Der  Name ist Programm: Kultur ist ein Kraftwerk! Ein neues Areal aus Kunst, Kultur und Kreativität, das einzigartig ist in seiner Art deutschlandweit, entsteht derzeit auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände am Wettiner Platz 7 in Dresden. Und die Stadt sorgt endlich einmal wieder für positive Aufmerksamkeit mit dieser neuen Sehenswürdigkeit und Kulturstätte mitten in der Stadt. Wo einst der Strom für Dresden produziert wurde, soll jetzt das Publikum elektrisiert werden mit jungem Theater für alle, ob jugendlich oder älter, aus nah und fern und Unterhaltung pur in aller Vielfalt.

Eine erste, beeindruckende Kostprobe gab es zur Eröffnungsfeier am Freitagabend und bei mehreren Premieren am Wochenende mit dem nun gemeinsam unter einem Dach spielenden Schau- und Puppenspiel-Ensemble vom Theater Junge Generation und der Staatsoperette Dresden.“Einfach nur glücklich“ über das neue Haus, eine gelungene Mischung aus historischem Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert mit rotem Ziegelmauerwerk, Eisenträgern und Kranteilen unter der Decke und moderner Architektur mit gläsernen Fahrstühlen und modernster Bühnentechnik, zeigten sich die beiden Intendanten Felicitas Loewe und Wolfgang Schaller. 977 Tage nach dem ersten Spatenstich und einer Investition von knapp 100 Millionen Euro konnten die Theaterleute endlich aus ihren baufälligen, bisherigen Domizilen umziehen.
Das Kulturkraftwerk verbinde alles, was Dresden ausmacht als Kunst- und Kulturmetropole, die sich für 2025 als Kulturhauptstadt Europas bewirbt, sagte OB Dirk Hilbert in seiner Festrede im neuen Operettensaal. Nach der Eröffnung ging es gleich bunt theatralisch und musikalisch zu beim Flanierprogramm für die rund 600 Gäste, die an zehn Standorten im ganzen Haus die neuen Bühnen ansehen und vielfältige Gastgeschenke wie Performances, Lesungen und Schauspiel von Künstlern anderer Einrichtungen und der freien Szene erleben konnten. Der Theaterbau besteht aus dem sanierten ehemaligen Maschinenhaus und einem Neubau, in letzterem locken nun die Staatsoperette Dresden und die große Bühne des TJG zu ihren Vorstellungen. Insgesamt gibt es nun vier Bühnen und einen Probenturm mit entsprechenden Räumen. Auf dem Balkon des Theatergebäudes haben sich zudem zwei Bienenvölker angesiedelt, derer sich der Dresdner Imkerverein inzwischen angenommen hat. Besucher der Operette können vor der Vorstellung einen Blick auf die emsigen Tierchen werfen, von den Zugängen zum neuen, klimatisierten Zuschauerraum im zweiten Obergeschoss aus. Im Programm stehen Operetten, Musicals und Spielopern, darunter „Orpheus in der Unterwelt“, „Die Fledermaus“ und „Im Weissen Rössl“ ebenso wie „Catch Me If You Can“ oder „La Cage aux Folles“ und das zauberhafte „Märchen vom Zaren Saltan“. In der neuen Aufführungs-Reihe „Generator“ im TJG werden fünf verschiedene Theaterprojekte in Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern gezeigt.
Im Entstehen im Kraftwerksgelände sind außerdem eine Kunsthalle und eine Kreativzentrale als lebendiger Co-Working Space. Weitere Infos unter http://www.neonworx.de (ab Februar 2017)

Informationen zum Spielplan und Ticketverkauf unter http://www.tjg-dresden.de
oder Tel. (0351) 3204 27 77
und unter http://www.staatsoperette.de, Tel. (0351) 207 99 99

Text + Fotos (lv)

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Die zwei Sandstein-Musen „Musik“ und „Tanz“ wurden 1945 aus dem kriegszerstörten Albert-Theater geborgen und bisher im Lapidarium der Zionskirche aufbewahrt. Nun empfangen sie die Besucher im neuen Kulturkraftwerk. Neben ihnen der immer noch witzig-vitale „alte Herr“ des Puppenensembles namens T.J.G. bei der Eröffnungsfeier.

 
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Operettensängerin Ingeborg Schöpf freut sich über das neue Haus.
Musiziert und getanzt wurde bis nach Mitternacht am Eröffnungsabend.

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Die Außenfassade des neuen Kulturkraftwerks Mitte unweit vom Bahnhof Friedrichstadt.

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