• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Unterwegs

Ausstellung „Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“ auf Schloss Burgk Freital

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


„Milchmädchen“, um 1900. Öl auf LW

„Dorfstraße in Pietzig“

Blick ins Wohnzimmer des Künstlers Gotthardt Kuehl. Der Schreibtisch des Künstlers.

Blick auf die Brühlsche Terrasse und in die Schlossgasse.


Wiederentdeckung eines großen Impressionisten: der Maler und Geheimrat Gotthardt Kuehl, 1905, gemalt von Ferdinand Dorsch.

Lichtvolle Malerei

Stimmungsvolle Stadtansichten, Interieurs und Alltagsszenen zeigt die Ausstellung „Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“ des großen Impressionisten erstmals wieder auf Schloss Burgk.

Eine helle Dorfstraße an einem Sommermorgen. Spärliches Grün und ein
paar Bauernhäuser. Wäre nicht der dunkle schwere, goldverzierte Bilderrahmen, sähe es aus wie gerade gemalt. Im nächsten Bild noch einmal die Dorfstraße in Pietzig, um 1900, diesmal in geschwungenem Bogen grau und ockerfarben mit Blick auf Fachwerkhäuser. Weiter wandert der Blick über großformatige Leinwände mit der Augustusbrücke im Umbau, um 1908, Baugerüste, Dampfer am Terrassenufer und die grazilen Türme von Schloss und Hofkirche in Dresden.

Die Kuppel der Frauenkirche leuchtet fast wie eine Apfelsine umweht vom Rauch aus den Schornsteinen umliegender Häuser. Das Italienische Dörfchen am Theaterplatz mit grünem Dach und kugeligen Bäumchen auf der Terrasse. Die hohen Sandsteinfassaden der Kunsthochschule und Geschäftshäuser der Schlossstraße in strahlendem Licht vor azurblauem Himmel mit wehenden Fahnen und letzten Schneeflecken auf der Brühlschen Terrasse. Pferdekutschen fahren über die Brücken, vor den Läden in den Gassen buntes Menschengewimmel. Und ein dunkler, lichterflimmernder Zug, Fackeln und schwarze Segel auf dem Fluss, begleiten auf der Elbbrücke die Überführung der Leiche König Georgs auf einem Ölbild von 1904. Lichtvolle und stimmungsreiche Malerei eines großartigen Künstlers und Impressionisten versammelt zurzeit die Ausstellung „Gotthardt Kuehl (1850 – 1915). Ein Lichtblick für Dresden“, die am vergangenen Sonntag auf Schloss Burgk in Freital mit großer Besucherresonanz eröffnete.

Zur Ausstelllungseröffnung im Festsaal und Treppenhaus blieb kein Stuhl frei.
Klangmalerisch, in leichten, flirrenden, eleganten, romantischen und brüchigen Tönen, begeisterte Musiker Florian Mayer an der Geige, umherwandelnd zwischen den Reihen, die Besucher und stimmte auf Kuehls Bilderwelt ein. Es ist eine Wiederentdeckung  mit dem Werk eines großen Malers, der zu Lebzeiten zu den bekanntesten deutschen Malern zählte, als Künstler neue Impulse des Impressionismus aus Paris mit nach Dresden brachte und heute nahezu vergessen ist. Erstmals seit fast 30 Jahren ist nun wieder eine große Ausstellung mit Bildern von Gotthardt Kuehl zu sehen, außerhalb von Dresden, einer der Hauptwirkungsstätten des Künstlers. „Ich bin froh, dass die Städtischen Sammlungen Freital nun mit dieser Ausstellung und dem Katalog in die Lücke springen und endlich das Werk des Akademieprofessors wieder mehr ins Licht und Bewusstsein der Kunstfreunde bringen können“, sagt Kristin Gäbler, Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital.

Er ist der Maler zahlreicher Dresden-Ansichten, mit denen er hier zur Hochform gelangte, der farbigen Innenräume und lichtvollen Interieurs und wird in einer Reihe mit Liebermann und Corinth genannt. 1895 wird der in Lübeck geborene Gotthardt Kuehl nach vorherigen Stationen in Dresden, München und Paris als Professor an die Dresdner Kunstakademie berufen. 25 Jahre, nachdem er hier sein Studium unzufrieden abbrach, nahm Kuehl nach anfänglichem Zögern die Professur an und zog mit seiner Familie nach Dresden. Mit 45 Jahren war er das jüngste Mitglied des akademischen Rates. „Sein Amtsantritt war nicht nur eine Initialzündung für die Erneuerung der in alten Strukturen erstarrten Kunsthochschule. Sein Name war auch mit Dresdens Aufstieg als Ort moderner, internationaler Kunstausstellungen verbunden“, so Kristin Gäbler. Mit ihm etablierte sich zudem die Freiluftmalerei in der sächsischen Residenzstadt zu einer ernstzunehmenden Stilgattung.

Kuehl gehörte neben Carl Bantzer zu den bekanntesten Mitgliedern der Künstlerkolonie Goppeln, war Gründungsmitglied der Freien Vereinigung Dresdner Künstler und Ehrenvorsitzender der 1902 gegründeten Künstlervereinigung „Elbier“.  Die Leihgaben für die Ausstellung auf Schloss Burgk stammen hauptsächlich aus der Städtischen Galerie Dresden, der Gemäldegalerie Neue Meister sowie von privaten Leihgebern und geben einen Überblick in das vielseitige Schaffen von Kuehl. Dazu gehören neben vielen Stadtansichten wie vom „Pariser Kai“ um 1880 außerdem als häufige Malmotive glanzvolle Innenräume von Kirchen nebst einem „Scheuerfest“ von Nonnen in der Franziskanerkirche in Überlingen um 1905, atmosphärereiche Blicke in Atelier und Wohnzimmer des Künstlers, ein Stillleben vom Schreibtisch und der Blick aus dem Atelier auf die Sekundogenitur um 1899.

Farbenfroh, mit viel Flair und Zeitkolorit, begegnen einem auch die Alltagsszenen und Porträts von Gotthardt Kühl. Darunter ein „Milchmädchen“ in sonnigen Farben, eine Frau mit weißer Haube beim Kartoffelschälen, eine alte Dame in weißer Bluse beim Kaffee und ein kesser Schusterjunge mit Käppi, umgehängtem Stiefelpaar und spitzem Mund wie froh pfeifend. Gegenüber ein Makrelen-Stillleben mit den an Bindfäden schwebenden Fischen. Die Ausstellung ist noch bis 16. Oktober zu sehen, zu der auch ein opulent farbprächtiger Katalog zu Leben und Werk von Gotthardt Kuehl erschienen ist.

Außerdem gibt es ein Begleitprogramm für die Sommerferien mit dem Titel „Ganz schön Ku(e)hl hier !“ mit altersgerechter Entdeckungsreise durch die Ausstellung (für Besucher ab sechs bis zwölf Jahren; nächster Termin: 17.8., 13 Uhr) und individuelle Termine für Hortgruppen oder Schulklassen. Wer will, kann hinterher einen Blick durch die goldenen Bilderrahmen im Schlosspark werfen und eigene Malmotive mit Stiften, Pinsel und Farben festhalten. Die Freiluft-Malaktion „Guck mal!“ für malfreudige Besucher geht noch bis in den Herbst. Alle Arbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt und eine Jury kürt das schönste Bild.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Dienstag bis Freitag von 12 bis 16 Uhr, Sonnabend, Sonntag und Feiertag von 10 bis 17 Uhr.

http://www.freital.de/museum

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Unterwegs: Eröffnung des ersten Kultursommer Bärenstein mit Musik, Malangeboten & Bär

09 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Der Bär ist los! in Bärenstein: Mit fröhlicher Musik, Malangeboten, Spaß und Interaktion mit den Bären wurde der erste Kultursommer in Bärenstein am Sonnabend eröffnet. Täglich locken hier kreative Mitmach-Angebote für kleine und große Besucher und eine offene Bühne. Das Kulturfest dauert bis 27. August.

,
Ländliche Idylle, gemeinsam kreativ sein & genießen (im Foto von li nach re.): Der Jazzmusiker und Initiator des Kultursommer Bärenstein, Hartmut Dorschner vor seinem Haus in Bärenstein, Thomas Linde, Bildhauer und Fotograf, Andrea Dorschner, Schwester des Gastgebers und Harfenistin und die Kinder Elias und Lio.

Bärischer Frohsinn in Bärenstein

Bunte Maltische rund um die offene Bühne, fröhliche Musik und erste Ideen für den Wunschbaum eröffneten am Sonnabend den Kultursommer Bärenstein.

Umringt von Musikern und Künstlerinnen steht ein brauner Bär auf der kleinen Bühne auf dem Marktplatz in Bärenstein. Darüber spannt sich ein weißes Sonnensegel. Davor stehen weiß gedeckte Tische mit bunt schwebenden Luftballons mit Bären-Logo. Rund 20 Zuschauer haben sich vor der Bühne versammelt an diesem sonnigen Sonnabendnachmittag zur Eröffnung des Kultursommer Bärenstein. Mehrere Kinder, junge und ältere Leute, Einheimische und Freunde der Künstler bunt gemischt. Hartmut Dorschner, Musiker und Vorstandsmitglied im Kult-ur-art e.V. Bärenstein, der das Projekt initiiert hat und der Bär, dem Michael Melerski Gestalt verleiht, begrüßen die Besucher auf deutsch und bärisch und stellen das Programm vor. Ein junges Mädchen agiert als Übersetzerin der tiefen Brummlaute, die Neugier und Schmunzeln hervorrufen.

Bärischer Frohsinn breitet sich aus in Bärenstein. Malangebote für Kinder, Puppenspiel, Filme für klein und groß, Konzerte, Lesungen und eine Schreibwerkstatt locken in den kommenden drei Wochen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei (auf Spendenbasis). Der Kultursommer Bärenstein wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Dienstags, von 16 bis 18 Uhr bietet die Künstlerin Alexandra Wegbahn Siebdruck zum Mitmachen an. Sie hat das lustige bärige Logo des Kultursommers entworfen, das auf mitgebrachte T-Shirts und Beutel gedruckt werden kann. Unter dem Motto „Der Bär in mir – Malen mit Kindern“ (8. und 15.8., 9 – 12 Uhr, vor der Großen Bühne) laden die Künstlerinnen Alexandra Wegbahn und Manuela Henschke die Kinder des Ortes ein, sich selbst mit Hilfe der Körperumrisse auf großen Papierbögen zu malen. In der Papierwerkstatt, die dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr öffnet, kann man außerdem Papier schöpfen, prägen, drucken und kleine Wesen bauen. Lisann aus Guben, die gerade hier zu Besuch ist, nutzte die Gelegenheit und bemalte einige farbenfrohe Bärenanstecker und –magnete und verschenkte sie.

In der Schreibwerkstatt mit Iris Stauch, vom 10. bis 12.8., 10 bis 15 Uhr in der Bärensteinschänke, werden sich die Teilnehmer spielerisch vom Ort, von historischen Ereignissen aus Bärenstein, überlieferten Sagen und Geschichten zu eigenen Texten anregen lassen und kann man sich in die Stille vertiefen, eine Auszeit vom Alltag nehmen. Eine Lesung der entstandenen Geschichten gibt es am 12.8., 17 Uhr.

„Im Sommer ist sonst nichts los hier. Vielleicht zieht das Kulturprogramm mehr Touristen nach Bärenstein“, sagt Einwohnerin Marianne Kaden. „Damit wird auch ein Zugang zu Kunst ermöglicht für Leute, die weniger im Portemonnaie haben“, ergänzt ihr Mann Gerolf Kaden. Er war über 30 Jahre Vorsitzender der Kirchgemeinde Bärenstein und engagiert sich weiterhin. Drei Veranstaltungen werden in der Kirche stattfinden. Darunter eine Lesung mit poetischen Texten von Marit Heuß aus Leipzig am 19.8., 17 Uhr und 20 Uhr ein Konzert mit der Harfenistin Andrea Dorschner, Günter Heinz an der Posaune und Ray Kaczinski am Schlagzeug.

„Wir freuen uns auch auf das neue Bärensteinorchester“, so Kaden, der selbst gern musiziert an der Ziehharmonika oder mit der „Nasenflöte“. Anregungen für den Wunschbaum für Bärenstein haben er und seine Frau gleich mehrere: „Der ehemalige Gasthof ,Stadt Bärenstein’ mit Festsaal steht schon seit den 90er Jahren leer. Die Bank an der Linde auf dem Markt zerfällt fast. Schön wäre außerdem, wenn das Schloss, wenigstens ein Teil, wieder öffentlich zugänglich wäre auch für kulturelle Nutzung.“

„Dort haben wir kurz nach der Wende mal Silvester gefeiert und ein Café gab es auch, bevor das Schloss verkauft wurde. Seither steht es leer“, sagt Marianne Kaden. Der jetzige Schlosseigentümer Dr. Thaler aus München habe beim Kauf die Auflage erhalten, das Schloss auch für die Öffentlichkeit zu erhalten. Dort haben Hartmut Dorschner und Max Löb sogar schon einmal eine Stunde heimlich auf einer Party gespielt. „Dann kam Herr Thaler und sagte, dass wir qualitativ hochwertig spielen und schickte uns hinaus“, erzählt Dorschner.

Als Bär ist Michael Melerski täglich in Bärenstein unterwegs. „Die Figur ist ein Element, um an die Leute heranzukommen. Es geht mir um das Interaktive und um Kommunikation, um die Tradition, den Hintergrund, Ursprung und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Ort. Dort hole ich sie ab“, sagt Melerski. Im Bärenfell will er an Wohnungstüren klingeln, beim Frisör sich auch mal hinsetzen und in den Konsum gehen. Wer mag, kann sich mit dem Bären fotografieren lassen zur Erinnerung.

„Ich habe den Eindruck, dass die Einheimischen das Angebot gut annahmen, auch die Einlage mit dem Bären, der mit den Besuchern interagierte. Das war witzig und surreal. Auch die Impromusik hat Spaß gemacht“, sagt Thomas Linde, Bildhauer und Fotograf, der das Projekt fotografisch begleitet. „Mir gefällt, dass mit dem Kultursommer etwas Innovatives in die Region kommt, auch als Impulsgeber und Anfang für weitere Projekte.“ Die Bühne auf dem Markt in Bärenstein steht täglich von 18 bis 21 Uhr offen und kann von Künstlern und Besuchern einzeln und gemischt bespielt werden in aller Bandbreite von  Musik, Tanz, Texte bis Theater.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.www.kult-ur-art.eu

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Unterwegs: Der Bär ist los! beim Kultursommer Bärenstein im Erzgebirge

02 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tauschmarkt/Ideenbörse, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Kultursommer im Zeichen des Bären

Ein vielfältiges Programm mit Konzerten, kreativen Mitmachangeboten, Gesprächsrunden und Wunschbaum lockt drei Wochen lang in dem kleinen Ort im Erzgebirge.

Eine kleine Bühne auf dem Marktplatz in Bärenstein ist im Aufbau.
Ins Rathaus zieht die Bärensteinschänke „Zum Goldenen Bären“ ein, eine Begegnungsstätte und Treffpunkt für ein gutes Miteinander. Hier werden Gesprächsrunden und Workshops stattfinden. Dies ist auch der Ort, an dem der „Wunschbaum“ wächst. Er wird sich füllen mit Apfelformen aus Papier, beschriftet mit eigenen Anregungen, Wünschen und Ideen für Bärenstein und für alle sichtbar. Zur Abschlussveranstaltung wird der Gemeinde aus den Früchten des Wunschbaumes ein gebundenes Buch überreicht. Manch ein Einheimischer wird sich überdies verwundert die Augen reiben, wenn in den nächsten Tagen immer wieder ein frei umher laufender Bär im Ort auftaucht. „Er ist als Zentralfigur des Kultursommers täglich präsent, provoziert, kommuniziert und treibt Schabernack“, erzählt Hartmut Dorschner, der Initiator des ersten „Kultursommer Bärenstein“.

Drei Wochen lang, vom 6. bis 27. August, lockt ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Filmen, Puppentheater und vielen kreativen Mitmach-Angeboten für einheimische und Besucher von weiter her in dem beschaulichen Ort im Osterzgebirge. Eröffnet wird der Kultursommer Bärenstein am 6. August, um 16 Uhr auf dem Markt mit Begrüßung auf deutsch und bärisch, Programmvorstellung und einem Konzert mit Hartmut Dorschner, Saxofon, Matthias Macht, Schlagzeug und Andrea Hofmann, Violine (Beginn: 17 Uhr). “Die Idee entstand letztes Jahr im Herbst nach dem Moritzburger Kultursommer. So etwas wollten wir auch in Bärenstein machen“, sagt Hartmut Dorschner. Er ist Jazzmusiker und Komponist, wohnt in Bärenstein und hat schon Erfahrung mit Landart-Kunstprojekten, bei denen Musik und Kunst in Wald und Feld Einzug halten.

Den ersten Bärensteiner Kultursommer hat Hartmut Dorschner zusammen mit dem „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein und den Dresdner Künstlern Michael Melerski, dem Bären und Alexandra Wegbahn organisiert. Ein Jahr dauerte die Vorbereitung, schrieben sie ein halbes Dutzend Förderanträge für das Kulturfestival, die fast alle abgelehnt wurden. „Bei der Bundeskulturstiftung bekamen wir zu hören, dass nur größere Projekte von berühmten Künstlern gefördert werden“, so Dorschner. Bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wurde ihnen schließlich geraten, es über eine kommunale Förderung zu versuchen. Der Bürgermeister von Altenberg, Thomas Kirsten war angetan von der Idee eines Kulturfestes. So beantragten die Künstler für die Stadt Altenberg als Veranstalter eine 100-prozentige Förderung. Die Stadt braucht nichts dazugeben. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für den Kultursommer Bärenstein, so Dorschner. Da dieser in einer besonderen Region auf dem Land stattfindet, wird das Projekt voll gefördert mit über 60 000 Euro von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Anfang Juli, kurz vor Beginn des Kulturfests, kam die Förderzusage. „Wir hätten unabhängig davon eine kleine Version des Kultursommers Bärenstein veranstaltet“, so Dorschner. Alle Veranstaltungen sind eintrittfrei, das ist ihm wichtig. Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Kult-ur-art Vereins sind natürlich willkommen.

An drei Sonntagen, von 10 bis 12 Uhr, sind Anwohner und Gäste zum gemeinsamen Frühstücken an einer langen Tafel eingeladen, die kulinarisch durch mitgebrachte Speisen ergänzt werden kann. Dazu spielt Andrea Dorschner Harfe. Außerdem wird Kinderreiten angeboten. Um Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitbestimmung in Gemeinden geht es in einem Demokratie-Vortrag mit Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister von Nebelschütz am 10. und 17.8. um 17 Uhr in der Bärensteinschänke. Außerdem gibt es einen Kunst-, Handwerker- und Trödelmarkt, bei dem die Anwohner an eigenen Ständen ihre Produkte anbieten können, am 13.8., 10 – 18 Uhr auf dem Bärensteiner Marktplatz.

Ein Konzert mit Heribert Dorschner & den Crazy Germans ist am 26.8., 20 Uhr auf der Großen Bühne in Bärenstein zu erleben. Ein Höhepunkt zum Abschluss soll am 27.8. neben einem Konzert der tschechischen Gruppe Muzika Jara zudem der erste Auftritt mit dem frisch gegründeten Bärensteinorchester werden, in dem rund zehn Hobbymusiker, der jüngste neun und der älteste 60  Jahre alt, zusammen klassische, moderne und eigene Stücke spielen. Zu Besuch bei den Machern des Kultursommer Bärenstein ist am 3. August vormittags Barbara Klepsch, die sächsische Kulturministerin und wird dabei den Fördermittelbescheid in Höhe von 67 300 Euro im Rahmen des Programms „Kulturland 2022. Sachsen als Bühne“ an den Altenberger Bürgermeister überreichen. Eine Wertschätzung für die Künstler, die dabei auch von ihren Erfahrungen mit der Kulturförderung und manch Hindernissen auf dem Weg erzählen können, ohne sich entmutigen zu lassen. „Wir hoffen auf viele neugierige und interessierte Besucher. Nächstes Jahr wollen wir den Kultursommer Bärenstein fortsetzen“, sagt Initiator Hartmut Dorschner in freudiger Erwartung.

Text + Foto (lv)

Weitere Infos zum Kultursommer Bärenstein unter http://www.kult-ur-art.eu

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Gerade Jetzt“ von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain bei Freital

27 Mittwoch Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


„Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder…“ Ideenreich und wagemutig wird das Pferd neu gesattelt in der Galerie ArtToGo in Dorfhain von Christin Pietzko, freie Kuratorin, Künstler Chris Löhmann und Künstler und Galerist Olaf Stoy. Gemeinsam wollen sie einen neuen Begegnungsort und „Kultursatellit“ zu Dresden schaffen.
Beflügelnd: ein Tagpfauenauge in der Ausstellung.
Gleichnis für die gefährdete Natur und ihre Abwendung vom Menschen, der nur mit sich beschäftigt ist: „Wächtertier“ ist die Diplomarbeit der Theaterplastikerin Julia Böhm.

Symbolreiche Bilderwelt zwischen Traum und Apokalypse

Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ zeigt originelle und ausdrucksreiche Arbeiten über das Verhältnis von Mensch und Umwelt von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain.

Ein Schmetterling, ein Tagpfauenauge, flattert aufgeregt am Fenster  entlang. Viele farbenfrohe Bilder, aber keine Blüten weit und breit. Der Falter hat sich zweifellos verirrt im Ausstellungsraum. Der Künstler Chris Löhmann setzt ihn vorsichtig in ein Glas und lässt den Schmetterling wieder ins Freie fliegen. In seinen reichhaltigen Bildlandschaften liegen Schönes, Schwebendes, Visionäres, Düsteres und Albtraumhaftes, Traum und Realität nah beieinander. Eine Fülle von Figuren, Gebäuden, Symbolen aus Geschichte und Gegenwart, Fantasy- und Fabelwesen tummeln sich nebeneinander im „The Torture Garden“, einer Zeichnung auf Papier von 2020. „Hier und Jetzt“ und „Inferno“ steht tätowiert auf den schuppigen Krallenarmen einer verführerischen weiblichen Figur im Sturzflug mit Fledermausflügeln. In einer anderen Zeichnung klammert sich ein junger Mann in Jeans und Turnschuhen halb liegend an einem dunklen Pferd fest und entflieht in eine Traumlandschaft. Manchmal erscheint das Leben wie im „Abenteuerroman“, so ein Bildtitel von Lucas Oertel. Da begegnen einem ebenso fantasievoll versponnene, verwegene, kunterbunte und seltsame Figuren in seinen Ölbildern wie eine „Pferdezeichnerin“, „Wolkengucker“, „Sieger in Blau“, „Auraträger“, „Strahlemann“, „Roboter“, „Pfannkuchengesicht“ und „Superheld“.

Die figuren- und zeichenreich überbordende Bilderwelt in Schwarz-Weiß-Schattierungen von Chris Löhmann trifft auf die farbenfreudigen, kindlich naiv anmutenden, dabei oft doppelbödig ironischen Arbeiten vom Lucas Oertel und auf die Figurengruppe „Wächtertier“ von Julia Böhm. Die Arbeiten der drei jungen Künstler versammelt derzeit die Ausstellung „Gerade Jetzt“ in der Galerie ArtToGo der Georado-Stiftung auf der Talstraße 7 in Dorfhain bei Freital. Sie ergründen und zeigen ihre Sicht auf die Welt, das menschliche Zusammenleben und das Verhältnis Mensch, Natur und Umwelt originell, spannend, unkonventionell, eigenwillig und ausdruckreich in Malerei, Zeichnungen und Plastik. „Es sind ganz unterschiedliche Positionen und dennoch gelingt es ihnen, miteinander zu sprechen in einem angeregten Dialog der Werke und einander Raum zu lassen“, sagt Christin Pietzko, die als Kunstwissenschaftlerin und freie Kuratorin projektbezogen arbeitet.

Im Tragetuch hält sie Töchterchen Antonia, acht Monate. Sie begleitet Chris Löhmann in der Ausstellung. Das Künstlerpaar ist aus Königstein/Sächsische Schweiz hergekommen, wo sie in der Alten Post einen erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. „Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder. Möglichkeiten zum Zusammenkommen, zum Nachdenken und Genießen.“ Aus diesem Impuls heraus haben Christin Pietzko und Olaf Stoy, Künstler und Galerist, zusammen die Ausstellung „Gerade Jetzt“ konzipiert. Gefördert wird diese von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Gemeinsam wollen sie diesen Ausstellungsort weiter entwickeln. Sie bringt einen anderen Blick und neue Ideen mit und er seine Erfahrungen für Ausstellungen. Dabei geht es auch um Räume zum Arbeiten, Residenzen für Künstler aus der Region und das Ausloten von längerfristigen Fördermöglichkeiten.

Die Resonanz bisher sei erfreulich. „Es kommen viele Wanderer, kürzlich sogar eine Gruppe aus Schweden, und Kunstfreunde gezielt in die Ausstellung“, so Stoy. Die Ausstellung strahle eine hohe Energie aus. Das hätte er auf dem Dorf nicht erwartet, hörte er unlängst von einem Ausstellungsbesucher. Gleich am Eingang steht eine Plastik, die berührt und nachdenklich macht: Eine große weiße, abgemagerte und gebeugte Hündin, neben ihr hockt eine kleine Menschengestalt mit Kapuze. Entstanden ist sie letztes Jahr als Diplomarbeit von Julia Böhm, Absolventin für Theaterplastik an der Dresdner Kunsthochschule. „Sie steht als Gleichnis für die Natur, ihre Kraft ist noch da, aber sie schwindet und sie wendet sich ab vom Tun des Menschen, der selbstvergessen die Zeit verspielt, die ihm noch bleibt“, so sieht es Olaf Stoy. Sehr dicht, atmosphärisch und mit ihrem hintergründigem Witz und Tiefe überraschend sind die skurrile Figurenwelt von Lucas Oertel ebenso wie die detailreichen Bildergeschichten von Chris Löhmann. „Das hat auch etwas mit unserer Zeit, der Reizüberflutung zu tun“, so Stoy.

Vom Glück und der Flüchtigkeit des Moments erzählt z.B. das Bild „Der Held“ von Lucas Oertel. Der auf Händen getragen, im nächsten Moment schon fallen kann. Assoziationsreiche Gedankenbilder zeigt Chris Löhmann, darunter ein großformatiges Bild mit entrückter Landschaftsidylle, auf Sandstein gekritzelten Graffitis und Schriftzügen, Orten und Gesichtern aus seiner Freitaler Zeit mit dem Titel „Die Auferstehung der Toten in Somsdorf“. „Ich sehe es wie ein Erwachen und Herausschälen aus der Gebundenheit. Der lange, anstrengende Weg hin zum Licht“, so Löhmann.

Reales und Surreales stehen scheinbar losgelöst, den Betrachter zum Ordnen und Verbinden auffordernd, in seinen vielschichtigen Bildteppichen. Er möchte mit seinen Arbeiten anregen, auch „den Ort hinter den Dingen, die Essenz daraus zu erkennen und Zuversicht zu gewinnen.“ Begleitend zur Ausstellung gibt es Workshops zu StreetArt mit Chris Löhmann für Kinder ab zehn Jahre am 28.7. und 4.8., jeweils 10 bis 13 Uhr (Teilnahmegebühr/Materialkosten: 15 Euro). Außerdem stellt unter dem Motto „Dorfhain jazzt!“ das Jazz Trio Dresden sein neues Album „Space“ am 20.8., 19 Uhr in der Galerie ArtToGo vor (Eintritt: 8 Euro). Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ ist noch bis 4. September zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Do und Fr von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

,,
„Der Witz“, Ölbild von Lucas Oertel
,
„Der Held“, Ölbild von Lucas Oertel
,
„Wir“, Ölbild von Lucas Oertel
‚
„Das Foto“, Ölbild von Lucas Oertel

„Hallo Sommer“, Ölbild von Lucas Oertel

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Kunst: offen in Sachsen – Ausstellung „Sinnbilder“ von Ekkehard Schneider im Orthschen Gut Quohren

04 Samstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Selbstporträt von Ekkehard Schneider‚
Leidenschaft für Steindruck: Ekkehard Schneider druckt seine eigenen Graphiken. Foto: Christoph Reime

„Der mit den Steinen druckt –
und noch ein bisschen mehr“

Der Kreischaer Künstler Ekkehard Schneider zeigt in seiner Ausstellung „Sinnbilder“ Gemälde, Lithographien und Marmorplastik im Orthschen Gut Quohren im Rahmen von „Kunst: offen in Sachsen“.

Über einer kargen, hügeligen Landschaft, mit ein paar verstreuten Krähen auf Stoppelfeldern, pulsiert helles Sonnenlicht im Titelbild zur Ausstellung
“Sinnbilder“ von Ekkehard Schneider. Er ist Künstler und Drucker in einer Person und mit seinen 80 Jahren immer noch aktiv. Innerhalb der Aktion  “Kunst: offen in Sachsen“ zeigt er an den drei Pfingsttagen (4. bis 6. Juni, jeweils 10 bis 18 Uhr) Gemaltes, Gezeichnetes, Gedrucktes und Gehauenes im Orthschen Gut in Quohren, Talstraße 40. Dann werden traditionell wieder viele Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Werkstätten für Besucher öffnen, um hautnah Kunstwerke und ihre Entstehung zu sehen und zu erwerben. Ekkehard Schneider zeigt Gemälde, Lithographien und Marmorplastik. Landschaften, Stillleben und Figürliches als Sinnbilder der Natur und des Lebens.

Auf einer in Grautönen gehaltenen Grafik leuchten grüner Spargel auf dem Teller und rote Kartoffeln neben einer Weinflasche und Glas. Ein Selbstporträt zeigt in sonnig impressionistischen Farben den Künstler mit hellem Hut, Bart und Pfeife in blauem Pullover. Sen bestes Stück, seine Steindruckpresse samt daliegendem Grafikblatt, hat er natürlich auch in einer Lithographie festgehalten. Bilder begleiten Ekkehard Schneider schon sein Leben lang. Anregungen dafür bekam er während seiner Lithographenlehre und seiner langjährigen Tätigkeit als Kunsterzieher. Seit 17 Jahren ist er in Rente und widmet sich nun ganz seinem künstlerischen Schaffen. Auf seinem Grundstück in Lunkwitz, einem Ortsteil von Kreischa, befindet sich auch sein Atelier nah am Waldrand. Hier steht eine große, alte Steindruckpresse aus dem 19. Jahrhundert, erzählt Schneider stolz, eine Rarität.

Ganz in der Tradition Alois Senefelders, der dieses Flachdruckverfahren 1796 erfand, druckt Ekkehard Schneider seine eigene Graphik. Er lud auch schon zum lithographischen Schaudrucken Besucher in sein Atelier ein im Rahmen von „Kunst: offen in Sachsen“. Steindruck ist selten heutzutage. Ekkehard Schneider pflegt die lithographischen Techniken und sorgt dafür, dass diese Kunst erhalten bleibt. „Solides Handwerk, Leidenschaft, Frische und Unmittelbarkeit im Ausdruck sowie Wahrhaftigkeit“, nennt er als Ansprüche an sich selbst. Immer wieder aufs Neue greift Schneider zu Pinsel und Malspachtel, zu Zeichenstift, Kreide und Feder, zu Spitzeisen und Fäustel für neue Sinnbilder und sucht nach neuen Wegen des Ausdrucks: „Ich freue mich auf kunstfreudiges Publikum, das sich in lockerer Atmosphäre umschauen und Zwiesprache halten möchte mit dem Künstler, anderen Besuchern, aber vor allem mit sich selbst.“ Auch ein TV-Beitrag vom MDR zu seinem Schaffen ist in der Ausstellung zu sehen.

Text (lv)
Fotos (3): Ekkehard Schneider

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Verlockende Vielfalt & besondere Spielorte: 10. Freitaler Kultur(All)Tage

01 Mittwoch Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Aus dem kalten Reich der Schneekönigin geht`s mitten ins neu erblühte Kulturleben bei den diesjährigen Kultur(All)Tagen ab 1. Juni in Freital. Einen ganzen Monat lang! Foto: Thomas Morgenroth


Vielerlei Erlebnisse locken an ungewöhnlichen Spielorten: Mit dabei Lydia Weber-Scholz vom Soziokultur Freital e.V., Gestalterin des Kultur(All)Tage-Plakats und passionierte Musikerin und Heiko Eisold, der sein Versicherungs-Büro für eine Ausstellung mit Papierkunst zur  Verfügung stellt. Foto: Marcel Stimpel/Lifeart

Es schneit im Sommer!

Bunt, originell und reichhaltig ist das Programm der 10. Freitaler Kultur(All)tage, die am 1. Juni starten mit über 70 Veranstaltungen an 40 Spielorten.

Gleich zu Beginn taucht unerwartet eine Dame in weißem Pelz mit eisigem Lächeln auf. Das Stück „Die Schneekönigin“ nach Hans Christian Andersen passt auch gut in diese turbulente Zeit. Nach langer Winterruhe, allen Widrigkeiten trotzend, taut auch das Kulturleben jetzt endlich wieder auf und erblüht neu und reichhaltig. Das Theaterstück für die ganze Familie, das die Spielbühne Freital aufführt, eröffnet die bereits 10. Kultur(All)Tage in der Stadt am 1. Juni und ist noch einige Male zu sehen. Da entführt die Schneekönigin den Jungen Kay in ihr kaltes Reich und wirbelt alles durcheinander, bis ihn seine Schwester Gerda auf einer Reise voller Abenteuer findet und befreit. „Es wird spannend, es schneit im Sommer !“, sagt Uwe Jonas schmunzelnd. Die Flocken werden auf die Besucher herab rieseln aus einer Schneemaschine am Eingang der Spielstätte auf der Lutherstraße 33a und natürlich gibt es auch Eis zum Genießen. Uwe Jonas ist Leiter des Soziokulturellen Zentrums Lifeart und Organisator der Kultur(All)Tage, die seit 2016 vom Trägerverein Soziokultur Freital e.V. veranstaltet werden. Vor zehn Jahren wurde das Kulturfest von der Stadt Freital ins Leben gerufen und später samt Budget in die Hände des Vereins gegeben.

„Wir möchten auch Unternehmen und Einrichtungen ermutigen, ihre Räume für Kultur bereitzustellen und ein breites Publikum ansprechen“, so Jonas. Es lockt wieder ein vielseitiges Programm mit Ausstellungen, Theater, Musik, Lesungen, Workshops, Spiel- und Kreativangeboten, das Laien, Künstler und Kulturschaffende aus der Region gestalten. Über 70 Veranstaltungen an 40 Spielorten werden den ganzen Monat Juni in Freital geboten. Darunter Kunst im Frisörsalon Bienenhof, wo die Ausstellung „Arte de Pli“ von Paula Plischke zu sehen ist. Die gelernte Chemielaborantin und  leidenschaftliche Künstlerin zeigt Landschaften, aber auch Menschen und deren Mimik und Aktbilder in Öl- und Acrylfarben (vom 1. bis 24.6.). Eine Vernissage mit „Papier in Form und Farbe“, bei der auch atemberaubende Papierkleider von Angelika Schulze zu sehen sind, findet in den Räumen der Versicherung Huk-Coburg am 8. Juni, 17 Uhr statt. Einen originellen Rückblick auf „Schattenwirtschaft und Freitaler Industriegeschichte“ bietet eine „Mustermesse“ der 1 000 kleinen Dinge, die in Zeiten des Mangels halfen, aus der Not eine Tugend zu machen. Zu sehen sind sie in der F1-Galerie des Soziokulturellen Zentrums Lifeart in der Dresdner Straße 172a. Ein Highlight ist das Kinderfest auf Schloss Burgk mit Zauberei, Tanz, Theater, Mitmachaktionen und Carli-Sonderfahrten mit der Windbergbahn am 6.6., von 11 bis 17 Uhr. Außerdem gibt es ein Parkplatzfest am Rewe-Markt mit Bühne und Händlerständen und das Stadtteilfest „Kunst im Hof“ mit vielen kreativen Aktionen entlang der Lange Straße am 18.6., von 14 bis 21 Uhr in Freital-Deuben.

Dieses Jahr sind es etwas weniger Spielorte als vor Corona bei den „Kultur(All)tagen. 2019 fanden fast 100 Veranstaltungen statt. „Doch auch während der Corona-Krise gab es Veranstaltungen im digitalen Format, im Livestream oder aufgezeichnet im Internet zu sehen“, so Jonas. Mit dem Budget für die Kultur(All)tage in Höhe von 22 000 Euro, die gefördert werden durch die Stadt Freital, die Kulturstiftung Sachsen, die Stiftung der Ostsächsischen Sparkasse und den Kulturraum Landkreis Meißen – Sächsische Schweiz und unterstützt von Sponsoren, werden die Ausgaben für Werbung, Ausstattung und Versicherungen für die Veranstaltungen gerade so abgedeckt. „Die Druckkosten sind jedoch dieses Jahr sehr gestiegen um 50 Prozent, so kosteten uns die
30 000 Programmhefte über 5 000 Euro“, so Jonas. Daher sei nun verstärkt Einzelwerbung mit Plakaten und Flyern gefragt. Die meisten Veranstaltungen der Kultur(all)tage sind eintrittfrei. Uwe Jonas schaut sich fast alle selbst an. „Schon um zu wissen, wie sie ankommen bei den Besuchern. Es ist für jeden, von jung bis alt, etwas dabei und zu entdecken entlang der Dresdner Straße und in Hinterhöfen.“

Text (lv)

Das vollständige Programm der Kultur(all)tage steht unter http://www.lifeart-tv.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Zeitreise zum 150 +2-jährigen Eisenbahnjubiläum der Strecke Cottbus – Großenhain

15 Sonntag Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Projekte, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Schön in Schale geworfen: Als Reisende aus dem Bürgertum anno 1870 wandelten Darsteller der Spielbühne Großenhain zum 150 + 2 (coronabedingt)jährigen Eisenbahnjubiläum am Sonnabend rings um das schmucke Bahnhofsgebäude und begrüßten die Reisenden der modernen Zeit.

Reisen im Zug der Zeit

Der Zug von Dresden fuhr 150 + 2 Jahre zurück… Zum Eisenbahnjubiläum der Strecke Cottbus – Großenhain an diesem Wochenende. Am Bahnhof Großenhain empfingen gestern bei Bilderbuchwetter historisch kostümierte Damen und Herren die Reisenden, wandelten umher und drehten eine Runde im Stadtpark mit der K- und K-Kleinbahn und winkten den Spaziergängern huldvoll zu. Kurzer Halt. Gruppenfoto vor den farbenprächtigen und betörend duftenden Azaleen und Rododendronbüschen.  Ein Vergnügen für die jungen Darsteller der Spielbühne Großenhain e.V. und für die Besucher.

Dampflok fuhr leider keine zum Jubiläum, die hatte die Deutsche Bundesbahn wegen Waldbrandgefahr vorsorglich abgesagt. Kein Schaffner mit roter Mütze, Kelle und Trillerpfeife am Bahnsteig mehr. Dafür gab es eine Modelleisenbahn mit originalen Zuggeräuschen von einst, fröhlich schnaufend und mit Pfiffen der Lok. Am späten Nachmittag sollte noch ein Zug mit historischen Wagen eintreffen. Mal schauen.

Weiterging`s mit dem Oldtimerbus. Ich durfte mich sogar kurz ans Steuer setzen. Als der Bus noch fuhr, war ich gerade fünf… Wie die Zeit vergeht. Man kann das hübsche Gefährt auch mieten für Sonderfahrten, sich sogar im Bus trauen lassen. Ins Seenland, ins renaturierte ehemalige Tagebaugebiet nach Hoyerswerda, wollte ich schon immer mal. Dann fuhr der Jubiläumszug Punkt 17 Uhr auf dem Großenhainer Bahnhof ein, die Wagen noch aus DDR-Zeiten mir DR-(Deutsche Reichsbahn)Aufschrift. Gemütliche, separate Sitzabteile mit Schiebetüren statt Großraumwagen und Speisewagen mit weißen Spitzengardinen… Die Sitzbezüge schon mit den blauen Kästchen der Deutschen Bundesbahn. Stille Übernahme nach der Wende. Reisende steigen ein und aus. Der Schaffner schließt als letzter die Tür. Die historische Reisegesellschaft  winkt den Weiterreisenden zum Abschied. Rund zehn Minuten dauerte der Ausflug in die Vergangenheit inklusive freie Plätze im Zug finden, sich kurz setzen und die Zeit anhalten. Der Zug sah wie neu aus. Und ist doch Historie. Die Erinnerungen an die Zugerlebnisse, die über viele Lebensgleise führten, bleiben.

Heute, am Sonntag wird noch mal Bahnjubiläum in Großenhain gefeiert mit historischen Reisenden, Oldtimerbus und Sonderzügen von 10 bis 17 Uhr.

Text + Fotos (lv)


meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry und Winnie Rudolph von der Spielbühne Großenhain, sie leitet dort die Kindergruppe, in einem Zugabteil der Deutschen Reichsbahn, aber schon mit blauem Kästchenbezug der Deutschen Bundesbahn. Früher waren es grüne und rötlich braune Ledersitze.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Unterwegs: „Erinnerung und Gefühl. Ein Interim im Schlosspark“ von Burgk mit Fühlskulpturen von Steffen Petrenz

15 Sonntag Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


„Ursprung“, „Aufbruch“ und „Ankunft“: der Freitaler Künstler Steffen Petrenz vor seiner dreiteiligen Blechskulptur „memories“ im Schlosspark Burgk.

Reizvoller Raum für Erinnerungen

Eine dreiteilige Skulptur mit dem Titel „memories“ und „Fühlskulpturen“ des Freitaler Künstlers Steffen Petrenz laden zum Innehalten und Erinnern mit allen Sinnen ein im Schlosspark Burgk. Zum Internstionalen Museumstag am Sonntag, dem 15. Mai, ist in den Ausstellungen der Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk in Freital ganztags freier Eintritt. Vormittags gibt es ein Konzert mit dem Musikverein Freital im Schlosshof.

Lebensgroß, filigran und mit rostbrauner Patina überzogen stehen die Figurenumrisse frei im Raum. Scherenschnittartig ist eine Figur aus der anderen heraus gewachsen. Sie stehen für sich, scheinbar losgelöst und bilden doch ein Ganzes, das man wie ein Spiegelbild nacheinander anschauen kann. „Erinnerung und Gefühl. Ein Interim im Schlosspark“, unter diesem Titel zeigt der Freitaler Künstler Steffen Petrenz erstmals öffentlich seine dreiteilige Blechskulptur „memories“ aus den Jahren 2009/20012.

Diese steht auf einer Anhöhe unter hohen Bäumen im Gelände von Schloss Burgk. Ein faszinierendes, offen vieldeutiges, reizvolles und buchstäblich berührendes Erlebnis, Geflüster und Zwiegespräch im Zusammenspiel von Natur, Kunst und Betrachter. Im Wechsel von Licht und Schatten verändern sich Formen und Ausdruck der Skulpturen immer wieder, wenn man sich ihnen aus verschiedenen Blickwinkeln nähert. Mal steht die hintere Figur mit ihren wellenartigen Körperrundungen klar sichtbar, mal halb versteckt unter Blätterzweigen, die sich im Sonnenlicht flimmernd auf der Figur wie Lebenslinien abzeichnen und auf dem Boden verzweigen.

„Erinnerungen sind ja auch versteckt. Wenn man durch das Gedächtnis streift, kommen sie wieder hoch ans Licht“, sagt Steffen Petrenz zu seinen Skulpturen. Sie haben weniger mit dem historischen Gedächtnis zu tun, auch wenn die Aufstellung am 8. Mai dies nahe legt. Das Datum sei zufällig, die Ausstellungseröffnungen bei den Städtischen Kunstsammlungen auf Schloss Burgk finden immer sonntags statt, ergänzt deren Leiterin Kristin Gäbler. Jeder kann die Erinnerungs-Skulpturen individuell für sich erkunden. Erinnerungen sind vielschichtig, persönlich wie kollektiv, greifen ineinander, wandeln sich und sind nicht an Ort und Zeit gebunden. Als die Skulpturengruppe fertig war, gab es im Atelier von Steffen Petrenz eine Performance, bei der er das zugemauerte Mittelteil mit dem Vorschlaghammer aufbrach, sinnbildlich für die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, sich ihnen stellen und verarbeiten.

„Wenn man in die 40 kommt, die Kinder langsam aus dem Haus gehen, wird der Blick ein anderer“, so Petrenz. Seine drei Skulpturen im Schlosspark nennt er dementsprechend „Ursprung“, „Aufbruch“ und „Ankunft“. Der Betrachter kann durch die offenen Figuren hindurch schauen und gehen und dabei eigenen Eindrücken, Empfindungen und Erinnerungen nachgehen. Einige Spaziergänger bleiben stehen, gehen heran an die Skulpturen, fotografieren sich mit ihnen. Weitaus mehr Besucher sitzen aber unter den blühenden Kastanienbäumen im Schlossinnenhof an den Tischen vor dem Schlosscafé und genießen Eis, Kaffee und Kuchen bei strahlendem Sonnenschein.

Weiter hinten auf dem Weg zum Besucherschaubergwerk kann man außerdem sogenannte „Fühlskulpturen“ von Steffen Petrenz entdecken. Sie entstanden  ursprünglich für das Seniorenheim „Herbstsonne“ in Freital-Hainsberg und sind ausdrücklich zum Anfassen und buchstäblich Be-greifen gedacht. Die keramischen Objekte und Formen sind der Natur abgeschaut. Da finden sich Planet, Apfel und Mohnkapsel. Eine Besucherin fragt, ob die originellen Kugeln nicht immer da stehen bleiben können. „Es ist eine temporäre Kunstaktion“, so Kristin Gäbler, „wir wollen unsere Besucher immer neu überraschen.“ Die Skulpturen sind noch bis 24. Juli frei zugänglich im Schlosspark Burgk zu sehen. Steffen Petrenz öffnet außerdem beim „Kunst: offen in Sachsen“ am 5. Juni von 10 bis 23 Uhr sein Atelier auf der Dresdner Straße 166 hinter der Aral-Tankstelle mit Livemusik und Einblicken in sein vielfältiges Schaffen.

Text + Fotos (lv)

http://www.freital.de/museum

Schloss Burgk mit blühenden Kastanienbäumen im Innenhof. Dort kann man gemütlich an Tischen sitzen und Kaffee, Kuchen, Eis, das beste weit und breit, vom Schlosscafé genießen.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Unterwegs: Begegnung mit einem Berggeist & In der Tiefe des Schaubergwerks auf Schloss Burgk in Freital

01 Sonntag Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Bezaubernder Blickfang: Berggeist & Musikus. Das 150 Jahre alte Denkmal steht umgeben von hohen alten Bäumen im Garten von Schloss Burgk in Freital.

Tor zur Unterwelt: Kristin Gäbler, die Leiterin der Städtischen Sammlungen im Schloss Burgk vor der Schaubergwerksanlage, zu der auch ein Technikpark mit historischer Bergbautechnik gehört.

„Schwarzes Gold“: Axel Rüthrich, Mitarbeiter für Regionalgeschichte bei den Städtischen Sammlungen Freital zeigt stolz ein Steinkohleflöz, dass nur noch hier zu sehen ist.

In der Welt untertage

Einer wundersamen Berggeist-Sage lauschen, in die Tiefe steigen und in die Geschichte des Steinkohlenbergbaus eintauchen, können Besucher im wiedergeöffneten Schaubergwerk auf Schloss Burgk in Freital.

Die zwei Gestalten im Schlosspark Burgk in Freital ziehen die Blicke der Besucher auf sich. Die meisten Einheimischen werden sie kennen. Die anderen staunen und sehen sie mit einem Lächeln. Den bärtigen, hutzeligen Mann mit Schaufel, der auf Gestein steht und versucht, einen verwegen drein schauenden Mann mit Fidel und hingehaltenem Hut, zu sich auf den Berg zu ziehen. Das Denkmal erinnert an die Sage vom Berggeist und dem Musiker Rotkopf Görg und ist schon über 150 Jahre alt. Es steht unter hohen alten Bäumen im idyllischen Park des ehemaligen Freiherren von Burgk, Carl Friedrich Dathe, der Hauptförderer des hiesigen Kohlebaus war.

„Rotkopf Görg, der ein beliebter Musikus auf Festen in Freital und Umgebung war, begegnete der Sage nach einmal nachts auf dem Heimweg einem Berggeist, der ihn in den Windberg einlud zum Spielen. Drinnen glänzte es wie in einem Zauberschloss und er spielte den ganzen Abend für die Hofgesellschaft. Als Lohn bekam er eine Schaufel voll glühender Kohlen in den Hut geschüttet, die er enttäuscht vor seinem Häuschen auskippte. Es kam ihm vor wie ein Traum. Doch als er am nächsten Tag in den Hut schaute, lag noch ein Goldstück drinnen. Die anderen, die er wegwarf, waren nur noch Asche“, erzählt Axel Rüthrich, Mitarbeiter für Regionalgeschichte bei den Städtischen Sammlungen Freital die denkwürdige Begebenheit.

Vor diesem Denkmal beginnt die einstündige Führung durch die Schaubergwerksanlage, die nach zwei Jahren Schließung coronabedingt nun wieder für Besucher geöffnet hat. Es ist die erste Führung für Axel Rüthrich. Er hat Industriearchäologie in Freiberg studiert und ist seit zwei Jahren als Museologe auf Schloss Burgk beschäftigt. Als Jugendlicher kam er in seinem Heimatort Höckendorf zu einem Bergbau-Verein, wo es ihn zunächst aus einer „gewissen Abenteuerlust“ hinzog und später wollte er auch mehr über die Gesteine erfahren. An diesem sonnenstrahlenden Dienstagnachmittag kommt jedoch nur eine Familie zur Führung und eine Muselogin, die neu auf Schloss Burgk ist. In einem Umkleideraum ziehen wir uns grubentauglich an, setzen gelbe Schutzhelme auf und schlüpfen in blaue Umhänge. Dann öffnet sich die Tür, steigen wir hinab in die Welt untertage oder „fahren ein“ wie die Bergleute sagen. Die Lüftungsanlage rauscht am Eingang.

Drinnen ist es sehr niedrig, schmal und stockfinster zunächst. Prompt stoße ich mit dem Helm an die Gewölbedecke! Ungewohnt, gebückt zu gehen. Ein Tunnel führt immer weiter hinunter, in reichlich 30 Meter Tiefe. Die Wände sind spärlich erhellt von Grubenlampen. In den 1830/40er Jahren war die Kohle in den vorderen Bereichen schon abgebaut und die Arbeiten wurden in Richtung Windberg und Bannewitz fortgesetzt, erzählt Rüthrich. Die Steilstrecke hatte früher hölzerne Stufen, die Bergleute gingen über einen Kilometer zu Fuß zu ihren Arbeitsstellen im Bergwerk. Der Schlossturm mit der Uhr läutete wie eine Schichtglocke. Acht Stunden täglich arbeiteten sie, immer gebückt und kaum Licht. Bei einer Schlagwetterexplosion mit Methangas starben beim größten sächsischen Grubenunglück in Sachsen 1869 276 Bergleute im Segen-Gottes-Schacht. Fünf Leute überlebten, unter ihnen drei Jugendliche, die sich noch retten konnten. Eine Erinnerungstafel am Eingang der Schaubergwerksanlage erinnert an das Unglück. Danach gab es Wetterlampen für die Bergleute, deren Flamme die Sauerstoffkonzentration anzeigt.

Die Kohle wurde über die Schächte ausgefördert. „Hier ist die einzige Stelle in Sachsen, wo man noch untertägig Steinkohle sehen kann“, so Rüthrich. Er zeigt Werkzeuge für den Kohleabbau. Ein Junge darf mit Schlegel und Eisen ein Stück Kohle aus der Wand herausschlagen. Dort sieht man auch bräunlich ausgespülte Minerale. Das Schaubwergwerk wurde zuletzt 2018 saniert und das Mauerwerk durch Ziegel stabilisiert. Dann geht es auch schon wieder zurück. 76 hohe Treppenstufen führen wieder hinauf ans Tageslicht. Noch ein Blick in den Technikpark auf die einstigen Bergbaugeräte, eine Grubenbahn mit Anhänger, die überdachte Teilschnittmaschine und den Förderturm mit Sowjetstern aus der Zeit der Urangewinnung der SAG Wismut. Dann ist die Führung schon zu Ende. Etwas mehr aus dieser Epoche, zum Arbeitsalltag und Einsatz der Technik unmittelbar vor Ort zu erfahren, wäre schön gewesen. Anschauen kann man sie ja auch selber im Technikgarten.

„Es läuft gerade erst wieder an“, sagt Axel Rüthrich angesichts der noch verhaltenen Nachfrage bei den Führungen. Im Schlossinnenhof warten drei Personen auf den nächsten Rundgang, der um 14.30 Uhr beginnt. Auf der Bank vor dem Bergbaudenkmal sitzt eine ältere Dame in Begleitung und genießt ein Eis in der Sonne. Ihr Großvater mütterlicherseits war Bergmann und ein Vorfahr von ihr kam bei dem Grubenunglück 1869 um, mit 27 Jahren und hinterließ seine Frau und zwei Kinder, erzählt sie. „Man hat nur eine Hand und eine Hacke von ihm gefunden, darin war die Nummer von dem Berg. Sonst hätte man gar nicht gewusst, wer er ist.“ Ihren Namen will sie nicht nennen. 84 Jahre alt ist sie jetzt und eine „echte Hainsbergerin“. Ihr Großvater erzählte ihr als Kind viel vom Bergbau. „Für mich war es immer ein Stück Heimat und Geschichte“, sagt sie. „Nach `45 haben wir die Kohlen geholt auf der anderen Seite auf den Halden. Wir hatten ja ein Bergwerk am anderen, nicht nur die Wismut.“

Sie habe schon Respekt vor dem Bergmannsberuf mit seiner harten Arbeit. An das Grubenunglück erinnert ein Denkmal auf dem Windberg, wo sie mit ihrem Sohn zum Jubiläum Freitals eine rote Rose für ihren Vorfahr niederlegte. Sein Name Ackermann steht an erster Stelle auf der Gedenktafel. Wenn die Bergleute mit ihren  Grubenlampen früher vom Windberg abends nachhause gingen, sah es aus wie eine endlose Glühwürmchenkette, weiß die alte Dame von ihrem Vater. Heute gäbe es bei jungen Leuten leider kaum noch Interesse für Bergbaugeschichte, bedauert sie. „Der Bezug fehlt, wenn ältere Leute in den Familien nichts vermitteln, geht es verloren.“

Text + Fotos (lv)

Führungen im Besucherbergwerk: Di und Do jeweils 13.30 und 14.30 Uhr und jeden 1. Sonntag im Monat von 10 – 16 Uhr

http://www.freital.de/museum

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Unterwegs: Schloss Burgk in Freital hat eine großartige Kunstsammlung & eine Schaubergwerksanlage

02 Samstag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Kulturelle Oase abseits vom Großstadttrubel: Im Innenhof von Schloss Burgk kann man gemütlich entspannen und feinen Kuchen und Eis aus dem Schlosscafé genießen. Zu Ostern lockt hier ein mittelalterliches Spektakel, außerdem neue Ausstellungen, Theater Open Air und Kunstperformances, erzählt Kristin Gäbler, die neue Schlossherrin von Burgk.


„Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“, so heißt eine Ausstellung mit Malerei des großen Dresdner Impressionisten, die ab 31. Juli in den Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk zu sehen ist. Kristin Gäbler vor einem Bild des Künstlers.


Bergbaugeschichte erkunden können Besucher in der nach zwei Jahren wieder öffnenden Bergbauschauanlage, die sich hinter dem Schloss Burgk in einem schönen Landschaftspark befindet. Ab April gibt es hier wieder Führungen. Außerdem die Ausstellung „Ins Licht“ – Streifzüge durch die Bergbaufotografie im Döhlener Becken (noch bis 18. April zu sehen.)

Mittelalterliches Osterspektakel und Freiluftmalerei für alle

Reichlich Kulturerlebnisse locken nach der Corona-Pause wieder auf Schloss Burgk in Freital.

Die Frühlingssonne taucht den Schlossinnenhof in warmes Licht. Vögel zwitschern in den hohen alten Bäumen. Draußen vor dem Schlosscafé sitzen einige Besucher gemütlich bei Kaffee und Kuchen und am Eisausschank steht schon eine Schlange. Nach dem coronabedingt langen Winterschlaf locken jetzt auf Schloss Burgk in Freital auch wieder reichlich kulturelle Angebote. Im prall gefüllten Programm stehen neue Ausstellungen, Kunstperformances, eine Freiluftmal-Aktion für alle im Sommer, ein Theater-Open-Air der Gruppe Spielbrett aus Dresden mit Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ (11.6., 20 Uhr), der Dokfilm „Freital 2018“ mit anschließendem Gespräch mit dem Dokumentarfilmer und Journalist Axel Kaspar (3.4., 11 Uhr, Festsaal auf Schloss Burgk), Vorträge zur Bergbaugeschichte und Führungen durch die im April wieder öffnende Bergbauschauanlage.

Zu Ostern gibt es im Innenhof von Schloss Burgk ein mittelalterliches Spektakel, das zusammen mit dem Projektzentrum Dresden veranstaltet wird vom 16. bis 18. April. Mit historischen Buden, umherwandelnden Spielleuten, Jongleuren und Kinderreiten durch den Schlosspark. „Wer im Kostüm erscheint, bekommt vergünstigten Eintritt“, sagt Kristin, Gäbler. Sie ist seit einem Jahr die Leiterin der Städtischen Kunstsammlungen auf Schloss Burgk. Den Wechsel von der Städtischen Galerie in Dresden, die sie als Museologin zusammen mit dem Direktor Gisbert Porstmann aufbaute, hierher sieht sie als Herausforderung. Sie sei mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. Auf Schloss Burgk ist Kristin Gäbler nun die Chefin. Freital habe eine hervorragende Kunstsammlung. Da die Chefstelle zugleich die Kuratorenstelle für die Kunst sei, kann sie auch über die Ausstellungen entscheiden. Kristin Gäbler ist Spezialistin für Dresdner Kunst und kennt ihren Vorgänger Rolf Günther gut, der nun pensioniert ist. Mit ihm habe sie viele Ausstellungen, Bilder und Fachwissen ausgetauscht.

Ihre erste kuratierte Ausstellung bei den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk war im Frühjahr letzten Jahres eine große Schau mit Freitaler Kunst im weitesten Sinne, von den Anfängen 1921 bis zur Gegenwart. Mit Arbeiten von Matthias Jackisch, Wolfgang Petrovsky, Olaf Stoy, Peter Fritsche u.a., Künstlergesprächen und weiteren Aktionen. „Es war immer voll“, sagt sie. 18 Tage war die Ausstellung geöffnet, die eigentlich bis Juni zu sehen sein sollte. Dann kam die Schließung im zweiten Lockdown der Corona-Pandemie. „Das war natürlich schade und es kamen auch Besucher, die dies sehr bedauert haben.“ Einen Tag lang war Schloss Burgk rot angestrahlt, wie viele andere Kulturstätten in der Region, um gegen die Schließung von Kultureinrichtungen zu protestieren. Im Herbst konnten die Besucher dann am Denkmalstag erstmals auf den Schlossturm von Burgk hochsteigen, die historische Uhr sehen und aufziehen, die alten Kamine, Schornsteine und Lamellenfenster betrachten. Fünf Leute pro Stunde durften hinauf. “Das war ein großer Erfolg, daher wollen wir die Turmbesteigung dieses Jahr wiederholen“, so Kristin Gäbler. Die Weihnachtsausstellung mit historischem Blechspielzeug und Eisenbahnen konnte leider nicht in der Adventszeit öffnen, wurde aber bis Ende Januar verlängert.

Die nächste große Personalausstellung in den Städtischen Sammlungen Freital zeigt unter dem Titel „Idylle“ Malerei von Jochen Fiedler, einem Kuehl-Nachfolger, ab 8. Mai bis 3. Juli. Danach sind ab 31. Juli Werke des großen Dresdner Impressionisten Gotthardt Kuehl zu sehen. Parallel zur Ausstellung startet die Freiluftmalaktion „Guck! Mal!“, bei der fünf goldene Bilderrahmen im Schlosspark stehen werden, durch die jeder gucken und mit Pinsel, Farben und Stiften auf Leinwand und Papier das Gesehene – ob Bäume, ein Denkmal, Wolken, ein Schloss oder ein Gesicht – festhalten kann. Die Bilder können bis 9. Oktober an der Museumskasse abgegeben werden. Alle Arbeiten des Mal- und Zeichenwettbewerbs werden im Schloss gezeigt und eine Jury aus Künstlerinnen, Museumsleuten und „Freitaler Prominenz“ kürt das schönste Bild mit Preisverleihung am Abschlusstag am 16. Oktober, um 15.30 Uhr. Außerdem startet eine „Taschenlampenführung“ für Kinder durch die Kunstsammlung mit
Steffen Petrenz am 30. Juni., um 14 Uhr und eine Führung für die Großeltern mit Kristin Gäbler. Unter dem Motto „Sommer Kunst und Kuchen“ wird ab 21. Juni, 14.30 Uhr, immer dienstags zum Bilder-Plausch vor dem Schlosscafé eingeladen. Dort gibt es hervorragenden, feinen Kuchen, weiß Kristin Gäbler.

“Wir hoffen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist mit unserem Angebot und sind dankbar, dass die Stadt sich auch während der schwierigen Corona-Zeit zu den Städtischen Sammlungen bekennt und uns unterstützt.“ Die Mindereinnahmen infolge von fehlenden Besuchern und Eintrittsgeldern würden über den allgemeinen Haushalt ausgeglichen, sagt Matthias Weigel, Pressesprecher der Stadt Freital. Die genaue Summe lasse sich schwer abgrenzen. Ein Blick auf die Besucherzahlen in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk verdeutliche die Situation am besten: 23 715 Besucher kamen 2018, im Jahr darauf erhöhte sich die Zahl auf 24 505, mit Beginn der Corona-Einschränkungen im Jahr 2020 sank die Besucherzahl auf 11 848 und 2021 nochmals auf 10 040 Besucher. „Wenn die Corona-Regeln ab April wegfallen, hoffen wir, dass dann alles stattfinden kann“, sagt Kristin Gäbler zuversichtlich.

Text + Fotos (lv)

http://www.freital.de/museum

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 136 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von ww
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von mitohnesahne
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von buchkomet
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von komfo
  • Avatar von Das Grüne Archiv
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Yves Drube
  • Avatar von veline2
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von sant marc air
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 195.543 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen
  • Premiere "Toto oder Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Auf Entdeckungsreise im Lügenmuseum Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 136 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
 

Kommentare werden geladen …