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Kategorien-Archiv: Projekte

Leipziger Buchmesse: Besondere Bücherschätze auf der Antiquariatsmesse

19 Donnerstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Wo Literaturgenuss zeitlos ist: Raritäten und Klassiker entdecken auf der Leipziger Antiquariatsmesse

Antiquariate sind Hüter von Geschichten, Ideen und Sammlungen, die Generationen überdauern – vom seltenen Einzelstück bis zu ganzen Bibliotheken. Jedes Jahr aufs Neue macht die Leipziger Antiquariatsmesse diese stille Arbeit und ihre einzigartigen Schätze für ein breites Publikum sichtbar. Im Rahmen der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März können Messebesucher:innen in Klassikern vergangener Zeiten schmökern, in ganz besonderen Sammlungen fündig werden und vor allem ihre Lieblingsausgaben direkt vor Ort erwerben.

In Messehalle 5 präsentieren in diesem Jahr 36 Antiquariate aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ihre Bestände: Neben wertvollen antiquarischen Büchern, Drucken oder handsignierten Ausgaben, Grafiken, Illustrationen oder Briefen wartet auch jede Menge Lesestoff zu günstigen Preisen auf alle Bücherfreund:innen. Wie gewohnt finden sie in den prall gefüllten Regalen der beliebten Literaturmeile, was das Herz begehrt. Und auch das Messecafé lädt wieder dazu ein, sich zwischen dem Stöbern ein Päuschen zu gönnen.

Ein Auszug aller antiquarischen Exponate wird im Messekatalog angeboten, von dem gerade rund 4.000 Exemplare in Deutschland und Europa verschickt wurden. Er ist auch als Onlineversion auf der Website des Veranstalters abooks.de erhältlich.

Schätze hinter Glas und eine Hommage ans Lesen – die Highlights der 32. Antiquariatsmesse

Die kostbarsten Raritäten können Interessierte in Glasvitrinen bewundern, wie zum Beispiel eine der seltenen Veröffentlichungen von Franz Kafka zu Lebzeiten: die 1913 bei Kurt Wolff in Leipzig erschienene Erzählung „Der Heizer“ (im Bonner Antiquariat Walter Markov) oder eine vor hundert Jahren erschienene Ausgabe des Filmromans „Metropolis“, von der Autorin Thea von Harbou eigenhändig signiert (im Karlsruher Antiquariat Haufe & Lutz).

Das Bautzener Antiquariat zum Dom bietet einen Rückblick auf das Leseland DDR mit einer interessanten Sammlung signierter Briefe, unter anderen von Anna Seghers und Erwin Strittmatter an eine DDR-Schul-AG. Der Anbieter Jugendstildesign G. Schöll stellt seine herausragende Sammlung zur Buchgrafik des Jugendstils und des deutschen Expressionismus mit fast 200 Werken vor. Hier finden sich so prachtvolle Ausgaben wie „Der Blaue Reiter“ von Wassily Kandinsky, Franz Marc und Arnold Schönberg aus dem Jahr 1914 oder Goethes „Reinecke Fuchs“, illustriert von Lovis Corinth, von 1921.

In einer gemeinschaftlichen Sonderausstellung greifen mehrere Antiquariate, darunter das Antiquariat Krikl aus Wien und die Wiener Filiale des Roten Antiquariats, das Fokusthema der diesjährigen Leipziger Buchmesse auf: Unter dem Motto „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ stellen sie mit ausgewählten antiquarischen Büchern die Literatur- und Kunstgeschichte dieses Kulturraumes dar, in dessen Zentrum die österreichisch-ungarischen Impulse für die Moderne des frühen 20. Jahrhunderts stehen.

In der neben dem Messecafé eingerichteten Leseecke werden in diesem Jahr Lesungen stattfinden. Mit „Einfach Literatur“ ist beispielsweise Daria Razumovych zu Gast auf der Antiquariatsmesse. Sie liest aus ihrem gemeinsam mit Klaus Willbrand geschriebenen Buch und würdigt damit ihren im letzten Jahr verstorbenen Co-Autor, Antiquar und TikTok-Star, der Zeit seines Lebens dazu einlud, sich mit Weltliteratur zu beschäftigen, und damit eine große Fangemeinde in den sozialen Medien erreichte.

Organisiert wird die Leipziger Antiquariatsmesse von Marianne Fleischer-Bartsch von abooks.de in enger Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse. In direkter Nachbarschaft befindet sich wieder der Ausstellungsbereich Buchkunst und Grafik, der die Antiquariatsmesse kreativ ergänzt: Hier finden sich künstlerische Buchprojekte und Handwerkskunst rund ums Buch sowie interaktive Formate an den Ständen von Kunsthochschulen, des Museums für Druckkunst Leipzig, der Buchbinder-Landesinnung Sachsen und an den Künstlerständen auf dem Marktplatz Druckgrafik. Zudem präsentiert und prämiert die Stiftung Buchkunst an ihrem Stand wieder die schönsten Bücher aus aller Welt.

Die Leipziger Antiquariatsmesse findet auf der Leipziger Buchmesse vom 19. bis 22. März 2026 statt. Die Tickets der Leipziger Buchmesse gelten auch für die Antiquariatsmesse und sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Über die Leipziger Buchmesse
Über die Leipziger MesseText: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:     
www.leipziger-buchmesse.de
https://blog.leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse auf Social Media:
www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
www.instagram.com/leipzigerbuchmesse
www.linkedin.com/company/leipziger-buchmesse
www.threads.net/@leipzigerbuchmesse

Manga Comic Con:
www.manga-comic-con.de
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www.instagram.com/mangacomiccon

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Eintauchen in fantastische Welten & Grusel mit Tiefgang: Der kleine Buchheim Verlag Grimma hat eine spannende und aufregende Nische gefunden

18 Mittwoch Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zauberhaft & geheimnisvoll: Mit dem fantastischen Historienroman „Die Kuratorin“ von Owen King hat der kleine Buchheim Verlag Grimma von Inhaber Olaf Buchheim und seiner Ehefrau Yuka großen Erfolg.

Erfolgreich mit fantastischen Gruselgeschichten
Der kleine Buchheim Verlag in Grimma hat großen Erfolg mit der deutschen Erstausgabe „Die Kuratorin“ von Owen King. Wie er sich auf dem Buchmarkt behauptet, erzählt Verleger Olaf Buchheim zur bevorstehenden Leipziger Buchmesse.
Gleich hinter dem Eingang zum Verlagsbüro steht eine Dame, die unmittelbar einem der fantastischen Romane entsprungen scheint. Sie trägt ein elegantes schwarzes Kleid mit weißem Spitzenkragen, magischem Dreieck-Zeichen am Revers und einen breitkrempigen Hut mit hellen und dunklen Rosen. Ihr Blick ist versunken, nach innen gerichtet. Auf ihrer Schulter sitzt eine weiße Katze mit wachem Blick. Die geheimnisvolle Dame auf dem lebensgroßen Pappaufsteller ist die Titelheldin im Roman „Die Kuratorin“ von Owen King, der im März 2025 erstmals in deutscher Übersetzung im Buchheim Verlag Grimma erschien. Ein großer Erfolg für Olaf Buchheim. Schließlich ist Owen King kein Unbekannter – als Sohn des berühmten US-Schriftstellers Stephen King. Im vergangenen Jahr wurde sein fantastischer Historienroman auf der Leipziger Buchmesse als signierte Vorzugsausgabe gefeiert. Gelobt wird das Buch als „Dickens`sche Fantasie voller Illusionen und Charme, in der Katzen verehrt werden, Gelehrte Revolutionäre sind, Diebe edel und Zauberer die wunderbarsten Verbrecher.“

Drei Stunden Anstehen für ein Owen-King-Buch

„Mir gefällt die Kreativität und Erzählweise dieses Romans, aber es ist keine Kuschelgeschichte“, sagt Verleger Olaf Buchheim. „Die Leute warteten auf der Buchmesse bis zu drei Stunden auf ein handsigniertes Exemplar der ‚Kuratorin` von Owen King“, erzählt er stolz. Eine Sternstunde war das in seiner Verlagstätigkeit. „Für unsere Verhältnisse hat es sich sehr gut verkauft.“ Von der ersten Auflage mit 666 Büchern gebe es nur noch einige Restexemplare. Seit Ende Februar diesen Jahres ist „Die Kuratorin“ nun auch als Buchhandelsausgabe erhältlich. In zauberhaft illustriertem Hardcover mit Farbschnitt und neuem Cover mit eben jener Dame im schwarzen Kleid. Der Buchheim Verlag befindet sich hingegen in einem eher unauffälligen, schlichten, weißgestrichenen Barackenbau auf der Lausicker Straße 5 am Stadtrand von Grimma. In dem grauen Gebäude mit morbidem Industriecharme gegenüber hat er in einer Halle sein Bücherlager. „Wir investieren unsere Mittel lieber in schöne Bücher, für Illustratoren, Übersetzer, Lektoren und nicht ins Gebäude“, sagt Olaf Buchheim. „Bei uns ist das Gestalterische wichtig.“

2015 ist er gestartet als „Quereinsteiger“ mit seinem Kleinverlag. Zusammen mit seiner Frau Yuka Buchheim, einer Japanerin. Sie hat Biochemie studiert und kam nach Grimma durch ein Internationales Musikantentreffen. Seit 2006 lebt Yuka Buchheim in Grimma. Sie arbeitet als Grafikerin und bringt die Bücher in Form im Buchheim Verlag. Von manchen grusligen Illustrationen bekam sie anfangs Albträume, gibt Yuka Buchheim zu. Sie liest auch japanische Geistergeschichten, die aber nicht blutig seien. Zu zweit haben sie die Werbeagentur mit Stickerei erfolgreich zum Verlag ausgebaut, unterstützt von zwei jungen Mitarbeitern. Dort erhalten Textilien wie Tshirts zu verschiedensten Anlässen maschinell passende Aufnäher mit Schrift oder werden bedruckt. Damit finanzierte Olaf Buchheim anfangs auch die Kosten für die Bücher. “Wir wollten die eigene Leidenschaft für Geschichten ins Berufliche übertragen“, so Buchheim. Fantastische Literatur fasziniert ihn seit seiner Kindheit. Später las er auch Horrorgeschichten von Stephen King – ohne zu ahnen, dass er später Geschäftspartner von dessen Sohn werden würde. Dieses Glück hat ein Stück weit mit dem ersten Buch zu tun, das im März 2017 im Buchheim Verlag erschien: „Der Fährmann“ von Christopher Golden, mit dem eine mythologische Gestalt in die Gegenwart einbricht und Chaos verursacht in diesem klassischen Gruselroman mit Tiefgang.

Olaf Buchheim hatte den Autor während seiner Zeit als Austauschschüler in den USA, in Muskegon am Michigansee 1996/97 für sich entdeckt und bot ihm an, ihn auf den deutschen Markt zu bringen. Mit Erfolg. „Der Fährmann war 2017  das bestverkaufte Buch in der Phantastik-Buchhandlung auf der Leipziger Buchmesse. Es war ein toller Anfang“, resümiert Buchheim. Auch wenn sich längst nicht alle gedruckten Buchexemplare verkauften. „Anfangs dachte ich, wenn man Größen wie den Übersetzer von Stephen King und mit John Howe einen großartigen  Illustrator der Werke Tolkiens gewinnt, hätte hat man gute Chancen so ein Buch im Handel zu platzieren. Doch ich kannte schlicht die Vertriebsstrukturen nicht.“ Inzwischen hat er rund 60 Buchtitel im Buchheim Verlag herausgebracht, die Besucher in einem Raum im Verlag anschauen können. Und Christopher Golden war es schließlich, der ihn mit Owen King zusammenbrachte. Und dafür sorgte, dass sich ein kleiner Verlag aus dem Muldental im großen Geschäft behaupten kann.

Horror-Literatur als facettenreiche Nische

„Unsere Nische ist die Horror-Literatur in vielfältigen Facetten. Meist sind das amerikanische Lizenzen in hochwertigen Sammlerausgaben, aber auch unsere regulären Hardcover-Bücher haben oft von Künstlern gestaltete, besondere Buchcover, eine Fadenbindung sowie ein Lesebändchen“, so Buchheim. Da stecken viel Herzblut und Aufwand dahinter. Dies weiß die Leserschaft im gesamten deutschsprachigen Raum bis nach Österreich und die Schweiz zu schätzen. „Unsere Sichtbarkeit müssen wir uns hart erarbeiten, weil kleine unabhängige Verlage meist nicht in Buchhandlungen vertreten sind. Oft liegt der Fokus auf bekannten Namen, und neue Autoren und Genres haben es schwer“, so seine Erfahrung. Kleine inhabergeführte Buchläden hingegen, wie der „Bücherwurm“ in Grimma, kennen ihre Kunden, wissen was sie gern lesen und empfehlen ihnen auch einmal etwas Neues. Dort gibt es daher auch einige Bücher aus seinem Verlag wie „Die Kuratorin“ und auch bei Thalia in Leipzig stehen ein paar Horror-Titel aus dem Buchheim-Verlag. „Die meisten Bücher werden jedoch in unserem Online-Shop direkt von unseren Lesern bestellt“, so der Verleger. Dieses Jahr gibt es am Messestand von Olaf Buchheim in Leipzig (Halle 3, D505) am 20.3. um 11 Uhr und am 21.3., um 14 Uhr eine Signierstunde. Zu Gast sind Oliver Kern mit seinem Noir-Thriller „Chocolat Rouge“ und der indigene amerikanische Autor Stephen Graham Jones mit dem Horror-Roman mit historischem Hintergrund „The Buffalo Hunter Hunter“, welcher letzes Jahr sogar Barack Obama zu unterhalten wusste. Beide Autoren lesen zur Buchpremiere am Sonnabend, um 19 Uhr im Gohliser Schlösschen.

Text + Fotos  (lv)

Weitere Infos unter http://www.buchheim-verlag.de

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Leipziger Buchmesse: Literarische Stimmen aus Südosteuropa

13 Freitag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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TRADUKI auf der Leipziger Buchmesse: „Satz, Land, Fluss. Literarische Strömungen in Südosteuropa“

Mit jeweils vier Veranstaltungen auf der Donaubühne sowie 14 Veranstaltungen auf der TRADUKI-Kafana (Halle 4/D403) bringt das multinationale Literaturnetzwerk TRADUKI viel Südosteuropa nach Leipzig. In der Gemeinschaftspräsentation sind mehr als 15 Autor:innen aus Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, der Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien und Slowenien zu erleben – darunter Gabriela Adameșteanu, Iulian Ciocan, Ena Katarina Haler, Frosina Parmakovska, Slađana Nina Perković, Slobodan Šnajder und András Visky – aber auch Diaspora-Stimmen wie Betty Boras, Marko Dinić, Maja Iskra und Jehona Kicaj. 

Für den Titel „Satz, Land, Fluss. Literarische Strömungen in Südosteuropa“ hat sich TRADUKI vom diesjährigen Fokusthema „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ inspirieren lassen, denn TRADUKI organisiert vier Veranstaltungen im Rahmen dieses Projektes. Aber auch bei seinen anderen Events stellt TRADUKI aktuelle literarische Strömungen in Südosteuropa in den Mittelpunkt. Worte sind wie Flüsse: Sie können verbinden, entzweien, mitreißen oder einen kalt lassen. Ein Fluss kann von Ufer zu Ufer, von Anlegestelle zu Anlegestelle Bedeutung und Antlitz ändern. Ist er Endpunkt der eigenen Welt oder Sprungbrett für neue Erlebnisse? Schlusssatz oder Ankündigung?

HIGHLIGHTS aus dem TRADUKI-Programm in Leipzig 2026

Donnerstag, 19. März 2026, 14.00 Uhr, TRADUKI Kafana (Halle 4, D403)
Völkermord, Vertreibung, Aussiedlung, Zwangsarbeit, Lagerhaft – ein Panoptikum des Grauens. Von der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten │ Moderation: Jörg Plath

Der rumänisch-ungarische Autor András Visky hat mit seinem poetisch durchgeformten Roman Die Aussiedlung (Suhrkamp) für großes Aufsehen gesorgt. Lange ist nicht so eindringlich, hellsichtig, lakonisch, ‘kindlich’ über das Leiden Vertriebener geschrieben worden. Die bulgarische Autorin Justine Toms spannt in Ustine (eta Verlag) den Bogen vom Völkermord an den Armenier:innen, dem das Mädchen Ustine nur knapp entkommt. Ihre Lebens- und Liebensreise führt sie von Paris nach Bulgarien. Doch der zweite Weltkrieg zerstört alle Zukunftspläne und auf sie warten Entbehrungen und sozialistische Arbeitslager.

Freitag, 20. März 2026, 12.00 Uhr, TRADUKI Kafana (Halle 4, D403)
Superkraft Satire? Wenn Literat:innen mit Potentat:innen abrechnen │ Moderation: Michael Martens

Vielleicht ist Iulian Ciocan ein begnadeter Hellseher ein großer Satiriker ist er auf jeden Fall. Als Putin 2014 die Krim besetzte, schrieb der moldauische Autor gerade an seinem Roman Am Morgen kommen die Russen (Dittrich Verlag). Hier versucht ein junger Moldawier seinen dystopischen Roman über eine russische Invasion zu veröffentlichen. Dystopie? Auch der serbische Autor, Kolumnist und Aktivist Marko Vidojković kämpft mit bitterbösem Humor gegen ein Regime, das die Zerreißprobe mit der eigenen Bevölkerung sucht.

Freitag, 20. März 2026, 14.00 Uhr, Donaubühne (Halle 4, D300/C301)  
Studentenproteste in Serbien. Situation und Perspektiven │ Moderation: Krsto Lazarević

Es sind die größten Studentenproteste in der jüngeren serbischen Geschichte. Deren Ausgang ist noch ungewiss: Zu sehr überschlagen sich die Ereignisse, zu unübersichtlich sind die Machtverhältnisse und Einflusssphären, zu fragil die Sicherheitslage. Im Gespräch mit Dejan Atanacković, Anastazija Govedarica Antanasijević und Michael Martens sortieren wir die aktuelle Situation und die Perspektiven in diesem Land.

Samstag, 21. März 2026, 11.00 Uhr, Donaubühne (Halle 4, D300/C301)  
Erinnerung als Widerstand. Formen, Wandel und Herausforderungen der Erinnerungskultur │ Moderation: Vedran Džihić

Wie weiterleben nach einer Kriegs-Katastrophe? Gibt es eine (oder mehrere?) Kultur(en) des Gedenkens? Was, wenn individuelles und kollektives Erinnern politisch vereinnahmt werden oder Erinnern zum Akt des Widerstands selbst wird? Welche (Aus)-Wege kann die Literatur bieten, wenn die Zeitzeug:innen weniger werden, wenn die sozialen Medien geflutet werden von KI-generierten Holocaust-Bildern oder revisionistische Narrative eine nie dagewesene Vergangenheit erschaffen? Marko Dinić, Blerina Rogova-Gaxha und Dubravka Stojanović diskutieren diese Fragen.

Samstag, 21. März 2026, 20.00 Uhr, UT Connewitz
Balkannacht. Literatur und Musik im UT Connewitz │ Moderation: Amir Kamber und Vivian Perkovic

Schon traditionell nimmt das Netzwerk TRADUKI die Gäste im UT Connewitz mit auf eine ganz besondere nächtliche Reise – kreuz und quer durch den Balkan. Präsentiert und gefeiert wird die vielstimmige Literatur Südosteuropas mit Maja Iskra, Jehona Kicaj, Kristian Novak, Robert Şerban und András Visky. Für die Party danach sorgt die slowenische Rapperin Masayah, bekannt für ihre energiegeladene Bühnenpräsenz.

Das Konzert findet mit Unterstützung von SKICA Berlin statt. 

Das gesamte Programm von TRADUKI unter: https://traduki.eu/lbm-26/ 

Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März 2026 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Über TRADUKI 
Das Netzwerk TRADUKI ist ein Projekt des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, des Forum Literaturübersetzen Österreich im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich, des Goethe-Instituts, der S. Fischer Stiftung, der Slowenischen Buchagentur, des Ministeriums für Kultur und Medien der Republik Kroatien, des Ministeriums für Äusseres, Umwelt und Kultur des Fürstentums Liechtenstein, der Kulturstiftung Liechtenstein, des Ministeriums für Wirtschaft, Kultur und Innovation der Republik Albanien, des Ministeriums für Kultur der Republik Serbien, des Ministeriums für Kultur Rumäniens, des Ministeriums für Kultur und Medien von Montenegro, der Leipziger Buchmesse, des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Nordmazedonien und des Ministeriums für Kultur der Republik Bulgarien.

Text:  Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

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BilderAlbum: Die DNA des Ostens & viele weitere spannende Neuerscheinungen von Verlagen aus Mitteldeutschland

13 Freitag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Leselust & Bücher & die Menschen dahinter: 20 Verlage stellten ihre Neuheiten vor, eine bunte, illustre, einfallsreiche, spannende und beeindruckende Mischung aus historischer Regionalliteratur bis zu hochaktuellen Themen. Für Neugierige und Lesehungrige kurz und anschaulich zusammengestellt in der Broschüre „Wir sind Dein Buch“, herausgegeben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.

Bühne frei für die Bücher-Neuheiten

20 Verlage aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stellten ihre druckfrischen Werke in beeindruckender Vielfalt am Mittwoch im Haus des Buches in Leiipzig vorab zur Leipziger Buchmesse vor.

Wie vielfältig, lebendig und überraschend die hiesige Verlagslandschaft ist, zeigten am Mittwoch 20 Verlage mit je drei Neuerscheinungen in einem Pressegespräch im Haus des Buches vorab zur Leipziger Buchmesse (vom 19. bis 22. März). Eingeladen hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, der erstmals eine Broschüre „Wir sind Dein Buch“ – Lesetipps aus Mitteldeutschland und die Menschen dahinter – herausgab. Darin stellen sich insgesamt 35 Verlage, neue und bekannte, mit einer Fülle an literarischen Genres und Themen vor, die mit Herz, Fantasie, Humor und Anspruch für alle Altersgruppen gestaltet, für reichlich Entdeckungen und Lesevergnügen für verschiedene Geschmäcker sorgen.

Text + Fotos (lv)
Mehr zu einzelnen Büchern demnächst auf diesem Blog.

Link zur online-Ausgabe von „Wir sind Dein Buch“: https://www.book2look.com/book/imNcvqLDGF

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Leipziger Buchmesse: Literarische Vielfalt mit den Unabhängigen Verlagen & Lyrikpanorama zum Welttag der Poesie

10 Dienstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Allgemein, Kultur, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Das Forum » Die Unabhängigen « auf der Leipziger Buchmesse 2026

Vom 19. bis 22. März 2026 ist das Forum » Die Unabhängigen « zum neunten Mal auf der Leipziger Buchmesse zu finden. An vier Messetagen werden bei rund 45 Veranstaltungen zahlreiche Autor:innen, Herausgeber:innen, Übersetzer:innen und Verleger:innen vor Ort sein. Im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr (am Sonntag bis 16.30 Uhr) finden halbstündige Lesungen zu Neuerscheinungen sowie die Verleihung des Kurt Wolff Preises statt. Mit zahlreichen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Podiumsgästen aus ganz Europa wird der Blick in diesem Jahr erneut darauf gerichtet, was uns als Gesellschaft bewegt und welche ästhetischen Maßstäbe Literatur setzt. Organisiert wird das von Carolin Callies kuratierte Projekt von der Kurt Wolff Stiftung und der Leipziger Buchmesse. Das Programm findet live in Halle 5 / H313 statt und wird zudem via Livestream online zu verfolgen sein.

Die Bar am Forum bietet neben erfrischenden Getränken den besten Espresso der Buchmesse ausgeschenkt von Verlegerinnen und Verlegern unabhängiger Verlage.

Darüber hinaus geht es am Buchmesse Samstag (21. März) mit » Die Unabhängigen. Spätausgabe « für einen Abend runter vom Messegelände in den Westflügel Leipzig. Dort lesen ab 19.30 Uhr achtzehn Autor:innen auf zwei Bühnen aus ihren Romanen, Lyrikbänden und Sachbüchern.

»Die Unabhängigen « auf dem Messegelände

Das Programm rund um die Neuerscheinungen bildet auch in diesem Jahr wieder die literarische Vielfalt und die hohe Qualität der unabhängigen Verlage ab. Etablierte Stimmen treffen auf neue literarische Talente, internationale auf deutschsprachige Perspektiven. Hochkarätige Literatur hören wir mit den Romanen von Ruth Herzberg, Verena Stauffer, Leander Steinkopf oder Julia Weber; Prosadebüts wie die von Clemens Brodeßer (»Corky«) und Jessica Mawuena Lawson (»Kekeli«) dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Erneut sind internationale Autor:innen auf dem Forum zu Gast: Mit Emanuela Anechoum (Italien), Gaëlle Bélem (Frankreich), Simon Chevrier (Frankreich), Dario Ferrari (Italien), Julia Fiedorczuk (Polen), Unė Kaunaitė (Litauen), Marek Torčík (Tschechien) und Suzana Tratnik (Slowenien) sind herausragende Stimmen weiterer Sprachräume vertreten – vorgestellt mit oder von ihren Übersetzer:innen. Das Fokusthema der Messe unter dem Motto »Donau – Unter Strom und zwischen Welten« findet mit der literaturgeschichtlichen Publikation »Aufbruch ins Innere Europas. Von Hermann Hesse bis Peter Handke« von Werner Anzenberger seinen Aufschlag.

Mehrere Neuerscheinungen widmen sich dieses Mal dem Thema des Erinnerns an eine zurückgelassene Heimat: Der gebürtige Ukrainer Yuriy Gurzhy, der in Berlin lebt, erzählt in »Ein Aquarium voller Schlüssel« von Charkiw und den Fotos seines Vaters. Die georgische Lyrikerin Bela Chekurishvili vermisst mit »Margo ist fort« den Abstand zwischen der verlassenen Heimat und dem Leben im selbstgewählten Exil – ebenso wie die kurdische Lyrikerin Yildiz Çakar in »Dunkles Siegel«. Die in Bagdad geborene Mona Yahia erzählt mit »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie.

Am Samstag, dem 21. März, wird der Welttag der Poesie mit der besonderen Veranstaltung »Lyrikpanorama« gefeiert – eine ganze Stunde mit vier Neuerscheinungen: Die Herausgeber:innen Tamer Düzyol & Alina Plohmann bringen ihre Anthologie »Bad Times Poetry. Schluss mit schönen Worten« mit, Anke Bastrop (»Verborgene Landschaften«), Hannah K Bründl (»schilfern«) und Nasima Sophia Razizadeh (»Entschwebung«) sind mit ihren druckfrischen Lyrikbänden dabei.

Das Forum widmet sich seit jeher wichtigen gesellschaftlichen Debatten. Der Historiker Alexander Querengässer unternimmt mit »Gewalt. Eine Kulturgeschichte des Krieges« einen Erklärungsversuch, warum gewaltsame Konflikte der Menschheit eingeschrieben zu sein scheinen; Robert Schuberth bespricht in »Vom Antisemitismus, der keiner sein will« die Linie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung, während der Band des Soziologen und Ökonoms Friedrich Pollock (1894-1970) mit »Schriften zu Nationalsozialismus und Antisemitismus« eine historische Perspektive bietet. Am Messedonnerstag, 19. März 2026, um 11 Uhr, wird, eingeladen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, zum Thema »Zwischen Algorithmus und Aufklärung: Unabhängige Verlage und die Zukunft der Demokratie in Zeiten von KI und Desinformation« diskutiert.

Auch die Popkultur findet ihren Platz: Wolfgang Wissler untersucht in »Based on a true Story« Filme nach ihren wahren Begebenheiten, die Musikerin und Autorin Ariana Zustra feiert in »Don’t Stop the Music« unsterbliche Popstars und Rüdiger Dannemann widmet sich Bob Dylans Songphilosophie. Der Schauspieler und Regisseur Pierre Sanoussi-Bliss stellt seine Autobiografie »Den Rest hab ich verdrängt« vor, und der Hörfunkjournalist Philipp Cavert präsentiert die Biografie von Harry Meyen, dem Schauspieler und Ehemann von Romy Schneider.

Wichtige Anziehungspunkte sind zudem die Verleihung des Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik, (19. März, 14 Uhr), der »Buchhandelstreff« unser Empfang für Buchhändlerinnen und Buchhändler (20. März, ab 17 Uhr) sowie traditioneller Höhepunkt am Messe-Freitag um 13.00 Uhr, die Verleihung des Kurt-Wolff-Preises, der in diesem Jahr an die Edition Tiamat (Hauptpreis) und an Starfruit Publications (Förderpreis) geht.

Die Unabhängigen. Spätausgabe

Zum sechsten Mal zieht das Forum » Die Unabhängigen « in die Stadt zur » Spätausgabe « Im Westflügel Leipzig beginnt die Veranstaltung mit achtzehn Autor:innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich am Messesamstag, dem 21. März 2026, um 19.30 Uhr. Auf zwei Bühnen lesen die Autor:innen in thematisch kuratierten Blöcken. Mit dabei sind: Wilhelm Bartsch, Xaver Bayer, Dirk Bernemann, Alisha Gamisch, Bernard Hoffmeister, Bianca Jankovska, LJ Jeschke, Ricarda Junge, Ulli Lust, Domenico Müllensiefen, Lisa-Viktoria Niederberger, Hendrik Otremba, Annette Ramelsberger, Ulrike Almut Sandig, Sophie Sumburane, Kinga Toth, Cornelia Travnicek, Eva Christina Zeller. Die Spätausgabe moderieren Sabine Franke, Linn Penelope Rieger und Jörg Schieke.

Das komplette Programm im Forum ›Die Unabhängigen‹: kurt-wolff-stiftung.de/dua-2026/#programm 

Das Programm der Spätausgabe: kurt-wolff-stiftung.de/dua-spaetausgabe-2026/

Tickets für die Spätausgabe: westfluegel.de/veranstaltung/die unabhaengigen spaetausgabe/

Live Streams: youtube.com/@kurtwolffstiftung6170/streams

Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März 2026 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Über die Leipziger Buchmesse
Über die Leipziger Messe

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:     
www.leipziger-buchmesse.de
https://blog.leipziger-buchmesse.de

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Neuer Besucherrekord bei der Blumenschau „Dresdner Frühling im Palais“ Großer Garten in Dresden

08 Sonntag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Opulent inszeniert: Mit der „Tafel der Vielfalt“ entfaltete sich beim Dresdner Frühling im Palais eine eindrucksvolle Komposition aus gärtnerischen und floristischen Arbeiten. Besucher konnten die facettenreiche Blütenpracht aus nächster Nähe erleben. Foto: Sebastian Thiel

Besucherrekord für Dresdner Frühling im Palais

Dresden, 8. März 2026 (tpr) – Am Sonntagabend endet die zehnte Ausgabe der Blumen- und Floristikausstellung „Dresdner Frühling im Palais“ im Palais im Großen Garten Dresden. Die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen (FGS) rechnet damit, dass bis zum Abend insgesamt etwa 43.000 Besucher das Gesamtkunstwerk aus Tausenden blühenden Pflanzen und Gehölzen sowie meisterhafter Floristik gesehen haben werden. Das ist ein neuer Rekord für die Schau, die unter der Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stand.

„Die Besucher haben sich von den Wundern der Natur verzaubern lassen“, sagt der Veranstalter und FGS-Geschäftsführer Tobias Muschalek. „Das Gästebuch ist voller Worte des Dankes und der Begeisterung – das berührt uns! Viele haben lange Anfahrtswege und teilweise Wartezeiten in Kauf genommen, um die Ausstellung zu sehen. Dafür bedanke ich mich im Namen aller, die an dieser Schau mit Herzblut mitgewirkt haben, ganz herzlich.“ Neben Dresdnern und Gästen aus Sachsen kamen auch Besucher aus allen weiteren ostdeutschen Bundesländern sowie aus Niedersachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.Die Jubiläumsausgabe stand unter dem Motto „Oh Blütenwelt – welch‘ Wunder!“ und zeigte in den Sälen und Salons des Lustschlosses zehn Tage lang farbenprächtige und frühlingshaft duftende Szenen. Höhepunkt war eine fast sechs Meter hohe Baumskulptur im großen Saal des Palais. Als Weltenbaum stand sie für die majestätische Schönheit der Natur. 22 Gartenbaubetriebe aus Sachsen hatten monatelang darauf hingearbeitet, etwa 40.000 Pflanzen punktgenau zum Blühen zu bringen. Eigens für die Ausstellung produzierten sie dabei auch besondere Sorten wie Butterfly-Ranunkeln oder frühblühenden Islandmohn.

Nächstes Highlight: Blühendes Sachsen
dresdner Frühling im Palais ist die größte Indoor-Frühlingsblütenausstellung in Deutschland. Seit 2006 knüpft sie alle zwei bis drei Jahre an die Tradition der opulenten Blüten-, Pflanzen- und Früchteschauen in Dresden an, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die nächste Schau ist für 2028 geplant – genau 200 Jahre nach der ersten öffentlichen Ausstellung seltener Früchte und Gewächse im Palais im Großen Garten.Blumen- und Gartenfreunde können sich schon in diesem Jahr auf ein weiteres Highlight freuen: Am 25./26. April laden bei der Aktion „Blühendes Sachsen“ etwa einhundert Gärtnereien und Baumschulen im Freistaat zum Besuch und präsentieren aktuelle Blumen- und Gartentrends. Es ist der offizielle Start in die Beet- und Balkonpflanzensaison. Informationen gibt es unter www.bluehendes-sachsen.de.

Rückblick Besucherzahlen Dresdner Frühling im Palais:
2023: 42.050 Besucher
2020: 40.700 Besucher
2018: 36.800 Besucher

Text: Anne Jungowitz

Über Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mbH:
Die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mit Sitz in Dresden fördert alle Zweige des Gartenbaus und seiner Betriebe in beruflicher, wirtschaftlicher, fachtechnischer und kultureller Hinsicht. Die Förderung besteht u.a. in der Durchführung von Gärtner- und Floristenbörsen, in der Durchführung von Ausstellungen, Blumenschauen und Messen sowie von Seminaren, Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen. Darüber hinaus fördert sie den Berufsnachwuchs und berät die u.a. die im Gartenbauverband Mitteldeutschland e.V.  organisierten berufsständischen Unternehmen, darunter rund 320 Gemüsebau- und Zierpflanzenbetriebe, Einzelhandels-, Stauden- und Friedhofsgärtnereien sowie Baumschulen.

 

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Ausstellung „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich im Einnehmerhaus Freital

07 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Steinsonne & Eisblumen & Baumstrukturen… Die Natur malt, zeichnet mit in der derzeitigen Ausstellung mit Fotografie im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2.

Farben- und Formenfülle in Bildern & Klängen:  Mit zauberhaftem Spiel voller Hingabe an der Harfe begeisterte Aerdna Harp (Andrea Dorschner) zur Ausstellugseröffnung die Besucher. Bettina Liepe, Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus bedankte sich herzlich.

Steinfarben & Steingesichter: Einen besonderen Blick dafür hat Jürgen Dittrich, von Beruf Geologe und seit vielen Jahren als Fotograf in der Natur unterwegs.

Zauberhafte Naturaufnahmen

Die reichhaltige Farb- und Formenfülle von Gesteinen und Landschaften zeigt die Ausstellung „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich derzeit im Einnehmerhaus Freital.

Steinfarben, Eisblumen, Baumstrukturen und Schwünge in der Landschaft. Die Natur malt, zeichnet mit in reichlicher Farben- und Formenfülle in der ersten  Ausstellung dieses Jahres mit dem Titel „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital e.V., Dresdner Straße 2. In der Reihe „Sinn und Eigensinn“, in der Vereinsmitglieder und Freunde des Hauses ihre Arbeiten vorstellen, zeigen sie in langjähriger Freundschaft entstandene Aufnahmen von ihren gemeinsamen Fototouren und der Suche nach besonderen Motiven.

Zur Eröffnung in der Keramikwerkstatt am vergangenen Sonntagnachmittag waren alle Plätze besetzt. „Vor einem Monat standen wir hier noch im Bauschutt und sind froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Bettina Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus. Das gehört  jetzt dem Verein.

Das Einnehmerhaus gehört jetzt dem Kunstverein

Im Dezember 2024 wurde der Kaufvertrag mit der Stadt Freital unterzeichnet wurde. Damit wird auch das Engagement des Kunstvereins gewürdigt und sichert ihm langfristig sein Domizil. Die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen werden peu a peu umgesetzt. Mit viel Hingabe und zauberhafter Klangfülle an der Harfe brachte Andrea Harp alias Andrea Dorschner die Räume zum Klingen. Feinsinnig, ausdrucksreich und fantasievoll lassen die Fotografien dem Betrachter viel Raum für eigene Wahrnehmung. Sie zeigen faszinierende Naturaufnahmen, darunter rote Flechten auf Gestein, Blätter unterm Eis, hauchfeines „Haareis“, Wasserbewegung, Lerchennadeln, eine Steinsonne, ein Fensterblick mit getigerter Katze und ein Sandsteingesicht. „Die Stein-Geschichten liegen mir besonders am Herzen, ihre verblüffend natürliche Vielfalt bezüglich Struktur und Farbe“, sagt Jürgen Dittrich. Er ist Jahrgang 1944, Geologe von Beruf und seit vielen Jahren ambitionierter Hobbyfotograf.

„Wir wollten diese Ausstellung noch zusammen machen. Wolfgang Nassler wusste davon und war erfreut darüber“, so Dittrich. Vier Monate später, im April 2025 starb er 85-jährig nach langer, schwerer Krankheit. Jürgen Dittrich erinnerte an dessen reges Schaffen und stellte Nasslers Bilder vor. Seine Frau hörte es gerührt und freute sich über die Blumen. Wolfgang Nassler war Urfreitaler, erfolgreich als Diplomingenieur im Hochbau und Leiter von Ingenieurbüros und viele Jahre fotografisch kontinuierlich unterwegs. Die beiden hatten 2017 bereits eine Ausstellung „Unterwegs in Nah und Fern“ mit ihren Fotografien im Einnehmerhaus.

Variationen zur Farbe in der Landschaft

Die neue Ausstellung vereint verschiedene Sichtweisen, die kontrastieren und einander ergänzen. Von Wolfgang Nassler stammen die fotografischen Variationen zur Farbe in der Landschaft. Ein Bild von ihm hängt einzeln, fast schwarz-weiß, mit rotem Signal am Waggon. „Der Zug ist abgefahren…“, so der vieldeutige Bildtitel. „Die Zeichen des Käfers“ im Holz von Dittrich erinnern in der Form an die Kunst der Aborigines, den australischen Ureinwohnern und andere Naturvölker. „Ich sehe das Schöpferische, wenn dort in einer Aufnahme das kleine Bäumchen wie aus dem Nichts wächst“, sagt Ausstellungsbesucherin Rosemarie Halmel aus Dresden begeistert. „Die Schönheit und die Kraft, die in der Natur liegen, sind beeindruckend.“ Die Ausstellung ist noch bis 26. April im Einnehmerhaus zu sehen. Zum Mittun in der Dunkelkammer und Fotolabor lädt Thomas Unger vom Kunstvererein im Einehmerhaus nach Absprache ein.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Do und Sa 10 – 17 Uhr, Fr und So 14 – 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de

Bleibende Bilder & Erinnerungen: Die Frau von Wolfgang Nassler, der die Ausstellung nicht mehr selbst miterleben konnte. Er starb nach schwerer Krankheit 85-jährig im April letzten Jahres.

Fasziniert von der Schönheit & Schöpferkraft der Natur: Besucherin Rosemarie Halmel im Gespräch mit Thomas Unger vom Kunstverein im Einnehmerhaus und ebenfalls Fotograf.

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BilderAlbum: Blütenzauber bei der Ausstellung „Dresdner Frühling“ im Palais Großer Garten in Dresden

05 Donnerstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Im Blütenmeer. Schwelgen & Genießen: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.

Im Blütenmeer im Palais Großer Garten in Dresden

Rund 40 000 Blumen und Pflanzen können die Besucher bei der deutschlandweit einzigartigen Frühlingsblumenschau in den wundervollen Räumen im Palais Großer Garten in Dresden bestaunen und bewundern. Noch bis 8. März täglich von 9 bis 20 Uhr.

Die Morgensonne lächelt. Die Luft ist frühlingshaft mild. Auf der Wiese vor dem Palais sprießen die ersten, lila Krokusse. Die Bäume ringsum recken ihre noch schwarzen, filigranen Zweige in die Höhe. Um so reichlicher grünt und blüht es gleich hinter dem Eingang im Palais im Großen Garten, im größten Park der Stadt. Sonnenlicht scheint aus blauem Himmel herein durch die hohen Fenster auf die zauberhafte Blütenpracht. Betörender Duft empfängt die Besucher beim Gang durch die Räume frühbarocker Baukunst. Wasser rinnt leise und sanfte Klänge begleiten den Rundgang durch das Blütenmeer bei der diesjährigen Blumenschau „Dresdner Frühling im Palais“, die bereits zum zehnten Mal stattfindet und schon am Eröffnungswochenende viele Menschen aus nah und fern anzog, die sich an der Vielfalt an Farben, Formen und der Fülle an Frühjahrsblühern und bezaubernden Gewächsen erfreuten.

Mit dieser Frühlingsblumenschau hat die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen eine große Dresdner Tradition wiederbelebt. Deren Wurzeln reichen bis ins 19, Jahrhundert zurück. Und auch der Schirmherr der Schau, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sah sich das blühende Wunder an, das durch gärtnerische Kunst und Floristik zu sehen ist, noch bevor der Frühling in der Natur Einzug hält.

Bezaubernd gleich im ersten Raum ein großes Blumenbeet, um das herum man wandeln und all die Blumenschönheiten, vom kleinen Schneeglöckchen, Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und viele mehr, die das Herz um diese Jahreszeit erfreuen, betrachten kann. Unter der weißen, schon restaurierten, prachtvollen Raumdecke hängen mit Zweigen geflochtene Blumenkränze. An einer Holzwand tummeln sich Schmetterlinge aus Seide vor Blütenblättern. Schönheit und Vergänglichkeit liegen nah beieinander. Glanz, kunstvolle sandsteinerne Skulpturen und rohe Ziegelwände. „Der August der Starke wusste schon was schön ist, dem wir die Kunstschätze in Dresden zu verdanken haben“, sagt eine Mitarbeiterin der Blumenschau mit Blick auf die wunderschönen Räume. Sie steht in einem Raum mit zart rosa blühenden Mandelbäumchen und Torten, geformt aus Mandelblättern und verziert mit leuchtend farbigen Frühlingsblüten. Ein Augenschmaus!

In jedem Raum locken auf zwei Etagen verschiedene, liebe- und fantasievoll in Szene gesetzte Blumenkunstwerke von meisterlicher Hand der Floristen, begleitet von Licht, Klang und Kunstobjekten und Zitaten großer Dichter von Novalis bis Rilke inmitten der Blütenpracht. Im Foyer sind außerdem die Gedichte der Gewinner eines Poesie-Wettbewerbs zur Frühlingsblumenschau zu lesen, umgeben von prächtigen Rhododendronbüschen.

Dresdner Frühling im Palais ist noch bis 8. März täglich von 9 bis 20 Uhr im Palais im Großen Garten zu erleben. Mit etwa 40 000 Blumen und Pflanzen ist es Deutschlands bedeutendste Indoor-Frühlingsblumenschau. Aus heimischen Blumen, gärtnerischen Raritäten und kunstvoller Floristik schaffen Gärtner und Floristen inspiriert von faszinierenden Prozessen in der Natur auf zwei Etagen des historischen Palais im Großen Garten begehbare Raumbilder. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Schirmherr der Ausstellung. www.dresdner-fruehling-im-palais.de

Text + Fotos (lv)

Frühlingsmelodie

Die Morgensonne lässt
den rauen Gesellen
blass aussehen
in den dunklen knorrigen Bäumen
hängen noch welke Blätter
einige treibt der Wind vor sich her
die ersten Knospen schimmern
hell im Geäst emsiges Klopfen
Gezwitscher und johlende Raben
die Gefiederten sind zurück
mit gellenden Rufen
lassen sich einige Wildgänse
im noch leeren Großen Garten nieder
die Sonne wärmt ihr Gefieder
auf der Hauptallee spazieren sie
Richtung Palais
Davor eine lange Warteschlange
drinnen die kunstvolle Blütenpracht
zu sehen noch bevor der Frühling beginnt
die Wildgänse fliegen vergnügt kreischend
über die Köpfe der Wartenden
hin zum Palaisteich
das Wasser funkelt

Im Palais fallen die Tropfen
leis auf das farbreiche Blütenmeer
das betörend duftet
und verrinnt mit der Zeit
unzählige Blüten ranken
klettern schweben und wogen
halten ihre Blütenköpfe aneinander
als könnten sie halten
als wäre es für immer
das Farbleuchten Summen
Säuseln Schwirren
begleitet sie
ringsum Menschen
andächtig und entzückt
wie nie
lächeln und zücken ihre Kameras
zur berauschenden Frühlingsmelodie

LV
1.3.2026

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Ein Fest für alle Sinne: Der „Dresdner Frühling im Palais“ im Großen Garten beginnt

27 Freitag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte

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Der Weltenbaum als Sinnbild für die Natur ist Mittelpunkt der Frühlingsblumenausstellung „Dresdner Frühling im Palais“, die vom 27. Februar bis 8. März im Palais im Großen Garten Dresden zu erleben ist. Die fast sechs Meter hohe Baumskulptur steht inmitten eines großen Blumenmeers. Foto: Sebastian Thiel
Dresdner Frühling im Palais beginnt
Ein historisches Lustschloss, Gärtnerkunst und meisterhafte Floristik: Nach drei Jahren Pause ist Deutschlands bedeutendste Indoor-Frühlingsblumenschau wieder in Dresden zu erleben – vom 27. Februar bis 8. März als Jubiläumsschau.

Am Freitag, pünktlich neun Uhr beginnt in Dresden der Frühling – zumindest im barocken Palais im Großen Garten. Dann startet hier die Blumenausstellung „Dresdner Frühling im Palais“. Sächsische Gartenbaubetriebe bringen dafür Tausende Frühlingsblumen, gärtnerische Raritäten und Gehölze punktgenau zur Blüte. Zusammen mit Meisterschülern der Floristik, Theaterplastikern sowie Holz-, Glas- und Fotokünstlern präsentieren sie unter dem Thema „Oh Blütenwelt – welch‘ Wunder!“ in den Sälen und Salons des Lustschlosses farbenprächtige und frühlingshaft duftende Szenen, akzentuiert durch Licht und Klang. Nur zehn Tage, bis zum 8. März, währt die vergängliche Pracht. Realisiert wird die zehnte Ausgabe der Ausstellung durch die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen (FGS). Schirmherr ist Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

„Der Dresdner Frühling im Palais ist ein Fest für alle Sinne. Er verbindet das historische Ambiente des Großen Gartens mit der Kreativität und Leistungsfähigkeit unserer sächsischen Gartenbaubetriebe“, sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Die Verbindung aus Pflanzen, Licht, Klang und Gestaltung macht den Dresdner Frühling im Palais zu einem besonderen Erlebnis. Gleichzeitig erinnert er uns daran, wie kostbar und wunderbar die Natur ist und wie viel Staunen sie in uns auslösen kann, wenn zehntausende Blüten ihre Farben entfalten. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus nah und fern herzlich ein, sich von dieser einzigartigen Blütenwelt verzaubern zu lassen.“

Wunderbare Naturwelten

„Wir machen das Unscheinbare sichtbar – winzige, verborgene Wunder, die oft übersehen werden“, umschreibt die künstlerische Leiterin Bea Berthold die Idee hinter dem Motto der diesjährigen Schau. Besucher spazieren in den zehn Themenräumen über leuchtende Glühwürmchenwiesen, betrachten überdimensionale Blütenkelche aus der Froschperspektive oder beobachten die Metamorphose eines Schmetterlings – all das eingebettet in die üppige Farbenpracht des Frühlings. Höhepunkt ist eine fast sechs Meter hohe Baumskulptur im großen Saal des Palais. Als Weltenbaum steht sie für die majestätische Schönheit der Natur.

Blühende Vielfalt zum Winterende

Zehntausende Pflanzen öffnen pünktlich zum Ausstellungsbeginn ihre Blüten: Das ist die Kunst der 22 mitwirkenden sächsischen Gartenbaubetriebe, die seit Monaten auf die Schau hinarbeiten und die Pflanzen durch gezielte Licht- und Temperaturreize so vorziehen, dass sie deutlich früher als in der Natur bereits zum Winterende blühen. Koordiniert wird die botanische Vielfalt erstmals von Stephan Wartenberg, dem ehemaligen Leiter des Zierpflanzenbaus in Pillnitz.

Zu sehen sind 40.000 Blumen und Pflanzen aus 450 Arten und Sorten – darunter zahlreiche Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen. Neben klassischen Frühlingsboten, wie Primeln, Krokussen, Hortensien und Lenzrosen präsentiert die Schau auch Raritäten, etwa den frühblühenden Islandmohn, Minikaiserkronen, Tränende Herzen und Nördliches Mannsschild. Auch die eher selten in Gärtnereien produzierten Maiglöckchen, Märzenbecher und Schneeglöckchen mischen sich darunter.

Ergänzt wird die Blumenpracht von über einhundert Gehölzarten von Heidekraut und Birke bis zum blühenden Mandelbaum. Auch eine Auswahl an „lebenden Fossilien“ wie Farn, Magnolie, Ginkgo und Schachtelhalm wurden für die Ausstellung ins Palais gebracht. Ein Highlight wird ein Exemplar der Wollemi-Kiefer sein. Sie galt in der Natur lange Zeit als ausgestorben und wurde erst 1994 in Australien wildwachsend wiederentdeckt. Dutzende Dresdner Gärtner im Ruhestand sowie Pillnitzer Fachschüler der grünen Branche arbeiteten an den Pflanztagen im Palais mit, um die Ausstellung pünktlich fertig zu stellen.

Floristik von Meisterschülern

Den floristischen Teil der Schau gestaltet die Meisterklasse der FM Academy Dresden. Unter der Leitung von Floristmeisterin Anja Schneider haben fünf Schülerinnen und Schüler aufwendige Blumenarrangements kreiert. In wochenlanger Vorarbeit fertigten sie die Gefäße und Grundgerüste unter anderem aus Wachs, Holz und Stahl für die Arrangements. Auch Absolventen und Dozenten der renommierten Ausbildungsstätte steuern Werkstücke bei. Ergänzt werden die floralen Werke durch Keramikkunst des Dresdner Künstlers Johannes Makolies.

10. Dresdner Frühling – und eine noch längere Tradition

Dresdner Frühling im Palais knüpft seit 2006 an eine große Tradition an, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die opulenten Blüten-, Pflanzen- und Früchteschauen im Palais im Großen Garten vor etwa 200 Jahren waren weltberühmt. Schon damals wurden Pflanzen zu Szenen arrangiert und gemeinsam mit floristischen Arbeiten präsentiert. Der Aufwand für die Schau in ihrer heutigen Form ist groß, sodass sie nur alle zwei bis drei Jahre stattfinden kann. Die letzte Ausgabe im Jahr 2023 wurde von etwa 40.000 Besuchern gesehen. In diesem Jahr feiert die Schau ihr zehntes Jubiläum. Mit der Fortführung der Tradition möchte die FGS die Kreativität und Leistungsfähigkeit der grünen Branche in Sachsen zeigen.

Frühling für zuhause: Erstmals Blumenverkauf im Palais

Anlässlich des Jubiläums gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Eine Auswahl an Blumen, die in der Ausstellung zu sehen sind, wird vor Ort zum Verkauf angeboten. Der Laden befindet im Untergeschoss des Palais; der Zugang erfolgt unabhängig vom Ausstellungsbesuch von außen. Auch ein Blumen-Steckpuzzle ist dort als Souvenir erhältlich.

Dresdner Frühling im Palais ist von Freitag, 27. Februar, bis Sonntag, 8. März, täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist jeweils 19 Uhr. Für den Besuch werden erstmals Zeitfenstertickets angeboten. Der Eintritt beträgt 16 bis 20 Euro, je nach Wochentag und Tageszeit. Kinder, Schüler und Studenten erhalten Ermäßigungen. Außerdem gibt es Familientickets. Karten sind unter www.dresdner-fruehling-im-palais.de, an ausgewählten Vorverkaufsstellen und in teilnehmenden Gärtnereien erhältlich. Kurzentschlossene erhalten außerdem Tickets an der Tageskasse – sofern das gewünschte Zeitfenster noch verfügbar ist. Für die Anreise sollten Besucher etwa zehn Minuten Fußweg durch den Großen Garten einplanen. ■

10. Dresdner Frühling im Palais: Oh Blütenwelt – welch‘ Wunder!
27. Februar bis 8. März 2026, tägl. 9 – 20 Uhr
Palais im Großen Garten, Hauptallee 8, 01219 Dresden
Tickets: ab 16 Euro im Vorverkauf (Zeitfenstertickets)
www.dresdner-fruehling-im-palais.de

Text: Anne Jungowitz

Über Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mbH:
Die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mit Sitz in Dresden fördert alle Zweige des Gartenbaus und seiner Betriebe in beruflicher, wirtschaftlicher, fachtechnischer und kultureller Hinsicht. Die Förderung besteht u.a. in der Durchführung von Gärtner- und Floristenbörsen, in der Durchführung von Ausstellungen, Blumenschauen und Messen sowie von Seminaren, Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen. Darüber hinaus fördert sie den Berufsnachwuchs und berät die u.a. die im Gartenbauverband Mitteldeutschland e.V.  organisierten berufsständischen Unternehmen, darunter rund 320 Gemüsebau- und Zierpflanzenbetriebe, Einzelhandels-, Stauden- und Friedhofsgärtnereien sowie Baumschulen.

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Singspiel „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber in der SLUB Dresden

25 Mittwoch Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte

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KulturTipp: Neue Musik- und Puppenttheater-Aufführung „Abu Hassan“ mit der Opera en Miniature in Dresden


Zu einer besonderen Aufführung lädt das deutsche Singspiel „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber, neu bearbeitet für drei Vocalsolisten, Chor, Puppenspiel und Kammerensemble auf historischen Instrumenten am morgigen Donnerstag, den 26. Februar, um 19.30 Uhr, in die Sächsische Landesbibliothek (SLUB), Zellescher Weg 18, in Dresden ein. Eintritt frei.

(Info: Katrin Meingast)

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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