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Kategorien-Archiv: Poesie

Uraufführung „Der Komet“ nach dem Buch von Durs Grünbein im Kleinen Haus Dresden

26 Sonntag Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Theater, Zwischenmenschliches

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Wie nah oder fern ist Vergangenes, die Geschichte einer Stadt und ihrer Bewohner? Fragt eindrucksvoll aus immer neuen Blickwinkeln die Inszenierung „Der Komet“ nach dem Buch von Durs Grünbein im Kleinen Haus Dresden. Fotos: Sebastian Hoppe

Schwebendes Spiel im Ozean der Erinnerungen

Facettenreich vieldeutige Blicke auf Dresden, das Grauen der Bombennacht und den Umgang mit Geschichte spiegeln sich in bilderreichem, intensivem Körpertheater in der Inszenierung „Der Komet“ nach dem Buch von Durs Grünbein im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Im Halbdunkel der Bühne stehen sie stumm beisammen wie lebende Tote, breiten ihre Arme auf und ab zusammen im Ozean der Erinnerung, in dem sie wie Quallen im Meer treiben um den Schwimmer herum. Sagt mit ihnen fließend eine leise Frauenstimme. Ihre Körper werfen Schatten auf den glatten, sandsteinernen Boden, auf dem schwarz der Stadtplan aufgezeichnet ist, unterteilt in Quadrate wie Häusergevierte, mit  schlängelndem Fluss, Straßen und Plätzen. In der Mitte befindet sich eine offene, dunkle Luke, aus der bald immer mehr werden, zum Auf und Abtauchen, Verstecken, Verbergen, Schutz suchen. Davor steht ein kleines Kästchen mit alten Postkarten und Familienfotos. Auf der Bühne verteilt stehen die sieben Darsteller, vier Frauen und drei Männer, in schwarzen Sachen, einer trägt ein weißes Hemd und gehen andächtig, gedankenversunken auf der Umrisskarte der einstigen Stadt ihren Erinnerungen nach. Eine schräge Spiegelwand über der Bühne zeigt das Geschehen und die Darsteller auf doppelter und zusätzlicher Ebene, aus der Draufsicht, wie in der Luft schwebend, entrückt, mit Abstand und ihr Ausgeliefertsein.

Mal scheinen die Darsteller auf einen zuzugehen, mal entfernen sie sich, wenden sich einem zu oder drehen sich um. Blicken einen offen an oder sehen in sich gekehrt vor sich hin. Facettenreich vielsagende und vieldeutige Blicke auf die Stadt Dresden, ihre grausame Bombardierung am 13. Februar 1945 durch angloamerikanische Angriffe, auf das Davor und Danach und den Umgang mit deutscher Vergangenheit in der Gegenwart spiegeln und fügen sich wie in einem Kaleidoskop zu immer neuen, puzzelartigen, starken, prägnanten und intensiven Bildern und eindringlichem Spiel der sieben Schauspielerinnen und Schauspieler in der Inszenierung „Der Komet“ nach dem Buch von Durs Grünbein in der Regie von Tilmann Köhler. Die Uraufführung im Beisein des Autors war am Freitagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Ausgangspunkt dieser Stückentwicklung von Tilmann Köhler, Uta Girod und dem Spielensemble ist seine Erzählung der Lebensgeschichte einer jungen Frau in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht des nachgeborenen Enkels. Die 16-jährige Dora W. folgt ihrem Freund Anfang der 1930er Jahre aus Schlesien nach Dresden. Oskar ist Geselle am Dresdner Schlachthof und Dora, die vorher als Ziegenhirtin und Gärtnereigehilfin arbeitete, erlebt mit ihm in der prachtvoll, barocken Kunst- und Kulturstadt ihre „goldenen Jahre“.

Das Bühnenbild (Karoly Risz) verzichtet auf jegliche, nostalgisch wieder auferstehende Bilderkulisse des einstigen Dresdens. Es ist neutral, zeitlos gehalten und es könnte jede andere Stadt sein. Allein aus dem Erzählten, der Schwärmerei von den grandiosen Bauwerken, vielen Geschäften und Cafés und düsteren Kapiteln wie der brennenden Synagoge, von Semper erbaut ebenso wie das nach ihm benannte Opernhaus am Theaterplatz und den schlimmen Zuständen im Schlachthof mit dem Schweinedom im Ostragehege und erschütternden Schilderungen von Überlebenden des Untergangs der Stadt im Flammeninferno, das „Schuldige und Unschuldige“ unter sich begräbt in Schutt und Asche geht hervor, dass es sich um Dresden handelt. Es gibt keine festgelegten Figuren. Das ist teils verwirrend, weil nicht immer klar ersichtlich, um wen es gerade geht. Abwechselnd erzählen und sehen sich die Darsteller Ansichtskarten aus Paris, Familienfotos und Feldpostbriefe aus dem Kästchen an. Da verschmelzen Anekdoten, Betrachtungen und Lebensläufe und -schicksale eigener Familienangehöriger mit der bewegten Geschichte von Dora, liegen Träume, Freud und Leid nah beieinander.

Begleitet wird das Geschehen voll leise anrührender, unbeschwerter bis grotesker, erschütternder, tragischer und dramatischer Momente mit atmosphärisch untermalender Livemusik von Matthias Krieg. Reichlich Beifall vom Premierenpublikum gab es für diese knapp dreistündige Aufführung (mit Pause), die mit großartigen DarstellerInnen behutsam, berührend und beeindruckend vom Alltag, Lebens- und Überlebenswillen, von Hinsehen und Wegsehen, Mitgefühl und Gleichgültigkeit gegenüber Schwächeren und Ausgestoßenen, Macht und Ohnmacht vor dem Schatten des Krieges erzählt, der seine Spuren bis heute in Dresden hinterlassen hat auch im Streit über das Wie des Erinnerns. Eine Aufführung, die noch lange nachklingt, zum Nachdenken anregt und der man möglichst viele Besucher wünscht.

Text (lv)
Mehr Text zur Aufführung folgt.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Bilder einer Stadt
(Zur Uraufführung „Der Komet“ nach dem Buch von Durs Grünbein)

Vor der Bühne im Habdunkel
steht noch der lindgrüne tiefe Kinderwagen
solch einen hatten wir als Kinder
zum Spielen
Noch ein Blick zurück
auf die sandsteinerne Wüste
mit dem Stadtplan
aufgezeichnet der schlängelnde Fluss
ein Gewirr von Straßen Häusergassen und Plätzen
durchzogen von roten Linien und Kreuzen
bunt verstreut liegen noch die schillernden Faschingskostüme
Clownshüte und ein goldener Zylinder
hinter einer Spiegelwand flimmerndes Zerrbild
letzte närrische Überbleibsel vor dem Inferno
dem sie gerade noch entrinnen eine Mutter mit
ihren Kindern ein Mädchen mit langen Zöpfen
hält ihre Puppe Inge im Arm die sie rettete
so hieß meine Mutter wenige Tage nach Kriegsende geboren
sie trug als Kind Püppchen im Strumpfband unter
dem Kleid heimlich auf dem Schulweg
die sie ansah und trösteten ihre Ängste verbargen
Farben liebte sie aus denen ihre Träume aufstiegen
auf den Leinwänden
Blumen Bäume und Vögel ihr Gezwitscher in allen Tonarten
sahst du gern und maltest zeitlebens
mit unbändiger Leidenschaft in den Bildern verlor
sich alles Schwere
wir fuhren auch manchmal in die Stadt mit den
vielen Türmen am Fluss den Pusteblumen-Brunnen dem Zwinger
mit dem Kronentor und den Wandelgängen mit den
vielen pausbäckig knuffigen und rußigen  Sandsteinputten
die Frauenkirche war noch ein dunkler Trümmerberg
das Schloss verfallen
der Goldene Reiter auf seinem Sockel glänzte damals
schon wie die Augen meiner Großmutter wenn sie
vom prachtvollen Vorkriegsdresden erzählte
Ich liebe die vielen Bilder dieser Stadt
in die schonungslos das Dunkle die Katastrophe
wie ein Komet einschlug
und sie dennoch überlebte

LV
25./26.1.2025

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Gedichte zum neuen Jahr: Rad des Lebens & Lichtwege & weitere

08 Mittwoch Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Rad des Lebens

Am liebsten würde ich  die Zeit zurückdrehen
alles auf Anfang noch einmal von vorn
könnte man doch vorneweg sehen was wird geschehen
am Rad des Lebens drehen bis Dunkles endlich erlischt
sich auflöst im Licht
das Leben ist keine Geradeausspur
ein neues Jahr zieht seine Kreise
jeden Moment beginnt die Reise

LV
31.12.2024

Lichtwege

In der Ferne am nächtlichen Himmel
leuchten und verlöschen unentwegt
mit Knistern und Donnern in allen Farben
die Lichtersterne
doch es fällt mir schwer das Helle zu sehen
das Schwere zerschellen lassen
über die Schwelle zu gehen
ohne Euch
dieses Jahr zurückzulassen
das voller Licht und mit der Ode an die Freude
begann
ohne Vorwarnung alles zerrann
Nachts wandert Ihr bei den Sternen
legt mit Euren Funkelaugen Spuren
dass ich nachsichtig bin mit den
kleinen Fellrabauken
wir finden uns auf allen Lichtwegen

LV
31.12.2024/1.1.2025

Weiße Pracht (Für Lino)

Am Fenster sitzt ein weisses Wesen
sieht die Flocken rieseln
sein Fell schneeweiß mit schwarzen Flecken
hält ihn und mich kuschelwarm
vom Winter weiß er
noch nichts
kalt grimmig und funkelweiss
er sitzt da still
wie verzaubert
und würd die Flocken wohl
gern fangen
mein kleiner Eisbär

LV
5.1.2025

Spuren im Schnee

Eine weiche weite Hülle
überzieht die Wiese im Park
fließend wie der Himmel
wie auf Wolken laufen
weißer Schaum knirscht
unter den Füßen
durchzogen von hauchfeinen
schlängelnd sich umrundenden
und einschneidenden Linien
lautlos hallenden Schritten
Fußabdrücken tief furchig
eingegraben
wie hingetupft von Tieren
ein grün fiedriger Kiefernzweig
mit würzigem Duft ein Weihnachtsrelikt
liegt da
von hellen und dunklen Flecken
und Lichtern umstanden
die schwarzen Umrisse der Bäume
hier und da Nester ein Hauch von Weiß
halten sich an den Zweigen
fein verästelt
Lichtschimmer auf weißen schlitterglatten Wegen
Kinder auf Schlitten gleiten vorüber
ein Jogger mit zwei weißen Hunden die hin und her
springen
mein Körperschatten im Weiß umhüllt von
Baumzweigen
und ein kleiner Schneemann mit dunklen Augen
und Zweigarmen steht auf einem Trafohäuschen
und sieht den Ein und Aussteigenden an der
Haltestelle zu
auf brüchig flimmerndem Eis

LV
5.1.2025

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Neue Lyrik & BilderAlbum: Kindheitswege im Advent & Stiller Zauber & Gebrauchswert

26 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Die Ausstellung „Flechtwerk“ zeigt Gemeinschaftsarbeiten von der aus Kamenz stammenden Malerin Angela Hampel und dem Druckkünstler Udo Haufe derzeit im DaDa-Zentrum Kamenz.

Kindheitswege im Advent

Das märchenhafte backsteinfarbene Rathaus
mit den vielen Türmchen wieder ohne Baugerüst
ein Tannenbaum steht Spalier und ein paar schwarze
Karossen parken davor auf dem Marktplatz fast
menschenleer ragt auf und leuchtet wie die
Weihnachtssterne ringsum hoch über den engen
Häusergassen mit farbigen und uralt abgeblätterten
Fassaden und Fensterläden
Flechtwerk zeigt eine Ausstellung aberwitzig im
DaDa-Zentrum in der Zwingerstrasse die
Verflechtungen zwischen Mensch- und Tierwelt
ein Wichtelautomat steht neben dem Brunnen auf
dem Markt zum Geschenke hinlegen und mitnehmen
für alle
das Wort Buchhandlung fällt auf
ob sie auch etwas von Lessing haben
der noch an Liebe Weisheit und Vernunft glaubte
bringt das noch etwas heute
Erinnerungspfade an den Dichter hat seine
Heimatstadt liebevoll hergerichtet und ausgeschildert
an der Stelle seines Geburtshauses das ein
Stadtbrand auslöschte golden auf schwarzem Grund
steht es noch auf der Gedenktafel mit blättriger Schrift
sein Name
stelle ihm einen roten Weihnachtsstern ins welke Laub
ein weiterer leuchtet ein Stück weiter auf dem
Kirchhof St, Marien am Grab des Jungen der steinern
die Zeiten überdauert
gegenüber unter dem knorrigen alten Baum auf der
Steinbank mit Holzleisten rundem Tisch und
geschwungenem Geländer des Aussichtsplateaus
war einst Lessings Lieblingsplatz mit weitem Blick
auf die sanft hügelige eigentümliche Lausitzlandschaft
efeuumwucherte Bäume recken ihre dunklen Zweige
wie Traumwächter in kahler Ödnis
in den regengrauen Dezemberhimmel ein paar Meter weiter
feiern sie ihr eigenes Fest in wogender Pracht hoher
und winziger Tannen und vieler zauberhafter
Gewächse auf dem Hutberg

LV
25.12.2024

Stiller Glanz

Ein Schwingen und Klingen
in aller Stille im Glanz der Regentropfen
der auf Zweige fällt
Federbüschel aufgefächert in alle Richtungen
wie Strahlen Segel Sensoren recken sich
an jungen Kiefern wie grünes Lametta
die dünnen Stämmchen kaum ein Finger breit
tragen lange Zapfenketten mit dem Duft
von frischem Baumharz in der Luft
und an den Fingern
aufgereiht stehen die Bäumchen
Blautannen Fichten und ein Nadelhaariger
im Drahtgehäuse einen Zweig heraus gereckt tastend
auf der Lichtung inmitten der hohen Tannenbäume
ihre Zweige wiegen herab zu den Winzlingen
die ihre weichen samtgrünen Arme ausbreiten
und winken
die nie im Lichterglanz von Weihnachtsstuben stehen
werden
sie wurzeln wogen und glänzen hier draußen
im Freien
unter hohen Baumwipfeln
Feiern ihr eigenes Fest
mit den vielen anderen sie umarmenden Nadel- und
Blätterspitzen und wundervollen Gewächsen
aus unzähligen Rhododendronbüschen wachsen
schon Blütenzepter mit Flügelblättern
die winzigen Knospen fest umschlossen
vor den Nachtfrösten
ein letztes Blatt hält sich an einem kahlen Zweig
gegenüber ein kugeliges Geflecht aus Geäst und Laub
wie ein Traumfänger oder Höhle für Getier
unter gewölbtem Blätterdach eine Bank
und uralte steinerne Stufen von Bäumen und
Büschen gesäumt führen auf verschwiegenen
vertrauten Wegen
nach oben zur Freiterrasse
vor der Hutberggaststätte hält ein Rentierschlitten
mit dem Weissbärtigen im roten Mantel Rast vor dem Fest
schon auf dem Heimweg ertönt ein leises Miau
kommt aus dem Gebüsch ein schwarz weißes Fellknäuel
hervor die Fellige stromert gern umher und versteckt
sich im großen Zaubergarten wie ich als Kind
sah sie erst zwei Mal von nahem
doch es ist als ob wir uns schon lange kennen
sie wohnt hier oben neben dem dem Lessingturm
futtert schmiegt sich an mich schnuppert an den
Weihnachtszweigen und sieht mir
beim Abschied lange nach
Ich komme wieder flüstere ich ihr zu
nie war ich diesem Ort näher

LV
26.12.2024

Gebrauchswert

In Gebrauch besiegelt vieles
ohne gebraucht zu werden
Braucht man was man liebt
oder liebt was man braucht
Brauchen oder nicht
bemisst den Wert
wie in den Spiegel sehen
zu sich hon oder weg im
Gebrauchtwerden
eintauchen oder niedersinken
losgerissen von der Nabelschnur
der Verbindungen des Vertrauten und Gewohnten
der Gewissheiten
ins Stocken geraten das Hingeben

Schöpfe aus dem Meer der Worte
dem Grund auf dem ich stehe
verliere ich sie bin ich verloren
Braucht es viel wenig oder Nichts
weiter zu gehen
die Härte und Tiefe der Verwurzelung
in einem wieder zu sehen

Hab ich die Kunst zu leben verlernt
weil ich ohne Kunst nicht sein kann
Braucht nicht nur volle Bäuche
braucht Bräuche Mensch zu bleiben

LV
11.12.2024

Alle Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Neue Lyrik zur HerbstZeit: Trauben & In neuem Licht & Zauberwesen

03 Sonntag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Trauben

Dunkles Tiefblau schimmernd wie Nachtseide
stößt an Rotviolett daran hängt noch der Glanz
und Duft des Sommers
schwelgend raunen sie mir aus dem Karton zu:
Greif zu!
kitzeln meine Sinne verführen
und verschließen mir den Mund
mit wohlig würziger Süße
Bitternis verrinnt
Es sind weniger Trauben dieses Jahr
nur ein Drittel der sonstigen Ernte
sagst Du die anderen erfroren nach der Wärme
der Kälteschock im Frühjahr
einhundertjährige Reben die am Haus Spalier stehen
und die Nachzügler auf dem Dach der Werkstatt mit
den sich im Wind drehenden Monden
sah hinterm Weinlaub die grünen Beeren wie sie
wuchsen blau sich ins Wachstum vertieften alle
Widrigkeiten hinter sich ließen
in vollen Reben wie Perlen an einer Schnur
jede einzelne ein Wunder
in reifer Fülle strahlen sie mich nun an
wie Du der sie mir schenkte
mir scheint die Trauben werden gar nicht weniger
sie wiegen leicht und schwer
einige winzig und runzlig wie Rosinen
liegen bei den anderen süß saftig und prall rund
wie ein langes gutes Leben

LV
21.10.2024

In neuem Licht

Der Himmel flammt auf
in Goldtönen Rot und Violett
spiegeln sich im Fluss
dahinter dunkle Baumumrisse
blättrige Gesellen am Ufer
tasten und tanzen im Schattenlicht
bangte davor dass es erlischt
zu Samhain vor einem Jahr
nach dem Flimmern den Lichtblitzen
im Dunkeln die Schockdiagnose
die Netzhaut löste sich zur Hälfte
von einem Auge schon am nächsten Tag
OP brannte tagelang ins Sonnenlicht zu sehen
wieder eintauchen in die lichten Farbschwünge
die sich im Blau ausbreiten wie Flügel
endlos weit
ein Junge steigt mit einer Mondlaterne auf
die Ufermauer
von der Seite ein klirrendes Geräusch
eine schwarze Gestalt nähert sich
mit weißem Grinseschädel der Sensenmann
läuft an mir vorbei
stützt sich auf sein blitzendes Schwert
jeder Schritt ein Aufschlag
wie ein Herzschlag
vor einer Haustür leuchtet mit breitem Lachen
ein Kürbiskopf

LV
31.10.2024

Zauberwesen

Sie rühren sich nicht
von der Stelle
sehen still vor sich hin
lächeln verzückt milde
traurig oder verwegen
staunend fragen ihre Blicke
Bin ich noch am Leben
Wie auf ein geheimes Zeichen hin
wie von Zauberhand bewegt
aus einem Traum entstiegen
einer anderen Zeit
zwischen Gestern und Morgen
Tag und Nacht
vergessen sie die Fäden
an denen sie hängen
regen ihre Glieder
die in dunklen Kleidern und Anzügen
stecken elegant und vornehm ihr Auftreten
kokett zierlich zurückhaltend ergeben
versponnen oder pikiert
einige tragen spitze Hüte
einer spitze Ohren ein anderer eine
Herznase
in weißen und verwitterten Gesichtern
leuchten Augen auf rollen lebhaft hin
und her
sehen sich an und um im
Raum halb Salon und Rumpelkammer
brennende Kerzen Kürbisse morsche Äste
und dunkle Rosenblätter
Geisterhaft wiegen sie im Takt zu
zauberhaften Klängen
alle halten etwas in den Händen manche
wie Krallen
kleine Figuren an Fäden
zappelndes Getier
Gezweig und lange Stäbe
alle scheinen auf etwas zu warten
das sie losreißt
ein paar Jungen nehmen Reißaus in
großen Sprüngen in Zeitlupe als könnten
sie die Zeit anhalten oder ihr entfliehen
dem Zauber des Zerfalls der
Vergänglichkeit und Zeitlosigkeit
entgehen
Stumm schreiend hält ein Mann ein
zuckendes Etwas wie ein Herz in der Hand
im blutigen Mund

LV
31.10.2024

Alle Texte + Fotos: Lilli Vostry

https://www.facebook.com/reel/1199148747808229

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Neue Lyrik: Kindheitswege & Alles aus Liebe

22 Dienstag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Kindheitswege

Jahrelang zog mich nichts
an diesen Ort
keiner den ich liebte lebt mehr dort
alles weit weg fremd und doch nah
immer noch und vertraut
kenne fast alle Wege die alten Steinmauern
engen Gassen und Gemäuer wirkten kalt
und trostlos in der Kindheit
rühren mich heute efeubewachsen mit kleinen Gärten
und hinter Torbögen verborgen ruhender Schönheit
kleine Häuschen in verblassten Farben
heruntergekommen verstecken sich fast
hinter hohen Bäumen im milden Abendlicht
in einem der Häuser an der Pulsnitzer Strasse 27
hängt der Rollladen etwas schief im Schaufenster
die Fenster leer eins angelehnt
dort wohnte ein Onkel aus unserer Familie
Omas Bruder er hatte dort einen Spielzeugladen
und nur einen Arm noch nach dem Krieg
wir waren selten dort als Kinder
könnte ich doch noch einmal in seinen Laden
hineinschauen
der kleine Junge sitzt noch immer auf dem hellen
Stein auf dem Kirchhof der St. Marienkirche in der
Nähe
Was hat er vom Leben gesehen
was ist ihm geschehen
Efeu wächst aus seinem Knie
der große Engel breitet immer noch seine Arme
über allen aus schwärzer sein Gewand von grüner
Patina überzogen und gütig lächelnd
friedfertige Stille einen Moment
an einen Baum gelehnt mit uralt knorrigem Stamm
hoch über der Stadt
die weite hügelige Landschaft Baumwipfel und der
Blick tief ins Herrental wo ein Mann laut zetert über
unsere Zeit die neue Hetze die Worte versagen
an diesem Platz mit der weiten Aussicht saß Lessing
gern der große Dichter hier geboren und immer Teil
der Liebe zu meiner Heimatstadt
Über ihn hieß es: sein Geist sei wie ein Pferd das
doppelt Futter braucht
diese Wissbegier faszinierte mich schon als Kind
Neulich hörte ich den Satz einer Frau zu ihrem Kind
im Vorübergehen: Pferde haben keine Flügel!
Und was ist mit Pegasus kennt den keiner mehr
Was wollen wir heute nicht alles wissen
Doch was nützt das alles wenn der Verstand das
Herz nicht hört
sie nicht zusammenfinden
Wer reicht Nathan das Wasser
im alten grauen Gemäuer vorn am Pfarrhaus
fliegen in den Fensterhöhlen viele Tauben ein und
aus
aus den Städten weitgehend vertrieben
und halten Ausschau

LV
12.9.2024

Alles aus Liebe
(Für meine Großmutter zu ihrem 113. Geburtstag heute)

Ein Kerzenlicht rote Herbstblumen
und ein Zweig weiße Rhododendron stehen
vor Deinem Bild
vor vielen Jahren aufgenommen bei uns zuhause
Ich lege eine Hand um Dich
ein gütiger Blick aus braunen Augen weißes welliges
Haar umrahmt Dein Gesicht und Du lächelst etwas
verlegen
ein altes Familienbild zeigt Dich Jahrgang 1911
als kleines Mädchen im schwarzen Kleid mit weißem
Kragen und großer Schleife im langen Haar
zauberhaft zwischen zwei größeren Schwestern und
Jungen und den Eltern
Dein Vorname Lotte kurz und knapp beginnt mit L
wie Liebe wie meiner
Du zeigtest sie selten
doch gabst sie uns
Wir Kinder waren Dein ein und alles
umarmten Dich hielten uns
Du hieltest viel aus
manchmal flossen Tränen
Deine große Liebe Rudolf verlorst
Du früh im Krieg bliebst mit zwei Mädchen
allein
Vor der Krippe beim Abholen empfing ich Dich
mit Gänseblümchen und nannte Dich Muppi
einmal nahmst Du mich mit zu Uropa Max
mit einer Kanne voll Milch und warmem Essen
an den Zigarrenduft erinnere ich mich noch
er saß allein am Küchentisch im weißen Unterhemd
und Hosenträgern ein großer hagerer Mann mit
kantigen Gesichtszügen immer noch vollem weißen
kurzen Haar
ich staunte wie Du ruhig seinen Bart rasiertest
ohne einen Kratzer eine innige Geste
er sagte kaum ein Wort der Blick abwesend
vielleicht bei Uroma Marie
sie stand noch an meinem Kinderwagen
mir war bang vor ihm und wollte ihn  gern einmal
lächeln sehen
doch wusste nicht wie
das wunderschöne alte Stubenbuffet von ihnen
steht nun bei mir

Manchmal hast Du Dich in ein kleines Zimmer
eingeschlossen auf dem Hausflur
Wir Kinder klopften an wie an einen Zauberort
abgeschirmt geborgen und warm
ein großer Glasschrank voll wundersamer Dinge
stand dort
Bücher mit vergilbten Seiten in alter Schrift
die ich entzifferte wie eine Geheimsprache
bunte Glaskugeln als Briefbeschwerer Urgroßvater
war Glasbläser
und Schokolade von den Tanten im Westen
stecktest Du uns zu
in der Küche duftete es immer gut
Du machtest aus wenig viel
Es gab oft Nachschlag
doch den Hunger nach Liebe stillte es nie ganz
das Warten auf das Fehlende den Einen
übernahm ich von Dir
Das Kindheitshaus steht schon lange nicht mehr
seh Dich noch immer vor mir
wie Du mir zum Abschied jedes Mal aus dem Fenster
des hell gelben Hauses in der Heinrich-Heine-Straße
nachwinkst und ich drehe mich immer wieder um
und winke zurück solange ich Dich seh

LV
22.10.2024

Texte + Fotos; Lilli Vostry

Weitere Bilder und KindheitsGedichte folgen demnächst.

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Neue Lyrik: Herbst- und Herzgedichte vom Meer

11 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Meine Fellmusen & jetzt Meerkatzen Jade & Lina. Meine neuen kleinen Wirbelwinde Minnie Jade & Flausch Kasimir & Lino.
Kleine Kobolde: die Kater Kasimir & Lino sind für jeden Unsinn zu haben.

Kleine Wirbelwinde

Die kleinen felligen Kobolde wirbeln umher
der Strohhut mit der blauweißen Schleife herunter
gerissen von der Garderobe
als wüssten sie wohin ich fahr
Schreibsachen vom Schrank gefegt
die kleine Sonne und ein Schirchen stehen noch
welch Glück blieben von ihnen verschont
unbändige Leichtmatrosen auf hoher See
das Schiff kenterte fast schon sind sie
wilde Wirbelwinde Schmusetiger Raufbolde
Nimmersatte kleine Narren und Eroberer
die an mir hochklettern sich festkrallen und
zusammen kuscheln im Schlaf und ich lieg endlos
wach
manches liegt brach und in Scherben
immer wieder staunend manchmal entsetzt
meistens beglückt über so viel hemmungslose
Lebensfreude die sich alles was sie sieht nimmt
immer von Neuem wagt voll Neugier und Übermut
Ich bin gern ihr Kapitän
doch gehör ihnen nicht

LV
1.10.2024

Sonnenaufgang

Der Koffer steht bereit
draussen noch Dunkel
der kleine Weiße schleicht
noch mal kurz in die Stube
inspiziert die Sachen
die getigerte Minnie Jade schaut
mir nach aus der Küche
der flauschige Kasimir nicht zu sehen
im Zug fast allein
Dunkelstille ringsum
die orangeroten Streifen über den dunklen
Baumumrissen am Horizont werden größer
Morgenrot flammt auf
Ich sehe der Sonne beim Aufstehen zu
die Schatten der Bäume fliegen und tanzen
am Zugfenster vorbei
am Himmel lodert ein Meer aus Farben
über noch sattgrünen traumversunkenen Wiesen und
schimmernden Stoppelfeldern
Lichtgefunkel breitet sich aus
gleißt glasklar der Tag
blauer Himmel mit Federwolken ziehen vorbei
ein Sonnenblumenfeld leuchtet
als würde es nie vergehen
Kraniche breiten ihre Flügel aus in Scharen
auf Wiesen und Teichen
Kühe und Kälber zupfen noch weidlich Grün
ein Pferd umhüllt mit einer Decke steht allein
eingezäunt
ein kleines Mädchen ihr dunkler Pferdeschwanz
wippt bewegt sich wie eine Katze mit den Füßen die
Lehne hoch im Zug
und fängt tatsächlich an zu miauen mit Wonne
untergehen sah ich sie nicht
zu schnell war die Sonne
seh ihre pastellfarbenen Schimmer wiegen grauweiße
Wogen neben der Seebrücke und dem Haus mit den
Türmchen am Strand
die letzten Strandkörbe dazwischen streifen Möwen
umher
weiter hinten auf weißen Hängeschaukeln sitzt ein
Paar schwingen miteinander
bei jedem Anstoßen gibt sie ihm einen Kuss

LV
1.10.2024

Endlich wieder am Meer & seiner Stimme gelauscht: die Autorin und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.

Begrüßung am Meer

Es brauste bebte schwang und webte
mit seiner ganzen meerblauen Pracht
immer neue weiße Kräuselwellen
sonnenfunkelnd wie im Sommer

ein wilder Wind fegte über die weißen
Schaumkronen
alle Kümmernisse und Schwermut
im Handumdrehen wie weggeblasen
der Wind zieht zerrt an mir
er darf das und nur hier
schüttelt mich durch
rückt mich wieder gerade
Ich spür mich wieder bis in jede Pore

Windsbraut bin ich
mit verwirbeltem Haar
glücklich verwegen und ruhelos wie die Wellen
die auf und ab rollen
mir ins Innerste schauen
Halt ich die Bilder meiner geliebten Felligen
weit ins Meer
träum mich mit den Möwen
hinaus zu den weißen Schiffen am Horizont
singe und weine
seh einer kleinen braunweißen Möwe mit spitzem
Schnabel zu im nassen Ufersaum wo sich dicke
weiße Federwolken spiegeln und milchiger Schaum
quillt sucht die kleine Möwe nach Essbarem

steh solange bis die nackten Füße im feuchten Sand
weh tun röter und kälter werden
doch da liegen noch so viele Federn
lange spitze und kleine
helle und dunkle die meisten zerzaust vom Wind
und von Sand verklebt
die Boten des Meeres lasse
ich nicht liegen

LV
1.10.2024

Stille

Kein Laut keine Sonne
der Himmel fahl weiß
keine Möwe auf den Dächern gegenüber
wie im Sommer
die mich sonst immer kichernd wecken
auch kein Rabe krächzt
im Baum vorn an der Straße
alles wie ausgestorben
allein auf einer Insel

Leere fließt vor sich hin
einen Moment wie Balsam
kein Poltern Springen Scherbeln
hinter Türen verschanzen
um in Ruhe zu arbeiten

plötzlich ein leises Piepsen
vielleicht eine junge Möwe
und Gezwitscher aus dem Baum
am Ferienzimmer
mein Herz macht einen Sprung
Ich bin noch am Leben

LV
1.10.2024

Meerlinien

Mitten ins Blaue hinein
gezeichnet von Licht Himmel
Wind und Wolken
verlaufen Meerlinien weiß funkelnd
schäumend alle Farbtöne säumend
in der Sonne
kreuz und quer in hohen Bögen
hin und her
vor und zurück
durchzogen von Perlschaum
wie Zeichen dem Meeralphabet
bewegt und durchsichtig
im Sand wellige Muster
wie Flügel
fließen unentwegt formen sich neu
mal wie Klippen Abhänge
ins Boden oder Schwerelose
aufgerissene Rachen
und zartes Gefieder
gleiten über meine Körperumrisse
im Wellenspiel
immer wieder von vorn

LV
1.10.2024

Meerweit

Lockendes Rauschen und Tosen
die Wellen sich allein überlassen
schaukeln von fern
unerhört bleibt ihr Rufen
grau fast bleiern das Meer
unter schwerer Wolkendecke
ein blass gelber Streifen am Horizont
kleiner Lichtsteg
Leute mit Regenschirmen steigen auf die Dünen
und betrachten das Meer
das sanft wogt während der Regen strömt
im Sommer sehnte man ihn her
nun bleibt nur frischer Kiefernduft oben
auf der Promenade
und die Sehnsucht nach doch noch hinein Wagen
ins wogende Meer

LV
1.10.2024

Regentag am Meer

Das Meer grauweiß aufgewühlt
magisch schimmernd
wie der wolkenreich gefärbte Himmel
am fast menschenleeren Strand
Schaumkronen schnellen heran
schaukeln brausen tänzeln mit den Möwen
mit weit aufgespannten Flügeln
wie das Meer umarmend
silbergrau und weiß leuchten sie weithin
wie der bewegte Schaum auf den dunklen Wellen wie
Perlmutt glänzend
nie näher verbunden Meer und Möwen
als in diesem Moment
stehen sie im spiegelblanken nassen Ufersaum
aufgereiht andächtig unbeirrt mit gebanntem Blick
auf die hohen Wellen

Meerwasser schwappt in die Schuhe
brauch keinen Regenschirm unter den
Möwenschwingen bin ich gut behütet
leicht und unbeschwert wie sie
geduldig fangen sie ihr Futter fast lautlos
ein geschwungenes L aus Perlschaum
führt vom Meer zu mir in den Sand neben Seetang
fein wie Katzenhaar
in den Wolken hängt noch ein blasser Regenbogen
Wassertropfen perlen an den Kiefernzweigen
dunkle Vogelzüge fliegen übers Meer
dem Grau davon dem Licht entgegen
hoch oben im schwankenden rauschenden
Baumwipfel der alten Eiche nahe dem Ferienzimmer
lassen sich zwei Schwarzgefiederte nieder
im wolkenflimmernden Abendlicht

LV
2.10.2024

Möwenland

Das Meer tost blautrunken
die Wellen lichtberauscht brausend
nach den langen grauen Regentagen
kann ich es den Möwen endlich gleich tun
mit dem Meer wieder auf Tuchfühlung gehen
die Wellen pulsieren branden
erfrischen stillen meine Wunden
es spricht wild zärtlich besänftigend besonnen
und aufrüttelnd mit mir
vertraut und verzaubert immer aufs Neue
mit seinem Farbspiel Licht Energie unendlicher
Schönheit
vermisse dich schon jetzt
unendlich
rufe die Namen der Felligen
die Schaumkronen blitzen und funkeln wie ihre Augen
alles überflutendes Glücksgefühl

Ich teile das Meer nur mit den Möwen
es scheint sie versammeln sich zu einem großen
rauschenden Fest
so viele wie nie wie Muscheln im feuchten noch
sonnenwarmen Sand
sitzen sie grüppchenweise und stehen aufgereiht
feierlich mit Blick aufs Meer
zumeist große Silbermöwen grauweiße
gelbschnäbelige braunweiß gesprenkelte und die
kleinen weißen rotfüßigen Segler kichern und
kreischen freudig
tunken die Schnäbel ins schäumende Meerwasser in
Erwartung eines großen Fangs
tragen stolz gefüllte Muscheln an Land
und schwimmen hernach berauscht vom Farbenmeer
des Himmels golden rosé violett und azurblau
gemischt mit Wolkentupfen in den schaukelnden
Wellen
auf und davon mit den ausschwärmenden
Vogelzügen

wie ich die Geflügelten beneide
die nie frieren
immerzu eintauchen können in die Wogen
die sie wiegen tragen auffangen
mir bleiben die Federschätze
helle dunkle lange spitze windzerzauste und weiße
seidige Federn
und winzige weiße Muschelgehäuse
eins bewegt sich noch
und ein Winzling schaut heraus
zwischen all den Federn
auf dem Tisch am Morgen

LV
5.10.2024

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Texte & Fotos (lv)
Weitere Gedichte und Fotos folgen.

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Gedicht-Lesung „Von Meerfarben, Möwen & Meerkatzen“ von Lilli Vostry & Musik von Gabriel Jagieniak am Akkordeon im Hoflößnitz Radebeul

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Zwischenmenschliches

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Von Meerfarben, Möwen und Meerkatzen

Eine Lesung mit bilderreicher, meerfrischer Poesie der Autorin Lilli Vostry und beschwingten Akkordeonklängren von Gabriel Jagieniak können die Besucher zum Tag des offenen Denkmals, am 8. September, 14.30 Uhr im Weinbaumuseum Hoflößnitz erleben.

“Tanz mit Wind Meer und Wellen/tauch tief ein ins Leben/und wieder auf/wie meine Fellmusen/Meerkatzen seid ihr jetzt/und die Möwen meine Antreiber“, heißt es in einem Gedicht. Es geht um Aufbruch, Neuanfang nach unverhofften Verlusten und den Wandel im Leben, um den Glauben und die Hoffnung auf das Schöne, Liebenswerte, sich immer wieder Erneuernde, das Lebendig- und in Bewegung sein. Davon erzählt die neue Gedicht-Lesung mit dem Titel „Von Meerfarben, Möwen und Meerkatzen“ von Lilli Vostry, Kulturjournalistin und Lyrikerin aus Dresden, begleitet von Musiker Gabriel Jagieniak am Akkordeon.

Die beiden möchten die Besucher zum Tag des offenen Denkmals am 8. September, um 14.30 Uhr im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul zu dessen 100-jährigen Jubiläum überraschen und verzaubern mit besonderer, farb- und bilderreicher, meerfrischer Poesie und fröhlich beschwingten Klängen. Zu erleben sind diese mit Blick auf die Weinhänge auf der Terrasse hinter dem Bergverwalterhaus, in dem derzeit eine Ausstellung mit Malerei und Grafik von Bärbel Kuntsche, darunter auch eindrucksvolle Meer- und Strandszenen, zu sehen sind. Dies ist bereits die zweite Lyrik-Lesung mit Musik von Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak, die im Sommer letztes Jahr erstmals an diesem Ort vor reizvoller Kulisse zu Gast waren, an dem Kunst- und Naturgenuss so nah beieinander liegen, wo man lauschen, genießen und sich anregen lassen kann bei einem erlesenen Glas Wein und eigenen Träumen Nahrung geben.

Text + Fotos (lv)

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Dokfilm-Vorstellung über den Dresdner Lyriker Bernhard Theilmann im Zentralkino Dresden

16 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Erinnerung an ein wundervolles Mysterium

Das Team des dokumentarischen Kurzfilms “theilmann” über den Dresdner Lyriker Bernhard Theilmann veranstaltet im Zentralkino ein Screening des Films mit Lesung und einer Gesprächsrunde am 30. August. um 17 Uhr. (Eintritt frei)

Hochgeschätzter Lyriker, einflussreicher Journalist, intellektueller Aktivist und doch kaum in Erinnerung. Beschäftigt mit der Gestaltung der Dresdner Kulturszene, hat Bernhard Theilmann verpasst, zu Lebzeiten etwas zu veröffentlichen, das an ihn erinnert.

Bernhard Theilmann (1949 – 2017) ist ein wundervolles Mysterium. Seit jeher schrieb er
Gedichte, kryptisch, tragisch, kritisch, manisch. Ende der Siebziger öffnete er mit Eberhard Göschel, Peter Herrmann, Jochen Lorenz und A. R. Penck die halblegale Obergrabenpresse. Gemeinsam ermöglichte man in der DDR unangepassten Kunstschaffenden die Veröffentlichung der eigenen Werke, umging Druckverbote und ärgerte die politische Elite. Er war in der Wendezeit als Sprecher der Vereinigten Linken unterwegs, gründete sofort nach dem Mauerfall mit Gleichgesinnten die Unabhängige Schriftsteller Assoziation Dresden und wenige Monate später das Dresdner Stadtmagazin SAX.Erst zwei Jahre nach seinem Tod erschien 2019 endlich ein Gedichtband mit seiner Lyrik, “Das Geheimnis der Brücken”. An einem Wochenende im Frühjahr 1990 bekam Bernhard Theilmann den Auftrag, einige seiner Gedichte für den Deutschlandfunk aufzunehmen. Er nutzte dafür das Haus seines Freundes Eberhard Göschel, der auf Reisen war. Die Kassette wurde kopiert und an den DLF geschickt. Doch die Sendung ging wenig später in einem Archivbrand verloren. Nach Theilmanns Tod fanden Eberhard Göschel und seine Frau Sonja Zimmermann auf dem Dachboden das Original. Es war im Rekorder verblieben und bildet die Grundlage für die assoziativ-experimentelle Kurzdoku “theilmann”, die in Kürze vom mdr ins Programm und die Mediathek aufgenommen werden wird.Am 30. August werden um 17 Uhr die Macher:innen des Films, Familie, Befreundete und Fans Theilmanns im Dresdner Zentralkino (Kraftwerk Mitte 16) zusammenkommen. Der Film wird gezeigt, der Schauspieler Albrecht Goette liest drei Gedichte Theilmanns und anschließend erinnern Theilmanns Witwe Hanna-Rose, Regisseur Tom Ehrhardt und andere in einem Publikumsgespräch an den außergewöhnlichen Dresdner Lyriker.

Text: Tom Ehrhardt

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BilderAlbum & Neue KatzenLyrik: Sind so kleine Kobolde & Himmlischer Morgen

31 Mittwoch Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Sind so kleine Kobolde

Sind so kleine Pfoten
strecken sich durch die Box
unterwegs ins Ungewisse
sagen noch keinen Mucks
sind so schöne Augen
groß klar und noch etwas scheu
alles für sie noch neu
wissen noch nichts vom Leben
und haben schon so viel
zu geben
drei kleine Fellchen
entzückende aufgeweckte Wesen
voll Neugier und Vertrauen
Winzlinge noch zart und zerbrechlich
und schon so willensstark
staunend wie Ihr sollt nie verlieren diesen Eigensinn
schon nach Stunden alles erkunden
im neuen Zuhaus
Kobolde seid Ihr flink fröhlich verwegen
keck und verschmust schon kräftig schnurrend
die grauweiß getigerte wie ihre Vorgängerin Jade
der kleine weiße mit den schwarzen Flecken sanft und
schelmisch wie Lina
und der graubraun weiß getigerte flauschige
mutigste und lustigste von den Dreien
eroberte schnurstracks mein Herz
Ihr hebt meine Welt aus den Angeln
und bringt sie wieder ins Gleichgewicht

LV
29.7.2024

Himmlischer Morgen

Ein regenbogenbunter Ballon schwebte
gerade am Himmel morgens
an meinem Fenster vorbei federleicht
friedlich wie im Traum
ich hörte die Flamme
und sah hinauf blinzelten da meine Miezen
den Reisenden hinterher
hell von der Morgensonne die Fassade
gegenüber
wie der bunte Ballon hinter dem Hausdach
verschwand
kehrte die Lebensfreude zurück
und vor der Tür im Flur
warten drei kleine fellige Rabauken

LV
9.8.2024

Text + Fotos: Lilli Vostry

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BilderAlbum & Nachlese: Erstes Open Air „Karierte Katze“ im Palaisgarten Dresden

31 Mittwoch Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Tanz, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Genießen nach Katzenart

Beim ersten Open Air Karierte Katze wurden Kunst, Kultur und Lebensfreude im Palaisgarten an der Elbe mit fantastischem Blick auf die Dresdner Altstadtkulisse bei meist sonnigem Wetter und bunt gemischtem Publikum in gemütlich entspannter Atmosphäre genossen.

Ein fröhliches Fest der Lebensfreude und Fantasie ohne Katzenjammer konnten die Besucher beim ersten Open Air Kultur-Festival Karierte Katze vom 26. bis 28. Juli im Palaisgarten in Dresden an der Elbe erleben. Initiator ist der Künstler und Galerist Holger John. Das Gelände war mit lustig-originellen Katzenzeichnungen von ihm in schwarz-weiß, mit Kontrasten spielend, auf hellen Planen, Pavillons und Türmen gestaltet. Abends sprangen und kletterten die karierten Katzen mit Fahnen auf den Bäumen am Palais und auf der Fassade. Und Leuchtkatzen in warmen Rot- und Orangetönen rings um die Wiese erhellten den Besuchern den Weg. Es gab eine Bildergalerie im Freien, fröhlich bunt bemalte Papphäuschen von Besuchern mit ihren Wünschen und Visionen für die Zukunft dieser Stadt, Liebe und Frieden standen groß auf den Hauswänden. Barocke Tänze und Lebenskultur zelebrierten die Damen und Herren vom Elbvenezianischen Carneval in märchenhaft prächtigen Kleidern voller Eleganz, Anmut und Lebensfreude. Die Herren galant mit Kratzfuß und Federhüten. Fehlte nur noch der Gestiefelte Kater. Hinterher wurde an einer langen Festtafel geschmaust und getrunken. Ein Vorgeschmack auf das Fest anlässlich 350 Jahre italienischer Carneval in Dresden vom 28.2. bis 2.3.2025.

Auf der großen Bühne spielten Bands Musik für alle Geschmäcker, davor waren am Freitagabend kraftvoll mitreißende Trommelklänge zu hören. Am Sonntagabend gab es fröhlich beschwingte jiddische Lieder mit Karsten Troyke und danach feurige, temporeiche Klänge mit der rumänischen Balkan Brass-Beatkapelle Fanfare Kalashnikov, bei denen es kaum einen Besucher auf den Sitzen hielt. Da hüpfte das Herz froh im Takt mit!

Musik von Blues bis Irish Rover Beats, bei denen das Meer in allen Tönen rief und die Sehnsucht nach Unterwegssein und Ankommen, war am Glockenspielpavillon zu hören, umgeben von einer Wunderkammer mit Schaukästen und wunderlichen, schwebenden Figuren und Flügeln. Der Wind wehte wie am Meer. Die Papierseiten flogen wie Möwenflügel, der Fluss sonnefunkelnd und bewegte Wolkenlandschaft. Eine bessere Kulisse konnte es kaum geben für die Lesung meiner neuen Meer- und Katzengedichte beim Open Air Karierte Katze am Sonntagnachmittag am Glockenspielpavillon vor zufälligen, aufmerksam lauschenden Zuhörern und den Musikern. Wäre natürlich schön, die Zuhörerrunde wächst weiter.

Sicher sind die Mitmach-Kunst-Aktionen und Bildergalerie im Freien noch weiter ausbaufähig. Etwas mehr Auswahl bei der Gastronomie, auch preislich, wäre wünschenswert. Musik überwog im Programm, die leisen Töne gerieten etwas kurz.
Dafür konnten die Besucher gemütlich entspannt in Liegestühlen sitzen oder auf Decken auf dem weichen Rasen räkeln, der Musik lauschen und die Atmosphäre genießen und angeregt im Gelände umher stromern. Und überall Bilder von Katzentieren. Sie fühlen sich, nun ja, geschmeichelt und sahen es mit Wonne, wie viele Menschen es ihnen gleich taten und sich dem Schönen im Leben hingaben bei diesem ersten Open Air Karierte Katze im Palaisgarten in Dresden. Bin gespannt und freue mich auf die Fortsetzung dieses feinen, stilvollen und unkonventionellen Kultur-Festivals im nächsten Jahr!

Text + Fotos (lv)

http://www.KarierteKatze.de

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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