Ein Papierschiffchen auf einem Teich, von zwei Goldfischen gehalten und an Land gezogen, schmückt das Titelbild des Veranstaltungsprogramms der Büchergilde (Halle 5, K200) zur Leipziger Buchmesse. Dieses gestaltete die Künstlerin Annika Siems. Die Liebe zu Büchern mit Anspruch, schöner Optik und Illustrationen, die Geist und Sinne gleichermaßen erfreuen, hat eine lange Tradition bei der Büchergilde. Sie wurde 1924 als erste Literaturgemeinschaft in Leipzig gegründet.

Heute hat sie mehr als 60 000 Mitglieder, Leser, engagierte Buchhändler und Künstler in Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche die Büchergilde-Buchkultur leben und pflegen. Die Mitglieder der Büchergilde erhalten besonders gestaltete Bücher und Neuerscheinungen günstiger als auf dem Buchmarkt und unterstützen damit zugleich das Weiterbestehen dieser Gemeinschaft für gute Bücher und ein unabhängiges Programm. Zu den Neuerscheinungen 2017 gehört Hermann Hesses Erzählung „Kinderseele“, welche die Berliner Illustratorin Marie Wolf lässig und provozierend ins Jetzt holt. „Lampe und sein Meister Immanuel Kant“ heißt eine Graphic Novel von Antje Herzog über einen Denker, der nie auszog und doch die Welt veränderte. Vorgestellt wurde außerdem der von Annika Siems neu illustrierte Krimiklassiker „Der dritte Mann“ von Graham Greene. Im druckfrischen Magazin der Büchergilde, das vierteljährlich erscheint, werden über 30 neue Bücher in Wort und Bild vorgestellt, besprochen, gibt es Porträts und Interviews mit Illustratorinnen und einem engagierten Buchhändler, Gunther Philler von der Jenaer Bücherstube, ein Gespräch mit zwei Mitgliedern der Verlagsgenossenschaft und vieles mehr.

Weitere Infos unter: http://www.buechergilde.de

Liebe zum guten Buch: Martin Mascheski, Marketingleiter der Büchergilde mit
Mitarbeiterinnen am Messestand in Leipzig.

Bücher-Talk: In einer Gesprächsrunde für den Deutschlandfunk ging es um das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2017 ausgezeichnete Buch „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin (erschienen bei Rowohlt), die eine bewegende, schattenreiche Familiengeschichte erzählt, Nachforschungen über das Schicksal ihrer Mutter anstellt, die in einem russischen Zwangsarbeiterlager war und die schlimmen Zustände dort und Folgen, die bis heute nachwirken, beschreibt. Außerdem wurde das Literaturland Litauen vorgestellt und ein Buch mit dem Titel: „Zuflucht in Deutschland“ mit Texten aus ihren Heimatländern vor Krieg und Verfolgung geflüchteter Autorinnen und Autoren (erschienen im S. Fischer Verlag), aus dem Mitherausgeberin Franziska  Sperr vom PEN-Zentrum Deutschland las, das verfolgte Autoren mit Stipendien zum Schreiben und Leben unterstützt.

Im Land der Fantasie…

Mit den bunt-originellen Gestalten aus der Comic- und Manga-Szene ist die Leipziger Buchmesse noch mal so schön.

Zauberhaft, schön, spannend und viel zu schnell um die Zeit war`s wieder bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse! Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

Text + Fotos (lv)

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