• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

28 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Projekte, Lebensart, Zwischenmenschliches, Aktuelles, Natur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Suche nach Leichtigkeit und Balance im Spiel des Lebens

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit. Figürliches, Natur und Tiere verbindet Mandy Baldauf facettenreich in ihrer Bilderwelt. Ihre Ausstellung „Emotionen in Kunst“ ist noch bis 30. Januar im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden zu sehen.

Die Bilder von Mandy Baldauf sind voll leuchtender Farbkraft, Leichtigkeit und Tiefe. Auf den ersten Blick erscheinen sie oft märchenhaft, surreal, heiter und verspielt. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, Schönes, Trauriges, Verletzliches, Träume und Ängste liegen nah beieinander. In symbolhafter, offener und poetischer Bildsprache entführt sie den Betrachter in Traumwelten nah an der Wirklichkeit. Man blickt dabei wie in einen Spiegel, der in viele Einzelteile zerspringt, die umher schweben, fallen, steigen. Und die jeder für sich wie Puzzleteile neu zusammen setzen kann im Spiel des Lebens.

Treppen führen hinunter zwischen Erdhügeln, umgeben von Baumwurzeln, umgestürzten Stämmen, die wie Sprachrohre wirken hin zu verborgenen Türen. Ein Mädchen im weißen Kleid sitzt auf einem Zweig und träumt vom Fliegen. Die Blumenwiese ist von Blau umhüllt wie unter einer Glaskugel. Die Bilder tragen Titel wie „Melancholie oder Leichtigkeit“, „Zeit, einen neuen Weg zu gehen“ und „Gefallen oder erwachen“.

Zu sehen sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ rund 40 Arbeiten von Mandy Baldauf in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Darunter großformatige Acrylbilder und feine, zarte Zeichnungen voller Freude, Fantasie und kindlicher Unbeschwertheit. Aus ihnen spricht eine innige Verbundenheit der Künstlerin zur Natur und allem Lebendigen. Ihre Bilder erzählen feinsinnig, ausdrucksstark von Licht und Schatten, Abschieden, Trauer, Loslassen und der Sehnsucht nach Balance und Gehaltensein. Sie berühren vor allem mit ihren Kontrasten, Ehrlichkeit und Authentizität. Und sie entfalten mit ihrem intensiven wie schwungvollen Farb- und Formenspiel einen eigenen, ursprünglichen Zauber. Eine Bilderwelt, von der man sich wünscht, dass sie noch viele Menschen sehen und sich bezaubern lassen.

Text + Fotos (lv) + Porträtfoto: privat

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Sa ab 17 Uhr sowie ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch

Kontakt zu Mandy Baldauf: Instagram k_u_nst_mandy
Traumhaft surreale Welten & Wirklichkeit miteinander verwoben: die Künstlerin Mandy Baldauf in ihrem Atelier am Stadtrand von Dresden in Altfranken. 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden

07 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Reizvolle Künstlerbriefe & aufschlussreiche Zeitzeugnisse: Galerist und Kurator Michael Böhlitz stellte eine Auswahl bislang unbekannter Liebesbriefe von Max Schwimmer an seine jugendliche Geliebte „Gerdine“, Gerda Schimpf, geschrieben in den Jahren 1936 bis 1940, zusammen in der Ausstellung in der Galerie Himmel in Dresden.

Sinnenfreude und Zeichenkunst aufs Schönste vereint
Liebesbriefe von Max Schwimmer zum 130. Geburtstag des LeipzigeMalers zeigt derzeit die Galerie Himmel in Dresden.
Traumhaft schön scheint die Liebste zu schweben, als galant empor ragende Schwingen und der ungestüme Schnabel sich ihrem Schoß nähern. „Leda mit dem Schwan“, in zarten Pastelltönen und federleichten Strichen gezeichnet, ziert verführerisch das Titelbild der Ausstellung „Ich rausche mit aller Liebesmacht in Deinen Himmel“ mit Liebesbriefen von Max Schwimmer zum 130. Geburtstag des Leipziger Malers in der Galerie Himmel, Obergraben 8 in Dresden.
Erstmals zu sehen ist eine Auswahl von 67 bislang unbekannten, höchst reizvollen Künstlerbriefen, oft mit lustvoll liebevollen Zeichnungen angereichert. Die schrieb und schickte Schwimmer an „Gerdine“, seine jugendliche Geliebte, die spätere Fotografin Gerda Schimpf, in den Jahren 1936 bis 1940 fast täglich von Leipzig nach Berlin. Ein Fest für die Sinne! Schwimmer nannte sie „Mein Herzensgerdinlein“ und „Du liebstes, scheues, himmelfarbenes Reh“ in seinen Liebesbriefen, meist handschriftlich oder mit der Schreibmaschine auf Papier getippt. Er himmelt sie in höchsten Tönen an: „Durch Deine Liebe wird mein Leben groß, durch Deine Treue werde ich alles Bittere los, ach wär` ich doch ein Haar in Deinem Schoß…“ Ein Brief mit Bild zeigt Maler und Modell, er kleiner von Statur mit schwarz zauseligem Haar, Farbpalette und Pinsel in der Hand und sie überhöht dargestellt, in Spitzenrock und schwarzen Stiefeln. Bei einem Rückenakt mit Liebhaber prangt der Stempel von Schwimmer mit der Leipziger Atelieradresse auf ihrem Hintern in einer frech humoristischen Zeichnung. Die Palette der ausgestellten Liebesbriefe reicht von romantisch, heiter sinnlich, frivol bis zu hocherotischen Zeichnungen der beiden beim Liebesspiel. „Die Künstlerbriefe sind etwas Besonderes, Gesamtkunstwerke in ihrer Verbindung von Sprache und Bildern“, sagt Galerist Michael Böhlitz und Kurator der Ausstellung. „Mit ihnen gewinnt man einen genaueren Blick auf die Biografie des Künstlers und erfährt schon viel über ihn, seine Zeit und sein persönliches Umfeld.“ Schwimmer war ein sehr herzlicher, verbindlicher Mensch und Humanist, so Böhlitz. Und er hatte offensichtlich sehr viel Liebe zu verschenken.

Davon künden Schwimmers reichhaltige  Künstlerbriefe ein Leben lang an rund 100 Adressaten, andere Künstler, Freunde, Verleger, Förderer, Verwandte und seine Musen, die Geliebten. Nach bereits zwei Ausstellungen mit Werken Schwimmers 2017 und 2020 in der Galerie Himmel ist die jetzige Schau ein Höhepunkt mit seinen Liebesbriefen und einigen wunderbaren expressiv leuchtend farbigen Ölgemälden und Aquarellen, Landschaften, Stillleben und Porträts aus der Zeit vor 1945. Über 500 dieser einzigartigen Briefe sind noch erhalten, die sich im Archiv der Akademie der Künste Berlin und in der Leipziger Stadtbibliothek befinden. Einen Teil davon übergaben die Erben von Gerda Stumpf an die Galerie Himmel. „Wir haben die Künstlerbriefe für alle Zeiten dokumentiert fotografisch, die ja nun bald in Privatbesitz an Liebhaber und Kunstsammler übergehen“, so Böhlitz. Die Preisspanne liegt je nach Art und Umfang der künstlerischen Darstellung der Zeichnungen und farbigen Aquarelle zwischen 450 und 1 400 Euro.
Die Liebesbriefe von Schwimmer an „Gerdine“ gewähren dem Betrachter offen freimütige wie spannende und berührende Einblicke auf Leben und Werk des Künstlers mit allen Höhen und Tiefen in schwieriger und entbehrungsreicher Zeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Gerdine war 18 Jahre jünger als Schwimmer und fuhr über sechs Jahre lang fast jedes Wochenende zu ihm nach Leipzig. Und er schrieb ihr sehnsuchtsvoll und schwärmerisch Briefe, die sein Schaffen befeuerten und ihn bestärkten, den Sinn für das Schöne im Leben nicht zu verlieren. Auch mit Ungeduld und Unsicherheit, wenn sie nicht gleich antwortetete, sie hatte viel zu tun in Berliner Fotoateliers und er spottet über die Berliner „Rübärsche“, denen sie selbstbewusst die kalte Schulter zeigt. Schwimmer war mit Gerdine zusammen nach der Trennung von seiner ersten Frau Eva Goetze und vor der Heirat mit seiner zweiten Frau Ilse, „Ilske“ Naumann, die Malerin war. Wie Gerdine und Max Schwimmer sich kennenlernten ist nicht bekannt. Möglich wäre auf Hiddensee, wo der Künstler oft im Urlaub weilte und sie auch in Vitte fotografisch unterwegs war. Es sind auch mehrere Bilder von der See mit Segelbooten, Badenden am Strand und ein Frauenakt mit Muschel im Meer zu sehen. Verlockend mit nachtblauer Katze am Fenster, Gerdine im Königsmantel und mit “Hündchen-Mann“ ergeben an der Leine.
In einer Zeichnung vom September 1940 schaut nur sein Kopf aus dem Wasser und fragt er die Frau am Ufer, ob er für sie ganz im Meer schwimme als Verflossener, da er gar nichts mehr von ihr höre. Warum? Das Ende der Romanze. Im Kabinett zeigt die Galerie Himmel außerdem sinnenfreudige, farbige Radierungen mit Bildmotiven aus Caféhaus, Atelier und von der Pferderennbahn aus dem Frühwerk der bekanntesten Max-Schwimmer-Schülerin und Dresdner Malerin Herta Günther (1934-2018). Und Galerist Böhlitz freut sich, dass Schwimmers herzerfüllte, lebendig leidenschaftliche Liebespost jetzt in die Welt hinaus geht. Die Ausstellung ist noch bis 24. Januar 2026 zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.galerie-himmel.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Gruppenausstellung „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent in der Galerie Kunst & Eros in Dresden

22 Montag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Zeit für Muße & neue Kreationen: Die Galeristin und Künstlerin Janett Noack zeigt in der Gruppenausstellung zum Erotischen Advent auch eine eigene Porzellanserie mit dem Titel „Lovelies Butterflies“ (Liebelei der Schmetterlinge) in ihrer Galerie Kunst & Eros in Dresden.

Reizende Sportputten und Schmetterlingsdamen zum Fest der Liebe

Verlockendes für die Sinne versammelt die Gruppenausstellung mit dem Titel „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent mit Arbeiten von 15 zeitgenössischen KünstlerInnen in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Ein Frauenkörper mit Bratapfel, von dem lustvoll rote und tannengrüne Farbe tropft, zeigt in süßer Versuchung schwelgend das Titelbild „Liquid ecstasy 5“ von Maximilian Hagstotz. Zu sehen ist es in der Gruppenausstellung unter dem Motto „Kunst muss prickeln“ zum Erotischen Advent mit sinnenfreudigen Arbeiten von 15 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern derzeit in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden. Die traditionelle Weihnachtsausstellung vereint wieder reichlich verlockende Malerei, Grafik, Plastik und Porzellan zum Fest der Liebe von jungen und gestandenen Künstlern in den zwei Ausstellungsräumen.

Darunter zarte, traumversunkene Gesichter, ein Rückenakt und ein „Paar mit gelber Schlange“ in Mischtechniken von Gudrun Trendafilov. Fantasievoll farbenfrohe Zeichnungen auf Seidenpapier mit Mensch-Tier-Wesen zeigt Leonore Adler, fragile und schwungvolle Körperbilder in Kaltnadelradierungen Mechthild Mansel. Wundersam-versponnene, akribische Zeichnungen mit Titeln wie „Pura Vida“, das pure Leben sind neben „Sportputten“ und einem „Sexy Boy“ als keramische Räucherfiguren in markanten blau-weiß-Farbtönen Sportputten von Nadine Wölk zu sehen. Weitere sinnlich plastische weibliche Aktzeichnungen mit Buntstift und Ölpastelle mit Blattgold veredelt zeigt im Spiel mit Stoff und Körperformen in einer neuen Bilderserie Maximilian Hagstotz, der als Porzellangestalter in der Meißner Manufaktur tätig ist. Originelle Bilder mit Nadel und Faden mit weiblichen Blütenformen stammen von „Fides Linien“ und ein zauberhaftes Porzellan-Objekt mit Rapunzelhaar von Else Gold.

Außerdem gibt es neue, zeichenreiche Grafik mit viel Witz und Doppelsinn wie ein potent kraftstrotzender „Minotaurus auf der Opitzhöhe“, „Der seltsame Ring“ oder „Mädchen und Tod“ von Chris Löhmann. „Es werden immer mehr Künstler, die mitmachen wollen. Weil es nicht nur ein Ausstellungsort, sondern auch eine Kulturbühne ist mit Kunst und Musik“, sagt Galeristin Janett Noack. „In dieser Ausstellung sieht man eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Es geht um Sinnlichkeit, Körperlichkeit und Schönheit, um Traum- und Märchenhaftes, aber auch Bilder mit Anspielungen und Zeitkritik sind zu sehen.“ Der Zuspruch auf die Arbeiten sei sehr erfreulich. Vor allem Grafik und Porzellan seien sehr gefragt bei den Käufern. Viele der Künstler stammen aus ihrem gelernten Porzellanmillieu, so die Galeristin, wie Olaf Stoy, Studio Zschocke-Boer und Kati Zorn, die Schnecken-Paare, Froschkönig und Prinzessin, Leda mit Schwan und orientalische Liebesszenen aud bemaltem Porzellan präsentieren.

Es gibt auch eine neue Porzellanserie von Janett Noack mit dem Titel „Lovelies Butterflies“ (Liebelei der Schmetterlinge). Die schwirren in Gestalt reizvoll beflügelter Damen auf den Schmuckdosen, schwarz, golden und lüsterfarben schimmernd und funkelnd auf dem edlen Material. „Das ist alles Lupenarbeit, da viel en minature gearbeitet wird bei den Zeichnungen. Mit den verschiedenen Dekoren will ich auch die Handwerkskunst zeigen“, sagt die Porzellankünstlerin. “Wenn man künstlerisch arbeitet, braucht es Muße, Ideen und Lust, die sind jetzt da und es wird noch einiges Spannende kommen und weiter entwickelt im neuen Jahr.“ So werden bald Schmuck und große Vasen kunstvoll verziert dazukommen. Deshalb dauert diese Ausstellung auch bis zum 25. April. Damit die Galeristin Zeit hat für neue, eigene, lust- und liebevoll gestaltete Kreationen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellungseröffnung: „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

20 Samstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Zauberhafte Traumwelten

Unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ zeigt die Künstlerin Mandy Baldauf ihre Bilder in einer Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3 in Dresden. Die Vernissage ist am Sonntag, dem 21.12., 13 bis 15 Uhr.

Großformartige Bilder, die melancholisch stimmen, gehören ebenso zur Kunst von Mandy Baldauf wie feine, zarte Motive voller Fröhlichkeit und fast kindlicher Unbeschwertheit. Ein Sinnbild dafür, dass wohl jeder Mensch schwerere Zeiten durchlebt und gleichfalls schöne Momente genießt.

Beide Facetten des künstlerischen Schaffens von Mandy Baldauf können Kunstfreunde vom 19. Dezember bis zum 30. Januar 2026 im Restaurant Kastenmeiers in Dresden erleben. Dort sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ knapp 40 Arbeiten von ihr zu sehen.

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches, Natur und Tiere – all das verbindet sie reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv in ihrer Bilderwelt. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Mandy Baldauf ist in Löbau geboren. Ihr Atelier befindet sich am Stadtrand von Dresden in Altfranken.

Zur Vernissage am 21.12.2025, ab 13 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und kommt gern mit den Gästen ins Gespräch.
Vorab bittet das Restaurant um Voranmeldung bei Frau Robitzki unter: kr@kastenmeiers.de

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Mehr über Mandy Baldauf/Kontakt: Instagram k_u_n_st_mandy

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ von Wieland Richter in der Galerie Mitte in Dresden

18 Donnerstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Wunderbare Farblandschaften, die an ferne Sehnsuchtsorte entführen: Galeristin Karin Weber und der Künstler Wieland Richter zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Mitte in Dresden.

Lichtspiel und Naturteppich

In der wunderbaren Bilderwelt von Wieland Richter in seiner derzeitigen Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49/1. Etage in Dresden, gibt es heute, am 18.12., um 19.30 Uhr eine Lesung „Balladen ohne roten Faden“ mit dem bekannten Schauspieler Ahmad Mesgarha. Passend zur Malerei von Wieland Richter sicher ebenso farbreich schillernd, leicht und tiefsinnig und poetisch.

Im Farbrausch der Natur

Farbreiche Lichtspiele, Spiegelungen und weite Horizonte fließen zusammen auf den Leinwänden. In ferne, ursprüngliche Landschaften und Sehnsuchtsorte eintauchen, innehalten vom Alltag in tubulenten Zeiten und in wunderbaren Bilderlandschaften schwelgen. Dazu lädt die Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ mit Malerei von Wieland Richter zum 70. Geburtstag des Künstlers in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden ein (noch bis 10.1.2026 zu sehen).

Die Bilder entstanden nach Reisen des Malers im Zeitraum von 2015 bis 2025 nach Australien, Neuseeland, Norwegen und Island. Archaisch, strukurreich pastos, voll elementarer Kraft erzählen sie von urwüchsigem Zauber, Rauheit, Schönheit, Vergänglichkeit und Erneuerung in der Natur und allem Lebendigen. Sie entführen den Betrachter ans Meer, an menschenleere Strände. In Westaustralien erkundete er Ozeane, Schluchten und Nationalparks. Sah riesige Bäume und Wurzeln, Erd- und Gesteinsformationen, die den Maler faszinierten. Karge und üppige Landschaften in wechselnden Lichtstimmungen von zart pastellfarben und kräftig leuchtende Farben treffen aufeinander in der Ausstellung. Anders als bisher in seinen Arbeiten zeigt Wieland Richter keine figürliche Malerei mit Natur mehr, sondern nun größtenteils abstrakte, expressive Farblandschaften. Mit manchmal schemenhaften Umrissen von Menschen, Tieren und Booten. Ein Schlüsselerlebnis in Norwegen brachte ihn dazu. „Damals war ich mit einem Faltboot in den Fjorden zur Midsommernacht paddeln. Und plötzlich kam ich mir so klein vor der Natur vor, dass ich die Figuren aus den Bildern herausnehmen und die reine Landschaft wirken lassen wollte“, sagt Wieland Richter. Seine Eindrücke fotografiert er mit der Digitalkamera, die das Skizzenbuch ersetzt. Er malt aus der Tiefe des Erlebten und aus dem Gedächtnis.

Es sind vor allem Innenlandschaften. In einem wahren Farbrausch flossen sie aus ihm heraus als er wieder vor der Staffelei stand in seinem Atelier in Putzkau bei Bischofswerda. Dort wohnt und arbeitet Wieland Richter in einem selbst ausgebauten alten Bauernhof. Die Ölfarben trägt er mit feinen und ruppigen Pinseln und spitzen Gegenständen wie Spachtel und Rakel auf die Leinwände und Papiere auf und verwischt mit einem Handschuh und Lappen die Farben. Er arbeitet auch mit Übermalungen, mit Strukturpasten und Sand, welche die plastische Wirkung erzielen. Es sind immer gebrochene Farben, flirrende Gelb- und Rottöne und verschiedene Blautöne, die mit den Eisschollen auf dem Wasser treiben. Spannend überlagern sich die Farbflächen zu einem Davor und Dahinter, mit mal schroff und feinkörnig hervorleuchtenden Schimmern. Die vielen Farbschichten lassen Anklänge an Gerhard Richter und seine „Streifen-Bilder“ erkennen. Doch die seien kühler und glatter, so Wieland Richter: „Ich bin malerischer.“

In seinen Bildern spürt man den roten Sand unter heißer Sonne, den Feuerrausch im Eis, die riesigen Vulkangebirge in Ozeanien, Urwälder, Nebelfelder und glühende Lava. Er war am Great Reef, dem größten Korallenriff der Welt in Australien. Er ist getaucht, hat geangelt und ist gekitet auf dem Wasser. „Ich liebe diese Orte, wo ich die Natur allein auf mich wirken lassen und in Frieden mit mir sein kann“, so Richter. „Wieland Richter ist ein Naturphilosoph mit romantischen Neigungen, indem er Gegenbilder zu unserer auf Effizienz bedachten Gegenwart entwirft. Das ist das Wunschbild einer harmonischen Balance zwischen Himmel und Erde, das er erschafft“, sagt Galeristin Karin Weber zu seinem Werk. Außerdem ist hier eine Kabinettausstellung unter dem Motto „lustwandeln“ mit heiter-besinnlichen Arbeiten von rund 30 Künstlerinnen und Künstlern zum Jahreswechsel zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr.
Reges Interesse zur Ausstellungseröffnung.
Malerei & Poesie: Mein Gedicht „Urkraft des Meeres“ steht im opulenten Bilderkatalog von Wieland Richter, welcher anlässlich der Ausstellung erscheint und vorbestellt werden kann in der Galerie Mitte.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung mit Zeichnungen & Farbstudien von Werner Löffler im Einnehmerhaus Freital

06 Samstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Die Poesie und Kraft der Farben

Natur- und Stadtansichten in wechselndem, stimmungsreichen Farb- und Formenspiel zeigt eine Ausstellung mit Arbeiten von Werner Löffler (geboren 1904 in Breslau – gestorben 2001 in Naumburg) in der Reihe „Künstler der verschollenen Generation“ derzeit im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2. Zur Ausstellung erschien ein Kalender von Löffler „Monatsbilder“ für 2026 und ein Buch „Bildbetrachtung“ zu Bildern von Franz Marc. Außerdem ist der Kunstverein beim Schlossadvent auf Schloss Burgk in Freital mit vielfältigen. kunst- und liebevoll gestalteten Dingen aus den Zirkeln dabei am Sa und So jeweils von 12 bis 20 Uhr.
Der Erlös fließt in neue künstlerische Projekte im Einnehmerhaus.

Der Mond steht wie ein einsamer Wächter am Himmel vor der dunklen Stadtsilhouette. In zwei Fenstern brennt noch Licht. Die Farben umkreisen sich, stoßen aneinander oder fließen ineinander. Licht und Schatten sind nah beieinander in den Arbeiten von Werner Löffler, Künstler und Kunstpädagoge. Heute am 13.12., um 15 Uhr gibt es eine Lesung aus den Kriegstagebüchern von Löffler mit Andreas Albert und musikalischer Begleitung. Zu sehen sind in der Ausstellung auch berührende Graffitzeichnungen und Aquarelle, die während seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg entstanden. Porträts von Kameraden, Verletzten und das Stiefelpaar am Abend vor der Einberufung neben Landschaften im gleißenden Licht in Südfrankreich und im Elsaß aus dem Jahr 1944.

Zu sehen sind seine Kriegstagebücher und Zeichnungen daraus, die das Gesehene festhalten, erinnern und ihm halfen, das Erlebte zu verarbeiten. „Er hat oft ein Bild, Malmotiv in verschiedenen Farbstimmungen dargestellt. Es geht Werner Löffler um die Emotionalität des Sehens in den Arbeiten“, sagt Bettina Liepe, die Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus und Ausstellungskuratorin. Etwa in einer Straßenszene in Stralsund, wo er mit seinen Malschülern war. „Man sieht auch den Entstehungsprozess und den Weg zur Abstraktion, die sich aus der Anschauung, aua dem Gegenstand entwickelt.“ Das ist das Besondere seiner Bilder und fasziniert beim Betrachten, diese in immer wieder abgewandelter Form zu sehen, die den Blick und die Wahrnehmung ebenso wie die Fantasie anregen, weiten, sensibilisieren und vertiefen.

Zum Jahresende gab es außerdem noch etwas Erfreuliches: „Wir haben den Kaufvertrag des Einnehmerhauses an den Kunstverein gefeiert und damit die gesicherte Zukunft von Kunst und Kultur im Einnehmerhaus“, sagt Bettina Liepe stolz.
Es ist auch eine Anerkennung für viele wunderbare Ausstellungen und ein vielfältiges Kursangebot für Kunstinteressierte von jung bis alt an diesem schönen Ort vor den Toren Dresdens und ein kulturelles Aushängeschild als erstes Haus am Ortseingang in Freital. Herzlichen Glückwunsch dem Kunstverein im Einnehmerhaus und auf ein gutes, erfolgreiches neues Jahr mit vielen kunstfreudigen Besuchern und Unterstützern bei allen Vorhaben!

Die Ausstellung von Werner Löffler wird bis 4. Januar verlängert,

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Do und Sa von 10 bis 17 Uhr und Fr und So von 14 bis 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Ausstellung „Apropos Libido“ von Steffen Fischer & Lesung mit Hannelore Koch in der Galerie Mitte

20 Donnerstag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Bilder voll weiblicher Lust & Kraft & Leidenschaft: Steffen Fischer in seiner Ausstellung „Apropos Libido“ mit Galeristin Karin Weber und Besucherin Annette Richter in der Galerie Mitte.

Bilder voll emotionaler Sprengkraft

Verführerisch, lockend, sinnlich, anspielungsreich bis explosiv geht es um Liebe, Leidenschaft und ihre Abgründe sowie Mann-Frau-Geschlechterrollen und Machtspiele in der Ausstellung „Apropos Libido“ von Steffen Fischer in der Galerie Mitte in Dresden.

Vor einer Meerlandschaft sitzt eine Frau mit lang wallendem, blondem Haar und schwarzem Mieder, mit weit geöffneten Beinen und einem weißen Schwan vor der Körpermitte, „Leda und ihr Schwimmtier oder I like Boticelli“ heißt das Titelbild zur Ausstellung „Apropos Libido“ von Steffen Fischer in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden. Verführerisch, lockend, offen, direkt und anspielungsreich, voll lustvoller Ironie geht es um Liebe, Leidenschaft und ihre Abgründe in zwischenmenschlichen Beziehungen in seiner Malerei und Zeichnungen, zumeist von 2025 und `024 und einige frühere Arbeiten.

Wie kaum ein anderer zeitgenössischer Künstler setzt Steffen Fischer sich seit vielen Jahren in farbreich, figürlich expressiver und symbolstarker Bildsprache auf den oft großformatigen Leinwänden und in farbigen Zeichnungen unverblümt, oft auch provokant mit männlich-weiblichen Rollenbildern, Klischees und Umkehrung der Geschlechterrollen – von weich, sanft, sinnlich bis durchtrieben, machtlüstern und kriegerisch – auseinander. Dabei schöpft Fischer gern aus dem großen Fundus griechischer Mythen und biblischer Geschichten wie in einer Bilderserie zu Lot und seinen Töchtern, hinterfragt und zeigt sie mit Bezug zur Gegenwart in neuem Licht. Da geht es um Hingabe – Hergabe, Macht und Unterwerfung, Begehrlichkeiten und Verletzlichkeit. Das ist in dieser Härte und Direktheit der Darstellung nicht immer leicht auszuhalten, bei Männern wie Frauen gleichermaßen beim Betrachten seiner Bilder, weiß Steffen Fischer. Sie sind lebens- und sinnesprall mit aller menschlichen Lust und Lastern, Schönheit und Verdorbenheit. Mancher könnte sich davon angegriffen fühlen. Die Bilder anstößig bis abstoßend empfinden. Er will mit ihnen vor allem Denkanstöße geben, so Fischer. Was Liebe und Triebe mit den Menschen machen.

Das spiegelt sinnenfreudig und explosiv zugleich das großformatige Bild „Die Sprengung“, Pastell auf Leinwand von 2025. Es zeigt umher fliegende Steine, Trümmerteile und ein brennendes Flugzeug am Himmel, davor zwei nackte Frauen, eine sitzt rittlings auf einem am Boden liegenden, bärtigen Mann, die andere hält ihn umarmt und eine Weintraube oder Olive in den Fingern. Sie sprengen wohl seinen Gefühlspanzer. Auf seinem verdeckten männlichen Teil sitzt eine weiße Taube mit erhobenen Schwingen. Ein vieldeutiges Bild voll emotionaler Sprengkraft.

Vor diesem Werk, inmitten der intensiv reizvoll-spannungsvollen Bilderwelt von Steffen Fischer, las die Schauspielerin Hannelore Koch Besinnliches, Heiteres und Nachdenkliches rund um die Liebe, ihre Freuden und ihre Tücken am vergangenen Sonnabend in der Galerie Mitte. Erfreut über den großen Zuspruch auf die Lesung und die Ausstellung war Galeristin Karin Weber. Da tauchte in einer frivolen Geschichte aus dem Decamerone von Giovanni Boccaccio ein junger, gutaussehender und verschwiegener Mann eines Tages in einem Nonnenkloster auf, wo er als Gärtner angestellt wurde und nebenher die jungen, neugierigen und noch liebesunerfahrenen Frauen eine nach der anderen empfängt und beglückt und bald darauf auch die Äbtissin. Er schenkte ihnen Liebeswonnen und viele kleine Mönchlein und kehrte wohlhabend nachhause zurück. Mit leisem Humor und warmer, einfühlsamer Stimme las und erzählte Hannelore Koch außerdem eine ungewöhnliche und berührende Geschichte über eine späte Liebe zwischen einer alten Dame im Krankenhaus und ihrer jüngeren Pflegerin. Susan und Miffy heißt diese Geschichte von Jane Campbell, die fast 80-jährig ihr erstes Buch „Kleine Kratzer“ heraus brachte. Miffy schraubt gerade eine Glühbirne an die Zimmerdecke, wobei Susan ihren Körper betrachtet, sich danach sehnt sie zu berühren und ihre Lebenslust neu erwacht. Susan ist eine Frau mit „dem kühlen Charme unbenutzten Porzellans“ und immer noch schönen Händen, die Miffy faszinieren. Sie ist gerade frisch verliebt und ein kleiner Funke von Leuchtfeuer und Mitgefühl steigt in ihr auf und überträgt sich auf Susan. Sie weiß nicht wie sie es ihren zwei erwachsenen Söhnen sagen soll, die sie besuchen und banale Worte wechseln mit ihrer Mutter. „die Intimität und Kummer umschiffen.“ Susan ist allein mit ihren Empfindungen. Die Momente mit Miffy, die ihre Hände mit duftender Creme einreibt und ihre Fingernägel scharlachrot lackiert und mit sanfter Stimme zu ihr spricht bis zum sachten, innigen Kuss, zaubern Susan ein seliges Lächeln ins Gesicht an ihrem letzten Lebenstag. Auch Miffy bleibt allein mit ihrem Erlebnis. Keiner versteht ihre Traurigkeit als sie fort ist und ihre tiefe Zuneigung zu der alten Dame. Eine wunderbare Geschichte über liebevolle Nähe und Geborgenheit im Alter, das ist mehr ist als Runzeln und Verfall. Mit einem kleinen Gedicht von Mascha Kaleko schloss Hannelore Koch die mit viel Beifall bedachte Lesung: „Man braucht nur eine Insel im weiten Meer und einen Menschen. Doch den braucht man sehr.“

Die Ausstellung von Steffen Fischer ist noch bis 22. November in der Galerie Mitte zu sehen. Im Kabinett werden zudem fantasievoll-skurrille, vielfarbige Zeichnungen von Juraj Cizmarovic mit dem Titel „PhantasmaOrgien“ gezeigt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Die – Fr 15 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

http://www.galerie-mitte.de

Vorschau

Wieland Richter
„Urkraft – im Bild der Natur“
Malerei zum 70. Geburtstag des Künstlers
Ausstellungseröffnung am 27. November, um 19.30 Uhr in der Galerie Mitte


Bilder von emotionaler Wucht & besinnliche, einfühlsame Geschichten: Die Schauspielerin Hannelore Koch las in der Ausstellung von Steffen Fischer in der Galerie Mitte.

Die neuen Kunstkalender für 2026 sind da und erhältlich in der Galerie Mitte.
Fantasiereiche Mensch- und Naturwelt: Zeichnungen von Juraj Cizmarovic im Kabinett im mittleren Ausstellungsraum.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Farbreicher Bilder & KlangZauber in der Full Moon Gallery Dresden mit Malerei von Dorothee Kuhbandner & Musiker Peter Koch

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Farbenfroher, fantasievoller Bilderkosmos zum Therma: „Wer bin ich?“ Mit einem Gedicht an den Mond von mir und wundervollen, warmen und traumversunkenen Klängen am Cello von Peter Koch eröffnete gestern Abend die Ausstellung der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner in der Full Moon Gallery, Hechtstraße 17 in Dresden. Der Vollmond war hinter einer dichten Wolkendecke verborgen, doch sein magisch strahlendes, helles Licht sicht- und fühlbar in den Bildern in den Schaufenstern und drinnen.

Intensive, helle und dunkle Klänge & eine Ode an die Freude voller Zauber und Brüche mischten sich im Cellospiel mit viel Hingabe des Musikers und Malers Peter Koch. meinwortgarten-Inhaberin, freie Journalistin und Autorin Lilli Vostry hielt die Laudatio zur Ausstellungseröffnung.

An den Mond

Drinnen hält mich
nichts
lausche in die Nacht hinaus
höre Vogelstimmen
vergesse den weißen Atemrauch
mittendrin ein einsamer Segler auf dunkler See

Du bist mein Leuchtturm
der sich über der Schwärze erhebt
Wolken und schwere Gedanken beiseite schiebt
als Lampion lichttorkelnd
hoch über den Bäumen schwebt

mich anstrahlt
voll und ganz
legt sich Dein Glanz
über alle Schatten
überlasse mich
dem Sog der Klänge
der Ode an die Freude

gehe durch ein Tränengebirge
beim Vers: „Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuss der ganzen Welt…“

und lächle dem Mond vorm Davonsegeln zu

LV
1.1.2021

Die Tauben wollen fliegen!

Liebe Kunstfreundinnen und –freunde,
Liebe Doro,

mit diesem Gedicht an den Mond, das ich am 1.1.2021 schrieb, möchte ich meine Rede zu den Bildern von Dorothee Kuhbandner passend zu diesem Ort, der Full Moon Gallery im Hechtviertel in Dresden, beginnen. Was für ein schöner Name für eine Galerie! Immer zur Vollmondzeit wird hier eine neue Ausstellung gezeigt. Heute strahlt La Luna voll und rund wieder am Nachthimmel und verzaubert uns mit ihrem magischen Licht. Jene Zeit, wenn die Gedanken, helle und dunkle, und Träume wie Katzen umher streifen, Einlass begehren und unsere Herzen erweichen. Dann sind wir besonders offen und empfänglich für Sinnesreize und Neues. Die meisten Bilder hängen in den Schaufenstern und sind somit zu jeder Tag- und Nachtzeit sichtbar. Die Kunstwerke sind auch gut beleuchtet. Weitere Bilder hängen drinnen an den Wänden, in denen Kunst, Natur und Zwischenmenschliches aufs Schönste miteinander verbunden sind.

Dorothee Kuhbandner ist eine Bilderzauberin. Auf kleinen und großen Formaten, Leinwänden und Papier entführen ihre Werke in leuchtenden Farben, fantasievoll, symbolhaft und ausdrucksreich in einen ganz eigenen Bilderkosmos zwischen Traum und Wirklichkeit, gemalt im „Dorealismus“, wie sie es nennt. Drei Fensterbilder, sacht bewegt vom Wind und gehalten von Drähten unter dem Blätterdach eines Baumes, drehen sich und erscheinen immer wieder anders im Spiel von Licht und Schatten. Auf dem Weg zu ihrem Wohnhaus und Atelier in Radebeul, in der Oberen Berggasse, unterhalb der Weinberge. Das erste Bild zeigt drei Figuren mit Augenbinde, Kopfhörern und Maske vorm Mund in einem Boot sitzend. Es trägt den Titel „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen aber fühlen“, eine Hand liegt auf einer Mauer. Wie ein roter Lampion wirkt auf den ersten Blick die Maske mit den rot-weißen Signalbändern, auf der eine weiße Taube thront vor einem staunenden Gesicht. Im dritten Bild sind aufgespannte Rettungsschirme über lodernden Flanmen, eine Taube, ein versteckter Gekreuzigter, eine waghalsige Dame, ein getarnter Uhu und, und, und zu sehen. Die Fensterbilder sind großformatig auch in dieser Ausstellung zu sehen.

Insgesamt neun Bilder in Tusche- und Acrylmalerei, die 2023 entstanden sind und einige kleinere und ältere Arbeiten, zeigt die in Radebeul lebende Künstlerin unter dem Titel „Wer bin ich?“ Angeregt wurde Dorothee Kuhbandner dazu von einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, das der Theologe und Dichter 1944 im Gefängnis schrieb. Mit dem Thema ist sie schon lange vertraut. Als sie vor 20 Jahren in der Friedenskirche Radebeul ausstellte, machte sie der dortige Pfarrer Schleinitz auf das Bonhoeffer-Gedicht aufmerksam mit den Worten: „Das passt.“ Dorothee Kuhbandner beschäftigt ebenso die Frage: „Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selber von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem…“, wie es Bonhoeffer formulierte.

Die Bilder ihrer Ausstellung „Wer bin ich?“ waren bereits in der Wuhlgartenkirche in Berlin im Jahr 2023 zu sehen, außerdem in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Chemnitz im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 und in der Uniklinik der Medak in Dresden ein halbes Jahr lang. Dies ist nun die vierte Station in der Full Moon Gallery. Den Bildern hat Dorothee Kuhbandner eigene Texte hinzugefügt, die auch in einem Begleitheft zur Ausstellung „Wer bin ich ?“ in ihrem ZilpZalp Verlag Radebeul erschienen sind. Nicht um die Bilder zu erklären, sie sieht die Zeilen vielmehr als zusätzliche Ebene. Es sind gedankliche Reflexionen von ihr zu den Bildern: „Warum habe ich das gemalt?“

Sie sei selbst oft überrascht von dem, was sie sieht. Malen ist ein intuitiver, spontaner Vorgang. Manche Besucher lesen nur die Texte und sehen die Bilder nicht an, sagt sie. Idealerweise ergänzt sich beides, Worte und Bilder. Bäume, Pflanzen, Tiere und immer wieder Gesichter, die sich ansehen wie im Spiegel, aus Trichtern, Tunneln oder Megaphonen hervorschauen, oft im schwarz-weißen Schachbrettmuster und Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier, mit buntem Gefieder, Flügeln, Hörnern, Knospen und Jahresringen, besiedeln und beäugen auf den Leinwänden den Betrachter offen, wundersam und neugierig. Neben einem Bildnis des Musikers Frank Zappa sind ein Porträt von ihrem Sohn Friedrich, mit nachdenklichem Blick und hervorquellenden Gedankengängen, aus denen weiße Tauben flattern und ein Selbstporträt zu sehen, das eine Frau zeigt, aus deren Kopf Blumen sprießen bis hinunter auf die schwarz-weiß karierte Halskrause mit Harlekinglöckchen. In den Bildern von Dorothee Kuhbandner nehmen Erlebtes, Träume, Ängste, Zweifel und Hoffnungen farbenfroh und vieldeutig, oft mit leisem Schmunzeln, Gestalt an. Sie möchte, dass die Betrachter sich selbst Gedanken zu den Bildern machen, sich verbinden und etwas entdecken, wiederfinden von sich selbst in den Bildern. Man muss sie nicht sofort und völlig verstehen. Diese Bilder wollen vor allem gefühlt werden. Sie sind eine Einladung an die Betrachter, das Staunen und Träumen in einer zunehmend technisierten, widerspruchsvollen und kalten Gegenwart nicht zu verlernen, vielmehr den eigenen Sinnen und Erfahrungen zu vertrauen.

Die Malerin, Grafikerin, Objektkünstlerin und Illustratorin wurde 1964 als Dorothee Friedrich in Dresden geboren und ist in Radebeul aufgewachsen, verheiratet und Mutter von vier Söhnen. Sie hat Ausbildungen als Buchbinderin, Krankenschwester, Tagesmutter und Entspannungspädagogin. Sie ist äußerst gestaltungs- und experimentierfreudig und verwandelt alles, was ihr zwischen die Finger kommt, liebe- und kunstvoll.
Sie ist Autodidaktin und seit 2010 freischaffend als Bildende Künstlerin tätig. Seit 2012 hat sie die „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul betrieben, die sie dieses Jahr wegen neuer Besitzer des Grundstücks aufgeben musste. Doch so wie Vögel fliegen wollen und sie es zurückgezogen im Schneckenhaus nicht lange aushalten würde, hält Dorothee Kuhbandner immer wieder Ausschau nach neuen Wundern und Möglichkeiten, sie glaubt weiterhin an Träume für eine bessere Welt ohne ein „Traumtänzer“ zu sein. Das spricht aus all ihren Bildern, die unbeschwert, feinfühlig und fröhlich, aufmunternd und wagemutig sind
und die Welt ein Stück freundlicher, farbenfroher und heller machen.
Nun bleiben mir noch die magischen vier Worte: Die Ausstellung ist eröffnet!

Text + Fotos: Lilli Vostry

P.S. Ich halte gern weitere Ausstellungsreden für KünstlerInnen auf Anfrage in Dresden und der Region. Außerdem könnt Ihr mich live erleben bei Gedicht-Lesungen rund um Kunst, Natur und Zwischenmenschliches mit musikalischer Begleitung. Ich komme gern an Veranstaltungsorte wie Kultureinrichtungen, Galerien, Literaturhäuser, Buchhandlungen, Bibliotheken, Cafés und Begegnungsstätten für Jung und Alt. Kontakt unter: lilli.vostry@web.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellungseröffnung „Wer bin ich?“ mit Malerei von Dorothee Kuhbandner in der Full Moon Gallery in Dresden

04 Samstag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Farb- und fantasiereiche Malerei im Stil des „Dorealismus“: Die Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner stellt ihre Arbeiten kommenden Dienstag, den 7. Oktober in der Full Moon Gallery in Dresden aus. Beginn ist im Zeichen des Vollmonds um 20 Uhr.

Farbenfrohe Tag- und Nachtgeister in der Full Moon Gallery

Immer zur Vollmondzeit wird eine neue Ausstellung gezeigt in der Full Moon Gallery auf der Hechtstraße 17 in Dresden. Am 7. Oktober, um 20 Uhr beginnt die nächste Vernissage, bei der unter dem Titel „Wer bin ich?“ Tusche- und Acrylmalerei der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner zu sehen sein wird, begleitet von Musik am Cello mit Peter Koch.

Dann strahlt La Luna voll und rund wieder am Nachthimmel und verzaubert uns mit ihrem magischen Licht. Jene Zeit, wenn die Gedanken, helle und dunkle, und Träume wie Katzen umher streifen, Einlass begehren und unsere Herzen erweichen. Dann sind wir besonders offen und empfänglich für Sinnesreize und Neues. Die meisten Bilder hängen in den Schaufenstern und sind somit zu jeder Tag- und Nachtzeit sichtbar. Die Kunstwerke sind auch gut beleuchtet. Weitere Bilder hängen drinnen an den Wänden, in denen Kunst, Natur und Zwischenmenschliches aufs Schönste miteinander verbunden sind.

Die Laudatio zu dieser Ausstellung hält meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry, freie Journalistin und Autorin. Ich freue mich auf Euren Besuch dort. Live is live!

Text + Fotos (lv)

http://www.full-moon-gallery.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellungseröffnung „Mittendrin III“ mit Malerei & Grafik von Anita Rempe & Markus Retzlaff im Hoflößnitz Radebeul

01 Mittwoch Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Urwüchsig, licht- und klangfunkelnd wie die Bilder waren auch die Klänge von Jazzmusiker Hartmut Dorschner zur Ausstellungseröffnung im Hoflößnitz Radebeul.


Farbreiche Spiegelungen von Landschaften und Zeit

Der Wald als licht- und geheimnisvoller Ort taucht immer wieder auf in der Malerei von Anita Rempe. Prägnant, klar und feinsinnig spiegeln die Landschaften und Bauwerke in den Druckgrafiken von Markus Retzlaff die Schönheit, Traditionen, Wandel und Brüche unserer Gegenwart. Facettenreich begegnen sich ihre Arbeiten derzeit n der Ausstellung „Mittendrin III“ im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul.

Die Farben locken, raunen und flüstern. Sie ziehen einen unweigerlich in die Farblandschaften hinein. In den „Verbotenen Wald“ beispielsweise, das Titelbild der Ausstellung „Mittendrin III“ mit Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik von Anita Rempe und Markus Retzlaff. Das gleißende Licht des Frühherbstes ließ die Farben auf den Leinwänden noch mehr leuchten zur Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonntagnachmittag im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul, am Knohllweg 37 unterhalb der Weinberge.

Es ist die fünfte und letzte Ausstellung dieses Jahres in den Räumen im Bergverwalterhaus. Eröffnet wurde die Ausstellung im Winzersaal vor vollen Rängen mit abwechselnd wild expressiven, schnellen, vibrierenden und urwüchsigen, tiefen, langgezogenen, sanften und meditativen Klängen auf dem Saxofon von Jazzmusiker Hartmut Dorschner, der im Erzgebirge, in Bärenstein wohnt und arbeitet. Anita Rempe stellt bereits zum dritten Mal im Hoflößnitz aus, vor drei Jahren erstmals zusammen mit Peter Pit Müller in der Ausstellungsreihe „Mittendrin“. Bei denen die Bilder der Künstler sich jeweils paarweise gegenüberstehen und sie bringen immer einen weiteren Künstler in die nächste Ausstellung mit. „Anita Rempe konnte Markus Retzlaff gewinnen, einen Meister der ,Schwarzen Kunst`, der auch überregional einen Namen hat“, freute sich Museumsleiter Frank Andert zur Ausstellungseröffnung, sein Werk hier zu haben. Bei einem guten Glas Wein wurden die farb- und kontrastreichen Arbeiten der beiden Künstler ausgiebig betrachtet und einige von Retzlaffs Grafiken haben auch schon rote Punkte von Kaufinteressenten.

Zu sehen sind frühe und neue Arbeiten. Darunter ein Porträt, das Anita Rempe von ihrem ehemaligen Freund Markus Retzlaff in jungen Jahren zeichnete. Markanter, aufmerksamer und offener Blick und Gesichtszüge. Sie sagt, von ihm habe sie Malerei gelernt. Neben einigen Bildnissen zeigt sie vor allem Wald-Bilder in flirrenden, kräftigen Farben und im Licht-Schatten-Spiel mit dichtem Blattwerk oder kahlen, dunklen Stämmen, konkret bis abstrahiert. Der Wald als lichtvoller und dunkler, geheimnisvoller Ort der Ruhe, Schutz, Zuflucht bietet und Träume und Erinnerungen bewahrt, aber auch mit Verstecken und lauernden Gefahren. Manchmal verschwimmen, fließen die Farben der Landschaft ineinander wie vom Zugfenster aus gesehen, scheinen Zeit und Raum aufgehoben. Mit dem Verwischen der Farbtöne und den Spachtelspuren in  den Bildern wird die Zeit in Schichtungen, wie im Zeitraffer, sichtbar. Schön auch ihre Baumgruppen am Elbufer mit Spiegelungen in Wasserölfarbe auf Leinwand aus diesem Jahr und in hell und dunkel fließenden, dichten Linienbündeln das Wasser, Flussufer und Himmel, die einander umspielen und reflektieren, in einer Zeichnungsserie festgehalten. Sie zeigt außerdem Ansichten von Waldstücken und Hügellandschaften im Erzgebirge und Tharandter Wald. Außerdem eine Bildserie „Unwirkliche Landschaften“ mit surreal abstrakten, ornamentalen wie Bildteppiche wirkenden Traumlandschaften in Grün-, Punk- und Rosétönen.

Die Einheit von Natur und Leben sind Anita Rempe ein zentrales Thema und Anliegen ebenso wie die Plenair-Malerei im Freien, aus der ebenfalls die Sehnsucht nach dem Wald als Ursprungsort der Natur und lebendiger Vielfalt spricht. Sie wurde 1965 in Magdeburg geboren, absolvierte ein Studium für Gebrauchsgrafik und Illustration von 1990 bis `94, war als Plakatmalerin im Puppentheater Dresden und als freie Trickfilmzeichnerin für Fernseh- und Filmproduktionen tätig und von 2000 bis 2005 Mitglied im „Atelier Oberlicht“ in Radebeul, das Markus Retzlaff 1999 mit fünf Künstlern gründete und heute alleine führt. Anita Rempe hat eine Ausbildung als Kunsttherapeutin und arbeitet seit 2013 in diesem Bereich. Seit 2020 widmet sie sich wieder stärker der Malerei, Zeichnung, Hoch- und Tiefdruck. Sie lebt und arbeitet im Fischerdorf Gauernitz bei Meißen nahe der Elbe.

Der Radebeuler Künstler Markus Retzlaff ist vor allem für seine prägnant klaren und feinsinnigen Radierungen von Landschaften und Architektur bekannt. Einige davon sind auch in dieser Ausstellung zu sehen wie eine Ansicht der Gölzschtalbrücke und eine helle und dunkle Grafik der eingestürzten Brückenteile der Carolabrücke vor der Dresdner Altstadtkulisse mit Dampferanlegestelle von der Neustädter Seite aus gesehen. Er hielt das Ereignis in seiner Radierung „Dresden am 14. September 2024“ mir malerischer Feinheit fest. Die geborstenen Brückenteile, die halb im Fluss ragen, im Spannungsfeld der barocken Bauwerke, von Glanz, Kontinuität und Bruch sind zugleich ein Sinnbild der Moderne für rigorosen Wandel, Umbrüche und Zerfall von Bestehendem. Das klingt auch an in der Farbradierung und Aquatinta o.J. „Erinnerung“, in der zerbrochene Fensterscheiben im verwitterten Holzrahmen eines alten Hauses, die an einen auffliegenden Vogel erinnern, an Vergangenes, Vertrautes und Verlorenes. Gleich daneben ein „Wiener Interieur“, eine Aquatinta von 2025, ein Tür-Blick in einen halb offenen Raum mit Sofa, hellem Kissen und Schatten auf der Stehlampe und auf dem Boden wie ein Moment, in dem die Zeit und Leben stillsteht. Urig und kraftvoll hingegen die Ansicht von einem hohen, knorrigen, immer noch blätterberankten, stattlichen alten Baum im Wald auf Usedom. Ein wundervolles Blatt über die Größe und Erhabenheit der Natur.

Markus Retzlaff wurde 1963 in Dresden geboren und war nach einer Lehre als Porzellanmaler in Meißen ab 1985 autodidaktisch freischaffend tätig. Er hat von 1991 bis `94 an der Dresdner Kunsthochschule bei Claus Weidensdorfer studiert, war von 1995 bis 98 in der Restaurierung mit Gunter Herrmann tätig. Von 1995 bis 2007 wohnte Retzlaff zusammen mit Anita Rempe in Scharfenberg. Sie haben einen gemeinsamen Sohn Ferdinand.

Die Bilder von Anita Rempe und Markus Retzlaff verbindet ihre malerische Hingabe, Empfindsamkeit, nuancenreiche Farb- und Formsprache, Naturverbundenheit und das Sichtbarmachen der Schönheit und Fragilität unserer eigenen Lebenswelt und Umgebung.

Die Ausstellung „Mittendrin III“ ist noch bis 30. November im Hoflößnitz Radebeul zu sehen. Außerdem sind in einer Kabinettausstellung edle und alltägliche, historische Trinkgefäße aus einer Dresdner Sammlung in der Tafelstube im Lust- und Berghaus ebenfalls bis Ende November zu sehen.

Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de

Text + Fotos (lv)


Farbenfreudiger Bildergenuss & ein edler Wein: Der Radebeuler Maler Peter Pit Müller stellte bereits zusammen mit Anita Rempe im Hoflößnitz aus.
Gelegenheit zum Schauen & Genießen § Austausch: die Künstlerinnen Renate Winkler und Gabriele Schindler in der Ausstellung im Hoflößnitz.
Bilder zwischen barockem Glanz & Zerfall: Radierungen zur eingestürztem Carolabrücke in Dresden von Markus Retzlaff.

„Erinnerung“ und „Wiener Interieur“

Künstlerische Wiederbegegnung: Anita Rempe und Markus Retzlaff in ihrer gemeinsamen Ausstellung im Hoflößnitz Radebeul. Im Hintergrund sein Sohn Anselm Retzlaff.

Selbstbildnis von Markus Retzlaff, Öl auf Leinwand auf Platte, 2014 – 2025

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 136 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Reni
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von buchkomet
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Manuela Mordhorst
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Wolfregen & Constanze
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 195.503 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Ausstellung "Das Ende der Eindeutigkeit - Malerei aus der X. Kunstausstellung der DDR" in der Städtischen Galerie Dresden
  • Beim Elbhangfest Dresden: Das geheime Leben der Feen in Wachwitz erkunden
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Gruppenausstellung "Kunst muss prickeln" zum Erotischen Advent in der Galerie Kunst & Eros in Dresden
  • Ausstellung "Puzzle der Perspektiven" von Musa Saroglu & "Farbgewebte Träume" von Viviane Wolf im Schloss Struppen

Aktuelle Beiträge

  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Neue Lyrik: Adventszeit in K.

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 136 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
 

Kommentare werden geladen …