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Die Leipziger Buchmesse 2026 nimmt neue literarische Stimmen stärker in den Fokus
22 Sonntag Feb 2026
Posted in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches
22 Sonntag Feb 2026
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14 Samstag Feb 2026
Posted in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

Männliche Körperbilder aus weiblicher Sicht: In ihren Fotografien rückt Solvig Frey Verletzbarkeit in den Fokus. Ihre Tocher Leah Frey stellt ihre Objekte aus Plexiglas und Texte zu den Bildern dazu.

Nackte Verletzlichkeit hinter Schutzschilden aus Plexiglas
Fotografische Männerakte von Solvig Frey und Acrylbilder und Texte von Leah Frey vereint die Ausstellung „protected“ in der Galerie Flox in Dresden.
In einem leuchtend gelben Rapsfeld steht ein Mann. Sein nackter Körper ragt heraus, ein Rückenakt, der Blick nach vorn, andächtig, sanft und kraftvoll. In weiteren Fotografien hält er eine durchsichtige Folie um seinen Körper, mal in der Hocke wie in einen Kokon gehüllt, mal stehend wie mit einem Schutzschild abwehrend und sich dahinter versteckend. Der Blick nach unten oder zur Seite gerichtet. Körperausschnitte und seine Männlichkeit sind sichtbar und wie hinter einer Schutzschicht immer noch erkennbar. Die Bilder sind wie in einer Wolke angeordnet an einer Wand in großen und kleineren Formaten als FineArtPrints auf Fototapete.
Zu sehen sind sie in der Ausstellung „protected“ (übers: geschützt, beschützt) mit fotografischen Männerakten von Solvig Frey, zusammen mit Acrylbildern und Texten, die ihre Tochter Leah zu den Fotografien geschrieben hat, derzeit in der Galerie Flox am Obergraben 10 in Dresden. In den Galerieräumen ist zeitgenössische Kunst versammelt von Malerei, Grafik, Fotografie über Skulptur bis zu Objekt und Installation in großer Vielfalt der Handschriften. im mittleren Bereich ist der Experimentierraum, der sehr gefragt ist mit monatlich wechselnden Ausstellungen.
Neben der Aktbilder-Serie „Raps“ zeigt Solvig Frey in ihren Schwarz-Weiß-Fotografien wie in die Landschaft eingefügte Akte, nackt, schutzlos halb zusammengerollt der Körper auf Felsgestein vor neblig verhangenem Himmel und fast kahlen Bäumen. Konkret und surreal zugleich bringt sie Natur und Körperformen faszinierend, offen und vieldeutig zusammen auch in den Aufnahmen von einem Mann im Regenumhang, der aus dem Walddickicht hervorspringt, dahockt wie ein Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier in knittrig schimmernder Hülle und Kopfbedeckung wie ein Helm und intensivem, kämpferischen Blick. Im nächsten Bild steckt er den Kopf zwischen die Arme, die lang ausgestreckt vorn spitz zusammenlaufen und das Gras berühren. In einer Aufnahme kauert er barfuß, die Hände über dem Kopf gehalten und zuletzt steht dort eine gänzlich verhüllte, tastende Gestalt. Ein Männerakt bewegt sich in einem Bilderrahmen, als verbeuge er sich oder suche Halt, mit weißen Handschuhen. „Des Künstlers Hände“, so der Bildtitel. Im nächsten Bild steht er mit einem kahlen Zweig in den weißen Händen hinter mit Naturformen spielenden, schattenhaften Plastiken auf Stelen von Annett Kallweit.
Die Fotografin Solvig Frey sagt zu ihren Arbeiten: „protected – wie schütze ich mich in einem Raum, der keine Vulnerabilität, Verletzlichkeit zulässt? Diese Frage habe ich mir in den letzten Jahren oft gestellt. Ich versuchte, den Männerakt, der aus weiblicher, fotografischer Sicht weitestgehend unterrepräsentiert ist, in diesem Kontext zu verankern. Aus den veränderten gesellschaftlichen Rollenbildern und daraus resultierenden Verhaltensmustern möchte ich in meiner Fotoserie `protected`Verletzbarkeit in den Fokus rücken.“ Ihr Interesse für Körperbilder entwickelte sich mit ihrem Engagement seit 2005 für das Museum aktfotoArtdresden. Solvig Frey gründete dort 2023 einen Verein zur Erhaltung und Bewahrung dieses fotokünstlerischen Genres. Arbeiten von ihr sind seit 2019 dort im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden zu sehen. Außerdem nimmt sie seit 2017 an Seminaren zum Kuratieren und Sehen von Fotografie an der Shift School for Photography Dresden-Wien teil.
Leah Frey hat in ihren Arbeiten die Bilder in Wort und Objekt untersucht, so Solvig Frey. Dabei wurden die Schutzschilde aus Plexiglas, die sie in den Fotografien verwendet hat, Anschauungsobjekte mit eigener künstlerischer Sprache. Die Texte spiegeln ihre Assoziationen, auch Sachen für sich stehen zu lassen und dem Spinnen von Gedankennetzen einen Raum zu geben, das ist beiden Künstlerinnen wichtig. Leah Frey beendete 2023 ihr Modedesignstudium an der Burg Giebichenstein, Halle und lebt seitdem in Berlin. Sie ist freischaffend im Kostümbereich im Theater und Film tätig. Sie bewegt sich in verschiedenen künstlerischen Bereichen, darunter dem Collagieren, Malen, Zeichnen, Experimentieren mit Textil sowie dem Schreiben von Texten.
Die Finissage zur Ausstellung im Beisein von Solvig und Leah Frey ist am Sonnabend, dem 14.2, von 15 bis 17 Uhr in der Galerie Flox, am Obergraben 10 in Dresden.
Text + Fotos (lv)


02 Montag Feb 2026



Am Eingang in die glitzernde Traumwelt begrüßt der Weiße Hai mit schwarzen Kulleraugen und weißen, dolchspitzen Zähnen im weit aufgerissenen Rachen die Besucher. Er schaut aus einer blauen Wand und hält einen Spiegel, vor dem sich Unerschrockene fotografieren lassen können mit dem Monster. Neben dem goldenen Schriftzug Hollywood über den Hügeln, die sich auf weißer Leinwand entlang spannen. Auf der samtroten Bühne im Theaterfoyer steht in einer Ecke Charlie Chaplin und auf einem Stuhl räkelt sich in verführerischer Pose Marlene Dietrich als Nachtclubsängerin Lola in der bekannten Filmszene. Die Kunst der Theatermaler lässt sie lebensecht aussehen.
In eine wundervolle Welt voller Magie, Glamour, großer Emotionen und faszinierender Geschichten, in der alles möglich scheint, tauchten die Besucher beim diesjährigen Bühnenball unter dem Motto „Im Glanz von Hollywood“ des Mittelsächsischen Theaters ein. Als festlicher Höhepunkt der Spielzeit wurde in den Spielstätten in Freiberg und in Döbeln wieder zum Feiern, Flanieren und Genießen eingeladen. Über 300 Besucher erlebten dem Theater zufolge die glanzvolle Gala und anschließenden Wandelprogramme in allen Räumen im Stadttheater Döbeln am vergangenen Sonnabend. Viele erschienen schick gekleidet im Stil der Filmhelden, die Herren in Frack und Anzug, manche trugen Zylinder und die Damen elegant in schillernden Kleidern, Haarbänder mit Federn und großen Hüten. Mit strahlender Miene begrüßte der Intendant und Leiter des Musiktheaters, Sergio Raonic Lukovic die Gäste zur Gala und hatte gleich eine besondere Episode parat: Im Traum habe er einen Anruf von Frau Simon, der Vorsitzenden des Theaterfördervereins erhalten, erzählte er. „Sie bekam ein Angebot aus Washington. 10 000 Dollar pro Zuschauer würden sie geschenkt bekommen unter der Bedingung, wenn alle Männer in blauer Jacke, roter Krawatte und blonden Haaren erscheinen! Da war ich froh, aufzuwachen.“ Es sei gut, dass wir Menschen und mündige Bürger sind, die selber entscheiden, was passiert.
„Deshalb brauchen wir Bildung und Kultur und Menschen, die dafür kämpfen, um diese zu erhalten.“ 2025 war das besucherstärkste Jahr für das Mittelsächsische Theater, sagte Thomas Hans, stellvertretender Oberbürgermeister in Döbeln. „Wir sind sehr stolz auf dieses Theater, es ist ein Glücksfall für die Stadt. Es ist wichtig, dass das Theater auch als Ort für den öffentlichen Dialog wahrgenommen wird mehr denn je.“
Wenn er einen Oscar vergeben könnte, würde er ihn an Lukovic und sein Team für fantastische Theaterabende überreichen. Das Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Chor zog bei der Gala auch alle Register, mit Stummfilm- und Slapstickszenen, Ausschnitten aus Oper und Musical, mit viel Witz, Charme, Temperament, Spielfreude und großartigen Stimmen auf die Bühne gebracht und schwungvoll begleitet vom Sinfonieorchester unter Leitung von José Luis Gutiérrez.
Da stritten zwei Diven um ihren Platz im Rampenlicht. Rangen Regisseur und Produzent und Geldgeber mit Boxhandschuhen um die bestmögliche, effektvolle Umsetzung ihres Films. Da glänzte die Sängerin und Schauspielerin Susanne Engelhardt noch einmal mit einem Medley ihrer schönsten und großartigen Songs bei ihrem letzten Auftritt nach über 41 Jahren im Mittelsächsischen Theater und dankte allen, die sie „geformt und gefordert haben“ mit vielen Rollen, von „Evita“ bis zu Fräulein Schneider in „Cabaret“. Mit blonder Perücke und weißem Mantel gab sie die Diva, legte sie ab, bezauberte und dankte ihrem Publikum ganz persönlich mit warmer, wandlungsreicher Stimme, mit kessen, zarten und kraftvollen Songs über Träume und Abschiede. „Es gab auch manchen Gegenwind. Doch nur mit Gegenwind kann man abheben und fliegen“, so Engelhardt. „Nein, das war es noch nicht.“ Sang sie zur Freude ihres Stammpublikums. Sie wird noch manches Mal hier auf der Bühne stehen. Die Stadt Döbeln und das Theater Döbeln dankten Susanne Engelhardt mit einem großen Blumenstrauß und einem Porträtbild, das sie in 840 Fotos und allen Facetten ihres Bühnenschaffens zeigt.
Nach der Gala spielte ein Salonorchester auf, tanzten Paare auf der Bühne mit Hingabe zu Klängen von Walzer, Tango, Polka bis Foxtrott. An der Seitenbühne war wieder die „Ansprechbar“ des Theaterfördervereins aufgebaut. Dahinter kreierten Dagmar Franke und Conny Hofmann leckere Drinks für die Gäste. „Wir machen das aus Spaß an der Sache“, sagten sie. „Es werden auch Theaterprojekte durch den Förderverein unterstützt. Wir geben das zurück mit unserem Einsatz“, sagt Dr. Ronny Große-Uhl, der als Entwicklungsingenieur arbeitet und im Bürgertheater Loge Nr. 5 mitspielt. „Wir sind ganz nah dran an Hollywood heute abend“, sagt Mario Busch schmunzelnd. Elegant mit weißem Seidenschal, dunklem Anzug und gegeltem Haar sitzt er filmreif gekleidet an einem Tisch zusammen mit anderen Gästen. Vor ihm auf dem Tisch steht ein goldener Oscar aus Pappe als Deko. „Wir sind froh, dabei zu sein, da der Bühnenball sehr gefragt ist. Und welche Kleinstadt hat schon solch ein Theater?“, sagt seine Partnerin Yvonne Göllnitz begeistert.
Die Blicke auf sich zogen abseits der Bühne auch zwei schwarzgekleidete Herren mit Hut und Sonnenbrillen, dahinter verbargen sich Rebbekka Schietzel und Conny Schubert vom Bürgertheater, die als „Blues Brothers“ aus dem Kultfilm im Auftrag des Herrn unterwegs waren mit einem Tablett mit Bowle und kleinen Snacks. Der Erlös geht an den Theaterförderverein ebenso wie die Einnahmen aus der Tombola vom Bühnenball. Als Preise gab es als Hauptgewinn eine Porzellanplastik und Karten für Konzerte, Schauspiel und das nächste Projekt des Theaterjugendklubs Döbeln zum Thema Heimat.
Text (lv)
02 Montag Feb 2026
Posted in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

Willkommen in der Glitzerwelt: Der weiße Hai riss neugierig seinen Rachen zur Begrüßung auf und für ein Erinnerungsfoto von uns: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry und Kathrin Krüger, SZ-Redakteurin in Großenhain. Im Spiegel von Traum, Magie und Illusion, Abenteuer, Vergnügen, Grusel, Romantik, Glück, Glitzer, Schein und Sein. All das war zu erleben beim Hollywood-Bühnenball am vergangenen Sonnabend im Stadttheater Döbeln auf und vor der Bühne, im Theaterfoyer, im Casino Royale, an der Bar mit dem Kleinen Prinz und seiner roten Rose schwebte er auf der Mondsichel über den Besuchern und bei der abschließenden Tombola mit Preisverleihung, keiner Oscars, aber Tickets für Theater und Konzerte und der Erlös fließt in neue Theaterprojekte.


























Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt.
31 Samstag Jan 2026



Die Theaterliebe begleitet Simone Simon schon lange. „Meine Oma hatte eine unglaubliche Lust ins Stadttheater Döbeln zu gehen“, sagt sie. Sie lernte sie zwar nicht persönlich kennen. Doch ihr Vater erzählte, dass sie eine leidenschaftliche Theatergängerin war. Wahrscheinlich hat Simone Simon dies geerbt. Sie arbeitet als selbstständige Heilpraktikerin und ist seit 2009 Mitglied im Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ e.V. Seit 17 Jahren hat sie mit ihrem Mann schon ein Theateranrecht. Seit 2014 ist Simone Simon die Vereinsvorsitzende. Vorher leitete Christa Lange, die 2012 verstarb und ehemals Chefin vom Buchladen in Döbeln war, viele Jahre den Theaterverein. „Sie war eine Instanz. Das Theater war ihre Familie“, erinnert sich Simone Simon.
Derzeit sind 58 Mitglieder, im Alter von Mitte 30 bis über 80 Jahre im Theaterverein aktiv. Darunter Lehrer, Angestellte und Selbstständige. „Kurzzeitig stand das Theater schon mal vor dem Aus. Daraufhin gründete sich der Verein im Jahr 1999“, sagt die 56-Jährige. „Unser Ziel ist der Erhalt des Döbelner Theaters als Spielstätte in der Region. Es ist nicht selbstverständlich, dass es so ein schönes Theater in einer Kleinstadt gibt.“ Weiß strahlt das schmucke Gebäude im Neorenaissance-Stil nahe am Markt in der Wintersonne. Bunte Theaterplakate hängen im Schaukasten vor dem Anbau aus Glas.
Drinnen hinter der Theaterbar prangt der Schriftzug: 150 Jahre Jubiläum Stadttheater Döbeln. 2022 war dieses Ereignis. „Das Theater in Döbeln hat bis zu 300 Plätze. Hinzu kommt das Theater im Bürgerhaus (TiB) mit bis zu 80 Plätzen. Pro Spielzeit können wir zwischen 14 500 und 15 000 Besucher begrüßen“, sagt André Meyer, Chefdramaturg im Stadtteater Döbeln. Die Zuschauer kommen aus der gesamten Region Mittelsachsens, auch aus Leipzig, Riesa und Dresden. „Das ist stark abhängig von der jeweiligen Produktion. So finden in Döbeln beispielsweise gerade unsere Musicalinszenierungen und Komödien des Schaupiels große Resonanz“, so Meyer. „Wir helfen das Theater in der Region weithin bekannt zu machen, Interesse und Neugier dafür zu wecken“, sagt Vereinsvorsitzende Simone Simon. Es sei ein tolles Ensemble.
„Unsere Aktivitäten drehen sich um die Unterstützung von Veranstaltungen und den Verein mit seiner Arbeit zu zeigen.“ Der Theaterverein sammelt Spenden für das Döbelner Theater. Ein Projekt war die technische Ausstattung für das Picknickkonzert im Park auf der Klosterwiese, das letztes Jahr im Sommer zum zweiten Mal stattfand und fortgesetzt wird. Es kam eine vierstellige Summe zusammen für das Open Air, so Simone Simon Sie ist zufrieden mit der Spendenbereitschaft. Die nächste Spendenaktion läuft bereits. „Das Mittelsächsische Theater mit Hauptsitz in Freiberg plant die Beschallungsanlagen zu modernisieren. Zusammen mit dem dortigen Förderverein sammeln wir dafür Spenden“, erzählt sie. „Dafür werden 75 000 Euro gebraucht.“
Simone Simon hält die neuesten Postkarten des Fördervereins, eine mit der Aufschrift „Theaterliebe in Vereinsform“ in der Hand Auf einer Karte steht in roten Buchstaben: „Drama? Können wir finanzieren.“ Ein Drama sei die kulturelle Bildung für Kinder gerade im ländlichen Raum mit oft langen Anfahrtswegen. Daher übernimmt der Theaterverein die Kosten für den Bus ins Stadttheater auf Anfrage von Schulen und Kindergärten, so Simone Simon, Die originellen Postkarten hat ihre Tochter Emma für den Theaterverein gestaltet. Sie ist 20 Jahre jung und studiert neue Medien und Kommunikation in den USA, in Miami. Weitere theaterbegeisterte und kreative Mitstreiter sind im Verein der Freunde des Döbelner Theaters herzlich willkommen. 30 Euro kostet der Jahresjahresmitgliedsbeitrag. „Wir pflegen Gemeinschaft, sitzen nach Premierenfeiern zusammen und unterhalten uns über neue Stücke“, so Simone Simon. Manchmal besuchen sie auch eine Generalprobe einer Aufführung nach Wunsch, den Chefdramaturg André Meyer, der auch zu den Vereinssitzungen kommt, ermöglicht.
Das nächste Highlight ist der diesjährige „Hollywood-Bühnenball“ im Theater Döbeln am 31. Januar, der bereits ausverkauft ist. Ein Abend voller Glanz, Geschichten und Zauber des Kinos auf der Bühne mit Gala und Wandelprogramm in allen Räumen des Theaters Döbeln locken die Besucher zum Schauen, Feiern, Flanieren und Tanzen. An der Seitenbühne wird wieder eine Bar aufgebaut, wo rund 15 Leute vom Theaterverein, von der Loge Nr. 5 und vom Jungen Theater des Hauses Wein und Cocktails für die Gäste bereithalten. „Das wird wieder ein Kraftakt für den Verein, das alles zu organisieren. Das Schönste sind dann das Flair und die Gespräche mit Besuchern und Schauspielern beim Bühnenball“, freut sich Simone Simon auf einen zauberhaften Theaterabend, der das kleine Stadttheater in Döbeln in all seinem Glanz erstrahlen lässt.
Text + Fotos (lv)
Kontakt zum Theaterverein:
http://www.theaterverein-doebeln.de



28 Mittwoch Jan 2026
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches














Die Bilder von Mandy Baldauf sind voll leuchtender Farbkraft, Leichtigkeit und Tiefe. Auf den ersten Blick erscheinen sie oft märchenhaft, surreal, heiter und verspielt. Doch bei näherem Hinsehen erkennt man, Schönes, Trauriges, Verletzliches, Träume und Ängste liegen nah beieinander. In symbolhafter, offener und poetischer Bildsprache entführt sie den Betrachter in Traumwelten nah an der Wirklichkeit. Man blickt dabei wie in einen Spiegel, der in viele Einzelteile zerspringt, die umher schweben, fallen, steigen. Und die jeder für sich wie Puzzleteile neu zusammen setzen kann im Spiel des Lebens.
Treppen führen hinunter zwischen Erdhügeln, umgeben von Baumwurzeln, umgestürzten Stämmen, die wie Sprachrohre wirken hin zu verborgenen Türen. Ein Mädchen im weißen Kleid sitzt auf einem Zweig und träumt vom Fliegen. Die Blumenwiese ist von Blau umhüllt wie unter einer Glaskugel. Die Bilder tragen Titel wie „Melancholie oder Leichtigkeit“, „Zeit, einen neuen Weg zu gehen“ und „Gefallen oder erwachen“.
Zu sehen sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ rund 40 Arbeiten von Mandy Baldauf in ihrer derzeitigen Ausstellung im Restaurant „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais, Taschenberg 3, in Dresden. Darunter großformatige Acrylbilder und feine, zarte Zeichnungen voller Freude, Fantasie und kindlicher Unbeschwertheit. Aus ihnen spricht eine innige Verbundenheit der Künstlerin zur Natur und allem Lebendigen. Ihre Bilder erzählen feinsinnig, ausdrucksstark von Licht und Schatten, Abschieden, Trauer, Loslassen und der Sehnsucht nach Balance und Gehaltensein. Sie berühren vor allem mit ihren Kontrasten, Ehrlichkeit und Authentizität. Und sie entfalten mit ihrem intensiven wie schwungvollen Farb- und Formenspiel einen eigenen, ursprünglichen Zauber. Eine Bilderwelt, von der man sich wünscht, dass sie noch viele Menschen sehen und sich bezaubern lassen.
Text + Fotos (lv) + Porträtfoto: privat
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo bis Sa ab 17 Uhr sowie ab 15 Uhr auch unabhängig von einem Restaurantbesuch
Kontakt zu Mandy Baldauf: Instagram k_u_nst_mandy



Traumhaft surreale Welten & Wirklichkeit miteinander verwoben: die Künstlerin Mandy Baldauf in ihrem Atelier am Stadtrand von Dresden in Altfranken. 
21 Mittwoch Jan 2026
Posted in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

Wie Zauberer spielen, jonglieren und zeigen Ärzte und Klinikmitarbeiter all die Sorgen und Kunststücke aus ihrem Alltag in der Aufführung „Kritischer Zustand“ auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus. Fotos (2): Sebastian Hoppe
Sie können keine Wunder vollbringen, zaubern aber täglich, um Leben zu retten, den chronischen Personalmangel, Kostendruck und die Herausforderungen im Krankenhausalltag zu bewältigen. Davon erzählt die Inszenierung „Kritischer Zustand“ – eine Gesundheitsshow mit Klinikmitarbeiterinnen von Jonas Egloff und Emily Magorrian in einer Produktion der Bürgerbühne. Die Premiere war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.
Die Bühne ist wie im Varieté-Theater gestaltet, mit Behandlungskabinen mit zart violetten Vorhängen. Ein OP-Tisch dient als Spielfläche. Die Ärzte und Krankenpfleger treten auf wie Zauberkünstler mit Zylinder und schwarz schillernden Kostümen über weißen Shirts. Das wirkt zunächst befremdlich, ungewöhnlich und gewagt und steht im krassen Gegensatz zum wenig glamourösen Klinikalltag. Doch genau von diesem Kontrast lebt diese Aufführung. Mit viel Spielfreude, überraschendem Humor, Herzblut und Leidenschaft spielen, singen und tanzen die elf Akteure und bringen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen aus der Klinik auf die Bühne. Anfangs fragt Pfleger Benjamin das Publikum besorgt, ob alle bequem und warm sitzen.
Per Knopfdruck beginnt die Show, werden die Protagonisten vorgestellt: Laura, die sehr agile und bewegliche Apothekerin; Anni, die engagierte Krankenschwester; die medizinisch-technische Assistentin Denise, die Messwerte und Befunde sichtbar macht; Simon vom ambulanten Pflegedienst. Offen und freimütig kommt in den Szenen und abgewandelten, bekannten Musical-Songs auf die Bühne, was sie bewegt, freut, aufregt hinter der äußeren Fassade: „Besuchszeit ist Showzeit, dann zeigen sich alle von der besten Seite…“ Sie erzählen von schönen und traurigen, dramatischen und hoffnungsvollen Momenten, wo es anders als im Theater tatsächlich um Leben und Tod geht.
Da ist der junge Arzt Fabian, der von der Angst vor Nadeln, Transfusionen und der Emphatie, die das besonders bei kleinen Patienten verlangt, einfühlsam spricht. Er holt einen Teddy hervor, der Himbeersaft bekommt, womit er ein leukämiekrankes Kind tröstete. Die Laborantin Eva erinnert sich an die Zeit, als sie noch selbst für die Blutabnahmen auf Station ging auch bei Sterbenden, die dankbar ihre Hand hielten. Eine Frau liegt mit gefesselten Händen auf dem OP-Tisch, verschwindet in einem Zauberkasten und taucht unversehrt wieder auf. Manchmal fühlt sie sich auch ausgeliefert, fremdbestimmt und hilflos. Wenn sie das Herz im Ultraschall sieht, ist es das größte Wunder für die Intensivmedizinerin und Oberärztin Julia. „Weil es so schön kraftvoll und selbstständig ist vom ersten bis letzten Lebenstag und noch mehr schlägt, wenn wir verliebt sind“, sagt sie. Herzergreifend ist ihre Geschichte einer jungen schwerkranken Patientin, die Bäckerin war und nicht mehr leben wollte. Wie die Ärztin hin und her gerissen zwischen Schmerz, Wut und Helfen wollen sie und ihre Familie bis zuletzt begleitete und einen würdevollen Abschied ermöglichte.
Sie hört auf dem OP-Tisch sitzend der Kinderkrankenpflegerin Claudia zu, die gerade noch von einer Mutter und ihrem kranken Baby erzählte und plötzlich selbst im Klinikbett liegt und ihr Kind sehen möchte, das keine Herztöne mehr hat. Die Zauberkünstler aus dem Krankenhaus trösten und machen sich gegenseitig Mut, zücken den Schminkpinsel, greifen ins Sägeblatt des Klinikbetriebs ein, gehen über Grenzen, erleiden überlastet Burnouts, springen im Galopp zu Can-Can-Klängen immer einsatzbereit, jonglieren mit Bällen wie Krankenfallzahlen, wedeln mit Geldscheinen für Krankheit als Geschäft und träumen davon, mehr Zeit und weniger schlaflose Nächte aus Sorge um ihre Patienten zu haben. Sie stehen trotzdem immer wieder auf und machen weiter, denn sie wissen: „Die Patienten erwarten keine Wunder und Magie, sondern einen menschlichen Umgang!“
Reichlich Beifall gab es für diese wunderbare, intensive und aufrüttelnde Gesundheitsshow.
Text (lv)
http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Krankheiten können sie keine weg zaubern. Doch mit Mitgefühl & Fantasie kleinen Patienten ihre Ängste nehmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
20 Samstag Dez 2025


Großformartige Bilder, die melancholisch stimmen, gehören ebenso zur Kunst von Mandy Baldauf wie feine, zarte Motive voller Fröhlichkeit und fast kindlicher Unbeschwertheit. Ein Sinnbild dafür, dass wohl jeder Mensch schwerere Zeiten durchlebt und gleichfalls schöne Momente genießt.
Beide Facetten des künstlerischen Schaffens von Mandy Baldauf können Kunstfreunde vom 19. Dezember bis zum 30. Januar 2026 im Restaurant Kastenmeiers in Dresden erleben. Dort sind unter dem Titel „Emotionen in Kunst“ knapp 40 Arbeiten von ihr zu sehen.
Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches, Natur und Tiere – all das verbindet sie reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv in ihrer Bilderwelt. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Mandy Baldauf ist in Löbau geboren. Ihr Atelier befindet sich am Stadtrand von Dresden in Altfranken.
Zur Vernissage am 21.12.2025, ab 13 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und kommt gern mit den Gästen ins Gespräch.
Vorab bittet das Restaurant um Voranmeldung bei Frau Robitzki unter: kr@kastenmeiers.de
Text + Fotos: Sabine Mutschke
Mehr über Mandy Baldauf/Kontakt: Instagram k_u_n_st_mandy
19 Freitag Dez 2025


Ein warmes Häuschen & Futter für Liesel und viele andere Streunerkatzen: Gabriele Genz (im Foto) versorgt zusammen mit ihrem Mann Uwe derzeit liebevoll und rührig 16 kastrierte Streunerkatzen an mehreren Futterstellen in ihrem Wohnort in Triestewitz bei Torgau. Sie freuen sich über die zwei gespendeten Katzenhäuser in dem Projekt des bfw-Bildungsunternehmens in der JVA Torgau in Kooperation mit der Tierhilfe Torgau. Weitere Helfer, die schützende Häuser für den Winter für Tiere in Not bauen, sind willkommen, auch Material- und Futterspenden. Fotos: Gabriele Genz

Eine kleine schwarz-weiße Katze schaut aus einem Holzhäuschen. Ihr Blick ist scheu, traurig und neugierig. Davor stehen mehrere gefüllte Futternäpfe. Auf dem Boden liegen Stroh und warme Decken bereit in zwei Schuppen für die Katzen. Hier finden Peter, Susi, Liesel, Adele, Mohrle, Merlin, Laila und viele mehr Schutz und Wärme vor der Kälte. Ein wenig erinnert das an die Geschichte „Das Katzenhaus“ in dem bekannten Kinderbuch von Samuil Marschak. Dort zeigt eine reiche Katze ihren Freunden ihr prächtiges Haus und weigert sich hochmütig und hartherzig, zwei arme kleine Katzenwaisen bei sich aufzunehmen. Als eines Nachts ihr schönes Haus abbrennt, geraten sie und der Kater selbst in Not. Verzweifelt irren sie durch die nasskalte Dunkelheit. Bis sie zu einer halb verfallenen, kleinen Hütte gelangen, in der zwei kleine verwaiste Katzen wohnen.
Kein Tier in Not wird abgewiesen auch auf dem Grundstück des Wohnhauses von Gabriele Genz. Sie wohnt in Triestewitz bei Torgau. An der Futterstelle bei ihr werden 16 kastrierte Streunerkatzen liebevoll versorgt. Zusammen mit ihrem Mann Uwe füttert sie die Straßenkatzen drei Mal am Tag, sieht nach ihnen, sreichelt sie und hilft ihnen, wenn sie krank sind. „Wir lieben unsere Katzen und sie uns. Ohne uns wären sie verloren. Die sind sehr dankbar und wir haben ein inniges Verhältnis zu ihnen aufgebaut“, sagt Gabriele Genz. Bereit seit über 20 Jahren füttert und betreut sie Straßenkatzen. Es begann damit, als eine alte Dame aus der Nachbarschaft ins Heim musste und ihre sechs Katzen nicht mitnehmen konnte. „Sie bat uns, sie mit zu füttern. Es half uns damals keiner“, so Gabriele Genz. „Wir taten alles allein und hatten dann 20 Katzen und auch die Kosten für Futter und Tierarzt lagen bei uns. Wir konnten auch keinen Urlaub machen ohne eine Vertretung zu finden.“ Bis sie mit der Tierhilfe Torgau e.V. in Kontakt kamen, die dann alle restlichen Katzen kastrierte und auch zwei operieren ließ. „Allen Katzen geht es gut und sie werden oft sehr alt bei uns“, freut sich die rührige Tierfreundin.
Die kleinen Katzen, die ihnen zulaufen, werden über die Tierhilfe vermittelt. „Der Kostenpunkt liegt monatlich bei 300 Euro für Futter, bei Krankheit weit darüber und wir sind Rentner mit wenig Einkommen und verzichten auf viele Dinge“, das erschwert die Hilfe. Sie und ihr Mann füttern die Streunerkatzen an drei verschiedenen Stellen im Dorf. Nur für die Straßenkatzen unter der Rampe war noch gar nichts vorhanden. Nun haben sie endlich für den Winter einen warmen, trockenen Rückzugsort. Zwei Katzenhäuser stehen nun für sie bereit bei Gabriele Genz. Sie sind handgefertigt, wunderschön und entstanden innerhalb eines Projekts in der Bildungsstätte des bfw-Unternehmen für Bildung in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Torgau in Kooperation mit der Tierhilfe Torgau e.V. „Es ist ein Projekt unseres Bildungsträgers in der JVA, bei dem es um soziales Engagement geht. In den freien Zeiten können die Teilnehmer, Strafgefangene sich an solchen Projekten beteiligen und wir wollen das Potenzial nutzen, um etwas Gutes tun. Das wird auch rege genutzt“, sagt Kathrin Schumann, die Verantwortliche der Berufsbildungsstätte. Dieses arbeitet seit vielen Jahren in Justizeinrichtungen auch in Sachsen und bietet verschiedene Bildungsmaßnahmen für die Inhaftierten an. Sie hat selbst eine Katze aus dem Tierschutz adoptiert.
„Die Tierhilfe ist ja hier in Torgau sehr gut aufgestellt, wir haben uns getroffen in der JVA. Nach den Gesprächen mit Mitarbeiterinnen der Tierhilfe, wie die Streunerkatzen leben und leiden, waren die Gefangenen schon emotional ergriffen und bereit sich an diesem Projekt zu beteiligen“, sagt die Bildungsstättenleiterin. „Die sind wie wir alle, viele haben auch gern Tiere zuhause. Die Männer hier in unserer Bildungsstätte haben Fehler in ihrem Leben gemacht und nutzen die Zeit, um sich bei uns weiterzubilden und es gibt Gespräche mit dem Team, gerade in der Vorweihnachtszeit ist es nicht so leicht“, so Kathrin Schumann. Die Teilnehmer am Projekt Katzenhäuser sind zwischen Mitte 20 bis 50 Jahre alt. Einige äußerten sich handschriftlich, warum sie mitmachen. „Man kann hier nicht all so viel Gutes tun. Wenn der Tierschutz sowas benötigt, ist das für mich persönlich eine Win-Win-Aktion“, schreibt einer. „Mitleid und Langeweile“, nennt ein anderer als Gründe und ergänzt: „Ich finde es gut, wenn die Werkstücke einen Sinn haben.“
Ein weiterer Häftling hatte ein eigenes Haustier und hilft nun mit, Fress- und Schlafplätze für Streunertiere zu bauen. Sie helfen „freiwillig und aus Tierliebe“, ist ihnen wichtig. „Kein Katzenhaus sieht aus wie das andere. Da bauen viele dran und fragen, ob die anderen Hilfe brauchen etwa beim Dachpappe zuschneiden“, erzählt Kathrin Schumann. Meist würden Holz, Metall, Kaninchendraht und Plexiglas verwendet. Die Hütten werden aus gespendeten Materialien gebaut, die von Mitarbeitern des bfw, von Bekannten und Firmen kommen. Fünf Katzenhäuser für Streunerkatzen wurden bisher an die Tierhilfe Torgau übergeben. „Wir sind sehr dankbar für dieses Projekt mit der JVA Torgau. Inzwischen haben wir viele Anfragen und schon eine Warteliste für solche Katzenhäuser“, sagt Kristin Engel von der Tierhilfe Torgau e.V. 144 Mitglieder hat der Verein. In diesem Jahr wurden 159 Katzen kastriert über die Tierhilfe Torgau. Derzeit befinden sich 53 Katzen in Pflegestellen in Torgau und weiteren Orten. Die Tierhilfe würde sich sehr freuen, so Kristin Engel, wenn handwerklich begabte Menschen ehrenamtlich weitere Katzenhäuser bauen. „Solange wir auf weitere Sachspenden, Baumaterialien zurückgreifen können, werden auch wir gerne weiter helfen mit Katzenhäusern“, so Bildungsstättenleiterin Kathrin Schumann.
Text (lv)
Kontakt zur Tierhilfe Torgau e.V.:
www.tierhilfe-torgau.de
Tel.: 01520 827 5118 (täglich 15-17 Uhr)
27 Donnerstag Nov 2025
Posted in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Reportagen, Unterwegs, Zwischenmenschliches


Das druckfrische Buch „Südwinter in Afrika“ von Kirsten Balbig (achter Verlag, 2025,) ist die passende Lektüre für kalte Wintertage. Neugier, Faszination und Entdeckungsfreude pur! Was gibt es Schöneres an frostig dunklen Abenden als in ferne südliche Traumgefilde lesend einzutauchen, entspannt zurückgelehnt mit einer heißen Tasse Tee fantastische, faszinierende, überaus erstaunliche , beeindruckende und bewegende Erlebnisse zwischen Wildnis und Moderne, Wüste und Ozean, Geschichte und Gegenwart, Kultur, Natur und Seele eines Landes lebhaft geschildert zu bekommen inklusiver farbenfroher Aufnahmen?!
Im ebenso surrealen wie beschaulichen Swakopmund, im „südlichsten Nordseebad der Welt“ und ehemaligen deutschen Kolonialstadt in Namibia fühlt die Autorin sich fast heimisch wie in Dresden-Laubegast, würde anstelle des Atlantiks die Elbe am Strand entlang brausen. Sie fühlt sich wohl, seltsam vertraut und absolut sicher. Vielleicht weil unsere Vorfahren hier so lange und intensiv zugange waren?
Überlegt sie und so offen, spontan und herzlich wie sie selbst, begegnen ihr auch die Menschen in den bereisten Ländern Afrikas. Kirsten Balbig reiste allein als Frau durch Namibia. Kapstadt, Botswana, Sambia und Simbawe und hat ihre Reiseabenteuer, Eindrucke und Erfahrungen sehr lebendig, anschaulich, episodenreich, unterhaltsam, spannend und schmunzelnd in diesem Buch aufgeschrieben. Das einen sofort packt und man so schnell nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Da landet sie unversehens mitten in einer Hochzeitsgesellschaft, wird zum Mitfeiern und Singen eingeladen. Kirsten Balbig spielt als Musikerin auch auf Bühnen. Sie sieht das Leben der Menschen in den Slums der Townships, erlebt eine Odyssee durch Sambia und ein Seher in einem simbabwischen Dorf kannte ihre Vergangenheit und schaut für sie in die Zukunft. Ein ungewöhnliches Reisebuch, das Herz, Geist und Sinne wärmt und weitet.
Text und Fotos (lv)
Mehr zum Buch demnächst auf diesem Blog.
VVK webseite online
http://www.KirstenBalbig.de
oder an der Abendkasse im Kino
