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Kategorien-Archiv: Kultur

Ausstellung „protected“ mit Aktfotografie von Solvig Frey & Texte von Leah Frey in der Galerie „Flox“ in Dresden

14 Samstag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Männliche Körperbilder aus weiblicher Sicht: In ihren Fotografien rückt Solvig Frey Verletzbarkeit in den Fokus. Ihre Tocher Leah Frey stellt ihre Objekte aus Plexiglas und Texte zu den Bildern dazu.

Nackte Verletzlichkeit hinter Schutzschilden aus Plexiglas
Fotografische Männerakte von Solvig Frey und Acrylbilder und Texte von Leah Frey vereint die Ausstellung „protected“ in der Galerie Flox in Dresden.
In einem leuchtend gelben Rapsfeld steht ein Mann. Sein nackter Körper ragt heraus, ein Rückenakt, der Blick nach vorn, andächtig, sanft und kraftvoll. In weiteren Fotografien hält er eine durchsichtige Folie um seinen Körper, mal in der Hocke wie in einen Kokon gehüllt, mal stehend wie mit einem Schutzschild abwehrend und sich dahinter versteckend. Der Blick nach unten oder zur Seite gerichtet. Körperausschnitte und seine Männlichkeit sind sichtbar und wie hinter einer Schutzschicht immer noch erkennbar. Die Bilder sind wie in einer Wolke angeordnet an einer Wand in großen und kleineren Formaten als FineArtPrints auf Fototapete.

Zu sehen sind sie in der Ausstellung „protected“ (übers: geschützt, beschützt) mit fotografischen Männerakten von Solvig Frey, zusammen mit Acrylbildern und Texten, die ihre Tochter Leah zu den Fotografien geschrieben hat, derzeit in der Galerie Flox am Obergraben 10 in Dresden. In den Galerieräumen ist zeitgenössische Kunst versammelt von Malerei, Grafik, Fotografie über Skulptur bis zu Objekt und Installation in großer Vielfalt der Handschriften. im mittleren Bereich ist der Experimentierraum, der sehr gefragt ist mit monatlich wechselnden Ausstellungen.

Neben der Aktbilder-Serie „Raps“ zeigt Solvig Frey in ihren Schwarz-Weiß-Fotografien wie in die Landschaft eingefügte Akte, nackt, schutzlos halb zusammengerollt der Körper auf Felsgestein vor neblig verhangenem Himmel und fast kahlen Bäumen. Konkret und surreal zugleich bringt sie Natur und Körperformen faszinierend, offen und vieldeutig zusammen auch in den Aufnahmen von einem Mann im Regenumhang, der aus dem Walddickicht hervorspringt, dahockt wie ein Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier in knittrig schimmernder Hülle und Kopfbedeckung wie ein Helm und intensivem, kämpferischen Blick. Im nächsten Bild steckt er den Kopf zwischen die Arme, die lang ausgestreckt vorn spitz zusammenlaufen und das Gras berühren. In einer Aufnahme kauert er barfuß, die Hände über dem Kopf gehalten und zuletzt steht dort eine gänzlich verhüllte, tastende Gestalt. Ein Männerakt bewegt sich in einem Bilderrahmen, als verbeuge er sich oder suche Halt, mit weißen Handschuhen. „Des Künstlers Hände“, so der Bildtitel. Im nächsten Bild steht er mit einem kahlen Zweig in den weißen Händen hinter mit Naturformen spielenden, schattenhaften Plastiken auf Stelen von Annett Kallweit.

Die Fotografin Solvig Frey sagt zu ihren Arbeiten: „protected – wie schütze ich mich in einem Raum, der keine Vulnerabilität, Verletzlichkeit zulässt? Diese Frage habe ich mir in den letzten Jahren oft gestellt. Ich versuchte, den Männerakt, der aus weiblicher, fotografischer Sicht weitestgehend unterrepräsentiert ist, in diesem Kontext zu verankern. Aus den veränderten gesellschaftlichen Rollenbildern und daraus resultierenden Verhaltensmustern möchte ich in meiner Fotoserie `protected`Verletzbarkeit in den Fokus rücken.“ Ihr Interesse für Körperbilder entwickelte sich mit ihrem Engagement seit 2005 für das Museum aktfotoArtdresden. Solvig Frey gründete dort 2023 einen Verein zur Erhaltung und Bewahrung dieses fotokünstlerischen Genres. Arbeiten von ihr sind seit 2019 dort im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden zu sehen. Außerdem nimmt sie seit 2017 an Seminaren zum Kuratieren und Sehen von Fotografie an der Shift School for Photography Dresden-Wien teil.

Leah Frey hat in ihren Arbeiten die Bilder in Wort und Objekt untersucht, so Solvig Frey. Dabei wurden die Schutzschilde aus Plexiglas, die sie in den Fotografien verwendet hat, Anschauungsobjekte mit eigener künstlerischer Sprache. Die Texte spiegeln ihre Assoziationen, auch Sachen für sich stehen zu lassen und dem Spinnen von Gedankennetzen einen Raum zu geben, das ist beiden Künstlerinnen wichtig. Leah Frey beendete 2023 ihr Modedesignstudium an der Burg Giebichenstein, Halle und lebt seitdem in Berlin. Sie ist freischaffend im Kostümbereich im Theater und Film tätig. Sie bewegt sich in verschiedenen künstlerischen Bereichen, darunter dem Collagieren, Malen, Zeichnen, Experimentieren mit Textil sowie dem Schreiben von Texten.

Die Finissage zur Ausstellung im Beisein von Solvig und Leah Frey ist am Sonnabend, dem 14.2, von 15 bis 17 Uhr in der Galerie Flox, am Obergraben 10 in  Dresden.

Text + Fotos (lv)

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Ausstellung „Figur & Natur“ von Christine Wahl in der Galerie Mitte. Bilder aus dem Leben einer 90-jährigen Künstlerin.

12 Donnerstag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Die Liebe zur Kunst und zum Leben spricht aus jedem Bild: Die Künstlerin Christine Wahl vor ihren wundervollen, zeitlos schönen Arbeiten in der Galerie Mitte im Dresden.


Eine Meisterin der „Kunst des Leisesagens“
*
Sinnlich, feinsinnig, akribisch und oft mit einem Hauch Geheimnis umgeben, sind die weiblichen Akte, Atelierszenen, Stillleben und Reiseimpressionen in der Ausstellung „Figur & Natur“ von Christine Wahl, mit 90 Jahren die älteste lebende Dresdner Künstlerin, derzeit in der Galerie Mitte in Dresden, Chapeau!
*
Pure unverhüllte Schönheit und Sinnlichkeit, in feine Linien gekleidet, fließen in den Porträts, weiblichen Akten und Interieurs vorwiegend in warmen Erdtönen zusammen. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Figur & Natur“ mit Zeichnungen und Druckgrafiken von Christine Wahl derzeit in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden (noch bis 21. Februar).

Christine Wahl ist bereits 90 Jahre alt und damit die älteste lebende Künstlerin in Dresden. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus ihrem reichhaltigen Schaffen aus dem Zeitraum von 1995 bis 2024. Darunter figürliche Szenen, Stillleben und Reiseimpressionen, farbenfrohe Aquarell- und Federzeichnungen mit Landschaften auf Kreta, Menschen auf dem Markt, ein Palmenhain auf Sizilien, Pinien in Kroatien und eine Ansicht vom „Großen Garten“ in Dresden. Sie macht nicht viele Worte um ihre Bilder. Es sei doch alles zu sehen, meint Christine Wahl und lächelt. Klein und zierlich, weißer Haarknoten und aufmerksame Augen, sitzt sie auf dem Sofa in der Ausstellung. Sie trägt einen hellen Pullover, darüber eine schwarze Weste und eine korallenrote Kette. Ruhe und Klarheit strahlt sie aus, wie ihre Arbeiten. Die Liebe zur Kunst und zum Leben spricht aus jedem Bild. Sonnengelbe Quitten auf einer blauen Schale. Feigen und Trauben. Prächtige Blumensträuße in der Vase. Weibliche Akte in zarten und kraftvoll, schwungvollen Körperlinien im Atelier und in häuslicher Umgebung. Ein „Atelierstillleben“ in einer schwarz-weißen Kaltnadelradierung mit Blick durch den Bilderrahmen in den Raum zwischen Kunst und Alltagsdingen.

Christine Wahl ist eine Meisterin in der „Kunst des Leisesagens“. Feinsinnig, leicht und akribisch im Strich und immer mit einem Hauch Geheimnis umgeben – das macht den Reiz ihrer Bilder aus. Sie sind von zeitloser Schönheit und stillem Zauber, das ist wohltuend in der heutigen oft grellen, lauten und schnelllebigen Gegenwart. Sie wollte immer Künstlerin werden, sagt Christine Wahl. Geboren und aufgewachsen ist sie in Glashütte im Erzgebirge. Einige frühe Bilder mit Blick auf weite Höhen und märchenhafte, dunkle Tannenwälder hängen auch in der Ausstellung. Ihr Vater war Grabbildhauer. Ihre Mutter hatte nichts dagegen einzuwenden. Mit 18 Jahren begann Christine Wahl 1953 mit dem Studium an der Dresdner Kunsthochschule. „Die Aufnahmeprüfung bestand aus einem künstlerischen und politischen Teil, wo es um die Zeit des Stalinismus ging. Damit hatte ich nichts am Hut“, erzählt sie. An dem Tag waren Unruhen und Panzer rollten im Stadtzentrum, erfuhr sie hinterher. „Dieser Prüfungsteil fiel aus.

Das war mein Glück, sonst wäre ich mit meiner Ansicht wohl nicht zum Kunststudium zugelassen worden.“ Ihre Lehrer waren Hans Theo Richter, der den Zeichnungsstil der Dix-Schule und das formale Ethos der Form aus der Kollwitz-Tradition lehrte und Max Schwimmer, der dessen Strenge durch leichtflüssige Fabulierlust auflockerte. Ihre farbigen Federzeichnungen spiegeln unverkennbar seinen Einfluss. Nach dem Studium bekam Christine Wahl einen Werksvertrag in der damaligen Schokoladenfabrik in Dresden, wo sie die Arbeiterinnen mit ihren weißen Häubchen zeichnete. Staatliche Auftragskunst habe sie jedoch immer abgelehnt. Sie studierte außerdem Anglistik und arbeitete neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Übersetzerin für Besucher der Leipziger Messe. Seit ihrem Diplom für Grafik ist Christine Wahl freischaffend als Künstlerin in Dresden tätig. Bis ins hohe Alter. „Weil ich diese Art zu leben liebe. Bei dem was man macht, ganz frei zu sein. Da gibt es keine Vorschriften“, mag sie an der Kunst. „Damals war das Geld nicht so wichtig.“ Ab und zu zeichnet sie noch und freut sich über jeden neuen Tag. „Plötzlich ist die Jahreszahl da“, staunt Christine Wahl selbst über die 90. „Im Alter vergeht die Zeit schnell.“ Sie wohnt allein. Ihr Sohn schaut regelmäßig nach ihr. Sie sieht und ordnet ihre vielen Lebensbilder, lässt sich immer noch gern überraschen. „Christine Wahl war schon eine bekannte Künstlerin in den 1980er Jahren. Sie ist eine wunderbare, sensible Zeichnerin und eine fantastische Koloristin voller Emphatie und Hingabe“, sagt Galeristin Karin Weber über ihr Schaffen.
In der Kabinettausstellung der Galerie Mitte werden außerdem ausdrucksstarke und teils beklemmend aktuelle Linolschnitte über soziale Not und Eintreten für ein besseres Leben, geschaffen vom Künstlerpaar Lea und Hans Grundig in der ASSO-Künstlergruppe in den Jahren 1930 bis 1932, aus der Sammlung von Maria Heiner gezeigt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
Die Kunstsammlerin Maria Heimer vor Bildern von Lea und Hans Grundig in der Kabinettausstellung in der Galerie Mitte in Dresden.
Das Künstlerpaar Lea und Hans Grundig.

 

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Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bezaubernde Diva ohne Starallüren: Die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt wurde nach über 41 Jahren im Rampenlicht und vielen großartigen Rollen vom Intendanten des Mittelsächsischen Theaters, Sergio Raonic Lukovic offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sie bezauberte mit einem Medley ihrer schönsten Songs mit warmer, wandlungsvoller Stimme ihr Publikum und versicherte, dass es noch kein Abschied für immer von der Bühne ist.
Fotos: Lutz Weidler

„Das Theater ist ein Glücksfall für die Stadt“

Über 300 Besucher ließen sich bezaubern beim Hollywood-Bühnenball mit glänzender Gala mit berauschender Musik, tollen Stimmen, Slapstick, Tanz und Wandelprogrammen in allen Räumen am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln.

Am Eingang in die glitzernde Traumwelt begrüßt der Weiße Hai mit schwarzen Kulleraugen und weißen, dolchspitzen Zähnen im weit aufgerissenen Rachen die Besucher. Er schaut aus einer blauen Wand und hält einen Spiegel, vor dem sich Unerschrockene fotografieren lassen können mit dem Monster. Neben dem goldenen Schriftzug Hollywood über den Hügeln, die sich auf weißer Leinwand entlang spannen. Auf der samtroten Bühne im Theaterfoyer steht in einer Ecke Charlie Chaplin und auf einem Stuhl räkelt sich in verführerischer Pose Marlene Dietrich als Nachtclubsängerin Lola in der bekannten Filmszene. Die Kunst der Theatermaler lässt sie lebensecht aussehen.

In eine wundervolle Welt voller Magie, Glamour, großer Emotionen und faszinierender Geschichten, in der alles möglich scheint, tauchten die Besucher beim diesjährigen Bühnenball unter dem Motto „Im Glanz von Hollywood“ des Mittelsächsischen Theaters ein. Als festlicher Höhepunkt der Spielzeit wurde in den Spielstätten in Freiberg und in Döbeln wieder zum Feiern, Flanieren und Genießen eingeladen. Über 300 Besucher erlebten dem Theater zufolge die glanzvolle Gala und anschließenden Wandelprogramme in allen Räumen im Stadttheater Döbeln am vergangenen Sonnabend. Viele erschienen schick gekleidet im Stil der Filmhelden, die Herren in Frack und Anzug, manche trugen Zylinder und die Damen elegant in schillernden Kleidern, Haarbänder mit Federn und großen Hüten. Mit strahlender Miene begrüßte der Intendant und Leiter des Musiktheaters, Sergio Raonic Lukovic die Gäste zur Gala und hatte gleich eine besondere Episode parat: Im Traum habe er einen Anruf von Frau Simon, der Vorsitzenden des Theaterfördervereins erhalten, erzählte er. „Sie bekam ein Angebot aus Washington. 10 000 Dollar pro Zuschauer würden sie geschenkt bekommen unter der Bedingung, wenn alle Männer in blauer Jacke, roter Krawatte und blonden Haaren erscheinen! Da war ich froh, aufzuwachen.“ Es sei gut, dass wir Menschen und mündige Bürger sind, die selber entscheiden, was passiert.

„Deshalb brauchen wir Bildung und Kultur und Menschen, die dafür kämpfen, um diese zu erhalten.“ 2025 war das besucherstärkste Jahr für das Mittelsächsische Theater, sagte Thomas Hans, stellvertretender Oberbürgermeister in Döbeln. „Wir sind sehr stolz auf dieses Theater, es ist ein Glücksfall für die Stadt. Es ist wichtig, dass das Theater auch als Ort für den öffentlichen Dialog wahrgenommen wird mehr denn je.“
Wenn er einen Oscar vergeben könnte, würde er ihn an Lukovic und sein Team für fantastische Theaterabende überreichen. Das Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Chor zog bei der Gala auch alle Register, mit Stummfilm- und Slapstickszenen, Ausschnitten aus Oper und Musical, mit viel Witz, Charme, Temperament, Spielfreude und großartigen Stimmen auf die Bühne gebracht und schwungvoll begleitet vom Sinfonieorchester unter Leitung von José Luis Gutiérrez.

Da stritten zwei Diven um ihren Platz im Rampenlicht. Rangen Regisseur und Produzent und Geldgeber mit Boxhandschuhen um die bestmögliche, effektvolle Umsetzung ihres Films. Da glänzte die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt noch einmal mit einem Medley ihrer schönsten und großartigen Songs bei ihrem letzten Auftritt nach über 41 Jahren im Mittelsächsischen Theater und dankte allen, die sie „geformt und gefordert haben“ mit vielen Rollen, von „Evita“ bis zu Fräulein Schneider in „Cabaret“. Mit blonder Perücke und weißem Mantel gab sie die Diva, legte sie ab, bezauberte und dankte ihrem Publikum ganz persönlich mit warmer, wandlungsreicher Stimme, mit kessen, zarten und kraftvollen Songs über Träume und Abschiede. „Es gab auch manchen Gegenwind. Doch nur mit Gegenwind kann man abheben und fliegen“, so Engelhardt. „Nein, das war es noch nicht.“ Sang sie zur Freude ihres Stammpublikums. Sie wird noch manches Mal hier auf der Bühne stehen. Die Stadt Döbeln und das Theater Döbeln dankten Susanne Engelhardt mit einem großen Blumenstrauß und einem Porträtbild, das sie in 840 Fotos und allen Facetten ihres Bühnenschaffens zeigt.

Nach der Gala spielte ein Salonorchester auf, tanzten Paare auf der Bühne mit Hingabe zu Klängen von Walzer, Tango, Polka bis Foxtrott. An der Seitenbühne war wieder die „Ansprechbar“ des Theaterfördervereins aufgebaut. Dahinter kreierten Dagmar Franke und Conny Hofmann leckere Drinks für die Gäste. „Wir machen das aus Spaß an der Sache“, sagten sie. „Es werden auch Theaterprojekte durch den Förderverein unterstützt. Wir geben das zurück mit unserem Einsatz“, sagt Dr. Ronny Große-Uhl, der als Entwicklungsingenieur arbeitet und im Bürgertheater Loge Nr. 5 mitspielt. „Wir sind ganz nah dran an Hollywood heute abend“, sagt Mario Busch schmunzelnd. Elegant mit weißem Seidenschal, dunklem Anzug und gegeltem Haar sitzt er filmreif gekleidet an einem Tisch zusammen mit anderen Gästen. Vor ihm auf dem Tisch steht ein goldener Oscar aus Pappe als Deko. „Wir sind froh, dabei zu sein, da der Bühnenball sehr gefragt ist. Und welche Kleinstadt hat schon solch ein  Theater?“, sagt seine Partnerin Yvonne Göllnitz begeistert.

Die Blicke auf sich zogen abseits der Bühne auch zwei schwarzgekleidete Herren mit Hut und Sonnenbrillen, dahinter verbargen sich Rebbekka Schietzel und Conny Schubert vom Bürgertheater, die als „Blues Brothers“ aus dem Kultfilm im Auftrag des Herrn unterwegs waren mit einem Tablett mit Bowle und kleinen Snacks. Der Erlös geht an den Theaterförderverein ebenso wie die Einnahmen aus der Tombola vom Bühnenball. Als Preise gab es als Hauptgewinn eine Porzellanplastik und Karten für Konzerte, Schauspiel und das nächste Projekt des Theaterjugendklubs Döbeln zum Thema Heimat.

Text (lv)

http://www.mittelsaechsisches-theater.de

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BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.

 

Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt.

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Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

31 Samstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Das Theater Döbeln strahlt im Glanz von Hollywood
Der diesjährige Bühnenball lockt wieder zum Feiern, Flanieren und Tanzen in allen Räumen am Sonnabend. Ein Höhepunkt ist dieser auch für den rührigen Verein der Freunde des Döbelner Theaters.

Die Theaterliebe begleitet Simone Simon schon lange. „Meine Oma hatte eine unglaubliche Lust ins Stadttheater Döbeln zu gehen“, sagt sie. Sie lernte sie zwar nicht persönlich kennen. Doch ihr Vater erzählte, dass sie eine leidenschaftliche Theatergängerin war. Wahrscheinlich hat Simone Simon dies geerbt. Sie arbeitet als selbstständige Heilpraktikerin und ist seit 2009 Mitglied im Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ e.V. Seit 17 Jahren hat sie mit ihrem Mann schon ein Theateranrecht. Seit 2014 ist Simone Simon die Vereinsvorsitzende. Vorher leitete Christa Lange, die 2012 verstarb und ehemals Chefin vom Buchladen in Döbeln war, viele Jahre den Theaterverein. „Sie war eine Instanz. Das Theater war ihre Familie“, erinnert sich Simone Simon.

Derzeit sind 58 Mitglieder, im Alter von Mitte 30 bis über 80 Jahre im Theaterverein aktiv. Darunter Lehrer, Angestellte und Selbstständige. „Kurzzeitig stand das Theater schon mal vor dem Aus. Daraufhin gründete sich der Verein im Jahr 1999“, sagt die 56-Jährige. „Unser Ziel ist der Erhalt des Döbelner Theaters als Spielstätte in der Region. Es ist nicht selbstverständlich, dass es so ein schönes Theater in einer Kleinstadt gibt.“ Weiß strahlt das schmucke Gebäude im Neorenaissance-Stil nahe am Markt in der Wintersonne. Bunte Theaterplakate hängen im Schaukasten vor dem Anbau aus Glas.

Drinnen hinter der Theaterbar prangt der Schriftzug: 150 Jahre Jubiläum Stadttheater Döbeln. 2022 war dieses Ereignis. „Das Theater in Döbeln hat bis zu 300 Plätze. Hinzu kommt das Theater im Bürgerhaus (TiB) mit bis zu 80 Plätzen. Pro Spielzeit können wir zwischen 14 500 und 15 000 Besucher begrüßen“, sagt André Meyer, Chefdramaturg im Stadtteater Döbeln. Die Zuschauer kommen aus der gesamten Region Mittelsachsens, auch aus Leipzig, Riesa und Dresden. „Das ist stark abhängig von der jeweiligen Produktion. So finden in Döbeln beispielsweise gerade unsere Musicalinszenierungen und Komödien des Schaupiels große Resonanz“, so Meyer. „Wir helfen das Theater in der Region weithin bekannt zu machen, Interesse und Neugier dafür zu wecken“, sagt Vereinsvorsitzende Simone Simon. Es sei ein tolles Ensemble.

„Unsere Aktivitäten drehen sich um die Unterstützung von Veranstaltungen und den Verein mit seiner Arbeit zu zeigen.“ Der Theaterverein sammelt Spenden für das Döbelner Theater. Ein Projekt war die technische Ausstattung für das Picknickkonzert im Park auf der Klosterwiese, das letztes Jahr im Sommer zum zweiten Mal stattfand und fortgesetzt wird. Es kam eine vierstellige Summe zusammen für das Open Air, so Simone Simon Sie ist zufrieden mit der Spendenbereitschaft. Die nächste Spendenaktion läuft bereits. „Das Mittelsächsische Theater mit Hauptsitz in Freiberg plant die Beschallungsanlagen zu modernisieren. Zusammen mit dem dortigen Förderverein sammeln wir dafür Spenden“, erzählt sie. „Dafür werden 75 000 Euro gebraucht.“

Simone Simon hält die neuesten Postkarten des Fördervereins, eine mit der Aufschrift „Theaterliebe in Vereinsform“ in der Hand Auf einer Karte steht in roten Buchstaben: „Drama? Können wir finanzieren.“ Ein Drama sei die kulturelle Bildung für Kinder gerade im ländlichen Raum mit oft langen  Anfahrtswegen. Daher übernimmt der Theaterverein die Kosten für den Bus ins Stadttheater auf Anfrage von Schulen und Kindergärten, so Simone Simon, Die originellen Postkarten hat ihre Tochter Emma für den Theaterverein gestaltet. Sie ist 20 Jahre jung und studiert neue Medien und Kommunikation in den USA, in Miami. Weitere theaterbegeisterte und kreative Mitstreiter sind im Verein der Freunde des Döbelner Theaters herzlich willkommen. 30 Euro kostet der Jahresjahresmitgliedsbeitrag. „Wir pflegen Gemeinschaft, sitzen nach Premierenfeiern zusammen und unterhalten uns über neue Stücke“, so Simone Simon. Manchmal besuchen sie auch eine Generalprobe einer Aufführung nach Wunsch, den Chefdramaturg André Meyer, der auch zu den Vereinssitzungen kommt, ermöglicht.

Das nächste Highlight ist der diesjährige „Hollywood-Bühnenball“ im Theater Döbeln am 31. Januar, der bereits ausverkauft ist. Ein Abend voller Glanz, Geschichten und Zauber des Kinos auf der Bühne mit Gala und Wandelprogramm in allen Räumen des Theaters Döbeln locken die Besucher zum Schauen, Feiern, Flanieren und Tanzen. An der Seitenbühne wird wieder eine Bar aufgebaut, wo rund 15 Leute vom Theaterverein, von der Loge Nr. 5 und vom Jungen Theater des Hauses Wein und Cocktails für die Gäste bereithalten. „Das wird wieder ein Kraftakt für den Verein, das alles zu organisieren. Das Schönste sind dann das Flair und die Gespräche mit Besuchern und Schauspielern beim Bühnenball“, freut sich Simone Simon auf einen zauberhaften Theaterabend, der das kleine Stadttheater in Döbeln in all seinem Glanz erstrahlen lässt.

Text + Fotos (lv)

Kontakt zum Theaterverein:
http://www.theaterverein-doebeln.de

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BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

28 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Suche nach Leichtigkeit und Balance im Spiel des Lebens

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit. Figürliches, Natur und Tiere verbindet Mandy Baldauf facettenreich in ihrer Bilderwelt. Ihre Ausstellung „Emotionen in Kunst“ ist noch bis 30. Januar im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden zu sehen.

Die Bilder von Mandy Baldauf sind voll leuchtender Farbkraft, Leichtigkeit und Tiefe. Auf den ersten Blick erscheinen sie oft märchenhaft, surreal, heiter und verspielt. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, Schönes, Trauriges, Verletzliches, Träume und Ängste liegen nah beieinander. In symbolhafter, offener und poetischer Bildsprache entführt sie den Betrachter in Traumwelten nah an der Wirklichkeit. Man blickt dabei wie in einen Spiegel, der in viele Einzelteile zerspringt, die umher schweben, fallen, steigen. Und die jeder für sich wie Puzzleteile neu zusammen setzen kann im Spiel des Lebens.

Treppen führen hinunter zwischen Erdhügeln, umgeben von Baumwurzeln, umgestürzten Stämmen, die wie Sprachrohre wirken hin zu verborgenen Türen. Ein Mädchen im weißen Kleid sitzt auf einem Zweig und träumt vom Fliegen. Die Blumenwiese ist von Blau umhüllt wie unter einer Glaskugel. Die Bilder tragen Titel wie „Melancholie oder Leichtigkeit“, „Zeit, einen neuen Weg zu gehen“ und „Gefallen oder erwachen“.

Zu sehen sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ rund 40 Arbeiten von Mandy Baldauf in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Darunter großformatige Acrylbilder und feine, zarte Zeichnungen voller Freude, Fantasie und kindlicher Unbeschwertheit. Aus ihnen spricht eine innige Verbundenheit der Künstlerin zur Natur und allem Lebendigen. Ihre Bilder erzählen feinsinnig, ausdrucksstark von Licht und Schatten, Abschieden, Trauer, Loslassen und der Sehnsucht nach Balance und Gehaltensein. Sie berühren vor allem mit ihren Kontrasten, Ehrlichkeit und Authentizität. Und sie entfalten mit ihrem intensiven wie schwungvollen Farb- und Formenspiel einen eigenen, ursprünglichen Zauber. Eine Bilderwelt, von der man sich wünscht, dass sie noch viele Menschen sehen und sich bezaubern lassen.

Text + Fotos (lv) + Porträtfoto: privat

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Sa ab 17 Uhr sowie ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch

Kontakt zu Mandy Baldauf: Instagram k_u_nst_mandy
Traumhaft surreale Welten & Wirklichkeit miteinander verwoben: die Künstlerin Mandy Baldauf in ihrem Atelier am Stadtrand von Dresden in Altfranken. 

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Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Unter dem schwarzen Himmel der Macht

Die Apokalypse kommt nicht.
Sie ist längst da.
Nicht als Feuersturm, sondern als Zustand.
Nicht als Knall, sondern als permanentes Dröhnen unter der
Oberfläche aller Dinge.

Wir leben unter einer Helligkeit, die nichts wärmt.
Eine Helligkeit, die alles zeigt, um nichts mehr fühlen zu müssen.
Bomben fallen in Livestreams.
Kinder sterben in HD.
Städte zerbröseln zwischen zwei Werbeblöcken.

Das ist keine Barbarei.
Das ist Zivilisation ohne Gewissen.
Macht hat heute kein Geheimnis mehr.
Sie braucht keine Masken.
Sie ist offen, nackt, stolz auf ihre Grausamkeit.
Sie sagt nicht mehr: Es tut mir leid.
Sie sagt: So ist die Welt.

Und genau darin liegt die Perversion.
Die große Umkehrung
Früher musste Macht sich rechtfertigen.
Heute muss Moral sich rechtfertigen.

Wer tötet, nennt es Notwendigkeit.
Wer stiehlt, nennt es Sicherheit.
Wer lügt, nennt es Strategie.
Wer herrscht, nennt es Ordnung.

Die Begriffe sind nicht zerstört –
sie sind umgedreht.
Wie Spiegel in einem Folterraum.

Der Mörder spricht von Stabilität.
Der Tyrann von Frieden.
Der Lügner von Verantwortung.

Und die Welt nickt,
weil es anstrengender ist, zu widersprechen,
als sich anzupassen.

Die nackten Götter

Donald Trump und Wladimir Putin sind keine bloßen Politiker.
Sie sind Archetypen einer neuen Epoche.
Der eine ist der Narziss der Macht:
Eine Welt, die nur existiert, wenn sie ihn bewundert.
Wahrheit ist, was ihm nützt.
Realität ist, was ihm Applaus bringt.

Der andere ist der Zar der Vergangenheit:
Er gräbt in alten Mythen,
zieht Leichen aus der Geschichte
und benutzt sie als Rechtfertigung für neue.

Beide folgen derselben Logik:
Der Stärkere hat recht.
Der Tote hat Pech.
Das ist keine Ideologie.
Das ist die Philosophie der Terroristen.

Europa vor dem Spiegel

Europa hat Angst.
Nicht vor dem Krieg.
Vor der Bedeutungslosigkeit.
Es fürchtet nicht, zerstört zu werden –
sondern nicht mehr mitzusprechen,
wenn andere entscheiden,
wer leben darf und wer verschwindet.

Also verhandelt es mit dem Unverhandelbaren.

Es bittet den Räuber um Maß.
Es erklärt dem Henker die Menschenrechte.
Es nennt das Diplomatie.
In Wahrheit ist es Furcht im Maßanzug.

Die Minderheiten, die die Welt verbrennen

Die Menschheit wird nicht von der Mehrheit zerstört.
Sie wird von kleinen, fanatischen Eliten zerfressen,
die Macht wie ein Virus tragen.
Sie sind wenige.
Aber sie sind radikal, kalt,
frei von Zweifel.

Wie ein Sonnensturm treffen sie auf die Magnetfelder der Gesellschaft –
auf Demokratie, Recht, gemeinsame Wirklichkeit –
und lassen sie kollabieren.
Zurück bleibt ein schwarzer Himmel,
unter dem nur noch Gewalt Orientierung gibt.

Die große Masse

Die Mehrheit ist nicht böse.
Sie ist müde.
Müde von Nachrichten.
Müde von Krisen.
Müde davon, dass Moral anstrengend ist.

Sie will einfach nur leben,
während die Welt zerfällt.
Und genau das macht sie gefährlich.
Denn Macht braucht keine Zustimmung.
Sie braucht nur Erschöpfung.
So wird der Alltag zur Tarnung des Grauens.
Und das Schweigen zur Sprache der Komplizen.

Die kommende Ordnung

Wenn wir so weitermachen,
wird die Zukunft kein Chaos sein.
Sie wird eine Ordnung sein.
Eine Ordnung,
in der Menschen nicht mehr Bürger sind,
sondern Material.
Verrechenbar.
Sortierbar.
Austauschbar.

Es wird mit Listen beginnen.
Nicht mit Lagern.
Mit Einstufungen.
Nicht mit Exekutionen,
sondern mit Bewertungen.
Wer nützt?
Wer stört?
Wer kostet?

Und eines Tages wird niemand mehr fragen,
wer jemand ist –
nur noch, wozu er taugt.

Die Wahrheit

Die Welt geht nicht unter,
weil es zu viele Böse gibt.
Sondern weil es zu viele gibt,
die das Böse ertragen.

Wir leben in einer Epoche,
in der Grausamkeit effizient ist
und Menschlichkeit störend.

Nicht weil der Mensch schlecht wäre –
sondern weil Gleichgültigkeit bequemer ist
als Verantwortung.

Schluss

Vielleicht wird man eines Tages sagen:
Sie wussten alles.
Sie sahen alles.
Und sie schwiegen.

Nicht aus Hass.
Sondern aus Angst,
etwas zu verlieren.

Doch wer nichts riskiert,
während andere vernichtet werden,
hat längst verloren,
was ihn zum Menschen macht.

Unter diesem schwarzen Himmel
gibt es nur eine wirkliche Finsternis:
die Bereitschaft,
alles hinzunehmen.

Armin Kraft

Infos zum Autor unter:
http://www.stoppelandfriends.de –

Homepage über Photographie, Architektur, Drehbücher und Erzählungen.

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Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

21 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Wie Zauberer spielen, jonglieren und zeigen Ärzte und Klinikmitarbeiter all die Sorgen und Kunststücke aus ihrem Alltag in der Aufführung „Kritischer Zustand“ auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus. Fotos (2): Sebastian Hoppe

Zauberkünstler aus dem Krankenhaus

Mit viel Spielfreude, Herzblut, Humor und Leidenschaft erzählt die Aufführung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen aus deren Alltag in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am vergangenen Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Sie können keine Wunder vollbringen, zaubern aber täglich, um Leben zu retten, den chronischen Personalmangel, Kostendruck und die Herausforderungen im Krankenhausalltag zu bewältigen. Davon erzählt die Inszenierung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen von Jonas Egloff und Emily Magorrian in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Bühne ist wie im Varieté-Theater gestaltet, mit Behandlungskabinen mit zart violetten Vorhängen. Ein OP-Tisch dient als Spielfläche. Die Ärzte und Krankenpfleger treten auf wie Zauberkünstler mit Zylinder und schwarz schillernden Kostümen über weißen Shirts. Das wirkt zunächst befremdlich, ungewöhnlich und gewagt und steht im krassen Gegensatz zum wenig glamourösen Klinikalltag. Doch genau von diesem Kontrast lebt diese Aufführung. Mit viel Spielfreude, überraschendem Humor, Herzblut und Leidenschaft spielen, singen und tanzen die elf Akteure und bringen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen aus der Klinik auf die Bühne. Anfangs fragt Pfleger Benjamin das Publikum besorgt, ob alle bequem und warm sitzen.

Per Knopfdruck beginnt die Show, werden die Protagonisten vorgestellt: Laura, die sehr agile und bewegliche Apothekerin; Anni, die engagierte Krankenschwester; die medizinisch-technische Assistentin Denise, die Messwerte und Befunde sichtbar macht; Simon vom ambulanten Pflegedienst. Offen und freimütig kommt in den Szenen und abgewandelten, bekannten Musical-Songs auf die Bühne, was sie bewegt, freut, aufregt hinter der äußeren Fassade: „Besuchszeit ist Showzeit, dann zeigen sich alle von der besten Seite…“ Sie erzählen von schönen und traurigen, dramatischen und hoffnungsvollen Momenten, wo es anders als im Theater tatsächlich um Leben und Tod geht.

Da ist der junge Arzt Fabian, der von der Angst vor Nadeln, Transfusionen und der Emphatie, die das besonders bei kleinen Patienten verlangt, einfühlsam spricht. Er holt einen Teddy hervor, der Himbeersaft bekommt, womit er ein leukämiekrankes Kind tröstete. Die Laborantin Eva erinnert sich an die Zeit, als sie noch selbst für die Blutabnahmen auf Station ging auch bei Sterbenden, die dankbar ihre Hand hielten. Eine Frau liegt mit gefesselten Händen auf dem OP-Tisch, verschwindet in einem Zauberkasten und taucht unversehrt wieder auf. Manchmal fühlt sie sich auch ausgeliefert, fremdbestimmt und hilflos. Wenn sie das Herz im Ultraschall sieht, ist es das größte Wunder für die Intensivmedizinerin und Oberärztin Julia. „Weil es so schön kraftvoll und selbstständig ist vom ersten bis letzten Lebenstag und noch mehr schlägt, wenn wir verliebt sind“, sagt sie. Herzergreifend ist ihre Geschichte einer jungen schwerkranken Patientin, die Bäckerin war und nicht mehr leben wollte. Wie die Ärztin hin und her gerissen zwischen Schmerz, Wut und Helfen wollen sie und ihre Familie bis zuletzt begleitete und einen würdevollen Abschied ermöglichte.

Sie hört auf dem OP-Tisch sitzend der Kinderkrankenpflegerin Claudia zu, die gerade noch von einer Mutter und ihrem kranken Baby erzählte und plötzlich selbst im Klinikbett liegt und ihr Kind sehen möchte, das keine Herztöne mehr hat. Die Zauberkünstler aus dem Krankenhaus trösten und machen sich gegenseitig Mut, zücken den Schminkpinsel, greifen ins Sägeblatt des Klinikbetriebs ein, gehen über Grenzen, erleiden überlastet Burnouts, springen im Galopp zu Can-Can-Klängen immer einsatzbereit, jonglieren mit Bällen wie Krankenfallzahlen, wedeln mit Geldscheinen für Krankheit als Geschäft und träumen davon, mehr Zeit und weniger schlaflose Nächte aus Sorge um ihre Patienten zu haben. Sie stehen trotzdem immer wieder auf und machen weiter, denn sie wissen: „Die Patienten erwarten keine Wunder und Magie, sondern einen menschlichen Umgang!“
Reichlich Beifall gab es für diese wunderbare, intensive und aufrüttelnde Gesundheitsshow.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Krankheiten können sie keine weg zaubern. Doch mit Mitgefühl & Fantasie kleinen Patienten ihre Ängste nehmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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Neue Lyrik: Ode an das Weiß

08 Donnerstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Ode an das Weiß

Weiß und weich
wie die Pracht vor dem Fenster
schaut der Kater Lino zu
wie der Schnee schmilzt
Eisesglätte weiter funkelt
ein langes Schnurrhaar
liegt auf dem Stuhl
Drinnen strahlt frisches Weiß
alles auf Anfang
im Waschbecken im Bad
in das der Kater unlängst sprang
eine Tasse zersprang
es splitterte
das weiße Rund
in dem zuletzt ein kleines
schwarz-weißes Fellknäuel gebadet
zart und fragil in ihrem Arm
durchlebt sie den Abschied
noch einmal
feine Risse durchziehen das Becken
ringsum auf den Fliesen Flecken
heute kam ein neues Waschbecken
rein und klar fließendes Wohlbehagen
seh die Quelle im warmen Dämmerlicht
lieber als den blendend grellen Schein
Ganz in Weiß ohne Blumenstrauß
trällert ein Handwerker in bekleckst
weißen Sachen beim Aussteigen aus der
Straßenbahn
und Kater Lino schwelgt weiter im Wunderweiß

LV
6.1.2026

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Kurzgeschichte: In deinem Kopf

08 Donnerstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kurzgeschichten, Lebensart, Zwischenmenschliches

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In deinem Kopf

Wie aus dichtem Nebel drangen Wortfetzen an Leas Ohr. „Wo bist du?“, hörte sie eine energische Stimme. Sie klang vertraut, aber gleichzeitig weit weg. Als käme die Stimme aus einem Lautsprecher und Lea befände sich mittendrin. In einer Höhle mit labyrinthähnlichen Gängen und überall Gedankengewirr wie Schlingen, aus dem es kein Entkommen gab. Um sie herum schwirrten, hallten und verschwanden die Worte von Hermes, ihrem Freund. Blieben ohne Antwort. Ihre Worte drangen nicht zu ihm durch. In dem dunklen Gebilde konnte Lea kaum etwas erkennen, Es klang, als rinne, tropfe unentwegt Wasser von den Wänden, das an ihr vorbei rauschte, hier und da Wellen und Kreise bildete und in jeden Winkel der Höhle floss. Während sie versuchte aufzustehen, fielen kleine und größere Steinbrocken kurz vor ihr herab in die Tiefe. Ab und zu schossen kurz aufflimmernde, gezackte Gedankenblitze vorbei. Sie fing ein paar Funken auf, dachte nicht an die brennenden Stiche. Plötzlich befiel Lea eine seltsame Vermutung. Es kam ihr vor, als habe sie sich in den Kopf von Hermes verirrt.

Ein lautes Lachen überfiel sie. Lea schüttelte sich, hielt ihre Hand an die Stirn. Ein heftiger Kopfschmerz durchfuhr sie, alles drehte sich und sie sah sich davonfliegen mit schwindeliger Geschwindigkeit wie auf dem Kettenkarussell bei den Volksfesten als kleines Mädchen. Sie genoss dieses minutenlange Schwerelos sein immer sehr, dachte nie daran, dass die Ketten oben am Fahrgestell reißen könnten, mit all den wunderlichen bunten, aufgemalten und mit ihr schwebenden Gestalten. Später als Frau beschlich sie ein mulmiges Gefühl bei der Aussicht, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben. Doch sie hebt immer noch gern Vogelfedern auf, die ihr unterwegs oft zuzufallen scheinen. Nun war sie also in Hermes` Kopf gelandet. Es schien Lea als verwandle die dunkle Höhle sich in einen Nervenvergnügungspark voller Verlockungen für kleinliche, quälende, verquere, wilde Gedanken, die wie im Bienenschwarm umher kreiselten zwischen Riesenrad, Schießbude, Achter- und Geisterbahn und Zerrspiegelkabinett. Bevor sie mit dem Blick in die Abgründe gewappnet, hinaus drängten ins echte Leben.

Ihre Gedanken und Wünsche eilten seinen oft voraus, wusste Lea. Oft erschien ihr ein Tag kürzer als ein Traum, die Nacht unendlich lang. Sie fühlte sich mädchenhaft und reif, nicht wie Mitte 40. Trug immer noch Kleidergröße 38 und freute sich über ihre wieder zum Vorschein tretenden, wirbelig braunen Locken. Hermes war ein hochgewachsener und jungenhaft verschmitzter Mann, um einiges älter als sie und sah im Anzug wie in Jeans und Shirt gut aus. Er wirkte locker, stark und unerschütterlich. Seine tiefblauen fältchenumspielten Augen schienen immer zu zwinkern. Sein braunzotteliger Hund Helios, mit Schlappohren und gutmütig verträumtem Blick, begleitete Hermes überall hin. Er war viel unterwegs als Unternehmensberater und ein emsiger Kontaktknüpfer. Bemerkte er überhaupt, was in seinem Kopf vorging, dass sie dort umher wanderte, vielmehr irrte?, dachte Lea. Wer bestimmt eigentlich, wo es langgeht, der Verstand oder das Herz?, darüber stolperte sie immer wieder. Einem von beidem muss man letztlich doch den Vorrang geben. Aber wem und wann. Kopf oder Herz. Am besten beidem. Zwei Körperorgane, schon anatomisch weit entfernt voneinander, Vielleicht hoffte sie auch nur, ihr verlorenes Herz bei ihm wiederzufinden. Einmal die Mauer der ungesagten Worte zu durchbrechen,

Es kam schließlich auch vor, dass ein Mann sich unter dem Rock einer Frau verstecken, wohnen und wie im Paradies fühlen konnte. Wenn man dem Sänger dies Liedes glaubte. Der sang mit einer Hingabe, dass es schwer fiel sich vorzustellen, dass dies das Abschiedskonzert mit dem Blauen Einhorn sein sollte.
Die feurigen Klänge der Musiker sprangen mit den Tanzenden umher bis unters gläserne Dach des alten Kirchengemäuers, und die Töne flogen wie Vögel hinaus in den Nachthimmel.
Alles, alles wird vergehen, die Liebe bleibt bestehen…, summte Lea die Liedzeile und wiederholte sie, als könne sie diese für immer einbrennen in den Kopf von Hermes.
Ein Geräusch riss sie aus ihren Gedanken, Es klang wie das Weinen eines Kindes. Traurig und untröstlich rückten die Laute ihr immer näher wie prasselnder Dauerregen, ließen sich nicht verdrängen.
Das Wimmern wurde immer stärker, bis Lea begriff, das war kein Kind, das nicht schlafen oder den Eltern etwas abtrotzen wollte, sondern ein Hund der heulte, Der kläglich langgezogene, flehende Laute von sich gab, weil er alleingelassen in einer fremden Wohnung saß. Lea erinnerte sich, dass sie am Vorabend im Treppenhaus einen kleinen schwarzen Hund mit funkelnden Augen gesehen hatte. Vielleicht war er nur kurz zu Besuch dort, dachte sie. Doch dann hörte sie das hilflose Wimmern, das sich fast zum Geheul eines Wolfsrudels steigerte, zwei Tage und Nächte lang, konnte sie kaum schlafen noch irgendetwas anderes tun und wäre am liebsten weit verreist. Ihr Urlaubskoffer stand noch immer halb ausgepackt im Flur. Doch sie konnte nicht einfach alles über den Haufen werfen, hatte berufliche Termine und Aufträge zu erledigen. Der Lärm zehrte an ihren Nerven. Ihre Wut stieg, nachdem eine andere Hausbewohnerin Lea beschwichtigte, es sei nur der Wind, der ums Haus heulte, während in ihrem Büro mehrere Telefone klingelten, und die Frau mit dem Handy am Ohr, halb hier halb dort zuhörend, nervös auf und ab ging. Lea ließ missmutig die Tür ins Schloss fallen, ging an der Etage mit dem Hund, der ausgerechnet in diesem Moment still war, vorbei zurück in ihre Wohnung. Dort setzte das Heulen wieder ein. Derartige Geräusche hatte sie noch nie gehört. Was würde Hermes dazu sagen? In dessen Kopf Lea sich jetzt am liebsten geflüchtet hätte. Würde er seinen Helios je allein lassen? Er schien sie mit seinen großen Augen anzusehen, stumm und traurig. Er war weit fort und konnte ihr nicht helfen.

Alles erschien ihr auf einmal unwirklich. Die Laute schnitten ihr ins Herz, als riefe sie ei fernes Wesen, das tief in ihr verborgen mit einer ihr nicht geheuren, instinktiven, ungezähmten Urkraft endlich aus ihr heraus wollte.

Die Zeit lief ohne sie weiter. Stellte Lea erschrocken fest, nachdem sie zu einer Verabredung in einer Galerie zu spät kam. Der Raum war bereits voller Menschen, sie kam nicht mehr hinein.
Ihre Uhr war stehen geblieben. Eine Stunde verstrichen, ohne dass sie es merkte. Sie wunderte sich, dass schon so viele Menschen anwesend waren und sah dann, dass die Ausstellung gerade eröffnet wurde. Lea würde sich die Kunstwerke im Zeichen des Eros mit Bildern einer Malerin im neunzigsten Lebensjahr ein anderes Mal ansehen. Sie konnte nur einen Blick erhaschen.
Ein pausbäckiger Adam umarmte eine prallrunde Eva mit Kirschmund und leuchtenden Augen. Leinwandfarben altern nie, dachte Lea. „Das steht Ihnen alles noch bevor!“, rief ihr ein älterer Herr lächelnd nach, der auf seinen Stock gestützt im weißen Hemd und Mantel im Innenhof der Galerie saß.

Lea musste an diesem Abend noch zu einer Theaterpremiere. Noch fassungslos über die unbemerkt vergangene Zeit, stellte sie sich in die Warteschlange am Tresen. Sie konnte kaum glauben, was sie sah. Dort stand ein Teller mit Schichtgebäck, umhüllt von dunkler Schokolade. genannt  „Kalter Hund“. Sie griff schmunzelnd zwei Stück, ließ sie genüsslich im Mund schmelzen und trank dazu ein Glas Rotwein. Zuhause hörte Lea in dieser Nacht kein Heulen. Es herrschte eine beinahe gespenstige Ruhe. Nur das Dröhnen in ihrem Kopf oder dem von Hermes hörte nicht auf. Das Telefon klingelte.
Lea wachte auf und sagte nichts. Die Wahrheit würde ihr ohnehin keiner glauben.

Text: Lilli Vostry
(P.S.: Dieser Text entstand 2013 im Rahmen eines Geschichten-Wettbewerbes in einem Autorenforum im Internet.)

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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