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Kategorien-Archiv: Genießen

Manege frei für den 22. Dresdener Weihnachts-Circus

19 Dienstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart

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Lachen, Staunen & Genießen

Der 22. Dresdner Weihnachts-Circus begeistert wieder zur Weihnachtszeit auf dem Volksfestplatz an der Marienbrücke. Die Premiere der neuen Show ist am 20. Dezember, um 18.30 Uhr.

Alle Jahre wieder kommt der Dresdner Weihnachts-Circus. Weltkasse und exzellentes weihnachtliches Ambiente im Chapiteau. Treffliche Liveunterhaltung für die ganze Familie.

„Wir begeistern unser Publikum mit dem besten Event des Jahres“, sagt Direktor Mario Müller-Milano. „Das ist unser Anspruch und dazu präsentieren wir die besten Künstler & Artisten sowie liebevolle Tierdarbietungen in der neuen Zeltstadt.“

Die Besucher können sich verzaubern lassen von einer fantastischen Welt der sinnlichen Genüsse sowie faszinierender Spitzenartistik und internationaler Circus Kunst, welche mit mehreren preisgekrönten Darbietungen zu erleben ist im neuen Grand Chapiteau des Dresdner Weihnachts-Circus. Da geben charmante Seelöwen den Ton an, spielen verblüffende Hunde mit Ihrem Herrchen und galoppieren elegante Pferde durch die Manege. So jagt ein Highlight das andere, aber auch die spannenden und atemberaubenden Momente kommen nicht zu kurz.

Wenn beispielsweise das preisgekrönte Duo Sky Angels hoch über der Manege schier Unglaubliches an den Strapaten präsentiert und die Messoudi Brothers mit Anmut, Eleganz und Kraft zu überzeugen wissen. Aber auch die Liebhaber der imponierenden Dickhäuter werden begeistert sein. Die mehrfach ausgezeichnete Performance von Erwin Frankello mit seinen beiden Elefantendamen Sandra & Citta ist ein Höhepunkt des Programms. Alle Nummern werden natürlich wieder live von der Big Band des Dresdner Weihnachts-Circus begleitet, welche mit ihren 15 Musikern eine Besonderheit in der Zirkusbranche darstellt. Natürlich behalten sie sich wieder die ein oder andere Überraschung für das Publikum vor.

Genießen und schlemmen können die Besucher bereits zwei Stunden vor Show-Beginn im Erlebniszelt bei einem Glühwein, Bier, alkoholfreien Getränken sowie süßen und herzhaften Leckereien. Man kann verweilen in einem historischen Kaffee-Wagen aus den 30er Jahren und sächsische Spezialitäten probieren. Oder über den weihnachtlichen Marktplatz der Vorzelte wandeln und die Sammlung historischer Fahrzeuge des Zirkusdirektors bestaunen. Für die Kleinen lockt Kinderschminken und weitere Animation.

Der 22. Dresdner Weihnachts-Circus gastiert vom 20. Dezember 2017 bis zum 07. Januar 2018 auf dem Volksfestplatz an der Pieschener Alle / Ostragehege.

Tickets gibt es online auf der Homepage (www.dwc.de) oder der Hotline unter 0180/3302330 (0,09 EURO pro Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie auch bei allen bekannten Ticketvorverkaufsstellen.

Text + Fotos: Dresdner Weihnachts-Circus

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BilderAlbum: Im Reich von Sherazade

08 Freitag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik

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Ein guter Ort an kalten, grauen Wintertagen ist ein Besuch bei Sherazade. Mit den zauberhaften Farben, Klängen und Speisen tauchen die Gäste ein in die Welt der schönen Prinzessin aus 1001 Nacht, deren Geschichten ebenso berühmt sind wie die Küche des Orients. Bei einer unterhaltsamen kulinarischen Reise stellte diese der Inhaber des Restaurants auf der Bautzner Straße 53, Talal Khalil unlängst im Rahmen der 130. Lighting Deluxe Medienlounge Dresden den Pressevertretern vor. Als krönenden Abschluss gab es eine wunderbare Bauchtanzvorführung mit Tänzerin Bianca.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet:
täglich außer Di. von 11.30 – 14.30 Uhr (Mittagsangebot, auch bei mittag.de) und
von 17 – 23 Uhr

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Mit viel Humor & Glamour: Weihnachtsdinnershow „Palaishotel“ im Kurländer Palais

07 Donnerstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kabarett, Musik, Theater

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Witziges Dinnercabaret mit Hotelbesatzung als Stars

Alles ist vorbereitet für die Show im glamourösen Palaishotel. Gar zu verlockend für die Putzfrau, die in kurzer Blümchenschürze, Schrubber und Eimer schnell noch mal durch den Saal huscht. Und kess mit Kassettenrekorder auf die Bühne steigt und mit Hingabe singt und tanzt: „Welcome to Cabaret…“ Bis sie der witzig-großmäulige Conferencier mit Punkfrisur Matthias Krahnert wegscheucht. Der gebürtige Dresdner ist ein Urgestein der Dinnershows, war künstlerischer Leiter des Clownsmimen-Theaters Salto Vitale in den 1980er Jahren mit Alf Mahlo und Rainer König und der erste verrückte Kellner bei „Pomp, Duck & Circumstance“.

In der neuen, turbulenten Weihnachtsdinnershow „Palaishotel – The Grand
Opening“ im Kurländer Palais nahe der Frauenkirche tritt Krahnert erstmals wieder in Dresden auf. Als Maitre d`hotel kümmert er sich um das werte Publikum. Skurril, lässig und schlagfertig überspielt er das Ausbleiben der angekündigten Stars des Abends, von den im Schneesturm feststeckenden Philharmonikern über den spurlos verschwundenen Zauberer David Copperfield bis zur heiseren Vanessa Mai. Er stichelt gegen angestaubte Tradition und das “Dogma der Bequemlichkeit“ und bringt mit der illustren Hotelbesatzung ein wunderbares Dinnercabaret mit viel Musik, Comedy, Zauberei und graziler Tuch-Akrobatik auf die Bühne.

Allen voran flott swingend, steppend und witzige Poesie vortragend die neue Hoteldirektorin Dr. Witzig, gespielt von Schauspielerin Meike Anna Stock und galant von Liftboy Roberto alias Robert Jentzsch am Klavier begleitet. Als Dienstmädchen und heißer Rockabilly-Feger ist Lisa Hedel zu sehen und mit viel Schwung und Sinnlichkeit begeistert die Trapezkünstlerin Mareike Koch über der Festtafel schwebend.

Ein rundum gelungener, kurzweiliger Abend mit sehr leckerem Menü. Zu erleben noch bis 7. Januar. Es gibt auch zu Silvester eine Vorstellung mit erweitertem, festlichen Menü.

Text + Fotos (lv)

http://www.Palaishotel-Dresden.de

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Weihnachtsmarkt bei den Winzern in Meißen

30 Donnerstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Literatur

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Genussvoller erster Advent in der WeinErlebnisWelt

Winzergenossenschaft feiert mit Weihnachtsmarkt und Konzert der Elbland Philharmonie.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt: Unter dem Motto „Advent in der WeinErlebnisWelt“ veranstaltet die Sächsische Winzergenossenschaft Meissen eG am Sonntag, dem 3. Dezember ab 11 Uhr bei freiem Eintritt einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der WeinErlebnisWelt Meißen werden zahlreiche Stände für eine wunderbare Weihnachtsstimmung sorgen.

Der Weihnachtsmann und ein Zauberer versprechen magische Momente. Zudem veranstaltet die Winzergenossenschaft parallel zum Weihnachtsmarkt ab 15.30 Uhr ein Streichkonzert der Elbland Philharmonie Sachsen. Für die Veranstaltung gibt es noch Restkarten.

Ab 11 Uhr erwartet nicht nur der Weihnachtsmann die großen und kleinen Gäste, sondern auch ein Zauberer. An den Weihnachtsmarktständen wird es nicht nur Leckereien wie hausgemachten roten und weißen Glühwein aus sächsischen Weinen, Kaffee und Kuchen, Lebkuchen, Kulinarisches vom Grill, Wildspezialitäten und viele weitere Köstlichkeiten geben, sondern auch Handwerkskunst zahlreicher regionaler Aussteller. So zeigen beispielsweise ein Böttcher, ein Korbflechter, ein Schmied und ein Porzellanrestaurator ihr Können. An Ständen mit Glaskunst, erzgebirgischer Holzkunst, Patchwork, Schmuck und vielem mehr findet sich vielleicht auch noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk. „Musikalisch macht DJ Bongo seine weihnachtliche Aufwartung und stimmt alle auf das Fest mit Melodien aus der ganzen Welt ein“, verrät Manja Licht, Marketingleiterin der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen eG.

***************

http://www.dj-bongo.de/start/Termine.html

 

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Genuss für alle Sinne: Premiere der Dinnershow „Palaishotel“ im Kurländer Palais

30 Donnerstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen

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die Hotelbesatzung im Palais Hotel

Ungeahnte Talente im Palaishotel – The Grand Opening

Die glamouröse Weihnachtsshow mit sinnlicher Artistik wurde dem Festsaal im Kurländer Palais auf den Leib geschneidert. Die Premiere ist am 30. November, um 19.30 Uhr. 

Heiß wird es auch der künftigen Hoteldirektorin Fr. Dr. Witzig, denn für die große Eröffnungsshow sagt ein Künstler nach dem anderen ab. Also muss das eigene Team herhalten – und dabei treten ungeahnte Talente zutage. Schon der Spagat des Zimmermädchens ist vielsagend, ebenso wie der heiße Blick von Rockabilly-Feger Lisa, die das zweite Hausmädchen verkörpert.

Das Stück läuft vom 30.11. bis zum 7.01.2018.

Text + Foto: Sabine Mutschke

Mehr Informationen findet man hier:

www.palaishotel-dresden.de

 

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3. Talk im Kunstkeller zur Kunst des Liebens: „Liebe ist die größte Kraftquelle“

18 Samstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches

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Moderatorin Kirsten Balbig im Gespräch mit einem Besucher. Im Hintergrund
Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche.

„Liebe ist die größte Kraftquelle“

Männer und Frauen wollen nur das Eine. Geliebt werden und lieben. Warum fällt es ihnen dann heutzutage so schwer, zusammen zu finden? Was braucht es für erfüllenden Sex und beglückende Partnerschaften? Darum ging es beim 3. Talk im Kunstkeller Dresden unter dem Titel „Die Kunst des Liebens oder Sex als Gebet“ am Sonnabend.

Die Liebe kommt, die Liebe geht… Mal überfällt sie einen blitzartig, mal kommt sie leise, unauffällig, fast unbemerkt. Mal lodert sie heftig, mal flimmert sie unruhig und unbeständig. Ihre Sprache ist so vielfältig wie es Menschen gibt auf der Welt.

Kann man dann überhaupt über Liebe reden? Man kann. Das zeigte dieser Abend im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, bei dem es anfangs scheu, später offener, lockerer, zuhörend und Fragen stellend, eigene Erfahrungen schildernd, einfühlsam und mitfühlend zuging. Erstaunlicherweise waren mehr ältere Zuhörer als jüngere erschienen. Erfreulich jedenfalls, dass die Liebe kein Lebensalter kennt.

„Lieben ist ein krankhafter Zustand…“, schreibt der Schriftsteller Bodo Kirchhoff in seinem Buch „Die Liebe in groben Zügen“. Darauf verweist eine Zuhörerin in der Runde und fragt: Warum kommen wir überhaupt weg davon, von der anderen, tiefen, echten Liebe?

Sie kann einen verrückt machen, verletzlich, nackt, schutzlos, aber auch mutig, stark und wahrhaftig schön.

„Liebe und Sex ist die größte und schönste Sache der Welt und kann eine Kraftquelle für die Menschen sein“, sagt Kirsten Balbig, die Moderatorin der Gesprächsrunde. Sie hat viele ihrer Leidenschaften zum Beruf gemacht wie Erzählkunst, Gesang, Musik, Tanz. Außerdem hat sie eine Ausbildung als ganzheitliche Lebens- und Paarberaterin absolviert. Sie erzählte unbefangen und freimütig von ihren eigenen Beziehungserfahrungen und ihrem schon immer vorhandenen Forscherdrang rund um Lust und Liebe. Sie kennt tiefe Nähe ebenso wie pures Begehren.

„Wenn man sich wirklich öffnet und einem Mann beim Sex in die Augen schaut, dann sieht man sein Leben, seine Seele“, sagt sie. In diesen Momenten könne sie ganz klar sehen. Freilich habe sie manches auch nicht gesehen aus Unwissenheit.

Doch erst im Zusammensein mit einem anderen Menschen lernt man seine Bedürfnisse kennen und Grenzen setzen. „Wirklich bewusster, liebevoller, in die Tiefe gehender Sex nutzt sich nicht ab“, glaubt Kirsten Balbig. Je länger man zusammen sei, um so schöner und intensiver könne er werden. Nach einem Jahr werde es erst richtig spannend.

Doch was tun, wenn in einer längeren Beziehung die Lust aufeinander nachlässt?

Da könnte man sich einiges bei „Don Giovanni“ abschauen, ihrer Lieblingsoper, sagt Kirsten Balbig. Dem legendären Verführer, der alle Frauen herumkriegt. Dabei sei er nicht mal besonders schön, klein und untersetzt gewesen. „Was denken Sie, ist das Geheimnis von Don Giovanni?“, fragt sie in die Runde.

„Er macht Frauen den Hof“, sagt ein älterer Zuhörer. Die Damen nicken anerkennend. „Er kann die Sehnsüchte der Frauen erraten. Die tiefste davon, sie möchte gesehen werden“, sagt eine Zuhörerin. Oh ja.

Keine Frau möchte wohl mit Don Giovanni verheiratet sein, glaubt Kirsten Balbig, aber jede will ein bisschen Don Giovanni in ihrem Partner.

Grenzenlose Neugier auf den Partner sei ebenso wichtig wie Selbstliebe als Voraussetzung, andere zu lieben. Das meint, gut für sich selbst zu sorgen, die  innersten Wünsche, was man wirklich will, zu kennen und die des Partners. Anziehend werden wir erst für andere, wenn wir viel geben und teilen können. „Wenn wir selbst mit uns ganz im reinen sind und nicht bedürftig. Das ist eine Falle, in die wir oft tappen“, weiß die Paarberaterin. Dazu gehöre auch, in der Vergangenheit erlebte Verletzungen, Enttäuschungen, Zurückweisungen zu verarbeiten und Möglichkeiten zu finden, den Schmerz auszudrücken und aufzulösen. Sich immer wieder an seine Träume als Kind zu erinnern und zu sich zu stehen. Auch mit entsprechendem Körperbewusstsein.

Er habe sich oft gewundert, erzählt ein Mann, dass seine Partnerinnen anfangs ihren Körper nicht schön fanden. „Doch es kommt doch mehr darauf an, wie sie sich bewegen, schauen, fallen lassen können. Und ihren eigenen Körper erotisch zu finden und zu mögen.“ Dies habe er ihnen auch gesagt und sie darin bestärkt.

Manchmal kommen Paare auch ins Fotostudio im Kunstkeller, um innige Momente vor der Kamera festzuhalten, für sich oder auch für Ausstellungen. Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche zeigte einige Aufnahmen, die in großer Bandbreite zärtlich miteinander verbundene Frauen und Männer zeigen.

„Auch bei Langzeitpaaren, die einmal leidenschaftlich verliebt waren, können diese Gefühle wieder geweckt werden“, glaubt Kirsten Balbig. Doch man sollte auch den Mut haben, ohne Leidenschaft sich zu lieben. Und sich eine feste Zeit für Liebe und Zweisamkeit reservieren, wenigstens einmal pro Woche. „Sharing“ heißt das auf neudeutsch. Sie erzählt von einem Paar, beide Workaholics, die sich einen Abend pro Woche ganz für sich freihalten und dann das tun, worauf sie gerade Lust haben. Ihre kleinen Kinder geben sie in der Zeit in andere, liebevolle Hände. Ganz nach dem Motto: „Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern“. Dieses immer wieder bewusste Aufeinander einlassen hält die Beziehung lebendig. Seit sieben Jahren sind die beiden zusammen.
Dazu empfiehlt sie das Buch von Diana Richardson, „Slow Sex“ – Langsamer Sex mit viel Zeit und Hingabe.

Ob eine Frau sofort in ihren innersten Tiefen oder erst anders berührt werden möchte, liegt bei jedem selbst und kann auch variieren.

„Nichts gegen einen Quikki zwischen Tür und Angel und übereinander herfallen, Fleischeslust. Aber einmal in der Woche will ich ein Sieben-Gänge-Menü…“, bekennt Kirsten Balbig. Den Quikki bevorzuge sie allerdings in einer festen Partnerschaft, wo  sie Vertrauen hat und sich geliebt fühlt.

Der tantrische Teil der Sexualität gehe davon aus, dass diese das Göttliche in uns weckt und mit einer höheren Macht außerhalb von uns verbindet. Dann entsteht dieser Moment, wo zwei Menschen sich in der Tiefe berühren, ihre Herzen und Körper eins werden und überströmen vor Wärme und neuer Energie, die sie mit sich in die Welt tragen.

„Schlechter Sex kann süchtig machen. Bewusster, liebevoller Sex kann von Süchten befreien“, sagt Kirsten Balbig. Und liest noch zwei wunderbare Texte über die Kraft der Liebe: „Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe eine Frau/Mann…“ von Lisa Citore.

Vielleicht besteht die Kunst des Liebens auch darin, einfach den Moment zu erkennen und zu genießen.

Ein spannendes und unerschöpfliches Thema, für das weitere Fortsetzung und noch mehr Zulauf bei den nächsten Talks im Kunstkeller wünschenswert wäre.

Text + Fotos (lv)

Fundstücke: Unzählige kleine Herzen lagen verstreut auf dem Nachhauseweg vom Talk im Kunstkeller.

Die Kunst des Liebens: Weiterführende Literatur – Empfehlungen von
Kirsten Balbig

Eva-Maria Zurhorst:
„Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“;
„Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise“

Barry Long:
„Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“

André Hermann Höfer:
„Himmel und Erde – 1 – Jetzt (ein kleines 3 mal 3 mal 3 zur
Wiedervereinigung von Mann und Frau)

Ilka Plassmeier:
„Ein Date mit der Seele“, „Ein Kompass durch den
Beziehungsdschungel“

Christian Thiel:
„Suche einen für immer und ewig“

Diana Richardson:
„Slow Sex“ (auch als DVD erhältlich)

Susanne Hühn:
„Schatz, ich muss dir was sagen: Wenn die Liebe ein Wunder
braucht“

Karin Langholf:
„Von der Schönheit, Frau zu sein: Heilung und Entfaltung der
Weiblichkeit“

David Deida:
„Der Weg des wahren Mannes“

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe eine Frau

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau – liebe sie wahrhaftig! Finde die Eine, welche deine Seele berührt, die welche keinen Sinn macht. Wirf deine Checkliste weg, lege dein Ohr auf ihr Herz und lausche.

Höre die Namen, die Gebete, die Lieder eines jeden Lebewesens – jedes geflügelten, jedes pelzigen, jedes schuppigen, jedes unter der Erde und jedes unter Wasser, jedes grüne und blühende, jedes noch nicht geborene und jedes sterbende…

Höre ihre melancholischen Lobgesänge, bis zurück zu der Einen welche ihnen Leben gab. Wenn du deinen eigenen Namen noch nicht gehört hast, hast du nicht lange genug gelauscht.

Wenn deine Augen nicht mit Tränen gefüllt sind, wenn du dich ihr nicht zu Füssen wirfst, dann hast Du nie darum getrauert, sie fast verloren zu haben.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, eine einzige Frau
jenseits deiner selbst, jenseits von Begehren und Vernunft,
jenseits deiner männlichen Vorlieben für Jugend, Schönheit und Abwechslung
und all deiner oberflächlichen Konzepte von Freiheit.

Wir haben uns selbst so viele Wahlmöglichkeiten gegeben
wir haben vergessen, dass wahrhaftige Befreiung
daher kommt, mitten im Seelenfeuer zu stehen
und unsere Widerstände gegen die Liebe durchzubrennen.

Es gibt nur eine Göttin.
Schaue in Ihre Augen und siehe – sieh wirklich ob sie diejenige ist,
welche die Axt an Deinen Hals führt.

Wenn nicht, geh weg. Genau jetzt.
Verschwende keine Zeit mit „Probieren“.

Wisse, dass deine Entscheidung nichts mit ihr zu tun hat
Weil es nicht darum geht, mit wem
sondern wann du wählst, dich hinzugeben.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau.
Liebe sie für das Leben – jenseits deiner Angst vor dem Tod
jenseits deiner Angst, manipuliert zu werden
von der Mutter in deinem Kopf.

Sag ihr nicht, du wärest bereit, für sie zu sterben.
Sag ihr, du bist bereit, mit ihr zu LEBEN,
Bäume mit ihr zu pflanzen und diese wachsen zu sehen.

Sei ihr Held, indem du ihr sagst, wie wunderschön sie ist in ihrer verletzlichen Erhabenheit, indem du ihr jeden Tag hilfst, sich daran zu erinnern, dass SIE eine Göttin IST durch deine Bewunderung und Hingabe.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
mit all ihren Gesichtern, durch all ihre Jahreszeiten
und sie wird Dich heilen von deiner Schizophrenie

deinem gespaltenen Geist und deiner Halbherzigkeit
welche deine Seele und deinen Körper voneinander trennen –
welche Dich in der Einsamkeit halten und in der ständigen Suche ausserhalb deines Selbst
nach etwas, das Dein Leben lebenswert macht.

Es wird immer eine andere Frau geben.
Bald wird die neue Strahlende die alte Langweilige werden
und du wirst wieder rastlos werden, mit Frauen handeln wie mit Autos,die Göttin eintauschen gegen das neuste Objekt deiner Begierde.

Der Mann braucht nicht noch mehr Wahlmöglichkeiten.
Was der Mann braucht ist die Frau, ist der Weg des Weiblichen, der Geduld und des Mitgefühls, nicht-suchend, nicht-tuend,

des Atmens an dem einen Ort,
des tiefen Versenkens von sich ineinander verschlingenden Wurzeln
stark genug, die Erde zusammenzuhalten
während sie den Zement und den Stahl von der Haut abschüttelt.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, nur eine einzige Frau.
Liebe und beschütze sie, als wäre sie das letzte heilige Gefäss.
Liebe sie durch ihre Angst vor dem Verlassenwerdenwelche sie für die gesamte Menschheit in sich getragen hat.

Nein, es ist nicht nur ihre Wunde, die geheilt werden will.
Nein, sie ist nicht schwach in ihrer Co-Abhängigkeit.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
den ganzen Weg hindurch
bis sie dir glaubt,
bis ihre Instinkte, ihre Visionen, ihre Stimme, ihre Kunst, ihre Leidenschaft, ihre Wildheit zu ihr zurückgekehrt sind –

bis sie eine Kraft der Liebe ist, machtvoller
als all die politischen Medien-Dämonen, die danach trachten, sie zu entwerten und zu zerstören.

Wenn du die Welt verändern willst,
lege deine Streitigkeiten, deine Gewehre und Protestzeichen nieder.
Lege deinen inneren Krieg nieder, deinen berechtigten Ärger
und liebe eine Frau…

jenseits all deines Strebens nach Grösse,
jenseits deiner hartnäckigen Suche nach Erleuchtung.

Der Heilige Gral steht vor dir
wenn du sie nur in deine Arme nehmen
und die Suche loslassen würdest nach etwas jenseits dieser Intimität.

Was wäre, wenn Frieden ein Traum ist, der nur erinnert werden kann
durch das Herz einer Frau?

Was wäre, wenn die Liebe eines Mannes für eine Frau, der Weg des Weiblichen,
der Schlüssel ist um IHR Herz zu öffnen?

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
bis in die Tiefen deines Schattens,
bis zu den höchsten Weiten deines Seins,
zurück zu dem Garten, wo du sie das erste Mal getroffen hast,

zu dem Tor des Regenbogenreiches
durch das ihr zusammen hindurch geht als Licht, als Einheit,
zu dem Punkt an dem es keine Umkehr gibt,
zum Ende und dem Beginn einer neuen Erde.

Lisa Citore (2008)

http://lisacitore.com/poetry/if-you-want-to-change-the-world-love-a-woman-2008/
aus dem Englischen übersetzt von: Patricia Hilali (2014)

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn aufrichtig. Wähle den einen, dessen Seele klar die deine ruft, der dich sieht und mutig genug ist, ängstlich zu sein.

Empfange seine Hand und führe ihn sanft zu deines Herzens Blut, dass er deine Wärme auf sich spüren kann und Ruhe findet, dass seine schwere Last verbrennen kann in deinem Feuer.

Schau in seine Augen, schau tief in sein Inneres und sieh, was dort schlummert oder wach ist, schüchtern oder voll Erwartung.

Schau in seine Augen und sieh dort seine Väter und Großväter, all die Kriege und den Wahnsinn, den ihre Geister kämpften, in einem fernen Land, zu anderer Zeit.

Schau auf ihre Schmerzen und Kämpfe und Qualen und Schuld; ohne Urteil. Und dann, lass es alles gehen.

Fühl hinein, in die Bürde seiner Ahnen, und wisse, was er sucht, ist sichere Zuflucht in dir.

Lass ihn in deinem festen Blick schmelzen. Und wisse, dass du seine Wut nicht zu spiegeln brauchst, denn in deinem Schoß, deiner Gebärmutter, liegt ein süßes, tiefes Tor, die alten Wunden zu heilen.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn wirklich. Sitze vor ihm, in der vollen Würde deiner Weiblichkeit, im Atem deiner Verletzlichkeit, in der Verspieltheit deiner kindlichen Unschuld, in der Tiefe deines Todes.

Eine blühende Einladung, in sanfter Hingabe, die sich öffnet für seine männliche Kraft.

Dass er zu dir kommt und ihr schwimmt im Schoß der Erde. In stillem Wissen, gemeinsam.

Und wenn er sich zurückzieht, und das wird er, flüchtend aus Angst, in seine Höhle, dann sammle du deine Großmütter um dich, umschlungen von ihrer Weisheit.

Höre ihr besänftigendes Flüstern, beruhige das Herz des verängstigten Mädchens in dir. Sei still und warte geduldig auf seine Rückkehr.

Sitze und singe an seiner Tür, ein Lied der Erinnerung, dass er Ruhe und Trost findet, ein weiteres Mal.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn ganz.

Entlocke ihm nicht seinen kleinen Jungen, mit Tücke und List, Verführung und Betrug, nur um ihn in ein Netz der Zerstörung zu locken – zu einem Ort aus Chaos und Hass, schrecklicher als jeder Krieg, den seine Brüder je kämpften.

Es ist nichts Weibliches daran, es ist Rache. Es ist das Gift unserer gestörten Geschichte, von Zeitaltern des Missbrauchs, der Vergewaltigung unserer Welt. Es gibt der Frau keine Kraft, es verstümmelt sie, während sie ihm seine Eier abschneidet. Und es tötet uns alle.

Und ob seine Mutter ihn halten konnte oder es nicht vermochte: Zeige du ihm die wahre Mutter, jetzt.

Halte ihn und führe ihn in deine Gnade und Tiefe, glimmend im Kern dieser Erde.

Bestrafe ihn nicht für seine Wunden, die nicht deinen Anforderungen entsprechen. Weine für ihn süße Flüsse. Blute es alles nach Haus.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn schutzlos.

Liebe ihn genug, um nackt und frei zu sein. Liebe ihn genug, um deinen Körper und deine Seele zu öffnen, für den Kreislauf von Geburt und Tod.

Und danke ihm für die Gelegenheit, während ihr gemeinsam tanzt, durch tobende Winde und stille Wälder.

Sei mutig genug, zerbrechlich zu sein, lass ihn die weichen, berauschenden Blüten deines Seins trinken. Lass du ihn wissen, dass er dich halten darf, aufstehen und dich schützen. Fall in seine Arme und vertraue ihm, dass er dich auffängt.

Auch wenn du schon tausende Male fallen gelassen wurdest. Lehre ihn Hingabe, indem du dich selbst hingibst. Und schmelze in das süße Nichts, das Herz dieser Welt.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn.

Ermutige ihn, nähre ihn, erlaube ihm, höre ihn, halte ihn, heile ihn. Und du wirst genährt und unterstützt und geschützt sein, durch starke Arme und klare Gedanken und gezielte Pfeile. Denn er kann, wenn du ihn lässt, alles sein, was du dir erträumst.

Wenn du einen Mann lieben willst, liebe dich selbst.

Liebe deinen Vater, liebe deinen Bruder, deinen Sohn, deinen Ex-Partner, vom ersten Jungen, den du je geküsst, bis zum Letzten über den du weintest.

Danke ihnen für die Gaben; für die Heilung – hin zu dem Treffen desjenigen, der nun vor dir steht.

Und finde in ihm den Samen für alles, was neu ist und voller Licht, ein Samenkorn, dass du nähren kannst um eine neue Welt wachsen zu lassen – gemeinsam.

Lisa Citore

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BilderAlbum: Wohlfühlort – SingTrommeln im Atelier von Antje Seewald in der Kümmelschänke Omsewitz

14 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Im Atelier bei..., Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Musik und Kunst bringen ein Lächeln in den Alltag

Im Atelier von Antje Seewald kann man zusammen mit Freunden, Kollegen oder Familie in individueller Atmosphäre feiern und schöne Dinge gestalten.

Vor den farbenfrohen Bilderwänden und meditativen Objekten im Kerzenschein macht das gemeinsame Musizieren gleich noch mehr Freude: Rund ein Dutzend Menschen saßen zusammen in der SingTrommelrunde mit Corynna Kilian, die sich diesmal am Sonntag abend im Atelier von Antje Seewald in der Kümmelschänke Omsewitz am westlichen Stadtrand von Dresden traf. An der großen Tischtrommel erklangen schöne alte, kraftvolle Natur- und Erdlieder, Lieder der Hoffnung und eines für den Tanz von Shiva und Skakti, das Männliche und Weibliche in aller Vielfalt.

Im Atelier von Antje Seewald ist Malerei und Papierkunst zum Träumen und Innehalten zu sehen. Es ist ihr ein Bedürfnis, die Welt mit ihren Werken ein wenig freundlicher und lichtvoller werden zu lassen. „Kunst bringt ein Lächeln in den Alltag“, so lautet ihr Motto. Jeder Mensch trage eine schöpferische Kraft in sich, die ihn zu mehr Freude uns Ausgeglichenheit führen kann.

In ihren Kursen begleitet sie Kinder und Erwachsene dabei, dieses Potenzial ans Licht zu bringen. Dazu stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, um in anregender Atmosphäre zu malen und schöne Dinge zu gestalten oder sich einem bestimmten Thema auf künstlerische Art zu nähern. Wer mag, kann hier einen Malkurs mit Freunden, Kollegen oder Familie vereinbaren oder eine Geburtstagsfeier mit Kindern kreativ gestalten.

Interessierte können die Künstlerin Antje Seewald nach Absprache im Atelier besuchen, um ihre Arbeiten anzuschauen und sie kennenzulernen (www.antje-seewald.de).

Sie ist auch dabei bei der Adventskümmelei, ein Markt mit vielen regionalen Künstlern und Kunsthandwerkern, Weihnachtsmusik und gemeinsamem Singen mit der Gruppe Zugabe am Lagerfeuer, märchenhaften Lesungen und Klanggeschichten im Gewölbekeller und natürlich lukullischen Genüssen aus der Kümmelschänke. Zu erleben am 10. Dezember, von 11 bis 19 Uhr in der urgemütlichen Kneipe auf dem Kümmelschänkenweg 2.

Text + Fotos (lv)

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Keine für Alle! – Lara Finesse

07 Samstag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Genießen, Keine für Alle ! - Lara Finesse, Kolumne

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Kolumne: Beerenzeit

Sie ist eigentlich vorbei. Doch für mich ist immer noch Beerenzeit. Es gab selten so viele wie diesen Sommer. Ihnen verdanke ich viele schöne Momente. Beerenglück.
Es brennt und kribbelt auf der Haut. Die Arme sind voller Kratzer, roter Striemen. Von der Natur gezeichnet, gepiekst und umarmt mein Körper. Die Brombeeren haben ganze Arbeit geleistet. Schreiben hinterlässt nicht solche Spuren. Jedenfalls nicht unmittelbar. Die Beeren lachten mich schon von weitem an, aus den Büschen entlang des Elbradweges in Pieschen. Viele schon groß und schwarz, andere noch rot, brauchte ich sie nur einsammeln. Andere versteckten sich unter den Blättern. Man sieht sie nicht von vorn, sie wollen gefunden werden. Es braucht einen Perspektivwechsel. Von allen Seiten. Das ist mühsam, braucht Zeit und Geduld. Stachlig sind die wilden Brombeeren auch, anders als die gezüchteten im Garten. Doch das wäre mir nur das halbe Vergnügen. Wie verlockender ist es doch, sich ihnen zu nähern über alle Widrigkeiten hinweg, sie zu entdecken, zu erhaschen und zu bergen. Und dann mit den Beeren den köstlichen, fruchtigen Duft des Sommers zu bewahren. Ich habe inzwischen einen schönen Vorrat an Brombeer- und auch Holundermarmelade, die an kalten Tagen noch mehr schmeckt. Wie viel man beim Brombeerpflücken nebenbei über sich selbst und andere lernt. Mehr als aus all den Besser-Leben-Ratgebern und Selbstoptimierungskursen. Auch deshalb bin ich so gern in der Natur. Sie gibt und schenkt ihre Schönheit, wenn man sie sieht.

Schön, aber oft auch seltsam sind die Reaktionen der Umwelt, wenn andere einen beim Brombeerpflücken sehen. Von erstaunten, bewundernden bis mitleidigen Blicken. Von wegen, die  arme Frau kann sich nichts zu essen kaufen!, ist alles dabei. Wenn man halb versteckt nach den Beeren Ausschau haltend aus dem Busch hervorschaut und Vorbeikommende einen mustern als führe man etwas Böses im Schilde… Und man selbst halb mulmig, halb belustigt es wahrnimmt. Manchmal muss man sich auch verstecken vor der Welt, um nicht zu verzweifeln an dem, was da täglich oft Grausiges passiert. Die schönsten Beeren hängen weit oben. So sehr ich mich recke und strecke, dank Yoga kein Problem, einige bleiben unerreichbar. Das stachelt meinen Ehrgeiz an. Ich gehe immer tiefer in die Hecke, mein Haar verfängt sich in den Zweigen und die Stacheln zerreißen mein blaues Lieblings-Shirt. Alles im Leben hat Folgen, denke ich. Aber ist es das immer wert? Wo ist die Grenze? Mein T-Shirt hat nun eine Naht, die sich wie eine Narbe auf dem Bauch anfühlt. Die oberen Beeren sind vertrocknet. Auch sonst sind viele hinüber, weil nur wenige sich die Mühe machen sie zu pflücken. So war es vergangenes Jahr und dieses Jahr wieder.

Da braucht man schon eine Leiter, lacht ein Mann der ebenfalls Brombeeren pflückt. Obwohl er hochgewachsen ist, pflückte er nur in Gesichtsnähe. Geht aber auch paarweise! Ein junger Mann hebt seine Freundin im geblümten Kleid auf seine Schultern, so kommt sie gut an die oberen Brombeeren heran. Ich reiche ihnen gern eine neue Schale. Ein vorbeigehender Mann fragt, ob es fürs Abendbrot reicht. Für mehrere, antworte ich. Ein anderer joggt entlang der Brombeerhecke auf und ab, während ich pflücke und in der Sonne schwitze. Als sie fast schon untergeht, stehe ich immer noch da, glückselig im Gestrüpp reich beschenkt von der Natur. Ein junger Mann bleibt stehen. Ob man die Beeren unbedenklich pflücken könne, wegen dem Fuchsbandwurm?! Ich hab noch keinen gesehen, sage ich amüsiert. Wovor nicht alles gewarnt wird, dann kann man bald nicht mehr aus dem Haus gehen. Es geht mir auch nicht nur um die Brombeeren, sage ich. Sich Zeit zu nehmen, sie nicht zu übersehen, sondern zu verweilen und dankbar anzunehmen die Gaben der Natur, das ist für mich wie Meditation. Beeren pflücken ist Luxus und Genießen. Der junge Mann vertieft sich ebenfalls in die Brombeerhecke, kostet ein paar Beeren und sagt nach einer Weile, er fühle sich schon ganz entspannt und: „Wir Großstadtkinder sind das eben nicht mehr gewöhnt mit der Natur…“ Ein älterer Mann kommt an der Brombeerhecke vorbei als ich mich gerade wieder in die Höhe strecke. „Fliegen müsste man können“, sagt er lächelnd. Geht schon, erwidere ich.

Inzwischen ist Herbst. Die sonnigen Tage werden seltener. An grau trüben Tagen erfreue ich mich an meinen leuchtend bunten, betörend duftenden Wildblumensträußen, der noch mal auflodernden Farbenfülle in der Natur, dem würzigen Laubgeruch und der klaren frischen Luft. „Lebe deine Fülle!“, zwinkert mir Ganesha (der Elefantengott) auf einem Bild über meinem Schreibtisch zu. Die Brombeerhecke am Elbweg trägt noch immer viele rote und vereinzelt schwarze Beeren und rosa Blüten, zu denen sich Hagebutten gesellen. Ich habe noch eine Schale voll gesammelt. Wohl die letzte in diesem Jahr. Werde sie Beere um Beere genießen. Doch es gibt ja noch mehr Früchte.
Wer Frisches aus der Natur ebenso mag und die Früchte nicht dem Verfall überlassen möchte, findet eine Karte mit verzeichneten Orten, in denen man Obstbäume gratis ernten darf im Netz unter www.mundraub.org.

Macht was draus.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Lara Finesse

BrombeerZauber im Herbst 

  Es gibt immer noch Brombeeren… Gepflückt am Elbufer in Pieschen am 15. Oktober 2017.

Text + Fotos (lv)

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Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises

01 Sonntag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Theater

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Ein bewegender Moment: die Künstler um Richard von Gigantikow übergaben am Sonntag abend ihr selbsterschaffenes Fantasieland Labystan den Flammen, in dem sie drei Tage lang mit den Besuchern feierten, musizierten, tanzten und Ideen sammelten für eine schönere Zukunft für alle. Doch die Ideen leben, einmal entzündet, weiter.

  

Beim feurigen Finale noch einmal versammelt: die Akteure des Internationalen Wandertheaterfestivals. Der begehrte Publikumspreis ging in diesem Jahr vom Vorjahressieger PuntMoc (Spanien) an Circo Ripopolo (Belgien), womit auch ein Wiedersehen beim Wandertheaterfestival 2018 in Radebeul verbunden ist.

Sächsischer Wein und europäische Vielfalt

Zehntausende feierten in Radebeul das Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Etwa 50.000 Besucher aus Nah und Fern kamen am Wochenende zum 27. Herbst- und Weinfest mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival nach Radebeul. Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ zeigten 14 Theatergruppen aus Europa und Südamerika beeindruckende und humorvolle Inszenierungen. Die Aufführungen waren ausnahmslos sehr gut besucht. Schon lange vor Beginn der Vorstellungen bildeten sich lange Schlangen vor den Bühnen. Auch das regnerische Wetter am Sonntag trübte die Stimmung der Besucher nicht.

Gewinner des diesjährigen Publikumspreises ist die Gruppe Circo Ripopolo aus Belgien. In ihrer Inszenierung „A Rovescio“ ließen sie das Publikum hinter die Kulissen des Zirkus blicken. Gemeinsam mit den Zuschauern entdeckten sie unerwartete Aspekte des Zirkuslebens und kamen sich dabei ungewöhnlich nahe. Auch vor poetischen Abschweifungen wurde nicht zurückgeschreckt.

Besonders begehrt waren die Plätze im Hoftheater. Dort zeigte die Gruppe PuntMoc, Gewinner des Publikumspreises 2016, ihre Siegesinszenierung GAGSonTRIX. Auf dem Dorfanger sorgte das Theater Irrwisch für jede Menge Chaos. Als britische „Bobbies“ und „Grannies“ tauschten und stibitzten sie aus den Reihen des Publikums allerhand Leckereien und Kleidungsstücke und sorgten damit für jede Menge Lacher unter den Zuschauern. Ein Höhepunkt des Wandertheaterfestivals war die Inszenierung „Es war einmal… ein Schwanensee“ des italienischen Oplas Teatros. Auf der Elbwiese verliehen sie am Samstagabend dem Ballettklassiker Schwanensee mit Stelzentanz, eindrucksvollen Kostümen und faszinierenden Wasser- und Feuereffekten ein neues Federkleid.

Die OOZ-Band sorgte am Kuffenhaus innerhalb weniger Takte für ausgelassen tanzende Besuchermassen. Voller Energie und mit unnachahmlicher Spielfreude sorgte die ausgeflippte Brassband auch auf dem Dorfanger für Stimmung.

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein waren die Fahrten mit dem Theaterkarussell von Georg Traber. Zur Musik der clownesken Band „The Bombastics“ drehte sich das muskelkraftbetriebene Fahrgeschäft und ließ den Festtrubel rundherum zu einem bunten Schleier verschwimmen.

Auf der Elbwiese erschufen Richard von Gigantikow und sein internationales Künstlerteam in diesem Jahr mit LABYSTAN einen eigenen Fantasiestaat inmitten des Weinfestes. In dem labyrinthischen Pop-up-Land konnten sich die Besucher innerhalb weniger Minuten einbürgern lassen und jedes Wunschamt vom Präsidenten bis zum Chefkritiker bekleiden.

Beim Finale Grande am Sonntagabend wird traditionell der Publikumspreis für die beliebteste Theaterinszenierung verliehen. Bei diesem feurigen Festhöhepunkt geht das hölzerne Labyrinth spektakulär in Flammen auf. Künstler und Besucher feiern vor der flammenden Kulisse gemeinsam den Ausklang des Festwochenendes.

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

Text &  Kontakt:
Ina Dorn, Amt für Kultur und Tourismus, Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul
Telefon: 0351 / 83 11 624
http://www.weinfest-radebeul.de

Fotos (lv)

 

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BilderAlbum: Herbst- und Weinfest & Wandertheaterfestival Radebeul

01 Sonntag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Auf der Gartenbank mit..., Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Tanz, Theater

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Bunte Vielfalt und Lebensfreude zwischen Weindorf und Wunderland Labystan

Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ locken wieder reichlich Kultur- und Naturgenuss pur beim Herbst- und Weinfest und dem Internationalen Wandertheaterfestival auf dem alten Dorfanger, in geöffneten Höfen und auf den Streuobstwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda, das seit Freitag- bis Sonntagabend gefeiert wird. Bei sonnigem Herbstwetter zog es am Sonnabend viele kleine und große Besucher zum Schauen, Umherwandeln und Genießen. Die Weinstände und bunten Theaterzelte waren dicht umlagert und meist bis auf den letzten Platz besetzt. Mancher Spielort erwies sich allerdings als zu klein, stand man umsonst in der Warteschlange am Eingang. Mehr Spielflächen im Freien – mit Straßentheater, Stelzenläufern, Clowns und Musikanten – wie in den vergangenen Jahren wären daher angesichts des wachsenden Besucherzuspruchs für das Wandertheaterfestival angebracht.

Besondere Anziehungskraft hatte das während des Herbst- und Weinfestes auf den Elbwiesen erstandene Fantasieland Labystan, wohin ein Künstlerteam um Richard von Gigantikow kleine und große Besucher einluden. Hier konnten sie fröhlich spielen, toben und tanzen, schauen und im kunstreichen Irrgarten aus Holz umher wandeln und gemütlich entspannen. Außerdem konnten alle Labystan mit ihren Ideen und Träumen füllen, sich als Labystaner mit Urkunde einbürgern lassen und ihre ausgefüllten Fragebögen in der „Reparaturwerk statt Demokratie“ hinterlassen, was für sie kaputt ist und was sie ändern würden als Präsident.

Heute ist der Himmel grau verhangen und regnerisch. Doch echte Labystaner hält das nicht ab. Sie gestalten ihre Welt wie es ihnen gefällt. So mache auch ich mich heute noch einmal auf den Weg in dieses fantastische Wunderland. Auch wenn das Holzlabyrinth heute abend in Flammen aufgeht. Da es Transformation, Verwandlung für Erneuerung braucht und die Wünsche und Träume von Labystan in  den Besuchern weiterleben.

Mit einem großen Feuer- und Theaterspektakel mit viel Musik und der Verleihung des Wanderthheater-Publikumspreises (ab 20 Uhr) auf den Elbwiesen endet heute abend das Herbst- und Weinfest in Radebeul.

Text + Fotos (lv)

  Willkommen im fantastischen Labystan

Musiker Robert Hennig

Zauberhafte Installation „Metamorphose“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray (Chile) auf der Streuobstwiese

Traumhaft schön: Maler, Reisender, Faun & Clown Mai Rojas (Costa Rica) mit intensivem Körpertheater voller Poesie, Wildheit, Witz, Zartheit und Kraft

Humorvoller Rollentausch: Wie fühlt es sich an, schöner oder hässlicher als der andere zu sein?

Doch als Gefahr in Gestalt des Jägers droht, der das schönste Tier für den Zoo einfangen will, bleibt „Berta und Girolama“, der Nilpferd- und der Giraffendame nichts anderes übrig als sich zusammenzutun im gleichnamigen, witzig-nachdenklichen Stück des Teatro Paravento (Schweiz) über Identität, Individualismus, krankhaftes Konkurrenzdenken und Miteinander sein im Anderssein.

Kultur & Naturgenuss: Streuobstwiesenäpfel

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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