Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

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Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag: 5 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

 

Keine für Alle! – Lara Finesse

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Kolumne: Neue Mauern…

Wie es zu meinem Namen kam, das bleibt mein Geheimnis. Ob es mich wirklich gibt? Nun ja. Wie heißt es so schön: Ich denke, also bin ich. Was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist. Neulich hörte ich im Radio in einer Humorsendung, es war gerade Fasching, den unglaublichen Satz: Das Lachen unterscheide den Menschen vom Tier. Das habe kein Geringerer als Aristoteles einst festgestellt, wie auch die gefährliche und befreiende Wirkung auf die Lachenden und Ausgelachten zeitlos ist.

Wer lacht, zeigt, dass er etwas erkannt und verstanden hat. Oder es zumindest meint. Während Tiere, wenn sie lachen mit heraushängender Zunge oder fiependen Lauten,gar nichts denken, sondern sich einfach ihres Daseins freuen. Das unterscheidet Tiere tatsächlich sehr von Menschen.

Manche von letzteren verziehen keine Miene, egal was um sie herum passiert. Es ist ja nicht zu übersehen, dass sich gerade ein großer Wandel in der Welt von draußen nach drinnen – damit meine ich nicht nur die über Ländergrenzen hinweg ziehenden Flüchtlingsströme – vollzieht. Neue Mauern tun sich auf, mit denen wir uns selbst umgeben. Man sehe sich nur die Leute an, die draußen unentwegt nach unten auf diese glatten, flimmernden Teile starren und darauf herumtippen und die Ohren oft verstöpselt halten.

Wie ferngesteuert laufen sie durch die Gegend, manche rennen einen fast um. Ich frage mich dann immer: Was ist so ungeheuer wichtig, dass diejenigen dieses Teil kaum eine Minute mehr aus den Augen lassen?! Was würde passieren, wenn sie es verlieren? Was taten sie, bevor es Smartphones gab?

Mittlerweile braucht man gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Man bekommt alles aus dem weltweiten Netz. Man kann Tag und Nacht einkaufen, mit den Augen überallhin reisen, sich vergnügen, den idealen Partner per Fragebogen zusammenpuzzeln, für zwischendurch, nur virtuell oder auch mal in echt. Heldenhafte Essensbringer aus dem Internet (die nennen sich wirklich so!) gibt es auch inzwischen.

Anderes wie Postkarten und Briefe schreiben, stirbt allmählich aus. Vielleicht werden Briefkästen deshalb auch immer seltener?

Neulich fragte tatsächlich jemand auf Facebook, ob es eigentlich noch Schreibpapier gäbe! Als ob es davon abhinge. Wenn man das Bedürfnis hat, kann man auf allem schreiben. Oder? Nur gehen mir leider allmählich die Empfänger aus. Es wird noch soweit kommen, dass ich mir selbst Karten und Briefe mit schönen Briefmarken schreibe, nur um mir die unverhoffte Freude, dass jemand an einen denkt und überrascht, zu erhalten neben all dem Werbekram und Rechnungen, die mir beim Gang zum Briefkasten täglich entgegen grienen.

Warum gehen wir manchmal trotzdem noch hinaus? Um zu schauen, ob da draußen noch alles da ist, noch andere außer uns und wie die Luft ist. Warm oder kalt. Auf den Wetterbericht ist ja kein Verlass mehr trotz moderner Technik. Das Wetter macht, was es will. Einmal richtig Schnee muss reichen, dann geht der Winter schon wieder. Statt Schlitten und Skier fahren schnelles Surfen im Internet. Merkt doch eh keiner. Seit Ende Januar, draußen ist noch alles kahl und grau, bestürmen einen schon in knallbunten Farben grinsende Schokohasen und Eierallerlei im Supermarkt, obwohl man gerade erst die Silvesterknallerei überstanden hat und das Schatzkästchen auf dem Tisch mit den erfüllten, vergessenen und neuen Wünschen für das neue Jahr noch auf Durchsicht wartet. Indes grüßen schon die ersten Schneeglöckchen auf der Wiese, wird es wieder früher hell und später dunkel. Was manche Nachbarn schon zu eifrig geräuschvollem Frühjahrsputz derart treibt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Und das Leben rauscht vorbei.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BilderGedichtKalender 2016 „Von Tier zu Mensch“

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Vom Raubtier Mensch

Skurill-poetische Gedichte und Bilder versammelt der neue BilderGedichtKalender von Lilli Vostry und Babak Nayebi.

Ein Mann mit Hahn im breitkrempigen Hut, den nichts zu erschüttern scheint, ist auf dem Titelblatt des Kalenders zu sehen. Gut behütet schaut er in die Welt. Skurril-poetische, heitere und ernsthafte, beherzt geborgene Gedankenflüge und Gefühlssprünge versammelt der neue BilderGedichtKalender für 2016 unter dem Titel „Von Tier zu Mensch“. 

Es ist der nunmehr dritte Kalender, den Lilli Vostry, freie Journalistin und SZ-Autorin, zusammen mit dem iranischen, in Dresden lebenden Bildenden Künstler Babak Nayebi in limitierter Auflage herausgegeben hat im Typostudio SchumacherGebler in Dresden. In Abwandlung der Redewendung „Von Mensch zu Mensch“ wird in reizvollem Kontrast von Bildern und Lyrik das Verhältnis von Mensch und Tier betrachtet. Das Raubtier Mensch, der mal Jäger, mal Getriebener ist, mal innige Nähe und Ausgeliefertsein, Stärke und Ohnmacht erfährt und die verletzte, leidende Kreatur stehen sich gegenüber in den farbigen Ölzeichnungen auf Papier. Es geht außerdem facettenreich, vieldeutig um Zwischenmenschliches. Etwa im Gedicht „Frei Wild“ um Fortschnurren in fremde Galaxien, um Fortträumen, Sehnsucht nach der Ferne und Neues entdecken. Da tauchen Fledermäuse am Strand auf, ergibt sich ein Admiral auf Landgang duftenden Blüten. Da bringt ein rätselhaftes Wesen mit roten Augen, das sich Lori nennt, Schatten zum Leuchten. Und begrüßt eine Robbe das neue Jahr und sucht im unendlichen Weiß nach wärmenden Worten. 

Dieser zeitlose BilderGedichtKalender „Von Tier zu Mensch“ ist jetzt zum Schnäppchenpreis erhältlich. Einige Exemplare sind noch über die Autorin Lilli Vostry auf Anfrage zu beziehen.

Experimental Improvisation: Musik & Malerei live im KlangLabor


Harfenklänge & Pinselschwünge: Aerdna Harp & Manuela Neumann


Gitarrenklänge steuert Christoph Ball bei zur Impro-Session im KlangLabor.


Auf der Trompete begleitet Marcous „Albinoni“ Kliesch die Musik & Malerei-Performance.

Wenn Musik und Farben zusammen fließen

Der Pinsel harft über`s Papier. Die Harfe schwelgt in verschiedensten Farbtönen, trifft auf im Raum umher schwirrende Gitarren- und Trompetenklänge. Die Kunst der Improvisation in gemeinsamem Agieren von Musik & Malerei kann man diesen Sonnabend hautnah im KlangLabor in Dresden erleben. Aerdna Harp spielt an der E-Harfe. Sie ist die Initiatorin dieses neuen Begegnungsortes verschiedener Künste. Marcous „Albinoni“ Kliesch bläst die Trompete. Er ist Berufsmusiker, gibt auch Unterricht und hat ein Tonstudio.
Christoph Ball steuert Klänge auf der Gitarre und Ukulele bei und singt. Er ist ebenfalls als Musiker tätig und unterrichtet. Beide wohnen in Dresden. Manuela Neumann, die an der Dresdner HfBK studierte, beteiligt sich an dem Experiment mit improvisatorischem Malen. Von ihr sind zurzeit auch Miniatur-Zeichnungen unter dem Titel „Faszination der Linie“ im Kabinett in einer Ausstellung in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 am Fetscherplatz noch bis 14. März zu sehen. Zusammen sind die vier Künstler das Quartett „Pinhartromgit“. Man darf gespannt sein auf die spontan entstehenden Klangbilder und Bilderklänge dieser Musik & Malerei-Performance am 22. Februar, 19.30 Uhr im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Eintritt frei. Spende willkommen.

Text (lv)

Fotos: Veranstalter

„Die Live Butterfly Show“ – Lesung mit Jan Wagner im Stadtmuseum Dresden

Kalifornische Sonette und ein kleiner Krähenhymnus

Der Berliner Dichter und Preisträger der Leipziger Buchmesse 2015, Jan Wagner liest aus seinem neuen Gedichtband „Live Butterfly Show“ am 20. Februar, um 19 Uhr im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße).

Man kann sich Jan Wagner als zeitgenössischen Klassiker vorstellen. Seitdem dem Berliner Dichter und Übersetzer im Jahr 2015 für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ der Preis der Leipziger Buchmesse zugesprochen wurde, wuchert sein mittlerweile berühmtes Gedicht „giersch“, „mit dem begehren schon im namen“, in den Köpfen von Lesern, Kritikern und Lyrikerkollegen. Selten hat ein kleines Sonett mit angedeuteten Reimen und hinters Licht führender Heimeligkeit derart die Geister geschieden. Schön, wenn Poesie so etwas kann!

Lyrische Anverwandlungen von Rettich und Weißkohl, „kalifornische sonette“, ein „kleiner krähenhymnus“ oder ein „lob des kamels“ bevölkern auch die „Live Butterfly Show“, Wagners neuesten Gedichtband, mit dem der gebürtige Hamburger morgen im Dresdner Stadtmuseum zu erleben ist. Es finden sich darin die ausgeklügelten Beschwörungen der Dingwelt, die man bereits zu kennen meint: Neunaugen als „glitschige urzeitwesen aus ocker / und schlamm“ oder Weißdorn als ein „lokal /begrenzter schneefall, der nicht / aufhört, nicht aufhört“.

Genauso segelt Wagner durch die abendländische Tradition von Jonas im Walfisch bis Horaz, widmet dem Maler John Constable und Dornröschen aus dem Märchen Sestinen und steht dann wieder unvermittelt „am ganges“.

Aber welcher Dichter, bitteschön, hat schon einmal über einen „einstellungstag im meerjungfrauenmuseum“ geschrieben? Der von der irischen Westküste stammende Matthew Sweeney, dessen Gedichte Wagner übersetzt hat, bemerkte einmal, dass man in maritimen Dingen und in puncto Akkuratesse bei Jan Wagner an der richtigen Adresse sei. Sein Hang zu sprachlicher Präzision, zu historischen Blitzlichtern, zum Fortschreiben von Traditionen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das dem kürzlich verstorbenen Sweeney gewidmete „glasauge“ uns anstarrt, „wie um zu sagen: bleibt und seht“. Und was sehen wir? Einen dem Trunke ergebenen „onkel“ etwa, der „an seinen hosenträgern“ hereinschwebt „wie ein prächtiger fesselballon“. Wir sehen „die kapitäne“, die „in unserer straße an land“ gingen und „ankerten in der witwenbucht“.

Unbedingt hervorzuheben ist auch Wagners feiner, ins Absurde spielende Humor, der allerdings ohne Reim kaum zu haben ist: „vergib mir“, heißt es im Titelgedicht, in dem vielleicht sogar von Schmetterlingen die Rede ist, „daß ich aufging in der schar / von eilenden, geblendeten, touristen, / undankbare blüte, die ich war“.   Patrick Wilden, DNN 19.2.2020

Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V. mit der Evangelischen Akademie Meißen und den Museen der Stadt Dresden.

Eine Veranstaltungs-Empfehlung von Jörg Scholz-Nollau

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Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Familienzentrum Radebeul feiert seinen 30. Geburtstag


Kaum ein Radebeuler, der nicht schon einmal hier war. Der Geschäftsführer des Familienzentrums Radebeul, Mathias Abraham zeigt das prall gefüllte, neue Programmheft. Zum Kinder-Fasching am 25.2., von 15.30 bis 18 Uhr, sind Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und Freunde herzlich zum Feiern eingeladen, zu Knüppelkuchen am Feuer und einem kleinen Theaterstück (Anmeldung unter Tel.:  0351 – 83 973 – 0).

Ein Begegnungsort für alle Generationen

Das Familienzentrum Radebeul feiert seinen 30. Geburtstag am 8. März und lockt mit einer Fülle an Angeboten für kleine und große Besucher.

Wer einmal das trostlos verfallene Haus Anfang der 90er Jahre auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda sah, staunt um so mehr über die wundersame Verwandlung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die Gründerinnen der Familieninitiative Radebeul mich damals durch das alte Gemäuer samt morschem Dachboden führten und erzählten, was hier einmal alles entstehen soll. Elan und Träume können viel bewirken. Auf ein helles Stofftuch schrieben sie in leuchtenden Farben an die Hausfassade: “Hier baut die Familieninitiative ein Familienzentrum“.

Sie wollten einen Platz für Eltern und Kinder in der Öffentlichkeit schaffen, an dem sie sich treffen, austauschen, selbst gestalten und gegenseitig stärken können. Bei der Umsetzung half den Frauen ein Preisgeld einer Stiftung und sie kauften das völlig marode Haus. Inzwischen strahlt der sanierte Dreiseithof sonnengelb wie einst auf dem Plakat. Die Aufnahme ist einem Faltblatt mit dem Jubiläumsprogramm zu sehen. Die Familieninitiative Radebeul e.V. feiert am 8. März ihr 30-jähriges Bestehen.

Mit einem Familien- und Frauentagsfrühstück von 9 bis 13 Uhr im Familienzentrum in Radebeul-Altkötzschenbroda 20. Außerdem gibt es ein fröhlichen Benefizkonzert für Familien in der Friedenskirche um 15.30 Uhr. In der Ausstellung „FamilienFreundeInitiativ“, die um 17.30 Uhr im Familienzentrum eröffnet, werden die Erinnerungen an die Anfangszeit und Entwicklung des Hauses lebendig.

„Das Besondere ist, dass hier alle Angebote unter einem Dach stattfinden. Die Eltern-Kind-Gruppen werden gern in Anspruch genommen und dabei entstehen auch Freundschaften und gegenseitige Unterstützung und wird Gemeinschaft aktiv gelebt“, sagt Mathias Abraham, seit 2004 angestellt und seit 2011 Geschäftsführer im Familienzentrum Radebeul, das Mitarbeiter und Stammbesucher liebevoll „Fami“ nennen. „Wir merken schon, dass Gesichter und Kontinuität wichtig sind und das Haus über die Jahre zu einem etablierten Ort geworden ist.“

Seit 2007 ist das Familienzentrum auch ein Mehrgenerationenhaus, das auch eine verlässliche Finanzierung und Stabilität im Rahmen eines Förderprogramms gebracht hat, so Abraham. Es ist ein Begegnungsort für kleine und große Besucher, jung und alt, wo sie sich auf vielfältige Weise betätigen können. Das 80seitige Heft mit dem neuen Halbjahresprogramm enthält täglich mehrere Angebote  von Musik und Bewegung für Babys und Kleinkinder, Prager Eltern-Kind-Programm (PEKIP), einem Stammtisch Malen und Zeichnen und Fotografie, Spielnachmittage, Singen, Yoga am Morgen, Kochkurs für Männer, Fortbildungen für Tagesmütter und Tagesväter bis zu Beratung für jede Lebensphase, Hilfsangeboten für Demenzkranke, Angehörige und Pflegende und einem Trauercafé.

Das Logo des Familienzentrums zeigt vier farbige Häuser, die miteinander verbunden sind wie ein vierblättriges Glücks-Kleeblatt,  lebhaft wie ein Schmetterling und gemütlich wie Waben. Ein Familiencafé und Spielzimmer laden im Erdgeschoss ein.
“Wenn man mit Radebeulern redet, kommt das Familienzentrum in vielen Lebensläufen vor. Kinder waren in den Ferien oder zum Fasching Seit einigen Jahren kommen die damals kleinen Kinder mit ihren eigenen Kindern hierher und das Familienzentrum ist selbst Bestandteil von Familiengeschichten“, sag Mathias Abraham.

Inzwischen nutzen 60 000 Besucher im Jahr die Angebote im Familienzentrum Radebeul mit nunmehr 25 angestellten Mitarbeitern. Das Familienzentrum setzt sich ebenso für ein lebendiges Miteinander von Bürgern und Vereinen für ihre Stadt ein in der Initiative „Team Radebeul – Mach mit im Leben“. Dazu soll eine Ehrenamtsbörse im Februar ans Netz gehen und der Spendenlauf im Lössnitzstadion am 7. Juni, ab 10 Uhr, unterstützt vier soziale Projekte.

Ab  März öffnet außerdem ein Freitagscafé (von 10 bis 14 Uhr) im Kulturbahnhof Ost parallel zum Wochenmarkt, um die ehemalige Bahnhofshalle und den Vorplatz gestalterisch neu zu beleben. „Es soll ein schöner, einladender Ort werden, der die Bedürfnisse der Radebeuler berücksichtigt“, sagt Mathias Abraham. Das Familienzentrum bringt sich ebenso ein wie die im Areal ansässige Stadtbibliothek und Volkshochschule Radebeul.

Text + Foto (lv)

Öffnungszeiten des Familienzentrums:

Mo bis Do  9  – 17 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr. Mittagstisch von 11 -13 Uhr.

www.Familienzentrum-Radebeul.de 

Radebeuler Kultur e.V.: Liebe zur Musik und Erschließung neuer Kreativräume


Gemeinsamer Einsatz für eine lebendige, künstlerisch-kreative Szene in Radebeul: Björn Reinemer kurbelt die Projekte im Radebeuler Kultur e.V. an, in dem auch seine Mutter, die Bildhauerin Gabriele Reinemer aktiv ist.

Vom Jazz-Festival bis zur musischen Förderung
für Kinder und Jugendliche

Der Radebeuler Kultur e.V. setzt neue Akzente und will ein Altes Fabrikareal zusammen mit Kreativfirmen neu beleben.

Für eine vielfältige Kulturszene in der Stadt setzt sich der Radebeuler Kultur e.V. ein. Als erstes Projekt unterstützte der Verein im Juni 2019 das XJazz Edition Radebeul Festival. Schirmherr war die Radebeuler Free Jazz Legende Günter Baby Sommer und die bekannte Dresdner Sängerin und Kabarettistin Anna Mateur. Über 800 Besucher erlebten an drei Tagen an mehreren Spielorten, darunter die Landesbühnen Sachsen, Weingut Aust und Haus Steinbach Konzerte mit hochkarätigen lokalen und internationalen Künstlern.

In diesem Jahr findet das genreübergreifende Jazzfestival vom 5. bis 7. Juni wieder in Radebeul statt. Eröffnet wird es mit Jazzrock und Beat der Band „Get The Blessing“ aus Großbritannien am 5.7., um 20.30 Uhr in der Lutherkirche. Mehrere Gruppen spielen wieder im Weingut Aust am 6.6. ab 16 Uhr.

„Uns verbindet alle die Liebe zur Musik, zur Region und der Wunsch, die kulturelle Lebensqualität zu erhalten und zu fördern“, sagt Björn Reinemer.
Der 32-jährige kümmert sich um die Geschäftsführung des Radebeuler Kulturvereins. Er ist Musiker und Inhaber der Konzertagentur Dynamite und arbeitet als Booker im Verlag Voland und Quist in Dresden. Der Kulturverein ist inzwischen auf 27 Mitglieder angewachsen und insgesamt 32 Leute engagieren sich für dessen Projekte. Sie sind zwischen 19 und 83 Jahre alt, arbeiten in der IT-Branche, als Architekten, Baumpfleger, Bühnenbildnerin und Künstler wie die aus Frankreich stammende Sophie Cau oder der Radebeuler Uri Weber.

Der Radebeuler Kulturverein unterstützt und initiiert einzelne Projekte wie Konzerte, Workshops, Lesungen oder Theaterproduktionen. Eine Mischung aus Lesung und Konzert mit Esther Bejarano, eine 95-jährige jüdische Autorin und Holocaust-Überlebende und einem Rapper, ist für den 2. Oktober geplant, der Veranstaltungsort stehe noch nicht fest. „Sie war Musikerin und musste während der Ankunft der Züge im Vernichtungslager spielen als Pianistin. Das Akkordeonspiel hat sie sich selbst beigebracht und die Musik rettete ihr das Leben“, erzählt Björn Reinemer.

Der Kulturverein sammelt mit seinem Projekt „MusikArche“ Spenden
für Instrumente und eine musikalische Ausbildung für Kinder und Jugendliche, die besondere Hilfe benötigen. Gerade gestartet ist ein Jahreskurs, die Kosten von 700 Euro trägt der Radebeuler Kultur e.V., für ein Kind aus einer Betreuungseinrichtung der Kinderarche Sachsen e.V., das nun die Musikschule des Landkreises Meißen in Radebeul besuchen kann.

Ein weiteres Vorhaben ist die Stärkung der künstlerisch-kreativen Szene. Sein Domizil hat der Radebeuler Kulturverein in einem ehemaligen Fabrikgebäude auf der Meißner Straße 21 an der Stadtgrenze zu Radebeul. In dem weiß gestrichenen Gebäude haben sich bereits einige Kreativwirtschaftsfirmen angesiedelt. Björn Reinemer betreibt hier seine Konzertagentur Dynamite. Auf derselben Etage sind die „Centre-Films“-Firma und ein kleines Tonstudio ansässig. Es gibt einen größeren Veranstaltungsraum mit ca. 100 Plätzen. Von Filmvorführungen, hauptsächlich Programmkino, auch kombiniert mit Musik über Ausstellungen bis zu kulturellem Experimentierraum sei hier vieles denkbar.

„Wir wollen etwas in die Lücken gehen mit unseren Angeboten“, so Reinemer. Zunächst sollen quartalsweise Veranstaltungen wie Kinoabende stattfinden, wobei der Radebeuler Kultur e.V. gern mit dem Kulturverein der Stadtbibliothek Radebeul-Ost kooperieren würde. Die weiten Gebäudeflure bieten viel Hängefläche für Bilder.
Die Bildhauerin Gabriele Reinemer ist wie ihr Sohn ebenfalls aktiv im Radebeuler Kulturverein. „Ich finde es wunderbar, dass eine Etage in diesem Gebäude neu belebt wird und der Vermieter offen für eine kreative Nutzung ist“,  sagt sie. Daher sei es wichtig, dass der Verein weiterhin unterstützt wird, um ein breitgefächertes Angebot für junge wie ältere Künstler und Besucher zu entwickeln.

Text + Fotos (lv)

Kontakt: http://www.radebeuler-kultur.de


Neue Oase für Kreativfirmen. In dem früheren Fabrikgebäude auf der Meißner Straße 21 an der Stadtgrenze zu Radebeul hat jetzt auch der Radebeuler Kultur e.V. sein Domizil.

Die Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Radebeul feierte ihren 20. Geburtstag – Ein Atelierbesuch


Atelier & Galerie in einem: Der Maler und Grafiker Markus Retzlaff ist von Anfang an dabei im „Atelier Oberlicht“ in Radebeul-Altkötzschenbroda 23.

Im Bilderreich: Markus Retzlaff und Simone Ghin. Sie hat hier ihr Atelier für Malerei und Glaskunst.

Kunst hautnah erleben

Die Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Altkötzschenbroda feierte ihr 20jähriges Bestehen. Markus Retzlaff ist von Anfang an dabei. Simone Ghin seit 2015. Zur Kultur- und Kneipennacht am 4. April öffnen sie die Ateliertüren wieder für Besucher.

Mit seinem Glasdach erinnert der Atelierraum an ein Gewächshaus. Hier ist reichlich Kunst gewachsen in 20 Jahren. Überall hängen, liegen, lehnen Bilder
an den Wänden, in und auf den Grafikschränken und Tischen und über der gemütlichen Sofaecke mit Bücherregal. Vorwiegend Grafik, Zeichnungen und Malerei sind zu sehen.

„Die Idee war, eine Künstlergemeinschaft zu gründen, wo jeder sich entfalten und etwas aufbauen kann, Zugang zur Öffentlichkeit hat und die Möglichkeit, die Arbeiten frei zu verkaufen“, sagt Markus Retzlaff. Er ist Diplommaler und Grafiker und Mitgründer der Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Radebeul-Altkötzschenbroda 23.
Im November letztes Jahr wurde das Jubiläum gefeiert im Gebäude, errichtet auf den Grundmauern einer alten Scheune. Da viel Licht von oben hereinfällt, bekam der Kunstraum den Namen „Oberlicht“ von Ingo Kuczera, einem der Künstler aus der Anfangszeit, der 2004 starb. Sechs Künstler eröffneten hier im Juli 1999 ein insgesamt 166 Quadratmeter großes Gemeinschaftsatelier mit Produzentengalerie.

Dazu gehörten Frank Hruschka, Markus Retzlaff, Nikolaj Bachmann, Julius Hempel, Ingo Kuczera und der deutsch-afghanische Künstler Homayon Aatifi. Jeder hatte eine Ecke für sich und der Hauptplatz für die Bilderpräsentation im Atelier war immer sehr begehrt, erinnert sich Retzlaff. Es entstanden gemeinsame Grafikeditionen. Elf weitere Künstlerinnen und Künstler waren zeitweise dabei im „Atelier Oberlicht“. Zusammen mit Frank Hruschka lud Markus Retzlaff oft zum Schaudrucken beim Herbst- und Weinfest auf dem Dorfanger ein.

„Früher gab es dafür noch mehr Interesse und die Grafiken wurden uns gleich aus den Händen gerissen von den Leuten“, so Retzlaff. Es fand auch ein „Farbenforum“ mit einer Tagung und Ausstellung im Jahr 2001 im „Atelier Oberlicht“ statt. Dafür bekamen die Künstler von der Farbenfirma aus Nerschau Hochdruck- und Ölfarben. Außerdem hatten die „Oberlichter“ zwei Ausstellungen im Kunstfachmarkt Gerstaecker in Dresden.

„Uns ging es auch darum, eine Verbindung zwischen Kunst und Wirtschaft herzustellen“, sagt Markus Retzlaff. “Es gibt ja sehr viele freie Räume in öffentlichen Gebäuden, wo Künstler ausstellen könnten. Das wird leider zu wenig genutzt oder es gibt keine finanziellen Mittel dafür.“ Das vom Künstlerbund geforderte Ausstellungs- bzw. Leihhonorar für die gezeigten Werke der Künstler werde noch nicht überall gezahlt von den Unternehmen und auch Bilderankäufe sind nicht selbstverständlich.

Letztes Jahr hatte Markus Retzlaff zusammen mit dem Radebeuler Künstler Claus Weidensdorfer eine große Ausstellung im Stadtmuseum Döbeln und verkaufte auch einige Bilder. Gleich hinter der Ateliertür steht die Tiefdruckpresse. Sie ist fast immer in Betrieb. Markus Retzlaff zeigt eine Grafik mit einem knorrigen Zwillingsbaum, gewachsen aus einem Stamm mit zwei Kronen, den er auf Usedom entdeckte. Eine Ansicht von einem märchenhaft wirkenden, uralten Fachwerkhaus in erdigen Farben, winterlich verschneit. Eine Bilderwand füllen Landschaften, Architektur und Porträts, Reiseeindrücke aus Indien und Italien.

Daneben hängen leuchtend farbige mediterrane Farblandschaften von Simone Ghin. Das „Atelier Oberlicht“ hat jetzt in der Mitte eine Schiebewand. Seit 2015 hat Simone Ghin im Nebenraum ihr Atelier für Malerei und Glaskunst. Farbenfrohe Leinwände mit Mohnfeldern und den Radebeuler Weinbergen und schimmernden Glassteinen auf Bildern, filigrane Schmuckanhänger und Objekte locken in ihrem Atelier zum Umschauen und Erwerben.

Zur Kultur- und  Kneipennacht in Altkötzschenbroda am 4. April öffnet das „Atelier Oberlicht“ ab Mittag für Besucher mit Druckvorführungen und Glasmalerei. Außerdem trifft sich hier eine kleine grafische Arbeitsgemeinschaft donnerstags ab 18 Uhr, die weiteren Künstlern offensteht. Markus Retzlaff ist der einzige Künstler, der von Anfang an dabei ist. Drei der Gründungsmitglieder (Julius Hempel und Ingo Kuzcera) sind inzwischen verstorben, andere weggezogen. Im November 2019 starb Frank Hruschka. „Ich bin ihm dankbar für die Gründung des Ateliers Oberlicht und die vielen künstlerischen Projekte hier“, sagt Markus Retzlaff über den langjährigen künstlerischen Weggefährten.

Der Freundesförderkreis des „Atelier Oberlicht“ mit derzeit 94 Mitgliedern feierte 2019 zehnten Geburtstag mit einem Galeriekonzert. Für den Jahresbeitrag von 35 oder 75 Euro erhalten sie eine Jahresgabe in Form einer Farbradierung von Markus Retzlaff, es findet eine gemeinsame Veranstaltung statt und gleichzeitig unterstützen Kunstinteressierte damit das „Atelier Oberlicht“.

Text + Fotos (lv)

Kontakt: www.markus-retzlaff.de
www.ghinmalerei.de

Der Pennyzähler
(zu einem Bild von Markus Retzlaff)

Das Blau des Himmels liegt
zu deinen Füßen
hüllt dich ein
doch du senkst den Blick
es macht dich nicht satt
nicht weniger als die Pennys
in deiner Hand
auf die du starrst
als läge darin ein Schatz
als fielen ein paar Sterne zu dir
dich zu führen in einen warmen
fernen Morgen

Lilli Vostry
15.02.2020


Markus Retzlaff am Eingang zur Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ mit Mischlingshündin „Lene“.

Leipziger Buchmesse: Der Weg zum Buch und zum Leser – Programm für Fachbesucher

Leser locken: Inspirationen für Buch-Profis

Fachprogramm für Buchhändler, Verleger, Autoren, Übersetzer und Blogger

Neue Bücher öffnen neue Welten – doch um Gehör zu finden, braucht Literatur feinfühlige „Geburtshelfer“ und professionelle Vermittler. Mit einem vielfältigen Fachprogramm ebnet die Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März den Weg zum Buch und zum Leser. Von Preisverleihungen für die spannendsten Neuerscheinungen und Übersetzungen über Expertenpodien bis zu Tipps für das Buchmarketing: Buchhändler und Blogger erfahren, welche Lektüre sie ihrem Publikum ans Herz legen können. Autoren, Verleger und Übersetzer erleben Inspirationen und intensiven Austausch. Zudem bieten rund 2.500 Aussteller auf rund 100.000 Quadratmetern jede Menge Stoff für Buch-Profis.

Fachprogramm für den Buchhandel

Die Leipziger Buchmesse lädt Fachhändler auf Entdeckungsreise: Zahlreiche Preisverleihungen rücken die spannendsten Titel aus dem reichhaltigen Verlagsprogramm ins Rampenlicht. Buchhändler finden mannigfache Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum Austausch mit Kollegen, Autoren, Bloggern, Verlegern und Lesern.

  • Preis der Leipziger Buchmesse 2020: Herzklopfen bis zum Anschlag! Wer erhält in diesem Jahr die renommierte Auszeichnung in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung? Die begehrten Preise werden am Messedonnerstag verliehen. (12. März, 16:00 Uhr, Glashalle)
  • Lesekünstler des Jahres: Erst beim Vorlesen entfalten Kinderbücher ihren wahren Zauber. Die besten Lesekünstler ehrt der gleichnamige Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. (13. März, 14:00 Uhr, Halle 4, F100 (Forum Literatur))
  • Forum DIE UNABHÄNGIGEN: 45 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 49 Veranstaltungen sowie mehr als 100 Autoren, Herausgeber, Übersetzer und Verleger aus ganz Europa warten zur Leipziger Buchmesse mit ihren neuesten Publikationen von Lyrik bis Gesellschaftspolitik auf Literatur-Entdecker. Organisiert wird das Forum von der Leipziger Buchmesse und der Kurt Wolff Stiftung. Ab 10:30 Uhr finden halbstündige Lesungen statt, ebenso Preisverleihungen sowie Branchenveranstaltungen. So lädt der traditionelle Buchhändlerempfang am Messefreitag zum Austausch mit den Kollegen. (12. bis 15. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN); 13. März, 17:00 Uhr, Buchhändlerempfang, Halle 5, H309)
  • Kurt Wolff Preis: Deutschlands Literaturwelt ist vielseitig, auch dank der zahlreichen unabhängigen Verlage. Herausragende Programme werden jedes Jahr mit dem Kurt Wolff Preis geehrt. Die diesjährigen Preisträger sind der Arco Verlag (Hauptpreis) und Hentrich & Hentrich (Förderpreis). Die Preisverleihung findet am Messefreitag statt. (13. März, 13:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN))
  • Karrieretag: Wer die faszinierende Welt des Lesens auch im Beruf nicht missen möchte, sollte den Karrieretag der Leipziger Buchmesse besuchen. Hier gibt es umfassende Informationen über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in der Buch- und Medienbranche. (13. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, E600/F600 (Fachforen 1 + 2))

Fachprogramm für Verlage

Digital, vernetzt, kommunikativ: Wie finden Verlage und Autoren neue Wege zur Leserschaft? Welche Vertriebskonzepte, Finanzierungsmodelle, Vermarktungs- und Logistikstrategien funktionieren (noch)? Im Fachprogramm der Leipziger Buchmesse finden Verleger die Antworten – und werden fit für die Märkte von morgen.

  • Zukunft. Verlage – Vertrieb, Marketing, Digitales: Von den zehn größten Herausforderungen des Digital Publishings über den Umgang mit veränderten Vertriebswegen bis zum Einstieg ins Audio Publishing – hochkarätige Experten aus Verlagen, Hochschulen und Dienstleistungsunternehmen diskutieren die Trends und technischen Entwicklungen, die den Verlagsalltag der Zukunft prägen. Heinold Spiller + Partner sowie ehlingmedia organisieren diese Veranstaltung, die von Vedat Demirdöven und Holger Ehling moderiert wird. (12. März, 11:00 – 17:00 Uhr, Halle 5, E600 (Fachforum 1))
  • bücher.macher #2020: „Markt und Macht – Über die Zukunft der Buchlogistik für den stationären Handel“ – Experten der Branche stellen die kritischen Fragen: Zählen nur noch Wachstum und steigender Umsatz? Wie bleiben kleinere Verlage sichtbar? (12. März, 14:00 Uhr, CCL, Mehrzweckfläche 4)
  • Sales-Award: Ein gutes Buch allein genügt nicht immer, es braucht auch gute Verkäufer, die die Branche begeistern und die Leser überzeugen. Die Besten des Jahres kürt der 17. Sales-Award in vier Kategorien. (12. März, 12:00 Uhr, Halle 5, F600 (Fachforum 2))
  • Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik: Seit 1996 ehrt dieser Preis des Börsenvereins herausragende Literaturkritiker. Die Besonderheit: Er wird nicht für eine Einzelkritik vergeben, maßgeblich ist vielmehr die Kontinuität des literaturkritischen Schaffens. Am Messedonnerstag wird die Auszeichnung an den Preisträger 2020 überreicht. (12. März, 14:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN))

Fachprogramm für Autoren

Tolle Story, super Erzählstil – aber noch keine Idee, das eigene Werk am Markt zu platzieren? Das Autorenprogramm autoren@leipzig hilft dabei, Kreativität zu professionalisieren und unterstützt beim Weg vom Manuskript in die Öffentlichkeit. Dabei zeigt es auch Möglichkeiten abseits etablierter Verlagswege auf.

  • Autorenrunde: 22 Tische und je 45 Minuten Zeit. Autoren tauschen sich bei diesem spannenden Format mit Kollegen und Experten über die vielfältigen Herausforderungen der Autorenwelt aus. Als Kooperationspartner wirken Publisher und Community-Konzepter Leander Wattig und der VS-Verband Deutscher Schriftsteller mit. (14. März, 10:00 Uhr, CCL, Saal 1)
  • Prosa Prognosen: Zehn vielversprechende Autoren der 2019er Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) präsentieren am Freitag ihre bisher unveröffentlichten Texte. (13. März, 15:00 – 17:00 Uhr, Halle 5, Konferenzraum)
  • Meet & Greet: Die Uhr tickt! Autoren haben in kurzen Slots die Möglichkeit, ihre Exposés drei Verlagen zu präsentieren. Dieses Speeddating wird vom Bundesverband junger Autoren und der Leipziger Buchmesse präsentiert. (15. März, 10:15 – 13:00 Uhr, CCL, Mehrzweckfläche 3, Fachforum 3)

Fachprogramm für Übersetzer

Brücken bauen in bislang fremde Regionen: Sensible Übersetzungen bringen Literaturen und Kulturen einander näher. Das Fachprogramm für Übersetzer bietet viel Gelegenheit zum fachlichen Austausch – und damit den Wortgewaltigen eine Bühne, die sonst eher im Hintergrund des Verlagsbetriebs wirken.

  • Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung: Die komplexe Arbeit der Übersetzer rückt selten ins Rampenlicht. Nicht so beim Preis der Leipziger Buchmesse. Hier haben Übersetzer eine eigene Kategorie. Noch vor der Preisverleihung präsentieren sich alle Nominierten dem Publikum. (12. März, 13:00 Uhr, Nominiertenlesung, Halle 4, C505 (Forum International); 12. März, 16:00 Uhr, Preisverleihung, Glashalle)
  • Fabjan Hafner Preis: Mit dem slowenisch-deutschen Übersetzerpreis ehrt das Goethe-Institut Ljubljana in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB) und dem Musil-Institut in diesem Jahr die beste Übersetzung aus dem Slowenischen ins Deutsche. Der Preis ist nach dem für Slowenien besonders wichtigen Übersetzer, Dichter und Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner (1966-2016) benannt. Schirmherren sind der Präsident der Republik Slowenien, Borut Pahor, und der Präsident des Goethe-Instituts e.V., Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann. Die Preisverleihung findet am Messefreitag statt. (13. März, 15:00 Uhr, Halle 4, C505 (Forum International))
  • Übersetzerzentrum & Übersetzerempfang: Hier treffen sich Übersetzer-Kollegen und tauschen sich über ihre Arbeit aus. (12. März, 12:45 – 13:00 Uhr, Eröffnung Forum International / Übersetzerzentrum Halle 4, C505; 13. März, 20:00 Uhr, Übersetzerempfang, Moritzbastei (Anmeldung erforderlich))

Fachprogramm für Blogger

Zur Leipziger Buchmesse steht der vielfältigen Szene der Literatur- und Buchblogger mit der Bloggerlounge eine Networking-Area zur Verfügung. Zahlreiche Aussteller haben zudem spannende Workshops im Programm, unter anderem zu Instagram, Podcasts oder Blogger Relations.

  • Bloggerlounge: Neue Kontakte & Networking für Blogger! (12. bis 15. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, F400)
  • Erfolgreich(e) Podcasts produzieren für AutorInnen und Verlage“: Der Workshop mit Wolfgang Tischer vermittelt alles, was ein Podcaster wissen sollte. Veranstalter sind das literaturcafe.de und die Leipziger Buchmesse. (13. März, 15:00 – 18:00 Uhr, CCL, Vortragsraum 11)
  • „Instagram Crashkurs“: Der Workshop mit Clare Devlin und Christina Calaminus (@folge) führt in die professionelle Nutzung von Instagram ein. Veranstalter sind European Learning Industry Group (ELIG), Westermann Gruppe, Leipziger Buchmesse, Sächsisches Staatsministerium für Kultus, AOK Plus und Lemonaid. (14. März und 15. März, 10:00 – 11:00 Uhr, 12:00 – 13:00 Uhr, 14:00 – 15:00 Uhr, Halle 2, A501 (Werkstatt+))
  • Meet & Dance beim Börsenverein: Blogger stellen ihre aktuellen Buch-Highlights vor und schwingen das Tanzbein. (14. März, 11:00 – 13:00 Uhr, 15:00 – 17:00 Uhr; 15. März,11:00 – 13:00 Uhr, Halle 5, F500)
  • „Blogger Relations und Community Building im Self-Publishing“: Anne Hein v. Fuchsias, Jasmin Zipperling und Thorsten Simon geben Tipps für die Zusammenarbeit von Autoren und Bloggern sowie den Aufbau einer Fancommunity. Veranstalter der Gesprächsrunde ist Books on Demand. (14. März, 16:00 Uhr, Halle 5, D600 (Forum autoren@leipzig))

Öffnungszeiten und Preise

Die Leipziger Buchmesse in Verbund mit der Manga-Comic-Con öffnet vom 12. bis 15. März täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Tickets gibt es im Online-Shop. Früh sein, lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit beim Eintritt ins Messegelände.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 26. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick/Pressebüro der Leipziger Buchmesse

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Ausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus“


Galerist José Manuel Ladrón de Guevara und Kunsthistorikerin Regina Gerisch in der Ausstellung vor dem Bild „Die Kirche von Piana auf Korsika“ von Charles Camoin.

Zehn neue Bilder zur Midissage

Die Galerieausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus 1894 – 1925“ wird ergänzt und bis zum 30. April 2020 verlängert.

 Aufgrund ihres großen Erfolges wird die laufende Galerieausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus 1894 – 1925“ bis zum 30. April verlängert. Seit 6. Februar werden zudem auch zehn neue Bilder präsentiert. In seiner diesjährigen, eintrittsfreien Winterausstellung zeigt José Manuel Ladrón de Guevara in der gleichnamigen Galerie am Obergraben aktuell Werke des französischen Impressionismus und Fauvismus.

Die Auswahl von ca. dreißig Gemälden spiegelt die spannende Koexistenz beider Stile wider und bietet einen faszinierenden Einblick in diese aufregende und innovative Phase der Kunstgeschichte. Mit Guillaumin, Luce, Camoin, Le Beau und Valtat sind dabei einige Künstler vertreten, die zuletzt in den Jahren 1906 und 1908 in Dresden zu sehen waren – in Ausstellungen, die schon damals Furore machten und wiederum die jungen Künstler der „Brücke“ in Dresden nachhaltig beeinflusst haben. Die zehn neuen Bilder umfassen in Dresden bisher nicht gezeigte Werke unter anderem von Boch, Picard, Schuffenecker, Le Beau, Rousseau-Decelle und De Belay. 

Im Jahr 1906 zeigte die Dresdner Galerie Arnold fünfzig Werke des französischen Impressionismus und Postimpressionismus, unter anderem von Seurat, Gauguin und van Gogh. 1908 legte der Kunstsalon Richter mit einer van Gogh Retrospektive nach, während die Galerie Arnold wiederum sechzig Werke der französischen Fauvisten, unter ihnen bekannte Größen wie van Dongen, Marquet, Vlaminck und Friesz, präsentierte.

An diese Ausstellungen schließt nun die aktuelle Schau bei Ladrón de Guevara an. In ihrem Zentrum stehen nicht die ganz großen Namen wie Monet oder Matisse, deren Werke nur noch für ganz wenige Spitzensammler erschwinglich sind. Präsentiert werden hier die anderen, nicht minder großartigen, aber nicht ganz so bekannten Künstler, die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich die Stile des Impressionismus und des Fauvismus mit entwickelten. Unter ihnen lassen sich aufregende und auch noch bezahlbare Entdeckungen machen. Die gezeigten Werke sind in der Galerie zu Preisen ab 8 000 Euro zu erwerben – aber auch Kunstinteressierte, die nur schauen wollen, sind zum kostenlosen Besuch eingeladen.

Mit dem Impressionismus erreichte der Naturalismus seinen Höhe- und Endpunkt. Der Pointillismus führte nicht weiter, sondern nur zum Erstarren im Formalen. In dieser Situation traten Ausnahmekünstler wie van Gogh und Gauguin auf den Plan, die einen neuen, „wilden“ Stil jenseits des Impressionismus erprobten. Die Fauvisten („Fauves“, franz. für „Wilde“ oder „wilde Tiere“) lösten die Malerei aus der Erstarrung, indem sie auf Naturnähe verzichteten, die Formen vereinfachten, mit kräftigen Primärfarben aufluden und die Farbe vom Gegenstand und aus ihrer dienenden Funktion lösten. Eine wichtige Rolle spielte dabei der in der Ausstellung vertretene Guillaumin, der, von Gauguin, van Gogh und Cézanne bewundert, mit seinen farbstarken Werken zum Vorreiter des Fauvismus wurde. Ladrón de Guevara zeigt unter anderem eine der Provence-Landschaften Guillaumins von 1894. Von den „Fauvisten“ Camoin, Dufy, Le Beau und Valtat sind teils sogar mehrere Werke zu sehen.

Trotz gegensätzlicher Ansätze sind die Übereinstimmungen bei Impressionisten und Fauvisten groß: Zusammengekommen in Paris, freundeten sie sich an, prägten sich gegenseitig, konkurrierten miteinander, rangen angesichts gemeinsamer Vorbilder um ihren persönlichen Stil und arbeiteten so maßgeblich an der Entstehung der Moderne mit. Beide hielten nichts von akademischer Bevormundung, verzichteten auf die Darstellung großer Zeitereignisse, Historien oder Allegorien und konzentrierten sich stattdessen auf ihr konkretes Umfeld: die moderne Großstadt, die Badeorte an der Küste und sinnlich schöne Gegenstände. Beide liebten Freilichtmalerei und setzen unmittelbare Licht-, Farb- und Gefühlserlebnisse in Malerei um. Für Vertreter beider Stile sind Subjektivität und die Individualität der Pinselschrift ganz entscheidend. „Der Übergang vieler Künstler von impressionistischen zu fauvistischen Gestaltungsweisen und umgekehrt beweist die strukturelle Verwandtschaft beider Stile und ist zugleich der rote Faden der Ausstellung.“, so Ladrón de Guevara.

Text + Foto: Regina Gerisch, Tobias Blaurock

Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 30. April 2020, Di bis Fr 12 bis 18 Uhr und Sa 11 bis 16 Uhr. Termine außerhalb der Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 0172 790 59 46). Kunsthandel und Galerie Ladrón de Guevara, Obergraben 10, 01097 Dresden

Kunsthandel und Galerie Ladrón de Guevara, José Manuel Ladrón de Guevara, Obergraben 10, 01097 Dresden,
Tel. +49 351 200 00 10, Funk +49 172 790 59 46, jm@ladron-de-guevara.de, www.ladron-de-guevara.de

Preisverdächtig: 15 nominierte Werke für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 stehen fest

Jury gibt 15 Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 bekannt

Die nominierten Autoren kann man vorab auf Veranstaltungen erleben, bevor die Leipziger Buchmesse wieder ihre Türen öffnet in diesem Jahr vom 12. bis 15. März. 

Die Jury hat entschieden: Aus 402 eingereichten Titeln stehen die 15 für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 nominierten Bücher und ihre Autoren in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung fest. Viele Werke in den Kategorien Belletristik und Sachbuch beschäftigen sich in dieser Preissaison mit dem Jahr 1990, wie Jury-Mitglied Dr. Katrin Schumacher betont. „Dabei sind autobiografische und biografische Werke ebenso wie Texte, die ganz nah am Menschen sind.“ Jury-Vorsitzender Jens Bisky lobt die großartigen Neu- und Wiederentdeckungen in der Kategorie Übersetzung: „Es ist gelungen, auch sprachlich sehr schwierige Werke in ein ungeheuer angenehmes Deutsch zu übertragen voller Witz und Intelligenz.“ Am 12. März erhalten drei der Nominierten zur Leipziger Buchmesse den begehrten Preis.

Das sind die Nominierten 2020:  

Kategorie Belletristik:

  • Verena Güntner: Power (DuMont Buchverlag, 10. März 2020)
  • Maren Kames: Luna Luna (Secession Verlag,12. August 2019)
  • Leif Randt: Allegro Pastell (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 5. März 2020)
  • Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder (S. Fischer Verlag, 4. März 2020)
  • Lutz Seiler: Stern 111 (Suhrkamp Verlag, 2. März 2020)

Kategorie Sachbuch und Essayistik:

  • Bettina Hitzer: Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Klett-Cotta Verlag, 25. Januar 2020)
  • Michael Martens: Im Brand der Welten: Ivo Andrić. Ein europäisches Leben (Paul Zsolnay Verlag, 19. August 2019)
  • Armin Nassehi: Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft (Verklag C. H. Beck, 28. August 2019)
  • Julia Voss: Hilma af Klint – „Die Menschheit in Erstaunen versetzen“. Biografie (S. Fischer Verlag, 26. Februar 2020)
  • Jan Wenzel (Hg.) zusammen mit Anne König, Andreas Rost u.a.: Das Jahr 1990 freilegen (Spector Books, 1. November 2019)

Kategorie Übersetzung:

  • Fran Ross: Oreo (dtv Verlag, 20. September 2019), aus dem amerikanischen Englisch von Pieke Biermann
  • Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I (Penguin Verlag, 21. Oktober 2019), aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby
  • Angel Igov: Die Sanftmütigen (eta Verlag, 15. Oktober 2019), aus dem Bulgarischen von Andreas Tretner
  • George Eliot: Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz (Rowohlt Verlag,19. November 2019), aus dem Englischen von Melanie Walz
  • Charles Baudelaire: Der Spleen von Paris (Rowohlt Verlag, 18. Juni 2019), aus dem Französischen von Simon Werle

Onlineangebote zum Preis der Leipziger Buchmesse

Statements der Jury zu ausgewählten Themen rund um den Preis der Leipziger Buchmesse finden Sie unter www.preis-der-leipziger-buchmesse.de. Die Preisverleihung am 12. März, 16 Uhr, erleben Sie nicht nur live vor Ort, sondern auch im Livestream unter http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse.

Nominierte vorab erleben

Wer auf eine Begegnung mit den Nominierten nicht auf die Leipziger Buchmesse warten möchte, kann in Berlin, Halle, Hamburg, Leipzig oder München einige Kandidaten vorab treffen. Am 3. März sind die Nominierten in der Kategorie Übersetzung und am 6. März die Nominierten in der Kategorie Sachbuch zu Gast im Literarischen Colloquium Berlin. Die Nominierten in der Kategorie Belletristik stellen sich am 22. Februar im Schauspiel Leipzig, am 23. Februar im Literaturhaus Halle, am 3. März im Literaturhaus München und abschließend am 4. März im Literaturhaus Hamburg dem Publikum.

Jury des Preises der Leipziger Buchmesse

Unter der Leitung von Jens Bisky gehören der siebenköpfigen Jury Katharina Herrmann, Tobias Lehmkuhl, Wiebke Porombka, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch an.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin.

Text + Foto: Julia Wick/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
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BilderAlbum: Zeitreise in die Goldenen Zwanziger beim BühnenBall der Landesbühnen

Im Rausch der 20er Jahre

Musik, Kunst, Mode und Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger lebten mit viel Witz, Charme und Genuss für einen Abend auf beim 6. Bühnenball der Landesbühnen Sachsen am Sonnabend in Radebeul. Rund 450 Gäste feierten und zelebrierten, stilecht kostümiert, im Rausch der 20er Jahre bis weit nach Mitternacht.

Mit dem Blauen Pferd im Foyer auf und davon fliegen, Swing & Charleston mit Charlie Chaplin (Norbert Kegel) und seinen Revuegirls tanzen, das hinreißende Komikerpaar Carl Valentin & Liesl Karstadt erleben (gespielt von Michael Berndt-Cananá und Julia Vincze), im Kabarett Größenwahn frech-charmante Lieder und Theater zur Zeit sehen und einmal mit Millionen um sich werfen und genießen bis die Lichter ausgehen. Berauschend schön war diese Zeitreise in die Goldenen Zwanziger mit dem Publikum als Hauptakteure.

Dabei verwandelte sich der Theater- zum Ballsaal mit farbenreich funkelndem Glitzervorhang und Kronleuchtern. Zunächst stimmte eine knapp einstündige Gala auf den Abend ein (künstlerische Leitung: Jane Taubert). Mit amüsant-beschwingten Liedern u.a. von den Comedian Harmonists („Ich hab für Dich `nen Blumentopp bestellt“), Otto Stransky über ein anrüchiges Abenteuer, gesungen von Peter Kube („Ich fahr`mit meiner Klara in die Sahara“) über Charlie Chaplins „Without You“, Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus seiner wunderbaren Jazz Suite Nr. 2 bis zur getanzten Liaison zu dritt, bei der die zwei Tänzerinnen Camilla Bizzi und Ema Jankovic ihren Geliebten Gianmarco Martini Zani umgarnten.

Witzig und offenherzig sang und spielte die Schauspielerin Julia Rani im Programm „Piratencabaret“ Lieder und Tanzszenen nach C. Isherwoods „Goodbye, Berlin“. Die Theatergaststätte Goldene Weintraube verwandelte sich ins verruchte Nachtlokal Kabarett Größenwahn. Zeitungsjungen verteilten im Foyer ein Extrablatt zum Bühnenball. Es gab auch eine Polizeirazzia auf der Suche nach dem berüchtigten Alkoholschmuggler und Gangsterboss Al Capone.

Im Stummfilmkino lief der Film „Metropolis“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1927, der großartig visionär Licht, Schatten und Gigantomanie des modernen Industriezeitalters zeigt mit zeitlos ergreifenden Szenen wie tausenden hilflos ausgestreckten Händen, die wie Ertrinkende Zuflucht suchen vor der außer Kontrolle geratenen Maschinerie. Elegante Damen in Glitterkleidern mit Federboas, Satinhandschuhen, Stirnbändern und langen Zigarettenspitzen und Herren in Frack, Zylinder oder Schirmmützen und aufgeklebten Zwirbelbärten wandelten unweit der Leinwand umher. Galant und flott wirbelten die Tanzpaare, begleitet vom Ballorchester Serenata Saxonia und dem eitel-galanten Conferencier Holger-Uwe Thews, zu mal langsamen und schwungvollen Walzern übers Parkett, tanzten vergnügt Charleston, Cha-Cha-Cha, einige auch Tango und Foxtrott. Natürlich wurden auch das schönste und originellste Ballkostüm und die beiden besten Tanzpaare gekürt und erhielten als Preis Theaterfreikarten für die Meißner Burgfestspiele.

Ein witzig-ironisches Intermezzo gab es um Mitternacht auf dem Bühnenball mit Stargast Ahmad Mesgarha, der Ausschnitte aus seinem Otto-Reuther-Programm „Der Überzieher“ aus der Welt des schönen Scheins sang und spielte zusammen mit der Pianistin Olga Nowikowa. Sie bekamen reichlich Beifall vom Bühnenballpublikum.

Text + Fotos (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de


In der Blue Galerie stand ein Blaues Pferd, einst Symbol der Künstlergruppe Blauer Reiter. Es beflügelte die Fantasie und man konnte träumen, zuhören und tanzen zu Klängen von Bolero, Bossa, Swing, Musette und Tango mit dem Trio „Filou“ um Jürgen Karthe am Bandoneon. Und plötzlich war man reich: Für einen Euro gab es gleich eine ganze Million… Von den Geldscheinen grinste verschmitzt und täuschend echt Charlie Chaplin.


Stummfilmkino mit dem großartig visionären Film „Metropolis“ von Fritz Lang, Deutsche Erstaufführung 1927, über Licht und Schatten und Gigantomanie des modernen Industriezeitalters.

Glamour & Ganoven. Während des Balls gab es auch eine Gangsterjagd quer durchs Café Kinopolis von Polizisten auf der Suche nach dem berüchtigten Alkoholschmuggler und Mafiaboss Al Capone.


Im Kabarett Café Größenwahn begeisterte Julia Rani als frech-charmante Nachtclubsängerin Sally Bowles aus dem Stück „Goodbye, Berlin“ zusammen mit Johannes Krobbach und Tobias Herzz Hallbauer a.k.a. Sonderling. 
Preisverleihung an die besten Tanzpaare und die schönsten und originellsten Kostüme.


Witzig-ironisches Intermezzo um Mitternacht mit Stargast Ahmad Mesgrha und Pianistin Olga Nowikowa.

Neues indisches Restaurant & Bar „masala“ in der Neustadt eröffnet

Im Rausch der Farben und Gewürze

Im opulent farbenfroh gestalteten, neuen Restaurant & Bar „Masala“ kann man authentische und moderne indische Küche in aller Vielfalt genießen. Letzten Sonnabend war die Eröffnung.

Ein Fest aus Farben, Düften und raffiniert gewürzten Speisen in reichhaltiger Auswahl erfreut Augen und Gaumen im neuen indischen Restaurant & Bar „masala“ (übers.: Gewürze) auf der Louisenstraße 56 in der Dresdner Neustadt. Das Lokal und die Speisekarte sind betörend farbenfroh gestaltet wie das Holi-Festival, das indische Frühlingsfest. Die Wände zieren Gemälde mit Tänzerinnen in sonnenfarbenen Gewändern. Kleine Buddhafiguren und Teelichter mit Elefantenfiguren, die Kraft, Glück und ein langes Leben verheißen, stehen auf Regalen und Tischen. Die Aromen tanzen auf der Zunge in verschiedenen Schärfegraden. Die Lieblingsgerichte der Gäste sind mit Herzen in der Speisekarte versehen. Einige davon stammen noch aus dem „RajMahal“, das bald zu klein wurde. Daher eröffnete es wenige Häuser weiter Anfang Februar neu unter dem Namen „masala“ mit nun über 50 Plätzen.

„Das RajMahal ist bekannt für authentische Küche im Stil des modernen Indiens – und so soll es auch im „masala“ bleiben“, sagt Rajiv Sharma, er betrieb die RajMahal-Restaurants. Das neue Restaurant leitet sein Freund Kirpal Singh, während Sharma die Zügel aus der Ferne hält, um sich mehr seiner jungen Familie widmen zu können. Die Preise liegen zwischen 10 bis 14 Euro für ein Hauptgericht. Neben einer Vielfalt an vegetarischen und veganen Leckereien gibt es verschiedene Hähnchengerichte, Lamm, Lachs, Garnelen und Ente. Außerdem Grill-Spezialitäten aus dem original indischen Tandoor-Ofen. Wohltuend würzig ist der ayurvedische Yogitee mit etwas Honig. Sehr zu empfehlen eine bunte Mischung diverser Dips von Mango-Chutney, Minz-Joghurt bis Tamarinde, dazu wird Papadam, Knusperbrot aus Linsenmehl gegessen. Dazu ein Glas Mangolassi mit Ingwer. Köstlich! Doch nicht nur kulinarische Genüsse, sondern auch die Kunst zu genießen und sich Zeit dafür zu nehmen, wird im „masala“ großgeschrieben. Oder um es mit dem vielarmigen, elefantenköpfigen indischen Gott Ganesha zu sagen: Lebe deine Fülle!

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: täglich ab 11 Uhr

www.masala-dresden.com