der außerdem erfolgreich mit einem Soloprogramm als
Hommage für Olaf Böhme als „Betrunkener Sachse“ zu erleben ist. Es gab romantische Songs aus dem Kultfilm und –stück „La Boume – Die Fete endet nie“, Gräfin Cosel verführte galant ihren August auf der Bühne und sang Ausschnitte aus dem Musical „Barock me Cosel“ und mit Hingabe vom Publikum mitgesungene Ohrwürmer aus dem Stück „Die Legende vom heißen Sommer“ mit den größten Amiga-Hits aus Ostdeutschland. Darunter auch der Song „Asyl im Paradies“ von Tamara Danz, im Original und von Julia Henke in bunter Kittelschürze mit warmer tiefer Stimme gesungen. Als Überraschungsgast kam Frank Schöbel auf die Bühne und sang locker und mit immer noch viel Energie einige Hits aus dem Stück über sein Leben.
Mit viel Charme und Schmelz bezauberten mit ihren Lovesongs die Darsteller aus „Azurro – wie zähme ich einen Italiener“, dem erfolgreichsten Stück im Boulevardtheater. Krönender Abschluss der Jubiläumsgala waren die mit viel Lust und Liebe agierenden Damen und Herren aus dem Mädels- und Männerabend, die auf dem Bartresen sangen und tanzten und fast keinen Zuschauer hielt es mehr es auf den Sitzen und gemeinsam vergnügt stießen Darsteller, Theaterleiter und Publikum mit Sekt auf das nächste Jahrzehnt im Boulevardtheater an.

Text  (lv)

http://www.boulevardtheater.de

 

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Tom-Pauls-Theater Pirna: Das „Sächsische Wort des Jahres“ wird wieder gekürt & Viel Komödiantisches im Zeichen der Romantik

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Mit viel sächsischem Wortwitz unterwegs, mal als alte, fidele Dame Ilse Bähnert, mal einen „Raub der Sabinerinnen“ mit aller dramatisch-komischen Raffinesse auf die Bühne der Comödie Dresden bringend und mal im romantischen Märchen-Grusel-Abend: Der Schauspieler und Theaterchef Tom Pauls hat wenig Zeit zum gemütlichen Kaffeeplausch in „Ilses Kaffeestube“ im Erdgeschoss seines Theaters in Pirna. Abends ist der Saal voll und die Vorstellungen mit ihm schon bis Jahresende ausverkauft.

“Ich bin glücklich, dass es immer voll ist!“

Alle Vorstellungen mit Tom Pauls in seinem Theater in Pirna sind bis Jahresende schon ausverkauft. Der Kartenvorverkauf für 2025 startet am 9. November. Das Sächsische Wort des Jahres wird in einer Gala bei ihm am 2.10., 19.30 Uhr (schon ausverkauft!) und am 3. Oktober, 11 und 14 Uhr im Boulevardtheater Dresden gekürt.

Ein strahlender Spätsommertag. Tom Pauls sitzt in T-Shirt und Jeans auf dem roten Samtsofa mit weißer Spitzendecke am Fenster von „Ilses Kaffeestube“, im Erdgeschoss seines Theaters auf dem Markt von Pirna gemütlich bei ä Dässl Heeßen. Über ihm an der Wand hängt ein Gemälde mit seiner Kultfigur Ilse Bähnert, adrett mit Hut über den grauen Locken und seiden schillernder Jacke, mit Stift in der Hand und ein Rotweinglas haltend. Pauls bespricht gerade mit dem Mitinitiator Peter Ufer den Ablauf zum „Sächsischen Wort des Jahres 2024“, das am 2. Oktober im Boulevardtheater Dresden und am 3. Oktober, 19.30 Uhr von einer Jury wieder feierlich gekürt wird. Natürlich im Beisein von Ilse Bähnert und mit Musik und sächsischem Wortwitz garniert.

Einen Moment später springt der Schauspieler und Theaterchef auf vom Sofa, oben im Saal zieht er den roten Bühnenvorhang zur Seite und nimmt im noch leeren Zuschauerraum Platz für den SZ-Fotografen. Setzt sich auf einen der gediegenen Holzstühle und reckt einen Arm kraftvoll und schelmisch lächelnd in Richtung Bühne. Und schon wirkt Pauls ganz wie der umtriebige Theaterdirektor Emanuel Striese, seine neueste und eine Paraderolle für ihn in dem Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“. Die Inszenierung unter Regie von Peter Kube hatte gerade erfolgreich Premiere in der Comödie Dresden. Im Januar ist das Stück dort wieder zu sehen. Es war auch ein Comeback für das Zwinger-Trio der Herren Pauls, Kube und Haase, das dort nach 25 Jahren erstmals gemeinsam wieder auf der Bühne stand.

Im Tom-Pauls-Theater in Pirna spielen Peter Kube und Jürgen Haase vom „Zwinger-Trio“ zusammen „Zwei Genies am Rande des Wahnsinns“ in einer Komödie der Woesner Brothers das nächste Mal am 5. Oktober, 19.30 Uhr. Vor wenigen Tagen sahen Pauls und sein Theaterteam noch mit Bangen das Hochwasser, das von der Elbe über die Ufer schwappte, wenige Meter vom Markt entfernt. Pauls zeigt im Keller des Theaters einen Sandsteinbrunnen aus dem 13. Jahrhundert, der ehemals im Freien stand, später überbaut wurde und in dem sich nun Wasser sammelt. Grundwasser nach oben drückt. Nebenan im Raum läuft eine Tauchpumpe, die das Wasser auffängt. Die Elektromotoren für die Toiletten sind inzwischen wieder eingebaut. 2002 und 2013 war das Tom-Pauls-Theater schon vom Hochwasser betroffen und die alten Holzdielen in „Ilses Kaffeestube“ mussten danach entfernt werden und wurden durch terracottafarbene Bodenfliesen ersetzt.

Die neue Spielzeit hat hier Ende August begonnen und alle Vorstellungen mit Tom Pauls bis 31. Dezember sind schon wieder ausverkauft im Theatersaal mit 180 Plätzen. Für Gastspiele anderer Künstler gibt es noch Tickets. Es sei schwer Karten zu bekommen oder nur mit Beziehungen, hört man dazu munkeln. „Pirnaer kommen weniger, sie wollen sich nicht anstellen nach Karten in der eigenen Stadt am Theater“, sagt Tom Pauls etwas spöttisch. Natürlich sind auch etliche Pirnaer unter den Stammgästen, die schon alles gesehen haben und daher seltener kommen. Viele der Theaterbesucher kommen aus Mitteldeutschland, aus Berlin und von der See, so Pauls. Auch in die USA und nach Australien ließen sich Fans von ihm, vielleicht dorthin ausgewanderte Sachsen, schon Theaterkarten schicken. Spezielle Sprachkenntnisse braucht es keine, „Man versteht jedes Wort.Wir reden von der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt. Alles andere ist verlottertes Deutsch“, so Pauls. Weitere Neuproduktionen in seinem Theater mit ihm gibt es in dieser Saison keine. Tom Pauls ist vielbeschäftigt. Er spielt derzeit in 25 Programmen in Mitteldeutschland. Mehr schafft er nicht und ist überdies 65, merkt Pauls an. 80 Prozent der Stücke mit ihm finden im eigenen Haus statt und 20 Prozent außerhalb.

Sein neues Programm „Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“ nach den Gebrüdern Grimm spielt Tom Pauls zusammen mit seinen beiden Söhnen, die ihn musikalisch begleiten, wieder am 13., 14. und 15. November, 19.30 Uhr in seinem Theater. Mit etwas Glück gibt es noch Restkarten. Außerdem ist die Ausstellung „Wandergefährten“ – mit Tom Pauls in der Sächsischen Schweiz auf den Spuren der Romantiker – zum 250. Geburtstag des großen Romantikmalers Caspar David Friedrich in der ersten Etage des Theaters noch die ganze Spielzeit zu sehen. Gezeigt werden rund 60 Kunstwerke aus der Sammlung von Tom Pauls und seine eigenen Wandergeschichten. Ende Oktober steht der Spielplan für den Zeitraum Januar bis Juli 2025 auf der Webseite des Tom-Pauls-Theaters. Der Vorverkauf beginnt am 9. November. „Es gibt viele Möglichkeiten, Karten zu erwerben. Auf unserer online-Plattform mit Versand, telefonisch oder im Theaterlädchen am Markt“, sagt Kerstin Kochan, die Geschäftsführerin und gute Seele im Tom-Pauls-Theater. „Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie mehr arbeiten!“, sagt Pauls und eilt davon zum nächsten Termin. „Ich bin ja auch glücklich, dass es bei uns immer voll ist“, sagt er noch. Das ist auch nicht selbstverständlich in diesen schwierigen Zeiten.

Text + Fotos (lv)


Auf den Spuren der Romantiker – in Bildern und Wandergeschichten – können die Besucher zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich in einer Ausstellung im Tom-Pauls-Theater wandeln.

Kontakt: www.tom-pauls-theater.de

Kartentelefon Tom Pauls Theater:03501 – 7793 122Weitere Vorverkaufskassen: DDV-Lokale (Pirna, Freital, Dippoldiswalde)

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Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zauberhafter Ort zum Malen: Die Künstlerin Anita Rempe in ihrem Bilderreich, in einem urigen alten Gebäude mit urwüchsigem Garten nahe der Elbe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen.

Mit Rotkäppchen im Zauberwald der Farben

Urwüchsig, traumhaft und real zugleich wie ihre Bilderwelt wohnt und arbeitet die Künstlerin Anita Rempe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen.

Die Sonne malt Lichtflecken auf die Hauswand. Eine nostalgische, silbern rote Boie hängt am Hauseingang. Hinter hohen Sträuchern und alten Bäumen steht das Atelier- und Wohnhaus der Malerin und Grafikerin Anita Rempe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen. Urige, verträumte und schön wieder hergerichtete Häuser, erbaut um 1825, stehen dort. Eine kleine Brücke führt über den Grundbach zu ihrem Haus, umgeben von einem urwüchsigen Garten. Ein Tor aus Schilfrohr öffnet sich wie in eine andere Welt.

Anita Rempe malt meist draußen im Hof an der Staffelei mit Wasser und Ölfarbe. Apfelbäume und ein Nussbaum stehen da, ein großes Vogelhaus im Garten und überall Sitzecken. Ein zauberhafter Ort wie geschaffen zum Malen.
Viele Bilder mit Wald und Landschaften hängen und stehen im Erd- und Obergeschoss ihres Ateliers mit Holzbalkendecke. Die Farben flirren und sind oft verwischt wie aus dem Zugfenster gesehen. Sie haben mit Emotionen, verinnender Zeit, Ruhe und Bewegung zu tun. Ein neues Bild mit Rotkäppchen und dem Wolf im Wald  mit allen Farbschattierungen lehnt da. Er steht vor ihr, abwartend wie sie. „Rotkäppchen ist das Unheimliche, nicht sichtbare Angst und Gefahr, die man überwinden kann“, sagt Anita Rempe. Sie sitzt inmitten ihrer Bilder auf der Ateliertreppe, das rötliche Haar zum Zopf geflochten, trägt ein schwarzes langes Kleid mit weißen Blüten am Saum und rote Schuhe.

Das Rotkäppchen-Bild wird bald bei dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner in seinem Kunsthaus in Bärenstein hängen. Als nächstes malt sie einen Fliegenpilz mit roter Kappe. Anita Rempe ist gern auch im erzgebirgischen Dunkelwald unterwegs, der magisch und geheimnisvoll ist wie ihre Bilder. In Schellerhau hat sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten auch ein Haus, ihr zweites Zuhause.
Ein Porträt zeigt ihn im Fellmantel, mit Hut und Tuba, er ist Hobbymusiker und Mediziner. Aus der Bilderwand ragt außerdem ein Bildnis von ihrem Sohn Ferdinand heraus aus der Beziehung mit dem Künstler Markus Retzlaff. Der Sohn ist jetzt 27 Jahre, Technomusiker in einem Club und wird Arzt.

Eine gemeinsame Ausstellung von Anita Rempe und Markus Retzlaff ist nächstes Jahr im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul geplant. Darauf freut sie sich sehr. Zurzeit sind dort von ihr farbfunkelnde Ansichten der Weinhänge und Kohlezeichnungen auf Papier in der Sonderausstellung „Inspiration Hoflößnitz“, die während eines Plenairs zusammen mit zehn Künstlern im Jubiläumsjahr des Museums entstanden, zu sehen. Sie zeichnet auch gern mit Tusche und Bleistift die Landschaft und Boote an der Elbe, die in der Nähe ihres Grundstücks fließt. Das brachte Anita Rempe den Beinamen „Wassermalerin“ ein. Sie malt figürlich, konkret und abstrakt. “Ich halte bewusst nicht an der Form fest. Bin immer ein bisschen ein
Entdecker“, sagt Anita Rempe. Darin fühlt sie sich dem Künstler Max Ernst nahe. „Er hat viel Unterschiedliches gemacht in der Ausdrucksweise.“ Außerdem mag sie Arbeiten von Anselm Kiefer und David Hockney. Obwohl ihre Bilder gar nichts mit ihnen zu tun haben. Außerdem schätzt sie Theodor Rosenhauer sehr, „Er ist für mich der größte Künstler.“ Seit 2013 wohnt und arbeitet Anita Rempe als freischaffende Künstlerin in Gauernitz. Sie hat ein Diplom für Gebrauchsgrafik und Illustration, arbeitete als freie Trickfilmzeichnerin für Fernseh- und Filmproduktionen und ist tätig als ausgebildete Kunsttherapeutin u.a. in der Kinderarche Sachsen in einem Projekt in Seyde im Erzgebirge. Die Kunst hilft ihr auch persönliche Schicksalsschläge zu verarbeiten wie im Bild „Zusammenbruch“  von 2020, das ein einstürzendes Haus im Erzgebrige zeigt und das die Stadt Radebeul für ihre Kunstsammlung kaufte. Vor zwei Jahren erkrankte Anita Rempe plötzlich körperlich, brach in ihr etwas zusammen und sie bewegt sich seitdem mit Gehhilfen. Es hilft ihr auch, Schönes noch klarer zu sehen. „Die Kräfte bündeln, dann kommt auch die Energie, dass es weitergeht“, so die Devise der 58-jährigen. Anita Rempe hat den Weintaler für das diesjährige Herbst- und Weinfest in Radebeul gestaltet.

Zurzeit bereitet sie ihre nächste Ausstellung mit Malerei und Zeichnungen zusammen mit der jungen Künstlerin Maleah Gilbert vor, die in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau am 6. Oktober, 16 Uhr eröffnet.

Text + Foto (lv)

http://www.anitarempe.de

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Atelierbesuch bei der Malerin Angela Hampel in Dresden

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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In ihrem Garten-Atelier in Struppen inmitten der Natur malt Angela Hampel gern Aquarelle und Tuschezeichnungen, darunter zum Thema „Laokoon“, dem griechischen Seher und Mahner, der vor den Kriegern im Trojanischen Pferd warnte und dafür von den Göttern bestraft wurde. Der Bilder-Zyklus soll auch in einer großen Ausstellung von ihr zum 800-jährigen Stadtjubiläum im nächsten Jahr in ihrer Heimatstadt Kamenz zu sehen sein. Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Im Garten mit Grünspecht und vielen neuen Tuschezeichnungen

Die Malerin und Grafikerin Angela Hampel zieht sich vom Großstadtlärm gern in ihr Bauernhaus mit alten Obstbäumen und Streuobstwiese in Struppen zurück. Hier ist auch schon ein Garten-Buch von ihr entstanden.

Immer wieder tauchen sie gestaltreich auf in den Bildern von Angela Hampel. Frauen, Paare und die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Manchmal wächst ihnen ein Geweih oder Flügel. Der Narr mit weißem Kopfverband und Halskrause. Ein Rabe hält oder umklammert eine kleine weiße Echse. Kreatürliches aller Art und mythologische Figuren treffen farbkräftig lodernd, lustvoll, leidenschaftlich, innig umarmend, oder abweisend, zornig und ironisch aufeinander in den oft großformatigen Leinwänden, Zeichnungen mit schwarzer Tusche und sibirischer Kreide bis zu keramischen Objekten. Auf der Staffelei in ihrem Dresdner Atelier steht ein älteres Ölbild, an dem Angela Hampel Feinheiten in der Körperhaltung ändern will. Es zeigt eine archaische gelbe Figur, eine Jägerin mit Pfeil und Bogen, die eine Hand um ein rotes wildes Tier hält, das mit dunklen Wunden Schutz suchend an ihr lehnt. Leben, Tod, Schönes und Verletzliches sind oft nah beeinander in ihren Bildern.

Es spiegelt die zwei Teile in unserer Seele, Liebe, Mitgefühl und Kampf und Gewalt, sagt Angela Hampel, Malerin, Grafikerin und Objektkünstlerin. Der Körper der Jägerin ist blau und rot gefleckt und kennzeichnet den Übergang von einer Gestalt zur anderen. Es zeige nicht immer Blut. Sie liebt Rot als Farbe. „Die menschliche Figur im Umlauf der Zeit interessiert mich vor allem und es muss etwas mit mir zu tun haben“, sagt Angela Hampel, die zu den herausragendsten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum zählt. Eine neue große Tuschezeichnung in dunklen und hellen Farbtönen hängt an der Wand. Eine Frauengestalt, in deren lang herabfallendem schwarzen Haar der Schädel eines Tigers auftaucht. Das Blatt mit dem Titel „Spiel“ wird noch gedruckt und mit weiteren Arbeiten von ihr bei der nächsten Leipziger Grafikbörse im September zu sehen sein.

Seit 2004 lebt und arbeitet Angela Hampel in ihrer Atelierwohnung in einem schönen alten Gründerzeithaus, um 1900 erbaut in der Dresdner Südvorstadt. Ein lichtvoller, gläserner Fahrstuhl führt hinauf und ist auch gut für den Bildertransport. Vier Räume inklusive ein Lagerraum für ihre Arbeiten gibt es hier. Wände voller Bilder und viele Bücherregale. Sie sei ja eine Sammlerin und hat viel  mitgebracht, Andenken von ihren Reisen in alle Welt. Ob die Ostsee, die Bretagne in Frankreich oder die Berge, Afrika, Alaska, Nord- und Südamerika. Die Malerin hat zehn Jahre lang als Bergsteigerin hohe Berge erklommen, in Nepal und den Mustak Atta in Tibet, mit 7 600 Metern ihr höchster Berg. Als Kind war sie mit den Großeltern oft im Riesengebirge unterwegs. “Das ist alles in mir drin und mein Fundus, aus dem ich schöpfe.“

Gleich neben dem Atelier ist ein Wintergarten voller Grünpflanzen und eine Sitzbank. Am Wochenende und manchmal auch in der Woche zieht es sie in ein kleines Bauernhaus mit Fachwerk, Atelierraum und Garten in Struppen in der Sächsischen Schweiz, das sie seit Anfang der 90er Jahre hat und sie und ihr Lebensgefährte Torsten Leupold, der in der Grafikwerkstatt Dresden arbeitet und viele ihrer Arbeiten druckt, im Bestand erhalten haben. Das Haus stammt von 1842, hat eine hellgelbe Fassade und drei Weinstöcke am Haus. Ihr Refugium. „Das ist ein Ort für sich, wildromantisch mit einer Streuobstwiese und alten Obstbäumen, hauptsächlich Äpfel und zwei großen Nussbäumen“, erzählt sie. Vögel seien leider nicht mehr so viele da. Spatzen und Meisen tummeln sich dort. „Wir freuen uns immer, wenn wir mal einen Grünspecht oder Gartenrotschwänzchen sehen.. Immerhin haben sie wieder gebrütet.“ In ihrem Gartenatelier malt sie Aquarelle und probiert Angela Hampel viel mit Material aus wie für ihre Serie „Aschebilder“,  gezeichnet mit Ruß aus verbrannten, wurmstichigen Baumstämmen oder mit Beize für ihren gerade entstehenden Bilderzyklus aus erdbraunen Zeichnungen zu „Laokoon“, jenem Priester und Seher aus der griechischen Antike, der die Krieger im Trojanischen Pferd vorhersah, vor ihnen warnte und von den Göttern bestraft und durch Schlangen totgebissen wurde.

Sie arbeitet seit vielen Jahren künstlerisch zu großen Frauenfiguren wie Kassandra, die auch Seherin war, Medea, Salome und Penthesilea. „Das Thema interessiert mich und ist so aktuell, dass Seher immer noch bestraft werden, die von der Hauptmeinung abweichen“, sagt Angela Hampel. Zu der Bilderserie wurde sie angeregt von einer Figurengruppe mit Laokoon und seinen zwei Söhnen, die im Innenhof des Kamenzer Rathauses steht.

Zum 800-jährigen Stadtjubiläum nächstes Jahr ist eine große Ausstellung mit Bildern der 67-jährigen bekannten Künstlerin im Lessingmuseum in ihrer Heimatstadt geplant. Ein Falter, ein Tagpfauenauge flattert aufgeregt am Atelierfenster auf und ab. Angela Hampel nimmt ihn behutsam in die Hand und lässt ihn hinaus fliegen. Es ist auch bereits ein Buch „Im Garten“ mit Tuschezeichnungen und Gedichten von ihr erschienen, ein weiteres „Am Fluss“ zu Dresden und „Am Stein“ rund um Kamenz, alle im Eigenverlag herausgebracht und bestellbar über die Galerie Mitte in Dresden. Im Sommer erschien ein neues Buch mit Zeichnungen von Angela Hampel zu Gedichten der sorbischen Dichterin Roza Domascyna. Im Sächsischen Bergsteigerbund  ist sie noch immer Mitglied, auch wenn die Künstlerin gesundheitsbedingt keine Klettertouren mehr unternehmen kann. Gerade hat sie eine Ausstellung für die Irmgard-Uhlig-Stiftung mit Werken der bekannten Bergmalerin organisiert zusammen mit ihrem Kollegen Steffen Milde, die in der Radfahrerkirche in Wehlen zu sehen sind.

Text (lv)

http://www.angelahampel.de

 

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11. Kamenzer Rede in St. Annen: Die Poetin Angela Krauß sprach „Von Verklärung und Aufklärung“

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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„Das Sehnen ist das Lebenselixier. Zwischen Wissen und Sehen, Verstand und Gefühl hin und her springen wie ein Kind, das lachend über Gräben und Pfützen springt…“ Die Schriftstellerin und Poetin Angela Krauß aus Leipzig bei der 11. Kamenzer Rede im September in der Klosterkirche St. Annen. Eine Veranstaltungsreihe zu Ehren und Weiterführung der Ideen des großen Dichters und Wahrheitssuchers G.E. Lessing in seiner Heimatstadt.

Über Gräben springen

Um Sinn- und Wahrheitssuche, den Widerstreit zwischen Verstand und Gefühl, wie beides zusammenkommen kann und Sehnsucht als Lebenselixier ging es in der 11. Kamenzer Rede mit der Schriftstellerin und Poetin Angela Krauß aus Leipzig.

Sie ist eine Suchende, Sinnende, die ihre Gedanken Träume, Erfahrenes und Vorstellungen von der Welt immerzu in Worte fasst. Für sich selbst und andere, um zu vergegenwärtigen was ist, mit allem Schönen und allen Widersprüchen in den Strömen der Zeit. „Es geht ihr dabei immer um den einzelnen Menschen ohne belehrend zu sein und die Suche nach sich selbst, eigene Ansprüche an das Leben“, sagte Michael Hametner, Literaturkritiker und Moderator des Abends zu Beginn über die Schriftstellerin Angela Krauß. Sie hielt die diesjährige, 11. Kamenzer Rede diesmal unter dem Thema „Von Verklärung und Aufklärung“ am 12. September in der Klosterkirche & Sakralmuseum St. Annen in Kamenz. Veranstaltet von der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in der Heimatstadt des großen deutschen Dichters und Aufklärers zu seinen Ehren ebenso wie zur Auseinandersetzung, Anregungen und Denkanstöße weiterzugeben aus seinem Werk für die heutige Zeit. Mit der Unterstützung von Bund und Land kann dieses für die politische Kultur wichtige Format weitergeführt werden, bei dem Sichten, Einsichten und Irrtümer zur Sprache kommen, sagte der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz zu Beginn.

Im Kirchenraum waren alle Plätze besetzt, auf denen weiße Zettel und Stifte lagen für Fragen an die Rednerin. Von den weißen Wänden und Fensternischen strahlte warmes rotes Licht. Von der Empore erklangen feierliche, barocke Klänge von Georg Philipp Thelemann mit dem Streicher-Duo „Carabella“. Zu Beginn gedachten die Zuhörer in einer Minute ehrenden Gedenkens des kürzlich verstorbenen Theologen und Autors Friedrich Schorlemmer, der die erste Kamenzer Kanzelrede, wie sie damals hieß, vor zehn Jahren hielt. Angela Krauß wurde 1950 in Chemnitz geboren und ist zuhause in Leipzig. Sie hat bereits ca. 15 Bücher, schmale zumeist, veröffentlicht. Für ihr literarisches Werk wurde Angela Krauß kürzlich mit dem „Sächsischen Literaturpreis“ 2024 ausgezeichnet. Ihr neues Buch „Das Weltgebäude muss errichtet werden. Man will ja irgendwo wohnen“ erschien in diesem Frühjahr bei Suhrkamp. Sie will dem Leben auf den Grund gehen, so Hametner. Ihr Bauplan vom Weltgebäude suche etwas Anderes. Erwartung als Daseinsweise. Sehnsüchte, die im glücklichsten Fall die Kunst vermag zu fassen, aber nur wenn man bereit ist, sie zu empfangen. In einem Gotteshaus geht es immer auch um die Schöpfung. Was ist aus ihr geworden?, fragte Angela Krauß in ihrer Rede. „Sie ist immer in Bewegung, doch wir kennen nicht ihr Ziel, wissen nicht mal ob sie eins hat.“

Sie sprach über Er- und Verklärer, die es immer gibt, über Verschleierung im Wahrnehmen, die mit den Jahren weniger wird, über das Selbstvergewissern beim Schreiben, zu dem sie sich in den ersten Monaten des Jahres wie die Natur in ihr Gehäuse zurückzieht und ein Gefühl der Zeitlosigkeit und Ewigkeit sie ergreift und über das Bedürfnis verstanden zu werden. Sie sprach über die Zerrissenheit unseres Daseins, den Widerstreit von Verstand und Gefühl und den großen Wahrheitssucher Lessing, der auch unter dieser Zerrissenheit litt. „Wir sind alle Romantiker und waren es als Kinder, bis Vernunft und Verstand das Steuer übernahmen. Das wird gemeinhin als Entwicklung verstanden.“ Doch dass der Verstand alleine nicht glücklich macht, wissen wir längst. „Gefühl und Wissen haben eins gemeinsam, eine gewisse Ungreifbarkeit. Damit hört es schon auf.“ Sie sei eine erkennende Poetin, so Angela Krauß, die durch vier Jahrzehnte Poeterei ihrem vergeistigten Herzen folge. Sie habe keine andere Quelle. „Der Romantiker, das heißt der vom Herzen gesteuerte Mensch, ist verdeckt anwesend. In der Einheit von Geist und Herz nimmt er wahr.“ Die Polarität zwischen Vernunft und trügerischer Unmittelbarkeit des Gefühls sei ein archetypisches Muster. Der Mensch sehne sich aber nach Einheit. Alles was wir erleben im Großen wie Kleinen, laufe auf diesen Kern hinaus. „Das Ungestaltete als Lebensalltag und Nichts greifen, fassen können, das müssen wir aushalten.“

Wie eine Offenbarung und Glücksmomente sind es für sie, wenn Geist und Herz zusammenkommen im Erkennen. „Sobald ich etwas Erlebtes in Worte fasse, laufe ich Gefahr, in Starre zu fallen“, nannte sie den Zwiespalt ihres Berufs. Die vielen eingefangenen, pulsierenden Leben zwischen Buchdeckeln nun zu wissen. „In dem Moment, wenn wir sprechen, formulieren, steht der Widerspruch immer mit im Raum.“ Um so mehr komme es darauf an, sich der Wahrheit immer wieder zu vergewissern. Sie habe begriffen, so Angela Krauß, dass selbst die Liebe eine Provokation sein kann, wider den Zeitgeist, wenn sie dort entsteht, wo sie nicht genehm sei. „Nur die Liebe ist in der Lage, den einzelnen vom Makel seiner Umwelt zu erlösen“, so Krauß. „Ich traue einem einzelnen Menschen mehr als der Gruppe von Menschen, zu der er gezählt wird.“ Dazu gehöre, immer wieder von Neuem auf andere Menschen zugehen. „Alles was wir wahrhaft sagen können, sind Näherungen, behutsam berühren. Das heißt, auch das unsagbare, ergebnisoffene Wesen zu sein.“

„Das Leben weitet und verengt sich. Es pulsiert, Leben ist in keinerlei Ideologie einzuspannen“, sagte Angela Krauß zum Schluss ihrer mit viel Beifall bedachten Rede. „Das Sehnen ist das Lebenselixier. Wäre ich doch wie ein Kind, das lachend über einen Graben oder eine Pfütze springt, vorwärts, rückwärts, nach rechts, links, auf der Stelle zwischen Wissen und Sehen, Ver- und Aufklärung hin und her springend mit allen himmelschreienden Widersprüchen.“

Text + Fotos (lv)

http://www.lessingrezeption-kamenz.de


Reges Interesse am Büchertisch gab es nach der Kamenzer Rede mit Angela Krauß in  der Klosterkirche St. Annen.

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
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Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Moment mal!" - eine Werkschau von Werner Pinkert, 97 Jahre und der älteste lebende Dresdner Künstler, im Kulturrathaus
  • Offene Gartenpforte Dresden: "Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage"
  • Aufführung "Die Geschöpfe des Prometheus" im Schlossgarten Lauenstein & im Kunstgewerbemuseum von Schloss Pillnitz
  • Zwischen Welten - Grafische Malerei von Anne-K. Pinkert in der Stadtgalerie Radebeul
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  • Eintauchen in fantastische Welten & Grusel mit Tiefgang: Der kleine Buchheim Verlag Grimma hat eine spannende und aufregende Nische gefunden
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