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Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

Hervorgehoben

Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

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Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

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Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Ausstellung „Verbotene Lust“ von Eva-Maria Hagen in der Galerie Holger John


Pralles Künstlerleben in Bildern: Selbstporträt und „Paradiesvögel“, 1990, mit Tochter Nina und Enkelin Cosma Shiva Hagen.


Eine Filmrolle und „Strandgut für Bärchens Busenfreund“


Marie Biermann sang Lieder ihres Vaters zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Holger John in Dresden.


Galerist Holger John

Der Traum vom Garten Eden

Bilder zwischen Begehren und Aufbegehren, Arkadien und LPG-Landschaft, mit Adam und Eva und Eva und Wolf zeigt eine Retrospektive mit Malerei von Eva-Maria Hagen in der Galerie Holger John in Dresden.

Verbote reizen bekanntlich gerade. Die Ausstellung „Verbotene Lust“ mit Malerei von Eva-Maria Hagen, Sängerin und Malerin, feiert pralle Lebenslust ebenso wie Lust am Denken und Widerspruch. Zur Eröffnung sang Marie Biermann mit viel Witz, Charme und Leidenschaft einige Lieder ihres Vaters, am Klavier begleitet von Jo Aldinger im vollen Galerieraum.

Auf zwei Etagen sind Bilder von Eva-Maria Hagen aus den 1960er Jahren bis zum Jahr 2000 zu sehen. In farbenfroh naiver Malweise, mal poetisch, fantasievoll, verspielt bis freizügig provokant nehmen Träume, Erinnerungen, Lebensvorstellungen zwischen Arkadien und Alltag, Schweben, Fallen und Fliegen auf den Leinwänden Gestalt an. Da tummeln sich  „Adam und Eva, kopfüber“, 1991 entstanden, tanzt ein Paar zwischen Fliegenpilzen mit Gitarre in der Hand und hockt der Liedermacher, Mensch Wolf, grimmig mit Schnauzbart sprungbereit im tiefen Wald. Eva-Maria Hagen war von 1965 bis 1972 die Lebenspartnerin des 1976 aus der DDR ausgebürgerten Liedermachers, den sie unterstützte, bekam ebenfalls Auftrittsverbot und reiste wenig später mit Tochter Nina in den Westen aus. Dem unbeschwerten „Tanz auf der Mauer“ von 1989 folgt der „Tanz im Zwielicht“, 1999. Nichts ist mehr eindeutig. Doch es ist zum Glück nicht verboten zu träumen.

Die Ausstellung „Verbotene Lust“ wurde wegen des großen Zuspruchs bis 20. August verlängert.

Text + Fotos (lv)

Galerie Holger Hohn, Rähnitzgasse 17.
Geöffnet: Di bis So von 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com

 

 

 

 

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Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße


Fotos (lv): WuKaMenta on Tour:  erster Akt zur BRN im Juni 2018 oberhalb der Alaunstraße. Mit dabei der Keramiker Berd Zabka.

Kunst auf der Straße

WuKaMenta 2018 auf der Walz, fünfter Akt, auf der Prager Straße am Pusteblumenbrunnen vom 17. bis 19. August, von 13 bis 20 Uhr
ReparaturWerkstatt Demokratie

Weit entfernt von der Museumstradition hinter verschlossenen Türen und vergitterten Fenstern, jenseits physischer oder metaphorischer Trennwände, lässt der »Kunst der Lüge« e. V. die WuKaMenta als ungezügeltes Wunderkammer-Festspiel frech, bilderstürmerisch, energisch und lustvoll durch die Stadtlandschaft fliegen.

Unsere Gesellschaft ist aus den Fugen. Wie ein Riss im neu verputzten Mauerwerk reicht die Kluft zwischen den verschiedenen Milieus. Bei der Reparaturwerkstatt DEMOKRATIE geht es nicht um eine Schnellreparatur mit Bratwurst und Bier, sondern um echte Begegnungen, Überspringen von Hindernissen und Schaffung neuer Differenzen. Sie nimmt auch das Ausstellen selbst in den Fokus, um zu zeigen, dass jeder Ort zum Ausstellungsort transformiert werden kann.

Die WuKaMenta bietet in der Zeit vom 17. – 19. August jeweils zwischen 13 und 20 Uhr unverdauliche Kunst auf der Prager Straße. Als künstlerische Interventionen, gleich neben dem Pusteblumenbrunnen bespielen sechs aktive Künstler den Platz:  Seina Michaelis mit einem Knopfbüro, Kurt Buchwald mit Röhrenmenschen, Apo – Abdullah Ericek – Radio Performance und Thomas Schönfeld mit Live-Ort-Komposition und es gibt eine Fragebogenaktion.

WuKaMenta ist: Kunst auf Augenhöhe, aus erster Hand, politisch in der Form. Sie setzt sich den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus, erschien als ein »Museum ohne Dach« zur BRN, mit einem dadaistischen Gottesdienst beim Konstruktival, mit einem fahrenden Sommergewitter beim Nachtumzug des Elbhangfestes, als Akademie für Kunst im öffentlichen Raum vor dem Schaubudensommer und nun als Reparaturwerkstatt DEMOKRATIE auf der Prager Straße. Ihren nächsten Auftritt zelebriert die WuKaMenta beim Weinfest in Radebeul im Skulpturengarten von Richard von Gigantikow.

Ohne Schwellen und bei freiem Eintritt steht die WuKaMenta für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Die spielerische Form erlaubt es Künstlern weit besser, in die Gesellschaft hineinzuwirken, denn bei komplexen Zusammenhängen ist der spielerische dem objekthaften Ansatz weit überlegen. Sie regt den Diskurs über künstlerische Ansprüche mitten im urbanen Raum an und setzt zeitgenössische Künstler den gesellschaftlichen Spannungen im öffentlichen Raum aus. Ohnmacht, Perspektivlosigkeit und Gleichgültigkeit, Ignoranz und Unterkühlung werden an der Tankstelle für Lebensenergie umgewandelt.

Die WuKaMenta wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Programm: kunst-der-luege.de

Text + Künstlerische Leitung: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de

Buchhandlung LeseZeichen feiert 20-jähriges Bestehen

Feste lesen

Eine Lesenacht zum 20-jährigen Bestehen der Buchhandlung LeseZeichen und 10-jährigen Bestehen des Literaturforums e.V.

Gefeiert wird mit reichlich Erlesenem am 2. August, um 19 Uhr im Garten der Buchhandlung (Open Air) LESEZEICHEN in der Prießnitzstraße 56 in Dresden.

Die Besucher können sich freuen auf Kurzlesungen mit Prosa und Lyrik von:

Uwe Kolbe,
Jens Wonneberger,
Klaus Funke,
Dieter Krause,
Volker Sielaff,
Marit Heuß,
Undine Materni,
Kerstin Becker,
Ralf Günther,
Patrick Wilden,
Patrick Beck,
Kerstin Polzin

Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung:
Dirk Skiba: Autorenfotos

Die Ausstellung ist vom 2. August bis 20. Oktober 2018 zu sehen.

Veranstaltungs-Info: Jörg Scholz-Nollau

Kunst auf Reisen: Internationaler Art-Workshop mit Ausstellung


Kunst & Begegnung: Auf dem Bild sind sechs der insgesamt acht Künstlerinnen und Künstler aus vier Ländern, die am zweiwöchigen II. Internationalen Art-Workshops in Dresden teilnehmen, zu sehen. Fotos: Joanna Schulte/Erika Walther


„Not that it`s so hard after Warhol“ von Vitor Bossa (Sao Paulo, Brasilien)


„trying for an alphabet“ von Laura Blohmé (Malmö, Schweden)


„logo.rythm“ von Jebah Baum (New York, USA)

Pulsierendes Spiel mit Farbe und Formen

Acht Künstlerinnen und Künstler aus den USA, Brasilien, Schweden und Deutschland weilen derzeit beim II. Internationalen Art-workshop im Atelier von Erika Walther in Dresden, um gemeinsam zu arbeiten, sich auszutauschen und Ausflüge in die nähere Umgebung und nach Prag zu unternehmen.

Veranstaltet vom Verein Ars Terra, werden Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zu den einzelnen Workshops als Artist in Resindence empfohlen. Gastgeberin ist die Skulpturenkünstlerin Erika Walther. In ihrem Kunstforum-Atelier auf der Rostocker Straße 12 in Dresden-Klotzsche findet der II. Internationale Art-Workshop vom 15. bis 29. Juli statt. Neben den bereits erwähnten Künstlern sind außerdem Diana Laucas aus Brasilien, Joanna Schulte aus Hannover, Ulla Andersson und Bernd Möller aus Dresden mit ihren Arbeiten dabei.

Am 28. Juli, um 17 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich ins Atelier von Erika Walther eingeladen zu einer Präsentation der einzelnen Werke mit kleinem Snack und guten Gesprächen. Ausstellungsleiter ist Manto Sillack von der Galerie Sillack in Klotzsche.

Text (lv) und Erika Walther

 

Premiere „Lysistrata oder Der Weiberkrieg“ in der St. Pauli Ruine


Geballte Frauenpower: Lysistrata und ihre Mitstreiterinnen umgarnen und umzingeln, notfalls auch mit Wasserspritzpistolen, kriegsbegeisterte Männer und Ratsherren.
Fotos: St. Pauli Ruine

Witzig-lustvoller Aufstand der Frauen

Mit viel Witz, Power und hitzig-komischen Wortgefechten feierte die zeitlos aktuelle Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes am Freitag abend Premiere in der St. Pauli Ruine.

Als die Frauen von dem „großen Ding“ hören, können sie es kaum erwarten. Doch bevor sie sich ihren Männern wieder liebevoll zuwenden, soll denen erst mal die Lust an kriegerischen Heldentaten gründlich ausgetrieben werden. Dafür setzen die Frauen all ihre Reize ein im Stück “Lysistrata oder der Weiberkrieg“. Die Komödie von Aristophanes hatte am Freitag abend Premiere in der St. Pauli Ruine.

Zunächst zögerlich, Mann, Kind und Hausarbeit zu verlassen, finden die Frauen aus Athen und Sparta zunehmend Gefallen an ihrer Mission als Friedensstifterinnen, statt klein beizugeben und immer nur schwer Verletzte wieder zusammenzuflicken. Sie verbarrikadieren sich auf der Bühne und der Empore hinter rotweißem Absperrband und gehisster weißer Fahne mit magisch schwarzem Dreieck, besetzen die Akropolis und beschlagnahmen den Kriegsschatz.

Die Gesichter kämpferisch mit Lippenstift bemalt, schwören sie ihren Liebesverzicht nicht mit Blut, sondern Muttermilch und lassen ihr „Opfer“, einen jungen Zuschauer, wieder laufen. Mit einem wild-archaischen Ritual-Tanz der Maori, den Ureinwohnern Neuseelands, machen die Frauen sich Mut, strecken frech die Zunge heraus und bieten den Männern leidenschaftlich Paroli. Allen voran Anführerin Lysistrata in blauem Kleid (kraftvoll: Yvonne Dominik), die die anderen zum Durchhalten ermuntert, wenn sie mit allen möglichen Tricks liebessehnsüchtig ausreißen wollen. Da umgarnen drei Wächterinnen (Anna-Sophie Naumann, Rita Stepanek und Anja Rößler) köstlich den verdutzten Kinesias (sanftmütig: Ronald Kieschnik).

Der ist zunächst widerwillig zum Verhandeln bereit, nachdem seine innig geliebte Frau Myrrhine (raffiniert-energisch: Steffi Gerber) ihm den Kinderwagen kalt zurückschiebt, sie ihn erst heiß macht und dann buchstäblich stehen lässt. Da verspotten, umringen und vertreiben die Frauen den despotischen Ratsherren, der zugleich als sensationslüsterner TV-Reporter von Brennpunkten der Welt berichtet (Rainer Leschhorn) und sie spritzen die Kampfhähne mit Wasserspritzpistolen nass. Bis sie schließlich einen öffentlichen Friedenseid ablegen.

Mit viel Witz, Power, hitzig-komischen Wortgefechten der nah am Publikum spielenden Laiendarsteller und zuletzt versöhnlich aufsteigendem Herzluftballon kam die Inszenierung unter Regie von Jörg Berger auf die Bühne. Eine schöne Vision für eine friedlichere Welt. Reichlich Beifall für einen vergnüglich-aufregenden und nachdenklichen Theaterabend.

Text (lv)

Nächste Vorstellungen:

22. und 23. Juli, 8. und 9. August, jeweils 20 Uhr in der St. Pauli Ruine, am Königsbrücker Platz im Hechtviertel

http://www.pauliruine.de

 

Blick hinter die Fassade – Diplomausstellung in der Hochschule für Bildende Künste


Kunsthochschul-Absolvent Oskar Staudinger vor seinen Bildern

Ein humorvoller Akt der Selbsterkenntnis

In einer Bilderserie aus neun Tuschezeichnungen betrachtet Oskar Staudinger seine Zeit an der Dresdner Kunsthochschule. Insgesamt 42 Diplomanden zeigen dort derzeit ihre Abschlussarbeiten.

Eine aufreizend nackte Dame serviert auf einem Tablett wie unter einer Dunstglocke die Hochschule samt Zitronenpresse und Musenengel obendrauf. Einen witzig-hintergründigen Blick hinter die Fassade der Kunsthochschul-Welt wirft Absolvent Oskar Staudinger. Als Beobachter mit Hut und hochgeschlagenem Mantelkragen betrachtet er diese in einer Bilderserie aus neun Tuschezeichnungen auf Papier. Zu sehen sind sie in der derzeitigen Diplomausstellung der Hochschule für Bildende Künste auf der Brühlschen Terrasse (noch bis 9. September, Geöffnet: Di bis So 11 – 18 Uhr).

Im Oktogon und in den neun Atelierräumen zeigen 42 Diplomanden des Jahrgangs Bildende Kunst ihre Abschlussarbeiten. Grafik und Malerei sind dabei wieder stärker vertreten als Gegentrend zur digitalen Bilderflut. Ein Hingucker sind die zeichnerisch leichtfüßigen, eigenwilligen und oft schwarzhumorigen Zeichnungen in spannungsreichen Schwarz-Weiß-Kontrasten von Oskar Staudinger. Sie haben alle das gleiche Format ähnlich wie japanische Holzschnitte, zu sehen im Raum 105 im Erdgeschoss der Hochschule. Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Die Ideen dazu trug der 28-jährige schon lange mit sich herum, bevor sie nun innerhalb von drei Wochen intensiven Zeichnens aus ihm heraus flossen. Wie das Bild „Einführung“, auf dem eine Kunststudentin wie eine Kellnerin mit der Zitronenpresse als Terrine posiert. Er zeichnete sie nackt, weil die Kunsthochschul-Szene größtenteils wie das Märchen „Kaisers neue Kleider“ sei, sagt Oskar Staudinger. „Sie hat einen Drang, die Klamotten sehen zu wollen. Aber da ist nichts. Wenn man nicht die große, intellektuelle Idee sieht, gilt man als Dummkopf oder Kulturbanause.“

Oskar Staudinger ist als „Opernkind“ aufgewachsen. Sein Vater sang als Tenorsänger an verschiedenen Opernhäusern und der Staatsoperette, der Sohn oft bei den Proben dabei und zeichnete, was er sah. Später skizzierte er heimlich Leute in der Straßenbahn. Oskar Staudinger hat von 2013 bis `018 Malerei und Grafik bei Professor Peter Bömmels studiert. Sein Kunststudium hat Staudinger mit Sehr gut abgeschlossen. Er ist ein großer Fan des Phantastischen Realismus und deren Vertretern Arik Brauer und Ernst Fuchs. Weitere Vorbilder sind Edward Gorey und J.E. Milles. An seine Hochschulzeit denkt Oskar Staudinger mit gemischten Gefühlen.

Gute Kunst lebt bekanntlich von Reibung, echter Auseinandersetzung mit den Werken. Stattdessen seien gleich zu Studienbeginn Leinwände von ihm beschädigt worden, erzählt Staudinger. Dann ging das Gerücht um, er sei „Fascho“, nachdem er einmal Pegida parodierte in einer Ausstellung, was aber offenbar nicht eindeutig erkannt wurde. „Man redet von Toleranz. Meint aber nur die Leute, die die eigene Meinung haben“, so Staudinger. Darauf nimmt er ironisch Bezug in den zwei Bildern „Allegorie des christlichen Abendlandes“ und „Das Gespenst“, das eine schwarz verhüllte muslimische Frau zeigt. Und im letzten Blatt Staudinger selbst nackt mit Diplom oder Spiegel in einem „Akt der Selbsterkenntnis“. Dem freien Künstlerdasein sieht er zuversichtlich entgegen.

Zwei seiner Tuschezeichnungen aus der Diplomausstellung tragen bereits rote Punkte und sind verkauft. Darunter das Bild der nackten Kunstkellnerin mit Zitronenpresse. Gefragt ist außerdem das schwarzhumorige Bildmotiv mit der Katze, die auf die Schuhe eines Erhängten blickt. Oskar  Staudinger zeichnet auch, um dunkle Erinnerungen und Situationen im Leben loszuwerden. Den Teddy mit den Haifischzähnen, aber in farbiger Fassung, bestellte der Chefarzt einer Münchner Krebsklinik bei ihm, nachdem er ihn im Herbst letzten Jahres in der ersten Einzelausstellung Staudingers im Kabarett-Theater „Breschke & Schuch“ sah. Zwei Drittel der Arbeiten dort seien inzwischen verkauft, freut sich der frisch diplomierte Künstler.

Im „Sommersalon“ der Galerie Kunst & Eros, der ab Freitag offensteht, sind auch Arbeiten von Oskar Staudinger zu sehen. Einen Auftrag für eine Buch-Illustration, „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann hat der junge Künstler auch schon. Außerdem zeigt er originelle Zeichnungen zu Buchklassikern unter dem Titel „Bilders Best“ im Buchladen „Büchers Best“ in der Neustadt noch bis September.

Text + Fotos (lv)

Mehr zum Künstler:

http://www.oskarstaudinger.com

Siehe auch den Text: „In fernem Land – Malerei und Tuschezeichnungen von Oskar Staudinger im Kabarett Breschke & Schuch“ auf http://www.meinwortgarten.com

Scheune-Schaubuden-Sommer: Heiße Klänge, Tänzerinnen im Popcorn-Rausch und clowneske Zweisamkeit

Eine Frau steckt in einem weißen Lampenschirm-Rock. Nur der Kopf schaut raus. Verzückt schaut sie auf den herab prasselnden Popcorn-Regen, der sich von der Bühne bis in die Zuschauerreihen ergießt. Einen Moment später springt eine der beiden Tänzerinnen mit einem Hula-Reifen wild hin und her, die andere lässt ihren Reifrock kreisen.

Was verbindet Salsa, Popcorn, Hula und Walzer? Das ergründen Yamile Navarro und Jule Oeft von der Ju Wie Dance Company aus Dresden in ihrer assoziationsreichen Performance „Rumichaca Vol. 2“ aus Tanz- und Videobildern, in denen reale und traumhafte Bilder, Alltägliches, Vertrautes und Fremdes, aufeinander treffen. Inszeniert wie ein Werbespot bewegen sich die zwei Tänzerinnen in silbernen, geschlitzten Kleidern, die viel Beinfreiheit lassen, zwischen moderner Unterhaltungswelt mit Smartphones, Kopfhörern und Popcornbecher unterwegs und auf den geheimnisvollen Spuren einer fremden Kultur, angeregt von einer Recherchereise nach Kolumbien vor zwei Jahren. Sie bekamen viel Beifall vom vorwiegend jungen Publikum am Mittwoch abend beim diejährigen Scheune-Schaubuden-Sommer.

Mit viel Witz, Poesie und frechem Charme umgarnt das Clownspaar Kaspar & Gaya die Zuschauer und kommt sich dabei selbst immer wieder in die Quere. Sie gehören zu den Stammkünstlern des Schaubuden-Sommers, die man immer wieder gern sieht. Und wenn sie mal eine Weile nicht da waren, mit noch mehr Freude und Neugier.

Kaspar will wieder besonders glänzen, preist sich in lustiger Clownssprache und scheucht Madame Gaya umher, um das Publikum immer wieder aufs Neue zu überraschen. Sie bietet ihm ebenso gewitzt wie erfinderisch Paroli, mal verlegen kichernd, mal übermütig begleitet sie seine Eskapaden, agiert voll Power am Schlagzeug, o la la! Und zerlegt ganz in Spiellaune seine Posaune und klebt sie liebevoll wieder zusammen, während sich ihm dabei alles umdreht. Während sie laut und ausführlich über existenzielle Fragen, wie den Austausch miteinander, warum und weshalb nachdenkt, schleicht er von hinten mal wie Dracula mit Reißzähnen und als gehörnter Unhold um sie herum. Überaus komisch nehmen sie die Tücken des menschlichen Zusammenseins aufs Korn.

Als Gipfel  landet Kaspar eingeklemmt in einer Tonne, Gaya hält es für ein Spiel und zischt, er soll da rauskommen… Und schreit laut um Hilfe, nachdem alles Hin und Her rollen des in der Tonne Eingesperrten nichts nützt. Zusammen mit einem Kind, das mit anpackt, gelingt es Gaya schließlich Kaspar aus seiner Bedrängnis zu befreien. Und beide können doch noch gemeinsam strahlen.

Am Donnerstag abend sind Kaspar & Gaya noch einmal zu erleben beim Schaubuden-Sommer.

In einen wahren Klangrausch versetzen die vier Beatboxer von The Razzones aus Berlin die Zuschauer. So voll das Zelt, so toll die Stimmung! Man vergisst, dass man eigentlich keinen Techno und Partymusik mag. Das hier ist anders, voller Herzblut und Rythmus gesungen mit vollem Körpereinsatz. Unwiderstehlich. Nur mit dem Mund und Mikro mixen sie Musikstile querbeet von Klassik, Pop bis Rap, entführen heiße Sounds und Geräusche und Songs aus dem Großstadtdschungel ans Meer mit Möwenschreien und Wellenrauschen. Einfach grandios.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de


Im Popcorn-Rausch: Yamile Navarro und Jule Oeft von der Ju Wie Dance Company aus Dresden.


Strahlen und Streit in stretem Wechsel: das Clownspaar Kaspar & Gaya


Klangrausch mit den Beatboxern von „The Razzones“


Mit ihrem neuen Programm „Piepshow“ kommt Sängerin Anna Mateur & The Ringtones zum Scheune-Schaubuden-Sommer. Zu erleben von Freitag- bis Sonntag abend.

Hereinspaziert zum 21. Scheune-Schaubuden-Sommer!


Wandlungsfreudig: Pantomime Elias Elastisch

Härtetest mit Maus.


Budenzauber-Vergnügen für klein & groß: Mittendrin Helmut Raeder, künstlerischer Leiter des Scheune-Schaubuden-Sommers.


Komischer Magier und rasanter Jongleur: Aaron Dewitz


Witzig-romantisch: „Biene“ umschwirrt „Blume“

Düsteres Fantasy-Spektakel mit Puppen und Musik: Die Gruppe „Dirty Granny Tales“ aus Griechenland.


Schlagendes Tanz-Duell: Wer schlägt den anderen am besten und schönsten aus dem Ring, Rampenlicht?! Performance mit der Joshua Monten Dance Company.

Laute Stille und tanzende Schläge

Von vielfältiger Pantomime bis zu ausgelebter Kampffreude reicht die Bandbreite beim 21. Scheune-Schaubuden-Sommer vom 12. bis 22. Juli.

Luftakrobaten, hangelnde Harlekine und auf vielerlei Art vergnügte Wesen schweben, auf durchsichtige Gaze gezeichnet, hoch über den Zuschauerköpfen auf dem Platz. Die witzig-fantasiereiche Figurenwelt für den 21. Scheune-Schaubuden-Sommer hinter dem Kulturzentrum Scheune in der Neustadt gestaltete das chilenische Künstlerpaar César und Muriel Olhogaray. Leuchtend beringte Laternen hängte KETE auf und die originelle Beschilderung stammt von Spacke.

Über 70 Künstler aus aller Welt laden seit Donnerstagabend die Besucher wieder zum Wandeln, Wundern, Träumen und Genießen in den Zelten und auf Freisitzen unter Bäumen ein. Jeden Abend stehen zwölf bis fünfzehn verschiedene Shows – von Körper- und Objekttheater, Puppenspiel über Tanz, Clownerie, Beatboxern bis zum Honig-Bad im Selbsterfahrungsraum – zur Auswahl. Am Eröffnungsabend bildeten sich lange Schlangen vor den Buden. Rund 1200 Leute passen auf den Platz. „Wir freuen uns auf elf Budennächte voller Zauber, Schönheit und Frohsinn“, sagt Helmut Raeder, der künstlerische Leiter des Schaubuden-Sommers. „Regen schreckt uns nicht, die Aufführungen sind gut bedacht. Bis auf die Arena als neuer Spielort.“ Unbedingt sehenswert ist „Herr Kasimir“ alias Aaron Dewitz als rasant jonglierender Komiker mit Bällen, Keulen, Hut und weißem Stöckchen umherwirbelnd wie Charlie Chaplin, und als kurioser Magier mit Lampion auf dem Kopf, kein Fettnäpfchen auslassend, begeisterte er das Publikum.

Wie reichhaltig „Laute Stille“ sein kann und dass Pantomime weitaus mehr als „weiße Haut“ ist, zeigt der Schauspieler und Pantomimekünstler Elias Elastisch sehr wandlungsfreudig im Spiel hinter und vor einer schwarzen Wand. Er verblüfft von Szene zu Szene, begleitet von Klassik- bis Hardrockklängen als genervt festsitzender Reisender, einsamer Genießer, Geheimagent und schriller Zirkusdirektor im Härtetest mit einer Maus. Im Saal sorgt ein düster-albtraumhaftes Fantasy-Spektakel mit vier Musikern mit gespenstischen Masken und einer mittendrin zappelnden weißen Tänzerin und einer monsterhaften Puppe für Gänsehaut, inszeniert von der Gruppe „Dirty Granny Tales“ aus Griechenland. Mehrere Zuschauer verließen vorzeitig die Vorstellung.

In der Arena im „Graffiti Rondelli“ geht es buchstäblich schlagfertig zu. Ein Mann und eine Frau in kurzen Hosen, Hemd und Krawatte ohrfeigen sich heftig, strahlen dabei und verteilen Flyer an die Zuschauer. Sie befestigen Absperrband vor den Zuschauerreihen wie in einem Boxring. Dann hagelt es Schläge formvollendet in getanzter Choreografie, reihum zwischen zwei Männern und einer Frau, zu mal sanften Geigen- und feurigen Balkanklängen. Die Schweizer Joshua-Monten-Dance-Company nimmt unter dem Motto „Little Joy“ lustvoll-humorvoll Kämpfe jeder gegen jeden, Mann gegen Frau aufs Korn in ihrer umjubelten Performance. Der Scheune-Schaubuden-Sommer geht noch bis 22. Juli. Der Festival-Platz ist täglich ab 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt  kostet 3 Euro. Das Einzelticket pro Show  5 Euro, das Dreierticket 12 Euro. Nach Mitternacht gibt es außerdem Konzerte für Nachtschwärmer im Festivalclub.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de

Erste WortKlänge aus dem KlangLabor


Bilder, Wortspiele und Klänge entstehen aus dem Moment heraus – mit viel Spaß und Fantasie im KlangLabor: meinwortgarten-Autorin Lilli Vostry und Elias freuen sich auf weitere neugierige. erzählfreudige Kinder.
Die nächsten Male der Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ sind am 18. und 25.7., von 17 – 19 Uhr auf der Lommatzscher Str. 6 in Dresden.

Hier könnt Ihr unsere ersten gemeinsamen Reimgedichte lesen. Mit getextet hat Aerdna Harp, Mama von Elias, die außerdem Harfe spielt und malt.

Roter Flitzer

Siehst du mich blinken
ich kann nur noch hinken

oh wei
mein Rad ist entzwei

gib schnell das Abschleppseil
dann flitz ich wieder
wie ein Pfeil

der Fahrer hat `nen Knall
den schieß ich ins All

(11.7.2018)

Aerdna

Aschenbrödel
nudeldick
liebt das Reisen sehr
wenn es nur nicht
solch ein Angsthase wär

sie hört einen Klang
ihr ist nicht mehr bang
wen sieht sie dort
einen Dudelsackspieler
am holden Ort

und sie gesteht sich ein:
Das könnte Einer für immer sein!

(11.7.2018)

LiebesSchläge

Interessant ist die Liebe
sie versetzt Hiebe (und Berge)
blaugefleckt voller Ideen
bleibe ich
nicht mehr stehen

lache ihr locker
ins Gesicht

lebendig ohne Kriege
nehme ich die Liebe

(11.7.2018)

Auf zu neuen Geschichten-Abenteuern… Fotos (2): Aerdna HarpOffen für neue KlangWelten: Andrea Dorschner alias Aerdna Harp mit ihrer Harfe. Foto: lv

 

 

 

 

 

 

 

21. Scheune-Schaubuden-Sommer: ein Kosmos aus Kleinkunst & Poesie lockt wieder


Foto: Lilli Vostry

Bühne frei für neuen Budenzauber!

Der XXI. Scheune Schaubudensommer  – Internationales Festival für Theater, Vergnügen und Musik lädt mit prallem kunterbunten Programm wieder zum Wandeln, Wundern und Genießen vom 12. bis 22. Juli auf dem Platz hinter dem Kulturzentrum Scheune auf der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt. 

Es ist wieder soweit: der 21. Scheune Schaubudensommer steht auf dem 10-Meter-Turm und ist bereit mit vierfachem Doppel-Salto dem Sommer die Krone aufzusetzen und mit Furore dem Theater, dem Tanz, der Kunst und dem Skurrilen Raum zu schenken.

Fast ein Dutzend Sollkuckstellen rund um die Scheune baut er auf und freut sich auf ein herrliches Programm. Es gilt hierbei nichts zu verpassen, denn neben feinsten Mulitmedia-Shows in Containern, über Strickwelten im Saal, lurchige Weisheiten, melancholischem Puppenspiel, avantgardistischen Performances bis hin zu Mit-Tanz-Zelten hat er sich große Mühe gegeben der Abwechslung den ersten Platz einzuräumen.

Der Kosmos aus großer Kleinkunst lädt in diesem Jahr erneut zum Ausbruch aus der Realität und wird sich wie immer in ein neues noch geheimes Gewand hüllen. Die Zelte sind frisch gemangelt, der Saal gelüftet und die Container mit Elsterglanz zur Höchstform poliert. In ihnen trifft man bekannte und geliebte Künstler und Künstlerinnen, aber es gibt auch die große Chance sich in neue Menschen zu verlieben und schwebend den Platz zu verlassen.

Genre-sprengend, manchmal aber auch ganz klar spartenbezogen hält der 21. Scheune Schaubudensommer einen Platz voller Abwegigkeiten, Freude, Sonderlichem und Überraschungen bereit. Über 70 internationale Künstler und Künstlerinnen sorgen für elf spannende Sommernächte. Jeden Abend stehen zwölf bis fünfzehn verschiedene Aufführungen, Shows, Performances zur Auswahl. Bis zu vier Darbietungen kann man hintereinander erleben und dann um Mitternacht im Festival-Club den heißesten Bands lauschen.

Das ausführliche Programm gibt es unter www.schaubudensommer.de und
unter
www.facebook.com/SchaubudenSommer.

Der Festival-Platz an der Scheune Dresden ist ab 18:30 Uhr geöffnet.
Der Eintritt auf den Platz kostet 3,00 € für Erwachsene.
Tickets für die Shows gibt es ausschließlich an der Abendkasse.
Der Eintritt für eine Vorstellung (ca. 20 – 30 Minuten) kostet 5 €.
Das Dreierticket kostet 12 €.
Das ermäßigte Ticket für Kinder (abends 5-12 Jahre, Familiennachmittag 2-12 Jahre) kostet 2 €.

Text: Dana Bondartschuk/Presse – und Öffentlichkeitsarbeit Scheune-Schaubuden-Sommer