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meinwortgarten.com

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Kategorien-Archiv: Projekte

Premiere „Peer Gynt“ nach Henrik Ibsen im Kleinen Haus

10 Sonntag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater

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Peer Gynt
eine Produktion der Bürger:Bühne mit Dresdner Jugendlichen auf einem Trip in den Sozialen Medien
nach Henrik Ibsen
in einer Fassung von Joanna Praml und Dorle Trachternach. Foto: Sebastian Hoppe

Internet als Bühne

Sie wollen alle nur das Eine: Peer Gynt sein. Die Hauptrolle spielen, alle Blicke und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Trollkönig, der im Internet regiert, erfüllt ihnen all ihre Wünsche. Sie können sein, wer immer sie sein wollen, sich ein neues Ich zulegen… Doch woran erkennt man Kopie und Original, wer und wie man wirklich ist?! Das erkunden zehn Dresdner Jugendliche auf einer witzig-fantasievollen Selbst-Suche zwischen virtueller Welt und echtem Leben in der Inszenierung Peer Gynt“ nach Henrik Ibsen (Regie: Joanna Praml), mit der am Donnerstagabend die neue Spielzeit im Staatsschauspiel Dresden eröffnete.

Text  (lv)Mehr Text zur Aufführung demnächst.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Wieder zu sehen am 28.9., 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

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Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große im Hofküchengebäude am Fasanenschößchen Moritzburg

01 Freitag Sept 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Tafelfreuden mit vielen Facetten

Die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große spiegelt eindrucksvoll und vieldeutig die Verbundenheit zwischen Mensch, Tier und Natur im Hofküchengebäude am Fasanenschlößchen Moritzburg.

Essensduft steigt am Eingang des Hofküchengebäudes verlockend in die Nase. Im Restaurant werden die Tische eingedeckt. Oben am Treppenaufgang ist das Bildnis einer Frau zu sehen. Ihr Blick versunken, der  Körper weiß, fast durchsichtig, von feinfaserigem Gewebe überzogen. Im Yogasitz, die Arme vor der Mitte verschränkt, hält sie zwei Totenkopfäffchen. Eins liegt zu ihren Füßen mit einer Kugel, das andere greift nach ihr. „Fürsorge (Affenwiege)“ heißt das ovale Ölbild in ockerbraunem Rahmen. Es führt hinein in die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große im Hofküchengebäude am Fasanenschlößchen in Moritzburg.

Dort zeigt sie derzeit Malerei, Grafik und Plastik aus den letzten zehn Jahren. Darunter große Holzdruckstöcke mit figürlichen und pflanzlichen Motiven, die wie ein Wandbild wirken. Zwei Meter fünfzig mal fünf Meter groß, ist es ein Blickfang in der Ausstellung, dem man buchstäblich nachgehen und näherkommen kann im hinteren Raum. Dort können die Besucher auch Filme zu den Restauierungsarbeiten der historischen Ausstellungsstücke wie kostbare Ledertapeten im Schloss Moritzburg sehen. In einer Vitrine steht die Bronzeplastik einer Raubkatze, unter deren Hinterläufen ein Mensch kauert. In der Schwebe gehalten, ob „Schutzsuche oder Bedrohung“, so der Bildtitel. Eine „Schöne im Natterkleid“ ist in Messingbronze patiniert zu sehen. Eine Mücke aus hellem Keramik ans Kreuz genagelt. „Täter-Opfer-Ausgleich“, kommentiert Catrin Große das lakonisch. Mal der Mensch, mal das Tier nehmen diese Rolle ein in den Arbeiten. „Ich möchte die Betrachter einladen, sich auf einen Perspektivenwechsel einzulassen. Die Sicht der `Krone der Schöpfung` auf Festessen und Genuss einerseits und die Schlachtviehperspektive“, sagt Catrin Große. Dabei auch ein Augenzwinkern zu zulassen, um sich zu laben.

Der altdeutsche Begriff Labsal bedeutet Erfrischung, Erquickung, Genuss, Wohltat. Speisen und Getränke oder auch ein kühler, schattiger Platz und auch Worte können ein Labsal für die Seele sein. Es meint auch Segen und Linderung. Die Tafelfreuden haben aber auch eine Kehrseite. Für den einen ist Labsal Genuss, für andere der Tod, so Catrin Große. Der Ausstellungstitel sei ein Spiel mit der Nahrungskette und nehme Bezug auf die Funktion des Hofküchengebäudes. Ein „Octopus – leicht zuzubereiten und gesund“ mit langen Perlenarmen aus Keramik liegt in einer Vitrine. Ob man ihn als Kunstobjekt anders sieht, nicht nur als Nahrungsmittel, fragt sie sich. „Die Anmut von solch einem Tier reizt schon, mit der Abstraktion zu spielen“, sagt die Künstlerin. Begehren, Verzehren, Genießen hat viele Facetten. Davon erzählt die Ausstellung von Catrin Große eindrucksvoll, vieldeutig, witzig-ironisch und feinfühlig zum Nachdenken anregend. Auf einem Totempfahl aus Messingbronze, der auf Hühnerfüßen steht, schwebt eine weibliche Figur „Schwere los“.

Aus einer Vitrine blickt dem Besucher „Schlachtreife lächelnd“ mit einem Beil im Rücken entgegen, daneben steht ein „Hängebauch-Mastschwein“ ergeben auf den Hinterpfoten mit einem Messer im Kopf auf einem Spiegelpodest. Darin spiegeln sich archaische Kämpfer von einem Wandbild. Darunter sitzt ein kleiner, lächelnder Buddha. Die zwei Schweine-Keramikobjekte provozieren. „Mir geht es darum, dass man bedenkt, was mit den Tieren passiert, vom abstrakten Fleischessen wegkommt und wieder das Ganze sieht“, so Catrin Große. Sie ist auf dem Land in Doberlug-Kirchhain großgeworden. Ihre Eltern besaßen Hühner und mit zehn Jahren hat sie selbst die ersten geschlachtet. „Mir war klar, dass das ein Opfer war. Das war dann aber auch ein Festessen.“  Neben den Plastiken zeigt sie Grafiken im von ihr entwickelten Ambossdruck, eingefärbten Prägedrucken mit figürlichen, ornamentalen und pflanzlichen Formen.

„Das Florale, Verweben als ein Sinnbild des Lebens an sich, die Verbundenheit zwischen Mensch und Natur, aber auch die Entfremdung von den Ursprüngen finde ich im Werk von Catrin Große besonders stark“, sagt Margitta Hense, Kuratorin der Ausstellungen im Schloss Moritzburg und Fasanenschlößchen. Sie kennt ihr Werk bereits seit den 90er Jahren, als Catrin Große mit einem Stipendium im Schloss Moritzburg künstlerisch arbeitete. Sie wurde 1964 in Finsterwalde geboren, hat Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule und am Royal College of Art London studiert und arbeitet seit 1995 als freischaffende Künstlerin in Dresden und Doberlug-Kirchhain. Sie hat zwei Kinder. In der Ausstellung zegt sie unter dem Motto: „Allein unter Flaschen: Parteitag scheinheiliger Geister“ auch eine Flaschensammlung mit illustrem Innenleben. Ein erfrischendes Labsal ist außerdem ihre Plastik „Wasserträgerin“.  Die Ausstellung „Labsal“ von Catrin Große ist noch bis 1. November im Hofküchengebäude zu sehen.

Text (lv)
Fotos: Catrin Große

Öffnungszeiten: täglich von 10.30 bis 16 Uhr

Weitere Infos unter http://www.schloss-moritzburg.de
„Schutzsuche oder Bedrohung“ & „Schlangenfrau“: die Künstlerin Catrin Große vor einer Vitrine mit ihren Arbeiten in der Ausstellung in Moritzburg.
„Fürsorge“ & „Schlachtreife lächelnd“

Verbundenheit zwischen Mensch und Tier: die Plastiken „Teenager“ & „Schwere – los“ von Catrin Große gefallen mir besonders.

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Spannende Zeitreise: Der Roman „Haltepunkt Kötzschenbroda“ von Anja Hellfritzsch

28 Montag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Nahe am Ort des Geschehens: Verleger Jens Kuhbandner vom NOTschriften-Verlag Radebeul und Autorin Anja Hellfritzsch vor dem Verlagsbuchladen, gegenüber die Apotheke auf der Bahnhofstraße, die auch eine wichtige Rolle in ihrem Buch „Haltepunkt Kötzschenbroda“ spielt.

Geheimnisvoller Weggang eines
Gemeindevorstandes

Eine spannende und berührende Lebensreise voller Auf- und Umbrüche erzählt der Roman „Haltepunkt Kötzschenbroda“ der Radebeuler Autorin Anja Hellfritzsch.

„Kein lautes Treiben, keine staubige Luft, nur das schöne Landleben…“ Das suchten doch die Ausflügler aus der nahen Residenzstadt Dresden in Kötzschenbroda. Davon ist Woldemar Vogel fest überzeugt. Als Gemeindevorstand will er das Beste für den Ort. Doch er ist hin und her gerissen von den vielen neuen Ideen. Was war nur los, dass alle Welt plötzlich alles verändern wollte?, fragt er sich. In einer Akte der Gemeinde-Verwaltung zu Kötzschenbroda  aus dem Jahr 1889 steht sein plötzlicher Weggang vermerkt. Ohne nähere Angaben. Das mysteriöse Verschwinden des Gemeindevorstandes regte Anja Hellfritzsch an, der Sache nachzugehen und war der Auslöser für ihren neuen Roman „Haltepunkt Kötzschenbroda“, der gerade im NOTschriftenVerlag Radebeul erschienen ist (346 Seiten, 16,90 Euro).

Eine historische Fotografie mit dem Bahnhofsgebäude auf dem Buchtitel stimmt auf die Geschichte ein. Der Bahnhof ist der Anfangs- und Endpunkt einer Lebensreise voller gesellschaftlicher Auf- und Umbrüche und Turbulenzen, die den Leser in die Zeit in Kötzschenbroda Ende des 19. Jahrhunderts und den Beginn der Industrialisierung mitnimmt. Lebhaft, spannend, berührend und anschaulich, zum Schmunzeln und Nachdenken anregend, mit viel Lokalkolorit und originalen Abbildungen erzählt Anja Hellfritzsch die wechselvolle Geschichte des Gemeindevorstandes Vogel und lüftet sein Geheimnis. Seinen Namen las sie in einer alten Akte im Stadtarchiv Radebeul, als sie an einer neuen Ausgabe des Stadtlexikons mitarbeitete, in dem vergangene, nicht mehr lebende Persönlichkeiten der Lößnitzstadt vorgestellt werden. Sie interessiert sich sehr für Historie und Heimatgeschichte, stöbert gern in Archiven und bringt alte, vergessene Geschichten ans Licht, sagt sie. Mit ihren Büchern holt Anja Hellfritzsch sie in die Gegenwart. „Haltepunkt Kötzschenbroda“ ist bereits ihr dritter Roman. Ihr erstes Buch „Stolpersteine – ein Familiengeheimnis“ auf den Spuren ihres Urgroßvaters erschien 2015 in einem Thüringer Verlag und das zweite Buch „Der Theatermann“ über das bewegte Leben des königlichen Hofschauspielers Maximus René 2020 im Verlag DDV-Edition. In seinem einstigen Haus in Radebeul wohnt Anja Hellfritzsch jetzt mit ihrer Familie. Sie wurde 1973 in Sachsen-Anhalt geboren, hat Betriebswirtschaft studiert, arbeitet bei einer Krankenkasse und schreibt gern zeithistorische Geschichten.

Drei Jahre hat sie am Buch „Haltepunkt Kötzschenbroda“ gearbeitet, recherchierte die Ortsgeschichte, zur Familie des Gemeindevorstandes und ihrem Umfeld. „Alle Personen im Buch gab es wirklich. Ich erzähle, was passiert sein könnte vor dem Hintergrund des tatsächlichen Geschehens“, sagt Anja Hellfritzsch. Das Buch spielt von 1882 bis 1889. Damals war Kötzschenbroda von Weinbau und Landwirtschaft geprägt. Bald kamen mit der Dampferanlegestelle und Eisenbahn mehr Leute in den beschaulichen Ort an der Elbe und die Nähe zur Residenzstadt Dresden löste auch einen Bauboom aus. Das bringt den Gemeindevorstand und einstigen Besitzer der Löwenapotheke in Kötzschenbroda Woldemar Vogel bald in innere Konflikte im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Bewahren und Erneuern.

„Er hat eine persönliche Tragödie und die Umbrüche zu verkraften, da seine große Liebe Marie bei der Geburt ihres ersten Kindes starb und versucht alle Erinnerungen an die glücklichen Zeiten zu konservieren in Kötzschenbroda. Doch dann kommen unerwartet Sachen ans Licht, die den Gemeindevorstand in Bedrängnis bringen und in einer Katastrophe enden“, so die Buchautorin. Vogel wohnte mit seiner zweiten Frau Elisabeth und den Kindern Mariechen und Hans in einem schlichten, zweigeschossigen Landhaus, in dessen Erdgeschoss sich das Gemeindeamt befand, unweit vom Bahnhof in der Harmoniestraße 3. Direkt vis-à-vis zur Restauration „Harmonieschlößchen“, wo die Gemeinderatsmitglieder oft tagten, um über aktuelle Themen wie Armenfürsorge, die Eröffnung der Sonntagsschule durch den Gewerbeverein oder die Blutlausplage an den Obstbäumen zu beraten und danach bei Bier im tabakgeschwängerten Gastzimmer persönliche Neuigkeiten auszutauschen.

Im Buch kommen auch bekannte Persönlichkeiten vor, Politiker wie Wilhelm Liebknecht und August Bebel, der erfolgreiche neue Apotheker Hermann Ilgen, Spitzname „Ilgen Mäusetod“ und der Schriftsteller Gerhart Hauptmann, der damals noch Kunststudent war und von Vogel getraut wurde mit der wohlhabenden Marie Thienemann vom Hohenhaus. Im Epilog am Ende des Buches steht, was aus den Figuren im realen Leben geworden ist. „Es war ein epochaler Umbruch und braucht Mut mit den Veränderungen umzugehen, die wir auch heute erleben. Trotzdem muss man nach vorne gehen“, sagt Anja Hellfritzsch. Das Buch zeige auch, dass es damals einen anderen Gemeinsinn gab, viele Sport- und Gesangsvereine und die Menschen guckten mehr aufeinander. Diesen Gemeinschaftssinn vermisse sie heute etwas. Der Roman „Haltepunkt Kötzschenbroda“ ist überall im Buchhandel und natürlich im NOTschriften-Verlagsbuchladen auf der Bahnhofstraße erhältlich.

Text + Fotos (lv)

Mit ihren Büchern holt Anja Hellfritzsch alte, vergessene Geschichten ans Licht, die von Auf- und Umbrüchen, Träumen, Ängsten, Sorgen und Hoffnungen erzählen, ein Stück Zeitgeschichte und Lebenserfahrungen weitergeben.

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Erinnerung an 210 Jahre Schlacht bei Dresden: Moreautag im Schloss Nöthnitz

26 Samstag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Geschichtsträchtiger Ort: Heiko Brunner als französischer Grenadier und Schlossherr Jan Horsky mit einem Bildnis von Jean-Victor Moreau erinnern an den General, der in Dresden mit einem Heer alliierter Truppen gegen Napoleon im August 1813 kämpfte und schwer verwundet wurde. Heute, am 26.8., 17.30 Uhr wird eine Gedenktafel im Schloss Nöthnitz in der Gemeinde Bannewitz enthüllt.

Historisches Feldlager im Schlosshof Nöthnitz

Mit einem vielfältigen Programm für klein und groß erinnert der Moreautag am 26. August an das Ereignis 210 Jahre Schlacht bei Dresden.

Der Schlossturm mit der Uhr strahlt hell in der Abendsonne. In weißer Leinenjacke und Hose steht ein Mann auf dem Schlosshof. Er zieht eine blaurote Uniformjacke mit Schulterstücken und Bronzeknöpfen an und setzt den Schakko, einen hohen Helm auf. Er holt ein Vorderladergewehr, eine Nachbildung und historische Flaggen verschiedener Nationen, eine davon mit bronzenem Adlerkopf, aus dem Auto. Mit ernster Miene stellt sich Heiko Brunner als französischer Grenadier zusammen mit Jan Horsky, dem Eigentümer von Schloss Nöthnitz vor den Eingang. Der hält eine schwarze Plakette mit dem Bildnis von General Jean-Victor Moreau (1763-1813) in der Hand. Eine Gedenktafel für ihn wird am kommenden Sonnabend feierlich am Schlossgebäude enthüllt.

„Wir möchten, dass Schloss Nöthnitz in der Öffentlichkeit als geschichtsträchtiger Ort wahrgenommen wird, an dem sich denkwürdige Ereignisse abgespielt haben, die Einfluss auf die gesamteuropäische Geschichte hatten“, sagt Jan Horsky. „Es ist auch ein authentischer Ort. Die Steine, über die wir laufen sind dieselben, die Moreau abgelaufen ist. Die Besucher gehen die Wendeltreppe im Schloss hoch mit derselben Verkleidung mit niederländischen Fliesen, die Moreau und der russische Zar Alexander I. gesehen haben.“

Auf Initiative von Jan Horsky findet rings um das Schloss Nöthnitz in der Gemeinde Bannewitz ein Moreautag am 26. August statt, um an das Ereignis 210 Jahre Schlacht bei Dresden am 26. und 27. August 1813 zu erinnern. Moreau war ein französischer Revolutions-General, der nach einem Komplott gegen ihn verbannt und zum Gegner von Napoleon wurde. Als Generaladjutant des russischen Zaren Alexander I. kämpfte Moreau gegen Napoleon. Den Oberbefehl über die Verbündeten, Österreicher, Preußen und Russen, lehnte er jedoch ab und befürwortete auch nicht den Angriff auf Dresden. Während eines Gesprächs mit Alexander auf der Räcknitzhöhe wurde Moreau von einer Kanonenkugel schwer verwundet am 27. August 1813. Beide Beine mussten ihm danach amputiert werden vom Leibarzt des Zaren, dem Schotten James Wylie. Während der Operation soll Moreau Zigarren geraucht haben, erzählt Horsky. Nachdem er noch über das Gebirge nach Böhmen gebracht wurde, starb Moreau dort wenige Tage später mit 50 Jahren an den Folgen seiner Kriegsverletzung.

Schloss Nöthnitz war damals das Quartier des Zaren mitsamt seinem Gefolge. In dem Raum, wo Moreau operiert wurde, in der ersten Etage ist bereits ein Moreau-Zimmer eingerichtet. Horsky betrachtet den Moreautag auch „als Hommage an Christian Girbig, ein Herr aus Dresden, 82 Jahre, der sich für die Sanierung des Moreau-Denkmals an der Räcknitzhöhe einsetzte, mir seine Erfahrungen nahegebracht hat und sein Wissen weitergibt.“ Seit einem Jahr bereitet Jan Horsky den Gedenktag vor und wird diesen gemeinsam mit Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Helfern gestalten. In Erinnerung an die Schlacht wird ein historisches Feldlager im Schlosshof aufgebaut, vor dem Soldaten und Marketenderinnen umhergehen. Außerdem gibt es einen Tisch mit Büchern, Drucken und Grafiken aus der Zeit der Napoleonschen Befreiungskriege. Im Programm steht ein Spaziergang durch Altkaitz, das damals auch niedergebrannt wurde, mit dem dortigen Geschichtsverein.

Im Schloss Nöthnitz können die Besucher Vorträge über die Schlacht bei Dresden und Moreau hören und für Kinder wird ein Spaziergang „Auf der Suche nach dem Schatz des General Moreau“ angeboten nebst Schminktisch und Ausmalbögen. Für Speis und Trank wird gesorgt. Die zeitgenössische musikalische Umrahmung übernimmt das „Quintetto Soffio“ ganztags im Schlosshof. Zum Ausklang gibt es ein Konzert mit Yossi Arnheim und Musikern vom Israelic Philharmonic Orchestra. „Wir möchten mit dem Programm am Moreautag jung und alt ansprechen, vor allem aus der Gemeinde Bannewitz und der Dresdner Südvorstadt“, so Horsky. „Die Gedenktafel für Moreau soll auch ein Mahnmal gegen den Krieg insgesamt sein und an die Tausenden Toten der Schlacht in Dresden und Umgebung erinnern“, so der 27-Jährige.

„Viele wissen heute nichts mehr von diesem Ereignis. Wir erzählen es, um die Leute aufzurütteln und erinnern an die Grausamkeiten von damals“, sagt Heiko Brunner. Die Uniform trage er nicht weil er sie toll finde, sondern das Gegenteil sei der Fall. „Wir versetzen uns in die Historie und stellen Szenen damaliger Ereignisse nach.“ Heiko Brunner arbeitet seit 13 Jahren als Energieberater für den Mittelstand und ist eit 30 Jahren Hobbyhistoriker. Seit anderthalb Jahren ist er Mitglied im Verein Torhaus in Markleeberg 1813 e.V. Brunner hat ganze Bücherregale zu den Napoleonischen Befreiungskriegen zu Hause und sogar eine Kanonenkugel, eine zwölf Pfünder, 6,5 Kilo schwer, von der Schlacht bei Dresden. „Eine solche Kugel hat zehn bis fünfzehn Menschen auf einen Schlag getötet“, weiß Brunner. Die alte Kanonenkugel wurde bei Ausgrabungsarbeiten in einer Gartensparte in Dresden vor mehr als 30 Jahren gefunden. Brunner bekam sie von seinem Gartennachbar. Jan Horsky hat 2012 mit 16 Jahren das Schloss Nöthnitz von seinem Vater geerbt. Das Treppenhaus im Schloss wird gerade gestrichen aus eigenen Mitteln, so Horsky. Er lebt in Prag und ist dort mit einem Unternehmen in der Immobilienverwaltung tätig. Ein Café und ein Veranstaltungssaal sollen bald das Schloss Nöthnitz kulturell weiter beleben. Außerdem stehen Büroräume in der zweiten Etage zur Vermietung. Der 2019 gegründete Förderverein „Freunde Schloss Nöthnitz“ organisiert vier Konzerte mit Klassik im Jahr. Nun wird sich ein Parkverein am Schloss Nöthnitz am 23. August gründen, der sich der Pflege des wunderschönen alten Baumbestandes annimmt.

Text + Fotos (lv)

Programm (witterungsabhängig)
Moreautag im Schloss Nöthnitz

– Tag: 26.8.
– Ort: Schloss Nöthnitz, Am Schloss 2, Bannewitz/Schlosshof
– Veranstaltungen:

10 Uhr, Spaziergang geführt vom Geschichtsverein Kaitz e.V.
“Auf den Spuren General Moreaus“, Treffpunkt auf der Tränenwiese (Kreuzung Altkaitz und Possendorfer Str.);

ab 11 Uhr, ganztägig im Schlosshof:
historisches Feldlager mit Soldaten, zeitgenössische Musik mit dem „Quintetto Soffio“, Bücherstand und Programm für Kinder.

– Im Schloss, 1. Etage:
13 Uhr, Vortrag „Schlacht bei Dresden 1813“ mit Manfred Buder vom Arbeitskreis Sächsische Militärgeschichte;
14.30 Uhr, Vortrag „Jean-Victor Moreau“ mit Christian Girbig, Hobbyhistoriker;
16 Uhr, Vortrag „Le Temple de la Gloire – ein Denkmal für Moreau in Paris“ mit Jan Horsky, Schlosseigentümer;
17.30 Uhr, Feierliche Enthüllung einer Gedenktafel für General Moreau im Schlosshof;

19 Uhr, Abendkonzert mit zeitgenössischer Musik aus der napoleonischen Ära,  mit Yossi Arnheim (Israelic Philharmonic Orchestra), Flöte und Kollegen, Moderation: Kerstin Doelle.
– am Abend Gemütlichkeit am Lagerfeuerr.
– der Eintritt zum Moreautag ist frei.
– Parkmöglichkeiten: Winckelmannstraße

– Mehr Infos unter www.freunde-schloss-noethnitz.d

Eindrücke vom Moreautag

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Songs, Gedichte & Geschichten beim Palaissommer

08 Dienstag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Poetisches Sommervergnügen

Songs, Gedichte und Geschichten gibt es beim diesjährigen Palaissommer am Freitag, den 11. August, 20 Uhr im Ostra-Dome (Zur Messe 9a, Dresden).

Große Wiese. Coole Bühne. Gastronomie. Wasserfläche. Büchertisch.

Görda (Konzert) / Manuela Bibrach / Verica Trickovic / Marcel Beyer (Lesung) Volker Sielaff (Moderation)

Weil sich zu den Gedichten nun auch Geschichten und Songs hinzu gesellen, heißt das kultige Format jetzt ‚Songs, Gedichte & Geschichten‘. Es wird ein so kurzweiliger Abend, wie das Publikum ihn seit Jahren gewohnt ist. Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung, Performance und wunderbarer Musik, bei dem namhafte Dichter, ein Romancier und ein berauschendes Songwriterinnen-Duo dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern ihre Lieder und Texte vorstellen.

Ein Novum beim diesjährigen Abend von „Songs, Gedichte und Geschichten“: Am Schluss des Abends wird jeder Autor gemeinsam mit Görda zu deren Musik noch ein Gedicht performen („Music meets Poetry“). Man darf gespannt sein!
Görda: Das female Duo aus Leipzig, verwebt in einer multi-instrumentalen Live Performance Vocals, E- Bass, Querflöte, Synthesizer, Cello und Beats zu vielschichtigen Klangteppichen. Görda ist eine schillernde Kreuzung aus Alternative Pop und Experimental Songwriter, durch die immer wieder der Jazz Background blitzt. Kraftvoll, poetisch und gewitzt erzählen ihre Geschichten von Alltag und Utopie, Tagtraum und Ekstase. Das Duo schafft einen Raum, der inspiriert und verbindet

Manuela Bibrach, 1971 in Dresden geboren, absolvierte eine Ausbildung als Diplom-Ingenieurin (FH) für Landschaftsnutzung und Naturschutz (Verteifung: Umweltbildung und – psychologie). Neben einer Tätigkeit als Umweltpädagogin arbeitete sie als Verkäuferin, PR-Referentin und Auftragstexterin. Sie lebt in der Oberlausitz. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. „Der Maulkorb“, „Am Erker“, „Ort der Augen“, „Ostragehege“ und der Anthologie „Weltbetrachter“ (Poetenladen Verlag). Ihr erster Lyrikband ist in Vorbereitung. Preise u.a.: Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Breslau, 3. Preisträgerin des Feldkircher Lyrikpreises, nominiert zum Lyrikpreis München und 1. Preisträgerin des 14. Irseer Pegasus.

Verica Tričković, geboren 1961 in Nerav, Mazedonien, ist Dichterin, Herausgeberin und Übersetzerin. Sie wanderte nach dem Abitur nach Serbien aus und emigrierte 1999 während der Luftangriffe der NATO in Serbien mit ihren zwei Kindern nach Deutschland, wo sie in Isernhagen bei Hannover lebt. Zuerst auf serbisch erschienen sind ihre Gedichtbände Tražim deo neba, 2001, und Lokvanj i pelen, 2007. Nach den Gedichtbänden Als rettete mich das Wort, 2011, und Im Steinwald, 2016, beide zweisprachig serbisch-deutsch im Leipziger Literaturverlag erschienen, schreibt sie ausschließlich auf deutsch. 2022 erschien im gutleut Verlag Frankfurt a. M. ihr Gedichtband um | schrift. Seit 2014 zahlreiche Übersetzungen deutschsprachiger Gegenwartslyrik. 2022 wurde Tričković mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Anja Utlers Gedichtband münden – entzüngeln ausgezeichnet, 2023 mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds für die Übersetzung von Kerstin Preiwuß Gedichtband Rede.

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig. Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von Friederike Mayröcker und den Autoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von Lyrik, Essays und Romanen, die sich immer wieder mit der deutschen Geschichte – insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus – auseinandersetzen. 2016 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In der Begründung erklärt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: „Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt.“

Programmpartner: Loose Notes | Literaturforum Dresden e.V.
EINTRITT FREI!

Anfahrt: PKW (PKW-Parkplätze direkt am Festivalgelände), Straßenbahn (Anfahrt Straßenbahn: Linie 10) oder Fahrrad.

Mit den besten Empfehlungen

Jörg Scholz-Nollau

—
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10 – 13 Uhr und 15 – 19 Uhr
Samstag 10 – 14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
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info@buchlesen.de

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Skulpturen-Ausstellung von Matthias Jackisch im Schlosspark Freital-Burgk

07 Montag Aug 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Reizvolles Stein-Geflüster

Eine Steindame mit Hündchen und neuem Kopf und viele andere  wundersame und geheimnisvolle Skulpturen des Tharandter Künstlers Matthias Jackisch können die Besucher derzeit im Schlosspark Freital-Burgk entdecken.

Eine Vielzahl an Steinwesen überraschen, erstaunen und beleben derzeit den Schlosspark Freital-Burgk. Kleine und große Figuren, allein und zu zweit, fein oder rissig und verwittert ihr Aussehen, erheben sich auf Stelen oder stehen im Gras und unter Bäumen, sichtbar oder halb verborgen in Mauern und Nischen. Der Besucher entdeckt sie beim Spaziergang durch den Park in der Skulpturenausstellung mit dem Titel „Die Dame mit dem Hündchen – kopflos“ von Matthias Jackisch.

Letzten Sommer war erstmals Kunst im Schlosspark Burgk zu sehen. Nach den begehbaren Metallskulpturen von Steffen Petrenz wird das erfolgreiche Debüt nun fortgesetzt mit den Steinskulpturen des in Tharandt lebenden Künstlers Matthias Jackisch. „Er ist es gewohnt, seine Skulpturen direkt mit der Umgebung interagieren zu lassen. Sie gehen auf das Vorgefundene ein, spielen mit ihrem Umfeld, interpretieren es vielleicht ganz neu“, sagt Kristin Gäbler, die Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital im Schloss Burgk. Die Kunstwerke fügen sich harmonisch ein in die Gartenlandschaft und Architektur und verwandeln sie zugleich. Sie wecken Neugier und regen die Fantasie an, laden zum Anschauen, Verweilen und stiller Zwiesprache mit dem Gesehenen ein.

Wie die Titelfigur der Ausstellung, die rätselhafte, kopflose Dame im edlen Kleid mit ihrem Hündchen, die aus dunklem Stein aus einer Steinmauer hervor wächst, nahe am Besucherbergwerk im unteren Teil des Parks. Matthias Jackisch hat ihr einen Kopf mit Haube aus hellem Stein aufgesetzt für die Zeit der Ausstellung. Mit versonnenem Blick. Die Skulptur vervollständigte er angeregt von der bekannten Erzählung „Die Dame mit dem Hündchen“ von Anton Tschechow. Ein Stück weiter steht auf einer Anhöhe eine große, erhabene Sandsteinfigur, „Moira“, die Schicksalsgöttin, entstanden 2021. Zwischen Bäumen ruht die „Große Liegende“ in einer steinernen Pferdetränke, die ehemals im Schlosshof stand. Am Bach sitzen kleine, zauberhafte Figuren. Vor dem Wiesenhügel ragt ein Relief mit zwei Rubensdamen aus Stein und daneben liegt ein „gefallener Engel“ kopfüber zwischen gelben Wiesenblumen.

Umgeben von Rhododendronbüschen haben sich zu den barocken Sandsteinfiguren, mit Buch, Kugel oder Sternrohr in der Hand, die reizvoll geheimnisvollen Steinwesen von Jackisch gesellt. Sie sind oft aus sprödem, spurenreichem Stein hervorgeholt, mal konkret und mal abstrahiert schemenhaft die Gesichter, von fragiler, traumhaft entrückter, wunderlicher und anrührender Gestalt. Manchmal haben die Skulpturen geschwungene, gedrehte und abstehende Formen wie aus einem Stamm gewachsen und ähneln Flügeln. Licht und Schatten, Blätterrauschen und Pflanzen umspielen die Steinfiguren und lassen sie immer wieder anders erscheinen. Auf der Schlossrückseite am Baldachin stehen auf Sockeln zwei grazile Sandsteinfiguren von Jackisch, eine männliche und weibliche, als stünden sie schon immer dort.

Nah bei ihnen auf der Wiese trifft man eine kleine sandfarbene  Figur mit Kappe, der gewölbte Körper von verdorrtem Moosgeflecht überzogen. Sie wirkt wie eine Erdmutter und man möchte sie am liebsten aus der Sonne unter einen der schattigen, hohen alten Bäume stellen. Vor einer offenen Baumgruppe neben der Metallglocke hockt eine Figur sinnend. Gleich daneben ein Flötenspieler auf  der Wiese, dem jeder still für sich lauschen kann. Unten am Teich mit hohem Schilf steht eine große metallene Frauenfigur, die einen bärtigen Kopf an ihrem Körper hält, Salome oder Undine vielleicht. In der Sonne glänzen die keramischen Relieftafeln in einer Marienandachtssäule im Schlosspark, deren Nischen Jackisch mit Bildern füllte. Darunter ein Rabe, sein Lieblingstier. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft mit Bildern und Titeln der Skulpturen, Lageplan und Wissenswertem zur Historie von Schloss Burgk und dem Schaffen des Künstlers erschienen. Dieses ist kostenfrei an der Museumskasse erhältlich. Die Skulpturen von Matthias Jackisch sind noch bis 10. März 2024 im Schlosspark Burgk zu sehen, der immer geöffnet hat.

Text + Fotos (lv)

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Der Bär ist wieder los beim Musiksommer in Bärenstein

25 Dienstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Viel Spaß am gemeinsamen Musizieren und Experimentieren haben die jungen Musiker und Sänger Erwin vom BärensteinOrchester um Leiter und Jazzmusiker Hartmut Dorschner. Hier bei ihrem Auftritt beim Musiksommer Bärenstein am vergangenen Freitag im Kunsthaus Bärenstein. Foto: Veranstalter

Der Bär ist wieder los in Bärenstein –
diesmal ganz musikalisch

Mit Konzerten an besonderen Spielorten im Kunsthaus, in der Kirche bis zum Schafstall lockt der erste Musiksommer Bärenstein Besucher an.

Der „Sommersong“ vom letzten Jahr war wieder dabei. Außerdem eine Klangcollage mit Worten, in den Bär vorkommt wie „Saubär“ oder „Bärtram“, kam spielfreudig auf die Bühne beim Auftritt des BärensteinOrchesters am Sonnabend im Kunsthaus Bärenstein. Der Bär ist wieder los in dem Ort im Osterzgebirge – diesmal ganz musikalisch. „Die ganze Palette von Improvisation, eigene Stücke komponieren und spielen bis hin  zu Free Jazz, was richtig zur Sache geht, steht im Programm von Juli bis September“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker, Orchesterleiter und Initiator des ersten Musiksommer Bärenstein. Den hat er zusammen mit dem Kult-ur-art Kunstverein im Ort ins Leben gerufen.

Zum Start fand eine Woche lang ein offener Workshop mit dem BärensteinOrchester statt, den Hartmut Dorschner gemeinsam mit Agnes Ponizil, einer Sängerin und Komponistin gestaltete. Sie arbeitet spielerisch mit Texten und Klängen. Sechs Teilnehmer zwischen acht und 53 Jahren, die alle auch im BärensteinOrchester musizieren, kamen. Sie spielen bekannte und selbst erfundene Stücke mit viel Begeisterung an Schlagzeug, Klavier, Trompete, Saxofon, Posaune und Akkordeon, gemischt mit Gesang. Am Sonntag gab es ein Konzert an Orgel und Synthesizer mit Friedbert Wissmann in der Kirche in Bärenstein. Ein weiteres Highlight des Musiksommers war ein Dozentenkonzert im Milchschafhof Bärenstein. Während die rund 60 Tiere auf der Weide standen, erklangen drinnen in Stall Saxofonklänge von Dorschner und Gesang von Ponizil, begleitet von fröhlichem Schafblöken. Schwalben, die unterm Stalldach ihre Nester haben, schwirrten rein und raus und die Hofkatze stromerte umher. „Das Stall-Konzert war gut besucht mit rund 80 Zuschauern“, so Dorschner. Bänke und Stühle wurden aufgestellt und nebenher konnten sie die frische Landluft genießen und im Hofladen Bioprodukte erwerben.

„Das wollen wir gern wiederholen in diesem Ambiente“, sagt Hartmut Dorschner. „Wir wollen auch kulturell etwas bewegen in der Region.“ Das Motto des Musiksommer Bärenstein lautet augenzwinkernd zweideutig: „Hört auf!“ Angelehnt an den Bergmannsgruß „Glück auf! in der Bergmannsregion, lässt es aufhorchen, aber klingt auch nach aufhören, sein lassen. Das Logo einer gekreuzten, roten Note mit Notenschlüssel hat Dorschner selbst entworfen. „Es provoziert auch“, weiß er. Nicht jedem im Ort gefalle das Programm, die Musik sei zu neu manchen Einwohnern.
“Wir  haben eine starke Sportlerfraktion in Bärenstein, die sehen das wohl als Konkurrenz“, so Dorschner. Auch Altenberg sieht sich traditionell vor allem als Sportstadt, erlebt er im Gespräch mit Vertretern der Stadt und manchen Stadträten. Dabei könnten Sport- und Kulturangebote sich gut ergänzen und noch mehr Besucher anlocken. „Musiker sind ja auch Sportler, die mit Ehrgeiz und Spaß üben. Es gibt auch Wettbewerb untereinander, mal laut und leise. Jeder will der Beste sein und am Ende greift alles ineinander“, so Dorschner. Deshalb sei er auch Musiker geworden, da er gern mit anderen zusammen spiele. Er ist offen für musische und kreative Aktionen gemeinsam mit den Sportlern beim nächsten Musiksommer Bärenstein. Letztes Jahr startete der Kultursommer dort mit verschiedenen Künsten und fand überwiegend gute Resonanz.

Diesmal ist das Programm kleiner als voriges Jahr, da es weniger Fördermittel gab. Vom Musikfond des Bundes kam eine Absage. Dafür bekam der Musiksommer Bärenstein 5 000 Euro aus dem Kleinprojektefond der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.  Der Musiksommer soll weiterhin eintrittfrei bleiben, um möglichst viele Besucher anzusprechen. Spenden für die Arbeit des Kult-ur-art Kunstvereins als Träger des Festes sind natürlich immer willkommen. Im nächsten Jahr sollen dann auch als Kooperationspartner an besonderen Spielorten beim Musiksommer der Wildpark Osterzgebirge, Schloss Lauenstein  bis zur Naturschutzstation und der Seekirche in Zinnwald mit dabei sein.

Ein Höhepunkt steht noch bevor diesen Sommer mit dem Konzert mit „Culture Clash“ mit fröhlich mitreißendem Folklore-Jazz mit einem tschechisch-mährischen Ensemble und drei deutschen Jazzmusikern am 24. August, 19 Uhr  im Kunsthaus Bärenstein. Die Band spielt auch beim Bürgerfest am 9. September im Schloss Bellevue in Berlin vor dem deutschen Bundespräsidenten Steinmeier und dem tschechischen Präsidenten, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds werden kulturelle Aktivitäten vorgestellt. Und Ende September ist  „Culture Clash“ bei einem Jazzfest in Prag zu Gast.

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Ausstellung „Von der Poesie des Wassers“ von Michael Klose in der Galerie Mitte

22 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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„Mich zieht es immer wieder zum Wasser“, sagt der Künstler Michael Klose über seine farbreich spiegelnden Bilder.

Wasser und Seerosen in allen Farbschattierungen

„Von der Poesie des Wassers“ erzählt eine Ausstellung mit Malerei, Zeichnungen und künstlerischer Druckgrafik von Michael Klose in der Galerie Mitte in Dresden.

Licht, Farben und Wasser malen mit. In den bezaubernden Bildern mit Seerosen-Teichen und Landschaften am Wasser steht das Lebenselixier im Mittelpunkt. Zu sehen sind sie in der der Ausstellung “Von der Poesie des Wassers“ mit Malerei, Zeichnungen und künstlerischer Druckgrafik von Michael Klose in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden (noch bis 26. August).

Es ist seine zweite Einzelausstellung in dieser Galerie. 2020 zeigte Klose seine Landschaften zusammen mit Plastiken von Jürgen Cominotto unter dem Motto: „Im Wald und auf der Heide“. „Da war Blau noch die vorherrschende Farbe. Jetzt Grün“, sagt er schmunzelnd. Das Wasser spiegelt sich in allen Schattierungen auf den Leinwänden, mal flirrend sonnengelb, orange oder rot glühend im Abendlicht, mal klar, mal verschwommen und formreduziert leuchten die Seerosen. Auch das Elbtal ist mehrfach vertreten in allen Farbtönen. Michael Klose sammelt die Eindrücke, ohne Skizze zu machen, besucht die Orte oft mehrmals. Es geht ihm um das Darstellen einer bestimmten Stimmung, die er mit ihren Farbnuancen und Formen aufnimmt und dann im Atelier malt, sagt Michael Klose. 2012 hat er sich mit Monet beschäftigt, besuchte auch dessen berühmten Garten mit dem Seerosenteich und das Atelierhaus des großen französischen Impressionisten in Giverny. Außerdem fuhr Klose im Urlaub mit dem Hausboot zusammen mit seiner Frau südlich der Müritz eine Woche lang und malte Seerosen. Ingesamt drei Mal. Dann hatte sich das Thema Seerosen erst mal erledigt.

Bis er im Sommer 2021 beim Spazierengehen mit seiner Pudeldame einen kleinen Seerosenteich am Ortsrand von Arnsdorf entdeckte. Dort wohnt er mit seiner Familie. „Über 30 Ölbilder sind in dem Jahr entstanden.“ Er malte die Seerosen morgens, abends, auch bei Regen. „Je nach Licht ändert sich die Stimmung und sehen sie auch grün aus, wenn Wasserlinse darauf gewachsen ist“, so Klose. In der Ausstellung zeigt er Ölmalerei, pastell- und erdfarbene Aquarelle und eine langgestreckte Grafik mit zarten hellen Seerosenblättern vor dunklem Grund. „Es zieht mich immer wieder zum Wasser, vielleicht wegen seiner Vielschichtigkeit, Transzendenz und dem surreal Schwebenden“, sagt Michael Klose. Im Juli feiert er seinen 60. Geburtstag. Mit dem Aquarellieren begann er 1979, erste Holzschnitte und Radierungen entstanden 1982. Nach seinem Architekturstudium an der TU Dresden arbeitete er auf dem Gebiet der architektonischen Denkmalpflege bis 2018. Inzwischen ist er nur noch als freischaffender Künstler tätig und hat sein Atelier in der ehemaligen Schokoladenfabrik in der Johannstadt in Dresden.

„Michael Klose ist ein interessanter Kolorist, der sich auf gewisse Weise in der Farbe einwurzelt und verschiedene Gemütszustände ausdrückt. Das Schöne an den Bildern ist, dass sie oft keine klaren Konturen haben, sondern wie verwischt, wie eine Fata Morgana erscheinen und wieder verloren gehen. Damit sind sie auch ein Sinnbild unserer schnelllebigen Zeit“, sagt Karin Weber über Kloses Seerosen-Malerei. Außerdem sind bemalte Keramikhühner und ein Gemeinschaftswerk mit bemalten Schiffchen-Vasen aus Keramik von Michael und Dorit Klose zu sehen. Dazu gesellen sich edle Porzellantrinkgefäße für Heilwasser und farbenfroh-urwüchsige Mensch-Tier-Zeichnungen und bemalte Keramikteller von Elke Heber in der Kabinettausstellung in der Galerie Mitte.

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Eintauchen in die Natur: Waldbaden

22 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Achtsam Wahrnehmen, bewusstes Atmen & sanfte Bewegungen regen die Sinne an und helfen zu entspannen beim Waldbaden. Re. im Bild die Sport- und Bewegungstherapeutin Nancy Raeder mit Teilnehmern der Klinik in Hetzdorf im nahe gelegenen Tharandter Wald.

Waldbaden mit allen Sinnen

Entschleunigen, Entspannen und Genießen für Körper, Geist und Sinne bietet eine neue Therapieform der Rehaklinik in Hetzdorf nahe am Tharandter Wald.

Beim Baden fällt einem sofort sprudelndes, erfrischendes Wasser ein.
Doch es geht auch anders. Eintauchen ins Grüne und genießen mit allen Sinnen, die frische Luft, Farben und Düfte des Waldes. Es braucht zum Waldbaden nicht unbedingt Sonne. An dem Tag war der Himmel grau, wolkenverhangen und es regnete. Hohe Kiefern stehen am Waldeingang, die herabhängenden Zweige bewegen sich leicht, behangen mit Regentropfen wie Perlen. Wir stehen am Übergang, der kleinen Schwelle und betreten bewusst die Grenze in den Wald.

Fünf bis acht Teilnehmer treffen sich regelmäßig zum Waldbaden einmal wöchentlich im Tharandter Wald. Diesmal sind drei Teilnehmer dabei, zwei Frauen und ein Mann in mittlerem Alter. „Waldluft ist Medizin zum Einatmen“, steht im Flyer der Klinik mit Herz am Tharandter Wald in Hetzdorf. Zusammen mit Fotos von Bäumen in strahlendem Sonnenlicht und bemoostem Waldboden werden die positiven Wirkungen eines langsamen Waldspazierganges mit gesundheitsbezogenen Übungen genannt wie Stärkung des Immunsystems, Abbau von Stresshormonen und Entspannung für Körper, Geist und Seele.  Das Waldbaden wird als erholsame, neue Therapieform seit Sommer 2022 in der Rehaklinik in Hetzdorf angeboten. Das Angebot ist bisher einmalig in Sachsen. „Wir bieten unseren Patienten ein ganzheitliches Konzept, das ihre Kognition, Emotionen und Persönlichkeit anspricht und schult mit dem Ziel, dass sie wieder ins Leben zurückkehren können und lernen, anders mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Stressfaktoren im Alltag umzugehen“, sagt Peter Themann, Chefarzt der Klinik in Hetzdorf.

Hier werden Patienten zwischen 18 und 65 Jahren mit neurologischen Erkrankungen, Menschen, die Schlaganfälle oder Schädelhirntrauma erlitten haben, unter Multipler Sklerose oder Parkinson leiden und in ihrer Bewegungsfähigkeit oder Feinmotorik eingeschränkt sind, behandelt nach individuell mit Ärzten und Therapeuten abgestimmten Therapieplänen. Die Klinik mit 316 Betten ist voll belegt. Rund 240 Mitarbeiter, medizinisches und Pflegefachpersonal betreuen derzeit die Patienten. „Wir hätten noch mehr Kapazitäten, doch bräuchten dann auch mehr Personal“, so Themann. In seiner Freizeit spielt er Fußball, ist Präsident der nationalen Fußballmannschaft der Neurologen und entspannt sonntags auch gern im Wald.

Das Waldbaden sei als Therapieform noch wenig  bekannt. Die Klinik nah am Tharandter Wald bietet sich geradezu dafür an. Umgeben von wunderbarer, sanfthügeliger Landschaft mit weiten Wiesen und Feldern. Bäume und Bänke stehen im Außengelände. Ein Hahn kräht. Eine Katze stromert durchs Gelände. Das Waldbaden stammt ursprünglich aus Japan und ist dort bereits eine anerkannte Therapieform. Seit 2012 gibt es sogar einen eigenen Forschungszweig „Waldmedizin“.

„Waldbaden ist entschleunigen, achtsam sein und die Natur wahrnehmen mit allen Sinnen. Hören, Sehen, Fühlen“, sagt Nancy Raeder. Seit drei Jahren arbeitet sie als Sport- und Bewegungstherapeutin in der Rehaklinik Hetzdorf und als Fachkraft für tiergestützte Interventionen. Das Angebot zum Waldbaden kam von der Klinik. Nancy Raeder hat dazu eine Fortbildung am Teutoburger Wald absolviert. Inzwischen ist das Waldbaden in der Klinik in Hetzdorf etabliert und wird von den Patienten gut angenommen. Auch wenn die Sonne nicht scheint. Dieses achtsame Gehen, um zur Ruhe zu kommen, bei sich anzukommen, ist auch der Unterschied zum schnurstracks Wandern. Wir kommen vorbei an einem leise rauschenden Bach, lauschen dem Vogelgesang, meditieren, kosten Sauerklee und legen aus Naturmaterial, Zweigen, Zapfen, Blättern und Baumrinde ein Mandala, einen Kreis, der das Lebensrad symbolisiert. Und jeder kann für sich überlegen, an welcher Stelle mehr außen oder innen man gerade steht.

Der Mann in der Runde lehnt sich an einen Baumstamm und staunt über „das Grün in allen Schattierungen, das den Augen gut tut.“ „Waldbaden senkt den Stresspegel und den Blutdruck und nach einem Waldspaziergang kann man besser schlafen“, sagt Nancy Raeder. Am Waldeingang haben wir unseren Rucksack mit den schweren Gedanken abgelegt und fühlen uns beim Hinausgehen tatsächlich leichter und entspannt. Der große Baum am Ausgang winkt mir zu mit den Zweigen beim Abschied. Die Patienten können außerdem in einem Therapiegarten mit Hochbeeten Blumen und Kräuter anlegen, hegen und pflegen.

In einem Freigehege mit Zelt auf der Wiese hinter der Klinik stehen die vierbeinigen Mitarbeiterinnen, die „Mähdels“ bereit. Fünf bretonische Zwergschafe. Sie heißen Lotte, Toffi, Fee, Lilly und Molly und helfen den Patienten beim Gesundwerden, welche die Schafe im Gelände an Kegeln entlang und über Hindernisse führen in spielerisch achtsamem Gleichgewichts- und Koordinationstraining. „Die tiergestützte Therapie war bereits zu Schulzeiten ein Traum von mir, da ich gerne mit Tieren und Menschen gemeinsam arbeiten wollte, so dass alle glücklich sind“, sagt Nancy Raeder.

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Ausstellung Christian URI Weber zum 80. in der Galerie mit Weitblick Radebeul

22 Samstag Jul 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte, Zwischenmenschliches

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Bilder & Aphorismen sind seine Leidenschaft: Der Künstler und Autor Christian URI Weber im Atelier seines Wohnhauses in Radebeul. Er selbst bleibt lieber im Hintergrund und lässt seine Arbeiten ganz für sich sprechen.

Urwüchsige Wesen voller Witz und Wunder

Farbenfroh, einfallsreich und um die Ecke denkt Christian URI Weber gern in seinen Bildern. Eine Ausstellung ehrt den Meister des lakonischen Humors zum 80. Geburtstag in der Galerie mit Weitblick in Radebeul.

Seltsame Wesen tummeln sich im Grünen. Ein Baum mit Gesichtern steht da, davor weht eine schwarze Fahne mit Tierkopf, ein kleiner gelber Vogel balanciert auf einer Blattspitze und ein rosa Stachelschwein mit feurigem Schweif treffen sich zu einer „Beratung“. Worum es dabei geht, bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen im Titelbild der Ausstellung „URI – ,ein Meister mit lakonischem Humor` wird Achtzig“. Eröffnet wurde sie letzten Sonntag in der Galerie mit Weitblick in Radebeul, Obere Bergstraße 13, um 17 Uhr.

Dort zeigt Christian URI Weber eine Auswahl kolorierter Grafiken, mit Acrylfarben auf Spanplatten und Papier gezeichnet, aus den letzten Jahren. Seine letzte Ausstellung hatte er 2019 in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost. In seinem Atelier im oberen Stockwerk des Wohnhauses auf der Zinzendorfstraße hängen sie schon bereit: ein „Frisiertes Alpenveilchen“, „Die drei Weisen“, drei Figuren mit Ecken, Kanten und Krone und ein „Engel mit Handy“ abgewandelt von Paul Klee. Eine „Katze“ blinzelt gelbäugig, gemütlich schwarz geringelt den Betrachter an. Daneben das „Müff“ ist ein schneckenähnliches Fantasiewesen, das ein farbiges Zelt mit sich trägt.

Auf der „Autobahn“ brausen ein Haifisch und ein Hecht aneinander vorbei. Eine Figur mit langer Krawatte schaut auf ein kleines, lustiges, türkisblaues Männchen mit wild wirbeligen roten Haaren. „Wir sind gar nicht so weit entfernt voneinander“, heißt der Bildtitel. Oft tauchen Tiere, Misch- und Fabelwesen auf in der Bilderwelt von Christian URI Weber. Der Künstlername URI ist von urig, ursprünglich abgeleitet. Farbenfroh, urwüchsig und mit viel skurril hintergründigem Witz und Ironie erzählen seine Arbeiten von den Wundern, Verrücktheiten und Abgründen im Umgang von Mensch, Natur, moderner Technik, scheinen Wünsche, Widersprüche und Werte gegenseitig zu wetteifern. In seinen Gedankenbildern oder Bildergedanken, formreich, abstrahiert und fabulierfreudig festgehalten, wirbelt URI den Zeitgeist und seine Moden gehörig durcheinander, stellt Gewohntes, Festgefahrenes und Schubladendenken in Frage, denkt und zeichnet selten schnurgerade, sondern gern kurvig, wellig, um die Ecke.

„Ich versuche immer wieder etwas Neues zu machen, was es in der Form noch nicht gegeben hat“, sagt Christian URI Weber zu seinen Arbeiten. Das Bild sei im Kopf fertig, das zuerst als Skizze festgehalten, dann aufs Papier drängt. Die Farben können sich auch noch mal ändern. Gedankenblitze und Aphorismen, in denen er heiter philosophisch über die Welt und eigene Lebenserfahrungen reflektiert, schreibt er vorwiegend nachts, die Bilder malt er am Tag. „Die Einfälle, zu Papier gebracht, sind eine Art roter Faden, der mich begleitet seit dem 16. Lebensjahr“, erzählt er.  Er las gern die Abenteuergeschichten von Karl May und Marco Polo, später kamen Hermann Hesse, die großen Satiriker Ringelnatz, Tucholsky, Morgenstern, Heine und Werke von Oscar Wilde und Elias Canetti hinzu. Anregungen findet URI beim Autofahren, Fernsehen, im Alltag oder nachts im Traum. Künstlerische Anreger für ihn sind außerdem Kandinsky, Miró und Klee.

Manches Bild von URI provoziert auch wie die „Singenden Schweine“. In einer Studie las er, dass die Tiere bei klassischer Musik etwa von Mozart im Schlachthof Stress abbauen und dann schmecken sie besser. Im Bild „Wagnis“ sieht man eine Frau und einen Mann, die sich vereinen zu einer Figur aus beiden, miteinander verflochten traumblau. Der „Komödiant“ kommt leicht beschwingt und verquer daher. URI`s Bilder füllen die Wände im Treppenhaus, Atelier und Wohnzimmer mit Blick ins Grüne.

In Dresden geboren, wurde er als Junge künstlerisch unterrichtet bei seinem Vater, der Architekt und Maler war und bei dem Kunstmaler Gerhard Ulrich. Nach dem Abitur studierte Weber von 1964 bis 1970 Theologie und klinische Psychologie. Ab 1973 leitete er eine gesundheitliche Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft. Seit 1984 lebt und arbeitet Christian Weber in Radebeul als freischaffender Literat und veröffentlichte rund ein Dutzend Bücher mit seinen Gedichten, Aphorismen und Kurzgeschichten in Verlagen im In- und Ausland. 18 Jahre hatte er einen eigenen Verlag, in dem er damals nach rare Dresden-Stadtführer und Künstlerbücher herausgab und eine Galerie am Dom in Meißen. „Mit Fünfzig hat es mich wieder getrieben, zu malen“, so URI. „In der Lebenskunst sind wir alle Autodidakten“, notiert er in seinem Aphorismenbuch „Gedanken auf Glatteis“. „Das Vergängliche besteht aus dem, was wir in Formen gießen.“ Daher möchte URI mit seinen Bildergedanken immer wieder neu die Fantasie anregen und Denkanstöße geben. Die den Betrachter schmunzeln lassen und einladen, die Welt auch mal aus anderem Blickwinkel zu betrachten.

Die nächste Ausstellung von Christian URI Weber, in der er eine Mischung aus abstrakter und konkreter Malerei zeigt, eröffnet im Oktober in der Galerie Holger John in Dresden.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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