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Kategorien-Archiv: Musik

Ausstellungs-Eröffnung: Bereits zum 15. Mal „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros

23 Donnerstag Nov 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Lebensart, Literatur, Musik, Zwischenmenschliches

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Reich der Träume… wild & verlockend.. . Das Titelbild zur Ausstellung im Erotischen Advent »Tarnung« von Juan Miguel Restrepo, Öl auf Leinwand, 2023, Detail. Zu sehen ab 24. November in der Galerie unst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden. 

»EROTISCHER ADVENT«

Weihnachtsausstellung

24. November bis 27. Januar 2024

Vernissage am Freitag, 24. November 2023 · Beginn 19.00 Uhr · Eintritt frei

Begrüßung: Janett Noack
Einführende Worte: Solvig Frey
Musik: Kleines Konzert mit Stephan Pankow, Gitarre

Aus Groove & Funk erklingen inspirierende Interpretationen und fließende Melodien.

Es ist wieder so weit! Alle Jahre wieder… Die traditionelle Weihnachtsausstellung »EROTISCHER ADVENT« wird auch in diesem Jahr am Freitag, den 24. November 2023 um 19.00 Uhr in der Galerie kunst & eros in der Passage der Hauptstraße 15 in Dresden eröffnet.

Bereits zum 15. Mal präsentiert die Galerie zum Fest der Liebe eine Vielfältigkeit an verführerischer Kunst in einer Gruppenausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler- auf Leinwänden, Grafikblättern, Zeichnungen, Keramik und Porzellan.

Dabei werden neue Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler vorgestellt:

Rita Geißler · Maximilian Hagstotz · Leo Lessig · Juan Miguel Restrepo · Gudrun Trendafilov · Sylvia Klöde · Chris Löhmann · Manuela Neumann · Rita Goldschmidt & weitere Gäste

Text: Janett Noack & Team

Veranstaltungstipp zur Ausstellung

»Erotic Cocktail« Musikalischer Leseabend

Felber & Bemmann

Freitag, 8.12. 2023 · Beginn 19.30 Uhr · Eintritt 10 €
Kurzes, Überraschendes, Strichfassungen- die Lady kommt auf den Punkt- gerahmt mit jazzigem und elektronischem Sounddesign.

Regina Felber– studierte Schauspielerin, Staatsschauspiel Dresden, seitdem freischaffend

Rainer Bemmann– studierter Jazzmusiker, live mit digitalem Blasinstrument

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Konzert zu Ehren von Joni Mitchel bei den Jazz-Tagen Dresden

08 Mittwoch Nov 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie, Projekte

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Zelebrieren Songs von Joni Mitchel: die drei Multi-Instrumentalistinnen und Singer-Songwriterinnen Anne de Wolff, Iris Romen und Stefanie Hempel beleben die großartige Musik der Sängerin neu zum 50. Jubiläum ihres legendären Albums „Blue“. Foto: Veranstalter

Magische Song-Reise

Joni Mitchel, eine der bekanntesten Singer-Songwriter feierte gerade ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentieren die Jazztage Dresden am 21. November, 19.30 Uhr „The Joni Project“ in der Dreikönigskirche Dresden.

Laut Musikmagazin Rolling Stone ist Joni Mitchel eine der „größten Songwriterinnen aller Zeiten“. Am 7. November feierte die weltberühmte Kanadierin ihren 80. Geburtstag. Ihr zu Ehren haben sich drei Multiinstrumentalistinnen und Singer-Songwriterinnen zusammengetan und präsentieren gemeinsam „The Joni Project“ am 21. November im Rahmen der Jazztage Dresden.

Bekannt geworden ist die Musikerin und Komponistin Joni Mitchel, mit bürgerlichem Namen Roberta Joan Anderson, mit ihren anfangs durch Folk und später durch Jazz sowie Pop und Rock inspirierten Liedern. Seit dem Start ihrer Karriere in den 1960er Jahren veröffentlichte sie rund 20 Alben, ihre Songs wurden tausendfach gecovert. Den großen Durchbruch erzielte sie 1971 mit ihrem vierten Album „Blue“, das heute zu den allgemein anerkannten Klassikern der Popmusik gehört. Es folgte das meistverkaufte Album „Court and Spark“, in dem sie experimentell Pop-, Rock- und Jazzelemente nutzte. Mit der Aufnahme in die „Rock and Roll Hall of Fame“ sowie einem „Grammy“ für das Lebenswerk ist sie aus der Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken.

Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Albums „Blue“ trafen sich die Musikerinnen von „The Joni Project“. Mit ihren starken Stimmen und einer Vielzahl unterschiedlicher Instrumente beleben Anne de Wolff, Iris Romen und Stefanie Hempel die großartige Musik von Joni Mitchell neu und weihen dabei das Publikum in die vielen kleinen und großen Geschichten hinter den Songs ein. Teil ihres Programms sind dabei bittersüße Songs von „All I Want“ über „California“ bis hin zu „River“ in all ihren dunklen und hellen Schattierungen. Gemeinsam bringen die drei Musikerinnen den Geist von Joni Mitchells Songs, die oft traurig, immer ehrlich und „confessional“ sind, aber gleichzeitig mit ihrem Witz, Geist, kindlicher Weisheit und Poesie verzaubern, auf die Bühne.

Kein Album hat den Begriff des Singer-Songwriters so geprägt wie „Blue“. In ihrer schonungslosen Selbstreflexion, Einsamkeit und Verletzlichkeit setzte Joni Mitchell damit neue Standards in der Welt des Pop und öffnete vor allem die Türen für die weibliche Stimme und Erzählweise. Anne de Wolff, bekannt aus ihrer Zusammenarbeit mit BAP, Bosse oder Calexico, die niederländische Sängerin und Komponistin Iris Romen (Tim Neuhaus, Ben Becker und Astrid North) und Hamburgs Beatles-Expertin und -Interpretin Stefanie Hempel nehmen die Zuschauer mit in die magische Welt von Mitchells Werk.

Tickets für das Konzert „The Joni Project“ am 21. November 2023 sind auf der Homepage http://www.jazztage-dresden.de erhältlich.

Weitere Infos und alle Konzerte: www.jazztage-dresden.de

Alle Ermäßigungen unter: www.jazztage-dresden.de/de/rabatte_festivalpaesse

Text: Peter Dyroff/meeco Communication Services

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Ausstellung „Drucksachen“ von Gudrun Trendafilov im Einnehmerhaus Freital

28 Samstag Okt 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Innige Spiegelbilder des Lebens
in aufgewühlter Gegenwart

Zart, kraftvoll, wach und traumversunken, voller Farb- und Formlust verbinden sich Mensch- und Naturwelt in der Ausstellung „Drucksachen“ von Gudrun Trendafilov im Einnehmerhaus Freital.

Ein vielfältiger Figurenreigen begegnet dem Betrachter derzeit in den Räumen im Einnnehmerhaus Freital. Frauen mit Fisch, Vogel, Beere, Hutnadel, Finger zum Mund und Ring drin. Ein Blaues Paar, Kuss, Verbandelt. Die Bildtitel sprechen für sich und in den Bildern ist viel Bewegung, Schwung, Spannung und Sinnlichkeit. In ihrer Ausstellung „Drucksachen“ zeigt die bekannte Dresdner Künstlerin Gudrun Trendafilov Druckgrafik in vielen Techniken aus den Jahren 1988 bis 2023.

Eröffnet wird die Schau am 28. Oktober um 17 Uhr im Domizil des Kunstverein Freital e.V. auf der Dresdner Straße 2.

Von den 200 mitgebrachten originalgrafischen Blättern fanden schließlich 53 Arbeiten Platz in dieser Ausstellung. Die Bandbreite reicht von Siebdruck, Algrafie, Lithografie, Vier-Farb-Holzschnitt bis zu Mischtechnik, Collage und Materialhochdruck.Von Trendafilovs Bildern geht ein Zauber der Linien aus, die Figuren und Farben umfließen. Mal in zarten und kräftigen Farbtönen, klar oder abstrahiert in der Darstellung, schmiegen sich Gesichter und Körper aneinander, halten sich oder stoßen aufeinander. Sie erscheinen allein, zu zweit oder dreieinig, mit offenen oder versunkenen Blicken und tragen oft eigentümliche Kopfbedeckungen, die an Wurzelgeflechte, Vogelnester, Hörner und Mondsicheln erinnern, das Haar lang, fließend oder wild aufgewirbelt. Mensch- und Naturwelt sind in ihren Arbeiten eng miteinander verwoben in mal archaischen, steingrau, erdigen Farben und weich verfließendem Türkis und hellem Orange wie in der Algrafie/Irisdruck „Abend“ im Titelbild der Ausstellung. Der Gesichtsausdruck träumend, in sich ruhend, „der Blick immer leicht skeptisch“, fügt Gudrun Trendafilov hinzu.

Diese Technik der Algrafie komnt der Feinheit ihrer Zeichnungen sehr entgegen. Sie arbeite gern damit, weil man dabei sowohl lasierend, durchscheinend als auch deckend mit der Farbe drucken kann. Gezeichnet wird mit einem Blei- oder Wachsstift auf ein Aluminiumblech. Ihre oft aus Tuschflecken und verlaufender Farbe auf dem Papier hervorwachsenden, faszinierenden Figuren und Köpfe tummeln sich seit nunmehr fast 20 Jahren in den Algrafien. Zu sehen sind außerdem frühe Arbeiten von Gudrun Trendafilov, darunter eine schwarz-weiße Algrafie von 1988 und zwei Siebdrucke, „Dreck“ und „Beschwörung“ von 1989. „In den 80er und 90er Jahren konnte man diese Tuschflecke noch nicht drucken. Das ging dann mit Techniken wie der Algrafie, wo auf speziele Folien gezeichnet und auf das Aluminumblech übertragen und gedruckt wurde, so dass man die schweren Platten nicht mehr schleppen musste“, erzählt sie. Ende der 90er Jahre kam dann die Farbe in die Algrafien.

„Ich mag am Drucken das Überraschende und Umsetzen einer Idee, es ist spannend, was mit der Technik entsteht und man kann es vervielfältigen.“ Viele ihrer Siebdrucke entstanden bei Irina Claußnitzer in der Werkstatt und die Algrafien und andere in der Grafikwerkstatt Dresden. 1958 in Bernsbach/Erzgebirge geboren, studierte Gudrun Trendafilov von 1976 bis 1981 an der Dresdner Kunsthochschule und erwarb ihr Diplom als Malerin und Grafikerin bei Professor Gerhard Kettner. Seither ist sie als freiberufliche Künstlerin in Dresden tätig und war von 1989 bis 2008 Mitglied der Künstlerinnengruppe Dresdner Sezession 89. „Die Druckgrafik lief immer nebenher mit der Malerei, als eine andere Art sich auszudrücken und ich hab auch immer Grafiken verkauft und unters Volk gebracht“, so Gudrun Trendafilov. Mit ihren frühen Arbeiten komme sie noch sehr gut klar, so die 65-jährige Künstlerin. „Aufregung war damals und jetzt wieder, dazwischen ruhig. Ich merke, dass die Zeichnungen nicht mehr so zart sind, sondern wieder kräftiger werden. Die frühen Arbeiten sind auch heftiger und gestischer. Ich mag ihre Energie, impulsiv gespritzt mit Pinsel oder Rohrfeder. Das Alter spielt auch eine Rolle“, sagt Gudrun Trendafilov. „Wenn ich die Figuren mache, schauen sie mich an, es ist wie ein Spiegel.“

Sie horcht in sich und setzt sich mit ihrem eigenen Befinden und der Welt auseinander. „Im Moment bin ich verunsichert und beängstigt, die Welt ist durcheinander, aufgewühlt, auch darüber wie Menschen miteinander umgehen“, sagt sie. In dieser grellen, lauten Zeit strahlen die Bilder von Gudrun Trendafilov eine wohltuende Ruhe, Innerlichkeit und Schönheit aus. „Besonders an ihren Arbeiten sind die zarten und innigen Begegnungen und Berührungen zwischen Menschen und Lebendigem, ob Tier oder Pflanze, die miteinander und mit dem Betrachter Zwiesprache halten in prägnanter Form“, sagt Bettina Liepe, Vorsitzende des Kunstvereins Freital im Einnehmerhaus. Es ist auch eine Vorzugsgrafik, „Die Schlafende“ in der Ausstellung erhältlich, die noch bis 16. Dezember zu sehen ist.

Text + Fotos (lv)

Die Midissage mit Texten von Michael Wüstefeld und Geigenspiel von Steffen Gaitzsch findet am 25. November um 17 Uhr statt.

Öffnungszeiten: Do und Sa 10 – 17 Uhr, Fr und So 14 – 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de


„Schlafende“: Vorzugsgrafik zur Ausstellung von Gudrun Trendafilov im Einnehmerhaus Freital.

Die Künstlerin vor frühen Arbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren.
Aus der Serie „Köpfe“, Algrafie

Frau mit Fischen, Algrafie

Frauen mit Mondsichel und Vogel, Algrafie


Vorfreude auf die Ausstellungseröffnung: Gudrun Trendafilov und Bettina Liepe, Vorsitzende des Kunstvereins Freital im Einnehmerhaus.

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Ausstellung „Mittendrin II“ von Anita Rempe & Peter Pit Müller im Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul

28 Samstag Okt 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Farbenreiche Fülle des Lebens

Opulente, filigrane und wandlungsreiche Bilderlandschaften zeigt die Ausstellung „Mittendrin II“ mit Malerei und Grafik von Anita Rempe und Peter Pit Müller im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Die Weinlese in der Hoflößnitz ist gerade abgeschlossen. Sonnengereift und prall locken und umgarnen die Trauben den Betrachter auch auf Leinwänden und Papier, laden zu Frohsinn, Genuss und stillem Verweilen ein beim Anblick der opulenten und wandlungsreichen Bilderlandschaften der Ausstellung „Mittendrin II“ mit Malerei und Grafik von Anita Rempe und Peter Pit Müller, Die Eröffnung mit viel Besucherresonanz fand kürzlich im Weinbaumuseum Hoflößnitz, Knohllweg 37, in Radebeul statt.

Stimmungsvolle Melodien und Chansons voller Charme, Leichtigkeit und Tiefe mit Anthony Heulin, Gitarre und Gesang und Rainer Promnitz am Cello waren passend zu den Bildern zu hören, eine besondere Entdeckung dieser Vernissage. Es ist die vierte und letzte Ausstellung dieser Saison und die schönste des Jahres an diesem Ort. Farbenreich, filigran und zerbrechlich schön in vorwiegend warmen und erdigen Farbtönen spiegeln die Arbeiten von Anita Rempe und Peter Pit Müller die Fülle des Lebens und der Natur, Werden, Wachsen, Vergehen und Neubeginn. „Es war ein sehr gutes Weinjahr und wir haben etliche neue Gäste, da so oft nach den Ausstellungsräumen gefragt wurde“, freute sich Museumsleiter Frank Andert bei der Eröffnung. Es gab hier schon eine Ausstellung mit dem Titel „Mittendrin“ von einem Malerei-Plenair in den Weinbergen.

Vor zwei Jahren zeigten die Erfinder dieses Formats André Uhlig und Peter Pit Müller gemeinsam ihre Arbeiten. Anita Rempe ist erstmals dabei. Zusammen und allein zogen sie und Peter Pit Müller malend und zeichnend in die Weinberge. Zu ihrer Überraschung stellten sie hinterher fest, wie manches in den Eindrücken und der Malweise sich ähnelt wie in den beiden Titelbildern auf dem Ausstellungsplakat. Vor grau, schemenhafter Weinbergkulisse leuchten an den wie tänzelnden, vom Wind bewegten, kahlen Reben die letzten Trauben im Herbstlicht. Von Anita Rempe sind groß- und kleinformatige, expressiv farbige Ölbilder mit dem weiß strahlenden Hoflößnitz-Gebäude, umgeben von hohen Bäumen und halbierter Zitrone, Trauben im Licht, rote Äste in der Abendsonne, „Strippen“ und „Orangenes Geflecht“ in den Weinbergen zu sehen. Außerdem eine Serie Zeichnungen mit Kohlestift auf Papier „Im Weinberg“, die Umrisse von Rebstöcken, knorriges Geäst durchzogen von roten Linien wie Drähten oder Lebensadern darstellen und einen Weidenbaum, dessen Zweige vielfarbig in der Wintersonne aufscheinen.

Anita Rempe wurde 1965 in Magedeburg geboren, sie absolvierte ein Diplomstudium für Gebrauchsgrafik und Illustration, arbeitete als freie Trickfilmzeichnerin und betreute nach einer Ausbildung in Kunstherapie verschiedene Kunstprojekte u.a. in der Kinderarche Sachsen und im betreuten Wohnen für chronisch psychisch kranke Menschen in Coswig. Seit 2020 arbeitet Anita Rempe vor allem als freischaffendende Künstlerin im Fischerdorf bei Gauernitz an der Elbe. Sie war ebenso wie Peter Pit Müller einige Jahre von 2000 bis 2005 Mitglied der Künstlergruppe „Oberlicht“ in Radebeul. Er wurde 1956 in Leipzig geboren, hat nach einer Lehre als Maler für Glas und Keramik dann Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule studiert und arbeitet seit 1982 als freiberuflicher Maler und Grafiker in Radebeul. Außerdem ist er nach einem Studium der Kunsttherapie seit 2001 auch als Kunsttherapeut tätig.

Er zeigt ebenfalls Ansichten der Weinberge in Radebeul im wechselnden Licht und Jahreszeiten. Da führen Stufen ins Endlose, wolkenweiß Federleichte inmitten grüner Reben. Da schimmert roséfarben der Eiswein im Herbstlicht, sieht man wunderbar von schwebenden Nebeln, alles umfassender Weite eingehüllt die Weinhänge und Weinlaub vom Mondlicht beschienen. Traumverwobene Bilder, die an Landschaften von Caspar David Friedrich erinnern. Unter etlichen Bildern von Peter Pit Müller stehen schon rote Punkte von Kaufinteressenten. Kräftige und pastellene Farbtöne fließen zusammen, die Linien fein nuanciert von Baumzweigen, Gräsern, Trauben und den Umrissen von Gebäuden oberhalb der Weinhänge. Die Sehkraft des Malers lässt nach durch eine Erkrankung und wird dennoch durchs Malen trainiert. Mit geübter Hand und mit Hilfe von Lupenbrille und Vergrößerungsglas und ungebrochener

Faszination für alles Rebende, urwüchsig Lebendige gewinnen seine neuen Arbeiten noch stärker an Ausdrucks- und Farbkraft. Im Kontrast dazu sind einige Kohlezeichnungen von ihm vom Weinberg „Goldener Wagen“ mit Spitzhaus und Bismarckturm sowie einige Acrylbilder vom Weinanbau in La Geria auf Lanzarote zu sehen. Schwarze Aschelandschaft und mittendrin kleine grüne Flächen mit Weinreben. Eine gelbe Kugel erhebt sich auf dunklem Gestein als „Weinlicht“. Die Ausstellung von Anita Rempe und Peter Pit Müller ist noch bis 10. Dezember im Hoflößnitz Radebeul zu sehen.

Text + Fotos lv)

Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr.

http://www.hofloessnitz.de


Dem Glücklichen lacht jede Stunde: Der Maler Peter Pit Müller mit seiner Mutter nach der Ausstellungseröffnung.

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Ausstellung „Seelenlandschaften“ von Max Manfred Queißer im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

28 Donnerstag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Musik für die Augen: Gerlinde Queißer vor Bildern ihres Mannes Max Manfred Queißer in der Ausstellung „Seelenlandschaften“ im Hoflößnitz Radebeul.

Bilder in allen Farbtönen des Lebens

Musik und Malerei verbinden sich eindrucksvoll in der Ausstellung „Seelenlandschaften“ von Max Manfred Queißer im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Rhythmisch bewegte, fließende Linien, mal luftig-leicht, mal dicht verwoben, zart und kraftvoll, durchziehen die Leinwände. Malerei, die Musik in allen Farbtönen und Emotionen nacherleben lässt, zeigt die derzeitige Ausstellung „Seelenlandschaften“ des Maler-Poeten Max Manfred Queißer (1927 – 2016)  im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz, Knohllweg 37 in Radebeul. Die dritte Ausstellung dieser Saison zeigt farb- und formenreiche Arbeiten des Künstlers aus dem Zeitraum von 1999 bis 2016. Er war bis zuletzt künstlerisch tätig. Seine Frau Gerlinde Queißer verwaltet den Nachlass und kümmert sich mit viel Enthusiasmus, dass sein Werk in der Öffentlichkeit sichtbar bleibt. Der Ausstellungstitel ist benannt nach dem umfangreichen, reich bebilderten Werkkatalog von 2017, der auch in der Ausstellung erhältlich ist.

“Ich habe ihn als einen geist- und humorvollen, aufgeschlossenen und warmherzigen Menschen kennengelernt“, sagt Museumsleiter Frank Andert über Max Manfred Queißer. 2014 war das im Rahmen einer Ausstellung in der Friedenskirche Radebeul, wofür er einige kostbare Erinnerungsstücke aus Familienbesitz und ein großes Antikriegs-Bild von 2005 zur Verfügung stellte. „Damals konnte man nicht ahnen, wie aktuell dieses Thema wenige Jahre später wieder sein würde“, so Andert. Manfred Queißer wurde mit 17 Jahren 1944 zum Militärdienst einberufen und war von 1945 bis `48 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft im Donezbecken, wo heute wieder Krieg herrscht. Diese Erfahrung hat sein Leben geprägt. „Musik und Kunst haben ihm über diese Zeit geholfen und diese Leidenschaft in ihm entzündet“, sagt seine Frau. Geige und Pinsel begleiteten Manfred Queißer zeitlebens. Musik und Malerei regten sich gegenseitig an in seinem Schaffen. Der gebürtige Freitaler und studierte Kultursoziologe war künstlerischer Autodidakt, beschäftigte sich seit 1958 mit Malerei und war befreundet u.a. mit den Künstlern Joseph Hegenbarth, Karl-Heinz Adler, Friedrich Kracht, Hans und Lea Grundig. Seit 1975 lebte und arbeitete Queißer gemeinsam mit seiner Frau, die Design auf Burg Giebichenstein studierte, in Radebeul. Die Orte der großen impressionistischen Maler konnte er erst nach der Wende bereisen.

Bilder vom „Pester Karneval“ inspiriert von Franz Liszt ebenso wie mit Musikern und Tanzenden bei Konzerten von Jazz, Blues und Muzette mit Akkordeonspiel in Paris, vor der Kulisse des Moulin Rouge, erzählen leuchtend farbig von seinen Endrücken. Die Ausstellung versammelt abstrakt-zeichenhafte Farblandschaften und einige figürliche Arbeiten. Queißer hörte die Klavierkonzerte von Igor Strawinsky und Béla Bartók und holte sie in schwungvollen, lodernden Farben auf die Leinwände. „Die Farbe Rot“ in Analogie zur Gershwin-Oper „Porgy and Bess“ fließt mit darüber rinnender, schwarzer Farbe auf einem großformatigen Ölbild. Licht und Schatten liegen oft nah beeinander. Manchmal scheinen die Gesichter an Geige, Cello oder Harfe in lichtvollen Farben zu verschmelzen. Ein Specht hämmert inmitten von Farben im Geäst. Zu sehen sind auch einige Arbeiten auf Papier in beschwingten Formen, die an Segel, Kreise, Sichelmonde erinnern. Derzeit bereitet Gerlinde Queißer einen neuen Katalog mit Papierarbeiten und Lebenserinnerungen ihres Mannes vor. Die Ausstellung „Seelenlandschaften“ ist noch bis 8. Oktober im Hoflößnitz zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de

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BilderAlbum: Gedicht-Lesung mit Musik „Ein Meer aus WortKlängen“ mit Lilli Vostry & Aerdna Harp im Atelier Rudolf-Leonhard-Straße 19

26 Dienstag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Spiel mit Worten, Bildern und Klängen: Lilli Vostry, Autorin, Maura Miletta, Fotografin und Aerdna Harp, Musikerin vor der Gedicht-Lesung mit Musik in der Ausstellung im Atelier Rudolf-Leonhard-Straße 19 beim Neustadt Art Festival am vergangenen Sonnabend in Dresden.

Farbenfrohe Blicke auf Dresden & WortKlänge

Ein offener Raum voll bezaubernder Bilder & leckere Schokomuffins von Maura Miletta in ihrer Foto-Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“. Ihr Freund Robin als charmanter Gastgeber und spontan hereinschauende und aufmerksam lauschende Zuhörer. Manche nur kurz in der Tür, doch die meisten, zumeist jüngere, blieben länger. Das war schön. Meine Gedicht-Lesung „Ein Meer aus WortKlängen“ mit Aerdna Harp insgesamt zwei Stunden lang mit Pausen beim Neustadt Art Festival im Atelier Rudolf-Leonhard-Straße 19 am vergangenen Sonnabend war ein Vergnügen. Und ein Wagnis. Denn wir kannten uns nicht vorher.

Die ausstellende Fotografin suchte Leute für eine Lesung mit Musik zu ihrer Finissage. Ich hab mich gemeldet und sie hat mir gleich geantwortet. Ich war neugierig auf Maura Milettas Ausstellung und hab sie mir vor der Lesung angesehen. Und es passte wunderbar. Maura malt mit der Kamera, ich mit Worten und Aerda Harp mit Klängen.
Ihre Bilder und der Ausstellungs & Kunstort sind eine Entdeckung für mich und es entstand eine schöne Verbindung, Miteinander im Laufe der Lesung durch das gemeinsame Tun. Der Raum. die Art der Hängung der Bilder in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre, mit ein paar Kissen und Stühlen flugs verwandelt zum Veranstaltungsraum inkl. Bar mit kleinen Leckereien und Getränken. Das machte Laune. Auch wenn der Hut spärlich gefüllt war, obwohl fast 20 Leute kamen in den zwei Stunden… Die Bereitschaft zu schlendern von Spielort zu Spielort und mehr zu konsumieren als zu geben für das Erlebnis ist eben auch bei einem nicht kommerziellen Kunst & Kulturfestival nicht viel anders. Einige junge Leute zückten ihr Handy und hielten kurze Schnipsel fest, als sammelten sie Events ein, ob sie überhaupt noch wissen, was sie da aufgenommen haben…

Dennoch war es eine interessante Erfahrung, sich darauf einzulassen, nicht zu wissen, wer kommt und wie es wird. Wie das Gelesene und Gespielte ankommt. Die jüngste Zuhörerin, Hilda, war drei Jahre und lauschte vergnügt mit den Größeren. Ihr Papa sagte hinterher, die Gedichte seien von den Bildern her auch für Kinder geeignet, verständlich. Das freute mich sehr. Es macht mir auch großen Spaß, für Kinder zu schreiben, das will ich gern ausbauen, denn sie sind so aufgeweckt, erfrischend und inspirierend, sagte ich dem Vater. Hoffe ich finde bald einen geeigneten Raum in Dresden bzw. näherer Umgebung und Kinder, die gern Geschichten erfinden und aufschreiben, spielerisch mit Worten umgehen wollen. Das wäre wunderbar.

Auch die Lesung macht Lust auf mehr. Wir freuen uns auf weitere schöne Spielorte für unsere Gedicht-Lesung mit Musik „Ein Meer aus WortKlängen“ in und um Dresden.

Text + Fotos (lv)


Bilder auf Hauswänden erscheinen fantasievoll verwandelt in den Fotografien von Maura Miletta, die auch als Fotobuch erhältlich sind.

Haus der Liebe

Durchs Dachgebälk
leuchtet der Himmel
Fenster und Türen
starren ins Leere
im Haus der Liebe

keiner geht
ein und aus
die Außenhaut
verfallen begehren
wild umher wandernde Träume
Einlass

Nimmersatte Poeten
Herzriesen Zwerge und Vagabunden
fliegende Fische im herabtriefenden
Blumenwasser

ziehen ihre Kreise
in den Untiefen wuchernder Unkrautblüten
tauchen nach verborgenen Schätzen

an die Wand geschmiegt hält sich
Klimts Liebespaar
in einer letzten Umarmung

auf bröckligem Grund
hinter dem Baugerüst

LV
25.10.2012, angeregt von einem Wandbild an einem alten Haus an der Antonstr./Nähe Albertplatz

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Neustadt Art Festival: Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“ von Maura Miletta im Atelier Rudolf-Leonhard-Straße

23 Samstag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Genießen, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Besondere Blicke auf Dresden: Bekannte Gebäude, Plätze, Parks und Wohnhäuser erscheinen originell und wundersam verwandelt in den fantasievollen Aufnahmen, die dennoch Wirklichkeit abbilden, der italienischen Fotografin Maura Miletta. Sie lebt seit zwei Jahren in Dresden.

Semperoper mit Gänseblümchen und Streetart

Farb- und fantasiereiche Blicke auf Dresden zeigt die italienische Fotografin Maura Miletta in ihrer ersten Ausstellung in Elbflorenz im Atelier auf der Rudolf-Leonard-Straße 19. Die Finissage feiert sie mit einer Gedicht-Lesung und viel Musik, ab 16 Uhr am Sonnabend, dem 23. September.

Gelbe Herbstblätter schweben von einem Baum herab, dahinter ragt der dunkle Kirchturm mit der Uhr im Laub. Da fallen einem gleich die Zeilen aus einem Rilke-Gedicht ein: „Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los… “ Momente wie diese, bei denen Natur, Architektur, Licht, Formen und Farben stimmungsvoll zusammenfließen, hält Maura Miletta gern mit der Kamera fest. Oft wirken ihre Fotografien wie gemalt. Die Aufnahme mit dem Blätterteppich vor der Dreikönigskirche ist das Titelbild ihrer Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“ und auf dem Flyer zu sehen. Als Fotodruck auf Leinwand hängt es nun auch frei schwebend im Atelier des Neustadt Art Kollektiv auf der Rudolf-Leonhard-Straße 19 in Dresden. Es öffnet wie viele andere Kulturorte im Dresdner Szeneviertel an diesem Wochenende seine Türen beim Neustadt Art Festival. Im prall bunten Programmheft und online auf der Festival-Webseite stehen 400 Veranstaltungen an 60 Spielorten, und noch etliche weitere spontan und kurzfristig hinzugekommene Angebote von Kreativen, Bildenden Künstlern, Musikern und Autoren.

Im Atelier auf der Leonhardstraße hängen derzeit rund 40 vorwiegend kleinformatige, farbenfrohe Fotografien von Maura Miletta (siehe unter Instagram: maura_miletta; mauraimiletta_cyanotype), in denen bekannte Gebäude mit anderen vorgefundenen Dingen, wie Blumen, Blättern, Bäumen oder Bildern auf Hauswänden, Streetart, zusammen gebracht, fantasievoll verwandelt erscheinen. Da wächst plötzlich eine große Wiese mit Gänseblümchen vor der Semperoper. Da wehen, fliegen und tanzen Blüten und Blätter in mal lichtvollen, mal erdigen Farbtönen und wie Schneeflocken rund um Zwinger, Hofkirche, vor einer Laterne auf der Brühlschen Terrasse und einem Riesenrad, steigt das Palais im Großen Garten traumhaft spiegelnd aus dem Wasser auf. Da sitzen plötzlich Eulen auf einem Eckhaus an der Görlitzer Straße und schauen auf die vielen Nachtschwärmer, hocken bunte Vögel und spaziert eine schwarze Katze mit gelben Augen ums Haus mit warmem Lichtschein. Originell, verspielt, romantisch, witzig und fantasievoll sind diese Bilder-Blicke auf Dresden der italienischen Fotografin Maura Miletta, in denen sie Bekanntes und zufällig Gefundenes, kleine Details, an denen andere achtlos vorbeigehen, die aber auch sehens- und liebenswert sind, ins Blickfeld ihrer Bilder rückt. Das Besondere an ihren Fotografien ist, dass alle Aufnahmen mit der Technik der Doppelbelichtung direkt in der digitalen Fotokamera möglichst in der gleichen Position fotografiert entstehen. „Es geht darum, ein Bild zu machen und dann ein weiteres, das über dem vorherigen liegt“, sagt Maura. „Ich habe Spaß daran, wenn ich ein graues Haus sehe und Farbe darauf lege.“ Sie lässt sich anregen von dem, was sie vorfindet, mischt reale und die Bilder in ihrem Kopf und lässt ihre eigene Welt in den Bildern sichtbar werden. „Letztlich geht es doch darum, was macht das Bild mit dir“, sagt Robin, ihr Freund. Er und Maura haben sich in Italien, in Florenz kennengelernt. Sie hat Wirtschaftswissenschaft studiert und kündigte ihren Job im Finanzamt, da er ihr zu eintönig war.

Sie fotografiert schon länger, aber vorher mehr tagebuchartig. Inzwischen arbeitet die Autodidaktin freiberuflich als Fotografin. Robin arbeitet als Softwareentwickler und stammt aus Münster. Da das Hin und Her Reisen auf Dauer zu anstrengend war, entschieden sich Maura und Robin für Dresden, da es „eine schöne Stadt ist.“ Seit zwei Jahren leben sie hier. Es ist ihre erste Ausstellung in Dresden als Fotografin im Atelier in der Leonhardstraße. Die Idee des Neustadt Art Festivals, bei dem vor allem junge, noch nicht etablierte Künstler sich mit ihren Arbeiten zeigen können, gefällt ihr. An diesem Sonnabend feiert Maura die Finissage ihrer Ausstellung, dazu gibt es eine Gedicht-Lesung mit Harfenspiel (ab 16 – 18.30 Uhr mit Pausen) und abends Gitarren-Livemusik im Atelier auf der Rudolf-Leonhard-Straße 39.

Bereits seit 2012 gibt es das Neustadt Art Festival (NAF) als nichtkommerzielles Kulturangebot für alle, eintrittfrei. Spenden der Besucher für die Künstler sind natürlich willkommen. Es begann mit einer Veranstaltung an der Prießnitz in der Neustadt von einer Gruppe junger Künstler. Dieses Jahr findet das Festival zum 12. Mal statt. „Fast 200 KünstlerInnen aus allen möglichen Sparten haben ehrenamtlich Programme für jeden Geschmack und jedes Alter zusammengestellt und bieten genreübergreifende, kreative Symbiosen zum Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken“, sagt Mitorganisator Thomas Schreiter. Er ist seit 2015 dabei im Orgateam. Damit alles finanziert werden kann, hat das Festivalteam ein Crowdfunding, Spendensammlung unter naf.li/cf gestartet, bei dem es viele schöne Dankeschöns gibt wie Bilder, Wohnzimmerkonzerte, Postkarten und Glühwein aus der Alten Fabrik.  „Unser Anspruch ist, junge Kunst zu entdecken und präsentieren, eine Plattform zu bieten mit dem Neustadt Art Festival“, so Schreiter. „Diese große Vernetzung zwischen den Künstlern und Veranstaltungsorten, das ist unbezahlbar für die Kreativen.“  Das Festival wächst von Jahr zu Jahr, so Schreiter. „Daher beantragen wir eine größere Fördersumme von 22 000 Euro für 2024 beim Kulturamt der Stadt Dresden.“ Die bisher 10 000 Euro an öffentlicher Förderung von der Stadt und der Stiftung Äußere Neustadt für das Neustadt Art Festival seien nicht viel, um die anfallenden Materialkosten, Druckkosten für die Programmhefte und Plakate, angemietete Tontechnik und Tontechniker zu bezahlen. Die Bandbreite an Veranstaltungen ist groß. Von der Blauen Fabrik über Hanse 3, Area 67, Hinterhöfen im Hechtviertel bis zur mobilen Jugendhilfe auf der Rothenburger Str. wird reichlich Musik, Kunst, von Malerei bis zur Skulpturen-Ausstellung und vieles mehr geboten.

Das Atelier mit Ausstellungsraum des Neustadt Art Kollektiv in der Leonhardstraße 19 gibt es seit 2020. Thomas Schreiter, der als Grafikdesigner, Maler und Illustrator tätig ist, nutzt dieses gemeinsam mit der Künstlerin Jolle Vanderbeke. „Es ist eine Mischung aus Atelier und Galerie, in der wechselnde Ausstelllungen, aber auch Filmabende und Lesungen finden hier statt“, sagt Thomas. Es ist Platz für 40 bis 50 Besucher, die dann meist locker auf Sitzkissen am Boden zusehen.

Mit dabei beim NAF ist auch der Literatur- Kulturraum „Starke Federn“  in der Försterstraße 10. Dort gibt es Sonnabend und Sonnabend Lesungen mit Autorinnen der Schreibwerkstätten, erfährt man mehr über deren aktuelle Projekte und kann eine Ausstellung mit dem Titel „Meer und Mensch“ mit Bildern von Sarah Ammajou Rehm, Autorin und Leiterin der Schreibwerkstätten „Starke Federn“ anschauen. Abschließend liest sie am Sonntag, 18 bis 20 Uhr unter dem Titel: „Das Tal – Texte über Dresden“.

Text + Fotos (lv)

Literatur & Kulturraum STARKE FEDERN

 

Webseite: https://neustadt-art-festival.de
App: https://naf.li/app
Crowdfunding: https://naf.li/cf


Kunstraum & Bühne für Kunst in aller Vielfalt: Thomas Schreiter, Grafikdesigner, Maler, Illustrator und Mitorganisator des Neustadt Art Festivals in Dresden.

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Gedicht-Lesung mit Musik „Ein Meer aus WortKlängen“ mit Lilli Vostry & Aerdna Harp beim Neustadt Art Festival

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Mal leise, sanft fließend, mal lebhaft, farb- und fantasiereiche WortKlänge können die BesucherInnen bei der Gedicht-Lesung mit Lilli Vostry und Harfenspiel von Andrea Dorschner alias Aerdna Harp beim Neustadt Art Festival am 23.9. im Dresdner Szenevertel erleben.


Kunstreicher Ort: Thomas Schreiter, Grafikdesigner, Maler und Organisator des Festivals, stellt das Atelier vom Neustadt Art Kollektiv anderen Kreativen für Veranstaltungen zur Verfügung. An vielen Orten in der Neustadt gibt es von Freitag bis Sonntag ein pralles Programm mit Ausstellungen, Aktionen, Konzerten, Lesungen… Foto: TS

Ein Meer aus WortKlängen

Neuer Wort & Klangzauber mit Gedichten von Lilli Vostry und Andrea Dorschner alias Aerdna Harp an der E- und Akustikharfe lockt bei unserer Lesung während des Neustadt Art Festival am 23. September, 16 bis 17 Uhr sowie 17.30 bis 18.30 Uhr im Atelier Rudolf-Leonhard-Str. 19 zur Finissage der Ausstellung der italienischen Fotokünstlerin Maura Miletta (extra Beitrag zu ihren Arbeiten folgt).

Umgeben von den farbenfrohen und fantasievollen Fotografien in der derzeitigen Ausstellung „Dresden mit verschiedenen Augen“ von Maura Miletta können Poesie- und Musikliebhaber im Atelier in der Rudolf-Leonhard-Straße 19 Gedichte über Zauberhaftes in der Natur und Zwischenmenschliches, Veränderungen und Wandlungen im Leben und den Zauber des immer wieder Anfangens hören. Sie erzählen von Spätsommertagen am Meer, Möwen, Wind, Wolken und Weite, Glückskäfern in der Seegras-Hängematte, Herzriesen, Zwergen und Vagabunden, fliegenden Fischen, Katzentieren, wildem Mohn und einem seltsamen weißen Tier am Elbufer. Stimmungsreiche Wort- und Klangmalerei, begleitet von wunderbar sphärischen Klängen von Aerdna Harp an der E- und Akustikharfe. Der Eintritt zur Lesung mit Musik ist frei. Spenden sind willkommen.

Ich freue mich sehr, beim diesjährigen Neustadt Art Festival mit seinem kreativ-innovativen Ambiente und vor buntgemischtem Publikum meine noch ganz frischen Gedichte vom Meer und frühere, auch noch nie gelesene Texte vorstellen zu können. Erstmals wieder gemeinsam mit Andrea Dorschner alias Aerdna Harp, die auch meine ersten Gedicht-Lesungen in ihrem KlangLabor in Dresden begleitete. Sie ist eine leidenschaftliche Musikerin an der E-Harfe und Akustik-Harfe, spielt seit 2013 vom Klavier kommend Harfe, bevorzugt Freie Improvisation….Free Jazz…. Experimentalmusik….Neue Musik. Sie spielte z.B. auf Konzerten in Dresden, Freiberg, Leipzig, Bremen, Basel, Tschechien, begleitet Lesungen und Vernissagen…gründete einstmals das KlanGLaboR in Dresden Mickten – ein Atelier der Freien Improvisation aller Künste…..wohnt jetzt im Osterzgebirge.

Kommt, schaut, lauscht, genießt Bilder und WortKlänge und lasst Euch verzaubern und anregen.

Text + Fotos (3) (lv)


Farbenfroh, fantasievoll, poetisch und wie gemalt wirken die mit der Kamera festgehaltenen Blicke auf Dresden von Maura Miletta. Dabei verbinden und verwandeln sich bekannte Sehenswürdigkeiten, Bilder auf Hauswänden, Bäume, Steine, Blätter und Blumen durch Doppelbelichtung wie übereinander gelegte Bilder auf reizvolle Weise. Da erscheint Kleines groß, Großes und Erhabenes heiter und verspielt und Graues heller und freundlicher mit dem Betrachten aus verschiedenen Blickwinkeln, erschaffen die Bilder eine neue, eigene Wirklichkeit, die für jeden anders aussieht.

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Songs, Gedichte & Geschichten beim Palaissommer

08 Dienstag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Poetisches Sommervergnügen

Songs, Gedichte und Geschichten gibt es beim diesjährigen Palaissommer am Freitag, den 11. August, 20 Uhr im Ostra-Dome (Zur Messe 9a, Dresden).

Große Wiese. Coole Bühne. Gastronomie. Wasserfläche. Büchertisch.

Görda (Konzert) / Manuela Bibrach / Verica Trickovic / Marcel Beyer (Lesung) Volker Sielaff (Moderation)

Weil sich zu den Gedichten nun auch Geschichten und Songs hinzu gesellen, heißt das kultige Format jetzt ‚Songs, Gedichte & Geschichten‘. Es wird ein so kurzweiliger Abend, wie das Publikum ihn seit Jahren gewohnt ist. Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung, Performance und wunderbarer Musik, bei dem namhafte Dichter, ein Romancier und ein berauschendes Songwriterinnen-Duo dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern ihre Lieder und Texte vorstellen.

Ein Novum beim diesjährigen Abend von „Songs, Gedichte und Geschichten“: Am Schluss des Abends wird jeder Autor gemeinsam mit Görda zu deren Musik noch ein Gedicht performen („Music meets Poetry“). Man darf gespannt sein!
Görda: Das female Duo aus Leipzig, verwebt in einer multi-instrumentalen Live Performance Vocals, E- Bass, Querflöte, Synthesizer, Cello und Beats zu vielschichtigen Klangteppichen. Görda ist eine schillernde Kreuzung aus Alternative Pop und Experimental Songwriter, durch die immer wieder der Jazz Background blitzt. Kraftvoll, poetisch und gewitzt erzählen ihre Geschichten von Alltag und Utopie, Tagtraum und Ekstase. Das Duo schafft einen Raum, der inspiriert und verbindet

Manuela Bibrach, 1971 in Dresden geboren, absolvierte eine Ausbildung als Diplom-Ingenieurin (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz (Verteifung: Umweltbildung und – psychologie). Neben einer Tätigkeit als Umweltpädagogin arbeitete sie als Verkäuferin, PR-Referentin und Auftragstexterin. Sie lebt in der Oberlausitz. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. „Der Maulkorb“, „Am Erker“, „Ort der Augen“, „Ostragehege“ und der Anthologie „Weltbetrachter“ (Poetenladen Verlag). Ihr erster Lyrikband ist in Vorbereitung. Preise u.a.: Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Breslau, 3. Preisträgerin des Feldkircher Lyrikpreises, nominiert zum Lyrikpreis München und 1. Preisträgerin des 14. Irseer Pegasus.

Verica Tričković, geboren 1961 in Nerav, Mazedonien, ist Dichterin, Herausgeberin und Übersetzerin. Sie wanderte nach dem Abitur nach Serbien aus und emigrierte 1999 während der Luftangriffe der NATO in Serbien mit ihren zwei Kindern nach Deutschland, wo sie in Isernhagen bei Hannover lebt. Zuerst auf serbisch erschienen sind ihre Gedichtbände Tražim deo neba, 2001, und Lokvanj i pelen, 2007. Nach den Gedichtbänden Als rettete mich das Wort, 2011, und Im Steinwald, 2016, beide zweisprachig serbisch-deutsch im Leipziger Literaturverlag erschienen, schreibt sie ausschließlich auf deutsch. 2022 erschien im gutleut Verlag Frankfurt a. M. ihr Gedichtband um | schrift. Seit 2014 zahlreiche Übersetzungen deutschsprachiger Gegenwartslyrik. 2022 wurde Tričković mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Anja Utlers Gedichtband münden – entzüngeln ausgezeichnet, 2023 mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Kerstin Preiwuß Gedichtband Rede.

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig. Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von Friederike Mayröcker und den Autoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von Lyrik, Essays und Romanen, die sich immer wieder mit der deutschen Geschichte – insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus – auseinandersetzen. 2016 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In der Begründung erklärt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: „Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt.“

Programmpartner: Loose Notes | Literaturforum Dresden e.V.
EINTRITT FREI!

Anfahrt: PKW (PKW-Parkplätze direkt am Festivalgelände), Straßenbahn (Anfahrt Straßenbahn: Linie 10) oder Fahrrad.

Mit den besten Empfehlungen

Jörg Scholz-Nollau

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Unsere Ladenöffnungszeiten:

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Inh.: Jörg Scholz-Nollau

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Der Bär ist wieder los beim Musiksommer in Bärenstein

25 Dienstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Viel Spaß am gemeinsamen Musizieren und Experimentieren haben die jungen Musiker und Sänger Erwin vom BärensteinOrchester um Leiter und Jazzmusiker Hartmut Dorschner. Hier bei ihrem Auftritt beim Musiksommer Bärenstein am vergangenen Freitag im Kunsthaus Bärenstein. Foto: Veranstalter

Der Bär ist wieder los in Bärenstein –
diesmal ganz musikalisch

Mit Konzerten an besonderen Spielorten im Kunsthaus, in der Kirche bis zum Schafstall lockt der erste Musiksommer Bärenstein Besucher an.

Der „Sommersong“ vom letzten Jahr war wieder dabei. Außerdem eine Klangcollage mit Worten, in den Bär vorkommt wie „Saubär“ oder „Bärtram“, kam spielfreudig auf die Bühne beim Auftritt des BärensteinOrchesters am Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein. Der Bär ist wieder los in dem Ort im Osterzgebirge – diesmal ganz musikalisch. „Die ganze Palette von Improvisation, eigene Stücke komponieren und spielen bis hin  zu Free Jazz, was richtig zur Sache geht, steht im Programm von Juli bis September“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker, Orchesterleiter und Initiator des ersten Musiksommer Bärenstein. Den hat er zusammen mit dem Kult-ur-art Kunstverein im Ort ins Leben gerufen.

Zum Start fand eine Woche lang ein offener Workshop mit dem BärensteinOrchester statt, den Hartmut Dorschner gemeinsam mit Agnes Ponizil, einer Sängerin und Komponistin gestaltete. Sie arbeitet spielerisch mit Texten und Klängen. Sechs Teilnehmer zwischen acht und 53 Jahren, die alle auch im BärensteinOrchester musizieren, kamen. Sie spielen bekannte und selbst erfundene Stücke mit viel Begeisterung an Schlagzeug, Klavier, Trompete, Saxofon, Posaune und Akkordeon, gemischt mit Gesang. Am Sonntag gab es ein Konzert an Orgel und Synthesizer mit Friedbert Wissmann in der Kirche in Bärenstein. Ein weiteres Highlight des Musiksommers war ein Dozentenkonzert im Milchschafhof Bärenstein. Während die rund 60 Tiere auf der Weide standen, erklangen drinnen in Stall Saxofonklänge von Dorschner und Gesang von Ponizil, begleitet von fröhlichem Schafblöken. Schwalben, die unterm Stalldach ihre Nester haben, schwirrten rein und raus und die Hofkatze stromerte umher. „Das Stall-Konzert war gut besucht mit rund 80 Zuschauern“, so Dorschner. Bänke und Stühle wurden aufgestellt und nebenher konnten sie die frische Landluft genießen und im Hofladen Bioprodukte erwerben.

„Das wollen wir gern wiederholen in diesem Ambiente“, sagt Hartmut Dorschner. „Wir wollen auch kulturell etwas bewegen in der Region.“ Das Motto des Musiksommer Bärenstein lautet augenzwinkernd zweideutig: „Hört auf!“ Angelehnt an den Bergmannsgruß „Glück auf! in der Bergmannsregion, lässt es aufhorchen, aber klingt auch nach aufhören, sein lassen. Das Logo einer gekreuzten, roten Note mit Notenschlüssel hat Dorschner selbst entworfen. „Es provoziert auch“, weiß er. Nicht jedem im Ort gefalle das Programm, die Musik sei zu neu manchen Einwohnern.
“Wir  haben eine starke Sportlerfraktion in Bärenstein, die sehen das wohl als Konkurrenz“, so Dorschner. Auch Altenberg sieht sich traditionell vor allem als Sportstadt, erlebt er im Gespräch mit Vertretern der Stadt und manchen Stadträten. Dabei könnten Sport- und Kulturangebote sich gut ergänzen und noch mehr Besucher anlocken. „Musiker sind ja auch Sportler, die mit Ehrgeiz und Spaß üben. Es gibt auch Wettbewerb untereinander, mal laut und leise. Jeder will der Beste sein und am Ende greift alles ineinander“, so Dorschner. Deshalb sei er auch Musiker geworden, da er gern mit anderen zusammen spiele. Er ist offen für musische und kreative Aktionen gemeinsam mit den Sportlern beim nächsten Musiksommer Bärenstein. Letztes Jahr startete der Kultursommer dort mit verschiedenen Künsten und fand überwiegend gute Resonanz.

Diesmal ist das Programm kleiner als voriges Jahr, da es weniger Fördermittel gab. Vom Musikfond des Bundes kam eine Absage. Dafür bekam der Musiksommer Bärenstein 5 000 Euro aus dem Kleinprojektefond der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.  Der Musiksommer soll weiterhin eintrittfrei bleiben, um möglichst viele Besucher anzusprechen. Spenden für die Arbeit des Kult-ur-art Kunstvereins als Träger des Festes sind natürlich immer willkommen. Im nächsten Jahr sollen dann auch als Kooperationspartner an besonderen Spielorten beim Musiksommer der Wildpark Osterzgebirge, Schloss Lauenstein  bis zur Naturschutzstation und der Seekirche in Zinnwald mit dabei sein.

Ein Höhepunkt steht noch bevor diesen Sommer mit dem Konzert mit „Culture Clash“ mit fröhlich mitreißendem Folklore-Jazz mit einem tschechisch-mährischen Ensemble und drei deutschen Jazzmusikern am 24. August, 19 Uhr  im Kunsthaus Bärenstein. Die Band spielt auch beim Bürgerfest am 9. September im Schloss Bellevue in Berlin vor dem deutschen Bundespräsidenten Steinmeier und dem tschechischen Präsidenten, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds werden kulturelle Aktivitäten vorgestellt. Und Ende September ist  „Culture Clash“ bei einem Jazzfest in Prag zu Gast.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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