Ich freue mich sehr. Mein Gedicht „Was zählt“ erschien gerade im Jahrbuch für das Neue Gedicht der Frankfurter Bibliothek, 2019. Zusammen mit vielen anderen schönen Gedichten, redaktionell betreut und herausgegeben von der Brentano-Gesellschaft.

Irgendwann im Frühjahr hatte ich an einem Gedichtwettbewerb der „Frankfurter Bibliothek“ im Internet teilgenommen, es durfte nur eins eingereicht werden und 20 Zeilen nicht überschreiten.

Hatte es schon fast wieder vergessen, als kurz vor Weihnachten ein Brief kam mit der frohen Kunde, dass mein Gedicht aufgenommen ist in den neuen Band der „Frankfurter Bibliothek“, der am Sitz des Dichters Johann Wolfgang von Goethe erscheint und immerhin das umfangreichste Lyrik-Standardwerk der deutschsprachigen Buchhandelsgeschichte ist (mit Gedichten von über 1 000 Autoren auf fast 400 Seiten). Das Werk ist meist bereits im Januar vergriffen, steht auch  in Verlagsregalen und an großen Leseorten wie der Bibliothek des Kongresses in Washington, in der französischen Nationalbibliothek in Paris und in der Wiener Staatsbibliothek.

Nicht nur Hochliteratur ist in dieser Gedicht-Sammlung zu finden, so die Herausgeber, sondern auch Gebrauchslyrik, Gelegenheitsdichtung und Poesie, die den Alltag der Gegenwart darstellt. Ein sozioliterarisches Konzept, das es schon im Biedermeier gab und dessen Publikationen heute gesuchte Quellenwerke seien.

Im kommenden Jahr können wieder Texte für die „Frankfurter Bibliothek“ des zeitgenössischen Gedichts eingereicht werden, übers Internet (http://gedichtwettbewerb.brentano-gesellschaft.de ) oder auf dem Postweg (Redaktion der „Frankfurter Bibliothek“, Brentano-Gesellschaft, Mainstraße 143, 63065 Offenbach) Einsendeschluss ist der 1. Oktober 2019. Klasse A frei wählbar, Klasse B „Die Jahreszeit“, Klasse C „Ein Gefühl“, Klasse D „Heimat“.

Weitere Infos unter:
http://www.brentano-gesellschaft.de
http://www.august-von-goethe-literaturverlag.de

Hier noch mal mein Gedicht.

Was zählt

Ein Mädchen und ein Junge
Sie sind neu hier
sehen mich an
mit diesen großen dunklen Augen
in denen eine Welt verborgen
die ich nicht kenne

ihr Blick verrät
Sie haben schon viel gesehen
was ich nur ahne
in der Tiefe ihrer Augen vergraben
lässt es mich nicht los

übe mit ihnen Rechnen
obwohl ich Mathe nie mochte
zählen Zahlen
und frage mich
was aus ihnen wird

Lilli Vostry
2018