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Kategorien-Archiv: Natur

Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, In eigener Sache, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Meer-Klänge und Poesie beim Musiksommer Bärenstein

Mit neuen Gedichten war die Autorin Lilli Vostry aus Dresden, begleitet an der Harfe von Aerdna Harp am vergangenen Sonnabend zu Gast in dem kleinen Ort im Osterzgebirge.

Beschwingt, bewegt, wild und sanft ging es zu bei unserer Lesung mit neuen Meer-Gedichten von Lilli Vostry, begleitet von wundervollem Harfenspiel von Aerdna Harp am Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein. Es war mir ein Vergnügen vor aufmerksam lauschenden Publikum zu lesen. Überschaubar, doch jede Reihe war besetzt. Es muss sich wohl noch mehr herumsprechen, dass hier in der Sommerzeit ganz besondere Kulturerlebnisse locken, als Sahnehäubchen zur wunderbaren Landschaft des Erzgebirges, viel Wald, Wanderwege, wildblühende Wiesen, Weite, Stille, kleine schöne Orte mit alten Fachwerkhäusern, hier und da Ausschank, Zeit zum Innehalten und Verweilen und Genießen der Ruhe und Natur.

Herzlichen Dank an Hartmut Dorschner, Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Der mit Konzerten mitten in der Natur, Autorenlesungen und Ausstellungen Kunst und Kultur auch in den ländlichen Raum bringt. Noch den ganzen Sommer über bis Mitte September.

Die nächste Autorenlesung und Musik gibt es mit Zoe Nora Goerges und Hartmut Dorschner am Saxophon am 8. August, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos zum Programm unter http://www.kult-ur-art.eu
Natur & Kunst: Ein Bild von Anita Rempe im Kunsthaus Bärenstein.
Sonntagsfrühstück in Bärenstein: Gastgeber Hartmut Dorschner. Brot selbst gebacken, erlesene Früchte und himmlische Ruhe luden ein zum Verweilen und Genießen. Mittags gab es leckere selbstgemachte Pizza von Aerdna Harp.
Poesie pur und ein erfrischendes Bad in einem See in Zinnwald nach einem wunderbaren Sonnentag erfreuten das Herz nach meiner Gedicht-Lesung mit Musik am Sonnabend in Bärenstein.

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Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen

27 Montag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Literatur, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Jede Menge Jazz & gute Laune: Die Macher des Musiksommer Bärenstein Matthias Macht, Schlagzeug; Initiator Hartmut Dorschner am Saxophon, Agnes Ponizil, Sängerin und Akkordeon/Klavier und Aerdna Harp an der Harfe.
Freejazz und Klangwanderung im Widerhall des Miriquidi
Der 4. Musiksommer Bärenstein lockt mit Konzerten, Musizier-Workshop, Lesungen und Ausstellungen noch bis Mitte September.
Jede Menge Jazz, gute Laune und Konzerte an urigen, ungewöhnlichen Spielorten vor zauberhafter Naturkulisse – Dafür steht der Musiksommer Bärenstein. Unter dem Motto „Hört auf!“ lockt von Juli bis September in dem kleinen Ort im Osterzgebirge bereits zum vierten Mal ein pralles Programm mit Konzerten, ein Workshop zum Mitmusizieren und einer musikalischen Wanderung, Ausstellungen und Autorenlesungen. Zu erleben sind Musiker aus Italien, Spanien und Deutschland.

Der Titel des Musiksommers spielt auf den Bergmannsgruss Glück auf an, steht aber auch für ländliche Abgeschiedenheit und Ruhe, Skepsis gegenüber Neuem und für Aufhorchen. Als Logo sieht man auf den Veranstaltungsplakaten statt Schlägel und Eisen zwei Noten. Letztes Jahr wurde beim Musiksommer unweit vom Kunsthaus Bärenstein ein neuer Spielort in einem leeren Ladengeschäft in der Kirchgasse 2 feierlich eingeweiht. Mit einem Konzert mit Freejazz, improvisierter Musik vom Feinsten, mit den zwei Musikern Hartmut Dorschner am Saxophon und Matthias Macht am Schlagzeug.

„Das Haus öffnet sich zum Markt hin. Dadurch sind wir als Veranstaltungsort präsenter“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Veranstaltet wird dieser vom „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein mit derzeit 30 Mitgliedern. Das alte Gebäude am Markt wollte die Stadt Altenberg schon vor 20 Jahren verkaufen. Dorschner hat es erworben vor zwei Jahren und einen Raum mit großem Schaufenster hergerichtet als „Musikladen“. Dort ist Platz für ca. 50 Besucher. Einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Musiksommer Bärenstein gaben die Musiker schon beim Fototermin. Sie holen ihre Instrumente aus dem Haus, darunter eine alte Pioniertrommel aus DDR-Zeiten, die wohl aus einem Spielmannszug stammt und sich noch auf dem Dachboden fand. Die Freude am Musizieren steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie stellen sich auf am Wahrzeichen von Bärenstein, dem steinernen Bären auf der Wiese am Markt.

Die Skulptur stammt von dem ortsansässigen Künstler und Vereinspräsident Mario Nitschke. Schlagzeuger Matthias Macht hält die Trommel in der Hand und in der anderen einen Klöppel. Es ist sehr warm an diesem Tag. Mit nacktem Oberkörper und kurzen Jeans sitzt der Musiker auf seiner olivgrünen „Schwalbe“, mit der er aus dem elterlichen Wohnhaus in Freital nach Bärenstein gefahren ist. Er selbst wohnt in Dresden. Das Motorrad aus den 1980er Jahren aus dem Osten hat er für 2 500 Euro letztes Jahr auf einem Flohmarkt gekauft. Hartmut Dorschner spielt Saxophon. Er trägt offenes, schulterlanges Haar und einen himmelblauen, seidenen und blumenbestickten Anzug, den er von einer Reise nach Indien mitgebracht hat. Seit dem ersten Musiksommer Bärenstein dabei ist außerdem Agnes Ponizil.

Die Komponistin, Jazzsängerin und Musikerin, sie spielt Klavier und Akkordeon, hat seit 2022 ein altes Haus in der Kirchgasse, das sie ausbaut und nun auch für Ausstellungen öffnet. Mit Hartmut Dorschner arbeitet sie schon länger zusammen. Sie lädt diesmal zu einem „Wander-Workshop und Freiluftkonzert im Widerhall des Miriquidi“, dem lateinischen Wort für Erzgebirge ein. „Wir wandern rund um Bärenstein, singen Lieder, werden pfeifen, jodeln und tönen“, sagt Agnes Ponizil.
Start ist am 29. August, um 14.30 Uhr vom Markt Bärenstein aus bis zur Sachsenhöhe und zurück. „Mitmachen können Laien und musikalische Profis, Sängerinnen und Sänger aus dem Osterzgebirge und natürlich auch urbane Sangesbegeisterte, die Sommerfrische schnuppern wollen“, so die Sängerin.

Außerdem gab es gleich drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag in Bärenstein. Es werden Bilder von Else Gold, einer Meissner Künstlerin, in der Kirchgasse 10 zu sehen sein. Agnes Ponizil kennt sie seit 20 Jahren, seit ihrem Musikstudium. Es wird auch eine Klanginstallation von Felix Ermacora in der Kirchgasse 12 gezeigt sowie Porträts von Eleni Haase und Keramik-Köpfe und Fische aus Ton von Karin Dorschner im „Musikladen“ in der Kirchgasse 2.

Hartmut Dorschner kommt aus einer musischen Familie. Seine Mutter ist gestalterisch tätig. Seine Schwester Andrea Dorschner musiziert mit Leidenschaft an der Harfe. Sie begleitet eine Gedicht-Lesung am 25. Juli, um 17 Uhr und ein Konzert mit ihr und dem Musiker Sven Haubold am Klavier gibt es am 26.7., um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein. Eröffnet wurde der Musiksommer traditionell mit dem Dozentenkonzert zum Workshop mit Matthias Macht und Hartmut Dorschner am 12. Juli, um 15 Uhr. Die beiden sind befreundet seit nunmehr 40 Jahren, sie lernten zusammen Steinmetz im damaligen VEB Elbe Naturstein in Dresden und haben beide an der Dresdner Musikhochschule studiert. Matthias Macht spielt seit 1986 Schlagzeug. „Weil ich intuitiv in der Familie die Vermittlerrolle habe und die Leute zusammenhalte auch in der Band und das Thema, den Takt vorgebe“, erzählt er. „Die Inspiration und vor allem die Freiheit, die wir immer gespürt haben beim Musizieren, wollen wir weitergeben in unserem Workshop“, sagt Matthias Macht. Er und Hartmut Dorschner feierten letztes Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Zusammen leiteten sie als Dozenten wieder die Werkstatt mit dem BärensteinOrchester vom 13. bis 18. Juli im Kunsthaus Bärenstein.

Dieses Jahr mit dem Thema „Pausen“. „Die Stille, das Schweigen. Das Wichtigste an der Musik steht nicht in den Noten, sondern im Raum dazwischen“, weiß Matthias Macht. Große Komponisten und Musiker wie Claude Debussy, Leonard Bernstein und Miles Davis wissen das. Ebenso Vertreter der Minimal Music wie Eric Satie, Philipp Glass und Steve Reich. „Spannung kann ja nur in der Stille entstehen“, so Matthias Macht. Inspiriert habe ihn im Jazz dabei sehr Gunter „Baby“ Sommer, der auch sein Lehrer und Professor an der Musikhochschule war. Doch die eigentlichen Lehrjahre seien 1987/88 bei Konzerten noch im alten Jazzclub Tonne im damaligen Kellergewölbe des inzwischen wiederaufgebauten Kurländer Palais, nahe der Kunsthochschule, gewesen.

„Da haben wir Günter Baby Sommer gesehen und waren begeistert. Da er eine unglaubliche Präsenz hat“, erinnert sich Macht. „Das Ziel im Workshop ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern wieder schöne Musik zu machen, die es noch nie gegeben hat“, so Macht. Seine Zwillinge, 15 Jahre jung, spielen Gitarre und Bass im BärensteinOrchester. „Dieses dauernde Repitieren, Wiederholen ist nicht unser Anspruch“, sagt Jazzmusiker Hartmut Dorschner. „Wir erfinden alles neu.“
Im BärensteinOrchester spielen maximal zwölf Teilnehmer. Acht Musikbegeisterte aus der Umgebung zwischen zwölf und 66 Jahren haben sich schon angemeldet. Viele Teilnehmer kennen sich bereits. Darunter etliche Bläser am Saxophon, andere musizieren am Klavier, Triola, Gitarre und Bass. Geprobt wird kreativ mit Spiel- und Bewegungsimpulsen. Mit bemalten Karten mit Symbolen und Begriffen und Laute tönen, aus denen eigene Songs entstehen. Das „Grusel Solo“ ist Matthias Machts Lieblingskarte. „Weil das fetzt!“

Dorschner mag besonders die Karte mit dem Wort „Explosion“. „Da machen alle etwas und reagieren, kann man die ganze angestaute Angst und Unsicherheit rauslassen“, erlebt er. „Es gibt keine Fehler. Außerdem sind sie dazu da, dass man sie macht und etwas erfährt. Bei uns auf der Bühne ist alles erlaubt.“ Ganz egal, was andere Leute darüber denken. Hartmut Dorschner, Jahrgang 1970, fühlt sich sehr dem Freejazz verbunden. Er hat zusammen mit dem Jazzmusiker Dietmar Diessner und Matthias Macht beim Musikfestival „Bedrohte Art“ die frei improvisierten Klänge in der damaligen Blauen Fabrik auf der Priesnitzstrasse in der Äußeren Neustadt Mitte der 90er Jahre gespielt. „Jazz war vorher in der DDR etwas Besonderes. Da diese Musik keine Worte hat, war es für viele eine Nische für Freiheit“, so Dorschner. So gab es ein großes Jazzfestival in Peitz bei Cottbus, genannt „Woodstock am Karpfenteich“, zu dem um die 30 000 Zuschauer jährlich strömten. Nach der Wende sank die Besucherzahl schlagartig auf rund 100 Besucher. „Die Leute verwechseln Geld mit Freiheit“, sagt Matthias Macht zu dieser Entwicklung. Hartmut Dorschner spielte in Peitz im Trio mit großartigen Musikern aus drei Saxophon-Generationen: zusammen mit dem schon verstorbenen Ernst-Ludwig Petrowsky und Dietmar Diessner. Im Zusammenspiel im Jazz gehe es um Expressivität im Ausdruck und Gespür für die Musik, so Dorschner.

Das Workshopkonzert mit dem BärensteinOrchester, mit eigenen Songs der Teilnehmer, fand am 17. Juli, um 17 Uhr im Kunsthaus Bärenstein statt. Ein besonderes Freiluftkonzert gibt es vor dem Milchschafhof Bärenstein. Während die Schafe auf der Weide grasen, spielen vor dem Gebäude die Musikerinnen Andrea Hofmann an der Violine, Karoline Schulz verschiedene Flöten und Sabine Grüner Cello am 16.8., 15 Uhr. Inklusive Vogelzwitschern, Blätterrauschen inmitten hoher Bäume und Heuduft in der Nase. Ein weiterer Höhepunkt beim Musiksommer ist das Konzert an zwei Klavieren mit klassischer und neuer Musik mit Andreas Scotty Böttcher aus Dresden und der spanischen Musikerin Hada Benedito am 22.8., 17 Uhr.
„Die meisten Bewohner sehen den Musiksommer Bärenstein wohlwollend. Einige sind noch scheu und schauen von weitem“, so Dorschner. Das liege wohl an der allgemeinen Unsicherheit. „Da es kein Mainstream ist, sondern handgemachte Musik. Das ist im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz, KI, fast schon subversiv.“ Matthias Macht ergänzt: „Wir machen Musik von Menschen für Menschen mit Herz. Die Leute zieht es auch zu gemeinsamen Erlebnissen. Gerade die kleinen Formaten laden ein zum Genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“
Rund 30 Besucher kommen jeweils zu den Veranstaltungen, so Dorschner. Der Musiksommer Bärenstein bringt auch mehr Leben in den Ort. Früher gab es hier mal vier Kneipen, jetzt keine einzige mehr und nur wenige Läden. Die meist älteren Betreiber finden keine Nachfolger im ländlichen Raum. „Das führt dazu, dass manche jetzt in Garagen zu zweit mit einem Kasten Bier sitzen und sich schon daran gewöhnt haben“, sieht Dorschner bei Bekannten. „Ich glaube, die wollen die Leute auch weg von Gemeinschaft haben, die Globalisten“, so Dorschner und findet diesen Trend der Vereinzelung bedenklich. Aus seiner Generation gebe es keinen mehr im Ort. Die seien weggezogen wegen der Arbeit in den Westen.

„Die Alten sterben. Die Häuser stehen leer. Das ist Diebstahl auch an Menschen, Humankapital.“ Hartmut Dorschner hat Jazzsaxophon und Komposition an der Dresdner Musikhochschule studiert und wohnt und arbeitet schon seit längerem als freischaffender Musiker in Bärenstein. Im ehemaligem Pfarrhaus gegenüber der Kirche hat er das Kunsthaus Bärenstein eingerichtet, das er noch saniert. Ein urwüchsiger Garten mit Obstbäumen gehört dazu und man hat aus den Räumen im Obergeschoss eine wundervolle Aussicht auf die hügelige Landschaft und weiten Himmel und himmlische Ruhe. Dorschner organisiert ehrenamtlich den Musiksommer Bärenstein und stellt die Räume im Kunsthaus wie den Saal mietfrei zur Verfügung. Der Musiksommer wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen aus dem Projektefond zur Kunstförderung im ländlichen Raum mit 5 000 Euro wieder gefördert. Die Ostsächsische Sparkasse gibt 2 000 Euro dazu. Die Heidehof-Stiftung möchte  2 400 Euro geben und fördert damit den Musikworkshop und ein Konzert mit elektronischer Musik. Alle Veranstaltungen und der Musikworkshop sind für die Teilnehmer und Besucher eintrittfrei.

„Es wäre schön, wenn noch mehr Künstler nach Bärenstein kommen. Im Kunsthaus ist Platz genug als Wohngemeinschaft und für weitere kreative Projekte und auch Unterstützung beim Vorrichten der Räume gern gesehen“, hofft Hartmut Dorschner auf noch mehr Initiative. Gelegenheit zum Umschauen, Anregen lassen, Austausch und Genießen von Kunst und Natur bietet der Musiksommer Bärenstein für alle Besucher reichlich.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.kult-ur-art.eu

Einige Konzerte mit improvisierter Musik finden im Musikladen in der Kirchgasse 2 am Markt in Bärenstein statt. Es gibt auch eine Klangwanderung in dem Wald. Bären gibt es hier keine mehr, wohl aber Rehe und Firmen, die gern die Bodenschätze im Osterzgebirge abbauen würden, ohne Rücksicht auf die Natur! Jazzmusiker Hartmut Dorschner zeigt einen Rehkopf, das einst sein Großvater in Oschersleben schoss. Es war sein erstes Wild als Jäger.

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Geschichten die das Leben schreibt: Der wiedergefundene Vater

18 Samstag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Unter der Überschrift „Der wiedergefundene Vater“ erschien mein Beitrag in der Sächsischen Zeitung am 11./12. Januar 2014. Viel ist geschehen seitdem. Es bleibt die Erinnerung an ein wunderbares Wiederfinden, schöne Begegnungen, Erzählen, Schweigen und nun der Abschied für immer. Am Freitag, dem 17. Juli 2026 fand die Trauerfreier mit Beisetzung meines Vaters in Dresden statt. Er starb durch einen tragischen Unglücksfall im Alter von 83 Jahren.

Unsere Familie nach der Trauerfeier. Das Leben ist ein Fließen. An der Elbe in Laubegast, Ein Lieblingsort meines Vaters. Ganz in der Nähe ist auch seine letzte Ruhestätte. Ruhe in Frieden, Papa!
Es war ein herrlicher Sonnentag, mit beschwingtem Jazz, vielen Blumen, bewegten Erinnerungen, Tränen, aber auch angeregten Gesprächen, gutem Essen, Fassbrause wie in Kindertagen, Freude und Zuversicht: Lebt Euer Leben und genießt es!, würdest Du sagen.

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Garten der Erinnerung: Vater-Gedichte

18 Samstag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Zwischenmenschliches

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Kinderbild

Hoch über den Baumwipfeln
hältst Du mich
als wolltest Du mir den Himmel
zu Füßen legen

zwei Handvoll Leben
im Arm noch einen Hosenmatz
sieht aus wie ein Kinderspiel
das war es nie

wir haben oft Verstecken gespielt
immer ohne Dich
hab Dich überall gesucht
in mir und anderen Männern

hasste und vermisse Dich
obwohl ich Dich nie kannte
die Tür verschlossen
blieb zu Dir

stand meine offen
ich sehe Dein Bild
vor mir bin
mit Dir auf der Welt
mein Vater

25.6.2013, einen Tag vor seinem Geburtstag geschrieben.

Nahe bei Dir

Ich saß in einem still
verträumten Garten
ganz in Deiner Nähe
und dachte wie es wäre
wenn wir uns noch einmal
alles erzählen
wie es begann
dein und mein Leben
wir uns aus den Augen verloren
doch nicht aus dem Sinn

ein Wasserstrahl flüstert
in einem Brunnen mir zu
sitzt du manchmal hier
auf einer der Bänke
beschirmt von hohen Bäumen
verblüht schon die Rhododendron
die Blumen aus Kindertagen

locken vor mir weiße Blütensterne
der Duft von Holunder in der Luft
greife nach den hoch hängenden Blütendolden
und vergesse einen Moment
die unsichtbare Grenze
zwischen uns

2.6.2022

Gedichte: Lilli Vostry

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Neue Meer-Gedichte: Ein Gesicht im Sand & Abschied von Kater Franz & Traumversunken & Dem Wind entgegen & mehr

16 Donnerstag Jul 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Ein Gesicht im Sand

Angekommen am Meer
find ich unzählige Federn
helle dunkle gefleckte
und windzerzauste
ein Gesicht im Sand
wie eingemeißelt
Wasser rinnt unaufhaltsam
ringsherum
Möwen fliegen auf
reißen sich um die Krumen
ausgehungert mir fast
das Futter aus den Händen
mit spitzen Schnäbeln
erschrocken weiche
ich zurück
ihre Freudenschreie begleiten
mich auf Schritt und Tritt
wollte hier vergessen
die Schatten der letzten Zeit
stattdessen beginne ich zu leben
Ganz von vorn

5.7.2026

Abschied von Kater Franz

Früh der Aufbruch
endlich wieder ans Meer
drei Wirbelwinde ließ
ich zuhause
geriet schon fast in Seenot
kaum fort
kommt die Sehnsucht wieder
unterwegs ein Wetter
als stürze der Himmel ein
aus grauschweren Wolken
bricht immer wieder Sonnenlicht
sonst saßst Du oft schon vorm Haus
an der Tür
oder unter einem Strauch im Garten
diesmal nicht
der große zottlige Schlappohrenhund Joschi
stürmt ins Ferienzimmer herein
mit der Gastgeberin
doch kein Kater Franz
schwarzsamtig mollig keck
und gelbäugig wie meine Sternaugenkatze Lola
der in mein Herz schlich
durchs Tor schnurstracks galant an der Agave vorbei
wird mehr kommen
er ging schon im Januar
für immer fort
all meine Freude
auf einmal verloren
das Meer braust und
schickt mir seine schönsten Wellen
es hält und bricht keine Versprechen
doch kann es meinen Kummer nicht fortspülen

5.7.2026

Traumversunken

Die Möwen riefen
noch lange
eine Taube gurrte
draußen auf dem Giebel
schon halb im Traum
zog wieder alles
vorbei
was ist und war
wie auf einer Bühne
als probten wir
für ein neues Stück
ohne Zurück
die Darsteller ringsumher
schwiegen
verkauften ihre Schuhe
und Taschen
keiner wollte ihre
Kunst sehen
Ich erzählte was ich schreiben
wollte
doch keiner hörte zu

ich träumte unter
dem Meerbild
darauf weiße hohe Wellen
reichen fast
bis zum Himmel
das Meer groß weise
und weit sagt:
Alles hat seine Zeit
und draußen strömt der Regen

6.7.2026

Dem Wind entgegen

Der Wind zaust mein Haar
seh nichts mehr nichts steht mehr fest
durchkämmt das Meer
hohe weiße Schaumkronen
aufbrausend
schleudern mir
ihre ganze Kraft entgegen
als wollten sie
mich aus mir
heraus
erheben
die Wellenberge scheinen
unüberwindlich
der Boden unter den Füßen
gibt nach
Wellen prallen
gegen meine Haut
werde nicht sanft
wie sonst hineingezogen
sondern fast gerissen
falle fast hinein
und auf einmal
fühlt sich alles
leicht an
die Wellen wogen
ich überspringe sie
vertraue mich an
der Wind wirft mich zurück
an Land
doch bin gewachsen
ein Stück

8.7.2026

Sonnentag am Meer

Die Sonne kam wieder
am dritten Tag und
hielt lange
der Himmel immer noch
azurblau voller Federwölkchen
Möwen kreisen über dem Ferienzimmer
den leckeren Düften nach
Schwalben schwirren umher
Raben krächzen heiser
eine winzige helle Spinne seilt
sich ab an meinem Stift
eine lange schwarze und eine Tigerfeder
die von Euch aus dem Himmel flogen
liegen vor den Bildern
meiner Katzen
ein heller Falter flog Mittag
übers Dach sah kurz nach
mir und verschwand
und noch einer ein Zitronenfalter
flirtete kurz
mit mir am Strand
bevor der Wind
den Sand aufwirbelte
das Meer den Schleudergang einlegte
Ich allein blieb mit den Möwen
die es verstehen
zu bitten schreien und flehen
alles nehmen wie es kommt
noch in der Dämmerung
hallt ihr Lachen

8.7.2026

Geborgen/Ückeritz

Das Meer schimmert
blau hinter den Bäumen
der Lärm von der Promenade
verebbt
die Anhöhe hoch
in den Wald
Wege voller Sonnenflecke
auf und abwärts
das Rad hält mich
dann endlich das Tor am Waldrand
Zurück in meiner Welt
langersehnt und vermisst
all die Leinwandvillen
Wäsche hängt auf der Leine
wo sie unter Sonnensegeln
beisammen sitzen
zusammen essen feiern
ausruhen
es duftet nach Kartoffelsalat
Gurken und manchmal verbrannten
Fleisch auf dem Grill
und hohe Kiefern säumen
den Weg zum Strand

das kleine Wäldchen an der Steilküste
wuchert und schlummert
vor sich hin
zwischen den Buchen
der offene freie Meerblick
immer noch
endlos weit
die weiße Treppe
hinunter
zum Strand
führt in eine
andere Zeit
zum Ursprung meiner
Meerliebe
viele Bäume Licht
und Wellen die immer
wiederkehren
wie die Möwen
und manchmal offene alte Strandkörbe
mit Blümchenbezug oder Streifen
mehr brauchte ich nicht
zum Glück

der Sand am Strand
weicher und höher
neu aufgeschüttet
bildet Wälle zum Wasser hin
viele Steine liegen drin
und der Sand gibt nach
Ich schwanke in den Wellen
bernsteinfarben funkelnd
in der Sonne
kräuseln sich wiegen
und tragen mich sanft
Abends kommen die Möwen
und ein paar Raben
freuen sich über das Festmahl
und drehen ihre Runden
als wollten sie
wie ich
das Meer umarmen

10.7.2026

Blütensegel

Euer Leuchten
weithin
begleitet
meinen Weg
kleine Blütensegel
im Wind
öffnen und schließen
sich geschwind
klimpern mit den Wimpern
rote Irisschimmer
auf den Blättern
zarte Berührung
schon verwehen sie
im Wind
abends färben
sie den Himmel
rot unzählige kleine Flügel
hoch über dem Meer
mit den Möwen

10.7.2026

Schneckenleben

Die Sonne stand
schon tief
der Sand leuchtete
rot golden am fast menschenleeren
Strand
winzige weiße Federn
flogen umher
landeten in den Seegräsern
dort fand ich Dich
klein kugelrund
dunkelbraun hellgelbes Gehäuse
voller Sand
doch es schien als wohne
noch jemand
darin

nahm Dich mit
obenauf mit den
flaumigen Federn
so viel Leichtigkeit
schwer zu halten
legte Dich in den Pflanztopf
weiße Rosen Lavendel
Vergissmeinnicht wachsen dort
in der Nacht klettertest Du
am Rosenstrauch empor

hängst nun mitten in den Blättern
und Wassertropfen
halt Dich
gut fest

11.7.2026

Gedichte: Lilli Vostry
Fotos folgen

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Gedichte für den Wal Hope

22 Montag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie

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Gestrandet oder
Für immer im Meer
(Für den Wal Timmy Hope)

Du willst nicht mehr
in irgendeinen Hafen schwimmen
auch nicht gezogen
von einem Schiff
weg von der Küste Dänemarks
vor Anholt wo Du gestrandet bist
Dein Anblick stört sie der Gestank
ein Schandfleck am Strand
für die Touristen
gar Explosionsgefahr
doch es hielt manche nicht ab
auf dem toten Tier herumzusteigen
und zu posieren vor der Kamera

eigentlich wolltest Du zurück
aus der Ostsee in den Nordatlantik
nachhause
nun  liegst Du
leblos da seit Tagen
schutzlos
und sie rätseln
wer das angespülte Walmädchen ist
sie glaubten Du wärst ein Bulle
vielen warst Du egal
sie wollten Dich liegenlassen
auf der Sandbank in Poel
Pech gehabt falsch abgebogen
andere hörten Deine Hilferufe
und gaben viel Dich zu retten

die kleine Karawane mit zwei Schiffen
vorneweg und dem Lichterkahn mit Sonnensegel
in dem Du schwammst
im Sonnenuntergang bei der Abreise
alles sah so friedlich und schön aus
doch dann zogen raue Winde auf
stürmische Wogen
ließen die Seeleute Dich zu früh
hinaus
ein paar kräftige Wasserfontänen
stiegen in die Luft über dem Meer
dann warst Du fort

Noch einmal zeigst Du
Deine Kraft
ein letztes Mal
mehrere Versuche Dich
in den Hafen zu schleppen
schlugen fehl
Du willst zurück ins Meer
zeigst es allen Zweiflern
Mögen ein kräftiger Wind
und Wellen Dich hinaustragen
wundervoller sanfter Riese
und gib Deine Kraft und Hoffnung
weiter all den anderen Meerestieren

LV
21..5.2026

Dunkler Traum
(Für Timmy Hope)

Ich sah eine Frau
die Blumen an Deiner Schwanzflosse
im Sand ablegte
und Dein Name Hope
mit Muscheln geschrieben
im Netz
gestern einen Mann im Schutzanzug
und blauen Handschuhen
mit einer Nadel oder Bohrer
stach er in Deine Haut
schon ganz braun verfärbt
vierzehn Tage lagst Du
tot am Strand der dänischen Küste
von Anholt
nach Deiner Odyssee durchs Meer
mehrmals gestrandet
vorher in Poel

letzte Nacht träumte
ich von Walen
was Tiere aus der Sicht
der Menschen falsch machen
und sterben
sie streiten ob Du es bist
oder nicht
um die Unterschiede
ein Männchen oder Weibchen
kein sanfter Ton des Abschieds
steht mir zu keine Rückkehr ins Meer
hörte ich Dich
leise fragen
legte mich im Traum
zu Dir
alles dunkel und wund
Lasst sie Lebewesen sein wie wir

LV
9.6.2026

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Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof

14 Sonntag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

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Eigener Bilder-Kosmos & Zauberhaftes Zusammenspiel von Mensch- und Tierwesen und Natur. Die Bilder von Dorothee Kuhbandner regen zum Schmunzeln, Staunen, Entdecken an, sie sprechen Herz, Geist und Sinne gleichermaßen an.


Worte & Bilder verbinden sich entdeckungsfreudig, machen sichtbar, und regen an zum Weiterdenken & Träumen: meinwortgarten-Inhaberin und freie Journalistin Lilli Vostry sprach gestern zur Ausstellungseröffnung von Dorothee Kuhbandner.

Farbreiche Bilder des Lebens

In leuchtenden Farben, fantasievoll, verschmitzt, vieldeutig und feinsinnig lädt die Ausstellung „Wer bin ich?“ von Dorothee Kuhbandner die Besucher zum Innehalten, Träumen und Nachdenken ein in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof. Zu sehen bis 30. Oktober 2026.

Eine Figur, halb Mensch, halb Tier, schmiegen sich aneinander. Umhüllt von einem feuerroten Kopf. Die Farbe fließt, strömt, kreist und verknäult sich in schwarzen und weißen Linien wie Rauchzeichen. Wer beschützt oder bedroht hier wen? Hinter der nachtblauen Hauswand sitzt hinter vergittertem Fenster im hellen Lichtschein eine weiße Taube. Das warme Licht fließt zu einer erdbraunen Gestalt herüber, die klein und zart vor dem feurigen Gesicht steht.
Es ist das Titelbild zur Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei und Zeichnung von Dorothee Kuhbandner. Ich begrüße Sie herzlich in den Räumen der Stadtbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof.

Farbreiche Bilder des Lebens, in denen Kunst, Natur und Zwischenmenschliches aufs Schönste miteinander verbunden sind, können Sie hier sehen. Fantasievoll, verschmitzt, vieldeutig und feinsinnig begegnen diese dem Betrachter. Dorothee Kuhbandner ist eine Bilderzauberin. Auf kleinen und großen Fomaten, Leinwänden und Papier entführen ihre Werke in leuchtenden Farben, symbolhaft und ausdrucksreich, in einen ganz eigenen Bilderkosmos zwischen Traum und Wirklichkeit, gemalt im „Dorealismus“, wie sie es nennt. Drei Fensterbilder, sacht bewegt vom Wind und gehalten von Drähten unter dem Blätterdach eines Baumes, drehen sich und erscheinen immer wieder anders im Spiel von Licht und Schatten. Auf dem Weg zu ihrem Wohnhaus und Atelier in Radebeul, in der Oberen Berggasse, unterhalb der Weinberge. Das erste Bild zeigt drei Figuren mit Augenbinde, Kopfhörern und Maske vorm Mund in einem Boot sitzend. Es trägt den Titel „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen aber fühlen“, eine Hand liegt auf einer Mauer. Wie ein roter Lampion wirkt auf den ersten Blick die Maske mit den rot-weißen Signalbändern, auf der eine weiße Taube thront vor einem staunenden Gesicht. Im dritten Bild sind aufgespannte Rettungsschirme über lodernden Flammen, eine Taube, ein versteckter Gekreuzigter, eine waghalsige Dame, ein getarnter Uhu und, und, und zu sehen. Die Fensterbilder sind großformatig auch in dieser Ausstellung zu sehen.

Insgesamt neun Bilder in Tusche- und Acrylmalerei, die 2023 entstanden sind und einige kleinere und ältere Arbeiten, zeigt die in Radebeul lebende Künstlerin unter dem Titel „Wer bin ich?“ Angeregt wurde Dorothee Kuhbandner dazu von einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, das der Theologe und Dichter 1944 im Gefängnis schrieb. Mit dem Thema ist sie schon lange vertraut. Als sie vor 20 Jahren in der Friedenskirche Radebeul ausstellte, machte sie der dortige Pfarrer Schleinitz auf das Bonhoeffer-Gedicht aufmerksam mit den Worten: „Das passt.“ Dorothee Kuhbandner beschäftigt ebenso die Frage: „Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selber von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem…“, wie es Bonhoeffer formulierte. Die Bilder ihrer Ausstellung „Wer bin ich?“ waren bereits in der Wuhlgartenkirche in Berlin im Jahr 2023 zu sehen, außerdem in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Chemnitz im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 und in der Uniklinik der Medak in Dresden ein halbes Jahr lang. Zuletzt in der Full Moon-Gallery in Dresden. Dies ist nun die fünfte Station in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost. Den Bildern hat Dorothee Kuhbandner eigene Texte hinzugefügt, die auch in einem Begleitheft zur Ausstellung „Wer bin ich ?“ in ihrem ZilpZalp Verlag Radebeul erschienen sind. Nicht um die Bilder zu erklären, sie sieht die Zeilen vielmehr als zusätzliche Ebene. Es sind gedankliche Reflexionen von ihr zu den Bildern: „Warum habe ich das gemalt?“

Sie sei selbst oft überrascht von dem, was sie sieht. Malen ist ein intuitiver, spontaner Vorgang. Manche Besucher lesen nur die Texte und sehen die Bilder nicht an, sagt sie. Idealerweise ergänzt sich beides, Worte und Bilder. Bäume, Pflanzen, Tiere und immer wieder Gesichter, die sich ansehen wie im Spiegel, aus Trichtern, Tunneln oder Megaphonen hervorschauen, oft im schwarz-weißen Schachbrettmuster und Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier, mit buntem Gefieder, Flügeln, Hörnern, Knospen und Jahresringen, besiedeln und beäugen auf den Leinwänden den Betrachter offen, wundersam und neugierig. Auerdem zeigt sie ein Porträt von ihrem Sohn Friedrich, mit nachdenklichem Blick und hervorquellenden Gedankengängen, aus denen weiße Tauben flattern und ein Selbstporträt, das eine Frau zeigt, aus deren Kopf Blumen sprießen bis hinunter auf die schwarz-weiß karierte Halskrause mit Harlekinglöckchen. In den Bildern von Dorothee Kuhbandner nehmen Erlebtes, Träume, Ängste, Zweifel und Hoffnungen farbenfroh und vieldeutig, oft mit leisem Schmunzeln, Gestalt an. Sie möchte, dass die Betrachter sich selbst Gedanken zu den Bildern machen, sich verbinden und etwas entdecken, wiederfinden von sich selbst in den Bildern. Man muss sie nicht sofort und völlig verstehen. Diese Bilder wollen vor allem gefühlt werden. Sie sind eine Einladung an die Betrachter, das Staunen und Träumen in einer zunehmend technisierten, widerspruchsvollen und kalten Gegenwart nicht zu verlernen, vielmehr den eigenen Sinnen und Erfahrungen zu vertrauen.

Die Malerin, Grafikerin, Objektkünstlerin und Illustratorin wurde 1964 als Dorothee Friedrich in Dresden geboren und ist in Radebeul aufgewachsen, verheiratet und Mutter von vier Söhnen. Sie hat Ausbildungen als Buchbinderin, Krankenschwester, Tagesmutter und Entspannungspädagogin. Dorothee Kuhbandner ist äußerst gestaltungs- und experimentierfreudig und verwandelt alles, was ihr zwischen die Finger kommt, liebe- und kunstvoll. Sie ist Autodidaktin und seit 2010 freischaffend als Bildende Künstlerin tätig. Seit 2012 hat sie die „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul betrieben, die sie letztes Jahr wegen neuer Besitzer des Grundstücks aufgeben musste. Doch so wie Vögel fliegen wollen und sie es zurückgezogen im Schneckenhaus nicht lange aushalten würde, hält Dorothee Kuhbandner immer wieder Ausschau nach neuen Wundern und Möglichkeiten, sie glaubt weiterhin an Träume für eine bessere Welt ohne ein „Traumtänzer“ zu sein. Das spricht aus all ihren Bildern, die unbeschwert, feinfühlig und fröhlich, aufmunternd und wagemutig sind
und die Welt ein Stück freundlicher, farbenfroher und heller machen.
Nun bleiben mir noch die magischen vier Worte: Die Ausstellung ist eröffnet!

Text + Fotos (lv)
Porträtaufnahmen: Annette Richter

Geöffnet: Mo, Do, Fr 10-19 Uhr, Di 13-19 Uhr, Mi geschloissen


Bücher, kleine und grpße, farbenfroh illustriert aus dem ZilpZalp-Verlag Radebeul von Dorothee Kuhbandner. Auch online bestellbar.

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Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf bei Meißen

06 Samstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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„Ich lasse die Natur auch mitreden.“ Die Verbindung von Kunst & Landschaft spiegelt sich facettenreich in der diesjährigen Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof von Franziska Kunath in Röhrsdorf bei Meißen.

Über die Leinwände wandert der Blick weiter in die Natur
Der Künstlerhof von Franziska Kunath in Röhrsdorf bei Meißen wird dieses Jahr zum zwölften Mal zum Plenair- und Ausstellungsort. 21 Künstlerinnen und Künstler zeigen derze ddort ihre in der Landschaft entstandenen Arbeiten.

Eine Frau mit Zeichenblock und Stift sitzt auf der Wiese, auf einem morschen Stamm vor einem Baum. Sie sieht ihn an, seine letzten Äste, die wie Arme emporragen. Er trägt noch ein paar blühende weiße Zweige. Es wirkt wie ein Gespräch. Es ist das Titelbild zum Plenair. „Ich brauche diese Unmittelbarkeit zur Natur wie eine Zwiesprache, das spiegelt sich auf dem Hof auch wider“, sagt Franziska Kunath. „Ich lasse die Natur auch mitreden. Es wächst mit meinem Zutun und von selber. Ich lasse mich immer wieder überraschen, was die Natur hervorbringt.“

Die Verbindung zwischen Natur und Kunst steht im Mittelpunkt auf dem Künstlerhof Kunath, der dieses Jahr zum zwölften Mal zum Plenair- und Ausstellungsort wird auf der Pinkowitzer Straße 10 in Klipphausen, OT Röhrsdorf bei Meißen. 21 Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen und eine Künstlerin aus dem Harz trafen sich im Frühjahr zur künstlerischen Arbeit in der Landschaft mehrere Tage lang. Gastgeberin ist die Künstlerin  Franziska Kunath. Die entstandenen Arbeiten sind derzeit in einer Ausstellung in der Atelierscheune zu sehen. Am 24. Mai, von 12 bis 19 Uhr gibt es Führungen mit Künstlerinnen und Künstlern. Am 31.5., 15 bis 17 Uhr einen Impulsvortrag von Professor Oliver Kossak, Rektor der Dresdner Kunthochschule und anschließend ein Künstlergespräch.

Zur Finissage am 7.Juni, um 20 Uhr findet ein Solokonzert mit Matthias Macht am Schlagzeug statt.

Seit 2015 veranstaltet Franziska Kunath Künstlerplenairs mit Begleitveranstaltungen auf dem ehemaligen Bauernhof, den sie 2008 entdeckte, der lange Zeit leer und verfallen stand und den sie günstig erwerben konnte von der ortansässigen Agrargesellschaft. Finanziell geholfen hat ihr dabei ihre Mutter, die ein Grundstück besaß und es verkaufte. „Es sah schlimmer aus als es war, die Bausubstanz auf dem Hof“, erzählt Franziska Kunath. „Es war genau der richtige Zeitpunkt, um die Gebäude noch zu retten.“

Peu a peu begann sie mit dem Ausbau. „Ich kann auch mit Härten leben, wie kalte Winter. Zuerst war nur eine Bautür auf der Vorderseite des Wohngebäudes, es zog und zog. Da gerade eine neue Ziegelwand in das alte Fachwerkhaus eingebaut wurde.“ Beim Ausbauen habe sie das alte Gemäuer liebgewonnen, so Franziska Kunath, und dass die Zeit darüber gegangen ist. Und sie hat das Gefühl, dass es ein Ort ist, wo gut gelebt wurde. Ihr Sohn mit Familie lebte eine Zeitlang mit auf dem Hof. „Danach habe ich mir eine Künstlerfamilie herbeigeholt. Das hat gut funktioniert, der Austausch vor Ort und die Naturnähe. Man kommt aus der Haustür und kann sofort anfangen. Ein idealer Ort, um schöpferisch und kreativ zu sein“, sagt die Künstlerin glücklich. Sie hat auch schon an anderen Plenairs teilgenommen. Anfangs waren es ca. fünf bis acht Teilnehmer bei den Plenairs auf ihrem Künstlerhof. Inzwischen seien es so viele Interessierte, dass sie nicht alle berücksichtigen könne. Erst kamen nur Maler, jetzt auch Fotografen und Bildhauer. „Ich schaue wie es passt und versuche verschiedene Künste und Generationen zusammenzubringen“, so Franziska Kunath. Die Plenair-Teilnehmer sind zwischen 40 und 70 Jahre alt. Sie sind nicht alle auf einmal da. Manche Künstler übernachten auf dem Hof, andere kommen wieder. Wie es ihre Zeit und andere Arbeiten erlauben und je nachdem, wie intensiv sie sich auf den Ort einlassen wollen, sagt sie. Sie freue sich, wenn dabei schöne Begegnungen entstehen, man sich gegenseitig anregen und konzentriert arbeiten kann.

„Die Arbeiten sehen wir oft erst zur Plenair-Ausstellung“, sagt Franziska Kunath. Sie sitzt auf der Wiese im Garten hinter der Kunstscheune. Ein großes, farbiges Ölbild von ihr hängt auf eine Wäscheleine gespannt, gestützt von zwei Stöcken. Über die bemalte Leinwand hinaus wandert der Blick weiter in den urwüchsigen Garten, mit Bäumen, blühenden Sträuchern und Blumen auf der Wiese und weiter hinten zu Wald und Feldern. Hier ist ihr Hauptplatz derzeit zum Malen, erzählt sie. Sie arbeitet fast nur draußen an ihren Bildern. „Es ist wie eine Befragung. Licht, Stimmung, Farbigkeit und ein gewisser Rhythmus spielen hinein. Ebenso der ganze Zyklus von Werden, Wachsen und Vergehen“, sagt Franziska Kunath über ihr Herangehen. All das holt sie in ihre Bilder, Blühendes, Grünendes ebenso wie Vergängliches, Sterbendes. Auch die toten Bäume sind es ihr wert, gezeichnet zu werden und seien auch ästhetisch. „Sie sind interessant und man sieht viel mehr, wie so ein Baum gewachsen ist“, sagt sie. Deshalb veranstaltet Franziska Kunath das Plenair auch im zeitigen Frühjahr. „Eine Zeit, in der diese Übergänge, alle Phasen und Zustände gegenwärtig sind in der Natur.“ Der Künstlerhof ist Refugium und Schaffensort zugleich für sie.

“Ich hatte schon immer diese Sehnsucht, möglichst nah an der Natur zu sein“, sagt Franziska Kunath. Sie ist eigentlich eine Städterin. 1964 wurde sie in Dresden geboren, nach einer Lehre und Arbeit als Maschinenbauzeichnerin absolvierte sie ein Abendstudium an der Dresdner Kunsthochschule und hat hier Malerei und Grafik von 1992 bis `97 bei den Professoren Ralf Kerbach und Max Uhlig studiert mit Diplomabschluss. Bei ihm war sie außerdem Meisterschülerin von 1997 bis ´99. Seit 1999 arbeitet Franziska Kunath als freischaffende Künstlerin,  seit 2008 auf dem eigenen Hof in Röhrsdorf im Landschaftskulturraum der „Lommatzscher Pflege“. Die Gegend kannte sie schon. Scharfenberg und Schloss Batzdorf sind in der Nähe, wo die Künstlerin Bettina Zimmermann auch Plenairs veranstaltet, zusammen mit Musik und Theateraufführungen. Franziska Kunath hat ihren Künstlerhof mit viel Zeit, Mühe und der Hilfe von Freunden aufgebaut und die Gebäude nuzbar hergerichtet. Es bleibt noch viel zu tun. „Ich habe großes Glück mit dem vielen Platz, das ist mein Luxus. Auf Komfort kann ich verzichten. Dafür mitten in der Natur leben“, so die Künstlerin. Malmotive finden sich überall auf dem urigen Hof. Überall stehen Stühle und kleine Tische. In der Mitte steht ein großer Weidenbaum mit weitem Blätterdach, davor eine bunte Hängematte zum Ausruhen und Träumen. Ringsum sprießen Sträucher, Flieder, Blumen auf der Wiese und in Planztöpfen vor dem Haus. Eine orange-schwarz-weiß gefleckte Glückskatze namens „Mimi“ spaziert über den Hof, betrachtet Besucher neugierig, zutraulich und lässt sich gern streicheln.

Wir gehen ein Stück in den Garten hinter der Kunstscheune, vorbei an der Hollywoodschaukel mit meerblauer, muschelverzierter Decke, an einem Teich umrahmt von welkem und grün hervor lugendem Schilf, aus dem es plätschert und wo eine Kröte und ein Frosch wohnen, die bald Junge bekommen. Dahinter stehen weitere hohe Weidenbäume und weiter unten Obstbäume. Der Kirchturm von Röhrsdorf ragt hervor hinter den Zweigen. Ein umgestürzter Baum liegt im Gras. Schwarz ragt der geborstene Stamm, die Äste und Zweige hängen über dem Boden. Letztes Jahr habe der Apfelbaum noch geblüht, sagt Franziska Kunath. Der Baum bleibt noch liegen. Er wirkt wie eine Skulptur. Es geht ihr auch um die Wandlungen. „Die Frage mit dem Eingreifen und wie man Maß hält. Man kann die Ordnung der Natur lassen“, sagt Franziska Kunath. „Ich lasse mich gezielt inspirieren davon und bereichern. Viele Besucher schätzen das und kommen extra deswegen her. Da sie es auch vermissen, ein Stück gesunde Natur. Da vieles überpflegt ist in den Städten.“ Sie greife erst ein, wenn es unwegsam wird. Die Künstlerin hat ein paar Schafe und gelernt, die Wiese zu sensen. Krachgeräte wie Rasenmäher gebe es auch hier auf dem Lande.

Ihre oft großformatigen Bilder, Naturansichten mit lebhaft, konkret und abstrahiertem, zeichenreich leuchtenden Farben- und Formenspiel, hängen und lehnen an den Wänden auf dem geräumigen Dachboden mit Holzverkleidung und neu eingebauten Fenstern der Kunstscheune. Auf dem Fensterbrett steht ein ausgestopfter Vogel, ein Reiher. Der wohl mal Modell stand und den sie von ihrer Mutter, die Biologielehrerin war, bekam. Davor lehnt ein großes Bild von Maja Nagel, auf dem Figuren fröhlich unerschrocken auf einem Drahtseil balancieren, einer mit großer Leinwand und Pinseln unter dem Arm, ein anderer holt weit aus, wie um die vorbeifliegenden Gebilde aus der Natur einzufangen und eine Figur verschnauft kurz auf dem Seil. Gegenüber steht eine Installation aus leeren Käfigen aus Holz und Metall, kleine und größere, um- und übereinander aufgetürmt. Angeregt vom Märchen „Jorinde und Joringel“ ebenso wie den grafischen Formen, Schichtungen und Überlagerungen der Gitter und Durchblicke ist dieses Objekt von Künstlerin Else Gold aus Meißen.

Sie hat außerdem einige Bündel mit filigranen, blätterlosen Stöcken von der Weide in rote Bänder gebunden, die wie ein Windspiel frei schwebend, übereinander hängen an einem Holzbalken. Ein Stück weiter lädt eine gemütliche Sitzecke mit Sofa, Polstern und Stehlampe nahe am Fenster zum Verweilen in der Plenair-Ausstellung ein. Franziska Kunath wird farbige Tuschezeichnungen und das Ölbild aus dem Garten zeigen.“Es ist eine Gemeinschaft auf Zeit“, so die Künstlerin. Vor und nach dem künstlerischen Arbeiten treffen sich die Teilnehmer vom Plenair, sie kochen zusammen die Mahlzeiten und reden über das, was gerade ansteht. „Künstler wollen immer Gestaltungsraum haben. Den gibt es hier reichlich“, sagt Franziska Kunath. Das Plenair wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Außerdem unterstützt der Kulturraum Meißen, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge zum zweiten Mal das Plenair. „Die Bildenden Künstler bekommen für dieses Projekt ein Teilnahmehonorar“, das ist Franziska Kunath besonders wichtig. Es sei ja nichts Kommerzielles, daher ist das Plenair außerdem auf finanzielle Zuwendung und Spenden der Besucher als „Hutkasse“ zur Kostendeckung angewiesen. In Kooperation mit dem Verein „Land gestalten“, der sich als Vernetzungsprojekt versteht, kann Franziska Kunath für Unterstützer des Plenairs auch Spendenquittungen ausstellen. Damit auch Kunst auf dem Land sich entwickeln, wachsen und blühen kann und noch mehr Menschen anzieht.

„Es kommen schon auch Bewohner aus der Umgebung, zuerst neugierig, inzwischen regelmäßig zu den Ausstellungen auf dem Künstlerhof. Doch es gibt auch Berührungsängste, weil sie es nicht gewohnt sind und weil sie einen anderen Umgang mit der Natur haben“, erlebt Franziska Kunath. Daher sei es wichtig, präsent zu bleiben. Im Frühjahr und Winter veranstaltet sie Ausstellungen, Führungen mit den Künstlern, Lesungen und Livemusik. Auch Arbeiten von Max Uhlig, ihrem damaligen Kunstprofessor, sind bei den Winterausstellungen immer mit zu sehen. Der Naturbezug verbindet sie. „Es ist eine große Freude und beglückend, auch wenn es manchmal beschwerlich ist, mit der Natur zu leben und wie eine Partnerschaft einzugehen, verbunden mit künstlerischem Arbeiten“, sagt Franziska Kunath. Die Plenair-Ausstellung ist bis 7. Juni auf dem Künstlerhof Kunath zu sehen und geöffnet zu den Veranstaltungen.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.franziska-kunath.de


Urwüchsiger Platz in der Natur mit viel Kunst & schönen Begegnungen: meinwortgarten-Inhaberin und Autorin Lilli Vostry mit Glückskatze „Mimi“.

Der Mensch als Wolf: Der Videofilm „Wolf“ von Heinz Schmöller untersucht performativ das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Zivilisation.

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Neue MeerGedichte: Farben des Lebens & Beflügelt & Garten am Meer & Sanfter Riese am Meer & Frühling am Meer

02 Dienstag Jun 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Allgemein, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Farben des Lebens
(Für Frau B.)

In warmen Farben rankt
sprießt und duftet der Sommer
rings um das große Blumenbeet
stetiges Auf- und Verblühen
Wachsen Werden und Weitergehen
fließen auf den Leinwänden zusammen
mit Blick in den Garten
Räume voller Bilder
in der kleinen Ferienwohnung am Meer

gleich am Eingang rote Blüten
auf schwarzem Grund
in einer Vase stehen zwei rosa Rosen
eine schon im Fallen ein paar Blütenblätter
verstreut
auf meerblauem Tuch
das aussieht wie der Bug eines Schiffs
vor strahlendem Gelb
gegenüber steht ein Paar am Strand
und sieht den Sonnenuntergang am Horizont
die Hände umeinander gelegt
Himmel Meer und Wellen
in orangenen grünblauen und dunklen
Farbschimmern

wogendes Sein sanft pastellfarben
still verwunschen und kraftvoll
weiß und tiefblau
manchmal fast Ton in Ton
mit dem weiten Himmel

das Meer immer in Bewegung
Kommen und Gehen der Wellen
Sich Nähern und Entfernen
in Schwarzweißen und Grautönen
stürmen stürzen strömen
die Wellen
ziehen ihre Spur
am Nachthimmel mit Vollmond
und hinterlassen Lichtflecken
auf dem Meer

ein Blick auf die Seebrücke in Ahlbeck
nach Heringsdorf
vor blau rot violettem Abendhimmel
alte Fischer- und Bauernhäuser
Mohnblumen auf einer Wiese am See
eine Anlegestelle am Hafen mit Booten
schemenhafte Gestalten mit langen Stäben
wie Ruder oder Flügel
und eine Landschaft mit dunklen
Schattenumrissen von zwei Bäumen
die aneinander lehnen
dazwischen eine helle Insel

Text: Lilli Vostry
1.6.2026

Beflügelt

Die kleinen weißen Segler sitzen
wieder auf dem Dach
sie gurren und drehen ihre Runden
hoch zum Bahndamm
und zurück
in den Garten der gerade im Blühen
Ich schaue zu ihnen
ein letztes Mal
im Sonnengeflecht der Kiefern
zwitschern die Vögel
heute besonders schön
das Tagpfauenauge taucht
noch einmal auf
zum Abschied
die Möwen senden ihre Lockrufe
kreisen über den glänzenden Wogen
und kreischen freudig über das Festmahl
mit ihnen verfliegt alle Schwere
und irgendwo weiter hinten
im Meer kommt der große sanfte
Riese endlich frei
gibt es die ersehnte Rettung für den Wal Hope

LV
15.4.2026

Garten am Meer

Die ersten grünen Blattspitzen ragen
an der Pergola empor
der Sitzplatz noch kahl die Laterne
ohne Licht die Bäume noch blätterlos
der Tulpenbaum hinter dem Gartentor
trägt noch welke Blütenkronen
vom vorigen Jahr
weiter vorn sprießen runde Knospen
an einem Strauch
purpurfarbene Blüten gehen bald auf
lugen schon durch den Zaun
Hyazinthen duften noch allein
im großen Blumenbeet
ein großer Kiefernbaum steht Spalier
an der Terrasse
mit wogenden Zweigen
erfüllt von Licht Vogelgezwitscher
und Flügelschlägen
ein weißer Taubenschwarm dreht
unentwegt seine Runden
über dem Ferienhaus freundliches Gurren
hin und wieder fliegen Möwen
vorbei mit lautem Rufen
ein Tagpfauenauge lässt sich nieder
vor dem Buddhakopf aus Stein
der lächelt
eine kleine schwarze Katze mit weißen Pfoten
streift durch den Garten zum Futterteller
am Küchenfenster
wo die alte Dame sitzt
manchmal wirft sie ihre Krückstöcke zur Seite
und schaut im Garten wie alles wächst
die Räume sind voller Blumen- und Meerbilder von
ihr in allen Farben

LV
15.4.2026

Sanfter Riese am Meer
(Für den Wal Hope)

Der Himmel immer noch bleiweiß
verhangen
in einem Fenster der Vinetatürmchen
auf der Seebrücke brennt noch Licht
der Strand fast menschenleer
mein Herz schwer
seit Tagen
Möwenrufe und kreisende Flügel
lockern es wieder
Das Meer wogt grau und weit

irgendwo da draußen
liegst Du
Großer
sanfter Riese
im weichen Schlamm
steckt fest in der Tiefe
schlägst mit der Flosse
sprudelst Wasserfontänen
hebst den Rücken manchmal sitzen
darauf Möwen
die Haut hat schon Risse
und kannst nicht fort
sie lassen Dich nicht weg
wie lebendig begraben
nachts hören sie an Land
Deinen Gesang Rufe und Klagen
so viel Regung
so viele unerhörte Fragen

Helfer und Rettungsgerät stehen bereit
naht Deine Rettung oder Dein Ende
ach wüchsen Dir doch Flügel
könntest Du mit den Möwen fliegen
übers Meer nachhause

LV
13.4.2026

Frühling m Meer

Das Meer braust dunkel
weiße Wellen rollen heran
wie Blütenflocken
hier und da
ein paar blühende Bäume
an der Promenade
ein einsamer Magnolienstrauch
zwischen eleganten Strandvillen
die Natur liegt noch im Winterschlaf
Es weht ein rauer Wind
eine helle Rose steckt im Sand
an den Strandkörben flattert der blauweiße Stoff
galant
die Möwen kreischen hoch im Flug
ihr Gekicher übertönt das Tosen
macht den Tag weniger grau
auf dem Fensterbrett am Ferienzimmer
leuchten zitternd eisblaue Stiefmütterchen
und eine Silbermöwe mit gelbem Schnabel
und weißgrauem Gefieder
sieht mich unverfroren an
wie ich ankomme und gehe
immer wieder aufbrechen kann

LV
13.4.2026

Fotos folgen.

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Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden

25 Mittwoch Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


„Die eigenen Wertvorstellungen behalten und hochhalten“: Die Malerin Angela Hampel vor den Arbeiten ihrer Jubiläumsausstellung „handsam“ in der Galerie Mitte in Dresden. Sie gehört zu den herausragendsten Künstlerinnen in Ostdeutschland.


Mit Bildern berühren und Besinnung auf eigene Werte
Sinnlich expressive figürliche Arbeiten über die Licht- und Schattenseiten des Menschseins zeigt die Künstlerin Angela Hampel derzeit in ihrer Jubiläumsausstellung „handsam“ zum 70. Geburtstag in der Galerie Mitte in Dresden. Noch bis 4. April zu sehen.

Zärtlich, wild, furchtsam, sanft und gelassen schauen ihre Figuren in die Welt. Paarweise schmiegen sie sich aneinander, in erdig warmen und intensiv roten und schwarzen Farbtönen. Um Berührungen innen wie außen geht es in der Jubiläumsausstellung „handsam“ mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Angela Hampel zum 70. Geburtstag in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden (noch bis 4. April zu sehen).

Dort zeigt außerdem der Künstler Michael Klose derzeit unter dem Titel „Reflexion“ seine Bilderlandschaften in wunderbar schwebenden Farben, die in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen entführen im Stil der Romantik, in dem Sehnsucht, Fantasie und Reales Gestalt annehmen. Im Kabinett der Galerie sind aktuelle, sinnlich expressive figürliche Arbeiten mit Acryl und sibirischer Kreide gezeichnet von 2025/26 von Angela Hampel aus der Serie „handsam“ zu sehen. Es sind Ausschnitte aus ihrem laufenden Werk, in denen es um die Licht- und Schattenseiten des Menschseins geht. Sie gehört zu den herausragendsten Künstlerinnen in Ostdeutschland. In ihren Bildern setzt die Malerin sich mit ihrer unverkennbar kraftvoll, energiegeladenen Handschrift oft mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Mann-Frau-Rollenbildern, der Ohnmacht und Kraft des Weiblichen oft in mythologischen Gleichnissen auseinander.

Immer wieder tauchen Paare und Frauen mit Tieren auf, die an Naturgöttinnen erinnern, wundersam, erhaben und selbstbewusst, begleitet von vielerlei Getier wie Raben, Mäuse, Ratten, Schlangen, Fische, Geparden und Katzen. Auch der Kasper ist „als Spiegelbild der Gesellschaft“ in einem Bild zu sehen, mit herabhängender roter Mütze, der auch immer etwas Trauriges hat, und sich selbst umarmt oder auf die Schulter klopft selbstverliebt. „Wenn sich der Kasper liebt…“, heißt der vieldeutige Titel. Das Gesicht ist nachdenklich, versunken, weiblich. Es könnte auch ein Selbstbildnis der Malerin sein. „Die eigenen Wertvorstellungen behalten, hochhalten“, ist ihr wichtig. Der Titel „handsam“ bezieht sich darauf, dass es Handzeichnungen sind. „Ich kann das machen, was mir nahe ist. Die Quintessenz ist das freundliche, zärtliche Miteinander zwischen allen Lebewesen, die Anteilnahme, das Akzeptieren des Anderen. Das Sosein. Dazu ist man kaum noch in der Lage“, sagt Angela Hampel zu ihren Bildern. „Ich gehöre ja zu einer Generation von Menschen aus dem Osten, deren Werte am Verschwinden sind. Die Kunst auch mit einer gewissen Haltung machen und die Dinge auch anders sehen.“ Es gebe auch so etwas wie Herzanstand. Berühren hat mit anfassen, die Hand geben zu tun.

„Ich will die Leute berühren mit meiner Kunst. Mir geht es um die Verbindung von Mensch und Tier. Aber wir werden der Verantwortung nicht gerecht und sind gar nicht auf ein Zusammenleben vorbereitet“, sagt sie. Erst wurden sie geschützt, jetzt wolle man Wölfe wieder schießen statt ihnen Respekt zu zollen. Angela Hampel weiß: „Ich kann mit den Blättern nur meine Empfindungen ausdrücken, aber keinen Krieg verhindern.“ Dennoch malt und zeichnet sie weiter. Trotz alledem und mit Frühlingsbeginn auch wieder in ihrem Gartenatelier in Struppen bei Pirna. „Ich kann mich in den Garten setzen, erfreue mich an den Märzenbechern, jedem Blümchen, das wächst. Nur Vögel sind weniger als sonst da.“

In Dresden gibt es bald eine kleine Ausstellung zu christlichen Themen von ihr in der Tolkewitzer Betlehemkirche, die am 14. Juni, um 11 Uhr eröffnet. Es war die erste Kirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde. In ihrer Heimatstadt Kamenz hat Angela Hampel außerdem eine Ausstellung (Eröffnung am 23.7. im Malzhaus) mit Zeichnungen aus der Serie „Laookon“, dem weisen Seher, der auf Kassandra trifft. Ihre Mutter lebt noch dort, die unlängst ihren 90. Geburtstag feierte. Über das Älterwerden sagt Angela Hampel ganz unsentimental: „Man muss es akzeptieren, auch um Hilfe fragen. Der Blick verändert sich, man weiß die kleinen Dinge mehr zu schätzen und die Zeit, wo nichts weh tut.“ Für die Welt wünscht sie sich Frieden, sagt die Malerin. „Wir versuchen ja auch ein bisschen Schönheit in die Welt zu setzen. Das ist ja auch eine Lebensaufgabe.“

Text + Fotos (lv)
Öffnungszeiten: Di bis Fr 15 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • BilderAlbum: Lauschen dem Fluss des Lebens - Gabriela Schlenz im Kastenmeiers
  • Ein Dickhäuter hält die Stadt in Bann: "Die Nashörner" im Kleinen Haus
  • Unterwegs: Planwagentour der Theatergruppe "Spielbrett" führt in die Sächsische Schweiz
  • Zeitreise in die Welt der Hippies: Premiere "Hair" an den Landesbühnen Sachsen
  • Unterwegs: Ausstellung "Ein-Sichten" von Peter Götz & Christoph Hampel im Schloss Struppen
  • Premiere "Schlachthof 5" nach dem Roman von Kurt Vonnegut im Festspielhaus Hellerau
  • Ausstellung von Anita Rempe & Maleah Gilbert in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • "Vorwärts immer! Jubiläumsshow !" der Seniorentheatergruppe "Ohne Verfallsdatum" im Theaterhaus "Rudi" in Dresden
  • Atelierbesuch bei Gabriele Reinemer in Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Musiksommer Bärenstein: Gedicht-Lesung von Lilli Vostry mit Harfenspiel von Aerdna Harp
  • Musiksommer Bärenstein lockt zum vierten Mal mit Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten & Autorenlesungen & Ausstellungen
  • Ausstellung „Stadtszenen“ von Jörg Kraut im Restaurant „Kastenmeiers“
  • Geschichten die das Leben schreibt: Der wiedergefundene Vater
  • Garten der Erinnerung: Vater-Gedichte
  • Galerie auf Zeit: Ausstellung mit Fotografie & eine Retro Computer Lounge in der Neustädter Markthalle in Dresden
  • Neue Meer-Gedichte: Ein Gesicht im Sand & Abschied von Kater Franz & Traumversunken & Dem Wind entgegen & mehr
  • Sommertheater-Open Air: Premiere „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende am Schloss Übigau
  • Gedichte für den Wal Hope
  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof

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