Premiere „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus


Raus aus der Enge im Zimmer, ständigen Streaming, hinaus auf die Bühne und ins Leben… Fotos: Sebastian Hoppe

Das Leben wieder spüren

Um Ausbruch aus der Enge, Veränderung, Vergänglichkeit und Lebenssinn geht es in absurd-komischen, traurigen und berührenden Szenen und Liedern in der Inszenierung „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner mit zehn jungen SpielerInnen der Bürgerbühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Auf einer Leinwand erscheinen sprechende Gesichter mit starrer Miene in weißen Halskrausen. Die jungen Darsteller halten Schilder mit den Namen ihrer Figuren in die Kamera und kündigen eine digitale Livestream-Aufführung wegen Corona an. Doch dann kommt alles anders. Mit ebenso viel Spiellust wie Wut im Bauch und Wagemut durchbrechen sie die „Automaten-Version“ aus „Leonce und Lena“ in lebendiger Interaktion gemeinsam mit dem Publikum. Frei nach dem Lustspiel von Georg Büchner in einer Fassung von Joanna Praml und Dorle Trachternach eröffnete die Inszenierung der Bürgerbühne am Freitagabend im Kleinen Haus die neue Spielzeit im Staatsschauspiel Dresden.

Ein herunter fallender Stein bringt die Sache ins Rollen. Die zehn jungen Spielerinnen und Spieler haben genug von nur digitalen Gesichtern und zuhause sitzen. Einer reißt die Leinwand weg. Zunächst zögernd, dann immer ungestümer ist der Ausbruch aus der gähnenden, lähmenden Langeweile und das Leben wieder spüren. Als Kulisse dient ein Metallgerüst mit vergitterten Zimmern. Spielend erobern sich die Jugendlichen von der Bühne aus die Welt und tun all das, was sie über ein Jahr während der Pandemie nicht konnten. Rausgehen, reisen, etwas gemeinsam mit anderen erleben und kreiern, sich ausprobieren.

Sie spielen Leonce und Lena, aber vor allem sich selbst, offen, ehrlich und witzig-ironisch. Sie streiten, feiern, flirten und jeder will einen Leonce oder eine Lena für sich finden. Die frisch Verliebten, Kasimir Pretzschner und Flavia Berner, trennen sich und finden wieder zusammen. Lustig und unbeirrt wirbelt als Valerio und „Bachelor von Oberloschwitz“ Christian Göhler umher und spielt faszinierend Cello. Für  Heiterkeit sorgt der ständig seine Hose suchende, einsame König (Danny Mlaouhia).

Absurd-komische, traurige, melancholische, laute und leise, nachdenkliche Szenen, Lieder und Klänge, italienische Schmuseschlager und wild rockige Musik begleiten in schnellem Wechsel die Fragen der Jugendlichen nach dem Lebenssinn, Veränderung und Vergänglichkeit. Die Aufführung ist intensiv, spontan und einfallsreich. Ein großartiger Start, symbolhaft auch für die Kraft und Magie des Theaters, in die neue Spielzeit des Staatsschauspiels Dresden. Viel Beifall und stehende Ovationen gab es vom Publikum.
Die nächsten Vorstellungen von „Leonce und Lena“ sind am 3. Oktober, 19 Uhr  (bereits ausverkauft, evt. Restkarten an der Abendkasse) und am 14. Oktober, 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

BilderAlbum: Ostrale – Biennale für zeitgenössische Kunst geht in die letzte Runde


Skurrile Wesen, gebaut aus Benzinkanistern, stehen am Eingang zur Robotron-Kantine am Pirnaischen Platz in Dresden, wo die Ostrale – Biennale für zeitgenössische Kunst in Deutschland noch bis 3. Oktober zu sehen ist.

Unerwartet steht man in der Ausstellung großformatigen Bildern von Menschenaffen gegenüber, die traurig, entsetzt und verwundert schauen. Wohin sie sich hier verirrt haben… Kein Hinweis bzw. nähere Erläuterungen zu dieser Installation fand sich in der Ausstellung.

Das Verhältnis Mensch – Tier reflektieren viele Arbeiten, in Malerei, Fotografie,
Video-Installationen und Objekten. Erschreckend realistisch wie der Berg Tierfelle oder komisch-absurd. Viel Stoff zum Nachdenken.
Home office oder mobiles Büro…  schon etwas in die Jahre gekommen.
Frage eines Plattenbaus: „Was wäre wohl aus mir geworden ?“
Vom Umgang mit der Natur und Freiheitsrechten erzählt berührend dieser moldawische Trickfilm.

Der Mensch der Zukunft: „Andreonauten“, Objekt von Katharina Andress

OSTRALE - Biennale für zeitgenössische Kunst (© OSTRALE)

Mensch und Natur im Wandel

Die Kunst-Ausstellung in der Robotorn-Kantine ist Geöffnet nur noch bis 3. Oktober! Aktueller Biennale-Katalog mit Fotos aus der Ausstellung erschienen

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst gibt bekannt, dass die diesjährige Biennale trotz der Pandemiebedingungen bereits jetzt mehr als 21.000 Besucher hatte. „Die Zahl entwickelt sich sehr dynamisch weiter, da wir am 3. Oktober ja für dieses Jahr schon wieder schließen müssen“, berichtet Direktorin Andrea Hilger.

Der 384 Seiten umfassende Ausstellungskatalog ist an der Ausstellungskasse in der Robotron-Kantine (Zinzendorfstraße) und in der eintrittsfrei geöffneten OSTRALE.Basis (Rethelstraße 45) zum Preis von 25 Euro erhältlich. Er dokumentiert die 557 Werke von 138 Künstlern aus 34 Nationen umfassende Biennale unter anderem mit Werkbeschreibungen und sämtlich in der Ausstellung aufgenommenen Fotografien. Außerdem öffnet hier auch die litauische Künstlerin Gabriel Gervickait ihren Ausstellungscontainer, in dem sie seit dem 1. September zeichnerisch sowie mit Papier, Klebefolie und Spraylack die Serie „body as an archival container“ zeigt.

OSTRALE.Basis: Hanne Lange und Sandra Rosenstiel im Gespräch

Unter anderem ist hier auch die Ausstellung „alles könnte anders sein“ mit Werken von Hanne Lange und Sandra Rosenstiel zu sehen. „Die Objekte von Hanne Lange und Sandra Rosenstiel lassen uns stolpern und unterbrechen unsere gewohnten Sehgewohnheiten. Die Kunstwerke bieten uns den Freiraum, die eigenen Gedanken zu entfalten und laden zur Spurensuche ein“, verspricht Ostrale-Direktorin Andrea Hilger. Das „meet the artists“ in der OSTRALE.Basis wird gefördert durch den Stadtteilfonds Pieschen-Süd/Mickten aus Mitteln des Stadtbezirksbeirats Pieschen im Rahmen des Projektes Zukunftsstadt Dresden.

Die OSTRALE Biennale findet noch bis 3. Oktober schwerpunktmäßig in der Robotron-Kantine (Zinzendorfstraße, Dresden) statt. Zusätzlich laden dezentrale Biennale-Ausstellungen auch in den Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden, die Gedenkstätte Bautzner Straße und bis zum 17. Oktober in die OSTRALE.Basis in Dresden Übigau (Rethelstraße 45) ein. Die OSTRALE.Basis ist dienstags bis samstags von 12 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Besucher werden gebeten, die aktuellen Hygienevorschriften zu beachten.

Weitere Informationen:

Gabriel Gervickait *1982 in LT | wohnt in LT
„body as an archival container vs mechanisms of control“
Serie | Zeichnung Collage| 259 x 605 x 243 cm | 2021
Papier, Klebefolie, Spraylack

Die Werke für die Container-Installation entstehen vor Ort in Dresden. Im Fokus der Künstlerin bleibt dabei stets der Mensch, sein Inneres samt erlebten Situationen. Der Container fungiert dabei als Gedächtnisarchiv und beherbergt eine Installation von Bildern aus diversen Materialien und Textcollagen, als Begegnungsstätte zur Offenbarung menschlicher Gefühle und assoziativer Empfindungen. In der künstlerischen Praxis von Gervickait spielt die Biopolitik eine besondere Rolle. So wird es auch einige Verweise auf das tabuisierte soziale Verhältnis zwischen dem Körper und den Mechanismen der Biopolitik geben, die den menschlichen Körper unter Kontrolle halten. Nicht zuletzt wird sie auf aktuelle Besonderheiten der Pandemie eingehen und hinterfragen, wann die Würde des Menschen noch gewahrt wird und wann bereits Statistik und Zahlen die Macht übernehmen. Besonderes Augenmerk wird die Künstlerin auf die Suche nach der Beziehung Körper – Medizin legen, die sie nicht nur als Mittel der Hilfe, sondern auch als Mittel der Kontrolle analysieren wird.

Robotron-Kantine: Ticket-Vorverkauf über http://www.etix.com , 15 Euro, ermäßigt 10 Euro inkl. VVK-Gebühr, geöffnet Mi-Fr (ab 21. September: Di – Fr) 10 – 19 Uhr, Sa – So 11 – 20 Uhr

Gedenkstätte Bautzner Straße: Mo – So 10 bis 18 Uhr

Stadtentwässerung Dresden, Klärpark Kaditz: Di, Do, Sa: Führungen um 10, 12, 15 Uhr

OSTRALE.Basis, Übigau, Rethelstr. 45: Di – Sa 12 bis 18 Uhr

Die OSTRALE Biennale ist eine der großen temporären Ausstellungen für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden bzw. Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität, spiegeln sich in den Ausstellungen inhaltlich wieder. Das Team der OSTRALE hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste Europäischer Kulturhauptstädte gestaltet, wie 2010 in Pécs, 2016 in Breslau, 2018 in Valletta/Malta, in der Rijeka/Kroatien (2020), wo allerdings wegen der Covid-19 Pandemie nur digital (https://rijeka2020.eu/dogadjanja/digitalna-izlozba-watergate-ostrale-bijenale-suvremene-umjetnosti ) präsentiert werden konnte, und eine Präsentation einer Auswahl von OSTRALE-Werken in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen folgt. In den Jahren 2021-2022 ist die OSTRALE federführend am Projekt Flowing Connections (https://vimeo.com/487416772 ), (https://vimeo.com/544940287 ) beteiligt, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. In Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) umfasst das Projekt die OSTRALE Biennale O21 in Dresden und OUT of OSTRALE-Ausstellungen in Budapest (19.3.-22.5.2022), Split (1.6.-30.6.2022) und Kaunas (18.8.-13.11.2023, ergänzt durch ein Artist in Residence-Programm und mehrere Workshops zu digitalem Kulturmanagement, postindustriellen Kulturräumen, Kunstvermittlung und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Text: Tobias Blaurock

Fotos (lv)

Dolce Vita: Radebeuler Weinherbst mit Wandertheater & Musik


Kabaret Kalashnikov: Humor & Lebensfreude unter freiem Himmel beim Radebeuler Weinherbst auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda. Foto: Andrzej Lazowski


Beschwingt & romantisch: Auf dem nostalgischen Theaterkarussell im Festgelände schlagen kleine und große Herzen höher. Foto: Claudia Hübschmann

„Dolce Vita“ – Das süße Leben mit reichlich Kultur und Rebensaft

Radebeul feiert den sächsischen Wein. das internationale Theater und das „süße Leben“. Unter dem Motto „Dolce Vita“ findet in diesem Jahr vom 1. bis 3. Oktober der Radebeuler Weinherbst statt.

Als dezentrale kleinteilige Veranstaltung wird das Fest mit Aufführungen internationaler Wandertheater und Musik bereichert, bei dem Elemente des beliebten Herbst- und Weinfestes zu finden sind.

Drei Tage lang können die Besucher auf mehreren Veranstaltungsinseln rund um den historischen Dorfanger in Altkötzschenbroda das Zusammenspiel aus Theater, Musik, Wein und Kunst erleben. Winzer und Weinbauvereinigungen bieten frischen  Federweißen und erlesene Weine aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut an. In gemütlicher Atmosphäre können Weinliebhaber die edlen Tropfen genießen und mit den Winzern ins Gespräch kommen.

Theatergruppen und Solokünstler zeigen eindrucksvolle Inszenierungen für Jung und Alt, die von Schauspiel über Clownerie bis hin zu Figurentheater und Comedy reichen.
Beim Kabaret Kalashnikov verschmelzen hochklassige Akrobatik, schräger Humor und knallige Balkan Beats zu einer turbulenten Show, die alle Genre-Grenzen sprengt – eine phantastische Mixtur direkt aus dem Berliner Underground. Von der Straße auf die Bühne geht es für Matiz alias Flash Gonzalez aus Chile. Der subtile Clown präsentiert keine großen, magischen Illusionen, vielmehr beruht sein Zauber in den kleinen,
liebevollen Details aus denen eine mitreißende Komik resultiert. Ohne Plan und ohne Worte, dafür mit waghalsigen Kunststücken, schrägen Improvisationen und einer Portion frischem Humor interagiert das belgische Clowns-Duo OKIDOK mit dem Publikum. Nur in weißen Unterhosen bekleidet, repetieren sie kurzerhand die Menschwerdung vom Primaten zum Homo Sapiens.

Tierisch wird es auch mit dem Niederländer Pieter Post und seiner Performance „The Turtle – Doing nothing is hard work“. Auf der Suche nach der Bedeutung der Faulheit führt er die Zuschauer auf eine epische und humorvolle Reise mit einem langsamen Beginn, bizarren Stunts und einem spektakulären Ende.

Auf dem Kirchplatz laden nationale und internationale Musikgruppen zum Feiern und Tanzen ein. Kristin Amparo und John Runefelt aus Schweden bringen mit Charisma, soulig-samtigem Gesang und grandioser Bühnenpräsenz den Jazz nach Radebeul. Das dänische Quartett Brothers Moving gilt als eine der einflussreichsten Straßenbands und rockt mit ihrem Mix aus Blues, Folk Rock und Funk weltweit die Gehwege. Mit virtuoser Spielwut zaubert Thomas Putensen immer neue Stücke auf seinem Klavier und wechselt von sanftem Blues zu Rock’n’Roll oder Klassik. Wo der Hüne aus dem Norden auftaucht, herrscht ausgelassene Stimmung und das Publikum darf kräftig mitsingen.

Zur Musik von Duo Draak dreht sich auf dem Platz vor dem Kuffenhaus das nostalgische Theaterkarussell von Georg Traber (Schweiz). Bei den schwungvollen Runden verschwimmen Alltag und das bunte Treiben gleichermaßen und auch erwachsene Fahrgäste verspüren noch einmal die Freude und Unbeschwertheit ihrer Kindheit. Zur Kinderkirmes auf den Streuobstwiesen warten Spiele und Abenteuer auf alle kleinen Gäste. Dort können sie nach Herzenslust herumtoben, die Umgebung auf dem Rücken eines Esels erkunden und anschließend am prasselnden Lagerfeuer handgemachten Klängen lauschen. Zudem lockt der Rummel wieder viele
Familien auf die Festwiese.

Auf der Elbwiese installieren Richard von Gigantikow und sein internationales Künstlerteam – im Rahmen des Projektes „Kunst am Fluss“ – einen unverwechselbaren Skulpturengarten. Mit ihrem Labyversum erschaffen sie auf dem Radebeuler Weinherbst einen Ort der Begegnungen und der Wunder.

Und auch in den Radebeuler Weingütern wird es an dem Veranstaltungswochenende unterhaltsam. In idyllischer Lage umgeben von Weinreben können die Besucher kulinarische Genüsse und Live-Musik erleben. So lädt unter anderem das Haus Steinbach zu einem gemütlichen Weinabend mit Live-Musik von Erik Jorgal, bei dessen melodischen und ruhigen Songs die Gäste in Tagträumen schwelgen.

Wie bereits im letzten Jahr, wird der Weinherbst eintrittsfrei sein. Das Publikum ist herzlich aufgefordert in den Hut der Künstler zu spenden. Durch notwendige Besucherzahlbeschränkungen kann es an den einzelnen Veranstaltungsorten eventuell zu Wartezeiten kommen.

Mehr Informationen:
http://www.weinfest-radebeul.de
http://www.facebook.com/weinfestradebeul


„Kunst am Fluss“ mit Skulpturengarten & Labyversum auf den Streuobstwiesen in Altkö. beim Radebeuler Weinherbst. Foto: Claudia Hübschmann

Ausstellung „Mittendrin“ von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz


Ein Hoch auf die Lebensfreude! Die Maler und Grafiker Peter Pit Müller und André Uhlig und der Leiter des Sächsischen Weinbaumuseums Hoflößnitz, Frank Andert nach der Ausstellungseröffnung „Mittendrin“.

Künstler und Winzer unter sich: Karl Friedrich Aust vom benachbarten Weingut sprach zu den Bildern, die die sich den vertrauten Weinhängen aus verschiedenen Blickwinkeln nähern.

Mittendrin in den Weinbergen

Vielfältige Blicke auf die Lößnitzlandschaft zeigen die Radebeuler Künstler Peter Pit Müller und André Uhlig zurzeit in einer Ausstellung im Weinbaumuseum Hoflößnitz.

Zwischen den Weinbergen in leuchtenden Herbstfarben wandert der Blick hinauf zu den kleinen Winzerhäuschen und dem graublau bewölkten Himmel. Gegenüber führt eine grau verwitterte Steintreppe entlang der saftig grünen Rebstöcke in endlose Weite. „Mittendrin“ wie die Maler bewegen sich auch die Besucher der Ausstellung von Peter Pit Müller und André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Sie haben sich gemeinsam mitten hineinbegeben in die Weinberge der Lößnitz zum Malen und Zeichnen, um aus unmittelbarem Erleben aus verschiedenen Blickwinkeln ihre eigene Sicht auf die Landschaft festzuhalten. Zu entdecken gibt es reichlich auf wenig Raum. Insgesamt 42 Arbeiten, darunter Skizzen, Zeichnungen, Malerei und Druckgrafiken, hängen in den zwei Ausstellungsräumen im Bergverwalterhaus vom Hoflößnitz. Alle Arbeiten sind letztes und dieses Jahr entstanden.

In der bereits dritten Ausstellung hier in diesem Jahr trotz Corona zeigen
“zwei Lößnitzmaler von echtem Schrot und Korn“ ihre neuesten Werke, sagte Museumsleiter Frank Andert bei der Ausstellungseröffnung im vollbesetzten
Festsaal des Hoflößnitz. „Die Bilder von André Uhlig drücken aus, was man
liebt, wenn man am ,Goldenen Wagen` im Weinberg zusammen sitzt und bei
einem Glas Wein in den Sternenhimmel schaut“, sagte Winzer Karl Friedrich Aust vom benachbarten Weingut. Die Weinernte sei gerade in vollem Gange, doch er kenne beide Künstler schon lange und kam daher gern der Bitte nach, etwas zu ihren Bildern zu sagen. „Bei Peter Pit Müller verschmelzen die Häuser fast mit der Landschaft.“ So sein Eindruck vom Spitzhaus aus gesehen. Es seien ungewöhnliche, interessante Perspektiven der zwei Künstler auf den eigenen, vertrauten Weinberg und auf andere Steillagen, so Aust.

Genau beobachtet sei ein Bild Müllers, „Unterm Spitzhaus“, wo der Blick vom saftig grünen Weinberg aus in die Tiefe, die „Hölle“ stürzt, wie Winzer den steilen Abhang wegen der Abrutschgefahr nennen. Trügerische Schönheit. Die Weinberge erscheinen in mal sonnigen Farbtönen, mal weiß verschneit stimmungsreich.

André Uhlig zeigt außerdem in erdigen Farbtönen knorrige, weit verzweigte Bäume, Elblandschaften und daraus hervor leuchtende, weiße Häuser mit roten Hausdächern. Blauviolette Kohlköpfe auf einem Feld nahe der Elbe. Pappelrauschen in sanften Pastellfarben. In lebhaften Pinselstriche skizzenhafte Landschaften auf Leinwand. Die kleinen, farbigen Ölbilder von ihm wirken noch konzentrierter und atmosphärischer. Die Ausstellung „Mittendrin“ ist noch bis 14. November im Hoflößnitz zu sehen unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis So von 10 – 18 Uhr.

http://www.hofloessnitz.de


Die Radebeuler Weinberge und Lößnitzlandschaft in Bildern von André Uhlig.


Peter Pit Müller vor seinen Bildern mit winterlichen Weinhängen.

Poesie & Musik: „Vom Zauber endloser Anfänge“ zu erleben in der Karl-Preusker-Bücherei Großenhain

Hervorgehoben


Mit viel Wortlust & Musizierfreude kommt die neue Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Lilli Vostry, Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker, auf die Bühne. Zauberhaftes, abwechselnd fröhlich beschwingtes und leise, sehnsuchtsvolles Akkordeonspiel und lebhafte, helle, dunkle, zarte und raue Saxofonklänge begleiten und mischen sich mit bilderreicher Poesie und erzählender Lyrik über die Wandlungen im Leben und den Zauber des Augenblicks. Herzlichen Dank an Galeristin Janett Noack, die uns den Probenraum in ihrer Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden zur Verfügung stellte und die Fotos aufnahm! Im Hintergrund Malerei von Helena Zubler in der derzeitigen Ausstellung „Sweet Spot“ (noch bis 20.11.2021)

Wort- und Klangzauber in der  Bücherei Großenhain

Mit der Premiere der Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ sind Lilli Vostry, Autorin und Gabriel Jagieniak, Musiker, am 12. Oktober, 19 Uhr in der Karl-Preusker-Bücherei Großenhain zu Gast.

Die Strandtasche flüstert was vom Meer, das unendlich weit erscheint. Fast allein am windzerzausten Strand mit den kreisenden, kreischenden und immer hungrigen Möwen, ist alles anders als sonst. Erinnerungen steigen auf an vertraute Orte, an Verlorenes, Liebgewordenes und das Meer kommt mit an den neuen Ort, wo die Zeit stehen geblieben scheint und wunderbare neue Entdeckungen warten.

Poesie und Musik lassen sich mitreißen vom Spiel der Wellen mit dem Wind, bewegen und davon tragen vom „Zauber endloser Anfänge“. So heißt die neue Gedicht-Lesung mit Musik, mit der Lilli Vostry, Autorin und Lyrikerin und Gabriel Jagieniak, Musiker (Akkordeon, Saxofon), am 12. Oktober, 19 Uhr in der Karl-Preusker-Bücherei in Großenhain zu Gast sind. Es ist die erste deutsche Volksbücherei, gegründet 1828.

Sie trägt den Namen ihres Gründers, auf dessen Spuren die Besucher im historischen Preusker-Zimmer ebenso wie im Lesegarten wandeln, verweilen und natürlich ausgiebig in Büchern blättern können. Auf dem Programm der Erlebnis-Bücherei stehen Führungen, Lesenächte für kleine Geschichtenlauscher, Buchvorstellungen, Autorenlesungen, Ausstellungen und Jahreszeitenfeste mit Spiel- und Bastelangeboten.
(www.buecherei-grossenhain.de )

Der Libèrtango von Astor Piazolla eröffnet die Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“. In den Gedichten geht es um Natur und Zwischenmenschliches, um die Veränderungen und Wandlungen im Leben und den Zauber des Augenblicks und Neubeginnens. Sie erzählen von „Bildern im Kopf“, vom „Garten Eden“, kleinen Faltern, ungestümen Katzen, wildem Mohn und einem seltsamen Hörnertier.

Lilli Vostry lebt und arbeitet als freie Journalistin, u.a. auch für die Sächsische Zeitung, in Dresden und schreibt seit zehn Jahren Lyrik. Sie hat bereits vier BilderGedichtKalender mit verschiedenen Künstlern im Zeitraum von 2013 bis `016 veröffentlicht. Zu hören in diesem Programm sind frühe und neue Gedichte und Texte, auch zum Leben in Corona-Zeiten.

Gabriel Jagieniak (soundcloud.com/gabriel-jagieniak) bewegt mit seinem virtuosen Akkordeonspiel, mit und ohne Gesang, bekannten Melodien und eigenen Kompositionen, auf humorvolle Weise frei vorgetragen, immer wieder das Publikum. Aktuelle Bandprojekte von ihm sind ein Trio „Gamaleon“ sowie ein Duett „Solna“, welches mit Lina Tayem an der Klarinette vorwiegend Klezmer, klassische Musik und osteuropäische Folkore interpretiert.

Na, neugierig geworden?

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Gern zeigen wir dieses Poesie-Programm mit Musik an weiteren Aufführungsorten in und außerhalb von Dresden und der Region.

Herzliche Grüße

Lilli Vostry & Gabriel Jagieniak

Text + Fotos (2) (lv)


Unstillbare Entdeckerlust: „Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch“ von Andrea Wechsler

Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch

Mit dem Rucksack durch Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland und den Kosovo


„(H)ajde!“ ist eine auf dem Balkan oft gehörte Aufforderung, sich in Bewegung zu setzen, loszugehen oder etwas zu beginnen. Ein Wort, das die Autorin verzaubert und gleichzeitig zu Abenteuern animiert.
Nach ihren Rucksackreisen durch die Bergwelt Nordmazedoniens, Montenegros und des nördlichen Albaniens schlägt sie nun den Bogen vom äußersten Norden des Balkans bis zu seiner Südspitze. Ob in den rumänischen Südkarpaten, im bulgarischen Stara Planina-Gebirge, in den kosovarischen „Verfluchten Bergen“, im südalbanischen und nordgriechischen Epirus, im Nationalpark Olympos oder im peloponnesischen Taygetos-Gebirges – immer wieder finden Wege, Landschaften und deren Bewohner*innen Eingang in ihr Herz und damit in ihre Reisereportagen. Auf der emotionalen Achterbahn des Ankommens und des Abschiednehmens hält Andrea Wechsler Rückblick auf ihre (Lebens)-Wege in Südosteuropa und lässt damit auch ihren autobiografischen Bezug zum Balkan anklingen.

Intensiv reizvolle Reisereportagen

Sie kann nicht von ihm lassen, bekennt Andrea Wechsler im Vorwort ihres neuen Buches „Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch“, das im September 2020 im Telescope-Verlag erschienen ist. 30 Reisen führten sie bisher auf den Balkan. Hinein in seine tiefsten Schluchten und hinauf auf seine höchsten Gipfel. Mit Leichtigkeit, Neugier, Entdeckerlust, Wagemut und Selbstverständlichkeit erzählt Andrea Wechsler von ihren Wanderungen durch die Berge, wo einem schon beim Anblick der steilen Steinriesen schwindlig wird!

Doch es ist genau diese Wildnis, Unberührtheit, das Unbekannte, Unerschlossene und Geheimnisvolle, das sie reizt, herausfordert und immer wieder neu aufbrechen lässt.
So nimmt Andrea Wechsler uns, die staunenden Leser, auch in ihren neuen Reisereportagen wieder mit in unwegsame, unerkundete, überraschende Gelände und Orte, lässt uns an ihren Abenteuern teilhaben und erzählt faszinierend, spannend, lebendig und sehr offen, persönlich von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit Einheimischen und von ihrer besonderen Beziehung zu dieser Region, warum es sie immer wieder auf den Balkan zieht. Obwohl sie nicht nur schöne, wunderbare, unbeschwerte  Erinnerungen dorthin hat, sie erfuhr auch Gewalt und lernte zu vergeben. Eine ebenso beeindruckende wie berührende Lebensreise, voll lebhaft-anschaulicher Eindrücke und Episoden von Natur und Menschen und angereichert mit vielen Fotos der Bergwelt und deren Bewohnern, intensiv, inspirierend voll leidenschaftlicher Wander- und Entdeckerfreude ist dieses „Balkan-Geschnetzelte“.

Text (lv)

Festival „Literatur Jetzt“: Lesung mit Daniel Kehlmann aus „Tyll“ & Zentralwerk der Poesie

Von moderner Lyrik bis Reporter Slam

Ein pralles Programm mit bekannten und neuen Erzählstimmen lockt zur 13. Ausgabe des Festivals LITERATUR JETZT vom 22. bis zum 26. September 2021 im ZENTRALWERK in Dresden-Pieschen, Riesaer Str. 32.

Wie jedes Jahr präsentieren das Festival LITERATUR JETZT im Zentralwerk ein vielfältiges Programm, das sich um die Grenze zwischen Hoch- und Subkultur nicht kümmert und anspruchsvolle wie populäre Lesungen bietet.

Heute startet das fünftägige Festival „Literatur JETZT“ mit der Lesung des Bestsellerautors Daniel Kehlmann. Dafür gibt es noch Restkarten, im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Wir freuen uns besonders auf die Eröffnung, wenn Daniel Kehlmann im Gespräch mit Ijoma Mangold seinen Roman „Tyll“ vorstellt (22.9., 19 Uhr). In den folgenden Tagen könnt ihr Erfolgsromane wie den von Stefanie Sargnagel ebenso leibhaftig erleben wie Lyrik beim Zentralwerk der Poesie, komische Geschichten bei der Lesebühne Fuchs & Söhne und das multimediale Experiment Kurz & klein mit Schmalfilm, Musik und Literatur. Genreübergreifend wird es auch bei der Pop & Poesie-Show mit Mario Cetti und Falk Töpfer zugehen – zu Gast ist u.a. Sarah Lesch! Neben prominenten Autoren und Autorinnen wie Peter Richter kommen bei unseren Lesungen auch junge Talente wie Lisa Krusche zu Wort. Journalistinnen und Journalisten messen ihre Erzählkunst beim 3. Dresdner Reporter Slam. Ulrike Almut Sandig und Karosh Taha treffen mit ihren beiden neuen Romanen zum Gespräch zusammen.

Es gibt auch ein Programm für Kinder: einen Poedu – Poesie-Workshop für Leute ab acht Jahren am Sonnabend, ab 10 Uhr (Eintritt frei !) und eine Lesung mit Finn-Ole Heinrich aus seinem Roman für Jung und Alt, „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ am Sonnabend, um 11 Uhr im Zentralwerk. Als Matinee liest am Sonntag schließlich Antje Rávik Strubel aus ihrem neuem Buch „Blaue Frau“.

Do 23.09.

18 Uhr, Zentralwerk Pieschen, Heidestraße (gegenüber Mälzerei)

Lyrik

Zentralwerk der Poesie

mit Martina Hefter, Arne Rautenberg und Nadja Küchenmeister

„Zentralwerk der Poesie“ ist der Lyrikabend von Literatur JETZT! und längst eine feste Größe im Programm. Hier kann man neue und bekannte Stimmen der modernen Poesie bei etwa fünfzehnminütigen Lesungen an wechselnden Orten kennenlernen und sich dabei auch in drei sonst nicht zugänglichen Ateliers des Zentralwerks umsehen. Das lyrische Erlebnis wird musikalisch begleitet. In diesem Jahr mit: Nadja Küchenmeister, Martina Hefter und Arne Rautenberg. Mario Faust wird das Publikum mit seiner unverwechselbaren Trompete zu den drei Lesestationen führen. Auch hierfür sind Karten im Vorverkauf erhältlich, solange der Vorrat reicht (Besucherzahl begrenzt), auch noch kurzfristig an der Abendkasse im Zentralwerk.

Einlass: 17.30 Uhr

Näheres und Kartenvorverkauf:

https://literatur-jetzt.de

Mit besten Empfehlungen
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Lesung „Seezeichen“ mit Holger Teschke im Stadtmuseum Dresden


Eng verbunden mit dem Meer. Als Maschinist auf Fischereikuttern unterwegs und als Regisseur und Regielehrer weitgereist in die USA, nach Australien und Südostasien. Foto: Veranstalter

Gedichte über die Ostee, Heringe und Cape Cod

Zur einer Lesung mit dem Lyriker Holger Teschke lädt das Literaturforum Dresden e.V.  am Mittwoch, 15. September 2021, 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum,  Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2 ein.

Holger Teschke liest Gedichte aus „Seezeichen“ und anderes aus „Mein Cape Cod“, „Rügen und Hiddensee“ sowie „Heringe“

„Mein Hass läuft ins Leere Meine Feinde
Sind freundliche Angestellte Die nach Vorschrift arbeiten
Wie immer in Deutschland Der Dienstweg geht über Gräber“
 
„Das Rauschen der See und der Felder am Morgen
Der Schrei der Kraniche über dem Strom
Kirchenglocken und das Flüstern im Reed
Der Schrei am Kreuz in der kleinen Kapelle von Waase“

Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen auf Rügen, fuhr als Maschinist auf Fischereikuttern zur See, bevor er Schauspielregie in Berlin studierte, wo er anschließend als Dramaturg und Autor arbeitete. Von 2000 bis 2010 war er als Regisseur und Regielehrer in den USA, Australien und Südostasien unterwegs, seit 2010 ist er Dozent für Theatergeschichte und Dramaturgie. In der Reihe Naturkunden erschien von ihm der Band „Heringe“ (2014) und zuletzt das Buch „Mein Cape Cod“ (mare Verlag, 2015) und der Gedichtband „Seezeichen“ (Rugerup, 2018).

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Patrick Beck

Zur Einstimmung auf die Lesung

Ein Hörspiel von Holger Teschke, welches er zum Hundertsten von Patricia Highsmith geschrieben hat, als Podcast des DLF verfügbar. Hier für alle, die sich auf Teschkes Lesung am Mittwoch im Stadtmuseum einstimmen möchten, der Link zu seinem „Requiem für eine Katze“. Ein Tipp von Volker Sielaff, Autor.

Der Hörspiel-Link:

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm%3Aaudio_id=894491&fbclid=IwAR26Y7jreFXuLUGCgZ1HSB1H5RWM-rl87daSviNLJJv2YPPZAdK16pr1Ogk

Benefiz-Kunstauktion mit Werken von Klinger, Chagall und Mattheuer im Coselpalais


Wolfgang Mattheuer, Der Nachbar will fliegen, 1995


Max Klinger, Bär und Elfe, Radierung, 1880

Die Fotos zeigen Bilder, die mit versteigert werden. Quelle: Auktionshaus

Zum Ersten, zum Zweiten. zum Dritten…

Bei einer Benefiz-Kunstauktion im Coselpalais werden Werke von Klinger, Chagall und Mattheuer versteigert.

Ein Teil der Erlöse ist für die Kunsttherapie des Sonnenstrahl e.V. bestimmt. Werke von Max Klinger, Marc Chagall und Wolfgang Mattheuer kommen am 19. September für den guten Zweck „unter den Hammer“. Das Leipziger Buch- und Kunstantiquariat Ulbricht versteigert etwa 50 Bilder bei einer Benefiz-Kunstauktion im Piano Salon des Coselpalais an der Frauenkirche.

Von den Einnahmen gehen 15 Prozent an den Sonnenstrahl e.V. zur Finanzierung der Kunsttherapie für krebskranke Kinder und Jugendliche, die der Verein seit 20 Jahren anbietet. Eine Kunsttherapeutin besucht die kleinen Patienten und Patientinnen in der Klinik und begleitet sie behutsam dabei, ihre Gefühle und Ängste mit Mitteln der Kunst auszudrücken und besser zu verarbeiten.

Auktionator Michael Ulbricht hat sich vor allem auf Künstler der „Leipziger Schule“ spezialisiert. Er bringt Gemälde, Zeichnungen und Originalgrafiken zahlreicher Künstler mit, darunter auch von Michael Triegel, Werner Tübke, Gerhard Marcks, Rosa Loy und Joseph Beuys.

Bereits ab 11 Uhr kann man die Bilder anschauen. Die Versteigerung beginnt um 16 Uhr. Sie wird mit Klaviermusik umrahmt und von einem kleinen kulinarischen Angebot begleitet.

„Eine wunderbare Empfehlung für einen Sonntagnachmittag am Neumarkt“, schwärmt Michael Ulbricht von der exponierten Lage des Coselpalais. „Wir nehmen ab 11 Uhr auch Ferngebote an, wenn es den Gästen nicht möglich ist, zur Auktion selbst vor Ort zu sein.“ Die Bilder sind zum größten Teil gerahmt. Die Gebote beginnen bei 60 Euro. Nach Einschätzung des Auktionators kommen junge Kunstfreunde hier ebenso auf ihre Kosten wie Sammler, die gern in Sachwerte investieren. Zusätzlich bietet Michael Ulbricht zwischen 11 und 15 Uhr eine kostenlose Schätzung von Bildender Kunst aus dem 20./21. Jahrhundert an. Gern können Interessenten im Vorfeld zu ihm Kontakt aufnehmen. http://www.ulbricht-kunstauktionen.de/

Termin: 19.9.2021, Beginn 16 Uhr, Besichtigung ab 11 Uhr
Ort:     Piano Salon im Coselpalais, An der Frauenkirche 12, 01067 Dresden

www.sonnenstrahl-ev.org

Text: Sabine Mutschke

Ausstellung „Sweet Spot“ von Helena Zubler in der Galerie Kunst & Eros

Körper kopfüber in der Schwebe. Sehnsucht nach Berührung, Halt, Gehaltensein. Bilder kennen keine Abstandsregeln. Hier das Titelbild aus der neuen Ausstellung „Sweet Spot“ von Helena Zubler, die am 17. September, um 19 Uhr in der Galerie Kunst & Eros eröffnet wird. (lv)

»SWEET SPOT« Helena Zubler

Malerei · Zeichnung

  1. September bis 20. November 2021

Vernissage am Freitag, 17. September 2021 · Beginn 19 Uhr

Begrüßung: Janett Noack

Einführende Worte: Solvig Frey

Musik: Musik-Duo mit Hanna Mütze (Trompete) & Franz Josef Schneider (E- Piano/ Drum & Bass)

Zur Vernissage der Ausstellung »SWEET SPOT« der Dresdner Künstlerin HELENA ZUBLER am Freitag, den 17. September 2021 um 19.00 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen.

Die Künstlerin ist anwesend.

HELENA ZUBLER studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seit Abschluss Ihres zweijährigen Meisterschülerstudiums bei Prof. Ralf Kerbach ist sie als freischaffende Künstlerin in Dresden tätig. Die junge aufstrebende Künstlerin stellt in ihrer Ausstellung neue Malerei auf Papier und Leinwand sowie Zeichnungen vor.

Es gelten die Maßgaben der Sächsischen Corona-Schutzverordnung.

Text + Foto: Janett Noack

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785