Werbeanzeigen

Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

Hervorgehoben

Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

Hervorgehoben

Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

Hervorgehoben

Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Alice im Anderland mit der Spielbühne Großenhain gastiert im Stadttheater Kamenz

Leben in einer verrückten Welt. Davon erzählt „Alice im Anderland“, mit der Grinsekatze an ihrer Seite, frei nach dem berühmten Buch von Lewis Carrol in der neuen Inszenierung der Spielbühne Großenhain.

Die zehn beliebtesten Nervenkrankheiten – Diagnose und Heilung

Leid und Lachen, Ernst und Komik liegen nah beieinander in der Inszenierung „Alice im Anderland“ von Stefan Altherr mit der Spielbühne Großenhain, die den Blick für psychische Krankheiten schärfen will. Am 27. August, um 18 Uhr kommt das Stück für Zuschauer ab 14 Jahre im Stadttheater Kamenz auf die Bühne.

Alice ist Patientin in einer Nervenheilanstalt. Ihre Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen. Nach einer langen Zeit der Zurückgezogenheit öffnet sie sich langsam. Unter der Wirkung ihrer Medikamente trifft Alice auf die anderen Patienten der Klinik und eine junge Ärztin. Die will ihr aus der Isolation heraushelfen. Immer an der Seite von Alice ist ihr Alter Ego – die Grinsekatze.
Die Jugendgruppe der Spielbühne Großenhain zeigt dieses Stück „Alice im Anderland“ von Stefan Altherr in der Regie von Claudia Stange am 27. August, um 18 Uhr im Stadttheater Kamenz. Die Inszenierung lehnt sich an die bekannte Geschichte „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll an. Es treten die selben Figuren auf – hier allerdings als Ärzte und Betreuer bzw. Patienten. Die Inszenierung für Zuschauer ab 14 Jahre will den Blick für psychische Krankheiten schärfen und wie sie im Alltag auftreten können. Eine kleine eingebaute Vortragsreihe macht mit Behandlungsmethoden und Heilungschancen vertraut. „Wir wollen Betroffene nicht stigmatisieren, sondern die Ausprägung und Folgen solcher Leiden erhellend und natürlich auch unterhaltsam auf die Bühne bringen“, so Regisseurin Claudia Stange.
Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Schüler 3 Euro
Text + Foto (krü)
Werbeanzeigen

Besuch aus Hollywood im Minckwitzschen Weinberghaus Radebeul

Einblicke in das schillernde Leben einer Diva

Es ist wieder so weit. Dorothee Kuhbandner lädt wieder zu einer Veranstaltung im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul ein. Am 25. August, um 18 Uhr wird die Hollywood-Diva der Neunziger, Linda Miller (Schauspielerin Annette Richter), direkt aus Kalifornien kommend, das Publikum beehren. Als schillernde Diva und Dame von Welt singt und erzählt sie locker, fröhlich von ihren Erlebnissen und aus ihrem Leben mit allen Licht- und Schattenseiten. Ihr Partner, Herr Kurz Kurz, ist ein entfernter Verwandter des chinesischen Starpianisten Lang Lang (Derek Henderson) und am Piano mit von der Partie.

Die beiden geben Einblicke in Lebenswelten, die so ihres Gleichen suchen und die Zuschauer lauschen den Botschaften vergänglicher Jahre, die im Rausch verfliegen.

Vorher und in der Pause gibt es Wein und Schnittchen zum leiblichen Wohl. Wer dieses nicht verpassen möchte, melde sich bitte rechtzeitig in der Galerie mit Weitblick Radebeul bei Dorothee Kuhbandner (Tel. 0174 – 147 1270) an. Die Plätze im Lusthaus sind begrenzt. 10 Euro kostet der Spaß!

Bis Anfang September ist zudem noch die wunderbare Ausstellung von Katharina Probst in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, zu besichtigen an den Wochenenden.
Geöffnet: Sa und So. von 14 – 18 Uhr

Text (lv)

Yoga beim Palais Sommer: 108 Sonnengrüße, Loslassen und Yogaflow für Energie, Lebensfreude und Zufriedenheit

Wenn alle Sinne fließen

Endlich! Der Yogaflow hat mich wieder! Begonnen hat es mit 108 Sonnengrüßen, die ich ja sehr mag. Aber gleich so viele auf einmal in einer Stunde?! Ja, denn die 108 ist eine besondere Zahl im Yoga. „1-0-8 bedeutet: etwas-nichts-alles“, erklärte Yogalehrerin Claudia Ritschel zur ersten Session beim diesjährigen Yoga im Park im Rahmen des Palais Sommer. Die Sonne versteckt sich noch etwas, der wir mit den 108 Mal Surya Namaskar huldigen. Die Eins stehe für das Göttliche, die Null für Leere und Fülle und die Acht für Ewigkeit, Unendlichkeit. Mit der Bewegungsfolge des Sonnengrußes verbinden wir uns mit Himmel, Erde und uns mit allen Sinnen.

Ich versuche gar nicht erst mitzuzählen, überlasse mich einfach der Schönheit dieses Morgens, atme die frische Sommerluft, genieße den Anblick der hohen alten Bäume auf der Wiese und den Blick in den strahlend blauen Himmel beim Ausführen der Bewegungen. Die erste Hälfte geht leicht und mühelos, ruhig und fließend. Im letzten Drittel nehme ich alle Kraft zusammen, konzentriere mich darauf, im Bewegungsfluss zu bleiben, während die Sonne mit aller Kraft scheint und mir immer wärmer wird.
Bei der Umkehrübung zum Schluss, Schulterstand und die Beine in der Luft, bin ich etwas wacklig. Aber voller Freude und Glück, es geschafft zu haben. 108 Sonnengrüße, d.h. 2196 Einzelbewegungen in einer Stunde! Und hinterher kein Muskelkater, nur fassungsloses Staunen über mich selber.

Die Sonnengrüße begleitete Yogalehrerin Claudia Ritschel mit schönem Gesang und anspornenden Affirmationen, Kraftsätzen wie „Vertrau dir selbst“, „Jetzt bist du in deiner Mitte angekommen“, die die Anstrengung vergessen ließen und Körper und Sinne in Bewegung hielten. „Wenn das Zuviel verschenkt, das zu Wenig verschmerzt und die Irrtümer aufgebraucht sind, kann die Feier des Lebens beginnen“, gab sie uns mit auf den Weg.

„Verzeih um loszulassen“, darum ging es in der Yogastunde mit Dipa Doreen Wolff, nicht weniger intensiv, sanft und kraftvoll. Beim Einatmen das Herz öffnen, Weite, Mitgefühl und Wohlwollen sich ausbreiten lassen und mit jedem Ausatmen loslassen ein Stück, den Kopf, Situationen, Dinge und Menschen, die uns nicht guttun, innerlich vor Augen führen und gehen lassen. Schmerzliche Gefühle und Verhaltensweisen loszulassen, das erfordert Vergeben und Verzeihen, sich und anderen und sich ins Gegenüber hineinversetzen, warum derjenige so gehandelt hat. Sie zeigt uns herzöffnende Übungen, die den Körper dehnen und weiten, um innerlich frei zu werden, mit sich ins Reine zu kommen, zu akzeptieren und annehmen wie es gerade ist und dass es weiter fließen darf. „Lebe und genieße den Moment und dein Leben, egal was für Erfahrungen du gemacht hast“, so der Rat von Doreen Wolff.

Wieder eine kleine Auszeit gegönnt. „Yoga Flow für Energie, Lebensfreude und Zufriedenheit“ mit Anja Hilbert passte haargenau an dem Tag, letzten Dienstag nachmittag. Losgerissen vom Schreibtisch. Raus aus dem Kopf, nichts tun, nur spüren. Ich war zehn Minuten eher da. Drei Musiker probten auf der Bühne, am Cello, Klavier und Schlagzeug, wohl für das Jazzkonzert abends. Herrlich leichte, perlende Klänge. Tolle Einstimmung auf die Yoga-Stunde. In sich horchen. Wie ist der Atem? Kurz oder lang, stockend oder fließend…  An welchen Körperstellen fehlt Energie? Wie geht`s den Schultern, dem Nacken und dem unteren Rücken? Volltreffer. Mein Rücken ist hüftabwärts verspannt, vom vielen Sitzen am Schreibtisch. Gibt ja immer viel zu schreiben… 🙂

Da helfen wieder herzöffnende Übungen, Drehungen und Dehnungen mit dem Oberkörper, halbseitig ein Arm nach oben, Blick gen Himmel und ein Bein aufgestellt und ins Herz atmen. Arme zur Seite und vors Herz gehalten. Wir gehen in die Kobra und ins Brett, in Schräglage. In die Baum-Haltung, auf einem Bein stehend, abwechselnd, das andere stützend und die Hände über dem Kopf wie eine Krone. Ich kipple etwas. Die Bäume schwanken und bewegen sich auch, das ist Lebendigkeit, sagt Anja Hilbert. „Es ist gut so, wie es gerade ist.“ (mein neues Mantra.) Wichtig ist, wie ein Baum verwurzelt, geerdet zu sein.

Wir begeben uns in die Haltung des friedlichen Kriegers I und II, der uns Kraft, Mut und Stärke gibt, lassen unseren Krieger tanzen, indem wir die Arme abwechselnd nach oben und unten zu den Füßen schwingen. Wir recken und strecken uns, bis Augen und Herz von innen leuchten und lächeln.

Wunderbar als Ausklang der „Schmetterling“, bei dem die Knie auf und ab schwingen im Schneidersitz, wir fliegen und mir wird ganz leicht um`s Herz. Eine gute Übung auch, um die Hüften zu dehnen und lockern, um negative Emotionen loszulassen, die sich dort im Körper absetzen, sagt Anja Hilbert. „Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, entscheiden wir, ob wir glücklich, frei und zufrieden sind. Dabei kommt es nicht darauf an, was wir haben, sondern was wir geben.“

Der Sonntagmorgen mit Kundalini Yoga mit Christoph Sieber und Torsten Schubert beginnt mit grau verhangenem Himmel. Vorher regnete es noch. Ich überlege, ob ich hinfahren soll oder nicht. Doch Yoga mit der Kraft der Kundalini ist wie ein Sog.
Als ich ankomme, ist die Wiese voller Menschen. Der Himmel klart auf, Sonne, Wind und Wolken im Wechsel. Wir beginnen mit Atemübungen, die Achtsamkeit und Hingabe stärken. Gib alles, was du kannst, mit ganzer Intensität hinein in die Übungen, sagt der Kundalini Yoga-Lehrer. Intensiv durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen. Um in ein inneres Fließen zu kommen, weich zu werden. Es sind sehr energetische Übungen, die vor allem den Rücken- und Beckenbodenbereich stärken, dem Sitz von Kundalini, der Lebens- und Liebeskraft, und ebenso Balance und Kreativität fördern helfen. Wir gehen in die Katze- und Kuh-Stellung. Reiben im Schneidersitz die Außen- und Innenseiten unserer Handflächen abwechselnd aneinander und schauen mit halb geschlossenen Augen auf unsere Nase und leicht darüber auf das dritte Auge auf der Stirn, das für Intuition steht.

Wir bewegen die Arme leicht über dem Kopf hin und her, ein wogendes, unentwegtes Winken. Nach einer Weile werden die Arme schwer, doch bevor sie sinken, sagt der Yoga-Lehrer: „Nicht aufhören, jetzt gerade weitermachen! Noch etwas schneller, damit der Effekt eintritt und dann wird es immer leichter…. Das ist Kundalini.“ Die Kraft des Willens, durchhalten, sich selbst überwinden. Eine wirksame, körperliche Erfahrung.

Schön kraftvoll auch die Übung, die den Kreislauf des Lebens symbolisiert, der besteht im Erschaffen, Ordnen und Zerstören, Tod. In stetem Wechsel. Dabei halten wir die Arme seitlich vom Körper, die Hände mit den Daumen nach außen kreisen, schwingen, fast wie fliegen… Auch hier wieder kräftezehrend nach einer Weile. Nicht aufhören. Weiter Arme kreisen, in Bewegung, im eigenen Rhythmus bleiben. Dann geht es tatsächlich leichter. Ein schönes Gefühl, wenn Körper und Geist dann ruhig und klar werden und man ganz eins mit sich ist.

Die Energie der Gemeinschaft spüren wir beim gemeinsamen Mantra singen, gesungen, geflüstert wie Liebende und gepfiffen. Auf dem Rücken liegend lauschen wir abschließend den Klängen der Gitarre und des Gongs, mal leise, flirrend und stärker werdend, regt sich zum Flötenspiel Kundalini, bricht aus den grauschweren Wolken immer wieder die Sonne hervor und Licht flutet über mein Gesicht. Dazu ein leicht fächelnder Wind und Blätterrauschen. Einfach zauberhaft.
Im September sind Christoph Sieber und Torsten Schubert auch bei einem Yoga Festival mit dabei. Nähere Infos folgen.

Heute (22.8.) ist “ Biodanza – gemeinsam das Leben tanzen“ mit Ulrike Davies angesagt. 17 Uhr geht`s los. Danach ein Konzert mit der französischschweizerischen Band Carrousel, Sophie Burande und Léonard Gogniat bringen frische, originelle und gefühlreiche Neonchansons mit zu Musik auf Akkordeon, Melodica und Klavier. 20 Uhr ist Beginn beim Palais Sommer. Lieder voller Charme, Poesie und Power – großartige Stimmung herrschte über zwei Stunden auf der Wiese am Palais. Schwelgten und schwebten die Tanzenden durch den Sommerabend mit den wunderbaren Musikern.

Yoga einmal anders. Gemeinsam das Leben tanzen, jeder für sich und alle zusammen in der Bewegung verbunden. Beim Biodanza mit Ulrike Davies schwangen gestern viele voll ansteckender Lebensfreude und Energie auf der Wiese beim Palais Sommer. Bewegung und Begegnung stand dabei im Mittelpunkt. Da standen bei  den Kreistänzen Männer, Frauen und Kinder im Wechsel in der Mitte innen und außen, nahmen den Rhythmus gegenseitig auf, klatschten und spornten die anderen an. Weitaus weniger Männer tanzten und sprangen zu urwüchsigen Trommelklängen und sanfter Salsamusik. Bunt fröhliche, lebenssprudelnde Weiblichkeit wirbelte um so mehr auf dem Platz. Dann tanzten alle gemeinsam im großen Kreis, Hand in Hand und hielten sich, leicht hin und her wiegend einen Moment. Der Kreis geriet wieder in Bewegung. Man fand sich zu zweit, zu viert, acht, sechzehn und mehr Leuten spontan miteinander tanzend, voller Leichtigkeit, Unbeschwertheit und die Kraft der Gemeinschaft erlebend. Weitere Termine stehen unter http://www.biodanza-dresden.de

Morgen, am Samstag vormittag nehme ich mir Zeit für „Yoga und die Fülle des Atems“. Sonntag steht Partner Yoga zu zweit, zu dritt und zu viert im Programm. Dann sind die Yoga Sessions beim Palais Sommer für dieses Jahr schon wieder vorbei. Ich erhalte mir den Yoga Flow, draußen im Freien, weiterhin beim Brombeeren und Holunder pflücken, denn da muss ich mich teils auch ganz schön recken und strecken, denn die größten und saftigsten Früchte hängen bekanntlich immer ganz oben.

Das Festival mit Konzerten, Freilichtkino und Yoga im Park dauert noch bis 26. August.

Text + Fotos (lv)

http://www.palaissommer.de


Ansteckende Lebensfreude, Energie und Verbundenheit beim Biodanza mit Ulrike Davies (re. Foto) beim Palais Sommer gestern nachmittag.

Verrückte Urlaubserlebnisse: Davon erzählt das Buch „No Risk – No Fun“

Wenn eine eine Reise tut…

dann kann sie was erzählen. Zum Beispiel verrückte Urlaubserlebnisse. Das haben Karin Funke und Kathrin Krüger-Mlaouhia getan – zwei reiselustige Journalistinnen aus Dresden bzw. Großenhain. Was sie in ihrem Büchlein „No Risk – No Fun“ zusammengestellt haben, hat sich alles so zugetragen: der Überfall auf dem Nil in Ägypten, das gefährliche Pferdegetrappel beim Pilgern in Spanien, der Tod im hohen Norden von Norwegen, das Schwimmen mit Piranhas in Brasilien.

Angetrieben von Mut und Neugier gingen Frauen schon immer auf Reisen – allein, mit einem Partner, in Familie, in der Gruppe. Wir wissen von früheren Abenteuerinnen, weil sie ihre Eindrücke und das, was ihnen geschah, aufschrieben oder immerhin weitererzählten. Das hat wohl auch Funke und Krüger-Mlaouhia angetrieben. Sie wollten das Skurrile, das ihnen widerfuhr, für andere nacherlebbar machen und so ins allgemeine Gedächtnis speichern. Dabei kommt ihr Freiheitsdrang auch an die Grenze des Erträglichen. Denn es kann schon mal ans Leben gehen, wie die Geschichte „Gefahr im Wasser“ aus Mallorca zeigt.

Doch Angst machen möchten die beiden Journalistinnen niemandem. Im Gegenteil: Sie wollen mit ihren spannenden Erlebnissen dazu einladen, das Reisen nie aufzugeben. Nicht nur, weil es bildet. Sondern auch, weil der überraschende Ausgang von Geschichten viel nachhaltiger und spannender ist, wenn man ihn selbst erlebt, statt auf dem Sofa vor dem Fernseher. So soll „No risk – no fun“, zu deutsch übrigens „Ohne Risiko kein Spaß“, Reiselust wecken und mit Eigenheiten der beschriebenen Länder bekanntmachen. Damit man vielleicht den 20 gedruckten Geschichten im Urlaubsbüchlein noch weitere eigene hinzufügen kann.

„No risk – no fun“ ist 2019 erschienen im United p.c. Verlag und im Buchhandel für 16,50  Euro erhältlich.

Text: Kathrin Krüger-Mlaouhia

Malerei und Grafik zwischen Jugendstil & Impressionismus: Ausstellung Käthe Kuntze in der Stadtgalerie Radebeul


Malerisches Zuhause: die „Villa Hohenberg“ in Radebeul. 
Ausdrucksvoll: Die Künstlerin Käthe Kuntze im Foto und Selbstporträt.
Ehrenurkunde für die junge Malerin

Auf dem Neumarkt in Dresden um 1900 und auf dem Jahrmarkt in Altkötzschenbroda
Porträts mit Spuren der Zeit.

Ein Großteil der Bilder stammt aus der Städtischen Kunstsammlung Radebeul. Stadtgalerist Alexander Lange in der Ausstellung.

Stimmungsreiche Zeitreise in Bildern

An die großartige Porträtmalerin und Graphikerin Käthe Kuntze erinnert anlässlich ihres 50. Todestages zurzeit eine Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul. Noch bis 18. August zu sehen mit Führung am letzten Ausstellungstag.

Farbenfrohe, ausdrucksstarke Malerei, Zeichnungen und Grafik zwischen Jugendstil, Impressionismus und Moderne von Käthe Kuntze zeigt anlässlich ihres Todestages die Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 und erinnert damit an diese Künstlerin der vergessenen Generation.

Erstmals in diesem Umfang sind in der Ausstellung Porträts, Großstadt- und ländliche Szenen, Landschaft und Stillleben auf zwei Etagen von ihr zu sehen. Käthe Kuntze war vor allem als Porträtmalerin und Graphikerin in Kötzschenbroda und Niederlößnitz tätig. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie u.a. bei Wilhelm Claudius, Robert Sterl und Anton Pepino.  Ab 1907 beteiligte sich Käthe Kuntze erfolgreich an den Ausstellungen des Kunstvereins der Lößnitz. Die Bilder in der Ausstellung entstanden zwischen 1905 bis Ende der 1920er Jahre, einige Arbeiten sind undatiert. Ein Großteil der Werke stammt aus der Städtischen Kunstsammlung Radebeul, Leihgaben der Erbengemeinschaft und der Kunstsammlung Chemnitz.

Ihre Bilderwelt spiegelt lebhaft und vielfältig damaliges Zeitkolorit, Mode und Lebensart, Licht und Schatten nah beieinander. Da schwelgt das Auge in den farbenprächtigen Blumenständen auf dem Dresdner Neumarkt, schlendert man vor Obstbuden und auf dem Jahrmarkt in Altkötzschenbroda. Sieht man ein Porträt einer älteren Dame lesend am Fenster, Herren mit Schnauzbart und Zylinder. Ein Ölbild zeigt zwei nackte Frauen anmutig, mit hochgestecktem Haar in leuchtenden Farbtönen, ein weiteres einen üppig runden Frauenakt knieend auf weißem Laken. Erstaunlich modern für die damalige Zeit.

Zwei Mädchen in blauen Kleidern mit Strohhut und entrücktem Blick in die Ferne. Risse abgeblätterter Farbe durchziehen das Bild. Berührend auch eine Bilderserie von Käthe Kuntze zum Ersten Weltkrieg. Ein Zug trauernder Frauen vor Grabkreuzen. Kriegsopfer stehen vor einem Café, Männer mit Beinstümpfen an Krücken und Passanten mit gesenkten Köpfen. Szenen wie „Kriegsstrumpfstricken“ und „Soldaten spielende Kinder“ stimmen nachdenklich. „Sie war eine sehr begabte Künstlerin. Diese Lithografien sind hervorragend“, sagt Stadtgalerist Alexander Lange über die Arbeiten von Käthe Kuntze. Die Auswahl traf er zusammen mit Ko-Kuratorin Karin Baum, die außerdem den Kontakt zur Familie der Künstlerin herstellte.

Käthe Kuntze wurde 1878 in Dresden geboren, mit sieben Jahren verlor sie ihr Gehör durch Krankheit. Ihr künstlerisches Talent förderten die Eltern früh. 1901 zog die Familie nach Niederlößnitz um. Ein farbiger Holzschnitt zeigt die „Villa Hohenberg“, wie sie das Elternhaus in der Oberen Bergstraße 14 in Radebeul nannte, wo Käthe Kuntze bis zu ihrem Tod 1969 lebte. Sommerlich heiter, pastellfarben eine Ansicht der Terrasse der Villa mit weitem Blick über das Elbtal. Leicht ironisch das Bild „Kindermädchen beim Tratsch“, die auf einer Bank im Grünen sitzen, während aus dem Kinderwagen ein Schützling klettert, ein anderes Kind krabbelt auf dem Boden und greift schon nach einer spitzen Schere. Familienbildnisse zeigen Schwester Helene und deren Tochter Käte mit acht Monaten, pausbäckig und mit großen Augen in die Welt schauend  auf inzwischen vergilbtem Papier und verrußtem Rand. Ihre Eltern am Tisch, erhellt vom Lampenlicht, der Vater mit einem Stapel Büchern und im Krankenbett.

Zu sehen sind außerdem farbige Holzschnitte mit Märchenillustrationen von Rotkäppchen bis zum Mädchen mit den Schwefelhölzern. Die Ausstellung von Käthe Kuntze ist noch bis 18. August zu sehen, mit abschließender Sonderführung mit den Ausstellungskuratoren um 16 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di, Mi, Do, So von 14 – 18 Uhr.

BilderAlbum: Aktion „Kultur wählt Demokratie“ im Lipsiusbau der Dresdner Kunsthochschule

Ein Blick in die Ausstellung „Kunst für Humanismus“ in der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Innerhalb der Aktionswoche im Lipsiusbau präsentierte sich dort auch die Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. Vis a vis zu den Installationen und Objekten versammelten sich die Statements von Bürgern, Kunst- und Kulturschaffenden und Politikern mit ihren Gedanken, warum ihnen die Demokratie am Herzen liegt.

In Kooperation mit Lisa Baier (Studentin an der HfBK Dresden), welche für die Werkschau „Kunst für Humanismus“ einen Open Call für Kunstwerke startete, wurden am 8. August von 15 – 17 Uhr fast 100 Statements zur Demokratie zusammen mit den eingereichten Kunstwerken präsentiert. Viele Dresdnerinnen und Dresdner sowie BesucherInnen der Stadt schauten bei der Ausstellung im Lipsiusbau vorbei und waren beeindruckt von der konzertierten Aktion. Zudem nutzen einige BesucherInnen die Möglichkeit, ihre Stimme zur Demokratie vor Ort abzugeben. Einsehen kann man die Statements auf: https://soziokultur-sachsen.de/kampagne-wir-sind-dabei

Noch ist unklar, wie es mit der Ausstellung weitergeht. Gewünscht ist es aber, diese auch in andere Orte weiterzutragen. In jedem Fall sind die Stimmen zur Demokratie als Bestandteil der Ausstellung integriert.

Gut wäre, wenn all die Stimmen, Ideen und Denkanstöße auch in lebhaften Austausch treten, weiter gesehen und gehört werden… Ein Podium gibt ihnen weiterhin der Verband für Soziokultur Sachsen e.V., der die Aktion „Kultur wählt Demokratie“ fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen – am 1. September – startete und auf dessen Webseite die Statements und Gesichter, die sich am Projekt beteiligten, sichtbar stehen.

Text (lv)
Infos + Fotos: Andrea Gaede

http://www.soziokultur-sachsen.de/kultur-waehlt-demokratie



Viele Stimmen bahnen den Weg: in der Ausstellung im Lipsiusbau lag auch das Statement von meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry zum Lesen. Siehe dazu auch den Beitrag zur Aktion „Kultur wählt Demokratie“ auf diesem Blog.

Aktion „Kultur wählt Demokratie“ mit Ausstellung im Lipsiusbau der Dresdner Kunsthochschule

Wie demokratisch ist die Kultur, Wie politisch die Kunst?

Im Rahmen der Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ sammelt der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zurzeit Stimmen. Die Statements und Fotos – Abgabeschluss ist am 7. August, 12 Uhr an news@soziokultur-Sachsen.de – werden am 8. August, von 15 bis 17 Uhr in einer öffentlichen Aktion im Lipsiusbau der Hoschschule für Bildende Künste Dresden gezeigt. Die Kampagne ruft dazu auf, den Slogan K U L T U R wählt D E M O K R A T I E in die Welt zu tragen, weiter zu denken und sichtbar zu machen.

Die Kampagne regt dazu an, sich mit den Themen Kultur und Demokratie auseinanderzusetzen und sich und andere dazu zu befragen.
Warum sind Sie Demokratin? Wie demokratisch ist die Kultur? Wie politisch ist die Kunst? Und wie lassen sich diese Fragen mit eigenen Aktionen und Dialogformaten untersetzen?

      • Dafür entsteht gemeinsam mit den Akteuren eine Kampagnen-Ideenbörse, die Ideen und Ansätze für Aktionen und Dialogformate sammeln und vorstellen wird – von der Podiumsdiskussion über den Kunstwettbewerb bis zum politischen Theater.
      • Mit der Postkarten-Aktion werden Postkarten mit Aussagen zur Demokratie zur Verfügung gestellt – zur Kunstfreiheit, zur Meinungsfreiheit, zum Demokratieprinzip, zum Gleichheitsrecht und zu den Grundrechten. Diese stehen ebenfalls digital kosten- und lizenzfrei zur Verfügung und können einfach gedruckt oder mit eigenen Aussagen zur Demokratie weiterentwickelt werden.
„…Kunst und Kultur haben nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern waren und sind darüber hinaus immer politisch.
Sie haben der Gesellschaft mit ihren spezifischen Ausdrucksformen seit jeher den Spiegel vorgehalten und sich als Forum für die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen verstanden.“


Aus: Positionspapier des Deutschen Städtetages 2018

Der Demokratie Deine STIMME GEBEN! Über die Fotos scrollen/ anklicken und Stimmen zur Demokratie lesen.deine stimme zur demokratie Koepfe

GESICHT ZEIGEN! Mit deinem Foto für die Demokratie einstehen.

MITMACHEN!
Kampagnenbanner aufhängen, Demokratieprojekt starten,
Podiumsdiskussion organisieren, Postkarten-Aktion beginnen…

Deine Stimme sichtbar machen – Dein Gesicht zeigen!

„Deine STIMME zur DEMOKRATIE“ präsentieren wir am 8. August, von 15-17 Uhr, in der Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger und Kulturschaffenden ein, mit uns und den sächsischen Landtagsabgeordneten über Demokratie ins Gespräch zu kommen.

finger links In der Online-Maske kannst du:

          • ein Foto von Dir mit/ohne Kampgangen-Logo „KULTUR wählt DEMOKRATIE“ machen
            (Logo zum Ausdrucken gibt es hier: https://soziokultur-sachsen.de/kampagnen-material)
          • Deine Stimme zur Demokratie abgeben:  „Ich bin Demokrat/in, weil…“  oder  „Für mich ist Demokratie…“
            Mitinitiatorin der Aktion Anne Pallas vom Landesverband SoziokulturSachsen e.V.
            „Ich bin Demokratin, weil ich lieber zähe Debatten aushalte (oder mitgestalte), als einseitige autoritäre Entscheidungen fraglos hinnehmen zu müssen. Einfache Antworten gibt es in der Demokratie nicht, dafür aber eine Vielzahl an Lösungen, Lebensentwürfen und Möglichkeiten.“ Andrea Gaede, Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
  •                  
    „Ich bin Demokratin, denn Menschenrechte haben kein Geschlecht.“                         Mirjam Mager, Filmverband Sachsen e.V.

„Ich bin Demokratin, weil für mich als freie Journalistin die Ideen- und Meinungsvielfalt spannend und inspirierend und die Pressefreiheit von unschätzbarem Wert sind. Und weil ich Kulturgewächse in aller Fülle liebe.“ Lilli Vostry, Journalistin und Inhaberin des Blogs http://www.meinwortgarten.com

Kulturbüro Stimme-zur-Demokratie 01Markus Krebs Kultur lebt DemokratieStaatsministerin Dr. Eva-Maria Stange Foto Martin Förster Copyright SMWK Kampagne-KwDMühlstrasse 14 Stimme-zur-Demokratiekulturraum Kultur waehlt DemokratieSandro Teschner verrolltmeuhlstrasse14 stimmen demokratieWelt-Theater erhält Preis für kulturelle Bildung Dez. 2017 kwd

Postkarten-Aktion

 

WIR SIND DEMOKRATEN, weil …….

 

KAMPAGNE

„KULTUR wählt DEMOKRATIE“

 

„Deine Stimme zur Demokratie!“

 

Noch 5 Wochen bis zur Landtagswahl!

Alle reden über Demokratie. Aber was genau macht Demokratie eigentlich aus? Sind wir alle Demokraten und wenn ja, warum?

 Wir bitten Sie um Ihre Stimme zur Demokratie.

Ich bin Demokratin/in weil…  oder  Für mich ist Demokratie….

Weil Demokratie auch Gesichter braucht, bitten wir auch um ein Foto von Ihnen.

Unter diesem Link finden Sie bereits einige Beispiele https://soziokultur-sachsen.de/kampagne-wir-sind-dabei    

Wir sammeln im Rahmen der Kampagne KULTUR wählt DEMOKRATIE Ihre und viele weitere Stimmen zur Demokratie, die wir am 8. August, von 15 bis 17 Uhr in einer öffentlichen Aktion in der Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden präsentieren.

Die Präsentation findet im Rahmen der Aktionswoche „Kunst für Humanismus“ der Hochschule für Bildende Künste Dresden statt. Die Stimmen dienen als Grundlage für das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, Kunst- und Kulturschaffenden und den Landtagsabgeordneten aller Parteien, die ebenfalls alle um ein Statement zur Demokratie gebeten wurden.

Bitte mailen Sie uns bis 7.8. , 12 Uhr Ihr Statement und ihr Foto an news@soziokultur-sachsen.de

Herzliche Grüße und Vielen Dank!

Text: Anne Pallas und das Team des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

 Der Landesverband Soziokultur Sachsen kooperiert für diese Aktion mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Diese Aktion wird auch unterstützt von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

KAMPAGNE:
Alle Informationen unter: www.soziokultur-sachsen.de/kultur-waehlt-demokratie

Verfolgen und Posten unter: #kulturwaehltdemokratie

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG:

Mit der Einsendung Ihrer Stimme zur Demokratie und Ihrem Foto, erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung und Verwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. einverstanden.

HINWEIS:
Jede Stimme zählt. Nur Aussagen, die der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechen, lassen wir nicht zu!

 

LANDESVERBAND SOZIOKULTUR SACHSEN      www.soziokultur-sachsen.de

Servicestelle Inklusion im Kulturbereich           www.soziokultur-sachsen.de/service-inklusion

Servicestelle Kultur macht stark Sachsen          www.soziokultur-sachsen.de/service-kms

Alaunstraße 9 | 01099 Dresden I Tel.: 0351 802 17 66 |news@soziokultur-sachsen.de

Die Kampagne – KULTUR wählt DEMOKRATIE
Freie Digital- und Druckvorlagen für Banner, Rollups, Plakate, Postkarten, Sticker und mehr!

Mitmachen! Weiterentwickeln! Verbreiten! www.soziokultur-sachsen.de/kampagne

Hinweis zum Datenschutz:

Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und halten und behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie der Datenschutzerklärung des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

Förderhinweis:

Der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und all seine Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Neue Bücher: Die Welt mit Levis Augen sehen & Unhaltbare Zustände


Eine starke Geschichte: Carmen Buttjer lässt „Levi“ in ihrem gleichnamigen Debütroman Bilder für die Welt um sich herum finden, um mit dem Verlustschmerz umzugehen. Foto: Maria Dominika Vogt

Wie Levi seine Schatten besiegt

Mit einem besonderen Debütroman startet der Verlag Galiani Berlin ins  Herbstprogramm (mit dem der Verlag gleichzeitig seinen 10. Geburtstag feiert): Levi ist ein Buch, das eine eigenwillige Perspektive einnimmt und dabei eine sagenhafte Dynamik entwickelt – denn Carmen Buttjer erzählt Levis Geschichte durch die Augen ihres elfjährigen Protagonisten. Und was für eine Geschichte das ist!

Alles beginnt damit, dass Levi auf der Beerdigung seiner Mutter die Urne stiehlt und sich damit auf einem Hausdach mitten in der Stadt versteckt. Ein paar Stockwerke unter ihm wohnt sein Vater, aber nach der Sache mit der Urne kann er sich dort sowieso nicht mehr blicken lassen. In seinem provisorischen Lager unter der knallenden Sommersonne versucht Levi, mit der Trauer klar zu kommen, die ihm in den Knochen steckt.

Im Kampf mit dem Verlustschmerz sucht er sich ungleiche Verbündete, etwa den mysteriösen Vincent, der mit ihm Touren durch die Stadt unternimmt, oder Kolja, den Kioskbesitzer und ehemaligen Kriegsfotografen, der versucht, die Bilder aus seiner Vergangenheit mithilfe von Whisky vergessen zu machen. Und dann sind da noch die Tigerschatten, die zwischen den Dächern springen, Levi im Nacken sitzen und um die Urne streifen – derselbe Tiger, der seine Mutter getötet hat, davon ist Levi überzeugt, auch wenn er in letzter Zeit viel zu schnell erwachsen werden musste und es eigentlich besser weiß.

Äußerst selten begegnet man in Debütromanen so eigenwilligen Bildern, so glasklarem Stil und so starker erzählerischer Energie. Carmen Buttjer, die 1988 geboren wurde und in Berlin lebt, schreibt mit einer immensen Vorstellungskraft und lässt Levi Bilder für die Welt um sich herum finden, die alles um ein paar Grade lebendiger, intensiver machen.

Die Offenheit dieser so jungen Perspektive gelingt Buttjer dabei genauso wie eine ungezwungene literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Verlust und den den eigenwilligen Wegen, wie Menschen damit umgehen. Levi ist ein Großstadtroman, der sich wie ein Roadmovie anfühlt, und nicht zuletzt ein Buch über Familienbande, und wie schwierig und notwendig es ist, in den entscheidenden Momenten zusammenzufinden.

Übrigens: Die Buchpremiere von Levi feiern wir am 3. September, passenderweise über den Dächern Berlins, im Klunkerkranich in Neukölln, am 17. September liest Carmen Buttjer beim Debütantensalon des Harbourfront-Festivals in Hamburg, weitere Termine sind in Planung.

Text: Florian Ringwald

Verlag Galiani Berlin
Friedrichstraße 119
10117 Berlin


Wenn der äußere Schein bröckelt. Die Welt des Schaufensterdekorateurs Stettler gerät aus den Fugen im neuen Roman „Unhaltbare Zustände“ des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer, der ebenfalls im Verlag Galiani Berlin im August erscheint. Foto: Lucia Hunziker

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt

Was bringt einen scheuen und zurückgezogen lebenden Menschen dazu, zum Äußersten zu gehen? Alain Claude Sulzer schickt in seinem neuen Roman Unhaltbare Zustände einen Schaufensterdekorateur namens Stettler auf die literarische Bühne, der privat und beruflich stets im Hintergrund steht. Umso prächtiger sind die von ihm gestalteten Schaufenster des Berner Edelkaufhauses, für die er seine Untergebenen allerdings auch gerne tüchtig knechtet. Trotzdem hat man von der ersten Seite des Buches an das dringende Bedürfnis, diesen knorrigen Eigenbrötler genauer kennen zu lernen. Schon früh ahnt man, dass er auf verlorenem Posten steht, und doch ist man auf seiner Seite.

Als der Chef ihm einen viel jüngeren Kollegen vor die Nase setzt, verfällt Stettler ins Grübeln: Soll er ersetzt werden? Ist seine Arbeit nicht mehr gut genug? Und er bemerkt, wie um ihn herum auf einmal alles ins Wanken gerät. Es sind die späten Sechziger, und das merkt man auch in der Schweiz: am Münsterturm hängt eines Morgens plötzlich eine Vietcong-Fahne, Studenten streiken auf Straßenbahnschienen. Stettler will mit alldem nichts zu tun haben. Aber er spürt: Er muss sich stellen.

Und einen Menschen gibt es in seinem Leben, dem er sich nahe fühlt: die Radiopianistin Lotte Zerbst, die ebenfalls sehr zurückgezogen lebt und der Stettler wunderbar zurückhaltende, bewundernde Briefe schreibt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zärtliche Freundschaft auf Papier. Als Lotte für ein Konzert nach Bern kommt, wollen sie sich endlich treffen. Doch es kommt anders …

Alain Claude Sulzer, „einer der stilsichersten, subtilsten und gleichzeitig eigenwilligsten Prosaautoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Die Welt) ist ein so einfühlsamer wie eleganter Roman gelungen über einen, der sich gegen den Wandel der Zeit stemmt und dabei untergeht; aber auch über Würde und Menschlichkeit – und den Moment, in dem die Ordnung kollabiert. Das Buch erscheint am 22. August.
Text: Florentine Schaub
Verlag Galiani Berlin
P.S. Nach Erscheinen der beiden Bücher im Buchhandel könnt Ihr dann auch die Rezensionen dazu auf mein meinwortgarten.com lesen.

Fest der Poesie beim Palais Sommer

Poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance

Zum Lauschen und Genießen sind Lyrik-Liebhaber am 31. Juli, um 20 Uhr auf der Wiese vor der Freilichtbühne am Japanischen Palais eingeladen. Eine Veranstaltung des Literaturforum Dresden in Kooperation mit dem Palais Sommer.

Palais.Poesie ist Kult und nicht mehr wegzudenken aus dem sommerlichen Kulturkalender in Dresden. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais und ein Höhepunkt des alljährlichen, eintrittfreien Palais Sommers (mit Veranstaltungen wie Konzerten, Freiluftkino und Yoga im Freien) noch bis 25. August zu erleben). Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte und junge Dichter den wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar). Die Palais.Poesie 2019 wird moderiert von Volker Sielaff.

Auf der Open-Air-Bühne des Palais-Sommers lesen in diesem Jahr:

Lydia Daher,
1980 als Kind deutsch-libanesischer Eltern in Berlin geboren, ist Lyrikerin, Musikerin, Performerin und Produzentin. Sie experimentiert und kollaboriertinterdisziplinär und hat Auftritte auf Literatur- und Musikfestivals, in Clubs und Theaterhäusern. Höchste Zeit also für einen Auftritt beim Palaissommer! Das ARD-Magazin „druckfrisch“ über Daher: „Großer Pop! Große Poesie!“ Der Spiegel konstatiert: „Smarte, angriffslustige Verse!“ Und das Musikmagazin „Rolling Stone“ bescheinigt ihr ein „nicht im Kopf auszuhaltendes lyrisches Talent“. Frech, unverschämt und sinnlich sind die teils gesungen vorgetragenen Verse der Lydia Daher.

Lütfiye Güzel,
1972 in Duisburg geboren. Da sie 2018 der absolute Publikumsliebling des Festivals war, kommt sie in diesem Jahr noch einmal. Seit 2014 veröffentlicht die Autorin Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label, Go-Güzel-Publishing. Soeben ist dort ihr „Dreh-Buch“ erschienen: „Eine Regieanweisung und Kamerafahrt ins Unsagbare.“ Lütfiye Güzel leitet Poetry-Workshops an Schulen und Museen und schreibt im Vier-Wochen-Takt Essays für WDR 3. Mit Texten wie „Oh, no!“ und „hey! Anti-roman“ terrorisiert sie den grauen Alltag, melancholisch und ohne Umwege. Ihre Texte sind brutal direkt, auf Literaturagenten hat sie „keinen Bock“. 2014 erhielt sie den Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg, 2017 den Literaturpreis Ruhr.

Uwe Kolbe,
1957 in Ostberlin als Sohn eines Binnenschiffers geboren, ist zweifellos einer der bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Franz Fühmann war in den Siebzigern erster Mentor, Kolbes Gedichtband „Hineingeboren“, 1980 im Aufbau-Verlag erschienen, wurde zur literarischen Sensation, denn Kolbe hatte, mit der radikalen Subjektiviät seiner Verse, das Lebensgefühl einerganzen Generation getroffen. Dem Debüt folgten zahlreiche weitereGedichtbände, u.a. „Bornholm II“ (1986), „Vaterlandkanal“ (1990), „Vineta“ (1998), „Lietzenlieder“ (2012) und „Die sichtbaren Dinge“ (2019). Zusammen mit Bernd Wagner und Lothar Trolle hat Uwe Kolbe in den 80er Jahren die Untergrundzeitschrift „mikado“ herausgegeben, 1988 Übersiedlung nachHamburg, 1989 als Gastdozent in Austin / Texas. Auf seiner langen Veröffentlichungsliste stehen neben Gedichtbänden auch zahlreiche Romane und Sachbücher, so „Die Lüge“ (2014), ein Buch, das, so Michael Braun, „alle Heldenlegenden von ästhetischer Dissidenz in der DDR gründlich entzaubert“. Seit einem Jahr lebt Uwe Kolbe in Dresden.

Ulf Großmann,
1968 in Freiberg geboren, war viele Jahre Redakteur der Literatur- und Kunstzeitschrift „Ostragehege“, er debütierte 2017 mit dem Erzählungsband „Bescherung“. In diesem Jahr ist im Elif-Verlag sein Gedichtband „Nachtränder“ erschienen, dessen Verse sich durch eine „beharrliche Wahrhaftigkeit“ (Armin Steigenberger im Onlinemagazin „Signaturen“) auszeichnen. Als „versehrte Stimmen vom Rand, aus dem Abseits, jenseits farbiger, sauerstoffreicher Wohlfühl-, Reise- und Wellnesszonen“ bezeichnet die Lyrikerin Kerstin Becker in ihrem Nachwort zum Buch die Gedichte des Autors Ulf Großmann. Texte, die man auf sich wirken lassen, deren Bitterkeit man sich als Leser stellen muss. Ulf Großmann wurde auch als Herausgeber der Anthologie „Skeptische Zärtlichkeit – Junge deutschsprachige Lyrik“(zusammen mit Axel Helbig) bekannt. 2017 erhielt er den Kammweg-Förderpreis. Großmann lebt und arbeitet in Dresden.

Text: Literaturforum Dresden


Ulf Großmann I Foto: privat

Uwe Kolbe I Foto: Dirk Skiba

Lütfiye Güzel I Foto: 7brands

Lydia Daher I Foto: Gerald von Foris

Weitere Programm-Infos unter:

http://www.palaissommer.de

Ostrale zu Gast mit zeitgenössischer Kunst in der Europäischen Kulturhauptstadt 2020 Rijeka/Kroatien


Anya Janssen, Niederlande, Öl auf Leinwand, 2017: „Die Leute sagen, ich bin anders“.

Ostrale-Kunstwerke reisen nach Kroatien für Ausstellung „Watergate“

Die Dresdner Kunstausstellung OSTRALE wird erneut Projektpartner einer Europäischen Kulturhauptstadt im Mai 2020 in der kroatischen Hafenstadt Rijeka. Ihre Kernthemen sind Arbeit, Migration und Wasser. Die aktuelle Ausstellung in Dresden dauert noch bis 1. September.

Erneut wird das Dresdner Zentrum für zeitgenössische Künste OSTRALE das Ausstellungsprogramm einer europäischen Kulturhauptstadt maßgeblich mitgestalten – wie bereits in Pécs (2010), Breslau (2016) und Valletta (2018). Soeben wurde bekanntgegeben, dass das Zentrum für zeitgenössische Künste Projektpartner der Europäischen Kulturhauptstadt 2020 Rijeka/Kroatien wird. Die diesjährige OSTRALE Biennale, die derzeit hauptsächlich in der historischen Tabakfabrik f6 in Dresden-Striesen stattfindet, ist noch bis zum 1. September geöffnet. Nach einem Ort für die Durchführung der OSTRALE Biennale 2021 in Dresden wird noch gesucht.

Die OSTRALE Biennale bringt immer wieder Künstler und Künstlergruppen aus aller Welt zu Ausstellungen, Performances und Artists in Residence-Camps nach Dresden, veranstaltet hier Symposien und Künstleraustausche. Zusätzlich vernetzt das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste durch seine Arbeit die Kulturstadt Dresden als Bewerberin um den Status der Europäischen Kulturhauptstadt auch auf andere Weise mit der Szene Europäischer Kulturhauptstädte.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir im kommenden ‚Biennale-Zwischenjahr‘ als Kuratoren in Rijeka, Kroatien, gastieren und dort einen Teil der aktuell auf der OSTRALE Biennale ausgestellten Kunst präsentieren dürfen.“, so Direktorin Andrea Hilger. Kernthemen der Europäischen Kulturhauptstadt Rijeka 2020 sind Arbeit, Migration und Wasser.  Diesen Leitgedanken will das Team des Zentrums für zeitgenössische Künste in der kroatischen Hafenstadt unter dem Titel „Watergate“ mit Elementen der diesjährigen Biennale-Ausstellungsthemen „Ismus“, „WomanIsm“ und „MigARTion“ begegnen.

Die Präsentation in Rijeka ab Anfang Mai ist nicht das einzige Auslandsgastspiel der OSTRALE im Jahr 2020. Kuratorin Antka Hofmann: „2020 werden wir auch mit dem Projekt WomanIsm in Uganda und in Kenia gastieren und mit spannenden Partnern, wie dem Goethe-Zentrum in Kampala und der Circle Art Gallery in Nairobi zusammenarbeiten.“ WomanIsm wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und durch das „ifa“ Institut für Auslandsbeziehungen.

Die diesjährige OSTRALE Biennale ist noch bis zum 1. September geöffnet. Nach einem Ort für die Durchführung der OSTRALE Biennale 2021 in Dresden wird noch gesucht.

Text: Tobias Blaurock

Hauptort der OSTRALE Biennale: Historische Tabakfabrik f6 Striesen, Dresden, Eingang Schandauer Straße 68, DVB-H: Gottleubaer Straße, Straßenbahnen 4, 10

Geöffnet 4. Juli bis 1. Sept. 2019: Mi bis Fr 10 bis 19 Uhr, Sa/So 11 bis 20 Uhr

Dezentrale Ausstellungen:

Gedenkstätte Bautzner Straße (11.6.-8.9.), tägl. von 10-18 Uhr, Fr. bis 20 Uhr, Goethe-Institut Dresden (12.6.-1.9.), Mo-Fr 8-16 Uhr, Ausländerrat Dresden e.V. (13.6.-1.9.), Mi-So. 10-18 Uhr, Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz (28.6.-18.8.), Mo, Mi, Do 10-16 Uhr / Di 10-18 Uhr / So 14-18 Uhr, SAP‘art Dresden (26.4.-1.9.)

Die OSTRALE Biennale ist international hervorragend vernetzt und mit aktuell insgesamt über 300 Kunstwerken von ca. 180 Künstlern aus über 34 Nationen die drittgrößte temporäre Ausstellung für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden/Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität spiegeln sich in den Ausstellungen wider. Das Team des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Künste hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste in Europäischen Kulturhauptstädten gestaltet, so 2010 in Pécs, 2016 in Breslau und 2018 in Valletta/Malta.

Kontakt:
Postanschrift / OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst, Messering 20, 01067 Dresden, Tel. 0351 653 37 63, http://www.ostrale.de, Förderverein: http://www.ostrale-freunde.de