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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Atelierbesuch bei Gabriele Reinemer in Radebeul

08 Mittwoch Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Die Kraft weiblicher Waffen

Sinnlich, zart und wehrhaft spiegeln sich im Schaffen der Radebeuler Bildhauerin Gabriele Reinemer die Schönheit. Stärke und Verletzlichkeit des Menschseins wieder.

Überall im Raum mit den sonnengelben Wänden stehen kleine und große Figuren, männliche, weibliche und Mischwesen, halb Mensch und Tier, versammelt. Eine große, weibliche Figur, eine ehemalige Schaufensterpuppe, trägt einen grauen hohen Trichterhut, spitze Patronenhülsen an den Brüsten und Metallketten um den Körper gewunden. Die Lippen sind dunkelrot geschminkt, ein Bein und ein Arm rot und schwarz bemalt. Eine Arbeit, die den Blick fesselt, beunruhigt und aufschreckt. Sie verkörpert die „Waffe der Frauen“, sagt Gabriele Reinemer. „Es passt ja auch in die heutige Zeit, Übergriffe auf Frauen finden nach wie vor statt.“ In den Plastiken aus Kaschee, Keramik, Stein und Bronze der in Radebeul lebenden Bildhauerin, Malerin und Grafikern geht es oft um Zwischenmenschliches, die Beziehungen zwischen Frauen und Männern und Geschlechterrollen in der Gesellschaft. Ihre figürlichen Arbeiten spiegeln die Schönheit, Kraft und Verletzbarkeit des Menschen ausdrucksstark und konträr wider.

Geboren und aufgewachsen ist Gabriele Reinemer 1948 in Dresden. Seit 1982 wohnt und arbeitet sie zusammen mit ihrem Mann Detlef Reinemer, der ebenfalls Bildhauer ist, in einem alten Winzerhaus, um 1720 erbaut, das sie denkmalsgerecht saniert haben in der Bennostraße 15/Ecke Retzschgasse. Es ist umgeben von hohen Bäumen und einem großen Garten mit Skulpturen und überdachten Sitzplätzen. Neben dem Hauseingang, umrankt von Weinlaub, steht ein lebensgroßer männlicher Torso, der steinern wirkt, aber aus Gips geformt ist, ihre Diplomarbeit an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Dort erwarb Gabriele Reinemer nach ihrem Studium von 1977 bis 1982 ihr Diplom als Plastikerin. Zunächst studierte sie Maskenbild an der Dresdner Kunsthochschule von 1967 bis 1970 und arbeitete danach bis 1972 als Maskenbildnerin an der Staatsoperette Dresden als Maskenbildnerin. Seit 1982 ist Gabriele Reinemer als freischaffende Bildhauerin tätig.

Da begegnen dem Besucher eine Vielzahl mythologischer Figuren und urwüchsiger Zauber alter und ferner Kulturen, die den Ursprüngen und Geheimnissen des Lebens nachspüren, in den zwei Atelierräumen im Erdgeschoss. Zwei grau getigerte Karthäuserkatzen streifen dort umher. Traum- und schattenhafte Wesen, Vögel, Eidechsen und Krokodile oft in erdigen Tönen, mit schwarzen Linien und Zeichen bemalt und als keramische Objekte und Reliefs gestaltet, tummeln sich in den Regalen und auf Arbeitstischen. Auf einer Stele steht ein Frauentorso terracottafarben, der auf einem dornenartigen, gewundenen Keil mit spitzen dunklen Hülsen an den Brüsten emporragt. Meist sind es archaisch reduzierte Körperformen, sinnlich, zart, kraftvoll und wehrhaft.

Seit den 1990er Jahren beschäftigt Gabriele Reinemer, die Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89, einer Künstlerinnenvereinigung ist, diese Figurengruppe mit dem Titel „Weibliche Waffen“. Ein Reizthema.Vieldeutig, wagemutig und provokant sind diese keramischen Objekte, teils mit metallenen Stacheln bestückt in den weiblichen Formen, regen sie zum Nachdenken über menschliches Mit- oder Gegeneinander an. Ihre plastischen Arbeiten aus weißem Pappkaschee bemalt Gabriele Reinemer oft in kräftigen roten und schwarzen Farbtönen mit zeichenreichen Formen. Sonne, Sichelmonde, Sterne, ein lustiges Huhn, Stöckelschuhe und Handtaschen als Anhänger stehen beisammen in einem Glashaus auf dem Ateliertisch neben Pinselgläsern, Farben, Kleber und Werkzeugen wie Hölzer zum Modellieren und kleine Feilen zum Speckstein bearbeiten.

Einen Raum weiter taucht man ein in andere kulturelle Welten. Weiße kleine Häuser und Türme mit schwarz ornamentaler Bemalung, die an traditionelle arabische Bauwerke erinnern, afrikanische Hausboote und Rundhütten aus erdigen Brennton, wundervoll bemalt und mit metallenen Spitzen als „Wehrdörfer“ ausgestattet und lange, symbolreiche Objekte, die Häuptlingsstäben und den Zeremonien von Naturvölkern nachempfunden sind, faszinieren und bedrücken angesichts der zunehmenden Konflikte in der Welt. Diese neuen Arbeiten entstanden nach ihren Reisen nach Afrika, Marokko, Ägypten und Tunesien. „In jedem Land gibt es tolle Menschen. Es sind ja immer einige Einzelne, die die Macht an sich reißen“, so Gabriele Reinemer. „Wir sollten uns auf die menschlichen Werte besinnen, damit die Aggressionen nicht überhand nehmen.“ Ob man mit Kunst viel bewirkt, ist ungewiss. „Doch zumindest kann sie Denkanstöße geben.“

Text + Fotos (lv)

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Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz

08 Mittwoch Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar

Der Maler, der seine Bilder erwandert

Mit viel Leidenschaft, Akribie und Ausdauer zieht es den Landschaftsmaler immer wieder nach draußen, führt er die heutzutage seltene Kunst der Plenair-Malerei fort. Jedes Bild ist erwandert in immer neuen Farbstimmungen.

Sanft hügelige Landschaften, wolkenreiche und weite Himmel, Wiesen und Felder, Waldwege in mal kräftig, erdigen, mal pastelligen, fein abgestuften Schattierungen tauchen immer wieder auf den Leinwänden auf. Die Natur wird zur Bühne in wechselndem Licht, Farben und Stimmungen. Bewegt, spontan im Ausdruck und lebendig wie das Leben selbst, ist sie erlebbar in stetiger Veränderung in den Bildern von Jochen Fiedler.

Er ist vor allem Landschaftsmaler, zumeist direkt vor der Natur. Die Intensität des Sehens, Wahrnehmen, Aufnehmen und Verinnerlichen stehen dabei im Vordergrund und weniger das Malmotiv. Er sieht es wie ein Gegenüber, ein Spiegelbild, das Jochen Fieldler immer wieder neu befragt. „Kunst ist Persönlichkeit“, zitiert er den Künstler Max Liebermann. „Malen ist wie Atmen, wie eine Begleitmelodie zum Leben“, ergänzt Fiedler. „Und wie die Person sich verändert, verändert sich die Kunst. Man wird nicht unbedingt besonders, sondern anders.“ Das Motiv sei eigentlich egal, nur der Anlass für Malerei. „Mir geht es um das unterschiedliche Licht, je nach Tages- und Jahreszeit, den Raum, die Kontraste und Komposition und ich bin selbst überrascht, was jedes neue Bild hervorbringt. Das Bild ist fertig, wenn ich keine Idee mehr habe“, so Fiedler. Ob die beeindruckende Felsenlandschaft, Elbansichten, alte Bauernhöfe, Bäume oder der letzte Blumenstrauß aus dem Garten hinter dem Haus, gemalt in leuchtenden Farbtönen. Neben Landschaftsbildern hängen auch viele Stillleben, Porträts aus dem Familien- und Freundeskreis und Selbstbildnisse im Wohn- und Atelierhaus von Jochen Fiedler in Cunnersdorf bei Hohnstein in der Sächsischen Schweiz, das auch für kunstinteressierte Besucher offensteht.

Das um 1900 erbaute, ehemalige Ausgedingehaus steht auf einer Anhöhe mit großem Gartengrundstück, Obstbäumen, Blumen und Gemüseanbau. Dort hat er großzügige Atelierräume im Erdgeschoss mit mehreren Staffeleien, Malfarben, vollen Bilderwänden und nostalgischem, ornamentverzierten Kachelofen. Auf dem Dachboden mit den einstigen Kammern für das Gesinde entstand ein großer, gemütlicher Raum mit Blick in die Landschaft zum Malen nach dem Auszug der Kinder. 1998 ist Jochen Fiedler als junger Künstler mit seiner Familie aufs Land nach Cunnersdorf gezogen, als die Wohnung mit fünf Kindern und Atelier auf dem Weißen Hirsch in Dresden zu eng wurde und sich keine größeren, bezahlbaren Räume fanden. 1962 in Dresden geboren, hat er dort von 1983 bis 1988 an der Kunsthochschule bei Hubertus Giebe und Johannes Heisig studiert und war von 1988 bis 1989 Meisterschüler bei Prof. Gerhard Kettner. Jochen Fiedler malt oft in der Umgebung von Cunnersdorf. Schon um die 500 Bilder seien es allein von diesem schönen Ort. Dörfliche Szenen, alte Fachwerkhhäuser, Kirchturm und Natur. Der Reiz für ihn sei der immer wieder neue Blick darauf. Weitere Malorte sind die Landschaft zwischen Elbe und Polenztal, Altendorf, Lichtenhain, Wehlen, Burg Stolpen bis Hohwald bei Neustadt/Sachsen.

Jochen Fiedler malt ganzjährig als Plenair-Maler vor der Natur in der Tradition der Impressionisten und der Dresdner Schule. Künstlern wie Theodor Rosenhauer, den er noch persönlich kennenlernte, Hans Jüchser, Paul Wilhelm und natürlich Caspar David Fiedrich fühlt er sich nahe. Er erwandert sich buchstäblich das Bild, so Fiedler, wenn er mit Rucksack mit Staffelei und Malsachen loszieht und das intensive, stundenlange Naturerlebnis festhält in seinen Aquarellen, Pastellen und Ölbildern. Das verlangt hohe Konzentration, Aufmerksamkeit und Hingabe an den Moment. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen, schnelllebigen Zeit. „Es gibt kaum noch professionelle Künstler, die sich der Plenair-Malerei widmen“, bedauert Fiedler. Der Trend gehe immer mehr zu Konzeptkunst und Abstraktem und der Qualitätsanspruch an die Landschaftsmalerei ist gesunken.

„Es ist eine Art die Welt zu sehen, sich Zeit zu nehmen und intensiv mit dem Gesehenen auseinanderzusetzen. Durch den Blick auf die Bilder kann man anders in die Natur hinausgehen als vorher, sieht mit größerer Genussfähigkeit“, erlebt Fiedler bei sich selbst. Mit seiner Kunst will er dazu anregen, dass Menschen sich öffnen für das Sehen, für die Vielfältigkeit der Landschaft und das Wertvolle. Jochen Fiedler erlebt aber ebenfalls Wertschätzung für seine mit Leidenschaft und Akribie weiterhin betriebene Plenair-Malerei, die ihn in eine Nische rücke. „Das ist auch das Geheimnis, dass ich seit 35 Jahren von meiner Kunst leben kann. Das ist die Generation, die es noch kennt und mit mir alt wird“, so Fiedler. Er trägt einen dunklen Wollpullover und immer noch halblanges, weißes Haar. Das Malen gehört für ihn zum Leben dazu ganz natürlich, wie für den Bauern, der sein Feld bestellt und die Jahreszeiten erlebt, so Fiedler. „Ich lebe den ländlichen Rhythmus.“ Seine Frau Runhild sieht seine Bilder zuerst, ist Ratgeberin und seine Galeristin seit vielen Jahren.

Die kleine Galerie mit Atelier von Jochen Fiedler befindet sich in Hohnstein, direkt am Markt. Geöffnet Freitag 14 bis 17 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.jochenfiedler-Dresden.de

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Eine Weihnachtsgeschichte in Bildern in der Galerie Holger John in Dresden

26 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bühne frei für die Kunst. Die weiße Leinwand füllte sich nach und nach mit einer illustren, witzig-wundersamen Figurenschar, die der Künstler und Galerist Holger John spontan und fantasiereich, nebenher erzählend, vor den Augen der Besucher zeichnete.

Kunst hautnah und voller Überraschungen

Neugierig und gespannt wie die Zuschauer vor der weißen Leinwand war auch der Zeichner und Galerist Holger John, der beim Advent im Barockviertel in der Rähnitzgasse an einem Sonnabendnachmittag wie ein Zauberkünstler aus dem Nichts eine Fülle witzig-skurriler Figuren – vom Mondmann als Reverenz an C.D. Friedrich, eine schlummernde Venus, Ilse Bähnert als Schokoladenmädchen bis zum „sächsischen Beisshasen“ und einer entschleunigten „Loschwitzer Rennschnecke“ – mit flottem Strich auftauchen ließ in seiner sehr eigenen Weihnachtsgeschichte mit viel Dresdner Lokalkolorit.

Nebenher erzählte er ebenso direkt, unverblümt, unterhaltsam und pointiert Geschichten aus seinem bewegten Künstlerleben, über den aufgeblasenen Kunstmarkt und echte, lebendige Kunst, die etwas wagt, über Hoh-, Tief und Überflieger in der Kunst und Freude an der Spontanität wie sie Kinder haben und der kleine „Fritzi“ griff sogleich als Erster in der Runde zum Filzstift und zeichnete einen Regenschirm und ein Hausboot auf das große weiße Blatt. Mit dabei war außerdem Thomas Preibisch vom „Institut für gute Laune“ in der Neustadt, der eine Blume malte als Symbol für viele weitere erblühende Ideen, wenn viele Leute zusammen Kunst machen.

Natürlich durfte auch Johns karierte Katze nicht fehlen, die für Chaos, Ungewöhnliches und Eigensinn steht und das Markenzeichen eines neuen, besonderen KulturFestivals auf der Wiese vorm Japanischen Palais ist und nächstes Jahr wieder stattfinden soll, so Initiator Holger John. Das etwas andere, wild fantasievolle und fröhliche Adventsbild kann besichtig werden in der derzeitigen Ausstellung voll stillem Zauber mit Zeichnungen von Silke Höppner in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 in Dresden.
Nach der Kunstaktion sammelte er Spenden für den Kindergarten Rabe in der Nähe der Waldschlößchenbrücke.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Galerie Di bis So 14 bis 19 Uhr.

http://www.galerie-holgerjohn.de

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Ausstellung „Mox Nox – Bald kommt die Nacht“ von Silke Höppner in der Galerie Holger John in Dresden

19 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Zwischenmenschliches

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Eintauchen in die Bilder der Nacht & Stille & Schwebende Klänge. Von den sehr atmosphärischen Zeichnungen von Silke Höppner ließ sich der Musiker Andreas „Scotty“ Böttcher zu ebenso wundersamen, sachten, sanften und kraftvollen Tönen auf dem Vibraphon inspirieren zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Holger John.

Fantastisches Stelldichein der Nacht- und Traumgeister

Sie wiegen, wogen, wispern, lehnen aneinander und halten sich im filigranen Zweiggeflecht schwarzer Baumumrisse und Wipfel, darüber ein Stück Himmelweiß und dazwischen schimmernd, schlängelnde Wege ins Unbekannte. Die Grenzen von Tag und Nacht, Hell und Dunkel, Traum und Wirklichkeit verfließen zauberhaft, geheimnis- und spannungsvoll in den atmosphärischen Zeichnungen mit nuancenreichen Schwarz-Weiß-Kontrasten von Silke Höppner. Ihre Bilderlandschaften unter dem Titel „Mox Nox – Bald kommt die Nacht“ in der Galerie Holger John, Rähnitzgasse 17 in Dresden, begleitete zur Vernissage vor reichlich Publikum mit ebenso wundersamen, sachten, schwebenden pulsierenden, kraftvollen und nachhallenden Klängen auf dem Vibraphon der Musiker Andreas „Scotty“ Böttcher.
Die Ausstellung ist noch bis 16.2.2025 zu sehen

Mehr Text + Fotos zur Ausstellung folgen. (lv)

Geöffnet ist die Galerie Di bis So 14 bis 19 Uhr.

http://www.galerie-holgerjohn.de

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Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros

19 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Sanfte „Kriegerin“ mit Feder. Das Titelbild von Ainara Torrano zur bereits 15. Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie „Kunst & Eros“ in Dresden.


„Liebespaar“ von Gudrun Trendafilov und ein „Paar mit Beere“.
Die traumhafte Atelierszene, die Perlen und ein Hochzeitspaar malte ebenfalls Ainara Torrano. Die Porzellanplastiken „Leda mit dem Schwan“ und „Narziss“ stammen von Kati Zorn.

Bezaubernde Sinneslust gegen Starrheit und Kälte

Farbenfreudige, zarte, verspielte, skurrile, frivole, verlockend poetische bis düster geheimnisvolle Malerei, Grafik. Zeichnungen, Plastik und Porzellan von acht zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern und weiteren Gästen zum Fest der Liebe und Freude versammelt die bereits 15. Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Auf dem Titelbild der Ausstellung ist eine „Kriegerin“ von Ainara Torrano zu sehen. Sie hält statt einem Gewehr eine lange Feder, die sacht ihren Körper streichelt. Liebe, Sanftmut, Verletzlichkeit statt Starrheit und Kälte strahlt ihre Haltung aus. Farbenfreudig und kontrastreich, voller Sinneslust, Schweben und Beben geht es wieder zu bereits zum 15. Mal beim „Erotischen Advent“, zu sehen in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 25. Januar).

Die Gruppenausstellung vereint in zwei Galerieräumen zauberhafte, heiter skurrile, frivole, düster geheimnisvolle und verlockend poetische Malerei, Grafik, Zeichnungen, Plastik und Porzellan zum Fest der Liebe von acht zeitgenössischen, namhaften und jungen aufstrebenden, vorwiegend sächsischen Künstlerinnen und Künstlern. Von Gudrun Trendafilov sind zwei neue Arbeiten in warmen Farbtönen, zwei Frauen mit Beere und ein Liebespaar in Hingabe, zu sehen. Peter Zaumseil zeigt in seinen Farbholzschnitten Baumpaare im Winter, die sich an den Zweigen halten, außerdem verführerische Damen mit Fächer, eine Frau mit ihrem gehörnten, feurigen Gespielen, einen Pan beim Flötenspiel mit Wassernixe sowie Adam und Eva im Paradies mit roten Äpfeln und Schlange. In eine magisch-mythische Bilderwelt entführt mit seinen sinnlich kraftvollen Frauenfiguren in edlen Farbholzriss-Drucken der Künstler Siegfried Otto Hüttengrund. Da begegnen einem eine Dame mit Einhorn, eine Frau mit Cerberus, dem Hund am Tor zur Totenwelt, Leda, Lilith, Judith und Artemis, die Göttin der Jagd.

Eine traumhafte Atelierszene mit einer Frau, ihrer Katze und zwei sich bezirzenden, flügelschlagenden Schwänen in der Luft zeigt die spanische Künstlerin Aina Torrano neben zarten, schneeweißen Perlen und romantischen Bräuten in gediegener klassischer Malerei. Erstmals ist die Porzellanplastikerin Kati Zorn aus Cunnersdorf/Thüringen mit ihren edlen, lustvoll-verspielten Arbeiten beim „Erotischen Advent“ dabei. Von ihr stammen der Faun in freudiger Erwartung, eine sinnesfreudige Schneckendame, Leda und der Schwan ineinander verschlungen und ein Narziss, der sich im Wasser bespiegelt. Reizend auch ihre zwei Salzstreuer in weiblicher Form.

Neu bei Kunst & Eros ist auch Uljana Rogoshina. Besonders wie ihre Malweise mit gefärbtem Schellack auf Holzplatten sind auch die originellen Bilder mit Paaren auf dem Sofa a la Loriot mit vielsagender Mimik und Körperausdruck, mal elegant schwarz-weiß und grell farbig. Entzückende, kleine bronzene Paar-Figuren, springende, schwingende, tanzende und in Umarmung mit blauer Patina überzogen, gestalteten Thomas Reichstein und Dipa Doreen Wolff. Voll feinsinnigen bis abgründigem Humor und leiser Melancholie stecken die Grafitzeichnungen von Chris Löhmann. Eine neue Arbeit von ihm zeigt eine halb nackte Dame, langes Haar und Blütenranken umspielen ihren Körper, die Scham ist unbedeckt, mit Sachsenwappen darunter. Ein anderer weiblicher Akt steht in romantischer Landschaft mit halb versteckt liegendem, gespenstigem Haupt. Eine Frau liegt kopfüber auf dem Sofa, neben einer lodernden Flammenschale im Bild „Draculas Ankunft“. Ein ironisch-vieldeutiges Spiel mit Kontrasten, Körperlichkeit und scheinbarer Idylle sind Löhmanns Zeichnungen.

„Der Reiz einer gemischten Ausstellung ist, dass verschiedene Bildsprachen und Ausdrucksformen zu sehen sind, da die Geschmäcker ja auch unterschiedlich sind. Der eine mag lieber Fotorealismus, der andere mehr das Abstrakte oder Witziges und Fantastisches“, sagt Janett Noack, die Galeristin von Kunst & Eros. Die Grafikständer sind auch gut gefüllt, so dass kunstfreudige Besucher vielerlei Sachen für den Gabentisch zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel finden können.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de


Baumpaare im Winter. Farbholzschnitte von Peter Zaumseil.

Filigrane & schwingende kleine Bronzefiguren zeigt das Künstlerpaar Thomas Reichstein und Dipa Doreen Wolff.

Der Schneck in freudiger Erwartung und die sinnenfrohe Schneckendame stammen ebenfalls von der Porzellanplastikerin Kati Zorn.
Eine reizvolle, fantastische, farbenfreudige Ausstellung ganz verschiedener künstlerischer Handschriften, die die Sinne verführen, zum Schauen, Innehalten und Genießen im vorweihnachtlichen Trubel einladen, ist Galeristin Janett Noack wieder gelungen.

Mit ihren farbenfrohen und aussagereichen Paar-Bildern, in besonderer Malweise mit Schellack auf Holzplatten, ist erstmals die Künstlerin Uljana Rogoshina in der Galerie Kunst & Eros dabei.

Magisch-mythische Bilderwelt voller sinnlich-kraftvoller Frauenfiguren. Edle Farbholzriss-Drucke von Siegfried Otto Hüttengrund.

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Atelierbesuch bei Mandy Baldauf in Dresden-Altfranken

07 Samstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bilder voller Farbenfreude & Fantasie, in denen Träume und reales Leben zusammenfließen: die Künstlerin Mandy Baldauf zeigt Illustrationen für ihren neuen Kunst-Kalender in ihrem Dachatelier in Dresden-Altfranken. Darunter ein Schlüsselbild von ihr, „Der Weg“.

Haarfein verwobene Traumwelten

Mandy Baldauf ist Friseurin und Künstlerin mit Leidenschaft. Ihren bereits dritten Kunst-Kalender mit eigenen Arbeiten verkauft sie auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Burgk in Freital an den ersten beiden Adventswochenenden.

Eine Frau im weißen Kleid sitzt traumversunken an einem Teich und taucht nur die Fußspitze hinein. Da schweben Körper schwerelos unter Wasser und tauchen nach Schlüsseln, die zu verborgenen Türen und zurück in die Kindheit führen. Immer wieder taucht ein Mädchen mit Zöpfen auf, mal fröhlich am Strand mit den brausenden Wellen, mal auf einem knorrigen Baum übermütig sitzend und von einer Blumenwiese in ein Erdloch fallend, wo an Wurzelgeflechten winzige dunkle Männchen hoch hangeln oder sie steht mit rotem Regenschirm auf einem Auge, aus dem belebendes Nass rinnt.

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches und Natur, Menschen und Tiere verbindet Mandy Baldauf reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv, oft in flirrenden Blau-, Grün- und Gelbtönen, in ihrer Bilderwelt. Diese erinnert ein bisschen an die zauberhaften Geschichten von Alice im Wunderland von Lewis Carroll. In denen es auch fantasievoll, verspielt, unbeschwert, offen, vieldeutig und geheimnisvoll zugeht. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Spiegelbilder der Seele. Und der Betrachter kann selbst eintauchen in den See der Träume bis auf den Grund und schauen was dort ist. Manchmal kreiseln, strudeln und wogen die Formen und die Farbschwünge erinnern an Meeres- oder Haarwellen. Haare wirbeln, wehen im Wind, umgeben von dunklem Geäst, Schilf und Schlingpflanzen und verwoben mit Baumwurzeln, ein Haarzopf hängt fein geflochten von einer Schulter lose hinab, traumblau und weiß wie ein ausgeworfener Anker im Wasser. Ein Fuchs liegt wie in einem Nest im Haargeflecht einer Frau.

Mandy Baldauf lebt und arbeitet in Freital, sie ist von Beruf Friseurin und Künstlerin mit Leidenschaft. Dort hat sie ihr erstes Atelier, in dem auch ihre großformatigen Acrylbilder stehen. Außerdem malt Mandy Baldauf häufig in ihrem neuen Dach-Atelier mit großen Fenstern, weiter Aussicht und Holzbalkendecke, ruhig gelegen in einem alten, restaurierten Haus auf dem Pesterwitzer Schulweg 4 in Dresden-Altfranken. Hier wohnt sie zusammen mit ihrem Partner Frank Arlt, der das weiß strahlende Gebäude mit Sandsteineinfassungen saniert hat. Er ist zudem Hobbyimker und hat 50 Völker an mehreren Standorten. Einige Bienenstöcke stehen auf dem Grundstück am Haus. Die farbenfrohen Etiketten für die Honiggläser gestaltete Mandy Baldauf.

Zum Drucken bereit liegen schon die mit Aquarellfarben liebe- und fantasievoll gezeichneten Illustrationen, gedacht als Postkarten für verschiedene Anlässe mit aufmunternden Gedanken und für ihren bereits dritten Kunst-Kalender mit eigenen Arbeiten. Darin taucht das Mädchen mit Zöpfen und roter Herzkappe wieder auf, das begleitet wird von einer Katze und einem Rotkehlchen, mal aus einer Blümchentasse herausschaut, mal in einem Regenschirm übers Wasser schaukelt und mal mit Grammophon gemütlich auf dem Sofa sitzt. Auf einem Kalenderblatt ist das Mädchen mit Imkerhut vor einem Bienenstock zu sehen.

Ihre Bilder wollen Freude und Leichtigkeit bringen, so Mandy Baldauf, auch als Kontrastprogramm zu den schlechten Nachrichten täglich in der Welt.
Sie freut sich schon auf den Weihnachtsmarkt auf Schloss Burgk, wo ihr neuer Kunst-Kalender zusammen mit dem Honig von Frank Arlt und Kerzenleuchtern und Weihnachtsschmuck von einem Kunsthandwerker zu sehen und erhältlich ist an den ersten beiden Advents-Wochenenden.

Begonnen zu malen hat Mandy Baldauf mit Anfang zwanzig. Inzwischen in der Lebensmitte, ist für sie Beides kreativ und gestalterisch. Ob sie mit Farben, Pinsel oder Pastellstiften auf Leinwänden und Papier malt oder wenn sie Menschen ganz individuell Frisuren kreiert. „Die Zeit, in der ich ihnen die Haare und Seele schön mache, können sie sich mitteilen und ich höre ihnen zu. Es kommt zu einem für beide Seiten inspirierenden Austausch“, sagt Mandy Baldauf. Dabei merkt sie, dass jeder seine Themen zu tragen hat und das ist wiederum das, was sie malt. Die Freuden, Ängste, Erwartungen, Wünsche und alte Wunden, die zum Vorschein kommen und Dinge über die es schwerfällt zu reden, verwandelt Mandy Baldauf in feinfühlig und facettenreich widergespiegelte „Emotionen in Kunst“, so ihr Motto. Mit ihrer Malerei kann sie ihr Farb- und Formgefühl, ihre Ideen, Erlebtes und Empfundenes und ihre Ausdrucksfreude ausleben. „Ja, meine Bilder leben mein Leben, meine Träume, Sehnsüchte und Erfahrungen“, so die Künstlerin. „Jeder, der schon negative Erfahrungen gemacht hat und Zugang zu seinen Gefühlen hat, wird seine eigene Geschichte darin lesen und erkennen.“ Das habe auch etwas Verbindendes, indem man sich darüber austausche. „Das ist doch das, wonach wir uns sehnen, nach wahrer, tiefer Verbindung zu anderen Menschen, bei denen wir uns so zeigen dürfen wie wir sind“, so Mandy Baldauf.

Als Künstlerin mag sie Frida Kahlo sehr, die auch ihre Emotionen in ihren Bildern widerspiegelt. „Sie hat nie aufgegeben trotz vieler Schicksalsschläge in ihrem Leben.“ Auch bei Mandy Baldauf gibt es neben den dunklen immer helle Farbtöne. „Das Leben geht in Wellen, mal hoch und wieder runter.“ Sie freut sich, wenn ihre Bilder berühren und die Betrachter etwas in ihnen wiederfinden. Ihre ersten Bilder hängen in einem Pflegeheim, das ergab sich damals so. Mandy Baldauf möchte ihre Arbeiten gern weiter in der Öffentlichkeit zeigen. „Auch um denen, die sie sehen zu sagen: He, du bist nicht allein mit deinem Kummer!“ Das schaffen sie wunderbar. Bilder, die mit ihrer Leichtigkeit, Tiefgang und Ausdrucksreichtum überraschen, farbenfreudig und erfrischend unkonventionell. Mit einem kreativen Potenzial, das sich weiter entfalten möchte und auch die Begegnung mit kunstfreudigen Menschen sucht, die sich darauf einlassen.

Text + Fotos (lv)

Aufnahmen der Werke von Mandy Baldauf: Tobias Kade

Kontakt zur Künstlerin: auf Instagram unter k_u_nst_mandy
Eintauchen in surreale Traumwelten…

Fröhlich bunt & verspielt fantasievoll: Das Titelblatt zum neuen Kunst-Kalender für 2025 mit Zeichnungen von Mandy Baldauf.

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Ausstellung „Mit Holz, Farbe und Witz – die fantasievolle Welt des Fredo Kunze“ im Stadtmuseum Pirna

06 Freitag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Mit viel Witz, Freude, Einfallsreichtum und Fantasie drechselt, schnitzt und bemalt der Holzkünstler Fredo Kunze seine illustre, farbenfrohe Figurenwelt.

Fantastische Geschichten von Münchhausen
und Märchenzauber in Holz gedrechselt

Farbenfrohe, originelle, liebevoll und detailreich gestaltete Holzplastiken von Fredo Kunze zeigt die diesjährige traditionelle winterliche Sonderausstellung zur Weihnachtszeit ab 1. Dezember im StadtMuseum Pirna.

Eine fröhlich bunte, wundersame Figurenschar tummelt sich in Vitrinen, auf drehenden Pyramiden und in Krippen. Bekannte Märchengestalten wie Rotkäppchen und der Wolf, Hänsel und Gretel samt Hexe, die sieben Geißlein sorgsam numeriert hinter der Mutter, tapferes Schneiderlein mit einem Einhorn an der Leine und der Müller mit seinem Goldtaler kackenden Esel geben sich ein Stelldichein. Die Schildbürger ziehen eine Kuh an einem Strick auf eine begrünte Mauer. Da begegnet man dem Lügenbaron Münchhausen bei seinen legendären Abenteuern, reitet er mal auf einer Kanonenkugel, fliegt mit einer Schar Wildenten hoch in die Lüfte, seilt sich am Mond ab und galoppiert auf einem Seepferdchen auf einem güldenen Denkmal für den Freiherr von Münchhausen. Da sieht man außerdem Adam und Eva unter dem Apfelbaum, Engel und Teufel im Himmel, eine Urzeitfamilie reitend auf einem Saurier neben Don Quijote und Sancho Pansa, Robinson Cruso und Freitag sowie eine witzige Mäusewelt.

Sie alle stehen bereit zum Anschauen in der traditionellen winterlichen Sonderausstellung „Mit Holz, Farbe und Witz – die fantasievolle Welt des Fredo Kunze“, die am 1. Dezember ihre Türen öffnet im StadtMuseum Pirna. Die von Gerburg Sturm kuratierte Schau lockt kleine und große Besucher in die gemütlichen Räume im altehrwürdigen Klosterhof 2. Zu sehen sind über 60 Arbeiten von Fredo Kunze, der in diesem Jahr seinen 88. Geburtstag feierte. Seine farbenfrohen, originellen, liebevoll und detailreich gestalteten Holzplastiken laden klein und groß zum Staunen, Schmunzeln und Träumen ein. Sie spiegeln feinsinnig den Humor des ideenreichen Künstlers.

Die in dieser Ausstellung gezeigten Plastiken vorwiegend aus Lindenholz entstanden erst nach seinem Renteneintritt. Geboren in Dittersbach (Detrichov) im böhmischen Isergebirge, kam Fredo Kunze nach Kriegsende mit seinen Eltern nach Sachsen. Bereits als Kind und Jugendlicher malte und bastelte er mit Begeisterung. Einige seiner frühen märchenhaften Zeichnungen mit Buntstiften und Füllfederhalter, die ihn später auch zu seinen Holzplastiken anregten, sind auch ausgestellt. Außerdem Ansichten von Bauern- und Fischerhäusern, eine rundliche Dorfkirche und Boote am Meer sind auch zu sehen aus seiner Studienzeit. Fredo Kunze absolvierte eine Tischlerlehre und kam nach dem Meisterabschluss zum Studium der Innenarchitektur nach Heiligendamm. Seit Mitte der 90er Jahre modelliert er Figuren aus Masse und wechselte 2012 zum Werkstoff Holz. Kunze drechselt die Figuren, die er anschließend beschnitzt, bemalt und oft mit textilen Materialien bekleidet. Letztes Jahr war bereits eine große Ausstellung von Fredo Kunzes fantasievoller Figurenwelt im Stadtmuseum Riesa zu sehen.

Ein Großteil seiner Arbeiten befindet sich inzwischen in der Sammlung des Museums für Sächsische Volkskunst in Dresden und wurde leihweise für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. Für die Schau im StadtMuseum Pirna kreierte Kunze jedoch noch ein paar neue originelle Figuren, die Mäuseweihnacht, die Flugschule Flatterich und Fallobst Hand in Hand. Zu sehen sind auch viele Mäusefallen, die Kunze in seinen Figurenszenen einfallsreich mit verbaut „wegen der Nachhaltigkeit und als Siegeströphäe.“ Seine Mäusewelt erzählt sehr menschliche Geschichten. Da sieht man einen Mäusevater, der eine Fußbank zwischen die Falle stellt, um an den Käse zu gelangen. Sein kleiner Sohn hat weniger Glück und steckt mit dem Kopf drin. Daneben eine Szene aus besseren Tagen mit Mäusehochzeit. Die Mäusefamilien gehen spazieren mit Sonnenblumenschirmen und Kinderwagen, sie demonstrieren gegen Mausefallen, gründen eine Anti-Mausefallenband und geben sich der Bildhauerei und Aktmalerei hin. „Wir freuen uns sehr, dass Fredo Kunze uns beehrt mit dieser Ausstellung“, sagt Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH.

„Man merkt den Sachen an, dass sie mit Muße und ohne Zeitdruck entstanden sind. Da steckt viel Seele drin“, sagt die Kuratorin Gerburg Sturm. In der Schauwerkstatt können die Kinder selbst Mäuse basteln, Rätsel zu den Figuren lösen und Fredo Kunze wird bei Ausstellungsrundgängen Geschichten zu seinen Arbeiten erzählen. “Seine dynamischen und farbenfrohen Holzplastiken provozieren eine Schaufreude und keiner geht ohne ein Lächeln hinaus. Diese Figuren lassen niemanden kalt und begeistern sicher auch die Besucher hier“, sagt Karsten Jahnke, der Entdecker Fredo Kunzes und Konservator im Museum für Sächsische Volkskunst Dresden. Die Ausstellung ist bis 2. März 2025 zu sehen mit Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Konzerten und Puppenspiel in der Ausstellung. Lilli Vostry

Geöffnet: Di bis So 10 bis 17 Uhr, 2. Weihnachtstag 13 bis 17 Uhr geöffnet, 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei.

http://www.pirna.de/stadtmuseum


Mäuseweihnacht. Die Mäuse tanzen um einen Tannenbaum aus vier Fallen errichtet und allerhand Leckereien.

Mäusekunst

Mäuseprotest gegen Mausefallen.

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Atelierbesuch bei Anne Kern in Wehlen, Sächsische Schweiz

30 Samstag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte, Zwischenmenschliches

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Verlassene Orte im Schwebezustand zwischen Verfall und Veränderung holt die Wehlener Künstlerin Anne Kern faszinierend, farb- und spannungsreich auf die Leinwände. Hier ihre neue Bilderserie „Lost Places“.

Spurenreiche Landschaften aus der Kernzone

Faszinierende Fels- und Wasserspiegelungen, Steinbrüche und verlassene Orte im Schwebezustand von Verfall und Wandel holt die Wehlener Künstlerin Anne Kern ausdrucksstark ins Blickfeld ihrer Bilder. Am 1. Dezember, von 11 bis 18 Uhr lädt sie zum offenen Ateliertag Besucher zum Bilder-Spaziergang ein.

In sandigen Farbtönen, die im Sonnenlicht pulsieren, recken sich Felsen neben ockerfarbenen und weiß leuchtenden Steintreppen wie Himmelsleitern. Es scheint als verneigten sich Fels und Wasser voreinander. Kantige, starre und weiche Formen verfließen im Wechselspiel der Farben, von Licht und Schatten. Felslandschaften, Spiegelungen von Gestein im Wasser, „gekippte Landschaften“ nennt sie diese, Steinbrüche und verlassene Orte ziehen die Künstlerin Anne Kern magisch an. Eine neue Bilderserie mit dem Titel „Lost Places“ (übers.: Verlassene Orte) füllt in kleinen und größeren Formaten eine Wand in ihrem Atelier- und Wohnhaus in Wehlen, Sächsische Schweiz.

Grau verwaschene Häuser, die Gesteinsquadern ähneln, blasslila verfroren mit dunklen Fenstern und zerbrochenen Scheiben sieht man da auf den Leinwänden, umstanden von hohen wie stützenden Stäben oder dünnen Baumstämmen. Im Schwebezustand zwischen Verfall, Chaos, Rissen im Mauerwerk, eingestürztem Dach und heraus brechendem Gebälk der alten Steinarbeitshütten und ehemaligen Ateliers im Steinbruch Dorf Wehlen wirken sie in den Bildern von Anne Kern wie herausgerissen aus der Zeit und mit ihrer Zurückeroberung durch die Natur und Veränderungen auch wie eine Metapher auf gegenwärtige Zustände, Auf- und Umbrüche in der Gesellschaft. Es sind auch einige farbige Bilder mit rot lodernden Farbflächen als Kontrast zu den erdigen und lichtvollen grünen Tönen rings um die Hütten mit morschen Holzbalkendächern zu sehen. Es wurde dort auch schon eingebrochen und einiges abgebrannt, so die Künstlerin.

„Das Rot sehe ich als Feuer auch der Transformation, in Neues verwandelt.“ Ihre Bilder gehen den Spuren dieser ehemals lebendigen Orte und ihrer Geschichten nach. „Es sind kleine, einstige Wirtschaftsgebäude von Steinarbeitern und Ateliers, in denen bekannte Künstler wie Robert Sterl, Pol Cassel und Elfriede Lohse-Wächter in den 20er und 30er Jahren im Sommer weilten und malten im Steinbruch Wehlen“, erzählt Anne Kern. „Es ist ein Stück Zeitgeschichte, man spürt den Geist und das menschliche Tun der damaligen Zeit noch, kann noch mal eintauchen in die Relikte der Vergangenheit.“

Die Natur holt sich Terrain zurück, lässt neues Leben entstehen, im Mauergebälk wachsen Birken und Blumen, zeigen die Bilder ebenso wie die Endlichkeit des Lebens. „Es geht auch um das Zerbrechliche, Fragile. Alles hat seine Zeit. Jeder Mensch hinterlässt auch Spuren wie hier, durch diese Häuser und Orte der Steinbrecherarbeiter und Künstler.“ Für Anne Kern ist der Wehlener Steinbruch deshalb eine besondere, erhaltenswerte Kulturlandschaft. „Doch es ist nichts Vorzeigbares, das hat eher einen morbiden, rauen Charme.“

Anne Kern hat im Frühjahr dort begonnen mit ihrer Bilderserie „Lost Places“. Weitere Bilder entstanden im Herbst. Am Reformationstag malte sie auch in der Pol Cassel-Ruine im Steinbruch. „Alle die vorbeikamen waren begeistert von dem alten Steinhausensemble“, sagt Anne Kern. Sie staunte selbst wie bekannt der Steinbrecherpfad mit Gedenktafel und Ausschilderung inzwischen bei Wandereren, Einheimischen wie Touristen ist. Beginnend am Elbradweg in Stadt Wehlen, führt er am Steinbruch in Dorf Wehlen entlang zum Ort Zeichen bis nach Pirna. Den Steinbrecherpfad hat Andreas Bartsch eingerichtet in Privatinitiative aus Faszination an der Natur und Kulturhistorie dieses Ortes.

Doch allein, ohne finanzielle Förderung sei es nicht zu schaffen, das verfallene Areal kulturell wiederzubeleben. Außerdem findet Anne Kern ihre bevorzugten Malmotive markanter Felsformationen im Lohmener Steinbruch und in den Granitsteinbrüchen der Lausitz. Sie malt am liebsten draußen vor der Natur. „Mit der Landschaftsmalerei fühle ich mich sehr verbunden“, sagt Anne Kern. Sie kennt und liebt die Felsen und Wege in der Sächsischen Schweiz seit ihrer Kindheit. Anne Kern wurde 1981 in Dresden geboren und mit vier Jahren kam sie mit ihrer Familie nach Wehlen. „Wir wohnten auf einem Felsengrundstück bei den Großeltern mit parkähnlichem Garten und hohen alten Bäumen. Es war ein kleines Paradies zumindest von der Natur her und wir waren viel wandern.“ Als Jugendliche war Anne Kern mit einer Gruppe Bergsteigern oft klettern. Dieses Draußensein und Erlebnis am Felsen, ein bisschen Abenteuerlust und Experiment, ließen sie nicht mehr los und in ihr Skizzenbuch zeichnete sie fasziniert davon den Fels und und seine vielfältigen Strukturen. Anne Kerner besuchte die Zeichenschule bei dem Maler, Grafiker und Plastiker Klaus Drechsler in Pirna, studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in der Fachklasse bei Prof. Annette Schröter und wohnt und arbeitet seit 2009 als freischaffende Künstlerin in Stadt Wehlen.

Ihr Atelierhaus Schöne Aussicht 14 steht auf einer Anhöhe mit Blick auf Wald und die Felslandschaft. Die Fähre fährt hinüber. Fast menschenleer, nebelverhangen traumversunken ist der Urlauberort um diese Jahreszeit. In dem vorher leer stehenden Atelierhaus, das in den 30er Jahren der Maler Willy Illmer als Sommersitz erbauen ließ, wohnt nun Anne Kern mit ihrem 13-jährigen Sohn und hat es zusammen mit ihrem Mann saniert und wieder zum Leben erweckt.
“Kernzone“ steht auf einem Aufkleber an ihrer Ateliertür im Erdgeschoss. „So wird das Herz, der am meisten geschützte Teil im Nationalpark Sächsische Schweiz genannt“, erklärt die Künstlerin. Da sie viel dort unterwegs ist und malt, hieß auch der Bildtitel ihrer Diplomarbeit an der Hochschule: „Landschaftsbilder aus der Kernzone“ und ist seitdem ein geflügeltes Wort und Markenzeichen ihrer Kunst.

In ihren Bilderlandschaften wandern können Besucher beim offenen Ateliertag bei Anne Kern zum ersten Advent am 1. Dezember, von 11 bis 18 Uhr.

Im Frühjahr will sie eine Ausstellung mit ihren Fels-Bildern in der Pol Cassel-Ruine im Wehlener Steinbruch zeigen. Vielleicht zieht das weitere künstlerische Aktionen und kreative Nutzer im Gelände nach sich. Ihre nächste Ausstellung ist ab 6. April nächsten Jahres im Schloss Königshain in der Lausitz zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.anne-kern.de

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Plenair-Ausstellung im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

24 Sonntag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Farbenschwelgende Malerei & Wetterlaunen flossen mit ein in die während des Plenairs vor Ort entstandenen Bilder der reizvollen Weinbaulandschaft rings um das Hoflößnitz in Radebeul. Hier Ansichten von Roland Gräfe und von Anita Rempe.

Saftige Trauben unter gelben Blättersegeln

Wetterlaunen mit ihrem wechselnden Licht und Farben flossen in die Bilder von zehn Künstlerinnen und Künstlern ein. Zu sehen sind sie in der Sonderausstellung „Inspiration Hoflößnitz“ zum 100-jährigen Jubiläum des Weinbaumuseums in Radebeul.

Das Graublau des Himmels und gelbes Herbstlaub fließen in schimmernden Goldtönen ineinander am regenassen Treppenaufgang zur Weinterrasse. Die weiße Fassade des Lusthauses spiegelt sich in der Weinflasche im Fenstersims gegenüber. Beeinflusst von Wetterlaunen, ihrer besonderen Stimmung und der Faszination des Ortes angeregt sind die Blicke aus reizvollen und ungewohnten Perspektiven auf eine besondere Kulturlandschaft in der Sonderausstellung „Inspiration Hoflößnitz“ anlässlich 100 Jahre Weinbaumuseum Hoflößnitz, Knohllweg 37, in Radebeul. Insgesamt zehn Künstlerinnen und Künstler aus der Region zeigen dort derzeit ihre Arbeiten und gratulieren zum Jubiläum.

Zu sehen sind farb- und formenreiche Malerei, Aquarelle, Mischtechniken und Kohlezeichnungen auf Papier in der letzten Ausstellung dieses Jahres in den Ausstellungsräumen im Bergverwalterhaus. Die Bilder entstanden rings um die Weinhänge und historischen Gebäude im Areal Hoflößnitz an drei Plenair-Maltagen. Anders als zur Ausstellungseröffnung, die bei sonnigem Bilderbuchwetter mit großer Besucherresonanz stattfand, regnete es an dem Plenair-Wochenende im September fast ununterbrochen. Die ursprüngliche Idee, Künstler von außerhalb einzuladen, die das Hoflößnitz nicht täglich vor Augen haben und ihre Staffelei in der Natur aufstellen können zum Malen, ging leider nicht auf, so Museumsleiter Frank Andert. Er hatte Künstler von der Sächsischen Schweiz bis Diesbar-Seußlitz und aus Radebeuls Partnerstadt St. Ingbert angeschrieben. Doch entweder hatten diese keine Zeit, waren unterwegs oder keine Landschaftsmaler. „Damit die magische Zahl zehn voll wird, haben wir doch noch einige Künstler aus Radebeul angesprochen“, so Andert.

Die Anregung zu diesem Plenair im Hoflößnitz in malerischer Umgebung kam von der Radebeuler Künstlerin Renate Winkler, die letztes Jahr hier ausstellte. Große lila Trauben, die unter gelben Blättersegeln hängen mit Blick auf die  Lößnitzlandschaft und glänzende Rebstöcke von einem Torflügel aus gesehen im Weingut Aust, zeigen zwei Acrylbilder von ihr. Das Plenair veranstaltete die Stiftung Hoflößnitz in Kooperation mit der Roland Gräfe Stiftung in Radebeul, die seit 2014 besteht, Kunst und Kultur fördert und Brücken schlagen möchte mit ihren Projekten auch zu den Nachbarländern Tschechien und Polen. Die Gräfe-Kunststiftung stellte die Leinwände und Malmaterial für die Künstler bereit und lud die Musiker zur Vernissage ein.

„Am ersten Tag haben wir unter Zelten gestanden und gemalt. Das war eine Herausforderung und daher sind die Blicke und Motive ähnlich, da wir in eine Richtung schauten“, sagt Roland Gräfe, selbst Künstler. Das gemeinsame Erleben und der Austausch der Künstler untereinander seien für alle wichtig gewesen. „Wir saßen im Gewölbesaal, haben uns unterhalten über Kunst und Kulturlandschaft und wurden gut versorgt. Alle Beteiligten haben sich sehr wohlgefühlt und fleißig gearbeitet“, so Gräfe. Er ist ein erfahrener Freilichtmaler, der auf Reisen seine Eindrücke und hier im Hoflößnitz seine in kräftigen Farben schwelgenden, impressionistischen Weinberglandschaften zeigt. Künstler sind nicht nur Schönwettermaler, das spiegeln die Werke in dieser Ausstellung beeindruckend. Der Regen und das wechselnde Farb-Licht-Spiel von Wasser, Wolken und Himmel floss in die Bilder ein. Sie erzählen von der Fülle des Lebens in allen Farben, vom Werden, Wachsen und Vergehen, von Licht und Dunkel, Lebensfreude und Melancholie.

Von André Uhlig sind erdig kraftvolle und zarte Federzeichnungen vom Schloss Hoflößnitz und den Weinhängen zu sehen und von seinem Vater Ralf Uhlig in warmen Herbstfarben gehaltene Aquarelle der Lößnitzlandschaft. Jochen Rohde hielt diese in zarten Pastelltönen fest, in der Zeit des Plenairs starb sein Vater. Anita Rempe zeigt zauberhaft farb- und formspielende Blicke auf die Weinhänge, Schloss und Lusthaus. Bettina Zimmermann aus Batzdorf holte Rebstöcke, die der Sonne entgegenstreben und feinnervig, farbschimmernde Weinbätter aufs Papier. Der Landschaftsmaler Jochen Fiedler aus Cunnersdorf in der Sächsischen Schweiz malte nach zehn Jahren erstmals wieder im Hoflößnitz, ein Pastell vom Weinberg Goldener Wagen mit Spitzhaus und die Kastanienbäume auf der Terrasse in ockerfarben flimmendem Licht. Johannes Jakob Wagner aus Dresden zeigt Weinreben in flirrenden Grüntönen vor grauem Himmel und ziegelfarbenen Häuserdächern und einen Blick ins Lößnitztal mit grauem, weitem Nebelhimmel in der Art der Romantikmaler. Das still verträumte Regenbild vom Schloss Hoflößnitz malte Gabi Keil.

Die Plenair-Ausstellung, zu der auch ein Bilder-Katalog erscheint, ist noch bis 1. Dezember im Hoflößnitz Radebeul zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis So 10 bis 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.


Inspiration Hoflößnitz: Über die vor malerischer Kulisse entstandenen, stimmungsreichen Arbeiten und die rege Besucherresonanz zur Ausstellungseröffnung freute sich Museumsleiter Frank Andert (Bildmitte).
Kunst & Weingenuss: Peter Pit Müller, selbst ein versierter Plenairmaler, der auch schon im Hoflößnitz ausstellte, betrachtete interessiert die Arbeiten der Künstlerkollegen.

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Kreatives Universum mit neuen Erlebnisräumen für Kunst: Der aus Venezuela stammende Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm hat eine Kunstmanufaktur mit Galerie & Atelier in Wurzen eröffnet

25 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein charismatischer & wagemutiger & visionärer Künstler ist Esteban Velázquez von Wilhelm. Sein Markenzeichen ist die Augenklappe, die nicht nur für Abenteuer in der Kunst steht, sondern auch für den gefahrvollen Weg und Wirken in seiner Heimat Venezuela, die er deshalb verlassen musste. Nun hat er sich den Traum von einer eigenen Kunstmanufaktur in einem alten Fabrikgebäude in Wurzen erfüllt, in der sogar der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer schon zu Besuch war.
Fotos: Ronny Bahr

SEHR SÄXSISCH

Mit einer Einzelausstellung und einem Rundgang durch sein Atelier eröffnete der aus Venezuela stammende Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm seine `von Wilhelm Manufaktur`auf über 2 000 Quadratmetern in Wurzen (Landkreis Leipzig) offiziell.

Resonanzvolle Ausstellungen sowie seine häufigen Kunstaktionen im öffentlichen Raum Dresdens haben dazu beigetragen, einen Namen und einen Stil zu festigen, der einen bislang leeren Schrank füllt. Sein Name ist ebenso klangvoll wie, um es metaphorisch auszudrücken, seine Gemälde. Der in Venezuela geborene Dresdner Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm, dessen jüngste Vergangenheit bereits weit verbreitet ist, feiert 10 Jahre seines Lebens in Deutschland, 2 davon in München und 8 in Dresden, was der Künstler selbst in seiner Rede zum Ausdruck gebracht hat, den Teilnehmern als „ein neues Leben“ präsentiert.

Von einem winzigen Raum in einem Flüchtlingslager bis zu einem riesigen Atelier von mehr als 2 000 Quadratmetern. Nachdem er in seinem Herkunftsland schrecklich gefoltert wurde, fliegt von Wilhelm nach Deutschland, dem Land seiner Vorfahren, und lässt sich in München nieder, wo er hofft, das Kunst- und Lifestyle-Magazin wieder auf den Markt zu bringen, das ihm in Venezuela so viel Erfolg (aber auch Unglück) beschert hat. Er lässt sich im eleganten und aristokratischen Viertel Schwabing in einer wunderschönen Villa an der Ecke Tengstraße/Elisabethstraße nieder, von der der Künstler glaubt, dass er sein neues Leben in Deutschland beginnen wird. Aber das wäre nur eine helle Einleitung, mit dem, was als nächstes kommen würde, hatte von Wilhelm nicht gerechnet. Nach zwei Jahren in München, ohne mit seiner Zeitschrift „Wilhelm Magazin“ Erfolg zu haben, muss der Künstler Asyl beantragen, da eine Rückkehr in das Land, in dem er beinah tödlich angegriffen wurde, nicht möglich ist.
Das Flüchtlingsverteilungssystem weist dem Freistaat Sachsen die Zuständigkeit für die Aufnahme zu. „Eines Nachts in einem kalten Herbst kam ich im Lager des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden an, die erste Nacht schlief ich in einem Zimmer mit 11 anderen Flüchtlingen aus arabischen und afrikanischen Ländern. Ich konnte mich überhaupt nicht ausruhen: Es war alles sehr laut, mit einem starken Geruch, und irgendwie fühlte ich mich unsicher“, so von Wilhelm.

Dies war von Wilhelms erste Nacht in seiner neuen Heimat. Doch am nächsten Morgen stellte der Lagerleiter überrascht fest, dass es sich um einen Asylbewerber aus Venezuela handelte, was zu diesem Zeitpunkt völlig neu war. Der Mann, den von Wilhelm als freundlich und beschützend beschreibt, bot ihm ein kleines Privatzimmer mit nur einem Bett und einem großen Fenster an, das viel Licht bedeuten würde. Von Wilhelm war inmitten so vieler Schatten glücklich, am nächsten Tag besorgte er sich einige Leinwände und Tuben mit Ölfarben und begann zu malen. „Ich fühlte mich euphorisch, ich konnte nicht mehr an einen Relaunch meines Magazins denken, ich konnte mir nicht einmal vorstellen, mit Freunden auf einen Kaffee oder ein Bier in einen Biergarten zu trinken. Dann griff ich auf das zurück, was mich mein ganzes Leben lang vor Unglück bewahrt hat: die Malerei. Ich habe drei Monate lang zwanghaft gemalt, um mir eine andere Welt zu schaffen und in sie einzutauchen, dann entdeckte ich im Dresdner Schloss die Gemäldegalerie der Kurfürsten von Sachsen: Stolz, königlich, brillant, mächtig; Ich fing an, sie zu malen und schloss mich mit in die Bilder ein, bis eines Tages der Geruch von Terpentin das Personal des Flüchtlingslagers alarmierte und die Polizei kam und mich aufforderte, alle diese Bilder loszuwerden, was für mich unmöglich war, sie waren gemalt in Öl eingelegt und sie waren noch frisch. Mitten in der Auseinandersetzung mit der Polizei erschien der freundliche Lagerleiter und diskutierte hitzig mit den Polizisten in einem Deutsch, das ich noch nicht beherrschte. Aber die Polizei ging und ich konnte weiter malen. Das war mein Atelier, eigentlich wurde dort „von Wilhelm“ geboren, der ich jetzt bin“, so von Wilhelm.

Doch Platzbeschränkungen stellten für den Künstler nie ein Hindernis dar, obwohl sein Ehrgeiz, große Installationen zu schaffen oder sein gewaltiges Projekt „Neuer Fürstenzug“ zu schaffen, durch diesen Faktor behindert wurde, träumte von Wilhelm von einer großen Kunstmanufaktur mit ausreichend Platz, und zwar dafür mehrmals besuchte er die Leipziger Spinnerei, beobachtete die Räumlichkeiten, die Dimensionen und die Bewirtschaftungsmöglichkeiten, doch bald kristallisierte sich sein visionäres Projekt heraus, nicht genau in der Spinnerei, sondern ganz in der Nähe von Leipzig, in Wurzen. Dort in den alten Gebäuden, wo vor mehr als 160 Jahren die alte sächsische Bronzewarenfabrik gegründet wurde. In dem riesigen Gebäudekomplex in der Badergraben 16, 04808 Wurzen, in dem auch die Leuchtenmanufaktur ihren Sitz hat, befindet sich die vom Künstler begehrte “von Wilhelm Manufaktur”, die auf einer Fläche von mehr als 2 000 Quadratmetern ein ausgestattetes Atelier umfasst großzügige Flächen von gigantischen Ausmaßen, zahlreiche Räume zur Aufbewahrung von Kunstwerken, je nach Größe, Material, Themen und Jahren sowie eine eigene, öffentlich zugängliche Galerie.

Aber von Wilhelms Idee geht noch weiter und er möchte andere Künstler in sein Atelier einbeziehen, um sich für kurze Zeiträume dort niederzulassen, um Kunstwerke zu produzieren, die dann nach den Kriterien der von von Wilhelm selbst eingeladenen Kuratoren in Ausstellungen enden würden sowie in gedruckten und digitalen Katalogen. Nach Aussage des Künstlers wäre dies ein Weg zur Einbeziehung zahlreicher Künstler, die kein Atelier haben, in die Kunstszene.

Der Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten im Atelier des Künstlers.

Doch von Wilhelms Erfolg beschränkt sich nicht nur auf sein Arbeitsumfeld oder den Umfang seines künstlerischen Schaffens, sondern auch auf seine Fähigkeit, Menschen anzuziehen. Der Künstler kennt den Weg zum Erfolg, es ist nicht das erste Mal, dass er ihn beschreitet. So war der erste Gast, noch während des Ausstellungsaufbaus, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Der MP ging mit von Wilhelm von der mit den bekannten Stoffpuppen des Künstlers geschmückten Fassade zu den Galerieräumen, wo er bei einem privaten Besuch die Werke des Künstlers betrachten konnte.

Die Eröffnung der Ausstellung

Ein roter Teppich und eine riesige Festtafel mit einer Vielzahl internationaler und regionaler Gerichte, geschmückt mit großen Steinamphoren voller Blumen, dienten den Gästen als Empfang am gewölbten Eingang zu den alten Manufakturhöfen.
Die angrenzende Galerie voller Besucher mit Sektgläsern in der Hand lauschten den Begrüßungsworten des Oberbürgermeisters von Wurzen Marcel Buchta (parteilos). Der verantwortlich für die Auswahl der in der Galerie ausgestellten Werke und die kuratorische Arbeit, Prof. Henry Ripke erläuterte den Anwesenden das Leben und künstlerische Werk von Wilhelms. Die ukrainische Geigerin Tatiana Liakhina begeisterte mit einem klassischen Repertoire, das teilweise vom Künstler selbst ausgewählt wurde, der ein Liebhaber klassischer Musik ist.

Zu Professor Ripkes Auswahl gehörten weiße Werke aus der Münchner Periode des Künstlers, die von 2014 bis 2016 konzipiert wurden, eine umfangreiche Auswahl abstraktionistischer Barockwerke aus der Dresdner Zeit, die sich durch das Thema der Kurfürsten auszeichneten, und sogar Werke aus den Jahren 2023 und 2024, die von Professor Ripke als zweite Dresdner Periode katalogisiert wurden, obwohl einige dieser letzten Gemälde bereits im Jahr 2024 im neuen Wurzener Atelier entstanden sind.

Der am meisten erwartete Moment. Der Rundgang durch das Atelier.

Auf der Treppe des Hauses führte ein riesiges, 5 Meter hohes Banner mit dem Bild der Ausstellung die Gäste zum Erdgeschoss, in das kreative Universum des Künstlers ein.
Im Flur vor dem Betreten des Ateliers sollte ein Podest mit Orientierungskarten und nummerierten Schildern den Besuchern als Wegweiser dienen, damit sie ihre Reise durch das riesige Atelier sinnvoll gestalten können. Sobald wir das Atelier betreten, ist die Atmosphäre nur Kunst, eine musikalische Untermalung mit Oper ließ uns „O mio Babbino caro“ von Maria Callas hören, während die Menge, die sich nie überfüllt oder unterbrochen fühlte, angenehm, ohne zu stolpern, durch die Arbeitsbereiche, Lagerhallen, persönlichen Räume, Nähwerkstatt, Bildhauerwerkstatt und die viel diskutierte Dunkelkammer gingen. Als wir das Atelier des Künstlers betraten, konnten wir jedoch eine Reihe neuer Werke bemerken, die völlig neu sind und sich stark von den Arbeiten des Künstlers unterschieden, die wir bisher kannten. Riesige Installationen aus Gummischläuchen, die in Form von Wasserfällen von der Decke
herabsteigen und sich viele Meter über dem Boden erstrecken. Die Besucher blickten neugierig auf die neuen Werke des Künstlers, die weit entfernt von seinem bis dahin zwanghaft entwickelten Thema der sächsischen Kurfürsten sind.

Der Künstler ist jedenfalls davon überzeugt, dass seine Ausstellungen für den Betrachter ein neues Erlebnis generieren werden. „Die Zeit des passiven Zuschauers ist vorbei. Wir befinden uns im Zeitalter der direkten Beteiligung. Die Öffentlichkeit möchte sich einbringen und Teil des Prozesses und nicht länger blind sein, was hinter den Kulissen passiert,“ so von Wilhelm.

Ein Abschluss mit Stil.

Am 5. und 6. Oktober erfolgte der letzte Schliff. An den alten Industrie-Arbeitstischen aus massivem Holz wurden großzügig verschiedene Tapas-Gerichte aus der lateinamerikanischen, spanische, russischen und deutschen Küche serviert.
Die Gläser mit Wein und Sekt waren in den Händen aller Gäste zu sehen, die in Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten, beginnend um 11.30 Uhr, eintrafen. was es dem Künstler ermöglichte, das riesige Atelier noch einmal mit all seinen Gästen zu besichtigen. Auch wenn von Wilhelms Werke Aufmerksamkeit erregen, ist das Erscheinungsbild des Künstlers selbst, stets mit seinen von ihm entworfenen und bemalten Kleidungsstücken, nicht weniger auffällig. Zu diesem Anlass trug der Künstler ein Outfit im Cowboy-Stil, komplett bemalt mit den Motiven, die ihn bekannt gemacht haben: den Kurfürsten von Sachsen. Zusammen mit einem ausführlichen Besuch seines riesigen Ateliers weckt dies bei den Besuchern noch mehr Neugier und Spannung. Die Atmosphäre, die im Gegensatz zur Sommervernissage nun kälter war, begleitet von den Opern von Maria Callas und Montserrat Caballé, sorgte für eine festliche Atmosphäre mit viel Stil. Diese Art von Partys scheinen für den Künstler nichts Neues zu sein, sondern waren eher ein Merkmal der exzentrischen Soireen, die der Künstler bereits in seiner Heimat Venezuela zusammen mit seiner Großtante Angelina zu organisieren gelernt hatte. Sogar die Serviertabletts aus Keramik waren mit dem Gesicht des Künstlers bemalt und erregten die Aufmerksamkeit der Gäste, die beim zweiten oder dritten Glas Sekt begannen, sich zu dem besonderen Detail zu äußern.

Der Abschluss endete mit einer prächtigen Torte, deren Dekorationsmotiv die gleiche
Einladungskarte aus der Ausstellung war und die Veranstaltung spät um 19 Uhr schließlich abschloss.

Verlängerung der Ausstellungstermine.

Auf Wunsch vieler, die nicht teilnehmen konnten, beschloss der Künstler, die Besuchstermine in der Galerie und im Atelier nach Vereinbarung bis Samstag, den 9.11., zu verlängern. Hierzu müssen Interessenten eine E-Mail an das  von wilhelm.atelier@gmail.com schreiben.

Text: Daniel Uscher

website: vonwilhelmart.com
Instagram: @vonwilhelmart

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen
  • Premiere "Toto oder Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Ausstellung "SMS - Sprösslinge Mit Spaß" in der Stadtgalerie Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

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