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Leipziger Buchmesse: Literarische Vielfalt mit den Unabhängigen Verlagen & Lyrikpanorama zum Welttag der Poesie
10 Dienstag Mär 2026
10 Dienstag Mär 2026
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08 Sonntag Mär 2026
Posted in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Zwischenmenschliches
Fließen
Ein Aufleuchten
Auftauchen
wie aus der Ferne
alles vertraut und
doch anders
die Wege und Gassen
neue Häuser dazwischen
alte steinerne Vorgärten
vorn die Straße zum Fluss
am blauen Himmel steht
schon der Neumond
schwirren federleichte Wolkengeister
Schient Ihr mir herab
vor Freude
wieder hinaus in die Welt
könnt Ihr nun als Buchkatzen
funkelnd mit den Lichtstrahlen
und den Wolkenspielen im Wasser
durchzogen von der Brücke der Zauberin
auf dem Geländer
und den Bäumen am Ufer
ziehen Wasservögel ihre Kreise
hör ihr Flügelschlagen und die Rufe
der Wildgänse
endlich zurück
wieder im Fließen
LV
24.2.2026





Farblächeln
Im schon verblühten
verglühten unvollkommenen
noch unfertigen noch das Schöne
den Glanz das Wollen
und Werden sehen
nichts ist verloren
was vergilbt
weit weg
unerreichbar scheint
alles möglich
was mit Liebe geschieht
das Verblühte alles wandelt
sich mit uns
neu
LV
8.3.2026


Texte und Fotos: Lilli Vostry
08 Sonntag Mär 2026
Posted in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches
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07 Samstag Mär 2026
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie, Zwischenmenschliches


Stille, traumversunkene Bilderlandschaften: der Maler Michael Klose bei seiner Ausstellungseröffnung „Reflexion“ mit viel Besucherresonanz in der Galerie Mitte in Dresden.



Helle und dunkle Grün- und Blautöne verflie0en, entführen in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen, fern und nah zugleich, in dem Sehnsucht, Fantasie und Reales Gestalt annehmen in den wunderbaren Bilderlandschaften der Ausstellung „Reflexion“ mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Michal Klose, die mit viel Besucherresonanz und romantisch beschwingten Klängen der Musiker unlängst in der Galerie Mitte, Fetscherstraße 49, in Dresden eröffnete.
Außerdem werden im Kabinett von Angela Hampel unter dem Titel „handsam“ sinnlich expressive, zarte und kraftvolle figürliche Arbeiten in ihrer Jubiläumsaustellung zum 70. Geburtstag geteigt, in denen es um Licht- und Schattenseiten des Menschseins geht, um Naturgöttinnen begleitet von vielerlei Getier und um Berührungen innen wie außen.
Die Ausstellung ist noch bis 4. April zu sehen.
Text + Fotos (lv)
Mehr Text und Fotos zur Ausstellung folgen.
Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr
07 Samstag Mär 2026
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

Steinsonne & Eisblumen & Baumstrukturen… Die Natur malt, zeichnet mit in der derzeitigen Ausstellung mit Fotografie im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital, Dresdner Straße 2.

Farben- und Formenfülle in Bildern & Klängen: Mit zauberhaftem Spiel voller Hingabe an der Harfe begeisterte Aerdna Harp (Andrea Dorschner) zur Ausstellugseröffnung die Besucher. Bettina Liepe, Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus bedankte sich herzlich.


Steinfarben & Steingesichter: Einen besonderen Blick dafür hat Jürgen Dittrich, von Beruf Geologe und seit vielen Jahren als Fotograf in der Natur unterwegs.
Zauberhafte Naturaufnahmen
Steinfarben, Eisblumen, Baumstrukturen und Schwünge in der Landschaft. Die Natur malt, zeichnet mit in reichlicher Farben- und Formenfülle in der ersten Ausstellung dieses Jahres mit dem Titel „Vertrautes & Überraschendes“ mit Fotografien von Wolfgang Nassler und Jürgen Dittrich im Einnehmerhaus des Kunstvereins Freital e.V., Dresdner Straße 2. In der Reihe „Sinn und Eigensinn“, in der Vereinsmitglieder und Freunde des Hauses ihre Arbeiten vorstellen, zeigen sie in langjähriger Freundschaft entstandene Aufnahmen von ihren gemeinsamen Fototouren und der Suche nach besonderen Motiven.
Zur Eröffnung in der Keramikwerkstatt am vergangenen Sonntagnachmittag waren alle Plätze besetzt. „Vor einem Monat standen wir hier noch im Bauschutt und sind froh, dass wir es geschafft haben“, sagte Bettina Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus. Das gehört jetzt dem Verein.
Im Dezember 2024 wurde der Kaufvertrag mit der Stadt Freital unterzeichnet wurde. Damit wird auch das Engagement des Kunstvereins gewürdigt und sichert ihm langfristig sein Domizil. Die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen werden peu a peu umgesetzt. Mit viel Hingabe und zauberhafter Klangfülle an der Harfe brachte Andrea Harp alias Andrea Dorschner die Räume zum Klingen. Feinsinnig, ausdrucksreich und fantasievoll lassen die Fotografien dem Betrachter viel Raum für eigene Wahrnehmung. Sie zeigen faszinierende Naturaufnahmen, darunter rote Flechten auf Gestein, Blätter unterm Eis, hauchfeines „Haareis“, Wasserbewegung, Lerchennadeln, eine Steinsonne, ein Fensterblick mit getigerter Katze und ein Sandsteingesicht. „Die Stein-Geschichten liegen mir besonders am Herzen, ihre verblüffend natürliche Vielfalt bezüglich Struktur und Farbe“, sagt Jürgen Dittrich. Er ist Jahrgang 1944, Geologe von Beruf und seit vielen Jahren ambitionierter Hobbyfotograf.
„Wir wollten diese Ausstellung noch zusammen machen. Wolfgang Nassler wusste davon und war erfreut darüber“, so Dittrich. Vier Monate später, im April 2025 starb er 85-jährig nach langer, schwerer Krankheit. Jürgen Dittrich erinnerte an dessen reges Schaffen und stellte Nasslers Bilder vor. Seine Frau hörte es gerührt und freute sich über die Blumen. Wolfgang Nassler war Urfreitaler, erfolgreich als Diplomingenieur im Hochbau und Leiter von Ingenieurbüros und viele Jahre fotografisch kontinuierlich unterwegs. Die beiden hatten 2017 bereits eine Ausstellung „Unterwegs in Nah und Fern“ mit ihren Fotografien im Einnehmerhaus.
Die neue Ausstellung vereint verschiedene Sichtweisen, die kontrastieren und einander ergänzen. Von Wolfgang Nassler stammen die fotografischen Variationen zur Farbe in der Landschaft. Ein Bild von ihm hängt einzeln, fast schwarz-weiß, mit rotem Signal am Waggon. „Der Zug ist abgefahren…“, so der vieldeutige Bildtitel. „Die Zeichen des Käfers“ im Holz von Dittrich erinnern in der Form an die Kunst der Aborigines, den australischen Ureinwohnern und andere Naturvölker. „Ich sehe das Schöpferische, wenn dort in einer Aufnahme das kleine Bäumchen wie aus dem Nichts wächst“, sagt Ausstellungsbesucherin Rosemarie Halmel aus Dresden begeistert. „Die Schönheit und die Kraft, die in der Natur liegen, sind beeindruckend.“ Die Ausstellung ist noch bis 26. April im Einnehmerhaus zu sehen. Zum Mittun in der Dunkelkammer und Fotolabor lädt Thomas Unger vom Kunstvererein im Einehmerhaus nach Absprache ein.
Text + Fotos (lv)
Geöffnet: Do und Sa 10 – 17 Uhr, Fr und So 14 – 17 Uhr
http://www.kunstvereinfreital.de

Bleibende Bilder & Erinnerungen: Die Frau von Wolfgang Nassler, der die Ausstellung nicht mehr selbst miterleben konnte. Er starb nach schwerer Krankheit 85-jährig im April letzten Jahres.







Fasziniert von der Schönheit & Schöpferkraft der Natur: Besucherin Rosemarie Halmel im Gespräch mit Thomas Unger vom Kunstverein im Einnehmerhaus und ebenfalls Fotograf.




07 Samstag Mär 2026

Das Magische des Augenblicks festhalten: Das reizt Werner Pinkert, den mit 97 Jahren ältesten Dresdner Künstler, sein Leben lang zu malen und zeichnen. Die Kunst half ihn auch, schwere Zeiten zu überstehen. Ihm zur Seite seine Tochter Gabrielle Pinkert, die auch die Ausstellung ihres Vaters im Kulturrathaus, Königstraße 15 in Dresden zusammengestellt hat. Chapeau für dieses reichhaltige Lebenswerk!


Vor einer Häuserkulisse in zarten, winterlichen Pastellfarben liegen zwei Boote auf dem Wasser. Davor steht eine Frau traumversunken. „Karneval in Venedig“ heißt das Bild, eine Mischung aus Aquarell und Collage. „Es war unsere erste Reise nach dem Mauerfall. Eine Zeit des Aufbruchs, denn über Nacht stand die Welt offen“, erinnert sich Werner Pinkert. Den venezianischen Karneval erlebte der Künstler zusammen mit seiner Familie damals am 24. Februar 1990. „Alles war still und verzaubernd. Zugleich zeigte sich die Lagunenstadt als lebendiges Theater, in dem die Menschen in prächtigen Kostümen wandelten und mystische Figuren mit Masken über dem Markusplatz tänzelten, gar zu schweben schienen“, erzählt er. Ein geheimnisvoller Zauber schwebt auch über dem Bild. Es ist das Titelbild der Ausstellung „Moment mal!“ – eine Werkschau von Werner Pinkert, dem mit 97 Jahren ältesten in Dresden lebenden Künstler, im Kulturrathaus, Königstraße 15.
Mit seinen Bildern nimmt Pinkert die Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch sein reichhaltiges Lebenswerk von mehr als 80 Jahren. Die Bandbreite reicht von Zeichnung, Linolschnitt, Ölmalererei bis zu typografischen und buchgestalterischen Arbeiten und SZ-Zeitungsartikel von ihm und Zeichnungen über alte Dorfkerne u.a. Ihn treibt das Motiv an. „Es ist der Versuch, den Moment festzuhalten, ein interessantes Geschehen: sei es ein Bauensemble, eine Menschengruppe, Köpfe, Situationen oder die Besonderheit einer Landschaft. Das Magische des Augenblicks“, erzählt Werner Pinkert. Manchmal spiele Originalität hinein, immer sei ihm das Charakteristische wichtig. Als Kind sah er seiner Mutter gern beim Zeichnen zu und „bewunderte sie, wie sie Aquarelle aufs Papier brachte.“ Das war in Mügeln bei Oschatz, wo Werner Pinkert aufwuchs. Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung zum Steinmetz. Kurz vor Kriegsende 1945 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen und geriet er in amerikanische Gefangenschaft.
Die Kunst half ihm, die schwere Zeit zu überstehen und ein wenig Glück. „Ich wurde beim Zeichnen entdeckt“, so Pinkert. „Genauso wie ein anderer Soldat, der viel älter war und daraufhin einen Auftrag von den amerikanischen Soldaten erhielt.“ Als junger Mann sollte Pinkert ihm für dieses Werk Modell stehen. „Das dauerte einige Wochen. Und zum Glück war ich nur wenige Monate in Gefangenschaft.“ In Mügeln lebten auch nach der Kriegszeit einige Künstler, die aus der Stadt geflohen waren und das Leben auf dem Land bevorzugten. Pinkert schloss sich ihnen gern an, weil er „ihnen zuschauen, von ihnen lernen, mit ihnen malen wollte.“ Einer dieser Künstler war Curt Wild-Wall, der ihn mehrfach ermuntert habe, die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden abzulegen. „Dort bin ich zu meinem eigenen Erstaunen sofort aufgenommen worden.“ Eine Aufgabe war, aus dem Kopf einen Schubkarren zu zeichnen, so Pinkert. „Den habe ich dann für einige andere mitgezeichnet, die gar nicht wussten, wie so etwas aussieht. Auf dem Land aufgewachsen, fiel mir das leicht.“ Von 1948 bis 1953 studierte Werner Pinkert Malerei und Grafik an der hiesigen Hochschule. Seine Lehrer waren Rudolf Bergander, Erich Fraaß und Fritz Dähn.
30 Jahre unterrichtete er dann selbst Kunsterziehung bis 1990 an der Pädagogischen Hochschule in Dresden. Dort hatte Pinkert seine Grafikwerkstatt, wo er Kunstbücher und Plakate mit Studenten gestaltete. Pinkert leitete auch Mal- und Zeichenzirkel, betreute Malreisen und war Mitbegründer der Dresdner Sommermaltage. Die gibt es auch heute noch für Malbegeisterte, die Austausch und Anleitung suchen. „In meiner Tätigkeit als Lehrer habe ich versucht, das Beste aus den Schülern herauszuholen. Mit Geduld und Großzügigkeit. Ich habe immer versucht, sie zu befähigen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren“, erklärt Pinkert. Zu seinen Bildern sagt er: „Es muss mich erfassen, so berühren, dass ich entsprechend meiner Empfindung das Ganze aufs Papier zu bringen versuche, ohne mich in kleinen Details zu verlieren.“ Über Kultur generell macht er sich auch Gedanken: „Kunst, egal ob es eine Melodie, eine Performance, ein Film oder eine Zeichnung ist, kann zum Schweigen bringen oder Lautwerden lassen, sagt er über ihre Wirkung. „Kunst ist ein seltenes Mittel. Sie braucht keine Sprache, keine Übersetzung, sie lebt aus sich selbst heraus und über Grenzen hinweg. Und echte Berührung ist wichtig – auch und vor allem in der jetzigen Zeit, in der technische und digitale Möglichkeiten vieles zu ersetzen scheinen.“ In einem Öbild aus den 1960er Jahren vor schon abblätterndem, sepiafarbenen Hintergrund erscheint „Die Nachbarin“ in leuchtend gelber Bluse mit großen sehnsuchtsvollen Augen.
„Das Bild kommuniziert mit sich selbst, die Zeit frisst schon die Farbe auf, doch die Frau bleibt ewig jung“, sagt Gabrielle Pinkert, die Tochter des Künstlers. Sie ist Moderatorin und Filmemacherin und pendelt zwischen ihrer Heimat und Bayern, wo sie wohnt, um nach ihren Eltern in Dresden zu sehen. „Die Nachbarin“ fasziniere viele Besucher der Ausstellung. Von eigenem Reiz und erstmals zu sehen ist auch ein Akt von Pinkert – sein Modell eine Studentin. „Sie hielt immerzu den Kopf geneigt und nestelte an ihrem Strumpf, weil sie nicht erkannt werden wollte“, erzählt Werner Pinkert. Das Pastellkreidebild wirkt natürlich, spontan, zeitlos schön. Schmunzeln lassen seine Kohlezeichnungen mit „Felsen der Teufelsmauer“ im Harz und aus dem Gestein blickenden, schelmischen Gesichtern. Auf zwei kleinen Acrylbildern strahlt „Fußballglück“ mit energiegeladenen Bewegungen.
In witzigen Collagen treten „Mantel- und Hosenfische“ gegeneinander an, die formspielerisch Schals mit Fransen als Kiemen tragen. „Die Grossen fressen immer die Kleinen“, steht darunter. Im Frühjahr will er wieder rausgehen und zeichnen.Werner Pinkert schaut mit Offenheit und Neugier in die Welt, besitzt ganz offensichtlich immer noch Heiterkeit und Freude an den kleinen Dingen. Und er hat eine innige Beziehung mit seiner Frau und der Familie. Sie gehen spazieren, reden und lachen viel zusammen, sagt seine Tochter, die die Ausstellung kuratiert hat. Jeder Moment sei ein Geschenk. Das Venedig-Bild sieht sie auch als ein Sehnsuchtsbild, das daran erinnert, in einer schnelllebigen Zeit seine Träume nicht zu vergessen und immer wieder den Aufbruch zu wagen.
Die Ausstellung von Werner Pinkert wird wegen großen Interesses noch bis Ende April verlängert im Kulturrathaus Dresden in der ersten Etage gezeigt.
Text + Fotos (lv)
Geöffnet: Mo bis Do von 9 bis 18 Uhr und Fr von 8 bis 16 Uhr
05 Donnerstag Mär 2026

































Im Blütenmeer. Schwelgen & Genießen: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.


Die Morgensonne lächelt. Die Luft ist frühlingshaft mild. Auf der Wiese vor dem Palais sprießen die ersten, lila Krokusse. Die Bäume ringsum recken ihre noch schwarzen, filigranen Zweige in die Höhe. Um so reichlicher grünt und blüht es gleich hinter dem Eingang im Palais im Großen Garten, im größten Park der Stadt. Sonnenlicht scheint aus blauem Himmel herein durch die hohen Fenster auf die zauberhafte Blütenpracht. Betörender Duft empfängt die Besucher beim Gang durch die Räume frühbarocker Baukunst. Wasser rinnt leise und sanfte Klänge begleiten den Rundgang durch das Blütenmeer bei der diesjährigen Blumenschau „Dresdner Frühling im Palais“, die bereits zum zehnten Mal stattfindet und schon am Eröffnungswochenende viele Menschen aus nah und fern anzog, die sich an der Vielfalt an Farben, Formen und der Fülle an Frühjahrsblühern und bezaubernden Gewächsen erfreuten.
Mit dieser Frühlingsblumenschau hat die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen eine große Dresdner Tradition wiederbelebt. Deren Wurzeln reichen bis ins 19, Jahrhundert zurück. Und auch der Schirmherr der Schau, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sah sich das blühende Wunder an, das durch gärtnerische Kunst und Floristik zu sehen ist, noch bevor der Frühling in der Natur Einzug hält.
Bezaubernd gleich im ersten Raum ein großes Blumenbeet, um das herum man wandeln und all die Blumenschönheiten, vom kleinen Schneeglöckchen, Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und viele mehr, die das Herz um diese Jahreszeit erfreuen, betrachten kann. Unter der weißen, schon restaurierten, prachtvollen Raumdecke hängen mit Zweigen geflochtene Blumenkränze. An einer Holzwand tummeln sich Schmetterlinge aus Seide vor Blütenblättern. Schönheit und Vergänglichkeit liegen nah beieinander. Glanz, kunstvolle sandsteinerne Skulpturen und rohe Ziegelwände. „Der August der Starke wusste schon was schön ist, dem wir die Kunstschätze in Dresden zu verdanken haben“, sagt eine Mitarbeiterin der Blumenschau mit Blick auf die wunderschönen Räume. Sie steht in einem Raum mit zart rosa blühenden Mandelbäumchen und Torten, geformt aus Mandelblättern und verziert mit leuchtend farbigen Frühlingsblüten. Ein Augenschmaus!
In jedem Raum locken auf zwei Etagen verschiedene, liebe- und fantasievoll in Szene gesetzte Blumenkunstwerke von meisterlicher Hand der Floristen, begleitet von Licht, Klang und Kunstobjekten und Zitaten großer Dichter von Novalis bis Rilke inmitten der Blütenpracht. Im Foyer sind außerdem die Gedichte der Gewinner eines Poesie-Wettbewerbs zur Frühlingsblumenschau zu lesen, umgeben von prächtigen Rhododendronbüschen.
Dresdner Frühling im Palais ist noch bis 8. März täglich von 9 bis 20 Uhr im Palais im Großen Garten zu erleben. Mit etwa 40 000 Blumen und Pflanzen ist es Deutschlands bedeutendste Indoor-Frühlingsblumenschau. Aus heimischen Blumen, gärtnerischen Raritäten und kunstvoller Floristik schaffen Gärtner und Floristen inspiriert von faszinierenden Prozessen in der Natur auf zwei Etagen des historischen Palais im Großen Garten begehbare Raumbilder. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Schirmherr der Ausstellung. www.dresdner-fruehling-im-palais.de
Text + Fotos (lv)












Frühlingsmelodie
Die Morgensonne lässt
den rauen Gesellen
blass aussehen
in den dunklen knorrigen Bäumen
hängen noch welke Blätter
einige treibt der Wind vor sich her
die ersten Knospen schimmern
hell im Geäst emsiges Klopfen
Gezwitscher und johlende Raben
die Gefiederten sind zurück
mit gellenden Rufen
lassen sich einige Wildgänse
im noch leeren Großen Garten nieder
die Sonne wärmt ihr Gefieder
auf der Hauptallee spazieren sie
Richtung Palais
Davor eine lange Warteschlange
drinnen die kunstvolle Blütenpracht
zu sehen noch bevor der Frühling beginnt
die Wildgänse fliegen vergnügt kreischend
über die Köpfe der Wartenden
hin zum Palaisteich
das Wasser funkelt
Im Palais fallen die Tropfen
leis auf das farbreiche Blütenmeer
das betörend duftet
und verrinnt mit der Zeit
unzählige Blüten ranken
klettern schweben und wogen
halten ihre Blütenköpfe aneinander
als könnten sie halten
als wäre es für immer
das Farbleuchten Summen
Säuseln Schwirren
begleitet sie
ringsum Menschen
andächtig und entzückt
wie nie
lächeln und zücken ihre Kameras
zur berauschenden Frühlingsmelodie
LV
1.3.2026














27 Freitag Feb 2026

Der Weltenbaum als Sinnbild für die Natur ist Mittelpunkt der Frühlingsblumenausstellung „Dresdner Frühling im Palais“, die vom 27. Februar bis 8. März im Palais im Großen Garten Dresden zu erleben ist. Die fast sechs Meter hohe Baumskulptur steht inmitten eines großen Blumenmeers. Foto: Sebastian Thiel
Dresdner Frühling im Palais beginnt
Ein historisches Lustschloss, Gärtnerkunst und meisterhafte Floristik: Nach drei Jahren Pause ist Deutschlands bedeutendste Indoor-Frühlingsblumenschau wieder in Dresden zu erleben – vom 27. Februar bis 8. März als Jubiläumsschau.
Am Freitag, pünktlich neun Uhr beginnt in Dresden der Frühling – zumindest im barocken Palais im Großen Garten. Dann startet hier die Blumenausstellung „Dresdner Frühling im Palais“. Sächsische Gartenbaubetriebe bringen dafür Tausende Frühlingsblumen, gärtnerische Raritäten und Gehölze punktgenau zur Blüte. Zusammen mit Meisterschülern der Floristik, Theaterplastikern sowie Holz-, Glas- und Fotokünstlern präsentieren sie unter dem Thema „Oh Blütenwelt – welch‘ Wunder!“ in den Sälen und Salons des Lustschlosses farbenprächtige und frühlingshaft duftende Szenen, akzentuiert durch Licht und Klang. Nur zehn Tage, bis zum 8. März, währt die vergängliche Pracht. Realisiert wird die zehnte Ausgabe der Ausstellung durch die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen (FGS). Schirmherr ist Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
„Der Dresdner Frühling im Palais ist ein Fest für alle Sinne. Er verbindet das historische Ambiente des Großen Gartens mit der Kreativität und Leistungsfähigkeit unserer sächsischen Gartenbaubetriebe“, sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Die Verbindung aus Pflanzen, Licht, Klang und Gestaltung macht den Dresdner Frühling im Palais zu einem besonderen Erlebnis. Gleichzeitig erinnert er uns daran, wie kostbar und wunderbar die Natur ist und wie viel Staunen sie in uns auslösen kann, wenn zehntausende Blüten ihre Farben entfalten. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus nah und fern herzlich ein, sich von dieser einzigartigen Blütenwelt verzaubern zu lassen.“
Wunderbare Naturwelten
„Wir machen das Unscheinbare sichtbar – winzige, verborgene Wunder, die oft übersehen werden“, umschreibt die künstlerische Leiterin Bea Berthold die Idee hinter dem Motto der diesjährigen Schau. Besucher spazieren in den zehn Themenräumen über leuchtende Glühwürmchenwiesen, betrachten überdimensionale Blütenkelche aus der Froschperspektive oder beobachten die Metamorphose eines Schmetterlings – all das eingebettet in die üppige Farbenpracht des Frühlings. Höhepunkt ist eine fast sechs Meter hohe Baumskulptur im großen Saal des Palais. Als Weltenbaum steht sie für die majestätische Schönheit der Natur.
Blühende Vielfalt zum Winterende
Zehntausende Pflanzen öffnen pünktlich zum Ausstellungsbeginn ihre Blüten: Das ist die Kunst der 22 mitwirkenden sächsischen Gartenbaubetriebe, die seit Monaten auf die Schau hinarbeiten und die Pflanzen durch gezielte Licht- und Temperaturreize so vorziehen, dass sie deutlich früher als in der Natur bereits zum Winterende blühen. Koordiniert wird die botanische Vielfalt erstmals von Stephan Wartenberg, dem ehemaligen Leiter des Zierpflanzenbaus in Pillnitz.
Zu sehen sind 40.000 Blumen und Pflanzen aus 450 Arten und Sorten – darunter zahlreiche Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen. Neben klassischen Frühlingsboten, wie Primeln, Krokussen, Hortensien und Lenzrosen präsentiert die Schau auch Raritäten, etwa den frühblühenden Islandmohn, Minikaiserkronen, Tränende Herzen und Nördliches Mannsschild. Auch die eher selten in Gärtnereien produzierten Maiglöckchen, Märzenbecher und Schneeglöckchen mischen sich darunter.
Ergänzt wird die Blumenpracht von über einhundert Gehölzarten von Heidekraut und Birke bis zum blühenden Mandelbaum. Auch eine Auswahl an „lebenden Fossilien“ wie Farn, Magnolie, Ginkgo und Schachtelhalm wurden für die Ausstellung ins Palais gebracht. Ein Highlight wird ein Exemplar der Wollemi-Kiefer sein. Sie galt in der Natur lange Zeit als ausgestorben und wurde erst 1994 in Australien wildwachsend wiederentdeckt. Dutzende Dresdner Gärtner im Ruhestand sowie Pillnitzer Fachschüler der grünen Branche arbeiteten an den Pflanztagen im Palais mit, um die Ausstellung pünktlich fertig zu stellen.
Floristik von Meisterschülern
Den floristischen Teil der Schau gestaltet die Meisterklasse der FM Academy Dresden. Unter der Leitung von Floristmeisterin Anja Schneider haben fünf Schülerinnen und Schüler aufwendige Blumenarrangements kreiert. In wochenlanger Vorarbeit fertigten sie die Gefäße und Grundgerüste unter anderem aus Wachs, Holz und Stahl für die Arrangements. Auch Absolventen und Dozenten der renommierten Ausbildungsstätte steuern Werkstücke bei. Ergänzt werden die floralen Werke durch Keramikkunst des Dresdner Künstlers Johannes Makolies.
10. Dresdner Frühling – und eine noch längere Tradition
Dresdner Frühling im Palais knüpft seit 2006 an eine große Tradition an, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die opulenten Blüten-, Pflanzen- und Früchteschauen im Palais im Großen Garten vor etwa 200 Jahren waren weltberühmt. Schon damals wurden Pflanzen zu Szenen arrangiert und gemeinsam mit floristischen Arbeiten präsentiert. Der Aufwand für die Schau in ihrer heutigen Form ist groß, sodass sie nur alle zwei bis drei Jahre stattfinden kann. Die letzte Ausgabe im Jahr 2023 wurde von etwa 40.000 Besuchern gesehen. In diesem Jahr feiert die Schau ihr zehntes Jubiläum. Mit der Fortführung der Tradition möchte die FGS die Kreativität und Leistungsfähigkeit der grünen Branche in Sachsen zeigen.
Frühling für zuhause: Erstmals Blumenverkauf im Palais
Anlässlich des Jubiläums gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Eine Auswahl an Blumen, die in der Ausstellung zu sehen sind, wird vor Ort zum Verkauf angeboten. Der Laden befindet im Untergeschoss des Palais; der Zugang erfolgt unabhängig vom Ausstellungsbesuch von außen. Auch ein Blumen-Steckpuzzle ist dort als Souvenir erhältlich.
Dresdner Frühling im Palais ist von Freitag, 27. Februar, bis Sonntag, 8. März, täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist jeweils 19 Uhr. Für den Besuch werden erstmals Zeitfenstertickets angeboten. Der Eintritt beträgt 16 bis 20 Euro, je nach Wochentag und Tageszeit. Kinder, Schüler und Studenten erhalten Ermäßigungen. Außerdem gibt es Familientickets. Karten sind unter www.dresdner-fruehling-im-palais.de, an ausgewählten Vorverkaufsstellen und in teilnehmenden Gärtnereien erhältlich. Kurzentschlossene erhalten außerdem Tickets an der Tageskasse – sofern das gewünschte Zeitfenster noch verfügbar ist. Für die Anreise sollten Besucher etwa zehn Minuten Fußweg durch den Großen Garten einplanen. ■
10. Dresdner Frühling im Palais: Oh Blütenwelt – welch‘ Wunder!
27. Februar bis 8. März 2026, tägl. 9 – 20 Uhr
Palais im Großen Garten, Hauptallee 8, 01219 Dresden
Tickets: ab 16 Euro im Vorverkauf (Zeitfenstertickets)
www.dresdner-fruehling-im-palais.de
Text: Anne Jungowitz
Über Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mbH:
Die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mit Sitz in Dresden fördert alle Zweige des Gartenbaus und seiner Betriebe in beruflicher, wirtschaftlicher, fachtechnischer und kultureller Hinsicht. Die Förderung besteht u.a. in der Durchführung von Gärtner- und Floristenbörsen, in der Durchführung von Ausstellungen, Blumenschauen und Messen sowie von Seminaren, Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen. Darüber hinaus fördert sie den Berufsnachwuchs und berät die u.a. die im Gartenbauverband Mitteldeutschland e.V. organisierten berufsständischen Unternehmen, darunter rund 320 Gemüsebau- und Zierpflanzenbetriebe, Einzelhandels-, Stauden- und Friedhofsgärtnereien sowie Baumschulen.
25 Mittwoch Feb 2026

KulturTipp: Neue Musik- und Puppenttheater-Aufführung „Abu Hassan“ mit der Opera en Miniature in Dresden
Zu einer besonderen Aufführung lädt das deutsche Singspiel „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber, neu bearbeitet für drei Vocalsolisten, Chor, Puppenspiel und Kammerensemble auf historischen Instrumenten am morgigen Donnerstag, den 26. Februar, um 19.30 Uhr, in die Sächsische Landesbibliothek (SLUB), Zellescher Weg 18, in Dresden ein. Eintritt frei.
(Info: Katrin Meingast)
25 Mittwoch Feb 2026
Posted in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches
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