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Kategorien-Archiv: Unterwegs

Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, In eigener Sache, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Meer-Klänge und Poesie beim Musiksommer Bärenstein

Mit neuen Gedichten war die Autorin Lilli Vostry aus Dresden, begleitet an der Harfe von Aerdna Harp am vergangenen Sonnabend zu Gast in dem kleinen Ort im Osterzgebirge.

Beschwingt, bewegt, wild und sanft ging es zu bei unserer Lesung mit neuen Meer-Gedichten von Lilli Vostry, begleitet von wundervollem Harfenspiel von Aerdna Harp am Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein. Es war mir ein Vergnügen vor aufmerksam lauschenden Publikum zu lesen. Überschaubar, doch jede Reihe war besetzt. Es muss sich wohl noch mehr herumsprechen, dass hier in der Sommerzeit ganz besondere Kulturerlebnisse locken, als Sahnehäubchen zur wunderbaren Landschaft des Erzgebirges, viel Wald, Wanderwege, wildblühende Wiesen, Weite, Stille, kleine schöne Orte mit alten Fachwerkhäusern, hier und da Ausschank, Zeit zum Innehalten und Verweilen und Genießen der Ruhe und Natur.

Herzlichen Dank an Hartmut Dorschner, Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Der mit Konzerten mitten in der Natur, Autorenlesungen und Ausstellungen Kunst und Kultur auch in den ländlichen Raum bringt. Noch den ganzen Sommer über bis Mitte September.

Die nächste Autorenlesung und Musik gibt es mit Zoe Nora Goerges und Hartmut Dorschner am Saxophon am 8. August, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos zum Programm unter http://www.kult-ur-art.eu
Natur & Kunst: Ein Bild von Anita Rempe im Kunsthaus Bärenstein.
Sonntagsfrühstück in Bärenstein: Gastgeber Hartmut Dorschner. Brot selbst gebacken, erlesene Früchte und himmlische Ruhe luden ein zum Verweilen und Genießen. Mittags gab es leckere selbstgemachte Pizza von Aerdna Harp.
Poesie pur und ein erfrischendes Bad in einem See in Zinnwald nach einem wunderbaren Sonnentag erfreuten das Herz nach meiner Gedicht-Lesung mit Musik am Sonnabend in Bärenstein.

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Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Literatur, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Jede Menge Jazz & gute Laune: Die Macher des Musiksommer Bärenstein Matthias Macht, Schlagzeug; Initiator Hartmut Dorschner am Saxophon, Agnes Ponizil, Sängerin und Akkordeon/Klavier und Aerdna Harp an der Harfe.
Freejazz und Klangwanderung im Widerhall des Miriquidi
Der 4. Musiksommer Bärenstein lockt mit Konzerten, Musizier-Workshop, Lesungen und Ausstellungen noch bis Mitte September.
Jede Menge Jazz, gute Laune und Konzerte an urigen, ungewöhnlichen Spielorten vor zauberhafter Naturkulisse – Dafür steht der Musiksommer Bärenstein. Unter dem Motto „Hört auf!“ lockt von Juli bis September in dem kleinen Ort im Osterzgebirge bereits zum vierten Mal ein pralles Programm mit Konzerten, ein Workshop zum Mitmusizieren und einer musikalischen Wanderung, Ausstellungen und Autorenlesungen. Zu erleben sind Musiker aus Italien, Spanien und Deutschland.

Der Titel des Musiksommers spielt auf den Bergmannsgruss Glück auf an, steht aber auch für ländliche Abgeschiedenheit und Ruhe, Skepsis gegenüber Neuem und für Aufhorchen. Als Logo sieht man auf den Veranstaltungsplakaten statt Schlägel und Eisen zwei Noten. Letztes Jahr wurde beim Musiksommer unweit vom Kunsthaus Bärenstein ein neuer Spielort in einem leeren Ladengeschäft in der Kirchgasse 2 feierlich eingeweiht. Mit einem Konzert mit Freejazz, improvisierter Musik vom Feinsten, mit den zwei Musikern Hartmut Dorschner am Saxophon und Matthias Macht am Schlagzeug.

„Das Haus öffnet sich zum Markt hin. Dadurch sind wir als Veranstaltungsort präsenter“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Veranstaltet wird dieser vom „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein mit derzeit 30 Mitgliedern. Das alte Gebäude am Markt wollte die Stadt Altenberg schon vor 20 Jahren verkaufen. Dorschner hat es erworben vor zwei Jahren und einen Raum mit großem Schaufenster hergerichtet als „Musikladen“. Dort ist Platz für ca. 50 Besucher. Einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Musiksommer Bärenstein gaben die Musiker schon beim Fototermin. Sie holen ihre Instrumente aus dem Haus, darunter eine alte Pioniertrommel aus DDR-Zeiten, die wohl aus einem Spielmannszug stammt und sich noch auf dem Dachboden fand. Die Freude am Musizieren steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie stellen sich auf am Wahrzeichen von Bärenstein, dem steinernen Bären auf der Wiese am Markt.

Die Skulptur stammt von dem ortsansässigen Künstler und Vereinspräsident Mario Nitschke. Schlagzeuger Matthias Macht hält die Trommel in der Hand und in der anderen einen Klöppel. Es ist sehr warm an diesem Tag. Mit nacktem Oberkörper und kurzen Jeans sitzt der Musiker auf seiner olivgrünen „Schwalbe“, mit der er aus dem elterlichen Wohnhaus in Freital nach Bärenstein gefahren ist. Er selbst wohnt in Dresden. Das Motorrad aus den 1980er Jahren aus dem Osten hat er für 2 500 Euro letztes Jahr auf einem Flohmarkt gekauft. Hartmut Dorschner spielt Saxophon. Er trägt offenes, schulterlanges Haar und einen himmelblauen, seidenen und blumenbestickten Anzug, den er von einer Reise nach Indien mitgebracht hat. Seit dem ersten Musiksommer Bärenstein dabei ist außerdem Agnes Ponizil.

Die Komponistin, Jazzsängerin und Musikerin, sie spielt Klavier und Akkordeon, hat seit 2022 ein altes Haus in der Kirchgasse, das sie ausbaut und nun auch für Ausstellungen öffnet. Mit Hartmut Dorschner arbeitet sie schon länger zusammen. Sie lädt diesmal zu einem „Wander-Workshop und Freiluftkonzert im Widerhall des Miriquidi“, dem lateinischen Wort für Erzgebirge ein. „Wir wandern rund um Bärenstein, singen Lieder, werden pfeifen, jodeln und tönen“, sagt Agnes Ponizil.
Start ist am 29. August, um 14.30 Uhr vom Markt Bärenstein aus bis zur Sachsenhöhe und zurück. „Mitmachen können Laien und musikalische Profis, Sängerinnen und Sänger aus dem Osterzgebirge und natürlich auch urbane Sangesbegeisterte, die Sommerfrische schnuppern wollen“, so die Sängerin.

Außerdem gab es gleich drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag in Bärenstein. Es werden Bilder von Else Gold, einer Meissner Künstlerin, in der Kirchgasse 10 zu sehen sein. Agnes Ponizil kennt sie seit 20 Jahren, seit ihrem Musikstudium. Es wird auch eine Klanginstallation von Felix Ermacora in der Kirchgasse 12 gezeigt sowie Porträts von Eleni Haase und Keramik-Köpfe und Fische aus Ton von Karin Dorschner im „Musikladen“ in der Kirchgasse 2.

Hartmut Dorschner kommt aus einer musischen Familie. Seine Mutter ist gestalterisch tätig. Seine Schwester Andrea Dorschner musiziert mit Leidenschaft an der Harfe. Sie begleitet eine Gedicht-Lesung am 25. Juli, um 17 Uhr und ein Konzert mit ihr und dem Musiker Sven Haubold am Klavier gibt es am 26.7., um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein. Eröffnet wurde der Musiksommer traditionell mit dem Dozentenkonzert zum Workshop mit Matthias Macht und Hartmut Dorschner am 12. Juli, um 15 Uhr. Die beiden sind befreundet seit nunmehr 40 Jahren, sie lernten zusammen Steinmetz im damaligen VEB Elbe Naturstein in Dresden und haben beide an der Dresdner Musikhochschule studiert. Matthias Macht spielt seit 1986 Schlagzeug. „Weil ich intuitiv in der Familie die Vermittlerrolle habe und die Leute zusammenhalte auch in der Band und das Thema, den Takt vorgebe“, erzählt er. „Die Inspiration und vor allem die Freiheit, die wir immer gespürt haben beim Musizieren, wollen wir weitergeben in unserem Workshop“, sagt Matthias Macht. Er und Hartmut Dorschner feierten letztes Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Zusammen leiteten sie als Dozenten wieder die Werkstatt mit dem BärensteinOrchester vom 13. bis 18. Juli im Kunsthaus Bärenstein.

Dieses Jahr mit dem Thema „Pausen“. „Die Stille, das Schweigen. Das Wichtigste an der Musik steht nicht in den Noten, sondern im Raum dazwischen“, weiß Matthias Macht. Große Komponisten und Musiker wie Claude Debussy, Leonard Bernstein und Miles Davis wissen das. Ebenso Vertreter der Minimal Music wie Eric Satie, Philipp Glass und Steve Reich. „Spannung kann ja nur in der Stille entstehen“, so Matthias Macht. Inspiriert habe ihn im Jazz dabei sehr Gunter „Baby“ Sommer, der auch sein Lehrer und Professor an der Musikhochschule war. Doch die eigentlichen Lehrjahre seien 1987/88 bei Konzerten noch im alten Jazzclub Tonne im damaligen Kellergewölbe des inzwischen wiederaufgebauten Kurländer Palais, nahe der Kunsthochschule, gewesen.

„Da haben wir Günter Baby Sommer gesehen und waren begeistert. Da er eine unglaubliche Präsenz hat“, erinnert sich Macht. „Das Ziel im Workshop ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern wieder schöne Musik zu machen, die es noch nie gegeben hat“, so Macht. Seine Zwillinge, 15 Jahre jung, spielen Gitarre und Bass im BärensteinOrchester. „Dieses dauernde Repitieren, Wiederholen ist nicht unser Anspruch“, sagt Jazzmusiker Hartmut Dorschner. „Wir erfinden alles neu.“
Im BärensteinOrchester spielen maximal zwölf Teilnehmer. Acht Musikbegeisterte aus der Umgebung zwischen zwölf und 66 Jahren haben sich schon angemeldet. Viele Teilnehmer kennen sich bereits. Darunter etliche Bläser am Saxophon, andere musizieren am Klavier, Triola, Gitarre und Bass. Geprobt wird kreativ mit Spiel- und Bewegungsimpulsen. Mit bemalten Karten mit Symbolen und Begriffen und Laute tönen, aus denen eigene Songs entstehen. Das „Grusel Solo“ ist Matthias Machts Lieblingskarte. „Weil das fetzt!“

Dorschner mag besonders die Karte mit dem Wort „Explosion“. „Da machen alle etwas und reagieren, kann man die ganze angestaute Angst und Unsicherheit rauslassen“, erlebt er. „Es gibt keine Fehler. Außerdem sind sie dazu da, dass man sie macht und etwas erfährt. Bei uns auf der Bühne ist alles erlaubt.“ Ganz egal, was andere Leute darüber denken. Hartmut Dorschner, Jahrgang 1970, fühlt sich sehr dem Freejazz verbunden. Er hat zusammen mit dem Jazzmusiker Dietmar Diessner und Matthias Macht beim Musikfestival „Bedrohte Art“ die frei improvisierten Klänge in der damaligen Blauen Fabrik auf der Priesnitzstrasse in der Äußeren Neustadt Mitte der 90er Jahre gespielt. „Jazz war vorher in der DDR etwas Besonderes. Da diese Musik keine Worte hat, war es für viele eine Nische für Freiheit“, so Dorschner. So gab es ein großes Jazzfestival in Peitz bei Cottbus, genannt „Woodstock am Karpfenteich“, zu dem um die 30 000 Zuschauer jährlich strömten. Nach der Wende sank die Besucherzahl schlagartig auf rund 100 Besucher. „Die Leute verwechseln Geld mit Freiheit“, sagt Matthias Macht zu dieser Entwicklung. Hartmut Dorschner spielte in Peitz im Trio mit großartigen Musikern aus drei Saxophon-Generationen: zusammen mit dem schon verstorbenen Ernst-Ludwig Petrowsky und Dietmar Diessner. Im Zusammenspiel im Jazz gehe es um Expressivität im Ausdruck und Gespür für die Musik, so Dorschner.

Das Workshopkonzert mit dem BärensteinOrchester, mit eigenen Songs der Teilnehmer, fand am 17. Juli, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein statt. Ein besonderes Freiluftkonzert gibt es vor dem Milchschafhof Bärenstein. Während die Schafe auf der Weide grasen, spielen vor dem Gebäude die Musikerinnen Andrea Hofmann an der Violine, Karoline Schulz verschiedene Flöten und Sabine Grüner Cello am 16.8., 15 Uhr. Inklusive Vogelzwitschern, Blätterrauschen inmitten hoher Bäume und Heuduft in der Nase. Ein weiterer Höhepunkt beim Musiksommer ist das Konzert an zwei Klavieren mit klassischer und neuer Musik mit Andreas Scotty Böttcher aus Dresden und der spanischen Musikerin Hada Benedito am 22.8., 17 Uhr.
„Die meisten Bewohner sehen den Musiksommer Bärenstein wohlwollend. Einige sind noch scheu und schauen von weitem“, so Dorschner. Das liege wohl an der allgemeinen Unsicherheit. „Da es kein Mainstream ist, sondern handgemachte Musik. Das ist im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz, KI, fast schon subversiv.“ Matthias Macht ergänzt: „Wir machen Musik von Menschen für Menschen mit Herz. Die Leute zieht es auch zu gemeinsamen Erlebnissen. Gerade die kleinen Formaten laden ein zum Genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“
Rund 30 Besucher kommen jeweils zu den Veranstaltungen, so Dorschner. Der Musiksommer Bärenstein bringt auch mehr Leben in den Ort. Früher gab es hier mal vier Kneipen, jetzt keine einzige mehr und nur wenige Läden. Die meist älteren Betreiber finden keine Nachfolger im ländlichen Raum. „Das führt dazu, dass manche jetzt in Garagen zu zweit mit einem Kasten Bier sitzen und sich schon daran gewöhnt haben“, sieht Dorschner bei Bekannten. „Ich glaube, die wollen die Leute auch weg von Gemeinschaft haben, die Globalisten“, so Dorschner und findet diesen Trend der Vereinzelung bedenklich. Aus seiner Generation gebe es keinen mehr im Ort. Die seien weggezogen wegen der Arbeit in den Westen.

„Die Alten sterben. Die Häuser stehen leer. Das ist Diebstahl auch an Menschen, Humankapital.“ Hartmut Dorschner hat Jazzsaxophon und Komposition an der Dresdner Musikhochschule studiert und wohnt und arbeitet schon seit längerem als freischaffender Musiker in Bärenstein. Im ehemaligem Pfarrhaus gegenüber der Kirche hat er das Kunsthaus Bärenstein eingerichtet, das er noch saniert. Ein urwüchsiger Garten mit Obstbäumen gehört dazu und man hat aus den Räumen im Obergeschoss eine wundervolle Aussicht auf die hügelige Landschaft und weiten Himmel und himmlische Ruhe. Dorschner organisiert ehrenamtlich den Musiksommer Bärenstein und stellt die Räume im Kunsthaus wie den Saal mietfrei zur Verfügung. Der Musiksommer wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen aus dem Projektefond zur Kunstförderung im ländlichen Raum mit 5 000 Euro wieder gefördert. Die Ostsächsische Sparkasse gibt 2 000 Euro dazu. Die Heidehof-Stiftung möchte  2 400 Euro geben und fördert damit den Musikworkshop und ein Konzert mit elektronischer Musik. Alle Veranstaltungen und der Musikworkshop sind für die Teilnehmer und Besucher eintrittfrei.

„Es wäre schön, wenn noch mehr Künstler nach Bärenstein kommen. Im Kunsthaus ist Platz genug als Wohngemeinschaft und für weitere kreative Projekte und auch Unterstützung beim Vorrichten der Räume gern gesehen“, hofft Hartmut Dorschner auf noch mehr Initiative. Gelegenheit zum Umschauen, Anregen lassen, Austausch und Genießen von Kunst und Natur bietet der Musiksommer Bärenstein für alle Besucher reichlich.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.kult-ur-art.eu

Einige Konzerte mit improvisierter Musik finden im Musikladen in der Kirchgasse 2 am Markt in Bärenstein statt. Es gibt auch eine Klangwanderung in dem Wald. Bären gibt es hier keine mehr, wohl aber Rehe und Firmen, die gern die Bodenschätze im Osterzgebirge abbauen würden, ohne Rücksicht auf die Natur! Jazzmusiker Hartmut Dorschner zeigt einen Rehkopf, das einst sein Großvater in Oschersleben schoss. Es war sein erstes Wild als Jäger.

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Neue Meer-Gedichte: Ein Gesicht im Sand & Abschied von Kater Franz & Traumversunken & Dem Wind entgegen & mehr

16 Donnerstag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Ein Gesicht im Sand

Angekommen am Meer
find ich unzählige Federn
helle dunkle gefleckte
und windzerzauste
ein Gesicht im Sand
wie eingemeißelt
Wasser rinnt unaufhaltsam
ringsherum
Möwen fliegen auf
reißen sich um die Krumen
ausgehungert mir fast
das Futter aus den Händen
mit spitzen Schnäbeln
erschrocken weiche
ich zurück
ihre Freudenschreie begleiten
mich auf Schritt und Tritt
wollte hier vergessen
die Schatten der letzten Zeit
stattdessen beginne ich zu leben
Ganz von vorn

5.7.2026

Abschied von Kater Franz

Früh der Aufbruch
endlich wieder ans Meer
drei Wirbelwinde ließ
ich zuhause
geriet schon fast in Seenot
kaum fort
kommt die Sehnsucht wieder
unterwegs ein Wetter
als stürze der Himmel ein
aus grauschweren Wolken
bricht immer wieder Sonnenlicht
sonst saßst Du oft schon vorm Haus
an der Tür
oder unter einem Strauch im Garten
diesmal nicht
der große zottlige Schlappohrenhund Joschi
stürmt ins Ferienzimmer herein
mit der Gastgeberin
doch kein Kater Franz
schwarzsamtig mollig keck
und gelbäugig wie meine Sternaugenkatze Lola
der in mein Herz schlich
durchs Tor schnurstracks galant an der Agave vorbei
wird mehr kommen
er ging schon im Januar
für immer fort
all meine Freude
auf einmal verloren
das Meer braust und
schickt mir seine schönsten Wellen
es hält und bricht keine Versprechen
doch kann es meinen Kummer nicht fortspülen

5.7.2026

Traumversunken

Die Möwen riefen
noch lange
eine Taube gurrte
draußen auf dem Giebel
schon halb im Traum
zog wieder alles
vorbei
was ist und war
wie auf einer Bühne
als probten wir
für ein neues Stück
ohne Zurück
die Darsteller ringsumher
schwiegen
verkauften ihre Schuhe
und Taschen
keiner wollte ihre
Kunst sehen
Ich erzählte was ich schreiben
wollte
doch keiner hörte zu

ich träumte unter
dem Meerbild
darauf weiße hohe Wellen
reichen fast
bis zum Himmel
das Meer groß weise
und weit sagt:
Alles hat seine Zeit
und draußen strömt der Regen

6.7.2026

Dem Wind entgegen

Der Wind zaust mein Haar
seh nichts mehr nichts steht mehr fest
durchkämmt das Meer
hohe weiße Schaumkronen
aufbrausend
schleudern mir
ihre ganze Kraft entgegen
als wollten sie
mich aus mir
heraus
erheben
die Wellenberge scheinen
unüberwindlich
der Boden unter den Füßen
gibt nach
Wellen prallen
gegen meine Haut
werde nicht sanft
wie sonst hineingezogen
sondern fast gerissen
falle fast hinein
und auf einmal
fühlt sich alles
leicht an
die Wellen wogen
ich überspringe sie
vertraue mich an
der Wind wirft mich zurück
an Land
doch bin gewachsen
ein Stück

8.7.2026

Sonnentag am Meer

Die Sonne kam wieder
am dritten Tag und
hielt lange
der Himmel immer noch
azurblau voller Federwölkchen
Möwen kreisen über dem Ferienzimmer
den leckeren Düften nach
Schwalben schwirren umher
Raben krächzen heiser
eine winzige helle Spinne seilt
sich ab an meinem Stift
eine lange schwarze und eine Tigerfeder
die von Euch aus dem Himmel flogen
liegen vor den Bildern
meiner Katzen
ein heller Falter flog Mittag
übers Dach sah kurz nach
mir und verschwand
und noch einer ein Zitronenfalter
flirtete kurz
mit mir am Strand
bevor der Wind
den Sand aufwirbelte
das Meer den Schleudergang einlegte
Ich allein blieb mit den Möwen
die es verstehen
zu bitten schreien und flehen
alles nehmen wie es kommt
noch in der Dämmerung
hallt ihr Lachen

8.7.2026

Geborgen/Ückeritz

Das Meer schimmert
blau hinter den Bäumen
der Lärm von der Promenade
verebbt
die Anhöhe hoch
in den Wald
Wege voller Sonnenflecke
auf und abwärts
das Rad hält mich
dann endlich das Tor am Waldrand
Zurück in meiner Welt
langersehnt und vermisst
all die Leinwandvillen
Wäsche hängt auf der Leine
wo sie unter Sonnensegeln
beisammen sitzen
zusammen essen feiern
ausruhen
es duftet nach Kartoffelsalat
Gurken und manchmal verbrannten
Fleisch auf dem Grill
und hohe Kiefern säumen
den Weg zum Strand

das kleine Wäldchen an der Steilküste
wuchert und schlummert
vor sich hin
zwischen den Buchen
der offene freie Meerblick
immer noch
endlos weit
die weiße Treppe
hinunter
zum Strand
führt in eine
andere Zeit
zum Ursprung meiner
Meerliebe
viele Bäume Licht
und Wellen die immer
wiederkehren
wie die Möwen
und manchmal offene alte Strandkörbe
mit Blümchenbezug oder Streifen
mehr brauchte ich nicht
zum Glück

der Sand am Strand
weicher und höher
neu aufgeschüttet
bildet Wälle zum Wasser hin
viele Steine liegen drin
und der Sand gibt nach
Ich schwanke in den Wellen
bernsteinfarben funkelnd
in der Sonne
kräuseln sich wiegen
und tragen mich sanft
Abends kommen die Möwen
und ein paar Raben
freuen sich über das Festmahl
und drehen ihre Runden
als wollten sie
wie ich
das Meer umarmen

10.7.2026

Blütensegel

Euer Leuchten
weithin
begleitet
meinen Weg
kleine Blütensegel
im Wind
öffnen und schließen
sich geschwind
klimpern mit den Wimpern
rote Irisschimmer
auf den Blättern
zarte Berührung
schon verwehen sie
im Wind
abends färben
sie den Himmel
rot unzählige kleine Flügel
hoch über dem Meer
mit den Möwen

10.7.2026

Schneckenleben

Die Sonne stand
schon tief
der Sand leuchtete
rot golden am fast menschenleeren
Strand
winzige weiße Federn
flogen umher
landeten in den Seegräsern
dort fand ich Dich
klein kugelrund
dunkelbraun hellgelbes Gehäuse
voller Sand
doch es schien als wohne
noch jemand
darin

nahm Dich mit
obenauf mit den
flaumigen Federn
so viel Leichtigkeit
schwer zu halten
legte Dich in den Pflanztopf
weiße Rosen Lavendel
Vergissmeinnicht wachsen dort
in der Nacht klettertest Du
am Rosenstrauch empor

hängst nun mitten in den Blättern
und Wassertropfen
halt Dich
gut fest

11.7.2026

Gedichte: Lilli Vostry
Fotos folgen

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Premiere vom Theaterjugendclub Döbeln zum Thema „Heimat“ anlässlich des 1045-jährigen Stadtjubiläums

13 Samstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Erstmals seit zehn Jahren wird 2026 wieder ein Heimatfest in Döbeln gefeiert. Mit einer Festwoche vom 14. bis 21. Juni. Höhepunkt ist eine Wandertheater-Aufführung mit dem Theaterjugendclub, der an verschiedenen Orten im Stadtzentrum Geschichten und Szenen zum Thema Heimat zeigt.
Spielerisch die eigene Stadt neu entdecken: Akteure des Theaterjugendclubs im Stadttheater Döbeln bei der Probe.


Von Lieblingsmenschen, verbrannten Pfannkuchen und Heimweh
Was Heimat alles sein kann, erkunden junge Leute derzeit im neuesten Projekt des Theaterjugendclubs im Stadttheater Döbeln. Premiere hat das Wandertheater-Stück beim Heimatfest am 14. Juni, um 19.30 Uhr an der Klosterwiese.
Sie gehen, spazieren, schlendern vor noch leerer Kulisse. Bewegen sich umeinander im Kreis, hin und her, mit schnellen oder vorsichtigen Schritten, sehen sich an und schauen sich um. Einige der jungen Darsteller halten historische Kleider in den Händen aus dem Fundus, betrachten sie und tauchen mit ihnen in die Geschichte ihrer Stadt ein. Ein Mädchen steht davor, mit offen einladenden Händen und lächelt. „Heimat ist ein Gefühl, ein warmes Gefühl. Es sind die Menschen, die ich liebe und auch die nicht“, sagt Jasmin, 16 Jahre.
„Es gibt kein festes Zuhause. Heimat ist für mich ein Ort, wo ich noch nicht war und etwas erleben kann. Ein Ort, an dem Fabius ist, mein bester Freund“, sagt Kim, 15 Jahre. Sie sei schon oft umgezogen mit ihrer Familie. „Theater ist auch in gewissem Sinne eine Heimat.“ Kim ist schon das dritte Jahr im Theaterjugendclub im Stadttheater Döbeln dabei.

Im neuesten Theaterprojekt zum Thema „Heimat“ soll greifbar werden, was das alles sein kann. Dazu sammeln derzeit 15 junge Leute unter Leitung von Katharina Landsberg spielerisch Ideen und erkunden neues Terrain. Die Proben haben im Februar begonnen. Immer freitags um 16 Uhr treffen sie sich im Stadthteater Döbeln. „Es wird kein traditionelles Theaterstück, sondern ein Wandertheater mit der Natur als Kulisse. Wir wandern quasi durch die Stadt unter Beteiligung verschiedener Künste, mit Theater und Musik“, sagt Katharina Landsberg, die Leiterin des Jungen Theaters seit der Spielzeit 2022/023 im Stadttheater Döbeln. Sie arbeitet als Dramaturgin, Regisseurin und Theaterpädagogin am Haus. Seitdem gibt es auch den Jugendtheaterclub. Einmal im Jahr entsteht dort eine Inszenierung mit Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren.

Es gab schon ein Stück zum Thema „Grenzen“, bei dem verschiedene „Farbkinder“ wieder zueinander fanden. Und letztes Jahr eine „Kommunikations“-Baustelle mit einem „Marktplatz der Worte“ in Kooperation mit dem Lügenmuseum in Radebeul, wo man zusammen etwas im öffentlichen Raum gestalten konnte. Das neue Theaterprojekt soll ein Höhepunkt zum Heimatfest 1045 Jahre Döbeln werden, das mit einer Festwoche vom 14. bis 21. Juni in der Stadt mit 24 000 Einwohnern gefeiert wird.

Premiere hat die Wandertheater-Aufführung am 14. Juni, um 19.30 Uhr. Es gibt insgesamt fünf Vorstellungen. Beginnend an der Klosterwiese erlebt das wandernde Publikum an zehn Stationen in der Stadt die jungen Akteure, die Figuren aus der Stadtgeschichte spielen und Szenen darüber, was Heimat für sie bedeutet, zeigen. „Wir feiern dieses Jahr erstmals seit zehn Jahren nach coronabedingter Pause wieder ein Heimatfest in Döbeln, bei dem es auch viel um Bürgerbeteiligung geht“, sagt Christiane Böttger, Sachgebietsleiterin Kultur bei der Stadt Döbeln. Es werde ein großes Vereinsfest am 18. Juni im Bürgergarten geben. Selten heutzutage sei auch, dass mit den „Döbelner Heimatfreunden“ gleich eine ganze Gruppe sich der Stadthistorie widmet. Dieses Jahr erscheint von ihnen wieder das „Döbelner Mosaik“, es ist bereits der siebente Band in Form einer Ortschronik zum Heimatfest. Finanziert wird die Inszenierung des Jugendtheaterclubs Döbeln mit einer Projektförderung vom Kulturraum Erzgebirge/Mittelsachsen mit über 9 000 Euro und einem Eigenanteil in gleicher Höhe von der Stadt Döbeln, so Christiane Böttger.

„Das Wandertheater ist auch eine Möglichkeit, die Stadt neu zu entdecken“, so Katharina Landsberg. Es verbindet Geschichten zu Historie und Gegenwart. „Wir laden zu diesem Theaterprojekt generationenübergreifend auch erwachsene Döbelner ein, die gern Geschichten erzählen und spielen möchten. Zusammen schauen wir auf die vielen Seiten und Gesichter einer Stadt“, ist ihr wichtig. „Theater als Ort auch zu streiten, diskutieren und sich zu begegnen.“ 99 Prozent der am Heimat-Projekt beteiligten Jugendlichen kommen aus Döbeln. „Sie haben die Erfahrungen des Weggehens noch nicht gemacht und so nähern wir uns dem Thema mit Fragen wie: Welches Gefühl oder was für einen Geschmack löst das Wort Heimat aus? Welche Lieblingsorte habt Ihr?“, so Katharina Landsberg. „Da kommt dann ganz viel.“ Die schönste Antwort kam von einem achtjährigen Mädchen: „Heimat schmeckt nach den verbrannten Pfannkuchen meines verstorbenen Papas“, erzählt die Theaterpädagogin.

Sie hörte aber auch von Jugendlichen: „Döbeln ist langweilig.“ Es gebe ja auch unterschiedliche Interessen. „Wenn man klettern will, fährt man eben in die Sächsische Schweiz, spazieren kann man entlang der Mulde sehr schön. Döbeln hat den ältesten Riesenstiefel, der fast 100 Jahre alt, an die Schuhmacherinnung erinnert. Außerdem sehr gute Eisdielen. Ein Kino, ein Freibad mit Sprungtürmen und eine große Freizeitanlage“, zählt sie auf. Vor der Probe sitzen die jungen Akteure zusammen in der Runde und erzählen, was für sie Heimat ist, beispielsweise: “Ein Ort, wo ich gern zurückkomme und den ich mit meiner Familie und Kindheit verbinde“, sagt Josi, 18 Jahre. „Wo ich mich wohlfühle und Spaß habe. Und ich mag das Schauspiel“, sagt Christel, 10 Jahre. Nils, 13 Jahre: „Heimat ist ein Ort, wo ich mich geborgen fühle.“ Lenya, 17 Jahre: „Heimat ist für mich, wo meine Lieblingsmenschen sind.“ Für Lara, 16 Jahre, ist es „eine Emotion, wenn ich verreist bin und nach einer Weile Heimweh habe.“

Text + Fotos (lv)

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Ausstellung „Stille Post“ von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital

11 Donnerstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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„Das Herz nach außen tragen.“ Das spiegeln die Malerei und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov reizvoll und verlockend, sinnlich, kraftvoll und verletzlich.

Wo Träume fantasiereich flüstern

Um Verbundensein zwischen Mensch, Natur und allen Lebewesen und die Suche nach Glück, Balance und Geborgenheit geht es in der Ausstellung „Stille Post“ mit Arbeiten aus 40 Schaffensjahren von Gudrun Trebdafilov derzeit auf Schloss Burgk in Freital.

Zwischen zwei Gesichtern mit langen Haarzöpfen geht eine schwarze, gelbäugige Katze in der Mitte vor tiefblauem Himmel hin und her, als würde sie eine Botschaft übermitteln. Es ist das Titelbild der Ausstellung „Stille Post“ mit Malerei, Collagen und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital (noch bis 28. Juni zu sehen).

Der Ausstellungstitel Stille Post bezieht sich auf ein beliebtes Kinderspiel, bei dem man dem anderen ein Wort ins Ohr flüstert, der sagt es weiter und der Letzte in der Runde sagt laut, was er gehört hat. Je nach der Länge und Schwere des Begriffes kommt er klar und vollständig an oder abgewandelt, nur halb verstanden oder völlig anders. Wie sehr können wir unseren Sinnen noch trauen in dieser lauten, schnelllebigen Gegenwart? Fragt die Künstlerin mit ihren Bildern, die einladen zum Flüstern, Lauschen und Zuhören, damit die leisen Töne nicht verloren gehen. Ihre Figuren begegnen einem oft mit versunkenem Blick, sie hören in sich hinein, halten Zwiesprache mit sich selbst. Ihre vieldeutige Bilderwelt ist reizvoll und spannend in der Schwebe zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit in vorwiegend leuchtend warmen, erdigen, blauen und zarten Farbtönen gehalten.

Da geht es um das Verbundensein zwischen Mensch, Natur und allen Lebewesen und die Suche nach Balance, Glück und Geborgenheit, um Innehalten, Hingabe und Weitergabe des Empfangenen. Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von rund 60 Arbeiten aus 40 Schaffensjahren von Gudrun Trendafilov, die in Dresden lebt und arbeitet und zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlerinnen hierzulande gehört. Sie wurde 1958 inm erzgebirgischen Bernsbach geboren und kam mit 18 Jahren nach Dresden, um an der hiesigen Kunsthochschule zu studieren. Bei Professor Gerhard Kettner studierte sie Malerei und Grafik. Seit 1981 ist sie als freischaffende Künstlerin in Dresden tätig. Zu sehen sind im Schloss Burgk in Freital bekannte und frühe, noch nie gezeigte Arbeiten von ihr. „Dies ist die erste museale Einzelausstellung von Gudrun Trendafilov in Deutschland. Bisher hatte sie lediglich Ausstellungsbeteiligungen“, sagt Kristin Gäbler, Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital im Schloss Burgk. Die Bilder mit ihrer unverkennbaren Handschrift geben außerdem einen Einblick in das wandlungsreiche Schaffen und den Werdegang der Zeichnerin umd Malerin.

Zu sehen sind Arbeiten von Gudrun Trendafilov aus der Städtischen Galerie Dresden, von privaten Leihgebern und aus dem Besitz der Künstlerin. Darunter ein frühes Bild „Familie“ von 1984, expressiv figürlich in Rosé- und Grautönen zeigt es ein junges Paar, während sie das Baby stillt. In ähnlicher Farbgebung und aus dem selben Jahr stammt das Bild „Karneval“, mit einer Frau im enganliegenen Trägerkleid und schwarzen Hut, umgeben von kostümierten Gestalten. Immer wieder tauchen in ihren Bildern Köpfe und Gesichter auf, oft mit Blüten, Früchten, wippenden Zöpfen, wogendem oder aufgetürmtem Haar, das manchmal zum Vogelnest wird. Frauenakte in wenigen, markanten Linien und Paare, die sich halten, anlehnen, innig, kraftvoll und verletzlich. Frauen mit Tieren, Vogel in der Hand, Eule auf der Schulter oder keck ungebändigten Katzen an ihrer Seite. Ein großformatiges Bild zeigt drei nackte, goldenschimmernde Grazien am Meer vor zwei Äpfeln sitzend, sinnlich und verlockend. Zwei Frauen halten und wärmen sich in einen grauen Mantel gehüllt.

Eine wunderbar aus der Bewegung gezeichnete, kraftvolle wie tanzende „Kassandra“, ihrem inneren Ruf folgend, mit erhobenen Händen und um ihren Körper sanft fließendem Haarschwung zeigt eine Tusche- und Kreidezeichnung auf Seidenpapier von 2015, eine Leihgabe der Künstlerin. Eindrucksvoll und berührend auch ihre Selbstbildnisse, in denen sich Licht und Schatten mischen. „Das eigene Herz nach außen tragen“, darum geht es Gudrun Trendafilov. „Ich male und zeichne, um Formen zu finden für das, was mich im Innersten umtreibt, die Liebe, Träume, Wut und Melancholie“, sagt sie über ihr Schaffen. „Die Zeichnung ist für mich das direkteste Mittel, Emotionen in künstlerische Form zu bringen.“  Zur Ausstellung „Stille Post“ ist ein Katalog erschienen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 12 bis 16 Uhr, Sa, So und Feiertag 10 bis 17 Uhr

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Gedichte von Abschied & Bleiben

02 Dienstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bilder sprechen
(Für meinen Vater)

Die Bilder sind von den Wänden
abgehangen
die Schubladen der Kommoden leer
die Mona Lisa lächelt
als wäre nichts
über dem Vertiko mit den Blumenranken im Holz
Dein Wecker weiß mit Glocken tickt
weiter vor sich hin
eine Tür schließt sich
für immer
Deine Dinge leben
bei mir weiter
Bilder Bücher Geschirr Klassik- und Jazz-CD`s
Malfarben Wein Karaffe
und der Lehnstuhl steht
am Fenster am Wintergarten
auf dem ich sitzen lesen und
an Dich denken werde
die Dinge werden zu mir
sprechen
was Du mir nicht
sagen konntest
all die inneren und äußeren Bilder die in keinen
Rahmen passen
die goldgerahmten und schlichten
Stillleben Blumen Boote auf dem Wasser
im Nebel
und die weiße Plastik allein im Park
mit erhobenen Armen
inmitten von Bäumen
Dein Wecker im Raum
tickt leise
wie ein Gruß
auch die Stille ruft –
Weiter
auf Deiner Reisetasche
liegt oben ein kleines rotes
bemaltes Holzkästchen
Viel Glück steht darauf
LV
25.6.2026

Auf dem Weg zu Dir
(Für meinen Vater)

Der Anruf kam gestern
vormittag im Zug
ich verpasste fast das Aussteigen
der Unfall hat Dein Schweigen
jäh unterbrochen
verwandelt
Du kannst nicht
mehr anders
kein Ausweichen
wehrlos zerbrechlich
liegst Du in der Klinik
vor mir
in einem Bett am Fenster umgeben
von Monitoren mit Kurven
und ein Atemschlauch steckt
im Mund

Dein Herz schlägt noch
sagt der Pfleger
hörst Du noch meine Stimme
ich flüstere was schon lange hinaus wollte
rede Dir gut zu
lese meine Gedichte vor
halte und streichle Deine Hand
und Dein Gesicht mir zugewandt
glatt rasiert die Haut und gebräunt
der kleine Leberfleck am Hals
wie meiner

die Augen geschlossen gesalbt die Lider
sehe ich Dich endlich
wieder
verloren vergessen und aufgehoben zugleich
alles Warten Wünsche und Sehnen
vereint in diesem Augenblick
Du mir fremd
und nah zugleich
noch so viele offene Fragen
tiefe Erschütterung und Ernüchterung
und nie endende Verbundenheit

LV
31.5.2026

Der erste Tag ohne Dich
(Für meinen Vater)

Wiedersehen und Abschied
an einem Tag voller Licht
immer noch überwältigt
die Freude überwiegt die Trauer
Wut und Schmerz steigen
auf und verebben wieder
Ich hab Dich nach langer Zeit
noch einmal und als Letzte lebend gesehen
Du schienst gar nicht gealtert
von Deiner schweren Verletzung
fast nichts zu sehen
Dein Gesicht und Haar
so weich und sanft
als wäre nichts geschehen

Deine Augen nach innen
gerichtet
konnten mich nicht
mehr sehen
Doch ich war und bin
immer noch bei Dir
auch nach Deinem Gehen
vermisse Dich so sehr
in Gedanken bin ich schon
am Meer

Lass mich tragen
von den Wellen
hin und her
gestern Abend strömten sie
rötlich gefärbt
ins endlose Blau

LV
1.6.2026

Schwerelos

Heute mittag sah ich
ein Wolkenherz
ein Vogel flog vorbei
am Fenster am Himmel
darüber graue Regenwolken
die Sonne kam später
wieder hervor
Dein Leben hängt
nicht mehr an irgendwelchen Geräten
aller Erdenschwere enthoben
gehst Du nun auf Reise
erzähl mir von dort
im Schatten von Bäumen
wo Licht und Dunkel
sich berühren
unsere Träume
sich nie verlieren

LV
2.6.2026

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Neue MeerGedichte: Farben des Lebens & Beflügelt & Garten am Meer & Sanfter Riese am Meer & Frühling am Meer

02 Dienstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Allgemein, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Farben des Lebens
(Für Frau B.)

In warmen Farben rankt
sprießt und duftet der Sommer
rings um das große Blumenbeet
stetiges Auf- und Verblühen
Wachsen Werden und Weitergehen
fließen auf den Leinwänden zusammen
mit Blick in den Garten
Räume voller Bilder
in der kleinen Ferienwohnung am Meer

gleich am Eingang rote Blüten
auf schwarzem Grund
in einer Vase stehen zwei rosa Rosen
eine schon im Fallen ein paar Blütenblätter
verstreut
auf meerblauem Tuch
das aussieht wie der Bug eines Schiffs
vor strahlendem Gelb
gegenüber steht ein Paar am Strand
und sieht den Sonnenuntergang am Horizont
die Hände umeinander gelegt
Himmel Meer und Wellen
in orangenen grünblauen und dunklen
Farbschimmern

wogendes Sein sanft pastellfarben
still verwunschen und kraftvoll
weiß und tiefblau
manchmal fast Ton in Ton
mit dem weiten Himmel

das Meer immer in Bewegung
Kommen und Gehen der Wellen
Sich Nähern und Entfernen
in Schwarzweißen und Grautönen
stürmen stürzen strömen
die Wellen
ziehen ihre Spur
am Nachthimmel mit Vollmond
und hinterlassen Lichtflecken
auf dem Meer

ein Blick auf die Seebrücke in Ahlbeck
nach Heringsdorf
vor blau rot violettem Abendhimmel
alte Fischer- und Bauernhäuser
Mohnblumen auf einer Wiese am See
eine Anlegestelle am Hafen mit Booten
schemenhafte Gestalten mit langen Stäben
wie Ruder oder Flügel
und eine Landschaft mit dunklen
Schattenumrissen von zwei Bäumen
die aneinander lehnen
dazwischen eine helle Insel

Text: Lilli Vostry
1.6.2026

Beflügelt

Die kleinen weißen Segler sitzen
wieder auf dem Dach
sie gurren und drehen ihre Runden
hoch zum Bahndamm
und zurück
in den Garten der gerade im Blühen
Ich schaue zu ihnen
ein letztes Mal
im Sonnengeflecht der Kiefern
zwitschern die Vögel
heute besonders schön
das Tagpfauenauge taucht
noch einmal auf
zum Abschied
die Möwen senden ihre Lockrufe
kreisen über den glänzenden Wogen
und kreischen freudig über das Festmahl
mit ihnen verfliegt alle Schwere
und irgendwo weiter hinten
im Meer kommt der große sanfte
Riese endlich frei
gibt es die ersehnte Rettung für den Wal Hope

LV
15.4.2026

Garten am Meer

Die ersten grünen Blattspitzen ragen
an der Pergola empor
der Sitzplatz noch kahl die Laterne
ohne Licht die Bäume noch blätterlos
der Tulpenbaum hinter dem Gartentor
trägt noch welke Blütenkronen
vom vorigen Jahr
weiter vorn sprießen runde Knospen
an einem Strauch
purpurfarbene Blüten gehen bald auf
lugen schon durch den Zaun
Hyazinthen duften noch allein
im großen Blumenbeet
ein großer Kiefernbaum steht Spalier
an der Terrasse
mit wogenden Zweigen
erfüllt von Licht Vogelgezwitscher
und Flügelschlägen
ein weißer Taubenschwarm dreht
unentwegt seine Runden
über dem Ferienhaus freundliches Gurren
hin und wieder fliegen Möwen
vorbei mit lautem Rufen
ein Tagpfauenauge lässt sich nieder
vor dem Buddhakopf aus Stein
der lächelt
eine kleine schwarze Katze mit weißen Pfoten
streift durch den Garten zum Futterteller
am Küchenfenster
wo die alte Dame sitzt
manchmal wirft sie ihre Krückstöcke zur Seite
und schaut im Garten wie alles wächst
die Räume sind voller Blumen- und Meerbilder von
ihr in allen Farben

LV
15.4.2026

Sanfter Riese am Meer
(Für den Wal Hope)

Der Himmel immer noch bleiweiß
verhangen
in einem Fenster der Vinetatürmchen
auf der Seebrücke brennt noch Licht
der Strand fast menschenleer
mein Herz schwer
seit Tagen
Möwenrufe und kreisende Flügel
lockern es wieder
Das Meer wogt grau und weit

irgendwo da draußen
liegst Du
Großer
sanfter Riese
im weichen Schlamm
steckt fest in der Tiefe
schlägst mit der Flosse
sprudelst Wasserfontänen
hebst den Rücken manchmal sitzen
darauf Möwen
die Haut hat schon Risse
und kannst nicht fort
sie lassen Dich nicht weg
wie lebendig begraben
nachts hören sie an Land
Deinen Gesang Rufe und Klagen
so viel Regung
so viele unerhörte Fragen

Helfer und Rettungsgerät stehen bereit
naht Deine Rettung oder Dein Ende
ach wüchsen Dir doch Flügel
könntest Du mit den Möwen fliegen
übers Meer nachhause

LV
13.4.2026

Frühling m Meer

Das Meer braust dunkel
weiße Wellen rollen heran
wie Blütenflocken
hier und da
ein paar blühende Bäume
an der Promenade
ein einsamer Magnolienstrauch
zwischen eleganten Strandvillen
die Natur liegt noch im Winterschlaf
Es weht ein rauer Wind
eine helle Rose steckt im Sand
an den Strandkörben flattert der blauweiße Stoff
galant
die Möwen kreischen hoch im Flug
ihr Gekicher übertönt das Tosen
macht den Tag weniger grau
auf dem Fensterbrett am Ferienzimmer
leuchten zitternd eisblaue Stiefmütterchen
und eine Silbermöwe mit gelbem Schnabel
und weißgrauem Gefieder
sieht mich unverfroren an
wie ich ankomme und gehe
immer wieder aufbrechen kann

LV
13.4.2026

Fotos folgen.

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BilderAlbum: Unterwegs in der Welt der Bücher auf der Leipziger Buchmesse

21 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Spannende Geschichten zu Zeitgeschichte & Umgang miteinander. Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse, in der Kategorie Belletristik, stellten sich den Fragen im Gespräch und lasen aus ihren Büchern.
Schöne, farbenfrohe, originell gestaltete und anregungsreiche Bücher mit vielfältigen Blicken und Sichtweisen auf die Welt, auf das Verbundensein von Mensch & Natur & allen Lebewesen bietet der Verlag „w_orten & meer“. Geschäftsführerin Marianne Eppelt aus Leipzig stellt die Neuerscheinungen am Messestand vor.

Von Milchzahn-Geschichten, goldenen Stränden, einer zornigen Seiltänzerin und Liebesbriefen an das Leben

Viel zu sehen und entdecken gibt es wieder auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Eine persönliche Auswahl besonderer Neuerscheinungen aus kleinen, feinen, innovativen und kreativen Verlagen. Noch bis Sonntagabend lockt die reichhaltige Bücherwelt für kleine und große Besucher. Viel Vergnügen!
Einen Ansturm von Besuchern gab es gleich am ersten Tag der Leipziger Buchmesse am Donnerstag. Auf der Hin- und Rückfahrt überfüllte Züge (wann bekommt die Deutsche Bahn das endlich hin, ausreichend Wagen bereitzustellen?!), Gedränge in allen fünf Hallen, bunte Manga-Figuren, viel junges Publikum machte sich auf den Weg. Es gibt viel zu sehen und entdecken an insgesamt vier Messetagen noch bis Sonntag. Am Eröffnungstag wurden die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse vorgestellt und lasen. Die Bühne war etwas versteckt, abgeschirmt vom Besuchertrubel, hinter einer Wand mit Tür. Wie für gehobenes Publikum, Insider. Das war etwas seltsam. Zum Glück fand ich sie doch noch und erlebte wenigstens drei der fünf Nominierten in der Kategorie Belletristik.

Im Gespräch mit ihnen ging es vor allem um das Geschichten erzählen selbst. Wie erzählt man eine Biographie? Wie findet man Worte für Dinge, Ereignisse, die sprachlos machen und schmerzen? Darauf antwortete Katerina Poladjan, die Auszüge aus ihrem Roman „Der Goldstrand“ las, worauf es ihr beim Schreiben ankommt: „Was erzähle ich mir selbst und der Welt, und was lasse ich aus. Einen Wahrheitskern gibt es. Vielleicht ist das Utopie.“ Ja, der Hall-Raum sei sehr groß, so Poladjan. Jeder liest und versteht ein Buch anders. Sie gewann mit „Der Goldstrand“ (S. Fischer) den Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik.

Norbert Gstrein weiß, dass sein Romanheld Adrian im nominierten Buch „Im ersten Licht“ (Hanser Verlag) „kein symphatischer Typ“ ist. Und er findet, dass es „zu viele positive Identifikationsfiguren in der Literatur“ gibt. Ihm geht es offenbar darum, Verborgenes, Dunkles zu erhellen und auch Worte für Unaussprechliches zu finden. „Ich weiß, dass ich nicht immer gut bin“, sagt er über sich. Eine Annäherung zur Figur des Adrian fände er wünschenswert bei den Lesern. „Er ist ein Zaungast des Krieges, der immer die Nähe von Kriegsversehrten sucht und den deswegen Schulgefühle plagen“, sagt Gstrein über seinen Romanhelden. „Es war schwierig, eine Sprache für die Sprachlosigkeit zu finden. Für diejenigen, die den Krieg erlebten und sich viele Jahre zu einem Schweigen verabredet haben, obwohl sie schon lange von den Kriegsverbrechen wussten.“

Um Rückblicke, Unerhörtes und unbequeme Wahrheiten geht es auch im neuen Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag) von Anja Kampmann aus Hamburg. Sie las sehr ausdrucksvoll und intensiv eine Szene daraus und entführte die Zuhörer ins Jahr 1933 in Deutschland, auf die Reeperbahn. Sie schauen mit den Augen der Varieteekünstlerin Hedda, die im Nachtclub Alcazar am Seil schwebt über den Köpfen des Publikums, alles ist ganz leicht, und dabei auf die damalige Zeit und ihre Abgründe blickt. „Ihr Roman erzeugt starke Bilder in eindringlicher Sprache. Es ist ein sehr politisches und poetisches Buch“, so die Moderatorin. Anja Kampmann schaue mit ihrem Buch auf den Rand der Gesellschaft, es führt ins Hafenarbeitermilieu und zu Frauen in sozial schwierigen Verhältnissen. Sie beschreibt, wie ihre Heldin am Seil schwingt und sich in etwas hinein träumt, während die Zeit ab 1933 sich immer mehr verengt und Frauen wie Hedda keinen Raum mehr lässt. Diesen Frauen am Rande der Gesellschaft wollte sie eine Stimme geben, sagt Anja Kampmann, etwas entgegen setzen, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Der Roman erzählt viel in kleinen Sequenzen, Bildern und reißt immer wieder ab, vieles klingt nur an, so Kampmann über ihr Buch. Das sieht sie auch als eine Erfahrung für die Leser. „Die Auslassungen geben dem Ganzen einen ziemlichen Rhythmus und Intensität.“ Ihr Roman breche auch mit Klischees über die 30er Jahre. „Mich hat interessiert, zu erzählen, wofür sind die damals losgegangen, was hat die ausgemacht. Politische Umbrüche haben mit Vertrauen zu tun, wie wir miteinander umgehen, uns schützen und wie kostbar Miteinander ist“, so Anja Kampmann. „Die Wut von Hedda, die sie sich nicht nehmen lässt. Der Raum, den sie sich nimmt in dieser Zeit.“

Anja Kampmann ist mit ihrem Buch meine Favoritin bei den Neuerscheinungen auf dieser Buchmesse, auch wenn sie den Preis der Jury nicht gewonnen hat. Sprachlich und von der erzählten Geschichte finde ich die „Die Wut ist ein heller Stern“ packender, intensiver und auch brisanter als die anderen. Die Figur der Seiltänzerin ist schon ein tolles Sinnbild. Wie sie sich aufschwingt, um nicht abzustürzen. Ich bin gespannt auf dieses Buch.

Mit farbenfroh gestalteten Büchern und Zitaten, die aufhorchen lassen, stellt sich der Verlag „w_orten & meer“ vor, der auf Hiddensee beheimatet ist. Auf einem Poster  steht „Lesen Lieben Lernen“, fliegen Menschen auf Büchern und betrachten die Welt aus der Vogelperspektive. Um neue Perspektiven, Inspirationen, Lebendigsein und respektvolles Handeln geht es auch im Verlagsprogramm. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Menschen sich mit Natur verbinden und verbunden sind, wie sich Menschen mit anderen Menschen In Beziehung setzen und wie sich Menschen mit sich selbst auseinandersetzen, sagt Marianne Eppelt, die sich um die Geschäftsführung kümmert und in  Leipzig wohnt. Das Spektrum umfasst Sachbücher, Geschichten, Erzählungen und Romane von Autorinnen und Autoren aus aller Welt, darunter Brasilien, Neuseeland, Spanien, Niederlande und Deutschland, die über ihre Lebensrealitäten erzählen, von der Suche nach individueller Identität, Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und Eintreten für soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe und ein erfülltes Leben in einer umweltfreundlichen und friedlichen Welt. Das Buch „Kurswechsel“ verein 28 Kern-Konzepte indigener Weltsichten, in denen es um Konfliktlösung, nicht-hierarchische Gesellschaften, Mut und Vertrauen das gemeinsame Leben feiernde Zeremonien und Rituale, die Verbindung zur Erde, Herzensweisheit, Humor als existenzielle Sichtweise und zirkuläre Zeitkonzepte geht. Das klingt spannend und visionär!

Visuell schön anzusehen, mit einem Erdkreis mit marmorierten Linien, die alles Sein verweben, in sandigen, blauen und grünen Farbtönen, Augen und Händen, die wahrnehmen, sind auch die Bücher der Verbundensein-Reihe, in der es um die Verbindung mit allem Lebendigen geht. „Welche Geschichte_n stehen nachts an welchen Betten?“, steht auf einem nachtblauen Buchcover. Träume, Erinnerungen, Vorahnungen oder Albträume? Das Kopfkino setzt gleich ein. In der autobiographischen Erzählung „Wie ich merkte, dass die Shoah nachts an meinem Bett steht“ des niederländischen Autors Maurits de Bruijn verwebt er den Reisebericht eines sechstägigen Israeltrips mit der Suche nach sich selbst und geht der Geschichte seiner Mutter nach, einer Shoah-Überlebenden. Es geht um jüdisches Leben und auch um die Frage nach der Vererbbarkeit von Traumata.

Von Prosa mit Lebenserinnerungen, Gedichtbänden über das Leben, die Liebe und den Alltag über Krimis bis zu phantastischen Geschichten reicht die Bandbreite im „primär Verlag Berlin, ein Unternehmen der Dienstleistungsgruppe Worm. Der Verleger Mario Worm ist selbst Autor, weiß um die Sorgen bei der Suche nach einem passenden Verlag und möchte daher gerade neuen und ambitionierten Autoren eine faire Startplattform geben. Dort erschien auch ein Buch über „Erik Neutsch – der Wahrheit ein Stück näher“ von Marita Neutsch, der Tochter des Schriftstellers, der mit seine Buch „Spur der Steine“ bekannt wurde. Der gleichnamige Defa-Film mit Manfred Krug und Eberhard Esche durfte lange nicht gezeigt werden in der DDR. In ihrem Buch geht Marita Neutsch der Frage nach, warum das fünfte Buch „Der Friede im Osten“ nicht so veröffentlich wurde, wie es ihr Vater im August 203, kurz vor seinem Tod, beendet hatte.

Ein besonderes Buch ist „Meine Milchzahn-Geschichten“ – Die etwas andere Zahndose von Ketti Gnida, erschienen im felu-Verlag in Dortmund. Ein fröhlich bunt illlustriertes Album zum Sammeln von Milchzähnen mit integrierter Drehscheibe, durch die sich jeder Zahn passend zur Geschichte bewegen lässt. „Jeder Zahn bekommt hier ein eigenes Fach und wird aufbewahrt wie ein kleiner Schatz“, sagt Ketti Gnida schmunzelnd, die als Zahntechnikerin arbeitet.

Der Transit-Verlag feiert in diesem Jahr sein 45-jähriges Bestehen. Als ein „Wilderer zwischen den Gattungen und Erzählweisen“, so sieht er sich selbst. Die Bücher entführen in Historie und Gegenwart von Ost- und Westeuropa und deutscher Geschichte. „Fische im Trüben“, so heißt der Debütroman von Elli Unruh, war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Belletristik. Sie erzählt die Geschichte einer Familie, die bis Ende der 80er Jahre in der Sowjetunion, im südöstlichen Kasachstan, lebte, Nachfahren von Mennoniten, die einst von Katharina der Großen ins Zarenreich geholt wurden. Es sei stimmungsvoll, atmosphärisch dicht und mit seiner altertümlichen Sprache, dem Plautdietsch, ein ganz und gar ungewöhnliches Buch, loben Literaturkritiker.

Alles in allem ein Bücher-Frühling mit einer Vielfalt besonderer, wagemutiger und reizvoller Geschichten, die darauf warten, gesehen und gelesen zu werden.

Text + Fotos (lv)

Mehr Eindrücke zu neuen Büchern und Verlagen folgen.

Weitere Infos unter http://www.leipziger-buchmesse.deBezaubernde Fantasiegestalten & Bücher, die Lust auf Lesen und mehr machen. Liebevoll gestaltete Bücher & Spiele rund um Berührung und Zweisamkeit hält freudestrahlend der Mann mit den Katzenohren bereit, der über Liebe auf Katzenart gut Bescheid weiß. Schöne Idee! Mehr dazu unter http://www.erotivity.de

Bitte Platz nehmen auf dem Lese-Thron: Franz Westner vom SalonLiteraturVerlag München inmitten der Buch-Neuheiten. „Literatur öffnet Horizonte“, lautet das Verlagsmotto.

Minnie staunt über meine Bücherschätze. Wieder zuhause nach einem langen Messetag, erschöpft und glücklich, über interessante Entdeckungen an neuen Büchern und Verlagen. Mit Frühlingsbeginn neu erwachte Leselust!

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Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bezaubernde Diva ohne Starallüren: Die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt wurde nach über 41 Jahren im Rampenlicht und vielen großartigen Rollen vom Intendanten des Mittelsächsischen Theaters, Sergio Raonic Lukovic offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sie bezauberte mit einem Medley ihrer schönsten Songs mit warmer, wandlungsvoller Stimme ihr Publikum und versicherte, dass es noch kein Abschied für immer von der Bühne ist.
Fotos: Lutz Weidler

„Das Theater ist ein Glücksfall für die Stadt“

Über 300 Besucher ließen sich bezaubern beim Hollywood-Bühnenball mit glänzender Gala mit berauschender Musik, tollen Stimmen, Slapstick, Tanz und Wandelprogrammen in allen Räumen am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln.

Am Eingang in die glitzernde Traumwelt begrüßt der Weiße Hai mit schwarzen Kulleraugen und weißen, dolchspitzen Zähnen im weit aufgerissenen Rachen die Besucher. Er schaut aus einer blauen Wand und hält einen Spiegel, vor dem sich Unerschrockene fotografieren lassen können mit dem Monster. Neben dem goldenen Schriftzug Hollywood über den Hügeln, die sich auf weißer Leinwand entlang spannen. Auf der samtroten Bühne im Theaterfoyer steht in einer Ecke Charlie Chaplin und auf einem Stuhl räkelt sich in verführerischer Pose Marlene Dietrich als Nachtclubsängerin Lola in der bekannten Filmszene. Die Kunst der Theatermaler lässt sie lebensecht aussehen.

In eine wundervolle Welt voller Magie, Glamour, großer Emotionen und faszinierender Geschichten, in der alles möglich scheint, tauchten die Besucher beim diesjährigen Bühnenball unter dem Motto „Im Glanz von Hollywood“ des Mittelsächsischen Theaters ein. Als festlicher Höhepunkt der Spielzeit wurde in den Spielstätten in Freiberg und in Döbeln wieder zum Feiern, Flanieren und Genießen eingeladen. Über 300 Besucher erlebten dem Theater zufolge die glanzvolle Gala und anschließenden Wandelprogramme in allen Räumen im Stadttheater Döbeln am vergangenen Sonnabend. Viele erschienen schick gekleidet im Stil der Filmhelden, die Herren in Frack und Anzug, manche trugen Zylinder und die Damen elegant in schillernden Kleidern, Haarbänder mit Federn und großen Hüten. Mit strahlender Miene begrüßte der Intendant und Leiter des Musiktheaters, Sergio Raonic Lukovic die Gäste zur Gala und hatte gleich eine besondere Episode parat: Im Traum habe er einen Anruf von Frau Simon, der Vorsitzenden des Theaterfördervereins erhalten, erzählte er. „Sie bekam ein Angebot aus Washington. 10 000 Dollar pro Zuschauer würden sie geschenkt bekommen unter der Bedingung, wenn alle Männer in blauer Jacke, roter Krawatte und blonden Haaren erscheinen! Da war ich froh, aufzuwachen.“ Es sei gut, dass wir Menschen und mündige Bürger sind, die selber entscheiden, was passiert.

„Deshalb brauchen wir Bildung und Kultur und Menschen, die dafür kämpfen, um diese zu erhalten.“ 2025 war das besucherstärkste Jahr für das Mittelsächsische Theater, sagte Thomas Hans, stellvertretender Oberbürgermeister in Döbeln. „Wir sind sehr stolz auf dieses Theater, es ist ein Glücksfall für die Stadt. Es ist wichtig, dass das Theater auch als Ort für den öffentlichen Dialog wahrgenommen wird mehr denn je.“
Wenn er einen Oscar vergeben könnte, würde er ihn an Lukovic und sein Team für fantastische Theaterabende überreichen. Das Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Chor zog bei der Gala auch alle Register, mit Stummfilm- und Slapstickszenen, Ausschnitten aus Oper und Musical, mit viel Witz, Charme, Temperament, Spielfreude und großartigen Stimmen auf die Bühne gebracht und schwungvoll begleitet vom Sinfonieorchester unter Leitung von José Luis Gutiérrez.

Da stritten zwei Diven um ihren Platz im Rampenlicht. Rangen Regisseur und Produzent und Geldgeber mit Boxhandschuhen um die bestmögliche, effektvolle Umsetzung ihres Films. Da glänzte die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt noch einmal mit einem Medley ihrer schönsten und großartigen Songs bei ihrem letzten Auftritt nach über 41 Jahren im Mittelsächsischen Theater und dankte allen, die sie „geformt und gefordert haben“ mit vielen Rollen, von „Evita“ bis zu Fräulein Schneider in „Cabaret“. Mit blonder Perücke und weißem Mantel gab sie die Diva, legte sie ab, bezauberte und dankte ihrem Publikum ganz persönlich mit warmer, wandlungsreicher Stimme, mit kessen, zarten und kraftvollen Songs über Träume und Abschiede. „Es gab auch manchen Gegenwind. Doch nur mit Gegenwind kann man abheben und fliegen“, so Engelhardt. „Nein, das war es noch nicht.“ Sang sie zur Freude ihres Stammpublikums. Sie wird noch manches Mal hier auf der Bühne stehen. Die Stadt Döbeln und das Theater Döbeln dankten Susanne Engelhardt mit einem großen Blumenstrauß und einem Porträtbild, das sie in 840 Fotos und allen Facetten ihres Bühnenschaffens zeigt.

Nach der Gala spielte ein Salonorchester auf, tanzten Paare auf der Bühne mit Hingabe zu Klängen von Walzer, Tango, Polka bis Foxtrott. An der Seitenbühne war wieder die „Ansprechbar“ des Theaterfördervereins aufgebaut. Dahinter kreierten Dagmar Franke und Conny Hofmann leckere Drinks für die Gäste. „Wir machen das aus Spaß an der Sache“, sagten sie. „Es werden auch Theaterprojekte durch den Förderverein unterstützt. Wir geben das zurück mit unserem Einsatz“, sagt Dr. Ronny Große-Uhl, der als Entwicklungsingenieur arbeitet und im Bürgertheater Loge Nr. 5 mitspielt. „Wir sind ganz nah dran an Hollywood heute abend“, sagt Mario Busch schmunzelnd. Elegant mit weißem Seidenschal, dunklem Anzug und gegeltem Haar sitzt er filmreif gekleidet an einem Tisch zusammen mit anderen Gästen. Vor ihm auf dem Tisch steht ein goldener Oscar aus Pappe als Deko. „Wir sind froh, dabei zu sein, da der Bühnenball sehr gefragt ist. Und welche Kleinstadt hat schon solch ein  Theater?“, sagt seine Partnerin Yvonne Göllnitz begeistert.

Die Blicke auf sich zogen abseits der Bühne auch zwei schwarzgekleidete Herren mit Hut und Sonnenbrillen, dahinter verbargen sich Rebbekka Schietzel und Conny Schubert vom Bürgertheater, die als „Blues Brothers“ aus dem Kultfilm im Auftrag des Herrn unterwegs waren mit einem Tablett mit Bowle und kleinen Snacks. Der Erlös geht an den Theaterförderverein ebenso wie die Einnahmen aus der Tombola vom Bühnenball. Als Preise gab es als Hauptgewinn eine Porzellanplastik und Karten für Konzerte, Schauspiel und das nächste Projekt des Theaterjugendklubs Döbeln zum Thema Heimat.

Text (lv)

http://www.mittelsaechsisches-theater.de

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BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.

 

Text + Fotos (lv)
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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • BilderAlbum: Lauschen dem Fluss des Lebens - Gabriela Schlenz im Kastenmeiers
  • Ein Dickhäuter hält die Stadt in Bann: "Die Nashörner" im Kleinen Haus
  • Unterwegs: Planwagentour der Theatergruppe "Spielbrett" führt in die Sächsische Schweiz
  • Zeitreise in die Welt der Hippies: Premiere "Hair" an den Landesbühnen Sachsen
  • Unterwegs: Ausstellung "Ein-Sichten" von Peter Götz & Christoph Hampel im Schloss Struppen
  • Premiere "Schlachthof 5" nach dem Roman von Kurt Vonnegut im Festspielhaus Hellerau
  • Ausstellung von Anita Rempe & Maleah Gilbert in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • "Vorwärts immer! Jubiläumsshow !" der Seniorentheatergruppe "Ohne Verfallsdatum" im Theaterhaus "Rudi" in Dresden
  • Atelierbesuch bei Gabriele Reinemer in Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp
  • Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen
  • Ausstellung „Stadtszenen“ von Jörg Kraut im Restaurant „Kastenmeiers“
  • Geschichten die das Leben schreibt: Der wiedergefundene Vater
  • Garten der Erinnerung: Vater-Gedichte
  • Galerie auf Zeit: Ausstellung mit Fotografie & eine Retro Computer Lounge in der Neustädter Markthalle in Dresden
  • Neue Meer-Gedichte: Ein Gesicht im Sand & Abschied von Kater Franz & Traumversunken & Dem Wind entgegen & mehr
  • Sommertheater-Open Air: Premiere „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende am Schloss Übigau
  • Gedichte für den Wal Hope
  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof

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