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Premiere „Leon zeigt Zähne“ im Theater Junge Generation


Foto: Marco Prill

Wie man Mut lernt

Das erfahren kleine und große Zuschauer (ab 6 Jahre) im Stück „Leon zeigt Zähne“ nach dem Roman von Silke Wolfrum in einer Fassung von Andreas Steudtner. Die Premiere ist am 20. Oktober, um 16 Uhr im Theater Junge Generation im Kulturkraftwerk Mitte.

Leon ist schüchtern. Doch das möchte er nicht länger sein, er will endlich einmal seine Meinung laut sagen können. Sein Vater, der ebenfalls ein Hasenfuß ist, kann ihm da auch nicht weiterhelfen. „Zeig Zähne!“ ist sein einziger Ratschlag. – Aber wie geht das?

Bei seiner Oma findet Leon in der Frauenzeitschrift „Cordula“ die Antwort. Mit den vermeintlichen Kommunikationstipps und -tricks beginnen Vater und Sohn ihre Mission. Zunächst müssen sie ihre „Problemzonen“ benennen, auf eine Liste schreiben und an den Kühlschrank hängen, danach werden diese abgearbeitet. So kauft Leon seinem Gitarrenlehrer Udo Zahnbürste und Mundwasser, damit dieser beim Unterricht keinen Mundgeruch mehr hat. Auch seinem Mitschüler Quentin macht er klar, dass er in der Pause ab sofort beim Fußball mitspielen wird. Und als Leon sich schließlich mit Ida anfreundet, ist selbst der Sprung vom Drei-Meter-Brett nur noch ein Klacks.

Silke Wolfrum erzählt in ihrem Roman humorvoll davon, wie man seine eigenen Schwächen akzeptieren lernt und daraus Stärken werden, wie man mit Mut über seinen eigenen Schatten springt und dabei manchmal auch etwas aufs Spiel setzen muss.

Text: Norbert Seidel/TJG

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Ahoj Leipzig! Tschechien – Gastland der Buchmesse 2019 gibt Neuerscheinungen bekannt

Vom romantischen Liebesepos „Máj“, „Orangentagen“
bis zu Graphic Novels

Klassiker und Neuentdeckungen der tschechischen Literatur im deutschsprachigen Raum werden zur Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2019 vorgestellt.

Auf der Frankfurter Buchmesse haben die Veranstalter von „Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019“, das Kulturministerum der Tschechischen Republik, die Mährische Landesbibliothek und die Leipziger Buchmesse, die tschechischen Neuerscheinungen vorgestellt: Anlässlich des Gastlandauftritts in Leipzig (21. bis 24. März 2019) werden knapp 60 Bücher ins Deutsche übersetzt, viele davon gefördert vom Kulturministerium der Tschechischen Republik sowie dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

1995 war die damalige Tschechoslowakei Gastland der Leipziger Buchmesse. 2019, nach 24 Jahren, kann die Anzahl der Neuübersetzungen versechsfacht werden. Während damals Autoren wie Václav Havel, Pavel Kohout, Milan Kundera, Jiří Gruša oder Bohumil Hrabal die tschechische Literatur repräsentierten, wird der tschechische Buchmarkt heute durch eine neue, von diesen Persönlichkeiten inspirierte Generation geprägt.

Katerina Kalistová, die Vize-Kulturministerin der Tschechischen Republik, hob hervor: „Wir freuen uns, hier in Frankfurt schon nach Leipzig zu blicken und heute verkünden zu dürfen, dass im Frühjahr 2019 knapp 60 tschechische Werke auf dem deutschsprachigen Markt verfügbar sind, insbesondere Werke von tschechischen Gegenwartsautoren. Mehr als 50 von ihnen kommen zu Lesungen und Gesprächen nach Leipzig zum tschechischen Auftritt, dessen Ausrichtung gesamteuropäisch und international sein wird. Viele der Schriftsteller mit neu übersetzten Titeln werden zeigen, dass die Qualität ihrer Werke von ebenso großem Potential ist wie diejenige der bereits international gefeierten: Hrabal, Kundera oder Hašek.“

Der Leipziger Buchmesse-Direktor Oliver Zille betonte: „Im Rahmen des Gastlandauftritts ‚Ahoj Leipzig!‘ werden zur kommenden Leipziger Buchmesse knapp 60 Werke ins Deutsche übersetzt. Die damit verbundene Aufmerksamkeit ist ein starker Antrieb für den tschechischen Literaturmarkt – für uns Deutsche bietet die Präsentation vielfältige Entdeckungen neuer literarischer Blickwinkel. Ich freue mich sehr auf den spannenden Austausch.“ 

Begleitend zum Gastlandauftritt bei der Leipziger Buchmesse 2019 findet das Tschechische Kulturjahr statt, das am 13. Oktober 2018 mit dem Leipziger Opernball unter dem Motto „Ahoj Česko!“ eröffnet wurde, und am 8. November 2019 in der Oper Leipzig endet mit Leoš Janáčeks „Jenufa“, einem Gastspiel des Nationaltheaters Brünn.

60 Neuübersetzungen begleiten den tschechischen Gastlandauftritt

Die tschechischen Neuerscheinungen umfassen Romane, Erzählungen, Tagebücher, Gedichte, Theatertexte, Graphic Novels, Sach- und Kinderbücher. Darunter sind die bereits im deutschsprachigen Raum bekannten Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Radka Denemarková (Hoffmann und Campe), der Pfarrer und herausragende tschechische Intellektuelle Tomáš Halík (Herder Verlag), die Schriftsteller-Legende Pavel Kohout (Osburg Verlag), die international gefeierten Graphic-Novel-Autoren Jan Novák und Jaromir 99 (Verlag Voland & Quist), Iva Procházková, deren erfolgreiches Kinderbuch „Orangentage“ (Fischer Verlag) verfilmt wird und zur Leipziger Buchmesse Film-Premiere feiert, Kult-Autor und aktueller Literaturhäuser-Preisträger Jaroslav Rudiš, der seinen ersten Roman auf deutsch publiziert (Luchterhand Literaturverlag), Jáchym Topol, der einen neuen Roman im Suhrkamp Verlag veröffentlicht, die tschechische Bestseller-Autorin und Leiterin des Literaturfestivals „Meeting Brno“ sowie Residenzautorin in Leipzig im Monat November Kateřina Tučková (Klak Verlag), zudem Petr Borkovec, eine Schlüsselfigur der tschechischen Poesie-Szene, der dieses Mal nach Leipzig mit einem neuen Kurzgeschichten-Band kommt (Edition Korrespondenzen).

Auch Klassiker der tschechischen Literatur werden vertreten sein: So kommt die 10-bändige Werkausgabe des international renommierten Schriftstellers und Diplomaten Jiří Gruša zum Abschluss (Wieser Verlag). Außerdem wird das berühmte, 1836 erschienene romantische Liebesepos „Máj“ („Mai“, Kētos-Verlag) von Karel Hynek Mácha neu ins Deutsche übersetzt, ein Werk, das den Beginn der tschechischen Moderne markiert und aufgrund seines wilden Bilderschaffens nicht nur den tschechischen Surrealisten als eines ihrer Vorbilder diente. Ein weiterer neu übersetzter Klassiker ist der Schriftsteller und Satiriker Karel Poláček (Reclam Verlag), hoch geschätzt wegen seiner Alltagsdramen über das Leben „kleiner Leute“.

Highlights unter den neuen Gedichtbänden sind der tschechische Lyriker und Redakteur der Zeitschrift „Host“ Petr Hruška (edition AZUR), dessen Gedichte bereits mehrfach übersetzt und preisgekrönt sind sowie Sylva Fischerová (Klak und Balaena Verlag), kürzlich zur „Poetin der Stadt Prag“ ernannt, Jaromír Typlt (hochroth Verlag), der aktuelle tschechische Residenzautor in Leipzig, sowie die im Wunderhorn Verlag erscheinende Sammlung tschechischer Gedichte in der Übersetzung deutscher Kolleginnen und Kollegen VERSschmuggel.

Zu den Neuentdeckungen der tschechischen Literatur im deutschsprachigen Raum gehören unter anderem Michal Ajvaz, in Amerika bereits ein Bestseller, in Leipzig mit „Die Wiederkehr des alten Basilisks“ (Wieser Verlag) erstmals vertreten, ein Buch, das sich zwischen magischem Realismus und realistischer Erzählung bewegt, und Jiří Hájíček (Karl Rauch und Wieser Verlag), der bereits zweimal den renommierten Magnesia-Litera-Preis bekommen hat, sowie der Lyriker und Frontman der Band Krch-off Jiří H. Krchovský, der bereits vor der Wende engagiert im Underground schrieb und publizierte. Petr Stančík (edition clandestin), Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker, gehört in Tschechien zu den Bestseller-Autoren, und kommt nach Leipzig mit „Perak – der Sprungfedermann“, der literarischen Verarbeitung einer berühmten tschechischen Wandersage aus der Zeit der deutschen Besatzung und einem Helden, Perak, der die deutsche Kriegswirtschaft auf ungewöhnliche Weise sabotierte.

Tschechische Kinderbücher sind seit vielen Jahren nicht nur im deutschsprachigen Raum populär. Zur Leipziger Buchmesse wird unter anderem das Buch von Pavel Šrut und Galina Miklínová „Die Sockenfresser“ präsentiert. Bereits zur Frankfurter Buchmesse wird „Tippo und Fleck: Von Fleckenteufeln und anderen Kobolden“ des Autorenpaars Barbora Klárová und Tomáš Končinský vorgestellt.

Zu den Neuentdeckungen unter den jüngeren Literaten, der Generation der 80er Jahre, gehören insbesondere die Dichterin und Fotografin Zuzana Lazarová (Kētos-Verlag), der Romanautor und TV-Redakteur Vratislav Maňák (Karl Rauch Verlag), die Dichterin Natálie Paterová (hochroth Verlag), die Roman- und Drehbuchautorin Tereza Semotamová (Verlag Voland & Quist) sowie der in Tschechien bereits mehrfach preisgekrönte Marek Šindelka (Residenz Verlag).

Das tschechische Theater spiegelte immer auch die Geschicke der böhmischen Länder und hat deren Geschichte und politische Entwicklung mit beeinflusst. Gesellschaftlich engagierte neue Theatertexte sind in der von Barbara Schnelle herausgegebenen Anthologie neuer tschechischer Dramatik sowie im Spezial-Heft „Tschechien“ des Magazins Theater der Zeit zu finden.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Infos über die tschechischen Autoren und ihre Werke unter http://ahojleipzig2019.de

Vom Magischen Realismus bis zum Historischen Roman: eine thematische Einordnung der tschechischen Gegenwartsliteratur von Prof. Phdr. Tomáš Kubíček, Projektleiter des tschechischen Gastlandauftritts und Leiter der Mährischen Landesbibliothek, unter http://ahojleipzig2019.de/de/press

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Buchvorstellung „Wozu ich geboren wurde“ – 44 Autoren wollen Glück bescheren


Herausgeber Michael Hillmann mit seinem neuen Buch „Wozu ich geboren wurde“ mit den Autorinnen Katrin Huß (re. im Bild) und Sandra Cegla.

44 Lebensgeschichten voller Glücks-Momente

Diesen Samstag, 20. Oktober 2018, wird das Buch im Rahmen des Tages der offenen Tür im Unternehmensbüro „WIEDER AUF KURS“ (Haydnstraße 20 in 01309 Dresden) in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.
Moderiert wird die Eröffnung um 11 Uhr von Katrin Huß und Fußball-Versteher Gert Zimmermann, die beide auch die anwesenden Autoren (ein großer Teil der 44 Co-Autoren ist dabei) interviewen werden.

Fußball war sein Leben. Sei es als Geschäftsführer des brandenburgischen Fußballverbands oder als Chronist bei Brieske/Senftenberg. Nach 19 Jahren hauptberuflicher Tätigkeit für König Fußball dachte er sich, es muss noch etwas anderes geben und schaute sich um. „Der Mann zum Reden, der ‚Frauenversteher‘, das war ich schon immer“, sagt Michael Hillmann über sich selbst. „Ich kann mich ganz gut in andere Menschen hineinversetzen und bin sehr intuitiv veranlagt.“ Nachdem er sich bei einer Dampferfahrt auf der Elbe vor zwei Jahren in eine Rand-Dresdnerin verliebte und mittlerweile seit einem Jahr mit ihr verheiratet ist, trennte er sich mit einem weinenden und einem lachenden Auge vom hauptberuflichen Fußball in Cottbus und zog nach Sachsen. Nach mehreren Weiterbildungen machte er sein Hobby zum Beruf und ist inzwischen als Unternehmens- und Seelenberater mit seinem eigenen Büro WIEDER AUF KURS in Dresden vor Anker gegangen.

Dieses persönliche Glück, das oftmals auch mit beruflichem Glück einhergeht, wollte und will Hillmann gerne teilen. Da er sehr kommunikativ ist und auch Anfang des Jahres das Buch „Zurück in die Kindheit – Eine Seelenreise auf der Elbe“ mit vielen, auch historischen Bildern über seine geliebte Sächsische Dampfschiffahrt veröffentlichte, lag nun nahe, ein weiteres Buch herauszugeben: „Tue Gutes und rede darüber. Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, in einem knappen halben Jahr 44 Autoren dazu zu bewegen, sich mit einem eigenen Beitrag am Buch ‚Wozu ich geboren wurde‘ zu beteiligen.“

Seit langem verfolgte Hillmann schon das Leben der langjährigen MDR-Fernsehmoderatorin Katrin Huß. Mittlerweile auf LinkedIn verbunden, tauschte man sich regelmäßig aus. Inzwischen fand sie zum Yoga und lehrt den Sport auch anderen in ihrer eigenen Yoga-Schule. Seit erst drei Wochen ist ihre Lebensgeschichte „Die traut sich was“ auf dem Markt. „Diesen Sommer war ich fünf Wochen 800 km zu Fuß auf dem Jakobsweg unterwegs, um zu mir zu finden und mein Buch zu schreiben. Dennoch fand ich auch die Zeit, am Werk ‚Wozu ich geboren wurde‘ mitzuschreiben“, so Huß. „In all den Jahren bin ich immer wieder meiner Intuition gefolgt, habe auf meinen Bauch und mein Herz gehört. Nie habe ich versucht, mich zu verstellen oder zu verbiegen, für niemand. Auch wenn ich nicht mehr regelmäßig im Fernsehen zu sehen bin – die Zuschauer hatten mich über Jahre hinweg immer wieder zur Lieblingsmoderatorin gewählt. Von diesem Glücksgefühl zehre ich heute noch und gebe dieses gerne weiter.“

Sandra Cegla, ehemalige Polizeikommissarin in Berlin, war dort fast 15 Jahre lang vor allem in Kreuzberg mit Gewaltverbrechen aller Art beschäftigt. „Nach einigen Jahren der kriminalpolizeilichen Ermittlungstätigkeit, also viele Aktenberge, SEK-Einsätze, Durchsuchungen und Vernehmungen später, wuchs in mir der Wunsch, nicht mehr nur in Einzelfällen in Schicksale einzugreifen, sondern auch den Erfahrungsschatz, den ich gesammelt hatte, in die Breite zu tragen“, sagt Cegla. Sie gründete die Agentur „SOS Stalking“, die sich zum Ziel gesetzt hat, politischen Einfluss zu nehmen und zu beraten. „Gerade erst durfte ich die Bundesregierung beim neuen Gesetzestext zum Thema Stalking mit meinem Fachwissen unterstützen“, so Cegla weiter. „Es ist wichtig, dass wir mehr über dieses Thema reden und helfen, Stalking rechtzeitig wahrzunehmen und den Betroffenen Hilfestellung geben.“

Hillmann, der im Rahmen einer Pressekonferenz auf einem Elbdampfer in Dresden gemeinsam mit Huß und Cegla das Buch vorstellte, ist sich sicher, dass dieses, verlegt beim Cottbuser Verlag „Druckerei Schiemenz“, gut ankommen wird: „Es ist auf jeden Fall eine spannende Lektüre, die bei all den vielen Geschichten, die das Leben so schreibt, immer ein gutes Ende findet und den Lesern Glück beschert.“

Weitere Infos: www.michael-hillmann.com

Text + Foto: meeco Communication Services

Premiere „Dantons Tod“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Ein groteskes Spiel um Macht und Verführung

Wohin führen grenzenlose Freiheit und der Ruf nach härteren Gesetzen für mehr Ordnung im Land? Das hinterfragt bilderstark und eindringlich Peter Kubes Inszenierung von Georg Büchners Drama „Dantons Tod“. Die Premiere war am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

In heroischer Pose erstarrt wie Denkmäler oder Spielfiguren, stehen inmitten ihrer Anhänger zu Beginn Danton und Robespierre und singen die Marsellaise. Die einstigen Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution sind zu erbitterten Feinden geworden, die am Volk vorbei ihre Machtkämpfe austragen. Davon erzählt das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner passend zum Motto der neuen Spielzeit “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Die Premiere war am Sonnabend an den Landesbühnen
Sachsen in Radebeul.

Die packende, leidenschaftliche und bildhaft-poetische Sprache Büchners kam in der Inszenierung von Peter Kube in eindringlichen, beklemmenden bis grotesken Szenen, jedoch etwas einseitig überspitzter Darstellung der zwei politischen Kontrahenten auf die Bühne. Büchners zeitloses Stück legt den Finger auf die Wunden der Gesellschaft, indem es Ideale ebenso wie niedere Instinkte des Menschen und ihre Verstrickungen in der Politik schmerzhaft genau offenlegt. Es hinterfragt: „Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?“ Es geht um den Umgang mit Macht, Konflikten, Schuld und Verantwortung in Umbruchzeiten.

Auf der schwarzen Bühnenschräge, die immer rotbefleckter wird im Laufe des Stücks, steht inmitten der konträren politischen Lager eine Frau in weißem Kleid (kraftvoll: Julia Vincze) mit Tricolore in der Hand wie eine Statue der Freiheit, die die Männer umarmen. Es ist Julie, Dantons Frau, die weitaus mehr Mut zeigt als er. Danton wird von Alexander Wulke als tragikomische, widersprüchliche Figur gespielt. Der zunächst in rotem Kleid närrisch, verrucht mit einer und mehreren Gespielinnen sich vergnügt. Nichts vom einstigen Revolutionär übrig, wehleidig und trotzig ignoriert Danton die Warnungen seiner Gefährten, wie den ihn immer wieder anstachelnden, besorgten Lacroix (Grian Duesberg). Berührend die Szene mit dem jungen Paar, dem Danton-Anhänger Camille (Felix Lydike) und seiner Liebsten Lucille im blauen Kleid (Julia Rani), ihr Hin und Her geworfen sein, sich An- und Auflehnen für ihr eigenes Glück und große Ideen und die Verletzlich-Zerbrechlichkeit alles Lebendigen. Im Kontrast dazu die Rede des Aufwieglers Hérault (Johannes Krobbach), der zwischen Natur- und menschlicher Zerstörungsgewalt nicht unterscheiden will.

Der Jakobiner-Anführer Robespierre, genannt „Blutmessias“ predigt Ordnung und Tugendhaftigkeit und windet sich zwischen Gewissensbissen und hart durchgreifen (Holger Uwe Thews). Erst als die Gewalt immer mehr um sich greift und das Volk Dantons Kopf verlangt als Sündenbock, regt sich Widerstand in Danton. Die Gegner attackieren sich gegenseitig mit Stühlen oder verschanzen sich dahinter Reden haltend. Bevor allen Verstand und Vernunft erstickend das Eisenmesser der Guillotine krachend niedersaust. Viel Beifall.

Text (lv)

Matinee zur Schauspiel-Spielzeit  jetzt am 4.11.2018, 11.00 (Glashaus)

Die Matinee zur Inszenierung «Dantons Tod» und zur Spielzeit 18/19 der Sparte Schauspiel wird vom 7.10.18 auf den 4.11.18, 11.00 Uhr verschoben. Die Landesbühnen konnten für diesen Termin den Seelsorger der Polizei, Christian Mendt, gewinnen, der bis 2014 Pfarrer der Lutherkirche Radebeul war.

«Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit», die Schlagworte der Französischen Revolution, vor deren Hintergrund «Dantons Tod» spielt, sind das Motto dieser Spielzeit. Ringen die politischen Parteien heute noch um diese Ideale? Wird die Radikalisierung, die auf den Straßen stattfindet, wirklich wahrgenommen oder geht es um die Sicherung der Machtpositionen von Politikern?

Als Polizeipfarrer ist Christian Mendt immer wieder mit diesen Fragen konfrontiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Lage stellen wir Ihnen den Spielplan dieser Spielzeit vor und kommen mit Darstellern und Regisseur Peter Kube ins Gespräch.

Text: Petra Grubitzsch/LB

KlangLabor – ein neuer Kunst- und Begegnungsort in Dresden


Ein Raum für Bilder, Klänge aller Art und Bühne für Lesungen, Theater, Konzerte… Dazu lädt KlangLabor-Inhaberin Andrea Dorschner alias Aerdna Harp an der Harfe  ein, das Angebot mitgestalten will auch Annabell Schmieder, freie Schauspielerin. Foto: Lilli Vostry

Farbreiche Klangwelten

Im KlangLabor von Andrea Dorschner trifft Harfenspiel auf moderne Malerei und freie Improvisation zum Mitmusizieren für alle.

Farben und Klänge aller Art treffen im „KlangLabor“
aufeinander. Einem neuen Kultur- und Begegnungsort im Erdgeschoss eines Wohnhauses auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden-Pieschen. Durch das große Schaufenster des vorherigen Kosmetiksalons sieht man farbenfrohe
Musikerbildnisse, Ölbilder und Zeichnungen. Gemalt hat sie der aus England stammende Künstler Christopher Haley Simpson. Er agiert gern mit anderen Künstlern zusammen, das spiegeln auch seine Arbeiten in der ersten Ausstellung in diesem Kunst- und Klangraum.

Solche musischen Angebote fehlten bisher im Stadtteil, der mit seiner malerischen Lage am Elbbogen am Pieschener Hafen und urigem Flair jedoch immer schon auch Künstler anzog. Ein frühes Bild „punkiger Malerei“ von Otto Dix zeige den Matrosen Fritz Müller aus Pieschen, erzählt Simpson. Auf seinen Bildern im „KlangLabor“ begegnet man Tangomusikern an Bandoneon und Gitarre, einer Frau am Klavier, einem Cellisten, Geiger und dem Saxofonist und Jazzmusiker Heribert Dorsch alias Hartmut Dorschner, der auch als Komponist und Pädagoge tätig ist. Mit ihrem Bruder teilt Andrea Dorschner, die Betreiberin des „KlangLabors“ ihren Spaß an freier Improvisation.

Zusammen-Klang vieler Einflüsse

Der Raum steht immer mittwochs von 19 bis 21 Uhr offen für alle zur freien Improvisation, zum Zuhören und gemeinsamen Musizieren mit Harfe und anderen Instrumenten, die bereitliegen oder von den Mitmusizierenden mitgebracht werden. „Dazu braucht man natürlich etwas Mut, um sich reinzuhören und dann ein paar Töne mitzuspielen“, weiß Andrea Dorschner. „Das Gute ist, bei der Freien Improvisation
kann man nie falsch spielen. Denn man spielt intuitiv, alles hat Einfluss auf die Musik, die Zuschauer, die Musiker, der Raumklang, die Blicke, eigene Sorgen und Nöte, Erlebnisse…“ Vom Klang lernen wir das Leben, so Andrea Dorschner, vom Zusammen-Klang das Zusammen-Leben und alle Künste sind herzlich willkommen.

Sie selbst malt, dichtet und musiziert seit ihrer Kindheit. Als Jugendliche leitete sie einen Theater- und Puppenspielzirkel für Grundschüler. Mit der Gründung des „KlangLabors“ im März 2018 ist einer ihrer Träume Wirklichkeit geworden, verschiedene Künste zusammenzubringen und selbst künstlerisch tätig zu sein. Sie lernte als Kind Klavier spielen. Nach einem erlebten Harfenkonzert als Erwachsene wollte Andrea Dorschner dieses wunderbare Instrument unbedingt selbst erlernen. Die Grundlagen lernte sie an einer Musikschule und eignete sich danach vieles autodidaktisch an. Sie spielte manchmal fünf bis zwölf Stunden Harfe am Tag, erzählt sie. “Wenn ich einmal anfange, dann spiele und spiele ich und muss mich teilweise zwingen, aufzuhören.“

Andrea Dorschner spielt ihre freien Improvisationen auf der akustischen und elektronischen Harfe, einer Fülle zart fließender, rinnender, raschelnder, inniger und schneller Töne. Sie gibt Konzerte, spielt zu Vernissagen und veranstaltet Märchenlesungen im „KlangLabor“. Aller zwei Wochen Mittwoch findet von 17 bis 19 Uhr „KlingKlang“, freie Improvisation für Kinder, statt. Dabei können sie Instrumente aus dem Klangraum ausprobieren und auf eigenen Musikinstrumenten gemeinsam zur Harfe gemeinsam mit Andrea Dorschner musizieren. Ihr zehnjähriger Sohn Elias unterstützt sie tatkräftig im „KlangLabor“, er spielt Ukulele und Harfe.

Kindergruppen aus Kitas oder Schulen, Kinder und Erwachsene, die anders sind, können auch hierher zu Sonderveranstaltungen kommen. Der Eintritt ist meist frei. Manchmal verlangen professionelle Künstler Eintritt oder eine Aufwandsentschädigung. Spenden sind willkommen. Ihren Lebensunterhalt verdient Andrea Dorschner nicht mit der Kunst, wie es leider vielen Künstlern geht, sondern durch einen festen Job an einer Berufsschule in Dresden. In Ihrer freien Zeit widmet sie sich dem „KlangLabor“.

Lesungen, Theater, Erzählcafé und Schreibwerkstatt für Kinder sollen hinzu kommen

„Das Angebot soll langsam wachsen mit kleinen, feinen Veranstaltungen“, sagt sie. Es passen maximal 30 Zuschauer in den Raum. Vorgesehen sind wechselnde Ausstellungen, Lesungen, musikalisch-literarische Programme, kleine Konzerte, Bilder-Talk mit Musik, Puppenspiel, Theater, eine Schreibwerkstatt für Kinder und ein Erzähl-Café mit interessanten Gesprächsgästen im Austausch mit den Besuchern. Wer selbst auftreten oder etwas anbieten möchte, ist herzlich willkommen im „KlangLabor“.

Text + Fotos (lv)


Eröffnet neue KlangWelten: Andrea Dorschner alias Aerdna Harp mit ihrer Harfe.

Mimenbühne Dresden hört auf – Das PantomimeTheaterFestival findet aber statt


Bleiben der stillen Kunst und dem August-Theater mit Gastspielen weiterhin  verbunden: der junge Mimekünstler Arne König und der gestandene Pantomime Ralf Herzog.

Die Mimenbühne beendet den Spielbetrieb

Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für den Verein nicht mehr zu halten. Die Tradition des jährlichen Internationalen PantomimeFestivals soll jedoch erhalten bleiben.

Ein Ende ohne Wende – die Mimenbühne Dresden unter Intendanz von Ralf Herzog stellt den Spielbetrieb ein. Das Ensemble zeigt zum PantomimeTheaterfestival im November die letzte Vorstellung und löst sich im Anschluss auf. Bereits in den nächsten Wochen ziehen die Mimen aus dem August Theater aus.

Die Kraft ist zu Ende, die Finanzen sind es auch“, begründet Ralf Herzog die Entscheidung, die das Ensemble in den letzten Monaten und sogar Jahren immer wieder abgewogen hat. „Zu wenige Besucher finden den Weg zu uns.“, erklärt Ralf Herzog. „Wir müssten viel stärker in die Werbung investieren, aber dafür fehlen die Mittel – weil die Besucher fehlen und wir finanziell nicht gefördert werden. Und eine Förderung bekommen wir nicht, obwohl wir uns mehrfach im Rathaus bemüht haben.“

Das 35. PantomimeTheaterFestival findet ohne Einschränkungen statt

Auf das 35. PantomimeTheaterFestival vom 8. bis 11. November 2018 hat das Ende der Mimenbühne keine Auswirkungen. Im Gegensatz zum ganzjährigen Spielbetrieb ist das Festival förderfähig und kann damit wirtschaftlich abgesichert werden. In diesem Jahr werden neben Workshops sechs Vorstellungen angeboten, darunter eine Kindervorstellung und die beliebte Improvisationsshow zum Abschluss. Zwei Ensembles aus Russland und eins aus Frankreich werden erwartet. Die organisatorische Leitung übernimmt Arne König vom Mimenstudio Dresden e.V. Auch künftig soll die Tradition des jährlichen Festivals erhalten bleiben. Dafür will sich das August Theater engagieren in Zusammenarbeit mit Jan Romberg, einem langjährigen Mitglied des Mimenstudio Dresden e.V., der inzwischen in Berlin zu Hause ist und mit Pantomimen in aller Welt eng vernetzt ist.

Die Mimenbühne wurde durch einen Verein getragen

Der Mimenstudio Dresden e.V. ist Träger der Spielstätte „Mimenbühne“ und organisiert den Spielbetrieb seit Jahren im Ehrenamt. „Unsere Ensemblemitglieder sind gleichzeitig Vereinsmitglieder. Sie zahlen Mitgliedsbeitrag und spenden zusätzlich die Einnahmen aus den Vorstellungen an den Verein, um die Fixkosten für Miete und Techniker zu zahlen“, erklärt Ralf Herzog. „Das funktioniert so lange, wie genügend Besucher kommen. Bei dem riesigen Kulturangebot in Dresden hat es das Genre Pantomime aber sehr schwer. Wir haben lange gekämpft und ziehen nun das Fazit: Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für uns als Verein auf Dauer nicht zu stemmen.“

Erst 2014 war die Mimenbühne nach drastischen Mieterhöhungen im Theater auf der Maternistraße in das Rathaus Pieschen gezogen, wo das August Theater mit Puppenspiel für Kinder und Erwachsene ansässig ist. Schon damals sah Ralf Herzog die Existenz der Mimenbühne zunächst gefährdet. Neue Impulse brachte die Bühnenpartnerschaft mit dem August Theater und gemeinsame, die Genres verbindende Inszenierungen. Den Durchbruch bei den Besucherzahlen haben die Mimen jedoch nicht geschafft.

Das August Theater führt die Sparte Pantomime mit Gastspielen fort

Theaterleiter Grigorij Kästner –Kubsch bedauert das Ende der Mimenbühne und will die Sparte Pantomime auch nach dem Auszug des Ensembles fortführen. So plant er regelmäßige Gastspiele. Beispielsweise war Arne König vom bisherigen Ensemble der Mimenbühne am 16.9. mit seinem Zwei-Mann-Stück „Urknall“ hier zu Gast.

Gastspiele sind in unserem Genre generell der Trend“, weiß Ralf Herzog. „Wer davon leben will, reist als Solist oder als Duo. Auch ich zeige weiterhin meine Soloprogramme. Aber künstlerisch gesehen bietet eine Inszenierung mit großem Ensemble viel mehr Facetten. Doch alles hat wohl seine Zeit. Also Deckel zu und Blick nach vorn.“

Text + Foto: Sabine Mutschke

www.pantomimefestival-dresden.de

www.august-theater.de

Tickets für das Pantomimefestival können über reservix bereits gekauft oder telefonisch unter Telefon 0351/32371528 bestellt werden.

künstlerische Leitung: Ralf Herzog
Koordination: Arne König
Website: Jan Romberg
Träger: Mimenstudio Dresden e.V., Telefon: +49351/32371528

Hintergrund zur Mimenbühne und zur Historie

Die Mimenbühne Dresden wurde 1992 vom Dresdner Pantomimen Ralf Herzog gegründet. Sie ist eine der wenigen Pantomime-Bühnen in Deutschland mit eigener Spielstätte. Zum Ensemble gehören rund zehn Darsteller – eine Seltenheit in der heutigen Zeit, in der der Solo- und Duo-Darbietungen dominieren.

Der Verein Mimenstudio Dresden e. V. ist Träger der Mimenbühne und Organisator des Spielbetriebs. Er wurde 1999 gegründet. Für die Mitglieder ist die Pantomime ein Hobby neben ihrer Berufstätigkeit. Sie zahlen Mitgliedsbeiträge, außerdem spenden sie die Einnahmen aus Ticketverkäufen an den Verein, der daraus den Spielbetrieb, Miete, Techniker, Nebenkosten und anderes finanziert.

Vereinsvorsitzender Ralf Herzog fungiert als Intendant und künstlerischer Leiter und unterrichtet die Mitglieder ehrenamtlich im Handwerk der Pantomime. Rund 20 eigene Inszenierungen hat das Ensemble unter seiner Leitung erarbeitet, z.B. das nonverbal obskure Maskentheater-Stück „Restaurant Fatal“ oder die Oper ohne Worte „Die Zauberflöte“. Neben den Inszenierungen am eigenen Haus leistete das Ensemble

unzählige kulturelle Beiträge in und für Dresden, zum Beispiel beim Elbhangfest, beim Stadtfest, in der Reihe der Dresdner Schülerkonzerte oder im Rahmen der Theaternacht.

Vorläufer des Vereins war das Pantomimestudio, das 1982 gemeinsam mit dem Volkskunst-podium das renommierte Internationale Pantomimefestival Dresden ins Leben rief.

Dieses findet vom 8. bis 11. November 2018 zum 35. Mal statt. Die Kunst des Improvisationstheaters unter Leitung von Ralf Herzog ist eine besondere Stärke des Ensembles. Herzogs Workshops zur Improvisation werden beim Festival jedes Jahr sehr gut besucht, die „Dresdner Schule“ wird international sehr geschätzt.

Die Mimenbühne und damit auch der Verein haben viele Höhen und Tiefen erlebt und sind mehrfach umgezogen. Aus dem Stadtteilhaus Neustadt auf der Prießnitzstraße musste der Verein im Juni 2004 nach einem Brand ausziehen und wechselte in das Haus des Theaters wechselbad auf die Maternistraße.

Im Jahr 2014 mussten sich die Pantomimen wieder eine neue Spielstätte suchen. Auslöser war eine neu festgesetzte Miete, die um 300 Prozent höher lag als vorher.

Nach Gesprächen mit dem AUGUST Theater im Rathaus Pieschen wagten die Mimen dann doch den Umzug und den Neustart und gründeten mit den Puppen- und Schauspielern Randi und Grigorij Kästner-Kubsch eine Bühnengemeinschaft.

Premieren-Wochenende: „We are family“ und „Dantons Tod“ an den Landesbühnen Sachsen

Die Macht der Liebe und Kampf um Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Die Beziehungskomödie „We are family oder Warum nicht…“ von Murray Schisgal, deutsch von Wolfgang Spier, hat am 12. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere. Das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner am 13. Oktober, um 19 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Sam Kogan ist ein erfolgreicher Bühnenautor. Nach drei gescheiterten Ehen und etlichen Seitensprüngen hat er eine eklatante Wahrheit entdeckt: nachdem «man» die Frauen Jahrtausende lang unterdrückt und niedergeknüppelt hat, mussten sie das ändern. Sie mussten kämpfen, um anständig und vernünftig behandelt zu werden. Und nun, da sie sich geändert haben, sei es dringend an der Zeit, dass sich auch die Männer ändern. Und so hat Sam beschlossen, die traditionelle Mann-Frau-Beziehung für gescheitert zu erklären und schwul zu werden. Auch der Karriere kann das nur dienlich sein. Also überredet er seinen alten Collegefreund Billy, einen renommierten Universitätsprofessor für amerikanische Geschichte, zu einem homoerotischen Experiment. Mit wachsender Begeisterung unterwirft sich Billy der Versuchsanordnung, flüchtet schließlich aber doch zurück in die Arme seiner Frau Laura, die sich allerdings nach neunzehn Jahren Ehe von ihm trennen will.

Sam muss auf Mario zurückgreifen, der schon immer für ihn schwärmte und dessen Ehe mit einer Polizistin in den letzten Zügen liegt. Dessen überschäumende Liebesgunst überfordert Sam reichlich. Da trifft er unverhofft auf Laura, mit der er als Teenager eine Affäre hatte. Zum zweiten Mal erliegt er ihren weiblichen Reizen. Das Chaos scheint perfekt. Wenn Billy nicht bereits ein Auge auf Mario geworfen hätte …

Eine turbulente Beziehungskomödie, die pointenreich mit gängigen Klischees jongliert.

Inszenierung: Marcus Staiger
Ausstattung: Irina Steiner

Besetzung:

Sam – Matthias Henkel; Billy – Michael Heuser;  Mario – Moritz Gabriel; Laura – Sandra Maria Huimann

Termine

Premiere Fr., 12.10.; 19.30 Uhr  | | So., 4.11., 19.30 Uhr  | Mi., 21.11., 19.00 Uhr/ Sonntag, 16.12.,19.00 Uhr / Fr., 4.1.2019, 19.30 Uhr Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Dantons Tod

Peter Kube inszeniert „Dantons Tod von Georg Büchner passend zum Spielzeitmotto „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ .

1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten Feinden geworden. Unter Robespierre haben die Jakobiner eine Schreckensherrschaft errichtet, deren Inbegriff die Guillotine ist. Danton leidet an seiner Schuld für die einst von ihm verantworteten «Septembermorde» an Gefangenen und wendet sich nun gegen eine Tugend- und Rechtsvorstellung, die mit Terror und Gewalt erzwungen werden soll. Beide sind taub für den Protest der Straße, wo das im fünften Revolutionsjahr immer noch hungernde Volk Gerechtigkeit und Wohlstand fordert.

Doch mit welchen Mitteln soll der Kampf fortgeführt werden? Wie lassen sich die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint? Geht es wirklich noch um die Revolutionierung der Verhältnisse oder beschränkt sich die politische Vision auf Machterhalt? Was passiert, wenn die Parteien hinter verschlossenen Türen verbissen ihre Positionen verteidigen, während sich draußen der «Bürger» radikalisiert?

Das 1835 entstandene kraftvolle Drama ist eines der ersten dokumentarischen Theaterstücke, das mit der Verwendung wörtlicher Zitate und Umgangssprache in Bann zieht. Indem Büchner die Motive politischen Handelns untersucht und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden, berührt er die großen Themen der menschlichen Existenz wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Utopie und Realität, Aktion und Resignation, Egoismus und gesellschaftliche Verantwortung.

I: Peter Kube; A: Tom Böhm;  Regiemitarbeit: Ute Raab

Darsteller:
Danton- Alexander Wulke;  Robespierre – Holger Uwe Thews; Saint Just, 2. Bürger, Payne, Barère, Deputierter  -Johannes Krobbach; Simon, Lacroix, Laflotte-Grian Duesberg;  Camille, Dillon, Junger Mensch -Felix Lydike; 1.Bürger, Collot, Herman, Bettler, Mercier, Schliesser – Mario Grünewald; Julie, Adelaide– Julia Vincze;  Marion, Fouquier, Dame, Weib–  Sophie Lüpfert; Lucile, Rosalie – Julia Rani;  Simons Weib, Legendre, Knabe, Weib – Luca Lehnert

Termine:

Sa   13.10.2018   19:00   Hauptbühne; Sa   20.10.2018   19:30   Hauptbühne; Fr    09.11.2018   20:00   Hauptbühne; So   18.11.2018   15:00   Hauptbühne; Sa   19.01.2019   19:30   Hauptbühne; So   27.01.2019   19:00    Hauptbühne

Text: Petra Grubitzsch/LB

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH , Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de 

Bauvorhaben Globus-Markt auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs weiter umstritten


Begehrt: Brachfläche auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs
Foto: Allianz für Dresden

Schon vergessen? Maximal 800 Quadratmeter!

Doch wieder Alter Leipziger Bahnhof – Anvisierte Verkaufsfläche aber weiter völlig stadtunverträglich. Der Masterplan für die Leipziger Vorstadt sieht statt großflächigem Einzelhandel eine kleinteilige Mischung von Wohnen, Arbeiten und Kultur vor.

Dass die Suche nach einer anderen Fläche für das Globus-Großvorhaben nun gescheitert ist, verwundert nicht. Für Stadtplaner war es sowieso schleierhaft, wo die von Globus angestrebte Riesenfläche einschließlich autobahnähnlicher Straßenanbindung auf Dresdner Stadtgebiet gefunden werden soll. Jetzt nimmt das saarländische Einzelhandelsunternehmen wieder den Alten Leipziger Bahnhof ins Visier und will nun dort kleinere Brötchen backen und auch Wohnungen bauen.

Die Allianz für Dresden traut dem Frieden allerdings ganz und gar nicht, sondern verweist darauf, dass der beschlossene Masterplan Leipziger Vorstadt für das Areal maximal einen Quartiersversorger mit 800 m2 Verkaufsfläche vorsieht.

„Rückblickend drängt sich bei vielen Dresdnern der Eindruck auf, dass die ganze Ersatzflächensuche nur ein Konstrukt von Globus und den Globus-Freunden bei der LINKEN war, um das leidige Thema weiter auf die lange Bank zu schieben, bis in die Zeit nach der nächsten Stadtratswahl“, kommentiert Uwe Sochor die jüngste Entwicklung in der unendlichen Geschichte. „Oder aber Globus will wirklich neu denken. Dann sind aber die jetzt am Alten Leipziger Bahnhof angestrebten 5.500 bis 6.500 Quadratmeter Verkaufsfläche, was sechs bis acht Aldi-Märkten entspricht, eine Augenauswischerei und haben mit neuem Denken nicht viel zu tun. Zumal man zu dieser Zahl sicher auch noch mindestens 800 Quadratmeter Vorkassenbereich hinzuzählen muss.“

In der Tat sind die neuen Flächenvorstellungen von Globus noch weit von einer städtebaulich vernünftigen Größe entfernt. Noch dazu da im erst Ende Juni vom Stadtrat beschlossenen neuen Masterplan Leipziger Vorstadt großflächiger Einzelhandel mit über 800 m2 Verkaufsfläche ausgeschlossen wird. „Diese Grenze hat ihren guten Grund“, so Sochor. „Schließlich soll, und darüber gibt es mittlerweile einen breiten Konsens, die Leipziger Vorstadt kleinteilig und durchmischt mit einem Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und Kultur entwickelt werden. Großflächiger Einzelhandel passt da überhaupt nicht.“

Darüber hinaus ist Dresden insgesamt mit Einzelhandelsfläche überversorgt. Ein Blick in Dresdens Partnerstadt Hamburg genügt, um dies zu unterstreichen. Während Dresden Ende 2016 gut 1,7 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist (ein Wert, der derzeit weiter steigt), hat Hamburg aktuell lediglich 1,4 Quadratmeter pro Einwohner und das in einer Stadt mit einer deutlich höheren Kaufkraft und vielen Bürgern mit dickem Portmonee. „Die Zahlen zeigen es klar und deutlich: Weitere Riesenmärkte wie der nun weiterverfolgte am Alten Leipziger Bahnhof braucht Dresden in keinster Weise“, so Sochor.

Damit das Areal des historischen Leipziger Bahnhofes wie im Masterplan vorgegeben vernünftig und kleinteilig entwickelt wird, muss Globus sich also von seinem Großflächenkonzept für Dresden endgültig verabschieden und auf die Rolle eines Quartier-Nahversorgers mit 800 m2 Verkaufsfläche beschränken. „Letzten Endes muss Oberbürgermeister Hilbert hier ein Machtwort sprechen und den Stadtrat zur Aufhebung des alten Globus-B-Planes noch vor der Stadtratswahl auffordern“, bekräftigt Sochor abschließend.

Text + Fotos: meeco Communication Services GmbH

P.S. Laut einer Zeitungsumfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten stimmten übrigens nur 8 Prozent für einen großen Einkaufsmarkt auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, 67 % für Wohnungen, Kreativräume und Büros an diesem Standort. Das lässt hoffen! Das Großbauprojekt der Hafencity direkt gegenüber in Elbnähe, wofür alte urige Speicherhallen und kulturelle Freiräume weichen mussten, reicht! Demnächst mehr dazu (lv)

Internet: www.allianz-fuer-dresden.de

Blog: www.allianzfuerdresden.wordpress.com


Der alternative Entwurf von Architekt Jörg Möser favorisiert eine kleinteilige Weiterentwicklung des Areals Alter Leipziger Bahnhof mit Mischnutzung aus Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur. Grafik: Möser


Mit mehreren Preisen ausgezeichnet: die Diplomarbeit aus dem Jahr 2016 von Architekt Maximilian Kunze sieht ebenfalls eine behutsame Neunutzung des historischen Alten Leipziger Bahnhofs mit Ateliers für Künstler (es gibt kaum noch bezahlbare in Dresden!), kleinen Geschäften und ergänzender Wohnbebauung vor. Grafik: Kunze

 

BilderAlbum: Wiedersehen mit Circus Monaco

Zauberhaftes Miteinander von Mensch und Tier

Faszinierende Tiere im Freien und in der Manege kann man derzeit erleben beim Gastspiel des Circus Monaco am Elbufer in Dresden-Pieschen. Mit Blick auf die imposante Altstadtkulisse tummeln sich dort unmittelbar am Elberadweg auf der Wiese vor dem rotweißen Zirkuszelt, gemütlich Grashalme und Heu kauend, zwei Kamele, das weiße Hörnertier Kaya, außerdem Lamas, Ponys und ein Esel im Freigehege. Dahinter stehen die Wohnwagen, das rollende Zuhause der Zirkusleute mit Satellitenschüssel im Gras für guten Empfang der großen, weiten Welt und einem überdachten, offenen Zelt für die Tiere. Eine urwüchsige Oase des Miteinanders von Mensch und Tier, wie man sie heutzutage nur noch selten antrifft.

Die Tiere verlieren auch in der Manege nichts von ihrer natürlichen Anmut, Erhabenheit und Größe. Sie werden sacht und vertraut geführt. Dafür gibt`s für die Kamele besondere Leckerli wie Möhren. Die Ponys treten aufrecht stehend an den Manegenrand und „begrüßen“ die Zuschauer und viele kleine und große Hände recken sich ihnen zum Streicheln hin ebenso wie dem weißen Hörnertier Kaya mit dem sanften Blick und den spitzen Hörnern.

Im Programm des kleinen Familienzirkus wechseln Artistik und Tierdarbietungen. Da kommen Romantik, Abenteuer, Spaß und Spannung nicht zu kurz, begleitet von stimmungsvoller Zirkusmusik. Mit Schwung und Grazie zeigen eine Tänzerin mit wirbelnden Hula-Reifen, eine balancierende Seil- und eine Trapezartistin im Reifen unter der Zirkuskuppel frei schwebend ihre Künste.

Temperamentvoll geht es zu in einer Westernszene mit lassoschwingenden Cowboys und präzisen Messerwerfern. Ein Indianerjunge geht mit einer kleinen weißen Schlange herum, die die Zuschauer anfassen dürfen. Zu orientalischen Klängen tanzen Bauchtänzerinnen und ein Feuerschlucker sorgt für feurige Stimmung.

Spaßmacher Beppo versucht sich auch als Akrobat und vollführt lustige Seilsprünge mit Zuschauern.

Und im Finale darf der Zirkusnachwuchs, die Kinder der Artisten in Kostüm mit in die Manege, wo der Kleinste noch ausrutscht und die Mädchen schon kess die Reifen schwingen und tanzen.

Die Zirkusleute machen alles selbst. Hier ist alles noch echt und pures Erlebnis. Die Artisten stehen auch am Einlass und als Platzanweiser, bieten flimmernde Leuchtstäbe an, bauen die Requisiten auf und ab, spielen sich die Bälle zu, führen Kinder auf Ponys in der Pause oder fotografieren sie auf dem Kamel. Die Artistinnen stehen mit Glitzer Make up auch am Verkaufsstand mit Zuckerwatte und Popcorn.

Hinterher sammeln die Zirkusleute Futterspenden für die Tiere. Eine kleine Artistin steht mit Hut vor dem Zelt, in dem Münzen landen für den Erhalt der Zirkusschule in Berlin.

Zum Staunen, Träumen, Schmunzeln und Innehalten vom Alltagstrubel lädt der kleine Familienzirkus kleine und große Besucher noch bis 14. Oktober an diesem Platz ein. Vorstellungen sind wochentags 16 Uhr und am Sonntag 11 Uhr. Am 8., 9. und 10.10. ist spielfrei.

Mit der Besucherresonanz ist Mario Sperlich, der Juniordirektor des Circus Monaco „ganz zufrieden.“ „Dafür, dass wir erst 3 Tage vorher Werbung machten, waren die Vorstellungen gut besucht.“ Den Tieren gefiel es sichtbar gut an ihrem Platz am Elbufer in Pieschen. Sie waren viel im Freien und genossen die Sonnenstrahlen. Aber auch die Zuwendung, gereichtes frisches Gras von kleinen und großen Besuchern und Streicheleinheiten. Dresden sei auch seine Lieblingsstadt, sagt Mario Sperlich, der mit dem Circus Monaco schon zum dritten Mal hier war.

Die Tiere seien es gewohnt, mit den Zirkusleuten weiterzuziehen. Sie kennen das Zelt mit den vertrauten Geräuschen, ihr Zuhause und Futterquelle. „Eine artgerechte Tierhaltung gibt es nicht, auch nicht in freier Wildbahn. Der Mensch ist überall“, sagt Mario Sperlich. „Wir versuchen bestmöglich mit den Tieren umzugehen und zusammen zu leben.“ Zurzeit steht das Zelt vom Circus Monaco im Stadtzentrum von Gera, ein Weihnachtscircus-Gastspiel führt sie nach Braunschweig und danach eine Tour in den Süden nach Italien. „Vielleicht kommen wir im Frühjahr wieder nach Dresden“, so der Juniordirektor vom Circus Monaco. Schön wär`s.

http://www.circus-monaco.de

Text + Fotos (lv)

Siehe auch den Beitrag „Bühne frei für Circus Monaco“ mit Bildern und Gedichten auf diesem Blog.


Wunderbare Begegnung: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry mit Hörnertier Kaya.

Unverwundbar

Du stehst auf der Wiese
hinter dem rotweißen Zelt
weißt nichts von mir
ich nichts von dir
und doch bin ich hier

im Zelt der Mann mit dem Feuer
zeigt seine unbrennbare Haut
speit eine Feuerwolke wie ein Drache
unter starkem Applaus

in der Manege steht das Hörnertier
in milchweißem Glanz
alle wollen es streicheln
draußen steht es allein

den Kopf in frischem Heu
ein sanfter Blick aus tiefschwarzen Augen
fließt zu mir herüber
die spitzen Hörner kann es
nicht ablegen

Lilli Vostry
(7.10.2018)

Tier-Oase und Treffpunkt für kleine und große Besucher


Zum Abschluss gab es als besondere Leckerli Popcorn
Abschied von Dresden: Tierpfleger Tommy und Juniordirektor vom Circus Monaco, Mario Sperlich.

Text + Fotos (lv)

Neues Programm von Beckert & Till in Merlins Wunderland


Kosmisches Vergnügen mit Dieter Beckert & Peter Till

Sternstunden der Menschheit – Die galaktische Dinnershow

Mit Brachialromantiker Dieter Beckert, Musikmaschinist Peter Till, den Pantomimen und Clowns Rainer König und Matthias Krahnert, dem „Goldenen Geiger aus Prag“ Ludek Lerst, Sängerin Jasmin Graff und Pole-Akrobatin Cara Julienne.

Lachen, essen, tanzen – seit 20 Jahren kann man im Restaurant- Theater „Merlins Wunderland“ in Dresden all das an einem Abend erleben. Das Restaurant-Theater veranstaltete im September 1998 die erste Dinnershow Dresdens und lädt seitdem zum „Spektakel aus Bildern, Tönen und kulinarischen Genüssen“ in das urige Ambiente einer früheren Scheune.

Im Jubiläumsjahr feiert am 12. Oktober eine neue Show Premiere – die „Sternstunden der Menschheit – eine galaktische Dinnershow.“

Dies ist bereits die achte „Beulenspiegel-Produktion“ aus der Schmiede von Dieter Beckert und Peter Till, Urgesteine in „Merlins Wunderland“. Gemeinsam mit dem Clowns-Pantomime-Duo Rainer König und Matthias Krahnert verwandeln sie das „Wunderland“ in ein Raumschiff und bescheren ihren Weltraumtouristen ein wahrhaft (k)osmisches Vergnügen. Auf dem Flug zur Erde erleben sie große Sternstunden der Menschheit – vom „Sündenfall“ über die alkoholische Gärung und den Kampf um den Südpol bis zur Entdeckung der Elektrizität. Auch der erste Mensch auf dem Mond ist ein Thema.

Eine Fülle klassischer Comedy- und Pantomimeszenen, gespickt mit Pole-Dance-Akrobatik, Burlesque und Steptanz, hochmusikalisch, brachialromantisch kommentiert und technisch-multimedial veredelt. Sogar ein selbst gebauter Computer namens Zusi spielt mit. Weibliche Verstärkung sind die Pole-Akrobatin und Burlesque-Tänzerin Cara Julienne sowie die Sängerin und Steptänzerin Jasmin Graff. Außerdem geht der „Goldene Geiger aus Prag“ Ludek Lerst mit an Bord. Dazu wird ein Drei-Gänge-Menü serviert, das im Gegensatz zur Weltraumnahrung herrlich heimatlich-sächsisch klingt und unter anderem Kartoffelsuppe, Sauerbraten und Quarkkeulchen vereint. Die neu gesammelten Kalorinchen kann man zum Ausklang des Abends dann einfach wegtanzen.

Karten für alle Vorstellungen sind an allen Vorverkaufskassen und im Verkaufsbüro im Ostrapark am Messering 8E erhältlich und können unter Telefon 0351/421 99 99 auch bestellt werden. Der Ticketpreis beginnt bei 48,50 Euro inklusive Show, Menü und Tanz.

Termine im Oktober: 12. / 13.10. sowie 19./20.10.: Beginn 19.30 Uhr.

www.merlins-wunderland.de

Hintergrund zu „Merlins Wunderland“:

Das Erfolgskonzept von Merlins Wunderland ist nach wie vor die ausgeklügelte Symbiose aus Bühnenshow, dem gemeinsamen Essen an langen Tafeln und der Tanzmusik zum Ausklang des Abends. „Das Konzept hat sich bewährt, doch sind wir mit der Zeit gegangen“, erklärt Inhaber Mirco Meinel. „Das Zusammenspiel von Ort, Show, Kulinarik und Tanz wird permanent verfeinert.“ Hochwertige Bild- und Tontechnik wurde eingebaut, der Eingangsbereich vergrößert, und auch auf der Bühne wird mit verblüffenden technischen Raffinessen inszeniert.

Mehr als eine halbe Million Gäste waren seit der Eröffnung 1998 bereits hier, viele von ihnen mehrere Male. Vor allem Firmen kommen immer wieder, um in lockerer Runde gemeinsam zu feiern – ob Jubiläum oder Weihnachtsfeier. Auch Familien haben Merlins Wunderland längst entdeckt für Geburtstage, Hochzeiten oder Jugendweihe. Bis zu 350 Gäste finden im Parkett und auf der Empore Platz.

Sowohl für die öffentlichen Spieltage als auch für exklusive Veranstaltungen ist Küchenchef Andreas Kirsch dem Geschmack der Gäste auf der Spur und bietet Alternativen für Vegetarier, Veganer und Allergiker an. „Wir servieren unser „interaktives Menü“ nicht auf einzelnen Tellern“, so Andreas Kirsch. „Die Suppen kommen in Kesseln und der Hauptgang in großen Schalen an den Tisch. Die Gäste bedienen sich gegenseitig, das beflügelt das Miteinander. Von Suppe und Beilagen gibt es gerne Nachschlag, und das ist meines Wissens einmalig.“

Dass zum Ausklang des Abends ein DJ auflegt und man mit den Tischnachbarn das Tanzbein schwingen kann, gehört seit der Geburtsstunde von „Merlins Wunderland“ ebenso zum Konzept.

Kontakt

Restaurant-Theater Merlins Wunderland
Tel. 0351/ 421 99 99, info@merlins-wunderland.de
Zschonergrundstraße 4,
01157 Dresden

www.merlins-wunderland.de

Text + Foto:  Sabine Mutschke