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Kategorien-Archiv: Musik

Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein

11 Freitag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Der Text zu dieser Aufführung ist aufgrund eines technischen Fehlers leider nicht verfügbar.

Ich hoffe, dieser Kultur-Tipp erreicht dennoch einige Interesssierte.

(lv)

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Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein

05 Samstag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Wunderbarer Ort vor herrlicher Naturkulisse im Freien zum Musizieren: die Musikerin, Sängerin und Komponistin Agnes Ponizil lud zu einer Klangwanderung im Rahmen des diesjährigen Musiksommer Bärenstein am vergangen Sonnabend ein. Losging es auf einer Anhöhe mit weiter Aussicht auf die Landschaft im Osterzgebirge, mit einem Dutzend wander- und sangesfreudigen Menschen, die aus der Umgebung kamen und extra aus Dresden anreisten. Um zusammen zu singen, tönen, pfeifen, jodeln. Da wurden zusammen alte Volkslieder gesungen wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder „Zieh aus mein Herz und suche Freud“. Außerdem konnten die Teilnehmer dem zauberhaften Harfenspiel von Aerdna Harp lauschen. Die Wanderung führte weiter zum Schloss Bärenstein, das seit längerem im Dornröschenschlaf schlummert, über Wiesen, Wälder und Feldwege, über die Sachsenhöhe bis nach Lauenstein. Fotos: privat

Die Lust am freien Improvisieren

Ein Improvisationskonzert an zwei Flügeln mit den Musikerinnen Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler ist heute als einer der Höhepunkte beim diesjährigen Musiksommer Bärenstein am Sonntag, dem 6. September, um 17 Uhr im Musikladen, Kirchgasse 2 zu erleben. Um 14 Uhr gibt es ein Schülerkonzert von ihnen ebnfalls am Klavier.

Die beiden Komponistinnen und Multiinstrumentalistinnen Agnes Ponizil & Anne-Kathrin Wagler kennen sich seit ihrem Studium in Dresden in den 1990ger Jahren und entdeckten schon in dieser Zeit die Lust am freien Improvisieren. Seitdem musizieren sie in den verschiedensten Formationen zusammen, engagieren sich als Kolleginnen für die Förderung des musikalischen Nachwuchses und entwickeln immer wieder neue künstlerische Projekte. In diesem Konzert nutzen die beiden Musikerinnen die seltene Gelegenheit, an zwei Flügeln im Kunsthaus Bärenstein zu improvisieren.
https://www.urart.net/index.html
Am selben Tag findet bereits um 14 Uhr ein Schülerkonzert statt – ebenfalls mit eigenen Kompositionen und Improvisationen der Kinder und Jugendlichen.

www.agnesponizil.de

Mehr über die Musikerin und Klangkünstlerin Agnes Ponizil, sie ist Diplomkomponistin und 2. Vorsitzende des Landesverband Sachsen/Sachsen-Anhalt im Deutsche Komponistinnenverband e.V., zum Hineinhören:

RADIOPORTRÄT https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/aggregatzustaende-der-klaenge-die-komponistin-und-vokalistin-agnes-ponizil-jetztmusik-2025-09-25-100.html

QuAsar M LjOrc2023 für Mandoline und Orchester UA Landesjugendorchester Sachsen  https://youtu.be/GxxTRf-tTzo?si=0OFkr_yDtfc_jysY

Stimmklangcollage „wirf deine hand in meinen fuß“ zu Grafiken und Texten von Fritz Peter Schulze  https://youtu.be/E8IsNV_87ac

https://youtu.be/rZAzZ-IKr6s?si=jjiv6rfPGbIAEgRq
Sonnenland – aktuelle Musik für den Klavierunterrichtwww.kreativesmusizieren.de

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Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung

04 Freitag Sept 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Seine Musikbegeisterung sieht man ihm an und überträgt sich sofort auf`s Publikum, immer von einem Lächeln und viel Schwung begleitet: der aus Mexiko stammende neue Generalmusikdirektor und Dirigent José Luis Gutiérrez hat natürlich auch ein Klavier in seinem Büro im Mittelsächsischen Theater in Freiberg stehen. Er dirigiert das Orchester zur Spielzeiteröffnung dort an diesem Sonnabend, dem 5. September bei der Musiktheater-Gala um 19 Uhr.

Musik ist pure Magie

Mit viel Schwung, Charme und Temperament begeistert der aus Mexiko stammende neue Generalmusikdirektor und Dirigent José Luis Gutiérrez im Mittelsächsischen Theater in Freiberg und Döbeln sein Publikum. Diesen Sonnabend startet das Theater in Freiberg in die neue Spielzeit mit einem Theaterfest ab 16.30 Uhr.

Die Liebe zur Musik begleitet José Luis Gutiérrez schon immer. “Musik als Sprache ist sehr vielseitig und sie wird überall auf der Welt verstanden“, das erlebt der aus Mexiko stammende Dirigent und Musiker auf seinen Konzerten und Reisen. Seit 2025 ist er der neue Generalmusikdirektor der Mittelsächsischen Philharmonie in den Theatern in Döbeln und Freiberg. Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung, Esprit und Temperament. „Es ist keine Show. Ich merke das gar nicht. Es ist meine Natur“, sagt er lächelnd. Die Vorstellung soll den Zuschauern gefallen. Dafür gibt er alles. Den Weg dahin sieht keiner. Alle Mühe ist in dem Moment auf der Bühne vergessen, wenn sich seine eigene Begeisterung an der Musik und Emotionen auf das Publikum übertragen. „Die Stille vor dem ersten Ton, bevor es losgeht, ist ein besonderer Moment“, so Gutiérrez. „Das ist pure Magie.“

Es beginnt mit der ersten Probe im Orchester. „Ich bin fasziniert von dem, was ich gefunden habe in der Partitur. Die Energie gebe ich zurück“, sagt der Dirigent. Dabei strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus. Vertrauen schenken dem Entstehenden ist ihm wichtig. Er kann aber auch streng sein. „Ich muss auf Genauigkeit achten, auch auf Unvorhergesehenes in der Vorstellung reagieren. Das ist mein Job“, so Gutiérrez. Es gehe dabei viel um Dosieren. Dass die Geigen und Posaunen gut zusammen klingen, alles harmoniert im Orchester, auch im Zusammenspiel mit Gesang, Tanz und Schauspiel. Beim Musizieren wiederholt sich nichts, es klingt jedes Mal anders. Darin sieht Gutiérrez die Schönheit dieser Kunst.

Diese Saison wird im Mittelsächsischen Theater eine musikalische Achterbahnfahrt – voller Höhenflüge, überraschender Wendungen und tiefer Emotionen. Mit Werken von Ponce, Dvorák, Britten bis Tschaikowski. „Wir haben im Orchester mit derzeit rund 50 Musikerinnen und Musikern ein großes Pensum zu spielen, von Sinfoniekonzerten über Opern wie ,Carmen` bis zum Musical ,Cabaret` und auch neue Programme“, so Gutiérrez. Mit dem Konzert „La Noche de los Mayas“ entführte er das Publikum auch schon in mitreißende Klangwelten seiner mexikanischen Heimat. „Musik war mir immer nah.“ Mit neun Jahren bekam José Luis Gutiérrez eine Gitarre von seinem Vater geschenkt. Er stammt aus Guanajuato im Zentrum des Landes nördlich von Mexiko City. Dort lebte er mit seiner Familie in Dolores Hidalgo, einer Kleinstadt mit ca. 45 000 Einwohnern ähnlich wie Freiberg. Mit elf Jahren gewann bei einem ersten Bundeswettbewerb zu seiner Überraschung gleich einen ersten Preis mit seinem Klavierspiel. Er hat Cello und Klavier an der Musikhochschule in Puebla studiert.

Mit Hilfe eines Privatstipendiums kam José Luis Gutiérrez nach Europa, um Dirigent zu werden. „Es war für mich spannend, eine dritte Sprache, Deutsch zu lernen und in der Nähe von Frankreich, Italien und England zu sein“, sagt er. 2015 setzte er sein Musikstudium am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck fort, wo er neben Klavier im Fach Orchesterdirigieren bei Professor Dorian Keilhack mit Auszeichnung abschloss. 2019 kam José Luis Gutiérrez ans Mittelsächsische Theater nach Freiberg, zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung und wurde ein Jahr später mit 24 Jahren Erster Kapellmeister. Er spricht akzentfrei Deutsch. „Sprache ist wie Musik und es wird an jedem Ton, jeder Silbe und am Ausdruck gearbeitet.“ In den sieben Jahren am Haus hat er das Orchester kennengelernt und sich natürlich gefragt, was er anders machen würde. „Tradition und Neues müssen sich immer wieder finden. Die Neugier dafür finde ich sehr wichtig“, so Gutiérrez. Um diese Verbindung gehe es auch in der Gesellschaft. „Man sucht immer einen Kompromiss, um in der jetzigen Welt zu wohnen.“ Er bringt neue Impulse in den Spielplan ein.

Mittlerweile hätte er auch Möglichkeiten zu gehen. „Aber ich bin hier geblieben. Ein Grund ist, weil man viele Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Theater hat. Außerdem werde ich als Dirigent auch zu Gastspielen mit anderen Orchestern in Deutschland und in den USA eingeladen und fühle mich wohl in Freiberg“, so Gutiérrez. Mit seiner Familie in Mexiko telefoniert er regelmäßig. Für Hobbys bleibe keine Zeit. Er mag es im Wasser zu sein, gern auch ein gutes Essen und Gespräche im Restaurant. Er wurde noch nie wegen seiner ausländischen Herkunft angegriffen. Das könne einem überall auf der Welt passieren, auch in Mexiko, dass man nicht nur freundliche Menschen trifft. Er sei ein offener und toleranter Mensch, sagt Gutiérrez über sich. Der Dirigent hat eine herzliche und charmante Art. Und deswegen inzwischen auch eine große Fangemeinde jeden Alters. Er gehe gern auf Menschen zu, man umarmt sich vor der Bühne nach der Vorstellung als nette Geste, redet miteinander. Dieser Körperkontakt ist üblich in meiner Kultur, so Gutiérrez, kann hier aber missverstanden werden. Daher sei er schon etwas vorsichtiger geworden. Er nimmt die Komplimente jedoch gern an und freut sich, wenn die Konzerte gut ankommen beim Publikum.

Text + Fotos (lv)

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Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig

27 Donnerstag Aug 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Lebensart, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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Humorvolle Hommage mit reizvoller Rattendame

Der Filmklassiker „Manche mögen`s heiß“ kommt anlässlich des 100. Geburtstages von  Marilyn Monroe als turbulente Komödie mit Puppen und viel Musik als Gastspiel auf die Bühne. Letztmals diesen Sonntag in Hoppes Hoftheater in Dresden-Weißig.

Der Filmprojektor rattert. Zwei Männer im Auto, eine wilde Schießerei sind auf der Leinwand zu sehen. Dann bricht der Streifen ab, der Apparat springt nicht mehr an. In dem verlassenen Lichtspieltheater treffen sich regelmäßig Cineasten, um große Klassiker zu feiern. Kurzerhand beschließen daraufhin, den Film „Manche mögen`s heiß“ selbst aufzuführen. Es sind buchstäblich leidenschaftliche Kino-Ratten, die sich zu ihrer Jahreshauptversammlung an diesem Abend in Hoppes Hoftheater in Dresden-Weißig versammelt haben.

Da auf dieser Veranstaltung Rättisch gesprochen wird, erhalten die Zuschauer Kopfhörer-Öhrchen, damit sie die Sprache verstehen, am Theatereingang. Das klingt sonderbar, geheimnisvoll, fast subversiv. Und tatsächlich kam Billy Wilders berühmte Filmkomödie „Manche mögen`s heiß“ von 1959 zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe als besonderer, witzig-origineller Theaterabend in einer Mischung aus Figurentheater, Schattenspiel, Schauspiel und Musik voll skurriler Einfälle, Fantasie und Improvisationskunst bei sommerlichen Temperaturen in das urige, angenehm kühle Scheunengemäuer. Für den Filmklassiker-Sommerspaß unter Regie von Arne Retzlaff, die liebevoll nostalgische Ausstattung von Bühne und Kino-Ratten stammt von Ella Späte, holte sich das Hoftheater Dresden Verstärkung aus dem hessischen Steinau, der Geburtsstadt der Gebrüder Grimm, im Theatrium Steinau. Die drei Puppenspieler und Schauspieler Detlef Heinichen, Marcel Wagner und Dirk Neumann spielen mit hinreißender Komik, Hingabe, Spiel- und Musizierfreude in flottem Rollenwechsel zu wunderbaren Jazz-Ohrwürmern und Tingeltangel-Musik vom Band die Geschichte um die zwei arbeitslosen Musiker Joe und Jerry – im Film verkörpert von Tony Curtis und Jack Lemmon – auf der Flucht vor schießwütigen Gangstern in Chicago Ende der 1920er Jahre.

Die Film-Freaks tauchen anfangs als elegante Herren in grauen Anzügen mit Fliege, rosa Ohren und Rattenschwänzen auf, die den Film schon tausend Mal gesehen haben und wissen was passiert. Ein paar Perücken, Schminke, Frauenkleider und Büstenhalter und schon landen die drei Kino-Ratten mitten im turbulenten Geschehen. Als Augenzeugen eines Mordes der Mafia tauchen die beiden Musiker, mit Saxofon und Kontrabass, auf der Flucht vor den Ganoven verkleidet in einer Damenkappelle unter und treffen auf die blonde, naive wie sexy Sängerin und Ukulelespielerin Sugar (Marilyn Monroe), in die sich Joe sofort verliebt. Herrlich komisch anzuschauen, wie die zwei Rattenmänner Jerry und Joe als Daphne und Josefine in adretten Kleidern und Glitzerbändern auf den Bubikopfperücken ihre Männlichkeit verbergen müssen, um nicht aufzufliegen, sanft und galant mit der reizenden Sugar sprechen. Wie sie Joe als falschen Millionär auf seiner Jacht scheu küsst aus und erlöst aus seiner vermeintlichen Gefühllosigkeit und als Rattendame mit blonden Locken und großen Augen im weißen Glitzerkleid charmant und verführerisch singt, tanzt und übermütig die Beine wirft – so hat man die Monroe noch nie gesehen! Sie teilen heimlich Whiskey, Freud und Leid und am Ende sind sie zwar immer noh arm wie Kirchenmäuse, aber finden die Liebe und das nächste große Abenteuer wartet schon. Herzlichen Beifall vom Publikum gab es für diese doppelt reizvolle Verkleidungs-Komödie über einen unverwüstlichen Film-Klassiker.

Text (lv)

Letzte Vorstellung: 30.8., 16 Uhr.

Charmant, witzig und rattenscharf: Szene aus der  Aufführung „Manche mögen`s heiß“ in Hoppes Hoftheater. Fotos (2): Hoppes Hoftheater

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BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer

18 Dienstag Aug 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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KlangZauber und Tieroase im Milchschafhof Bärenstein

Eine Fülle an Klängen, mal fein und zart wie Lichtgefunkel und Blätterspiel, mal sirrend, flirrend, knarrend, leicht, erdig, kraftvoll, verträumt und sehnsuchtsvoll, gab es am vergangenen Sonntagnachmittag bei einem Konzert mit frei improvisierter Musik im Rahmen des Musiksommer Bärenstein. Die drei Musikerinnen Andrea Hofmann (Violine), Karoline Schulz (Flöten) und Sabine Grüner (Violoncello) ließen stimmungsreiche Klangbilder und -landschaften vor zauberhafter Naturkulisse entstehen, von ihr angeregt, flüsternd, innig, harmonisch und quirlig bis leise wehmütig und melancholisch immer neue Räume nach innen und außen in Verbindung mit der Umgebung öffnend. Die Schönheit des Moments, Innehalten, Verrinnen von Zeit, Vergänglichkeit und ferne Erinnerungen, die immer wieder aufleuchten und weiterklingen, verbanden sich zu wundervollen Melodien. Mit den Zuhörern lauschten andächtig weiter hinten die Esel in ihrem Gehege, ebenso wie die Katzen, der Hahn und die Schafe ein Stück weiter auf der Wiese. Die Vögel in den Bäumen stimmten ab und zu in die beschwingten Klänge der Musikerinnen ein. Bezaubernd!

Das nächste Konzert findet an zwei Klavieren statt, mit dem Musiker Andreas Scotty Böttcher aus Dresden und der spanischen Pianistin Hada Benedito am 22. August, um 17 Uhr im Musikladen, Kirchgasse 2, in Bärensrein.

Text + Fotos (lv)

Musik in vielen Klangfarben an ungewöhnlichen Spielorten: Dafür sorgen der Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein, Hartmut Dorschner und die Musikerin, Sängerin und Mitgestalterin Agnes Ponizil.
Neugierig und aufmerksam lauschten auch die zwei Eseldamen Lucy und Charlott den Klängen und freuten sich über die Besucher im Milchschafhof Bärenstein. Dort gibt es auch einen Hofladen mit frischen Naturprodukten,

Ausstellungen und Konzerte im Musikladen


Zum „KlangStroom“ mit fantastischen Klängen an der Harfe und am E-Piano luden bereits Aerdna Harp und Sven Haubold am Klavier ein. Die Meißner Künstlerin Else Gold zeigt derzeit farbenfrohe Bilder und Objekte in der Kirchgasse 10. Keramik-Köpfe und Fische aus Ton von Karin Dorschner und Porträts von Eleni Haase sind im Musikladen in der Kirchgasse 2 während des Musiksommer Bärenstein zu sehen.

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Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

13 Donnerstag Aug 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Malerei voller Farbkraft, Akribie, Lebensfreude und Hintersinn: Die Bilder des deutsch-mexikanischen Künstlers Oliver Estavillo zeigen unverkennbar seine Wurzeln und verbinden eindrucksvoll Tradition und Moderne.

Wenn Farben Liebe machen

Eine Bilderwelt voller Farbenfreude, Kontraste, Witz und Fantasie lockt mit der neuen gleichnamigen Ausstellung des deutsch-mexikanischen Künstlers Oliver Estavillo. Eröffnet wird sie am Tag des Mauerbaus am 13. August, um 19 Uhr in der Galerie Holger John, Rähnitzgasse 17 in Dresden.

Auf den ersten Blick wirken sie wie große farbige Lampions, die vor einem lodernden Himmel auf der Leinwand schweben. Fünf farbenfroh bemalte Totenschädel. Aus den Augen sprießen Blumen, die Köpfe sind geschmückt mit Ornamenten, Herzchen und Kreuz. Sie fliegen zwischen Kakteen und einem schwarzen Vogel, der eine Schlange in den Krallen hält, vor dem Sonnenball.

Das Titelbild „Mexiko“ von 2026 von Oliver Estavillo entführt in eine besondere Bildwelt voller Farbenfreude, Kontraste, hintergündigem Witz und Fantasie in der Galerier Holger John in der Rähnitzgasse 17 im Dresdner Barockviertel.
Figürliche Szenen voller Symbolik und ambivalenter Stimmung zwischen Faszination, diffusem Schrecken und gelassener Heiterkeit sind dort zu sehen. Da tanzen Paare leidenschaftlich Tango, mit gehaltener Pistole von Männern und Frauen zwischen den Umarmungen. Da prallen die Welt der Reichen und Schönen, Macht, Gier und Gewalt, Leben, Liebe und Tod in grellen Farbtönen, grotesk überhöht in der Darstellung immer wieder aufeinander in den meist großformatigen Gemälden. Das vielseitige Schaffen des deutsch-amerikanischen Malers mit mexikanischen Wurzeln, der in seinen Arbeiten überwiegend gesellschaftskritische Themen aufgreift, stellt Holger John, selbst Künstler und Kurator, derzeit in gleich zwei Ausstellungen hintereinander in seiner Galerie vor. Unter dem Titel „Fiesta Mexicana“ hat er 36 Bilder aus den Jahren 1989 bis 2026 ausgewählt. Sinnliches und Bedrohliches, Schönheit und Abgründe des Lebens liegen nah beeinander in den Gemäden von Estavillo.

„Die Farbkraft, Akribie und Aggressivität in der Darstellung, der sarkastische Humor und die Lust am Fabulieren stechen heraus in seinen Bildern, mit denen er der Gesellschaft einen Spiegel vorhält“, sagt Holger John über die gezeigten Arbeiten. Bitterböse und absurd zugespitzt ist beispielsweise sein Blick auf die Münchner Schickeria, wenn er bayerische Mädels adrett in Dirndkleidern und Zöpfen als feierwütige, gruslige Zombies zeigt in einem Bild. Oder die „Botox Elfen“, so nennt Estavillo die künstlich gestrafften Frauen, die aussehen wie Wachspuppen mit erstarrten Mienen. Einige Bilder wirken wie eine verschraubte Mauer, so John, an den Bilderrahmen sind sie mit spitzen Nägeln befestigt. „Flambierte Barrrikaden“ nennt der Galerist Estavillos Arbeiten, die den schönen Schein und Sein, die Doppelmoral in der Gesellschaft spiegeln. Das brachte Holger John auch auf die Idee zur nächsten Ausstellung. Nach den figürlichen Bildern werden nun abstrakt farbige Werke von Estavillo unter dem Titel „Wenn Farben Liebe machen“ gezeigt.

Die Ausstellungseröffnung ist am 13. August, am Tag des Mauerbaus, um 19 Uhr in der Galerie Holger John. „Das wird ein buntes Kaleidoskop aus Farbflecken, das die Mauer noch mal direkt abreißen w ill und den Kalten Krieg in der Kunst auflöst“, kündigt John an. „Kunst ist ein großes Kaleidoskop, immer auch in Bewegung und Veränderung.“ Dabei gehe es um das Ost-West-Spiel und tatsächlich immer noch vorhandene Vorurteile auf beiden Seiten ebenso wie um den Kunstmarkt, Kommerz und Wertigkeiten. Um verschiedene Blicke auf die Kunst. Was gute Kunst ausmacht. Inwieweit der gezahlte Höchstpreis tatsächlich entscheidet über die Qualität und den Wert eines Bildes.

„Es geht um die zwei Enden in der Wurst, wo man nicht weiß, wer ist der Gute oder der Böse. Wir sind Ost wie West in einer Wurstpelle und wenn wir die auffressen, schwimmen wir auf der Pelle daher oder was kommt dann?“, fragt John. „Wir machen es uns gegenseitig so schwer.“ Als Galerist in Dresden will Holger John aber auch über den Tellerrand schauen. „Diese mexikanische Malerei ist so anders. Mit der anderen Bildsprache bringt sie einen Störfaktor und zugleich frischen Wind herein“, so John. Es werde eine schöne, lebensfrohe Sommerausstellung. Bei der Konfetti fliegt und die Besucher zur Vernissage auf der nicht mehr sichtbaren Mauer ausgelassen tanzen können zu den wildrockigen Country-Klängen der jungen Band „Bandana Brothers“ aus Tennesee/USA.

Oliver Estavillo ist halb Mexikaner, halb Deutscher. „Ich bin durch und durch Maler. Die mexikanische Seele und Farbe habe ich in den Genen. Das ist wie Essen und Trinken notwendig für mich das Malen“, sagt Estavillo. Er wurde 1964 als Sohn eines US-Amerikaners und einer deutschen Familie in Fulda geboren. Sein Vater war amerikanischer Soldat, verließ aber seine Frau und seine vier kleinen Kinder und kehrte in die USAzurück, ohne jemals die geringste Unterstützung zu leisten. Ein sehr persönliches Bild von Estavillo „Mein Vater in der Hölle“ schockiert und erzählt von seiner Wut und Entbehrungen. Wenigstens hat er ihm den klangvollen Namen mitgegeben. Viele denken, es ist ein Künstlername oder ein Pseudonym, lacht Oliver Estavillo. Aufgewachsen ist er mit seiner Mutter und den Geschwistern in München. Er hat in Gelegenheitsjobs und als Restaurator gearbeitet, auch am Fuldaer Dom mitgewirkt. Estavillo ist künstlerischer Autodidakt und arbeitet seit 2006 ausschließlich aks freischaffender Künstler. Im Jahr 2017 zog er zurück in seine Heimatstadt Fulda. „München war einfach nicht mehr bezahlbar“, sagt er. Fulda sei eine schöne kleine Barockstadt in Hessen, auch landschaftlich. „Doch es ist nicht viel los dort.“ Ihm fehlt es, an der Isar spazieren zu gehen. Ab und zu besucht er Freunde in München. An seiner Malbesessenheit hat sich hingegen nichts geändert.

Auch wenn Estavillo kein Wort spanisch spricht und noch nie in Mexiko war, sieht man in jedem seiner farbenfreudigen, kraftvollen Bilder seine Wurzeln. „Bei den abstrakten Bildern ist die Farbe die Handlung“, sagt er. Da kann er intuitiv und beschwingt wie beim Jazz losmalen. Er hört auch gern Musik dazu, auf MDRKultur und Klassik Radio. Bei seinen figurativen Bildern zeichnet Estavillo mit Bleistift vor und dann malt er mit dem Spitzpinsel weiter in seiner fein ausgearbeiteten, detailreichen Ölmalerei. Dort gehe es in Millimeter-Schritten vorwärts. „Das Abstrakte ist ein Ausgleich, fast wie eine Wellnesskur“, sagt er. „In die Farben reinspringen und dann muss ich schwimmen.“  Die abstrakten Bilder von Estavillo sind zeichenreiche, intensive und wunderbare Farblandschaften, in denen angeregt von der alten mexikanischen Kultur der Mayas immer wieder Symbole wie Sonnen, Kreise, Spiralen, Schlangen, Augen und Ornamente auftauchen, Mythen und Pflanzliches sich eindrucksvoll verbinden. Mal luftig, leicht und offen, mal dicht verwoben, verschlungen und verstrickt, manchmal fast labyrinthartig verlaufen die Wege zwischen Himmel und Erde.

Die Farben strömen, wirbeln, rotieren mal wild, chaotisch, unbändig und dann fließen sie wieder sanft und harmonisch auf den Leinwänden. In warmen Rot- und Orangetönen, ocker, türkis, tiefblau bis zu knalligem Pink und Violett ziehen diese Farbgebilde einen magisch an, wird man als Betrachter förmlich hineingesogen. Charmant oder hinterrücks, erfrischend oder wie klebrige Bonbons wirken sie wie „fleischfressende Bilder“, liegen Schönes und Dunkles nah beieinander zwischen Supernova und Scherben ähnlich wie in den Darstellungen der High Society in der vorherigen Ausstellung. „Das geht an die Seele. Wenn es zu viel Kunst wird, bist Du vergiftet oder berauscht“, so Galerist John. Er fühlt sich der mexikanischen Kunst auch verbunden. Seit er weiß, dass dort auch Vorfahren von ihm lebten. Aus Neugier und Interesse, da er immer noch schwarze Haare hat mit Mitte 60, ließ Holger John einen DNA-Test zu Abstammung und Herkunft machen, es war ein Weihnachtsgeschenk seiner Familie vor einer Weile. Vom Ergebnis war er doch sehr überrascht, so der Künstler. Da er eine Affinität zu Keramik, Lebensweise und Ruhe der asiatischen Kultur hat, dachte er eher an China oder Mongolei. „Doch ich bin zu 20 Prozent Mexikaner, außerdem zu 10 Prozent Italiener und 25 Prozent Ire. Der Rest ist das Slawische“, sagt Holger John. Daher fühle er sich Oliver Estavillo natürlich ein bisschen verwandt im künstlerischen Geist. „Das ist ein Welttheater. Wenn diese Farben Liebe machen, entsteht Ekstase, pure Lebens- und Sinnesfreude“, so John zur neuen Ausstellung von Estavillo. „Die Farben bewirken ja auch etwas. Das sind lustige Drogen. Der eine würgt daran, der andere ist vergnügt.“

Kunst müsse manchmal auch etwas weh tun und kann auch mal querliegen im Magen. Sonst mache man etwas falsch als Galerist. „Wenn die Farben dann gefressen sind und sich vermehren, wer weiß was dann herauskommt?“ Dieser spannenden Frage können die Besucher in der Ausstelllung nachgehen. Holger John. „Die Mauer ist schon weg. Doch bis sie wirklich weg ist, wird es noch einige Generationen dauern. Da die Sehgewohnheiten und Erfahrungen sich weiter übertragen.“ Die Mauer bunt anmalen von beiden Seiten bis sie transparent und unsichtbar ist, lautet seine Devise. „Die bunten Farben werden uns vielleicht retten, wenn sie Liebe machen. Sonst wäre die Welt finster“, so Holger John. „Ich sehe, dass wir alle Deutsche sind hüben wie drüben“, sagt Oliver Estavillo. Er habe sehr interessante, liebe Menschen im Osten kennengelernt. Doch er sieht auch die Unterschiede:

„Die Ostdeutschen sind pfiffiger, haben einen gewissen Mutterwitz, sie sind lebensbejahender und haben mehr Zusammenhalt“, fällt ihm bei seinen Aufenthalten auf. „Im Westen geht es mehr egoistisch und gefühlskalt zu.“ Dresden sei eine wunderschöne Stadt und er freut sich darauf, wieder herzukommen. Estavillo hat seine Bilder auch schon in Berlin ausgestellt. „Da ist noch mal ein größeres Publikum. Aber leben möchte ich nicht dort. Die Berliner sind mir zu unfreundlich.“ Holger John kennt er seit einigen Jahren und hat schon mehrmals in Gruppenausstellungen figurative Bilder gezeigt. Es sei beeindruckend, wieviele Leute immer zu den Aussellungseröffnungen bei ihm kommen. „Er ist Charisma auf zwei Beinen“, sagt Estavillo über den Künstlerkollegen John. Sein Traum ist es, seine Bilder auch mal in Mexiko im Nationalmuseum für Kunst zu zeigen. „Das fänden die bestimmt spannend,  moderne Kunst von einem Deutsch-Mexikaner zu sehen“, hofft Oliver Estavillo. Vielleicht kann der als Konsul in Mexiko-Stadt lebende Alexander Prinz von Sachsen den Kontakt herstellen, der die Ausstellung Fiesta Mexicana im Juni in Dresden eröffnet hat.

Text (lv)

http://www.Galerie-HolgerJohn.com

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BilderAlbum: Gedicht-Lesung mit Zoe Nora Goerges & Jazzmusiker Hartmut Dorschner beim Musiksommer in Bärenstein

11 Dienstag Aug 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Farb- und klangreiche Poesie & Musik: die Autorin Zoe Nora Goerges und Jazzmusiker Hartmut Dorschner begeisterten bei ihrer Lesung das Publikum am vergangenen Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein.

Worte, Farben und Klänge aus Licht zwischen den Himmeln

„Spot an!“, so heißt das erste Gedicht. Ein Scheinwerfer geht an. Worte und Klänge wandern und schweben durch den Raum, streifen umeinander, lassen Bilder erstehen in vielen Farbtönen in ganz eigener Sprachmelodie. Sanft, intensiv und kraftvoll ist der Sog dieser Gedichte, in denen Kunst, Klang, Malerei, Musik und das Leben mit allen Licht- und Schattenseiten eine Rolle spielen, die Autorin Zoe Nora Goerges nicht nur vortrug, sondern zelebrierte bei ihrer Lesung am vergangenen Sonnabend beim Musiksommer in Bärenstein. Begleitet wurde sie klangreich von Jazzmusiker Hartmut Dorschner, dem Initiator des Musiksommer im Kunsthaus Bärenstein. Die Lesung war erfreulich gut besucht bei hochsommerlichem Wetter.

In dem angenehm kühlen Veranstaltungssaal im Obergeschoss verbanden sich die poetischen Texte mit elektronischen, sphärischen, pulsierenden Klängen und Saxofonspiel. Da verweben sich Fäden aus Licht zwischen den Himmeln und erschaffen Räume aus Licht, heißt es in einem Gedicht von Goerges über Palestrina, einen berühmten italienischen Komponisten der Renaissance. Ihre Verse erzählen oft von Künstlerinnen und Künstler, Forschern und Erfinderinnen und berühren mit knappen, starken Aussagen. In einem Gedicht über Frida Kahlo schreibt sie: Sie malt sich selbst/umrahmt von Pein/Sie gibt nicht auf/benutzt ihr eigenes Blut/findet Kraft Leidenschaft und Mut/das Schöne zu finden/in jeglichem Schmutz/dort wo andere fallen/steht sie und wird zum Symbol einer neuen Zeit.

Text + Fotos (lv)
Mehr Text zur Lesung folgt.

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Musiksommer Bärenstein: Autorenlesung mit Zoe Nora Goerges & Klängen von Hartmut Dorschner am Sonnabend

06 Donnerstag Aug 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Unterwegs

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Wort & Kunst & Klang verbinden sich in der Lesung mit Zoe Nora Goerges diesen Sonnabend, den 8. Juni, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein. Foto: privat

Poetisches Panorama aus Malerei und Musik, Kunst und Leben

Eine Autorenlesung mit Zoe Nora Goerges und musikalischer Begleitung von
Hartmut Dorschner gibt es beim Musiksommer Bärenstein am 8. August, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein.

Kunst und Klang verbinden sich in der Lyrik von Zoe Nora Goerges auf besondere Weise. Sie nimmt den Leser und Zuhörer mit auf eine poetische und zugleich reflektierende Reise durch Kunst, Musik, Mythologie und menschliche Emotionen. Ihre Gedichte, häufig in Versform gestaltet, greifen eine Vielzahl bedeutender Persönlichkeiten aus Kunst und Musik auf, begonnen bei Hieronymus Bosch über Hilma af Klint, Gustav Klimt und Claude Monet bis hin zu Frida Kahlo, Mozart und Clara Schumann.

Dabei entsteht ein vielschichtiges Panorama der Kunstgeschichte, in dem Malerei, Musik und Poesie auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen, heißt es in einer Rezension von Mariangela Di Grado von Europa Edizioni über die Gedichte von Zoe Nora Goerges. Besonders gelungen sei die dichte symbolische Ebene ihrer Texte: Allegorien, wiederkehrende Motive wie Licht und Schatten sowie die Auseinandersetzung mit künstlerischem Schaffen und persönlichem Leiden verleihen ihren Gedichten eine große Tiefe.

Ihr Schreibstil zeichne sich durch eine ausgeprägte Musikalität aus. „Die Sprache ist bildreich, von Metaphern und kulturellen Anspielungen durchzogen und bewegt sich souverän zwischen gehobenem und bewusst gebrochenem Ton, was den Texten zusätzliche Dynamik verleiht“, hebt die Rezensentin hervor.

Insgesamt wirken die Texte der Autorin als ein vielschichtiges, poetisches Mosaik, das Kunst und Leben, Vergangenheit und Gegenwart sowie Schmerz und Schönheit auf überzeugende Weise verbindet.

Zoe Nora Goerges ist studierte Musikerin und Opernsängerin. In ihrer Freizeit schreibt sie gern Lyrik. Sie stellte ihre Texte bereits auf Lesebühnen vor. An diesem Sonnabend, dem 8. August, um 17 Uhr ist sie zu Gast beim Musiksommer Bärenstein mit einer Autorenlesung gemeinsam mit dem Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer, Hartmut Dorschner, im Kunsthaus Bärenstein. Die Zuhörer dürfen gespannt sein, wie sich ihre Poesie- und Klangwelten miteinander verbinden.

Text (lv)

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Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, In eigener Sache, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Meer-Klänge und Poesie beim Musiksommer Bärenstein

Mit neuen Gedichten war die Autorin Lilli Vostry aus Dresden, begleitet an der Harfe von Aerdna Harp am vergangenen Sonnabend zu Gast in dem kleinen Ort im Osterzgebirge.

Beschwingt, bewegt, wild und sanft ging es zu bei unserer Lesung mit neuen Meer-Gedichten von Lilli Vostry, begleitet von wundervollem Harfenspiel von Aerdna Harp am Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein. Es war mir ein Vergnügen vor aufmerksam lauschenden Publikum zu lesen. Überschaubar, doch jede Reihe war besetzt. Es muss sich wohl noch mehr herumsprechen, dass hier in der Sommerzeit ganz besondere Kulturerlebnisse locken, als Sahnehäubchen zur wunderbaren Landschaft des Erzgebirges, viel Wald, Wanderwege, wildblühende Wiesen, Weite, Stille, kleine schöne Orte mit alten Fachwerkhäusern, hier und da Ausschank, Zeit zum Innehalten und Verweilen und Genießen der Ruhe und Natur.

Herzlichen Dank an Hartmut Dorschner, Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Der mit Konzerten mitten in der Natur, Autorenlesungen und Ausstellungen Kunst und Kultur auch in den ländlichen Raum bringt. Noch den ganzen Sommer über bis Mitte September.

Die nächste Autorenlesung und Musik gibt es mit Zoe Nora Goerges und Hartmut Dorschner am Saxophon am 8. August, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos zum Programm unter http://www.kult-ur-art.eu
Natur & Kunst: Ein Bild von Anita Rempe im Kunsthaus Bärenstein.
Sonntagsfrühstück in Bärenstein: Gastgeber Hartmut Dorschner. Brot selbst gebacken, erlesene Früchte und himmlische Ruhe luden ein zum Verweilen und Genießen. Mittags gab es leckere selbstgemachte Pizza von Aerdna Harp.
Poesie pur und ein erfrischendes Bad in einem See in Zinnwald nach einem wunderbaren Sonnentag erfreuten das Herz nach meiner Gedicht-Lesung mit Musik am Sonnabend in Bärenstein.

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Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Literatur, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Jede Menge Jazz & gute Laune: Die Macher des Musiksommer Bärenstein Matthias Macht, Schlagzeug; Initiator Hartmut Dorschner am Saxophon, Agnes Ponizil, Sängerin und Akkordeon/Klavier und Aerdna Harp an der Harfe.
Freejazz und Klangwanderung im Widerhall des Miriquidi
Der 4. Musiksommer Bärenstein lockt mit Konzerten, Musizier-Workshop, Lesungen und Ausstellungen noch bis Mitte September.
Jede Menge Jazz, gute Laune und Konzerte an urigen, ungewöhnlichen Spielorten vor zauberhafter Naturkulisse – Dafür steht der Musiksommer Bärenstein. Unter dem Motto „Hört auf!“ lockt von Juli bis September in dem kleinen Ort im Osterzgebirge bereits zum vierten Mal ein pralles Programm mit Konzerten, ein Workshop zum Mitmusizieren und einer musikalischen Wanderung, Ausstellungen und Autorenlesungen. Zu erleben sind Musiker aus Italien, Spanien und Deutschland.

Der Titel des Musiksommers spielt auf den Bergmannsgruss Glück auf an, steht aber auch für ländliche Abgeschiedenheit und Ruhe, Skepsis gegenüber Neuem und für Aufhorchen. Als Logo sieht man auf den Veranstaltungsplakaten statt Schlägel und Eisen zwei Noten. Letztes Jahr wurde beim Musiksommer unweit vom Kunsthaus Bärenstein ein neuer Spielort in einem leeren Ladengeschäft in der Kirchgasse 2 feierlich eingeweiht. Mit einem Konzert mit Freejazz, improvisierter Musik vom Feinsten, mit den zwei Musikern Hartmut Dorschner am Saxophon und Matthias Macht am Schlagzeug.

„Das Haus öffnet sich zum Markt hin. Dadurch sind wir als Veranstaltungsort präsenter“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Veranstaltet wird dieser vom „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein mit derzeit 30 Mitgliedern. Das alte Gebäude am Markt wollte die Stadt Altenberg schon vor 20 Jahren verkaufen. Dorschner hat es erworben vor zwei Jahren und einen Raum mit großem Schaufenster hergerichtet als „Musikladen“. Dort ist Platz für ca. 50 Besucher. Einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Musiksommer Bärenstein gaben die Musiker schon beim Fototermin. Sie holen ihre Instrumente aus dem Haus, darunter eine alte Pioniertrommel aus DDR-Zeiten, die wohl aus einem Spielmannszug stammt und sich noch auf dem Dachboden fand. Die Freude am Musizieren steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie stellen sich auf am Wahrzeichen von Bärenstein, dem steinernen Bären auf der Wiese am Markt.

Die Skulptur stammt von dem ortsansässigen Künstler und Vereinspräsident Mario Nitschke. Schlagzeuger Matthias Macht hält die Trommel in der Hand und in der anderen einen Klöppel. Es ist sehr warm an diesem Tag. Mit nacktem Oberkörper und kurzen Jeans sitzt der Musiker auf seiner olivgrünen „Schwalbe“, mit der er aus dem elterlichen Wohnhaus in Freital nach Bärenstein gefahren ist. Er selbst wohnt in Dresden. Das Motorrad aus den 1980er Jahren aus dem Osten hat er für 2 500 Euro letztes Jahr auf einem Flohmarkt gekauft. Hartmut Dorschner spielt Saxophon. Er trägt offenes, schulterlanges Haar und einen himmelblauen, seidenen und blumenbestickten Anzug, den er von einer Reise nach Indien mitgebracht hat. Seit dem ersten Musiksommer Bärenstein dabei ist außerdem Agnes Ponizil.

Die Komponistin, Jazzsängerin und Musikerin, sie spielt Klavier und Akkordeon, hat seit 2022 ein altes Haus in der Kirchgasse, das sie ausbaut und nun auch für Ausstellungen öffnet. Mit Hartmut Dorschner arbeitet sie schon länger zusammen. Sie lädt diesmal zu einem „Wander-Workshop und Freiluftkonzert im Widerhall des Miriquidi“, dem lateinischen Wort für Erzgebirge ein. „Wir wandern rund um Bärenstein, singen Lieder, werden pfeifen, jodeln und tönen“, sagt Agnes Ponizil.
Start ist am 29. August, um 14.30 Uhr vom Markt Bärenstein aus bis zur Sachsenhöhe und zurück. „Mitmachen können Laien und musikalische Profis, Sängerinnen und Sänger aus dem Osterzgebirge und natürlich auch urbane Sangesbegeisterte, die Sommerfrische schnuppern wollen“, so die Sängerin.

Außerdem gab es gleich drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag in Bärenstein. Es werden Bilder von Else Gold, einer Meissner Künstlerin, in der Kirchgasse 10 zu sehen sein. Agnes Ponizil kennt sie seit 20 Jahren, seit ihrem Musikstudium. Es wird auch eine Klanginstallation von Felix Ermacora in der Kirchgasse 12 gezeigt sowie Porträts von Eleni Haase und Keramik-Köpfe und Fische aus Ton von Karin Dorschner im „Musikladen“ in der Kirchgasse 2.

Hartmut Dorschner kommt aus einer musischen Familie. Seine Mutter ist gestalterisch tätig. Seine Schwester Andrea Dorschner musiziert mit Leidenschaft an der Harfe. Sie begleitet eine Gedicht-Lesung am 25. Juli, um 17 Uhr und ein Konzert mit ihr und dem Musiker Sven Haubold am Klavier gibt es am 26.7., um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein. Eröffnet wurde der Musiksommer traditionell mit dem Dozentenkonzert zum Workshop mit Matthias Macht und Hartmut Dorschner am 12. Juli, um 15 Uhr. Die beiden sind befreundet seit nunmehr 40 Jahren, sie lernten zusammen Steinmetz im damaligen VEB Elbe Naturstein in Dresden und haben beide an der Dresdner Musikhochschule studiert. Matthias Macht spielt seit 1986 Schlagzeug. „Weil ich intuitiv in der Familie die Vermittlerrolle habe und die Leute zusammenhalte auch in der Band und das Thema, den Takt vorgebe“, erzählt er. „Die Inspiration und vor allem die Freiheit, die wir immer gespürt haben beim Musizieren, wollen wir weitergeben in unserem Workshop“, sagt Matthias Macht. Er und Hartmut Dorschner feierten letztes Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Zusammen leiteten sie als Dozenten wieder die Werkstatt mit dem BärensteinOrchester vom 13. bis 18. Juli im Kunsthaus Bärenstein.

Dieses Jahr mit dem Thema „Pausen“. „Die Stille, das Schweigen. Das Wichtigste an der Musik steht nicht in den Noten, sondern im Raum dazwischen“, weiß Matthias Macht. Große Komponisten und Musiker wie Claude Debussy, Leonard Bernstein und Miles Davis wissen das. Ebenso Vertreter der Minimal Music wie Eric Satie, Philipp Glass und Steve Reich. „Spannung kann ja nur in der Stille entstehen“, so Matthias Macht. Inspiriert habe ihn im Jazz dabei sehr Gunter „Baby“ Sommer, der auch sein Lehrer und Professor an der Musikhochschule war. Doch die eigentlichen Lehrjahre seien 1987/88 bei Konzerten noch im alten Jazzclub Tonne im damaligen Kellergewölbe des inzwischen wiederaufgebauten Kurländer Palais, nahe der Kunsthochschule, gewesen.

„Da haben wir Günter Baby Sommer gesehen und waren begeistert. Da er eine unglaubliche Präsenz hat“, erinnert sich Macht. „Das Ziel im Workshop ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern wieder schöne Musik zu machen, die es noch nie gegeben hat“, so Macht. Seine Zwillinge, 15 Jahre jung, spielen Gitarre und Bass im BärensteinOrchester. „Dieses dauernde Repitieren, Wiederholen ist nicht unser Anspruch“, sagt Jazzmusiker Hartmut Dorschner. „Wir erfinden alles neu.“
Im BärensteinOrchester spielen maximal zwölf Teilnehmer. Acht Musikbegeisterte aus der Umgebung zwischen zwölf und 66 Jahren haben sich schon angemeldet. Viele Teilnehmer kennen sich bereits. Darunter etliche Bläser am Saxophon, andere musizieren am Klavier, Triola, Gitarre und Bass. Geprobt wird kreativ mit Spiel- und Bewegungsimpulsen. Mit bemalten Karten mit Symbolen und Begriffen und Laute tönen, aus denen eigene Songs entstehen. Das „Grusel Solo“ ist Matthias Machts Lieblingskarte. „Weil das fetzt!“

Dorschner mag besonders die Karte mit dem Wort „Explosion“. „Da machen alle etwas und reagieren, kann man die ganze angestaute Angst und Unsicherheit rauslassen“, erlebt er. „Es gibt keine Fehler. Außerdem sind sie dazu da, dass man sie macht und etwas erfährt. Bei uns auf der Bühne ist alles erlaubt.“ Ganz egal, was andere Leute darüber denken. Hartmut Dorschner, Jahrgang 1970, fühlt sich sehr dem Freejazz verbunden. Er hat zusammen mit dem Jazzmusiker Dietmar Diessner und Matthias Macht beim Musikfestival „Bedrohte Art“ die frei improvisierten Klänge in der damaligen Blauen Fabrik auf der Priesnitzstrasse in der Äußeren Neustadt Mitte der 90er Jahre gespielt. „Jazz war vorher in der DDR etwas Besonderes. Da diese Musik keine Worte hat, war es für viele eine Nische für Freiheit“, so Dorschner. So gab es ein großes Jazzfestival in Peitz bei Cottbus, genannt „Woodstock am Karpfenteich“, zu dem um die 30 000 Zuschauer jährlich strömten. Nach der Wende sank die Besucherzahl schlagartig auf rund 100 Besucher. „Die Leute verwechseln Geld mit Freiheit“, sagt Matthias Macht zu dieser Entwicklung. Hartmut Dorschner spielte in Peitz im Trio mit großartigen Musikern aus drei Saxophon-Generationen: zusammen mit dem schon verstorbenen Ernst-Ludwig Petrowsky und Dietmar Diessner. Im Zusammenspiel im Jazz gehe es um Expressivität im Ausdruck und Gespür für die Musik, so Dorschner.

Das Workshopkonzert mit dem BärensteinOrchester, mit eigenen Songs der Teilnehmer, fand am 17. Juli, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein statt. Ein besonderes Freiluftkonzert gibt es vor dem Milchschafhof Bärenstein. Während die Schafe auf der Weide grasen, spielen vor dem Gebäude die Musikerinnen Andrea Hofmann an der Violine, Karoline Schulz verschiedene Flöten und Sabine Grüner Cello am 16.8., 15 Uhr. Inklusive Vogelzwitschern, Blätterrauschen inmitten hoher Bäume und Heuduft in der Nase. Ein weiterer Höhepunkt beim Musiksommer ist das Konzert an zwei Klavieren mit klassischer und neuer Musik mit Andreas Scotty Böttcher aus Dresden und der spanischen Musikerin Hada Benedito am 22.8., 17 Uhr.
„Die meisten Bewohner sehen den Musiksommer Bärenstein wohlwollend. Einige sind noch scheu und schauen von weitem“, so Dorschner. Das liege wohl an der allgemeinen Unsicherheit. „Da es kein Mainstream ist, sondern handgemachte Musik. Das ist im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz, KI, fast schon subversiv.“ Matthias Macht ergänzt: „Wir machen Musik von Menschen für Menschen mit Herz. Die Leute zieht es auch zu gemeinsamen Erlebnissen. Gerade die kleinen Formaten laden ein zum Genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“
Rund 30 Besucher kommen jeweils zu den Veranstaltungen, so Dorschner. Der Musiksommer Bärenstein bringt auch mehr Leben in den Ort. Früher gab es hier mal vier Kneipen, jetzt keine einzige mehr und nur wenige Läden. Die meist älteren Betreiber finden keine Nachfolger im ländlichen Raum. „Das führt dazu, dass manche jetzt in Garagen zu zweit mit einem Kasten Bier sitzen und sich schon daran gewöhnt haben“, sieht Dorschner bei Bekannten. „Ich glaube, die wollen die Leute auch weg von Gemeinschaft haben, die Globalisten“, so Dorschner und findet diesen Trend der Vereinzelung bedenklich. Aus seiner Generation gebe es keinen mehr im Ort. Die seien weggezogen wegen der Arbeit in den Westen.

„Die Alten sterben. Die Häuser stehen leer. Das ist Diebstahl auch an Menschen, Humankapital.“ Hartmut Dorschner hat Jazzsaxophon und Komposition an der Dresdner Musikhochschule studiert und wohnt und arbeitet schon seit längerem als freischaffender Musiker in Bärenstein. Im ehemaligem Pfarrhaus gegenüber der Kirche hat er das Kunsthaus Bärenstein eingerichtet, das er noch saniert. Ein urwüchsiger Garten mit Obstbäumen gehört dazu und man hat aus den Räumen im Obergeschoss eine wundervolle Aussicht auf die hügelige Landschaft und weiten Himmel und himmlische Ruhe. Dorschner organisiert ehrenamtlich den Musiksommer Bärenstein und stellt die Räume im Kunsthaus wie den Saal mietfrei zur Verfügung. Der Musiksommer wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen aus dem Projektefond zur Kunstförderung im ländlichen Raum mit 5 000 Euro wieder gefördert. Die Ostsächsische Sparkasse gibt 2 000 Euro dazu. Die Heidehof-Stiftung möchte  2 400 Euro geben und fördert damit den Musikworkshop und ein Konzert mit elektronischer Musik. Alle Veranstaltungen und der Musikworkshop sind für die Teilnehmer und Besucher eintrittfrei.

„Es wäre schön, wenn noch mehr Künstler nach Bärenstein kommen. Im Kunsthaus ist Platz genug als Wohngemeinschaft und für weitere kreative Projekte und auch Unterstützung beim Vorrichten der Räume gern gesehen“, hofft Hartmut Dorschner auf noch mehr Initiative. Gelegenheit zum Umschauen, Anregen lassen, Austausch und Genießen von Kunst und Natur bietet der Musiksommer Bärenstein für alle Besucher reichlich.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.kult-ur-art.eu

Einige Konzerte mit improvisierter Musik finden im Musikladen in der Kirchgasse 2 am Markt in Bärenstein statt. Es gibt auch eine Klangwanderung in dem Wald. Bären gibt es hier keine mehr, wohl aber Rehe und Firmen, die gern die Bodenschätze im Osterzgebirge abbauen würden, ohne Rücksicht auf die Natur! Jazzmusiker Hartmut Dorschner zeigt einen Rehkopf, das einst sein Großvater in Oschersleben schoss. Es war sein erstes Wild als Jäger.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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