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Kategorien-Archiv: Projekte

BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!

02 Montag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.

 

Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt.

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Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln

31 Samstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Das Theater Döbeln strahlt im Glanz von Hollywood
Der diesjährige Bühnenball lockt wieder zum Feiern, Flanieren und Tanzen in allen Räumen am Sonnabend. Ein Höhepunkt ist dieser auch für den rührigen Verein der Freunde des Döbelner Theaters.

Die Theaterliebe begleitet Simone Simon schon lange. „Meine Oma hatte eine unglaubliche Lust ins Stadttheater Döbeln zu gehen“, sagt sie. Sie lernte sie zwar nicht persönlich kennen. Doch ihr Vater erzählte, dass sie eine leidenschaftliche Theatergängerin war. Wahrscheinlich hat Simone Simon dies geerbt. Sie arbeitet als selbstständige Heilpraktikerin und ist seit 2009 Mitglied im Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ e.V. Seit 17 Jahren hat sie mit ihrem Mann schon ein Theateranrecht. Seit 2014 ist Simone Simon die Vereinsvorsitzende. Vorher leitete Christa Lange, die 2012 verstarb und ehemals Chefin vom Buchladen in Döbeln war, viele Jahre den Theaterverein. „Sie war eine Instanz. Das Theater war ihre Familie“, erinnert sich Simone Simon.

Derzeit sind 58 Mitglieder, im Alter von Mitte 30 bis über 80 Jahre im Theaterverein aktiv. Darunter Lehrer, Angestellte und Selbstständige. „Kurzzeitig stand das Theater schon mal vor dem Aus. Daraufhin gründete sich der Verein im Jahr 1999“, sagt die 56-Jährige. „Unser Ziel ist der Erhalt des Döbelner Theaters als Spielstätte in der Region. Es ist nicht selbstverständlich, dass es so ein schönes Theater in einer Kleinstadt gibt.“ Weiß strahlt das schmucke Gebäude im Neorenaissance-Stil nahe am Markt in der Wintersonne. Bunte Theaterplakate hängen im Schaukasten vor dem Anbau aus Glas.

Drinnen hinter der Theaterbar prangt der Schriftzug: 150 Jahre Jubiläum Stadttheater Döbeln. 2022 war dieses Ereignis. „Das Theater in Döbeln hat bis zu 300 Plätze. Hinzu kommt das Theater im Bürgerhaus (TiB) mit bis zu 80 Plätzen. Pro Spielzeit können wir zwischen 14 500 und 15 000 Besucher begrüßen“, sagt André Meyer, Chefdramaturg im Stadtteater Döbeln. Die Zuschauer kommen aus der gesamten Region Mittelsachsens, auch aus Leipzig, Riesa und Dresden. „Das ist stark abhängig von der jeweiligen Produktion. So finden in Döbeln beispielsweise gerade unsere Musicalinszenierungen und Komödien des Schaupiels große Resonanz“, so Meyer. „Wir helfen das Theater in der Region weithin bekannt zu machen, Interesse und Neugier dafür zu wecken“, sagt Vereinsvorsitzende Simone Simon. Es sei ein tolles Ensemble.

„Unsere Aktivitäten drehen sich um die Unterstützung von Veranstaltungen und den Verein mit seiner Arbeit zu zeigen.“ Der Theaterverein sammelt Spenden für das Döbelner Theater. Ein Projekt war die technische Ausstattung für das Picknickkonzert im Park auf der Klosterwiese, das letztes Jahr im Sommer zum zweiten Mal stattfand und fortgesetzt wird. Es kam eine vierstellige Summe zusammen für das Open Air, so Simone Simon Sie ist zufrieden mit der Spendenbereitschaft. Die nächste Spendenaktion läuft bereits. „Das Mittelsächsische Theater mit Hauptsitz in Freiberg plant die Beschallungsanlagen zu modernisieren. Zusammen mit dem dortigen Förderverein sammeln wir dafür Spenden“, erzählt sie. „Dafür werden 75 000 Euro gebraucht.“

Simone Simon hält die neuesten Postkarten des Fördervereins, eine mit der Aufschrift „Theaterliebe in Vereinsform“ in der Hand Auf einer Karte steht in roten Buchstaben: „Drama? Können wir finanzieren.“ Ein Drama sei die kulturelle Bildung für Kinder gerade im ländlichen Raum mit oft langen  Anfahrtswegen. Daher übernimmt der Theaterverein die Kosten für den Bus ins Stadttheater auf Anfrage von Schulen und Kindergärten, so Simone Simon, Die originellen Postkarten hat ihre Tochter Emma für den Theaterverein gestaltet. Sie ist 20 Jahre jung und studiert neue Medien und Kommunikation in den USA, in Miami. Weitere theaterbegeisterte und kreative Mitstreiter sind im Verein der Freunde des Döbelner Theaters herzlich willkommen. 30 Euro kostet der Jahresjahresmitgliedsbeitrag. „Wir pflegen Gemeinschaft, sitzen nach Premierenfeiern zusammen und unterhalten uns über neue Stücke“, so Simone Simon. Manchmal besuchen sie auch eine Generalprobe einer Aufführung nach Wunsch, den Chefdramaturg André Meyer, der auch zu den Vereinssitzungen kommt, ermöglicht.

Das nächste Highlight ist der diesjährige „Hollywood-Bühnenball“ im Theater Döbeln am 31. Januar, der bereits ausverkauft ist. Ein Abend voller Glanz, Geschichten und Zauber des Kinos auf der Bühne mit Gala und Wandelprogramm in allen Räumen des Theaters Döbeln locken die Besucher zum Schauen, Feiern, Flanieren und Tanzen. An der Seitenbühne wird wieder eine Bar aufgebaut, wo rund 15 Leute vom Theaterverein, von der Loge Nr. 5 und vom Jungen Theater des Hauses Wein und Cocktails für die Gäste bereithalten. „Das wird wieder ein Kraftakt für den Verein, das alles zu organisieren. Das Schönste sind dann das Flair und die Gespräche mit Besuchern und Schauspielern beim Bühnenball“, freut sich Simone Simon auf einen zauberhaften Theaterabend, der das kleine Stadttheater in Döbeln in all seinem Glanz erstrahlen lässt.

Text + Fotos (lv)

Kontakt zum Theaterverein:
http://www.theaterverein-doebeln.de

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BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

28 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Projekte, Lebensart, Zwischenmenschliches, Aktuelles, Natur

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Suche nach Leichtigkeit und Balance im Spiel des Lebens

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit. Figürliches, Natur und Tiere verbindet Mandy Baldauf facettenreich in ihrer Bilderwelt. Ihre Ausstellung „Emotionen in Kunst“ ist noch bis 30. Januar im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden zu sehen.

Die Bilder von Mandy Baldauf sind voll leuchtender Farbkraft, Leichtigkeit und Tiefe. Auf den ersten Blick erscheinen sie oft märchenhaft, surreal, heiter und verspielt. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, Schönes, Trauriges, Verletzliches, Träume und Ängste liegen nah beieinander. In symbolhafter, offener und poetischer Bildsprache entführt sie den Betrachter in Traumwelten nah an der Wirklichkeit. Man blickt dabei wie in einen Spiegel, der in viele Einzelteile zerspringt, die umher schweben, fallen, steigen. Und die jeder für sich wie Puzzleteile neu zusammen setzen kann im Spiel des Lebens.

Treppen führen hinunter zwischen Erdhügeln, umgeben von Baumwurzeln, umgestürzten Stämmen, die wie Sprachrohre wirken hin zu verborgenen Türen. Ein Mädchen im weißen Kleid sitzt auf einem Zweig und träumt vom Fliegen. Die Blumenwiese ist von Blau umhüllt wie unter einer Glaskugel. Die Bilder tragen Titel wie „Melancholie oder Leichtigkeit“, „Zeit, einen neuen Weg zu gehen“ und „Gefallen oder erwachen“.

Zu sehen sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ rund 40 Arbeiten von Mandy Baldauf in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Darunter großformatige Acrylbilder und feine, zarte Zeichnungen voller Freude, Fantasie und kindlicher Unbeschwertheit. Aus ihnen spricht eine innige Verbundenheit der Künstlerin zur Natur und allem Lebendigen. Ihre Bilder erzählen feinsinnig, ausdrucksstark von Licht und Schatten, Abschieden, Trauer, Loslassen und der Sehnsucht nach Balance und Gehaltensein. Sie berühren vor allem mit ihren Kontrasten, Ehrlichkeit und Authentizität. Und sie entfalten mit ihrem intensiven wie schwungvollen Farb- und Formenspiel einen eigenen, ursprünglichen Zauber. Eine Bilderwelt, von der man sich wünscht, dass sie noch viele Menschen sehen und sich bezaubern lassen.

Text + Fotos (lv) + Porträtfoto: privat

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Sa ab 17 Uhr sowie ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch

Kontakt zu Mandy Baldauf: Instagram k_u_nst_mandy
Traumhaft surreale Welten & Wirklichkeit miteinander verwoben: die Künstlerin Mandy Baldauf in ihrem Atelier am Stadtrand von Dresden in Altfranken. 

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Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

21 Mittwoch Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Wie Zauberer spielen, jonglieren und zeigen Ärzte und Klinikmitarbeiter all die Sorgen und Kunststücke aus ihrem Alltag in der Aufführung „Kritischer Zustand“ auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus. Fotos (2): Sebastian Hoppe

Zauberkünstler aus dem Krankenhaus

Mit viel Spielfreude, Herzblut, Humor und Leidenschaft erzählt die Aufführung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen aus deren Alltag in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am vergangenen Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Sie können keine Wunder vollbringen, zaubern aber täglich, um Leben zu retten, den chronischen Personalmangel, Kostendruck und die Herausforderungen im Krankenhausalltag zu bewältigen. Davon erzählt die Inszenierung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen von Jonas Egloff und Emily Magorrian in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Die Bühne ist wie im Varieté-Theater gestaltet, mit Behandlungskabinen mit zart violetten Vorhängen. Ein OP-Tisch dient als Spielfläche. Die Ärzte und Krankenpfleger treten auf wie Zauberkünstler mit Zylinder und schwarz schillernden Kostümen über weißen Shirts. Das wirkt zunächst befremdlich, ungewöhnlich und gewagt und steht im krassen Gegensatz zum wenig glamourösen Klinikalltag. Doch genau von diesem Kontrast lebt diese Aufführung. Mit viel Spielfreude, überraschendem Humor, Herzblut und Leidenschaft spielen, singen und tanzen die elf Akteure und bringen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen aus der Klinik auf die Bühne. Anfangs fragt Pfleger Benjamin das Publikum besorgt, ob alle bequem und warm sitzen.

Per Knopfdruck beginnt die Show, werden die Protagonisten vorgestellt: Laura, die sehr agile und bewegliche Apothekerin; Anni, die engagierte Krankenschwester; die medizinisch-technische Assistentin Denise, die Messwerte und Befunde sichtbar macht; Simon vom ambulanten Pflegedienst. Offen und freimütig kommt in den Szenen und abgewandelten, bekannten Musical-Songs auf die Bühne, was sie bewegt, freut, aufregt hinter der äußeren Fassade: „Besuchszeit ist Showzeit, dann zeigen sich alle von der besten Seite…“ Sie erzählen von schönen und traurigen, dramatischen und hoffnungsvollen Momenten, wo es anders als im Theater tatsächlich um Leben und Tod geht.

Da ist der junge Arzt Fabian, der von der Angst vor Nadeln, Transfusionen und der Emphatie, die das besonders bei kleinen Patienten verlangt, einfühlsam spricht. Er holt einen Teddy hervor, der Himbeersaft bekommt, womit er ein leukämiekrankes Kind tröstete. Die Laborantin Eva erinnert sich an die Zeit, als sie noch selbst für die Blutabnahmen auf Station ging auch bei Sterbenden, die dankbar ihre Hand hielten. Eine Frau liegt mit gefesselten Händen auf dem OP-Tisch, verschwindet in einem Zauberkasten und taucht unversehrt wieder auf. Manchmal fühlt sie sich auch ausgeliefert, fremdbestimmt und hilflos. Wenn sie das Herz im Ultraschall sieht, ist es das größte Wunder für die Intensivmedizinerin und Oberärztin Julia. „Weil es so schön kraftvoll und selbstständig ist vom ersten bis letzten Lebenstag und noch mehr schlägt, wenn wir verliebt sind“, sagt sie. Herzergreifend ist ihre Geschichte einer jungen schwerkranken Patientin, die Bäckerin war und nicht mehr leben wollte. Wie die Ärztin hin und her gerissen zwischen Schmerz, Wut und Helfen wollen sie und ihre Familie bis zuletzt begleitete und einen würdevollen Abschied ermöglichte.

Sie hört auf dem OP-Tisch sitzend der Kinderkrankenpflegerin Claudia zu, die gerade noch von einer Mutter und ihrem kranken Baby erzählte und plötzlich selbst im Klinikbett liegt und ihr Kind sehen möchte, das keine Herztöne mehr hat. Die Zauberkünstler aus dem Krankenhaus trösten und machen sich gegenseitig Mut, zücken den Schminkpinsel, greifen ins Sägeblatt des Klinikbetriebs ein, gehen über Grenzen, erleiden überlastet Burnouts, springen im Galopp zu Can-Can-Klängen immer einsatzbereit, jonglieren mit Bällen wie Krankenfallzahlen, wedeln mit Geldscheinen für Krankheit als Geschäft und träumen davon, mehr Zeit und weniger schlaflose Nächte aus Sorge um ihre Patienten zu haben. Sie stehen trotzdem immer wieder auf und machen weiter, denn sie wissen: „Die Patienten erwarten keine Wunder und Magie, sondern einen menschlichen Umgang!“
Reichlich Beifall gab es für diese wunderbare, intensive und aufrüttelnde Gesundheitsshow.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Krankheiten können sie keine weg zaubern. Doch mit Mitgefühl & Fantasie kleinen Patienten ihre Ängste nehmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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Ausstellungseröffnung: „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden

20 Samstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zauberhafte Traumwelten

Unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ zeigt die Künstlerin Mandy Baldauf ihre Bilder in einer Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3 in Dresden. Die Vernissage ist am Sonntag, dem 21.12., 13 bis 15 Uhr.

Großformartige Bilder, die melancholisch stimmen, gehören ebenso zur Kunst von Mandy Baldauf wie feine, zarte Motive voller Fröhlichkeit und fast kindlicher Unbeschwertheit. Ein Sinnbild dafür, dass wohl jeder Mensch schwerere Zeiten durchlebt und gleichfalls schöne Momente genießt.

Beide Facetten des künstlerischen Schaffens von Mandy Baldauf können Kunstfreunde vom 19. Dezember bis zum 30. Januar 2026 im Restaurant Kastenmeiers in Dresden erleben. Dort sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ knapp 40 Arbeiten von ihr zu sehen.

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches, Natur und Tiere – all das verbindet sie reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv in ihrer Bilderwelt. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Mandy Baldauf ist in Löbau geboren. Ihr Atelier befindet sich am Stadtrand von Dresden in Altfranken.

Zur Vernissage am 21.12.2025, ab 13 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und kommt gern mit den Gästen ins Gespräch.
Vorab bittet das Restaurant um Voranmeldung bei Frau Robitzki unter: kr@kastenmeiers.de

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Mehr über Mandy Baldauf/Kontakt: Instagram k_u_n_st_mandy

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Ein Herz für Streunerkatzen: Strafgefangene aus der JVA Torgau bauen Katzenhäuser, die warm und wunderschön sind

19 Freitag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Tiere

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Ein warmes Häuschen & Futter für Liesel und viele andere Streunerkatzen: Gabriele Genz (im Foto) versorgt zusammen mit ihrem Mann Uwe derzeit liebevoll und rührig 16 kastrierte Streunerkatzen an mehreren Futterstellen in ihrem Wohnort in Triestewitz bei Torgau. Sie freuen sich über die zwei gespendeten Katzenhäuser in dem Projekt des bfw-Bildungsunternehmens in der JVA Torgau in Kooperation mit der Tierhilfe Torgau. Weitere Helfer, die schützende Häuser für den Winter für Tiere in Not bauen, sind willkommen, auch Material- und Futterspenden. Fotos: Gabriele Genz

Große Nachfrage nach Katzenhäusern für Streunerkatzen

In einem gemeinsamen Projekt der Bildungsstätte des bfw-Unternehmen in der JVA Torgau und der Tierhilfe im Ort bauen Strafgefangene mit Herz und handwerklichem Geschick warme Schutzhütten für den Winter. Darüber freut sich auch Gabriele Genz, die 16 kastrierte Straßenkatzen versorgt.

Eine kleine schwarz-weiße Katze schaut aus einem Holzhäuschen. Ihr Blick ist scheu, traurig und neugierig. Davor stehen mehrere gefüllte Futternäpfe. Auf dem Boden liegen Stroh und warme Decken bereit in zwei Schuppen für die Katzen. Hier finden Peter, Susi, Liesel, Adele, Mohrle, Merlin, Laila und viele mehr Schutz und Wärme vor der Kälte. Ein wenig erinnert das an die Geschichte „Das Katzenhaus“ in dem bekannten Kinderbuch von Samuil Marschak. Dort zeigt eine reiche Katze ihren Freunden ihr prächtiges Haus und weigert sich hochmütig und hartherzig, zwei arme kleine Katzenwaisen bei sich aufzunehmen. Als eines Nachts ihr schönes Haus abbrennt, geraten sie und der Kater selbst in Not. Verzweifelt irren sie durch die nasskalte Dunkelheit. Bis sie zu einer halb verfallenen, kleinen Hütte gelangen, in der zwei kleine verwaiste Katzen wohnen.

Kein Tier in Not wird abgewiesen auch auf dem Grundstück des Wohnhauses von Gabriele Genz. Sie wohnt in Triestewitz bei Torgau. An der Futterstelle bei ihr werden 16 kastrierte Streunerkatzen liebevoll versorgt. Zusammen mit ihrem Mann Uwe füttert sie die Straßenkatzen drei Mal am Tag, sieht nach ihnen, sreichelt sie und hilft ihnen, wenn sie krank sind. „Wir lieben unsere Katzen und sie uns. Ohne uns wären sie verloren. Die sind sehr dankbar und wir haben ein inniges Verhältnis zu ihnen aufgebaut“, sagt Gabriele Genz. Bereit seit über 20 Jahren füttert und betreut sie Straßenkatzen. Es begann damit, als eine alte Dame aus der Nachbarschaft ins Heim musste und ihre sechs Katzen nicht mitnehmen konnte. „Sie bat uns, sie mit zu füttern. Es half uns damals keiner“, so Gabriele Genz. „Wir taten alles allein und hatten dann 20 Katzen und auch die Kosten für Futter und Tierarzt lagen bei uns. Wir konnten auch keinen Urlaub machen ohne eine Vertretung zu finden.“ Bis sie mit der Tierhilfe Torgau e.V. in Kontakt kamen, die dann alle restlichen Katzen kastrierte und auch zwei operieren ließ. „Allen Katzen geht es gut und sie werden oft sehr alt bei uns“, freut sich die rührige Tierfreundin.

Die kleinen  Katzen, die ihnen zulaufen, werden über die Tierhilfe vermittelt. „Der Kostenpunkt liegt monatlich bei 300 Euro für Futter, bei Krankheit weit darüber und wir sind Rentner mit wenig Einkommen und verzichten auf viele Dinge“, das erschwert die Hilfe. Sie und ihr Mann füttern die Streunerkatzen an drei verschiedenen Stellen im Dorf. Nur für die Straßenkatzen unter der Rampe war noch gar nichts vorhanden. Nun haben sie endlich für den Winter einen warmen, trockenen Rückzugsort. Zwei Katzenhäuser stehen nun für sie bereit bei Gabriele Genz. Sie sind handgefertigt, wunderschön und entstanden innerhalb eines Projekts in der Bildungsstätte des bfw-Unternehmen für Bildung in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Torgau in Kooperation mit der Tierhilfe Torgau e.V. „Es ist ein Projekt unseres Bildungsträgers in der JVA, bei dem es um soziales Engagement geht. In den freien Zeiten können die Teilnehmer, Strafgefangene sich an solchen Projekten beteiligen und wir wollen das Potenzial nutzen, um etwas Gutes tun. Das wird auch rege genutzt“, sagt Kathrin Schumann, die Verantwortliche der Berufsbildungsstätte. Dieses arbeitet seit vielen Jahren in Justizeinrichtungen auch in Sachsen und bietet verschiedene Bildungsmaßnahmen für die Inhaftierten an. Sie hat selbst eine Katze aus dem Tierschutz adoptiert.

„Die Tierhilfe ist ja hier in Torgau sehr gut aufgestellt, wir haben uns getroffen in der JVA. Nach den Gesprächen mit Mitarbeiterinnen der Tierhilfe, wie die Streunerkatzen leben und leiden, waren die Gefangenen schon emotional ergriffen und bereit sich an diesem Projekt zu beteiligen“, sagt die Bildungsstättenleiterin. „Die sind wie wir alle, viele haben auch gern Tiere zuhause. Die Männer hier in unserer Bildungsstätte haben Fehler in ihrem Leben gemacht  und nutzen die Zeit, um sich bei uns weiterzubilden und es gibt Gespräche mit dem Team, gerade in der Vorweihnachtszeit ist es nicht so leicht“, so Kathrin Schumann. Die Teilnehmer am Projekt Katzenhäuser sind zwischen Mitte 20 bis 50 Jahre alt. Einige äußerten sich handschriftlich, warum sie mitmachen. „Man kann hier nicht all so viel Gutes tun. Wenn der Tierschutz sowas benötigt, ist das für mich persönlich eine Win-Win-Aktion“, schreibt einer. „Mitleid und Langeweile“, nennt ein anderer als Gründe und ergänzt: „Ich finde es gut, wenn die Werkstücke einen Sinn haben.“

Ein weiterer Häftling hatte ein eigenes Haustier und hilft nun mit, Fress- und Schlafplätze für Streunertiere zu bauen. Sie helfen „freiwillig und aus Tierliebe“, ist ihnen wichtig. „Kein Katzenhaus sieht aus wie das andere. Da bauen viele dran und fragen, ob die anderen Hilfe brauchen etwa beim Dachpappe zuschneiden“, erzählt Kathrin Schumann. Meist würden Holz, Metall, Kaninchendraht und Plexiglas verwendet. Die Hütten werden aus gespendeten Materialien gebaut, die von Mitarbeitern des bfw, von Bekannten und Firmen kommen. Fünf Katzenhäuser für Streunerkatzen wurden bisher an die Tierhilfe Torgau übergeben. „Wir sind sehr dankbar für dieses Projekt mit der JVA Torgau. Inzwischen haben wir viele Anfragen und schon eine Warteliste für solche Katzenhäuser“, sagt Kristin Engel von der Tierhilfe Torgau e.V. 144 Mitglieder hat der Verein. In diesem Jahr wurden 159 Katzen kastriert über die Tierhilfe Torgau. Derzeit befinden sich 53 Katzen in Pflegestellen in Torgau und weiteren Orten. Die Tierhilfe würde sich sehr freuen, so Kristin Engel, wenn handwerklich begabte Menschen ehrenamtlich weitere Katzenhäuser bauen. „Solange wir auf weitere Sachspenden, Baumaterialien zurückgreifen können, werden auch wir gerne weiter helfen mit Katzenhäusern“, so Bildungsstättenleiterin Kathrin Schumann.

Text (lv)

Kontakt zur Tierhilfe Torgau e.V.:
www.tierhilfe-torgau.de

Tel.: 01520 827 5118 (täglich 15-17 Uhr)

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Buch & Bildershow „Südwinter in Afrika“ – Eine Reisereportage von und mit Kirsten Balbig

27 Donnerstag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Reportagen, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Reiseabenteuer zwischen Wildnis und Moderne

In ihrem Buch „Südwinter in Afrika“ erzählt die Dresdner Autorin Kirsten Balbig lebendig,  episodenreich, spannend, unterhaltsam und schmunzelnd von ihren Reisen als Frau allein durch Metropolen, Townships und die bezaubernde Natur Afrikas. Heute, am 27.11., 19.30 Uhr gibt es eine Live-Bildreportage mit ihr im Programmkino Ost in Dresden.

Das druckfrische Buch „Südwinter in Afrika“ von Kirsten Balbig (achter Verlag, 2025,) ist die passende  Lektüre für kalte Wintertage. Neugier, Faszination und Entdeckungsfreude pur! Was gibt es Schöneres an frostig dunklen Abenden als in ferne südliche Traumgefilde lesend einzutauchen, entspannt zurückgelehnt mit einer heißen Tasse Tee fantastische, faszinierende, überaus erstaunliche , beeindruckende und bewegende Erlebnisse zwischen Wildnis und Moderne, Wüste und Ozean, Geschichte und Gegenwart, Kultur, Natur und Seele eines Landes lebhaft geschildert zu bekommen inklusiver farbenfroher Aufnahmen?!

Im ebenso surrealen wie beschaulichen Swakopmund, im „südlichsten Nordseebad der Welt“ und ehemaligen deutschen Kolonialstadt in Namibia fühlt die Autorin sich fast heimisch wie in Dresden-Laubegast, würde anstelle des Atlantiks die Elbe am Strand entlang brausen. Sie fühlt sich wohl, seltsam vertraut und absolut sicher. Vielleicht weil unsere Vorfahren hier so lange und intensiv zugange waren?

Überlegt sie und so offen, spontan und herzlich wie sie selbst, begegnen ihr auch die Menschen in den bereisten Ländern Afrikas. Kirsten Balbig reiste allein als Frau durch Namibia. Kapstadt, Botswana, Sambia und Simbawe und hat ihre Reiseabenteuer, Eindrucke und Erfahrungen sehr lebendig, anschaulich, episodenreich, unterhaltsam, spannend und schmunzelnd in diesem Buch aufgeschrieben. Das einen sofort packt und man so schnell nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Da landet sie unversehens mitten in einer Hochzeitsgesellschaft, wird zum Mitfeiern und Singen eingeladen. Kirsten Balbig spielt als Musikerin auch auf Bühnen. Sie sieht das Leben der Menschen in den Slums der Townships, erlebt eine Odyssee durch Sambia und ein Seher in einem simbabwischen Dorf kannte ihre Vergangenheit und schaut für sie in die Zukunft. Ein ungewöhnliches Reisebuch, das Herz, Geist und Sinne wärmt und weitet.

Text und Fotos (lv)
Mehr zum Buch demnächst auf diesem Blog.

Heute am 27. November, um 19.30 Uhr könnt Ihr im Programmkino Ost, Schandauer Str. 73, in Dresden eine Live Reisereportage in Bildern und Erzählung mit Kirsten Balbig „Als Frau allein durch Afrika“ von und mit Kirsten Balbig von ihren jüngsten Reisen nach Südafrika, Mosambik, Swasiland und Lesotho erleben.

VVK webseite online
http://www.KirstenBalbig.de
oder an der Abendkasse im Kino

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BilderAlbum: Samhainzeremonie mit Ahnenschwitzhütte & Trommeln im Zaubergarten Kriebstein & Wieder angekommen

02 Sonntag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Funkenflug

Die Funken fliegen
hoch über dem Feuer
am dunklen Himmel
tanzen wirbeln herüber
täte es ihnen gern gleich
wag es nicht
noch nicht
ohne Angst die Flügel zu versengen

Gesicht und Körper gewärmt
von den Flammen
verbrennt mein altes Ich
im Dunkel der Schwitzhütte
die glühenden Steine
zischen im Wasser
dampft wohlige Hitze
breitet sich aus

Wir sitzen nackt gehüllt ins Schwarze
wie im Bauch von Mutter Erde
schwitzen schweigen
rufen flüstern bitten
danken den Naturkräften und Ahnen
graben nach den Wurzeln
bei ihnen und uns dem Verbindenden
reißen uns Schmerz Trauer
Ängste Bedrängendes aus dem Leib
brüten Neues aus

im Herzschlag der Trommel
zaghaft erst wie eingefroren
tasten die Töne
gibt das Innere sie frei
taumeln steigen fallen
pulsieren die Klänge
immer intensiver und inniger
hohe helle klare laute leise
warme weiche und tiefe archaische
Laute zarte und kraftvolle
männliche und weibliche Stimmen
treffen begegnen antworten sich
fließen zusammen
schwingen wir uns auf

gehen aus dem Schoß der Erde
wie Neugeborene
mit Jubelschreien hinaus
erfrischt vom Wasser und milder Nachtluft
finden wir uns im Zaubergarten wieder
unter dem Apfelbaum im Mondlicht auf einer Bank
lausche ich in die Stille
sehe das herunter brennende noch züngelnde Feuer

nachts am Fenster die dunklen Umrisse
der Bäume wiegend wie springende tanzende Schatten
eine verirrte Mücke sirrt und versucht
mich zu stechen und entwischt
Morgenlicht leuchtet in allen Herbstfarben
Blätter rieseln zu Boden
Vogelstimmen rufen
sacht unaufhaltsam
webt und regt sich das Neue
weiter kommt wieder ins Fließen
was in uns ist
LV
2.11.2025
Texte + Fotos: Lilli Vostry

Herzlichen Dank an die Veranstalter der zauberhaften Samhainzeremonie, Jürgen Schütz von den „Schwitzhütten Himmelssteine“ und Drumchief Mirko Luckau am Reformationstag am 31. Oktober im Zaubergarten Kriebstein in Höfchen.

Weitere Infos unter http://www.himmelsssteine.de

<

Wieder angekommen

Zurück aus dem Zaubergarten
inmitten der weitkronige Apfelbaum
auf der Wiese zwischen bunten
feuchten Herbstblättern
viele gelb und rotbackige Äpfel
etliche mit Sprenkeln
aufgesammelt die mich anlächeln
wie der große schwarze
zottelige Hofhund
der fröhlich umher sprang
das lodernde Feuer
die Schwitzhütte
und das Trommeln
hallen nach
die Zwiegespräche mit den Ahnen
Warte auf Antworten
sehne mich heraus
aus dem Schweigen

als wäre da Nichts
und Niemand mehr
vor und hinter mir
an der Trommel sah ich
sie im Rhythmus der Schläge
kraftvoll pulsierend wie Herzschläge
mir unbekannte und nahe Gesichter
tauchten auf dem Trommelrund auf
in der Mitte ein staunendes
wie ein Kind
eine große Gestalt und zwei kleinere neben ihr
ein Frauengesicht feine Gesichtszüge
davor ein ihr zugewandtes
dahinter ein Kopf von der Seite kantig
reglos der Ausdruck wie versteinert
mal deutlich mal verschwommen

tränenblind überwältigt vom Echo
der hellen klaren und tiefen erdigen Stimmen
als öffne sich eine lange verschlossene Tür
saß ich da tonlos weiter trommelnd
als könnten sie mich hören
in ihrer dunkel fernen Verschwiegenheit
einen Widerhall finden
meine ungestillte Sehnsucht
und Rufe nach ihnen
in die Vollmondnacht
lausche in die Funkelstille

LV
8.11.2025

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Für Mitträumer & naturverbundene Menschen: Ahnenschwitzhütte & Trommeln an der großen Motherdrum zu Samhain

26 Sonntag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Gemeinsames Singen & Trommeln von Kraftliedern verbindet und öffnet einen Raum in Kontakt mit der Natur und unseren Altvorderen zu gehen, Absichten und Wünsche auszusprechen. Das geschieht bei einer feierlichen Samhainzeremonie am Reformationstag am 31. Oktober, um 15 Uhr im Zaubergarten Kriebstein, Am Wald 1 in Höfchen. Gastgeber ist Jürgen Schütz von den „Schwitzhütten Himmelssteine“. Fotos: privat

Mit der Kraft der Natur verbunden

Zu einer besonderen Zeremonie mit Ahnenschwitzhütte und Trommeln wird am Reformationstag am 31. Oktober, um 15 Uhr im Zaubergarten Kriebstein eingeladen.

Auf der Wiese liegen Steine rings um eine Feuerstelle. Inmitten von einem Gerüst aus filigranen Zweigen liegen gelbe Blätter, Trauben, Blumen, ein Apfel, Nüsse, Reißigzweige und helle weiche Federn. Ein weißer Kristall und eine Laterne stehen dort. Ein stiller, feierlicher Zauber geht davon aus. Hier startet zum Reformationstag und Feiertag in Sachsen am 31. Oktober um 15 Uhr die diesjährige Samhainzeremonie im Zaubergarten in Kriebstein. Dazu gibt es für Mitträumer, naturverbundene, neugierige und aufgeschlossene Menschen eine Ahnenschwitzhütte mit Trommeln an der Motherdrum mit den Veranstaltern der „Schwitzhütten Himmelssteine“ Am Wald 1 in Kriebstein-Höfchen.

Samhain bedeutet bei den Kelten Anfang, Ende und Neubeginn. Es ist das Ende und der Beginn eines neuen Jahres. „Es ist auch die Zeit, wo die Grenzen zwischen den Welten durchlässig werden. Wo wir uns mit unseren Ahnen und auch den Naturgeistern verbinden und sie um Rat und Beistand bitten können“, sagt Jürgen Schütz, Inhaber der „Schwitzhütten Himmelssteine“. Er kommt aus dem Ruhrgebiet, ist Allgemeinmediziner und beschäftigt sich schon lange mit Naturmedizin. Daher hat er eine enge Verbindung auch zu Kreiswissen und Denken in größeren Zusammenhängen im Zyklus der wiederkehrenden Jahreszeiten, von Leben und Tod und ein Teil von Gemeinschaft zu sein. Seit rund 15 Jahren veranstaltet Jürgen Schütz Zeremonien mit Schwitzhütten und Trommeln zusammen mit Mirko Luckau. Die beiden fahren regelmäßig zum Lebenstanz-Treffen zum Trommeln, das jedes Jahr im Sommer in Südfrankreich in den Pyrenäen stattfindet und ihnen viele neue Impulse gibt.

Viele Jahre fand das Trommeln monatlich in der Salzgrotte Himmelssteine in Altnaundorf bei Radebeul statt. Auch die Schwitzhütten und Seminare gab es dort. „Doch ein Hof neben dem anderen, wurde zu eng. Daher haben wir unseren Wirkungskreis vor drei Jahren nach Höfchen verlegt“, sagt Schütz. „Die Schwitzhütten finden nun auf dem einen Hektar großen, schönen Platz am Wald mit Blick auf die Talsperre statt.“ Der Weg dorthin ist freilich weiter und der Platz abgeschieden. Die Besucher kommen zumeist aus dem Dreieck Leipzig, Dresden und Chemnitz, sowohl Stammbesucher als auch neue Teilnehmer. Eröffnet wird die Zeremonie am kommenden Freitag mit Drumchief Mirko Luckau an der Motherdrum. „Durch unseren Gesang und unser Trommeln nehmen wir Kontakt zu unseren Altvorderen auf und verbinden uns mit ihrer Kraft“, so Jürgen Schütz. Dabei stehen die Teilnehmer an einer großen runden Tischtrommel mit fell- und lederbespannten Trommelschlägern, singen und tönen gemeinsam Kraftlieder aus der indianischen Kultur, indische Mantren und deutsche Kreistanzlieder.

Anschließend schwitzen sie in einer Rundhütte zusammen wie im Bauch von Mutter Erde. Es ist ein geschützter und geborgener Raum. Wo man im Dunklen in die Stille lauschen, in sich gehen, meditieren und mit den Ahnen verbinden, danken, bitten und Offenes und nicht Beendetes mit ihnen klären kann. „Es geht darum, einen Zugang zu sich selbst zu finden, was will ich wirklich und wo erfülle ich nur Erwartungen anderer. Jeder bringt seine eigenen Themen mit und kann sie für sich bearbeiten, Absichten und Wünsche aussprechen, Stress und Ängste loslassen und hinterher hat man mehr Klarheit und Gelassenheit“, sagt Jürgen Schütz. Das Erfahrene bleibt wie beim Arzt im Raum. Ein Feuerhüter bringt die Steine zum Glühen und danach in die Schwitzhütte.

Vorher wird der Raum mit einem Federfächer mit Salbei geräuchert und gereinigt. Hinterher kann man sich ans Feuer setzen oder hinlegen oder mit dem Wasserschlauch erfrischen, manche gehen sogar hinunter an die Talsperre. Die Zeremonie wird beendet mit einem gemeinsamen genussvollen Essen und Trinken, wofür jeder Teilnehmer etwas mitbringt. „Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin, kann ich auch in gute Beziehungen zu anderen Menschen gehen und in Gemeinschaft sein“, ist seine Erfahrung.„Neben den Schwitzhütten und Trommeln bieten wir außerdem viele Erfahrungsgruppen mit Austausch, Jahreszeitfeste und Baumzeremonien an“, so Schütz. „Außerdem machen wir Nature Work und Jugendinitiation zu den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft, padddeln auf dem Stausee, sammeln Feuerholz und nehmen die Umwelt bewusst wahr.“ In die Schwitzhütte passen rund 20 Leute. Trommelschläger sind vorhanden.

Text (lv)

Es sind noch einige freie Plätze für die Zeremonie (Kosten pro Teilnehmer: 90 Euro). Übernachtungen sind im Haus im Gelände möglich. Anmeldung unter: info@himmelssteine.de

Kontakt und weitere Infos unter www.himmelssteine.de

Nächste Termine im Zaubergarten Kriebstein

20.12., 16 Uhr, Schwitzhütte zur Wintersonnenwende
30.12., 17 Uhr, Rauhnachtsschwitzhütte zum Jahresende

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Farbreicher Bilder & KlangZauber in der Full Moon Gallery Dresden mit Malerei von Dorothee Kuhbandner & Musiker Peter Koch

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Farbenfroher, fantasievoller Bilderkosmos zum Therma: „Wer bin ich?“ Mit einem Gedicht an den Mond von mir und wundervollen, warmen und traumversunkenen Klängen am Cello von Peter Koch eröffnete gestern Abend die Ausstellung der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner in der Full Moon Gallery, Hechtstraße 17 in Dresden. Der Vollmond war hinter einer dichten Wolkendecke verborgen, doch sein magisch strahlendes, helles Licht sicht- und fühlbar in den Bildern in den Schaufenstern und drinnen.

Intensive, helle und dunkle Klänge & eine Ode an die Freude voller Zauber und Brüche mischten sich im Cellospiel mit viel Hingabe des Musikers und Malers Peter Koch. meinwortgarten-Inhaberin, freie Journalistin und Autorin Lilli Vostry hielt die Laudatio zur Ausstellungseröffnung.

An den Mond

Drinnen hält mich
nichts
lausche in die Nacht hinaus
höre Vogelstimmen
vergesse den weißen Atemrauch
mittendrin ein einsamer Segler auf dunkler See

Du bist mein Leuchtturm
der sich über der Schwärze erhebt
Wolken und schwere Gedanken beiseite schiebt
als Lampion lichttorkelnd
hoch über den Bäumen schwebt

mich anstrahlt
voll und ganz
legt sich Dein Glanz
über alle Schatten
überlasse mich
dem Sog der Klänge
der Ode an die Freude

gehe durch ein Tränengebirge
beim Vers: „Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuss der ganzen Welt…“

und lächle dem Mond vorm Davonsegeln zu

LV
1.1.2021

Die Tauben wollen fliegen!

Liebe Kunstfreundinnen und –freunde,
Liebe Doro,

mit diesem Gedicht an den Mond, das ich am 1.1.2021 schrieb, möchte ich meine Rede zu den Bildern von Dorothee Kuhbandner passend zu diesem Ort, der Full Moon Gallery im Hechtviertel in Dresden, beginnen. Was für ein schöner Name für eine Galerie! Immer zur Vollmondzeit wird hier eine neue Ausstellung gezeigt. Heute strahlt La Luna voll und rund wieder am Nachthimmel und verzaubert uns mit ihrem magischen Licht. Jene Zeit, wenn die Gedanken, helle und dunkle, und Träume wie Katzen umher streifen, Einlass begehren und unsere Herzen erweichen. Dann sind wir besonders offen und empfänglich für Sinnesreize und Neues. Die meisten Bilder hängen in den Schaufenstern und sind somit zu jeder Tag- und Nachtzeit sichtbar. Die Kunstwerke sind auch gut beleuchtet. Weitere Bilder hängen drinnen an den Wänden, in denen Kunst, Natur und Zwischenmenschliches aufs Schönste miteinander verbunden sind.

Dorothee Kuhbandner ist eine Bilderzauberin. Auf kleinen und großen Formaten, Leinwänden und Papier entführen ihre Werke in leuchtenden Farben, fantasievoll, symbolhaft und ausdrucksreich in einen ganz eigenen Bilderkosmos zwischen Traum und Wirklichkeit, gemalt im „Dorealismus“, wie sie es nennt. Drei Fensterbilder, sacht bewegt vom Wind und gehalten von Drähten unter dem Blätterdach eines Baumes, drehen sich und erscheinen immer wieder anders im Spiel von Licht und Schatten. Auf dem Weg zu ihrem Wohnhaus und Atelier in Radebeul, in der Oberen Berggasse, unterhalb der Weinberge. Das erste Bild zeigt drei Figuren mit Augenbinde, Kopfhörern und Maske vorm Mund in einem Boot sitzend. Es trägt den Titel „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen aber fühlen“, eine Hand liegt auf einer Mauer. Wie ein roter Lampion wirkt auf den ersten Blick die Maske mit den rot-weißen Signalbändern, auf der eine weiße Taube thront vor einem staunenden Gesicht. Im dritten Bild sind aufgespannte Rettungsschirme über lodernden Flanmen, eine Taube, ein versteckter Gekreuzigter, eine waghalsige Dame, ein getarnter Uhu und, und, und zu sehen. Die Fensterbilder sind großformatig auch in dieser Ausstellung zu sehen.

Insgesamt neun Bilder in Tusche- und Acrylmalerei, die 2023 entstanden sind und einige kleinere und ältere Arbeiten, zeigt die in Radebeul lebende Künstlerin unter dem Titel „Wer bin ich?“ Angeregt wurde Dorothee Kuhbandner dazu von einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, das der Theologe und Dichter 1944 im Gefängnis schrieb. Mit dem Thema ist sie schon lange vertraut. Als sie vor 20 Jahren in der Friedenskirche Radebeul ausstellte, machte sie der dortige Pfarrer Schleinitz auf das Bonhoeffer-Gedicht aufmerksam mit den Worten: „Das passt.“ Dorothee Kuhbandner beschäftigt ebenso die Frage: „Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selber von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem…“, wie es Bonhoeffer formulierte.

Die Bilder ihrer Ausstellung „Wer bin ich?“ waren bereits in der Wuhlgartenkirche in Berlin im Jahr 2023 zu sehen, außerdem in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Chemnitz im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 und in der Uniklinik der Medak in Dresden ein halbes Jahr lang. Dies ist nun die vierte Station in der Full Moon Gallery. Den Bildern hat Dorothee Kuhbandner eigene Texte hinzugefügt, die auch in einem Begleitheft zur Ausstellung „Wer bin ich ?“ in ihrem ZilpZalp Verlag Radebeul erschienen sind. Nicht um die Bilder zu erklären, sie sieht die Zeilen vielmehr als zusätzliche Ebene. Es sind gedankliche Reflexionen von ihr zu den Bildern: „Warum habe ich das gemalt?“

Sie sei selbst oft überrascht von dem, was sie sieht. Malen ist ein intuitiver, spontaner Vorgang. Manche Besucher lesen nur die Texte und sehen die Bilder nicht an, sagt sie. Idealerweise ergänzt sich beides, Worte und Bilder. Bäume, Pflanzen, Tiere und immer wieder Gesichter, die sich ansehen wie im Spiegel, aus Trichtern, Tunneln oder Megaphonen hervorschauen, oft im schwarz-weißen Schachbrettmuster und Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier, mit buntem Gefieder, Flügeln, Hörnern, Knospen und Jahresringen, besiedeln und beäugen auf den Leinwänden den Betrachter offen, wundersam und neugierig. Neben einem Bildnis des Musikers Frank Zappa sind ein Porträt von ihrem Sohn Friedrich, mit nachdenklichem Blick und hervorquellenden Gedankengängen, aus denen weiße Tauben flattern und ein Selbstporträt zu sehen, das eine Frau zeigt, aus deren Kopf Blumen sprießen bis hinunter auf die schwarz-weiß karierte Halskrause mit Harlekinglöckchen. In den Bildern von Dorothee Kuhbandner nehmen Erlebtes, Träume, Ängste, Zweifel und Hoffnungen farbenfroh und vieldeutig, oft mit leisem Schmunzeln, Gestalt an. Sie möchte, dass die Betrachter sich selbst Gedanken zu den Bildern machen, sich verbinden und etwas entdecken, wiederfinden von sich selbst in den Bildern. Man muss sie nicht sofort und völlig verstehen. Diese Bilder wollen vor allem gefühlt werden. Sie sind eine Einladung an die Betrachter, das Staunen und Träumen in einer zunehmend technisierten, widerspruchsvollen und kalten Gegenwart nicht zu verlernen, vielmehr den eigenen Sinnen und Erfahrungen zu vertrauen.

Die Malerin, Grafikerin, Objektkünstlerin und Illustratorin wurde 1964 als Dorothee Friedrich in Dresden geboren und ist in Radebeul aufgewachsen, verheiratet und Mutter von vier Söhnen. Sie hat Ausbildungen als Buchbinderin, Krankenschwester, Tagesmutter und Entspannungspädagogin. Sie ist äußerst gestaltungs- und experimentierfreudig und verwandelt alles, was ihr zwischen die Finger kommt, liebe- und kunstvoll.
Sie ist Autodidaktin und seit 2010 freischaffend als Bildende Künstlerin tätig. Seit 2012 hat sie die „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul betrieben, die sie dieses Jahr wegen neuer Besitzer des Grundstücks aufgeben musste. Doch so wie Vögel fliegen wollen und sie es zurückgezogen im Schneckenhaus nicht lange aushalten würde, hält Dorothee Kuhbandner immer wieder Ausschau nach neuen Wundern und Möglichkeiten, sie glaubt weiterhin an Träume für eine bessere Welt ohne ein „Traumtänzer“ zu sein. Das spricht aus all ihren Bildern, die unbeschwert, feinfühlig und fröhlich, aufmunternd und wagemutig sind
und die Welt ein Stück freundlicher, farbenfroher und heller machen.
Nun bleiben mir noch die magischen vier Worte: Die Ausstellung ist eröffnet!

Text + Fotos: Lilli Vostry

P.S. Ich halte gern weitere Ausstellungsreden für KünstlerInnen auf Anfrage in Dresden und der Region. Außerdem könnt Ihr mich live erleben bei Gedicht-Lesungen rund um Kunst, Natur und Zwischenmenschliches mit musikalischer Begleitung. Ich komme gern an Veranstaltungsorte wie Kultureinrichtungen, Galerien, Literaturhäuser, Buchhandlungen, Bibliotheken, Cafés und Begegnungsstätten für Jung und Alt. Kontakt unter: lilli.vostry@web.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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