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Kategorien-Archiv: Projekte

BilderAlbum: Lesungen & Lyrikmarkt beim Poesiefestival Berlin

21 Samstag Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Fantastische, bilder- und temporeiche Lyrik und sensible, nachdenkliche Töne: die Autorin Kerstin Preiwuß, Moderator Hans Thill und die Autoren Walle Sayer und Andreas Reimann.

Bilderstarke Lyrik & Prosa: die Schriftstellerin Marion Poschmann und der Schriftsteller Lutz Seiler.

Wort- und klangspielreiche Poesie: die Autorinnen Don Mee Choi und Uljana Wolf.

Dem Irrsinn und Absurden in der Welt mit Sprachmacht begegnen

Von rasant komisch, lyrisch elegisch, wortspielerisch bis experimentell reichte das Spektrum bei den Lesungen mit bekannten AutorInnen und viel Schönes und Neues entdecken konnten die Besucher außerdem auf dem Lyrikmarkt mit über 40 Verlagen und Magazinen zum Abschluss des Poesiefestivals Berlin.

Eine kleine Amsel reckte ihren Schnabel wie zur Begrüßung auf der Wiese vor der Akademie der Künste. Und Key wurde Alice und sammelte Wörter wie Pilze…, heißt es bei Kerstin Preiwuß. Sie las neue Texte aus ihrem nächsten Gedichtband „Rodeo“. Insgesamt elf Dichterinnen und Dichtern, Stipendiaten vom Deutschen Literaturfonds, gaben aktuelle Einblicke in ihr Schaffen bei den gut besuchten Lesungen zum Abschluss des diesjährigen Poesiefestivals Berlin am vergangenen Sonntag.

Bei sommerlichem Wetter saßen und lauschten die Zuhörer aufmerksam unter dem breitkronigen, lichtflirrenden Blätterdach im Buchengarten der Akademie am Hanseatenweg 10 und erlebten Lyrik in großer Bandbreite. Zwischen den Lesungen konnte man auf dem Lyrikmarkt interessante Entdeckungen machen an den Ständen von über 40 Verlagen und Magazinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Studiofoyer und Außenbereich. All die verlockenden, mit der Bildhaftigkeit von Sprache spielenden und leseanreizenden Buchtitel zu sehen, bereitete großes Vergnügen. Es herrschte auch ein reges Kommen und Gehen der Besucher an den Ständen. Es wurde viel geblättert und auch gekauft.

Mit den Augen von Key, einer fantastischen Figur, sucht Kerstin Preiwuß in bilder- und temporeicher und rasant komischer Sprache den gegenwärtigen Zustand der Welt zu fassen. Key klingt wie ein Schlüsselwort oder KI. Die Kunstfigur kennt keine Moral und Menschlichkeit, das gebe ihr die Freiheit, mit Abstand und hemmungslos auf die Welt und Verhältnisse zu schauen, sagte sie über ihren Text. Um dem ganzen Irrsinn etwas zu entgegnen und durch das Absurde doch noch eine gewisse Sprachmacht zu erhalten, so Kerstin Preiwuß. In einem Gedicht, „Erscheinung“ von Walle Sayer, der nach ihr las, heißt es: „… dass wir sehen, was wir sind oder sind was wir sehen, steht glaub ich bei Pessoa.“

Andreas Reimann, der Nestor der sächsischen Lyrikszene, las bedächtig, klar und weise seine Verse, Naturgedichte und über die Natur des Menschen. „Weich in ihrer Strenge sind seine Dichtungen und oft ein bitterer Witz“, beschrieb einmal der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer Reimans Gedichte. In der Form stehen seine Gedichte in der Tradition von Hölderlin und Klopstock. Fast beschwörend, eindringlich sein neuestes Gedicht mit Blick auf die vielen Konflikte in der Welt: „Freundlichkeit ist leicht uns auszutreiben. Doch Mensch sein heißt es bleiben. Wir müssen für den Frieden tauglich bleiben.“ Sein Gedicht „Baum sein“ beschreibt was wir von ihnen lernen können: „…Geduld zu haben… diese Wurzlung, die man nicht wählte, aber unbedrängt die Krone und deren Spieglung unter der Erde!“

Text + Fotos (lv)

Mehr Text zu Lesungen + Lyrikmarkt folgt.

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Kunst:offen in Sachsen: Atelierbesuch bei Olaf Klepzig in Rabenau

08 Sonntag Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Sonnenlicht & Mondschatten: Der Bildhauer Olaf Klepzig vor seinem Mondtor im Freiluftatelier in Rabenau bei Freital.

Ein Mondtor geformt aus Steinen und Sonnenlicht

Das Land-art-Kunstwerk von Bildauer Olaf Klepzig steht in seinem Freiluftatelier in Rabenau und kann beim diesjährigen „Kunst: offen in Sachsen“ zu Pfingsten besichtigt werden.

Es sieht aus wie ein Brunnen, in den Licht fällt. Ein Kunstwerk aus hellen Steinen, filigran und fest zugleich, mit offener Mitte. Das Mondtor steht mitten in der Natur vor Bäumen im Freiluftatelier des Bildhauers Olaf Klepzig in Rabenau bei Freital. Traumwandlerisch kann man sich durch das Tor hindurch bewegen und ringsum viele weitere wunderbare Skulpturen aus Holz und Stein von ihm sehen. Das Spiel der Gegensätze, Sonnenlicht und Mondschatten, natürliche Schönheit und Balance spiegelt dieses Land-art-Kunstwerk von Klepzig.

Erstanden ist das Mondtor aus einem Steinhaufen, der schon länger auf der Wiese lag. Letzten Sommer hat er spontan mit dem Bau begonnen. „Angeregt hat mich die Abbildung von einem Mondtor in einem alten englischen Gartenkalender, das in einen besonders schönen Gartenraum führt und ein Gestaltungsmittel in der chinesischen Gartenkunst ist“, so Klepzig. Das gab den Anstoß, selber ein Mondtor zu erschaffen. Zuerst fertigte er eine Skizze mit rundgesägtem Holz und danach ein Gestell, 1,80 Meter hoch. “ Die Steine sind konzentrisch um das Gestell gelagert und so aneinander gelegt, dass sie immer zur Mitte zeigen“, erläutert er. „Ich wusste nicht, ob es hält. Jeder Stein ist anders.“ Das gesamte Mondtor sei wie eine Trockenmauer errichtet und hält durch die Bauweise. Das Gestell hat er wieder rausgenommen. Ein Kunststück für sich, dass kein Stein herunterfällt.

Broschüre zum Bau des Mondtors

Das Mondtor ist nach Nord-Süd ausgerichtet. Wenn die Sonne vom Osten her frühmorgens durch das offene Tor scheint, taucht darunter im Gras ein sonnengelber Kreis auf, als ob der Vollmond aufgeht. Als könne man den Mond mit der Hand berühren. Seit 14. August letzten Jahres hält das Mondtor aus Stein, an dem er sieben Wochen baute, so Klepzig. Eine Broschüre zur Entstehung seines eindrucksvollen Natur-Kunstwerks mit Text und Bildern hat er im Frühjahr im Notschriften-Verlag Radebeul herausgegeben. Ihn inspieren auch die Land-art-Kunstwerke des britischen Künstlers Andy Goldsworthy, der ebenfalls aus Steinen oder auch Eiszapfen seine Installationen an Orten in der Natur baut. Olaf Klepzig gestaltet bei Interesse auch an anderen Stellen, z.b. in Parks oder Gärten Mondtore aus vor Ort vorhandenem Material. Aus Holz und Stein erschafft er auch seine Plastiken, oft Figürliches, Köpfe, Akte, Paare, Tanzende. Ein formenreicher Figurenreigen begegnet dem Betrachter in Olaf Klepzigs Freiluftatelier. Das lebensgroße Tangopaar entstand aus der Stammgabel eines Baumes. Träumende Steinsgesichter, kleine Türme mit gewundenen Dächern aus Stein auf Stelen und grazile Figuren ragen vor dem Gartenzaun empor. Sonnenstrahlen wandern über die Steine, dazwischen Vogelgezwitscher und ein Rabenvogel krächzt vergnügt. Jetzt arbeitet Klepzig auch wieder mehr im Freien. Er hat sich bei Bildhauersymposien in Frankreich, wo auch Landart angesagt ist, mit seinem Mondtor beworben. Das er auch aus einem Baumstamm oder geflochtenen Zweigen errichten kann.

Holzbildhauerkurs im Einnehmerhaus

Beim nächsten Symposium im Steinbruch Nebelschütz bei Kamenz will Klepzig außerdem wieder dabei sein. Dort wird im September zudem eine seiner dort entstandenen, größten Figuren eingeweiht. Eine vier Meter lange, sonnengelbe Liegende, seine „Nebelschützerin“. Sie erhält einen Platz vor dem Gebäude der unlängst gegründeten „Stiftung Enkeltauglichkeit“, bei der es um nachhaltige Landschafts- und Dorfentwicklung für kommende Generationen und interkulturellen Austausch geht. Außerdem gibt es einen Holzbildhauerkurs für Kinder und Erwachsene mit Olaf Klepzig für maximal acht Teilnehmer im Einnehmerhaus Freital. Er bringt das Holz mit und zeigt ihnen den Umgang mit dem Schnitzmesser. Werkzeuge sind vorhanden und jeder kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Entstanden sind schon ein Anker, den ein kleines Mädchen schnitzte und eine lange Figur aus einem Ast geschält von einem Mann. „Die Werke werden nach und nach fertig und wollen weiter wachsen“, so Klepzig. Neue Teilnehmer können sich sich im Einnehmerhaus anmelden.

Zurzeit steckt er mitten in den Vorbereitungen für das bereits 21. „Kunst: offen in Sachsen“, bei dem vom 7. bis 9. Juni über Pfingsten wieder rund 130 Künstlerinnen und Künstler sachsenweit ihre Ateliers, Galerien und Werkstätten für die Besucher öffnen und Einblicke in ihr Schaffen geben, begleitet von Musik, Lesungen und weiteren kreativen Aktionen. Das Progammheft ist in Druck und bis kurz vor Beginn können Künstler sich noch online anmelden. „Leute, die das Kunstprojekt gern mit organisieren möchten künftig sind gern willkommen“, sagt Olaf Klepzig, Initiator des sachsenweiten Events und Vorsitzender des Vereins „Kunst: offen in Sachsen“.

Text + Fotos (lv)

Nächste Termine für den Kurs Holzskulptur im Einnehmerhaus:
30.5., 27.6. und 15.8., jeweils von 17 bis 20 Uhr.

www.olafklepzig.de

www.kunst-offen-in-sachsen.de

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OpenAir-Kino: Stummfilmabend mit Livemusik mit Tobias Rank und seinem Wanderkino im Schlosshof Burgk in Freital

04 Mittwoch Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Unschlagbar: Mit Witz & Charme nimmt Stummfilmstar Charlie Chaplin es mit den Widrigkeiten im Leben auf. Er ist natürlich auf der Leinwand mit dabei beim nostalgischen Open Air-Kino am Donnerstag, dem 5. Juni, um 21.30 Uhr im Schlosshof Burgk in Freital. Fotos: (2) Tobias Rank

Wanderkino & Natur pur: Ein besonderes Erlebnis sind die Stummfilmabende mit Livemusik mit Tobias Rank und manchmal mit Musikerkollegen. Foto: Erik-Jan Ouwerkek

Humorvolle Zeitreise mit Charlie Chaplin

In ein Open Air-Kino mit viel nostalgischem Charme und Stummfilmen mit Livemusik verwandelt Musiker Tobias Rank mit seinem Wanderkino am Donnerstag den Schlosshof Burgk in Freital.

Vor der romantischen Kulisse von Schloss Burgk steht ein rotes Feuerwehrfahrzeug. Alle schauen gebannt darauf. Doch es kommt nicht, um einen Brand zu löschen. Es sorgt viel mehr für Staunen, Verzauberung und etliche Lachtränen bei den Zuschauern etwas später. Wenn die Lichter angehen und die Leinwandhelden von einst sich ein Stelldichein geben, mit unverwüstlicher Komik durch die Tücken des Lebens kämpfen und dabei all ihren Witz und Charme spielen lassen. Allen voran der Meister des Slapstick, Charlie Chaplin, der sich wacker auf einer Rollschuhbahn behaupten wird und natürlich ist auch ein Film aus dem Leben eines amerikanischen Feuerwehrmanns von Edwin S. Porter dabei bei dem Stummfilmabend mit Livemusik mit Tobias Rank und seinem Wanderkino am Donnerstag, dem 5. Juni, um 21.30 Uhr im Innenhof von Schloss Burgk in Freital. Es ist Platz für ca. einhundert Besucher bei hoffentlich regenfreiem Wetter.

Der Musiker und Stummfilmliebhaber aus Leipzig ist erstmals hier zu Gast. „Ich komme gern an neue Orte und lasse mich überraschen von der Atmosphäre und den Zuschauern, wie sie reagieren“, sagt Rank. Er begleitet die Stummfilmbilder am E-Piano, frei improvisierend. „Jeder Abend ist verschieden. Die Musik fließt mit der Stimmung und ist abgestimmt auf die Filmszenen. Das ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit.“ Den Platz verwandelt er mit wenigen Handgriffen zu einem nostalgischen Open Air-Kino. Mit einem Oldtimer-Feuerwehrfahrzeug der Marke Magirus Deutz von 1969, das sämtliche Kino-, Ton- und Lichttechnik integriert, und davor aufgeklappter Leinwand von vier mal drei Meter Größe, entführt Tobias Rank sein Publikum in die Pionierzeiten des Kinos. Der älteste der sechs Kurzfilme stammt von 1903, der Stummfilm mit Charlie Chaplin entstand 1916, „Ein Sonntagsfahrer“ mit Larry Semon ist von 1925 und „Samstag Nachmittag“ mit Harry Longdon wurde 1926 gedreht. Das Wanderkino von Tobias Rank ist das einzige in Deutschland, das Stummfilme mit Livemusik und historischer 16mm-Vorführtechnik zeigt.

Beim Rattern des Filmapparates mit den zwei Spulenrädern erinnert man sich schmunzelnd und etwas wehmütig an die ersten Kinobesuche in der Kindheit, wie einfach und wundervoll so ein Gerät eine Welt voller Geschichten in Bildern lebendig werden lässt. „Stummfilme und Livemusik, das passt unweigerlich zusammen“, so Rank, der an der Leipziger Musikhochschule die Fächer Klavier, Komposition, Cembalo und Improvisation studierte. Danach beschäftigte er sich neben seiner Tätigkeit als Bühnenmusikkomponist und Bühnenmusiker an verschiedenen Theatern außerdem mit Stummfilmmusik, Weltmusik, Chanson und Literatur. Er hatte schon in den 1990er Jahren bei Projekten in Filmtheatern und im Kulturzentrum NATO in Leipzig Filme als Musiker begleitet. „Damals war das noch unbekannt und wir haben sehr viel Zuspruch bekommen“, so Rank. 1999 gründete Tobias Rank mit Gunthard Stephan das Wanderkino.

Es begann mit einer Sommertour, die jährlich in wechselnder Besetzung mit weiteren Musikern „je nach Lust, Laune und Budget“ an Auftrittsorte deutschlandweit und an der  Ostsee führt. Mit dem mobilen Stummfilmkino ist der Musiker inzwischen in ganz Europa unterwegs. Mittlerweile sind es über 100 Vorstellungen im Jahr mit seinem Wanderkino. Rank hat über 30 Filmprogramme zur Auswahl, welche die Herzen von Stummfilm- und Experimentalfilmfans höher schlagen lassen. Mit grandiosen Komikerurgesteinen, neben Charly Chaplin, Laurel & Hardy, Buster Keaton, Kurzfilme von Auguste & Louis Lumière von 1895 bis zum Monumentalfilm Metropolis von Fritz Lang von 1926.

Text (lv)

Weitere Infos unter: http://www.wanderkino.de

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Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei & Zeichnung von Viktoria Graf zum 40. Geburtstag in der Galerie Kunst & Eros

04 Mittwoch Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Sie schwelgt, schwebt & genießt auf zauberhaft eigene Weise in ihrer viktorianisch grafschen Ästhetik & Bildsprache: Die Dresdner Künstlerin Viktoria Graf in ihrer neuen Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden. Chapeau!

“Jede Frau ist eine Liebesgöttin“

Pure Weiblichkeit in allen Facetten, Lebenslust und Sinnlichkeit feiert in fantastischer Farb- und Formenfülle die Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei und Zeichnung von Viktoria Graf zu ihrem 40. Geburtstag in der Galerie Kunst & Eros in Dresden.

Die Liebesgöttin Aphrodite räkelt sich splitternackt, mit antiker Hochsteckfrisur und feurig funkelndem Kamm, in der Sonne auf einer Blumenwiese im Titelbild. Pure Weiblichkeit in allen Facetten, Lebenslust und Sinnlichkeit feiert in fantastischer Farb- und Formenfülle die Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei und Zeichnung von Viktoria Graf zu ihrem 40. Geburtstag mit einer besonderen Werkschau in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden (bis 23. August zu sehen).
Insgesamt 96 Arbeiten, die bis auf drei Arbeiten, alle dieses Jahr entstanden, sind in den zwei Ausstellungsräumen zu sehen. Da lockt Venus reizvoll, verführerisch und fantasievoll. Sie schwelgt, schwebt und genießt, von Kopf bis Fuß geschmückt mit farbenprächtigen Blüten und Früchten. Da schlummern, sprießen, erblühen weibliche Körper- und pflanzliche Formen eng miteinander verwoben, wirbeln Haare und Röcke luftig-verspielt, prickelnde Hingabe, darf es auch mal glitzern, erscheinen Himmel und Hölle im Blütentaumel in einer Vase und hält die Göttin Hera eine Sanduhr, an die verrinnende Lebenszeit erinnernd.

Mit ihrer Ausstellung zum bevorstehenden runden Geburtstag zelebriert sie das Weibliche und die Reife, die es brauchte mit dem erotischen Thema künstlerisch umzugehen, sagt Viktoria Graf. Zugleich sei es eine Hommage an das Leben und die Liebe und Leidenschaft zu ihrer künstlerischen Arbeit. „Ich wollte explodieren. Alle Dogmen loslassen, loslegen und mal richtig durchziehen in meiner eigenen, authentisch viktorianisch grafschen Ästhetik und Bildsprache“, so die Künstlerin selbstbewusst mit Blick auf die Bilderfülle. „Die Kondition baut sich auf. Kreativität ist wie Training, Gehirnjogging.“ Viktoria Graf ist sehr experimentierfreudig und mag es gern vielfältig. Kleine, große Formate, Ölbilder, Zeichnungen, Hinterglasmalerei, Siebdruck und Collagen. Aktmalerei fand sie schon als 20-Jährige toll, konnte es aber nicht fühlen. Jetzt mit 40 ist sie soweit. Ihre Bilder entführen in surreale Traumwelten, die Sehnsüchte und Erlebtes widerspiegeln. „Die Ausstellung ist mir sehr nah, intim und persönlich“, so Viktoria Graf. „Ich möchte dem Betrachter auch Raum lassen selbst zu träumen.“

Der 40. Geburtstag ist auch ein guter Zeitpunkt, auf das Erreichte zu schauen: Viktoria Graf hat inzwischen Fuß gefasst in der Dresdner Kunstszene, schon mehrfach ausgestellt und den Ankauf eines Bildes, „MadAmme“ (übers: Verrückte Madame) von ihr durch die Städtische Galerie Dresden letztes Jahr aus der „Echtzeit“-Gruppenaussstellung sieht sie als „großes Glück“. Nach ihrem Studium der Malerei und Grafik von 2005 bis 2010 an der Dresdner Kunsthochschule war Viktoria Graf zwei Jahre als Meisterschülerin bei Professor Adamski und lebt und arbeitet seit 2012 als freischaffende Künstlerin in Dresden. 2019 hatte sie ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Kunst & Eros.

Viktoria Grafs Bilder sind farbenfreudig und vieldeutig, oft nicht wie es auf den ersten Blick erscheint. Wie das Ölbild mit den zwei kecken nackten Damen, die vermeintlich an einer Polestange aufreizend posieren. Doch tatsächlich sitzen sie auf einer Schaukel als „Gloriosas auf den Schwingen“. Die Darstellung von Körperlichkeit und Nacktheit ist immer ein Spagat und sehr filigran, weiß sie. „Jede Frau ist eine Liebesgöttin. Es kommt darauf an, was sie signalisiert, mit sich machen lässt und wie sie selbst damit umgeht“, sagt Viktoria Graf. Sie feiert mit ihrer Kunst ganz selbstverständlich, lebensfroh und hautnah in der Schwebe zwischen Leichtigkeit und Tiefgang immer wieder neu überraschende Weiblichkeit. Es ist schwer ihre Bilder nicht zu mögen. Die Ausstellung von Viktoria Graf ist noch bis 23. August zu sehen.

Text + Fotos (LV)
Weitere Fotos von der Ausst.eröffnung folgen.

 

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Unterwegs: Wortkunst aus aller Welt beim Poesiefestival Berlin

02 Montag Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Wenn die Wort-Bälle mit Akribie und Schwung
hin und her fliegen

Das 26. Poesiefestival Berlin lockt vom 3. bis 15. Juni mit reichlich Wortkunst aus aller Welt, Lesungen, Gesprächen, Performances, Lyrikmarkt und erstmals verbinden sich Poesie und Sport zum Lauschen, Anfeuern und Mitmachen.

Was haben ein Windhund, Blitz, Donner, Schwalben-Tattoo, Streichholz,
ein Cricketball, Rhodendron, Pilze und Beine gemeinsam? Sie kommen zur Sprache beim Poesiefestival Berlin. Sie zieren das Titelplakat und die Programmflyer und machen neugierig auf dieses Fest der Worte in vielerlei Ausdrucksformen. Im 26. Jahr seines Bestehens treffen sich dazu wieder rund 150 namhafte Dichter und Künstler aus aller Welt zum größten Festival dieser Art in Europa, um die Poesie in den öffentlichen Raum zu bringen und mit den verschiedensten Orten zu agieren, die Berlin zu bieten hat. Zur Einstimmung fand bereits seit 15. Mai ein berlinweites Vorprogramm statt. Das Hauptprogramm geht ab 3. Juni neun Tage lang erstmals an zwei Festivalorten, in der Akademie der Künste am Hanseatenweg und dem Kulturzentrum „silent green“ im Wedding, über die Bühne.

Das Festival der Wortkunst eröffnet mit der Berliner Rede zur Poesie, die am 3. Juni, um 19.30 Uhr in der Akademie der Künste gehalten wird, diesmal von der US-amerikanischen Schriftstellerin Claudia Rankine. Sie ist 2025 Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Die Poesie-Rede ist ein besonderes Highlight des Festivals und die Veranstaltung schon nahezu ausverkauft laut den Organisatoren vom Haus für Poesie in Berlin. Das Poesiefestival wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im Programm stehen vom 4. bis zum 13. Juni im „silent green“ zahlreiche Poesiegespräche, Performances und Themenabende z.B. zu Writing Identies oder Writing Ghosts. Am langen Pfingst-Wochenende lesen auf der Wiese des „silent green“ mehr als 50 Dichterinnen. Zeitgleich findet dort das ZEBRA Poetry Film Festival statt, ebenfalls vom Haus für Poesie veranstaltet. Es zeigt vom 5.6. bis 8.6. mehr als 70 poetische Kurzfilme aus 33 Ländern. Präsentiert werden zudem 21 Finalisten-Filme des diesjährigen internationalen Wettbewerbs sowie weitere kuratierte Programme in der Kuppelhalle des „silent green“.

„… die Existenz musz poetisch sein“, sagte die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker einmal. Poesie kann alles sein. Es bedeutet leben mit allen Sinnen, sehen, spüren, wahrnehmen. Den Zauber in alläglichen Dingen sehen, achtsam sein für alles, was um einen herum geschieht und einem begegnet. Das schärft den Blick und stärkt die Erlebnisfähigkeit, Mitgefühl, Offenheit und Kreativität. Es lebt sich damit intensiver, erfüllter. Poesie setzt auf die Kraft der Worte. Sie benennt, mal klar und nüchtern, mal feingeschliffen, freimütig oder hintersinnig, in Bildern, Metaphern oder ganz konkret, was wir denken und fühlen. Sie sammelt, betrachtet und bewahrt Momente, Eindrücke, Erlebtes, Stimmungen. Poesie lässt die Welt außen und in uns auf eigene Weise sichtbar werden. Sie kann den Menschen Trost spenden. Lyrik ist eine Kunstform und ein wichtiges Ausdrucksmittel, um auf aktuelle Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren, sagt die Pressesprecherin aus dem Haus für Poesie in Berlin. Damit sei Poesie ein Ausgangspunkt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Ziel des Festivals sei gerade auch, so international wie möglich zu sein, da es die Kapazitäten hierfür im monatlichen Programm im Haus für Poesie so nicht gebe. Zudem biete ein Festival immer wunderbare Gelegenheiten für Begegnungen und Austausch mit den Autoren und dem Publikum zwischen den einzelnen Veranstaltungen im Festivalgelände.

Das heißt auch sich Zeit zu nehmen für diese leise Kunstform, in der heutigen schnelllebigen Zeit innehalten, Worten lauschen, nachdenken, sich anregen und bewegen lassen. Ein neues Lyrik-Format auf dem Poesiefestival Berlin widmet sich Poesie und Sport. Das klingt ungewöhnlich und man stellt sich vor, wie dann die Bälle mit Akribie und Schwung zu neuen Gedankenflügen hin und her fliegen zwischen den Autoren. Es gibt tatsächlich relativ viele Lyriker und Lyrikerinnen, die sich mit den unterschiedlichsten Sportarten beschäftigen und darüber schreiben, heißt es dazu von den Veranstaltern. Dem sei bisher kaum Aufmerksamkeit zugekommen. Das soll sich nun ändern mit dem Writing Sports Day unter dem Motto: „Ball comin`at cha“, am 14. Juni, ab 14 bis 18 Uhr werden jeweils zwei Autoren sich die Bälle zuwerfen und lesen im Clubraum der Akademie der Künste. Um 15 Uhr findet außerdem die Performance „Haus für einen Boxer“ von Sabine Scho im Studiofoyer statt. Das Publikum ist eingeladen zu einem poetisch-sportlichen Programm zum Mitmachen. Für die Zuschauer wird es eine Tischtennisplatte, eine Möglichkeit zum Boxen  und noch weitere Aktivitäten geben. Und natürlich kann dann gegen die Dichter und Dichterinnen angetreten werden. Nachmittags finden außerdem kleine Poesiegespräche statt, bevor abends, um 19.30 Uhr in der „Writing Sports Night“ alle Dichtenden gemeinsam auf die Bühne treten. Ob es um „Ghosts“ oder „Sports“ geht, in alldem findet sich das Thema Körper wie auch Traumata wieder.

Man darf also gespannt sein auf temporeiche Lyrik, die mit den sportlichen Bewegungen mithält, sich anfeuern, anspornen lässt und ihren eigenen Atem und Anspruch behauptet. Ein Spaß und Herausforderung gleichermaßen für Autoren wie Zuhörer und besonderes Erlebnis wird es ganz bestimmt.

Außerdem lockt ein umfangreiches Workshop- und Familienprogramm der poetischen Bildung für Kinder und Erwachsene vom 3. bis 11.6. Bei dem u.a. unter dem Motto: „Von Alienauto bis Zauberzebra“ poetische Animationen mit dem mobilen Sprachlabor „Trickmisch“ in der Grundschule am Fließtal in Reinickendorf an mehreren Tagen angeboten werden. Eine Lyrikwerkstatt für Kinder „Als du Wolke warst“, bei der sie zu fantasievollen Welterkundungen und sprachspielerischen Aktivitäten eingeladen sind, gibt es ausgehend von dem gleichnamigen Buch und dem Band „Zwischen dem Gras – Anleitungen, um ein Gedicht zu finden“ von María José Ferrada (Hagebutte Verlag, München) am 3.6., um 9 Uhr im LesArt, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur.

Ein offenes Familienprogramm mit Lyriklounge, wo klein und groß mit Instrumenten spielen, poetische Memories puzzeln, Gedichte lesen, Verse reimen und gemeinam spannenden Sprachspaß erspinnen können, wird am 7. Juni, ab 14 Uhr auf der Wiese vom „silent green“ im Wedding angeboten. Neue junge Lyrik kann man hören auf der Preisverleihung vom Bundeswettbewerb Lyrix mit dem Titel „Klar sind gute Gedichte wie Rosen“, die in Kooperation mit dem Haus für Poesie am 11. Juni, um 14 Uhr im Domizil der Kulturbrauerei, Knaackstraße 97 in Berlin (eintrittfrei) stattfindet. Die Preisträger der aktuellen Wettbewerbsrunde im Alter zwischen 15 und 20 Jahren werden bekanntgegeben und ihre Texte lesen. Die eigene Sprache zu finden, darum geht es auch in einem Schreibworkshop mit dem Titel „Breaking the Silence“ mit der Autorin Monika  Herceg am 14.6., um 10 Uhr im Haus für Poesie. Der Workshop ist auf englisch und es geht um das Schweigen in Anbetracht von Schmerz, Liebe, Wunden und Verletzungen und wie es möglich ist, das Schweigen zu brechen. In besonderem Fokus steht der Feminismus.

Zum Abschluss des Poesiefestivals am 15. Juni gibt es einen Lyrikmarkt, auf dem über 40 Verlage und Zeitschriften mit ihren Ständen präsent sein werden in und um die Akademie der Künste (ab 13 Uhr). Zudem kann man dort im Buchengarten hochkarätig besetzte Lesungen (ab 12-17 Uhr) z.B. mit Marion Poschmann und Lutz Seiler, Kerstin Preiwuß, Andreas Reimann und Walle Sayer, Uljana Wolf und Michael Krüger erleben. Es gibt weitere Poesiegespräche und eine Weltklang – Nacht der Poesie (ab 19 Uhr), wo man nochmals ihren verschiedenen Stimmen lauschen, Bekanntes und Neues entdecken und den poetischen Blick mit nachhause in den Alltag nehmen kann.

Text + Foto (lv)

Weitere Infos zum Programm unter: http://www.hausfuerpoeosie.org


Ein neues Lyrik-Format auf dem Festival widmet sich Poesie & Sport. Zu erleben am 14.6., von 14 bis 18 Uhr im Clubraum der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Um 19.30 Uhr startet dann die „Writing Sports Night“.

 

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Eine Legende kehrt zurück: Rund 100 Raritäten auf Rädern sind zu bestaunen beim 11. Struppener Oldtimertreffen in der Sächsischen Schweiz

25 Freitag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Schön, besonders und nachhaltig: Die Initiatoren vom 11. Struppener Oldtimertreffen – Thomas Scheinert, sein Sohn Alexander, Martin Scheinert, Hartmut Wenke und Michael Wenke – mit einem urigen Traktor, der immer noch im Einsatz ist. Labradorhündin Jette begleitet Wenke gern auf seinen Ausflügen mit den Oldtimerkumpels. Foto: Lilli Vostry

Leidenschaft für alte Traktoren
an frischer Luft

Ihre Freude am Sammeln, Schrauben, Restaurieren und Weiter nutzen verbindet die Initiatoren des 11. Struppener Oldtimertreffens am Sonnabend. Rund 100 Fahrzeuge aus nah und fern sind dabei.

Auf der großen Wiese unter den Bäumen stehen kleine Spielfahrzeuge. Im Sandkasten liegen Schaufeln und Backförmchen. Neben dem Strauch geschmückt mit bunten Eiern spazieren im Freigehege die Hühner. Ein Stück weiter tummeln sich  braune Schafe und schwarze Lämmer, zupfen Gras und mähen fröhlich. Vor den blühenden Obstbäumen auf dem Grundstück hinter dem Haus von Michael Wenke steht ein roter Traktor, vorn etwas verbeult und mit Mähbalken an der Seite. Der urige Traktor ist Baujahr 1954, Marke Bautz, noch in Gebrauch und hat seinen großen Auftritt beim nunmehr 11. Struppener Oldtimertreffen an diesem Sonnabend. Unter dem Motto „Sensation – Eine Legende kehrt zurück“ starten die Organisatoren einen neuen Anlauf nach der langen Pause durch die Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen. Zeitgleich findet das Hoffest der Agrarproduktion Struppen statt.

Auf dem Feld neben der Landfleischerei werden wieder rund 100 Fahrzeuge stehen, vorrangig alte Traktoren, aber auch zahlreiche Pkw, LKW und Zweiräder sind zu sehen und bestaunen. Losgeht es um 8 Uhr. Die Anreise ist schon am Vorabend möglich. Die Teilnehmer kommen aus der Umgebung, ausDresden, Radeberg bis aus der Lausitz und dem Erzgebirge mit ihren Gefährten nach Struppen in der Sächsischen Schweiz. „Die Traktoren stammen aus landwirtschaftlichen Betrieben oder von Hobbysammlern“, sagt Michael Wenke, einer der drei Initiatoren. Zusammen mit Thomas und Martin Scheinert organisiert er das jährliche Oldtimertreffen. Sie sind auf dem Land groß geworden.

Vorliebe für alte Technik und
Entschleunigung

Michael Wenke ist Unternehmer und nebenberuflich Landwirt und hat eine Vorliebe für alte Technik. „Weil sie noch überschaubar ist, man alles von vorn bis hinten nachvollziehen kann an der Mechanik“, so Wenke. „Der Enthusiasmus und die Entschleunigung spielen ebenfalls eine Rolle. Unser Traktor fährt nur 15 kmh und nicht wie sonst 50 kmh mit anderen Fahrzeugen. Und man sitzt nicht in der Kabine, sondern an der frischen Luft.“ Es sei auch im Sinne der Nachhaltigkeit, da die vorhandene Technik noch eingesetzt und repariert werde. „Genutzt werden die alten Traktoren z.B. zum Pflügen und Kartoffellegen“, sagt Thomas Scheinert. Er ist auch Landwirt und betreibt zusammen mit seinem Bruder Martin Scheinert, der Meister für Landmaschinentechnik ist, einen kleinen Laden für Gartentechnik in Struppen. Gemeinsam mit Michael Wenke bringen sie aus ihrer Sammlung insgesamt zwölf nostalgische Traktoren mit zum Oldtimertreffen. Der älteste ist von 1927 von der Firma Hanomag aus Hannover, eisenbereift mit roten Rädern und hellblauer Karosse, und fährt noch mit Benzinpetroleummotor, erzählt Thomas Scheinert und zeigt Bilder auf dem Handy von exklusiven Stücken aus seiner Sammlung. Darunter auch ein Lands Bulldog mit Glühkopfmotor und robust gusseisern von 1939 auch aus Mannheim. Die alten Traktoren stammen von den deutschen Kernmarken für Landwirtschaftsfahrzeuge Hannomag, Deutz und IHC. „Die alten Traktoren haben auch den Osten überlebt und wurden bis zur Wende noch eingesetzt in der Landwirtschaft in der Region und später dann viel alte Technik nach Holland verkauft“, so Scheinert.  Manch älteres Modell ersteht in Eigenbau wieder neu. Einen Traktor von Deutz aus dem Jahr 1954 nehmen sich gerade sein Sohn Alexander, 15 Jahre, und sein Kumpel Robby vor, so Thomas Scheinert. „Sie haben angefangen, ihn zu restaurieren. Es ist noch viel daran zu machen.“

Junge Leute machen
Oldtimer wieder flott

Alexander wurde die Leidenschaft für Traktoren schon in die Wiege gelegt, sagt sein Vater schmunzelnd. Mit einem Jahr ist er mit montiertem Kindersitz schon mit ihm auf dem Traktor mitgefahren. Inzwischen fährt er bereits selbst Traktor, schraubt mit und wäscht das Fahrzeug auch. Beim Oldtimertreffen ist Alexander natürlich auch dabei und begleitet das Traktorfahren für Kinder. Das erste Oldtimertreffen fand 2005 mit 30 Fahrzeugen statt. Inzwischen kommen bis zu 120 Oldtimer nach Struppen. „Die Hälfte sind Stammteilnehmer und es kommen neue hinzu“, so Wenke. Es gibt auch jedes Mal ein Fahrerlager mit Wohnwagen oder Schäferhänger und abends sitzen sie gemeinsam bei Grillwurst am Lagerfeuer beisammen und fachsimpeln über alte Fahrzeuge.
Rund 5 000 Besucher hatten sie schon zum Oldtimertreffen, so Wenke stolz. Es ist eintrittfrei. Die Initiatoren tun es aus Freude und Begeisterung für alte Traktoren und die Besucher erleben ein Stück vom Landleben. Bei vielerlei Aktionen wie Brotbacken, Pferdereiten für Kinder und einem Naturmarkt beim Haus- und Hoffest anlässlich 30 Jahre Landschlachthof in Struppen. Dazu sind kleine und große Besucher von 10 bis 17 Uhr zum Schauen und Probieren eingeladen.

Text + Fotos (lv)

Einen Moment innehalten, dann geht´s wieder zu den Fahrzeugen, die wohl wie gute, alte Freunde für sie sind. Thomas Scheinert, sein Sohn Alexander, Martin Scheinert, Hartmut Wenke und sein Sohn Michael Wenke freuen sich auf viele interessierte Besucher beim 11. Struppener Oldtimertreffen an diesem Sonnabend. 8 Uhr geht`s los. Mit Programm auch beim Hoffest den ganzen Tag über.

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Die 5. Kunstwoche Wilsdruff lockt zu vielfältigem Schaufenster-Bummel

25 Freitag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Kunstreiche Entdeckungen an ungewohnten Orten locken bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff. Die Eröffnung ist diesen Sonnabend, den 26. April, um 14 Uhr am Markt in Wilsdruff. Die Initiatoren, unter ihnen Sibylle Bermich, freuen ich auf viele neugierige Besucher in den nächsten zwei Wochen. Foto: Roland Kaiser

Schaufenster verwandeln sich in Kreativräume

Bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff laden 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften mit ihren Werken zu vielfältigen Entdeckungen ein.

Ein Kranich mit weit ausgebreiteten Schwingen ziert das Titelblatt auf dem Flyer. Der Frühlingsbote und Glücksvogel begleitet das reichhaltige Angebot der bereits 5. Kunstwoche Wilsdruff in diesem Jahr. Ab 26. April verwandeln sich zwei Wochen lang wieder Ladenschaufenster in Ausstellungsräume. Es beteiligen sich 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften der Innenstadt.

Von der Apotheke über Autohaus, Bücherstube, Blumenladen, Dachdecker, Optiker, Frisör, Mode bis zum Compterhändler öffnen die Inhaber ihre Geschäfte, um Kunst in aller Vielfalt zu zeigen. Da locken Originelles, Ungewöhnliches, Sehenswertes. Die Bandbreite reicht von Aquarell- und Ölmalerei, Comiczeichnungen, künstlerischer Fotografie, Muschelarbeiten, Töpferei bis zu Holzkulpturen. Die Teilnehmer stammen zumeist aus der Region und sind vorwiegend in ihrer Freizeit künstlerisch tätig. Das Projekt der Interessengemeinschaft Kunstwoche Wilsdruff wird gefördert aus einem Programm des Bundes für zukunftsfähige Innenstädte und Zentren. „Die Kunstwoche ist ein Herzensprojekt, das die Kreativität unserer Region sichtbar macht“, sagt Sibylle Bermich. Sie ist von Beruf Medizinische Fachangestellte. Die Kunst begleitet die 47-Jährige schon lange, als Leidenschaft, Ausdruck und Geschenk, sagt sie. Sie malt sehr gern mit Pastell- und Ölfarben, auch Aquarelle und gestaltet Bilder aus Filzwolle. Landschaften, Blumenwiesen in leuchtenden Farben und ein herzerwärmendes  Bild zum Schmunzeln über die „Erste Liebe“, wo zwei Kinder sich anhimmeln. Sibylle Bermich hat ihre Arbeiten in den Fenstern der Volksbank Wilsdruff bereits aufgehängt.

Sie ist schon zum 5. Mal bei der Kunstwoche dabei und neu im Organisationsteam. „Es war mir auch wichtig in diesem Jahr, den Ball mit anzuschubsen“, sagt sie. Einer der Initiatoren, Albrecht Ludwig, der Fotografie ausstellt, fragte sie letztes Jahr. Er brachte seinen Bekannten Andreas Körner mit, der Malerei zeigen wird. Doch er ist bereits mit einem ähnlichen Kunstprojekt in Meißen sehr beschäftigt. Die Dritte im Team, Krystina Nevoigt ist mit Tuschemalerei bei der Wilsdruffer Kunstwoche dabei. Bevor diese ausgefallen wäre, hilft Sibylle Bermich nun mit bei der Vorbereitung, hält beispielsweise die Kontakte zu den Künstlern. So lerne man auch neue Leute kennen. „Die Initiatoren haben die Kunstaktion in Pirna gesehen und gedacht: Wenn die das können, dann können wir das in Wilsdruff auch“, erzählt Sibylle Bermich. Sie hat sich gerade ein Atelier eingerichtet beim Um- und Ausbau eines Bauernhofs, den sie geerbt hat in Sachsdorf bei Klipphausen. Ihr Kreativreich befindet sich in einer 200 Jahre alten Scheune, wo ehemals der Werkstattraum ihres Großvaters war. Dort will sie dann künftig auch Malkurse anbieten.

14 Tage lang bis zum 11. Mai kann man die Kunst in den Schaufenstern bestaunen. „Es sind die Wilsdruffer ebenso wie Besucher von außerhalb eingeladen, hierher zu kommen in die Kleinstadt, die kleinen Läden zu besuchen und sich umzuschauen. Hier gibt es auch einiges zu entdecken“, sagt Sibylle Bermich. Für die Künstler sei es eine gute Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. „Die Ladenbesitzer haben sich ganz gut gehalten, es gibt kaum Leerstand in der Innenstadt“, stellt sie fest. Die Kunstwoche trägt zu einer zusätzlichen Belebung der Innenstadt bei. „Es ist auch toll, bei den Ausstellungen mit Leuten ins Gespräch zu kommen, neue Anregungen zu bekommen für die eigenen Arbeiten, dass man vorankommt.“ Bei der Finanzierung der Kunstwoche trägt die Stadt Wilsdruff die Kosten für die Flyer und für die Musiker zur Eröffnungsveranstaltung. Die Künstler geben jeder zehn Euro dazu. Eröffnet wird die Kunstwoche am 26. April, um 14 Uhr auf dem Markt am Café Adler feierlich mit Sektempfang, musikalischer Umrahmung und anschließendem Schaufenster-Rundgang zu den Kunstwerken. Einige der Künstler sind vor Ort und begleiten die Besucher.

Text (lv)

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Leipziger Buchmesse mit neuem Besucherrekord beendet

30 Sonntag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Überwältigende Resonanz: 296.000 BesucherInnen auf der Leipziger Buchmesse 2025

Deutschland liebt das Lesen – das hat die Leipziger Buchmesse an den vergangenen vier Tagen eindrucksvoll gezeigt. 296.000 Besucherinnen, und damit 13.000 mehr als im letzten Jahr, haben sich auf Entdeckungsreise durch die Vielfalt der Literatur begeben – sei es an den Ständen der Buchmesse, der Manga-Comic-Con, der Leipziger Antiquariatsmesse und den zahlreichen Leseorten in der Stadt. 2.040 Ausstellerinnen aus 45 Ländern begeisterten das Publikum, darunter das Gastland Norwegen mit seinem „Traum im Frühling“. Im Rahmen von Leipzig liest, Europas größtem Lesefest, fanden dank der 3.000 Mitwirkenden über 2.800 Veranstaltungen an 330 Leseorten statt.

„Worte bewegen Welten − und sie bewegen die Menschen! Die Leipziger Buchmesse war dieses Jahr im wahrsten Sinne des Wortes ein Publikumsmagnet. Wir freuen uns sehr über den riesigen Zuspruch und die Begeisterung gerade junger Menschen für das Lesen und gesellschaftliche Themen. 2025 werden wir definitiv als rauschendes Fest in Erinnerung behalten“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

„Es ist großartig zu sehen, wie viel Euphorie das Buch entfacht und wie es Menschen zusammenbringt. Als Ort der Begegnungen, Gespräche und Entdeckungen nimmt die Leipziger Buchmesse eine zentrale Rolle in Deutschland ein – beispielsweise zu Themen wie Künstlicher Intelligenz und Audio, denen wir mit neuen Formaten einen besonderen Raum gegeben haben. Das große Interesse an der Buchmesse zeigt, wie wichtig das analoge Erlebnis nach wie vor ist“, so Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse.

„Die Leipziger Buchmesse setzte den Herausforderungen in Branche und Gesellschaft Lesebegeisterung und Debattenfreude pur entgegen. In den Messehallen wuselte es, Bücherfans jeden Alters feierten die Literatur und die Vielfalt. Die Buch- und Kreativbranche stößt wichtige gesellschaftliche und politischen Debatten an und unterfüttert sie mit Fakten. Zusammen haben wir gezeigt: Wir gestalten die Zukunft unserer Demokratie mit“, so Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Preis der Leipziger Buchmesse 2025: Kristine Bilkau, Irina Rastorgueva, Thomas Weiler
Insgesamt wurden 506 Titel von 166 Verlagen für den 21. Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht. Ausgezeichnet wurden am ersten Messetag Kristine Bilkau für „Halbinsel“ (Luchterhand), Irina Rastorgueva für „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ (Matthes & Seitz Berlin) sowie Thomas Weiler für seine Übersetzung aus dem Belarussischen von „Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten“ der Autor:innen Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik (Aufbau).

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung
Der belarussische, im Exil lebenden Schriftsteller Alhierd Bacharevič wurde, begleitet von stehenden Ovationen, mit dem diesjährigen Preis für sein Buch „Europas Hunde“ ausgezeichnet. Die Laudatio hielt die Schweizer Literaturkritikerin und Autorin Sieglinde Geisel im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Buchmesse im Gewandhaus.

„Traum im Frühling“ – der Gastlandauftritt Norwegens
Für die zahlreichen Fans der norwegischen Literatur erfüllte sich in der Tat ein Traum − konnten sie doch fast 50 AutorInnen in Leipzig treffen, die Neuerscheinungen kennenlernen, sich Bücher signieren lassen und bei den rund 75 Veranstaltungen die Vielfalt der norwegischen Literatur kennenlernen. Sowohl am Gastlandstand als auch bei den Veranstaltungen in der Schaubühne zog Norwegen über die gesamte Dauer der Buchmesse hinweg zahlreiche interessierte BesucherInnen an. Der Gastlandauftritt wurde organisiert von NORLA (Norwegian Literature Abroad).

Ein Fest, das die ganze Stadt in eine Bühne verwandelt: Leipzig liest
Ob im Zoo, im ehemaligen Kinosaal der Stasi, in Erikas Eisdiele oder an Bord des Ausflugsdampfers MS Cospuden: Während Europas größtem Lesefest findet Literatur überall in Leipzig ihren Platz. Dafür sorgten 3.000 Mitwirkende an mehr als 330 Leseorten. Sie brachten LeserInnen und SchriftstellerIinnen bei den rund 2.800 Lesungen, Gesprächsrunden und Veranstaltungen in der Stadt und auf dem Messegelände einander näher.

Ein Zuhause für alle Manga-, Anime- und Comic- Fans
In den Hallen 1 und 3 haben sich auch 2025 wieder tausende Manga-Comic-Con-Fans getroffen, darunter zahlreiche aufwendig kostümierte CosplayerInnen, und das Zusammensein mit Gleichgesinnten genossen. Zu den Highlights zählten die Auftritte der Ehrengäste aus aller Welt sowie die Auszeichnungen des Leipziger Cosplay Wettbewerbs und der ersten Cosplay Performance Meisterschaft Deutschland. Aber auch die Verleihung des Seraph sorgte bei den Phantastik-Fans wieder für Begeisterung.

Erfolgreiche Premiere: Audiowelt, Forum Mensch & KI und BloggerRoom
Ob Hörbuch oder Hörspiel, Streaming-Angebote oder Podcasts – die neue Audiowelt hat mit ihrem abwechslungsreichen Bühnenprogramm großen Anklang bei den BesucherInnen gefunden. Spannende Diskussionen fanden auch im Forum Mensch & KI: Schöne neue Welt? statt. Das Gesprächsforum widmetet sich den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen mit besonderem Blick auf den Literaturbetrieb. Auch der neue BloggerRoom BL:OOM mit dem eigens kuratierten Literaturprogramm wurde sehr gut von den Medienschaffenden als zentraler Treffpunkt und Möglichkeit zum Netzwerken angenommen.

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher der Leipziger Messe

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BilderAlbum: Entdeckungen auf der Leipziger Buchmesse 2025 & Lesung aus meinem KatzenBuch „Geliebte Ungeheuer“

29 Samstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse. Beflügelt Lesen & die Fantasie.
Lesevergnügen am reich gedeckten BücherKunstTisch: Ein Traum wurde wahr mit meinem ersten Buch „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie, aus dem ich las am Stand von Dorothee Kuhbandner. Beim Lesen der Gedichte steigt das Interesse am Habenwollen deutlich. 🙂 Es war individuell, beglückend und schön, unmittelbar die Reaktionen der Zuhörerin zu erleben.

Mit meinen „Geliebten Ungeheuern“ auf der Leipziger Buchmesse

Im Reich der Bücher locken noch bis morgen, Sonntag von 1ß bis 18 Uhr, zahlreiche neue Bücher, neue Formate und Lesungen in fünf Hallen kleine und große Besucher.

„Worte bewegen Welten“, so heißt das diesjährige Motto der Leipziger Buchmesse. Das klingt groß, kühn und visionär. Wie leicht sind sie dahin gesagt, was können sie wirklich bewirken und welche Worte braucht es dafür, um gehört zu werden?! Zumindest regt es neue Ideen, Impulse und Denkansätze an. Zumindest bewegte sich wieder ein großer, bunter Menschenstrom vom Bahnhof in Leipzig aus in Richtung Messegelände gleich am Eröffnungstag am Donnerstag. Das tat gut zu sehen. Vom Kind an der Hand der Eltern, über junge Leute in Grüppchen, Neugierige, Lesehungrige, alle die mit Büchern und neuen Medien irgendwie umgehen, machten sich erwartungsvoll auf den Weg.

Im Reich der Bücher locken vier Tage lang noch bis Sonntag in fünf Hallen wieder zahlreiche neue Bücher, neue Formate und Lesungen mit bekannten und neuen AutorInnen aus nah und fern. Gastland ist dieses Jahr Norwegen. Schon am Eröffnungstag gab es etliche feurige, fantastische und erlesene Momente. Unter den umher wandelnden Gestalten aus der Manga Comic-Welt mit eigener Messe waren beflügelnde Boten, gehörnte und teuflische Wesen und viele Tiergestalten.

In einer Podiumsdiskussion ging es vor vollen Rängen um „Mensch und KI“, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf Urheberrecht und Schöpfung nimmt. Ein interessantes wie brisantes Thema. Da ging es um sogernannte „Schattenbibliotheken“ mit Datenbanken und Texten, von Hackern und Geschäftemachern von Webseiten von Verlagen und Autoren gestohlen, heruntergeladen und illegal genutzt. Um KI damit zu füttern und zu trainieren wohl als Denkmaschinen. Eine gruslige und absurde Vorstellung, solch künstliche Programme könnten einmal menschliche Gehirne ersetzen, uns vorschreiben und entscheiden wie wir zu denken und handeln haben! Nur Bequemen und Denkfaulen kann das egal sein. Als kreatives Werkzeug und Hilfsmittel oder für Routinearbeiten in der Verwaltung sind entsprechende KI-Entwicklungen sicher vorstellbar. Das Problem der missbräuchlichen Nutzung ist bekannt, seit es E-Books und digitale Medien gibt. Da gibt es noch viel hinsichtlich Urheberrecht neu zu bedenken und regeln. Damit die Selbstbedienungsmentalität ohne etwas dafür zu zahlen im Umgang mit digitalen, leicht zugänglichen Medien nicht überhand nimmt und die Schöpfer der Werke, ob Musik, Bilder oder Blogs wie dieser, auch etwas davon haben.

Katzen & Engel

Sie zieren die Wände am Stand C302 in  Halle 5 bei der Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner aus Radebeul. Ein Augenschmaus, Kunst- und Lesegenuss in einem sind ihre farbenfrohen und witzig originellen  Bücher, Zeichnungen, Türrahmenbilder, Leporellos und Wundertüten mit überraschendem Inhalt. In ihrem Zilp Zalp Verlag, benannt nach dem kleinen Singvogel, erschien im März mein erstes Buch „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie und ihren zauberhaften Zeichnungen. Es war schön, daraus einige Gedichte zu lesen und etwas Eigenes auf diesem großen Bücherfest dabei zu haben. Es hat geholfen! Mein Katzenbuch hat schon einige Liebhaberinnen gefunden. Meine „Geliebten Ungeheuer“ reisen mit ihnen nun in die Welt hinaus, von Dresden aus, in den Spreewald nach Kassel bis nach Reutlingen an der Schwäbischen Alp, wo sie im Leben nie hinkamen! Das freut mich sehr und dass sie in den Gedichten und Bildern weiter leben, andere Menschen erfreuen und auch trösten mit all den lustigen und traurigen Momenten, die ein Menschen- und Katzenleben bereithält.

An den Ständen nebenan gibt es schöne Dinge aus handgeschöpftem Papier und fantasievolle Druckgrafik zu sehen und erwerben. Die Papierkunst stammt von Ulrike C. Franz am Stand C308. Sie hatte selbst lange Katzen und freute sich über mein handsigniertes Katzenbuch. Ihr erster Kater hieß Amadeus, er war ein Freigänger und wurde 15 Jahre alt. Später hatte sie ein Katzenpärchen, gerade zu der Zeit als Charles und Diana in England heirateten und nannte ihre Schmusetiger nach ihnen. Die elf Junge in einem Wurf bekamen! Das Jüngste und Schwächste behielten sie, diese Katze wurde 25 Jahre alt! So viele neue, schöne Katzengeschichten gleich zu hören nach der Lesung war toll.

Preise der Leipziger Buchmesse für „Halbinsel“, „Feuerdörfer“ und „Pop-up-Propaganda“

Buchpreise und eigene Entdeckungen und Empfinden auf der Buchmesse sind immer wieder spannend und aufschlussreich. Sie spiegeln die Vielfalt der nominierten Bücher, Trends und aktuelle Themen in der Gesellschaft wider, die auch bei der Auswahl und Entscheidung der Jury wohl eine Rolle spielen. Diesen Eindruck konnte man dieses Jahr besonders erleben beim zum 21. Mal verliehenen Preis der Leipziger Buchmesse am Donnerstag in der Glashalle. Die Sonne schien gerade in dem Moment mit aller Kraft aus strahlend blauem Himmel. Aus 506 Einreichungen von 166 Verlagen entschied sich die Jury unter Vorsitz von Katrin Schumacher, Rundfunkredakteurin mit eigener Büchersendung bei MDRKultur, für die Preisträger. Es war von einer „Vergangenheitsausgrabung“ und „Aneinander reiben der Generationen“ die Rede. Der erste Preis in der Kategorie Übersetzung ging an das Buch „Feuerdörfer“ (Aufbau Verlag) mit Zeitzeugenberichten über deutsche Wehrmachtsverbrechen in Belarus. Es erschien im Original vor 50 Jahren und wurde von Thomas Weiler ins Deutsche übersetzt.

Er macht „dieses Feuergedächtnis erstmals deutschen Lesern zugänglich. Das unvorstellbare Leid und Grauen, die politischer Extremismus und Faschismus auslösten, brachten auch den Übersetzer an seine Grenzen“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Starker Tobak, erschütternd und kein leichter Lesestoff. Ob der Preis die entsprechende Leserschaft bringt, bleibt zu hoffen. Da hatten es Bücher wie die Neuübersetzung aus dem amerikanischen Englisch ebenfalls nach 50 Jahren von Erica Jongs bekanntem Buch „Angst vorm Fliegen“ über Feminismus und ungezügelte Lust und Liebe auf Männerkörper und der Roman „Umlaufbahnen“ von Samantha Harvey freilich schwer. Macht aber dennoch neugierig und Lust, Erica Jongs Klassiker der Frauenliteratur mal wieder aus dem Bücherregal zu nehmen.

Ohne Preis blieb, aber nicht weniger spannend und gut zu wissen, dass es dieses Buch gibt, auch das Sachbuch „Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben“ (Insel Verlag), eine Biographie von Sandra Richter. „Durch sie lernen wir Rilke und sein Leben neu kennen“, lobte die Jury. Den Preis bei den Sachbüchern gewann allerdings das Buch „Pop-up-Propaganda – Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ (Matthes & Seitz Berlin) von Irina Rastorgueva. In der Kategorie Belletristik entschied die Jury für den Roman „Halbinsel“ von Kristine Bilkau (Luchterhand Verlag), der von einem Mutter-Tochter- und Generationskonflikt zwischen Idealen, Scheitern und Aufrichtigkeit erzählt. Die Tochter ist Umweltaktivistin, entdeckt in einem Unternehmen Greenwashing und zieht sich völlig desillusioniert zurück in die familiäre Welt und konfrontiert ihre Mutter mit ihren verlorenen Träumen und Ängsten. „Es ist eine Geschichte über eine Mutter, die versucht die Zuversicht ihrer Tochter zu retten, um selbst hoffnungsvoll zu bleiben und sie sehnt sich nach einer Sprache der Aufrichtigkeit“, sagt Kristine Bilkau über ihr Buch. „,Halbinsel` zeigt ein Gesellschaftsbild. Der Roman beunruhigt mit seinen leisen und lauten Fragen an die Gesellschaft“, begründete die Jury ihre Preisvergabe.

So wie der Stoff seinen AutorIn findet, wird auch jedes Buch seine LeserInnen finden, ob nun preisgekrönt oder nicht. Da steht man plötzlich unverhofft auf der Leipziger Buchmesse vor einem Stand der bis dato kaum als Literaturland bekannten Philippinen und wird angenehm überrascht von der Fülle an interessanten, unkonventionellen Büchern, oft sehr ansprechend illustriert aus diesem südostasiatischen Land. Das reicht von Romanen und Comics zu sozialen Themen, politischen Umwälzungen, Klima-Katastrophen und Coming-of-Age-Geschichten bis zu einem bilderreichen Buch über die Straßenkatzen von Manila. Wie schauen sie auf die Welt? Das will ich unbedingt wissen. Philippinische Literatur wartet darauf, entdeckt zu werden. Das Land ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 im Herbst.
Die Leipziger Buchmesse lockt noch bis morgen, Sonntag, von 10 bis 10 Uhr mit einem reichhaltigen Programm.

Text + Fotos (lv)

http://www.leipziger-buchmesse.de


Handgeschöpfte Papierkunst gibt es am Stand von Ulrike C. Franz und fantasievolle Druckgrafik am Käsebüdchen.

Mit Spannung erwartet: Der Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik ging dieses Jahr an den Roman „Halbinsel“ von Kristine Bilkau.
Fesselnde Lektüre: Eine Besucherin mit ihrem gerade erworbenen Buch „Echokammer“ von Ingar Johnsrud aus Norwegen, der Autor signierte nach seiner Lesung mit viel Resonanz. „Der beste norwegische Thriller der letzten zehn Jahre“, findet krimlitteratur.com

Überraschend reichhaltig, interessant und geheimnisvoll: Die Literaturszene der Philippinen hat in den letzten fünf Jahren ein rasantes Wachstum erlebt und ist erstmals mit einem Stand auf der Leipziger Buchmesse dabei und Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2025.

Meine Schätze von der Buchmesse & neugierige Fellwesen
Meine Fellmusen & Buchkatzen Jade & Lina und Lola. Ihnen habe ich mein erstes Buch „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie gewidmet.

Sonne mit Kaffeeflecken

Gerade noch im Wintergarten
die Weide und ihre Sonnenkätzchen gesehen
fällt ein Schatten auf die Sonne
verfärbt von schwarzem Kaffeesatz
beide Hände voll floss der Strahl
aus der Tasse
Flecken auf den Strahlen
auf dem Tisch liegen meine Schätze
von der Buchmesse
Schneckenpostkarten Lesezeichen
ein Verzeichnis der Insel-Bücherei
eine Lyrikpreis Ausschreibung
eine Karte mit einer Auflistung von Dingen
in denen wir erstaunlich gut sind:
All unser Geld ausgeben
Ignorieren dass wir pleite sind
den leeren Platz mit lauter schönen
neuen Büchern füllen
eine Karte Natur aus Sicht des Menschen
er rot im Mittelpunkt und alles Lebendige
schwarz um ihn herum
und die Natur aus Sicht der Natur
vielfarbig blühend und schwirrend
der Mensch im Kreis mit allem Anderen
„… die Existenz musz poetisch sein“,
verlangt Friederike Mayröcker
anders wäre sie nicht zu ertragen

LV
28.3.2025

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Besonderes HimmelsSchauspiel: Partielle Sonnenfinsternis am Astronomietag mit dem Astroclub Radebeul

29 Samstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Faszination an der Welt der Sterne & fernen Himmelskörpern: Mit einem riesigen Teleskop kann man sie sehen, beobachten und Erinnerungsfotos machen. Martin Fiedler und Sebastian Kobelt vom Astronomieclub Radebeul e.V. freuen sich auf viele Besucher in der Sternwarte am Astronomietag am 29. März, ab 11 Uhr. Da lockt ein besonderes Ereignis am Himmel, eine partielle Sonnenfinsternis genau um 11.58 Uhr.

Besuch in der Welt der Sterne

In die faszinierende Weite des Universums eintauchen, ferne Planeten und Galaxien durch Fernrohre sehen, können Besucher bei den Himmelsbeobachtungen mit dem Astroclub Radebeul e.V. Mit Sternpatenschaften kann man seine Projekte unterstützen.

Hoch auf einem Hügel nahe der Weinberge, das Lichtermeer im Elbtal vor Augen, scheint der Himmel greifbar nahe. Auf der Terrasse der Sternwarte und dem Planetarium in Radebeul kann man mit großen Fernrohren in die Tiefen des Universums eintauchen, Mond, Planeten, Galaxien und vieles mehr beobachten. Jeden Freitag ab 20 Uhr, bzw., 21.30 Uhr zwischen April und August, finden dort auf den Ebenbergen 10a die öffentlichen Himmelsbeobachtungen, bei klarer Sicht im Freien, mit dem Astroclub Radebeul e.V. für Besucher statt. Bei bedecktem Himmel erhalten sie im Planetarium bei einer Präsentation Einblicke in den virtuellen Sternenhimmel, zu wundervollen Sternbilder nach uralten Sagen und Geschichten und Himmelsobjekten.

In der Beobachtungshütte nebenan stehen zwei riesige Teleskope, die mit hoher Präzision Himmelsobjekte ansteuern können. Dazu wurde außerdem eine hochempfindliche, astronomische Kamera installiert, die hochwertige Aufnahmen ermöglicht. Vorn am Gerät ist ein gelber Schaumgummiball angebracht. „Damit die Besucher sich in der Dunkelheit nicht an den Kopf stoßen“, sagt Martin Fiedler. Er hat Geografie an der TU Dresden studiert, arbeitet als Software Quality Engineer und ist seit 1995 Mitglied des Astroclub Radebeul e.V. Im Mai hat er sein persönliches 30-jähriges Jubiläum. „Der Sternhimmel, dieses Unerforschte“, reizt Fiedler. „Man möchte wissen, was gibt es da und wir wollen in der Sternwarte die eigene Freude an der Astronomie an die Besucher weitergeben.“ An den Wänden hängen Farbaufnahmen von der Sonne und Planeten und einer Langzeitbelichtung von Sternen, die einen rotierenden Kreis um den Hinmelnsnordpol bilden. Zusammen mit Sebastian Kobelt vom Vereinsvorstand bringt Martin Fiedler das große Spiegelteleskop in Stellung.

Die Männer schieben das Dach der Bobachtungshütte zur Seite, der Regen hat nachgelassen. Sebastian Kobelt steigt auf die Leiter am Fernrohr, richtet es ein und schaut nach oben. An diesem Abend bleibt der Himmel dunkel verhangen. „Das Weltall, das große Unbekannte und die Verbindung zur Raumfahrt sind spannend. Hier gibt es immer etwas Neues, immer neue Erkenntnisse“, sagt Kobelt, der als Ingenieur für Medizintechnik im Bereich Strahlenschutz in Rossendorf arbeitet. Seit 1997 arbeitet er mit im Astroclub Radebeul e.V. „Beobachten, Rückschlüsse ziehen durch Experimente. Das Weltall ist so unendlich groß. Keiner kann genau sagen, ob auf Exoplaneten um fremde Sterne anderes Leben existiert.“ Der Mars sei vielleicht ein Kandidat, dort wurde schon Wasser entdeckt, eine gute Voraussetzung. „Es gibt regelmäßig Meldung, dass neue Exoplaneten entdeckt werden“, so Kobelt. Die Planeten sehe man jedoch nicht wirklich wegen der zu großen Entfernung. „Ob es in unserer Milchstraße hundert weitere Zivilisationen gibt, kann keiner sagen. Das ist auch das Schöne, jeder kann seine Fantasie schweifen lassen.“ Er rechne nicht damit, mal einem Außerirdischen zu begegnen in seinem Leben. Das hindert ihn aber nicht, mit dem Fernglas auf der Terrasse gebannt in den weiten Himmel zu schauen.

“Jetzt im Frühjahr kann man den Orionnebel, das Sternbild Löwe und die Milchstraße abends gut sehen“, so Kobelt. Insgesamt gibt es 88 Sternbilder. “Durch die Fernrohre können die Besucher die Venus, Jupiter oder Mondkrater und Kugelsternhaufen sehen, das sieht schön aus. Oder auch Gasnebel, wo die Sterne entstehen und Überreste von Supernovaexplosionen“, erzählt Martin Fiedler. „Es ist immer wieder ein anderer Sternenhimmel je nach Jahreszeit.“ Die Faszination an der Welt der Sterne und fernen Himmelskörpern und ihrer Erforschung verbindet die derzeit 105 Mitglieder im seit 1991 bestehenden Astroclub Radebeul e.V. Es gibt auch eine Schüler Astro AG. Um die zehn bis zwölf Hobbyastronomen zeigen und erklären bei den Führungen den kleinen und großen Besuchern beim Blick durch die Fernrohre, was sie sehen. Acht bis zehn Teleskope am Abend sind im Einsatz, so Fiedler. Die Begeisterung bei Familien mit Kindern sei groß jedesmal, wenn sie den Mond das erste Mal nicht glatt wie einen Pfannkuchen, sondern mit Schatten und Strukturen sehen und ihn durch das Fernrohr fotografieren können per Handy. „Bei schönem Wetter kommen weit über 100 Besucher in die Sternwarte der Stadt Radebeul.“ Daher empfiehlt er, Eintrittstickets vorher zu reservieren über die Homepage.

Für Kosmos und Natur interessiert sich auch Rudolf Semenský. Er ist Fachinformatiker, seit einem halben Jahr im Astroclub Radebeul und kommt aus Meißen jeden Freitagabend hierher, um Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen und Besuchern an denTeleskopen und bei den Aufnahmen vom Sternhimmel zu helfen. „Der erste Blick durchs Fernrohr war wie neugeboren zu sein, weil sich eine neue Welt eröffnet hat“, schwärmt er. „Es wäre unglaublich, zu denken wir wären alleine angesichts von Milliarden Galaxien und Sternen. Wenn man in den Himmel schaut, merkt man auch wie klein wir auf der Erde sind“, sagt Rudolf und zeigt auf seinen Bauchnabel. „Wir sind nicht der Nabel der Welt. Durch die Modernisierung haben die Menschen den Kontakt zur Natur verloren. Mit eigenen Augen und Gefühl die Wirklichkeit ansehen“, ist ihm wichtig.

Im Astro-Shop kann man drehbare Sternkarten, Globen, Mondlampen, Sternzeichen-Tassen und Bücher über das Abenteuer Weltraum kaufen. „Mit dem Erlös refinanzieren wir unsere Technik und Betriebskosten“, so Astroclub-Vorsitzender Martin Fiedler. Im Foyer steht neben musealen Raritäten und gefundenen Meteoriten ein Astromat mit intergalaktischen Dingen und Spielen zum Erwerben. Innerhalb der Spendenaktion „Radebeuler Himmel“ können Sterngucker und Astronomiebegeisterte auch Sternpatenschaften übernehmen und damit die Projekte des Astroclubs Radebeul unterstützen. Dadurch konnte das erste große Teleskop 2005 für 35 000 Euro gekauft werden, mit dem schon einige Asteroiden, vom Astroclub entdeckt wurden. „Je heller der Stern, desto höher der Preis“, so Fiedler zur Aktion. Sternpate kann man schon ab zehn Euro werden. Dann sei der Stern gerade so sichtbar. Ein Student aus Dresden habe zu Beginn der Aktion 1999 für 12 000 DM die Sternpatenschaft für den Sirius für seine Freundin übernommen, erzählt Fiedler, der ihm dafür die Urkunde ausstellte. Derzeit werden Spenden für ein spezielles Sonnenspektroskop und eine barrierefreie Beobachtungsstation mit einem auf Augenhöhe einstellbaren Teleskopeinblick für Rollstuhlfahrer gesammelt, so Fiedler.

Text + Fotos (lv)

Das nächste Highlight wird der Astronomietag 2025 mit partieller Sonnenfinsternis am 29. März, ab 11 Uhr in der Sternwarte mit umfangreichem Programm und Blicken durch die Teleskope zusammen mit dem Astroclub Radebeul e.V.

Die öffentlichen Himmelsbeobachtungen mit dem Astroclub Radebeul finden immer freitags im April bis August um 21.30 Uhr statt, von Sepember bis März um 20 Uhr.

Weitere Informationen unter:
http://www.sternwarte-radebeul.de


Bei bedecktem Himmel funkelt im Planetarium der Sternwarte Radebeul der virtuelle Sternenhimmel und ziehen wundervolle Sternbilder vorbei.

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Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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