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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Kunst:offen in Sachsen: Atelierbesuch bei Olaf Klepzig in Rabenau

08 Sonntag Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Sonnenlicht & Mondschatten: Der Bildhauer Olaf Klepzig vor seinem Mondtor im Freiluftatelier in Rabenau bei Freital.

Ein Mondtor geformt aus Steinen und Sonnenlicht

Das Land-art-Kunstwerk von Bildauer Olaf Klepzig steht in seinem Freiluftatelier in Rabenau und kann beim diesjährigen „Kunst: offen in Sachsen“ zu Pfingsten besichtigt werden.

Es sieht aus wie ein Brunnen, in den Licht fällt. Ein Kunstwerk aus hellen Steinen, filigran und fest zugleich, mit offener Mitte. Das Mondtor steht mitten in der Natur vor Bäumen im Freiluftatelier des Bildhauers Olaf Klepzig in Rabenau bei Freital. Traumwandlerisch kann man sich durch das Tor hindurch bewegen und ringsum viele weitere wunderbare Skulpturen aus Holz und Stein von ihm sehen. Das Spiel der Gegensätze, Sonnenlicht und Mondschatten, natürliche Schönheit und Balance spiegelt dieses Land-art-Kunstwerk von Klepzig.

Erstanden ist das Mondtor aus einem Steinhaufen, der schon länger auf der Wiese lag. Letzten Sommer hat er spontan mit dem Bau begonnen. „Angeregt hat mich die Abbildung von einem Mondtor in einem alten englischen Gartenkalender, das in einen besonders schönen Gartenraum führt und ein Gestaltungsmittel in der chinesischen Gartenkunst ist“, so Klepzig. Das gab den Anstoß, selber ein Mondtor zu erschaffen. Zuerst fertigte er eine Skizze mit rundgesägtem Holz und danach ein Gestell, 1,80 Meter hoch. “ Die Steine sind konzentrisch um das Gestell gelagert und so aneinander gelegt, dass sie immer zur Mitte zeigen“, erläutert er. „Ich wusste nicht, ob es hält. Jeder Stein ist anders.“ Das gesamte Mondtor sei wie eine Trockenmauer errichtet und hält durch die Bauweise. Das Gestell hat er wieder rausgenommen. Ein Kunststück für sich, dass kein Stein herunterfällt.

Broschüre zum Bau des Mondtors

Das Mondtor ist nach Nord-Süd ausgerichtet. Wenn die Sonne vom Osten her frühmorgens durch das offene Tor scheint, taucht darunter im Gras ein sonnengelber Kreis auf, als ob der Vollmond aufgeht. Als könne man den Mond mit der Hand berühren. Seit 14. August letzten Jahres hält das Mondtor aus Stein, an dem er sieben Wochen baute, so Klepzig. Eine Broschüre zur Entstehung seines eindrucksvollen Natur-Kunstwerks mit Text und Bildern hat er im Frühjahr im Notschriften-Verlag Radebeul herausgegeben. Ihn inspieren auch die Land-art-Kunstwerke des britischen Künstlers Andy Goldsworthy, der ebenfalls aus Steinen oder auch Eiszapfen seine Installationen an Orten in der Natur baut. Olaf Klepzig gestaltet bei Interesse auch an anderen Stellen, z.b. in Parks oder Gärten Mondtore aus vor Ort vorhandenem Material. Aus Holz und Stein erschafft er auch seine Plastiken, oft Figürliches, Köpfe, Akte, Paare, Tanzende. Ein formenreicher Figurenreigen begegnet dem Betrachter in Olaf Klepzigs Freiluftatelier. Das lebensgroße Tangopaar entstand aus der Stammgabel eines Baumes. Träumende Steinsgesichter, kleine Türme mit gewundenen Dächern aus Stein auf Stelen und grazile Figuren ragen vor dem Gartenzaun empor. Sonnenstrahlen wandern über die Steine, dazwischen Vogelgezwitscher und ein Rabenvogel krächzt vergnügt. Jetzt arbeitet Klepzig auch wieder mehr im Freien. Er hat sich bei Bildhauersymposien in Frankreich, wo auch Landart angesagt ist, mit seinem Mondtor beworben. Das er auch aus einem Baumstamm oder geflochtenen Zweigen errichten kann.

Holzbildhauerkurs im Einnehmerhaus

Beim nächsten Symposium im Steinbruch Nebelschütz bei Kamenz will Klepzig außerdem wieder dabei sein. Dort wird im September zudem eine seiner dort entstandenen, größten Figuren eingeweiht. Eine vier Meter lange, sonnengelbe Liegende, seine „Nebelschützerin“. Sie erhält einen Platz vor dem Gebäude der unlängst gegründeten „Stiftung Enkeltauglichkeit“, bei der es um nachhaltige Landschafts- und Dorfentwicklung für kommende Generationen und interkulturellen Austausch geht. Außerdem gibt es einen Holzbildhauerkurs für Kinder und Erwachsene mit Olaf Klepzig für maximal acht Teilnehmer im Einnehmerhaus Freital. Er bringt das Holz mit und zeigt ihnen den Umgang mit dem Schnitzmesser. Werkzeuge sind vorhanden und jeder kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Entstanden sind schon ein Anker, den ein kleines Mädchen schnitzte und eine lange Figur aus einem Ast geschält von einem Mann. „Die Werke werden nach und nach fertig und wollen weiter wachsen“, so Klepzig. Neue Teilnehmer können sich sich im Einnehmerhaus anmelden.

Zurzeit steckt er mitten in den Vorbereitungen für das bereits 21. „Kunst: offen in Sachsen“, bei dem vom 7. bis 9. Juni über Pfingsten wieder rund 130 Künstlerinnen und Künstler sachsenweit ihre Ateliers, Galerien und Werkstätten für die Besucher öffnen und Einblicke in ihr Schaffen geben, begleitet von Musik, Lesungen und weiteren kreativen Aktionen. Das Progammheft ist in Druck und bis kurz vor Beginn können Künstler sich noch online anmelden. „Leute, die das Kunstprojekt gern mit organisieren möchten künftig sind gern willkommen“, sagt Olaf Klepzig, Initiator des sachsenweiten Events und Vorsitzender des Vereins „Kunst: offen in Sachsen“.

Text + Fotos (lv)

Nächste Termine für den Kurs Holzskulptur im Einnehmerhaus:
30.5., 27.6. und 15.8., jeweils von 17 bis 20 Uhr.

www.olafklepzig.de

www.kunst-offen-in-sachsen.de

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Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei & Zeichnung von Viktoria Graf zum 40. Geburtstag in der Galerie Kunst & Eros

04 Mittwoch Jun 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Sie schwelgt, schwebt & genießt auf zauberhaft eigene Weise in ihrer viktorianisch grafschen Ästhetik & Bildsprache: Die Dresdner Künstlerin Viktoria Graf in ihrer neuen Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden. Chapeau!

“Jede Frau ist eine Liebesgöttin“

Pure Weiblichkeit in allen Facetten, Lebenslust und Sinnlichkeit feiert in fantastischer Farb- und Formenfülle die Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei und Zeichnung von Viktoria Graf zu ihrem 40. Geburtstag in der Galerie Kunst & Eros in Dresden.

Die Liebesgöttin Aphrodite räkelt sich splitternackt, mit antiker Hochsteckfrisur und feurig funkelndem Kamm, in der Sonne auf einer Blumenwiese im Titelbild. Pure Weiblichkeit in allen Facetten, Lebenslust und Sinnlichkeit feiert in fantastischer Farb- und Formenfülle die Ausstellung „Glorious Forty“ mit Malerei und Zeichnung von Viktoria Graf zu ihrem 40. Geburtstag mit einer besonderen Werkschau in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden (bis 23. August zu sehen).
Insgesamt 96 Arbeiten, die bis auf drei Arbeiten, alle dieses Jahr entstanden, sind in den zwei Ausstellungsräumen zu sehen. Da lockt Venus reizvoll, verführerisch und fantasievoll. Sie schwelgt, schwebt und genießt, von Kopf bis Fuß geschmückt mit farbenprächtigen Blüten und Früchten. Da schlummern, sprießen, erblühen weibliche Körper- und pflanzliche Formen eng miteinander verwoben, wirbeln Haare und Röcke luftig-verspielt, prickelnde Hingabe, darf es auch mal glitzern, erscheinen Himmel und Hölle im Blütentaumel in einer Vase und hält die Göttin Hera eine Sanduhr, an die verrinnende Lebenszeit erinnernd.

Mit ihrer Ausstellung zum bevorstehenden runden Geburtstag zelebriert sie das Weibliche und die Reife, die es brauchte mit dem erotischen Thema künstlerisch umzugehen, sagt Viktoria Graf. Zugleich sei es eine Hommage an das Leben und die Liebe und Leidenschaft zu ihrer künstlerischen Arbeit. „Ich wollte explodieren. Alle Dogmen loslassen, loslegen und mal richtig durchziehen in meiner eigenen, authentisch viktorianisch grafschen Ästhetik und Bildsprache“, so die Künstlerin selbstbewusst mit Blick auf die Bilderfülle. „Die Kondition baut sich auf. Kreativität ist wie Training, Gehirnjogging.“ Viktoria Graf ist sehr experimentierfreudig und mag es gern vielfältig. Kleine, große Formate, Ölbilder, Zeichnungen, Hinterglasmalerei, Siebdruck und Collagen. Aktmalerei fand sie schon als 20-Jährige toll, konnte es aber nicht fühlen. Jetzt mit 40 ist sie soweit. Ihre Bilder entführen in surreale Traumwelten, die Sehnsüchte und Erlebtes widerspiegeln. „Die Ausstellung ist mir sehr nah, intim und persönlich“, so Viktoria Graf. „Ich möchte dem Betrachter auch Raum lassen selbst zu träumen.“

Der 40. Geburtstag ist auch ein guter Zeitpunkt, auf das Erreichte zu schauen: Viktoria Graf hat inzwischen Fuß gefasst in der Dresdner Kunstszene, schon mehrfach ausgestellt und den Ankauf eines Bildes, „MadAmme“ (übers: Verrückte Madame) von ihr durch die Städtische Galerie Dresden letztes Jahr aus der „Echtzeit“-Gruppenaussstellung sieht sie als „großes Glück“. Nach ihrem Studium der Malerei und Grafik von 2005 bis 2010 an der Dresdner Kunsthochschule war Viktoria Graf zwei Jahre als Meisterschülerin bei Professor Adamski und lebt und arbeitet seit 2012 als freischaffende Künstlerin in Dresden. 2019 hatte sie ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Kunst & Eros.

Viktoria Grafs Bilder sind farbenfreudig und vieldeutig, oft nicht wie es auf den ersten Blick erscheint. Wie das Ölbild mit den zwei kecken nackten Damen, die vermeintlich an einer Polestange aufreizend posieren. Doch tatsächlich sitzen sie auf einer Schaukel als „Gloriosas auf den Schwingen“. Die Darstellung von Körperlichkeit und Nacktheit ist immer ein Spagat und sehr filigran, weiß sie. „Jede Frau ist eine Liebesgöttin. Es kommt darauf an, was sie signalisiert, mit sich machen lässt und wie sie selbst damit umgeht“, sagt Viktoria Graf. Sie feiert mit ihrer Kunst ganz selbstverständlich, lebensfroh und hautnah in der Schwebe zwischen Leichtigkeit und Tiefgang immer wieder neu überraschende Weiblichkeit. Es ist schwer ihre Bilder nicht zu mögen. Die Ausstellung von Viktoria Graf ist noch bis 23. August zu sehen.

Text + Fotos (LV)
Weitere Fotos von der Ausst.eröffnung folgen.

 

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Die 5. Kunstwoche Wilsdruff lockt zu vielfältigem Schaufenster-Bummel

25 Freitag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Kunstreiche Entdeckungen an ungewohnten Orten locken bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff. Die Eröffnung ist diesen Sonnabend, den 26. April, um 14 Uhr am Markt in Wilsdruff. Die Initiatoren, unter ihnen Sibylle Bermich, freuen ich auf viele neugierige Besucher in den nächsten zwei Wochen. Foto: Roland Kaiser

Schaufenster verwandeln sich in Kreativräume

Bei der 5. Kunstwoche Wilsdruff laden 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften mit ihren Werken zu vielfältigen Entdeckungen ein.

Ein Kranich mit weit ausgebreiteten Schwingen ziert das Titelblatt auf dem Flyer. Der Frühlingsbote und Glücksvogel begleitet das reichhaltige Angebot der bereits 5. Kunstwoche Wilsdruff in diesem Jahr. Ab 26. April verwandeln sich zwei Wochen lang wieder Ladenschaufenster in Ausstellungsräume. Es beteiligen sich 26 Künstlerinnen und Künstler in 22 Geschäften der Innenstadt.

Von der Apotheke über Autohaus, Bücherstube, Blumenladen, Dachdecker, Optiker, Frisör, Mode bis zum Compterhändler öffnen die Inhaber ihre Geschäfte, um Kunst in aller Vielfalt zu zeigen. Da locken Originelles, Ungewöhnliches, Sehenswertes. Die Bandbreite reicht von Aquarell- und Ölmalerei, Comiczeichnungen, künstlerischer Fotografie, Muschelarbeiten, Töpferei bis zu Holzkulpturen. Die Teilnehmer stammen zumeist aus der Region und sind vorwiegend in ihrer Freizeit künstlerisch tätig. Das Projekt der Interessengemeinschaft Kunstwoche Wilsdruff wird gefördert aus einem Programm des Bundes für zukunftsfähige Innenstädte und Zentren. „Die Kunstwoche ist ein Herzensprojekt, das die Kreativität unserer Region sichtbar macht“, sagt Sibylle Bermich. Sie ist von Beruf Medizinische Fachangestellte. Die Kunst begleitet die 47-Jährige schon lange, als Leidenschaft, Ausdruck und Geschenk, sagt sie. Sie malt sehr gern mit Pastell- und Ölfarben, auch Aquarelle und gestaltet Bilder aus Filzwolle. Landschaften, Blumenwiesen in leuchtenden Farben und ein herzerwärmendes  Bild zum Schmunzeln über die „Erste Liebe“, wo zwei Kinder sich anhimmeln. Sibylle Bermich hat ihre Arbeiten in den Fenstern der Volksbank Wilsdruff bereits aufgehängt.

Sie ist schon zum 5. Mal bei der Kunstwoche dabei und neu im Organisationsteam. „Es war mir auch wichtig in diesem Jahr, den Ball mit anzuschubsen“, sagt sie. Einer der Initiatoren, Albrecht Ludwig, der Fotografie ausstellt, fragte sie letztes Jahr. Er brachte seinen Bekannten Andreas Körner mit, der Malerei zeigen wird. Doch er ist bereits mit einem ähnlichen Kunstprojekt in Meißen sehr beschäftigt. Die Dritte im Team, Krystina Nevoigt ist mit Tuschemalerei bei der Wilsdruffer Kunstwoche dabei. Bevor diese ausgefallen wäre, hilft Sibylle Bermich nun mit bei der Vorbereitung, hält beispielsweise die Kontakte zu den Künstlern. So lerne man auch neue Leute kennen. „Die Initiatoren haben die Kunstaktion in Pirna gesehen und gedacht: Wenn die das können, dann können wir das in Wilsdruff auch“, erzählt Sibylle Bermich. Sie hat sich gerade ein Atelier eingerichtet beim Um- und Ausbau eines Bauernhofs, den sie geerbt hat in Sachsdorf bei Klipphausen. Ihr Kreativreich befindet sich in einer 200 Jahre alten Scheune, wo ehemals der Werkstattraum ihres Großvaters war. Dort will sie dann künftig auch Malkurse anbieten.

14 Tage lang bis zum 11. Mai kann man die Kunst in den Schaufenstern bestaunen. „Es sind die Wilsdruffer ebenso wie Besucher von außerhalb eingeladen, hierher zu kommen in die Kleinstadt, die kleinen Läden zu besuchen und sich umzuschauen. Hier gibt es auch einiges zu entdecken“, sagt Sibylle Bermich. Für die Künstler sei es eine gute Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. „Die Ladenbesitzer haben sich ganz gut gehalten, es gibt kaum Leerstand in der Innenstadt“, stellt sie fest. Die Kunstwoche trägt zu einer zusätzlichen Belebung der Innenstadt bei. „Es ist auch toll, bei den Ausstellungen mit Leuten ins Gespräch zu kommen, neue Anregungen zu bekommen für die eigenen Arbeiten, dass man vorankommt.“ Bei der Finanzierung der Kunstwoche trägt die Stadt Wilsdruff die Kosten für die Flyer und für die Musiker zur Eröffnungsveranstaltung. Die Künstler geben jeder zehn Euro dazu. Eröffnet wird die Kunstwoche am 26. April, um 14 Uhr auf dem Markt am Café Adler feierlich mit Sektempfang, musikalischer Umrahmung und anschließendem Schaufenster-Rundgang zu den Kunstwerken. Einige der Künstler sind vor Ort und begleiten die Besucher.

Text (lv)

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Ausstellung „Wahlverwandtschaften“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden

24 Donnerstag Apr 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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„Fliege“, Titelbild der Ausstellung von Angela Hampel.

„Heiliger Johannes“, Mischtechnik auf LW (Diptychon)
„Laokoon“, Mischtechnik auf Papier

Kassandra & Laokoon mit dem Trojanischen Pferd

Weise, unerhörte Seher und clowneske Könige

Farbintensiv und symbolstark, kraftvoll, verletzlich und zuweilen skurril erzählt die Ausstellung „Wahlverwandtschaften“ mit neuen Arbeiten von Angela Hampel vom Verbunden- und Geschundensein zwischen Mensch, Tier und Natur derzeit in der Galerie Mitte.

Vom Leben und Lieben, Sein oder Nichtsein im Mensch- wie Tierreich erzählt farbintensiv und ausdrucksreich die Ausstellung „Wahlverwandtschaften“ der Malerin Angela Hampel derzeit in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden (noch bis 3. Mai zu sehen, geschlossen am 1.5.).

Zu sehen sind Malerei, Zeichnungen, Druckgrafik und Keramik, alle Arbeiten in den letzten zwei Jahren entstanden, einer der bekanntesten und herausragenden zeitgenössischen Künstlerin in Deutschland. Da begegnen einem Frauen und Paare mit allerlei Getier, Katzen, Vögeln, Schlangen oder eine Fliege auf züngelndem, roten Faden vor einem clownesken König  – wie im skurrilen Titelbild. Archaisch, konkret, vielfarbig, zart und kraftvoll erzählen ihre Bilder und bemalte Keramik vom Geborgen-, Verbunden- und Geschundensein zwischen Mensch, Tier und Natur. Der Ausstellungstitel bezieht sich nach Goethes berühmtem Roman darauf, dass man sich seine Familie oder Herkunft nicht aussuchen, aber die Menschen auswählen kann, denen man sich nahe im Wesen fühlt. Die Schwestern im Geist von Angela Hampel sind Frauengestalten aus der griechischen Mythologie wie Kassandra oder Penthesilea, denen sie die Hand reicht mit ihren Bildern. „Dazu gekommen sind der Evangelist Johannes mit blühender Dornenkrone und der Seher Laokoon, der die Bewohner der Stadt vor dem Trojanischen Pferd mit den darin versteckten Kriegern warnte“, sagt die Galeristin Karin Weber, die das Werk von Angela Hampel seit 1984 in der Galerie Mitte begleitet.

Doch die Trojaer hörten nicht auf ihn und der Warnende wurde von den Göttern bestraft und mit seinen Söhnen von Schlangen totgebissen. Eine Zeichnung in erdig roten Farbtönen vor schwarzem Hintergund zeigt Kassandra und Laokoon Seite an Seite, wie sie auf ihren Köpfen ein Pferd tragen. Das aber gar nicht gefährlich wirkt, sondern zusammengerollt wie abwartend oder ruhend da liegt mit erhobenem Kopf und der Körper erkennbar als zusammengesetzte Attrappe mit nach oben, ins Innere hinein führenden Stufen. „In viele meiner Bilder fließen Symbole ein. Es sollte auch nicht ein direkt böses Pferd werden, da es nur ein Transportmittel für den Menschen ist“, sagt Angela Hampel zu dem Bild. „Mich hat das Thema interessiert, das auch aktuell in der Gegenwart ist. Das was weise Leute sagen, wird nicht ernst genommen.“ Eine Unverschämtheit seitens der politisch Verantwortlichen sei, obwohl fast alle hierzulande gegen den Krieg sind, dass trotzdem Milliarden für neue Waffenlieferungen in die Ukraine gehen.

Ihre Mensch- und Tier-Bilder, mal in kräftig lodernden Farben und mal in schwarz-weißen Kontrasten mit Grauschattierungen in neuen, großformatigen Algrafien und mit sibirischer Kreide gezeichnet, spiegeln das ambivalente Verhältnis. Das Schöne und Bedrohliche, Wilde und Zärtliche, Schutz und Ausgeliefert sein oft nah beieinander. Auf Tellern und Vasen aus Ton, weiß glasiert und bemalt tummeln sich sinnlich Figürliches und Fabelwesen zwischen Bäumen, Wurzeln und Korallen. Neben einem trauernden Clown, Ophelia und Hamlet mit Totenschädel ist ein Selbstbildnis der Künstlerin, mit Maske mit spitzem Schnabel zu sehen. Wie man sie aus der Commedia dell`Arte kennt. Dies war aber ursprünglich eine Pestmaske, in die ein Sud aus Heilkräutern durch den Schnabel kam, erklärt Karin Weber. Ein großes Ölbild zeigt ein rotes, verzücktes Paar mit Pilzen, die sie halten und inhallieren wie ein Rauschmittel.

Im mittleren Raum hängen farbstarke Radierungen von Andreas Dress zwischen „Lebenstanz“ und „Höllensturz“ aus dem Nachlass des 2019 verstorbenen Künstlers und einstigen Mentor von Angela Hampel nach ihrem Kunststudium in Dresden. Zurzeit bereitet Angela Hampel (69) schon ihre nächsten Ausstellungen vor. Darunter eine Werkschau zum 800-jährigen Stadtjubiläum dieses Jahr in ihrer Heimatstadt Kamenz, wo sie im Innenhof des Rathauses eine Figurengruppe zu Laokoon sah und zu ihrem Bilderzyklus anregte. Außerdem sind im Sommer eine Ausstellung mit neuen Arbeiten in Zella-Mehlis in Thüringen und eine weitere Schau in Frankfurt/Main geplant.
Es ist auch ein neues Buch „Wurzelwesen“ mit Gedichten der sorbischen Dichterin Róza Domascyna und Zeichnungen und Grafik von Angela Hampel erschienen und eine Vorzugsgrafik, Frau mit Gepard in limitierter Auflage in der Galerie Mitte erhältlich.

Text + Fotos (lv)

Im Rausch: Paar mit Pilzen. Und eine Frau mit Bogen.
„Kleine Tiere“ und „Hamlet“

Paar mit Katzen, Algrafie

Paar, sibirische Kreide

Ein bemalter Teller & ein neues Buch, „Wurzelwesen“ mit Gedichten der sorbischen Dichterin Róza Domascyna und Zeichnungen von Angela Hampel.


Galeristin Karin Weber zeigt das neuen Lyrik & Kunstband „Wurzelwesen“.

Geöffnet:  Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.galerie-mitte.de/shop

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Ausstellungseröffnung „#Tagträume“ von Roland Beier und Anke Beier-Amani im „Kastenmeiers“ in Dresden

15 Samstag Mär 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Schönheit und Zerbrechlichkeit nah beieinander: Die Erdkugel mit Flügeln und Pflaster. Und eine filigrane winterliche Landschaft von Roland Beier und Anke Beier-Amani.

Vieldeutige reizvolle Porzellan-Bilder und Collagen inspiriert von Musik und Natur

Der Berliner Künstler mit den sächsischen Wurzeln zeigt in einer Gemeinschafts-ausstellung mit Anke Beier-Amani neue Malerei und Porzellanobjekte. Die Ausstellungseröffnung ist am 16. März von 13 bis 15 Uhr im Kastenmeiers im Taschenbergpalais, Taschenberg 3 in Dresden. ZU sehen bis 1. Mai 2025.

Man sieht sich immer mehrmals im Leben: Schon 2013 und 2020 war Roland Beier mit einer erfolgreichen Ausstellung im „Kastenmeiers“ zu Gast. Jetzt kehrt der Berliner Künstler mit den sächsischen Wurzeln zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin Anke Beier-Amani, und der Gemeinschaftsausstellung „#Tagträume“ zurück.

Die vielseitigen Bilder und Porzellanobjekte von Roland Beier entstehen meist unter dem Eindruck ausgewählter Musik – unter anderem von Vivaldi, Brahms, Debussy oder Glass. Die Inspirationen aus der erlebten Musik spiegeln sich in teils reliefartigen Materialbildern und skurrilen Porzellancollagen.

Anke Beier-Amani arbeitet ebenfalls unter dem Einfluss von Musik. Die Künstlerin kreiert leicht dreidimensionale Leinwandobjekte und verleiht ihnen zuweilen mit Hilfe von Drahtgeflecht und kleinen Details wie Perlen oder Metallplättchen originelle haptische Reize.

Zur Vernissage am 16.3.2025 sind Roland Beier und Anke Beier-Amani vor Ort.

Wir laden herzlich ein, die Künstler und ihre Arbeit kennenzulernen!

www.rolandbeiergrafik.de

Über den Künstler Roland Beier

+ geboren 1955 in Meißen in einer Porzellanmaler-Familie,
+ von 1947-1979 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee im FachGrafik / Illustration mit Diplom-Abschluss,
+ seitdem freiberuflich tätig als Illustrator, Buch- und Plakatgestalter, Karikaturist und Maler
+ hat u.a. im Januar 1990 die international bekannt gewordene Karikatur zur Wende gezeichnet


Marx: „ Tut mir leid Jungs! War halt nur so’ ne Idee von mir…“

+ lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin-Karolinenhof
+ experimentiert seit 2010 mit und auf Porzellan in der Porzellanmanufaktur Freiberg

Text + Fotos: Sabine Mutschke

http://www.kastenmeiers.de

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Die Katzenbücher sind da… „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie von Lilli Vostry & Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, In eigener Sache, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Tiere, Zwischenmenschliches

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Schlagwörter

Tiere


Heute am 11. März, meinem Glückstag, kamen die Katzenbücher… Nun sind all meine Fellwunderwesen wieder zu Hause. Wenn auch anders. Jade & Lina und Lola leben in den Gedichten weiter. Die neuen Katzen, allen voran Flausch Kasimir schnupperten gleich neugierig am Karton und Papier. Meine drei Katzenmädchen würden sich sehr freuen über unser Katzen-Buch, in dem sie die Hauptrolle spielen. Möge es viele Menschen erfreuen. Miau!

Unbändige Wirbelwinde, Fein- und Freigeister

In ihrem ersten Buch „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie erzählt die Dresdner Autorin Lilli Vostry gemeinsam mit Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner von Fellwunderwesen und ihren Menschen.

Sie sind honigsüß, wild, widerborstig, sanft und anschmiegsam. Voller Neugier, Energie und Lebensfreude, unbeständig wie das Wetter, sprunghafte, liebevoll gerissene Wirbelwinde, wahre Fein- und Freigeister. Sie verstehen und lehren uns Genießen und Gelassenheit, den Sinn im Unsinn und Chaos zu erkennen.

Manchmal sind sie nicht ganz geheuer. Eben geliebte Ungeheuer.
“Geliebte Ungeheuer“ – Von Fellwunderwesen und ihren Menschen heißt das druckfrische Buch mit Katzenpoesie von Lilli Vostry und zauberhaften Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner, erschienen in limitierter Auflage im Zilp Zalp Verlag in Radebeul. Es ist ihr erstes Buch, in dem die in Dresden lebende freie Journalistin und Lyrikerin von ihren Musen, Antreibern, Tröstern und Seelentieren erzählt. Vom Herzfange- und Versteckspiel, von Verbundenheit, Abenteuer und Abschied handeln diese Katzen-Gedichte. Von ihnen lernte sie viel über die ganz eigene Art, die Welt zu sehen, mit den Augen der wundervollen, felligen Wesen.

Dorothee Kuhbandner (www.doro-malerei.de) lebt als freischaffende Künstlerin in Radebeul und hat schon rund ein Dutzend unikate und liebevoll originell illustrierte Bücher für jedes Alter in ihrem kleinen Verlag herausgegeben.

„Geliebte Ungeheuer“ ist ein Buch für alle Katzenliebhaber und die es werden wollen. Wundersam, eigen, fantasievoll und poetisch.

Eine Gedicht-Lesung mit Signierstunde mit der Autorin Lilli Vostry und der Künstlerin Dorothee Kuhbandner gibt es während der Leipziger Buchmesse am 27. März, um 13 Uhr, in Halle 3 auf dem Marktplatz Druckgrafik an ihrem Stand F524.

Das Buch „Geliebte Ungeheuer“ kann man bestellen auf der Webseite vom NOTSchriften-Verlag in Radebeul per Klick.

Leseprobe

Verbunden

An niemanden und nichts
gebunden
aber allem verbunden
stehe ich in der Welt
mir manchmal selbst
im Weg

zwei Katzen und viele Bücher
leben bei mir
beäugen betrachten
schmusen flusen
kommen und gehen
wie sie wollen
wie ich
rau und zärtlich
laut und leise
tost die Reise
die sich Leben nennt

LV
8.9.2022

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IMG_9526 (1)


Meine Fellmusen Lina & Jade

Meine erste Katze Lola & Begleiterin mehr als 18 Jahre. Dann kamen Jade & Lina. Das Buchcover meiner „Geliebten Ungeheuer“.

Buchkatzen
(Für Jade & Lina und Lola)

Heute naht der große Tag
mit Herzklopfen etwas bang
seh ich Euch wie zum ersten Mal
mit Sonne im getigerten und schwarz weißen Fell
leuchtenden Sternenaugen
reist Ihr wieder zu mir nachhause
meine Musen und Antreiberinnen
Oh welches Glück
im liebsten Gefährt
einem Karton den die neuen Katzentiere sogleich
beschnuppern samt Papier
Bücher noch verpackt und einige schon offen
auf dem sonnenhellen Titelblatt klettert
ein geliebtes Ungeheuer
und kann es kaum fassen
all die Abenteuer noch einmal
erleben Seite für Seite
Herzfange- und obsessives Versteckspiel
Jade auf dem Koffer als wolle sie gleich verreisen
mit mir ans Meer
mit Lina im Wintergarten auf dem Sofa und Balkon

zwei Katzen und viele Bücher
sprunghafte Wirbelwinde unbeständig wie das Wetter
wild widerborstig sanft und anschmiegsam
an Euren Lieblingsplätzen liegen die Bücher
Wir fliegen mit dem Zauberkasten los
hinaus in die Welt bis zu den Sternen
und bleiben uns nah

LV
11.3.2025

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Hilfe – Spende für meine Minnie & und meinen Kasimir

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte

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Kleine, liebe, aufgeweckte Rabauken in der Sturm-und-Drang-Zeit: Bitte helft mir mit Spenden für die baldmöglichste Kastration meiner Katzen Minnie, getigert und dem flauschigen Kasimir. Die Tierarztkosten von ca. 300 Euro für die beiden überfordern mich gerade! 😦

Hier das Buchcover zu meinem ersten Gedichtband „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie von Lilli Vostry und Zeichnungen von Dorothee Kuhbandner.
Meine geliebte Jade & Fellmuse an ihrem Lieblingsplatz im Wintergarten.

Katzenpoesie & Hilfe für neue Wirbelwinde

Die getigerte Minnie & der flauschige Kasimir sind jetzt seit einem reichlichen halben Jahr bei mir, kenne sie von kleinauf und erlebe täglich wie sie immer mehr das Leben entdecken und sie sind süße, liebe und aufgeweckte Rabauken, die ich nicht mehr missen mag. Nun sind sie in der Sturm-und-Drang-Zeit, schmusen und jagen sich sehr und die Kastration steht bevor. Der weiße Kater Lino wurde schon kastriert, das kostete mich stolze 240 Euro, die Voruntersuchung extra noch 100 Euro! Die Kleinen stammen von einem Bauernhof und sahen noch nie einen Tierarzt.

Leider stürmt zurzeit vieles auf mich ein, bin ich in akut angespannter finanzieller Lage als Selbstständige durch berufliche Umbruchsituation mit unsicheren Einnahmen, weiterlaufenden Betriebsausgaben und nun auch noch deftige Mieterhöhung, NK-Vorauszahlung ab März monatlich!

Das überfordert mich gerade und weiß nicht wie ich die Mittel für die Kastration meiner zwei jungen Katzen  von zusammen ca. 300 Euro alleine aufbringen soll!!

Daher meine herzliche Bitte um Hilfe an tierliebe Menschen, Katzenliebhaber und alle, die mich durch meine Beiträge hier auf meinem wortgartenBlog und bei FB kennen und lesen: Spendet bitte etwas für die Kastration von Minnie & Kasimir und damit ich ihnen weiterhin ein schönes, sicheres und geborgenes Zuhause ohne zusätzliche Sorgen geben kann.

Als Dankeschön gebe ich großzügigen Spendern meinen ersten eigenen Gedichtband „Geliebte Ungeheuer“ mit Katzenpoesie und Zeichnungen der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner, welcher im März rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse im ZilpZalp Verlag Radebeul erscheinen wird.

Zunächst in limitierter Auflage. Bei großem Interesse drucke ich gerne nach. Im Gedenken an meine liebsten Fellmusen Lola, Jade & Lina.

Hier mein Spendenkonto, bitte mit dem Kennwort Katzen-Hilfe an:
Lilli Vostry

IBAN: DE90 8707 0024 0525 2317 61
Deutsche Bank

Herzlichen Dank vorab allen UnterstützerInnen!

Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden, wie es mit meinen FellLieblingen weitergeht. Miau!

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Ausstellung „Aschermittwoch“ zum 80. Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit Malerei, Grafik und Skulptur von Siegfried Klotz, Franziska und Niklas Klotz und Michael Wutz in der Galerie Holger John in Dresden

26 Mittwoch Feb 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Erinnerung an einen großartigen Maler wunderbarer Dresden-Bilder, aber mehr als eine Gedenk-Ausstellung: Galerist Holger John und Franziska Klotz vor einem Hauptwerk von Siegfried Klotz „Aschermittwoch“ in der gleichnamigen Ausstellung, in der erstmals Werke von ihm und seinen Kindern sowie dem Künstler Michael Wutz, ihrem Lebensgefährten, zu sehen sind.

Zerbrechlich Glas der Erinnerung: das Titelbild von Franziska Klotz zur Ausstellung „Aschermittwoch“ in der Galerie Holger John in Dresden.

Farblodernde Stadtansichten der Künstlerfamilie Klotz

Beeindruckend, berührend, vielschichtig und konträr versammelt die Ausstellung „Aschermittwoch“ zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens und anlässlich des 20, Todestages von Siegfried Klotz erstmals seine Werke und Arbeiten seiner Kinder Franziska und Niklas Klotz und Michael Wutz in der Galerie Holger John im Barockviertel Dresden in der Rähnitzgasse 17.

Auf der Staffelei nahe am Galerieeingang steht ein Ölbild von der Brühlschen Terrasse im Winter, in lichtvolles Weiß gehüllt. Mit Blick auf die Kunstakademie in dunklen Ockertönen und hoch auf der Kuppel schwebendem goldenen Fama-Engel mit Fanfare, auf Schloss, Hofkirche und Augustusbrücke, darunter schlängelnd die Elbe. Die Baumkronen sind azurblau wie der Himmel. Es war der Lieblingsplatz des Malers Siegfried Klotz, wo er oft im farbbeklecksten Kittel, Bart und breitkrempigen schwarzen Hut mit Farbpalette und Pinsel in der Hand vor der Leinwand stand und vor den Augen der Passanten die Stadt und Elbelandschaft malte mit allem Licht und Schatten. Ein Selbstbildnis zeigt ihn mit leicht schräg geneigtem Kopf, aufmerksam und mit festem Pinselgriff, als wollte er das Grau um ihn herum mit Farbe bezwingen. Klotz, 1939 im Kurort Schlema im Erzgebirge geboren und 2004 mit 64 Jahren verstorben, war einer der bekanntesten Vertreter der Dresdner Malerschule, ein Vollblutmaler mit Leidenschaft und Malerkönig von Dresden.

Eine Auswahl seiner Werke zeigt die derzeitige Ausstellung „Aschermittwoch“ zum 80. Jahrestag der Zerstörung Dresdens und anlässlich des 20. Todestages des Künstlers, erstmals zusammen mit Malerei, Grafik und Skulptur von seiner Tochter Franziska, seinem Sohn Niklas Klotz sowie von Michal Wutz in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 in Dresden. Die Schau entstand in Kooperation mit der Kornfeld Galerie Berlin. „Siegfried Klotz alleine wäre ein Blick zurück mehr gewesen. Diese Ausstellung ist ein Versuch, eine Künstlerfamilie zusammenzubringen mit ihren Arbeiten, verschiedene Handschriften und Generationen, die vielschichtig und kontrovers sind mit Blicken auf die Gegenwart und Visionen“, sagt Galerist Holger John. Siegfried Klotz war sein Lehrer für Malerei im Grundlagenstudium an der Dresdner Kunsthochschule Ende der 1980er Jahre und Künstlerkollege. „Er war ein Maler, der das Weiß malen konnte. Heute wird es oft nur aufgehellt. Bei ihm wurde es Materie, Fleisch, Haut. Das ist eine große Kunst. Die Tochter kann das. Da sieht man Verwandtschaft“, so John.

Es ist mehr als eine Gedenk-Ausstellung. „Unsere Vorfahren haben den Krieg und Leid erlebt. Wir kennen nur die Bilder. Es geht um die Einzelschicksale, Geschichten auch hier in der Galerie, um Erinnern und den Umgang mit Vergangenem, das bis heute nachwirkt. Das Thema der Masken, was passiert mit den Menschen dahinter, aber auch das Demaskieren und die Frage: ,Wo stehen wir heute und wo verstecken wir uns?` zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung“, sagt Holger John. Da ragt die schwarze Ruine der Frauenkirche gespenstig, großformatig auf einem Ölbild von Klotz und aus einer Bleistiftzeichnung aus Trümmern hervor. Auf einem Hauptwerk von ihm, „Aschermittwoch“ sind aussagekräftig und berührend eine bunte Faschingsmaske und darunter halb verborgene und nackte, schutzlose Körper vor rauchschwarzer Kulisse zu sehen. Neben Stadtansichten sind Porträts bekannter, einst hier wirkender Persönlichkeiten aus Kultur und Politik wie Rolf Hoppe, Eberhard Burger und Heinz Eggert versammelt. Außerdem eine noch nie gezeigte Kaltnadelradierungung „König Kurt“ nebst Gattin in selbstgefälliger Pose und der Maler als Beobachter am Rand. Eine Grafik, eine Kneipenszene mit Klotz bei Wein, Katerstimmung und offenherziger Bedienung trägt schon einen roten Verkaufspunkt.

In kräftigen Farben, pastos mit Spachtel aufgetragen auf der Leinwand ähnlich wie ihr Vater und doch ganz eigen und konträr, wirken die gemischt abstrakt-konkreten, großformatigen Ölbilder von Franziska Klotz, das älteste von 2010, „Sylph“ zeigt eine paradiesische Insellandschaft. Farben und Funken stieben und rinnen im Bild „Bücherverbrennung“ von 2018. Ein großformatiges Bild einer gigantischen Ruinenlandschaft, mit schwarz darüber schlängelndem Band und vielen lodernden Farbtupfern, hängt als Blickfang in der Ausstellung. „Es glüht, kraftvoll und brachial“, sagt Franziska Klotz (45) dazu. „Ich hatte Bammel vor der Ausstellung, dem direkten Vergleich mit der Malerei meines Vaters und dann auch noch in Dresden“, gibt sie zu. Sie lebt und arbeitet als Künstlerin in Berlin, hat an der Kunsthochschule in Weißensee studiert. Doch jetzt sei sie glücklich, dass es funktioniert.

Die Bilder sind so gehängt, dass sie Zwiesprache halten und für sich wirken. Die Frauenporträts und sinnenfreudigen Akte wie die Dame auf schwarzem Tuch mit dem Silberfuchs, gemalt von Siegfried Klotz neben den „Masken-Mädchen“ von Franziska Klotz. Ein Frauenbildnis mit Maske von ihm und ein Mädchen mit stattlichem Hund gibt es auch. Bilder, die wie Glas wirken, splitternd und zerbrechlich Kreise ziehen auf sepiafarbenem Grund mit Häuserumrissen von Franziska Klotz sind außerdem im Denkraum Sophienkirche auf der Sophienstraße 2 durchs Schaufenster zu sehen. Ihr Mann, der Künstler Michael Wutz zeigt eine Serie von Aquarellen, ein urban ethnografisches Masken-Kabinett menschlicher Eigenarten. Herausstechen die flippig farbigen, lebensgroßen Körperplastiken und Reliefs mit Gesichtern aus Marmor und Holz, die mit Schönheitsidealen spielen, von Niklas Klotz, der 1968 geboren, Bildhauerei in Dresden studierte und als Künstler in Wien lebt. Die Ausstellung „Aschermittwoch“ ist noch bis 30. März in der Galerie Holger John zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Weitere Fotos zur Ausstellung folgen.

Geöffnet:  Di bis So 14 bis 19 Uhr

http://www.Galerie-HolgerJohn.com

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Gedenkausstellung „Wandlungen“ zum 60. Geburtstag und 20. Todestag des Radebeuler Malers Ingo Kuczera in der Stadtgalerie Radebeul

16 Donnerstag Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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‚o.T. (Figuren und Instrumente), 2003


o.T. (Springer mit Blumen und Selbstbild), o.J. ; o.T. (eingewickelt), 1999


o.T. (Kind im Kokon), o.J.

Farbreiche Traumwelt

In zarten und leuchtenden Farbtönen, feinsinnig, fantasievoll, voller Poesie, Melancholie und leisem Humor erzählen die Bilder von Ingo Kuczera von der Suche nach Geborgenheit, von Kraft und Verletzlichkeit, Schonheit und Zerbrechlichkeit des Lebens in der derzeitigen Gedenkausstellung „Wandlungen“ in der Stadtgalerie Radebeul. Noch bis 19. Januar mit abschließender Kuratorenführung um 16 Uhr.

Fliegende, fallende, schwebende, im Kokon sitzende, umwickelte, träumende und in ihren Träumen gefangene Figuren treffen in überwiegend zarten, leuchtenden Farbtönen aufeinander in der Gedenkausstellung „Wandlungen“ mit Malerei, Zeichnungen, Objekten, Entwürfen und persönlichen Erinnerungsstücken zum 60. Geburtstag und 20. Todestag des Radebeuler Künstlers Ingo Kuczera derzeit in der Stadtgalerie Radebeul.

Mensch und Tier sind zeichenreich innig verbunden. Auffallend die oft schemenhaften Gesichter und Körperumrisse, die kreiselnden und kippenden Bewegungen und Gesten. Weibliche Wesen erscheinen fragil, feenhaft und wie rettende Engel, elefantenstark, manchmal trägt Frau Mann. Auf einem See rudern ein Mann und eine Frau aneinander vorbei, hinter ihnen ein Schwan als Symbol ewiger Liebe. Märchenhaft, romantisch entrückt, farbenfreudig und feinsinnig, voller Poesie, Melancholie und leisem Humor erzählen die Bilder Kuczeras von der Suche nach Geborgenheit, von Kraft und Verletzlichkeit, der Schönheit und Zerbrechlichkeit des Lebens. Sie berühren mit ihrer Zartheit und Intensität des Ausdrucks, greifen elementare, zeitlose Themen des Zwischenmenschlichen auf und erinnern daran, in unserer grellen, schnelllebigen Gegenwart wieder mehr die leisen Zwischentöne zu hören.

Ich hatte das Glück, den Maler Ingo Kuczera Anfang der 90er Jahre persönlich kennenzulernen in seinem Atelier in Radebeul. Es war einer meiner ersten Beiträge für meine SZ-Atelierbesuchsserie. Sehe alles noch vor mir. Das Gartentor, das alte Haus, einen großen Raum voller Bilder. Alles sehr einfach, fast spartanisch eingerichtet, viele nostalgische Dinge. Er saß am Tisch, rauchte, sah mich mit offenem Blick an, hörte aufmerksam zu und schien zugleich nach innen zu sehen, in sich versunken. Die Kunst war wohl sein Lebensanker und Halt. Vielleicht fühlte er sich manchmal unverstanden oder innerlich zerrissen in einen hellen und dunklen Teil. Oft tauchen kleine, kindhafte Wesen in Kokons, Schutzhüllen auf, der Kopf des Malers lehnt, ruht an einem Baum und steht allein mit wehendem, braunem Mantel und spärlichem Haar im Wind umgeben von schwarz, kahlen Bäumen auf einem der letzten Bilder. Ich war erschüttert als ich hörte, dass Ingo Kuczera am 10.11.2004 mit 40 Jahren aus dem Leben schied.

Dunkle, erdige und warme Farbtöne wechseln sich ab. Bilder voller Poesie, Sanftheit, Farbenkraft, Leichtigkeit und Schweben, aus denen die Liebe zwischen Mensch und Natur, allem, Lebendigen spricht. Eine tiefe Sehnsucht nach Einssein und Verbundensein mit der Welt. Ein sensibler und großartiger Künstler. Ingo Kuczera hinterließ über 4 000 Werke, Sie befinden sich in zahlreichen privaten Sammlungen sowie in der Städtischen Galerie Dresden und in der Städtischen Kunstsammlung Radebeul.

Die Gedenkausstellung ist noch bis 19. Januar in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 zu sehen. An diesem Tag findet um 16 Uhr eine Kuratorenführung für BesucherInnen mit dem Stadtgaleristen Alexander Lange und Karin Baum statt, die maßgeblich an der Ausstellungskonzeption mitwirkte.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten der Stadtgalerie Radebeul:

Di, Mi, Do 14 bis 18 Uhr, So 13 bis 17 Uhr.

http://www.radebeul.de


„Die Elbe bebaut die Berge um Radebeul“, 1999


Garderobe mit Kutte, Schal und Wasserkocher sowie verschiedene Utensilien aus dem Nachlass von Ingo Kuczera. Privatbesitz Sammlung Baum.
Im Bild daneben: o.T., 2003, Aquatinta. Einzige druckgrafische Arbeit von ihm. Pivatbesitz Markus Retzlaff.


„Es muss eine Poesie in die Welt! Das ist klar! Liebe und so!“, steht ein  handschriftlicher Ausspruch und wohl auch Credo von Ingo Kuczera an der Bilderwand in der Gedenkausstellung für den Künstler in der Stadtgalerie Radebeul.



„Leda“, 1998

o.T. (Schwebender), o.J.   ;  „Meiner Lieblingschefin…“, 2003


o.T. (Der Trinker), 2003


„Als Erinnerung an meinen Freund Ingo“, Pastell von Peter Graf, 15.11.2004. Städtische Kunstsammlung Radebeul.
Und ein Bild „Zerbrochene Welt“ zur Erinnerung an Ingo Kuczera von Christiane Latendorf, 2004, Öl auf LW. Städtische Kunstsammlung Radebeul.

 

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Atelierbesuch bei Cornelia Konheiser in Radebeul

08 Mittwoch Jan 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

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Zartheit und Zufälle zulassen

Die Bilderlandschaften von Cornelia Konheiser faszinieren mit ihrer leisen Farbigkeit, Vielschichtigkeit und Intensität des Ausdrucks.

Filigrane, fächerartige Blätter zeichnen sich ab auf dem fahlgelbem Papier.Das Zweiggeflecht der Bäume ragt grau, schemenhaft vor sandfarbenem Hintergrund. In der Mitte leuchtet ein Kreis dunkel orange. Helle, pastellige und ockerfarbene, erdige Farbtöne, kantige und weiche Formen stoßen aneinander in klaren und umrisshaften Konturen und verfließen im Licht- und Schattenspiel in den Bilderlandschaften von Cornelia Konheiser. Es sind Sinnbilder der Natur und des Lebens, die vom ständigen Werden, Wachsen und Vergehen erzählen und mit ihrer leisen Farbigkeit, Vielschichtigkeit und Intensität des Ausdrucks berühren. „Diese Zartheit zulassen, jetzt gerade“, ist ihr wichtig. Beim Drucken der Monotypien werden die Blätter auch immer etwas zarter bis zur Auflösung. Daher auch die Bildtitel „ephemér“, das bedeutet flüchtig, rasch vorübergehend.

Die Arbeiten, vor allem Grafiken, hängen gerahmt an den Wänden in ihrem Wohn- und Atelierhaus auf der Dr. Rudolf-Friedrichs-Straße 12 in Radebeul. Das um 1890 erbaute Gebäude hat sie 1999 zusammen mit ihrem Mann gekauft und saniert. Ihre vier Kinder sind längst erwachsen und ausgezogen. Im Erdgeschoss hat sie sich Atelierräume eingerichtet. Mit Blick auf Bäume und in den Garten. „Ich bin sehr dankbar, dass ich die Zeit, Ruhe und den Platz habe für die Kunst“, sagt Cornelia Konheiser. „Dann kommt man in den Flow und es entsteht etwas Gutes.“ Sie umgibt sich gern mit ihren Bildern. „Das brauche ich auch, damit ich weiß wie ich weitermache“, sagt sie. Die Arbeiten im Blick haben, um den Schaffensprozess stetig weiterzuentwickeln. In einem Raum steht eine Tiefdruckpresse. Dahinter Ausstellungsplakate und Bilder an den Wänden.

Ihre Monotypien entstehen in Kombination mit Materialdruck Es sind alle Unikate, Einzelstücke, so die Künstlerin. Sie macht keine Auflagendrucke und experimentiert gern. Für ihre Grafikblätter verwendet sie oft Pflanzenformen und druckt verschiedene Farbschichten übereinander. „Es ist ein Prozess und auch ein bisschen Zufall dabei.“ Sie arbeitet intuitiv. Eine ihrer mehrfarbigen Monotypien heißt „Enigma“, Geheimnis. Sie weiß oft selbst nicht, wie ein Bild wird. Die Expressionisten, die Brücke-Künstler haben Cornelia Konheiser lange fasziniert. „Da sie ganz frei waren, einfach gemalt haben, was sie in sich fühlen.“ Weitere künstlerische Vorbilder sind ihr Paul Klee und Lionel Feininger. Cornelia Konheiser wurde 1964 bei Wurzen geboren. Sie ist Diplomchemikerin und war nach ihrem Studium an der TU Dresden bis 1996 im Umweltbereich tätig. Seit zehn Jahren arbeitet Cornelia Konheiser verstärkt künstlerisch. „Das steckt in einem“, sagt sie. Sie eignete sich verschiedene Radiertechniken an in Grafikkursen bei der Künstlerin Maja Nagel. Außerdem absolvierte Cornelia Konheiser ein künstlerisches Abendstudium an der Neuen Abendschule der Dresdner Kunsthochschule von 2012 bis 2015. Jedes Jahr im Sommer fährt sie nach Schweden, wo sie einfach die Natur pur, Wald und Wasser, auf sich wirken lässt, aufsaugt, fotografiert und Malzeug ist immer dabei. Eine Malreise, die der Dresdner Künstler Matthias Schroller organisierte, führte sie im Herbst nach Georgien am Rande des Kaukasus. Regelmäßig nimmt sie an den Sommerplenairs bei Franziska Kunath im Künstlerhof Röhrsdorf teil und malt dort inmitten der Natur gemeinsam mit anderen Künstlern.

Im Winterhalbjahr druckt Cornelia Konheiser ihre grafischen Arbeiten, vor allem Monotypien. „In die Abstraktion kommen. Das ist die hohe Kunst“, ist ihr Anspruch. Das Symbol des Kreises taucht oft auf, der das Universelle, die vollkommene Einheit darstellt. Draußen in ihrem großen Garten am Haus bekommt sie auch viele Anregungen. „Dort kann ich das Wachstum und wie alles wirkt in der Natur beobachten, die Formen, Farbabstufungen und Strukturen in ständigem Wandel sehen und die Balance. Darum geht es immer auch im Leben.“

Text + Fotos (lv)

http://www.corneliakonheiser.de

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Lilli Vostry

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