Was Frauen wollen. Nicht nur zum Frauentag. „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“


Der kleine, große Unterschied. Um die Vorstellungen des Mann- und Frauseins einst und heute und den langen Weg bis zur Gleichstellung der Geschlechter geht es im gerade erschienenen Buch „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“. (Sandstein Verlag).

Frauenrechte in der Waagschale

Über die Geschichte der Frauenbewegung in der Schweiz erzählt anschaulich und aufschlussreich das Buch „Frauenrechte“ und zeigt auch, dass der Weg zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen noch längst nicht abgeschlossen ist.

Das Titelbild zeigt ein Frauengesicht, dessen Gesichtszüge umrissen, markiert und ausgeschmückt sind mit vielen Paragraphenzeichen. In Rot, der Farbe der Liebe, des Herzens und Lebenssaftes, die zumeist mit Frauen verbunden wird. Konturen erhält das Frauengesicht erst mit den gesetzlich verankerten Rechten. Wie es damit einst und heute bestellt ist, erzählt das Buch „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“, herausgegeben vom Schweizerischen Nationalmuseum, Landesmuseum Zürich, erschienen Mitte Februar 2021 im Sandstein Verlag Dresden.

50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz nimmt diese Begleitpublikation zur Ausstellung „Frauenrechte“ des Landesmuseums Zürich die LeserInnen mit auf eine spannende, wissenswerte und bewegende Zeitreise zurück in die Geschichte der Frauenbewegung. Frauenrechte sind Menschenrechte, aber erst seit 1981 sind die Schweizer Frauen in der Verfassung den Männern gleichgestellt. Das Buch zeigt mit anschaulichen Beispielen, illustriert mit Zeitdokumenten wie Urkunden, historischen Porträts von Frauenrechtlerinnen, Fotografien von Demonstrationen, Plakaten und Karikaturen, den langwierigen, mühsamen, teils kuriosen und haarsträubenden Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter auf gesellschaftlicher, politischer, sozialer und persönlicher Ebene in den Beziehungen.

Es wird nacherlebbar, dass Frauenrechte damals wie heute leider nicht selbstverständlich sind, nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei uns, immer wieder von jeder Generation neu errungen werden wollen, solange die patriarchalen, männerdominierten Strukturen in der Gesellschaft weiter bestehen und Frauen nicht gleichermaßen Führungsrollen mit ihren eigenen, weiblichen Qualitäten ausüben können.

Die Beiträge hinterfragen den Einfluss und die Grenzen des Rechts zu Themen der Gleichberechtigung. Außerdem wird im Buch „Frauenrechte“ beschrieben, welche teils verheerenden Auswirkungen, von ungleichem Lohn für gleiche Arbeit, finanzieller Benachteiligung beim Erbe bis zu Ausgrenzung von ethnischen Minderheiten, die unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern in den Gesetzestexten auf den Lebensalltag der Schweizerinnen hatte und hat.

Ein Plakat für das Frauenstimmrecht von 1920, das Dora Hauth Tracksler (1874 – 1957) gestaltete und im Museum für Gestaltung Zürich aufbewahrt wird, zeigt eine nackte Frau auf einem galoppierenden Pferd. In der Hand hält sie eine Waagschale, auf der eine Frau und ein Mann sich die Hand reichen.

Wie weit der Weg dahin war, verdeutlicht ein Beitrag im Buch über den Ausschluss der Frauen aus den Kantonsverfassungen der Schweiz im 19. Jahrhundert mit der Überschrift und unglaublichen Feststellung: „Weiber sind auch Menschen“! Frauen wurden von den damaligen Gesetzgebern gar als „Halbthiere“ angeschrieben.

Das Buch versammelt Beiträge von zwölf Autorinnen, darunter Historikerinnen, Juristinnen und eine Philosophin, die Fragen nachgehen wie „Ob die Frauen auch zum Volk gehören?“, „Als Frau dem Haupt der Gemeinschaft unterstellt“ zu Ehe- und Erbrecht, „Der hohe Preis der Freiheit“, „Das Recht auf Arbeit von Fall zu Fall“, „Nach der Heirat ausgebürgert“ über ausgewiesene Schweizer Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus bis zur „Erhaltung des Weiblichen im Weibe“, wo sich Frauen gegen das Frauenstimmrecht aussprachen. Da sie die Rollentrennung von Männern und Frauen im Alltag und natürliche Geschlechterdifferenz als gegeben ansahen und die politische Gleichberechtigung ablehnten aus Sorge, was dann aus der Weiblichkeit würde.

Die Bilder lockern die teils etwas trocken sachlichen Formulierungen und reichlich Fachbegriffe etwas auf. Wie das Foto aus den 1960er Jahren von einer Menschensammlung, fast ausschließlich Männer, auf einem Platz mit Säulenportal. Ein Polizist verweist die einzige Frau, die sich bei ihrem Mann untergehakt hat, vom Gelände. Oder die Farbfotografie von 2009 mit drei freudestrahlenden Frauen mit Blumen in den Händen. Es war das erste Mal, dass Frauen in die höchsten politischen Ämter in der Schweiz gewählt wurden. Dank den vielen Streiterinnen für Frauenrechte vor ihnen! Wie Gleichberechtigung im Alltag aussieht, haben wir alle, jeder Mann und jede Frau selbst in der Hand.

Text (lv)

Frauenrechte
Von der Aufklärung bis in die Gegenwart
Herausgeber: Schweizerisches Nationalmuseum, Landesmuseum Zürich
88 Seiten, 37 meist farbige Abb.
24 x 17 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 22.2.2021
Sandstein Verlag
ISBN 978-3-95498-598-2
18 €
https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-598


Herzlichen Glückwunsch allen Frauen und Mädchen zum Internationalen Frauentag! Lebt Eure Träume! (Schreibt mir gern wie diese aussehen und wie Ihr Euer Frausein feiert…)

Comic-Buch „Temple of Refuge“ über die Erlebnisse eines Flüchtlings & den Traum von einer besseren Welt

Flüchtlingsunterkunft „Tempelhof“ als Sehnsuchtsort

Bildgewaltige Utopie im Sci-Fi Comic „Temple of Refuge“ nach einer persönlichen Geschichte

Vor fünf Jahren kam der kurdische Iraker Sartep Namiq mit der Hoffnung auf
eine bessere Zukunft in der Notunterkunft am alten Flughafen Tempelhof in Berlin an. Ein Jahr lang lebte er dort mit anderen geflüchteten Menschen in einem Hangar, ohne zu wissen, wie es für ihn weitergehen sollte. Seine persönliche Geschichte wird nun als utopische Science-Fiction-Erzählung nach einer Idee von Cyberpunk-Legende Bruce Sterling und Matthias Zuber sowie gezeichnet von Felix Mertikat („Steam Noir“) in „Temple of Refuge“ erzählt. Egmont spendet den gesamten Erlös des Buches an die
Hilfsorganisation Sea-Watch.

In “Temple of Refuge” wird der Flughafen Tempelhof zum Zentrum der Welt: Der junge Protagonist Sartep ist auf der Suche nach einer besseren Zukunft in der Fremde. Unterwegs zeichnet er auf seinem Smartphone die hoffnungsvollen Träume der Menschen, die ihm begegnen. Doch die Realität in dem Auffanglager vor den Toren eines futuristischen Berlins ist geprägt von Elend, Gewalt und Ablehnung, doch auch von Solidarität und Freundschaft. Als seine Bilder plötzlich Wirklichkeit werden, wird aus dem Slum ein fantastischer neuer Ort, eine neue Gesellschaft, ein besseres Leben für alle.

Der Comic, der komplett ohne Worte auskommt, wurde ermöglicht von der
Berliner Gesellschaft der Neuen Auftraggeber, die Menschen dabei unterstützt, ungewöhnliche Kunstprojekte zu verwirklichen. Sartep Namiq gab den Comic in Auftrag mit dem Wunsch, zu einer anderen Wahrnehmung geflüchteter Menschen beizutragen und ihr Potenzial für eine progressive soziale Veränderung greifbar zu machen.

„Dieses Projekt war die erste Tür für mich, die sich nach meiner Flucht wieder öffnete – etwas, das ich wirklich tun konnte. Danach öffneten sich dann weitere Türen für mich in Berlin. Ich hoffe, dass diese Geschichte die Menschen optimistisch stimmt, zusammenzukommen, ihre eigenen Türen zu öffnen und neue offene Türen für sich selbst zu finden“, so Sartep Namiq über sein Buch.

Die Egmont Comic Collection veröffentlicht nun im Rahmen des Non-Profit Projekts die Hardcover-Version des Comics. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf des Albums kommt der Hilfsorganisation Sea-Watch e.V. zugute, die im Mittelmeer geflüchtete Menschen in Seenot rettet.

„Temple of Refuge“ (ISBN: 978-3-7704-0115-4, gebundene Ausgabe, 10,00 Euro [D]) erscheint am 3. März im Handel. Weitere Informationen auf http://www.templeof-refuge.net.

Text: Karoline Westermeyer Benz

Egmont Verlagsgesellschaften mbH

Die Verlage Egmont Ehapa Media GmbH und Egmont Verlagsgesellschaften mbH gehören zu den größten Verlagen für Kinderbücher und Magazine, Comics sowie Corporate Publishing-Titel im deutschsprachigen Raum. Populäre Marken
wie „Asterix“, „Walt Disney Lustiges Taschenbuch“, „Micky Maus-Magazin“, „Wendy“, „POPCORN“, „Mädchen“, „Sailor“

Erich Kästner Museum feiert Geburtstag des großen Dresdner Schriftstellers


Spaß & Ernst. Genuss & Verdruss. Nicht Menschliches war ihm fremd. Erich Kästner schrieb für Kinder und Erwachsene Bücher, Theaterstücke, Lyrik und Zeitungsartikel. Voller Leicht- und Tiefsinn. Chapeau! Collage: Pauline Saath

Kästner Geburtstag – Digitaler Aufruf

Am 23. Februar würde nicht nur Erich Kästner 122 Jahre alt. Es jährt sich auch der Geburtstag seines Museums zum 21. Mal. Diesen besonderen Tag möchte das Erich Kästner-Museum auf keinen Fall allein feiern.

Deshalb lud es Literaturbegeisterte dazu ein, ihre Glückwünsche als kurzes Video, Audio, Text, Bild zu schicken. Die TeilnehmerInnen konnten erzählen, welche Erinnerungen sie mit Kästner oder dem Erich Kästner Haus für Literatur verbinden, oder ein kleines Geburtstagsständchen singen. Auch schöpferische Irrtümer waren willkommen!

Schaut doch mal herein auf der Webseite des Erich Kästner-Museums auf Facebook,Instagram,YoutubeundTwitter.
http://www.kaestnerhaus-literaturhaus.de

P.S. Die für mein Empfinden schönste, berührendste Geburtstagsbotschaft für Erich Kästner hat der Schauspieler Mike Zaka Sommerfeldt, ehemals am Theater Junge Generation Dresden engagiert und nun mit einigen Kästner-Programmen auf Bühnen unterwegs. Ihn verbindet mit Kästner die Liebe zur Sprache, zum Spiel und wie er die kleinen und großen Dinge des Lebens betrachtete, für kleine und große Leute.

Ich mag Kästners Gedichte sehr, seine „Lyrische Hausapotheke“ ist für mich unverzichtbar. Er war ein grandioser Erzähler, Zeit- und Menschenbeobachter, seine Stücke „Fabian“ und „Drei Männer im Schnee“, die ich vor einer Weile im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden sah, beschreiben eindrucksvoll das aufregende Berliner Großstadtleben der 20er Jahre vor der heraufziehenden Weltwirtschaftskrise, Lebensträume und -lügen im Kleinen wie im Großen. Seine Texte sind erstaunlich zeitlos und es lohnt sich immer wieder, sie zu lesen. (lv)

„Seid doch laut!“ online

Im Oktober mussten wir die in der Reihe „30 Jahre Deutsche Einheit“ geplante Lesung mit Almut-Ilsen und Rommy Baumann-Sevim kurzfristig absagen. Wenig später haben wir uns jedoch mit den beiden Damen im digitalen Raum getroffen, um das Buch „Seid doch laut! Die Frauen für den Frieden in Ost-Berlin“ vorzustellen. Die komplette Veranstaltung ist nun HIER abrufbar.

Neu im Shop

Das Blaue Buch. Geheimes Kriegstagebuch 1941-1945 (Taschenbuch)
Erstmals erscheinen die von Sven Hanuschek in Zusammenarbeit mit Silke Becker und Ulrich von Bülow herausgegebenen und umfangreich kommentierten Kriegsaufzeichnungen Erich Kästners als Taschenbuch. Enthalten sind neben Tagebucheinträgen auch Notizen für einen Roman über das Dritte Reich sowie Zeitungsartikel, die Kästner im Blauen Buch aufbewahrte.
Preis: 16 €
Erscheinungstermin: 19.2.2021

Gullivers Reisen
Neuerscheinung der grandiosen Nacherzählung des Klassikers mit neuen Illustrationen – das perfekte Vorlesebuch für die ganze Familie.
Preis: 16 €
Erscheinungstermin: 19.2.2021
Bestellung per Mail unter: kontakt@kaestnerhaus-literatur.de

Text: Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstr. 1
01097 Dresden

Theater Junge Generation Dresden mit Projekt „Update – Spielerisch Game Theater machen“ für „Kulturlichter“-Preis 2020 nominiert

Game-Theater für die Bühne und den digitalen Raum

TJG-Projekt für den Deutschen Preis für kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ 2020 nominiert. Die Bekanntgabe der Preisträger und digitale Preisverleihung findet am 11. März statt.

Das Projekt „UPDATE – Spielerisch GameTheater machen“ des Theater Junge Generation (TJG) ist für den Deutschen Preis für kulturelle Bildung „KULTURLICHTER 2020“ nominiert. In der Kategorie ‚Preis des Bundes‘, den Kulturstaatsministerin Monika Grütters verleiht und der ein Projekt auszeichnet, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann, sind neben dem tjg. auch die „Lernplattform für Jewish Places“ des Jüdischen Museums Berlin und „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ von der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH nominiert. Die Jury hat über die 129 eingegangenen Bewerbungen beraten und neun Projekte für drei Kategorien ausgewählt.

„UPDATE“ verbindet Prinzipien von Online-Spielen und Theater in theatralen Projekten mit Jugendlichen. Jugendliche haben im TJG unter Anleitung einer Theaterpädagogin, eines Regisseurs und Dramaturg*innen Game-Theater-Inszenierungen für die Bühne und für den digitalen Raum entwickelt. Eine neue Game-Theater-Produktion im Stadtraum Dresdens ist in Planung; zudem soll das theaterpädagogische Wissen zum Game-Theater gebündelt und vermittelt werden.

Die Bekanntgabe der Preisträger*innen/die digitale Preisverleihung findet am 11. März 2021 statt und wird per Livestream auf www.kulturlichterpreis.de übertragen.

Text: Norbert Seidel/TJG

tjg. theater junge generation
Kinder- und Jugendtheater Dresden
~ theatre for children and young audiences
Kraftwerk Mitte 1
~ 01067 Dresden
Postanschrift
~ Postfach 12 00 20 ~ 01001 Dresden
Tickets und Info +49 351 3 20 42 777
~ tjg-dresden.de

Vorhang weiter zu
Alle Vorstellungen, Veranstaltungen sowie die Freizeitangebote der Theaterakademie entfallen bis einschließlich So 28. Feb 2021.
Über neue Entwicklungen informieren wir auf tjg-dresden.de.

Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Preis für
Kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ 2020

Die neun Nominierten für den 2020 von Bund und Ländern erstmals gemeinsam
ausgelobten Deutschen Preis für Kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ stehen
fest. Aus ihnen werden im nächsten Schritt drei Preisträgerinnen und Preisträger
ausgewählt und am 11. März 2021 um 19 Uhr im Rahmen einer digitalen
Preisverleihung bekanntgegeben, die per Livestream auf http://www.kulturlichterpreis.de übertragen wird. Die Jury hat über die 129 eingegangenen Bewerbungen beraten und neun Projekte in drei Kategorien nominiert. Der KULTURLICHTER-Preis wird in drei Kategorien vergeben: den Preis des Bundes verleiht Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Er zeichnet ein Projekt aus, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann.

Den Preis der Länder verleiht der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler. Er würdigt ein Projekt, das regional oder interregional übertragen werden kann. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
Über den Preis in der Kategorie „PreisÜber den Preis in der Kategorie „Preis des Publikums“ entscheidet ein öffentliches Online-Voting, das am 4. März startet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt: „Die Teilhabe an der Kultur ist eine grundlegende Voraussetzung, um unser gesellschaftliches Leben insgesamt mitzugestalten. Deshalb ist es eines unserer wichtigsten Ziele, kulturelle Teilhabe und Bildung für jeden Menschen in Deutschland zu ermöglichen – unabhängig von der sozialen Lage, der ethnischen Herkunft oder vom Alter.

Wichtig hierfür sind neue, interaktive Vermittlungsangebote unserer Kultureinrichtungen. Besonders gute Ideen und Initiativen wollen wir mit dem neuen KULTURLICHTER-Preis würdigen und damit auch einen Anreiz für die gesamte Kulturlandschaft schaffen, kulturelle Bildung mithilfe digitaler Formate noch attraktiver zu gestalten. Wie das gelingen kann, zeigen bereits die nominierten Projekte eindrucksvoll.“

Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, betonte:
„Das Besondere am KULTURLICHTER-Preis ist, dass sein Fokus auf dem Digitalen liegt, dass gelungene und innovative Beispiele der Kultur- und Kulturerbevermittlung sichtbar werden und dass mit vielen neuen Konzepten Menschen erreicht werden können, die so einen Zugang zu Kultur erhalten. Die Förderung von Wissenstransfer und die Vernetzung von Kultur- und Bildungseinrichtungen dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt – ein Wert, der stets hochgehalten werden sollte.“

Nominiert für den Preis des Bundes sind die „Lernplattform für Jewish Places“
vom Jüdischen Museum Berlin, „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ von der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH und das Projekt „UPDATE – Spielerisch GameTheater machen“ vom tjg. theater junge generation in Dresden.

Nominiert in der Kategorie „Preis der Länder“ sind „Werkstatt Quillo“ vom Quillo e.V. aus dem brandenburgischen Falkenhagen, das „Fabmobil – eine fahrende
Kunst- und Digitalwerkstatt für den ländlichen Raum“ des Vereins Constitute aus Dresden, „lost/found/art. Von der historischen Spur zum Erinnerungskunstwerk.
Partizipatives Kunstprojekt und Sonderausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen“ von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Für den Preis des Publikums stehen auf der Shortlist das Projekt
„Digitale Übertitelung und Übersetzung im Theater und im Live Stream“ von dem freien Theater „boat people projekt“ in Göttingen, „Wandertag im Weltraum“ vom ASA-FF in Chemnitz und der sächsischen Staatstheater Hannover. Der Preis des Publikums prämiert ein Projekt mit besonderem Potenzial. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält eine maßgeschneiderte Beratung für die Weiterentwicklung de Projekts. Die Kulturstiftung der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützen damit die Umsetzung eines herausragenden Konzepts, das noch professionellen Anschub für die Umsetzung benötigt, sei es bei der technischen Entwicklung, der Netzwerkarbeit oder bei der Weiterentwicklung des Vermittlungskonzepts.
Der Preis des Publikums orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Anliegen des Gewinner-Projekts, auf die dann passgenau eingegangen wird. Der Preis des Publikums ist nicht finanziell dotiert.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter http://www.kulturlichter-preis.de/
Pressestelle Kulturstiftung der Länder

Text: Hans-Georg Moek, Leiter Kommunikation

Tel +49 (0)30 / 89 36 35 29, presse@kulturstiftung.de
Kulturstiftung der Länder
Lützowplatz 9, 10785 Berlin
http://www.kulturstiftung.de
Pressestelle BKM
Dr. Joachim Riecker, Leiter der Pressestelle und Pressesprecher
Tel + 49 (0)30) / 18 68 14 33 33, presse@bkm-info.bund.de

Staatsschauspiel Dresden trauert um langjähriges Ensemblemitglied Hanns-Jörn Weber


Lesung im Oldtimerbus: „Ich will Zeugnis ablegen“ – auf den Spuren von Victor Klemperer in Dresden mit Hanns-Jörn Weber. Foto: Kerstin Theurich  Herausragend war sein Bettlerkönig Peachum in Brechts „Dreigroschenoper“, die am 31.8.1991 Premiere am Staatsschauspiel Dresden hatte. Foto: HL Böhme/Beide Aufnahmen stammen aus dem Historischen Archiv der Sächsischen Staatstheater.

Wandlungsreich und wahrhaftig

Das Staatsschauspiel Dresden trauert um den Dresdner Künstler Hanns-Jörn Weber, der am 17. Februar 2021 im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Von 1970 bis 2007 gehörte er zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden und bewies in mehr als einhundert Rollen seine große Wandlungsfähigkeit und Gestaltungskraft, etwa als Parzival in Christoph Heins „Die Ritter der Tafelrunde“, Peachum in Brechts „Dreigroschenoper“ oder Philipp II in Schillers „Don Karlos“. Hanns-Jörn Weber war einer der prägenden Persönlichkeiten des Schauspielensembles. Er war unverkennbar in seiner Art Theater zu spielen und zu leben: Er war eine Dresdner Schauspielerlegende.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Ensemble blieb er dem Haus als gerne gesehener Gast erhalten, zum Beispiel in Uwe Tellkamps „Der Turm“ oder Gerhart Hauptmanns „Die Ratten“. Ebenfalls unvergessen sind Hanns-Jörn Webers außergewöhnliche Lesungen im Oldtimerbus über das Leben des großen Philologen Viktor Klemperer mit dem Titel „Ich will Zeugnis ablegen“. Auch abseits der Bühne engagierte sich Hanns-Jörn Weber für das Staatsschauspiel Dresden – etwa durch seine langjährige Tätigkeit als Mitglied des Personalrats.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Hanns-Jörn Weber (* 16. Dezember 1941 in Bromberg, † 17. Februar 2021 in Dresden) legte 1963 nach einem abgebrochenen Studium an der Babelsberger Filmhochschule sowie anschließendem privatem Schauspielunterricht die Bühnenreifeprüfung ab. Ab 1961 führten ihn Bühnenengagements zunächst an das Harzer Bergtheater sowie bis 1963 an die Städtischen Bühnen Quedlinburg. Es folgten Engagements beim Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (1963 – 1967) und bei den Bühnen der Stadt Magdeburg (1967 – 1970). Neben seinem langjährigen Engagement am Staatsschauspiel Dresden wirkte er in Fernsehproduktionen wie „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“, in einigen Episoden der Serie Polizeiruf 110 und im Tatort mit.

Text:  Gertrud Aringer

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

www.staatsschauspiel-dresden.de

Talk mit Tänzern der Landesbühnen Sachsen auf Instagram

Immer schön in Bewegung bleiben

Am Freitag, den 19. Februar, 19 Uhr  gibt es wieder einen Talk auf Instagram. https://www.instagram.com/landesbuehnen.sachsen  Die Mitglieder der Tanzcompagnie – Ema Jankovic und Simon Wolant – der Landesbühnen Sachsen sind im Gespräch.

Beide plaudern über ihre Arbeit bei den Landesbühnen (überwiegend in Englisch). Sie erzählen, wie sie sich in diesen Corona-Zeiten – ohne das übliche tägliche Training im Ballettsaal – fit halten und welche Tanzproduktionen in Zukunft für beide anstehen.

Es wird spannend. Also mal hineinhören!

Text + Foto: Petra Grubitzsch/LB

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

Inszenierung „Stummes Land“ des Staatsschauspiel Dresden zu Mühlheimer Theatertagen eingeladen


Im Kreislauf der Geschichte: Zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegen sich die Darsteller im Stück „Stummes Land“ von Thomas Freyer, Fotos: Sebastian Hoppe

Aufbruch aus der Sprachlosigkeit

Das Staatsschauspiel Dresden ist mit STUMMES LAND von Thomas Freyer (Regie: Tilmann Köhler) zu den 46. Mülheimer Theatertagen „Stücke“ (8.5.-29.5.2021) eingeladen. Die Mülheimer Theatertage sind eines der wichtigsten Foren für deutschsprachige Gegenwartsdramatik.

Im Rahmen der Mülheimer Theatertage „Stücke“ werden hier sieben bis acht Stücke in der wirksamsten Aufführung, meist der Uraufführung, gezeigt. Die Auswahl trifft ein unabhängiges Gremium aus den in der jeweiligen Saison uraufgeführten deutschsprachigen Stücken. Am Ende der Theatertage vergibt eine Jury aus Kritiker*innen und Theaterschaffenden den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis an den besten Autor oder die beste Autorin.

Joachim Klement, Intendant Staatsschauspiel Dresden: „Ich freue mich für den Autor, das Team und unser Theater sehr über diese Einladung. Gerade in diesem für alle sehr herausfordernden Jahr, das mit vielen Unsicherheiten behaftet ist, ist es wunderbar, dass wir mit der Uraufführung dieses Auftragswerkes eingeladen wurden. Schon das ist ein schöner Erfolg.“

Zum Stück: Neben den Geschichten seiner Generation im Hier und Jetzt erzählt Thomas Freyer von ostdeutscher Geschichte, deren Wurzeln bis in die Zeit des Nationalsozialismus reichen. Freyer fragt nach den historischen Verläufen und Verortungen von Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft, und lässt in STUMMES LAND, das als Auftragswerk für das Staatsschauspiel Dresden entstanden ist, keine monokausalen Deutungsmuster zu. Gemeinsam mit seinen langjährigen künstlerischen Partnern Tilmann Köhler (Regie), Karoly Risz (Bühne) und Susanne Uhl (Kostüm) setzt Thomas Freyer seine literarische Spurensuche nach dem Gewordensein und den Perspektiven heutiger Konflikte mit dieser Arbeit in und für Dresden fort.

Die Mülheimer Theatertage „Stücke“ finden vom 8. bis zum 29. Mai 2021 statt.

Text: Gertrud Aringer

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

Eine Rezension zum Stück „Stummes Land“, das im Kleinen Haus Premiere letztes Jahr hatte, folgt noch. (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Der Spielbetrieb ist coronabedingt noch bis 31. April 2021 eingestellt.


Nach dem Mauerfall: Alte und neue (Un)freiheiten im wiedervereinigten Deutschland.

Brachialromantiker Dieter Beckert: „Verschwende nie eine Krise!“


Brachialromantischer Figurenzauber mit Dieter Beckert

Multimediales Kaspertheater

Der umtriebige Barde und Musiker Dieter Beckert probt zurzeit für ein wiederentdecktes Puppentheaterstück „Kasper im Land der Musik“. Puppen und Bühnenbild gestaltete der Künstler Helge Leiberg. Im Frühjahr soll die Inszenierung in bewegten Bildern auf die Bühne kommen.

Ein lustiger Pappmachékopf spielt zurzeit die Hauptrolle auf der Probebühne von Dieter Beckert im Zentralwerk an der Riesaer Straße. In dem Areal haben rund 60 Künstler ihre Arbeitsräume. Der Barde, Musiker, Entertainer und Brachialromantiker bereitet  gerade in seinem Studiotheater ein Puppentheaterstück mit dem Titel: „Kasper im Land der Musik“ vor. Unter dem Motto „Verschwende nie eine Krise!“ nimmt er die Corona-Zeit mit Humor.

Zur Begrüßung hebt Beckert die „Ghettofaust mit Konfetti“, bei der die Finger winken und zappeln. „Humor ist das Öl im Getriebe des Lebens“, meint der „weisheitspralle“ Philosoph, der immer einen Spruch parat hat. Er arbeite nach vorne, indem er neue Projekte vorbereite, und nach hinten, indem er alte Projekte seines reichhaltigen Schaffens archiviere. Jetzt hat er dafür Zeit und Muße. Beckert hat in Tharandt Forstwirtschaft studiert und nebenbei immer Musik gemacht. Während des Studiums hatte er in den 1970er Jahren im „Klub International“ des Dresdner Kulturpalastes seine ersten Auftritte.

Von 1978 bis 1980 arbeitete er als Puppenspieleleve am damaligen Staatlichen Puppentheater. Für sein erstes Theaterstück „Kasper und die Farben“ erhielt Beckert einen Preis des Theaterverbandes. Sein zweites Stück „Kasper im Land der Musik“ blieb unaufgeführt. Die Puppen und das Bühnenbild dafür gestaltete der in Berlin lebende Künstler Helge Leiberg, den Beckert aus dem Künstlerkreis um A.R. Penck kannte. Die Aufführung sei jedoch wegen technischer Probleme nicht zustande gekommen. Viele Jahre standen Leibergs Puppen dann im Märchentheater Yenidze als Dekoration. Nur den Kasper nahm Helge Leiberg damals in den Westen mit. Jetzt brachte er ihn für die Neuinszenierung des Stücks wieder zurück. „Es soll wiederaufleben als multimediales Theater passend zur Corona-Zeit“, so Beckert.

„Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit“, zitiert er „seinen“ Walter Benjamin. Beckert will in der Inszenierung als Erzähler und Sänger am Tisch sitzen. Über ihm sollen Ausschnitte der Geschichte in Trickfilmbildern auf einer Leinwand gezeigt werden. Die Filme sollen  in Kooperation mit Anne Levin von „Pegasusi-Filmproduktion“ entstehen.

Im Stück gibt es zwei Schauplätze: das Notenschlüssel-Schlösschen, das die Harmonikaner bewohnen, und die Höhle vom Räuber „Tritonus“, der die Prinzessin raubt. Der Tritonus –  d.h. drei Ganztonschritte – ist das spannendste Intervall, erklärt Beckert. Die Bühnenmusik, in der die Intervalle eine ganz besondere Behandlung erfahren, stammt von Wolfgang Heisig.

Im Frühjahr will er, wenn es die Virusinzidenz erlaubt, das multimediale Kaspertheater auf die Bühne bringen. Eine Spielstätte hat er noch nicht. “Das wird sich schon ergeben“, ist er optimistisch. Auf der Agenda steht auch noch ein viertes Buch mit brachialromantischen Texten vom Duo Sonnenschirm.

Vom Alter her, mit 70, wäre er eigentlich pensioniert. Doch ans Aufhören denkt Dieter Beckert noch lange nicht. Er will weiterhin als DUO SONNENSCHIRM, gemeinsam mit Jürgen B. Wolff auftreten. Die von Beckert mitgegründete „Kommune Woodstock“, ein freies Gesangs- und Instrumentalensemble, trifft sich momentan coronabedingt nur im Internet. Die musikalische Selbsthilfegruppe singt Lagerfeuerlieder und Hippiesongs aus der Flower-Power-Ära. Beckert hofft, dass im Herbst auch die Dinner-Shows im Restauranttheater „Merlins Wunderland“ weitergehen können, wo er auf die „Sternstunden der Menschheit“ blickt,  den Grafen Dracula jagt und in der „Wunderlandklinik“ Humoralmedizin betreibt.

Texte + Fotos (lv)

Weitere Infos unter: http://www.duosonnenschirm.de


Dieter Beckert in seinem Studiotheater im Zentralwerk in Dresden. Bald will er wieder als Duo Sonnenschirm, gemeinsam mit Jürgen B. Wolff auftreten.

„Woche des Erinnerns“ – Aktionen im öffentlichen Raum zum 13. Februar


Filigraner Turm & Ausblick: Eine Installation am Elbufer gegenüber der Altstadtkulisse. Foto: Heiko Oeft

Geschichte in Bildern, eine Lichtskulptur und wandernde Bojen

WOD – Initiative Weltoffenes Dresden verbindet vielfältige Angebote von Kultureinrichtungen zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt in einer „Woche des Erinnerns“ vom 8. – 15. Februar 2021.  Abschließend gibt es ab 19 Uhr eine Fassadenlichtmalerei mit Claudian Reh und fremde Klänge am Societaetstheater.

Aus Anlass des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens im II. Weltkrieg laden die Kultureinrichtungen und -verbände Dresdens im Zusammenschluss #WOD – Initiative Weltoffenes Dresden unter dem gemeinsamen Motto „Morgen = Gestern + Heute“ mit verschiedenen Aktionen im öffentlichen Raum zur gesellschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit den traumatischen Ereignissen vom 13. Februar 1945 ein.

In der „Woche des Erinnerns“ sind die Dresdner Kulturinstitutionen damit auch im Jahr 2021, sechsundsiebzig Jahre nach dem einschneidenden Ereignis, wieder auf der Suche nach zeitgemäßen Formen des Gedenkens.

Wie können wir Erinnerungen an den Krieg angesichts der heutigen Herausforderungen wachhalten? Und wie wollen wir Gedenken heute gestalten?

Auf ganz unterschiedliche Weise werden die vielfältigen Beiträge der Kulturinstitutionen Passant*innen in die persönliche und gesamtgesellschaftliche Vergangenheit und in plurale Formen des Gedenkens und Erinnerns mitnehmen. #WOD lädt ein, das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft und die Veränderungen der Formen des Gedenkens in Vergangenheit und Gegenwart zu reflektieren und so die zentralen Plätze der Stadt trotz der schwierigen Pandemielage als Orte des gemeinsamen Dialogs erleben zu können.

Hierfür präsentieren die Kulturinstitutionen mit einer Plakatkunst-Aktion an zwölf Orten des Kulturstadtraums Dresdens und am Standort Radebeul, individuell ausgewählte, großformatige Bildmotive mit zum Teil eigens für die Aktion von Künstlerinnen und Künstlern entworfenen Werken, mit Fotografien und mit Zitaten, die zum Innehalten und Nachdenken auffordern. Zu den ausgewählten Orten gehören u. a. der Theaterplatz, der Neustädter Bahnhof, die Synagoge oder der Altmarkt. Zudem taucht eine interaktive Wanderboje mit individuellen Erinnerungsbotschaften an sieben verschiedenen Orten in der Stadt auf, ein Mann baut einen sechs Meter hohen Turm, eine Lichtskulptur erinnert an den Tag, als die Dresdner Uhren stehenblieben – das gesamte analoge und digitale Programm finden Sie auf der #WOD-Website: weltoffenesdresden.com. Wir freuen uns, wenn Sie mit offenen Augen durch die Stadt gehen!

Besonderheit dieser Aktionen ist der breite Zusammenschluss der vielen unterschiedlichen Kulturinstitutionen aus Dresden und Radebeul, die damit ein besonderes Zeichen setzen.

Text: #WOD – Initiative Weltoffenes Dresden

Gedenkkonzert zum 13. Februar mit der Geigerin Katrin Wettin

Per Livestream aus dem WTC: Gedenkkonzert am 13. Februar

World Trade Center Dresden veranstaltet Onlinekonzert mit der bekannten Geigerin Katrin Wettin

Sie ist ein Supertalent mit der Geige und gehört zu den besten Violinenspielerinnen unserer Zeit: Am kommenden Samstag gibt Katrin Wettin ein Konzert zum Gedenken an den 76. Jahrestag der Bombardierung und damit einhergehenden Zerstörung Dresdens. Das Konzert findet coronabedingt ohne Publikum und unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Atrium des World Trade Center Dresden statt und wird ab 16.30 Uhr per Livestream sowie abends bei Sachsen Fernsehen übertragen.

„Ich nehme seit vielen Jahren mit meinem Team und meiner Familie an der Dresdner Menschenkette teil. Da zu Zeiten des Lockdowns das Gedenken in der ganzen Stadt nur sehr eingeschränkt möglich ist, haben wir uns eine Möglichkeit überlegt, wie man den 13. Februar auch von zu Hause aus passend würdigen kann. Mit dem Konzert per Livestream wollen wir den Dresdnern aus nah und fern ein kleines Gedenken in virtueller Form ermöglichen“, erläutert Jürgen Rees, Centermanager des World Trade Centers Dresden von der RECO Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH, welche die Eigentümer des WTC Dresden vertritt. Dem Konzert live vor Ort zu lauschen ist aufgrund der Auflagen leider nicht erlaubt. Zudem haben sich Jürgen Rees und sein Team eine weitere schöne und auch ohne Streaming und Fernsehen weithin sichtbare Geste überlegt: „Wir werden am 13. Februar ab dem Nachmittag am Turm des World Trade Centers Dresden eine grafisch dargestellte Menschenkette zeigen“, verspricht Jürgen Rees.

Alle Akteure werden zum Zeichen des Gedenkens natürlich auch eine weiße Stoffrose am Revers tragen. Das Konzert findet unter strengen Hygiene-Auflagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf einer Bühne über einem der beiden Wasserbecken im Atrium des World Trade Centers Dresden statt: Schauspieler und Sprecher Ernst Dollwetzel moderiert, WTC-Manager Jürgen Rees und Oberlandeskirchenrat i. R. Harald Bretschneider richten kurze Gruß- und Gedenkworte an die Zuschauer zu Hause. Dann wird Violinistin Katrin Wettin einige bewegende Titel für die Zuhörer per Live-Stream präsentieren. Zu hören sind unter anderem die Toccata & Fuge von Johann Sebastian Bach, Leningrad von Billy Joel, Hallelujah von Leonard Cohen, You raise me up von Westlife und #stayathome von Katrin Wettin.

Der Livestream wird von 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr auf drei Kanälen veröffentlicht: Auf der Webseite des World Trade Centers Dresden, im Facebook-Account von Sachsen Fernsehen sowie auf der Webseite von Sachsen Fernsehen. Zudem wird der Mitschnitt des Konzerts um 21.30 Uhr bei Sachsen Fernsehen gesendet und steht auf der Website des WTCs zum Download bereit.

Streaming-Links:

https://wtc-dresden.de/de/
https://www.facebook.com/dresdenfernsehen
https://www.sachsen-fernsehen.de

Weitere Infos: www.wtc-dresden.de; www.katrinwettin.com; www.ernstdollwetzel.de

Text + Foto: Franziska Märtig (meeco Communication Services)