Schlösser, Burgen und Gärten bleiben geschlossen bis Mitte April

Aus aktuellem Anlass bleiben Museen, eintrittspflichtige Parks und Gärten der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH ab 14. März bis zunächst zum 19. April 2020 geschlossen. Dies gilt für folgende Einrichtungen:

•    Filmkuppel „Zwinger Xperience“ im Innenhof des Dresdner Zwingers
•    „Festung Xperience“ in der Festung Dresden
•    Schloss & Park Pillnitz
•    Schloss Moritzburg und Fasanenschlösschen Moritzburg
•    Albrechtsburg Meissen
•    Barockgarten Großsedlitz
•    Schloss Weesenstein
•    Palais Großer Garten & Parkeisenbahn Dresden
•    Burg Stolpen
•    Barockschloss Rammenau
•    Schloss Nossen
•    Klosterpark Altzella
•    Burg Mildenstein
•    Burg Kriebstein
•    Schloss Colditz
•    Schloss Rochlitz
•    Burg Gnandstein

 

Text: Uli Kretzschmar,
Pressesprecher Press Release
Fachteamleitung Presse & Kommunikation Subject Responsible Press & Communication
Bereich Marketing Marketing Department

http://www.schloesserland-sachsen.de

Erste Ausstellung „Samsara“ eröffnet in der Artbox Dresden


Belle Shafir vor ihrem Werk „Samsara“. Eine Horse Hair Installation, 2017,
1000 cm x 100 cm. Foto: Artbox Dresden

Ein Kunstschaufenster in der Hafenstraße

Die erste Ausstellung eröffnet am heutigen 13. März, 18 – 20 Uhr mit einem Wandbild der Objekt- und Performancekünstlerin BELLE SHAFIR in dem 24h-Ausstellungsraum an der Ecke Hafenstraße/Uferstraße.

Die in Tel Aviv lebende Objekt- und Performancekünstlerin Belle Shafir (geb. 1953) schafft derzeit vor allem subtile Objekte unter Einbeziehung von erinnerungshaltigen Dingen wie Fotografien, altem Kartenmaterial oder ausgerissenen Bücherseiten. Belle Shafir, Tochter polnischer Holocaust-Überlebender, wuchs im bayerischen Amberg auf dem elterlichen Pferdehof auf. Seit einigen Jahren bezieht sie auch Elemente ihrer Familiengeschichte, so auch das häufig wiederkehrende Material Pferdehaar, in ihre Kunst ein.
„Ich verhäkle mich mit meiner Welt“, so beschreibt Belle Shafir ihre eigenwillige Art, subjektive und kollektive Erinnerungen zu netzartigen Strukturen zu arrangieren, indem sie als verbindendes Element das Pferdehaar, manchmal auch Wachsfäden, einsetzt. In der Ausstellung „Samsara“ verhäkelt und verknotet sie das Haar zu filigranen, tierähnlichen Geschöpfen. Die Installation weckt Assoziationen zu Labors, Eingriffen ins Erbgut und die Erschaffung künstlichen Lebens, akzentuiert aber zugleich die tief empfundene Liebe zu allem Lebendigen. (John Hinnerk Pahl)
Einführung: John Hinnerk Pahl (Kunsthistoriker)
Ausstellungsdauer: 14.03.- 26.04.2020
Die Artbox (Schaufenster Uferstraße, Ecke Hafenstraße) betreibt Pahl zusammen mit den Künstlern Heinz Schmöller und Ulrike Mundt.  Im Urban Sh*t auf der Hoyerswerdaer Str. 31 zeigt John Hinnerk Pahl noch bis zum 3. April. die Ausstellung „KONTERFEI – Malerei von Janna Gerdes“ Sie ist Studentin der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 

Preisverleihung Leipziger Buchmesse

Die Preisträger stehen fest
Lutz Seiler, Bettina Hitzer und Pieke Biermann erhalten den Preis der Leipziger Buchmesse 2020.

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Nach Absage der Leipziger Buchmesse aufgrund der aktuell hohen Auflagen für öffentliche Großveranstaltungen wegen des Corona-Virus gab die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die Namen der drei diesjährigen Preisträger in der Live-Sendung „Lesart-Das Literaturmagazin“ des Preis-Medienpartners Deutschlandfunk Kultur am 12. März bekannt.

„Die Leipziger Buchmesse und ihr Preis leben, auch wenn wir schweren Herzens, aber aus Sorge um die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste die Buchmesse 2020 absagen mussten“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Ich danke Deutschlandfunk Kultur ganz herzlich für die pragmatische, kollegiale Hilfe, in dieser Situation die Preisverkündung ins Radio zu verlegen, um zumindest den Preisträgern einen Resonanzraum zu geben.“ Lutz Seiler erhält für sein Werk „Stern 111“ (Suhrkamp Verlag) den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Bettina Hitzer wird mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik für ihr Buch „Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“ (Klett-Cotta Verlag) ausgezeichnet. Preisträgerin in der Kategorie Übersetzung ist Pieke Biermann für die Übersetzung von Fran Ross Buch „Oreo“ (dtv Verlag).

Kategorie Belletristik:

Lutz Seiler Stern 111 Suhrkamp Verlag

Zur Begründung:

Der „Stern 111“, er leuchtet spektral. Legendäres Radiofabrikat der DDR, reine Liebe für eine junge Frau, die Sternferne der Dichtkunst genauso wie der Star, der die Eltern des Romanhelden in den Westen lockt. Dieser Roman leuchtet auf jeder Seite, und das mit menschenfreundlichem Humor. Die Milchstraße wird ziegengemacht, in jeder schnell errichteten Mauer krabbeln die Asseln der Schwellenzeiten, unter dem Schimmel der uralten Konserven lauert rätselhafte Süße. In Lutz Seiler kunstvollem Roman wird groß und genau die Neuordnung der Dinge in einem plötzlich regellosen Raum beschrieben, und das in der Verquickung von Geschichtsschreibung und Privatmärchen. Auf die Zeitläufe legt der Autor eine sinnliche Zeitschreibung: die eines werdenden Dichters und jungen Mannes, der sich elternlos finden muss, sich auf den Weg macht in ein poetisches Dasein. Nicht zuletzt erzählt „Stern 111“ – ohne die Geste des „Wenderomans“ bemühen zu müssen – vom sich binnen kurzem veränderndem Herzschlag der Mitte Berlins, erst kommen die Künstler und Maurer, dann die Prostituierten, die Touristen. Während die Älteren die Welt entdecken.

Der Autor:

Lutz Seiler, 1963 in Gera geboren, arbeitete nach einer Lehre als Baufacharbeiter als Zimmermann und Maurer und studierte anschließend Germanistik. Seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. Für sein literarisches Werk erhielt Seiler mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis und 2014 den Deutschen Buchpreis. Er lebt in Berlin und Stockholm.

Kategorie Sachbuch und Essayistik:

Bettina Hitzer Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts Klett-Cotta Verlag

Zur Begründung:

Mit keiner Krankheit sind wir im privaten wie öffentlichen Umfeld so stark konfrontiert wie mit Krebs. Bettina Hitzer zeichnet die Geschichte dieser Erkrankung so umfassend nach wie noch nie: Sie schreibt eine Gesellschaftsgeschichte, Emotionsgeschichte und Mediengeschichte. Ihr Buch beleuchtet, wie unterschiedlich im 20. Jahrhundert in Deutschland Krebs erforscht, besprochen und erlebt worden ist. Dabei zeigt sie auf, welchem gesellschaftlichen Wandel der Umgang mit der Krankheit unterlag. Von der Mündigwerdung des Patienten über die öffentliche Akzeptanz bis zur Erfindung der Nachsorge entsteht so ein Panorama, das über einfache Fallgeschichten und Ratgeber von Krebs weit hinausreicht. Mit ihrem emotionsgeschichtlichen Zugriff vertritt Bettina Hitzer einen fruchtbaren neuen Ansatz der Geschichtswissenschaft. Und am Ende steht dabei die Entdeckung: Noch nie haben wir unsere Gefühle so stark rationalisiert wie heute in der Zeit ständiger Selbstoptimierung und permanenter Gefühlsarbeit.

Die Autorin:

Bettina Hitzer studierte Geschichte, habilitierte sich und lehrt an der FU Berlin. Seit 2014 leitet sie eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, die sich mit Krankheit als Emotionsgeschichte beschäftigt. Ihre Arbeiten zur Wissens- und Wissenschaftsgeschichte sowie zur Migrations- und Religionsgeschichte wurden 2016 mit dem Walter-de-Gruyter-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

Kategorie Übersetzung:

Pieke Biermann Oreo von Fran Ross übersetzt aus dem amerikanischen Englisch dtv Verlag

Zur Begründung:

Außen schwarz und innen weiß, so sieht nicht nur ein Oreo-Keks aus, zwischen zwei Hauttypen (und Milieuschichten) verpappt ist auch Christine, die Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Juden namens Schwartz. Christines Geschichte ist dabei vor allem eines: kunterbunt. Zwischen Mythologie, Rassismuskritik, Slapstick und Psychoanalyse-Satire changierend, brennt Fran Ross in „Oreo“ zudem ein sprachliches Feuerwerk ab, das seinesgleichen sucht. Jiddische Ausdrücke, Gossenslang und akademisches Highbrow-Palaver stellen die Übersetzung vor enorme Herausforderungen. Pieke Biermann hat sie bravourös gelöst und das halsbrecherische Erzähl-Tempo dieser durch New York rasenden rotzfrechen und oberschlauen Superfrau mit großem Erfindungsreichtum in ein Deutsch gebracht hat, das eine solch schrill-schöne Vielgestalt auf so engem Raum selten gesehen hat.

Die Übersetzerin:

Pieke Biermann, geboren 1950, studierte Deutsche Literatur und Sprache bei Hans Mayer sowie Anglistik und Politikwissenschaft in Hannover und Padua. Seit 1976 ist sie freie Schriftstellerin und Übersetzerin, u.a. von Stefano Benni, Andrea Bajani, Dacia Maraini, Agatha Christie und Dorothy Parker. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem drei Mal mit dem Deutschen Krimipreis. Sie lebt in Berlin.

Jury des Preises der Leipziger Buchmesse

Unter der Leitung von Jens Bisky wählte die siebenköpfige Jury Katharina Herrmann, Tobias Lehmkuhl, Wiebke Porombka, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch 15 Nominierte und drei Preisträger aus insgesamt 402 eingereichten Titeln für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 aus.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner ist das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur.

Text + Fotos: Pressebüro Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse im Internet:

www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

BilderAlbum: Ausstellung von Michael Klose & Jürgen Cominotto „Im Wald und auf der Heide…“ in der Galerie Mitte

Wundervolle Orte und Figurenzauber

Der Wald als Ort zum Wandern, Lichtbaden, Innehalten und Träumen. Augen- und Entdeckungslust verbindet die Ausstellung „Im Wald und auf der Heide…“ mit wunderbar farb- und formspielender Malerei, Grafik und Plastik von Michael Klose und Jürgen Cominotto, die noch bis 14. März in der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Straße 49 (1. Etage) in Dresden zu sehen ist. Im Kabinett sind außerdem sinnlich-farbenfrohe Miniatur-Zeichnungen unter dem Titel „Faszination der Linie“ von Manuela Neumann zu sehen. Schön und ausdrucksvoll sind auch ihre bemalten Ostseesteine, deren Formen sie nachspürt, aus denen Figuren erwachsen, die sinnend, träumend und wach in die Welt schauen.

Michael Klose (Jahrg. 1963) ist Architekt und ein Malerpoet, der eng mit dem Wald verbunden ist. Täglich fuhr er durch die Dresdner Heide in sein Architekturbüro. Seine Bilder, die Brücken, Seerosenteiche, Wald und Berge zeigen, sind licht- und farbspiegelnd, abstrakt und teils schemenhaft figürlich reizvoll in der Schwebe gehalten, lassen dem Betrachter viel Freiraum für eigene Fantasie.

„Es ist eine Zwischenwelt, die uns lockt, den nebulösen Fata Morganen zu folgen, um uns neu zu entdecken“, sagt die Galeristin Karin Weber über seine Arbeiten. Er hat eine Vorliebe für die Farbe Blau, die Farbe des Himmels und der Transzendenz, des Meers, der Träume und der Romantik.

„Es ist ein Zustand des noch nicht und nicht mehr, den Klose beschreibt“, so Karin Weber. Berauscht von der Naturbetrachtung, entdeckte Michael Klose für sich die Pleinair-Malerei neu. Mit Malkoffer und Staffelei ausgestattet, setzt er sich der Natur aus. „Er ist fasziniert von den atmosphärischen Stimmungen, dem Licht, den wechselnden Witterungsbedingungen und der Wiedergabe dieses intensiven Augenblicks einer vollkommenen sinnlichen Verschmelzung mit dem Gesehenen.“ Im Atelier werde kaum etwas verändert. Seit 15 Jahren arbeitet er an Bildern und Aquarellen in seinem Atelier in der ehemaligen Schokoladenfabrik in Dresden-Johannstadt. Sein Architektendasein habe er an den Nagel gehängt, um sich ganz der Malerei zu widmen.

Jürgen Cominotto, 1952 in Bremen geboren, studierte Bildhauerei an der HKM in Bremen bei Waldemar Otto, der sich vor allem der figürlichen Arbeitsweise verschrieben hatte, während seinerzeit in den 70er Jahren in Westdeutschland alle nach Abstraktion strebten. 1994 folgte er dem Ruf als Kunsttherapeut an die Vamed Klinik im Schloss Pillnitz. Er lebt und arbeitet seit vielen Jahren mit seiner Familie in Ohorn. „Die menschliche Figur und die menschliche Seele verschmelzen mit dem Werkstoff Ton, mit dem er Metaphorisches und Mythologisches ausformt: spannend, witzig und universell. So gibt es immer eine Verbindung zwischen dem Menschen, der Natur und seiner Geschichte“, beschreibt Karin Weber seine Figurenwelt.

Die Plastiken werden von Hand aufgebaut, glasiert und bemalt und im Brennofen bis zu 1 140 Grad gebrannt. Es sind alles Unikate. Formal gehe es um das Konvexe, die runde Form, das Weibliche, das Werden, der Kreis, der Anfang und Ende in sich vereint, das Innen mit dem Außen. „Vieles passiert im Kopf, auf und in dem sich vieles ereignen kann: Auf dem Kopf von Flora blüht es, Ikarus zerschellt am Kopf, Adam steht auf einem Kopf, Zeus als Stier verwandelt ergibt sich dem Kopf von Europa“, so Karin Weber.

Im Kabinett zeigt Manuela Neumann ganz auf die zeichnerische Linie konzentrierte Figurationen. Für dieses unbeschreibliche Glücksgefühl zu zeichnen brach sie den Klavierunterricht ab. Jede freie Minute zeichnete sie sich von der Seele, was anders nicht auszudrücken war, so Karin Weber. Sie besuchte parallel zu einer Apothekenfachlehre die Abendschule und studierte danach an der HfBK Dresden. Sie wechselte von der Malerei zur Plastik und diplomierte bei Prof. Heinze. Nach dem Studium kehrte sie zur Zeichnung als spontanere Gefühlsäußerung zurück. „Ihre Poesie integriert Geschichten vom Alltag, vom Werden und Vergehen, von Natur, Wind und Sonne, von einem harmonischen Gleichgewicht in der Welt, das sie so ersehnt“, sagt Karin Weber über die Arbeiten von Manuela Neumann.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr von 15 – 19 Uhr, Sa von 10 – 14 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Tel.: (0351) 459 00 52

http://www.galerie-mitte.de

Vorschau

Frank Panse „Frühe Zeichnungen – späte Bilder“ heißt die nächste Ausstellung. Die Eröffnung ist am 19. März, um 19.30 Uhr in der Galerie Mitte. Im Kabinett wird von Gudrun Trendafilov künstlerische Druckgrafik zu sehen sein.


Magie der roten Wälder: Aquarell von Michael Klose.

Erste „Lange Nacht der Frauen“ am Equal Pay Day in Dresden

Frauenpower und Kreativität für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt

Gespräche, Lesungen, Vorträge, Workshops und Party laden ein zum Mitmachen und Feiern bei der Ersten „Langen Nacht der Frauen“ des Bündnisses Equal Pay Day am 13. März in Dresden.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen*, rein rechnerisch, „umsonst“ arbeiten. Das Bündnis Equal Pay Day Dresden will auf das Thema Lohnungleichheit und die Benachteiligung von Frauen* auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam machen. Deshalb gibt es am 13. März 2020 die „1. Lange Nacht der Frauen*“.

Über den ganzen Stadtraum verteilt bieten Kooperationspartner*innen von 16 bis ca. 20 Uhr verschiedenste Veranstaltungen zum Thema an: Diskussionen, Lesungen, Gespräche oder künstlerische Arbeiten. Weitere Informationen finden Interessierte im Programmheft im Anhang.

Ab 20 Uhr wird mit Programm, Musik und Snacks die „1. Lange Nacht der Frauen“ gebührend gefeiert. Zu erleben sind Kaddi Cutz (Poetry Slam), Still Movin’ (Musik) und Elchtest (Impro Theater). Zum Tanzen bringen Crline (ProZecco/Dresden), house & disco und Ostbam (ProZecco, vir.go/Leipzig) italo disco.

Wann: Freitag, 13. März 2020, 20 Uhr Einlass | ab 20.30 Uhr Programm
Wo: Eventgewölbe Dresden, Kanonenhof, Brühlscher Garten 4, 01067 Dresden (neben dem Bärenzwinger)

Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei, das Programm wird durch Gebärdensprachdolmetschende übersetzt.

Veranstaltet wird die „1. Lange Nacht der Frauen*“ vom Bündnis Equal Pay Day Dresden. Dazu gehören: die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, der *sowieso* KULTUR BERATUNG BILDUNG Frauen für Frauen e. V., das DRESDNER Kulturmagazin, der Kreative Werkstatt Dresden e. V., der Landesfrauenrat Sachsen e. V. und der Lebendiger leben! e. V.

Weitere Informationen im Programmheft oder hier:
§        www.dresden.de/gleichstellung
§        www.frauen-ev-sowieso.de/lange-nacht-der-frauen/  
§        Facebook: Equal Pay Day Dresden

Alle, die mit den Veranstalterinnen diskutieren, feiern oder einfach nur dabei sein wollen, sind herzlich eingeladen unter dem Motto: Dresden hat Potential – zeigen wir es!

Text: Elke Mandel,
Projektkoordinatorin
Kreative Werkstatt Dresden e.V.
Bürgerstraße 50, Galvanohof
01127 Dresden
Tel 0351/8584200   Fax 0351/8584209
info@kreative-werkstatt.de
www.kreative-werkstatt.de

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird erstmals nicht öffentlich vergeben wegen des Corona-Virus

Am 12. März, wird die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die diesjährigen Preisträger in den Kategorien Übersetzung, Sachbuch/Essayistik und Belletristik bekannt geben. Insgesamt wurden in diesem Jahr 402 Titel eingereicht.

Nach Absage der Leipziger Buchmesse aufgrund der aktuell hohen Auflagen für öffentliche Großveranstaltungen werden die Preise erstmals in der 16-jährigen Geschichte der Veranstaltung nicht öffentlich vergeben. Die Jury tagt aber wie geplant und entscheidet, welche drei Autoren sich in diesem Jahr über den Preis der Leipziger Buchmesse und das Preisgeld von je 15.000 Euro freuen können. Zusätzlich erhält jeder der 15 nominierten Autoren ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Ab 9.05 bis 10.00 Uhr begründet die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Jens Bisky ihre Entscheidung live in der Hörfunk-Sendung „Lesart. Das Literaturmagazin“ des Preis-Medienpartners Deutschlandfunk Kultur.

 

Humorzone Dresden: Comedy mit Rindsroulade mit Rainer König, Alf Mahlo & Ralf Herzog in Merlins Wunderland

„Merlins Spezial“ im Rahmen der „Humorzone“ – Comedy mit Magie und Menü mit Rainer König, Alf Mahlo, Ralf Herzog und Kerstin Straßburger. 

Diese Mimenshow findet laut Veranstalter am 15. März leider nicht statt aufgrund der derzeitigen Situation, Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus!

Das hat es seit Jahren nicht gegeben – Rainer König, Alf Mahlo und Ralf Herzog auf einer Bühne! Am 15. März sind die drei begnadeten Mimen im Rahmen der Humor-Zone in einem „Merlins Spezial“ im Restaurant-Theater Merlins Wunderland zu erleben. Für die Frauenquote sorgt die Dresdner Illusionistin Kerstin Straßburger. Ihre magischen Nummern hat sie übrigens nachhaltig-ökologisch konzipiert, denn hier wird keine Jungfrau mit dem Schwert zerteilt, sondern mit Pappbechern und rohen Eiern hantiert. Dabei sieht die Frau Straßburger auch noch gut aus! Überhaupt wird es Zeit, dass Frauen zaubern und die Männer die Requisiten reichen! Deshalb will sie die Herren Herzog, König und Mahlo auch als Assistenten für ihre Zauberei verpflichten.

Zu all dem Quatsch gibt es Soße samt Roulade als Highlight eines Drei-Gang-Menüs. Und das kann man sich zum Schluss nach der Musik eines DJ einfach wieder wegtanzen.

Text: Sabine Mutschke
Foto: Veranstalter

http://www.merlins-wunderland.de

Sonntag, 15. März 2020
Beginn 18 Uhr, Einlass ab 17.15 Uhr

Merlins Wunderland
Zschonergrundstraße 4
01157 Dresden

Tickets an allen VVK-Kassen sowie unter Tel. 03 51/ 421 99 99  Fax 4219977 

http://www.merlins-wunderland.de

3-Gang-Menü

Brotvariation vom Dresdner Backhaus, dazu frischer Topfen vom Markt mit Gartenkräutern, Paprika-Tomaten-Frischkäsecreme, Thunfisch-Chili-Dip, hausgemachtes Speckfett mit Apfel und Röstzwiebeln

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Karotten-Kokos-Süppchen mit Chili & gerösteten Croutons & Blattspinat-Kartoffelcreme mit Schmand & sautierten Kirschtomaten

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Gefüllte Rinderroulade wie bei Muttern, dazu feine Buttermöhren, klassischer Apfelrotkohl und Kartoffelklöße mit Semmelbutter

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Süße Überraschung: Merlins Dessertvariation

Premiere „Sternstunden“ in der Comödie Dresden


Den Geheimnissen des Kosmos und der Liebe auf der Spur: die Kosmologin Estelle (Cosma Shiva Hagen, Bildmitte) und ihre Freundinnen erleben manch pikante Entdeckung in der Komödie „Sternstunden“. Fotos: Robert Jentzsch

Ein kosmisch komisches Vergnügen über
die Mysterien der Liebe

Die witzig-turbulente Beziehungskomödie „Sternstunden“ von Tristan Petitgirard feierte ihre deutschsprachige Erstaufführung am Freitagabend in der Comödie Dresden.

Die Kosmologin Estelle erforscht mit Leidenschaft die Geheimnisse des Kosmos. Doch ihre Freundinnen verhalten sich in letzter Zeit irgendwie komisch, seit dieser rätselhafte Fremde in ihrem Leben aufgetaucht ist. Von den unendlichen Mysterien des Weltalls und der Liebe erzählt „Sternstunden“ – eine himmlische Komödie von Tristan Petitgirard in der Übersetzung von Kim Langner. Die deutschsprachige Erstaufführung des französischen Boulevardtheater-Erfolges, der auch bald verfilmt wird, war am Freitagabend in der Comödie Dresden.

Goldglänzende Sterne schweben zum Greifen nah im Theaterfoyer. Doch die drei Frauen auf der Bühne tappen erst mal im Dunklen und fühlen sich wie in einem Fantasy-Drama. Die lebenslustige Garance, eine Fernsehproduzentin (Dominique Siassia) hat einen neuen Freund und will den anderen partout nicht verraten, wer ihre neue Flamme ist. Warum nicht?!, rätseln sie. Ist er prominent, hat er etwas zu verbergen oder ist es gar der Ehemann von Sophie? Je länger Garance schweigt, um so mehr stachelt sie die Neugier ihrer Freundinnen an, das Geheimnis um Mister Unbekannt zu lüften. Das führt zu allerhand pikanten Szenen, Überraschungen und Wendungen in dieser turbulent witzigen Beziehungskomödie, spannend in Szene gesetzt unter Regie von Thomas Heep.

Es geht um Liebe, Freundschaft, Treue, sexuelle Vorlieben, Jugendwahn, Älterwerden und zu sich stehen in amüsant doppeldeutigen Dialogen. Die drei Frauen und ein Mann spielen auf einer Drehbühne, die abwechselnd ein Schlafzimmer mit Bett und orangener Kuscheldecke zeigt und eine Wandtafel voller mathematischer Gleichungen. Daneben steht ein Schreibtisch, an dem sie ihr Berufs- und Privatleben organisieren, telefonieren und feiern. Die Musik mit Songs u.a. von Janis Joplin und die Mode entführen ins Paris der 70er Jahre. Die Kosmologin Estelle steht kurz vor einer bahnbrechenden Entdeckung über die Form des Universums (quirlig-energisch: Cosma Shiva Hagen). Hoch auf einer Leiter stehend, quasselt sie viel über die unendlichen Weiten des Kosmos, eine Vorliebe auch ihrer Mutter. Unverblümt direkt parliert sie und auch die rauchige Stimme hat sie von ihr geerbt.

Die Tochter von Sängerin Nina Hagen gibt in ihrem Debüt in der Comödie Dresden die cool-liebenswürdige und kratzbürstige Tochter, die nichts mehr von ihrem Vater wissen will und ihn seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Ausgerechnet mit ihm, Jean-Philippe, Typ ergrauter Schürzenjäger (Stephan Schill) ist ihre beste Freundin jetzt zusammen, nachdem sie versuchte, Vater und Tochter zu versöhnen. Unfreiwillig wird Freundin Sophie, eine taffe Psychologin (Astrid Leberti) zur Mitwisserin und Komplizin im Verheimlichen der Affäre. Bis das Versteckspiel auffliegt, alle sich reinen Wein einschenken und die Sterne wieder funkeln sehen. Viel Beifall für einen kosmisch komischen und vergnüglichen Theaterabend.

Text (lv)

http://www.comoedie-dresden.de

Lese-Performance „Der Tag als meine Frau einen Mann fand“ nach dem Roman von Sibylle Berg im Theaterhaus Rudi

Die Verrücktheiten der Liebe

Die Lese-Performance „Der Tag als meine Frau einen Mann fand“ nach dem neuen Roman von Sibylle Berg mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel feiert Premiere am 7. März, um 20 Uhr und am 8. März um 19 Uhr im Theaterhaus Rudi, Fechnerstraße 2a in Dresden. Eine Empfehlung zum Internationalen Frauentag.

Chloe und Rasmus sind seit 20 Jahren verheiratet, alles ist bestens, man ist sich vertraut. Aber sollte das alles gewesen sein? Ein neues Projekt soll Rasmus aus seinem beruflichen Tief holen. Chloe glaubt fest an ihn. Doch plötzlich gerät ihrer beider Welt aus den Fugen, als Chloe auf Benny trifft.
Sibylle Berg stellt die Frage, die alle Paare irgendwann einmal beschäftigt: Ist Sex lebensnotwendig? Oder doch eher die Liebe?

Dem geht die Lese-Performance nach dem Roman von Sibylle Berg „Der Tag als meine Frau einen Mann fand“ mit Solvig Frey & Rüdiger Schlögel nach, die am 7.März, um 20 Uhr und am 8. März, um 19 Uhr im Theaterhaus Rudi Premiere feiert. Die beiden lesen unter dem Dach aus dem neuen Buch der für ihre witzig-absurden, tief schürfenden Geschichten über modernes Beziehungsleben und seine Tücken bekannten Autorin. Für alle, die sich gern überraschen lassen und über die Verrücktheiten der Liebe noch lachen können. Ob mit oder ohne Mann im Schlepptau oder als Paar, frisch verliebt oder schon länger zusammen. Wer diese abgrundtief komischen wie ernsthaften Texte hört und übersteht, ist übern Berg und hat schon viel gewonnen!

Sibylle Berg

geboren in Weimar, lebt heute in Zürich. Sie schreibt Romane, Theaterstücke, Essays und Kolumnen. Ihr Wer wurde in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.

frey & schlögel

sind ein Leseteam. Solvig Frey und Rüdiger Schlögel lernten sich beim Gesangsunterricht im Heinrich-Schütz-Konservatorium kennen. Daraus entwickelte sich eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit in verschiedenen Theaterprojekten. Nach dem Erfolg der letzten Lese-Performance 2016 entschlossen sie sich, auf diesem Gebiet weiterzumachen und ließen sich dabei vom neuen Roman von Sibylle Berg inspirieren. Unterstützung bei der Umsetzung dieser Lesung erhielten sie von dem Schauspieler und Kabarettisten Detlef Nier.

Text: frey & schlögel und lvKarten für die Leseperformance gibt es unter https: //www.theaterhaus-rudi.de/spielplan.html? bzw. per Telefon: 0351 -849 19 25

Ausstellung „Toi toi toi – Ein Blick hinter die Theaterkulissen“ von Birgit Köhler in den Landesbühnen Sachsen

Theaterleben in Bildern

Die Theatermalerin und Requisiteurin Birgit Köhler zeigt augenzwinkernd den Bühnenalltag. Eine Ausstellung mit ihren Zeichnungen und Linolschnitten eröffnet am 7. März, um 17 Uhr im Glashaus der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. 

Birgit Köhler studierte Theatermalerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, eröffnete 2004 ihr eigenes Atelier, gibt Kurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet jeden Sommer die „Sommermalreise“ auf dem Darß. Sie ist seit 2011 Requisiteurin an den Landesbühnen.

Bei mehr als 30 Theaterproduktionen war sie beteiligt und hat ihre Eindrücke in Zeichnungen und Linolschnitten festgehalten. Birgit Köhler ist seit ihrem Auftritt im Kinderchor 1985 bei „Hänsel und Gretel“ den Landesbühnen Sachsen verbunden. Sie studierte Theatermalerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, eröffnete 2004 ihr eigenes Atelier, gibt dort Kurse für Kinder und Erwachsene, und veranstaltet jeden Sommer die „Sommermalreise“ auf dem Darß.  Seit 2011 ist Birgit Köhler Requisiteurin an den Landesbühnen.

Als Requisiteurin ist Birgit Köhler verantwortlich für die Beschaffung und Herstellung von Requisiten (alle beweglichen Ausstattungsgegenstände auf der Bühne), also Kleingegenstände, Möbel, Einrichtungsgegenstände aller Art und besorgt. Sie kümmert sich um alles von der Büroklammer bis zum Maschinengewehr. Dabei bewältigt sie die unterschiedlichsten Aufgaben mit Geschick und Kreativität. Wenn man mit ihr über ihren Beruf spricht, merkt man ihr an, dass sie mit Leidenschaft dabei ist.

An mehr als 30 Theaterproduktionen war sie beteiligt und hat ihre Eindrücke in Zeichnungen und Linolschnitten festgehalten. Entstanden sind diese Bilder, weil es bei Premieren üblich ist, dass die Beteiligten sich untereinander beschenken und Glück wünschen. Einem alten Aberglauben folgend, der auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, sagt man sich dabei „Toi, toi, toi“. Indem das Böse heraufbeschworen wird – „Toi“ steht für Teufel –, soll es gleichzeitig abgewendet werden, im Sinne von „Es möge gelingen!“. Diese Formel hat Birgit Köhler in allen ihren Bildern verwendet, manchmal auf kunstvolle und originelle Weise versteckt.

Die Bilder geben außerdem wieder, welchen Herausforderungen sie sich in den Theaterproduktionen stellt. Da ist zum Beispiel in der Operette „Eine Nacht in Venedig“ ein Topf voller Spaghetti gefragt. Für jede Vorstellung Nudeln kochen, ist für ein Reisetheater eine echte Herausforderung und zudem werden sie auf der Bühne kalt… kurzerhand wird ein Wollgeschäft aufgesucht, gefärbt und gebastelt, und fertig sind die kleinen „Nudelnester“.

So beschreibt es Birgit Köhler, und der Spaß, den die Beteiligten auf der Bühne hatten, spiegelte sich in den Reaktionen des Publikums, wie auch in der Zeichnung zur Premiere wieder.

Ihre Liebe zum Theater und ihrem Beruf lässt die dargestellten Szenen lebendig werden, und durch ihr großes handwerkliches Können und die besondere Fähigkeit, mit wenigen Strichen und einem Augenzwinkern eine Situation auf den Punkt zu bringen, machen ihre Kunstwerke zu etwas Besonderem.

Texte: Petra Grubitzsch/LB Sachsen

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de