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Kategorien-Archiv: Projekte

Die Preisträger der Leipziger Buchmesse 2025

28 Freitag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Vielfältige Auswahl: Die nominierten Bücher für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025. Foto (lv)
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Der Preis der Leipziger Buchmesse 2025 geht an Kristine Bilkau, Irina Rastorgueva und Thomas Weiler

Mit Spannung erwartet, ist nun die Entscheidung gefallen: Gestern wurden die Preisträgerinnen der Leipziger Buchmesse 2025 vor einem begeisterten Publikum in der Glashalle ausgezeichnet. In der Kategorie Belletristik entschied sich die Jury für Kristine Bilkau und ihren Roman „Halbinsel“. Den Preis in der Kategorie Sachbuch/Essayistik erhielt Irina Rastorgueva für „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“. In der Kategorie Übersetzung würdigte die Jury Thomas Weiler für die Übersetzung von „Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten“ aus dem Belarussischen von Ales Adamowitsch, Janka Bryl und Uladsimir Kalesnik. Insgesamt wurden 506 Titel von 166 Verlagen eingereicht.

Kategorie Belletristik

Kristine Bilkau | „Halbinsel“ | Luchterhand

Begründung der Jury:

„Leicht nacherzählbar scheint dieses Buch zunächst, doch das ist eine Täuschung. Kristine Bilkau trägt sukzessive Schichten von Fragen ab, die verunsichern. Das unerwartet zusammengeführte Duo aus Mutter und erwachsener Tochter braucht mehr als guten Willen für ein neues Lebensmodell. ‚Halbinsel‘ ist ein sensibel gebauter Roman über emotionale Altlasten, über Großzügigkeit und über das Geschäft mit dem Klima-Gewissen.“

Die Autorin:

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Bereits ihr Romandebüt „Die Glücklichen“ (Luchterhand, 2015) wurde mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Mit ihrem Roman „Nebenan“ (Luchterhand, 2022) stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Kristine Bilkau lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Kategorie Sachbuch/Essayistik

Irina Rastorgueva | „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ | Matthes & Seitz Berlin

Begründung der Jury:

„Der Comic in der Mitte zeugt von bitterem Humor. Der Ernst der Lage zeigt sich im Text, der so einige Rätsel löst, die sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine angestaut haben. Irina Rastorgueva seziert die Gesellschaft, indem sie die Sprache analysiert. Was sie ‚Pop-up-Propaganda‘ nennt, ist eine Art ‚LTI‘ für Putins Russland, eine Bestandsaufnahme diktatorischen Sprechens in dem Sinne, wie Victor Klemperer es einst tat.“

Die Autorin:

Irina Rastorgueva, 1983 in Juschno-Sachalinsk geboren, ist Autorin, Grafikerin und Übersetzerin. Sie studierte Philologie an der Staatlichen Universität Sachalin und arbeitete als Kulturjournalistin und Dozentin für Journalistik. 2011 gründete sie das Kulturmagazin „ProSakhalin“. Von 2011 bis 2017 war sie Dramaturgin am Tschechow-Theater Sachalin. Gemeinsam mit Thomas Martin gibt sie die Werke von Georgi Demidow im Verlag Galiani heraus.

Kategorie Übersetzung

Thomas Weiler | Übersetzung aus dem Belarussischen: „Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten“ von Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik | Aufbau

Begründung der Jury:

„Anfang der 1970er Jahre haben Ales Adamowitsch, Janka Bryl und Uladsimir Kalesnik mit Hunderten Überlebenden aus von der Wehrmacht niedergebrannten belarussischen Dörfern gesprochen. Thomas Weiler macht die unvorstellbaren Aussagen der Dorfbewohner:innen nun erstmals einer deutschen Leserschaft zugänglich. Seine am Mündlichen orientierte Übersetzung entlarvt die entsetzliche Grausamkeit des Erlebten und zeigt die Grenzen der Sprache in der brennenden Wahrheit dieser Berichte auf.“

Der Autor:

Thomas Weiler, 1978 im Schwarzwald geboren, absolvierte ein Diplom-Übersetzerstudium in Leipzig, Berlin und Sankt Petersburg. Seit 2007 ist er als freier Übersetzer aus dem Polnischen, Russischen und Belarussischen tätig. Thomas Weiler übersetzt Belletristik, Lyrik und Kinderbücher. Er erhielt u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Karl-Dedecius-Preis, den Paul-Celan-Preis und die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung.

Die Leipziger Buchmesse findet vom 27. bis 30. März 2025 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.<

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Messe

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Programm der Leipziger Buchmesse 2025 unter dem Motto: „Worte bewegen Welten“

26 Mittwoch Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Die Kraft der Worte, zahlreiche neue Bücher und neue Formate
sorgen für Vielfalt der Begegnungen

Morgen öffnet die Leipziger Buchmesse und lädt für vier Tage, vom 27. bis 30. März, unter dem Motto „Worte bewegen Welten“ Literaturbegeisterte zum Entdecken und Diskutieren ein. Mit 2.040 Ausstellerinnen aus 45 Ländern sowie einem Flächenzuwachs im zweistelligen Bereich setzt die Messe auch 2025 ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Buches und positioniert sich erneut als wichtige Dialogplattform, die unterschiedliche Meinungen und Perspektiven zusammenbringt.

Die Leipziger Buchmesse 2025 verspricht erneut ein Fest der Literatur und der Begegnung zu werden. BesucherInnen können sich auf ein vielfältiges Programm und zahlreiche Highlights freuen. Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, betont: „Der große Zuspruch für die Leipziger Buchmesse zeigt, welch hohen Stellenwert sie für die Verlage hat, um die eigene Marktpräsenz zu stärken. Hier können sie ihre Autorinnen und Autoren dem begeisterten Publikum vorstellen.“
Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse, ergänzt: „Die Buchmesse ist ein Ort, der über die Kraft der Worte und der Literatur Menschen unterschiedlicher Hintergründe verbindet und ins Gespräch bringt. Sie steht für Austausch und Begegnungen, die wir auf vielfältige Weise ermöglichen.“

Wichtige Branchentrends: Neue Formate bereichern die Leipziger Buchmesse

Wer Bücher gern hört, kommt in der neuen Audiowelt in Halle 2 voll auf seine Kosten. Damit reagiert die Leipziger Buchmesse auf die wachsende Beliebtheit von Hörbüchern und Podcasts. Auf der Audio-Bühne kann das Publikum stimmgewaltige SprecherInnen und AutorInnen live erleben. Drei Hörinseln laden dazu ein, in entspannter Atmosphäre zu verweilen und exklusive Hörproben zu genießen.
Der rasante Aufstieg Künstlicher Intelligenz ist faszinierend – und wirft viele Fragen auf. Das neue Forum Mensch & KI: Schöne neue Welt? in Halle 5 widmet sich in Vorträgen und Podiumsdiskussionen den Auswirkungen, die KI auf unsere Gesellschaft, auf Literatur, Kunst, Journalismus, Bildung und Verlagswesen hat.
Mit dem BloggerRoom BL:OOM bietet die Messe einen Ort speziell für BloggerInnen. In dem neu geschaffenen Bereich in der Glashalle können sie sich vernetzen, neueste Trends diskutieren und bei exklusiven Literatur-Veranstaltungen mit AutorInnen in Kontakt treten.

Leipzig liest: Europas größtes Lesefest mit Gästen aus aller Welt

Zur Buchmesse findet Leipzig liest statt, Europas größtes Lesefest mit rund 2.800 Veranstaltungen an mehr als 330 Leseorten. Das Festival bringt LeserInnen und SchriftstellerInnen bei zahlreichen Lesungen und Veranstaltungen ganz nah zusammen. Vom 27. bis 30. März hat das Publikum von Leipzig liest die Chance, internationale Literaturstars wie die NobelpreisträgerInnen Olga Tokarczuk und Swetlana Alexijewitsch zu treffen und BestsellerautorInnen wie Cecelia Ahern, Lídia Jorge, Mircea Cărtărescu oder Chris Whitaker live zu erleben. Auch zahlreiche deutsche Publikumslieblinge wie Sebastian Fitzek, Helene Hegemann, Marc-Uwe Kling, Wolf Haas oder Katharina Hacker sowie spannende NewcomerInnen und literarische Stimmen aus vielen Teilen der Welt präsentieren in Leipzig ihre Werke und diskutieren die Themen unserer Zeit.

Gastland Norwegen: Literatur, die neue Perspektiven eröffnet

Norwegen, das diesjährige Gastland, bereichert die Messe mit seinem Programm unter dem Motto „Traum im Frühling“. Fast 50 norwegische AutorInnen vertreten die literarische Bandbreite des Landes – von zeitgenössischer Literatur über Sachbücher bis hin zu Kinder- und Jugendliteratur, norwegischen Kriminalromanen (Nordic Noir) und Sámi-Literatur. Erwartet werden prominente norwegische SchriftstellerInnen wie Karl Ove Knausgard, Johan Harstad oder Maja Lunde.

Spannende Preisverleihungen

Zu den Höhepunkten zählt die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse am 27. März in der Glashalle. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Zudem wird am 28. März im Congress Center Leipzig erstmals der deutsch-französische Franz-Hessel-Preis auf der Leipziger Buchmesse verliehen. Er prämiert zeitgenössische Literatur, die jeweils im Nachbarland noch wenig bekannt ist. Ebenfalls am 28. März wird auf der Großen Bühne in Halle 3 der SERAPH für den besten deutschsprachigen Roman im Phantastik-Genre vergeben.

Noch mehr Angebotsvielfalt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Kleine und große LeserInnen können in diesem Jahr in noch aufregendere Welten eintauchen: So wächst das Kinder- und Jugendbuchprogramm und umfasst neben Halle 3 nun auch Angebote in Halle 5. Die Phantastik erhält ebenfalls mehr Ausstellungsfläche – zur Freude der Fans von Fantasy, Science-Fiction oder Horror. Die Manga-Comic-Con in den Hallen 1 und 3 wird erneut zum Treffpunkt für Manga-, Comic-, Anime-, und Cosplay-Begeisterte. Die New-Adult-Angebote verteilen sich auf mehrere Hallen, um BesucherInnen einen größtmöglichen Entdeckungsspielraum zu bieten.

Dass Bücher und digitale Medien untrennbar mit Lernen und Lehren verbunden sind, beweist das pädagogische Programm FOKUS BILDUNG, das die Leipziger Buchmesse zur zweitgrößten Bildungsmesse Deutschlands macht. Kreativ ausprobieren können sich Kinder und Jugendliche in den rund 90 Workshops auf dem JugendCampus UVERSE in Halle 2.

Weitere Highlights und Schwerpunkte

Das Forum Offene Gesellschaft bietet eine wichtige Bühne für die großen Fragen unserer Zeit. Hier wird über Angriffe auf unsere Demokratie diskutiert, über Erinnerungskultur, gesellschaftliche Resilienz und vieles mehr.

Wie es einem Land und seinen Menschen unter Kriegsbedingungen geht, zeigt die Ukraine auf ihrem Messestand. Ukrainische AutorInnen sprechen auf der Ukraine-Bühne und im Café Europa über Krieg, Literatur und Widerstand.

Das Literatur- und Übersetzungsnetzwerk TRADUKI bringt zeitgenössische Werke aus Südosteuropa und dem Balkan nach Leipzig – mit Themen wie Flucht, Migration und Identität.

Das Forum Die Unabhängigen bietet unabhängigen Verlagen eine Plattform, ihre literarische Vielfalt und Qualität zu präsentieren.

LiebhaberInnen historischer Werke finden auf der Antiquariatsmesse seltene und wertvolle bibliophile Schätze, Manuskripte und Drucke vergangener Jahrhunderte.

Die Leipziger Buchmesse findet vom 27. bis 30. März 2025 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich. Einblicke ins Programm sind hier möglich.

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Messe

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Leipziger Buchmesse 2025: Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse

25 Dienstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Diese 15 AutorInnen sind für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert

Jedes Jahr würdigt der Preis der Leipziger Buchmesse herausragende Werke, die die deutschsprachige Gegenwartsliteratur bereichern. Jetzt steht fest, welche Titel und Autorinnen in diesem Jahr ins Rennen gehen. Die siebenköpfige Jury hat aus 506 eingereichten Titeln 15 Werke in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung ausgewählt.

Für die Nominierten steigt die Spannung: Am 27. März um 16 Uhr werden die GewinnerInnen auf der Großen Bühne in der Glashalle bekanntgegeben.

„Aus dem Leserausch heraus drei Listen zu kondensieren, war intensive Diskussionsarbeit, beflügelt von der Güte der Entdeckungen. Mit der Nominiertenliste ist uns hoffentlich ein mit Neugier kuratierter Blick auf die Gegenwartsliteratur gelungen, die derzeit dringliche Themen unserer Gesellschaft auf Mikro- und Makroebene verhandelt, kommentiert und in ihre jeweilige literarische Kunst fasst“, so die Juryvorsitzende Katrin Schumacher.

Die Nominierten 2025 sind:

Belletristik

Kristine Bilkau: „Halbinsel“ (Luchterhand, 19.03.2025)
Esther Dischereit: „Ein Haufen Dollarscheine“ (MaroVerlag, 08.10.2024)
Wolf Haas: „Wackelkontakt“ (Hanser, 09.01.2025)
Christian Kracht: „Air“ (Kiepenheuer & Witsch, 13.03.2025)
Cemile Sahin: „Kommando Ajax“ (Aufbau, 17.09.2024)

Sachbuch/Essayistik

Maike Albath: „Bitteres Blau. Neapel und seine Gesichter“ (Berenberg, 28.08.2024)
Jens Bisky: „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“ (Rowohlt Berlin, 15.10.2024)
Harald Meller, Kai Michel, Carel van Schaik: „Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte“ (dtv, 17.10.2024)
Irina Rastorgueva: „Pop-up-Propaganda. Epikrise der russischen Selbstvergiftung“ (Matthes & Seitz Berlin, 31.10.2024)
Sandra Richter: „Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben. Eine Biographie“ (Insel, 13.01.2025)

Übersetzung

Olaf Kühl übersetzte aus dem Polnischen: „Kälte“ von Szczepan Twardoch (Rowohlt Berlin, 16.04.2024)
Lilian Peter übersetzte aus dem amerikanischen Englisch: „Angst vorm Fliegen“ von Erica Jong (Ecco, 25.06.2024)
Verena von Koskull übersetzte aus dem Italienischen: „Die Eisenbahnen Mexikos“ von Gian Marco Griffi (Claassen, 01.08.2024)
Thomas Weiler übersetzte aus dem Belarussischen: „Feuerdörfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus – Zeitzeugen berichten“ von Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik (Aufbau, 11.11.2024)
Julia Wolf übersetzte aus dem Englischen: „Umlaufbahnen“ von Samantha Harvey (dtv, 14.11.2024)

Die Nominierten am Tag der Preisverleihung in Leipzig

Bevor die GewinnerInnen des Preises der Leipziger Buchmesse am ersten Messetag feierlich verkündet werden, rücken noch einmal alle Nominierten ins Rampenlicht. Die Jury präsentiert die Autor:innen und ihre Werke: Den Auftakt macht die Kategorie Belletristik, deren Nominierte um 11 Uhr im Forum Literatur (Halle 2, Stand F400) vorgestellt werden. Um 12 Uhr folgt die Präsentation der Nominierten in der Kategorie Sachbuch/Essayistik im Forum Sachbuch (Halle 5, Stand E700). Die Nominierten der Kategorie Übersetzung haben ihren großen Moment um 13 Uhr im Forum Literatur (Halle 2, Stand F400).

Am zweiten Messetag haben zwei der frisch gekürten Preisträger:innen ihren eigenen Auftritt: Um 11 Uhr ist der, die GewinnerIn der Kategorie Belletristik in der Bloggerlounge BL:OOM zu Gast. Um 15 Uhr kommt der, die PreisträgerIn der Kategorie Übersetzung zu Lesung und Gespräch ins Übersetzungszentrum im Forum International.

Ausgewählt wurden die Nominierten 2025 von den Jurymitgliedern Katrin Schumacher, Kais Harrabi, Judith von Sternburg, Zita Bereuter und Thomas Hummitzsch, die erstmals mit dabei sind, sowie den bestehenden Jurymitgliedern Cornelia Geißler und David Hugendick. Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin. Als Medienpartner fungieren das Kundenmagazin buchjournal, der Deutschlandfunk Kultur und die WELT AM SONNTAG.

Alle Infos unter: www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Die Leipziger Buchmesse findet vom 27. bis 30. März 2025 statt. Tickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Messe

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Ausstellungseröffnung „#Tagträume“ von Roland Beier und Anke Beier-Amani im „Kastenmeiers“ in Dresden

15 Samstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Schönheit und Zerbrechlichkeit nah beieinander: Die Erdkugel mit Flügeln und Pflaster. Und eine filigrane winterliche Landschaft von Roland Beier und Anke Beier-Amani.

Vieldeutige reizvolle Porzellan-Bilder und Collagen inspiriert von Musik und Natur

Der Berliner Künstler mit den sächsischen Wurzeln zeigt in einer Gemeinschafts-ausstellung mit Anke Beier-Amani neue Malerei und Porzellanobjekte. Die Ausstellungseröffnung ist am 16. März von 13 bis 15 Uhr im Kastenmeiers im Taschenbergpalais, Taschenberg 3 in Dresden. ZU sehen bis 1. Mai 2025.

Man sieht sich immer mehrmals im Leben: Schon 2013 und 2020 war Roland Beier mit einer erfolgreichen Ausstellung im „Kastenmeiers“ zu Gast. Jetzt kehrt der Berliner Künstler mit den sächsischen Wurzeln zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin Anke Beier-Amani, und der Gemeinschaftsausstellung „#Tagträume“ zurück.

Die vielseitigen Bilder und Porzellanobjekte von Roland Beier entstehen meist unter dem Eindruck ausgewählter Musik – unter anderem von Vivaldi, Brahms, Debussy oder Glass. Die Inspirationen aus der erlebten Musik spiegeln sich in teils reliefartigen Materialbildern und skurrilen Porzellancollagen.

Anke Beier-Amani arbeitet ebenfalls unter dem Einfluss von Musik. Die Künstlerin kreiert leicht dreidimensionale Leinwandobjekte und verleiht ihnen zuweilen mit Hilfe von Drahtgeflecht und kleinen Details wie Perlen oder Metallplättchen originelle haptische Reize.

Zur Vernissage am 16.3.2025 sind Roland Beier und Anke Beier-Amani vor Ort.

Wir laden herzlich ein, die Künstler und ihre Arbeit kennenzulernen!

www.rolandbeiergrafik.de

Über den Künstler Roland Beier

+ geboren 1955 in Meißen in einer Porzellanmaler-Familie,
+ von 1947-1979 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im FachGrafik / Illustration mit Diplom-Abschluss,
+ seitdem freiberuflich tätig als Illustrator, Buch- und Plakatgestalter, Karikaturist und Maler
+ hat u.a. im Januar 1990 die international bekannt gewordene Karikatur zur Wende gezeichnet


Marx: „ Tut mir leid Jungs! War halt nur so’ ne Idee von mir…“

+ lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin-Karolinenhof
+ experimentiert seit 2010 mit und auf Porzellan in der Porzellanmanufaktur Freiberg

Text + Fotos: Sabine Mutschke

http://www.kastenmeiers.de

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Die Katzenbücher sind da… „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie von Lilli Vostry & Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, In eigener Sache, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Tiere, Zwischenmenschliches

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Schlagwörter

Tiere


Heute am 11. März, meinem Glückstag, kamen die Katzenbücher… Nun sind all meine Fellwunderwesen wieder zu Hause. Wenn auch anders. Jade & Lina und Lola leben in den Gedichten weiter. Die neuen Katzen, allen voran Flausch Kasimir schnupperten gleich neugierig am Karton und Papier. Meine drei Katzenmädchen würden sich sehr freuen über unser Katzen-Buch, in dem sie die Hauptrolle spielen. Möge es viele Menschen erfreuen. Miau!

Unbändige Wirbelwinde, Fein- und Freigeister

In ihrem ersten Buch „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie erzählt die Dresdner Autorin Lilli Vostry gemeinsam mit Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner von Fellwunderwesen und ihren Menschen.

Sie sind honigsüß, wild, widerborstig, sanft und anschmiegsam. Voller Neugier, Energie und Lebensfreude, unbeständig wie das Wetter, sprunghafte, liebevoll gerissene Wirbelwinde, wahre Fein- und Freigeister. Sie verstehen und lehren uns Genießen und Gelassenheit, den Sinn im Unsinn und Chaos zu erkennen.

Manchmal sind sie nicht ganz geheuer. Eben geliebte Ungeheuer.
“Geliebte Ungeheuer“ – Von Fellwunderwesen und ihren Menschen heißt das druckfrische Buch mit Katzenpoesie von Lilli Vostry und zauberhaften Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner, erschienen in limitierter Auflage im Zilp Zalp Verlag in Radebeul. Es ist ihr erstes Buch, in dem die in Dresden lebende freie Journalistin und Lyrikerin von ihren Musen, Antreibern, Tröstern und Seelentieren erzählt. Vom Herzfange- und Versteckspiel, von Verbundenheit, Abenteuer und Abschied handeln diese Katzen-Gedichte. Von ihnen lernte sie viel über die ganz eigene Art, die Welt zu sehen, mit den Augen der wundervollen, felligen Wesen.

Dorothee Kuhbandner (www.doro-malerei.de) lebt als freischaffende Künstlerin in Radebeul und hat schon rund ein Dutzend unikate und liebevoll originell illustrierte Bücher für jedes Alter in ihrem kleinen Verlag herausgegeben.

„Geliebte Ungeheuer“ ist ein Buch für alle Katzenliebhaber und die es werden wollen. Wundersam, eigen, fantasievoll und poetisch.

Eine Gedicht-Lesung mit Signierstunde mit der Autorin Lilli Vostry und der Künstlerin Dorothee Kuhbandner gibt es während der Leipziger Buchmesse am 27. März, um 13 Uhr, in Halle 3 auf dem Marktplatz Druckgrafik an ihrem Stand F524.

Das Buch „Geliebte Ungeheuer“ kann man bestellen auf der Webseite vom NOTSchriften-Verlag in Radebeul per Klick.

Leseprobe

Verbunden

An niemanden und nichts
gebunden
aber allem verbunden
stehe ich in der Welt
mir manchmal selbst
im Weg

zwei Katzen und viele Bücher
leben bei mir
beäugen betrachten
schmusen flusen
kommen und gehen
wie sie wollen
wie ich
rau und zärtlich
laut und leise
tost die Reise
die sich Leben nennt

LV
8.9.2022

IMG_9526 (1)

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Meine Fellmusen Lina & Jade

Meine erste Katze Lola & Begleiterin mehr als 18 Jahre. Dann kamen Jade & Lina. Das Buchcover meiner „Geliebten Ungeheuer“.

Buchkatzen
(Für Jade & Lina und Lola)

Heute naht der große Tag
mit Herzklopfen etwas bang
seh ich Euch wie zum ersten Mal
mit Sonne im getigerten und schwarz weißen Fell
leuchtenden Sternenaugen
reist Ihr wieder zu mir nachhause
meine Musen und Antreiberinnen
Oh welches Glück
im liebsten Gefährt
einem Karton den die neuen Katzentiere sogleich
beschnuppern samt Papier
Bücher noch verpackt und einige schon offen
auf dem sonnenhellen Titelblatt klettert
ein geliebtes Ungeheuer
und kann es kaum fassen
all die Abenteuer noch einmal
erleben Seite für Seite
Herzfange- und obsessives Versteckspiel
Jade auf dem Koffer als wolle sie gleich verreisen
mit mir ans Meer
mit Lina im Wintergarten auf dem Sofa und Balkon

zwei Katzen und viele Bücher
sprunghafte Wirbelwinde unbeständig wie das Wetter
wild widerborstig sanft und anschmiegsam
an Euren Lieblingsplätzen liegen die Bücher
Wir fliegen mit dem Zauberkasten los
hinaus in die Welt bis zu den Sternen
und bleiben uns nah

LV
11.3.2025

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Hilfe – Spende für meine Minnie & und meinen Kasimir

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte

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Kleine, liebe, aufgeweckte Rabauken in der Sturm-und-Drang-Zeit: Bitte helft mir mit Spenden für die baldmöglichste Kastration meiner Katzen Minnie, getigert und dem flauschigen Kasimir. Die Tierarztkosten von ca. 300 Euro für die beiden überfordern mich gerade! 😦

Hier das Buchcover zu meinem ersten Gedichtband „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie von Lilli Vostry und Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner.
Meine geliebte Jade & Fellmuse an ihrem Lieblingsplatz im Wintergarten.

Katzenpoesie & Hilfe für neue Wirbelwinde

Die getigerte Minnie & der flauschige Kasimir sind jetzt seit einem reichlichen halben Jahr bei mir, kenne sie von kleinauf und erlebe täglich wie sie immer mehr das Leben entdecken und sie sind süße, liebe und aufgeweckte Rabauken, die ich nicht mehr missen mag. Nun sind sie in der Sturm-und-Drang-Zeit, schmusen und jagen sich sehr und die Kastration steht bevor. Der weiße Kater Lino wurde schon kastriert, das kostete mich stolze 240 Euro, die Voruntersuchung extra noch 100 Euro! Die Kleinen stammen von einem Bauernhof und sahen noch nie einen Tierarzt.

Leider stürmt zurzeit vieles auf mich ein, bin ich in akut angespannter finanzieller Lage als Selbstständige durch berufliche Umbruchsituation mit unsicheren Einnahmen, weiterlaufenden Betriebsausgaben und nun auch noch deftige Mieterhöhung, NK-Vorauszahlung ab März monatlich!

Das überfordert mich gerade und weiß nicht wie ich die Mittel für die Kastration meiner zwei jungen Katzen  von zusammen ca. 300 Euro alleine aufbringen soll!!

Daher meine herzliche Bitte um Hilfe an tierliebe Menschen, Katzenliebhaber und alle, die mich durch meine Beiträge hier auf meinem wortgartenBlog und bei FB kennen und lesen: Spendet bitte etwas für die Kastration von Minnie & Kasimir und damit ich ihnen weiterhin ein schönes, sicheres und geborgenes Zuhause ohne zusätzliche Sorgen geben kann.

Als Dankeschön gebe ich großzügigen Spendern meinen ersten eigenen Gedichtband „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie und Zeichnungen der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner, welcher im März rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse im ZilpZalp Verlag Radebeul erscheinen wird.

Zunächst in limitierter Auflage. Bei großem Interesse drucke ich gerne nach. Im Gedenken an meine liebsten Fellmusen Lola, Jade & Lina.

Hier mein Spendenkonto, bitte mit dem Kennwort Katzen-Hilfe an:
Lilli Vostry

IBAN: DE90 8707 0024 0525 2317 61
Deutsche Bank

Herzlichen Dank vorab allen UnterstützerInnen!

Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden, wie es mit meinen FellLieblingen weitergeht. Miau!

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Eine Weihnachtsgeschichte in Bildern in der Galerie Holger John in Dresden

26 Donnerstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bühne frei für die Kunst. Die weiße Leinwand füllte sich nach und nach mit einer illustren, witzig-wundersamen Figurenschar, die der Künstler und Galerist Holger John spontan und fantasiereich, nebenher erzählend, vor den Augen der Besucher zeichnete.

Kunst hautnah und voller Überraschungen

Neugierig und gespannt wie die Zuschauer vor der weißen Leinwand war auch der Zeichner und Galerist Holger John, der beim Advent im Barockviertel in der Rähnitzgasse an einem Sonnabendnachmittag wie ein Zauberkünstler aus dem Nichts eine Fülle witzig-skurriler Figuren – vom Mondmann als Reverenz an C.D. Friedrich, eine schlummernde Venus, Ilse Bähnert als Schokoladenmädchen bis zum „sächsischen Beisshasen“ und einer entschleunigten „Loschwitzer Rennschnecke“ – mit flottem Strich auftauchen ließ in seiner sehr eigenen Weihnachtsgeschichte mit viel Dresdner Lokalkolorit.

Nebenher erzählte er ebenso direkt, unverblümt, unterhaltsam und pointiert Geschichten aus seinem bewegten Künstlerleben, über den aufgeblasenen Kunstmarkt und echte, lebendige Kunst, die etwas wagt, über Hoh-, Tief und Überflieger in der Kunst und Freude an der Spontanität wie sie Kinder haben und der kleine „Fritzi“ griff sogleich als Erster in der Runde zum Filzstift und zeichnete einen Regenschirm und ein Hausboot auf das große weiße Blatt. Mit dabei war außerdem Thomas Preibisch vom „Institut für gute Laune“ in der Neustadt, der eine Blume malte als Symbol für viele weitere erblühende Ideen, wenn viele Leute zusammen Kunst machen.

Natürlich durfte auch Johns karierte Katze nicht fehlen, die für Chaos, Ungewöhnliches und Eigensinn steht und das Markenzeichen eines neuen, besonderen KulturFestivals auf der Wiese vorm Japanischen Palais ist und nächstes Jahr wieder stattfinden soll, so Initiator Holger John. Das etwas andere, wild fantasievolle und fröhliche Adventsbild kann besichtig werden in der derzeitigen Ausstellung voll stillem Zauber mit Zeichnungen von Silke Höppner in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 in Dresden.
Nach der Kunstaktion sammelte er Spenden für den Kindergarten Rabe in der Nähe der Waldschlößchenbrücke.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Galerie Di bis So 14 bis 19 Uhr.

http://www.galerie-holgerjohn.de

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Atelierbesuch bei Mandy Baldauf in Dresden-Altfranken

07 Samstag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bilder voller Farbenfreude & Fantasie, in denen Träume und reales Leben zusammenfließen: die Künstlerin Mandy Baldauf zeigt Illustrationen für ihren neuen Kunst-Kalender in ihrem Dachatelier in Dresden-Altfranken. Darunter ein Schlüsselbild von ihr, „Der Weg“.

Haarfein verwobene Traumwelten

Mandy Baldauf ist Friseurin und Künstlerin mit Leidenschaft. Ihren bereits dritten Kunst-Kalender mit eigenen Arbeiten verkauft sie auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Burgk in Freital an den ersten beiden Adventswochenenden.

Eine Frau im weißen Kleid sitzt traumversunken an einem Teich und taucht nur die Fußspitze hinein. Da schweben Körper schwerelos unter Wasser und tauchen nach Schlüsseln, die zu verborgenen Türen und zurück in die Kindheit führen. Immer wieder taucht ein Mädchen mit Zöpfen auf, mal fröhlich am Strand mit den brausenden Wellen, mal auf einem knorrigen Baum übermütig sitzend und von einer Blumenwiese in ein Erdloch fallend, wo an Wurzelgeflechten winzige dunkle Männchen hoch hangeln oder sie steht mit rotem Regenschirm auf einem Auge, aus dem belebendes Nass rinnt.

Traumhaft surreale Welten und Wirklichkeit, Figürliches und Natur, Menschen und Tiere verbindet Mandy Baldauf reizvoll, ausdrucksstark und farbintensiv, oft in flirrenden Blau-, Grün- und Gelbtönen, in ihrer Bilderwelt. Diese erinnert ein bisschen an die zauberhaften Geschichten von Alice im Wunderland von Lewis Carroll. In denen es auch fantasievoll, verspielt, unbeschwert, offen, vieldeutig und geheimnisvoll zugeht. Ihre oft symbolhaften Bilder wirken wie Seelenlandschaften. Spiegelbilder der Seele. Und der Betrachter kann selbst eintauchen in den See der Träume bis auf den Grund und schauen was dort ist. Manchmal kreiseln, strudeln und wogen die Formen und die Farbschwünge erinnern an Meeres- oder Haarwellen. Haare wirbeln, wehen im Wind, umgeben von dunklem Geäst, Schilf und Schlingpflanzen und verwoben mit Baumwurzeln, ein Haarzopf hängt fein geflochten von einer Schulter lose hinab, traumblau und weiß wie ein ausgeworfener Anker im Wasser. Ein Fuchs liegt wie in einem Nest im Haargeflecht einer Frau.

Mandy Baldauf lebt und arbeitet in Freital, sie ist von Beruf Friseurin und Künstlerin mit Leidenschaft. Dort hat sie ihr erstes Atelier, in dem auch ihre großformatigen Acrylbilder stehen. Außerdem malt Mandy Baldauf häufig in ihrem neuen Dach-Atelier mit großen Fenstern, weiter Aussicht und Holzbalkendecke, ruhig gelegen in einem alten, restaurierten Haus auf dem Pesterwitzer Schulweg 4 in Dresden-Altfranken. Hier wohnt sie zusammen mit ihrem Partner Frank Arlt, der das weiß strahlende Gebäude mit Sandsteineinfassungen saniert hat. Er ist zudem Hobbyimker und hat 50 Völker an mehreren Standorten. Einige Bienenstöcke stehen auf dem Grundstück am Haus. Die farbenfrohen Etiketten für die Honiggläser gestaltete Mandy Baldauf.

Zum Drucken bereit liegen schon die mit Aquarellfarben liebe- und fantasievoll gezeichneten Illustrationen, gedacht als Postkarten für verschiedene Anlässe mit aufmunternden Gedanken und für ihren bereits dritten Kunst-Kalender mit eigenen Arbeiten. Darin taucht das Mädchen mit Zöpfen und roter Herzkappe wieder auf, das begleitet wird von einer Katze und einem Rotkehlchen, mal aus einer Blümchentasse herausschaut, mal in einem Regenschirm übers Wasser schaukelt und mal mit Grammophon gemütlich auf dem Sofa sitzt. Auf einem Kalenderblatt ist das Mädchen mit Imkerhut vor einem Bienenstock zu sehen.

Ihre Bilder wollen Freude und Leichtigkeit bringen, so Mandy Baldauf, auch als Kontrastprogramm zu den schlechten Nachrichten täglich in der Welt.
Sie freut sich schon auf den Weihnachtsmarkt auf Schloss Burgk, wo ihr neuer Kunst-Kalender zusammen mit dem Honig von Frank Arlt und Kerzenleuchtern und Weihnachtsschmuck von einem Kunsthandwerker zu sehen und erhältlich ist an den ersten beiden Advents-Wochenenden.

Begonnen zu malen hat Mandy Baldauf mit Anfang zwanzig. Inzwischen in der Lebensmitte, ist für sie Beides kreativ und gestalterisch. Ob sie mit Farben, Pinsel oder Pastellstiften auf Leinwänden und Papier malt oder wenn sie Menschen ganz individuell Frisuren kreiert. „Die Zeit, in der ich ihnen die Haare und Seele schön mache, können sie sich mitteilen und ich höre ihnen zu. Es kommt zu einem für beide Seiten inspirierenden Austausch“, sagt Mandy Baldauf. Dabei merkt sie, dass jeder seine Themen zu tragen hat und das ist wiederum das, was sie malt. Die Freuden, Ängste, Erwartungen, Wünsche und alte Wunden, die zum Vorschein kommen und Dinge über die es schwerfällt zu reden, verwandelt Mandy Baldauf in feinfühlig und facettenreich widergespiegelte „Emotionen in Kunst“, so ihr Motto. Mit ihrer Malerei kann sie ihr Farb- und Formgefühl, ihre Ideen, Erlebtes und Empfundenes und ihre Ausdrucksfreude ausleben. „Ja, meine Bilder leben mein Leben, meine Träume, Sehnsüchte und Erfahrungen“, so die Künstlerin. „Jeder, der schon negative Erfahrungen gemacht hat und Zugang zu seinen Gefühlen hat, wird seine eigene Geschichte darin lesen und erkennen.“ Das habe auch etwas Verbindendes, indem man sich darüber austausche. „Das ist doch das, wonach wir uns sehnen, nach wahrer, tiefer Verbindung zu anderen Menschen, bei denen wir uns so zeigen dürfen wie wir sind“, so Mandy Baldauf.

Als Künstlerin mag sie Frida Kahlo sehr, die auch ihre Emotionen in ihren Bildern widerspiegelt. „Sie hat nie aufgegeben trotz vieler Schicksalsschläge in ihrem Leben.“ Auch bei Mandy Baldauf gibt es neben den dunklen immer helle Farbtöne. „Das Leben geht in Wellen, mal hoch und wieder runter.“ Sie freut sich, wenn ihre Bilder berühren und die Betrachter etwas in ihnen wiederfinden. Ihre ersten Bilder hängen in einem Pflegeheim, das ergab sich damals so. Mandy Baldauf möchte ihre Arbeiten gern weiter in der Öffentlichkeit zeigen. „Auch um denen, die sie sehen zu sagen: He, du bist nicht allein mit deinem Kummer!“ Das schaffen sie wunderbar. Bilder, die mit ihrer Leichtigkeit, Tiefgang und Ausdrucksreichtum überraschen, farbenfreudig und erfrischend unkonventionell. Mit einem kreativen Potenzial, das sich weiter entfalten möchte und auch die Begegnung mit kunstfreudigen Menschen sucht, die sich darauf einlassen.

Text + Fotos (lv)

Aufnahmen der Werke von Mandy Baldauf: Tobias Kade

Kontakt zur Künstlerin: auf Instagram unter k_u_nst_mandy
Eintauchen in surreale Traumwelten…

Fröhlich bunt & verspielt fantasievoll: Das Titelblatt zum neuen Kunst-Kalender für 2025 mit Zeichnungen von Mandy Baldauf.

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Ausstellung „Mit Holz, Farbe und Witz – die fantasievolle Welt des Fredo Kunze“ im Stadtmuseum Pirna

06 Freitag Dez 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Mit viel Witz, Freude, Einfallsreichtum und Fantasie drechselt, schnitzt und bemalt der Holzkünstler Fredo Kunze seine illustre, farbenfrohe Figurenwelt.

Fantastische Geschichten von Münchhausen
und Märchenzauber in Holz gedrechselt

Farbenfrohe, originelle, liebevoll und detailreich gestaltete Holzplastiken von Fredo Kunze zeigt die diesjährige traditionelle winterliche Sonderausstellung zur Weihnachtszeit ab 1. Dezember im StadtMuseum Pirna.

Eine fröhlich bunte, wundersame Figurenschar tummelt sich in Vitrinen, auf drehenden Pyramiden und in Krippen. Bekannte Märchengestalten wie Rotkäppchen und der Wolf, Hänsel und Gretel samt Hexe, die sieben Geißlein sorgsam numeriert hinter der Mutter, tapferes Schneiderlein mit einem Einhorn an der Leine und der Müller mit seinem Goldtaler kackenden Esel geben sich ein Stelldichein. Die Schildbürger ziehen eine Kuh an einem Strick auf eine begrünte Mauer. Da begegnet man dem Lügenbaron Münchhausen bei seinen legendären Abenteuern, reitet er mal auf einer Kanonenkugel, fliegt mit einer Schar Wildenten hoch in die Lüfte, seilt sich am Mond ab und galoppiert auf einem Seepferdchen auf einem güldenen Denkmal für den Freiherr von Münchhausen. Da sieht man außerdem Adam und Eva unter dem Apfelbaum, Engel und Teufel im Himmel, eine Urzeitfamilie reitend auf einem Saurier neben Don Quijote und Sancho Pansa, Robinson Cruso und Freitag sowie eine witzige Mäusewelt.

Sie alle stehen bereit zum Anschauen in der traditionellen winterlichen Sonderausstellung „Mit Holz, Farbe und Witz – die fantasievolle Welt des Fredo Kunze“, die am 1. Dezember ihre Türen öffnet im StadtMuseum Pirna. Die von Gerburg Sturm kuratierte Schau lockt kleine und große Besucher in die gemütlichen Räume im altehrwürdigen Klosterhof 2. Zu sehen sind über 60 Arbeiten von Fredo Kunze, der in diesem Jahr seinen 88. Geburtstag feierte. Seine farbenfrohen, originellen, liebevoll und detailreich gestalteten Holzplastiken laden klein und groß zum Staunen, Schmunzeln und Träumen ein. Sie spiegeln feinsinnig den Humor des ideenreichen Künstlers.

Die in dieser Ausstellung gezeigten Plastiken vorwiegend aus Lindenholz entstanden erst nach seinem Renteneintritt. Geboren in Dittersbach (Detrichov) im böhmischen Isergebirge, kam Fredo Kunze nach Kriegsende mit seinen Eltern nach Sachsen. Bereits als Kind und Jugendlicher malte und bastelte er mit Begeisterung. Einige seiner frühen märchenhaften Zeichnungen mit Buntstiften und Füllfederhalter, die ihn später auch zu seinen Holzplastiken anregten, sind auch ausgestellt. Außerdem Ansichten von Bauern- und Fischerhäusern, eine rundliche Dorfkirche und Boote am Meer sind auch zu sehen aus seiner Studienzeit. Fredo Kunze absolvierte eine Tischlerlehre und kam nach dem Meisterabschluss zum Studium der Innenarchitektur nach Heiligendamm. Seit Mitte der 90er Jahre modelliert er Figuren aus Masse und wechselte 2012 zum Werkstoff Holz. Kunze drechselt die Figuren, die er anschließend beschnitzt, bemalt und oft mit textilen Materialien bekleidet. Letztes Jahr war bereits eine große Ausstellung von Fredo Kunzes fantasievoller Figurenwelt im Stadtmuseum Riesa zu sehen.

Ein Großteil seiner Arbeiten befindet sich inzwischen in der Sammlung des Museums für Sächsische Volkskunst in Dresden und wurde leihweise für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. Für die Schau im StadtMuseum Pirna kreierte Kunze jedoch noch ein paar neue originelle Figuren, die Mäuseweihnacht, die Flugschule Flatterich und Fallobst Hand in Hand. Zu sehen sind auch viele Mäusefallen, die Kunze in seinen Figurenszenen einfallsreich mit verbaut „wegen der Nachhaltigkeit und als Siegeströphäe.“ Seine Mäusewelt erzählt sehr menschliche Geschichten. Da sieht man einen Mäusevater, der eine Fußbank zwischen die Falle stellt, um an den Käse zu gelangen. Sein kleiner Sohn hat weniger Glück und steckt mit dem Kopf drin. Daneben eine Szene aus besseren Tagen mit Mäusehochzeit. Die Mäusefamilien gehen spazieren mit Sonnenblumenschirmen und Kinderwagen, sie demonstrieren gegen Mausefallen, gründen eine Anti-Mausefallenband und geben sich der Bildhauerei und Aktmalerei hin. „Wir freuen uns sehr, dass Fredo Kunze uns beehrt mit dieser Ausstellung“, sagt Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH.

„Man merkt den Sachen an, dass sie mit Muße und ohne Zeitdruck entstanden sind. Da steckt viel Seele drin“, sagt die Kuratorin Gerburg Sturm. In der Schauwerkstatt können die Kinder selbst Mäuse basteln, Rätsel zu den Figuren lösen und Fredo Kunze wird bei Ausstellungsrundgängen Geschichten zu seinen Arbeiten erzählen. “Seine dynamischen und farbenfrohen Holzplastiken provozieren eine Schaufreude und keiner geht ohne ein Lächeln hinaus. Diese Figuren lassen niemanden kalt und begeistern sicher auch die Besucher hier“, sagt Karsten Jahnke, der Entdecker Fredo Kunzes und Konservator im Museum für Sächsische Volkskunst Dresden. Die Ausstellung ist bis 2. März 2025 zu sehen mit Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Konzerten und Puppenspiel in der Ausstellung. Lilli Vostry

Geöffnet: Di bis So 10 bis 17 Uhr, 2. Weihnachtstag 13 bis 17 Uhr geöffnet, 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei.

http://www.pirna.de/stadtmuseum


Mäuseweihnacht. Die Mäuse tanzen um einen Tannenbaum aus vier Fallen errichtet und allerhand Leckereien.

Mäusekunst

Mäuseprotest gegen Mausefallen.

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Atelierbesuch bei Anne Kern in Wehlen, Sächsische Schweiz

30 Samstag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte, Zwischenmenschliches

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Verlassene Orte im Schwebezustand zwischen Verfall und Veränderung holt die Wehlener Künstlerin Anne Kern faszinierend, farb- und spannungsreich auf die Leinwände. Hier ihre neue Bilderserie „Lost Places“.

Spurenreiche Landschaften aus der Kernzone

Faszinierende Fels- und Wasserspiegelungen, Steinbrüche und verlassene Orte im Schwebezustand von Verfall und Wandel holt die Wehlener Künstlerin Anne Kern ausdrucksstark ins Blickfeld ihrer Bilder. Am 1. Dezember, von 11 bis 18 Uhr lädt sie zum offenen Ateliertag Besucher zum Bilder-Spaziergang ein.

In sandigen Farbtönen, die im Sonnenlicht pulsieren, recken sich Felsen neben ockerfarbenen und weiß leuchtenden Steintreppen wie Himmelsleitern. Es scheint als verneigten sich Fels und Wasser voreinander. Kantige, starre und weiche Formen verfließen im Wechselspiel der Farben, von Licht und Schatten. Felslandschaften, Spiegelungen von Gestein im Wasser, „gekippte Landschaften“ nennt sie diese, Steinbrüche und verlassene Orte ziehen die Künstlerin Anne Kern magisch an. Eine neue Bilderserie mit dem Titel „Lost Places“ (übers.: Verlassene Orte) füllt in kleinen und größeren Formaten eine Wand in ihrem Atelier- und Wohnhaus in Wehlen, Sächsische Schweiz.

Grau verwaschene Häuser, die Gesteinsquadern ähneln, blasslila verfroren mit dunklen Fenstern und zerbrochenen Scheiben sieht man da auf den Leinwänden, umstanden von hohen wie stützenden Stäben oder dünnen Baumstämmen. Im Schwebezustand zwischen Verfall, Chaos, Rissen im Mauerwerk, eingestürztem Dach und heraus brechendem Gebälk der alten Steinarbeitshütten und ehemaligen Ateliers im Steinbruch Dorf Wehlen wirken sie in den Bildern von Anne Kern wie herausgerissen aus der Zeit und mit ihrer Zurückeroberung durch die Natur und Veränderungen auch wie eine Metapher auf gegenwärtige Zustände, Auf- und Umbrüche in der Gesellschaft. Es sind auch einige farbige Bilder mit rot lodernden Farbflächen als Kontrast zu den erdigen und lichtvollen grünen Tönen rings um die Hütten mit morschen Holzbalkendächern zu sehen. Es wurde dort auch schon eingebrochen und einiges abgebrannt, so die Künstlerin.

„Das Rot sehe ich als Feuer auch der Transformation, in Neues verwandelt.“ Ihre Bilder gehen den Spuren dieser ehemals lebendigen Orte und ihrer Geschichten nach. „Es sind kleine, einstige Wirtschaftsgebäude von Steinarbeitern und Ateliers, in denen bekannte Künstler wie Robert Sterl, Pol Cassel und Elfriede Lohse-Wächter in den 20er und 30er Jahren im Sommer weilten und malten im Steinbruch Wehlen“, erzählt Anne Kern. „Es ist ein Stück Zeitgeschichte, man spürt den Geist und das menschliche Tun der damaligen Zeit noch, kann noch mal eintauchen in die Relikte der Vergangenheit.“

Die Natur holt sich Terrain zurück, lässt neues Leben entstehen, im Mauergebälk wachsen Birken und Blumen, zeigen die Bilder ebenso wie die Endlichkeit des Lebens. „Es geht auch um das Zerbrechliche, Fragile. Alles hat seine Zeit. Jeder Mensch hinterlässt auch Spuren wie hier, durch diese Häuser und Orte der Steinbrecherarbeiter und Künstler.“ Für Anne Kern ist der Wehlener Steinbruch deshalb eine besondere, erhaltenswerte Kulturlandschaft. „Doch es ist nichts Vorzeigbares, das hat eher einen morbiden, rauen Charme.“

Anne Kern hat im Frühjahr dort begonnen mit ihrer Bilderserie „Lost Places“. Weitere Bilder entstanden im Herbst. Am Reformationstag malte sie auch in der Pol Cassel-Ruine im Steinbruch. „Alle die vorbeikamen waren begeistert von dem alten Steinhausensemble“, sagt Anne Kern. Sie staunte selbst wie bekannt der Steinbrecherpfad mit Gedenktafel und Ausschilderung inzwischen bei Wandereren, Einheimischen wie Touristen ist. Beginnend am Elbradweg in Stadt Wehlen, führt er am Steinbruch in Dorf Wehlen entlang zum Ort Zeichen bis nach Pirna. Den Steinbrecherpfad hat Andreas Bartsch eingerichtet in Privatinitiative aus Faszination an der Natur und Kulturhistorie dieses Ortes.

Doch allein, ohne finanzielle Förderung sei es nicht zu schaffen, das verfallene Areal kulturell wiederzubeleben. Außerdem findet Anne Kern ihre bevorzugten Malmotive markanter Felsformationen im Lohmener Steinbruch und in den Granitsteinbrüchen der Lausitz. Sie malt am liebsten draußen vor der Natur. „Mit der Landschaftsmalerei fühle ich mich sehr verbunden“, sagt Anne Kern. Sie kennt und liebt die Felsen und Wege in der Sächsischen Schweiz seit ihrer Kindheit. Anne Kern wurde 1981 in Dresden geboren und mit vier Jahren kam sie mit ihrer Familie nach Wehlen. „Wir wohnten auf einem Felsengrundstück bei den Großeltern mit parkähnlichem Garten und hohen alten Bäumen. Es war ein kleines Paradies zumindest von der Natur her und wir waren viel wandern.“ Als Jugendliche war Anne Kern mit einer Gruppe Bergsteigern oft klettern. Dieses Draußensein und Erlebnis am Felsen, ein bisschen Abenteuerlust und Experiment, ließen sie nicht mehr los und in ihr Skizzenbuch zeichnete sie fasziniert davon den Fels und und seine vielfältigen Strukturen. Anne Kerner besuchte die Zeichenschule bei dem Maler, Grafiker und Plastiker Klaus Drechsler in Pirna, studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in der Fachklasse bei Prof. Annette Schröter und wohnt und arbeitet seit 2009 als freischaffende Künstlerin in Stadt Wehlen.

Ihr Atelierhaus Schöne Aussicht 14 steht auf einer Anhöhe mit Blick auf Wald und die Felslandschaft. Die Fähre fährt hinüber. Fast menschenleer, nebelverhangen traumversunken ist der Urlauberort um diese Jahreszeit. In dem vorher leer stehenden Atelierhaus, das in den 30er Jahren der Maler Willy Illmer als Sommersitz erbauen ließ, wohnt nun Anne Kern mit ihrem 13-jährigen Sohn und hat es zusammen mit ihrem Mann saniert und wieder zum Leben erweckt.
“Kernzone“ steht auf einem Aufkleber an ihrer Ateliertür im Erdgeschoss. „So wird das Herz, der am meisten geschützte Teil im Nationalpark Sächsische Schweiz genannt“, erklärt die Künstlerin. Da sie viel dort unterwegs ist und malt, hieß auch der Bildtitel ihrer Diplomarbeit an der Hochschule: „Landschaftsbilder aus der Kernzone“ und ist seitdem ein geflügeltes Wort und Markenzeichen ihrer Kunst.

In ihren Bilderlandschaften wandern können Besucher beim offenen Ateliertag bei Anne Kern zum ersten Advent am 1. Dezember, von 11 bis 18 Uhr.

Im Frühjahr will sie eine Ausstellung mit ihren Fels-Bildern in der Pol Cassel-Ruine im Wehlener Steinbruch zeigen. Vielleicht zieht das weitere künstlerische Aktionen und kreative Nutzer im Gelände nach sich. Ihre nächste Ausstellung ist ab 6. April nächsten Jahres im Schloss Königshain in der Lausitz zu sehen.

Text + Fotos (lv)

http://www.anne-kern.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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