Advertisements

Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Theatralischer Start in die Gartensaison im Theater Junge Generation


Foto: (lv)

Fräulein Brehms Tierleben

Ein frühlingsbunter Theatertag für die ganze Familie.

Der kommende Familiensonntag (22. April, 10-14 Uhr) im tjg. theater junge generation im Kraftwerk Mitte steht ganz im Zeichen der beginnenden Gartensaison. Gemeinsam mit dem Umweltzentrum, dem riesa efau und der VG Verbrauchergemeinschaft wird vor dem Theater gemeinsam eine große Kisten-Sitzlandschaft bepflanzt, während im Foyer bunte Gartenbilder gedruckt, Wildpflanzen bestimmt, gesät und getauscht werden können und man erfahren kann, womit man sich aus dem eigenen Garten selbst verpflegen kann. Auf Einladung des Umweltzentrums ist um 11 Uhr auf der Kleinen Bühne ein Gastspiel von Fräulein Brehms Tierleben zu sehen: Die Inszenierung „Hymenoptera – Die wilden Bienen“ für Kinder ab acht weckt die Neugier auf diese wilden, bunten, kriminellen und ausgesprochenen fleißigen Gartenbewohner. Die Karten für diese Vorstellung sind am Tag selbst im Foyer zu erwerben.

Wie an allen Nachbarschaftstagen kann man auch an diesem Sonntag einen Blick hinter die Kulissen des Theaters werfen. Dazu bietet das tjg. Familienführungen für alle ab 6 Jahren jeweils um 11:00 Uhr und um 13:00 Uhr an. Die Führungen dauern ca. 60 Minuten.

Text: Norbert Seidel/TJG 

www.tjg-dresden.de

tjg. theater junge generation
Kinder- und Jugendtheater Dresden
~ theatre for children and young audiences
Kraftwerk Mitte 1
~ 01067 Dresden
Postanschrift
~ Postfach 12 00 20 ~ 01001 Dresden
Tickets und Info +49 351 3 20 42 777
~ tjg-dresden.de

Die nächsten Premieren:

Sa 21. Apr ~
Kleider machen Kaiser UA ~ Schauspiel ~ 6+
Fr 01. Jun ~
Die feuerrote Blume ~ spartenübergreifend ~ 6+ ~ eine Koproduktion mit dem Zoo Dresden
Sa 09. Jun ~
Drei miese, fiese Kerle ~ Puppentheater ~ 4+

Advertisements

BilderAlbum: Ausstellung „Fatima – Augenblicke in Dresden“ im Kulturrathaus

Alltags-Bilder aus einer neuen Welt

Eine Ausstellung im Kulturrathaus bringt in Zeichnungen und Geschichten von Kindern und Jugendlichen aus syrischen Flüchtlingsfamilien ihre Situation näher.

Kinder malen ihre Welt. Wovon sie träumen, was sie bedrückt, wie sie ihr neues Zuhause sehen und sich ihre Zukunft vorstellen. In den Bilderrahmen mit den farbenfrohen und fantasievollen Zeichnungen erzählen sie auch ihre berührenden Geschichten. Von ihrem Leben in Syrien, das eines Tages der Krieg jäh veränderte.
Ein paar wenige Andenken, wie Familien- und Schulfotos, Bilderbücher, ein silberner Löffel konnten sie aus ihrem alten Leben herüberretten. Zu sehen in einer Vitrine inmitten der Momentaufnahmen aus ihrem jetzigen Alltag.

Die ersten Bilder der Kinder und Jugendliche hingen auf einer Wäscheleine in einem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Dresden. Dort entstand auch die Idee zu diesem interkulturellen Projekt, das 2015 startete und vom Kulturamt der Stadt gefördert wird. „Das Erste, was wir hatten waren Papier und Stifte. So haben wir angefangen zu malen“, sagte Heike Jack, die Initiatorin zur Ausstellungseröffnung „Fatima – AugenBlicke in Dresden“ im Kulturrathaus, Königstraße 15. In der ersten Etage im Foyer sind nun die Ergebnisse des zweiten Malworkshops von Heike Jack und ihrer Agentur Kulturperlen in Zusammenarbeit mit der Galerie Holger John, wo im September 2015 die erste Ausstellung mit Bildern aus dem Flüchtlingscamp stattfand, zu sehen. Er hat begleitend zur Ausstellung auch ein Ausmalheft mit lustigen Stadtlandschaften zum Mitnehmen gezeichnet, die Kinder und Erwachsene auch gleich mit Farbe füllten zur Eröffnung. „Paradiesisch musizieren“ konnten sie zusammen mit Musiker Paul Hoorn (ehemals „Das Blaue Einhorn“).

Einige der Kinder und Familien aus Syrien begleitet Heike Jack bis heute. Fatima, das Mädchen, das der Ausstellung ihren Namen gab, ist mit ihrem Vater hierher gekommen. „Bis heute ist es nicht gelungen, ihre Mutter und drei Geschwister aus der Türkei nachzuholen aus verschiedenen Gründen, es fehlen noch Dokumente“, so Heike Jack. In Fotografien hat sie festgehalten, wie die am Mal-Projekt beteiligten Kinder und Jugendlichen sich in den letzten drei Jahren verändert haben. Zeit ist vergangen, die Fragen in den Augen der Kinder bleiben, zeigen die Aufnahmen. Sie wünscht sich, dass auch viele Schulklassen diese Ausstellung besuchen, sich Begegnungen und Austausch mit den syrischen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien und Dresdnern entwickeln.

Die Ausstellung „Fatima – AugenBlicke in Dresden“ ist noch bis 8. Juni zu sehen.

Geöffnet: Mo – Do 9 – 18 Uhr, Fr 8 – 16 Uhr

Text + Fotos (lv)


Holger John stellte seine Galerie in der Rähnitzgasse als Malatelier für
die Kinder zur Verfügung. Die Initiatorin des interkulturellen Projekts, Heike Jack (Inhaberin der Agentur Kulturperlen) begleitet einige syrische Familien bis heute.

Premiere „Die Troerinnen“ im projekttheater


Foto: LB

Wie Männer und Frauen Krieg führen

„Die Troerinnen“, Mission Accomplished von Jean Paul Sartre (ab 14) hat heute (20.4., 19.30 Uhr) Premiere im projekttheater Dresden. Weitere Aufführungen sind am 28.4., 19.30 Uhr und 6.5., 19 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen.

Zehn lange Jahre tobte der Trojanische Krieg. Durch die List des Odysseus ist die als uneinnehmbar geltende Stadt Troja zerstört und liegt in Schutt und Asche. Die überlebenden Frauen sind Gefangene und werden verlost. Als Sklavinnen für Haus, Hof und Bett werden sie von den Griechen in die Fremde verschleppt. Doch dabei belassen es die «Sieger» nicht – sie ermorden ein Kind, damit es in ungewisser Zukunft nicht zur Bedrohung werden kann.

Mit ihrer, nach «Salome», zweiten Inszenierung «Die Troerinnen – Mission accomplished» stellt Sandra Maria Huimann erneut einen antiken Stoff ins Zentrum. Der Einbezug journalistischer Kriegsberichte, investigativer Hintergrundberichterstattung und Dokumentationen über heutige Kriegsführung setzt die antike Geschichte in aktuellen Zusammenhang. So werden die Konflikte in «Die Troerinnen» noch einmal neu befragt, zugleich bekommt die universelle menschliche Frage nach der moralischen Verantwortung des Einzelnen in Extremsituationen eine neue Dimension.

Was für eine Rolle spielen Frauen in Kriegssituationen? Wie werden sie seit Menschheitsgedenken instrumentalisiert, benutzt und wann werden sie zu AkteurInnen? Inwiefern werden rituelle, archaische Verhaltensmuster sowie Clan- und Stammesstrukturen gerade im Krieg wieder sichtbar? Und welche Rolle spielen die heutigen Medien in der Reflektion von Kriegssituationen?

INSZENIERUNG:  Sandra Maria Huimann
Musikalische Leitung: Jörg Schittkowski; Sandra Maria Huimann
AUSSTATTUNG IRINA STEINER

Besetzung

HEKUBA – ANKE TEICKNER;  KASSANDRA – SOPHIE LÜPFERT; ANDROMACHE – JULIA RANI; HELENA-  SANDRA MARIA HUIMANN; EINE FRAU – TINE JOSH; MENELAOS – MICHAEL BERNDT-CANANÁ; TALTHYBIOS – MORITZ GABRIEL

Sandra Maria Huimann: Schauspiel und Regie

Die gebürtige Wienerin Sandra Maria Huimann übernimmt mit den „Troerinnen“ ihre 2. Regiearbeit an den Landesbühnen Sachsen. 2015 inszenierte sie „Salome-Ein ElectroDrama“ für das projekttheater dresden. Sie absolvierte das Konservatorium Wien ( Schauspiel) und schloss mit dem Bachelor ab. Seit der Spielzeit 2009 ist sie als Schauspielerin im Ensemble der LANDESBÜHNEN SACHSEN/ Dresden engagiert. Sie spielt hier Rollen wie Titania imShakespeares „Sommernachtstraum“,Buhlschafft im“Jedermann“,     Betty Dullfeed in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“; Esmeralda im „Glöckner von Notre Dame“ und Sophie in „Willkommen“.

Konzerttermine

​Sie ist die Frontfrau der Dresdner Band MACHINE DE BEAUVOIR

Text: Petra Grubitzsch/LB

Ausstellung „(Un)sichtbar“ von Designstudenten im Kulturkraftwerk Mitte


Designstudentinnen mit ihren Arbeiten zum Stück


Probenfoto aus „Kleider machen Kaiser“

Zwischen offensichtlich und unsichtbar

Die Designstudenden der FH Dresden zeigen ihre Kreationen zum Stück „Kleider machen Kaiser“ (Premiere: 21.4., 16 Uhr) im Foyer des Theaters Junge Generation im Kulturkraftwerk Mitte. Noch bis 25. April.

Weniger Schein, mehr Sein: Die Mode- und Grafikdesignstudenten des vierten Semesters der Fachhochschule Dresden – University of Applied Sciences (FHD) interpretieren in der Ausstellung „(UN)sichtbar“ das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Gestern fand die Vernissage im Foyer des Theaters Junge Generation (TJG) im Kraftwerk -Mitte statt. Passend dazu feiert dort das Schauspiel „Kleider machen Kaiser“ am Samstag, dem 21. April Premiere. Die Werke der Studenten dienen dabei als Rahmenprogramm zur TJG-Produktion. Die ungewöhnliche Ausstellung kann noch bis zum 25. April während der Öffnungszeiten des Theaters besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ werden dem Kaiser prächtige Zauberkleider mit dem Hinweis verkauft, dass sie nur von intelligenten Menschen gesehen werden können. Betrüger jubeln ihm aber einen leeren Kleiderbügel unter und aus Scham und Eitelkeit erwähnt er nicht, dass selbst er die Kleider nicht sehen kann und auch sein Volk gibt vor, die scheinbar schönen Stoffe wahrnehmen zu können. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind bei einer Parade offenkundig sagt, dass der Kaiser gerade nackt vor ihnen steht.

Die 15 Grafik- und Modedesignstudenten haben sich in den letzten zwei Semestern in den Fächern „Künstlerisches Projekt“ und „Experimentelles Projekt“ bei Prof. Martina Jess, Dekanin der Fakultät Design der Fachhochschule Dresden, mit dem berühmten Märchen auseinandergesetzt. „Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern“, sagte einst schon Heinrich Heine. Die Ausstellung „(UN)sichtbar“ übt Kritik am gesellschaftlichen Druck zur Perfektion und feiert die Einzigartigkeit der menschlichen Anomalien. Denn zwischen „offensichtlich“ und „unsichtbar“ entscheidet meist nur der Blickwinkel und ein Hauch Empathie.

In den Werken der angehenden Grafik- und Modedesigner treffen klassische Darstellungsmethoden auf moderne Materialien und Medien. „Inspiriert von den metaphorischen und psychologischen Aspekten haben die Studenten das Märchen neu interpretiert und in die Gegenwart übersetzt. Sie hinterfragen zum Beispiel das heutige Konsumverhalten“, erläutert Jess. Die Grafikdesignstudenten haben unter anderem eine plastische Eigeninterpretation des nackten Kaisers erschaffen, welche mit bedeckter Transparenz und einem Anzug aus Nacktheit neugierig macht. Die Modedesignstudenten entwickelten Kleider aus Holz und anderen interessanten Materialkombinationen. „Sogar ein Blog wurde von den Studenten eingerichtet, welcher die Menschen aufrief, ihre Makel zu fotografieren und einzuschicken“, verrät Jess.

Die Ausstellung findet als Zusammenarbeit mit dem Theater Junge Generation (TJG) statt. Dort feiert am Samstag, dem 21. April um 16 Uhr das Schauspiel „Kleider machen Kaiser“ unter der Regie von Susanne Zaun auf der Studiobühne Premiere. Die Ausstellung „(UN)sichtbar“ hat noch bis zum 25. April während der Öffnungszeiten des Theaters jeweils montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 16 bis 18.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Weitere Infos: http://www.fh-dresden.eu und http://www.tjg-dresden.de/home.html

Über die FHD:

Die Fachhochschule Dresden ist als staatlich anerkannte Hochschule eine moderne, internationale Einrichtung, die ihre Studierenden praxisnah fordert und fördert. Interessenten können aus dreizehn verschiedenen Bachelor-Studiengängen wählen. Dazu gehören die drei Designstudienrichtungen „Modedesign“, „Grafikdesign Screen/Printmedia“ und „Medieninformatik/Mediendesign“ sowie die fünf  Management-Studiengänge „Business Administration“, Logistikmanagement“, „Tourismus & Event Management“, „Pflege- & Gesundheitsmanagement“ und „Soziale Arbeit & Sozialmanagement“. Die Verknüpfung von Studium und Arbeit hat an der FHD einen besonderen Stellenwert. So können Berufstätige alle Management-Studiengänge auch berufsbegleitend studieren.

Text + Fotos: meeco Communication Services

Konzert mit dem Tango-Orchester von Juan José Mosalini im Kulturpalast

Mit Leidenschaft & Seele

Auf Einladung der Dresdner Philharmonie wird der argentinische Bandoneonist Juan José Mosalini, der als weltbester Tangomusiker gefeiert wird, mit seinem Orchester ein Feuerwerk der Klänge entfachen bei seinem Gastspiel am 22. April, um 20 Uhr im Kulturpalast Dresden.  

Juan José Mosalini und sein großes Tango-Orchester

Kritiker und Tango-Enthusiasten bezeichnen ihn als den weltbesten Tangomusiker, den man heute noch live erleben kann: Juan José Mosalini. Der argentinische Bandoneonist kann auf eine 50-jährige Karriere zurückblicken, in deren Verlauf er mit den bedeutendsten Orchestern und Solisten Argentiniens zusammen gespielt hat. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere setzte er seinen Herzenswunsch in die Tat um: eine Tango Großformation, wie sie in den 40er und 50er Jahren in Argentinien üblich war.

Weniger Nostalgie steht im Mittelpunkt, sondern das Auflebenlassen der Hoch-Zeit des Tangos. Mosalinis Tangoorchester – vier Bandoneons, vier Geigen, eine Bratsche, ein Kontrabass und ein Flügel – besticht durch messerscharfe Intonation, federnd elegante Phrasierung und ein mitreißendes Rhythmusgefühl.

Gran Orquesta de Tango
Juan José Mosalini | Bandoneón
Carmela Delgado, Jean-Baptiste Henry, Lysandre Donoso | Bandoneón
Sébastien Couranjou | Solo-Violine Cecile Bourcier, Juliette Wittenda, Anne Le Pape | Violine Nicolas Peyrat | Viola
Leonardo Teruggi | Kontrabass
Diego Aubia | Klavier

Text + Foto: Barbara Temnow/Kulturpalast

www.dresdnerphilharmonie.de

Ausstellung „Bestandsaufnahme“, Teil 2 im Kunstraum Dresden

„Kunst braucht Gunst!“

Arbeiten auf Papier aus dem Kunstbestand des Neuen Sächsischen Kunstvereins e.V. Zu sehen bis 9. Juni.

Die Ausstellung mit dem Titel „BESTANDSAUFNAHME, Teil 2“ – Arbeiten auf Papier aus dem Kunstbestand des Neuen Sächsischen Kunstvereins e.V.“, zeigt im Kunstraum Dresden, am Schützenplatz 1 zurzeit Arbeiten von 41 Künstlerinnen und Künstlern mit 45 Arbeiten: künstlerische Druckgrafiken, Mischtechniken auf Papier, Zeichnungen, Collagen und Fotografien.

Im Jahr 2000 ergab sich eine Satzungsänderung. Der Aufruf des Bundesverbandes Bildender Künstler und des Bundesverbandes Deutscher Galerien „Kunst braucht Gunst!“ wurde in die Tat umgesetzt und Künstlerinnen und Künstlern wurde es gestattet, den jährlichen Mitgliedsbeitrag, der heute 60€ beträgt, in Form von Kunstwerken abzugelten. Mit den Jahren entstand eine umfängliche Sammlung, die Zeichnungen, Gemälde, plastische Arbeiten, künstlerische Druckgrafiken und Künstlerplakate umfasst, ergänzt durch Schenkungen. Mit dieser Ausstellung wird ein kleiner Einblick in den Kunstbestand des Neuen Sächsischen Kunstvereins vermittelt. Zu sehen sind u.a. Arbeiten von Karl-Heinz Adler, Hubertus Giebe, Andrea Türke, Frank Voigt, Michael Vogler, Gudrun Trendafilov, Reinhard Springer und Dieter Krull. Der stilistische Bogen ist weit gefasst von der linearen Abstraktion bis zur expressiven Figuration. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit der Begegnung mit bekannten und weniger bekannten sächsischen Künstlerinnen und Künstlern.

Öffnungszeiten: Di – Fr 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

(geschlossen ganztägig: 1.5., 10.5., 24.5., ab 17 Uhr: 18.4., 25.4., 2.5., 8.5., 9.5.)

Weitere Termine innerhalb der Ausstellung

Montag I 16.04.2018 I 17:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung – um Anmeldung wird gebeten!
Freitag I 04.05.2018 I 19:00 Uhr

Gesprächsrunde „Kunstsammler im Gespräch“
Sonntag I 27.05.2018 I 11:00 Uhr

Gesprächsrunde „Kunstorte im ländlichen Raum – eine Begegnung“

Änderungen und Erweiterungen des Rahmenprogrammes der Ausstellung vorbehalten.

Neuer Sächsischer Kunstverein e.V.

In Tradition des Sächsischen Kunstvereins von 1828 – im April 1990 neu gegründet –

Text: NSKV

Schützengasse 16 – 18
01067 Dresden
Tel.: 0351 – 4943383
www.saechsischer-kunstverein.de

Premiere „Wie dressiere ich meinen Mann“, Teil 2 im Boulevardtheater


Foto: Boulevardtheater

Humorvolle Tipps im Beziehungsdschungel

Ein witzig-ungenierter Abend für Frauen und Männer mit Kati Grasse und Robert Jentzsch nach dem Bestseller von Katja Kessler im Boulevardtheater Dresden.

Mit Ring oder ohne, hart oder weich, treu wie ein Rauhaardackel, wild-verwegen, mopsig oder muskelbepackt. Keiner kommt ungeschoren davon in “Wie dressiere ich meinen Mann“. Teil 2 des humorvollen Beziehungsprogramms mit Kati Grasse und Robert Jentzsch hatte jetzt Premiere im Boulevardtheater.

In einem Käfig auf der Bühne im kleinen Saal zwitschert ein Vogel, dem sie Medizin gibt, ein Placebo gegen Männerschnupfen. Doch wie soll Frau ihren Mann am besten, artgerecht halten? In Käfig-, Boden- oder doch lieber Freilandhaltung? Davon erzählt witzig, offen und ungeniert dieser Abend für Frauen und Männer nach dem Bestseller von Katja Kessler, „An dem Tag, an dem ich beschloss, meinen Mann zu dressieren.“ Die Schauspielerin und Sängerin Kati Grasse gibt singend und spielend lustvoll, launig, lässig und mitfühlend reichlich Tipps zur Männerdressur, zu Liebe, Sex, Aufzucht und erläutert sie sogleich am lebenden Objekt – ihrem Pianisten Robert Jentzsch.

Der abwechselnd im Käfig mit Kopfhörern sitzt und herumwerkelt, ab und zu ein Wort wie „Nein“! oder „Genau!“ ruft, ihr ungewollt Recht gebend, und heraus gelassen vor gestreiftem Hintergrund am Piano mit gefühlreicher Begleitung glänzt und mal ruhig-gelassen und mit trockenem Humor konternd zeigt, dass ihm all das nicht einerlei ist. Begonnen beim alles andere als nur romantischen Liebesleben von Schwänen, Schwalben und Pinguinen, reden sie genauso Tacheles über Ehe, Treue, Eifersucht, Seitensprünge, erotische Fantasien, sein bestes Stück, Gehen oder Bleiben. Untermauert durch Statistik, laut der gerade mal 52 Prozent aus Liebe heiraten, 27 Prozent um sich fortzupflanzen, neun Prozent aus religiösen und der Rest aus steuerlichen Gründen.

Mit viel Herz, Komik und Power durchlebt und besingt Kati Grasse mit warmer intensiver Stimme, mal stark und verletzlich die Höhen und Tiefen der Zweisamkeit. Mal isst sie genüsslich eine Banane zum Lied „Dschungel der Begierde“, dient ein Ei als Rassel in einer wortspielerischen „Ode an die Fruchtbarkeit“. Dem übermütigen, frisch verliebt mit dem Wind reiten folgt das leise Lied „Bitte geh nicht fort“, das einst Marlene Dietrich sang. Dem herrlich ironischen Song „Ab morgen sind wir tolerant“ von Georg Kreisler ein Duett mit ihrem Pianisten, auch eine Art Glückscredo: „Wir sagten nie ein Leben lang, nur bis irgendwann…“. Hand aufs Herz: Die Zuschauerinnen dürfen eine „Männerschwackeliste“, eine Checkliste mit 20 Fragen ausfüllen, um zu sehen wo sie gerade in puncto Liebesglück stehen. Viel Beifall für einen gewitzt-beziehungsreichen Theaterabend.

Text (lv)

Nächste Vorstellungen: 28.4. und 18.5.

„Anarchie im Weltraum“ – Science Fiction-Lesung in der Veränderbar

Die große weise Dame der amerikanischen Science Fiction, Ursula K. LeGuin, entwurfsstarke Visionärin komplexer Welten und alternativer gesellschaftlicher Modelle ist, in hohem Alter stehend und bis zum letzten Tage aktiv, am Anfang diesen Jahres in ein neues Energielevel übergetreten.
Ihre richtungsweisenden Werke aber bleiben und die nächste Folge von „AUFGESCHLAGEN – das Dresdner Forum zum Buch“ widmet sich vollumfänglich ihr und drei im mehrfachen Sinne ausgezeichneten Klassikern. Alle Interessenten sind hierzu herzlichst eingeladen.AUFGESCHLAGEN – das Dresdner Forum zum Buch
17.4.2018,  20.00 Uhr

Veränderbar, Görlitzer Straße 42, Hinterhaus

Die Welt der Ursula K. LeGuin

In dieser Ausgabe von Aufgeschlagen ehren wir die große amerikanische Autorin, die im Januar diesen Jahres starb und vor allem mit dem Hainish-Zyklus ein Werk hinterlässt, dessen Bedeutung hier in Deutschland noch immer verkannt wird. Ihr Verdienst besteht vor allem darin, das Genre Science Fiction konsequent als Laboratorium menschlichen Seins und Zusammenlebens zu nutzen, und damit Themen wie Feminismus, Ökologie oder Anarchie spielerisch der Prüfung in einer spekulativen Welt zu unterziehen.

Unsere Rezensenten Kristin Anacker, Eric Piltz und Jörg Stübing stellen die 3 zentralen Romane des Hainish-Zyklus vor: „Die linke Hand der Dunkelheit“, „Das Wort für Welt ist Wald“ und „Freie Geister“.

Die Veranstaltung wird wie immer freundlich moderiert von Anja Stephan. Eintritt frei!

Eine Veranstaltung des artderkultur.e.V in Kooperation mit Büchers Best.

Wir freuen uns auf ein volles Haus. Scotty, Energie !

www.facebook.com/events/368650293655471/

Eröffnung der Ausstellung „Fatima – Augenblicke in Dresden“


Fotos: Heike Jack

Interkulturelles Kunstprojekt und Ausstellung

Die Ausstellungseröffnung mit Musik ist am 11. April, um 16 Uhr im Kulturrathaus auf der Königstraße 15.

Zur Vernissage musizieren die Kinder gemeinsam mit dem Dresdner Musiker Paul Hoorn, den sie schon in ihren ersten Dresdner Tagen im Camp kennen gelernt haben. Es erklingen internationale Kinderlieder.

Fatima, viele andere Kinder und deren Familien haben in Dresden ihre neue Heimat gefunden. Auf Fotos sehen wir, wie sie sich in den letzten drei Jahren verändert haben. In ihren Zeichnungen zeigen die Kinder ihren ganz eigenen Blick auf ihre besondere Geschichte und ihr neues Zuhause. Die Ausstellung ist die Fortsetzung der im September 2015 in der Galerie Holger John gezeigten Impressionen aus dem Flüchtlingscamp. Zeit ist vergangen, die Fragen in den Augen der Kinder bleiben. Die Ausstellung erzählt die Geschichten der Kinder und ihrer Familien. Wo kommen sie her und wie war ihr Weg? Wie leben sie heute? Sie erzählt von großem Leid, aber auch von Hoffnung, Glück und Dankbarkeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft mit Zeichnungen des Dresdner Künstlers Holger John, die (ausnahmsweise) farbig ausgemalt werden dürfen.

Bis Anfang Juni sind alle Dresdner, Gäste der Stadt und natürlich Kinder mit ihren Schulklassen eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und über die Geschichten zu sprechen. So sollen Freundschaften gefestigt sowie Verständnis und Empathie füreinander verstärkt werden.

Ausstellung geöffnet vom 11. April bis 8. Juni 2018
Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 8-16 Uhr

Idee, Konzeption & Ausführung Heike Jack (Kontakt jack@kulturperlen-agentur.de) in Zusammenarbeit mit der Galerie Holger John

Zschoner Mühle: Noch mehr Kultur im Mühlentheater


Fotos: Peter Skaba

Natur & Theatergenuss

Peter Röttig alias Skaba ist seit kurzem Bewohner der Zschoner Mühle. Er möchte mit Unterstützung des Müllerpaares die Kleinkunstbühne der Mühle im Zschonergrund 2 wieder mehr ins Dresdner Bewusstsein rücken. Dazu soll das Angebot des „Theaterchens“ erweitert werden. Im Mühlentheater mit ca. 80 Plätzen öffnet sich ab sofort der Vorhang für Theater, Kabarett, Lesungen, Lieder und Geschichten aus nah und fern. Zum Lauschen und Innehalten ist die Spielstätte mit urigem Flair, auf dem Gelände der einzigen noch erhaltenen Wassermühle in Dresden, abseits vom Großstadtrubel auch bestens geeignet. Natur- und Kulturgenuss pur können Besucher hier erleben, vor der Vorstellung durch den romantischen Zschonergrund spazieren und sich im Mühlenrestaurant stärken. Das Restaurant bietet bis 18.30 Uhr Essen an und nach der Vorstellung gibt es noch Gelegenheit für Wein und nette Gespräche.

Text (lv)

www.peterskaba.de

http://www.zschoner-muehle.de

14.4., 19 Uhr im Mühlentheater:

„Die Zeit verlangt`s“ … ist der Name des Best of – Programms der wundervollen Dame des politischen Kabaretts des Ostens. Klar, pointiert, äußerst unterhaltend und (selbstverständlich) professionell zeigt Gisela Oechelhäuser die Facetten unseres Lebens nach diversen Umbrüchen in Biographien und Regionen.

27.4., 19 Uhr im Mühlentheater:

Erotische Märchen und Geschichten
„Kapriolen der Liebe“ mit der preisgekrönten Erzählerin Kerstin Otto

Warum die Liebe blind ist. Wie man die richtige Frau findet und dem einen Mann begegnet. Oder warum alles so ist wie es ist. „Kerstin Otto verzaubert ihr Publikum durch lebendige und warmherzige Erzählkunst. Sie versteht es, ihre Zuhörer in wundervolle Welten zu entführen. Balsam in dieser hektischen Zeit!“

Karten online buchen unter http://www.theater-muehle.de
Tel.: (0351) – 4210 257, Abendkasse