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Kategorien-Archiv: Aktuelles

Ausstellung „Der Duft der Kontraste“ von Anna Ameno & Matthias Baumgart in der Galerie mit Weitblick Radebeul

18 Donnerstag Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Zusammenspiel von Farb- und Bewegungsfreude: Anna Ameno in ihrer Ausstellung „Der Duft der Kontraste“ in der Galerie mit Weitblick in Radebeul.
Vor der Ausstellungseröffnung gab es Tanz & Musik mit Saxofonklängen von Matthias Baumgart. Von ihm sind Skulpturen und Metallkunst zu sehen.

Farbreiches Zusammenspiel von Natur- und Körperformen

Betörende Malerei mit Blumen und Früchten trifft auf Metallkunst unbd Skulpturen in der Ausstellung „Der Duft der Kontraste“ von Anna Ameno und Matthias Baumgart in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Inmitten von zart rosa Magnolienblüten sitzt ein Rabe mit offenem Schnabel im Blütenrausch. Neben den Seerosen steht ein Saxofon auf einem Sockel. Musik und Malerei, Metallkunst und Skulpturen treffen leicht, beschwingt, in tänzerischen Posen aufeinander in der Ausstellung „Der Duft der Kontraste“ von Anna Ameno und Matthias Baumgart derzeit in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, in Radebeul.
Zur Ausstellungseröffnung überraschten sie die Besucher außerdem mit Tanz in einer Mischung aus Pantomime und Ausdruckstanz bei sommerlichem Wetter im Hof vor der Galerie.

Anna Ameno bewegte sich in schwarz-weißem Pierrot-Kostüm mit Fächer und Gesichtsmaske zu den frei improvisierten Saxofonklängen von Matthias Baumgart. Staunend, grazil stieg sie aus dem  grasbewachsenen Brunnen heraus, die Arme tastend und ausbreitend wie Flügel. So fein, farbenfroh bewegt und nuancenreich wie ihre Körpersprache sind auch ihre Bilder. Im Kontrast von hell und dunkel leuchtende, opulent betörende Stillleben mit Blumen und Früchten umgarnen den Betrachter auf Leinwänden in Ölfarben und farbigen Aquarellen. Vor den Bildern stehen auf kleinen Tischen edle Metallschalen mit Äpfeln, Zitronen und Weintrauben und in der Raummitte ein Tablett mit metallglänzenden Kerzenleuchtern, geschaffen von Matthias Baumgart. Zwei bunte Papageien sitzen umgeben von Blattwerk. Eine afrikanische Frau trägt ein orangenes Tuch auf dem Kopf. Eine Taube aus Holz sitzt am Fenster auf einem Zweig. Die Friedenstauben fliegen nicht mehr, steht in weißer Schrift auf dem Sockel. Unter einem Bild mit zwei Mohnblüten und Knospen reckt sich eine zarte Frauenfigur aus Bronze, Tänzerin, die Hände auf ihren Körperrundungen, die Oberfläche halb aufgeplatzt und das Innere freilegend. Eine weibliche Figur aus Stein, die Körpermitte offen und die Arme um den Kopf geschmiegt, erhebt sich wie ein kraftvoller „Schrei“, so der Titel der Skulptur. Eine Paar-Figur in dunklen Holztönen wächst aus einem Stamm hervor.

Es ist die erste gemeinsame Ausstellung von Anna Ameno und Matthias Baumgart. Sie stammt aus Meißen, ist gelernte Porzellanmalerin, erhielt als Kind Tanzunterricht an der Palucca-Schule in Dresden, ist freiberuflich als Tänzerin und in Theaterprojekten tätig und beschäftigt sich seit 2019 wieder intensiv mit Malerei, besonders liebt sie Blumenmotive und Porträts. Matthias Baumgart wurde in Obernauendorf bei Freital geboren, besuchte dort die Musikschule und beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Malerei, Linolschnitt, Holz- und Sandsteinarbeiten. Später kam die Metallverarbeitung hinzu. Er ist gelernter Schlosser, Metallbauer und spielt als Saxophonist und Gitarrist in verschiedenen Bands.

Die Ausstellung ist noch bis 25. August zu sehen in der Galerie mit Weitblick. Dort gibt es außerdem ein Puppenspiel „Fräulein Rosenzeh“ für klein und groß am 28. April, 17 Uhr zu erleben mit der Schauspielerin Annette Richter mit fröhlich buntem Bühnenbild und Figuren von Annette von Bodecker und musikalisch begleitet am E-Piano von Christian Mögel.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So 14 bis 18 Uhr

http://www.doro-malerei.de


Farbenfroher BilderGenuss: Die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner arrangierte die opulenen Blumen- und Obststillleben in der Ausstellung und überreichte den Künstlern Blumen zur Ausstellungseröffnung.

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Premiere „Mamma Medea“ von Tom Lanoye im Schauspielhaus Dresden

11 Donnerstag Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater, Zwischenmenschliches

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Eine Geschichte voller Licht und Schatten: den antiken Mythos um Medea, die liebende, zornige, aufbegehrende Frau, Mutter und Kindesmörderin holt die Inszenierung „Mamma Medea“ in einer Fassung von Tom Lanoye eindrucksvoll, berührend, beklemmend und bilderstark in die Gegenwart im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Ein Schritt über die Grenze befreit oder tötet

Vom Gefühl des Fremdseins und Umgang mit Fremden erzählt das Stück „Mamma Medea“ nach dem antiken Mythos von Euripides als bilderstarke, fern-morbide und zeitgenössische Tragödie mit grotesken Passagen unter Regie von Lilja Rupprecht im Schauspielhaus Dresden.

Eine Treppe, umrahmt von Säulen, führt nach oben ins Nichts. Unten stehen zwei Männer in weißen Gewändern und weiß geschminkten Gesichtern wie lebende Tote, geisterhaft, aus einer fernen Zeit und zitieren einen Text „Vor dem Schritt“ von Thomas Melle zur Einstimmung auf das Stück „Mamma Medea“ von Tom Lanoye. Es geht um Grenzen, außen und innen und das Gefühl der Fremdheit, vor sich selbst und anderen. Und Grenzen zu überschreiten, im Außen oder die in dir drin. „Unsichtbar, tödlich, da drüben, paar Meter… Vielleicht wird es ganz leicht. Es ist nur ein Schritt, eine Tat. Wird sie vielleicht deren Leben befreien oder es zerstören…“

Oben auf der Treppe, ins Licht der Scheinwerfer gerückt, steht Medea (stolz, schön und entschlossener Blick: Henriette Hölzel). Sie trägt ein graues Kleid aus Flicken, das Oberteil eng geschnürt und die roten Arme gebunden, die Hände mit Binden umwickelt und das Haar unter einem grauen Tuch verborgen. Unten steht Jason (trocken humorvoll: Matthias Reichwald), der charismatische Fremde, in schwarzer Jacke, breitschultrig, heldenhaft, tatendurstig und direkt, salopp bis poltrig im Ton, in Alltagssprache. Er rennt, reist um die Bühne im Eiltempo durch die Zeit. An seiner Seite Frontis und Melas, die Söhne von Medeas Schwester Chalkiope (sorgenvoll-gramgebeugt: Christine Hoppe), die mit Jason nach Kolchis zurückkehren, in ihre Heimat und um das Goldene Vlies zu holen für Zeus, den obersten Gott der Griechen. Dort trifft Jason auf Medea, beide fühlen sich voneinander angezogen, ein dunkler Rest Unsicherheit bleibt. Ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn in ihrer Heimat droht dem Fremden der Tod. Medea hilft Jason mit ihren Zauberkräften, stärkender Medizin aus Heilkräutern beim Bestehen der Prüfungen und beim Raub des Vlieses, wird dadurch zur Verräterin an Land und Familie, flieht mit ihm und heiratet ihn.

In seiner Heimat scheitert die erhoffte Thronbesteigung. Das Paar lebt mit seinen Kindern im Exil im griechischen Korinth. Medea wird selbst zur Fremden und soll ausgewiesen werden. Jason geht fremd und will ehrgeizig eine neue Existenz aufbauen und dazu eine Jüngere, Kreusa, die Tochter des Königs Kreon von Korinth heiraten. Medea fühlt sich betrogen und verraten, sie hat für Jason alles aufgegeben und weiß, mutterseelenallein, nicht wohin mit sich und ihren Kindern. Eine verhängnisvolle Liebesgeschichte, die Schatten und Not von Anfang an begleiten, die viel begehrt, fordert und verlangt vom anderen, das Feuer immer neu zu schüren sucht, sich wehrt, widersetzt und schutzlos dem anderen ausgeliefert, wütend, verletzt, blind auf Rache sinnt und grausam endet.

Der berühmte, antike Mythos um Medea, die liebende, zornige und aufbegehrende Frau, Mutter und Kindesmörderin aus Verzweiflung nach der Trennung ihres Mannes Jason kam nach Euripides` Drama Medea in einer zeitgenössischen Fassung von Tom Lanoye aus dem Flämischen von Rainer Kersten übersetzt als bilderstarke Tragödie mit ironisch grotesken Passagen unter Regie von Lilja Rupprecht auf die Bühne. Mitte Februar war die Premiere der Inszenierung im Großen Haus des Staatsschauspiel Dresden.

Die Gesichter von Medea und den anderen Figuren sind kalkweiß, wie bröckliger Putz, der Staub der Geschichte liegt auf ihnen. Ihre Lippen sind rot und blutverschmiert später ihre Hände. Im Stück geht es um den Umgang mit Fremden, den Kampf verschiedener Kulturen ebenso wie den Kampf der Geschlechter, zwischen Mann und Frau, immer noch aktuell und erschreckend brisant die Auseinandersetzungen bis in die heutige Zeit  angesichts der neuen, gerade vom EU-Parlament beschlossenen Gesetze, welche die Asylverfahren in Europa verschärfen und die Grenzen dichter machen sollen vor Flüchtlingen.

Bildermächtig, berührend, beklemmend, eindringlich und erschütternd in der Ausweglosigkeit des Konflikts und Unversöhnlichkeit der Beteiligten fesselt einen diese Inszenierung, stellt viele Fragen und lässt den Zuschauern viel Raum für eigene Deutung und Nachdenken.

Im zweiten Teil der Aufführung sind Medea und Jason als modernes Paar, allein, mit ihren Kindern und der Rivalin und gegenseitigen Schuldvorwürfen zu sehen. Kleidung, Kissen und Müllsäcke liegt bunt verstreut auf der Bühne wie Zwischenstationen von Flüchtenden. Eine Sirene tönt schrill. Medea trägt jetzt ein helles, schulterfreies Kleid, selbstbewusst und gibt nicht klein bei. Enttäuscht, verlassen und verletzt von ihrer großen Liebe bleiben ihr nur Klagen. Sie nennt ihn feige und einen Hampelmann, der die Karre in den Dreck fuhr. Sie sei hysterisch, kontert er. Die Leute kennen sie nicht, sie mache ihnen Angst! Behauptet Jason, in weißem Hemd mit hohem Kragen und schwarzer Hose. Er fühlt sich von ihr in die Enge gedrängt. Sie will ihm ihre Kinder nicht als Beute da lassen. Er beteuert, es werde ihnen an nichts fehlen in der Familie und mit ihrer neuen Mutter.

Ihre zwei Kinder tauchen vor ihnen auf, spielen auf der Treppe und ahnen nichts von der Gefahr. Auf einer Leinwand hinter ihnen sieht man Projektionen, ein Wirrwarr aus schwarzen Linien wie Gewitter, flackendes Licht und Flammen. Dazu stumpf hämmernde Schlagzeug-Klänge. Medea steht ungerührt da mit ihrem eigenen Schmerz und Wut als er vor ihr hilflos steht und weint. Erst als Jason so hilflos, schwach und verletzlich sich zeigt, wird das ganze Drama offensichtlich. Beide sind Opfer und Täter zugleich und haben jeder eine Verantwortung für das was passiert. Sie stehen sich gegenüber, im Halbdunkel erkennbar ihre Körperumrisse. Da sie keine Lösung finden, schreiten beide zu der unfassbaren Tat. Medea und Jason führen ihre Kinder hinaus und hinter der weißen Leinwand fallen Schüsse. Kein Schrei.

„Wo die Worte versagen, wo die Sätze entgleisen. Wo die Silben in alle Richtungen schießen. Geh jetzt, geh. Hinein ins Sperrgebiet deiner eigenen Fremde. Da vorne, tödlich, paar Meter, tief innen.“ Zitieren die zwei geisterhaften Gestalten vom Anfang den Schlussmonolog von Thomas Melle. Viel Beifall vom Premierenpublikum für eine Inszenierung, die unter die Haut geht und nicht so schnell loslässt mit ihren vielen offenen Fragen.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Nächste Termine: 11. und 30.4., 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dresden.

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Ausstellung „Kunstbrücke“ im Lügenmuseum Radebeul

07 Sonntag Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Achtung Kunstbaustelle: Der rotweiß bemalte Stuhl steht nebst weiteren Installationen von Reinhard Zabka in der neuen Ausstellung „Kunstbrücke“ im Lügenmuseum Radebeul. In dem Projekt geht es um die Vernetzung von Künstlern und Kunstorten beidseits der Elbe.

Ein fantastischer Figurenkosmos

Gestalt- und zeichenreiche Arbeiten auf Papier von 21 Künstlern zeigt die Ausstellung „Kunstbrücke“, die Kunstorte beidseits der Elbe vernetzt, im Lügenmuseum Radebeul.

Bunte Fische, blaue Mondraketen und andere kuriose Flugapparate auf Rädern
und mit langen Antennen schwirren auf den Wänden und stehen startklar im Raum. Lustige Tier­- und Fabelwesen und Außerirdische strecken ihre Fühler aus und schauen neugierig auf die Erdenwelt. „Aliens Welcome“ steht in roten Buchstaben am Eingang zum Lügenmuseum in Radebeul, gleich daneben mit rot-weißem Absperrband bemalt eine Tafel mit der Aufschrift „Kunstbrücke“ auf der Staffelei. Die Aliens stammen noch von der letzten Ausstellung. Nun lockt ein neuer, fantastischer Figurenkosmos für die Besucher zum Staunen, Schmunzeln, Wundern und Träumen in der Ausstellung, die gestern am Freitagabend im Saal vom Lügenmuseum an der Kötzschenbrodaer Straße 39 eröffnete. Großformatige, farb- und zeichenreiche Natur- und Stadtlandschaften auf Papier hängen ungerahmt, frei im Raum. Alles was das Leben lebens- und liebenswert macht und was es am Blühen hindert, ist dort form- und gestaltreich versammelt.

Zu sehen sind Arbeiten von 21 Künstlerinnen und Künstlern, bekannten und neuen, umgeben von allerhand witzig-skurrilen, summenden, ratternden, blinkenden und bewegten Dingen im Auf und Ab des „Welttheaters“, zusammengetragen von Reinhard Zabka, dem Betreiber dieses besonderen Kunstmuseums und künstlerischen Leiter des Projekts „Kunstbrücke“. Vor zwei Jahren erhielt dieses einen Preis für die Vernetzung von Künstlern und links- und rechtselbischer Kunstorte im Rahmen der Kunstförderung im ländlichen Raum. „Solche Kunstorte sind wichtig für die kulturelle Versorgung, für das Produzieren und den Austausch der Künstler untereinander und die Erschließung neuer kreativer Potenziale und Mittel“, sagt Reinhard Zabka. Die Bilder entstanden im November 2022 bei Aktionstagen mit Performances in einem leerstehenden Ladengeschäft in Riesa mit anschließender Ausstellung. Jetzt werden sie noch einmal im Lügenmuseum als Sommerausstellung gezeigt. Gefördert wurde dieses Gemeinschaftsprojekt verschiedener Kunstorte von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Landkreis Meißen und der Großen Kreisstadt Radebeul. Da ragen rot signalfarben Installationen mit filigranen Figuren in die Höhe, stehen Kunstobjekte und Stühle ohne Sitzfläche rot-weiß bemalt wie eine Baustelle, Gefahrenzone oder schützenswertes Gut in der Ausstellung.

Da hängen die wildfarbigen Tüpfelbilder von Klaus Liebscher an der Wand. Neben luftig bewegten Linienschwüngen wie wehende Tücher und Papierseiten festgehalten von Franziska Kunath steht kunstvoll verwobene Kalligrafie und Wortpoesie in schwarzen Buchstaben von Silvio Colditz. Figürliches und Pflanzliches verbindet Anita Rempe in ihrer Arbeit. Eine dunkle Sternschnuppe und Raketen fallen aus dem Himmel auf eine dichtbesiedelte Landschaft mit weißem Riesenvogel, unter dem Panzer rollen in einer Zeichnung von Dorota Zabka. Vis-a-vis zu einer Ansicht der Radebeuler Weinhänge in erdbraunen, urwüchsigen Farbtönen von André Uhlig ist eine witzig-ironische Figurenlandschaft, die Worte „Wir“ und „Heimat“ umkreisend, von Holger John, Künstler und Galerist in Dresden, zu sehen. Da ragen Leitern über Spinnennetze und Fischgräten hinaus in die Welt, klaffen Löcher neben einer Flasche mit Hochprozentigem, schweben Geldscheine und Domino-Spielsteine und ein Peace-Zeichen bewehrt mit Nägeln und streckt eine schwarze Gestalt mit Geweih auf dem Hut und Flügeln am Mantel mehrere Arme, Pinsel und Farbpalette oder Münzteller, gleichzeitig aus.

Die Zeit ist wie lose Uhrzahnräder aus den Fugen und geht wandlungsreiche Wege wie in einer gewundenen Schneckenhaus-Treppe in einer symbolstarken Zeichnung von Lea Sadowski. Ein blauer Erdball mit dunkel galoppierendem Reiter und Hochspannungsmasten, aus dessen Mitte ein Pinsel mit gelber Farbe emporsteigt vor glühendem Hintergrund, schwebt auf einem Bild von Christopher Simpson aus dem Künstlerhaus Wehlen. Als nächstes plant Zabka ein „Freiluftatelier“ mit Künstlern auf dem Dorfanger von Serkowitz hinter dem Lügenmuseum anlässlich des 100-jährigen Stadtjubiläums von Radebeul im Mai. Leider wurde eine Förderung über das Programm „Demokratie leben“ vom Landkreis Meißen abgelehnt. „Was wir machen, ist ja gelebte Kultur und Demokratie und passt wohl nicht in ihre Schublade. Weil wir die Kommode sind“, sagt Reinhard Zabka mit dem ihm eigenen Humor. Um so wichtiger ist das Zusammengehen mit weiteren Kunstorten und Kreativität auch beim Erschließen von Finanzierungsmöglichkeiten.

Text + Fotos (lv)

Geröffnet: Sa und So, Ferien und Feiertage jeweils 13 bis 18 Uhr

http://www.luegenmuseum.de

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Ausstellung „Landschaften, Frauen, Tod und TV“ von Hans Scheib im Einnehmerhaus Freital

06 Samstag Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Der „alte Spaßmacher“ als lachender Tod, umgeben von zarten und kraftvollen Frauenfiguren: Geschaffen hat sie der Bildhauer Hans Scheib.


Expressiv klangreiche Improvisationen gab es von Musiker Peter Koch am Cello zur Ausstellungseröffnung im Einnehmerhaus.

Ein lachender Tod und die Freuden des Lebens

Witzig-abgründig, sinnlich und unerschütterlich lebensbejahend sind die Figuren, Zeichnungen und Grafik in der Ausstellung „Landschaften, Frauen, Tod und TV“ von Hans Scheib derzeit im Einnehmerhaus Freital.

Mit weit aufgerissenen Augen, roter Nase im bleichen Schädel und weißen Knochenhänden auf dem Umhang, umflossen von blauen Kreisen und dunklen Kreuzen, steht die bemalte Holzskulptur des „alten Spaßmachers“ als lachender Tod mitten im Raum. Zu seiner Seite zwei Frauenfiguren. Eine mit blauem Haar, blasse Haut, filigran und mit versunkenem Blick und die andere aufrecht, selbstbewusst mit ihren Reizen umgehend, die rot betont sind auf dem von blättriger Farbe und Lebensspuren durchzogenen Körper. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Landschaften. Frauen. Tod und TV“ mit Figuren, Zeichnungen und Grafik von Hans Scheib, einem der renommiertesten Holzbildhauer in Deutschland. Eröffnet wurde die Schau am vergangenen Sonnabend mit viel Besucherresonanz im Einnehmerhaus Freital, Dresdner Straße 2.

Sein Einnehmer, ebenfalls ein grinsender Tod, steht schon länger gleich hinter dem Eingang im Einnehmerhaus und nimmt die Kunstliebhaber nicht nur monetär für sich ein. Aus farbig bemaltem Holz und mit fast etwas erschrockenem Blick erinnert er an die verfließende Lebenszeit und verkörpert die ganze Tragikomik des Seins. Der Tod kann sich selbst nicht entkommen. Nun kam der Künstler Hans Scheib selbst mit seinen Arbeiten hierher. “Wir freuen uns sehr über diese tolle Ausstellung und dass ein ganz großer Künstler in unserem kleinen Einnehmerhaus zu Besuch ist“, sagte Bettina Liepe, die Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus zur Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung war schon vor einem Jahr geplant, doch es hat nicht geklappt auch aus gesundheitlichen Gründen. Das Gehen fiel Hans Scheib sichtlich schwer, gestützt auf einen Rollator und sprechen konnte er nicht aufgrund seiner Erkrankung. Begleitet von seiner Frau Anna Cumin freute er sich ebenso über das große Besucherinteresse, unten ihnen viele bekannte Künstler und Gleichgesinnte im Geist wie Ralf Kerbach, Peter Graf und Eckhart Kempin.

Die expressiv, klangreichen Improvisationen, abwechselnd helle, warme und dunkle, raue, knarrende und dissonante Klänge am Cello von Musiker Peter Koch aus Dresden stimmten wunderbar auf die Ausstellung ein. Diese versammelt Arbeiten von Hans Scheib aus dem Zeitraum von 1991 bis 2022, darunter kleine Bronze- und Steingussfiguren, Aktzeichnungen auf schwarzem Grund, Kaltnadelradierungen und Aquarelle, die in der Form und Darstellung konkret, offen und vieldeutig zugleich sind. Schönes und Erschütterndes, Reizvolles und Vergängliches, Lebenslust und Leid sind nah beieinander in Hans Scheibs lebensgroßen, großartigen Figuren und Zeichnungen von witzig-abgründig, sinnlich, keck, zart, verletzlich bis komisch-grotesk. Von Lust, Leidenschaft und Macht besessene Frauen, die anziehend und halb nackt da stehen.

„Er liebt Frauen und feiert das Weibliche in aller Form von klassisch antik, mädchenhaft modern bis expressiv und ob junge oder reife Frauen, bei ihm dürfen sie geheimnisvoll und rätselhaft wie eine Sphinx bleiben“, sagte die Laudatorin Clivia Bahrke über Scheibs Werke. Faszinierend in ihrer reduzierten, eigenwilligen Formsprache sind auch seine Aquarelle wie der kahle Pflaumenbaum, die stachlige Weide und die Ansichten norwegischer Landschaft mit Bergen, Meer und Inseln von weißem Papier umflossen, luftig, leicht und weit in Grün-, Blau­- und Violettönen. Außerdem zeigt Scheib ironische Kaltnadelradierungen von Politikern, einzeln und mehrere, im Amt und privat. Wie „E.H. in B.“ mit zerfurchtem Gesicht. Helmut Kohl kraftstrotzend. Fäuste ballende „Partner“ und ein vieldeutiger Fingerzeig von Angela Merkel. Franziskus und Donald, machtvoll und demütig der Kirchenmann. Und stolzgeschwellt dirigierende Gesten im Blatt „Wir sind Papst“ von 2011.

Hans Scheib ist ein Meister der Bildhauerei und Grafik, seine Werke sind ernsthaft bis spöttisch und unerschütterlich lebensbejahend trotz aller Kümmernisse und Schatten. Er wurde 1949 in Potsdam geboren, wuchs in Ostberlin auf und studierte nach einer Schriftsetzer-Lehre dann Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste bei Walter Arnold von 1971 bis 1976. Seitdem arbeitet Scheib als freischaffender Künstler in Berlin Prenzlauer Berg bis zu seiner Ausreise mit seiner Frau und zwei Töchtern 1985 nach Westberlin, um der Enge des staatlichen Kulturbetriebs zu entkommen. Seit 1978 sind seine Werke auf deutschen und internationalen Ausstellungen zu sehen. 1995 bekam Hans Scheib den Kunstförderpreis der Akademie der Künste Berlin. „Das Besondere an seinen Figuren ist, dass sie zeitgemäß mit ihrer Expressivität sind, obwohl ihre körperliche Anatomie inmer noch erkennbar ist und dass er sie in Farbe kleidet“, sagt der Maler und Grafiker Eckhart Kempin, der Scheib von der Kunsthochschule in Dresden kennt und inzwischen 83-jährig immer noch voller Schaffensfreude ist. Die Ausstellung von Hans Scheib ist noch bis 22. Juni im Einnehmerhaus Freital zu sehen. Dort ist auch ein umfangreicher Werkkatalog „Kalte Nadel“ von ihm mit Vorzugsgrafik erhältlich.

Text + Fotos (lv)
Weitere Fotos zur Ausst. folgen.

Geöffnet: Do + Sa 10 bis 17 Uhr, Fr + So 14 bis 17 Uhr


Bittender, flehender, fast ängstlicher Blick: der Einnehmer von Hans Scheib steht schon länger gleich hinter dem Eingang im Einnehmerhaus Freital, erinnert die Besucher an die verfließende Lebenszeit und daran, die schönen Dinge nicht zu vergessen.

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Neuer Galerieraum & Schaumalen bei Kunst & Eros

06 Samstag Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Zwischenmenschliches

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Noch mehr sinnenfrohe Kunst: Galeristin Janett Noack im neuen Galerieraum gegenüber dem jetzigen in der Kunsthandwerker-Passage, Hauptstraße 15, in Dresden.

Sinnenfrohe Kunst bei den Kunsthandwerker-Tagen

Noch mehr sinnenfrohe Kunst in die Kunsthandwerker-Passage! Unter diesem Motto eröffnete zu Jahresbeginn ein zusätzlicher Ausstellungsraum der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Durch die großen Schaufenster gegenüber der Galerie kann man einen Blick
auf neue Malerei, Grafik und Plastiken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler vorwiegend aus der Region werfen. Darunter großformatige, farbintensive figürliche Arbeiten, Frauen und Paare, von Juan Miguel Restrepo, Gudrun Trendafilov, Rita Geißler, Anita Voigt, Steffen Fischer und Leo Lessig. Wände und Mobiliar strahlen porzellanweiß, Bilderrahmen und Fußboden in hellen Holztönen. Dort werden demnächst in einer kleinen Kabinettausstellung feine, meisterhafte Zeichnungen des Künstlers Maximilian Hagstotz aus der Porzellanmanufaktur Meißen zu sehen sein. Im Sommersalon zeigt die Galerie Kunst & Eros neue Werke von renommierten- und gefragten Nachwuchskünstlern. Mit dabei sind Konstanze Feindt-Eißner, Viktoria Graf, Nadine Wölk und Olaf Stoy und viele weitere Künstlerarbeiten liegen in Mappen aus.

„Sehr gefragt sind derzeit die sehr akribischen Kugelschreiberzeichnungen der jungen Künstlerin Nadine Wölk, die einen Nerv der Zeit trifft, in dem sie Momente und Alltagssujets auf der Straße aufgreift und ihre Sicht auf die Erotik zeigt. Eine Frau, die lasziv eine Zigarette raucht auf der Brühlschen Terrasse oder selbstversunken im Wasser treibend“, sagt die Galeristin Janett Noack. „Jeder Künstler wird zum Sommersalon wie letztes Jahr wieder ein Gedicht vortragen, das sie besonders inspiriert hat.“ Eröffnet wird die Gruppenaussstellung am 24. Mai, 19.30 Uhr mit einem Sommerkonzert des „Rio Mar Tango Trio“. Außerdem lädt sie zusammen mit einer Tanzschule zum Tango tanzen im Innenhof vor der Galerie ein, um die Kunsthandwerkerpassage im Sommer mehr zu beleben.

„Jeder kann mitmachen, Anfänger ebenso wie Paare, die schon länger tanzen“, so Janett Noack. Die Galerie Kunst & Eros feiert dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Die Galeristin hält es mit dem Spruch von Yoko Ono: „Make Love not war!“ (Macht Liebe, kein Krieg!). “Ich bin sehr glücklich, das Thema Kunst und Eros als Schwerpunkt der Galerie gewählt zu haben, was anfangs mutig war, da es einige Berührungsängste gab“, sagt die gelernte Porzellanmalerin. Doch sie will „niemanden schockieren. Es geht um die Anziehung zwischen zwei Menschen auf Kunstebene, auch die Sehnsucht des Künstlers oder Kunstsammlers und die Arbeiten setzen sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander bis zum körperlichen Akt“, sagt Janett Noack. „Ich bevorzuge das vis-a-vis und das Miteinander statt der Bilderflut im Internet.“ Sie sieht derzeit einen „Zeitenwandel. Es passiert viel. Man lernt viele verschiedene Besucher und Künstler kennen durch die Ausstellungen und gleitet auch immer wieder in verschiedene Zeiten“, schätzt die Galeristin an ihrer Arbeit. Vom Touristen, der eine kleine Grafik erwirbt bis zum Sammler, der Nachhaltigkeit in der Kunst sucht und viel Geld ausgibt für ein Gemälde sei alles dabei. Zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks, bei denen vom 4. bis  6. April Künstler und Designer in ihre Werkstätten und Ateliers einladen, ist auch Janett Noack dabei. Am kommenden Sonnabend (6. April) von 11 bis 18 Uhr zeigt sie vor den Augen der Besucher das jahrhundertealte Handwerk der Porzellanmalerei in ihrem Atelier in der Galerie Kunst & Eros.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.Kunsthandwerkstage.de

Öffnungszeiten der Galerie:  Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr


Zeit für Muße & Kunstgenuss: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry im neuen Galerieraum bei Kunst & Eros.


Zurzeit sind noch vielfältige Malerei, Grafik und Plastik in der Gruppenaussstellung „Frühjahrssalon“ in der Galerie von Janett Noack zu sehen und erwerben.

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Europäische Tage des Kunsthandwerks: Schaumalen mit der Porzellanmalerin Janett Noack in der Galerie Kunst & Eros

03 Mittwoch Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Schaumalen

Samstag, 6. April 2024 von 11 bis 18 Uhr. 

Die Galeristin und Porzellankünstlerin Janett Noack wird die Besucher an diesem Tag in die Welt eines jahrhundertealten Traditionshandwerks, das der Porzellanmalerei einführen und ihnen die Möglichkeit geben, ihr beim Bemalen des Porzellans über die Schulter zu schauen.

Zudem kann die aktuelle Ausstellung »FRÜHJAHRESSALON« in der Galerie besichtigt werden. Die traditionelle Gruppenausstellung zeigt Malerei, Grafik, und Kleinplastik sächsischer Künstlerinnen und Künstler.

Schauen Sie vorbei! 

Text + Foto: Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 802478



WWW.kunsthandwerkstage.de

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Der „Freundeskreis Museum Aktfotokunst Dresden“ e.V. belebt den Kunstkeller neu

03 Mittwoch Apr 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Aktfotokunst heute in aller Vielfalt: Damit das auch künftig so bleibt, unterstützt ein Freundeskreis um die Vorsitzende Solvig Frey seit Mai 2023 den langjährigen Inhaber und Fotokünstler Volkmar Fritzsche (82) im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15.

Reizvolle Körperblicke und mehr Sichtbarkeit

Die derzeitige Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“ zeigt Arbeiten von zwölf FotokünstlerInnen aus Deutschland und den Niederlanden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden. Dort gibt es eine öffentliche Gesprächsrunde mit der Dresdner Fotografin Anna Försterling (Aufnahmen von ihr siehe oben) zum Thema: „Körperformen und Vielfalt“ am 12. April, 19 Uhr.

Eine Frau sitzt nackt auf einem Stuhl, ein Bein angewinkelt. Weiter hinten steht ein Mann angezogen, er hält eine weiße Gesichtsmaske vor seiner Körpermitte. Ein anderes Foto zeigt eine Frau, die halb in einem Bilderrahmen steht. Es sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Dresdner Fotografen Matthias Naumann, der erstmals im Kunstkeller ausstellt.

Wer sind wir und wie viel von uns selbst dürfen andere sehen? Davon erzählen die Bilder in der derzeitigen Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“, die Arbeiten von zwölf Fotokünstlerinnen und Fotokünstlern vereint im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden.

Erfreulich vielfältige Blicke, Handschriften und neue fotografische Möglichkeiten der Darstellung in der Akt- und Körperfotografie sind das Besondere im Museum „aktfotoart“, dem einzigen für zeitgenössische Aktfotografie in Deutschland. Der im Mai letzten Jahres gegründete „Freundeskreis Museum Aktfotokunst Dresden“ e.V. ist inzwischen auf 15 Mitglieder angewachsen, unter ihnen Fotografen, Künstler, Modelle und Interessierte. Sie stehen dem Inhaber und Fotokünstler Volkmar Fritzsche (82), der Ehrenmitglied im Freundeskreis ist, zur Seite. Seit 1996 betreibt er den Kunstkeller mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen. „Wir möchten das Museum aktfotoart unterstützen in der Außenwirkung, der Öffentlichkeitsarbeit, im Erhalt des Kunstkellers und die zeitgenössische Aktfotografie fördern“, sagt Solvig Frey (57), die Vorsitzende des Freundeskreises. 2005 war sie das erste Mal im Kunstkeller und begeistert, „dass dort ein Ort für Aktfotokunst entstand, der belebt war und viel Zuspruch bei den Besuchern fand.“

Solvig Frey begann mit literarisch-musikalischen Programmen, mit eigenen und fremden Texten und Performances mit verschiedenen Künstlern auf der Kleinkunstbühne im Kunstkeller. Zu ihrem Programm „Das Halbrund der Apfelsine“ war sie auch als Aktmodell zu sehen und inzwischen zeigt sie eigene fotografische Arbeiten wie aus ihrem derzeitigen Projekt „Nackte Kunstbetrachtung“ im Kunstkeller. Der Freundeskreis will das Museum „aktfotoart“ künftig mehr in den Fokus der Dresdner Fotografielandschaft rücken. Angestrebt werde eine Kooperation mit anderen Vereinen, die sich mit dem Medium Fotografie beschäftigen, so Frey. Demnächst soll es auch eine eigene Webseite vom Freundeskreis geben, auf der die Angebote für Gesprächsrunden und Workshops stehen werden. Im Januar fand die erste Veranstaltung noch vereinsintern zum Thema „Akt und Identität“ mit dem Fotografen Georg Knobloch statt.

Die zweite Gesprächsrunde am 12. April, 19 Uhr im Kunstkeller ist öffentlich (mit Anmeldung! Eintritt frei. Spenden willkommen) zum Thema „Körperformen und Vielfalt“ mit der Fotografin Anna Försterling, die ebenfalls aus Dresden kommt. Von ihr hängen auch Bilder in der derzeitigen Ausstellung.

„Es geht darum, wie zeige ich Körper, ohne sie zu sexualisieren und wie gehe ich mit Körpermerkmalen um?“, so Solvig Frey, Das Museum „aktfotoart“ hingegen will seine Sichtbarkeit steigern und nutzt dafür soziale Netzwerke ebenso wie das überall ausliegende Veranstaltungsheft für moderne Kunst „Dresden Contemporary Art“. „Wer einmal hier war, ist hochgradig angetan von jung bis alt. Aber es erfährt kaum einer davon“, bedauert Volkmar Fritzsche. „Daher freue ich mich über den Verein und die Ideen, die er einbringt. Es wird ein weicher Übergang in etwas Neues.“ Künftig wirkt der Freundeskreis außerdem als Kuratorteam bei den Ausstellungen mit und wählt mit ihm zusammen die Bilder aus. Nach der Sommerpause vom 1. bis 24. Juli eröffnet die nächste Ausstellung mit zeitgenössischer Aktfotografie am 21. September im Kunstkeller Dresden.

Text + Fotos (lv)

http://www.kunstkeller-dresden.de

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Neuer Besucherrekord auf der Leipziger Buchmesse 2024: „Ungebrochene Begeisterung für Literatur“

24 Sonntag Mär 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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EIN FEST DES FREIEN WORTES – 283.000 BESUCHER:INNEN FEIERN LITERATUR AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE

Vier Tage lang lebte ganz Leipzig das Lesen: Mit 2.800 Veranstaltungen sorgten die 3.400 Mitwirkenden der Leipziger Buchmesse, der Manga-Comic-Con und des Lesefests Leipzig liest an mehr als 300 Orten für eine Blütenpracht voller Neuerscheinungen, Lesungen, Diskussionsrunden und Workshops. Zu dieser Programmvielfalt haben mehr als 2.085 Aussteller aus 40 Ländern (2023: 2.082 Aussteller aus 40 Ländern) beigetragen. Aber auch die 283.000 Besucher:innen (2023: 274.000 Besucher:innen), die aus ganz Deutschland und der Welt in die Kulturstadt gekommen sind – unter ihnen höchste politische Prominenz aus Deutschland und dem Gastland Niederlande & Flandern – zeigen mit ihrem großen Interesse an der Leipziger Buchmesse, welchen Stellenwert Literatur in all ihren vielfältigen Formen hat.

„Auch 2024 hat die Leipziger Buchmesse gezeigt, wie stark die Kraft des freien Wortes ist, die es gerade in schwierigen Zeiten wie diesen braucht. Europas größtes Lesefest bot einmal mehr eine wunderbare Plattform für wichtige Diskurse, anregenden Meinungsaustausch und erstklassige Unterhaltung – ob auf dem Messegelände oder den vielen Veranstaltungen in der ganzen Stadt“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

„Die Leipziger Buchmesse hat sich erneut als ein Ort der Lese- und Demokratiebegeisterung gezeigt“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Die letzten Tage haben bewiesen, wie vielfältig, lebendig und politisch die Welt des Buches ist. Im offenen Austausch diskutierten Besucher:innen aktuelle gesellschaftliche Fragen und Branchenthemen. Die hohen Besuchszahlen sind der schönste Beweis dafür, dass das Buch nach wie vor ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft ist“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

„Ich bin hochzufrieden über den großen Zuspruch, den wir hier in den vergangenen Tagen erlebt haben. Das zeigt nicht nur, wie ungebrochen die Begeisterung für Literatur ist, sondern verdeutlicht auch den Wunsch der Menschen, sich auszutauschen und neue Sichtweisen zu entdecken. Hier bekräftigt die Leipziger Buchmesse, dass sie eine starke Plattform für vielfältige Meinungen und Impulse ist. Die Verknüpfung von gesellschaftlichen Themen und der Lust am Lesen schlägt sich auch in einem deutlichen Zuwachs an Besucher:innen und deren Zufriedenheit nieder,“ so Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse.

 

Den hohen Stellenwert der Leipziger Buchmesse unterstrichen die Besuche zahlreicher hochrangiger Politiker:innen. Zu Gast waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, der Ministerpräsident Flanderns Jan Jambon, die Ministerpräsidenten Sachsens und Sachsen-Anhalts Michael Kretschmer und Reiner Haseloff sowie weitere Minister:innen aus Bund und Ländern.

 

Start der Kampagne #DemokratieWählenJetzt
Angesichts zunehmender Angriffe auf demokratische Grundwerte und im Hinblick auf die Wahlen in diesem Jahr, haben der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Leipziger Buchmesse die Initiative #DemokratieWählenJetzt gestartet. Bereits bei der Eröffnung der Buchmesse im Gewandhaus zu Leipzig am 20. März hielten alle Gäste ein Schild mit dem Aufruf in die Kamera. Besucher:innen der Buchmesse konnten sich vor den Fotowänden fotografieren oder filmen und ihr Statement unter dem Hashtag #DemokratieWählenJetzt in den sozialen Netzwerken posten.

 

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung
Während der Eröffnung wurde auch der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für sein Buch „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“. Die Laudatio sprach die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz.

 

„Alles außer flach“ – Gastland Niederlande & Flandern
Den Wert der Demokratie sowie die besondere Verbundenheit zwischen Deutschland, den Niederlanden und Flandern, betonte auch Mark Rutte, der Ministerpräsident der Niederlande, im Rahmen der Eröffnung der Buchmesse: „Für uns ist Deutschland das Land der Dichter, Denker und Komponisten. Ein Land, mit dem wir seit Jahrhunderten enge Beziehungen führen. Gemeinsam müssen wir die europäischen Werte verteidigen, denn Europa ist deswegen so erfolgreich, weil es so offen ist. Wenn wir diese Offenheit verlieren, ist das das Ende, davon bin ich überzeugt.“ Dass ihr Motto Programm ist, haben die Niederlande & Flandern nicht nur an allen Tagen der Buchmesse, sondern auch im Vorfeld bewiesen. Mit ihrer neuen Generation an Autor:innen und Illustrator:innen sowie zahlreichen spannenden Veranstaltungen am Gastlandstand und in Leipzig hinterlassen die beiden Länder einen bleibenden einladenden Eindruck. „Gekommen, um zu bleiben“, könnte auch ein weiteres Motto lauten. Denn die literarischen Projekte, die das Gastland anlässlich der Buchmesse auf die Beine gestellt hat, sollen weitergeführt werden und zu jahrelangen Kooperationen über die Landesgrenzen hinaus führen.

 

Einen Vorgeschmack auf seinen Gastlandauftritt 2025 vermittelte Norwegen unter dem Motto „Traum im Frühling“. Am Donnerstag eröffnete Laila Stenseng, die Botschafterin der Königlichen Norwegischen Botschaft in Berlin, den Stand des zweitgrößten nordischen Landes, der während der folgenden Tage zahlreichen Lesungen norwegischer Autor:innen eine Bühne bot.

 

In und für Europa: ein Lesefest, das seines Gleichen sucht
2.800 Veranstaltungen in 5 Tagen, das kann ein einzelner Mensch gar nicht schaffen – 3.400 gemeinsam aber schon. Autor:innen, Übersetzer:innen, Vertreter:innen der Verlage und des Buchhandels, Expert:innen, Moderator:innen und viele mehr – sie alle haben Leipzig liest auch 2024 wieder zum größten Lesefest Europas gemacht. Und wie sehr solch ein Programm beim Publikum ankommt und nachgefragt wird, haben die 283.000 Besucher:innen von nah und fern eindeutig bestätigt.

 

Preis der Leipziger Buchmesse 2024: Ki-Hyang Lee, Tom Holert und Barbi Marković
Für die 20. Jubiläumsausgabe des Preises der Leipziger Buchmesse wurden 486 Buchtitel eingereicht und 15 nominiert. Die drei begehrten Auszeichnungen mit Nachhause nehmen konnten schließlich Ki-Hyang Lee für ihre Übersetzung von Bora Chungs Erzählband „Der Fluch des Hasen“, Tom Holert für sein Sachbuch „ca. 1972” und Barbi Marković für ihren Roman „Minihorror“.

 

Der wichtigste Community-Treffpunkt Deutschlands feiert Geburtstag: 10 Jahre Manga-Comic-Con
Ein weiteres Jubiläum feierte auch die Convention, auf der sich bekanntermaßen die buntesten Blüten des Leipziger Literaturfrühlings öffnen: die Manga-Comic-Con. 2024 wurde sie zum 10. Mal veranstaltet und mit einer eigenen Ausstellung gewürdigt. Sie zeigt die Höhepunkte der vergangenen Conventions und persönliche Fotos und Anekdoten, die Manga-, Anime- und Comic-Fans im Vorfeld eingesandt haben. Für große Begeisterung sorgten dieses Jahr vor allem die japanischen Ehrengäste wie Gou Tanabe, Satoru Nii und sora. Aber auch für zahlreiche andere internationale Stars wie RJ Baker und Flavia Scuderi stellten sich die Fans gerne während der Signierstunden in die Schlange.

 

Nicht mehr wegzudenken: #buchbar, UVERSE und das Forum Offene Gesellschaft
Nach ihrer Einführung 2023 haben die neuen Formate der Leipziger Buchmesse in den vergangenen Tagen eindrucksvoll bewiesen, dass auch für sie das Motto „Gekommen, um zu bleiben“ gilt: Die #buchbar war stets gut gefüllt mit interessierten Leser:innen, die „ihren“ Autor:innen bei einem Kaffee endlich einmal ganz nahekommen konnten.
Auf dem Jugendcampus UVERSE, der Kreativwerkstatt der Leipziger Buchmesse, herrschte ebenfalls großer Betrieb. Zahlreiche junge Besucher:innen nahmen an den vielfältigen Mitmach-Angeboten im Sinne des Prinzips „Erfahren, Denken, Machen, Verstehen, Wissen“ teil. 18-Jährige konnten auch den Kulturpass der Staatsministerin für Kultur und Medien nutzen, um das Budget für ihren Eintritt auf die Buchmesse und den Kauf von Büchern bei Hugendubel einzusetzen.
Demokratie und Rechtsruck, Krisen und Kriege, Faktencheck und Fake News, Meinungsfreiheit und Menschenrechte – das Forum Offene Gesellschaft bot erneut eine große Bühne für Podiumsdiskussionen mit Expert:innen zu den wichtigen Themen unserer Zeit.

 

Fand viel Gehör: die Poesie der Unzugehörigkeit des Literaturnetzwerks TRADUKI
Für Offenheit und die Stimmen derer, die andernorts nicht gehört werden, setzte auch TRADUKI mit seinem Programm „Poesie der Unzugehörigkeit“ ein starkes Zeichen. Unter den mehr als 40 Autor:innen aus mehr als zehn Ländern trafen die Besucher:innen auf zahlreiche bekannte und auch viele neue Gesichter. In der TRADUKI Kafana und im Café Europa konnte das Publikum erleben, welche kulturelle Vielfalt Südosteuropa bietet. Auch die beliebte Balkannacht im UT Connewitz bot erneut beste Gelegenheit, Literatur und Musik gemeinsam zu feiern – mit dabei auch die frisch gebackene Buchpreisträgerin Barbi Markovićs, die aus ihrem Buch „Minihorror“ las.

 

Ukrainische Geschichten von Widerstand und Identität
Nach wir vor kämpft die Ukraine für ihre Freiheit und ihre Kultur – und muss dabei enorme menschliche Verluste hinnehmen. Die traumatischen Veränderungsprozesse, die sie dabei durchläuft, standen im Zentrum vieler Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse. Mit seinem Besuch der Ukraine-Bühne am Donnerstag zollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diesem Land, das um sein Überleben kämpft, besonderen Respekt.

 

Wichtige Orientierung für die Branche: das Fachprogramm 2024
Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Social Media standen im Fokus des diesjährigen Fachprogramms. Als Ort der Orientierung und des Austauschs für die Branche hat die Leipziger Buchmesse auch in diesem Frühjahr ihre wichtige Rolle erfüllt. Bei den Preisverleihungen und im Rahmen der vielen Fachveranstaltungen nutzten zahlreiche Autor:innen, Übersetzer:innen, Vertreter:innen der Verlage und des Buchhandels die Gelegenheit, miteinander zu sprechen und sich fortzubilden.

 

Eine der größten Bildungsmessen Deutschlands
Den zweitgrößten Ausstellungsbereich auf der Leipziger Buchmesse bilden nach wie vor die Angebote von Verlagen, Institutionen, Unternehmen und Initiativen rund um Bildung, Schule und Kita. Ob beim GEW-Bildungstag auf der Buchmesse, dem 6. Fachtag Musikunterricht oder dem Didacta-Symposium – zahlreiche Pädagog:innen nutzten die vielfältigen Anregungen von FOKUS BILDUNG für ihre Unterrichtspraxis und nahmen Lösungsansätze mit nachhause mit.

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

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BilderAlbum & Entdeckungen auf der Leipziger Buchmesse 2024: Ideen & Träume auf Papier & ein Tanzritual gegen Kriege

24 Sonntag Mär 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Von grell komisch bis düster und fantastisch: Die Nominierten für den Preis der
Leipziger Buchmesse 2024.

„Tanz, tanz Revolution“. Mit ihrem Romanexperiment stellte die niederländisch-ukrainische Autorin Lisa Weeda ein außergewöhnliches Buch auf der Leipziger Buchmesse vor, das mit der Idee beeindruckt, durch Tanzen den Krieg beenden
zu können.

Zusammen mit ihrer Übersetzerin Birgit Erdmann zeigte sie das traditionelle, aus Osteuropa stammende Tanzritual und zelebrierten es gemeinsam mit dem Publikum.

Von der Kraft des Erzählens oder Wie man Tote wachtanzt

Fröhlich bunt, fantasievoll, humorvoll, nachdenklich und wagemutig lockt mit vielen Neuerscheinungen, Lesungen, Diskussionen und kreativen Aktionen die große, weite Bücherwelt noch bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, auf der Leipziger Buchmesse.

Der Bücher-Frühling treibt in diesem Jahr besonders bunte, kräftige und wilde Blüten. Als wollte das Schöne, Erfrischende, Erhellende und Aufbauende mit aller Macht wieder das Leben erobern, in einer Welt voller Lärm, greller und düsterer Klänge und Konflikte. Es tat gut, die bunte, quirlige Menge unterwegs, auf den Bahnsteigen, auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse strömen zu sehen. Es ging fröhlich und friedlich zu, kein Geschubse und Gedrängel. Alle kamen froh gestimmt und erwartungsvoll an und in den fünf Messehallen lockte ein reichhaltiges Programm für kleine und große Buchliebhaber. Es gab wieder viel zu sehen, hören und anzuschauen bei diesem großen Fest der Bücher und fantasievoll kostümierte Gestalten, die sich zur Manga Comic-Messe trafen, lösten Staunen und Schmunzeln bei den Besuchern aus.

„Alles außer flach“, stand in großen schwarzen Buchstaben als Programm-Motto des diesjährigen Gastlandes Niederlande und Flandern auf den hohen, himmelblauen Treppenstufen in der gläsernen Kuppelhalle, wo man Ausschau hielt, verweilte und treppauf, treppab zu den Bücherständen, Leseorten und Gesprächsrunden mit Autoren und anderen Büchermenschen in den einzelnen Hallen hin und her lief, die meist dicht umringt von Neugierigen und Zuhörenden waren. In Halle 4 (D300, C301), gegenüber vom „Kopje Koffie“, wo man bei einer Tasse Kaffee mehr über aktuelle Bücher aus den Niederlanden und Flandern erfährt, steht ein weißes Zelt, in dem man „Mit dem Kopf in den Wolken“ landen, Ideen und Träume zu Papier bringen kann beim gleichnamigen Graphic-Novel-Workshop mit der Illustratorin Judith Vanistendael. Dahinter, etwas versteckt unter der Zeltplane werden in einem Raum vielfältige Neuerscheinungen der AutorInnen, Dichterinnen und Übersetzerinnen aus den Niederlanden und Flandern vorgestellt von den Kuratorinnen Bettina Baltschev und Margot Dijkgraaf. Darunter am Donnerstag ein Gedichtband mit dem Titel „Habitus“ von Radna Fabias, die gern mit Klang und dem Rhythmus von Sprache spielt in ihren abwechselnd sachlichen und assoziativen Wortbildern. Außerdem der Roman „Jaguarmann“ von Raoul de Jong, in dem sich der Autor auf die Suche nach seinen surinamischen Ahnen in der ehemals niederländischen Kolonie begibt und von seinem Vater erzählt, den er mit 28 Jahren das erste Mal trifft. Im Gespräch ging es auch um „Autofiktion“, ein gängiger Begriff und Trend derzeit in der Literatur, der dem Bedürfnis nach persönlichen Geschichten und gelebter Erfahrung mit literarischen Mitteln entspricht.

Ein Höhepunkt auf der Buchmesse war die Begegnung mit der niederländischen Schriftstellerin Lisa Weeda, die über ihr kühnes Romanexperiment „Tanz, tanz Revolution“ sprach und die Vorstellung, mit Tanz den Krieg beenden zu können. Ihr Buch handelt von zwei Welten, einem Kriegsgebiet, Besulja und einem westlichen Land, das könnte Deutschland sein, aber auch die Niederlande oder die Schweiz. Die einen erleben den Krieg als körperliche Erfahrung, die anderen haben ihn im Kopf, in der Vorstellung. Sie fragte sich, wie man diese beiden Welten zusammenbringen könnte. Wie es wäre, wenn die Körper der Kriegsopfer, die im Wohnzimmer oder Bad liegen, wieder zum Leben erweckt werden durch Tanzen. Eine junge Frau, Anna und ihre Großmutter fangen im Buch an mit dem alten, traditionellen Tanzritual, das in Ländern Osteuropas wie der Ukraine, Bulgarien und Rumänien verbreitet ist, um das Dunkel herauszutanzen. Und sie stellt ihren Tanz auf Youtube, damit die Menschen im Westen ihn erlernen und damit die Toten wachtanzen können. Man kann dazu in einem Bärenfell tanzen, im Mund eine imaginäre Apfelsine, aus der man den Saft herauspresst und über die Toten gießt, die dann hoffentlich erwachen, so Lisa Weeda. Man muss daran glauben. Ihr Buchcover ist auch in orangener Schrift gehalten. Freunde und ihre Familie leben in der Ukraine, und sie kann ihnen nicht helfen. Ihre Großmutter kam allein mit Kind in den 1950er Jahren in die Niederlande und wird immer noch gefragt, warum. Lisa Weeda schreibt seit zehn Jahren über die Ukraine und ihre Landsleute. Doch viele Niederländer wüssten gar nicht, wo dieses Land liegt, ebenfalls in Europa, und es gibt dort noch viele dunkle Leerstellen. „Schreiben ist auch Bewegen für mich. Eine Geschichte klappt, wenn es eine körperliche Geschichte ist, körperliche Erfahrung und Gefühl“, sagt Lisa Weeda über ihr Buch. Man kann es von zwei Seiten, von Ost und von West lesen und sich hinein versetzen. Die Zuhörer konnten mit der Autorin und der Übersetzerin Birgit Erdmann zusammen das Tanzritual ausprobieren, mit den Füßen auf den Boden stampfen, die Arme in die Höhe halten, Apfelsine im Mund auspressen, in Bewegung bleiben. Ein schönes, kraft- und hoffnungsvolles wie berührendes Erlebnis, das man zuhause weitermachen kann.

Eine Frage, die derzeit viele Menschen auf der Welt umtreibt: „Wie utopisch ist der Frieden?“ diskutierten der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm, Träger des diesjährigen Preises für europäische Verständigung der Leipziger Buchmesse im Gespräch mit dem Journalisten und Nahostexperten Daniel Dylan Böhmer mit regem Zuspruch im „Forum offene Gesellschaft“. Es ging um den Krieg in Nahost und universelle, menschliche Werte und neue Konzepte für die Lösung gewaltsamer Konflikte zwischen Staaten in der heutigen Zeit, ausgehend von Boehms Buch „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“. Immer wieder berief Boehm sich auf den Grundsatz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Sie zu achten und schützen müsse für alle Staaten und Regierungen auf der Welt verpflichtend gelten. Doch aktuell sterben viele Menschen in Kriegsgebieten, werden Menschenrechte mit Füßen getreten. „Diese Verpflichtung für die Würde des Menschen einzustehen scheint immer mehr zu erodieren, eine Tendenz die stärker wird. Keine Gemeinsamkeit zwischen Menschen zu sehen spitzt die Lage immer mehr zu“, stellt Böhmer fest. Warum ist das so?, fragte er. Wie könnte ein Kompromiss für Israel und Palästina aussehen, um die Kämpfe zu beenden? Boehm hält eine Zwei-Staaten-Lösung „nicht für realistisch“. Da Palästina kein lebensfähiger Staat wäre mit dem jetzigen Territorium und damit kein dauerhafter Frieden in Sicht. Frieden kann es wohl nur geben, wenn alle Seiten gehört werden in ihrer kulturellen Vielfalt.

Spannend war wieder die Preisverleihung der Leipziger Buchmesse, in diesem Jahr zum 20. Mal, in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Im Jubiläumsjahr wurden 486 Neuerscheinungen aus 177 Verlagen eingereicht und von der siebenköpfigen Jury gesichtet. Bei den Übersetzungen gewann das Buch von Bora Chung: „Der Fluch des Hasen“ (CulturBooks), die bizarren Kurzgeschichten über die Abgründe der südkoreanischen Gesellschaft und das patriarchale Gesundheitssystem wurden von Ki-Hyang Lee laut Jury in „eine pointierte und leicht neben die Norm gesetzte Prosa gebracht, die dem Absurden und Unheimlichen im Deutschen eine angemessen eigenartige Form gibt.“ Als bestes Sachbuch wurde „ca.1972“, Gewalt – Umwelt – Identität – Methode (Spector Books) von Tom Holert ausgezeichnet, der so die Jury „mit seinem hybriden Text-Spiel uns auffordert, die politischen Kämpfe von ca. 1972… aus einer globalgeschichtlichen Perspektive neu zu denken.“ Bei der Belletristik landete das Buch „Mini Horror“ (Residenz Verlag) von Barbi Markovic ganz vorn, die Jury lobte wie „stilsicher und mit bewussten Stilbrüchen sie einen Comic in Prosa“ erzählt. Der Horror der 26 Geschichten um das Paar Mini und Miki lauere im Alltag. Und der vergessene Krieg der 90er Jahre mitten in Europa und seine Folgen bildeten den dunklen Untergrund. Mit Humor lassen sich dunkle Geister im Leben eben leichter im Zaum halten und entwaffnen. Noch bis Sonntag (von 10 bis 18 Uhr) lockt die große, weite Bücherwelt und Manga Comic-Messe in Leipzig.

Text + Fotos (lv)


Im BücherReich unterwegs: Lilli Vostry, Inhaberin von meinwortgarten.com


Großes Besucherinteresse am Forum offene Gesellschaft, wo vor allem Fragen und Wege zu einem friedlichen Miteinander in der Welt diskutiert wurden.
Gesprächsrunde zum Thema: „Wie utopisch ist der Frieden?“ mit dem israelischen Philosophen Omri Boehm und dem Journalisten Daniel Dylan Böhmer. Begrüßt von der Schriftstellerin Eva Menasse vom PEN-Zentrum Berlin.

Die Preisträger der diesjährigen Leipziger Buchmesse für Übersetzung und Sachbuch.


Mit ihrem Buch „Mini Horror“ gewann Barbi Markovic den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 für Belletristik.


Auf Entdeckungstour: Viele junge Besucher waren unterwegs schon am Eröffnungstag der Leipziger Buchmesse.

Von Reizthemen wie Gendern bis zu unterhaltsamem Wissen über die Tierwelt in Städten wie Berlin, Hamburg und München für Naturbanausen und Stadtkinder reicht die Bandbreite an Büchern aus dem Kulturverlag Kadmos Berlin.
Den Traum vom eigenen Buch, eBook und Hörbuch wahr werden lassen. Dabei helfen Selfpublishern, Autoren und Verlagen Dienstleistungsunternehmen wie Nova MD und tolino media mit Rundum-Paketen von der Herstellung bis zum Vertrieb im Buchhandel und Onlineshops oder BoD (Books on Demand GmbH) und BuchSchmiede Data Media GmbH mit dem Drucken und Ausliefern von Büchern auf Bestellung.


Literarischen Austausch, monatliche Textwerkstätten in Chemnitz, Leipzig und Dresden, regelmäßige Lesungen in Sachsen und ein Jahresjournal mit Beiträgen seiner Mitglieder bietet der Landesverband Sachsen innerhalb des Freien Deutschen Autorenverbandes. Weitere Infos: http://www.fda.de  
Für die Freiheit des Wortes weltweit und SchriftstellerInnen im Exil setzt
sich der PEN Club ein.

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Ausstellung „Die Farbfinder stellen aus“ im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul

22 Freitag Mär 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Auf den Spuren des Lichts

Die erblühende Natur feiert die Künstlerinnengruppe „Die Farbfinder“ mit ausdrucksreicher Malerei und Grafik in ihrer Ausstellung im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Das Erwachen der Natur und ihr Erblühen feiert, dem Zauber und den Spuren des Lichts folgend, die Schau „Die Farbfinder stellen aus“. So nennt sich die   Künstlerinnengruppe von Constanze Hohaus, Mechthild Mansel und Petra Schade, die gemeinsam ihre farb- und formenreiche Malerei und Grafik im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz auf dem Knohllweg 37 in Radebeul zeigen.

So voll war der Winzersaal selten wie bei der Eröffnung dieser Ausstellung am vergangenen Sonntagnachmittag mit viel Sonnenschein und Musik, die wohl auch viele Besucher anlockten, um Kunst und Rebensaft zu genießen. Damit wurde auch das Jubiläumsjahr eingeläutet, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Weinbaumuseums Hoflößnitz mit vielen Veranstaltungen im Mai und Juni gefeiert wird. Zu den frühlingsfrohen Arbeiten der „Farbfinderinnen“ spielte der Musiker Gabriel Jagieniak fröhlich beschwingte Melodien am Akkordeon, sang mit den Besuchern Frühlingslieder in verschiedenen Tonlagen und zeigte humorvoll sein Improvisationstalent. Mechthild Mansel hatte vor drei Jahren schon eine Ausstellung mit ihren Malschülern hier und zeigt nun selbst Arbeiten zusammen mit zwei weiteren Künstlerinnen. „Die Farbfinder sind ein On- und Off-Team, die sich mit ihren sehr unterschiedlichen Handschriften in dieser Ausstellung zeigen. Es sind außergewöhnliche, kräftige Farben und starke Arbeiten. Die Kombination von Öl- und Acrylmalerei und Grafiken ist reizvoll und macht noch mehr Spaß sie zu hängen und komponieren“, sagt Museumsleiter Frank Andert. Er hat ein Faible besonders für Grafik.

Diesmal ist nur eine Ansicht aus der Hoflößnitz „Radebeuler Weinberge mit Spitzhaus“ dabei von Constanze Hohaus. Von ihr sind außerdem Farbholzschnitte mit Dresdner Bauwerken und ein „Reigen der Heiligen“ verwitterter Sandsteinfiguren zu sehen sowie Ölbilder mit „durchsonnten Heuschobern“, eine „Gräserwalze“, Gräserbündel, die an Nester und Inseln erinnern, wo man Schutz und Geborgenheit findet. Mechthild Mansel zeigt filigrane farbige Radierungen, Gesichter mit Hand und Fuß, Paare, Tanzende, eine verlockend schwebende „Odaliske“ und „Hope“ (Hoffnung), eine aktuelle Radierung zur Weltlage. Geballt energiegeladen in kräftigen Rot- und Blautönen, umflirrt von lichtem Gelb, kommen Mansels großformatige Ölbilder mit abstrahierten Körperumrissen, auf und ab steigenden und kreiselnden Linien daher, die „Impulse“ setzen, von „Bagatellen“ und „Liebesbanden“ und „Unter-Wasser-Musik“ erzählen.

Von Petra Schade stammen die stimmungsvollen Landschaften in mal glühenden Orange- und erdigen, pastos mit Spachtel aufgetragenen Farbtönen, gemischt mit Sanden und durchzogen von blauen Rinnsalen und zartfarbene Aquarelle. Stilles, weites Land, Wiesenstück und Waldmoor, eine einsame Bucht, Strand und windzerzauste Kiefern im Abendlicht. Es sind Bilder von Malreisen nach Frankreich, in die Bretagne und die Normandie. Seit 2008 gibt es die Künstlerinnengruppe „Die Farbfinder“. Sie treffen sich spontan im Atelier im Haus von Petra Schade in Radeburg oder in der Natur zum Malen und Austausch. Die Ausstellung im Weinbaumuseum ist noch bis 12. Mai zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten:  Di bis So 10 – 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Moment mal!" - eine Werkschau von Werner Pinkert, 97 Jahre und der älteste lebende Dresdner Künstler, im Kulturrathaus
  • Premiere "Die lustige Witwe" von Franz Lehár in der Staatsoperette Dresden
  • Premiere "Kritischer Zustand" im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Singspiel "Abu Hassan" von Carl Maria von Weber in der SLUB Dresden
  • Leipziger Buchmesse: Literarische Stimmen aus Südosteuropa
  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • Offene Gartenpforte Dresden: "Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage"
  • Aufführung "Die Geschöpfe des Prometheus" im Schlossgarten Lauenstein & im Kunstgewerbemuseum von Schloss Pillnitz
  • Zwischen Welten - Grafische Malerei von Anne-K. Pinkert in der Stadtgalerie Radebeul
  • Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle

Aktuelle Beiträge

  • Leipziger Buchmesse: Reichhaltige Welt voller Geschichten & Gespräche & Lesungen & Begegnungen
  • Leipziger Buchmesse: Besondere Bücherschätze auf der Antiquariatsmesse
  • Eintauchen in fantastische Welten & Grusel mit Tiefgang: Der kleine Buchheim Verlag Grimma hat eine spannende und aufregende Nische gefunden
  • Premiere „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár in der Staatsoperette Dresden
  • Kleine Verlage & großartige Bücher: Von der Liebe zum Büchermachen in der heutigen Zeit
  • Leipziger Buchmesse: Literarische Stimmen aus Südosteuropa
  • BilderAlbum: Die DNA des Ostens & viele weitere spannende Neuerscheinungen von Verlagen aus Mitteldeutschland
  • Leipziger Buchmesse: Literarische Vielfalt mit den Unabhängigen Verlagen & Lyrikpanorama zum Welttag der Poesie
  • Neue Lyrik zur Frühlingszeit: Fließen & Farblächeln
  • Neuer Besucherrekord bei der Blumenschau „Dresdner Frühling im Palais“ Großer Garten in Dresden

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