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Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

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Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

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Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

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Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Voll der Osten – Eine fotografische Zeitreise in die DDR an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul


Podiumsrunde mit den Gesprächsgästen Jens Weißflog, Harald Hauswald und Stefan Wolle, moderiert von Vertretern der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Das pure Leben

Die Ausstellung „Voll der Osten“ mit Fotografien von Harald Hauswald in den Landesbühnen Radebeul nimmt die Besucher mit auf eine bewegend-spannende Zeitreise in die DDR.

Ein Foto, das Bände spricht. Drei Männer sitzen in einer U-Bahn
in Ostberlin. Der eine betont gleichgültig, sieht weg. Der Mann in der Mitte schaut müde, eine Hand verbunden, über seine Aktentasche. Der alte Mann mit Fellmütze neben ihm sieht traurig, besorgt aus. Ein anderes Bild zeigt eine Gruppe aus einem Seniorenheim auf einem Ausflug an der Ostsee, sie gehen am Strand in einer Reihe hintereinander, einige stehen abwartend da, die anderen werfen Ringe in die Luft, schwenken sie und winken in die Kamera. Nahe geht auch die Momentaufnahme mit der scheuen Katze auf dem Fenstersims und zwei Kindern, die halb die Gardine über dem Kopf, aus dem Fenster schauen. Schüchtern und neugierig zugleich.

Das Bild der Fahnenträger am Alexanderplatz, vom Regen aufgeweicht und aufgelöst die starre Ordnung, zeigt schon die Endzeitstimmung. Einige der Fotografien hängen vor den großen Glasfenstern im Foyer der Landesbühnen als besondere Hingucker der Ausstellung “Voll der Osten – Leben in der DDR“ von Harald Hauswald mit Texten des Historikers Stefan Wolle. Sie kam zustande mit Unterstützung  der Bundesstiftung zur Aufklärung der SED-Diktatur. Zur rege besuchten Eröffnung der Schau am Montagabend gab es eine Podiumsdiskussion, moderiert von Vertretern der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Mit dem aus Radebeul stammenden Fotografen Harald Hauswald, der hier 1954 geboren wurde und 1977 nach Ostberlin zog, dem Historiker Stefan Wolle und dem bekannten Sportler und mehrmaligen Skisprungweltmeister der DDR, Jens Weißflog, der inzwischen als Hotelier und kommunalpolitisch aktiv ist.

Kurz vor dem Jubiläum 30 Jahre „Friedliche Revolution“ im kommenden Jahr nimmt die Ausstellung die Besucher mit auf eine Zeitreise in ein Land, das Geschichte ist. Jedoch mit vielen Geschichten, Erinnerungen, Lebensläufen, die bis heute nachwirken und auch gesehen werden wollen. Es ist bereits die zehnte Ausstellung dieser Art, die an öffentlichen Orten im In- und Ausland unterwegs ist. Die Bildertafeln mit den Schwarz-weiß-Aufnahmen Hauswalds sind in 18 Themen gegliedert, die aus subjektiver Perspektive erzählen von Abschied, Einsamkeit, Gemeinschaft, Kindheit und Jugend, Neugier, Flucht, Macht, Lüge bis Zärtlichkeit.

Hauswald begann als Telegrammbote in Ostberlin nebenher zu fotografieren im Prenzlauer Berg. Westberliner Freunde brachten ihm Fotobücher mit, wo er vor allem die Magnum-Fotografen aus Paris sich zum Vorbild nahm mit ihrer Straßenfotografie, die authentisch Menschen, Situationen und Stimmungen festhält. Bilder, die überall auf der Welt verstanden werden, wie das sich küssende junge Paar an einem U-Bahnaufgang, fröhliche Hinterhoffeste oder die Anspannung vor einem Fußballspiel zwischen Fans und Ordnungskräften.

„Diese freie Fotografie, die das pure Leben ablichtete, gab es im Westen nicht, außer während der `68er-Bewegung“, so Hauswald. Fotomaterial war erschwinglich und gut, bis auf die braunstichigen Farbfilme und das Leben kostete fast nichts. Jens Weißflog vermisst in den Schwarz-weiß-Fotos Hauswalds „etwas die Buntheit des Lebens, die es ja auch gab in der DDR. Man ist nicht den ganzen Tag gebeugt unter der Diktatur herumgelaufen. Es ist die große Bandbreite der Geschichte, die verbindet“, sagte er mit Blick auf die Ausstellung, die jeder aus seiner Biographie und Erlebtem heraus betrachtet. „Es sollte jedem gestattet sein, dass er bestimmte Dinge korrigiert und seine Lebenswirklichkeit hat“, so Weißflog. Mit der Wende veränderte sich nicht so viel für ihn. „Bei mir ging es darum, möglichst weit und schön zu springen, das ging in Ost wie West, von oben nach unten. Die Welt um mich herum hatte sich verändert, doch was ich tat nicht“, sagte der Skispringer. Die Wendezeit sei wahnsinnig spannend gewesen. „Doch um überhaupt Erfolg zu haben auch nach der Wende, musste man sich auch selber kümmern, auf Sponsorensuche gehen.“

Harald Hauswald fotografiert derzeit für ein Projekt zum Thema Europa der Fotografen-Agentur Ostkreuz und fährt dafür zusammen mit seiner Frau mit der Bahn die Route des Orient-Expresses. Mit dem Rail-Road-Ticket könnten auch junge Leute quer durch Europa, von Skandinavien bis zum Balkan reisen. „Das Beste was man machen kann, um andere Nationen in Europa besser zu verstehen“, sagt Harald Hauswald. Die Foto-Ausstellung „Voll der Osten“ ist noch bis 25. November in den Landesbühnen zu sehen.

Text + Fotos (lv)

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Kleines Welttheater zurück aus der Sommerpause


„Jägerstolz im Unterholz“ mit Mario Grünewald und Alf Mahlo
Foto: Robert Jentzscn

Komödien mit Herz und Humor

Henriette Ehrlich und Alf Mahlo spielen wieder im Radebeuler Theater.

Seit letztem Jahr sind Alf Mahlo und Henriette Ehrlich mit ihrem „Kleinen Welttheater“ am Radebeuler Anger zuhause. Mit kleinen, feinen Theater-Stücken aus der eigenen Feder traf das Künstlerpaar bis zum Frühsommer dieses Jahres immer wieder direkt in Herz und Seele ihrer Besucher. Nun soll es endlich genauso weitergehen: „Wir haben unsere Open-Air-Tour erfolgreich beendet und sind wieder auf unserer Radebeuler Bühne zurück“, sagt Alf Mahlo.

Gezeigt wird nun unter anderem wieder das Stück „Jägerstolz im Unterholz“, das schon jetzt Kultstatus erreicht hat und nicht nur Jäger zum Lachen bringt. Aber auch die neueste Schöpfung aus Mahlos Feder wird fortgeführt: „,Die schönsten deutschen Märchen… in 70 Minuten‘ haben sich sehr gut eingespielt. Das Stück, das sich für Erwachsene genauso eignet, wie für Kinder, hat sehr großen Anklang gefunden“, so Mahlo weiter.

Nach längerer Pause ist diesen Freitag, 21. September, auch Henriette Ehrlichs Soloprogramm „Testosteron ist kein Badezusatz“ zurück im Programm. Die Schauspielerin zieht darin mit wohltuender Zielsicherheit alle Register ihres großartigen Bühnenhandwerks. Ihre Wandlungsfähigkeit verführt das Publikum blitzartig von humoristischen Höhenflügen hin zu tränenrührender Empfindsamkeit. Sie hat dabei stets ihr Publikum im Visier und zelebriert Improvisationskunst vom Feinsten!

Besonderes Highlight ist in diesem Winter die fliegende Musik-Weltreise „Der Weihnachtsexpress“. Alf Mahlo dazu: „Wir haben es eigentlich als Sonderprogramm für Weihnachtsfeiern konzipiert. Es wurde aber schon jetzt so gut angenommen, dass wir es auch im regulären Programm spielen werden – zwei Termine sind sogar bereits ausverkauft!“

Start ist jeweils um 20 Uhr im Kleinen Welttheater. Das komplette Programm und Eintrittskarten gibt es auf www.kleines-welttheater.de und www.dd-ticket.de sowie über die Hotline 0351 32337393.

Weitere Infos: www.kleines-welttheater.de

Text: meeco Communication Services

Foto-Ausstellung „Voll der Osten“ von Harald Hauswald an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Voll der Osten – Leben in der DDR

Eine Foto-Ausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle.

Zur Eröffnung am 17. September, um 19 Uhr im Foyer der Landesbühnen Sachsen in Radebeul findet ein Podiumsgespräch mit dem Fotografen Harald Hauswald, dem Historiker DR. Stefan Wolle und dem mehrfachen Skisprung-Weltmeister aus der DDR, Jens Weißflog, statt. Moderiert von Dr. Roland Löffler, Direktor und Dr. Eva-Maria Zehrer, Referatsleiterin der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Veranstalter der Foto-Ausstellung ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ – Agentur der Fotografen.

Harald Hauswald wurde 1954 in Radebeul geboren und ist Gründungsmitglied der Agentur OSTKREUZ. Nach einer Lehre als Fotograf zog er 1977 nach Ostberlin und wurde dort in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen. Das soziale Interesse machte ihn zusammen mit seiner künstlerischen Ambition innerhalb kürzester Zeit zu einem bedeutenden Fotografen des Ostens. Als erster DDR-Fotograf veröffentlichte er unter anonymen Namen Fotoreportagen in westlichen Magazinen wie GEO, dem Zeitmagazin oder der Taz. Mittlerweile ist Harald Hauswald Träger des Bundesverdienstkreuzes und wurde mit mehr als 250 Einzelausstellungen in ganz Deutschland, den USA, Frankreich, Italien und den Niederlanden, sowie unterschiedlichsten Publikationen zum Thema Ost-Berlin, zu einem angesehenen deutschen Fotografen. Seine Bilder aus der Zeit vor der Wende haben das Bild der DDR und die Erinnerungen an Ostberlin deutlich mitgeprägt.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 17. September bis 25. November 2018.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0,

Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de 

Premiere „Go Trabi Go“ in der Comödie Dresden


Foto: Robert Jentzsch. Der Star des Musicals: Trabi „Schorsch“ samt Insassen auf großer Abenteuerfahrt durch den „wilden Westen“ nach Italien.

Zündender Humor mit Trabi „Schorsch“

Der Kultfilm „Go Trabi Go“ erobert nun als witzig-schräge, musikalische Roadkomödie die Bühne. Die Uraufführung  war am Freitag abend in der Comödie Dresden.

Die Mauer ist gefallen und die große weite Welt steht auch Familie Struutz aus Bitterfeld offen. Voll Neugier und Aufbruchstimmung starten sie mit ihrem himmelblauen Trabant „Schorsch“ auf den Spuren Goethes nach Neapel. Dabei wird die Fahrt durch den „wilden Westen“ ans Urlaubsziel zu einem witzig-aufregenden Abenteuer. Der Kultfilm „Go Trabi Go“ von Peter Timm und Reinhard Klooss aus dem Jahr 1991, der den Dresdner Kabarettisten Wolfgang Stumph über Nacht deutschlandweit bekannt machte, nimmt nun rasant komisch Fahrt auf als musikalische Roadkomödie.

Die Uraufführung war am Freitag abend in der Comödie Dresden. Als Bühnenkulisse genügen eine Treppe mit endlos schwarzer Landstraße in der Mitte, auf der die insgesamt neun Darsteller in schnellem Rollen- und Kostümwechsel Ossis, Wessis und Südländer spielen, singen und tanzen und die Reise von Familie Struutz nach Italien begleiten. Wie der Film lebt auch das Musical (Buch: Christian Kühn, Regie: Katja Wolff) vor allem von den witzig-schrulligen, ehrlich direkten Dialogen voller Ostfeeling, die frisch und unverbraucht immer noch den Nerv der Zuschauer treffen. Zusätzlich zünden die gefühlreich mitreißende Musik des Komponisten Dominik Walenciak und die originellen Songtexte von Carsten Golbeck.

Der himmelblaue Trabi „Schorsch“ fährt unter Beifall ratternd auf die Bühne. Der mehr als ein Auto, nämlich der beste Freund für den Familienvater und Deutschlehrer Udo Struutz (schön kauzig: Lorenz Liebold) ist, mit dem er durch dick und dünn geht, mit ihm redet und ihn liebevoll pflegt. „Denn da ist noch so viel Leben im Blech…“, heißt eine Liedzeile. Der geliebte „Schorsch“ erlebt mit seinem Fahrer, seiner eifrig Bemmen verteilenden Frau Rita (Anja Pahl) und der kess-aufmüpfigen Tochter Jaqueline (Lucille-Mareen Mayr) samt Zelt auf dem Dach auf der Reise einige Strapazen.

Er erträgt tapfer Trabi-Witze wie der vom Kuhfladen, der lästert, wenn der Trabi ein Auto ist, sei er eine Pizza. Er muss mehrmals in die Werkstatt und dann werden Udo unterm Hintern weg nachts auch noch die Räder vom Trabi geklaut. Die Sachsen werden widerwillig freundlich in der Familie einer früheren Schulfreundin in Bayern empfangen, die alles vor ihnen verstecken und ihnen großzügig ihr Wohnmobil zum Übernachten überlassen, zum halben Preis zusammen mit einem Türken und ihrer Bernhardinerhündin „Püppi“.

Sie erleben Hilfsbereitschaft im Ausland und haben plötzlich eine volle Brieftasche und können im First Class Hotel übernachten, da der italienische Polizist Rita nicht versteht, als sie ihm erklärt: “Dieb im Gully, ,Canale Grande`. Mafiosi, knattera peng…“  Da unternimmt Udo eine Spritztour mit drei temperamentvollen Italienerinnen, die der Trabi fast nicht übersteht, da feiern und genießen Mutter und Tochter die neue Lebensfreude ohne Verständigungsprobleme. Gute Laune versteht schließlich jeder! Und kommen sich auch Rita und Udo als Paar wieder näher.

Am Ende der Reise hat sich nicht nur Trabi “Schorsch“ verändert, mit gelber Motorhaube, roter Stoßstange und grünen Rädern. Eine quirlig-erfrischende Aufführung, die die Ostseele kitzelt. Begeisterter Beifall und stehende Ovationen gab es dafür vom Publikum.

Text (lv)

http://www.Comoedie-Dresden.de

Ausstellungseröffnung „Klimagerechtigkeit“ mit Fairem Klimafrühstück im Ladencafé „aha“

Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an

Die Gruppe Dresden fair.wandeln lädt am 17.09.2018 um 9 Uhr zur Ausstellungseröffnung „Klimagrechtigkeit“ ins Ladencafé aha ein. Zur Eröffnung wird ein Faires Klimafrühstück angeboten, das außerdem über den zugehörigen CO2-Fußabdruck informiert. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen begrüßt die Gäste.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (16. – 22.9.2018) und der Internationalen Fairen Woche (14. – 28.9.2018) lädt die Gruppe Dresden fair.wandeln zu einem Fairen Klimafrühstück ins Ladencafé aha ein. Konkreter Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Klimagerechtigkeit“. Neben Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen wird Prof. Dr. Günther von UNO Flores eine kurze Rede halten, welchen Beitrag die Kommune bzw. der Einzelne zum Klimaschutz leisten kann. Schüler_innen der Christlichen Schule Dresden führen einen Poetry Slam zum Thema auf.

Die Verkehrswende und Veränderungen in der Ernährung sind die Voraussetzungen dafür, dass die BRD ihre Klimaziele erfüllen kann: „Die Art und Weise wie wir mobil sind, trägt erheblich zu den Klimaveränderungen bei. Der Verkehrsclub Deutschland schreibt: ‚Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 geht auf das Konto des Verkehrs und stammt v.a. aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern.‘ Jede*r Deutsche verbraucht im Schnitt zehn Tonnen CO2. Klimaverträglich und gerecht wären aber unter zwei Tonnen. Mit dem Fahrrad statt SUV durch die Stadt zu fahren, trägt also erheblich zur Klimagerechtigkeit bei“, sagt Antonia Mertsching, Mitglied der Gruppe Dresden fair.wandeln.

Silke Pohl, Ökumenisches Informationszentrum, sagt: „Zwei Tonnen CO2 kann weltweit jeder Mensch jährlich ausstoßen, ohne dass es dem Klima schadet. In Deutschland sind es aber 10 Tonnen pro Kopf und davon 1,75 Tonnen für Ernährung. Weltweiter Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an, z. B. mit weniger Fleisch und mehr regionalem und saisonalem Obst und Gemüse. Beim Fairen Frühstück zeigen wir, dass es geht.“

Hintergrund zur Ausstellung

Die beeindruckenden Bilder der Fotoausstellung „Klimagerechtigkeit“ lassen keinen Zweifel – die globale Erwärmung bringt die ökologische Balance des gesamten Planeten aus dem Gleichgewicht. Die Auswirkungen sind vielfältig und insbesondere in den ärmeren Ländern kaum zu bewältigen.

https://www.klimabuendnis.at/fotoausstellung-klimagerechtigkeit

Hintergrund zur Gruppe Dresden fair.wandeln

Die Gruppe Dresden fair.wandeln ist eine Initiative vom Handelsverband Sachsen, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen, dem Dresdner Stadtverband von Bündnis90/Die Grünen, der Lokalen Agenda 21 für Dresden, der Micha-Initiative Dresden, dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden und dem Ladencafé aha. Der Gruppe wohnt ein Vertreter der Stadt Dresden bei. Ziel der Initiative ist, die Idee des Fairen Handels in der Stadt zu fördern.

http://www.dresden-fairwandeln.de

Text: Antonia Mertsching/Koordinatorin

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. (ENS)
Kreuzstraße 7
01067 Dresden

0351 492 33 61 (Telefon), 0351 492 33 60 (Fax)
antonia.mertsching@einewelt-sachsen.de

http://www.einewelt-sachsen.de

Für Spenden:

Konto: ENS
IBAN: DE03850205000003589400
BIC: BFSWDE33DRE
Bank für Sozialwirtschaft

Puppenspieltage im August-Theater


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Dresden – die heimliche Puppentheaterhauptstadt

Puppenspieltage am 14. und 15. September im August-Theater

Bereits zum dritten Mal veranstalten die „Freunde der Puppentheatersammlung e. V.“ die Puppenspieltage in Dresden. Dieses Jahr kommt das Fest erstmals an einen Ort, wo Puppentheater täglich gelebt wird – ins August-Theater im Pieschener Rathaus. Die Gründer des Theaters, Randi und Grigorij Kästner-Kubsch, feiern dort nur eine Woche zuvor ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum und haben e ine Ausstellung gestaltet, die auch während der Puppenspieltage zu sehen sein wird.

Im Fokus des Festes steht in diesem Jahr die Stadt Dresden und ihre besondere Beziehung zum Puppentheater. Lars Rebehn, Kurator der Puppentheatersammlung Dresden, eröffnet am Freitag, 14. September, um 20 Uhr die Puppenspieltage mit einem kurzweiligen Vortrag, in welchem er erläutert, warum Dresden Deutschlands Puppentheaterhauptstadt ist. So waren bereits Anfang des 17. Jahrhunderts die ersten festen Hofkomödianten nicht etwa Schauspieler, sondern Puppenspieler und auch im 18. Jahrhundert gaben Puppenspieler Privatvorstellungen am Dresdener Hof.

In den 1920-er Jahren war der Raum Dresden das Zentrum des deutschen Handpuppenspiels, hier begann unter anderem der Siegeszug des Hohnsteiner Kaspers. Nach den verheerenden Ereignissen des zweiten Weltkrieges war es die Marionettenbühne Apel, die 1945 wieder spielte und gleich Dresdens erfolgreichstes Theater wurde. Später wurde in Dresden die erste Stabpuppeninszenierung der DDR aufgeführt. Auch heute ist das städtische Puppentheater eines der größten Deutschlands und dank des Umzugs ins Kraftwerk Mitte auch die Bühne mit dem neuesten und modernsten Haus.

Für den praktischen Teil des Festes wurden zwei Spieler verpflichtet, mit denen die Bandbreite des Puppentheaters verdeutlicht werden soll. Am Samstag, 15. September, zeigt das VIVID-Figurentheater Chemnitz um 15 Uhr das Stück „Däumelinchen“, ein Tischtheaterstück für Kinder ab 3 Jahren. Abends um 20 Uhr spielt das Preußsche Marionettentheater Berlin das Stück „Die Zauberflöte“. Hier handelt es sich um eine Inszenierung mit wunderschönen Marionetten, geschaffen von Barbara und Günter Weinhold, die sich an Jugendliche und Erwachsene richtet und Inhalt und Musik der Mozart-Oper auf ganz eigene Weise aufgreift.

Karten gibt es an der Tages-/Abendkasse. Auf Grund begrenzter Platzkapazität empfiehlt sich eine Reservierung unter 0351 26661772 oder unter post@puppentheaterfreunde.de.

Weitere Infos: www.puppentheaterfreunde.dewww.skd.museum und www.august-theater.de

Text: meeco Communication Services

Ausstellung „Venus` Flor“ in der Galerie Kunst & Eros


Musa Carmina der Künsterin „Fides Linien“.
Foto: Galerie Kunst & Eros

Fides Linien »Venus` Flor«

Papierkunst · Carta Staminea

Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros vom 14. 
September bis 16. November 2018

Vernissage am 14. September 2018 · Beginn 19.30 Uhr
Begrüßung: Janett Noack, Galeristin; Einführung: Solvig Frey
Musik: Danny Leuschner – Akkordeon & Bandoneon

In der Ausstellung »Venus` Flor«  werden neue Kunstwerke der Künstlerin Fides Linien gezeigt. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin mit den Facetten von Weiblichkeit, Sinnlichkeit, Schönheit und Identität. Dabei untersucht sie die Beziehungen zwischen Körperlichkeit und Mode sowie Verhüllung und Enthüllung des weiblichen Körpers. Ihre transparenten, künstlerischen Arbeiten bestehen aus verschiedenen selbst hergestellten, handgeschöpften Papieren, in denen auf höchst anspruchsvolle Weise filigrane Motive mit eingelegten Fäden angefertigt sind.

Veranstaltungstipp

»Wie Perlen auf einer Schnur« Texte von Frauen und nicht nur für Frauen

Freitag, 28.9. 2018

Ein Leseabend mit musikalischer Begleitung · Beginn: 19.30 Uhr · Ort: Galerie Kunst & Eros. Es lesen: Kristin Rudloff & Solvig Frey · Akkordeon/ Bandoneon: Danny Leuschner

Eintritt: 10 €, Kartenreservierung wird empfohlen!

Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden
Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr, Tel.: (0351) 802 47 85 

http://www.kunstunderos.de, info@kunstunderos.de 

Spielzeit-Eröffnung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Phantastisches mit Karl May und Pariser Leben

Spielzeit-Auftakt am 15. September mit Angeboten zum Reden, Diskutieren und Genießen an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

 

Am Sonnabend starten die Landesbühnen Sachsen mit einem spannenden Angebot im Haus und im Karl- May-Museum. Bereits ab 17.00 Uhr heißt es im Glashaus „Anrechtler willkommen“.  Intendant Manuel Schöbel und die Spartendirektoren stellen den Anrechtsinhabern unsere vielfältigen Premieren und Aktionen vor und kommen mit Ihnen ins Gespräch.

18.30 Uhr folgt die Soiree zu den Musiktheaterproduktionen „Das Licht auf der Piazza“ und der Operette „Pariser Leben“. Sebastian Ritschel und Manuel Schöbel stellen ihre Inszenierungen vor.

In der Theaterkneipe führt  Sandra Maria Huimann in den Genuss und Nutzen von Wein ein. Ein heiterer, satirischer Abend.

Karl May (gespielt von Holger Uwe Thews)  ist an diesem Abend im Karl May Museum unterwegs. Seine Romanhelden Winnetou und Old Shatterhand (beide dargestellt von Jürgen Haase) gehen mit ihm ins Gericht und hinterfragen viele seiner Ideen. Eine amüsante Begegnung und ein absolutes Muss für alle Karl-May-Fans, die diese  zwei Abende während des Radebeueler Bilderbogens noch nicht erleben konnten.

Sa.,15.9.2018,      20:00     Uhr Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf   Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe

Sa.,15.9.2018,     19:30 Uhr Erzähle nicht die Wahrheit, solange dir etwas Interessanteres einfällt – Karl May Museum Radebeul

Karten im Karl May Museum . Achtung!!!  Es gibt keine Busfahrt vom Theater zum Museum wie beim Radebeueler Bilderbogen. Start direkt im Museum

Sa,.15.9.2018, 18:00 Uhr Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda, Theater Meißen

ERZÄHLE NICHT DIE WAHRHEIT, SOLANGE DIR ETWAS INTERESSANTERES EINFÄLLT: Phantastenführung durch Karl May

In der Villa „Shatterhand“ wird das Erbe Karl Mays gepflegt: Über 65 Romane, in mindestens 46 Sprachen übersetzt, Kultfiguren und legendäre Verfilmungen – was für ein Meilenstein! Doch Vorsicht, der Sockel bröckelt! Karl May steht unter Beschuss: Im Garten der Villa tauchen plötzlich seine legendären Romanfiguren Winnetou und Old Shatterhand auf, nehmen des Maysters Worte unter die Lupe und decken so manchen Widerspruch auf. Old Shatterhand ein starker Mann? Winnetou ein edler Mensch? Haben wir alle den May nicht richtig gelesen? Und auch Jürgen Haase, erster „Winnetou“ der DDR, schaltet sich nun ein. Ist der May denn überhaupt politisch korrekt?

Eine Führung durch Karl Mays phantastisches Werk im Garten der Villa „Shatterhand“, erfunden von Olaf Hörbe, der sich mit seinen Bühnenadaptionen durch alle Karl-May-Klassiker gekämpft hat und der hier so manchem Klischee zu mehr Klarheit verhilft.

Besetzung: Karl May  – Holger Uwe Thews; Winnetou / Old Shatterhand  –   Jürgen Haase; Nscho-tschi – Mu-Yi Chen

Herrenquartett:  Georg Schmalfuß, Hans Udo Vogler, Andreas Weber, Holger Zeh Inszenierung und Text:  Olaf Hörbe; Kostümbild:  Marlit Mosler; Musikalische Leitung: Uwe Zimmermann  

Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf –
Monolog einer zugereisten Winzerin von Fabian Wast

In der historischen Vinothek plaudert die aus der Wachau zugereiste Winzerin Manja Sacher über die Geheimisse des Weins, des Winzerlebens, besonders in Sachsen, und lädt zur Premiere ihrer speziellen Erfindung ein: einer seltenen siebener Weinverkostung ohne Wein!

Inszenierung: Manuel Schöbel
Es spielt Sandra Maria Huimann

Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda , Komödie  von Peter Hacks

Das deftige Volksstück nach Johann Wolfgang Goethe entführt uns nicht nur in das Provinznest K., wo eine fahrende Theatertruppe ihre Zelte aufgeschlagen hat, sondern auch nach Persien an den Hof des Königs Ahasveros. Hier lebt der König in seinem Vielvölkerstaat und mit seiner Frau Esther ganz glücklich, wenn da nicht der Karrierist Haman wäre. Ihm ist der stolze Jude Mardochai ein Dorn im Auge, den er am liebsten am Galgen sehen würde. Und so ersinnt die finstersten Intrigen, die Mardochai zu Fall bringen sollen. Doch da greift Esther, die kluge Königin, ein und schlichtet mit den Waffen einer Frau den Konflikt.

Inszenierung: Peter Dehler
Besetzung: Julia Vincze, Grian Duesberg, Alexander Wulke 

Text: Petra Grubitzsch/LB

Informationen und Tickets:

Neue Kassenöffnungszeiten ab 1. September: Montag-Freitag 10-18 Uhr, Sonnabend 15-18.00 Uhr

Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul,Tel.  0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

Premiere „Wir sind auch nur ein Volk“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

Großes Osttheater mit viel Humor und Tiefsinn

Von den Folgen der deutschen Wiedervereinigung und ihren ungeliebt ungehorsamen Kindern erzählt witzig-ironisch, nachdenklich und packend mit viel Gesprächsstoff die Inszenierung „Wir sind auch nur ein Volk“ nach den gleichnamigen Drehbüchern von Jurek Becker, die am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden Premiere hatte.

Ein Drehbuchautor, der sich im Osten Deutschlands so fremd fühlt wie in der Mongolei, platzt mitten hinein in den Alltag der Ostberliner Familie Grimm. Dabei fallen nach und nach alle Vorurteile, Hemmungen, Mauern im Kopf bis man buchstäblich nackt voreinander steht. Das Stück „Wir sind auch nur ein Volk“ nach den gleichnamigen Drehbüchern von Jurek Becker aus dem Jahr 1994 in einer Fassung von Kerstin Behrens und Tom Kühnel bringt unverblümt, mit viel Humor, Leichtigkeit und Tiefgang ernste, hochaktuelle Themen im Umgang mit deutscher Geschichte und Gegenwart gleich zur Spielzeiteröffnung auf die Bühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Zur Einstimmung flimmern Fernsehbilder einer Unterhaltungssendung mit Schlagerstars der DDR und Fernsehballett, die sich flott-schmissig verabschieden in den letzten Sendeminuten des DFF, über die Bühne. Sie werden abgelöst von den „Kindern der deutschen Einheit“. Einer Gruppe knuffig-rührender Figuren* mit Pudelmützen, die mit verzerrter Stimme wie Erwachsene reden, im Nebel umher irren und sich eine Fernsehserie über eine typische ostdeutsche Familie und ihre Sorgen wünschen, um „die Zerrbilder in Ost und West zu normalisieren“. (*wie ich hinterher erfuhr, handelt es sich hierbei um die Mainzelmännchen vom ZDF, was ich als nicht Fernsehzuschauerin nicht wusste…) Ihre eigene Symbolik im Stück haben sie dennoch.

Der angesagte, smarte und ehrgeizige Autor Anton Steinheim (Thomas Eisen) wird für das Drehbuch beauftragt, obwohl er vom Osten keine Ahnung hat. Er und seine Frau Lucie (Betty Freudenberg) reden mal von oben herab wie Entertainer mit Mikro vor dem Glitzervorhang. Dann wieder nimmt er die Familie Grimm haarscharf wie Insekten unter die Lupe, beobachtet und befragt sie. Die Inszenierung unter Regie von Tom Kühnel springt dabei turbulent und ironisch zwischen Fernseh-Glitzerfassade, Reality-TV und echtem Leben hin und her, begleitet von Videoaufnahmen mit Live-Kamera (Bert Zander) aus dem Wohnzimmer der Familie Grimm im Gespräch mit dem Drehbuchautor. Der TV-Produzent ermahnt den arbeitslosen Familienvater Benno Grimm (herrlich trockenhumorig-bodenständig: Holger Hübner), der im Scheinwerferlicht wie bei einem Verhör sitzt: „Bieten Sie ihm großes Osttheater!“ Davon gibt es reichlich im Stück. Mal geraten Benno und seine Frau Trude, eine forsche Lehrerin (Nadja Stübiger) heftig aneinander im Streit ums Geld und eine taktlose TV-Moderatorin, mal Vater und der schon etwas senile Schwiegervater Karl Blauhorn (Thomas Neumann) im ausgedienten ASV-Trainingsanzug, mal Vater und Sohn Theo (Philipp Grimm), der sein Philosophiestudium abbrach und nur herummotzt.

Doch so richtig Frust abgelassen wird beim Besuch des einst in den Westen abgehauenen, überheblichen Bruders von Trude (Moritz Dürr) und seiner naserümpfenden Freundin (Betty Freudenberg). In schnellem Rollen- und Perückenwechsel von acht großartigen Schauspielern kommen ernste, nachdenkliche, traurig wehmütige, wütende und komisch-dramatische Szenen, Bilder und O-Töne aus der DDR- und Wendezeit und einige unbequeme Wahrheiten auf die Bühne. Sie spielen Familienmitglieder, Geschäftsleute auf Beutezug im Osten, Fabrikarbeiter und protestierende Bürger mit machtvollen „Wir sind das Volk!“-Rufen. Begleitet von Osthits wie „Wenn ein Mensch“ von den Puhdys, „Über sieben Brücken“ von Karat, „Am Fenster“ von City, von Liedermacher Hermann van Veen bis Deutschrock von Grönemeyer. Ein grotesker Höhepunkt der Aufführung ist die Parodie mit dem täuschend echten „Stasi-Schauspieler“ (Moritz Dürr) in düsteren schwarzweiß-Bildern. Und das zornige Streitgespräch zwischen zwei Frauen aus dem Osten und Westen, einer breit sächselnden, die nicht klein beigibt und die andere in eitler Siegerpose, in ihre Nationalflaggen gehüllt mit Zitaten aus Schillers “Maria Stuart“. Viele Bravos gab es am Ende für diese Aufführung, die Ost- und West-Eigenarten sehr genau und pointiert betrachtet, direkt ins Herz trifft und nahe legt, sich gegenseitig mehr zuzuhören.

Text (lv)

Fotos zur Aufführung folgen noch.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Sommerausstellung „Lustwandeln“ in der Galerie Mitte

Lustwandeln mit Kunst in aller Vielfalt

Zu sehen sind 402 Arbeiten von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum bis Gütersloh noch bis 8. September.

Lustwandeln im bilderreichen Kunstgarten. Da tummeln sich allerlei fantasiereiche, sinnenfrohe Wesen, umgeben von Grashalmen, Wellen, Strand und Wald… Zu sehen sind sie in der derzeitigen Sommerausstellung „Lustwandeln“ in den angenehm kühlen Räumen der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Straße 49
(noch bis 8. September) in Dresden.

Gezeigt werden insgesamt 402 Arbeiten – von Hinterglasmalerei, Zeichnungen, Grafik, Fotografie, Collagen, Keramik bis Schmuck – von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dresdner Raum, aus Hamburg, München, Köln und Gütersloh. Darunter auch eine Rarität, eine Radierung von 1895 des Jugendstilkünstlers
Heinrich Vogeler zum Märchen „Der Froschkönig“.

„Die Ausstellung will an- und aufregen, lässt uns schmunzeln und träumen“, sagt die Galeristin Karin Weber. Federleichte Sinnlichkeit begegnet dem Betrachter in zwei Kreidezeichnungen, „Frau mit Faun“ von Angela Hampel, ein anderes Paar lustwandelt in expressiven Farbtönen mit Wanderstab. Eine „Eva im Mondschein“ hält einen prächtig bunten Sommerblumenstrauß in einem Pastellbild von Leo Lessig und eine prallrunde Mondfrau aus bemaltem Ton zeigt Michele Cyranka. Sehnsuchtsvoll schaut man auf das Paar im Regen in einer Bleistiftzeichnung von Gudrun Trendafilov, im Blatt „Tumult“ von ihr drängeln sich körperliche Reize vor paradiesischer Landschaft.

Lustvoll, farbenfroh und erfrischend geht es außerdem zu in den Paar-Bildern der jungen Künstler Victoria Graf und Lucas Oertel. Witzig-wundersame Geschöpfe wie „Ilse Augenfischer“, „Nacktmohn“ oder „Hunker“ hält Nadja Poppe mit wenigen Strichen fest. Schönheit und Vergängnis spiegeln die leuchtend farbigen Blumen- und Tierstillleben von Jürgen Wenzel.

Romantisch-verspielt kommen die figürlichen Szenen, darunter eine Frau mit großer Spielente am Meer, von Corinna Weiss daher. In zauberhafte Unterwasserlandschaften entführt farbspielend auf Acryl und Folie die iranische Künstlerin Gila Abutalebi. Von ihr stammt auch das grafisch-verführerische Liebes-Alphabet gleich neben dem Eingang, bei dem Schriftzeichen und Körperumrisse verschmelzen auf rotem Hintergrund.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr von 15 – 19 Uhr, Sa von 10 – 14 Uhr

 

 

 

 

 

Geöffnet: …