Advertisements

Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

Hervorgehoben

Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Premiere „Mit Freundlichen Grüßen Eure Pandora“ im Kleinen Haus


Mythos Frau. Hüterin des Feuers, Amazone, Verführerin, Heilige, Hure, Mutter, Hausfrau, Powerfrau. Pandoras Töchter durchleben alle möglichen Rollenbilder, spielen mit Klischees und fragen, was heute Weiblichkeit ausmacht.  
Versuchslabor für eine neue Geschlechterordnung, in der die Rollenzuteilungen zwischen Mann- und Frausein und allem Dazwischen überwunden sind. Fotos: Sebastian Hoppe

Leidenschaftlicher Aufbruch aus alten Rollenbildern

Bilder, Geschichten und Mysterien von Männern über Frauen, ihre eigene Lebensrealität und Wünsche bis zum möglichen Ende des Patriarchats mit Hilfe der Gentechnologie vereint mit viel Ironie, Lust und Power das Stück „Mit Freundlichen Grüssen Eure Pandora“ von Laura Naumann. Die Uraufführung war am Sonnabend im Kleinen Haus.

Die älteste Tochter Pandoras heißt Baubo und kratzt sich wie wahnsinnig am Körper. Eigentlich juckt sie die ganze Welt. All die Bilder, Geschichten und Mysterien, die sich Männer über Frauen seit Jahrhunderten ausdenken und wenig mit der Realität zu tun haben. Dem setzen die Urfrauen und ihre modernen Schwestern von heute ihren eigenen Blick auf sich, ihren Körper, Macht und Missbrauch und Geschlechterrollen entgegen im Stück „Mit Freundlichen Grüßen Eure Pandora“ von Laura Naumann. Dieses schrieb die 30jährige Autorin als Auftragsarbeit für das Staatsschauspiel Dresden. Die Uraufführung war am Sonnabend im Kleinen Haus.

Fünf Schauspielerinnen agieren unter Regie von Babett Grube voll Leidenschaft, Kraft, Lust und Zorn als Töchter der mythischen Pandora, die ihre Büchse voll erlittenem Leid öffnet und alles durcheinander wirbelt. Ihr Aufbruch beginnt vor einer nomadischen Urhütte am Feuer, sie werfen sich zottlige Fellmäntel über, kriechen wie wilde Katzen über den Boden, singen über freche und brave Mädchen und bewegen sich verführerisch, ungebärdig zu rockigen Klängen und stellen den ringsum auf der Bühne sitzenden Zuschauern provokante Fragen.

Pandoras Töchter stellen sich einen Generalstreik der Frauen vor, indem sie vorgegebene Rollenbilder nicht mehr bedienen. Sie sprechen per Megafon über den Wert von Frauen, ungerechte Bezahlung bei gleicher Qualifikation wie Männer. Sie parodieren die Macht des Phallus, reden über Scham, sexuelle Gewalt, Missbrauch und seelische Verletzungen. Bekräftigen ein Nein-Sagen, das auch Nein! meint. Sie lachen, heulen, umarmen sich und streiten heftig und emotional über radikale feministische Utopien, wie die Abschaffung männlich-weiblicher Rollenzuteilung und menschliche Reproduktion mittels Gentechnik. Valeria (Shari Assa Crosson), die jüngste, weigert sich eine Frau zu werden. Die auf ihren Körper fixierten männlichen Blicke sind ihr zuwider. Auf einem weißen Ziegenbock mit umgehängtem Brautschleier reitet sie stur, bockig allen Konventionen davon. Ihre Mutter Eva (Birte Leest) ist eine fanatische Reproduktionsbiologin und hat ein Verfahren entwickelt, das die menschliche Fortpflanzung ohne Männer ermöglicht. Ihre Freundin Joanne (schrill: Fanny Staffa), die als Popstar wie Lady Gaga und Beoncé  in einem auftritt, parodiert damit gleichzeitig die Frau als Gebärmaschine und Tücken der Genforschung, indem unaufhörlich weiße, blutverschmierte Luftballons die Bühne übersäen. Salome (Gina Calinoiu) spielt nahegehend mit männlich-weiblichen Identitäten, hüllt ihren Körper in eine Folie, die über dem großen Holzkreuz hing und führt einen bewegenden Tanz auf. Sie öffnet und schließt die Hülle, die sich über sie legt wie eine zweite Haut, die sie hin und her wendet, schwingt, schleudert, unter ihrem Tshirt verbirgt, wie um etwas Anderes zu gebären.

Und Baubo – Ursula Schucht –  glänzt bei ihrem ersten Auftritt an diesem Haus als Urmutter, eine herrliche Donna Quichotte, die sich von den Lebensstürmen nicht unterkriegen lässt, immer noch lebensfroh und weise. Reichlich Beifall für einen Abend voll weiblicher Power und viel Stoff zum Nachdenken für Männer und Frauen.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Advertisements

Neue Lyrik: Steinwüste & Am Fluss

Steinwüste

VIII – Fortsetzung des Gedicht-Zyklus „Am Fluss“ *

Von allen verlassen überdauerten
sie noch das alte Jahr
nun reißt ein gefräßiger Greifarm
die letzten Reste
der alten Speicherhallen am Hafen
aus dunklen Dämmerträumen
erbarmt sich ihrer die seit hundert Jahren
dort standen nicht einfallen wollten

die ihnen neues Leben einverleiben wollten
standen allein
letzten Sommer flatterten noch grünweiße Jalousien
vor einem der Fenster nebenan am City Beach
wurde nächtelang gefeiert
nun starren Fensterrahmen ins Leere
in den Dachnischen der Hallen brüten keine Vögel mehr
der Greifarm gräbt tief ins Innere
zurück bleibt eine Steinwüste
bizarr aufgerichtete Innereien
der Geruch von Holzgebälk Staub und Ziegelsteinen

mittendrin ein mächtiger alter Baum
mit schwarzem Geäst sieht alles mit an
wird er bleiben im Baugewirr graublaue Wasserlachen
ausgerissene Grünsprösslinge winden sich aus Schuttbergen
empor dazwischen ein Stück himmelblauer Zaunsrest
der Bücherscheune hebe es auf mit ein paar Steinen

eine weiß blättrige Gestalt Göttin des Zerfalls
oder Zufalls des nie ganz vertreibbaren Schönen
erhebt sich von einem gelben Steinsrest der früheren Speicher
aus den Trümmern schauen zwei metallene Wächter
wiegen ihre rostigen Baggerschaufelköpfe

L.V.
16.1.2019



Fundstücke

Texte + Fotos (lv)

Am Fluss

I
Blaue Inseln
kreiseln im Wolkenmeer
auf und ab tauchende Schwalben

über allen Wassern
führt mein Weg
zu Dir

der Fluss verschiebt
die Grenzen
hinter den Sandsackwällen

findet alles
Zeit

L.V.
4.6.2013

Überfließen

II
Der Fluss steigt
an Land
fließt über
vor Glück

breitet sein nasses Kleid
auf der Wiese zum Trocknen
mitten im Entengeschnatter
aufgeschreckter Menschen

schaukeln Stämme mit Raben
im Wasser
auf den Bänken im Fluss
sitzt keiner

Laternen und Verkehrsschilder
nur noch Zier
bis der Fluss ermattet
zurückkehrt in sein
Bett

L.V.
4.6.2013

Nach dem Regen

III
Los lassen
wir hinter uns

den grauen Glanz
der Regentage

zurückgeworfen
ins Licht

federleichte Laken
am Himmel

verwehen im
nächsten Moment

Lassen wir uns nicht mehr
zurück im rinnenden
Rauschen

L.V.
5.6.2013

Begegnung

IV
Wir stehen am Fluss
versperrt der Weg
am Ufer

Sehen uns an
kein Blick ertrinkt
im andern
segeln umeinander

Jeder auf seiner Insel
gehst du weiter
fließen wir uns
entgegen

L.V.
5.6.2013

Gebändigt

V
Unter mir
der tosende Strom
aufgewühlt
unterm Brückenbogen

aufgebrochen
zu anderen Ufern
bricht sich Bahn
in der Erinnerung

gebändigt
besänftigt
im Nachhall
verebbter Glut

L.V.
9.6.2013

Flussmelodie

VI
Mit dem uferlichten Tag
fängt der Flug der Schwalben

mein Sehnen nicht auf

flüstert der Fluss
sein Lied
trocknet ein Klavier
tonlos am Straßenrand

L.V.
17.6.2013

Wolkenmeer

VII
Auf blau strahlendem Parkett
drehen sich die Wolkentänzer
schließen Wetten ab
mit dem Fluss

wie nah sie noch
heranrücken können
mit vollen Segeln
im Baurausch

Goldgräber am noch schlamm
verklebten Ufer hängen
Lamettagrasbüschel
Mülltütenfetzen in den Bäumen
am Wasser ein verlorener Regenschirm

ein staubiges Sofa mit
Blick auf den glänzenden Wasserspiegel
sonst alles wie immer
in der Abenddämmerung versinkt
die goldene Kugel im Strom

L.V.
18.6.2013

* Die Texte I – VII entstanden während des zweiten großen Hochwassers an der Elbe in Dresden 2013, das erste war 2002 und ich wurde aus meiner damaligen Wohnung in der Leipziger Straße ca. 14 Tage evakuiert.
Text VII entstand am 16.1.2019, abends, nach dem Abriss der letzten Speicherhalle in Elbnähe, an der Leipziger Straße. An Stelle der alten Hallen wird das Großbauprojekt Hafencity (Investor USD – Unser Schönes Dresden) mit mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern vorbereitet. Die ersten Neubauten stehen schon. Fragen des Hochwasserschutzes im Überschwemmungsgebiet der Elbe sind bis heute nicht ausreichend geklärt. (lv)

Vor dem Abriss: die Speicherhalle vom Puro Beach am Elberadweg in Dresden-Pieschen. Vorn die Baustelle mit dem ersten Gebäude der Hafencity. Die Aufnahmen entstanden im Juli 2018.

Holunder und Brombeerhecke ranken an der alten Steinmauer der Speicherhalle. Werden sie diesen Sommer noch erleben?
Die Speicherhallen mit Blick zur Elbseite vor dem Abriss. Und das ehemalige Gebäudeensemble an der Leipziger Straße.

 

 

Büchers Best: Lesung aus dem Werk von Tschingis Aitmatow


Der Schriftsteller Tschingis Aitmatow. Ein ,für viele noch zu entdeckender, Schriftsteller von Weltrang, der mit „Dshamilja“ nicht nur „die schönste Liebesgeschichte der Welt“ (Aragon) schrieb sondern mit „Die Richstatt“, einer dystopischen Mischung aus Bulgakow und Kipling, den Schlüsselroman zur politischen Wende Ende der Achtziger Jahre schuf. Die Älteren werden sich deutlich erinnern, die Jüngeren aber können einen Autor entdecken, der unverändert aktuell die Gebrechen auch unserer Gegenwart poetisch auf den Punkt zu bringen vermag.

Das Versprechen der Kraniche

Zur Buchvorstellung „Reisen in Aitmatows Welt“ von Irmtraud Gutschke mit Lesung und Gespräch lädt die Buchhandlung „Büchers Best“, Louisenstraße 37 am 17. Januar, um 20.30 Uhr ein.

Der Kirgise Tschingis Aitmatow (1928, Scheker – 2008, Nürnberg) ist ein Schriftsteller von Weltgeltung, der auf einzigartige Weise in seinem Leben mehrere Epochen der Menschheitsgeschichte verband und seiner Zeit weit voraus war. In seinen Werken begegnen uns Menschen, die täglich ihrer Arbeit nachgehen und dabei gleichsam die ganze Welt auf den Schultern tragen, wie auch Tiere, die beseelte Wesen sind. Auf poetische Weise erzählt Aitmatow von einer fernen Welt. Dabei entfaltet sich das Drama eines Lebens, das früh von Gewalt und tragischem Verlust geprägt war.

Irmtraud Gutschke beschäftigt sich schon seit den 1970er Jahren mit Leben und Werk Aitmatows. Sie nimmt die Leser mit auf eine Gedankenreise, auf der sie im Fremden Eigenes, Verlorenes, Vergessenes entdecken. Von einer kirgisischen Jurte aus bis in den Kosmos – was für Dimensionen eröffnen sich da!

Irmtraud Gutschke, geb. 1950 in Chemnitz, studierte Slawistik und Anglistik in Jena und wurde ab 1971 Literaturredakteurin in der Tageszeitung »Neues Deutschland«, wo sie seitdem unzählige Artikel zu verschiedensten literarischen Themen veröffentlichte. 1976 promovierte sie an der Humboldt-Universität Berlin über »Mensch und Natur im Schaffen Tschingis Aitmatows«. Nach mehreren Begegnungen mit dem Schriftsteller veröffentlichte sie 1986 im Mitteldeutschen Verlag den Essayband »Menschheitsfragen, Märchen, Mythen. Zum Werk Tschingis Aitmatows«.

Irmtraud Gutschke: Das Versprechen der Kraniche. Reisen in Aitmatows Welt, Mitteldeutscher Verlag 2018

Text + Fotos: Büchers Best

Nächste Veranstaltung

Donnerstag, 24.1. 2019, 20.30 Uhr:
Cornelius Pollmer: Randland
Buchvorstellung, Lesung, Gespräch

Cornelius Pollmers Reportagen gewähren einen einzigartigen Einblick in die großen und kleinen Zusammenhänge deutscher Regionen, die heute nicht selten als »Dunkeldeutschland«, als »Randland« diffamiert werden. Der vorliegende Band ist im besten Sinne ein Buch unserer Zeit und besonders dieser Tage, indem er ein Areal dokumentiert, das allzu oft undokumentiert bleibt.

»Was ist da eigentlich los bei euch im Osten?«
Diese Frage begleitete Cornelius Pollmer durch jedes der fünf Jahre, in denen er als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in seiner Heimatstadt Dresden arbeitete. Auf seinen Reisen durch die Region entstanden viele nach Antworten suchende Texte, die sich in diesem Band zu einem Bild summieren. Es ist ein Bild unserer Zeit, eines der Heimat des Autors. Darauf zu sehen sind alltäglicher Reichtum, etwa beim Wandern in der Sächsischen Schweiz und provokante Gegenwartskunst wie die senkrecht aufgestellten Busse in Dresden. Zu die sem Bild aber gehören auch der Argwohn, der Hass und die Gewalt, mit denen sich speziell Sachsen in den vergangenen Jahren einen schwierigen Namen gemacht hat. Das Bunte steht neben dem Dunklen und nur beides zusammen kann der Realität in dieser Region nahekommen.

Cornelius Pollmer, geboren 1984 in Dresden, schreibt für die Süddeutsche Zeitung, zuletzt als Korrespondent für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Stationen zuvor waren die Sächsische Zeitung, die Jugendzeitschrift SPIESSER und die Wochenzeitung Die ZEIT.

Cornelius Pollmer: Randland. Reportagen und Berichte aus dem deutschen Osten. Thelem Verlag 2018

http://www.büchersbest.de

Vortrag: Ballast über Bord – Mach Dein Leben leichter!


Strahlend neu: Arbeits- und Wohlfühlreich in einem. Meine Küche. Jetzt kommen die anderen Räume dran mit Ausmisten! Foto (lv)

Raum für Neues schaffen

Wollt Ihr leicht ins Neue Jahr starten? Zum Vortrag „Ballast über Bord – Mach Dein Leben leichter!“ lädt Birte Dresler, Aufräumexperin und Freie Lebensberaterin am 16.1., 19.30 Uhr ins FITZ in Radebeul ein.

In diesem Feng Shui-Vortrag erfahrt Ihr, wie Müll und Krempel, der sich in unseren Wohnräumen ansammelt, unser Leben beeinflusst. Wo versteckt sich eigentlich das Gerümpel? Und wie werden wir den ganzen Kram los und halten dauerhaft Ordnung in unserer Wohnung?
Lasst Euch motivieren, Eure eigenen Vier Wände kritisch unter die Lupe zu nehmen, Euch von Altem, Unliebsamen und / oder Unnützem zu trennen und so wieder Raum für die eigene Weiterentwicklung zu schaffen.

Ort: FITZ (https://www.fitz-radebeul.de/), Meißner Str. 128, 01445 Radebeul
Zeit: 16.01.2019, 19:30 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten.
Beatrix Schumann 0163/ 1645863 oder
Birte Dresler 01575/ 8866826

Text: Birte Dresler

Volkshochschule Dresden feiert 100. Geburtstag


Bunte Vielfalt: Jürgen Küfner, Direktor der Volkshochschule Dresden e.V. präsentiert das Programmheft für Frühjahr/Sommer 2019

Neue Kunst-Kurse: Von „sprechenden“ Bildern bis zu Street-Photography

Volkshochschule präsentiert neues Programm zum 100-jährigen Bestehen. 100-Cent-Kurse, neue Schnupperkarte und allerhand zu 100 Jahren VHS.

Seit einhundert Jahren kümmert sich die Volkshochschule Dresden (VHS) um die Stärkung der Persönlichkeit, ermöglicht Teilhabe und steht für eine Bürgergesellschaft. In der Geschichte gab es immer nur Kursangebote, die sich mit diesen drei Grundsätzen vereinbaren lassen. Schon seit jeher stehen deshalb neben Sprachkursen auch Künstlerische im Fokus, genauso wie auch welche mit gesundheitlichen oder kulturellen Thematiken. Im neuen Frühjahr/Sommer-Programmheft findet sich daher erneut eine breite Palette an beliebten Veranstaltungen und Kursen.

„Besonders froh sind wir, eine neue Programmbereichsleiterin für die künstlerischen Themen gefunden zu haben“, erklärt Volkshochschuldirektor Jürgen Küfner. Den ganzen Themenblock „Kunst“ hat sie über den Haufen geworfen und komplett neugestaltet, im wahrsten Sinne des Wortes. „Wir bieten jetzt nicht nur Fotoreisen, beispielsweise nach Marokko, an, sondern auch Street-Photography-Kurse in Dresden. ‚Street-Art‘ beschäftigt sich mit der urbanen Kunst auf Häuserwänden oder sonstigen Graffiti und wir sind stolz, als eine der ersten Volkshochschulen einen Kurs zu ‚Graphic Recording‘ anzubieten“, so Küfner. Beim „Graphic Recording“ geht es darum, gesprochene Worte auf eine neue Art und Weise wiederzugeben. Dies geschieht vor allem in schnellen Skizzen und Grafiken, während die Protagonisten noch sprechen. „Das ist ganz spannend, weil man nie weiß, was am Ende rauskommt. Wir haben extra dafür eine Expertin eingeladen, die ihr Wissen an interessierte Dresdner vermittelt“, erklärt Küfner.

Im Bereich der Gesundheitsförderung gibt es ab sofort eine Schnupperkarte, bei der Unentschlossene verschiedene Kurse testen können. Für 12 Euro kann man so zum Beispiel einmal eine Zumba-Veranstaltung besuchen und danach zum Qi-Gong-Kurs gehen und in der nächsten Woche wieder ganz andere Gesundheitskurse besuchen.

„Auch konnten wir es ermöglichen, ausgewählte Veranstaltungen zum Jubiläum für 100 Cent anzubieten“, erklärt Küfner. Diese einmaligen Events sollen neue Interessenten in das im vorletzten Jahr frisch bezogene Volkshochschulgebäude ziehen, aber auch ein Dank für treue Teilnehmer sein. Weiterhin befasst sich die Volkshochschule thematisch sehr stark mit den letzten 100 Jahren. So wird es Veranstaltungen geben, die „100 Jahre Weimarer Republik“, „Kochen wie vor 100 Jahren“ oder „Die Kunst vor 100 Jahren“ thematisch aufgreifen. Jürgen Küfner weiß, „auch solche Sonderveranstaltungen gibt es schon für 100 Cent zu erleben. Man sollte sich schnell dafür anmelden!“

Im Rahmen der 100-jährigen Volkshochschul-Geschichte wird es auch eine Sonderausstellung in den neuen VHS-Räumen auf der Annenstraße 10 geben. „Ministerpräsident Michael Kretschmer eröffnet am 14. Februar die Ausstellung zu ‚100 Jahren Volkshochschule in Sachsen‘. Auf dieses Highlight freuen wir uns schon jetzt. Es wird aber nicht das Letzte sein, was dieses Jahr auf unsere lange Geschichte aufmerksam macht“, verrät Küfner abschließend.

Text + Foto: meeco Communication Services

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de 

Premiere Antigone im Theater Junge Generation


Antiker Stoff, hochaktuell: Eine Frau und ein Mann. Antigone und Kreon streiten erbittert im Umgang mit Stärke, Ohnmacht, Wut, Schmerz, Verletztheit, Versöhnung und Anerkennung unterschiedlicher Standpunkte und
persönlicher Rechte. Foto: Marco  Prill

Macht oder Menschlichkeit?

Das Drama „Antigone“ (nach Sophokles, Nachdichtung von Walter Jens, Schauspiel, ab 14) hat am 18. Januar, 19.30 Uhr, im Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte Premiere.

Die Dinge stehen nicht gut in Theben. Die Stadt ist vom Krieg zermürbt, die Herrscherdynastie durch Erbschaftsstreitigkeiten zerrüttet, die Stadtgesellschaft erschüttert. Etwas – nein, alles – muss sich ändern. Und zwar zum Guten. Darin sind sich alle einig. Aber was brauchen die Stadt, der Staat, die Menschen: Pragmatische Reformen oder radikalen Umsturz? Einen dauerhaften Frieden? Starke Führungspersönlichkeiten oder engagierte BürgerInnen? In dieser Situation hat Antigone ein scheinbar privates Anliegen: Sie will ihren Bruder Polyneikes beerdigen. Der aber war ein Verräter, ein Rebell, der die Stadt angegriffen hat und dessen Beerdigung ein Politikum wäre. Deshalb verbietet Kreon, der neue Herrscher von Theben, seiner Nichte Antigone, ihren Bruder zu bestatten. Antigone kann das nicht akzeptieren. Stehen die Bedürfnisse eines Staates wirklich über existentiellen menschlichen Grundrechten? Muss man Gesetzen folgen, die man für falsch hält? Radikal stellt Antigone alles infrage. Sie hat keine Geduld für Vermittlungsversuche, keine Zeit für strategische Manöver oder pragmatische Kompromisse: Draußen vor dem Stadttor wird die Leiche ihres Bruders von den Hunden gefressen. Und Antigone wird das nicht hinnehmen!

In Sophokles‘ antikem Drama wird die Frage nach der Kultur politischer Auseinandersetzung gestellt: Welche Strategien hat man, wenn alle Argumente ausgetauscht sind? Wie ist Verständigung möglich, wenn die Interessen scheinbar nicht in Einklang zu bringen sind? Wie viele Kompromisse kann man eingehen, ohne die eigene Haltung zu verraten?

Text: Norbert Seidel 

http://www.tjg-dresden.de

„…paar eckige Runden drehn!“ Biermann meets Jazz in der Schauburg

„Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt drin um!“

Träume und Lieder, die Sandstein überdauern, über ein zerrissenes Land und den „Preußischen Ikarus“ sang Wolf Biermann bei seinem ausverkauften Konzert
„… paar eckige Runden drehn! – Biermann meets Jazz“ am Freitagabend im Filmtheater Schauburg in Dresden. Ein Abend innerhalb der Veranstaltungsreihe „Musik zwischen den Welten“.

Zuerst allein mit Gitarre, später auch am Klavier, abwechselnd singend mit seiner Frau Pamela und begleitet von einem furiosen, kraft- und spannungsreichen Klangfeuerwerk mit seinem „Neuen Zentralquartett“  brachte der 1976 vom SED-Regime aus der DDR ausgebürgerte Sänger frühe und neue Lieder mit auf die Bühne. Die Band sei ein “Ost-West-Verein“. Seine Frau ist Hamburgerin. Mit seinen Jazzerfreunden, Ulrich Gumpert am Piano und Günter Baby Sommer am Schlagwerk konnte er zu DDR-Zeiten nie spielen, um so mehr genossen sie ihren gemeinsamen Auftritt, verstärkt durch den Posaunisten Christoph Thewes aus Trier, wo auch Marx herstammte und Henrik Walsdorf am Saxofon.

Biermann begann mit zwei Liedern, die er als junger Mann schrieb. Er sang über „die kleine Kammer unterm Dach, das Laken weiß und frisch, in Bukow zur Süßkirschenzeit. Die Bäume gehören der LPG, Volkseigentum streng bewacht, besonders in der Nacht.“ Das andere von 1972, damals wohnte er in der Chausseestraße in Berlin, führt in den Park auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, auf dem Brecht und viele andere große Künstler begraben liegen. „Wie nah sind uns manche Toten und wie tot sind uns manche, die leben“, fragt er sich dort. Wer keine Angst habe, sei ein Idiot. Die Frage sei nur: Hab ich die Angst oder die Angst mich. Das kenne jeder, der lebendig lebt.

„Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt drin um“, weiß Biermann aus eigener Erfahrung. Er habe kein Heimweh nach früher, keins nach alten Kümmernissen. Die Muttersprache kann kein Vaterland ihm rauben. Doch das Gefühl des Zerrissenseins in diesem Land ist geblieben, die Wunden wollen nicht zugehen unter dem Dreckverband, das könnten die Dresdner wahrscheinlich noch tiefer verstehen als anderswo, so Biermann mit Blick auf Pegida. Doch es gehen inzwischen auch immer mehr anders Bewegte, die für ein buntes, weltoffenes Dresden eintreten, auf die Straße, allein Zehntausend zum Jahrestag von Pegida. Ihnen widmet Günter Baby Sommer eine eigene, bunte, gospelbluesjazzige Hymne für das andere Dresden.

Nahe geht auch Biermanns Lied über den „Preußischen Ikarus“, den gusseisernen Adler am Geländer über der Spree. „Der fliegt nicht hoch und stürzt nicht ab. Macht keinen Wind und macht nicht schlapp, am Geländer über der Spree“, heißt es darin. Auf der neuen CD fehlt die zweite Strophe aus diesem Lied, wie man aber erst nach den Studioaufnahmen bemerkte, erzählt Biermann. Sie geht so: „Der Stacheldraht wächst langsam ein ins Fleisch und Hirn…“  “Ihr wisst ja wie es in der Diktatur ist, wie sie die Menschen beschädigt. Im Westen würde ich das Zeug nicht ohne diese Strophe verkaufen!“, sagt er zu den Zuschauern wie zu guten alten Bekannten. Und freut sich, dass „kein Altersheim“ vor ihm sitzt, sondern gemischtes Publikum. „Von mir aus gesehen seid ihr alle junges Gemüse!“, ruft er ihnen gelassen zu.

“Lass dich nicht verhärten in dieser harten Zeit“, gibt Wolf Biermann den Zuhörern mit auf den Weg. Herzlicher, langer Beifall für eine lebende Legende, einen Quer- und Unruhegeist, den man nach über zwei Stunden ergreifend zeitloser Lieder ungern gehen ließ, weil er unbequeme Wahrheiten ausspricht voller Ironie und Unverzagtheit und damit Mut macht. Biermann kam wieder als „blutjunger Greis, ein Weiser, der wenig weiß“, der aber nie seine Lebensfreude verlor und nie klein beigibt. Der weiter schreibt und singt, auch wenn die Stimme brüchig und nicht mehr ganz so verwegen klingt und er sich manchmal am Klavier festhält. Zu sagen gibt es noch viel, genug Zündstoff auch in der Welt. „Es sind nicht die Ketten, die Bomben, es ist der Mensch, der den Menschen bedroht“, singt er am Klavier zusammen mit seiner Frau Pamela. Hinterher signierte er dicht umringt von Fans seine Bücher und CD`s auf der Bühne.

Text + Fotos (lv)

Weitere Konzert-Tipps unter http://www.mzdw.de

 

Das geht ins Blut! Heiße Musik & schwarzer Humor in der Dinnershow „Mafia Mia! The London Boys“ im Erlwein-Capitol


In der neuen Dinnershow „Mafia Mia!“ ist nichts unmöglich. Der Pate verschafft sich eine Audienz bei der Queen, einer ihr zumindest täuschend ähnlichen Dame, in London.

.
Höchst komisch als königliche Leibgarde: Das Duo Schlicht & Kümmerling sorgt für reichlich Gaudi und sprengt alle Etikette der feinen Gesellschaft.
Adelstitel und Etikette sind der Bang Gang des Paten ziemlich egal. Die Musiker der Firebirds haben den Rock´n`Roll im Blut und leben ihn auf der Bühne voll aus.


Zwischen Soul und Actionthriller-Filmmusik. Sängerin Sonia Singh singt mit samtig warmer, kraftvoller Stimme, mal sinnlich, verrucht und cool begleitet von den Mafia Mia Dancers.


Eleganz und Leidenschaft: Zu zündender Musik aus „Carmen“ und Tango-Klängen verbinden Tatjana und Sergi als Duo „Tempo Rouge“ erstklassige Luftakrobatik mit ausdrucksvollem Tanz. Und sie tragen sich gegenseitig auf Händen.



Man`s World: Die vier Hand Voltigen-Artisten beeindrucken mit waghalsigen Figuren,  Stehvermögen und Zusammenhalt.

Der Pate, gespielt von Bert Callenbach, gibt sich auch singend mit rauhem Charme die Ehre.

Dinner for one. Der Kultsketch mit Butler und Miss Sophie darf natürlich nicht fehlen.


Love is all you need. Höhepunkt der Show ist das Medley der Firebirds mit mitreißenden Hits der Beatles und anderen Rockklassikern.

Voll Herzblut statt Etikette

Mit viel Humor, großartiger Artistik und reichhaltigen musikalischen und kulinarischen Genüssen begeistert die neue Dinnershow „Mafia Mia! The London Boys“ das Publikum. Noch bis 13. Januar im Erlwein-Capitol in Dresden.

In der neuen Dinnershow „Mafia Mia – The London Boys“ im Erwein-Capitol wird ein bislang streng gehütetes Geheimnis gelüftet, kurz vor dem Ableben des alten Dottore. Der Pate ist mit dem englischen Königshaus verwandt! Er hat Anspruch auf den Titel eines „Duke of Clarence and Avondale“. Welch glücklicher Zufall. Kurz nach dem Brexit, dem Abschied Großbritanniens von der EU wird es auch für den Paten schwierig, mit weiteren lukrativen Geschäftskontakten nach „Good Old England“. Ein Adelstitel wäre also von Nutzen und ein Türöffner. So reist der Pate nach London zur Queen, um sich den Titel bei ihr persönlich zu sichern.

Während der Pate, gespielt von Bert Callenbach ganz den Gentleman mit zwielichtiger Eleganz gibt, sorgen seine zwei Leibwächter – das Duo Schlicht & Kümmerling – für Turbulenzen und Gaudi, ecken immer wieder an und nehmen die Regeln und Etikette der feinen Gesellschaft humorvoll aufs Korn. Großspurig und breit sächselnd der eine, etwas schüchtern, tolpatschig und unter seiner Fuchtel stehend der andere. Es ist zwar ganz schön so im Mittelpunkt zu stehen, doch ganz ohne Nervenkitzel fühlen sie sich nicht wohl und auf Schritt und Tritt überwacht zu werden ist auch nicht ihr Ding. So sorgen sie für allerlei Zwischenfälle und Pannen, um dem Geheimdienst Ihrer Majestät, der immer ein Auge auf die Familie des Paten hat, zu entkommen.

Natürlich gibt es wieder lustige Filmsequenzen mit dem Paten, Schlicht & Kümmerling, gedreht am Originalschauplatz, vor dem Buckingham-Palast, Tower Bridge und Straßenszenen in London. Die Handlung ist recht verwirrend und gerät bald zur Nebensache. Im Mittelpunkt stehen die heiße Musik und Tanzeinlagen in stimmungsvollen Farb- und Kostümwechseln, von Rock`n`Roll bis Swing, nah am Publikum gespielt von der Bang Gang des Paten, den Firebirds und den Mafia Mia Dancers. Die mal kess und verführerisch und mal cool á la James-Bond-Agentenfilmen auftreten, zusammen mit der Sängerin Sonia Singh, die mit toller Soul-Stimme begeistert. Im Finale mit Hits der Beatles und anderen Rockklassikern hielt es manche Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen, wurde ausgelassen getanzt vor den Tischen.

Natürlich darf Dinner for one, ein Klassiker des englischen Humors, nicht fehlen und wird von Schlicht & Kümmerling zusammen mit einer Zuschauerin als Miss Sophie und einem Zuschauer als „Tigerfell“ witzig zelebriert.

Wunderbar auch die elegant-sinnliche Paar-Akrobatik am Trapez von „Tempo Rouge“, die Luftakrobatik mit ausdrucksvollem Tanz verbinden, zu mitreißender Musik aus „Carmen“ und Tango-Klängen. Großartig die Kraftakrobaten von „Man`s World“ und ihr kraftvoll harmonierendes Zusammenspiel. Mit Kraft und Charme agieren außerdem zwei Schleuderbrettakrobaten. Das Genießerherz erfreuen auch optisch die kulinarischen Gaumenfreuden.

„Mafia Mia!“ ist unbestritten die zurzeit originellste, abwechslungsreichste und beste Dresdner Dinnershow. Wer einmal da war, kommt schwer wieder davon los!

Man darf gespannt sein auf das nächste kulturell-kulinarische Abenteuer, das unter dem Motto „Mafia Mia! – Viva Espana“ einen feurigen Abend verspricht vom 29.11.2019 bis 12.1.2020. Olá!

Text + Fotos (lv)

http://www.Mafia-Mia.de


Mit Charme & Power: Die „Palais-Revue“ im Kurländer Palais


Stimmgewaltig: The Pearlettes          Federleicht: Lea Roth an der Pole Stange


Schwungvoll: Bianca Capri am Vertikalseil


Witzig: Comedian Sammy Tavalis als frisch verlassene Ehefrau
in seiner Musikparodie „Dann geh doch!“

Kraftvoll: der Körperakrobat Andrey Spatar fasziniert mit geschmeidiger Muskelkraft

Voller Schwung und Sinnlichkeit

Viel Musik, Comedy, Körperakrobatik und kulinarische Genüsse vom Feinsten locken in der neuen Dinnershow „Palais Revue“. Noch bis 6.1., um 19.30 Uhr im Kurländer Palais nahe der Frauenkirche in Dresden. Für Genießer.

Die drei Sängerinnen von The Pearlettes verzaubern mit hinreißenden Stimmen und Temperament mit Ohrwürmern, von Rock, Soul bis Swing, in der Dinnershow „Palais Revue“ im Kurländer Palais. Da wird der mittlere Tisch zum Laufsteg und zur Bühne, auf dem die Pearlettes in immer neuen, reizenden Kleidern im Stil der 30er bis 60er Jahre mal romantisch, kess und vielseitig mit viel Charme und Power nah am Publikum agieren.

Tanz und Akrobatik verbindet mit schwebender Sinnlichkeit und Ausdruckskraft Lea Roth. Sie ist zweifache Deutsche Meisterin im Poledance. Federleicht wie ein Schmetterling zeigt sie sehr weiblich, fließende Bewegungen in luftiger Höhe. Lustvolle Schwünge und schwindelerregende Pirouetten vollführt dort an einem Vertikalseil, anmutig und wagemutig, die Akrobatin Bianca Capri.

Mit unglaublicher Leichtigkeit, Kraft und Geschmeidigkeit balanciert und begibt sich  Andrey Spatar, ein junger Handstandäquilibrist aus Kiew, mit seinem Körper in alle (un)möglichen Positionen. Da kommt auch Conférencier Sammy Tavalis nicht aus dem Staunen heraus, der als Musiker auf selbst erbauten, kuriosen Instrumenten spielt, als Comedian durch die „Palais Revue“ führt und vor allem mit einer komischen Musikparodie „Dann geht doch!“ als frisch verlassene Ehefrau mit roter Bürstenfrisur zu Hochform aufläuft. Mit den Pearlettes singt er galant zur Gitarre und augenzwinkernd fragen sie im Schlusssong: „What is Love?!“

Neben den musikalischen erfreuten die kulinarischen Genüsse, ein Drei-Gänge-Menü mit Steinpilzcremesuppe mit Maronen-Apfel-Relish, Barbarie-Entenkeule, dazu Rotkohl und Kartoffelklöße mit Sesam-Semmelbutter und als Dessert Tiramisu Tonkabohne, Rhabarber-Kirschragout und Brombeer-Parfait. Köstlich!

Text + Fotos (lv)

http://www.palais-revue.de

Urkomisch! Ein Dresdner Jahresrückblick mit Bernd Seifert im Boulevardtheater

Prost 2019! Tschüss 2018!

Ein Dresdner Jahresrückblick mit Bernd Seifert, umwerfend humorvoll und aufschlussreich. ZU sehen noch bis 6.1. im Boulevardtheater Dresden.

 
Der Ur-Dresdner und „Klempner der Herzen“, Bernd Seifert, lädt ein zu einem sächsisch-unterhaltsamen Abend und schaut zurück auf das vergangene Jahr.

Nachdem er 2016 und 2017 mit seinem ganz persönlichen Jahresrückblick die Zuschauer begeisterte, wird er nun erneut zum Wiederholungstäter und knöpft sich das Jahr 2018 vor. Der Couchkartoffel-Journalist mit dem Charme einer Flasche alkoholfreien Hefeweizens, bittet zum Neujahrswalzer und kürt sowohl die Straße der Besten, als auch die Sackgassen des Jahres.

Den schelmischen Blick scharf auf den Stadtrat gerichtet, philosophiert und schwadroniert Bernd Seifert über Dresdner Brücken, den Semperopernball und, je nach Sachlage, am liebsten über die Geländer dieser Stadt.

Zu Hilfe kommen ihm dabei sämtliche Unsäglichkeiten der Stadtgeschichte, das eine oder andere Bierchen, eine Flasche Kirschi und natürlich das „Büch’l aus’m Täsch’l“

Freuen Sie sich auf einen typischen Dresdner Jahresrückblick mit Ulknudel Bernd und einer Menge gute Laune.
Text + Foto: BT