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Kategorien-Archiv: Theater

BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.

 

Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt.

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Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

31 Samstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Das Theater Döbeln strahlt im Glanz von Hollywood
Der diesjährige Bühnenball lockt wieder zum Feiern, Flanieren und Tanzen in allen Räumen am Sonnabend. Ein Höhepunkt ist dieser auch für den rührigen Verein der Freunde des Döbelner Theaters.

Die Theaterliebe begleitet Simone Simon schon lange. „Meine Oma hatte eine unglaubliche Lust ins Stadttheater Döbeln zu gehen“, sagt sie. Sie lernte sie zwar nicht persönlich kennen. Doch ihr Vater erzählte, dass sie eine leidenschaftliche Theatergängerin war. Wahrscheinlich hat Simone Simon dies geerbt. Sie arbeitet als selbstständige Heilpraktikerin und ist seit 2009 Mitglied im Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ e.V. Seit 17 Jahren hat sie mit ihrem Mann schon ein Theateranrecht. Seit 2014 ist Simone Simon die Vereinsvorsitzende. Vorher leitete Christa Lange, die 2012 verstarb und ehemals Chefin vom Buchladen in Döbeln war, viele Jahre den Theaterverein. „Sie war eine Instanz. Das Theater war ihre Familie“, erinnert sich Simone Simon.

Derzeit sind 58 Mitglieder, im Alter von Mitte 30 bis über 80 Jahre im Theaterverein aktiv. Darunter Lehrer, Angestellte und Selbstständige. „Kurzzeitig stand das Theater schon mal vor dem Aus. Daraufhin gründete sich der Verein im Jahr 1999“, sagt die 56-Jährige. „Unser Ziel ist der Erhalt des Döbelner Theaters als Spielstätte in der Region. Es ist nicht selbstverständlich, dass es so ein schönes Theater in einer Kleinstadt gibt.“ Weiß strahlt das schmucke Gebäude im Neorenaissance-Stil nahe am Markt in der Wintersonne. Bunte Theaterplakate hängen im Schaukasten vor dem Anbau aus Glas.

Drinnen hinter der Theaterbar prangt der Schriftzug: 150 Jahre Jubiläum Stadttheater Döbeln. 2022 war dieses Ereignis. „Das Theater in Döbeln hat bis zu 300 Plätze. Hinzu kommt das Theater im Bürgerhaus (TiB) mit bis zu 80 Plätzen. Pro Spielzeit können wir zwischen 14 500 und 15 000 Besucher begrüßen“, sagt André Meyer, Chefdramaturg im Stadtteater Döbeln. Die Zuschauer kommen aus der gesamten Region Mittelsachsens, auch aus Leipzig, Riesa und Dresden. „Das ist stark abhängig von der jeweiligen Produktion. So finden in Döbeln beispielsweise gerade unsere Musicalinszenierungen und Komödien des Schaupiels große Resonanz“, so Meyer. „Wir helfen das Theater in der Region weithin bekannt zu machen, Interesse und Neugier dafür zu wecken“, sagt Vereinsvorsitzende Simone Simon. Es sei ein tolles Ensemble.

„Unsere Aktivitäten drehen sich um die Unterstützung von Veranstaltungen und den Verein mit seiner Arbeit zu zeigen.“ Der Theaterverein sammelt Spenden für das Döbelner Theater. Ein Projekt war die technische Ausstattung für das Picknickkonzert im Park auf der Klosterwiese, das letztes Jahr im Sommer zum zweiten Mal stattfand und fortgesetzt wird. Es kam eine vierstellige Summe zusammen für das Open Air, so Simone Simon Sie ist zufrieden mit der Spendenbereitschaft. Die nächste Spendenaktion läuft bereits. „Das Mittelsächsische Theater mit Hauptsitz in Freiberg plant die Beschallungsanlagen zu modernisieren. Zusammen mit dem dortigen Förderverein sammeln wir dafür Spenden“, erzählt sie. „Dafür werden 75 000 Euro gebraucht.“

Simone Simon hält die neuesten Postkarten des Fördervereins, eine mit der Aufschrift „Theaterliebe in Vereinsform“ in der Hand Auf einer Karte steht in roten Buchstaben: „Drama? Können wir finanzieren.“ Ein Drama sei die kulturelle Bildung für Kinder gerade im ländlichen Raum mit oft langen  Anfahrtswegen. Daher übernimmt der Theaterverein die Kosten für den Bus ins Stadttheater auf Anfrage von Schulen und Kindergärten, so Simone Simon, Die originellen Postkarten hat ihre Tochter Emma für den Theaterverein gestaltet. Sie ist 20 Jahre jung und studiert neue Medien und Kommunikation in den USA, in Miami. Weitere theaterbegeisterte und kreative Mitstreiter sind im Verein der Freunde des Döbelner Theaters herzlich willkommen. 30 Euro kostet der Jahresjahresmitgliedsbeitrag. „Wir pflegen Gemeinschaft, sitzen nach Premierenfeiern zusammen und unterhalten uns über neue Stücke“, so Simone Simon. Manchmal besuchen sie auch eine Generalprobe einer Aufführung nach Wunsch, den Chefdramaturg André Meyer, der auch zu den Vereinssitzungen kommt, ermöglicht.

Das nächste Highlight ist der diesjährige „Hollywood-Bühnenball“ im Theater Döbeln am 31. Januar, der bereits ausverkauft ist. Ein Abend voller Glanz, Geschichten und Zauber des Kinos auf der Bühne mit Gala und Wandelprogramm in allen Räumen des Theaters Döbeln locken die Besucher zum Schauen, Feiern, Flanieren und Tanzen. An der Seitenbühne wird wieder eine Bar aufgebaut, wo rund 15 Leute vom Theaterverein, von der Loge Nr. 5 und vom Jungen Theater des Hauses Wein und Cocktails für die Gäste bereithalten. „Das wird wieder ein Kraftakt für den Verein, das alles zu organisieren. Das Schönste sind dann das Flair und die Gespräche mit Besuchern und Schauspielern beim Bühnenball“, freut sich Simone Simon auf einen zauberhaften Theaterabend, der das kleine Stadttheater in Döbeln in all seinem Glanz erstrahlen lässt.

Text + Fotos (lv)

Kontakt zum Theaterverein:
http://www.theaterverein-doebeln.de

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Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

21 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Wie Zauberer spielen, jonglieren und zeigen Ärzte und Klinikmitarbeiter all die Sorgen und Kunststücke aus ihrem Alltag in der Aufführung „Kritischer Zustand“ auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus. Fotos (2): Sebastian Hoppe

Zauberkünstler aus dem Krankenhaus

Mit viel Spielfreude, Herzblut, Humor und Leidenschaft erzählt die Aufführung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen aus deren Alltag in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am vergangenen Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Sie können keine Wunder vollbringen, zaubern aber täglich, um Leben zu retten, den chronischen Personalmangel, Kostendruck und die Herausforderungen im Krankenhausalltag zu bewältigen. Davon erzählt die Inszenierung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen von Jonas Egloff und Emily Magorrian in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Bühne ist wie im Varieté-Theater gestaltet, mit Behandlungskabinen mit zart violetten Vorhängen. Ein OP-Tisch dient als Spielfläche. Die Ärzte und Krankenpfleger treten auf wie Zauberkünstler mit Zylinder und schwarz schillernden Kostümen über weißen Shirts. Das wirkt zunächst befremdlich, ungewöhnlich und gewagt und steht im krassen Gegensatz zum wenig glamourösen Klinikalltag. Doch genau von diesem Kontrast lebt diese Aufführung. Mit viel Spielfreude, überraschendem Humor, Herzblut und Leidenschaft spielen, singen und tanzen die elf Akteure und bringen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen aus der Klinik auf die Bühne. Anfangs fragt Pfleger Benjamin das Publikum besorgt, ob alle bequem und warm sitzen.

Per Knopfdruck beginnt die Show, werden die Protagonisten vorgestellt: Laura, die sehr agile und bewegliche Apothekerin; Anni, die engagierte Krankenschwester; die medizinisch-technische Assistentin Denise, die Messwerte und Befunde sichtbar macht; Simon vom ambulanten Pflegedienst. Offen und freimütig kommt in den Szenen und abgewandelten, bekannten Musical-Songs auf die Bühne, was sie bewegt, freut, aufregt hinter der äußeren Fassade: „Besuchszeit ist Showzeit, dann zeigen sich alle von der besten Seite…“ Sie erzählen von schönen und traurigen, dramatischen und hoffnungsvollen Momenten, wo es anders als im Theater tatsächlich um Leben und Tod geht.

Da ist der junge Arzt Fabian, der von der Angst vor Nadeln, Transfusionen und der Emphatie, die das besonders bei kleinen Patienten verlangt, einfühlsam spricht. Er holt einen Teddy hervor, der Himbeersaft bekommt, womit er ein leukämiekrankes Kind tröstete. Die Laborantin Eva erinnert sich an die Zeit, als sie noch selbst für die Blutabnahmen auf Station ging auch bei Sterbenden, die dankbar ihre Hand hielten. Eine Frau liegt mit gefesselten Händen auf dem OP-Tisch, verschwindet in einem Zauberkasten und taucht unversehrt wieder auf. Manchmal fühlt sie sich auch ausgeliefert, fremdbestimmt und hilflos. Wenn sie das Herz im Ultraschall sieht, ist es das größte Wunder für die Intensivmedizinerin und Oberärztin Julia. „Weil es so schön kraftvoll und selbstständig ist vom ersten bis letzten Lebenstag und noch mehr schlägt, wenn wir verliebt sind“, sagt sie. Herzergreifend ist ihre Geschichte einer jungen schwerkranken Patientin, die Bäckerin war und nicht mehr leben wollte. Wie die Ärztin hin und her gerissen zwischen Schmerz, Wut und Helfen wollen sie und ihre Familie bis zuletzt begleitete und einen würdevollen Abschied ermöglichte.

Sie hört auf dem OP-Tisch sitzend der Kinderkrankenpflegerin Claudia zu, die gerade noch von einer Mutter und ihrem kranken Baby erzählte und plötzlich selbst im Klinikbett liegt und ihr Kind sehen möchte, das keine Herztöne mehr hat. Die Zauberkünstler aus dem Krankenhaus trösten und machen sich gegenseitig Mut, zücken den Schminkpinsel, greifen ins Sägeblatt des Klinikbetriebs ein, gehen über Grenzen, erleiden überlastet Burnouts, springen im Galopp zu Can-Can-Klängen immer einsatzbereit, jonglieren mit Bällen wie Krankenfallzahlen, wedeln mit Geldscheinen für Krankheit als Geschäft und träumen davon, mehr Zeit und weniger schlaflose Nächte aus Sorge um ihre Patienten zu haben. Sie stehen trotzdem immer wieder auf und machen weiter, denn sie wissen: „Die Patienten erwarten keine Wunder und Magie, sondern einen menschlichen Umgang!“
Reichlich Beifall gab es für diese wunderbare, intensive und aufrüttelnde Gesundheitsshow.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Krankheiten können sie keine weg zaubern. Doch mit Mitgefühl & Fantasie kleinen Patienten ihre Ängste nehmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

30 Dienstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein Wunderwesen, Sonderling, Gespenst gar… Für einen Menschen lächelte er zu viel, meint sein bester Freund im, Kinderheim. Faszinierend, anrührend und spannend fragt die Aufführung „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg, was Menschsein ausmacht. Im Bild in der Titelrolle Josephine Tancke und als ihre Mutter Betty Freudenberg. Foto: Sebastian Hoppe

Ein bezauberndes, fesselndes Nichts

Mit viel Ironie, groteskem Witz, fantastisch surreal und zwiespältig erzählt die Inszenierung „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg über Identität, menschliche Eigenarten und den Umgang der Gesellschaft damit.

Als ginge es um ihr Leben, schreit eine Frau verzweifelt. Im grellen Scheinwerferlicht hockt sie auf einem Gerüst mit Gittern, das einem Kokon oder Blatt ähnelt. Sie ist nicht bereit ihr Kind auf die Welt zu lassen. Die Hebamme sagt mitleidlos, abgeklärt, verächtlich mit Männerstimme: „Was reinkommt, kommt auch wieder raus!“ Dann ist es endlich da, das Kind. Der Arzt gratuliert zur Geburt des Babys. „Es ist ein…“, der Arzt zögert. „Es ist ein Nichts!“

Wie ein Schlag trifft die Frau diese Aussage. Wie betäubt verlässt sie das Krankenhaus, schleift das seltsame Wesen hinter sich her. Das Leben meint es nicht gut mit Toto,, der Hauptfigur im Stück „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg nach ihrem 2012 erschienenen Roman Vielen Dank für das Leben. Die Bühnenfassung hatte unlängst Premiere im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Mit der Berg eigenen Bitterkomik, Spottlust, Ironie und Melancholie kam die Inszenierung unter Regie von  Sophie Y. Albrecht noch um einiges grotesk zugespitzt, fantastisch surreal und zwiespältig auf die Bühne unterm Dach. Wo das Geschehen noch näher und intimer, ergreifender wirkt.

Toto weiß gar nicht, wer er eigentlich ist, Er wurde mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren, hat sowohl männliche als auch weibliche. In der Antike kannte uns verehrte man sie als Hermaphroditen und es gibt zahlreiche Darstellungen in der Kunst dazu, Landläufig nennt man sie Zwitter. Heutzutage werden sie „intergeschlechtlicher Mensch“ genannt. In seiner lateinischen Bedeutung steht Toto für das Ganze. Vollkommene, gar für Sämtliches. So nennt die Mutter das Kleine, das ihr vorkommt wie ein Ding, ein Hündchen, Toto. Dabei dachte sie und die Autorin Sibylle Berg, die aus Ostdeutschland stammt, wahrscheinlich an das bekannte Kinderbuch „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ von Alexander Wolkow, in dem ein kleiner, treuer Hund namens Toto das Mädchen Elli begleitet auf ihrer Reise durch eine wunderreiche Zauberwelt, Im Stück geht Toto mit einem Köfferchen an ihrer Seite, das ihr folgt wie ein Hündchen, los, hinaus in die weite Welt und erlebt viele Abenteuer, Schönes und Trauriges, Argwohn, Interesse, Liebe und Enttäuschung.

Mit Strubbelhaar und Spangen, kindlich naiv. neugierig, offen und freundlich, schlaksig und androgyn in ihrer Art spielt Josephine Tancke die Titelrolle des Toto. Ein Sonderling, der anders ist als die anderen, nicht Fisch nicht Fleisch, das ist ihnen nicht geheuer, den sie unsicher und misstrauisch betrachten, auslachen und bloßstellen, ausgrenzen. Sie trägt eine weiße Unterhose über der wilden Leopardenhose, ein blaues Shirt und rosa-blau gestreifte Kniestrümpfe. Die anderen Darsteller tragen mittelalterlich wirkende Kostüme mit Halskrausen und gitterartige Reifröcke, wie gefangen in ihren Konventionen und sie spielen mehrere Rollen, in denen sie auf verschiedene Weise Toto mit Zu- oder Abneigung begegnen. Begleitet von abwechselnd grellen, kühlen und gefühlvollen Klängen.

Totos Mutter, anrührend ratlos, wütend und allein mit dem sonderbaren Kind und die strenge, hartherzige auf Einhaltung der Regeln pochende Erzieherin im Kinderheim spielt Betty Freudenberg, wobei die Erzieherin etwas zu platt die sozialistischen Parolen drischt. Weniger wäre hier mehr gewesen. Nahegeht die Szene mit ihr als einsame Prostituierte hinter dem rot erleuchteten Fenster im Bordell. Während sich Toto mit glockenklarer Stimme die Seele aus dem Leib singt mit seinen Songs allabendlich bei seiner „Freakshow! vor betrunkenen, rauflustigen Gästen in einem Lokal. Ein dankbar hingebungsvolles „Kuhplikum“ sind Toto hingegen die gemütlich Gras auf der Wiese kauenden Kühe, für die sie in einer Videoeinspielung mit Mikro auf der Mistgabel singt. Die Tiere nehmen sie wie sie ist. Ihr Wesen, das eine Laune der Natur ist. Sie singt mit warmer Stimme und kehrt dabei all den Mist weg, der ihr widerfährt. Toto will einfach leben wie jeder andere Mensch.

Ein wagemutiges, tolles Stück, bei dem Lachen und Weinen, Licht und Schatten, Staunen über all die Wunder im Leben nah beisammen sind. Konträr, vielfarbig und vieldeutig. Viel Beifall gab es dafür vom Premierenpublikum.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresxden.de

Nächste Aufführung: 30.12., 20 Uhr, Kleines Haus-

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Premiere „Weiße Zeiten“ in der Comödie Dresden

11 Donnerstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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Mit viel Herzblut, Witz, Charme und Schwung spielt, singt und tanzt das Damen-Quartett, vier Freundinnen in einer tief verschneiten Berghütte, in der weihnachtlichen Revue „Weiße Zeiten“ in der Comödie Dresden. Foto: Robert Jentzsch

Weihnachtszauber mit viel Witz und Charme und
einem sprechenden Rentier als Herz- und Seelentröster

Eine Bescherung mit reichlich Turbulenzen, Überraschungen, viel Humor und Gesang weckt Vorfreude und Weihnachtsmuffel in der Revue „Weiße Zeiten“ in der Comödie Dresden.

Hausfrau Doris und ihre Freundinnen freuen sich auf Weihnachten. Abseits vom familiären Trubel in weiß verschneiter Landschaft in einer gemütlichen Berghütte wollen sie diesmal feiern. Die Ehemänner dürfen mit und sollen einen Tannenbaum im Wald schlagen. Doch sie lassen auf sich warten und dann zieht auch noch ein Schneesturm auf. Eine Bescherung mit reichlich Turbulenzen und Überraschungen ist die weihnachtliche Revue „Weiße Zeiten“ von Tilmann von Blomberg, Carsten Gerlitz und Katja Wolff, die auch Regie führte. Die Premiere war im November in der Comödie Dresden.

Voller Vorfreude, aufgeregt und quirlig wie das Schneegestöber draußen
schwirren die vier Frauen in Wintersachen und mit Skiern in der urigen Berghütte umher. Doch mit der zunächst himmlischen Ruhe ist es bald vorbei. Der Tisch ist mit Kerzenleuchtern und Geschirr festlich gedeckt. Die erste Flasche Rotwein geleert. Dann ertönt plötzlich auch noch eine Stimme wie aus dem Nichts, die sich als sprechendes Rentier Rüdiger aus dem blinkenden Bilderrahmen an der Wand herausstellt. Eine schöne Idee! Rüdiger hat Zeit und Geduld und scheint alle Sorgen und Wünsche der vier Damen zu kennen. Er stellt sie vor, steht ihnen bei, tröstet, hört ihnen zu und muntert sie auf. Doris, die fürsorgliche Hausfrau und Rentnerin (Eva Brunner) im Strickpullover. Sie hat Kartoffelsalat mitgebracht in der Tupperdose und kann nicht rumsitzen. Beherzt greift sie zur Axt und schlägt selbst ein kleines Weihnachtsbäumchen. Viola, die vornehme und glücklich geschieden (biestig: Heike Jonca) erwartet Niveau zu Weihnachten und verteilt gehässig Seitenhiebe nach allen Seiten.

Tanja, die 43jährige Mutter mit Kleinkind im Rucksack (überdreht: Nini Stadlmann) gibt sich cool, lacht übertrieben laut, hat ihr Babyfon immer griffbereit und ist doch überfordert. Sie sehnt sich nach ein bisschen Ruhe. Die Karrierefrau Gaby (Franziska Becker) spielt die Femme Fatale, gibt sich lässig entspannt und ist genervt vom Kindergeschrei. Sie hat bei einem Catering Hirschgulasch und Knödel in die Berge bestellt. Immer wenn es brenzlig wird und der Streit ausartet, kommt Rentier Rüdiger zu Hilfe. Er hört sich nacheinander an, wie die vier Freundinnen ihr Herz ausschütten, warum sie Weihnachten nicht mit der Familie oder Partner feiern und sie offenbaren ihre Sehnsüchte und Träume, welche die Frauen in anderem Licht zeigen.
Der Schneesturm und die Sorge um ihre Männer, die sie versuchen zu erreichen, lassen die Sticheleien vergessen und bringen sie wieder näher zusammen.

Mit viel Herzblut, Witz, Charme und Schwung spielt, singt und tanzt das Damen-Quartett mit bezaubernden Stimmen, viel Swing, Slapstick und Varietémusik abwechselnd fröhlich, verlockend, mitreißend, kraftvoll und leise wehmütig die bekanntesten Weihnachtshits von Jingle Bells, O Holy Night bis Gloria mit neuen, humorvollen Texten. Und plötzlich werden Wunder wahr für alle vier Frauen. Auch sie gehen herzlicher und mitfühlender miteinander und ihren Liebsten um. Das Rentier sieht es lächelnd. Zuletzt singen sie gemeinsam mit dem Publikum das Lied „Sind die Lichter angezündet“ mit dem Wunsch überall soll Frieden sein. Reichlich Beifall gab es für diese wunderbare, herzerwärmende und rundum gelungene Weihnachtsgeschichte der besonderen Art.

Text (lv)

Nächste Termine:
12.12., 13.12., jeweils 19.30 Uhr und 14.12., 15 und 19.30 Uhr

http://www.comoedie-dresden .de

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Premiere „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren im Schauspielhaus Dresden

20 Donnerstag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater, Zwischenmenschliches

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Streitlustig & kraftprotzend: Zwei Räuberbanden bekämpfen sich hart und unerbittlich seit Jahren. Erst die Kinder Ronja und Birk überwinden den tiefen Spalt der Feindseligkeiten, helfen sich aus Gefahr, freunden sich an und versöhnen die Räuberhauptmänner in der zauberhaft urwüchsigen Inszenierung „Ronja Räubertochter“ im Schauspielhaus Dresden. Fotos: Sebastian Hoppe

Mutige Absage ans finstere Räuberleben

Mit viel Witz und Fantasie helfen Kinder die Kämpfe um die Mattisburg zu beenden im Stück „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren im Schauspielhaus Dresden.

Das Mädchen hat alles, wovon Kinder träumen: eine riesige Kletterburg und eine Höhle zum Spielen und Verkriechen. Außerdem sieht sie im Wald viele wundervolle Wesen und erlebt zusammen mit ihrem Freund Birk lustige und spannende Abenteuer. Davon erzählt „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren. Eine der beliebtesten Geschichten für Generationen von Kindern kommt jetzt auf die Bühne. In einer Bearbeitung von Christian Schönfelder hatte die diesjährige Inszenierung zur Weihnachtszeit für die ganze Familie unlängst Premiere im Schauspielhaus Dresden.

Vor leuchtend orangenem Hintergrund tauchen die Räuber zunächst wie von ferne im Schattenspiel auf. Sie spielen Donner und die Arme werden Flügel wie kreisende Raben, während die Mutter Lovis (liebevoll: Friederike Ott) ein Schlaflied für die kleine Ronja (eigensinnig-aufgeweckt: Henriette Hölzel) singt. Sie wird in einer Gewitternacht geboren und die Freude in der Räuberbande ist groß. Der alte Glatzen-Per (witzig-weise: Philipp Lux) wirft sie übermütig in die Luft und fängt sie wieder auf. Doch die Freude währt nicht lange. In jener Gewitternacht teilte ein Blitzschlag die Mattisburg, ihr Zuhause, in zwei Hälften. Den anderen Teil hat Mattis` Erzfeind Borka (cool-gelassen: Viktor Tremmel) mit seiner Räuberbande ungefragt bezogen. Das behagt Ronjas Vater Mattis (stur und stolz: Oliver Simon) gar nicht. Die beiden Banden bekämpfen sich erbittert seit vielen Jahren. Dem furchterregenden Höllenschlund darf Ronja sich nicht nähern. Doch sie umgeht das Verbot und begegnet dort Birk (sanftmütig: Moritz Spender), dem Sohn der verfeindeten Räuberbande.

Das wilde, harte und gefährliche Räuberdasein und das Leben mit der Natur zwischen Werden und Vergehen, Schönheit und Gefahren, Nehmen und Geben ist urwüchsig, fantasievoll und zauberhaft in Szene gesetzt begleitet von stimmungsvollen Gitarrenklängen, voller fröhlicher, komischer und trauriger Momente, die kleine wie große Zuschauer begeistern in dieser Aufführung unter Regie von Jan Gehler. Der Wald mit Bäumen sind bemalte, wehende Vorhänge im wechselnden Licht der Tages- und Jahreszeiten. Eine grüne, drehbare Spielfläche dient als Mattisburg mit Spalt und Höhlen, in denen die zwei Räuberbanden hausen. Sie tragen mittelalterliche und erdfarbene Sachen. Es geht rau und herzlich zu.

Mattis und Borka schimpfen, fluchen und spucken aus, fordern sich gegenseitig heraus, nennen die anderen „Hosenschisser“, was oft albern wirkt und viele Lacher auslöst. Klein-Klipp, der Spaßvogel (Holger Hübner) erheitert die Räuberfamilie Ronja, sie galoppieren, necken sich, spielen und löffeln zusammen Grütze. Manchmal singen sie auch urige Räuberlieder. Mit schwarz wirbeligem Haar, Fellweste, Stiefeln und Rucksack, oft auch barfuß, zieht Ronja umher im Wald und ihr begegnen wunderliche Wesen: Graugnome mit roten Augen, lustige Rumpelwichte mit großen Ohren und gruslige Wilddruden, schwarze Raubvögel mit spitzen Schnäbeln. Sie kommen nur dann, wenn sie Angst hat. Die erste Begegnung von Ronja und Birk verläuft abweisend und ruppig als sie hört, dass er zur anderen Räuberbande gehört. Doch dann springen beide mutig über den Spalt der Mattisburg, helfen sich gegenseitig und freunden sich an über alle Hindernisse hinweg. Sie merken, wie schnell ein Streit alles zerstören kann. Ronja will erst wieder nachhause kommen, wenn ihr Vater und sie und die Räuberbanden sich vertragen. Für Ronja und Birk ist klar, sie wollen später keine Räuber werden, nicht wenn die Leute wütend werden und weinen. Tosenden Beifall gab es vom Publikum für diese wunderbare, herzerfrischende und hoffnungsvolle Geschichte.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Nächste Termine: 21., 22.11., jeweils 19 Uhr im Schauspielhaus Dresden


Wunderliche, lustige Wesen im Wald: Rumpelwichte mit großen Ohren und piepsigen Stimmen begegnen Ronja im Wald. Aber auch gruslig gefährliche Wilddruden.

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Premiere „Die Bakchen“ von Thomas Melle nach Euripides im Kleinen Haus des Staatschauspiel Dresden

09 Sonntag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Natur, Theater, Zwischenmenschliches

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Besessen von Macht über die Mensch- und Naturwelt: Den Herrscher Pentheus spielt im Zwiespalt von Härte, Vernunft, Instinkt und Gefühl grandios voller Leidenschaft Leonie Hämer, begleitet von Rauschgott Dionysos, hier mit Torsten Ranft, der in mehreren Rollen glänzt. Fotos: Sebastian Hoppe

Im Rausch der Macht und Verführungen

Die Welt menschlicher Ordnung, Kalkül, Kontrolle und Größenwahn prallt mit der animalischen Wildheit, Freiheit und Zügellosigkeit des Gottes der Ekstase und seinem Gefolge mit aller Faszination, Kontrasten und Widersprüchen aufeinander im Stück „Die Bakchen“ von Thomas Melle nach Euripides im Kleinen Haus in Dresden.

Die Spielfläche ist dunkel, verkohlt und von Rissen durchzogen. Das Erdrund in Schieflage. Die Darsteller sitzen im Halbdunkel in grauen Gewändern, abwartend, schweigend beidseits der Bühne. Alles ist knapp, Wasser, Kaffee, Essen. Sie wollen sich etwas bestellen per Lieferdienst und am besten gleich noch ein neues System. Eine Seuche ist im Land ausgebrochen. Die Bewohner trauen sich nicht das Haus zu verlassen. „Da ist was im Gange. Da braut sich was zusammen. Ich hör`s doch!“, ruft einer. Der Sog nach draußen wird immer stärker und bald werden sie ihm auf verschiedene Weise folgen. Antik, mystisch, geheimnisvoll, unheimlich und zugleich ganz heutig, vor abwechselnd dunkel karger, grell leuchtender und urwüchsiger Kulisse mit Bäumen, verzweigt und verwurzelt auf der runden Fläche, kam die Tragödie „Die Bakchen“ von Thomas Melle nach Euripides unter Regie von Lilja Rupprecht auf die Bühne. Die Premiere war letzte Woche Donnerstag im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Bakchen, uraufgeführt 405 v. Chr., ist das letzte Stück des griechischen Dramatikers Euripides. Er gewann damit posthum den ersten Preis des Tragödienwettbewerbs von Athen, Das Stück erzählt vom Dionysos-Kult, auch Bacchus genannt, dem Gott des Rauschs und der Ekstase und seinem Gefolge, die Bakchen. Sie verkörpern entfesselte animalische Wildheit, Freiheit, pure Daseinsfreude, Lust und Hingabe an die Urnatur mit ihren eigenen Gesetzen im Gegensatz zur menschlichen Welt der Vernunft, Kalkül, Ordnung, Macht und Kontrolle. Die beiden konträren Welten prallen mit aller Faszination, Kontrasten und Widersprüchen aufeinander und eskalieren in dieser Inszenierung.

Eine Frau in silbern schimmerndem Kleid und langem blonden Zopf, Agaue die Mutter von Pentheus (selbstbewusst. aufbegehrend und innerlich zerrissen: Christine Hoppe) spürt einen verlockenden Sog nach draußen und geht fort. Vergeblich versuchen die anderen sie zurückzuhalten. Sie verlässt die Welt der Männer und ihre Regeln, das Drachengeschlecht, die verhasste Saat. Ihren Sohn Pentheus, den Herrscher von Theben. Es zieht sie in die Naturwelt, in den Wald voller Wunder und Gefahren, wo Dionysos und sein Gefolge, die Bakchen herrschen. Agaue trägt nun ein sonnengelbes Kleid, steht mitten im Wald, fühlt sich wie im Traum sinnenberauscht, schwärmt von dieser neuen Welt ohne Grenzen, wo alles möglich ist, sie will keinen Menschen und kein Raster der Sprache mehr sehen, ganz hingegeben an die Natur und den Gott Dionysos verfällt sie immer mehr dem Rausch. Ebenso wie einige andere Bewohner von Theben, die sich hemmungslos begeistert dem neuen Kult hingeben. Darunter der Seher Teiresias in neonfarbener Rettungsweste (Thomas Eisen) der verzückt mit erhobenen Armen und tänzelnd Dionysos huldigt. Kadmos, der Gründer von Theben und Vater von Agaue im grauen Anzug (Torsten Ranft) ruft ekstatisch nach „dem Rausch, Exzess, die Endzeitsteuer auf dem Vulkan tanzen!“

Sie verehren und sehen in Dionysos einen Heilsbringer, eine Droge für alles.
Zugleich warnen sie Pentheus, er soll ihn nicht verachten und bekämpfen. sondern sich Efeu ins Haar legen und den neuen Gott annehmen. Der wahre Irre sei er, Pentheus, sagt Teiresias wütend. Ein Bote von Pentheus (Jakob Fließ) erzählt fasziniert und verunsichert zugleich von Wundern und grausamen Taten der Bakchen im Wald. Mischwesen aus Mensch und Tier. Frauen stillen ihre Kinder und außerdem Rehe und Wölfe. Doch die Idylle trügt. Natur und Wildnis treffen aufeinander mit aller Schönheit, Vollkommenheit und Härte im natürlichen Leben-Tod-Kreislauf. Die Bakchen feiern Feste und die Natur, aber töten Tiere brutal und verwüsten alles im Rausch. Das ganze Ausmaß schildert in einem eindringlichen Monolog der Bote Pentheus`(Jakob Fließ): „Wir sind die Natur und fordern sie heraus, Wir sind die Gefahr! Wir fressen Tiere und fressen uns durch die Welt. Die Vögel schreien, wenn sie uns sehen!“ Das klingt wie eine Anspielung auf die aktuelle, grassierende Vogelgrippe im Land.

Begleitet wird das Geschehen von pulsierenden, pochenden Klängen von Musiker Philipp Rohmer. Pentheus (Leonie Hämer) erscheint in kurzer schwarzer Lederjacke, Rock und in Stiefeln. Pikanterweise wird der Despot von einer Frau gespielt, die so scheint es noch eins draufsetzt, mit noch mehr Härte und Drohgebärden agiert, um sich in der Männerwelt an der Macht zu behaupten. Das Gesicht streng mit zurückgekämmtem, dunklen Haarknoten. Stolz, kalt und arrogant will sie Dionysos und die Bakchen vernichten. Der Fremde soll dafür büßen, tobt sie, der wie eine Seuche über das Land kam und für Unruhe sorgt. Dionysos (Philipp Grimm) betritt zunächst scheu, lang schlaksig und das Haar zum Pferdeschwanz gebunden die Bühne. Stellt sich vor als Gott und Sohn von Zeus, als der er aber nicht anerkannt wird, sondern als unehelicher Bastard. Seine irdische Mutter Semele wurde getötet. Dionysos fühlt sich als Außenseiter und will seine Herkunft und Ruf verteidigen, sagt er zornig. Er zieht sich nackt aus, bemalt seinen Körper und schreibt mit grauer Farbe das Wort „Ent-Sorgen“  groß auf die Bühne. Pentheus ilässt seinen Widersacher gefangennehmen und wie Abfall wird er weggeworfen hinter die Bühne.

Doch Dionysos kehrt wieder in immer neuer Gestalt. Mal als puppenhafte Popsängerin mit blonder Mähne und abwechselnd betörender und Mickymaus-Stimme sehr grell und künstlich wie für die Teenies der Tiktokgeneration. Mal als skurrile Gestalt in einem unförmigen grauen Gewand mit Fransen und Hut, die plötzlich froh alle Schwere hinweg tanzt. Und als sturmerprobter, unerschütterlich fröhlicher, bärtiger Kapitän spielt ihn Torsten Ranft mit viel schmissiger Ironie, singt Seemannslieder zu Akkordeonklängen, animiert das Publikum zum Mitsingen und dazu braust das Meer in hohen Wogen auf der Leinwand und Bühne. Der Kapitän will Pentheus vor dem Schiffbruch retten und lockt ihn, ob er denn gar kein bisschen Lust habe, die Welt der Bakchen zu sehen?! Er willigt ein, schließlich muss man seinen Feind kennen, um ihn zu bekämpfen. Man muss ein Tier werden, um die Bakchen zu verstehen, sagt Dionysos als Kapitän. Pentheus zieht sich ein Fell an, geht zu Boden und kriecht auf allen vieren umher. Herrlich komisch wie er sich windet, wild wird, nackt schreiend über die Bühne rennt und seinen Verstand beiseite lässt. Berührend und beeindruckend spielt Leonie Hämer den Zwiespalt und die innere Zerrissenheit ihrer Figur, als Herrscher die Verantwortung für das Land zu haben und außerdem auf das Gefühl und Sinne, die Verbundenheit mit dem Ganzen zu achten. Ein schönes, zartes und nachdenkliches Lied darüber „Frei zu sein“ singt Thomas Eisen zur Gitarre.

Schließlich klettert Pentheus, im Mantel, blauen Dessous und Flügeln, mit Dionysos auf einen Berg, um die Bakchen heimlich zu beobachten. Sie will im Größenwahn den ganzen Wald heraus reißen und auf ihren Schultern tragen. Die wahre Natur zeige sich stets kurz vor dem Zerfall!, kommentiert Dionysos Die Bakchen entdecken und verhöhnen Pentheus, der das Unsterbliche besiegen will, sehen ihn als Eindringling, Spion, Frevler und nehmen grausame Rache an ihm. Ausgerechnet seine Mutter tötet  ihn in blindem Rausch. Sie hielt ihn für einen Löwen und sieht entsetzt den abgeschlagenen Kopf ihres Sohnes in ihren Händen im gelben, blutbefleckten Kleid. Ihrem Vater Kadmos wäre es lieber, sie bliebe im wahnhaften Zustand, um ihr den Schmerz zu ersparen. Einzelne, übergroße, nachgebildete Körperteile liegen verstreut auf der Bühne. Sie und ihr Vater fügen die Teile wieder zusammen um den Kopf.
Ein Kind sitzt dort und sagt ihnen eine lange Wanderung und Kriege voraus, aus denen sie nicht mehr herausfinden werden. Ihre Reue käme zu spät. Natur wird wieder Natur, sagt das Kind. Pentheus erscheint zum Schluss noch einmal als rein reflexhaft reagierendes, rätselhaftes Wesen. Die Aufführung zeigt zugespitzt drastisch, was passiert, wenn menschliche Vernunft und Emotionen zuwiderlaufen, sich bekämpfen und verschiedene Ansichten über Zustände in der Gesellschaft blindlings in Radikalität und Fanatismus ausarten. Ein streitbares, vieldeutiges Stück mit viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken. Viel Beifall gab es vom Premierenpublikum.

Text (lv)

http://www.staatsscbauspiel-dresden.de


Zwischen Sinnesrausch & blinder Zerstörung: die Bakchen und ihre Anhänger inmitten auseinander gerissener Körperteile auf der Bühne.

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Rübenzahl Oder Die wahre Liebe – ein musikalisches Lustspiel mit Handpuppen in den Technischen Sammlungen Dresden

30 Donnerstag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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In die geheimnisvolle Welt von Berggeist Rübenzahl entführt märchenhaft & musikalisch & mit skurrilem Witz die Aufführung der „Opéra en miniature“ im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage am 2. November, um 15 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Veranstalter

Rübenzahl oder die wahre Liebe

Das musikalische Lustspiel von Joseph Schuster kommt in einer Fassung für Instrumentalensemble Figurentheater, Solisten, Sprecher und Chor arrangiert von Christoph Teichner & Handpuppen mit der Opéra en miniature & Puppenspielerin Cornelia Fritzsche am 2. November, um 15 Uhr auf die Bühne in den Technischen Sammlungen, Goldbergsaal.

Das musikalische Lustspiel „Rübenzahl oder Die wahre Liebe“ von Joseph
Schuster, der Ende des 18. Jahrhunderts am Dresdner Hofe wirkte, erzählt die
Geschichte des geheimnisvollen Berggeists Rübenzahl, der zwischen Zauberei
und wahrer Liebe schwankt. Die selten gespielte Oper aus dem 18. Jahrhundert
wurde von Christoph Teichner für das Ensemble Opéra en miniature neu
arrangiert. Alle Musiker spielen auf historischen Instrumenten, die großen
Handpuppen führt Cornelia Fritzsche und erzählt die Handlung aus der
Perspektive der Geister der Unterwelt. Die bekannte Sage aus dem deutsch-
böhmischen Raum erhält so frisches Leben – poetisch, verspielt und voller
Überraschungen. Opéra en miniature ein Erlebnis für alle Generationen.

2. November 15 Uhr
Goldbergsaal – Technische Sammlungen
Ticketreservierung unter:
https://www.tdkt.info/events/2025/die-abenteuer-des-
ruebezahl/

Text + Foto: Katrin Meingast

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Uraufführung „Hautnah Entfernt“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

25 Samstag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Bewegung miteinander, um andere zu bewegen: Darsteller mit und ohne Behinderung in farbigen Sachen, die viel von ihren Träumen und Sehnsüchten widerspiegeln, agieren gemeinsam in der Aufführung „Hautnah Entfernt“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Berührende Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz

Wie wir anderen begegnen und miteinander umgehen, davon erzählt eindrucksvoll mittels Körpersprache, Blicken, Gesten, Musik und Tanz die Aufführung „Hautnah Entfernt“ – eine Bewegungsrecherche von Menschen mit und ohne Behinderung auf der Bürgerbühne in Kooperation mit dem „farbwerk“ e.V. im Kleinen Haus in Dresden.

Menschen sitzen in einem Bahnabteil. Der Blick starr geradeaus, die Hände greifen mechanisch nach unten, in monotonen Handgriffen. Sie werden hin und her geschüttelt beim Fahren, ab und zu stoßen ihre Körper zufällig aneinander. Dann schauen sie erschreckt oder erstaunt auf. Hoppla, da ist ja noch jemand! Wie wir anderen begegnen und miteinander umgehen, davon erzählt die Aufführung „Hautnah Entfernt“ – eine Bewegungsrecherche von Menschen mit und ohne Behinderung unter Regie von Helena Fernandino. Die Uraufführung dieser Produktion der „Bürger: Bühne“ in Koproduktion mit dem Verein „farbwerk“ e.V. war am vergangenen Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Der Theaterraum unter dem Dach mit steilen Treppen hinauf ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Das ist schade gerade bei diesem Thema der Aufführung!

Die Akteure sind zwischen 20 und 75 Jahre alt. Manche von ihnen arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Außerhalb der gemeinsamen Proben wären viele von ihnen sich wahrscheinlich nie begegnet. Zusammen mit der Choreografin und Tänzerin Helena Fernandino hat die Gruppe zum Thema Berührung geforscht. Die zwölf Darstellerinnen und Darsteller tragen farbige Sachen, in denen schon etwas von ihrem Wesen, ihren Sehnsüchten und Stärken aufleuchtet und gesehen werden möchte. Sie erkunden mittels Bewegung,Tanz und Körpersprache, begleitet von vielfältig pulsierenden Klängen von Frieder Zimmermann, in eindrucksvollen Szenen von sensibel, spannend, nachdenklich, traurig bis skurril komisch und übermütig schwungvoll, warum es uns zu jemand hinzieht oder nicht, was das Näherkommen ermöglicht oder behindert. Wie es bereits im paradoxen Titel „Hautnah Entfernt“ anklingt, begeben sich die Darsteller dabei auf eine Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz, das immer erneute Ausbalancieren von aufeinander Zugehen, Einlassen, Zulassen und Fühlen. Es geht auch um Vorbehalte und Berührungsängste vor dem Anderssein, Fremden, Ungewohnten. Um Berührungen, die guttun oder Grenzen überschreiten.

Die Spielfläche mit zwei Bahnabteilen ist in der Mitte geteilt duch ein Geländer mit Haltegriff und Öffnung, durch die einzelne Darsteller auch auf die andere Seite gehen, sich nebeneinander setzen, gleichgültig oder neugierig betrachtend oder den anderen von sich weg schiebend, die tun es nach, reihum rutschen sie die Sitzbank herunter. Die Sitzabteile bewegen sich auseinander und wieder zusammen mit den Spielern, werden angeschoben von außen von den Mitspielern und drehen sich wie im Karussell auf dem Rummelplatz mit wechselnder Berg- und Talfahrt. Manchmal leuchten die Glühlämpchen über den Sitzabteilen, wenn zwei sich näherkommen, an den Händen halten und gemeinsam bewegen.

Am stärksten sind die Momente, wo das Alleinsein und die Suche nach Nähe buchstäblich greifbar werden. Wenn ein junger Mann in sonnengelben Sachen allein, isoliert im Abteil hinter dem Geländer steht, eine Hand hinaus streckt und vorsichtig außen entlang geht. Eine Frau und ein Mann, sie hochgewachsen und selbstbewusst in leuchtend orangenen Sachen, er schmal und scheu in türkisem Trikot, sehen sich aufmerksam an, tasten an einer Wand entlang, ihre Rücken berühren sich kurz und nah aneinander gehen sie vorbei. Oder wenn aus einer zunächst abwehrenden Geste, einem schüchternen, unsicheren Gang plötzlich ein Hinschauen und Erwidern der aufmunternden Hand auf der Schulter wird, sanft streichelnd im Gesicht des Gegenüber. Sehr berührend! Schön zu sehen auch, wie die Kreise und Bewegungen der Darsteller immer weiter und fließender werden in ihrem eigenen Rhythmus voll ansteckender Lebensfreude. Reichlich Beifall gab es für diese ungewöhnliche alle Sinne bewegende Theateraufführung.
Text (lv)
http://www.staatsschauspiel-dresden.de
Nächste Termine:
25.10., 20 Uhr und 26.10., 19.30 Uhr, Kleines Haus3, Glacisstraße 28 in Dresden


Berg- und Talfahrt der Gefühle zwischen Einsamkeit und Nähe: Eine Szene aus „Hautnah Entfernt“ mit Maria Will und Onyx Pertsch. Foto: Sebastian Hoppe

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Spielzeiteröffnung 2025/026: Machtspiele & Teuflisches Intermezzo am Staatsschauspiel Dresden

04 Donnerstag Sept 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Feurig entflammt, machtbesessen und mit allen Wassern gewaschen: Maria Stuart trifft auf Mephisto und Fischer Fritz am Premierenwochenende im Staatsschauspiel Dresden.

Maria Stuart und Mephisto eröffnen die neue Spielzeit

Um Machtkämpfe, Intrigen, Werte und eigene Lebensvorstellungen geht es in insgesamt 20 Premieren in der nächsten Zeit im Staatsschauspiel Dresden.

Zungenbrecherisch, fröhlich und fantastisch phänomenal geht es zu in der neuen Spielzeit am Staatschauspiel Dresden. Aber auch dunkel, abgründig und machtberauscht. Feurig entflammt und mit allen Wassern gewaschen kommen die drei ersten Premieren morgen und am Wochenende daher, auf die das Publikum gespannt sein darf: Den Reigen eröffnet „Maria Stuart – eine Frage der Macht“, eine Inszenierung mit Dresdner Jugendlichen frei nach dem Drama von Friedrich Schiller ist unter Regie von Katharina Bill in einer Produktion der Bürgerbühne im Kleinen Haus am 5.9., 19.30 Uhr zu erleben. Erzählt wird das Stück um politische Intrigen aus neuem Blickwinkel, bei dem der Machtkampf zweier Frauen zu einer Frage von Schönheit, Begehren und gesellschaftlicher Erwartung wird. Wer bekommt Macht, wer nicht und warum ?!, hinterfragt die Aufführung.

Weitergeht`s am Sonnabend mit „Mephisto“ nach dem Roman von Klaus Mann im Schauspielhaus, unter Regie von Nicolai Sykosch, Beginn: 19.30 Uhr. Einen Vorgeschmack auf das teuflische Intermezzo gab es zur Saisonvorschau. Rauchvernebelt fällt aus dem Getränkeautomat eine fleischfarbene Gestalt auf die Bühne. Mit weiß geschminktem Gesicht, hoch stehenden Augenbrauen, zurückgekämmtem Haar, dunkel umrandeten, listigen Augen und blutroten Lippen steht er da, zieht sich ein schwarzes Hemd und helle Hose an, reicht einem Zuschauer in der ersten Reihe die Hand und ruft ins Publikum: „Ich bin euer Geselle, Diener, Knecht…“ und flüstert lockend: „Ich gebe euch, was noch kein Mensch gesehen hat…“ Top, die Wette gilt! Um den Pakt mit dem Teufel und die verkaufte Seele, die Verlockungen und Zugeständnisse an die Macht zugunsten der eigenen Karriere und um eigene Wahrhaftigkeit und Gewissen des Einzelnen geht es in diesem Stück. Manns Roman spielt zur Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Im Mittelpunkt steht der Schauspieler Hendrik Höfgen, angelehnt an Gustaf Gründgens, der sowohl seine Gesinnung als auch seine Geliebte dem beruflichen Aufstieg opfert. Es geht ebenso um moralische Urteile, Angepasstheit oder Aufstehen und Auseinandersetzen mit beunruhigenden politischen Entwicklungen damals wie heute.

Wie es ist, wenn sich plötzlich alles im Leben ändert, erzählt „Fischer Fritz“ – ein Sprechtheater von Raphaela Bardutzky, das am 7.9., 19 Uhr Premiere im Kleinen Haus hat. Es verspricht komödiantisch, sprachspielerisch und tragikomisch zu werden. Fischer Fritz fischt sein Leben lang frische Fische, wie schon sein Vater und Großvater. Nach einem Schlaganfall geht das nicht mehr, muss er mühsam die Worte wiederfinden. Mit seinem Sohn, der kein Fischer werden wollte und die Tradition gebrochen hat, mag er nicht mehr reden. Eine polnische Pflegekraft zieht bei ihm ein, die sich ihr Leben in Deutschland anders vorgestellt hat, und irgendwann kommen sich Pflegerin und Patient in ihrer Einsamkeit näher.

Insgesamt stehen 20 Premieren, von Schauspiel in allen Facetten bis Tanz- und Musiktheater, im Spielplan des Staatsschauspiels. Darunter etliche Komödien und Stücke, in denen es um Werte, um Beziehungen zwischen Frau und Mann, Identität und die Suche nach dem eigenen Ich und Bewahren eigener Lebensvorstellungen in einer immer komplexeren, brüchigen und fragilen Welt geht.

Text + Fotos (lv)
Mehr zur neuen Spielzeit demnächst.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Barock, opulent und vergnügt: Akteure und Zuschauer tanzten gemeinsam unterm Sternenhimmel trotz aller Einsparungen und Widrigkeiten nach der Saisonvorschau im Schauspielhaus Dresden.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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