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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden

25 Mittwoch Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

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„Die eigenen Wertvorstellungen behalten und hochhalten“: Die Malerin Angela Hampel vor den Arbeiten ihrer Jubiläumsausstellung „handsam“ in der Galerie Mitte in Dresden. Sie gehört zu den herausragendsten Künstlerinnen in Ostdeutschland.


Mit Bildern berühren und Besinnung auf eigene Werte
Sinnlich expressive figürliche Arbeiten über die Licht- und Schattenseiten des Menschseins zeigt die Künstlerin Angela Hampel derzeit in ihrer Jubiläumsausstellung „handsam“ zum 70. Geburtstag in der Galerie Mitte in Dresden. Noch bis 4. April zu sehen.

Zärtlich, wild, furchtsam, sanft und gelassen schauen ihre Figuren in die Welt. Paarweise schmiegen sie sich aneinander, in erdig warmen und intensiv roten und schwarzen Farbtönen. Um Berührungen innen wie außen geht es in der Jubiläumsausstellung „handsam“ mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Angela Hampel zum 70. Geburtstag in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden (noch bis 4. April zu sehen).

Dort zeigt außerdem der Künstler Michael Klose derzeit unter dem Titel „Reflexion“ seine Bilderlandschaften in wunderbar schwebenden Farben, die in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen entführen im Stil der Romantik, in dem Sehnsucht, Fantasie und Reales Gestalt annehmen. Im Kabinett der Galerie sind aktuelle, sinnlich expressive figürliche Arbeiten mit Acryl und sibirischer Kreide gezeichnet von 2025/26 von Angela Hampel aus der Serie „handsam“ zu sehen. Es sind Ausschnitte aus ihrem laufenden Werk, in denen es um die Licht- und Schattenseiten des Menschseins geht. Sie gehört zu den herausragendsten Künstlerinnen in Ostdeutschland. In ihren Bildern setzt die Malerin sich mit ihrer unverkennbar kraftvoll, energiegeladenen Handschrift oft mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Mann-Frau-Rollenbildern, der Ohnmacht und Kraft des Weiblichen oft in mythologischen Gleichnissen auseinander.

Immer wieder tauchen Paare und Frauen mit Tieren auf, die an Naturgöttinnen erinnern, wundersam, erhaben und selbstbewusst, begleitet von vielerlei Getier wie Raben, Mäuse, Ratten, Schlangen, Fische, Geparden und Katzen. Auch der Kasper ist „als Spiegelbild der Gesellschaft“ in einem Bild zu sehen, mit herabhängender roter Mütze, der auch immer etwas Trauriges hat, und sich selbst umarmt oder auf die Schulter klopft selbstverliebt. „Wenn sich der Kasper liebt…“, heißt der vieldeutige Titel. Das Gesicht ist nachdenklich, versunken, weiblich. Es könnte auch ein Selbstbildnis der Malerin sein. „Die eigenen Wertvorstellungen behalten, hochhalten“, ist ihr wichtig. Der Titel „handsam“ bezieht sich darauf, dass es Handzeichnungen sind. „Ich kann das machen, was mir nahe ist. Die Quintessenz ist das freundliche, zärtliche Miteinander zwischen allen Lebewesen, die Anteilnahme, das Akzeptieren des Anderen. Das Sosein. Dazu ist man kaum noch in der Lage“, sagt Angela Hampel zu ihren Bildern. „Ich gehöre ja zu einer Generation von Menschen aus dem Osten, deren Werte am Verschwinden sind. Die Kunst auch mit einer gewissen Haltung machen und die Dinge auch anders sehen.“ Es gebe auch so etwas wie Herzanstand. Berühren hat mit anfassen, die Hand geben zu tun.

„Ich will die Leute berühren mit meiner Kunst. Mir geht es um die Verbindung von Mensch und Tier. Aber wir werden der Verantwortung nicht gerecht und sind gar nicht auf ein Zusammenleben vorbereitet“, sagt sie. Erst wurden sie geschützt, jetzt wolle man Wölfe wieder schießen statt ihnen Respekt zu zollen. Angela Hampel weiß: „Ich kann mit den Blättern nur meine Empfindungen ausdrücken, aber keinen Krieg verhindern.“ Dennoch malt und zeichnet sie weiter. Trotz alledem und mit Frühlingsbeginn auch wieder in ihrem Gartenatelier in Struppen bei Pirna. „Ich kann mich in den Garten setzen, erfreue mich an den Märzenbechern, jedem Blümchen, das wächst. Nur Vögel sind weniger als sonst da.“

In Dresden gibt es bald eine kleine Ausstellung zu christlichen Themen von ihr in der Tolkewitzer Betlehemkirche, die am 14. Juni, um 11 Uhr eröffnet. Es war die erste Kirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde. In ihrer Heimatstadt Kamenz hat Angela Hampel außerdem eine Ausstellung (Eröffnung am 23.7. im Malzhaus) mit Zeichnungen aus der Serie „Laookon“, dem weisen Seher, der auf Kassandra trifft. Ihre Mutter lebt noch dort, die unlängst ihren 90. Geburtstag feierte. Über das Älterwerden sagt Angela Hampel ganz unsentimental: „Man muss es akzeptieren, auch um Hilfe fragen. Der Blick verändert sich, man weiß die kleinen Dinge mehr zu schätzen und die Zeit, wo nichts weh tut.“ Für die Welt wünscht sie sich Frieden, sagt die Malerin. „Wir versuchen ja auch ein bisschen Schönheit in die Welt zu setzen. Das ist ja auch eine Lebensaufgabe.“

Text + Fotos (lv)
Öffnungszeiten: Di bis Fr 15 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

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Ausstellung „Reflexion“ von Michael Klose & Bilder von Angel Hampel mit dem Titel „Handsam“ im Kabinett in der Galerie Mitte in Dresden

07 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie, Zwischenmenschliches

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Stille, traumversunkene Bilderlandschaften: der Maler Michael Klose bei seiner Ausstellungseröffnung „Reflexion“ mit viel Besucherresonanz in der Galerie Mitte in Dresden.

Das Schweben der Farben und des Lichts

In Farben und Formen schwelgende Bilderlandschaften mit Brücken, Seerosen und Stadtansichten zeigt der Maler Michael Klose derzeit in seiner Ausstellung „Reflexion“ in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden. Im Kabinett sind expressive, figürliche Arbeiten von Angela Hampel unter dem Titel „handsam“ zu sehen.

Helle und dunkle Grün- und Blautöne verflie0en, entführen in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen, fern und nah zugleich, in dem Sehnsucht, Fantasie und Reales Gestalt annehmen in den wunderbaren Bilderlandschaften der Ausstellung „Reflexion“ mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Michal Klose, die mit viel Besucherresonanz und romantisch beschwingten Klängen der Musiker unlängst in der Galerie Mitte, Fetscherstraße 49, in Dresden eröffnete.

Außerdem werden im Kabinett von Angela Hampel unter dem Titel „handsam“ sinnlich expressive, zarte und kraftvolle figürliche Arbeiten in ihrer Jubiläumsaustellung zum 70. Geburtstag geteigt, in denen es um Licht- und Schattenseiten des Menschseins geht, um Naturgöttinnen begleitet von vielerlei Getier und um Berührungen innen wie außen.

Die Ausstellung ist noch bis 4. April zu sehen.

Text + Fotos (lv)
Mehr Text und Fotos zur Ausstellung folgen.

Heute am 7. März, um 17 Uhr liest die Schauspielerin Annette Richter Texte romantischer Dichter in der Ausstellung.

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

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Ausstellung „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich im Einnehmerhaus Freital

07 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Steinsonne & Eisblumen & Baumstrukturen… Die Natur malt, zeichnet mit in der derzeitigen Ausstellung mit Fotografie im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2.

Farben- und Formenfülle in Bildern & Klängen:  Mit zauberhaftem Spiel voller Hingabe an der Harfe begeisterte Aerdna Harp (Andrea Dorschner) zur Ausstellugseröffnung die Besucher. Bettina Liepe, Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus bedankte sich herzlich.

Steinfarben & Steingesichter: Einen besonderen Blick dafür hat Jürgen Dittrich, von Beruf Geologe und seit vielen Jahren als Fotograf in der Natur unterwegs.

Zauberhafte Naturaufnahmen

Die reichhaltige Farb- und Formenfülle von Gesteinen und Landschaften zeigt die Ausstellung „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich derzeit im Einnehmerhaus Freital.

Steinfarben, Eisblumen, Baumstrukturen und Schwünge in der Landschaft. Die Natur malt, zeichnet mit in reichlicher Farben- und Formenfülle in der ersten  Ausstellung dieses Jahres mit dem Titel „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital e.V., Dresdner Straße 2. In der Reihe „Sinn und Eigensinn“, in der Vereinsmitglieder und Freunde des Hauses ihre Arbeiten vorstellen, zeigen sie in langjähriger Freundschaft entstandene Aufnahmen von ihren gemeinsamen Fototouren und der Suche nach besonderen Motiven.

Zur Eröffnung in der Keramikwerkstatt am vergangenen Sonntagnachmittag waren alle Plätze besetzt. „Vor einem Monat standen wir hier noch im Bauschutt und sind froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Bettina Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus. Das gehört  jetzt dem Verein.

Das Einnehmerhaus gehört jetzt dem Kunstverein

Im Dezember 2024 wurde der Kaufvertrag mit der Stadt Freital unterzeichnet wurde. Damit wird auch das Engagement des Kunstvereins gewürdigt und sichert ihm langfristig sein Domizil. Die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen werden peu a peu umgesetzt. Mit viel Hingabe und zauberhafter Klangfülle an der Harfe brachte Andrea Harp alias Andrea Dorschner die Räume zum Klingen. Feinsinnig, ausdrucksreich und fantasievoll lassen die Fotografien dem Betrachter viel Raum für eigene Wahrnehmung. Sie zeigen faszinierende Naturaufnahmen, darunter rote Flechten auf Gestein, Blätter unterm Eis, hauchfeines „Haareis“, Wasserbewegung, Lerchennadeln, eine Steinsonne, ein Fensterblick mit getigerter Katze und ein Sandsteingesicht. „Die Stein-Geschichten liegen mir besonders am Herzen, ihre verblüffend natürliche Vielfalt bezüglich Struktur und Farbe“, sagt Jürgen Dittrich. Er ist Jahrgang 1944, Geologe von Beruf und seit vielen Jahren ambitionierter Hobbyfotograf.

„Wir wollten diese Ausstellung noch zusammen machen. Wolfgang Nassler wusste davon und war erfreut darüber“, so Dittrich. Vier Monate später, im April 2025 starb er 85-jährig nach langer, schwerer Krankheit. Jürgen Dittrich erinnerte an dessen reges Schaffen und stellte Nasslers Bilder vor. Seine Frau hörte es gerührt und freute sich über die Blumen. Wolfgang Nassler war Urfreitaler, erfolgreich als Diplomingenieur im Hochbau und Leiter von Ingenieurbüros und viele Jahre fotografisch kontinuierlich unterwegs. Die beiden hatten 2017 bereits eine Ausstellung „Unterwegs in Nah und Fern“ mit ihren Fotografien im Einnehmerhaus.

Variationen zur Farbe in der Landschaft

Die neue Ausstellung vereint verschiedene Sichtweisen, die kontrastieren und einander ergänzen. Von Wolfgang Nassler stammen die fotografischen Variationen zur Farbe in der Landschaft. Ein Bild von ihm hängt einzeln, fast schwarz-weiß, mit rotem Signal am Waggon. „Der Zug ist abgefahren…“, so der vieldeutige Bildtitel. „Die Zeichen des Käfers“ im Holz von Dittrich erinnern in der Form an die Kunst der Aborigines, den australischen Ureinwohnern und andere Naturvölker. „Ich sehe das Schöpferische, wenn dort in einer Aufnahme das kleine Bäumchen wie aus dem Nichts wächst“, sagt Ausstellungsbesucherin Rosemarie Halmel aus Dresden begeistert. „Die Schönheit und die Kraft, die in der Natur liegen, sind beeindruckend.“ Die Ausstellung ist noch bis 26. April im Einnehmerhaus zu sehen. Zum Mittun in der Dunkelkammer und Fotolabor lädt Thomas Unger vom Kunstvererein im Einehmerhaus nach Absprache ein.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Do und Sa 10 – 17 Uhr, Fr und So 14 – 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de

Bleibende Bilder & Erinnerungen: Die Frau von Wolfgang Nassler, der die Ausstellung nicht mehr selbst miterleben konnte. Er starb nach schwerer Krankheit 85-jährig im April letzten Jahres.

Fasziniert von der Schönheit & Schöpferkraft der Natur: Besucherin Rosemarie Halmel im Gespräch mit Thomas Unger vom Kunstverein im Einnehmerhaus und ebenfalls Fotograf.

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Ausstellung „Moment mal!“ – eine Werkschau von Werner Pinkert, 97 Jahre und der älteste lebende Dresdner Künstler, im Kulturrathaus

07 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Das Magische des Augenblicks festhalten: Das reizt Werner Pinkert, den mit 97 Jahren ältesten Dresdner Künstler, sein Leben lang zu malen und zeichnen. Die Kunst half ihn auch, schwere Zeiten zu überstehen. Ihm zur Seite seine Tochter Gabrielle Pinkert, die auch die Ausstellung ihres Vaters im Kulturrathaus, Königstraße 15 in Dresden zusammengestellt hat. Chapeau für dieses reichhaltige Lebenswerk!

Bilderzauber mit Karneval, Hosenfischen und Fußballglück

Besondere Momente aus seinem Leben und Schaffen aus über 80 Jahren zeigt Werner Pinkert, der mit 97 Jahren älteste lebende Dresdner Künstler derzeit in einer Ausstellung im Kulturrathaus.

Vor einer Häuserkulisse in zarten, winterlichen Pastellfarben liegen zwei Boote auf dem Wasser. Davor steht eine Frau traumversunken. „Karneval in Venedig“ heißt das Bild, eine Mischung aus Aquarell und Collage. „Es war unsere erste Reise nach dem Mauerfall. Eine Zeit des Aufbruchs, denn über Nacht stand die Welt offen“, erinnert sich Werner Pinkert. Den venezianischen Karneval erlebte der Künstler zusammen mit seiner Familie damals am 24. Februar 1990. „Alles war still und verzaubernd. Zugleich zeigte sich die Lagunenstadt als lebendiges Theater, in dem die Menschen in prächtigen Kostümen wandelten und mystische Figuren mit Masken über dem Markusplatz tänzelten, gar zu schweben schienen“, erzählt er. Ein geheimnisvoller Zauber schwebt auch über dem Bild. Es ist das Titelbild der Ausstellung „Moment mal!“ – eine Werkschau von Werner Pinkert, dem mit 97 Jahren ältesten in Dresden lebenden Künstler, im Kulturrathaus, Königstraße 15.

Mit seinen Bildern nimmt Pinkert die Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch sein reichhaltiges Lebenswerk von mehr als 80 Jahren. Die Bandbreite reicht von Zeichnung, Linolschnitt, Ölmalererei bis zu typografischen und buchgestalterischen Arbeiten und SZ-Zeitungsartikel von ihm und Zeichnungen über alte Dorfkerne u.a. Ihn treibt das Motiv an. „Es ist der Versuch, den Moment festzuhalten, ein interessantes Geschehen: sei es ein Bauensemble, eine Menschengruppe, Köpfe, Situationen oder die Besonderheit einer Landschaft. Das Magische des Augenblicks“, erzählt Werner Pinkert. Manchmal spiele Originalität hinein, immer sei ihm das Charakteristische wichtig. Als Kind sah er seiner Mutter gern beim Zeichnen zu und „bewunderte sie, wie sie Aquarelle aufs Papier brachte.“ Das war in Mügeln bei Oschatz, wo Werner Pinkert aufwuchs. Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung zum Steinmetz. Kurz vor Kriegsende 1945 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen und geriet er in amerikanische Gefangenschaft.

Die Kunst half ihm, die schwere Zeit zu überstehen und ein wenig Glück. „Ich wurde beim Zeichnen entdeckt“, so Pinkert. „Genauso wie ein anderer Soldat, der viel älter war und daraufhin einen Auftrag von den amerikanischen Soldaten erhielt.“ Als junger Mann sollte Pinkert  ihm für dieses Werk Modell stehen. „Das  dauerte einige Wochen. Und zum Glück war ich nur wenige Monate in Gefangenschaft.“ In Mügeln lebten auch nach der Kriegszeit einige Künstler, die aus der Stadt geflohen waren und das Leben auf dem Land bevorzugten. Pinkert schloss sich ihnen gern an, weil er „ihnen zuschauen, von ihnen lernen, mit ihnen malen wollte.“ Einer dieser Künstler war Curt Wild-Wall, der ihn mehrfach ermuntert habe, die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden abzulegen. „Dort bin ich zu meinem eigenen Erstaunen sofort aufgenommen worden.“ Eine Aufgabe war, aus dem Kopf einen Schubkarren zu zeichnen, so Pinkert. „Den habe ich dann für einige andere mitgezeichnet, die gar nicht wussten, wie so etwas aussieht. Auf dem Land aufgewachsen, fiel mir das leicht.“ Von 1948 bis 1953 studierte Werner Pinkert Malerei und Grafik an der hiesigen Hochschule. Seine Lehrer waren Rudolf Bergander, Erich Fraaß und Fritz Dähn.

30 Jahre unterrichtete er dann selbst Kunsterziehung bis 1990 an der Pädagogischen Hochschule in Dresden. Dort hatte Pinkert seine Grafikwerkstatt, wo er Kunstbücher und Plakate mit Studenten gestaltete. Pinkert leitete auch Mal- und Zeichenzirkel, betreute Malreisen und war Mitbegründer der Dresdner Sommermaltage. Die gibt es auch heute noch für Malbegeisterte, die Austausch und Anleitung suchen. „In meiner Tätigkeit als Lehrer habe ich versucht, das Beste aus den Schülern herauszuholen. Mit Geduld und Großzügigkeit. Ich habe immer versucht, sie zu befähigen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren“, erklärt Pinkert. Zu seinen Bildern sagt er: „Es muss mich erfassen, so berühren, dass ich entsprechend meiner Empfindung das Ganze aufs Papier zu bringen versuche, ohne mich in kleinen Details zu verlieren.“ Über Kultur generell macht er sich auch Gedanken: „Kunst, egal ob es eine Melodie, eine Performance, ein Film oder eine Zeichnung ist, kann zum Schweigen bringen oder Lautwerden lassen, sagt er über ihre Wirkung. „Kunst ist ein seltenes Mittel. Sie braucht keine Sprache, keine Übersetzung, sie lebt aus sich selbst heraus und über Grenzen hinweg. Und echte Berührung ist wichtig – auch und vor allem in der jetzigen Zeit, in der technische und digitale Möglichkeiten vieles zu ersetzen scheinen.“ In einem Öbild aus den 1960er Jahren vor schon abblätterndem, sepiafarbenen Hintergrund erscheint „Die Nachbarin“ in leuchtend gelber Bluse mit großen sehnsuchtsvollen Augen.

„Das Bild kommuniziert mit sich selbst, die Zeit frisst schon die Farbe auf, doch die Frau bleibt ewig jung“, sagt Gabrielle Pinkert, die Tochter des Künstlers. Sie ist Moderatorin und Filmemacherin und pendelt zwischen ihrer Heimat und Bayern, wo sie wohnt, um nach ihren Eltern in Dresden zu sehen. „Die Nachbarin“ fasziniere viele Besucher der Ausstellung. Von eigenem Reiz und erstmals zu sehen ist auch ein Akt von Pinkert – sein Modell eine Studentin. „Sie hielt immerzu den Kopf geneigt und nestelte an ihrem Strumpf, weil sie nicht erkannt werden wollte“, erzählt Werner Pinkert. Das Pastellkreidebild wirkt natürlich, spontan, zeitlos schön. Schmunzeln lassen seine Kohlezeichnungen mit „Felsen der Teufelsmauer“ im Harz und aus dem Gestein blickenden, schelmischen Gesichtern. Auf zwei kleinen Acrylbildern strahlt „Fußballglück“ mit energiegeladenen Bewegungen.

In witzigen Collagen treten „Mantel- und Hosenfische“ gegeneinander an, die formspielerisch Schals mit Fransen als Kiemen tragen. „Die Grossen fressen immer die Kleinen“, steht darunter. Im Frühjahr will er wieder rausgehen und zeichnen.Werner Pinkert schaut mit Offenheit und Neugier in die Welt, besitzt ganz offensichtlich immer noch Heiterkeit und Freude an den kleinen Dingen. Und er hat eine innige Beziehung mit seiner Frau und der Familie. Sie gehen spazieren, reden und lachen viel zusammen, sagt seine Tochter, die die Ausstellung kuratiert hat. Jeder Moment sei ein Geschenk. Das Venedig-Bild sieht sie auch als ein Sehnsuchtsbild, das daran erinnert, in einer schnelllebigen Zeit seine Träume nicht zu vergessen und immer wieder den Aufbruch zu wagen.

Die Ausstellung von Werner Pinkert wird wegen großen Interesses noch bis Ende April verlängert im Kulturrathaus Dresden in der ersten Etage gezeigt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Do von 9 bis 18 Uhr und Fr von 8 bis 16 Uhr

http://www.dresden.de/galerie2stock

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Ausstellung „Figur & Natur“ von Christine Wahl in der Galerie Mitte. Bilder aus dem Leben einer 90-jährigen Künstlerin.

12 Donnerstag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Die Liebe zur Kunst und zum Leben spricht aus jedem Bild: Die Künstlerin Christine Wahl vor ihren wundervollen, zeitlos schönen Arbeiten in der Galerie Mitte im Dresden.


Eine Meisterin der „Kunst des Leisesagens“
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Sinnlich, feinsinnig, akribisch und oft mit einem Hauch Geheimnis umgeben, sind die weiblichen Akte, Atelierszenen, Stillleben und Reiseimpressionen in der Ausstellung „Figur & Natur“ von Christine Wahl, mit 90 Jahren die älteste lebende Dresdner Künstlerin, derzeit in der Galerie Mitte in Dresden, Chapeau!
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Pure unverhüllte Schönheit und Sinnlichkeit, in feine Linien gekleidet, fließen in den Porträts, weiblichen Akten und Interieurs vorwiegend in warmen Erdtönen zusammen. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Figur & Natur“ mit Zeichnungen und Druckgrafiken von Christine Wahl derzeit in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden (noch bis 21. Februar).

Christine Wahl ist bereits 90 Jahre alt und damit die älteste lebende Künstlerin in Dresden. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus ihrem reichhaltigen Schaffen aus dem Zeitraum von 1995 bis 2024. Darunter figürliche Szenen, Stillleben und Reiseimpressionen, farbenfrohe Aquarell- und Federzeichnungen mit Landschaften auf Kreta, Menschen auf dem Markt, ein Palmenhain auf Sizilien, Pinien in Kroatien und eine Ansicht vom „Großen Garten“ in Dresden. Sie macht nicht viele Worte um ihre Bilder. Es sei doch alles zu sehen, meint Christine Wahl und lächelt. Klein und zierlich, weißer Haarknoten und aufmerksame Augen, sitzt sie auf dem Sofa in der Ausstellung. Sie trägt einen hellen Pullover, darüber eine schwarze Weste und eine korallenrote Kette. Ruhe und Klarheit strahlt sie aus, wie ihre Arbeiten. Die Liebe zur Kunst und zum Leben spricht aus jedem Bild. Sonnengelbe Quitten auf einer blauen Schale. Feigen und Trauben. Prächtige Blumensträuße in der Vase. Weibliche Akte in zarten und kraftvoll, schwungvollen Körperlinien im Atelier und in häuslicher Umgebung. Ein „Atelierstillleben“ in einer schwarz-weißen Kaltnadelradierung mit Blick durch den Bilderrahmen in den Raum zwischen Kunst und Alltagsdingen.

Christine Wahl ist eine Meisterin in der „Kunst des Leisesagens“. Feinsinnig, leicht und akribisch im Strich und immer mit einem Hauch Geheimnis umgeben – das macht den Reiz ihrer Bilder aus. Sie sind von zeitloser Schönheit und stillem Zauber, das ist wohltuend in der heutigen oft grellen, lauten und schnelllebigen Gegenwart. Sie wollte immer Künstlerin werden, sagt Christine Wahl. Geboren und aufgewachsen ist sie in Glashütte im Erzgebirge. Einige frühe Bilder mit Blick auf weite Höhen und märchenhafte, dunkle Tannenwälder hängen auch in der Ausstellung. Ihr Vater war Grabbildhauer. Ihre Mutter hatte nichts dagegen einzuwenden. Mit 18 Jahren begann Christine Wahl 1953 mit dem Studium an der Dresdner Kunsthochschule. „Die Aufnahmeprüfung bestand aus einem künstlerischen und politischen Teil, wo es um die Zeit des Stalinismus ging. Damit hatte ich nichts am Hut“, erzählt sie. An dem Tag waren Unruhen und Panzer rollten im Stadtzentrum, erfuhr sie hinterher. „Dieser Prüfungsteil fiel aus.

Das war mein Glück, sonst wäre ich mit meiner Ansicht wohl nicht zum Kunststudium zugelassen worden.“ Ihre Lehrer waren Hans Theo Richter, der den Zeichnungsstil der Dix-Schule und das formale Ethos der Form aus der Kollwitz-Tradition lehrte und Max Schwimmer, der dessen Strenge durch leichtflüssige Fabulierlust auflockerte. Ihre farbigen Federzeichnungen spiegeln unverkennbar seinen Einfluss. Nach dem Studium bekam Christine Wahl einen Werksvertrag in der damaligen Schokoladenfabrik in Dresden, wo sie die Arbeiterinnen mit ihren weißen Häubchen zeichnete. Staatliche Auftragskunst habe sie jedoch immer abgelehnt. Sie studierte außerdem Anglistik und arbeitete neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Übersetzerin für Besucher der Leipziger Messe. Seit ihrem Diplom für Grafik ist Christine Wahl freischaffend als Künstlerin in Dresden tätig. Bis ins hohe Alter. „Weil ich diese Art zu leben liebe. Bei dem was man macht, ganz frei zu sein. Da gibt es keine Vorschriften“, mag sie an der Kunst. „Damals war das Geld nicht so wichtig.“ Ab und zu zeichnet sie noch und freut sich über jeden neuen Tag. „Plötzlich ist die Jahreszahl da“, staunt Christine Wahl selbst über die 90. „Im Alter vergeht die Zeit schnell.“ Sie wohnt allein. Ihr Sohn schaut regelmäßig nach ihr. Sie sieht und ordnet ihre vielen Lebensbilder, lässt sich immer noch gern überraschen. „Christine Wahl war schon eine bekannte Künstlerin in den 1980er Jahren. Sie ist eine wunderbare, sensible Zeichnerin und eine fantastische Koloristin voller Emphatie und Hingabe“, sagt Galeristin Karin Weber über ihr Schaffen.
In der Kabinettausstellung der Galerie Mitte werden außerdem ausdrucksstarke und teils beklemmend aktuelle Linolschnitte über soziale Not und Eintreten für ein besseres Leben, geschaffen vom Künstlerpaar Lea und Hans Grundig in der ASSO-Künstlergruppe in den Jahren 1930 bis 1932, aus der Sammlung von Maria Heiner gezeigt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
Die Kunstsammlerin Maria Heimer vor Bildern von Lea und Hans Grundig in der Kabinettausstellung in der Galerie Mitte in Dresden.
Das Künstlerpaar Lea und Hans Grundig.

 

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BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

28 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Suche nach Leichtigkeit und Balance im Spiel des Lebens

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit. Figürliches, Natur und Tiere verbindet Mandy Baldauf facettenreich in ihrer Bilderwelt. Ihre Ausstellung „Emotionen in Kunst“ ist noch bis 30. Januar im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden zu sehen.

Die Bilder von Mandy Baldauf sind voll leuchtender Farbkraft, Leichtigkeit und Tiefe. Auf den ersten Blick erscheinen sie oft märchenhaft, surreal, heiter und verspielt. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, Schönes, Trauriges, Verletzliches, Träume und Ängste liegen nah beieinander. In symbolhafter, offener und poetischer Bildsprache entführt sie den Betrachter in Traumwelten nah an der Wirklichkeit. Man blickt dabei wie in einen Spiegel, der in viele Einzelteile zerspringt, die umher schweben, fallen, steigen. Und die jeder für sich wie Puzzleteile neu zusammen setzen kann im Spiel des Lebens.

Treppen führen hinunter zwischen Erdhügeln, umgeben von Baumwurzeln, umgestürzten Stämmen, die wie Sprachrohre wirken hin zu verborgenen Türen. Ein Mädchen im weißen Kleid sitzt auf einem Zweig und träumt vom Fliegen. Die Blumenwiese ist von Blau umhüllt wie unter einer Glaskugel. Die Bilder tragen Titel wie „Melancholie oder Leichtigkeit“, „Zeit, einen neuen Weg zu gehen“ und „Gefallen oder erwachen“.

Zu sehen sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ rund 40 Arbeiten von Mandy Baldauf in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Darunter großformatige Acrylbilder und feine, zarte Zeichnungen voller Freude, Fantasie und kindlicher Unbeschwertheit. Aus ihnen spricht eine innige Verbundenheit der Künstlerin zur Natur und allem Lebendigen. Ihre Bilder erzählen feinsinnig, ausdrucksstark von Licht und Schatten, Abschieden, Trauer, Loslassen und der Sehnsucht nach Balance und Gehaltensein. Sie berühren vor allem mit ihren Kontrasten, Ehrlichkeit und Authentizität. Und sie entfalten mit ihrem intensiven wie schwungvollen Farb- und Formenspiel einen eigenen, ursprünglichen Zauber. Eine Bilderwelt, von der man sich wünscht, dass sie noch viele Menschen sehen und sich bezaubern lassen.

Text + Fotos (lv) + Porträtfoto: privat

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Sa ab 17 Uhr sowie ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch

Kontakt zu Mandy Baldauf: Instagram k_u_nst_mandy
Traumhaft surreale Welten & Wirklichkeit miteinander verwoben: die Künstlerin Mandy Baldauf in ihrem Atelier am Stadtrand von Dresden in Altfranken. 

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Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden

07 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Reizvolle Künstlerbriefe & aufschlussreiche Zeitzeugnisse: Galerist und Kurator Michael Böhlitz stellte eine Auswahl bislang unbekannter Liebesbriefe von Max Schwimmer an seine jugendliche Geliebte „Gerdine“, Gerda Schimpf, geschrieben in den Jahren 1936 bis 1940, zusammen in der Ausstellung in der Galerie Himmel in Dresden.

Sinnenfreude und Zeichenkunst aufs Schönste vereint
Liebesbriefe von Max Schwimmer zum 130. Geburtstag des LeipzigeMalers zeigt derzeit die Galerie Himmel in Dresden.
Traumhaft schön scheint die Liebste zu schweben, als galant empor ragende Schwingen und der ungestüme Schnabel sich ihrem Schoß nähern. „Leda mit dem Schwan“, in zarten Pastelltönen und federleichten Strichen gezeichnet, ziert verführerisch das Titelbild der Ausstellung „Ich rausche mit aller Liebesmacht in Deinen Himmel“ mit Liebesbriefen von Max Schwimmer zum 130. Geburtstag des Leipziger Malers in der Galerie Himmel, Obergraben 8 in Dresden.
Erstmals zu sehen ist eine Auswahl von 67 bislang unbekannten, höchst reizvollen Künstlerbriefen, oft mit lustvoll liebevollen Zeichnungen angereichert. Die schrieb und schickte Schwimmer an „Gerdine“, seine jugendliche Geliebte, die spätere Fotografin Gerda Schimpf, in den Jahren 1936 bis 1940 fast täglich von Leipzig nach Berlin. Ein Fest für die Sinne! Schwimmer nannte sie „Mein Herzensgerdinlein“ und „Du liebstes, scheues, himmelfarbenes Reh“ in seinen Liebesbriefen, meist handschriftlich oder mit der Schreibmaschine auf Papier getippt. Er himmelt sie in höchsten Tönen an: „Durch Deine Liebe wird mein Leben groß, durch Deine Treue werde ich alles Bittere los, ach wär` ich doch ein Haar in Deinem Schoß…“ Ein Brief mit Bild zeigt Maler und Modell, er kleiner von Statur mit schwarz zauseligem Haar, Farbpalette und Pinsel in der Hand und sie überhöht dargestellt, in Spitzenrock und schwarzen Stiefeln. Bei einem Rückenakt mit Liebhaber prangt der Stempel von Schwimmer mit der Leipziger Atelieradresse auf ihrem Hintern in einer frech humoristischen Zeichnung. Die Palette der ausgestellten Liebesbriefe reicht von romantisch, heiter sinnlich, frivol bis zu hocherotischen Zeichnungen der beiden beim Liebesspiel. „Die Künstlerbriefe sind etwas Besonderes, Gesamtkunstwerke in ihrer Verbindung von Sprache und Bildern“, sagt Galerist Michael Böhlitz und Kurator der Ausstellung. „Mit ihnen gewinnt man einen genaueren Blick auf die Biografie des Künstlers und erfährt schon viel über ihn, seine Zeit und sein persönliches Umfeld.“ Schwimmer war ein sehr herzlicher, verbindlicher Mensch und Humanist, so Böhlitz. Und er hatte offensichtlich sehr viel Liebe zu verschenken.

Davon künden Schwimmers reichhaltige  Künstlerbriefe ein Leben lang an rund 100 Adressaten, andere Künstler, Freunde, Verleger, Förderer, Verwandte und seine Musen, die Geliebten. Nach bereits zwei Ausstellungen mit Werken Schwimmers 2017 und 2020 in der Galerie Himmel ist die jetzige Schau ein Höhepunkt mit seinen Liebesbriefen und einigen wunderbaren expressiv leuchtend farbigen Ölgemälden und Aquarellen, Landschaften, Stillleben und Porträts aus der Zeit vor 1945. Über 500 dieser einzigartigen Briefe sind noch erhalten, die sich im Archiv der Akademie der Künste Berlin und in der Leipziger Stadtbibliothek befinden. Einen Teil davon übergaben die Erben von Gerda Stumpf an die Galerie Himmel. „Wir haben die Künstlerbriefe für alle Zeiten dokumentiert fotografisch, die ja nun bald in Privatbesitz an Liebhaber und Kunstsammler übergehen“, so Böhlitz. Die Preisspanne liegt je nach Art und Umfang der künstlerischen Darstellung der Zeichnungen und farbigen Aquarelle zwischen 450 und 1 400 Euro.
Die Liebesbriefe von Schwimmer an „Gerdine“ gewähren dem Betrachter offen freimütige wie spannende und berührende Einblicke auf Leben und Werk des Künstlers mit allen Höhen und Tiefen in schwieriger und entbehrungsreicher Zeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Gerdine war 18 Jahre jünger als Schwimmer und fuhr über sechs Jahre lang fast jedes Wochenende zu ihm nach Leipzig. Und er schrieb ihr sehnsuchtsvoll und schwärmerisch Briefe, die sein Schaffen befeuerten und ihn bestärkten, den Sinn für das Schöne im Leben nicht zu verlieren. Auch mit Ungeduld und Unsicherheit, wenn sie nicht gleich antwortetete, sie hatte viel zu tun in Berliner Fotoateliers und er spottet über die Berliner „Rübärsche“, denen sie selbstbewusst die kalte Schulter zeigt. Schwimmer war mit Gerdine zusammen nach der Trennung von seiner ersten Frau Eva Goetze und vor der Heirat mit seiner zweiten Frau Ilse, „Ilske“ Naumann, die Malerin war. Wie Gerdine und Max Schwimmer sich kennenlernten ist nicht bekannt. Möglich wäre auf Hiddensee, wo der Künstler oft im Urlaub weilte und sie auch in Vitte fotografisch unterwegs war. Es sind auch mehrere Bilder von der See mit Segelbooten, Badenden am Strand und ein Frauenakt mit Muschel im Meer zu sehen. Verlockend mit nachtblauer Katze am Fenster, Gerdine im Königsmantel und mit “Hündchen-Mann“ ergeben an der Leine.
In einer Zeichnung vom September 1940 schaut nur sein Kopf aus dem Wasser und fragt er die Frau am Ufer, ob er für sie ganz im Meer schwimme als Verflossener, da er gar nichts mehr von ihr höre. Warum? Das Ende der Romanze. Im Kabinett zeigt die Galerie Himmel außerdem sinnenfreudige, farbige Radierungen mit Bildmotiven aus Caféhaus, Atelier und von der Pferderennbahn aus dem Frühwerk der bekanntesten Max-Schwimmer-Schülerin und Dresdner Malerin Herta Günther (1934-2018). Und Galerist Böhlitz freut sich, dass Schwimmers herzerfüllte, lebendig leidenschaftliche Liebespost jetzt in die Welt hinaus geht. Die Ausstellung ist noch bis 24. Januar 2026 zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.galerie-himmel.de

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Gruppenausstellung „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent in der Galerie Kunst & Eros in Dresden

22 Montag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Zeit für Muße & neue Kreationen: Die Galeristin und Künstlerin Janett Noack zeigt in der Gruppenausstellung zum Erotischen Advent auch eine eigene Porzellanserie mit dem Titel „Lovelies Butterflies“ (Liebelei der Schmetterlinge) in ihrer Galerie Kunst & Eros in Dresden.

Reizende Sportputten und Schmetterlingsdamen zum Fest der Liebe

Verlockendes für die Sinne versammelt die Gruppenausstellung mit dem Titel „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent mit Arbeiten von 15 zeitgenössischen KünstlerInnen in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Ein Frauenkörper mit Bratapfel, von dem lustvoll rote und tannengrüne Farbe tropft, zeigt in süßer Versuchung schwelgend das Titelbild „Liquid ecstasy 5“ von Maximilian Hagstotz. Zu sehen ist es in der Gruppenausstellung unter dem Motto „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent mit sinnenfreudigen Arbeiten von 15 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern derzeit in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden. Die traditionelle Weihnachtsausstellung vereint wieder reichlich verlockende Malerei, Grafik, Plastik und Porzellan zum Fest der Liebe von jungen und gestandenen Künstlern in den zwei Ausstellungsräumen.

Darunter zarte, traumversunkene Gesichter, ein Rückenakt und ein „Paar mit gelber Schlange“ in Mischtechniken von Gudrun Trendafilov. Fantasievoll farbenfrohe Zeichnungen auf Seidenpapier mit Mensch-Tier-Wesen zeigt Leonore Adler, fragile und schwungvolle Körperbilder in Kaltnadelradierungen Mechthild Mansel. Wundersam-versponnene, akribische Zeichnungen mit Titeln wie „Pura Vida“, das pure Leben sind neben „Sportputten“ und einem „Sexy Boy“ als keramische Räucherfiguren in markanten blau-weiß-Farbtönen Sportputten von Nadine Wölk zu sehen. Weitere sinnlich plastische weibliche Aktzeichnungen mit Buntstift und Ölpastelle mit Blattgold veredelt zeigt im Spiel mit Stoff und Körperformen in einer neuen Bilderserie Maximilian Hagstotz, der als Porzellangestalter in der Meißner Manufaktur tätig ist. Originelle Bilder mit Nadel und Faden mit weiblichen Blütenformen stammen von „Fides Linien“ und ein zauberhaftes Porzellan-Objekt mit Rapunzelhaar von Else Gold.

Außerdem gibt es neue, zeichenreiche Grafik mit viel Witz und Doppelsinn wie ein potent kraftstrotzender „Minotaurus auf der Opitzhöhe“, „Der seltsame Ring“ oder „Mädchen und Tod“ von Chris Löhmann. „Es werden immer mehr Künstler, die mitmachen wollen. Weil es nicht nur ein Ausstellungsort, sondern auch eine Kulturbühne ist mit Kunst und Musik“, sagt Galeristin Janett Noack. „In dieser Ausstellung sieht man eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Es geht um Sinnlichkeit, Körperlichkeit und Schönheit, um Traum- und Märchenhaftes, aber auch Bilder mit Anspielungen und Zeitkritik sind zu sehen.“ Der Zuspruch auf die Arbeiten sei sehr erfreulich. Vor allem Grafik und Porzellan seien sehr gefragt bei den Käufern. Viele der Künstler stammen aus ihrem gelernten Porzellanmillieu, so die Galeristin, wie Olaf Stoy, Studio Zschocke-Boer und Kati Zorn, die Schnecken-Paare, Froschkönig und Prinzessin, Leda mit Schwan und orientalische Liebesszenen aud bemaltem Porzellan präsentieren.

Es gibt auch eine neue Porzellanserie von Janett Noack mit dem Titel „Lovelies Butterflies“ (Liebelei der Schmetterlinge). Die schwirren in Gestalt reizvoll beflügelter Damen auf den Schmuckdosen, schwarz, golden und lüsterfarben schimmernd und funkelnd auf dem edlen Material. „Das ist alles Lupenarbeit, da viel en minature gearbeitet wird bei den Zeichnungen. Mit den verschiedenen Dekoren will ich auch die Handwerkskunst zeigen“, sagt die Porzellankünstlerin. “Wenn man künstlerisch arbeitet, braucht es Muße, Ideen und Lust, die sind jetzt da und es wird noch einiges Spannende kommen und weiter entwickelt im neuen Jahr.“ So werden bald Schmuck und große Vasen kunstvoll verziert dazukommen. Deshalb dauert diese Ausstellung auch bis zum 25. April. Damit die Galeristin Zeit hat für neue, eigene, lust- und liebevoll gestaltete Kreationen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

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Ausstellungseröffnung: „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

20 Samstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zauberhafte Traumwelten

Unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ zeigt die Künstlerin Mandy Baldauf ihre Bilder in einer Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3 in Dresden. Die Vernissage ist am Sonntag, dem 21.12., 13 bis 15 Uhr.

Großformartige Bilder, die melancholisch stimmen, gehören ebenso zur Kunst von Mandy Baldauf wie feine, zarte Motive voller Fröhlichkeit und fast kindlicher Unbeschwertheit. Ein Sinnbild dafür, dass wohl jeder Mensch schwerere Zeiten durchlebt und gleichfalls schöne Momente genießt.

Beide Facetten des künstlerischen Schaffens von Mandy Baldauf können Kunstfreunde vom 19. Dezember bis zum 30. Januar 2026 im Restaurant Kastenmeiers in Dresden erleben. Dort sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ knapp 40 Arbeiten von ihr zu sehen.

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches, Natur und Tiere – all das verbindet sie reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv in ihrer Bilderwelt. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Mandy Baldauf ist in Löbau geboren. Ihr Atelier befindet sich am Stadtrand von Dresden in Altfranken.

Zur Vernissage am 21.12.2025, ab 13 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und kommt gern mit den Gästen ins Gespräch.
Vorab bittet das Restaurant um Voranmeldung bei Frau Robitzki unter: kr@kastenmeiers.de

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Mehr über Mandy Baldauf/Kontakt: Instagram k_u_n_st_mandy

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Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ von Wieland Richter in der Galerie Mitte in Dresden

18 Donnerstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Wunderbare Farblandschaften, die an ferne Sehnsuchtsorte entführen: Galeristin Karin Weber und der Künstler Wieland Richter zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Mitte in Dresden.

Lichtspiel und Naturteppich

In der wunderbaren Bilderwelt von Wieland Richter in seiner derzeitigen Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49/1. Etage in Dresden, gibt es heute, am 18.12., um 19.30 Uhr eine Lesung „Balladen ohne roten Faden“ mit dem bekannten Schauspieler Ahmad Mesgarha. Passend zur Malerei von Wieland Richter sicher ebenso farbreich schillernd, leicht und tiefsinnig und poetisch.

Im Farbrausch der Natur

Farbreiche Lichtspiele, Spiegelungen und weite Horizonte fließen zusammen auf den Leinwänden. In ferne, ursprüngliche Landschaften und Sehnsuchtsorte eintauchen, innehalten vom Alltag in tubulenten Zeiten und in wunderbaren Bilderlandschaften schwelgen. Dazu lädt die Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ mit Malerei von Wieland Richter zum 70. Geburtstag des Künstlers in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden ein (noch bis 10.1.2026 zu sehen).

Die Bilder entstanden nach Reisen des Malers im Zeitraum von 2015 bis 2025 nach Australien, Neuseeland, Norwegen und Island. Archaisch, strukurreich pastos, voll elementarer Kraft erzählen sie von urwüchsigem Zauber, Rauheit, Schönheit, Vergänglichkeit und Erneuerung in der Natur und allem Lebendigen. Sie entführen den Betrachter ans Meer, an menschenleere Strände. In Westaustralien erkundete er Ozeane, Schluchten und Nationalparks. Sah riesige Bäume und Wurzeln, Erd- und Gesteinsformationen, die den Maler faszinierten. Karge und üppige Landschaften in wechselnden Lichtstimmungen von zart pastellfarben und kräftig leuchtende Farben treffen aufeinander in der Ausstellung. Anders als bisher in seinen Arbeiten zeigt Wieland Richter keine figürliche Malerei mit Natur mehr, sondern nun größtenteils abstrakte, expressive Farblandschaften. Mit manchmal schemenhaften Umrissen von Menschen, Tieren und Booten. Ein Schlüsselerlebnis in Norwegen brachte ihn dazu. „Damals war ich mit einem Faltboot in den Fjorden zur Midsommernacht paddeln. Und plötzlich kam ich mir so klein vor der Natur vor, dass ich die Figuren aus den Bildern herausnehmen und die reine Landschaft wirken lassen wollte“, sagt Wieland Richter. Seine Eindrücke fotografiert er mit der Digitalkamera, die das Skizzenbuch ersetzt. Er malt aus der Tiefe des Erlebten und aus dem Gedächtnis.

Es sind vor allem Innenlandschaften. In einem wahren Farbrausch flossen sie aus ihm heraus als er wieder vor der Staffelei stand in seinem Atelier in Putzkau bei Bischofswerda. Dort wohnt und arbeitet Wieland Richter in einem selbst ausgebauten alten Bauernhof. Die Ölfarben trägt er mit feinen und ruppigen Pinseln und spitzen Gegenständen wie Spachtel und Rakel auf die Leinwände und Papiere auf und verwischt mit einem Handschuh und Lappen die Farben. Er arbeitet auch mit Übermalungen, mit Strukturpasten und Sand, welche die plastische Wirkung erzielen. Es sind immer gebrochene Farben, flirrende Gelb- und Rottöne und verschiedene Blautöne, die mit den Eisschollen auf dem Wasser treiben. Spannend überlagern sich die Farbflächen zu einem Davor und Dahinter, mit mal schroff und feinkörnig hervorleuchtenden Schimmern. Die vielen Farbschichten lassen Anklänge an Gerhard Richter und seine „Streifen-Bilder“ erkennen. Doch die seien kühler und glatter, so Wieland Richter: „Ich bin malerischer.“

In seinen Bildern spürt man den roten Sand unter heißer Sonne, den Feuerrausch im Eis, die riesigen Vulkangebirge in Ozeanien, Urwälder, Nebelfelder und glühende Lava. Er war am Great Reef, dem größten Korallenriff der Welt in Australien. Er ist getaucht, hat geangelt und ist gekitet auf dem Wasser. „Ich liebe diese Orte, wo ich die Natur allein auf mich wirken lassen und in Frieden mit mir sein kann“, so Richter. „Wieland Richter ist ein Naturphilosoph mit romantischen Neigungen, indem er Gegenbilder zu unserer auf Effizienz bedachten Gegenwart entwirft. Das ist das Wunschbild einer harmonischen Balance zwischen Himmel und Erde, das er erschafft“, sagt Galeristin Karin Weber zu seinem Werk. Außerdem ist hier eine Kabinettausstellung unter dem Motto „lustwandeln“ mit heiter-besinnlichen Arbeiten von rund 30 Künstlerinnen und Künstlern zum Jahreswechsel zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr.
Reges Interesse zur Ausstellungseröffnung.
Malerei & Poesie: Mein Gedicht „Urkraft des Meeres“ steht im opulenten Bilderkatalog von Wieland Richter, welcher anlässlich der Ausstellung erscheint und vorbestellt werden kann in der Galerie Mitte.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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