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Kategorien-Archiv: Unterwegs

Premiere vom Theaterjugendclub Döbeln zum Thema „Heimat“ anlässlich des 1045-jährigen Stadtjubiläums

13 Samstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Erstmals seit zehn Jahren wird 2026 wieder ein Heimatfest in Döbeln gefeiert. Mit einer Festwoche vom 14. bis 21. Juni. Höhepunkt ist eine Wandertheater-Aufführung mit dem Theaterjugendclub, der an verschiedenen Orten im Stadtzentrum Geschichten und Szenen zum Thema Heimat zeigt.
Spielerisch die eigene Stadt neu entdecken: Akteure des Theaterjugendclubs im Stadttheater Döbeln bei der Probe.


Von Lieblingsmenschen, verbrannten Pfannkuchen und Heimweh
Was Heimat alles sein kann, erkunden junge Leute derzeit im neuesten Projekt des Theaterjugendclubs im Stadttheater Döbeln. Premiere hat das Wandertheater-Stück beim Heimatfest am 14. Juni, um 19.30 Uhr an der Klosterwiese.
Sie gehen, spazieren, schlendern vor noch leerer Kulisse. Bewegen sich umeinander im Kreis, hin und her, mit schnellen oder vorsichtigen Schritten, sehen sich an und schauen sich um. Einige der jungen Darsteller halten historische Kleider in den Händen aus dem Fundus, betrachten sie und tauchen mit ihnen in die Geschichte ihrer Stadt ein. Ein Mädchen steht davor, mit offen einladenden Händen und lächelt. „Heimat ist ein Gefühl, ein warmes Gefühl. Es sind die Menschen, die ich liebe und auch die nicht“, sagt Jasmin, 16 Jahre.
„Es gibt kein festes Zuhause. Heimat ist für mich ein Ort, wo ich noch nicht war und etwas erleben kann. Ein Ort, an dem Fabius ist, mein bester Freund“, sagt Kim, 15 Jahre. Sie sei schon oft umgezogen mit ihrer Familie. „Theater ist auch in gewissem Sinne eine Heimat.“ Kim ist schon das dritte Jahr im Theaterjugendclub im Stadttheater Döbeln dabei.

Im neuesten Theaterprojekt zum Thema „Heimat“ soll greifbar werden, was das alles sein kann. Dazu sammeln derzeit 15 junge Leute unter Leitung von Katharina Landsberg spielerisch Ideen und erkunden neues Terrain. Die Proben haben im Februar begonnen. Immer freitags um 16 Uhr treffen sie sich im Stadthteater Döbeln. „Es wird kein traditionelles Theaterstück, sondern ein Wandertheater mit der Natur als Kulisse. Wir wandern quasi durch die Stadt unter Beteiligung verschiedener Künste, mit Theater und Musik“, sagt Katharina Landsberg, die Leiterin des Jungen Theaters seit der Spielzeit 2022/023 im Stadttheater Döbeln. Sie arbeitet als Dramaturgin, Regisseurin und Theaterpädagogin am Haus. Seitdem gibt es auch den Jugendtheaterclub. Einmal im Jahr entsteht dort eine Inszenierung mit Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren.

Es gab schon ein Stück zum Thema „Grenzen“, bei dem verschiedene „Farbkinder“ wieder zueinander fanden. Und letztes Jahr eine „Kommunikations“-Baustelle mit einem „Marktplatz der Worte“ in Kooperation mit dem Lügenmuseum in Radebeul, wo man zusammen etwas im öffentlichen Raum gestalten konnte. Das neue Theaterprojekt soll ein Höhepunkt zum Heimatfest 1045 Jahre Döbeln werden, das mit einer Festwoche vom 14. bis 21. Juni in der Stadt mit 24 000 Einwohnern gefeiert wird.

Premiere hat die Wandertheater-Aufführung am 14. Juni, um 19.30 Uhr. Es gibt insgesamt fünf Vorstellungen. Beginnend an der Klosterwiese erlebt das wandernde Publikum an zehn Stationen in der Stadt die jungen Akteure, die Figuren aus der Stadtgeschichte spielen und Szenen darüber, was Heimat für sie bedeutet, zeigen. „Wir feiern dieses Jahr erstmals seit zehn Jahren nach coronabedingter Pause wieder ein Heimatfest in Döbeln, bei dem es auch viel um Bürgerbeteiligung geht“, sagt Christiane Böttger, Sachgebietsleiterin Kultur bei der Stadt Döbeln. Es werde ein großes Vereinsfest am 18. Juni im Bürgergarten geben. Selten heutzutage sei auch, dass mit den „Döbelner Heimatfreunden“ gleich eine ganze Gruppe sich der Stadthistorie widmet. Dieses Jahr erscheint von ihnen wieder das „Döbelner Mosaik“, es ist bereits der siebente Band in Form einer Ortschronik zum Heimatfest. Finanziert wird die Inszenierung des Jugendtheaterclubs Döbeln mit einer Projektförderung vom Kulturraum Erzgebirge/Mittelsachsen mit über 9 000 Euro und einem Eigenanteil in gleicher Höhe von der Stadt Döbeln, so Christiane Böttger.

„Das Wandertheater ist auch eine Möglichkeit, die Stadt neu zu entdecken“, so Katharina Landsberg. Es verbindet Geschichten zu Historie und Gegenwart. „Wir laden zu diesem Theaterprojekt generationenübergreifend auch erwachsene Döbelner ein, die gern Geschichten erzählen und spielen möchten. Zusammen schauen wir auf die vielen Seiten und Gesichter einer Stadt“, ist ihr wichtig. „Theater als Ort auch zu streiten, diskutieren und sich zu begegnen.“ 99 Prozent der am Heimat-Projekt beteiligten Jugendlichen kommen aus Döbeln. „Sie haben die Erfahrungen des Weggehens noch nicht gemacht und so nähern wir uns dem Thema mit Fragen wie: Welches Gefühl oder was für einen Geschmack löst das Wort Heimat aus? Welche Lieblingsorte habt Ihr?“, so Katharina Landsberg. „Da kommt dann ganz viel.“ Die schönste Antwort kam von einem achtjährigen Mädchen: „Heimat schmeckt nach den verbrannten Pfannkuchen meines verstorbenen Papas“, erzählt die Theaterpädagogin.

Sie hörte aber auch von Jugendlichen: „Döbeln ist langweilig.“ Es gebe ja auch unterschiedliche Interessen. „Wenn man klettern will, fährt man eben in die Sächsische Schweiz, spazieren kann man entlang der Mulde sehr schön. Döbeln hat den ältesten Riesenstiefel, der fast 100 Jahre alt, an die Schuhmacherinnung erinnert. Außerdem sehr gute Eisdielen. Ein Kino, ein Freibad mit Sprungtürmen und eine große Freizeitanlage“, zählt sie auf. Vor der Probe sitzen die jungen Akteure zusammen in der Runde und erzählen, was für sie Heimat ist, beispielsweise: “Ein Ort, wo ich gern zurückkomme und den ich mit meiner Familie und Kindheit verbinde“, sagt Josi, 18 Jahre. „Wo ich mich wohlfühle und Spaß habe. Und ich mag das Schauspiel“, sagt Christel, 10 Jahre. Nils, 13 Jahre: „Heimat ist ein Ort, wo ich mich geborgen fühle.“ Lenya, 17 Jahre: „Heimat ist für mich, wo meine Lieblingsmenschen sind.“ Für Lara, 16 Jahre, ist es „eine Emotion, wenn ich verreist bin und nach einer Weile Heimweh habe.“

Text + Fotos (lv)

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Ausstellung „Stille Post“ von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital

11 Donnerstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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„Das Herz nach außen tragen.“ Das spiegeln die Malerei und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov reizvoll und verlockend, sinnlich, kraftvoll und verletzlich.

Wo Träume fantasiereich flüstern

Um Verbundensein zwischen Mensch, Natur und allen Lebewesen und die Suche nach Glück, Balance und Geborgenheit geht es in der Ausstellung „Stille Post“ mit Arbeiten aus 40 Schaffensjahren von Gudrun Trebdafilov derzeit auf Schloss Burgk in Freital.

Zwischen zwei Gesichtern mit langen Haarzöpfen geht eine schwarze, gelbäugige Katze in der Mitte vor tiefblauem Himmel hin und her, als würde sie eine Botschaft übermitteln. Es ist das Titelbild der Ausstellung „Stille Post“ mit Malerei, Collagen und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital (noch bis 28. Juni zu sehen).

Der Ausstellungstitel Stille Post bezieht sich auf ein beliebtes Kinderspiel, bei dem man dem anderen ein Wort ins Ohr flüstert, der sagt es weiter und der Letzte in der Runde sagt laut, was er gehört hat. Je nach der Länge und Schwere des Begriffes kommt er klar und vollständig an oder abgewandelt, nur halb verstanden oder völlig anders. Wie sehr können wir unseren Sinnen noch trauen in dieser lauten, schnelllebigen Gegenwart? Fragt die Künstlerin mit ihren Bildern, die einladen zum Flüstern, Lauschen und Zuhören, damit die leisen Töne nicht verloren gehen. Ihre Figuren begegnen einem oft mit versunkenem Blick, sie hören in sich hinein, halten Zwiesprache mit sich selbst. Ihre vieldeutige Bilderwelt ist reizvoll und spannend in der Schwebe zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit in vorwiegend leuchtend warmen, erdigen, blauen und zarten Farbtönen gehalten.

Da geht es um das Verbundensein zwischen Mensch, Natur und allen Lebewesen und die Suche nach Balance, Glück und Geborgenheit, um Innehalten, Hingabe und Weitergabe des Empfangenen. Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von rund 60 Arbeiten aus 40 Schaffensjahren von Gudrun Trendafilov, die in Dresden lebt und arbeitet und zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlerinnen hierzulande gehört. Sie wurde 1958 inm erzgebirgischen Bernsbach geboren und kam mit 18 Jahren nach Dresden, um an der hiesigen Kunsthochschule zu studieren. Bei Professor Gerhard Kettner studierte sie Malerei und Grafik. Seit 1981 ist sie als freischaffende Künstlerin in Dresden tätig. Zu sehen sind im Schloss Burgk in Freital bekannte und frühe, noch nie gezeigte Arbeiten von ihr. „Dies ist die erste museale Einzelausstellung von Gudrun Trendafilov in Deutschland. Bisher hatte sie lediglich Ausstellungsbeteiligungen“, sagt Kristin Gäbler, Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital im Schloss Burgk. Die Bilder mit ihrer unverkennbaren Handschrift geben außerdem einen Einblick in das wandlungsreiche Schaffen und den Werdegang der Zeichnerin umd Malerin.

Zu sehen sind Arbeiten von Gudrun Trendafilov aus der Städtischen Galerie Dresden, von privaten Leihgebern und aus dem Besitz der Künstlerin. Darunter ein frühes Bild „Familie“ von 1984, expressiv figürlich in Rosé- und Grautönen zeigt es ein junges Paar, während sie das Baby stillt. In ähnlicher Farbgebung und aus dem selben Jahr stammt das Bild „Karneval“, mit einer Frau im enganliegenen Trägerkleid und schwarzen Hut, umgeben von kostümierten Gestalten. Immer wieder tauchen in ihren Bildern Köpfe und Gesichter auf, oft mit Blüten, Früchten, wippenden Zöpfen, wogendem oder aufgetürmtem Haar, das manchmal zum Vogelnest wird. Frauenakte in wenigen, markanten Linien und Paare, die sich halten, anlehnen, innig, kraftvoll und verletzlich. Frauen mit Tieren, Vogel in der Hand, Eule auf der Schulter oder keck ungebändigten Katzen an ihrer Seite. Ein großformatiges Bild zeigt drei nackte, goldenschimmernde Grazien am Meer vor zwei Äpfeln sitzend, sinnlich und verlockend. Zwei Frauen halten und wärmen sich in einen grauen Mantel gehüllt.

Eine wunderbar aus der Bewegung gezeichnete, kraftvolle wie tanzende „Kassandra“, ihrem inneren Ruf folgend, mit erhobenen Händen und um ihren Körper sanft fließendem Haarschwung zeigt eine Tusche- und Kreidezeichnung auf Seidenpapier von 2015, eine Leihgabe der Künstlerin. Eindrucksvoll und berührend auch ihre Selbstbildnisse, in denen sich Licht und Schatten mischen. „Das eigene Herz nach außen tragen“, darum geht es Gudrun Trendafilov. „Ich male und zeichne, um Formen zu finden für das, was mich im Innersten umtreibt, die Liebe, Träume, Wut und Melancholie“, sagt sie über ihr Schaffen. „Die Zeichnung ist für mich das direkteste Mittel, Emotionen in künstlerische Form zu bringen.“  Zur Ausstellung „Stille Post“ ist ein Katalog erschienen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 12 bis 16 Uhr, Sa, So und Feiertag 10 bis 17 Uhr

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Gedichte von Abschied & Bleiben

02 Dienstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Auf dem Weg zu Dir
(Für meinen Vater)

Der Anruf kam gestern
vormittag im Zug
ich verpasste fast das Aussteigen
der Unfall hat Dein Schweigen
jäh unterbrochen
verwandelt
Du kannst nicht
mehr anders
kein Ausweichen
wehrlos zerbrechlich
liegst Du in der Klinik
vor mir
in einem Bett am Fenster umgeben
von Monitoren mit Kurven
und ein Atemschlauch steckt
im Mund
Dein Herz schlägt noch
sagt der Pfleger
hörst Du noch meine Stimme
ich flüstere was schon lange hinaus wollte
rede Dir gut zu
lese meine Gedichte vor
halte und streichle Deine Hand
und Dein Gesicht mir zugewandt
glatt rasiert die Haut und gebräunt
der kleine Leberfleck am Hals
wie meiner

die Augen geschlossen gesalbt die Lider
sehe ich Dich endlich
wieder
verloren vergessen und aufgehoben zugleich
alles Warten Wünsche und Sehnen
vereint in diesem Augenblick
Du mir fremd
und nah zugleich
noch so viele offene Fragen
tiefe Erschütterung und Ernüchterung
und nie endende Verbundenheit

LV
31.5.2026

Der erste Tag ohne Dich
(Für meinen Vater)

Wiedersehen und Abschied
an einem Tag voller Licht
immer noch überwältigt
die Freude überwiegt die Trauer
Wut und Schmerz steigen
auf und verebben wieder
Ich hab Dich nach langer Zeit
noch einmal und als Letzte lebend gesehen
Du schienst gar nicht gealtert
von Deiner schweren Verletzung
fast nichts zu sehen
Dein Gesicht und Haar
so weich und sanft
als wäre nichts geschehen

Deine Augen nach innen
gerichtet
konnten mich nicht
mehr sehen
Doch ich war und bin
immer noch bei Dir
auch nach Deinem Gehen
vermisse Dich so sehr
in Gedanken bin ich schon
am Meer

Lass mich tragen
von den Wellen
hin und her
gestern Abend strömten sie
rötlich gefärbt
ins endlose Blau

LV
1.6.2026

Schwerelos

Heute mittag sah ich
ein Wolkenherz
ein Vogel flog vorbei
am Fenster am Himmel
darüber graue Regenwolken
die Sonne kam später
wieder hervor
Dein Leben hängt
nicht mehr an irgendwelchen Geräten
aller Erdenschwere enthoben
gehst Du nun auf Reise
erzähl mir von dort
im Schatten von Bäumen
wo Licht und Dunkel
sich berühren
unsere Träume
sich nie verlieren

LV
2.6.2026

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Neue MeerGedichte: Farben des Lebens

02 Dienstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Allgemein, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Farben des Lebens
(Für Frau B.)

In warmen Farben rankt
sprießt und duftet der Sommer
rings um das große Blumenbeet
stetiges Auf- und Verblühen
Wachsen Werden und Weitergehen
fließen auf den Leinwänden zusammen
mit Blick in den Garten
Räume voller Bilder
in der kleinen Ferienwohnung am Meer

gleich am Eingang rote Blüten
auf schwarzem Grund
in einer Vase stehen zwei rosa Rosen
eine schon im Fallen ein paar Blütenblätter
verstreut
auf meerblauem Tuch
das aussieht wie der Bug eines Schiffs
vor strahlendem Gelb
gegenüber steht ein Paar am Strand
und sieht den Sonnenuntergang am Horizont
die Hände umeinander gelegt
Himmel Meer und Wellen
in orangenen grünblauen und dunklen
Farbschimmern

wogendes Sein sanft pastellfarben
still verwunschen und kraftvoll
weiß und tiefblau
manchmal fast Ton in Ton
mit dem weiten Himmel

das Meer immer in Bewegung
Kommen und Gehen der Wellen
Sich Nähern und Entfernen
in Schwarzweißen und Grautönen
stürmen stürzen strömen
die Wellen
ziehen ihre Spur
am Nachthimmel mit Vollmond
und hinterlassen Lichtflecken
auf dem Meer

ein Blick auf die Seebrücke in Ahlbeck
nach Heringsdorf
vor blau rot violettem Abendhimmel
alte Fischer- und Bauernhäuser
Mohnblumen auf einer Wiese am See
eine Anlegestelle am Hafen mit Booten
schemenhafte Gestalten mit langen Stäben
wie Ruder oder Flügel
und eine Landschaft mit dunklen
Schattenumrissen von zwei Bäumen
die aneinander lehnen
dazwischen eine helle Insel

Text: Lilli Vostry
1.6.2026

Weitere Gedichte + Fotos folgen.

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BilderAlbum: Unterwegs in der Welt der Bücher auf der Leipziger Buchmesse

21 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Spannende Geschichten zu Zeitgeschichte & Umgang miteinander. Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse, in der Kategorie Belletristik, stellten sich den Fragen im Gespräch und lasen aus ihren Büchern.
Schöne, farbenfrohe, originell gestaltete und anregungsreiche Bücher mit vielfältigen Blicken und Sichtweisen auf die Welt, auf das Verbundensein von Mensch & Natur & allen Lebewesen bietet der Verlag „w_orten & meer“. Geschäftsführerin Marianne Eppelt aus Leipzig stellt die Neuerscheinungen am Messestand vor.

Von Milchzahn-Geschichten, goldenen Stränden, einer zornigen Seiltänzerin und Liebesbriefen an das Leben

Viel zu sehen und entdecken gibt es wieder auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Eine persönliche Auswahl besonderer Neuerscheinungen aus kleinen, feinen, innovativen und kreativen Verlagen. Noch bis Sonntagabend lockt die reichhaltige Bücherwelt für kleine und große Besucher. Viel Vergnügen!
Einen Ansturm von Besuchern gab es gleich am ersten Tag der Leipziger Buchmesse am Donnerstag. Auf der Hin- und Rückfahrt überfüllte Züge (wann bekommt die Deutsche Bahn das endlich hin, ausreichend Wagen bereitzustellen?!), Gedränge in allen fünf Hallen, bunte Manga-Figuren, viel junges Publikum machte sich auf den Weg. Es gibt viel zu sehen und entdecken an insgesamt vier Messetagen noch bis Sonntag. Am Eröffnungstag wurden die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse vorgestellt und lasen. Die Bühne war etwas versteckt, abgeschirmt vom Besuchertrubel, hinter einer Wand mit Tür. Wie für gehobenes Publikum, Insider. Das war etwas seltsam. Zum Glück fand ich sie doch noch und erlebte wenigstens drei der fünf Nominierten in der Kategorie Belletristik.

Im Gespräch mit ihnen ging es vor allem um das Geschichten erzählen selbst. Wie erzählt man eine Biographie? Wie findet man Worte für Dinge, Ereignisse, die sprachlos machen und schmerzen? Darauf antwortete Katerina Poladjan, die Auszüge aus ihrem Roman „Der Goldstrand“ las, worauf es ihr beim Schreiben ankommt: „Was erzähle ich mir selbst und der Welt, und was lasse ich aus. Einen Wahrheitskern gibt es. Vielleicht ist das Utopie.“ Ja, der Hall-Raum sei sehr groß, so Poladjan. Jeder liest und versteht ein Buch anders. Sie gewann mit „Der Goldstrand“ (S. Fischer) den Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik.

Norbert Gstrein weiß, dass sein Romanheld Adrian im nominierten Buch „Im ersten Licht“ (Hanser Verlag) „kein symphatischer Typ“ ist. Und er findet, dass es „zu viele positive Identifikationsfiguren in der Literatur“ gibt. Ihm geht es offenbar darum, Verborgenes, Dunkles zu erhellen und auch Worte für Unaussprechliches zu finden. „Ich weiß, dass ich nicht immer gut bin“, sagt er über sich. Eine Annäherung zur Figur des Adrian fände er wünschenswert bei den Lesern. „Er ist ein Zaungast des Krieges, der immer die Nähe von Kriegsversehrten sucht und den deswegen Schulgefühle plagen“, sagt Gstrein über seinen Romanhelden. „Es war schwierig, eine Sprache für die Sprachlosigkeit zu finden. Für diejenigen, die den Krieg erlebten und sich viele Jahre zu einem Schweigen verabredet haben, obwohl sie schon lange von den Kriegsverbrechen wussten.“

Um Rückblicke, Unerhörtes und unbequeme Wahrheiten geht es auch im neuen Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag) von Anja Kampmann aus Hamburg. Sie las sehr ausdrucksvoll und intensiv eine Szene daraus und entführte die Zuhörer ins Jahr 1933 in Deutschland, auf die Reeperbahn. Sie schauen mit den Augen der Varieteekünstlerin Hedda, die im Nachtclub Alcazar am Seil schwebt über den Köpfen des Publikums, alles ist ganz leicht, und dabei auf die damalige Zeit und ihre Abgründe blickt. „Ihr Roman erzeugt starke Bilder in eindringlicher Sprache. Es ist ein sehr politisches und poetisches Buch“, so die Moderatorin. Anja Kampmann schaue mit ihrem Buch auf den Rand der Gesellschaft, es führt ins Hafenarbeitermilieu und zu Frauen in sozial schwierigen Verhältnissen. Sie beschreibt, wie ihre Heldin am Seil schwingt und sich in etwas hinein träumt, während die Zeit ab 1933 sich immer mehr verengt und Frauen wie Hedda keinen Raum mehr lässt. Diesen Frauen am Rande der Gesellschaft wollte sie eine Stimme geben, sagt Anja Kampmann, etwas entgegen setzen, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Der Roman erzählt viel in kleinen Sequenzen, Bildern und reißt immer wieder ab, vieles klingt nur an, so Kampmann über ihr Buch. Das sieht sie auch als eine Erfahrung für die Leser. „Die Auslassungen geben dem Ganzen einen ziemlichen Rhythmus und Intensität.“ Ihr Roman breche auch mit Klischees über die 30er Jahre. „Mich hat interessiert, zu erzählen, wofür sind die damals losgegangen, was hat die ausgemacht. Politische Umbrüche haben mit Vertrauen zu tun, wie wir miteinander umgehen, uns schützen und wie kostbar Miteinander ist“, so Anja Kampmann. „Die Wut von Hedda, die sie sich nicht nehmen lässt. Der Raum, den sie sich nimmt in dieser Zeit.“

Anja Kampmann ist mit ihrem Buch meine Favoritin bei den Neuerscheinungen auf dieser Buchmesse, auch wenn sie den Preis der Jury nicht gewonnen hat. Sprachlich und von der erzählten Geschichte finde ich die „Die Wut ist ein heller Stern“ packender, intensiver und auch brisanter als die anderen. Die Figur der Seiltänzerin ist schon ein tolles Sinnbild. Wie sie sich aufschwingt, um nicht abzustürzen. Ich bin gespannt auf dieses Buch.

Mit farbenfroh gestalteten Büchern und Zitaten, die aufhorchen lassen, stellt sich der Verlag „w_orten & meer“ vor, der auf Hiddensee beheimatet ist. Auf einem Poster  steht „Lesen Lieben Lernen“, fliegen Menschen auf Büchern und betrachten die Welt aus der Vogelperspektive. Um neue Perspektiven, Inspirationen, Lebendigsein und respektvolles Handeln geht es auch im Verlagsprogramm. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Menschen sich mit Natur verbinden und verbunden sind, wie sich Menschen mit anderen Menschen In Beziehung setzen und wie sich Menschen mit sich selbst auseinandersetzen, sagt Marianne Eppelt, die sich um die Geschäftsführung kümmert und in  Leipzig wohnt. Das Spektrum umfasst Sachbücher, Geschichten, Erzählungen und Romane von Autorinnen und Autoren aus aller Welt, darunter Brasilien, Neuseeland, Spanien, Niederlande und Deutschland, die über ihre Lebensrealitäten erzählen, von der Suche nach individueller Identität, Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und Eintreten für soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe und ein erfülltes Leben in einer umweltfreundlichen und friedlichen Welt. Das Buch „Kurswechsel“ verein 28 Kern-Konzepte indigener Weltsichten, in denen es um Konfliktlösung, nicht-hierarchische Gesellschaften, Mut und Vertrauen das gemeinsame Leben feiernde Zeremonien und Rituale, die Verbindung zur Erde, Herzensweisheit, Humor als existenzielle Sichtweise und zirkuläre Zeitkonzepte geht. Das klingt spannend und visionär!

Visuell schön anzusehen, mit einem Erdkreis mit marmorierten Linien, die alles Sein verweben, in sandigen, blauen und grünen Farbtönen, Augen und Händen, die wahrnehmen, sind auch die Bücher der Verbundensein-Reihe, in der es um die Verbindung mit allem Lebendigen geht. „Welche Geschichte_n stehen nachts an welchen Betten?“, steht auf einem nachtblauen Buchcover. Träume, Erinnerungen, Vorahnungen oder Albträume? Das Kopfkino setzt gleich ein. In der autobiographischen Erzählung „Wie ich merkte, dass die Shoah nachts an meinem Bett steht“ des niederländischen Autors Maurits de Bruijn verwebt er den Reisebericht eines sechstägigen Israeltrips mit der Suche nach sich selbst und geht der Geschichte seiner Mutter nach, einer Shoah-Überlebenden. Es geht um jüdisches Leben und auch um die Frage nach der Vererbbarkeit von Traumata.

Von Prosa mit Lebenserinnerungen, Gedichtbänden über das Leben, die Liebe und den Alltag über Krimis bis zu phantastischen Geschichten reicht die Bandbreite im „primär Verlag Berlin, ein Unternehmen der Dienstleistungsgruppe Worm. Der Verleger Mario Worm ist selbst Autor, weiß um die Sorgen bei der Suche nach einem passenden Verlag und möchte daher gerade neuen und ambitionierten Autoren eine faire Startplattform geben. Dort erschien auch ein Buch über „Erik Neutsch – der Wahrheit ein Stück näher“ von Marita Neutsch, der Tochter des Schriftstellers, der mit seine Buch „Spur der Steine“ bekannt wurde. Der gleichnamige Defa-Film mit Manfred Krug und Eberhard Esche durfte lange nicht gezeigt werden in der DDR. In ihrem Buch geht Marita Neutsch der Frage nach, warum das fünfte Buch „Der Friede im Osten“ nicht so veröffentlich wurde, wie es ihr Vater im August 203, kurz vor seinem Tod, beendet hatte.

Ein besonderes Buch ist „Meine Milchzahn-Geschichten“ – Die etwas andere Zahndose von Ketti Gnida, erschienen im felu-Verlag in Dortmund. Ein fröhlich bunt illlustriertes Album zum Sammeln von Milchzähnen mit integrierter Drehscheibe, durch die sich jeder Zahn passend zur Geschichte bewegen lässt. „Jeder Zahn bekommt hier ein eigenes Fach und wird aufbewahrt wie ein kleiner Schatz“, sagt Ketti Gnida schmunzelnd, die als Zahntechnikerin arbeitet.

Der Transit-Verlag feiert in diesem Jahr sein 45-jähriges Bestehen. Als ein „Wilderer zwischen den Gattungen und Erzählweisen“, so sieht er sich selbst. Die Bücher entführen in Historie und Gegenwart von Ost- und Westeuropa und deutscher Geschichte. „Fische im Trüben“, so heißt der Debütroman von Elli Unruh, war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Belletristik. Sie erzählt die Geschichte einer Familie, die bis Ende der 80er Jahre in der Sowjetunion, im südöstlichen Kasachstan, lebte, Nachfahren von Mennoniten, die einst von Katharina der Großen ins Zarenreich geholt wurden. Es sei stimmungsvoll, atmosphärisch dicht und mit seiner altertümlichen Sprache, dem Plautdietsch, ein ganz und gar ungewöhnliches Buch, loben Literaturkritiker.

Alles in allem ein Bücher-Frühling mit einer Vielfalt besonderer, wagemutiger und reizvoller Geschichten, die darauf warten, gesehen und gelesen zu werden.

Text + Fotos (lv)

Mehr Eindrücke zu neuen Büchern und Verlagen folgen.

Weitere Infos unter http://www.leipziger-buchmesse.deBezaubernde Fantasiegestalten & Bücher, die Lust auf Lesen und mehr machen. Liebevoll gestaltete Bücher & Spiele rund um Berührung und Zweisamkeit hält freudestrahlend der Mann mit den Katzenohren bereit, der über Liebe auf Katzenart gut Bescheid weiß. Schöne Idee! Mehr dazu unter http://www.erotivity.de

Bitte Platz nehmen auf dem Lese-Thron: Franz Westner vom SalonLiteraturVerlag München inmitten der Buch-Neuheiten. „Literatur öffnet Horizonte“, lautet das Verlagsmotto.

Minnie staunt über meine Bücherschätze. Wieder zuhause nach einem langen Messetag, erschöpft und glücklich, über interessante Entdeckungen an neuen Büchern und Verlagen. Mit Frühlingsbeginn neu erwachte Leselust!

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Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bezaubernde Diva ohne Starallüren: Die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt wurde nach über 41 Jahren im Rampenlicht und vielen großartigen Rollen vom Intendanten des Mittelsächsischen Theaters, Sergio Raonic Lukovic offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sie bezauberte mit einem Medley ihrer schönsten Songs mit warmer, wandlungsvoller Stimme ihr Publikum und versicherte, dass es noch kein Abschied für immer von der Bühne ist.
Fotos: Lutz Weidler

„Das Theater ist ein Glücksfall für die Stadt“

Über 300 Besucher ließen sich bezaubern beim Hollywood-Bühnenball mit glänzender Gala mit berauschender Musik, tollen Stimmen, Slapstick, Tanz und Wandelprogrammen in allen Räumen am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln.

Am Eingang in die glitzernde Traumwelt begrüßt der Weiße Hai mit schwarzen Kulleraugen und weißen, dolchspitzen Zähnen im weit aufgerissenen Rachen die Besucher. Er schaut aus einer blauen Wand und hält einen Spiegel, vor dem sich Unerschrockene fotografieren lassen können mit dem Monster. Neben dem goldenen Schriftzug Hollywood über den Hügeln, die sich auf weißer Leinwand entlang spannen. Auf der samtroten Bühne im Theaterfoyer steht in einer Ecke Charlie Chaplin und auf einem Stuhl räkelt sich in verführerischer Pose Marlene Dietrich als Nachtclubsängerin Lola in der bekannten Filmszene. Die Kunst der Theatermaler lässt sie lebensecht aussehen.

In eine wundervolle Welt voller Magie, Glamour, großer Emotionen und faszinierender Geschichten, in der alles möglich scheint, tauchten die Besucher beim diesjährigen Bühnenball unter dem Motto „Im Glanz von Hollywood“ des Mittelsächsischen Theaters ein. Als festlicher Höhepunkt der Spielzeit wurde in den Spielstätten in Freiberg und in Döbeln wieder zum Feiern, Flanieren und Genießen eingeladen. Über 300 Besucher erlebten dem Theater zufolge die glanzvolle Gala und anschließenden Wandelprogramme in allen Räumen im Stadttheater Döbeln am vergangenen Sonnabend. Viele erschienen schick gekleidet im Stil der Filmhelden, die Herren in Frack und Anzug, manche trugen Zylinder und die Damen elegant in schillernden Kleidern, Haarbänder mit Federn und großen Hüten. Mit strahlender Miene begrüßte der Intendant und Leiter des Musiktheaters, Sergio Raonic Lukovic die Gäste zur Gala und hatte gleich eine besondere Episode parat: Im Traum habe er einen Anruf von Frau Simon, der Vorsitzenden des Theaterfördervereins erhalten, erzählte er. „Sie bekam ein Angebot aus Washington. 10 000 Dollar pro Zuschauer würden sie geschenkt bekommen unter der Bedingung, wenn alle Männer in blauer Jacke, roter Krawatte und blonden Haaren erscheinen! Da war ich froh, aufzuwachen.“ Es sei gut, dass wir Menschen und mündige Bürger sind, die selber entscheiden, was passiert.

„Deshalb brauchen wir Bildung und Kultur und Menschen, die dafür kämpfen, um diese zu erhalten.“ 2025 war das besucherstärkste Jahr für das Mittelsächsische Theater, sagte Thomas Hans, stellvertretender Oberbürgermeister in Döbeln. „Wir sind sehr stolz auf dieses Theater, es ist ein Glücksfall für die Stadt. Es ist wichtig, dass das Theater auch als Ort für den öffentlichen Dialog wahrgenommen wird mehr denn je.“
Wenn er einen Oscar vergeben könnte, würde er ihn an Lukovic und sein Team für fantastische Theaterabende überreichen. Das Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Chor zog bei der Gala auch alle Register, mit Stummfilm- und Slapstickszenen, Ausschnitten aus Oper und Musical, mit viel Witz, Charme, Temperament, Spielfreude und großartigen Stimmen auf die Bühne gebracht und schwungvoll begleitet vom Sinfonieorchester unter Leitung von José Luis Gutiérrez.

Da stritten zwei Diven um ihren Platz im Rampenlicht. Rangen Regisseur und Produzent und Geldgeber mit Boxhandschuhen um die bestmögliche, effektvolle Umsetzung ihres Films. Da glänzte die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt noch einmal mit einem Medley ihrer schönsten und großartigen Songs bei ihrem letzten Auftritt nach über 41 Jahren im Mittelsächsischen Theater und dankte allen, die sie „geformt und gefordert haben“ mit vielen Rollen, von „Evita“ bis zu Fräulein Schneider in „Cabaret“. Mit blonder Perücke und weißem Mantel gab sie die Diva, legte sie ab, bezauberte und dankte ihrem Publikum ganz persönlich mit warmer, wandlungsreicher Stimme, mit kessen, zarten und kraftvollen Songs über Träume und Abschiede. „Es gab auch manchen Gegenwind. Doch nur mit Gegenwind kann man abheben und fliegen“, so Engelhardt. „Nein, das war es noch nicht.“ Sang sie zur Freude ihres Stammpublikums. Sie wird noch manches Mal hier auf der Bühne stehen. Die Stadt Döbeln und das Theater Döbeln dankten Susanne Engelhardt mit einem großen Blumenstrauß und einem Porträtbild, das sie in 840 Fotos und allen Facetten ihres Bühnenschaffens zeigt.

Nach der Gala spielte ein Salonorchester auf, tanzten Paare auf der Bühne mit Hingabe zu Klängen von Walzer, Tango, Polka bis Foxtrott. An der Seitenbühne war wieder die „Ansprechbar“ des Theaterfördervereins aufgebaut. Dahinter kreierten Dagmar Franke und Conny Hofmann leckere Drinks für die Gäste. „Wir machen das aus Spaß an der Sache“, sagten sie. „Es werden auch Theaterprojekte durch den Förderverein unterstützt. Wir geben das zurück mit unserem Einsatz“, sagt Dr. Ronny Große-Uhl, der als Entwicklungsingenieur arbeitet und im Bürgertheater Loge Nr. 5 mitspielt. „Wir sind ganz nah dran an Hollywood heute abend“, sagt Mario Busch schmunzelnd. Elegant mit weißem Seidenschal, dunklem Anzug und gegeltem Haar sitzt er filmreif gekleidet an einem Tisch zusammen mit anderen Gästen. Vor ihm auf dem Tisch steht ein goldener Oscar aus Pappe als Deko. „Wir sind froh, dabei zu sein, da der Bühnenball sehr gefragt ist. Und welche Kleinstadt hat schon solch ein  Theater?“, sagt seine Partnerin Yvonne Göllnitz begeistert.

Die Blicke auf sich zogen abseits der Bühne auch zwei schwarzgekleidete Herren mit Hut und Sonnenbrillen, dahinter verbargen sich Rebbekka Schietzel und Conny Schubert vom Bürgertheater, die als „Blues Brothers“ aus dem Kultfilm im Auftrag des Herrn unterwegs waren mit einem Tablett mit Bowle und kleinen Snacks. Der Erlös geht an den Theaterförderverein ebenso wie die Einnahmen aus der Tombola vom Bühnenball. Als Preise gab es als Hauptgewinn eine Porzellanplastik und Karten für Konzerte, Schauspiel und das nächste Projekt des Theaterjugendklubs Döbeln zum Thema Heimat.

Text (lv)

http://www.mittelsaechsisches-theater.de

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BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.

 

Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt.

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Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

31 Samstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Das Theater Döbeln strahlt im Glanz von Hollywood
Der diesjährige Bühnenball lockt wieder zum Feiern, Flanieren und Tanzen in allen Räumen am Sonnabend. Ein Höhepunkt ist dieser auch für den rührigen Verein der Freunde des Döbelner Theaters.

Die Theaterliebe begleitet Simone Simon schon lange. „Meine Oma hatte eine unglaubliche Lust ins Stadttheater Döbeln zu gehen“, sagt sie. Sie lernte sie zwar nicht persönlich kennen. Doch ihr Vater erzählte, dass sie eine leidenschaftliche Theatergängerin war. Wahrscheinlich hat Simone Simon dies geerbt. Sie arbeitet als selbstständige Heilpraktikerin und ist seit 2009 Mitglied im Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ e.V. Seit 17 Jahren hat sie mit ihrem Mann schon ein Theateranrecht. Seit 2014 ist Simone Simon die Vereinsvorsitzende. Vorher leitete Christa Lange, die 2012 verstarb und ehemals Chefin vom Buchladen in Döbeln war, viele Jahre den Theaterverein. „Sie war eine Instanz. Das Theater war ihre Familie“, erinnert sich Simone Simon.

Derzeit sind 58 Mitglieder, im Alter von Mitte 30 bis über 80 Jahre im Theaterverein aktiv. Darunter Lehrer, Angestellte und Selbstständige. „Kurzzeitig stand das Theater schon mal vor dem Aus. Daraufhin gründete sich der Verein im Jahr 1999“, sagt die 56-Jährige. „Unser Ziel ist der Erhalt des Döbelner Theaters als Spielstätte in der Region. Es ist nicht selbstverständlich, dass es so ein schönes Theater in einer Kleinstadt gibt.“ Weiß strahlt das schmucke Gebäude im Neorenaissance-Stil nahe am Markt in der Wintersonne. Bunte Theaterplakate hängen im Schaukasten vor dem Anbau aus Glas.

Drinnen hinter der Theaterbar prangt der Schriftzug: 150 Jahre Jubiläum Stadttheater Döbeln. 2022 war dieses Ereignis. „Das Theater in Döbeln hat bis zu 300 Plätze. Hinzu kommt das Theater im Bürgerhaus (TiB) mit bis zu 80 Plätzen. Pro Spielzeit können wir zwischen 14 500 und 15 000 Besucher begrüßen“, sagt André Meyer, Chefdramaturg im Stadtteater Döbeln. Die Zuschauer kommen aus der gesamten Region Mittelsachsens, auch aus Leipzig, Riesa und Dresden. „Das ist stark abhängig von der jeweiligen Produktion. So finden in Döbeln beispielsweise gerade unsere Musicalinszenierungen und Komödien des Schaupiels große Resonanz“, so Meyer. „Wir helfen das Theater in der Region weithin bekannt zu machen, Interesse und Neugier dafür zu wecken“, sagt Vereinsvorsitzende Simone Simon. Es sei ein tolles Ensemble.

„Unsere Aktivitäten drehen sich um die Unterstützung von Veranstaltungen und den Verein mit seiner Arbeit zu zeigen.“ Der Theaterverein sammelt Spenden für das Döbelner Theater. Ein Projekt war die technische Ausstattung für das Picknickkonzert im Park auf der Klosterwiese, das letztes Jahr im Sommer zum zweiten Mal stattfand und fortgesetzt wird. Es kam eine vierstellige Summe zusammen für das Open Air, so Simone Simon Sie ist zufrieden mit der Spendenbereitschaft. Die nächste Spendenaktion läuft bereits. „Das Mittelsächsische Theater mit Hauptsitz in Freiberg plant die Beschallungsanlagen zu modernisieren. Zusammen mit dem dortigen Förderverein sammeln wir dafür Spenden“, erzählt sie. „Dafür werden 75 000 Euro gebraucht.“

Simone Simon hält die neuesten Postkarten des Fördervereins, eine mit der Aufschrift „Theaterliebe in Vereinsform“ in der Hand Auf einer Karte steht in roten Buchstaben: „Drama? Können wir finanzieren.“ Ein Drama sei die kulturelle Bildung für Kinder gerade im ländlichen Raum mit oft langen  Anfahrtswegen. Daher übernimmt der Theaterverein die Kosten für den Bus ins Stadttheater auf Anfrage von Schulen und Kindergärten, so Simone Simon, Die originellen Postkarten hat ihre Tochter Emma für den Theaterverein gestaltet. Sie ist 20 Jahre jung und studiert neue Medien und Kommunikation in den USA, in Miami. Weitere theaterbegeisterte und kreative Mitstreiter sind im Verein der Freunde des Döbelner Theaters herzlich willkommen. 30 Euro kostet der Jahresjahresmitgliedsbeitrag. „Wir pflegen Gemeinschaft, sitzen nach Premierenfeiern zusammen und unterhalten uns über neue Stücke“, so Simone Simon. Manchmal besuchen sie auch eine Generalprobe einer Aufführung nach Wunsch, den Chefdramaturg André Meyer, der auch zu den Vereinssitzungen kommt, ermöglicht.

Das nächste Highlight ist der diesjährige „Hollywood-Bühnenball“ im Theater Döbeln am 31. Januar, der bereits ausverkauft ist. Ein Abend voller Glanz, Geschichten und Zauber des Kinos auf der Bühne mit Gala und Wandelprogramm in allen Räumen des Theaters Döbeln locken die Besucher zum Schauen, Feiern, Flanieren und Tanzen. An der Seitenbühne wird wieder eine Bar aufgebaut, wo rund 15 Leute vom Theaterverein, von der Loge Nr. 5 und vom Jungen Theater des Hauses Wein und Cocktails für die Gäste bereithalten. „Das wird wieder ein Kraftakt für den Verein, das alles zu organisieren. Das Schönste sind dann das Flair und die Gespräche mit Besuchern und Schauspielern beim Bühnenball“, freut sich Simone Simon auf einen zauberhaften Theaterabend, der das kleine Stadttheater in Döbeln in all seinem Glanz erstrahlen lässt.

Text + Fotos (lv)

Kontakt zum Theaterverein:
http://www.theaterverein-doebeln.de

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Neue Lyrik: Adventszeit in K.

22 Montag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs

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Adventszeit in K.

„Worte sind Luft
Aber die Luft
wird zum Wind,
und der Wind
macht die
Schiffe segeln“ – herüber geweht
aus dem Meer der Zeit
stehen Lessings Worte
am Eingang der Buchhandlung
am Markt funkeln im Lichterbaum
mit den roten Kugeln und dem
fast märchenhaften Rathaus aus Backstein
die einsam da stehen
fernab vom Trubel der Weihnachtsmärkte
feierliche Stille
am Geburtshaus des Dichters
auf efeuumrankter goldener Tafel
nur noch zu sehen
eine Bank davor seine Gedanken
begleiten mich durch alle Zeit
mein Kindheitshaus steht längst
nicht mehr die Erinnerungen
segeln mit mir bringe ihm einen Weihnachtsstern
und einer leuchtet gleich gegenüber auf dem
Marienkirchhof bei dem Jungen aus Stein
weiße Christrosen und ein Herz stehen dort
denkt noch jemand an ihn
Bäume strecken efeubewachsen ihre
Zweigarme aus
in einem Garten unterhalb vom Kirchhof leuchten
noch rote Äpfel am Baum wie Weihnachtskugeln
die ganze Wiese übersät
lies sie ruhig auf
bevor sie verderben höre ich Großmutter sagen
einst hatte ihr Bruder hier sein Haus am Stadtrand er
hatte einen Spielzeugladen und kam aus dem Krieg
mit nur einem Arm zurück
ich sammle Äpfel kann mein Glück kaum fassen
einige liegen schon schwarz im Gras
die anderen voller Erde
unbeschwerte Schwere
trägt mich
mit jedem Schritt
die kleinen Tannenbäumchen auf dem Hutberg
sind ein Stück gewachsen gesäumt von den
hohen alten Bäumen bekrönt von Licht
auf der Wiese verstreute Zweige und Zapfen die
würzig nach Harz riechen rufen mich
das Kiefernbäumchen breitet seine weichen
Fächernadeln wie eine Umarmung aus
wie letztes Jahr
Oben angekommen auf der Freiterrasse mit dem
Lessingturm sitze und warte ich eine Weile
rufe leise will fast schon gehen
da kommt die Langersehnte heran spaziert
miaut setzt sich zu mir als würden wir uns schon
lange kennen umstreift mich
lässt sich streicheln futtert mit Hingabe
und begleitet mich ein Stück auf dem Rückweg
und mit jedem Schritt der Entfernung wächst
meine Sehnsucht wiederzukommen
an diesen Ort

LV
21.12.202

Wiederehen im Zaubergarten

Ringsum Stille
unter hohen Bäumen
und Rhododendronbüschen
die schon Knospen tragen
Tische und Stühle beiseite geräumt
auf der Aussichtsterrasse
nahe dem Lessingsturm
ein leises Rufen
das diesmal nicht verhallt
auf leisen Sohlen neugierig
gelassen und etwas verwundert
kommst Du heran
mein kleines Weihnachtswunder
letztes Jahr zur selben Zeit
haben wir uns zuletzt gesehen
wo hast Du nur gesteckt all die Zeit
erkennst Du mich wieder
zur Wintersonnenwende
kommt das Licht zurück
nenne Dich Lucina die Lichtbringerin
schwarz-weiß geteilt das Gesicht
weißes Bauchfell und helle Pfoten
samtweiches Fell wie meine Sternaugenkatzen
Lola Jade und Lina
gelbe Augen funkeln mich an
als ginge der Himmel auf
für einen Moment kommt Ihr heraus
zu mir
sie kennt die vertrauten Wege
die wir zusammen gehen
hält inne sieht etwas im Gebüsch
läuft weiter in meine Richtung
ein Stück hinter mir her
jede Stufe ein Abschied
und ein Weitergehen
halb verborgen bleibt sie
hinter einem Rhododendronstrauch
auf der Schwelle zu ihrem Zaubergarten
ich winke ihr zu und sage ich komme wieder
und sehe die Rhododendron und sie
dahinter verschwinden
und alles beginnt
von vorn

LV

Texte + Foto: Lilli Vostry

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Ausstellung mit Zeichnungen & Farbstudien von Werner Löffler im Einnehmerhaus Freital

06 Samstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Die Poesie und Kraft der Farben

Natur- und Stadtansichten in wechselndem, stimmungsreichen Farb- und Formenspiel zeigt eine Ausstellung mit Arbeiten von Werner Löffler (geboren 1904 in Breslau – gestorben 2001 in Naumburg) in der Reihe „Künstler der verschollenen Generation“ derzeit im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2. Zur Ausstellung erschien ein Kalender von Löffler „Monatsbilder“ für 2026 und ein Buch „Bildbetrachtung“ zu Bildern von Franz Marc. Außerdem ist der Kunstverein beim Schlossadvent auf Schloss Burgk in Freital mit vielfältigen. kunst- und liebevoll gestalteten Dingen aus den Zirkeln dabei am Sa und So jeweils von 12 bis 20 Uhr.
Der Erlös fließt in neue künstlerische Projekte im Einnehmerhaus.

Der Mond steht wie ein einsamer Wächter am Himmel vor der dunklen Stadtsilhouette. In zwei Fenstern brennt noch Licht. Die Farben umkreisen sich, stoßen aneinander oder fließen ineinander. Licht und Schatten sind nah beieinander in den Arbeiten von Werner Löffler, Künstler und Kunstpädagoge. Heute am 13.12., um 15 Uhr gibt es eine Lesung aus den Kriegstagebüchern von Löffler mit Andreas Albert und musikalischer Begleitung. Zu sehen sind in der Ausstellung auch berührende Graffitzeichnungen und Aquarelle, die während seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg entstanden. Porträts von Kameraden, Verletzten und das Stiefelpaar am Abend vor der Einberufung neben Landschaften im gleißenden Licht in Südfrankreich und im Elsaß aus dem Jahr 1944.

Zu sehen sind seine Kriegstagebücher und Zeichnungen daraus, die das Gesehene festhalten, erinnern und ihm halfen, das Erlebte zu verarbeiten. „Er hat oft ein Bild, Malmotiv in verschiedenen Farbstimmungen dargestellt. Es geht Werner Löffler um die Emotionalität des Sehens in den Arbeiten“, sagt Bettina Liepe, die Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus und Ausstellungskuratorin. Etwa in einer Straßenszene in Stralsund, wo er mit seinen Malschülern war. „Man sieht auch den Entstehungsprozess und den Weg zur Abstraktion, die sich aus der Anschauung, aua dem Gegenstand entwickelt.“ Das ist das Besondere seiner Bilder und fasziniert beim Betrachten, diese in immer wieder abgewandelter Form zu sehen, die den Blick und die Wahrnehmung ebenso wie die Fantasie anregen, weiten, sensibilisieren und vertiefen.

Zum Jahresende gab es außerdem noch etwas Erfreuliches: „Wir haben den Kaufvertrag des Einnehmerhauses an den Kunstverein gefeiert und damit die gesicherte Zukunft von Kunst und Kultur im Einnehmerhaus“, sagt Bettina Liepe stolz.
Es ist auch eine Anerkennung für viele wunderbare Ausstellungen und ein vielfältiges Kursangebot für Kunstinteressierte von jung bis alt an diesem schönen Ort vor den Toren Dresdens und ein kulturelles Aushängeschild als erstes Haus am Ortseingang in Freital. Herzlichen Glückwunsch dem Kunstverein im Einnehmerhaus und auf ein gutes, erfolgreiches neues Jahr mit vielen kunstfreudigen Besuchern und Unterstützern bei allen Vorhaben!

Die Ausstellung von Werner Löffler wird bis 4. Januar verlängert,

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Do und Sa von 10 bis 17 Uhr und Fr und So von 14 bis 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de

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Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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