Ein Herz für Häuser mit Geschichte & Kunst & Natur: Silvia Tröster, die neue Besitzerin des Melli Beese-Hauses hat mit dem Künstler Eckhard Kempin einen Mieter gefunden, der mit einem Freundeskreis Kunstschaffender die Räume neu belebt.

Kunstreicher Ort mit malerischem Ausblick

Ein wunderbares Refugium zum Wohnen und Malen mit paradiesischem Garten, seltenen Pflanzen und alten Obstbäumen, hat der Maler und Grafiker Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast, Österreicher Straße 84, gefunden. Benannt nach der ersten deutschen Motorfliegerin, die hier ihre Kindheit verbrachte. Lange Zeit stand das Haus leer und verwilderte, bis die jetzige Besitzerin, Silvia Tröster, Inhaberin eines Touristikunternehmens, das verwunschene Anwesen wiederentdeckte. Die Schweizerin und Wahldresdnerin rettete das denkmalsgeschützte Gebäude vor dem Abriss und sanierte es liebevoll und originalgetreu mit privaten Mitteln zusammen mit ihrem Lebensgefährten.

Das im Schweizer Stil erbauteHaus erinnert sie ein wenig an ein Chalet mit seinen Holzelementen und -verzierungen, sagt Silvia Tröster, und sie verliebte sich sofort in den weiträumigen, wildromantischen Garten davor. Den sie hegt und pflegt und möglichst naturnah erhalten möchte.

Im Erdgeschoss des Hauses mit Terrasse und Blick ins Blütenreich befinden sich das Atelier und Wohnung von Eckhard Kempin. Mit 80 Jahren ist er immer noch vital und aktiv und zeigt zurzeit eine neue Ausstellung mit seinen Bildern und anderen KünstlerInnen in weiteren Räumen des Hauses. Jedes seiner Bilder sieht anders aus, doch jedes ist unverkennbar Kempin. Er verwendet gern kräftige Farben und geometrische Figuren. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Fotografie und Literatur. Arbeiten von Angela Fugmann, Annett Heydecke, Brigitte Ertel, Christina Pfennig, Christine Krahl, Giannis Albanis, ein Gedichtband des verstorbenen Autors Rudolf Scholz, Silvia Jaretzki, Sybille C. Sprunk und Wolfgang Rabisch.

Die Ausstellung im Melli Beese-Haus in Laubegast ist noch bis 17. Juni, von 13 bis 16 Uhr zu sehen, In seinem Atelier veranstaltet Eckhard Kempin auch Lesungen.

Ich freue mich, an diesem schönen Ort mit meinem Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ am 23. Juni, 19.30 Uhr zu Gast zu sein, begleitet von Musiker Gabriel Jagieniak mit Akkordeon und Stimme. Mehr dazu demnächst auf diesem Blog.

Text + Fotos (lv)


Das Porträt von Eckhard Kempin zeichnete zu seinem 80. Geburtstag letztes Jahr der Maler und ehemalige Studiumsjahrgangs-Kollege an der Dresdner HfBK, Christoph Wetzel. Kempin schreibt auch Gedichte, darunter das nebenstehende „Traum“.