Advertisements

Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Familiengeschichte: Wo liegen unsere Wurzeln?

Die eigene Familie erforschen

Die Gründe sind vielfältig: Ein altes Foto, ein seltener Name oder ungeklärte Schicksale. Das Stadtarchiv Dresden hilft bei der Reise in die Familienvergangenheit.

Manchmal beginnt die Suche mit einem alten Familienfoto, Briefen aus dem Nachlass oder einem Buch mit Widmung. Fremde Namen, Orte und Gesichter tauchen auf, verbunden mit Erinnerungen der Großeltern und ungelösten Fragen. Über meinen Großvater – Rudolf Vostry, 1913 in Rakonitz/Rakonicy im Saazer Land als Sudetendeutscher geboren – und seine Familie weiß ich fast nichts.

Es gibt noch einige alte Zeichnungen, Architekturbücher und eine Geige von ihm. Er besuchte die Geigenklasse am damaligen Konservatorium in Dresden, arbeitete als Stukkateur und später bei der Reichsbahn. Meine Omi muss ihn sehr geliebt haben, denn sie heiratete nie wieder, als ihr Mann Rudi im Frühsommer 1945 nicht aus dem Krieg zurückkam. Sein Schicksal ist bis heute ungeklärt und ebenso, ob es noch lebende Familienangehörige des Großvaters gibt. Ähnlich ergeht es vielen Menschen, die gern mehr über ihre Familiengeschichte erfahren möchten.

Wie Hobbyforscher dabei fündig werden bei der Familien- und Ahnenforschung, darüber sprachen wir mit Gisela Hoppe, Sachgebietsleiterin im Stadtarchiv Dresden.

Woher kommt das große Interesse an Familienforschung?

Die Dresdner sind schon immer sehr geschichtsinteressiert. In den letzten Jahren hat das Interesse an der Familienforschung insgesamt sehr zugenommen. Die Anlässe und Gründe sind vielfältig. Begonnen beim berühmten Dachbodenfund, wenn bei der Haushaltsauflösung die Enkel Fotoalben, alte Briefe, Poesiealben, Dokumente finden und mehr wissen wollen über die verstorbenen Familienangehörigen. Oft kommt es zu Anfragen in Nachlass- und Erbschaftsangelegenheiten, wenn plötzlich weitere Familienangehörige erscheinen oder manche Ältere nichts über den Verbleib von Verwandten wissen, weil die Familien durch den Krieg auseinander gerissen wurden in alle Welt verstreut.

In vielen Familien gibt es noch Unaufgearbeitetes, Verdrängtes oder Vergessenes, spricht man nicht über bestimmte Themen aus der Vergangenheit, was im Krieg passierte, wie die Großeltern sich verhielten und was sie taten. Die Kinder und Enkel trauen sich nicht oder erst kurz vor dem Tod, sie zu fragen oder erhalten keine Antwort und manche Fragen lassen sich auch nicht endgültig beantworten. Wenn die Hinterbliebenen dann im Nachlass Dokumente finden, beginnen sie nachzuforschen. Auch nach Fernsehsendungen über Familienforschung erleben wir ein deutlich steigendes Interesse.

Wer wird bei Ihnen fündig?

Zu uns kommen Leute im Alter von Anfang 20 bis über 80 Jährige. Sie alle bewegt die spannende Frage: Wo kommen wir her? Wo liegen unsere Wurzeln? Die gesuchten Personen sollten aus Dresden oder den Vororten kommen. Manche wollen auch wissen, wo ihr Familienname herkommt. Dazu kann man in der Zentralstelle für Genealogie in Leipzig nachforschen. Unser Stadtarchiv nutzen auch Großeltern, die ein Familienalbum/Ahnentafel mit Beschriftungen für ihre Kinder und Enkel zusammenstellen wollen. Es kam auch schon eine Oma mit Enkel, der den PC für sie eingerichtet hat.

Was sind die nächsten Schritte bei der Suche?

Zuerst einmal alle Daten zusammentragen, die man selbst weiß zur Person wie der Familienname (wichtig bei Ehefrauen außerdem der Mädchenname), Geburtsdatum und –ort und letzten Wohnort. In Kirchenbüchern findet sich hierzu vieles. Die Adressbücher von 1702 vis 1943 stehen online und viele durchforsten sie schon zuhause. In denen kommen Frauen allerdings nur vor, wenn sie Hauseigentümerinnen waren oder ein eigenes Gewerbe hatten.
Man kann vorab auch Unterlagen durchsehen wie Gesellen- und Meisterbriefe vom Großvater oder alte Schulzeugnisse. Je mehr konkrete Angaben, umso besser.

110 Jahre bleiben die Geburtsregister, 80 Jahre die Eheschließungen und 30 Jahre die Sterbefälle im Standesamt aufbewahrt. Danach kommen diese Unterlagen in die zuständigen Archive und damit ist eine breitere Forschung möglich, was wir auch an der zunehmenden Familiengeschichtsforschung merken.

Wie hilft dabei das Stadtarchiv?

Viele haben keine Vorstellung, was Familienforschung eigentlich bedeutet und wie viel Arbeit damit verbunden ist. Sie schicken per Handy Fragen und wollen z.B. die Geburtsurkunde von Familienangehörigen oder andere Informationen zugeschickt bekommen, ohne nähere Angaben zu machen, Wohnanschrift und Telefonnummer für Rückfragen zu hinterlassen.  Wir erhalten auch teils so rührend naive Anfragen wie: ,Unsere Tante wohnte in einem großen Haus in Dresden und war mit einem Arzt verheiratet.` Oder ,meine Mutter war in Dresden in Stellung.`

Wir brauchen den korrekten Namen, keine Kosenamen und die Lebensdaten möglichst von beiden Eltern, da früher formell alles über die männliche Linie ging. Wichtige Quellen sind auch Mitteilungen der einstigen Höheren Schulen und Kirchgemeinden, außerdem Taufscheine, Testamente, Mitgliedslisten alter Vereine, Beamtenbücher oder Theatertagebücher. Bei uns kann man die Filme der Bürger- und Gewerbeakten von 1830 – 1900 einsehen. Im Lesesaal kann man die digitalisierten Unterlagen selbst am Computer recherchieren und ausdrucken. Dort sind auch Mitteilungen zu Beerdigungen, Taufen und Trauungen aus den Hauptkirchen in Dresden bis 1875 verzeichnet.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Familiengeschichtsforschung ist ein schönes, aber auch zeitaufwendiges Hobby. Es braucht Geduld und kostet auch einiges. Mein Rat: Nie zuviel auf einmal suchen, sondern systematisch vorgehen, die Suchperson und wann sie lebte eingrenzen. Manche Suchende kommen nur einmal, andere mehrmals oder arbeiten über Monate im Stadtarchiv, je nachdem wie tief man einsteigt. Manche Familienforscher von auswärts nehmen sich dafür Urlaub und gehen sogar auf Archivreise zwischen Dresden und Leipzig. Schön sind auch die Reaktionen. Die Leute bedanken und freuen sich, wenn sie etwas finden. Dann kommt meist ein Anruf oder Brief mit der nächsten Frage.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit?

Mir begegnet ein ungeheuer spannendes Zeitkolorit an Wirtschafts-, Familien- und Alltagsgeschichte. Ich erfahre, was die Menschen damals beschäftigte.
Das ist schon sehr interessant.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview + Fotos (lv)

Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Str. 1, 01099 Dresden,
Tel. (0351) 488 15 15

www.dresden.de/stadtarchiv

Geöffnet: außer Mo., Di. 9 – 18 Uhr, Mi. 9 – 16 Uhr, Do. 9 – 18 Uhr (Lesesaal offen
9 -16 Uhr), Fr. 9 – 12 Uhr

Kosten für Mithilfe bei der Recherche im Stadtarchiv: eine halbe Stunde kost 24 Euro, eine Stunde 48 Euro. Selbstständige Recherche am PC pro Tag: 10 Euro

Der Dresdner Verein für Genealogie e.V. (Familiengeschichtsforschung) lädt Interessierte ein zum 69. Deutschen Genealogentag 2017 unter dem Motto „Europa in unseren Wurzeln. Sachsen und seine Nachbarn“ vom 22. bis 25. September im World Trade Center Dresden.

 

Advertisements

Kongress der Ahnenforscher in Dresden

Im World Trade Center auf Ahnenforschung gehen

Mit dem Deutschen Genealogentag findet ab Freitag das größte Ahnenforschertreffen im deutschsprachigen Raum statt – Besucher können sich gratis über Ahnen informieren.

Nach Kassel, Gotha und Bregenz in Österreich findet der Deutsche Genealogentag nun in Dresden statt: Mit 750 Teilnehmern aus zwölf Ländern ist die Veranstaltung vom 22. bis 24. September im World Trade Center Dresden das größte Treffen von Ahnenforschern im deutschsprachigem Raum. Dabei gibt es im Hotel Elbflorenz nicht nur Fachvorträge und Workshops für Fortgeschrittene (Restkarten an der Tageskasse ab zehn Euro), sondern auch ein Gratis-Einsteiger-Programm im Conference-Center des WTC sowie im Atrium eine spannende, ebenfalls kostenfreie Ausstellung zum Thema Familienforschung. Hier können Besucher auch Fragen zu ihrer eigenen Geschichte stellen.

Genealogie ist die Familiengeschichts- bzw. Ahnenforschung. Der Deutsche Genealogentag ist der Kongress für Ahnen- und Familienforscher im deutschsprachigen Raum. Der Veranstalter ist die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV). Der Kongres findet jährlich an wechselnden Orten statt und richtet sich an Anfänger, Fortgeschrittene und Profis, die zu ihrer Familiengeschichte forschen. In Deutschland gibt es über 100 genealogische Vereine, manche haben weit über tausend Mitglieder. Jedes Jahr bewirbt sich einer der Vereine um die Ausrichtung des Deutschen Genealogentages.

„Es ist uns daher eine besondere Ehre, dass wir als relativ kleiner Verein mit derzeit nur rund 60 Mitgliedern in diesem Jahr den Tag ausrichten dürfen. Das WTC bietet uns mit seiner modernen Ausstattung, hervorragenden Tagungsmöglichkeiten und internationaler Ausrichtung dabei den passenden Rahmen, zumal Teilnehmer aus zwölf Ländern kommen, unter anderem aus den USA, Frankre ich, Israel und Schweden“, berichtet Andreas Löser, stellvertretender Vereinsvorsitzender des Dresdner Vereins für Genealogie e.V. (DVG).

„Ahnenforschung ist ein hochinteressantes Themenfeld und wir freuen uns sehr, dass wir das Thema nun einmal bei uns hier im WTC Dresden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, so Jürgen Rees, Centermanager des World Trade Centers Dresden von der RECO Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH, welche die Eigentümer des WTC Dresden vertritt.

Der Deutsche Genealogentag hat in Dresden zwei Bestandteile: Direkt im Atrium des WTC findet am Freitag von 16 bis 18 Uhr, am Samstag von 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 16 Uhr eine kostenlose Ausstellung zum Thema Familienforschung statt. „Dabei stellen zahlreiche Vereine ihre Forschungsergebnisse und verschiedene Organisationen ihre Möglichkeiten zur Ahnenforschung nicht nur in Form einer Ausstellung vor. Die Mitglieder betreuen die Stände auch persönlich und stehen so für Fragen rund um das Thema Ahnenforschung zur Verfügung“, so Löser. Insbesondere der Sonntag eignet sich für Familien: „Wir machen zum ‚Tag der Familie’ alles ein bisschen kindgerechter. Zudem haben wir ein Kinderprogramm geplant“, erläutert der Familienforscher.

Der zweite Bestandteil des Kongresses ist das Vortragsprogramm. Am Samstag und Sonntag findet ein kostenfreies Einsteiger-Programm statt (Samstag von 9 bis 17.30 Uhr, Sonntag von 9 bis 15.00 Uhr im Conference-Center des WTC direkt in der Ausstellung). „Die Kapazität ist hierbei auf 80 Plätze begrenzt, pünktliches Erscheinen sichert also die Teilnahme“, so Andreas Löser. Spannend sind zum Beispiel die Vortäge zum Thema Ahnenforschung mit Hilfe von DNA-Tests (Samstag 14.30, Sonntag 9.30, 14 und 15 Uhr).

Ambitionierte Familienforscher können auch noch Restkarten an der Tageskasse für das Hauptvortragsprogramm in den Tagungsräumen im Hotel Elbflorenz kaufen (Samstag 9 bis 17.30 Uhr, Tageskarte 15 Euro, Sonntag 9 bis 13 Uhr, Tageskarte 10 Euro). Einige Vorträge sind allerdings bereits komplett ausgebucht. Spannend sind beispielsweise der Vortrag „Dresden – Migration in einer Kulturstadt“ von Dr. Justus H. Ulbricht, der den Zuzug von „Fremden“ in vergangenen Epochen in Dresden beleuchtet.

Das komplette Programm gibt es unter http://www.genealogentag.de.

Weitere Informationen: http://www.wtc-dresden.de

 

Text: meeco Communication Services GmbH – Think. Create. Impress. I Moritzburger Weg 67 | D-01109 Dresden | Tel: +49 351 79597900 | Fax: +49 351 79597969 | E-Mail: communication@meeco.net | Web: www.communication.meeco.net

Ostrale für Farbkleckse und Altmeister – Familienwochenende

Familienwochenende auf der OSTRALE Biennale am 23. und 24. September mit Führungen und künstlerischen Mitmachaktionen.

Die OSTRALE Biennale 2O17 ist nur noch bis zum ersten Oktober geöffnet. Am 23. und 24. September findet ein Familienwochenende statt. Bei speziell für Kinder und Jugendliche gestalteten Führungen werden die Kunstwerke nicht nur durch Erklärungen näher gebracht. Die jungen Besucher sind auch eingeladen, die Werke in eigenen Zeichnungen zu interpretieren. Ein Rahmenprogramm in der Publikumswerkstatt gibt ihnen außerdem die Möglichkeit, neue Materialien auszuprobieren und eigene kreative Ideen zu verwirklichen.

Neben dem Familienprogramm werden mit Unterstützung durch die Aktion Mensch gemeinsame Führungen für Sehende und Blinde angeboten, bei denen die Besucher unter anderem mit der AllSense App durch die Ausstellung gehen und eine neue Art, Kunst zu erfahren, vermittelt bekommen.
Die „Taschenlampenführung“ mit Dolmetschern für Gehörlose und Hörende ermöglicht es Besuchern ebenfalls, die Ausstellung aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen, wie Derevo-Tanzperformances (jeden Freitag um 18.00 Uhr), die Führungen der „Kunstvermittler“ (jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr), eine spezielle Führung für Blinde und Sehbehinderte (21.09.2017, 16:00 Uhr) und die Kuratorenführung mit Künstlergespräch (Sonntag, 17.09.2017, 11:00 – 12:30 Uhr), bieten besondere Anlässe zum Besuch der OSTRALE Biennale.

„OSTRALE für Farbkleckse und Altmeister“- Familienwochenende

Familien Ticket: 30 € / ermäßigt 25 €

Erwachsene 15 € / ermäßigt 10 €

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.
Sonderpreis für Friedrichstädter und Sozialbenachteiligte 5 €

Weitere Veranstaltungen

Täglich:

Die OSTRALE vermittelt Kunst auf spielerische Weise, lässt sich auch als „Kunst-Parcours der besonderen ART“ bezeichnen. Sie wird im Rahmen des Kunstunterrichtes auch in diesem Jahr wieder von mehreren Hundert Schulklassen besucht (Vorjahr: 465). Auch für die Kinder, die die OSTRALE mit ihren Eltern besuchen, gibt es täglich ein eigenes Angebot im „Kreativraum – Atelier der Dinge / Publikumswerkstatt“. Hier können die Kinder ihrer Fantasie selbst freien Lauf lassen und eigene Kunstwerke schaffen.

Jeden Freitag um 18:00 Uhr:

Derevo Tanzperformance „Try walking in my shoes“  – Sprache des Körpers

Besonders für Taubstumme geeignet!

DEREVO präsentieren ihr Tanzstück „Try walking in my shoes“ am Tor 7 auf der OSTRALE Biennale. Durch die Sprache des Körpers werden die Sinne geschärft. Die Tänzerin Alena (DEREVO) erkundet außerdem mit täglichen Improvisationen das Gelände der Biennale.

Mehr zu Inhalt, Programm und Kooperationspartnern der OSTRALE unter www.OSTRALE.de.

Jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr

Führungen durch die Ausstellung (5 Euro p.P.)

In der letzten OSTRALE Woche 25.09. – 01.10. finden nochmals Führungen auf Französisch, Russisch und Englisch statt.

Die Gruppen sind auf max. 20 Personen begrenzt.

Anmeldung unter post@ostrale.de zum Sonderpreis von 15 Euro, 10 Euro ermäßigt

Donnerstag, 21.09.2017, 16:00 Uhr:

Für alle Sinne – Sehen im Dunkeln

Kunstvermittlung für Sehende und Sehbeeinträchtigte, Austausch und Horizonterweiterung durch gemeinsame Führungen für Sehbeeinträchtigte und Sehende.

Die 11. „OSTRALE internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste“ bietet dieses Jahr allen Besuchern zum ersten Mal die Möglichkeit, die Biennale mit dem Audio Guide „AllSense“, einer App für iOS- und Androidgeräte, zu erkunden. Die App wurde mit Unterstützung der Aktion Mensch entwickelt.

Der im App Store und bei Google Play erhältliche digitale Rundgang macht 25 Kunstwerke erlebbar und ermöglicht es Blinden, Sehenden und allen, die über das Visuelle hinaus ihre Wahrnehmung schärfen wollen, Kunst mit ihrem eigenen Smartphone zu ergründen. An der Kasse sind ebenfalls kostenlos mobile Geräte erhältlich. Weitere Informationen zu AllSense finden Sie auf http://www.ostrale.de/ sowie in Play Store und App Store.

Öffnungszeiten

Montag geschlossen, Dienstag bis Donnerstag 10 Uhr – 19 Uhr,
Freitag bis Sonntag 11 Uhr – 20 Uhr

1 Stunde vor Schließung ist Kassenschluss

Eintrittspreise

€ 15 Normalpreis / € 10 ermäßigt

€ 30 Familien Ticket / € 25 Familien Ticket, ermäßigt

€ 10 Gruppe, 10+ Personen, Normalpreis

€ 5 Führung pro Person

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.

Führungen

Samstag und Sonntag, 15 Uhr

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Linie 10 bis „Messe Dresden“

Auto: Dresden, Zur Messe 9, Parkplatz P2 (Messering 8)

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste

OSTRALE / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de,

www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

Text: blaurock markenkommunikation

Fotos (lv)

 

Kinder- und Jugendtheaterfestival Wildwechsel im Kulturkraftwerk Mitte zu Gast

Ostdeutschlands größtes Kinder- und Jugendtheaterfestival WILDWECHSEL ist vom 21.-24. September am tjg. theater junge generation Dresden im Kutlurkraftwerk Mitte zu erleben. 

Vom 21. bis 24. September 2017 wird das seit einigen Monaten im Dresdner Kraftwerk Mitte beheimatete tjg. theater junge generation Gastgeber für das ostdeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival WILDWECHSEL sein. Bei der mittlerweile dritten Ausgabe des Festivals, nach Stationen in Nordhausen und Weimar, sind inhaltlich und ästhetisch bemerkenswerte Produktionen des professionellen Kinder- und Jugendtheaters aus dem Osten zu sehen: Von einer Fachjury wurden aus knapp 40 Inszenierungen von 28 Theatern aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sieben ausgewählt. Eine Kinder-, eine Jugend- und eine Fachjury vergeben am Ende des Festivals jeweils einen WILDWECHSEL-Preis.

Das Festival ist Publikumsfestival und gleichzeitig eine Plattform für die künstlerische Weiterbildung der AkteurInnen der Kinder- und Jugendtheaterszene. Neben dem Besuch und Auseinandersetzung über die gezeigten Inszenierungen bietet das Festival Workshops und Weiterbildungen für PädagogInnen und KünstlerInnen. Spezielle Austauschformate für eine künstlerische Rezeption und werden erprobt. Jugendliche aus der Region präsentieren ihre „Zukunftswerkstatt“. Eine neue Generation aus Schauspiel, Regie, Dramaturgie und Szenischem Schreiben hat die Möglichkeit einen eigenen Zugang zum Kinder- und Jugendtheater und in die Szene zu finden. Kunstschaffende aus der regionalen freien Theaterszene stellen sich mit einer vom Festival ausgeschriebenen Neuproduktion für Kinder vor. Begegnungen von KünstlerInnen und Publikum finden in Inszenierungsgesprächen sowie beim WILDWECHSEL-BürgerInnen-Picknick statt. 
Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, ist die Schirmherrin von WILDWECHSEL 2017.

Das tjg. theater junge generation ist das zweitälteste und eines der größten Kinder- und Jugendtheater der Bundesrepublik und im Dezember 2016 im Zentrum Dresdens im ehemaligen Kraftwerk Mitte neu eröffnet worden.

Gefördert wird WILDWECHSEL durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Landesverbände Sachsen, Ost, Thüringen und Berlin des Deutschen Bühnenvereins, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden sowie die ASSITEJ. 

Text: Norbert Seidel/TJG 

tjg. theater junge generation 
Kinder- und Jugendtheater Dresden
 ~ theatre for children and young audiences 
Kraftwerk Mitte 1
 ~ 01067 Dresden 
Postanschrift
 ~ Postfach 12 00 20 ~ 01001 Dresden 
Tickets und Info +49 351 3 20 42 777
 ~ tjg-dresden.de

Premieren/Extras Sep/Okt 2017 
Sa 16. Sep ~
 Laura war hier ~ Schauspiel ~ 6+ 
Do 21. – So 24. Sep ~ 
Wildwechsel 2017 ~ Kinder- und Jugendtheaterfestival im Osten Deutschlands
Sa 14. Okt  ~ 
Der Gewitterbahnhofsstrand UA ~ Schauspiel ~ 6+

„Unverschämt“ – Steffen Fischer stellt in der Galerie Kunst & Eros aus

Unverschämte Blicke auf Rollenspiele zwischen Männern und Frauen

Pralle, sinnenfrohe Weiblichkeit lockt in kräftig lodernden Farben. Paare verführen sich himmlisch und animalisch im fesselnden Spiel von Lust, Macht und Gegensätzen der Geschlechter. Kein Tabu kennt dabei die Ausstellung „Unverschämt“ mit Malerei und Zeichnungen von Steffen Fischer, die am Freitag abend in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden eröffnete (noch bis 18. November zu sehen).

Das Lustprinzip der freien Bewegung und der freie Ausdruck von Körperlichkeit und Nacktheit interessieren den für seine expressive Bildsprache bekannten Künstler vor allem. Die Ausstellung versammelt neuere Arbeiten von 2009 bis `017. Im wild ekstasischen Tanz der Linien und Farben, witzig bis sarkastisch und lustvoll-provokant betrachtet Fischer tradierte Rollenbilder zwischen Männern und Frauen und hebt diese samt ihren Grenzen auf. Er zeigt in seinen oft mythologisch-vieldeutigen Bildern den soldatischen Mann, der an der langen Leine der Götter marschiert und nimmt das Patriarchat, das „Paradies der Väter“ ironisch auf die Schippe und stellt dem die weibliche Schöpferkraft entgegen. Berge sind für ihn wie Brüste, sagt Steffen Fischer.

So hockt der Künstler im Titelbild zur Ausstellung – in einem Selbstbildnis als Junge –  mit schelmischem Erkunderblick oberhalb eines riesigen Frauenkörpers, eine Art Urmutter zwischen ihren Brusthügeln. Sie schwingt ein Seil, das halb Perlenkette und halb Stacheldraht zugleich auf das zweischneidige Mann-Frau-Verhältnis anspielt. Bei ihm wechseln beide als Eroberer, Verführte und Liebende. Da fliegen mal die Federn bei Leda im Liebesrausch und kapituliert Zeus als verzauberter Schwan, da sie eine Waffe zückt. Da sieht man burlesque sich entblätternde Damen, eine entlaufene Nonne und eine Frau beim leidenschaftlichen Tanz mit einem Stiermann.

Und ein „himmlischen Duett“, bei dem sie ihren feurigen Schoß öffnet und sein Phallus in den Himmel wächst. „Unverschämt ist jemand, wenn er unbotmäßig, ungehorsam vom normativen der Gesellschaft abweicht“, sagt Steffen Fischer über den Ausstellungstitel. Die Herrschaftsfrage, wer macht die Gesetze und spricht die Verbote aus, beschäftigt ihn ebenso wie die Selbstauseinandersetzung in der Kunst. Der 1954 in Dohna geborene Künstler lernte Offsetdrucker vor seinem Studium an der Dresdner Kunsthochschule. Seit 1983 arbeitet er als freischaffender Künstler. Bekannt wurde Steffen Fischer als „Künstler-Paar“ mit Angela Hampel in den späten 1980er Jahren in der DDR mit ihren Installationen u.a. von in Netzen gefangener Körperabformungen, die die politische Situation ebenso wie das Mann- und Frausein betrachteten.

Obszön sind nicht die geöffneten Schenkel einer Frau, sondern die mit Orden behangene Brust eines Generals, zitiert Fischer den Künstler und geistigen Wahlverwandten Alfred Hrdlicka. Heute ist die Erotik in der Kunst konfrontiert mit einer Übersättigung an nackten Tatsachen und totalen Vermarktung von Lust und Liebe. „Andererseits nehmen falsche Prüderie und Körperfeindlichkeit zu und echte Empfindungen  ab“, beobachtet der Künstler. Da kommen seine unverschämt sinnesreizenden Bilder gerade recht.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr

Tel.: (0351) 802 47 85
http://www.kunstunderos.de

Galeristin Janett Noack von Kunst & Eros

Neustadt Art Festival: Bühne für Kunst von unten

Grafiken: Thomas Schreiter

Bild: Anne Kirlum

Bunte Oase der Kunst

Das bereits sechste Neustadt Art Festival lockt an bisher 19 Orte mit über 100 Veranstaltungen mit reichlich Kunst, Musik, Lesungen und vieles mehr.

Das Neustadt Art Festival zählt eine Woche vor Beginn (vom 22. bis 24. September)
19 Orte, an denen über 30 Künstlerinnen und Künstler über 100 Veranstaltungen in der Äußeren Neustadt ausrichten. Da die Anmeldung bis zum Festival möglich ist, kommen weitere Orte hinzu.

„Es sind alte Hasen wie die Blaue Fabrik, das Stadtteilhaus, die Alte Fabrik und die Waldbühne dabei“, schwärmt Jan Kossick, Mitinitiator des Festivals, „aber auch neue Orte wie der Geldschneider, der Wagenplatz, die Weiße Birke und das ‚Da Unten‘. Besonders freue ich mich, dass der Dachboden ‚Kunst unterm Dach‘ mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, viel Musik und Lesungen wieder mit dabei ist.“ Das weiterhin aktualisierte Programm, eine Liste der Orte und eine Auswahl der Kunstschaffenden ist unter naf.li zu finden. Das Neustadt Art Festival finanziert sich hauptsächlich über Crowfunding von Unterstützung dieses Mitmach-Kunstfestes.

Weitere Informationen:
naf.li neustadt-art-festival.de

Ausstellung „Deep Delicious“ von Viktoria Graf im Kastenmeiers

Augenschmaus mit Witz und Biss

Zum Reinbeißen schön, voller Farb- und Sinneslust rund um Genuss und Überfluss lassen die nur scheinbar märchenhaft-verspielt-skurrilen Bilder der Künstlerin Viktoria Graf tief blicken zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Ausstellung ist noch bis 31. Oktober zu sehen im Restaurant Kastenmeiers im Kurländer Palais auf dem Neumarkt in Dresden.

Mehr Text zur Ausstellung folgt

Text + Fotos (lv)

Restaurant Kastenmeiers
Tschirnerplatz 3 – 5, 01067 Dresden

Geöffnet: Mo – So von 16 – 23 Uhr

„Bilderwächter“ am Eingang: Hund Gino von Kastenmeiers

Annika Vollmer, sie betreut u.a. die Ausstellungen im Kastenmeiers und Künstlerin Viktoria Graf zur Ausstellungseröffnung

„Der süße Brei“                                „Jungbrunnen“

„Overhover“                                   „Farbwüste“

„Käppchen“                                     „Nachtigall“

„Nymphrenen“                                   „Take the Dream“

„Sinneslüste, Beere“                         „Sinneslüste, Orange“

„Sinneslüste, Zitrone“

Kunst- und kulinarischer Genuss: Lilli Vostry, Autorin  von meinwortgarten.com

„Europa, Du Schöne“ – Im Spiegel der Künste beim 27. Herbst- und Weinfest & XXII. Internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul

Das Plakat zum diesjährigen Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschenbroda gestaltete der Grafiker Stefan Voigt.

Im Bild: fröhlich-bunte Gestalten beim Eröffnungs-Festumzug im letzten Jahr.
Fotos: André Wirsig (2)

Weingott Bacchus lockt mit der Schönheit Europas
und ihren vielfältigen Reizen

Vom 29. September bis 1. Oktober findet in Radebeul das 27. Herbst- und Weinfest gemeinsam mit dem XXII. Internationalen Wandertheaterfestival statt. Die einzigartige Kombination aus sächsischen Weinen und Theater aus aller Welt macht die Besonderheit und den unnachahmlichen Charme des Festivals aus. Während Winzer aus der Region köstliche Weine anbieten und zum Genießen einladen, verwandeln Theatergruppen und Solokünstler überall auf dem Festgelände Straßen, Wiesen, Höfe und Plätze in Bühnen und beeindrucken mit humorvollen, artistischen oder zum Nachdenken anregenden Inszenierungen.

Das Fest steht in diesem Jahr unter dem Motto „Europa, Du Schöne“ und nimmt damit Bezug auf den Gründungsmythos unseres Kontinents. Künstler aus ganz Europa zeigen einen Ausschnitt aus der Vielfalt und dem Reichtum unserer Kultur. Erzählt wird vom Entstehungsmythos Europas, nach dem Zeus die gleichnamige phönizische Königstochter in Stiergestalt nach Kreta entführte. Die kulturelle Vielfalt, die sich über die Jahrtausende in Europa entwickelte, ist einzigartig auf der Welt und steht drei Tage lang im Mittelpunkt des Festgeschehens.

15 Theatergruppen und Künstler aus ganz Europa präsentieren ihre eindrucksvollen und humorvollen Inszenierungen, die von Schauspiel über Tanz bis hin zu Comedy und Stelzentheater reichen. Internationale Bands locken mit Brass, Rock, Chansons und Gypsy-Musik auf die Tanzflächen und laden zum ausgelassenen Feiern ein, während Entspannungssuchende inmitten von Kunstinstallationen ihren Tagträumen freien Lauf lassen können.

Vorverkauf für Herbst- und Weinfest Radebeul beginnt

Schon auf vollen Touren läuft der Ticketvorverkauf für das 27. Herbst- und Weinfest mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival Radebeul. Die preisgünstigen Vorverkaufstickets sind als Onlineticket unter http://www.weinfest-radebeul.de sowie als Eintrittsbändchen in der Radebeuler Tourist-Information erhältlich.

Beim Kauf der Eintrittskarten im Vorverkauf erhalten Erwachsene einen Preisvorteil von bis zu 2 € gegenüber dem Tageskassenpreis. Familien sparen bis zu 4 €. Nur im Vorverkauf erhältlich ist das Wochenendticket, das zum Eintritt an allen Festtagen berechtigt. Dieses kostet für Erwachsene 10 €, für Ermäßigte 5 € und für Familien 22 €. In der Radebeuler Tourist-Information fallen keinerlei zusätzliche Gebühren zum Vorverkaufspreis an. Alle anderen Ticketverkäufe gelten zuzüglich der üblichen Vorverkaufsgebühr. Im Ticketpreis inbegriffen ist der Besuch aller Theateraufführungen und Konzerte während der jeweiligen Festtage.

Text: Ina Dorn/PR- und Marketing im Amt für Kultur und Tourismus,
Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul

Mehr Informationen:

http://www.weinfest-radebeul.de

Programmheft_HuW2017-2

Außerdem beim Herbst- und Weinfest in Radebeul: das Skulpturenlabyrinth Labystan

An der Elbe entsteht dann wieder das Skulpturenlabyrinth LABYSTAN. LABYSTAN ist ein Pop up country, ein Fantasieland, eingebürgert in zwei Minuten und Labystaner werden. Feuriges Finale am 1.Oktober ab 20 Uhr.

Vorankündigung Ausstellungseröffnung: Künstler, ihre Museen und Institutionen
13.10.2017, um 19.30 Uhr, Tanzsaal im Gasthof Serkowitz, Lügenmuseum

Info + Foto: Reinhard Zabka, Lügenmuseum

Vermag Kunst Sucht vorzubeugen? – Ein deutschlandweit einmaliges Programm zur Prävention

Das „Kulturjahr Sucht“ präsentiert über 15 Projekte zum Thema Sucht und Suchtprävention von September bis November in Dresden.

Darf man Kunst als Methode der Suchtprävention nutzen? Und kann das funktionieren?
Diesen Fragen geht die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Projektschmiede gemeinnützige GmbH seit Anfang des Jahres unter dem Titel „Kulturjahr Sucht“ nach. Seit Anfang September, können Dresdnerinnen und Dresdner die ersten Ergebnisse der unterschiedlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema erleben.

Den Anfang bildet die Wiederaufnahme des Theaterstücks „Welche Droge passt zu mir?“ von Kai Hensel am projekttheater Dresden. Vom 4. bis 9. September inszenierte das Ensemble La Vie unter Regie von René Rothe das provokante, zum Denken anregende Stück. Begleitet von Ärzten und Psychologen der Sächsischen Landes
ärztekammer konnte das Publikum sowohl vor als auch nach der Aufführung Fragen stellen und sich zum Thema Suchtprävention informieren.

Die künstlerische Auseinandersetzung endet aber nicht bei der Darstellenden Kunst. Geplant sind insgesamt 15 Produktionen, darunter eine Ausstellung junger Dresdner Künstler um den „uncanny valley“ Mitbegründer Albrecht Wassersleben. Hinzu kommen eine Tanzperformance der JuWie Dance company zum diesjährigen
DAVE Festival und weitere Tanzperformances von Isaac Spencer und Magdalena Weniger als sogenannte „Interventionen im Öffentlichen Raum“.

Um auf die große Vielfalt der Produktionen rund um das Kulturjahr Sucht aufmerksam zu machen, gibt das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden eine Programmbroschüre heraus. Sie ist ab Mittwoch, 20. September, in den Auslagestellen der Rathäuser und bei allen Veranstaltungen des Kulturjahres Sucht kostenlos erhältlich.

Das Kulturjahr Sucht im Überblick

Die Stadt Dresden geht im Jahr 2017 bei der Suchtprävention neue Wege: Deutschlandweit wird erstmalig mit dem „Kulturjahr Sucht“ die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Suchtprävention erschlossen. Das Kulturjahr Sucht bildet den Rahmen für künstlerisch-kulturelle Arbeiten, die sich mit den Risiken des Drogenkonsums auseinandersetzen. Künstler und Kulturschaffende waren dazu eingeladen, Konzepte im Rahmen der Suchtprävention zu entwickeln. Dafür konnten zum 1. März und 1. Juni Projektmittel beantragt werden. Das Gesamtbudget für das Kulturjahr beträgt 200 000 Euro. Die Mittel stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Bei der Umsetzung ihrer Ideen werden Künstler und Kulturschaffende von der Projektschmiede gemeinnützige GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

Weiterführende Informationen unter http://www.dresden.de/kulturjahr-sucht

Text +Kontakt Kulturjahr Sucht:
Josefa Hose, Projektschmiede gGmbH
E-Mail kulturjahr-sucht@projektschmiede.net
Telefon 0351-32015613

Politischer Poetry Slam im Societaetstheater

„Politik Macht Worte“ 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk feiert 25-Jähriges Jubiläum mit Slammern im Societaetstheater Dresden.

Am Donnerstag, 14. September feiert das Herbert-Wehner-Bildungswerk aus Dresden seinen 25. Gründungstag mit einem Politischen Poetry Slam. Umrahmt von Musik der Banda Internationale, widmen sich die KünstlerInnen an diesem Abend unter dem Titel „POLITIK MACHT WORTE“ nicht nur Fragen der politischen Gegenwart, sondern auch dem Wirken des Namensgebers des Bildungswerkes Herbert Wehner. Als SlammerInnen mit dabei sind Sabrina Schauer (Hamburg), Piet Weber (Berlin), Franziska Wilhelm (Leipzig), Kaleb Erdmann (Frankfurt) und Friedrich Herrmann (Jena). Moderiert wird der Abend von Kaddi Cutz, Slammerin aus Dresden.

Als Format der politischen Bildung ist diese Form des poetischen Wettstreits eine echte Neuheit. „Wir möchten Menschen für politische Bildung begeistern und gehen dabei gern neue Wege“, so Geschäftsführerin Karin Pritzel.

Der Politische Poetry Slam beginnt um 19 Uhr im Societaetstheater in Dresden, der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, sollte sich unbedingt unter 0351/ 8040220 oder www.wehnerwerk.de anmelden!

Im Sommer gab es anlässlich des 25-jährigen Jubiläums und des 111. Geburtstages von Herbert Wehner bereits eine erste Festveranstaltung.

25 Jahre Bildungswerk 

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk mit Sitz in Dresden ist ein staatlich geförderter Verein, der seit 1992 politische Erwachsenenbildung anbietet. Gegründet am 14. September 1992 in Chemnitz, ist das Bildungswerk seit 1999 in der Kamenzer Straße 12, mitten in der Dresdner Neustadt, zuhause. Mit der Fertigstellung des Herbert-Wehner-Hauses, geplant für 2018, steht dann der Umzug ins Zentrum der Stadt an. Die Idee zum Bau eines Hauses für die politische Bildung, die mit dem Herbert-Wehner-Haus nun umgesetzt wird, entstammt dem Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk. Er wurde 1997 unter anderem von Greta Wehner gegründet.

Bildungswerk heute

Heute führt das Bildungswerk ca. 100 Seminare pro Jahr mit rund 2.000 Teilnehmenden durch. Es ist einer von nur zwei anerkannten Bildungsträgern der Bundeszentrale für politische Bildung in Sachsen und wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und die Sächsische Staatskanzlei. Das Team organisiert politische Bildungsfahrten, Seminare und Diskussionsveranstaltungen. Formate wie politisches Geocaching und Stadtteilführungen sind außerdem im Programm. Auch für Beratung und die Moderation von Gruppenprozessen kann man sich an das Bildungswerk wenden.

Philosophie des Bildungswerkes

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk macht politische Erwachsenenbildung für alle mit dem Ziel, das demokratische Verständnis zu stärken. „Wir haben eine breite Palette im Angebot für die rüstige Rentnerin wie für den Punk aus der Neustadt. Keiner geht leer im Kopf nach Hause“, erklärt Geschäftsführerin Karin Pritzel den Ansatz ihrer Arbeit. So unterschiedlich wie die Zielgruppen sind auch die Angebote. „In unseren Seminaren gibt es nicht den Fürstenzug oder das Gewandhaus, dafür treffen wir Oberbürgermeister, Feuerwehrleute und blicken hinter die Kulissen“, so Karin Pritzel. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der Antirassismusarbeit. Ende Juni wird beispielsweise eine Broschüre mit Argumentationshilfen gegen rechte Parolen erscheinen. Auch entsprechende Seminare bieten die Erwachsenenbildner an.

Damit Demokratie zur Selbstverständlichkeit wird, wünscht sich Karin Pritzel ein grundsätzliches Umdenken: „Politische Bildung hat in Sachsen immer noch ein Schmuddel-Image. Wir müssen dahin kommen, dass es selbstverständlich ist, in seiner Freizeit Veranstaltungen der politischen Bildung zu besuchen. Ein erster Schritt wäre, dass die CDU ihre Blockadehaltung gegenüber der Einführung des Weiterbildungsurlaubs aufgibt.„

Text: Katharina Jehring,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. Kamenzer Straße 12 01099 Dresden   Tel.: 0351-8040220 Fax.: 0351-8040222 E-Mail: jehring@wehnerwerk.de   www.wehnerwerk.de