Fotografin Janine Werab und Galerist Volkmar Fritzsche   

 Reizvolle Körperbilder mit Tattoos

Die Dresdner Fotografin Janine Werab stellt in ihrer Ausstellung „Weiblich – Männlich“ erstmals Aktaufnahmen von Frauen und Männern in der Galerie im Kunstkeller aus.

Sie strahlen, schlängeln, blühen und umgarnen unentwegt den Betrachter. Tattoos auf nackter Haut. Bilder tätowierter Frauen und Männer zeigt die derzeitige Ausstellung „Weiblich – Männlich“  mit Aktfotografie aus weiblicher Perspektive von Janine Werab  in der Galerie im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 (noch bis 25. Januar 2018).

Überwältigend schöne, reizvoll vielseitige Körperbilder und Blicke auf Männer und Frauen zeigt sie in ihrer ersten größeren Ausstellung. Da es außerdem wenige Aktaufnahmen von Männern von Fotografinnen gibt, freut sich Galerist Volkmar Fritzsche um so mehr über diese neue Entdeckung. Die Generation „Tattoo“ ist inzwischen im mittleren Lebensalter angekommen und lässt sich auch in der zeitgenössischen Aktfotokunst nicht übersehen. Janine Werab, 1979 in Dresden geboren und gelernte Fotografin mit Schwerpunkt Porträt- und Hochzeitsfotografie und seit 2011 mit eigenem Fotostudio „FotoGen“, bezieht die Hautbilder ihrer Modelle in ihre Arbeiten ein.

„Es ist Körperschmuck wie ein Armband und ja auch Teil der Persönlichkeit“, sagt die Fotokünstlerin. „Wenn die Tattoos zart sind, bleiben sie zart. Sind sie dominant, so wird das herausgeholt im Bild und man sieht ihre Aussagen“, sagt Janine Werab. Die Aktbilder entstehen im Studio oder an verlassenen Orten, im Zusammenspiel von Körperformen, Kulissen, Licht und Schatten. In einer Porträtserie steht ein Mann mit tätowiertem Sonnenzeichen auf dem Arm inmitten eines verfallenen, graffitibemalten Fabrikgemäuers, mal versonnen, mal kraftstrotzend die Arme in die Seiten gestimmt und selbstbewusst männlich mit augenzwinkernder Geste.

Eine Frau hockt entspannt im Fersensitz, auf ihrem Rücken prangt ein großes Blütentattoo. Mal in klarem, kontraststarkem Schwarz – Weiß, mal in warmem Bronzeton umspielt das Kameralicht Körperrundungen, zeigen Frauen und Männer sich sehr offen, kraftvoll, sinnlich, schwerelos fast fliegend, aber auch weich und verletzlich. Janine Werab spielt in ihren Aktaufnahmen auch mit Rollenbildern, bricht sie auf und hinterfragt, was Weiblich- und Männlichkeit eigentlich ausmacht, die sie auch fotografisch ausdrucksreich in Körperhaltungen, Blicken und Gesten festhält.

„Das männlich Kernige, Raue, das breite Kreuz und die Muskeln, aber auch sich Hingebende gehören für  mich dazu und bei Frauen die Grazie, das Elegante und Sanfte, Elfenhafte ebenso wie das Aufrechte ,Brust raus`“, sagt die Fotografin. Neben den Tattoobildern zeigt sie auch faszinierende weibliche Akte in Kleidern ganz aus der Natur.

Geöffnet: Di 15 – 21-30 Uhr und Mi + Do 16.30 – 18.30 Uhr

Weitere Infos zur Fotokünstlerin unter:
http://www.fotogen-dresden.de

Weitere Fotos zur Ausstellung folgen.

Advertisements