Werbeanzeigen

Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

Hervorgehoben

Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Lesung „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“ mit Tom Schulz im Stadtmuseum Dresden

Eine große Rhapsodie auf Maschinen und Menschen der Neuzeit

Am 22. Oktober 2019, 19 Uhr veranstaltet die Literarische Arena e. V. gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Meißen und den Städtischen Museen Dresden eine Lesung mit dem Berliner Autor Tom Schulz. Titel: „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“

Je mehr man von Tom Schulz’ bizarren und allzu treffenden Paraphrasen auf die Jetztzeit liest, desto mehr stellt sich ein Gefühl ein, der Wahrheit auf der Spur zu sein, und im Gegenlicht, sozusagen als Sekundärprodukt, so etwas wie Poesie. „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“ heißt der Band, den der Berliner Dichter am Dienstag [22. Oktober 2019] im Dresdner Stadtmuseum vorstellt. Es ist selten, dass ein Gedichtband schon im Titel eine Warnung enthält, zumal Eisberge nur als Vorstellung auftauchen. Aber man weiß ja spätestens seit der Titanic, dass der größte Teil von ihnen nicht zu sehen ist.

Um es gleich vorweg zu sagen: Es geht hier nicht ums Reisen. „Die Maschinen sind volljährig, wenn sie mit dem Träumen / aufgehört haben“, beginnt eines der vielen weitausholenden Gedichte im Kapitel „Schwarze Ampeln“. „Die Maschinen sind pensionspflichtige Serienmodelle“, sie „bewegen sich in einem Leben zwischen Kontostand / Kredit und Tilgungsrate“ oder „sie stehen längs geparkt auf dem Mittelstreifen“. Es sind Tatsachenbehauptungen aus einer großen Rhapsodie aufs Zeitalter jener Maschinen, zu denen im neuzeitlichen Verständnis auch die Menschen gehören. „Tom, bitte empören sie sich mit uns“, empfiehlt der Messengerdienst. „Ich empöre mich, der Himmel ist blau, nicht schwarz.“

„Eine Invasion ohne Luftbrücke, 150 Millionen / gegen uns.“ „Das Auge der Feuerqualle“ gehört zu den strenger komponierten Kapiteln des Buches, wie auch das Langgedicht über Syrakus, „Ein Tag im Leben“ eines scheinbar erfolgreichen Schriftstellers, der die Gegensätze im schmunzelnd-lapidaren Ton etwa wie folgt zusammenfasst: „Ich stehe in der Hundescheiße von Sizilien. / Ich weiß, dass Artemis die Quelle hierher brachte.“

Orte am Meer bevölkern fast das ganze Buch. Es sind Sehnsuchtsorte wie die „Beinhäuser von São João“ in Porto: „Ich liebe die Stadt am Fluss, die Stadt am Meer“ – fast scheint es, als wolle die Stimme, die da spricht, Beklommenheit vertreiben. „Es gibt Tote, die ganz und gar unsichtbar erscheinen.“ Das gilt auch für die beiden Venedig-Kapitel, denen man ein wenig den freien Autor in einer seiner Residenzen anmerkt, wo „Adriatisches Licht“ oder der Konjunktiv den schwankenden Untergrund befestigen sollen: „Wäre ich Lord Byron, würde ich vom Anblick der Blumen leben können“. Auf der griechischen Insel Leros gibt es nicht nur eine Begegnung mit Ahmed aus dem „Asylbewerberheim“, sondern auch mit Jannis Ritsos, der dort viele Jahre seiner Gefangenschaft absaß. „Wir laufen durch die Morgensonne. Wir hören das Gedicht.“ Das Parlando der Texte bekommt hier plötzlich eine gewisse Eindringlichkeit. „Das Gedicht sagt, es glaube an Liebe und Tod.“

Es ist ganz offensichtlich, dass Tom Schulz nicht um des Reisens willen den Mittelmeerraum, die Kanarischen Inseln und Lateinamerika bereist. Die „Reisewarnung“ ist eine Art von dichter Beschreibung, die den Dichter-Ethnologen zu sich selbst führt: „Ich bin ein Passagier / ich reise kreuz und quer.“ Das wird vielleicht am eindrücklichsten an den Orten, die der eigenen Oberlausitzer Herkunft am nächsten liegen. „Alles ist schiefgegangen“, beginnt der „Ausflug ins Elbsandsteingebirge“, das kann auch am Schluss kein „Unsere Heimat“-Pastiche wieder geradesingen: „Ende, Lied aus.“

Text: Patrick Wilden

Tom Schulz: Reisewarnung für Länder Meere Eisberge. Gedichte, Hanser Berlin 2019. 128 Seiten, 19 Euro, ISBN 978-3-446-26201-0.

VERANSTALTUNG am Donnerstag, 22. Oktober 2019, 19:30 Uhr im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße), 01097 Dresden. Haltestelle: Pirnaischer Platz.

Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V. mit der Evangelischen Akademie Meißen und den Museen der Stadt Dresden.

Axel Helbig
Literarische Arena e. V.
Redaktion OSTRAGEHEGE

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden
Inh.: Jörg Scholz-Nollau 
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de
Werbeanzeigen

Jazztage Dresden 2019: Starke Stimmen & Frauenpower pur


Titelgesicht der diesjährigen Jazztage Dresden und immer offen für Neues: Nina Hagen

Saxophon-Verliebt: Tina Tandler


Songs & Geschichten aus dem Leben einer Diva singt und erzählt Ute Lemper in ihrer Hommage an Marlene Dietrich.

Mit Leidenschaft für neue Klangwelten

Glanzlichter bei den diesjährigen Jazztagen Dresden – vom 23. Oktober bis 24. November  –  setzen mehrere Konzerte mit charismatischen Sängerinnen und Musikerinnen. Darunter Nina Hagen, Tina Tandler und Ute Lemper.

Musikalisch keine Berührungsängste kennen die Jazztage Dresden. Die Besucher werden nicht nur in außergewöhnliche klangliche Sphären entführt nun schon zum 19. Mal. Unter dem Motto „Out of space“ ist es auch ein Aufbruch zu neuen Ufern. Denn nach fünf Jahren und fast einhundert Konzerten im Erlwein-Capitol ist das Jazz-Festival jetzt ein paar Meter weiter im Ostra-Dome gelandet. Einem futuristischen, zwölfflügeligen Zelt als neuer Hauptspielstätte mit ca. 1 000 Sitzplätzen und 1 200 Stehplätzen. Dort befinden sich auch die Ostra-Studios mit Platz für 100 bis 500 Gäste in kleinem, feinem Rahmen.

Das vielfältigste Jazzfestival Deutschlands lockt mit mehr als 80 Konzerten, knapp 40 000 Besuchern jährlich und 500 Künstlern aus 30 Ländern in 23 Spielstätten der Stadt. Glanzlichter bei den Jazztagen Dresden setzen erneut die Women in Jazz. Es locken mehrere Konzerte mit charismatischen Sängerinnen und Musikerinnen.

Eine von ihnen ist Tina Tandler, die im Sommer bereits als Saxophonistin in der Band von Roland Kaiser das Dresdner Publikum verzückte. Mit schwebend leichten Sounds und ihren Saxophon-Songs, von kraftvoll, zärtlich, ausgelassen und zuweilen melancholisch schön. Als musikalische Grenzgängerin zeigt sich Tina Tandler, die in Gera aufwuchs und heute in Berlin lebt, mit zwei eigenen Jazztage-Konzerten. Am 9. November, 16 Uhr gibt sie ein Zusatzkonzert im Ostra-Dome, da das Konzert um 20 Uhr bereits ausverkauft ist.

Dabei präsentiert sie ihr aktuelles Album „Saxophon verliebt“. Die Stücke, die
Tina Tandler zusammen mit dem Pianisten Christoph Reuter schreibt, bewegen sich im Grenzbereich zwischen Jazz, Pop und Weltmusik. Ein weiteres Highlight steht mit dem Konzert von Nina Hagen bevor, dem Titelgesicht der diesjährigen Jazztage. Schrill, extravagant und intergalaktisch im Outfit und Auftreten passt sie haargenau zum Motto „Out of Space“ und ist immer für eine Überraschung gut. Ihre ausgefallene Stimme ist bekannt, dass Nina Hagen neben Punk noch eine weitere Leidenschaft hat, wissen vielleicht nur wenige: Swing, Blues und Jazz. Auf die Interpretation ihrer Lieder zur Gitarre „Von Brecht bis Blues“ darf man also gespannt sein am 25. Oktober, 20 Uhr im Ostra-Dome (das Konzert mit Nina Hagen ist bereits ausverkauft). Die großartige Schauspielerin und Sängerin Ute Lemper ist nach ihrem restlos ausverkauften Gastspiel im Schauspielhaus letztes Jahr nochmals mit ihrem Marlene-Dietrich-Programm, einer Zeitreise durch ihre Lieder und ihr bewegtes Leben, am 8. November, 20 Uhr im Ostra-Dome zu erleben.

Text (lv)

Fotos: Veranstalter/Jazztage Dresden

http://www.jazztage-dresden.de

VersSchmuggel – Deutsch-Tschechische Poesie im Literaturhaus Dresden

Poesie auf Reisen

Freunde der Gegenwartslyrik können sich auf eine besondere Veranstaltung freuen. „VERSschmuggel/Prekladiste“ heisst ein deutsch-tschechisches Kooperationsprojekt, das am 23. Oktober, um 19 Uhr im Erich Kästner Haus für Literatur Dresden/Villa Augustin am Albertplatz zu Gast ist. Und es gibt einen kleinen Ausblick auf den Dresdner Lyrikpreis 2020.

Der deutsch-tschechische VERSschmuggel wird moderiert von Jonás Hájek. Im Sommer 2018 trafen sich sechs tschechische und sechs deutsche Dichter*innen beim poesiefestival berlin zur Übersetzungswerkstatt VERSschmuggel. Die zweisprachige, in beiden Ländern erscheinende Anthologie versammelt alle Gedichte und Ergebnisse der gegenseitigen Übersetzungsarbeit, bei der renommierte Literaturübersetzer*innen jeweils ein Dichterpaar begleitet haben.

In Kooperation mit dem Haus für Poesie Berlin lesen am 23. Oktober im Erich Kästner Haus für Literatur Pavel Novotný, Lena Dorn und Léonce W. Lupette. Pavel Novotný arbeitet mit Montage- und Collage-Techniken und experimentiert in Radiokompositionen mit den auditiven Möglichkeiten der Dichtung. Lena Dorn lebt als Bohemistin, Übersetzerin und Autorin in Leipzig. Der deutsch-französische Lyriker und Übersetzer Léonce W. Lupette lebt und arbeitet in Buenos Aires sowie Frankfurt am Main.

VERSschmuggel ist ein künstlerisches und kommunikatives Abenteuer, ein Umschlagplatz für kulturelle Übergänge und lyrische Traditionen.

Text:
Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin/Antonstr. 1
01097 Dresden , Tel.: (0351) 804 50 87

Jazztage Dresden 2019: Hochkarätige Konzerte & neues futuristisches Ambiente


Wie aus einer anderen Galaxie: Musik aller Spielarten und aus allen Himmelsrichtungen lockt unter dem Motto „Out of Space“ in der neuen Hauptspielstätte „Ostra-Dome“ (nahe Erlwein-Capitol) bei den Jazztagen Dresden 2019. Foto: Veranstalter

International, emotional, phänomenal! 

Jazztage Dresden starten im Herzen Dresdens am 23. Oktober in die neue Festivalsaison

Seit Wochen lächeln die Plakate Dresdner und Gäste an und steigern die Vorfreude auf das vielseitige Programm der diesjährigen Festivalsaison der Jazztage Dresden. Am 23. Oktober hat das Warten endlich ein Ende: Mit einer großen Eröffnungsfeier ab 19.30 Uhr in der QF-Passage direkt neben der Frauenkirche startet das Festival in einen Monat voller musikalischer Hochkaräter und Konzerte für Jung und Alt. Unter dem diesjährigen Motto „Out of Space“ zeigen die Jazztage Dresden ihren Zuschauern vom 23. Oktober bis 24. November wieder, was die nationale und internationale Jazzszene derzeit zu bieten hat.

Traditionell eröffnet Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert das Festival. Anschließend erleben die Besucher auf verschiedenen Bühnen und in den Geschäften der QF-Passage ein buntes Konzertprogramm mit Musik, Tanz und Show. Mit einem Begrüßungsgetränk in der Hand können sie durch die Location im Herzen der Stadt flanieren. Bei anregenden Gesprächen und entspanntem Beisammensein genießen sie den künstlerischen Ausblick auf den neuen Festivaljahrgang. Für die Vielfalt des Jazz und die Brücke zwischen den verschiedenen Musikgenres, teils in Verbindung mit Tanz, stehen an diesem Abend eine auserlesene Reihe an Jazztage-Künstlern wie das alpenländische Percussion-Ensemble Alpin Drums, der italienische Gitarrenvirtuose Luca Stricagnoli, Body Percussionist Gabriel Hahn, der Jazzchor Dresden, die Forster Family und die Klazz Brothers zusammen mit den Dresden Hepcats und den deutschen Breakdance-Meistern „The Saxonz“. Durch den Abend führt MDR-Moderator und Nachrichtensprecher Peter Hartlapp. Einen kleinen Vorgeschmack auf die bunte Internationalität der kommenden Jazztage Dresden gibt dabei bereits die Eröffnungsfeier, denn außerdem zu erleben sind der israelische Kontrabassist Adam Ben Ezra, der kolumbianische Pianist Bruno Böhmer Camacho sowie das vielsprachige Kateryna-Kravchenko-Quartett.

In diesem Jahr können sich Besucher zudem auf die Jazztage-Dresden-Konzerte von Größen wie Nina Hagen, Bob Geldof, Rebekka Bakken, Stanley Clarke, Curtis Stigers, Stefanie Heinzmann, Lizz Wright und viele mehr freuen.

Der Einlass in die QF-Passage ist am 23. Oktober ab 19.15 Uhr möglich. Damit dem Late-Night-Shopping zwischen den Konzerten nichts im Weg steht, haben die Geschäfte und Boutiquen exklusiv für den Festivalstart bis 23 Uhr geöffnet. Die Dresden Information startet zudem eine Sonderaktion und bietet dabei für die Eröffnungsbesucher Festivaltickets für nicht ausverkaufte oder auf Restkarten stehende Konzerte mit 50% Rabatt. Eine extended Happy Hour sorgt für kostenloses Bier, alkoholfreie Getränke und Sektempfang. Für Imbiss- und weitere Getränkeangebote ist gesorgt.

Tickets für die Konzerte der Jazztage Dresden (einschließlich dem Eröffnungsabend) sind an allen Dresdner und deutschlandweiten ReserviX-Vorverkaufsstellen erhältlich. Ebenso steht die ReserviX-Hotline unter 01806 700733 (0,20 Euro aus dem Festnetz, mobil 0,60 Euro) zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de

Text: meeco Communication Services

Premiere „Sonny Boys“ an den Landesbühnen Sachsen

Zwei herrlich schräge Komiker und Streithähne

Die Komödie „Sonny Boys“ von Neil Simon, aus dem Englischen von Helge Seidel, hat heute, am 18. Oktober, um 19.30 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere.

43 Jahre waren Willie (Michael Heuser) und Al (Olaf Hörbe) die «Sonny Boys», ein erfolgreiches Komikerduo am Broadway. Mit ihrem berühmten Doktor-Sketch, dem Klassiker, brachten sie ihr Publikum zum Brüllen. Doch das ist längst Geschichte. Hinter der Bühne waren sich die beiden Streithähne schon immer uneins. Und dass Al die gemeinsame Karriere vor 11 Jahren an den Nagel gehangen und damit dem Broadway und Willie den Rücken gekehrt hat, hat dieser ihm nie verziehen.

Ein Rückblick auf die guten alten Zeiten des Witze-Dreamteams bringt die zwei gealterten Käuze wieder zusammen. In einer groß angelegten Show will das Fernsehen den Doktor-Sketch von Al und Willie noch einmal zeigen. Da kann Willies Agent und Neffe Ben noch so große Überredungskünste aufbieten. Willie ist dagegen. Doch sein Kollege Al Lewis hat sich für eine Wiederaufnahme-Probe angekündigt …

Vor fast 50 Jahren schrieb der Drehbuchautor Neil Simon die Komödie «Sonny Boys». Mehrfach erfolgreich verfilmt, ist sie immer wieder ein Gag-Feuerwerk und unwiderstehliche Herausforderung für zwei bühnenerfahrene Komiker. Darüber hinaus erzählt sie dem Publikum einiges über den mystischen Raum des Theaters und die «Arbeit» auf der Bühne.

INSZENIERUNG : Michael Funke
AUSSTATTUNG : Marlit Mosler

Darsteller:

Willie Clark – Michael Heuser;  Al Lewis – Olaf Hörbe; Ben Silverman- Matthias Henkel/ Jürgen Haase; Krankenschwester und Schwester Im Sketch – Charlotte Schiffler

Termine:

Fr    18.10.  19.30  Uhr             Studiobühne
So   20.10.  19       Uhr             Studiobühne
Do   24.10.  19.30  Uhr             Studiobühne
So   27.10.  19       Uhr             Studiobühne
Do   31.10.  19.30  Uhr             Studiobühne
So   10.11.  18       Uhr           Großenhain /Kulturzentrum
Sa   23.11.  19.30  Uhr             Studiobühne
Di   31.12.   18      Uhr            Weinböhla / Zentralgasthof

Text: Petra Grubitzsch/LB

Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de  Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152,  01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0  

Bilder aus den Metropolen der Welt von Tina Reichel im „Kastenmeiers“

Monumentale Bauwerke in leuchtenden Farben

Tina Reichel zeigt bis 3. Dezember 2019 ihre farbenfrohen Werke im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Die Vernissage ist am 20. Oktober, 13 bis 15 Uhr.

New York, Paris, Berlin, London – monumentale Bauwerke und Silhouetten der Metropolen dieser Welt sind die Inspiration für die farbenprächtigen, großformatigen Bilder von Tina Reichel. Ihre Bilder sind in der ganzen Welt zu Hause und dekorieren Hotels, Unternehmen und Villen von Moskau bis Dubai bis New York.

Jetzt kommt Tina Reichel mit ihrer Kunst nach Dresden und hat für diesen Anlass auch Dresdner Motive mit dem Spachtel auf die Leinwand gebannt. 1,60 Meter hoch ist ihr Bild von der Frauenkirche, und 1,40 Meter misst ihre feuerrote Semperoper in der Breite! Das verspricht eine spannende Wirkung auf den edlen Lehmputzwänden im „Kastenmeiers“.

Schwarz oder grau findet man nicht in ihren Werken, allerdings verwendet sie bei der Hälfte ihrer Bilder fluoreszierende Farben, die dank UV-Licht im Dunkeln leuchten. Auf ausgewählten Bildern setzt sie mit Blattgold besondere Akzente und plant, auch Diamantsplitter zu verwenden.

Zur Vernissage am 20. Oktober 2019 von 13-15 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen.

Für all jene, die das „Kastenmeiers“ am neuen Standort noch nicht besucht haben, ist die Vernissage ein schöner Anlass, um das neue Restaurant kennenzulernen, mit einem Glas Sekt und feinem Fingerfood durch die Räumlichkeiten zu schlendern und neben der Kunst vertraute und neue Details der Innenarchitektur à la Kastenmeiers zu entdecken.

Dies ist nicht nur die vierte Ausstellung im Restaurant am neuen Standort, sondern gleichzeitig Nummer 62 seit Beginn dieser Tradition im Herbst 2010 im Kurländer Palais.

Text + Foto: Sabine Mutschke

Mehr Informationen über die Künstlerin und ihre Arbeit unter https://www.tina-reichel.com

http://www.kastenmeiers.de

Premiere „Der gestiefelte Kater“ an den Landesbühnen Sachsen

Keine Mäuse, aber am Ende glücklich – Schlauer Kater zeigt armem Müllersburschen wie`s geht

„Der gestiefelte Kater“ erobert gewitzt frei nach den Gebrüdern Grimm im Märchenstück von Thomas Freyer für Zuschauer ab sechs Jahre die Herzen. Die Premiere war am 12. Oktober in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Während seine Brüder Wertvolles und offensichtlich Nützliches von ihrem Vater, dem Müller, erben, bekommt Hans nichts. Allerdings nicht ganz NICHTS, denn ihm bleibt immerhin der Kater, gespielt von Michael Berndt-Cananá.

Doch was soll Hans schon mit dem nutzlosen Tier, außer sich an kalten Tagen an ihm zu wärmen?! Dass der sprechende Kater in der Lage ist, gewitzt und einfallsreich die Lebenssituation seines verehrten Herrn zu verbessern und am Ende sogar den gefährlichen Zauberer zu überlisten, kann Hans ja nicht ahnen. Und dass er schließlich sogar eine hübsche Prinzessin zur Frau haben und ein halbes, wenngleich etwas verarmtes Königreich sein Eigen nennen wird, schon gar nicht.

Thomas Freyer gestaltet das berühmte Märchen mit viel Musik und dabei etwas realistischer, als wir es von den Brüdern Grimm kennen: Der König glaubt, gravierende Geldsorgen zu haben und entlässt als erste drastische Sparmaßnahme das gesamte Personal. Einzig sein treuer Diener Gustav darf bleiben, muss aber nun abwechselnd alle anfallenden Aufgaben erledigen: Dazu schlüpft er in die Rolle des Kochs, des Jägers, des Musikers, des Narren und wirbelt durch die Szenerie. Diese dauerhafte Überforderung erinnert an heutige Zustände und das gutwillige, letztlich erfolglose Bemühen von Gustav, dem König zuverlässig zu Diensten zu sein, bietet viel Anlass zum Lachen.

INSZENIERUNG: Ute Raab
AUSSTATTUNG: Ulrike Kunze
MUSIK : Tobias Herzz Hallbauer

Darsteller:

Kater – Michael Berndt-Cananá, König – Alexander Wulke; Prinzessin- Josefine Heidt; Müllerbursche – Alexander Kasprik; Gustav – Jan Baake

Termine:

So   20.10. und 27.10.  11 Uhr    Der gestiefelte Kater    Hauptbühne
Mi   20.11.                   16 Uhr    Der gestiefelte Kater    Weinböhla/Zentralgasthof
So    1.12.             11+15 Uhr    Der gestiefelte Kater    Hauptbühne
Mo   2.12.,                  10  Uhr    Der gestiefelte Kater    Hauptbühne
Do   5.12. und 6.12.    10  Uhr    Der gestiefelte Kater    Hauptbühne
Sa   7.12.                   16  Uhr    Der gestiefelte Kater    Neustadt/Neustadthalle
So.  8.12.                   15  Uhr    Der gestiefelte Kater    Freital/Kulturhaus
Do  12.12.             10+14 Uhr    Der gestiefelte Kater    Großenhain/Kulturzentrum
Fr   13.12.                  10  Uhr    Der gestiefelte Kater    Hauptbühne
So  15.12.                  16  Uhr    Der gestiefelte Kater    Meissen/Theater
Mo 16.12. und 17.12.  10  Uhr    Der gestiefelte Kater    Meissen/Theater
Mi  18.12.                   10  Uhr   Der gestiefelte Kater    Meissen/Theater
Do 19.12.                   10  Uhr   Der gestiefelte Kater     Hauptbühne
So  22.12.             11+15 Uhr   Der gestiefelte Kater     Hauptbühne
Fr  27.12.                   16  Uhr   Der gestiefelte Kater     Hauptbühne

Text: Petra Grubitzsch/LB

Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152,  01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0 

Fabelhafte Welt im Lügenmuseum Radebeul


Wundersame Maschinen und Objekte laden kleine und große Besucher zum Staunen und Entdecken ein. Foto: André Wirsig

Wenn man im Lügenmuseum lügt, spricht man dann die Wahrheit?

In den Herbstferien ist das Lügenmuseum Radebeul täglich geöffnet bis 27. Oktober, ab 13 – 18 Uhr.

Das Lügenmuseum ist ein familientaugliches Ausflugsziel von hohem Schauwert. Es beschäftigt sich mit der absurden Maschinerie des Lebens. In den verschlungenen Räumen hat man immer wieder das Gefühl, man werde aus diesem faszinierenden Labyrinth vielleicht nie mehr herausfinden. Doch wenn man nicht aufgibt, gelangt man beim Wandeln durch die thematischen Räume irgendwann an einen geheimnisvollen Punkt, an dem man nicht mehr den einen einzig richtigen Sinn-Ausweg sucht, sondern das immer tiefere Sich-Verlieren in dieses Museum zu genießen beginnt.

Manche Besucher meinen, dass Lügenmuseum schmeckt nicht, ein Missverständnis, denn Kunst kann man nicht essen. Beim Lügenmuseum handelt es sich um ein Kunstmuseum, welches so tief in die Gefilde der Ideen steigt – man ist sprachlos. Ob das klar wird oder auch nicht, spielt hier keine Rolle. Künstler konstruieren andere Museen: Maschinen zur Belustigung, anarchische Apparate im ironischen Leerlauf. Die sanfte Berührung der Poesie schlüpft hier am starren Reglement des Museumswesens vorbei.

Das augenzwinkernde Lügenmuseum zeigt, dass Ironie eine starke Besucherresonanz erzielen kann. Über die Gründe schreibt der Professor für Ästhetik Bazon Brock:  „Ironie ist eine Möglichkeit, auf Distanz zu gehen und das Objekt von allen Seiten zu sehen. Vom Wahren können wir nur noch mit Blick auf das Falsche, auf die Lüge reden. Das sagt uns das Lügenmuseum und da steht es in der Tradition von Till Eulenspiegel, Nietzsche, dem braven Soldaten Schwejk oder Mister Bean: ‚Alles auf den Tisch, bis er bricht.‘

Besucher erhalten eine Einführung, einen Lügentee. Der Rundgang durch zwölf Räume entführt in eine fabelhafte Welt, die an Wunderkammern anknüpft. Das Leben ohne Lügenmuseum ist möglich, aber sinnlos.

Text: Richard v. Gigantikow

Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Tel: 0176 – 99 02 56 52

Geöffnet: Samstag und Sonntag, in den Ferien und an Feiertagen täglich 13 – 18 Uhr

http://www.luegenmuseum.de  info@luegenmuseum.de

Premiere „Hell“ der Company „Tango – offen und bunt“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

Von der Kraft der Musik, die Schatten in Licht verwandelt

Berührend, kraftvoll und eindringlich im Wechsel von Musik, Text, Poesie, Tanz und Spiel kam die neue Aufführung „Hell“ der Company „Tango – offen und bunt“ gestern abend auf die Bühne im Rahmen des interkulturellen Montagscafé im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Sprache der Vögel ist ihr Gesang. Der Mensch hat auch diese Gabe der Musik. Freude, Schmerz, Trauer, Sehnsucht. Alle Gefühlsfarben spiegelt sie wider. Sie tröstet, verbindet, hilft Grenzen zu überwinden und verwandelt Schatten in Licht. Davon erzählt in berührenden Bildern, im Wechsel von Klängen, Text, Poesie, Tanz und Spiel die Aufführung „Hell“ (Buch und Regie: Cristian Javier Castano), die am Montag Premiere hatte beim Gastspiel der Company „Tango – offen und bunt“ im Montagscafé im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Das Montagscafé ist ein Begegnungsort für Menschen verschiedener Kulturen und Angeboten wie Musik und Theater. Der Zuschauerraum der Bühne unter dem Dach war gut gefüllt. Die Sprache der Musik und das Tango tanzen verbindet auch die Akteure der Company. Sie stammen aus verschiedenen Ländern der Erde, aus Argentinien, Chile, Deutschland, Irak, Mexiko, Nicaragua, Syrien, Venezuela und Uruguay. Alle leben in Dresden.

Die Aufführung „hell“ ist jenen Menschen gewidmet, die in „der Hölle“ sich selbst und ihren Mitmenschen Licht und Helligkeit gaben, um das Dunkel zu durchbrechen, neue Kraft und Hoffnung zu finden. Auf die Bühne kamen Musik und Lieder, die in Gefängnissen und Konzentrationslagern komponiert und gespielt wurden.

Mehr Text zur Aufführung folgt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos + aktuelle Termine unter http://www.cellex-stiftung.org/de/projekte/tango

Montagscafé
Kleines Haus, Glacisstraße 28, Dresden

15 bis 17 Uhr, Frauencafé mit Kinderbetreuung
17 bis 22 Uhr, Offenes Café mit wechselndem Abendprogramm

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

BilderAlbum: Im Fluss des Lebens – Ausstellung von Dipa Doreen Wolff im Restaurant „Kastenmeiers“


Immer wieder neu und überraschend: Mit jeder Ausstellung verändern sich die Räume im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais Dresden. Im Bild (li.n.re.): das Künstlerpaar Dipa Doreen Wolff und Thomas Reichstein und Gerd Kastenmeier.

Jackson Pollock meets Herrmann Glöckner

Heißt ein Bildtitel von Dipa Doreen Wolff, der ihre Malweise charakterisiert. Farben und Formen fließen mal ruhig-harmonisch, mal lebhaft, kreiselnd, still versunken und kraftvoll in ihren Bildern. Sie träumt sich in die Welt der Farben, das Wasser gibt die Richtung an, sagt sie über ihre neuen Arbeiten.  Sie gibt sich hin, dem über das Papier und die Leinwände rinnenden Farbverlauf, spürt ihm nach und zieht ihre eigenen Kreise, Linien und Schlüsse daraus. In der Form oft an Pflanzen, Aufblühendes, sich Entfaltendes, Wellenkreise, Zellkerne erinnernd. Als Sinnbilder für eigenes Sein, für die Fülle an Sichtweisen und Ausdrucksmöglichkeiten, die sich ergeben, wenn man offen dafür ist.

„Ich setze den ersten Farbpunkt, meist in der Mitte des Bildes. Formen nehmen Gestalt an, Farben korresspondieren, das Leben auf dem Gemälde beginn zu fließen. Eigenwillig. Natürlich. Im Fluss. Und ich. Ich schaue, was passiert“, sagt Doreen Wolff über ihr Herangehen. Dem entsprechend auch der Ausstellungstitel: „Der Weg ist das Ziel“ der gezeigten Arbeiten im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais Dresden. „Mal folgt das Wasser einer geraden Linie, mal einer Zickzacklinie, mal stagniert es… genau wie im Leben. Dabei ist jeder Weg der Richtige, der gerade ebenso wie der verschlungene. Was manchmal wie ein Umweg aussieht, erhöht lediglich die Spannung, führt möglicherweise schneller oder leichter zum Ziel – wenn wir ein Ziel haben.“ Ob unser Leben nun einer Bestimmung folgt oder die Zielrichtung in jedem Augenblick unseres Daseins neu bestimmt werden kann, muss jeder für sich entscheiden, ergänzt sie.

Wasser unterliegt keinen Vorgaben, es fließt und erklärt alles, was ihm begegnet zum Teil des Weges und damit als Chance, uns selbst zu entwickeln, so ihre Beobachtung. So sucht sich auch der Farbstrom seine Chancen und Wege in den Bildern von Doreen Wolff. Das Wasser ist aber auch launisch und unberechenbar, wie das Glück im Leben. Die Arbeiten von Doreen Wolff beschreiben die Bewegung, in der wir uns alle, jeder auf seine Weise, befinden im Fluss des Lebens.

Mal zart, schemenhaft angedeutet, mal in leuchtend farbigen Linienschwüngen weitet diese meditative Malerei von Doreen Wolff den Blick auf das Draußen, lädt den Betrachter ein zum Träumen und Innehalten und öffnet manch verborgene, innere Tür.

Zu sehen sind die Bilder zusammen mit Plastiken von Doreen Wolff und vielgestaltigen, teils mythologischen Frauenfiguren ihres Lebensgefährten Thomas Reichstein in ihrer Ausstellung „Der Weg ist das Ziel“ im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais Dresden. Die Ausstellung ist noch bis 17. Oktober zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Mehr Infos unter http://www.kastenmeiers.de und http://www.thomas-reichstein.de


„Schlüssel zum Glück“, verlockender Bildtitel.