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Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Ein Dickhäuter hält die Stadt in Bann: „Die Nashörner“ im Kleinen Haus


Fotos: Sebastian Hoppe/Staatsschauspiel Dresden

Ein Nashorn in der Stadt! Ein Fall höherer Gewalt!

Das absurd-komische Stück „Die Nashörner“ von Eugène Ionesco über Individualität, graue Masse, gefährliche Hirngespinste und die Kraft der Einbildung ist heute, am 20. Juni, um 19.30 Uhr nochmals im Kleinen Haus in Dresden zu sehen.

Eine Gruppe Gestalten, nach hinten geneigt, mit starren Körpern und weit ausholenden Schritten marschiert an den Bühnenrand. Stoppt kurz vor dem Publikum. Sie strömen
auseinander, treten in Spielflächen die Lage- oder Stadtplänen ähneln. Ein Mann lässt einen anderen über seinen Rücken nach unten rutschen. Ein anderer sagt, er habe nur Vertrauen zu Tierärzten. Eine Frau hält ein Fell in der Hand, redet mit ihm wie einem „Kätzchen“und legt es sich um den Hals.
Plötzlich bleiben alle schreckerstarrt stehen: „Ein Nashorn! Das ist die Höhe!“, ruft die Menge entsetzt. Ein Nashorn, das frei herumläuft in der Stadt, das geht doch nicht!

Sie rätseln woher es kommt, was es will von ihnen, ob es ein oder mehrere Hörner hat, wie es sich verhält und was man von der ganzen Sache halten soll. Denn nach und nach zeigen immer mehr Bewohner des kleinen Ortes nashornähnliches Gebaren und wer sich anders verhält, wird ausgegrenzt, verfolgt, für verrückt oder krank erklärt. Das ominöse Tier wirbelt mächtig Staub auf in der ebenso absurd-komischen wie beklemmend-düsteren, metapherreichen Inszenierung „Die Nashörner“ nach dem Stück von Eugène Ionesco unter Regie von Juliane Kann mit Studenten des Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig am Staatsschauspiel Dresden.

Ein grotesk-abgründiges Stück über (Un)Sinn, Logik, Willen, Naturgesetze, Moral, Träume und Realität mit tollen, eigensinnigen Darstellern.

Letztmals in dieser Spielzeit zu sehen am 20. Juni, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

Text (lv)

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Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul

Farbklänge der Natur

Feinsinnige Fotographik von Hartmut Opitz und filigrane  Plastiken von Frank Schauseil vereint die Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Knorrige, uralte Baumriesen in markantem Schwarzweiß,
eine Allee in gleißendem Licht, Boote vor dem Aufbruch, 
bizarre Felswände, das rätselhaft-schemenhafte Innere einer Höhle faszinieren in feinabgestuften „Tonungen“.

So heißt die neue Ausstellung in der „Galerie mit Weitblick“auf der Oberen Bergstraße 13 in Radebeul. Dort hält die Fotographik von Hartmut Opitz derzeit Zwiesprache mit den filigranen Bronzeplastiken voll archaischem Zauber, romantisch, skurril und versponnen-hintersinnig, von Frank Schauseil. Beide Künstler lernten sich erst in der „Galerie mit Weitblick“ kennen. Ihre Arbeiten kontrastieren und ergänzen sich mit ihrem Blick auf Schönheit, Erhabenheit, Berührtsein von der Natur, ihren Urkräften ebenso wie ihrer Gefährdung und Umweltzerstörung. Die Aufnahmen von Hartmut Opitz sind analog und auf Silbergelantine Barytpapier gefertigt. Der Reiz liegt für ihn nicht nur im Fotografieren, er entwickelt auch alle seine Bilder selber und verleiht
ihnen eine ganz eigene, edle Wirkung und Stimmung mittels der heute nur noch selten angewandten Technik der Tonung. Im schnelllebigen digitalen Zeitalter 
ist der Gang in die Dunkelkammer für Opitz immer noch ein Abenteuer und jedes entstandene Bild ein Unikat.

Das Foto wird dabei in ein Kupfertonbad aus Metallsalz gelegt, erklärt er, und je nach Verweildauer entstehen Farbtöne von hell bis intensiv, sepia- oder kupferfarben und graublaue bis grüne Nuancen. Noch aufwendiger sind die Mehrfachtonungen, die in vielen kleinen Zwischenschritten die grafische Wirkung der Fotografien verstärken. Wie in den Ansichten mit verwitterten dunklen Buhnen im Gegenlicht, die Abendstimmung am Meer mit schwarzem Boot am Strand, der von Bergwänden umgebene Stausee Mattmark in der Schweiz mit aufgeschichteten Steinskulpturen oder die gewaltig-formreichen Tyssaer Wände I – V. 

Die Aufnahmen entstehen meist im Urlaub. Den acht Kilo schweren Rucksack mit der Fotoausrüstung und seine Pentacon Six-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven noch aus DDR-Zeiten hat er immer dabei. Diese sei bei Fotografen nicht besonders beliebt gewesen, da sie auf minimalste Erschütterungen reagiere. „Es ist wie bei einem Maler mit etwas ausgefranstem Pinsel, der trotzdem beachtliche Bilder malt“, sagt Hartmut Opitz schmunzelnd. 

Jetzt als Rentner habe er auch mehr Zeit für seine fotografische Passion. Er hat als Handwerker in der Sächsischen Baumschule gearbeitet, beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit Fotomontage und Tonung, ein Schlüsselerlebnis war für ihn eine Ausstellung mit Fotografik von Ullrich Lindner im Dresdner Schloss/Pretiosensaal. In der Sächsischen Landesbibliothek suchte Opitz nach alten Rezepturen für die Tonungen seiner Fotoaufnahmen und entdeckte in einem Buch des amerikanischen Fotokünstlers Tom Worobic die Technik der Mehrfachtonung, die er seither intensiv nutzt.

Urwüchsig und gegenwärtig zugleich erscheinen die grazilen Bronzefiguren des Bildhauers Frank Schauseil. Nach einer Lehre als Steinmetz hat er an der Dresdner Kunsthochschule von 1993 – 1999 studiert, erwarb sein
Diplom bei Professor Martin Honert und lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Dresden. In der Ausstellung begegnen einem ein Komoranfischer 
auf einem langen Boot, ein Vogel sitzt auf einer Angel mit ausgebreiteten Schwingen. Ein „Sternenguckerpaar“ trifft auf archaische „Paddelbootromantik“, ein „Tornado“-Trichter auf einen emporankenden „Wächter“. Die Urform entsteht in Wachs oder Gips, danach die Silikonform und der Bronzeguss. Die Einzelteile schweißt, bohrt und fügt Schauseil zusammen zu seinen luftig-leicht wirkenden Plastiken, oft mit einer Prise Humor.

Dies ist die nunmehr 15. Schau im 6. Jahr der Galerie mit Weitblick, die derzeit ums Überleben kämpft. Mit besonderen Kunsterlebnissen und einmaliger Aussicht aus der Höhe aufs Elbtal ist die Wochenendgalerie von Dorothee Kuhbandner ein Anziehungspunkt für Kultur- und Naturliebhaber, die den etwas weiteren Weg herauf nahe der Weinberge nicht scheuen. Doch es fehlt regelmäßiges, die Galerieangebote nutzendes Laufpublikum. Die Ausstellung „Tonungen“ ist noch bis 23. September zu sehen. 

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa & So von 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.doro-malerei.de

Reise ins persönliche Universum – Ausstellung „Indiversen“ im Lügenmuseum Radebeul

              

Was die Welt im Innersten zusammenhält

Mit Objekten von 20 Künstlern können die Besucher wie durch einen Zeittunnel in die „Indiversen“, Eigenwelten von Künstlern, und wieder zurück ins große Ganze reisen. Am 20. Juni, um 19.30 Uhr wird der neue Ausstellungsraum im Lügenmuseum Radebeul im alten Gasthof Serkowitz eröffnet von Thomas Gerlach und Richard von Gigantikow.

Die letzte Ausstellung „Poetische Orte“ präsentierte 22 internationale Künstler mit eigenen Museen. Die neue Ausstellung „Indiversen“ widmet sich den Innenwelten der Künstler und knüpft an das Phänomen der Kunst- und Wunderkabinette an. Künstler treten in der künstlerischen Praxis in Opposition zur Logik der Universalien und erforschen die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnhaftigkeit von Kunst. Sie positionieren ihre Ausstellungsstücke wie Symbole unbewusster Erfahrungen. Als Gegenteile des Universums sind Indiversen jeweils in sich geschlossene Eigenwelten der Individuen – kurz das persönliche Universum: die gesamte Raumzeit, welche sich im Augenblick der Beobachtung auf ihren Mittelpunkt – die Gegenwart der Beobachtung – bezieht. Nur Künstlern ist die Möglichkeit gegeben, die – teils verhärteten – Schalen aufzubrechen.

Die Objekte von 20 Künstlern lassen die Besucher wie durch einen Zeittunnel in die „Indiversen“ und von dort wieder zurück ins große Ganze reisen. Perry Argel, Philippinen, Mark Divo, Schweiz, Muriel Cornejo und César Olhagaray, Chile, Sophie Cau, Frankreich, Komatsu Tsunetaka, Japan, Jola Brejdak, Polen, Popke Backer, Niederlande, Otis Laubert, Slowakei, Getulio Damado, Brasilien, Caroline Wilkins und Thierry Noir, England und von hier Holger John, Anna Maria Scholz, Lutz Fleischer, Frank Herrmann, Edda Kallweit, Stefan Voigt, Nils Duemke und Justus Ehras, Jan und Thomas von Arx.

Kurator der Ausstellung ist Richard von Gigantikow. Als Nationaltherapeut erforschte er die Abgründe deutscher Befindlichkeiten. Sein Forschungsgebiet: Nationalismus, eine regional verbreitete Hysterie, durchaus heilbar. Künstler sind für diesen Heilungsprozess besonders geeignet, denn sie können mit Gefühlen spielen, sie können auch die Wut, die die Bürger auf die Straße treibt, dressieren.

Die fabelhafte Welt des Lügenmuseums empfiehlt sich in verunsichernden Zeiten unbedingt als Heilbehandlung. Lassen Sie sich eine Visite verschreiben, ihre Krankenkasse wird sicherlich die Kosten übernehmen.

Text + Foto: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
www.luegenmuseum.de

Witzig-poetische Familiensaga: „Wo ein Vogel am schönsten singt“ im Kleinen Haus


Foto: Sebastian Hoppe/Staatsschauspiel Dresden

„Die Wirklichkeit ist eine Umwandlung unserer Träume“

Eine bewegend-bilderreiche Familiengeschichte im Spannungsfeld von Unterwegssein und Ankommen, Tradition und Moderne erzählt das Stück „Wo ein Vogel am schönsten singt“ nach dem Roman von Alejandro Jodorowsky im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

In der Bühnenmitte steht ein Baum mit Ästen voller Kleidungsstücke. Der Ich-Erzähler nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu den Wurzeln seiner Familie, seines Vaters und seiner Mutter und erlebt am Ende der Geschichte seine eigene Geburt. „Die Wirklichkeit ist eine allmähliche Umwandlung unserer Träume“, sagt er zu Beginn. Dichtung und Wahrheit liegen nah beieinander in dieser mit viel Witz und Poesie, fröhlichen, temperamentvollen und sehnsuchtsvoll-schwermütigen Akkordeonmelodien und Tango-Klängen erzählten, russisch-jüdischen Einwanderungsgeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts in Chile und Argentinien.

„Wo ein Vogel am schönsten singt“ nach dem gleichnamigen Roman von Alejandro Jodorowsky, der 1992 erschien, setzt sich in der Inszenierung unter Regie von Mina Salehpour mit Flucht, Heimatlosigkeit, Unterwegssein und Ankommen, Religion und  Identität auseinander in einem farb- und fantasiereichen Bilderreigen mit schnellem Figurenwechsel. Es agieren fünf Schauspielerinnen und Schauspieler, die Männer- und Frauenrollen spielen, angeführt vom gewitzt-ironisch über die Bräuche wachenden Rebbe (Philipp Lux), als gutem Geist aus der Zwischenwelt, der die Familie auf ihrem gefahrvollen Weg voller Träume, Auf- und Umbrüche und Konflikten zwischen Tradition und Moderne begleitet. Viel Beifall vom Publikum.

Text (lv)

Nächste Vorstellungen: 17.6., 19 Uhr und 25.6., 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

 

Neue Burgfestspiele Meißen mit „JederMann“ auf den Spuren des Mittelalters

JederMann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Neben der erfolgreichen Inszenierung des Stücks nach Hugo von Hofmannsthal ist erstmals „Das Geheimnis der Hebamme“ im Rahmen der Neuen Burgfestspiele Meißen auf der Albrechtsburg (16. – 30. Juni) zu sehen. Nächste Aufführungen von „JederMann“ mit Tom Quaas in der Titelrolle und Sandra Maria Huimann als Buhlschaft am 29. und 30. Juni, 20.30 Uhr.

Nach dem erfolgreichen Start des „Jedermann“  am 17. Juni 2016 unter Regie von Peter Kube soll das bekannte Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal auf der Albrechtsburg zur Tradition werden.  Auch 2018  wird Tom Quaas als Jedermann gemeinsam mit seiner Buhlschaft (Sandra Maria Huimann)  seine letzte Stunde zelebrieren.

Jedermann ist reich. Jedwede Sache auf der Welt nennt er Sein durch bares Geld. Alles kann er kaufen, Frau und Mann, Grund und Boden. Er dünkt sich, Herrscher der Welt und unsterblich zu sein. Den Bettler und den armen Nachbarn weist er ab, die Warnungen seiner Mutter überhört er. Stattdessen feiert er mit seiner Buhlschaft ein Fest. Auf dem Fest steht plötzlich der Tod neben ihm und fordert ihn auf, sich für den letzten Weg bereit zu machen. Jedermann fleht den Tod an, ihm eine Frist zu gewähren, damit er sich einen Freund suchen kann, der mit ihm vor das Gericht Gottes tritt. Nach langem Bitten gewährt der Tod ihm eine Stunde.

Das Stück beruht auf einem mittelalterlichen Totentanz, der im 16. Jahrhundert von Hans Sachs aufgeschrieben wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts benutzte der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal die Niederschrift von Hans Sachs als Quelle für sein Theaterstück. Die Beschäftigung mit zeitgenössischen Geldtheorien brachte Hofmannsthal zu der Ansicht, dass das Geld in «dämonischer Verkehrtheit zum Zweck der Zwecke» wurde und der Mensch nur durch Furcht und Glaube aus dieser Verstrickung gerettet werden könne.

Am 1. Dezember 1911 erlebte Hofmannsthals Stück unter der Regie von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann seine Uraufführung. 1920 wurde es erstmals während der Salzburger Festspiele auf dem Platz vor dem Salzburger Dom gespielt.

In Meißen kam «Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes» während der Burgfestspiele 1925 zum ersten Mal zur Aufführung. 

Im »Jedermann« treten, wie in den Mysterienspielen des späten Mittelalters, ne­ben den Figuren von Gott und Teufel auch der Tod, der Mammon, der Glaube und andere abstrakte Begriffe als Personifikationen auf. Sie alle haben allegorische Funktion: Hofmannsthal entschied sich für die Allegorie als Stilmittel, weil es »in der Idee des Dramas« sei, »das zerfließende Weltwesen in solcher Art zu festen Gegensätzen zu verdichten« (1911). Damit wird die Allegorie zum zeitgemäßen Mittel, die wirre Welt der Gegenwart überhaupt erst wieder begreifbar zu machen.

»Die Welt ist dumm, gemein und schlecht
Und geht Gewalt allzeit vor Recht,
Ist einer redlich, treu und klug,
Ihn meistern Arglist und Betrug.«

Schauspiel und Konzerte

Nach  den erfolgreichen ersten drei Jahren der NEUEN BURGFESTSPIELE MEISSEN  bietet die Festspielgemeinschaft, bestehend aus der Theater Meissen gGmbH, der  Albrechtsburg Meissen, dem Hochstift Meißen, der Landesbühnen Sachsen GmbH und der  Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen eG, den Besuchern auch 2018 ein ausgewähltes und vielfältiges Programm von klassischen Konzert bis zur Open Air-Schauspielinszenierung vor einer beeindruckenden historischen Kulisse.

Neben der erfolgreichen Inszenierung „JEDERMANN“, steht das Schauspiel „DAS GEHEMNIS DER HEBAMME“ nach dem Bestsellerroman von Sabine Ebert  in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen im Mittelpunkt der NEUEN BURGFESTSPIELE.

Die Besucher lassen sich sicherlich auch im Sommer 2018 von einzigartigen Kulturgenüssen und Kunsterlebnissen verzaubern und genießen die einmalige Atmosphäre auf dem Burghof, in der Albrechtsburg und im Dom zu MEISSEN – einem der bezauberndsten Plätze und dem ältesten Schloss Deutschlands.

Programm der Neuen Burgfestspiele Meissen

Concerto Grande

HARMONIC BRASS & QUADRO NUEVO
Sa., 16.06., 18:00 | Burghof

Konzert: MIT HERZEN, MUND UND HÄNDEN …
So., 17.06., 18:00 | Dom zu Meissen
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“
Charles Gounod: Sinfonie Nr. 1 in D-Dur (zum 200. Geburtstag an diesem Tag)
Elbland Philharmonie, Solisten, Domchor Meißen, Domchor Naumburg, Leitung: Domkantor Jörg Bräunig  

MARTHES PFAD

Stadtspaziergang vom alten Handelsplatz zum Burghof mit Walfriede Hartmann
Di., 19.6./ Mi.20.6./ jeweils  21:00 Uhr,
21.6.(geschlossene Veranstaltung)/ 22.6./ 23.6. jeweils 19.00 Uhr  (vor „Das Geheimnis der Hebamme“ )
Treffpunkt Haupteingang Theater Meißen/ Theaterplatz

DAS GEHEIMNIS DER HEBAMME von Sabine Ebert

Nach dem gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska

Eine Inszenierung der Landesbühnenbühnen Sachsen
Do., 21.06., 20:30 | Burghof, Fr., 22.06., 20:30 | Burghof, Sa., 23.06., 20:30 | Burghof

OPEN AIR GOTTESDIENST
So., 24.6., 10:00 Uhr I Burghof

KONZERT DES DRESDENER  KREUZCHORES
So., 24.06., 18:00 | Burghof

Infos zu den einzelnen Programmpunkten:

 SA 16.06. | ab 15 Uhr | vom Theater zum Burghof

BÜRGERFESTUMZUG

Jedermann auf den Spuren der Hebamme

Ein historischer Festumzug unter Mitwirkung Meißner Bürger, Vereine und Laienkünstler lädt zu Beginn der Festspiele 2018 zu einem einzigartigen Aufstieg vom Theater durch die historische Altstadt zum Burgberg ein. Mit dem Blick auf die Schauspielinszenierung des Bestsellers „Das Geheimnis der Hebamme“ und die  mit dem Roman eng verflochtene Meißner Geschichte gestalten die Mitwirkenden in entsprechender Kostümierung den Festzug. Sie bieten an ausgewählten Standorten der Stadt künstlerische  Darbietungen, die mit dem Gesang Meißner Chöre auf dem Burghof ihren Abschluss finden.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Veranstalter Neue Burgfestspiele: Theater Meißen GmbH

Kartenservice im Besucherservice: Di und Fr 10 – 18 Uhr, Do 15 – 18 Uhr,
Tel.: 03521 – 41 55 11
email: kartenservice@theater-meissen.de

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

WuKaMenta 18 nun doch! Wunderkammer-Festival startet zur Bunten Republik Neustadt

Museum ohne Dach

In diesem Jahr setzt sich das Wunderkammer-Festival den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus und erscheint zu diversen Festen, wirbelt Althergebrachtes mit frischen, frechen, unkonventionellen Mitteln zeitgenössischer Kunst durcheinander. Erster Akt: zur BRN lockt noch bis Sonntag die Installation „Labystan“ mit Aktionen auf der Alaunstraße 90.

WuKaMenta 18 nun doch! Erster Akt zur BRN als ein Museum ohne Dach.
Auf dem Neumarkt schlägt sie dieses Jahr keine Wurzeln, so zieht sie heimatlos durch Dresden. Die WuKaMenta ereignete sich 2016 und 17 mit jeweils dreiunddreißig Künstlern als Kunst im öffentlichen Raum auf dem Neumarkt. Sie tauchte auf beim Bürgerfest vor dem Rathaus anlässlich der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit und im historischen Tanzsaal im Gasthof Serkowitz.

Die Künstler verließen den Schutzraum der Galerien und gingen zu den Menschen auf die Straße. Sie erprobten innovative Ideen und bezogen das Publikum ein.
Die Veranstalter Kunst der Lüge e.V. lassen die WuKaMenta auch 2018 wieder leben, sie erhielten eine Förderung der Stadt zugesagt, um ihr Format als Anknüpfungspunkt der Hauptstadtbewerbung 2015 weiter zu entwickeln. Weit entfernt von der Museumstradition hinter verschlossenen Türen und vergitterten Fenstern, jenseits physischer oder metaphorischer Trennwände, fliegt das ungezügelte Wunderkammerfestival frech, bilderstürmerisch, energisch und lustvoll durch die Stadtlandschaft.

2018 setzen sich die WuKaMenta den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus. Sie erscheint zur BRN, zum Konstruktival, beim Nachtumzug des Elbhangfestes, zum Schaubuden-Sommer vor der Scheune, beim Dresdner Stadtfest und vielleicht zum Stadtteilfest in der Friedrichstadt. Ohne Schwellen und bei freiem Eintritt steht die WuKaMenta für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Die spielerische Form erlaubt es Künstlern weit besser, in die Gesellschaft hineinzuwirken, denn bei komplexen Zusammenhängen ist der spielerische dem objekthaften Ansatz weit überlegen.

Künstlerische Leitung: Reinhard Zabka, als Richard von Gigantikow hat er mit dem feurigen Skulpturengarten auf den Elbwiesen in Radebeul einen Hit gelandet, der tausende von Besuchern begeistert. Dagegen steckt die WuKaMenta noch im Erwachsenwerden und statt sich in der „guten Stube“ – dem Neumarkt – zu präsentieren, wird sie auf die Walz geschickt.

Als Museum ohne Dach wird auf unkonventionelle Weise zeitgenössische Kunst im
öffentlichen Raum vermittelt. Erster Akt: Zur Bunten Republik Neustadt in der Alaunstr. 90 steht die Installation Labystan. Fünf Künstler erforschen die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnhaftigkeit von Kunst. Justus Ehras Elektronischer Unsinn, Uta Hünniger Grassprechstunde, Seina Michaelis Knopfbüro, Bernd Zabka Untiere und Richard von Gigantikow vergibt wieder Einbürgerungsurkunden.

Text + Foto: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
http://www.luegenmuseum.de

http://kunst-der-luege.de/

10 Jahre Bloomsday – Lesung aus „Ulysses“ und Musik von „Sister Moon“ in der Stadtgalerie Radebeul


Lese-Marathon: Jürgen Stegmann und Thomas Gerlach lesen seit 10 Jahren zum Bloomsday aus James Joyces „Ulysses“. Foto: Susanne Hanke

 Geschichten, die das Leben schreibt

10 Jahre Bloomsday im 20. Jahr der Schmiede werden am 16. Juni in Radebeul-Altkötzschenbroda mit einer Lesung aus James Joyces berühmten Klassiker „Ulysses“ in der Stadtgalerie Radebeul gefeiert.

Vor zehn Jahren feierte die Schmiede auf dem Anger in Radebeul-Altkötzschenbroda ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass heraus entstand die Idee einer Lesung. Ausgewählt wurde dafür ein besonderes Datum: der 16. Juni. Bloomsday!

Das Buch Ulysses von James Joyce spielt in Dublin und beschreibt die Ereignisse eines einzigen Tages, dem 16. Juni 1904 mit der Hauptfigur Leopold Bloom.

Seine Welt wird einmal mehr lebendig in der Jubiläums-Lesung zum Bloomsday mit dem Radebeuler Kunstpreisträger Thomas Gerlach, dem Schauspieler Jürgen Stegmann und Wiebke Gerlach am Sonnabend, dem 16. Juni, um 19 Uhr in der Stadtgalerie in Altkötzschenbroda. Sie lesen die ersten und letzten Seiten aus „Ulysses“ und klappen den 800-Seiten-Roman dann zu. Für die musikalische Umrahmung sorgen die „sister moon“ aus Dresden. Der Eintritt ist frei.

Text: Susanne Hanke/lv

 

Familien-Musical aus dem Traumzauberwald: „Die Sonne“ auf der Felsenbühne Rathen

Haifischgeneral Messerzahn will die Sonne vom Himmel holen

Eine farbenfroh-fantasievolle Lieder-Geschichte von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch) für Zuschauer ab 5 Jahre ab Sonntag (17. Juni, 15 Uhr) wieder auf der Felsenbühne Rathen.

Reinhard Lakomys TRAUMZAUBERBAUM bringt jedes Jahr eine wachsende Fangemeinde auf der Felsenbühne Rathen zusammen. Seit 2006 konnten die Zuschauer in der Inszenierung DER REGENBOGEN (Eigenproduktion der Landesbühnen Sachsen) über viele Jahre das Abenteuer von Benjamin, Quingel und der Vogelscheuche verfolgen. In der Lieder-Geschichte DIE SONNE müssen sich die bekannten Freunde wieder dem Bösewicht Gru-Gru in den Weg stellen. Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Zusammen mit Haifischgeneral Messerzahn und dem Höllenfürst Lichterloh will er sich zum Mächtigsten der Welt machen. Benjamin und Quingel erfahren von diesem finsteren Plan von Kiki, dem kleinen Sonnenstrahl. Gemeinsam beschließen sie, die Sonne zu retten. Sie wagen sich hinunter auf den Meeresgrund zu Messerzahn und in die Hölle zum Höllenfürsten Lichterloh. Mit einer List wollen sie Gru-Gru aufhalten.

Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt erzählen in der Trilogie «Die Erde soll ein Garten sein» (DER WASSERKRISTALL, DER REGENBOGEN, DIE SONNE) auf poetische und märchenhafte Weise von der Gier nach Mehr um jeden Preis und dem Mut, sich zusammen dagegen zu wehren. Die CD DIE SONNE ist schon jetzt im Handel erhältlich.

Monika Erhardt hat die Musik aus dem Nachlass ihres 2013 verstorbenen Mannes mit Ihren Texten zu dem neuen Musical verschmolzen.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Regie/Choreografie: Katrin Wolfram; Ausstattung: Katharina Lorenz; Musikalische Leitung: Uwe Zimmermann

Besetzung:

Benjamin– Tobias Greiner-Lar/ David Leubner*  ; Quingel– Maria Spinka/ Hannah Hupfauer*; Gru — Gru – Tom Hantschel / Andreas Petzoldt;

Rochus – Anne Grünig/ Victoria Weber* ; Lunte – Freijdis Jurkat/ Julia Hänig*; Scheuche/ Höllengroßmutter – Anke Teickner / Antje Kahn; Haifischgeneral Messerzahn– Fabian Trott/ Rene Britzkow*; Der Notar, Begleiter von Messerzahn– Michal Sandor / Etienne Aweh;  Goldfisch Glückele – Corina Hofner/ Franziska Linke* ; Höllenfürst Lichterloh –  Johannes Krobbach / Fred Bonitz; Seepferdchen Stibbi 1 und Stibbi 2 – Katharina Muschiol;  Katze  /Hund- Cölestine Zoe Reich / Theresa Becker*; Meerjungfrauen–     Josefine Richter*/ Cölestine Zoe Reich/ Luisa Kettnitz/ Freijdis Jurkat/ Theresa Becker*, Josefine Richter*, Julia Hänig*; Ki ki/Feuerlocke/Spatzen/Fische/ kleine Feuerteufel – Kinderdarsteller/ Kinderchor; Das Meer / Feuer – Statisterie der Landesbühnen

*Studierende der Theaterakademie Sachsen, Kooperation unter der Leitung von Jana Bauke

Zur Stückautorin

Monika Ehrhardt-Lakomy
Schriftstellerin, geboren 1947 in Thüringen

Monika Ehrhardt-Lakomy, erster erlernter Beruf: Maurer (während der Abiturzeit). Sie studierte fünf Jahre klassisches Ballett in Berlin, reiste mit ihrer Ballettkompanie um die Welt. Noch als Tänzerin studierte sie vier Jahre Kulturwissenschaften im Fernstudium. Seit 1981 ist sie freie Autorin in Berlin. Monika Ehrhardt schreibt Fernsehfilme, Bühnenwerke, Kurzgeschichten in Anthologien und bisher 13 Hörbuch-Musical-CDs für Kinder und eine CD für Erwachsene (Die 6-Uhr-13 Bahn), allesamt vertont durch den Komponisten Reinhard Lakomy. Das wohl bekannteste Werk davon ist „Der Traumzauberbaum”, vertont durch den Komponisten Reinhard Lakomy. Zuletzt erschien „Der Traumzauberbaum 4 – Herr Kellerstaub rettet Weihnachten” im November 2012.

Viele Kitas und auch Grundschulen tragen die Namen ihrer Geschichten, z. B. die Grundschule Wolkenstein in Berlin-Pankow und die Grundschule „Traumzauberbaum” in Weißensee/Thüringen. Die größte Kita Deutschlands ist die „Traumzauberbaum-Kita” in Magdeburg (2014). Aktuell verwenden 21 Schulbuchverlage ihre Texte.

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR


Herzlich willkommen im KlanGLaboR auf der Lommatzscher Straße 6: Hierhin laden Aerdna Harp alias Andrea Dorschner und ihr Sohn Elias jeden Mittwoch ab 17 Uhr Kinder & Familien zu freier musikalischer Improvisation ein und ab 19 – 21 Uhr können sich große Leute nach Herzenslust im Reich der Klänge ausprobieren. Bringt gerne Eure Instrumente mit. Heute abend (am 13.6.) ist der bekannte Gitarrist Frank Fröhlich zu Gast im KlanGLaboR, der sich bisher noch nicht mit Improvisation beschäftigte und das nun gern ausprobieren möchte. Die Veranstaltungen im KlanGLaboR sind eintritt frei. Spenden erwünscht für diesen neuen Kultur- und Begegnungsort in Dresden-Pieschen.

Musikerbildnisse: Lebhaft, bewegt und farbenfroh wie die Klänge sind auch die Zeichnungen und Malerei des Künstlers Christopher H. Simpson in seiner derzeitigen Ausstellung im KlanGLaboR.

Farben und Töne in aller Vielfalt schwingen im Raum: Christopher H. Simpson, Aerdna Harp an der Harfe, Sohn Elias und Jazzmusiker Hartmut Dorschner am Saxofon. Ein Angebot zum Zuhören, Genießen und Mitmachen für kleine und große Besucher.


Ort der Begegnung: Bilder & Klänge interessieren auch die Malerin Manuela Neumann.


Vom Cello-Spieler bis zum Tango-Orchester reicht die Bandbreite der Musikerbildnisse von Christopher H. Simpson.

Klängen aller Art & in sich lauschen: wortgarten-Autorin Lilli Vostry und Elias haben viel Spaß im KlanGLaboR.

Text und Fotos (lv)

 

 

Agorazonta – Ausstellung im Kastenmeiers

Traumversunkene Mensch- und Tierbilder

Die Künstlerinnen Katrin Ines Meißner und Barbara Seidl-Lampa zeigen ihre Arbeiten unter dem geheimnisvollen Titel „Agorazonta“ in der Galerie im Restaurant „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais. Die Vernissage ist am 17. Juni, 12 bis 14 Uhr.

Ab Sonntag sind die berührenden Werke der beiden Künstlerinnen Katrin Ines Meißner und Barbara Seidl-Lampa in der Galerie im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais, Tzschirner Platz 3 – 5 zu sehen.

Katrin Ines Meißner, die sich selbst in ihrer künstlerischen Tätigkeit als Seismograph äußerer und innerer Erschütterungen sieht, beschäftigt sich vor allem mit menschlichen Befindlichkeiten. Neben intuitiven Bildern spontaner und getragener Gedanken und Emotionen entstehen Minutenbilder in Tusche, Graphit oder Bitumen auf verschiedenen Malgründen. Schrift bzw. moderne Kalligrafie als grafisches Element, auch mit beabsichtigter Unlesbarkeit der Texte und Fragmente, ist dabei Programm.

In den Werken von Barbara Seidl-Lampa ist der Mensch zentrales Thema. Aber auch das Tier in seinem Umfeld – oftmals jedoch losgelöst davon – und die elementaren Kräfte wie Sonne und Mond sind Bestandteile ihrer Werke, in denen sie sich mit den Ausdrucksformen alter Meister und Maler verschiedenster Epochen auseinandersetzt. Durch Verfremdung und Loslösung aus dem Kontext schafft sie dabei neue Perspektiven.

Am 17. Juni, um 12 Uhr wird die Ausstellung „AGORAZONTA“ im Beisein der beiden Künstlerinnen eröffnet. Musikslaisch umrahmt wird die Ausstellung durch die Percussionistin Yana Arlt. Die Laudatio hält Renate Hensel, Senftenberg.  Kunstinteressierte sind herzlich eingeladen.

Dies ist bereits die 53. Ausstellung im „Kastenmeiers“ seit Herbst 2010. „Agorazonta“ ist bis 2. August zu sehen.

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Mehr Informationen über die Künstlerinnen unter:

http://katrinmeissner.com
http://seidl-lampa.wixsite.com/seidl-lampa