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Fotos: Holger Knaak/Blaue Fabrik

Blick in die neuen Räume der Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V. in der „Grünen Villa“ im Areal des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße 1 (hinter dem  Brückenbogen zwischen Hansastraße und Leipziger Straße). In der Eröffnungsausstellung „parablau – to pick“ sind derzeit Arbeiten von zwölf Künstlern des Vereins zu sehen. Als nächstes zeigen unter dem Motto „Berührungen“ zwei renommierte tschechische Fotografen zweier Generationen, Prof. Jindrich Streit und Svatopluk Klesnil, ihre Bilder (Vernissage: 7.10., 19 Uhr)

Innerhalb des Neustadt Art Festivals spielt das „Lutopia Orchestra“ schwungvoll-feurige Rhythm`n` Blues Folk-Polka am 24.9., ab 20 Uhr im Gelände der Blauen Fabrik. Eintritt frei.

Aufeinandertreffen von Farben und Klängen aller Art

Es grünt so blau –  Im neuen Zuhause der „Blauen Fabrik“ in der „Günen Villa“ mit Malerei und Musik unter einem Dach. Farben und Klänge aller Art treffen aufeinander in den Räumen der Künstlervereinigung „Blaue Fabrik“ e.V. Seit Herbst haben im Areal des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße 1 zwölf Künstler des Vereins ihre Ateliers. Ein Raum steht für Gastkünstler offen. Außerdem nutzen fast 50 Musiker im Haus Probenräume, die inzwischen knapp und teuer sind in Dresden. Sie unterrichten und laden ein zu Sessions.

Gerade sind im Hintergrund dezent Klaviermusik und danach Klarinettentöne zu hören von Tatjana Davis, einer jungen Musikerin. „Meist klingt es schön und manchmal auch schräg, wenn mehrere proben und Jazz-Saxofon und Flamenco-Klänge aus dem Tanzstudio sich mischen“, erzählt Holger Knaak schmunzelnd. Der Historiker und Musikwissenschaftler ist seit 2008 in der „Blauen Fabrik“ dabei und kümmert sich seit 2011 als Geschäftsführer um das Programm und die Finanzen für die Kunstprojekte. Vieles wurde ehrenamtlich hergerichtet in diesem ersten neuen, ganzjährig betriebenen Kulturraum seit längerem. „Wir hoffen, dass die Projektförderung seitens der Stadt für den Verein der Blauen Fabrik auch nächstes Jahr ohne Kürzungen weitergeht“, so Knaak.
Der lichtdurchflutete Kunstraum mit Deckenfenster, erhaltenem Mosaikboden und gläsernem Empfangsschalter mit Garderobe ist auch immer in Bewegung wie früher die Reisenden in dem einstigen Bahnhofsgebäude. Mit jeder Ausstellung verändere sich der Raum und entstehe zwischen den Bildenden Künsten und der Musik ein spannender Dialog, so Knaak. Auf zwei Etagen hängen an den rohputzbelassenen Wänden die Bilder, im Foyer steht ein Klavier.

„Der Anfang war sehr erfreulich. Die erste Ausstellung mit Künstlern der Blauen Fabrik und die Konzerte im Garten sind gut besucht und ermutigen“, so Knaak. Jeden zweiten Donnerstag finden ab 21 Uhr Jazz-Sessions eintrittfrei und andere Musikveranstaltungen statt. Für nächstes Jahr ist zudem eine Kammermusik-Reihe mit Klassik-Raritäten geplant. Der Lichthof eignet sich neben Kunstprojekten auch für Tanzkurse und Workshops.

Hier gibt es auch eine öffentliche Podiumsdiskussion „Zur Zukunft des Alten Leipziger Bahnhofs-Geländes“ am 24. Oktober ab 19 Uhr (auf Ende November verschoben).

Ab 7. Oktober zeigen unter dem Titel „Berührungen“ zwei renommierte tschechische Fotokünstler ihre Arbeiten. Im November stellen Künstler aus St. Petersburg aus und im Dezember eine polnische Künstlerin. Statt der wilden Graffitis in den Sanitärräumen bietet Knaak Sprühkünstlern ganz legal eine Ausstellung an: „Das wäre mal ein cooles Projekt, wo sie einen ganzen Raum gestalten könnten.“ Der Eintritt in den Kunstraum ist frei und zugänglich zu den Veranstaltungen sowie per Klingelknopf des Vereinsbüros der Blauen Fabrik. Es befindet sich im Erdgeschoss des Hauses.

http://www.blauefabrik.de
http://www.parablau.com

Kontakt: info@blauefabrik.de

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