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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

„So Sachen getan“ – Lesung & Ausstellungseröffnung mit Angela Hampel & Roza Domaczyna in der Buchhandlung LeseZeichen

18 Donnerstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik, Poesie, Projekte

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Eigene Bildsprache & Poesie: Eins der Frau-Tier-Paare von Angela Hampel aus einer früheren Ausstellung. Foto (lv)

Graphik und Gedichte im Zwiegespräch

Eine Lesung und Ausstellungseröffnung mit dem Titel „So Sachen getan“ mit Graphik vom Angela Hampel und Gedichten vom Róza Domascyna gibt es am 19. August, 19.30 Uhr im LeseGarten der Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56 in Dresden.

Sie können auch bei Regen kommen!

Bei schwächerem Regen haben wir eine Überdachung. Sollte es starken Regen geben, haben wir die Möglichkeit, um die Ecke in die Kulturschlosserei; Bischofsweg 31 auszuweichen.

Eine große Bereicherung bezieht Angela Hampel aus der Literatur und Sprache. So arbeitete sie schon frühzeitig mit Schriftstellern und insbesondere Lyrikern und Lyrikerinnen zusammen. Es entstanden zahlreiche Künstlerbücher, u.a. mit Elke Erb, Kerstin Hensel, Róža Domašcyna und Michael Wüstefeld. So werden einige Arbeiten aus diesem Bereich ihres Schaffens zu sehen sein.

Es liest Róža Domašcyna.
Dazu musiziert Thomas Friedlaender auf verschiedenen Instrumenten.

Angela Hampel, geboren 1956 in Räckelwitz bei Kamenz, lernte zunächst Forstfacharbeiterin, ehe sie an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste Malerei studierte. Seit 1982 arbeitet sie freischaffend in Dresden. Ab 1987 zeigte sie erste Performances, Installationen und Environments und veröffentlichte in den Literaturzeitschriften Bizarre Städte und Sondeur. 1989 war sie eine der Mitbegründerinnen der Dresdner Sezession 89. Sie schuf 1998 in einem Gemeinschaftsprojekt mit Bonner Kollegen die Plastiken Undine kommt und Undine geht, die heute an der Molenbrücke in Pieschen sowie am Elbufer in Johannstadt stehen. Ihre Malerei, Installationen und Grafiken sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu finden.

Róža Domašcyna wurde 1951 in Zerna bei Kamenz geboren und lebt heute in Bautzen. Von 1979 bis 1984 studierte sie Ingenieurökonomie des Bergbaus an der Ingenieurschule für Bergbau und Energetik in Laubusch (Senftenberg). Es folgte ein Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig, ehe sie sich als freischaffende Autorin in Bautzen niederließ. Seither hat sie zahlreiche Lyrikbände veröffentlicht, darunter auch Künstlerbücher. In ihren Texten nutzt sie poetische Interferenzen zwischen dem Sorbischen und dem Deutschen; beide Sprachen gehen so eine Verbindung ein, die den von Kito Lorenc vorgeschlagenen Weg der Weiterentwicklung sorbischer Lyrik konsequent beschreitet.

Text: Jörg Scholz-Nollau

— Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr Buchhandlung LeseZeichen Priessnitzstrasse 56 01099 Dresden Inh.: Jörg Scholz-Nollau Tel. 0351-8033914 Fax 0351-8033915 www.buchlesen.de info@buchlesen.de

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Ausstellungseröffnung „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ mit Grafiken von Chris Löhmann in der Werkstatt 26 in Königstein

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Bilder wie Erinnerungslandschaften: Welche Spuren die Flut in der Landschaft und im Leben der Menschen hinterlassen hat, dem gehen die wandgreifenden Arbeiten von Chris Löhmann in einer Ausstellung in der Werkstatt 26 in Königstein nach.


Freuen sich auf viele interessierte BesucherInnen auch zum gemeinsamem Erzählen und Erinnern: Christin Pietzko, die Kuratorin der Ausstellung mit Töchterchen Antonia und Künstler Chris Löhmann.

Raum für Erinnerungslandschaften

Die Ausstellung „Gezeichnet“ von Chris Löhmann zur Flut 2002 geht den Spuren für Landschaft und Menschen nach. Eröffnet wird sie am 14. August, 15 Uhr in der Werkstatt 26, Pirnaer Straße 26, in Königstein.

Ein idyllischer Anblick. Der Marktplatz mit hellen, schmucken Häusern und ein Kirchturm, fast so hoch wie die Felslandschaft. Ringsum wogendes Grün. Bei genauerem Hinsehen sieht man dunkle Flächen in den Gassen, die bis zu den Fenstern reichen und alles umschließen. Es sieht aus als ob die Häuser Augen haben und zusehen. Ein Mann steht mit zwei Eimern vor dem halb versunkenen Ort, ein anderer kippt Wasser aus im Titelbild „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ in Sachsen.

Unter diesem Titel sind Grafiken von Chris Löhmann, ausgehend von Archivmaterial, in einer Ausstellung in den Räumen der Werkstatt 26 in Königstein zu sehen. Die Eröffnung ist am 14. August um 15 Uhr. Mit Musik von Arystan und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Gezeichnet sind nicht nur Landschaft und Menschen in den Bildern. Welche Spuren das Hochwasser bei ihnen hinterlassen hat und wie sich das Leben der Bewohner seitdem verändert hat, dem gehen die Arbeiten des Künstlers ebenfalls nach. Chris Löhmann wird wandgreifende Tuschezeichnungen zeigen, die zum Erzählen und gemeinsamen Erinnern einladen. Die ersten Bilder sind gerade fertig. Ein altes Eckgebäude auf der Bahnhofstraße, neben der Hauswand steht das Wort „Hoch“ in schwarz über das Bild rinnender Farbe. Unten am Bildrand, halb im Dunklen, prangt eine Reihe Orden symbolisch für die Lebensretter und vielfachen Heldentaten, die oft unsichtbar bleiben. Gegenüber sieht man auf einem Hausdach zwei Gestalten, die auf die Reste eines ehemaligen Cafés und den halb verdeckten Namen des Inhabers schauen. Umgeben von meterweise steigendem Wasser. „Mit der Flut ist ja auch Architektur und ein Stück Geschichte untergegangen“, sagt Chris Löhmann zu seinen Arbeiten. In ihnen finde auch eine Kommunikation zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem statt.

Die Wände im Ausstellungsraum werden mit Zeichenpapierrollen behangen. Mit Tusche und Pinsel zeichnet der vor allem graphisch arbeitende Künstler frei aus dem Kopf, ohne Skizzen oder Projektor, auf die großen Papierflächen. Fotos von der Flut hat er auf dem Handy und er hat mit Augenzeugen gesprochen, während er die Plakate für die Ausstellung in Schaufenster und an Ladentüren klebte. „Die Leute haben reagiert und ihre Geschichte erzählt, manche ältere sichtlich berührt“, so Löhmann. Er sah als 14-Jähriger die Bilder von der Flut aus der Ferne. Nach einer Ausbildung als gestaltungstechnischer Assistent in Freital studierte Chris Löhmann von 2013 bis 2022 an der Dresdner Kunsthochschule Malerei und Grafik bei Prof. Bömmels. Die Bewohner waren schockiert und fassungslos angesichts der Wassermassen. Doch sie haben auch eine Art Wir-Gefühl, Solidarität, Hilfe und Aufbruchstimmung erlebt, erzählten ihm Menschen aus der Flut-Zeit.

„Die Grafiken sind wie Erinnerungslandschaften, welche die vorhandene Architektur aufgreifen, so dass die Leute sich erinnern und gesehen werden, auch wenn es 20 Jahre her ist“, sagt Christin Pietzko, Kuratorin der Ausstellung. Es sei keine Schau, die Flutbilder dokumentarisch zeigt, sondern mit der Sprache der Kunst einen Raum und die Möglichkeit geben möchte, dass sich Menschen öffnen und berühren lassen. „Wir haben das Hochwasser nicht erlebt, aber leben mit den Spuren“, so Christin Pietzko.

„Als wir im noch sehr kalten Frühling hierher zogen,  habe ich mich sehr gewundert. Die Stadt wirkte geradezu geisterhaft. Dazu die vielen leeren Geschäfte, verwaiste Architektur“, erzählt sie. Betroffen stand sie vor einem Haus am Markt mit der Hochwassermarke vom 16.8.2002 von 11,85 Meter. Sie sah und lernte aber bald auch engagierte Menschen kennen, die sich für ein lebendiges Stadtleben einsetzen, beispielsweise im Verein Weltbewusst e.V., dem Trägerverein der Werkstatt 26. Einem sozialen Projektort mit Coworking Space. Dort ergab sich auch das Kunstprojekt zur Flut, das über das Förderprogramm Simul und das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung finanziert wird.

„Wir wurden mit offenen Armen empfangen und sind inzwischen sehr glücklich hier.“ Letztes Jahr im Frühjahr zogen sie und Chris Löhmann zusammen von Dresden nach Königstein, wo sie mit ihren drei kleinen Kindern im alten Postamt im Erdgeschoss einen neuen und erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. Die obere Etage des dreistöckigen Gebäudes gegenüber vom Bahnhof steht noch leer. Am Haus hat Chris Löhmann schon einen Garten angelegt, in dem die ersten Tomaten reifen. Ein kleiner roter Kater streift umher. Gemütliche Wohnräume mit viel Platz zum Spielen für die Kinder und das Atelier in der früheren Paketstation füllen sich mit neuen Ideen und Lust am Gestalten für sich selbst und andere.

Als nächstes darf Chris Löhmann einen Bücherschrank auf dem Marktplatz in Königstein bemalen. Den Auftrag erhielt er vom Lichtspiele e.V. – ein weiterer engagierter Verein der Stadt, der das alte Kino betreibt und jedes Jahr im Sommer ein Filmfest-Open-Air auf dem Marktplatz organisiert. „Wir sind sehr dankbar, in Königstein wohnen zu dürfen  und wollen der Stadt auf unsere Weise etwas zurückgeben. Man sieht, es gibt hier Menschen, die sich einbringen wollen für ihren Ort und wir hoffen wie der Bürgermeister, dass noch mehr junge Leute hierher ziehen“, sagt Christin Pietzko. Ebenso gespannt sind die beiden, wie die Ausstellung in Königstein ankommt bei denjenigen, die das Hochwasser erlebt haben und sie freuen sich auch auf persönliche Erzählungen und Erinnerungen der Besucher. ‚

Text + Fotos (lv)

Ausstellungszeitraum:
14.8. – 11.9.2022
Mo., Do., Fr von 9 – 12 Uhr und nach Vereinbarung
sowie 28.8. und 11.9. 15 – 17 Uhr mit Chris Löhmann


Ein Ort mit viel Grün, Flair und schönen, alten Häusern, die auf neue Bewohner und Nutzer warten, ist Königstein in der Sächsischen Schweiz: das Künstlerpaar vor einem Eckhaus auf der Bahnhofstraße, wo immer noch großer Leerstand herrscht und die sprichwörtliche „tote Hose“ in einem der Schaufenster liegt. In einer originellen Aktion von jungen Leuten und Geschäftsinhabern erzählen in den Ladenschaufenstern hängende historische Fotos vom früheren, lebendigen Geschäfts- und Straßenleben im Ort und sind Ideen und Vorschläge für die Zukunft gefragt.


Haus am Markt mit Hochwassermarke: Am 16.8.2002 stand hier das Wasser bei 11,85 Meter.


Kreativer Projekt- und Ausstellungsraum: Hier wird diesen Sonntag, um 15 Unr die Ausstellung von Chris Löhmann eröffnet. In Erinnerung an die Flut wird Lilli Vostry, Autorin und meinwortgarten-Inhaberin hier aus ihrem Gedicht-Zyklus „Am Fluss“ zur Ausstellungseröffnung lesen.

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Ausstellung „Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“ auf Schloss Burgk Freital

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik, Unterwegs

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„Milchmädchen“, um 1900. Öl auf LW

„Dorfstraße in Pietzig“

Blick ins Wohnzimmer des Künstlers Gotthardt Kuehl. Der Schreibtisch des Künstlers.

Blick auf die Brühlsche Terrasse und in die Schlossgasse.


Wiederentdeckung eines großen Impressionisten: der Maler und Geheimrat Gotthardt Kuehl, 1905, gemalt von Ferdinand Dorsch.

Lichtvolle Malerei

Stimmungsvolle Stadtansichten, Interieurs und Alltagsszenen zeigt die Ausstellung „Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“ des großen Impressionisten erstmals wieder auf Schloss Burgk.

Eine helle Dorfstraße an einem Sommermorgen. Spärliches Grün und ein
paar Bauernhäuser. Wäre nicht der dunkle schwere, goldverzierte Bilderrahmen, sähe es aus wie gerade gemalt. Im nächsten Bild noch einmal die Dorfstraße in Pietzig, um 1900, diesmal in geschwungenem Bogen grau und ockerfarben mit Blick auf Fachwerkhäuser. Weiter wandert der Blick über großformatige Leinwände mit der Augustusbrücke im Umbau, um 1908, Baugerüste, Dampfer am Terrassenufer und die grazilen Türme von Schloss und Hofkirche in Dresden.

Die Kuppel der Frauenkirche leuchtet fast wie eine Apfelsine umweht vom Rauch aus den Schornsteinen umliegender Häuser. Das Italienische Dörfchen am Theaterplatz mit grünem Dach und kugeligen Bäumchen auf der Terrasse. Die hohen Sandsteinfassaden der Kunsthochschule und Geschäftshäuser der Schlossstraße in strahlendem Licht vor azurblauem Himmel mit wehenden Fahnen und letzten Schneeflecken auf der Brühlschen Terrasse. Pferdekutschen fahren über die Brücken, vor den Läden in den Gassen buntes Menschengewimmel. Und ein dunkler, lichterflimmernder Zug, Fackeln und schwarze Segel auf dem Fluss, begleiten auf der Elbbrücke die Überführung der Leiche König Georgs auf einem Ölbild von 1904. Lichtvolle und stimmungsreiche Malerei eines großartigen Künstlers und Impressionisten versammelt zurzeit die Ausstellung „Gotthardt Kuehl (1850 – 1915). Ein Lichtblick für Dresden“, die am vergangenen Sonntag auf Schloss Burgk in Freital mit großer Besucherresonanz eröffnete.

Zur Ausstelllungseröffnung im Festsaal und Treppenhaus blieb kein Stuhl frei.
Klangmalerisch, in leichten, flirrenden, eleganten, romantischen und brüchigen Tönen, begeisterte Musiker Florian Mayer an der Geige, umherwandelnd zwischen den Reihen, die Besucher und stimmte auf Kuehls Bilderwelt ein. Es ist eine Wiederentdeckung  mit dem Werk eines großen Malers, der zu Lebzeiten zu den bekanntesten deutschen Malern zählte, als Künstler neue Impulse des Impressionismus aus Paris mit nach Dresden brachte und heute nahezu vergessen ist. Erstmals seit fast 30 Jahren ist nun wieder eine große Ausstellung mit Bildern von Gotthardt Kuehl zu sehen, außerhalb von Dresden, einer der Hauptwirkungsstätten des Künstlers. „Ich bin froh, dass die Städtischen Sammlungen Freital nun mit dieser Ausstellung und dem Katalog in die Lücke springen und endlich das Werk des Akademieprofessors wieder mehr ins Licht und Bewusstsein der Kunstfreunde bringen können“, sagt Kristin Gäbler, Leiterin der Städtischen Sammlungen Freital.

Er ist der Maler zahlreicher Dresden-Ansichten, mit denen er hier zur Hochform gelangte, der farbigen Innenräume und lichtvollen Interieurs und wird in einer Reihe mit Liebermann und Corinth genannt. 1895 wird der in Lübeck geborene Gotthardt Kuehl nach vorherigen Stationen in Dresden, München und Paris als Professor an die Dresdner Kunstakademie berufen. 25 Jahre, nachdem er hier sein Studium unzufrieden abbrach, nahm Kuehl nach anfänglichem Zögern die Professur an und zog mit seiner Familie nach Dresden. Mit 45 Jahren war er das jüngste Mitglied des akademischen Rates. „Sein Amtsantritt war nicht nur eine Initialzündung für die Erneuerung der in alten Strukturen erstarrten Kunsthochschule. Sein Name war auch mit Dresdens Aufstieg als Ort moderner, internationaler Kunstausstellungen verbunden“, so Kristin Gäbler. Mit ihm etablierte sich zudem die Freiluftmalerei in der sächsischen Residenzstadt zu einer ernstzunehmenden Stilgattung.

Kuehl gehörte neben Carl Bantzer zu den bekanntesten Mitgliedern der Künstlerkolonie Goppeln, war Gründungsmitglied der Freien Vereinigung Dresdner Künstler und Ehrenvorsitzender der 1902 gegründeten Künstlervereinigung „Elbier“.  Die Leihgaben für die Ausstellung auf Schloss Burgk stammen hauptsächlich aus der Städtischen Galerie Dresden, der Gemäldegalerie Neue Meister sowie von privaten Leihgebern und geben einen Überblick in das vielseitige Schaffen von Kuehl. Dazu gehören neben vielen Stadtansichten wie vom „Pariser Kai“ um 1880 außerdem als häufige Malmotive glanzvolle Innenräume von Kirchen nebst einem „Scheuerfest“ von Nonnen in der Franziskanerkirche in Überlingen um 1905, atmosphärereiche Blicke in Atelier und Wohnzimmer des Künstlers, ein Stillleben vom Schreibtisch und der Blick aus dem Atelier auf die Sekundogenitur um 1899.

Farbenfroh, mit viel Flair und Zeitkolorit, begegnen einem auch die Alltagsszenen und Porträts von Gotthardt Kühl. Darunter ein „Milchmädchen“ in sonnigen Farben, eine Frau mit weißer Haube beim Kartoffelschälen, eine alte Dame in weißer Bluse beim Kaffee und ein kesser Schusterjunge mit Käppi, umgehängtem Stiefelpaar und spitzem Mund wie froh pfeifend. Gegenüber ein Makrelen-Stillleben mit den an Bindfäden schwebenden Fischen. Die Ausstellung ist noch bis 16. Oktober zu sehen, zu der auch ein opulent farbprächtiger Katalog zu Leben und Werk von Gotthardt Kuehl erschienen ist.

Außerdem gibt es ein Begleitprogramm für die Sommerferien mit dem Titel „Ganz schön Ku(e)hl hier !“ mit altersgerechter Entdeckungsreise durch die Ausstellung (für Besucher ab sechs bis zwölf Jahren; nächster Termin: 17.8., 13 Uhr) und individuelle Termine für Hortgruppen oder Schulklassen. Wer will, kann hinterher einen Blick durch die goldenen Bilderrahmen im Schlosspark werfen und eigene Malmotive mit Stiften, Pinsel und Farben festhalten. Die Freiluft-Malaktion „Guck mal!“ für malfreudige Besucher geht noch bis in den Herbst. Alle Arbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt und eine Jury kürt das schönste Bild.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Dienstag bis Freitag von 12 bis 16 Uhr, Sonnabend, Sonntag und Feiertag von 10 bis 17 Uhr.

http://www.freital.de/museum

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Gruppenausstellung „Sommersalon 22“ in der Galerie Kunst & Eros

12 Freitag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Traum oder Illusion? „Save nature“ (Geschützte Natur) von Viktoria Graf, Öl auf LW, 2021

Barocker Farbenrausch zwischen Sinneslust und Vergänglichkeit

Opulent farbenfrohe und reizvolle Malerei, Zeichnungen, Grafiken und Kleinplastik von bekannten und neuen KünstlerInnen versammelt die Gruppenausstellung „Sommersalon 22“ in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden.

Verführerisch taucht eine weibliche Gestalt in ein Blütenmeer ein. Sie räkeln, reizen und umgarnen als Sommer- und Herbstfrauen, tragen Sonnenblumen- und Pilzhüte und genießen die Natur pur in Gärten, im Wald und beim Wellenspiel. Ein Fest der Farben, Sinneslust und üppige Opulenz versammelt die Gruppenausstellung „Sommersalon 22“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 3. September zu sehen).

Fünf Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre neuen Werke, Malerei, Grafik und Kleinplastik. In fröhlichem Pink, Kanariengelb und Saftgrün kommen die  fantasievollen und witzig-anspielungsreichen Ölbilder und kleinen Aquarellzeichnungen mit Träumereien von Viktoria Graf daher. Eine Frau mit Badekappe und Bikini in Maskenform hat einen Kreis um sich gezogen in klarer „Haltung“, so der Bildtitel. Erstmals dabei ist Maximilian Hagstolz, ein Künstler aus der Porzellanmanufaktur Meißen, mit seinen elegant feinen, luftig-leicht wirkenden Zeichnungen: Frauenakte angedeutet, ihre Körperkonturen im Licht aufscheinend und sinnlich und apart mit einem Hauch Gold veredelt.

Im Rausch der Farben und Genüsse schwelgen und schweben mit weit ausholenden Bewegungen die zwei Tanzenden auf dem großformatigen Titelbild „Assemblé“ der Ausstellung, das Sala Lieber malte. Die aus Budapest stammende Künstlerin stellt ebenfalls zum ersten Mal in der Galerie Kunst & Eros aus. Sie hat bei Siegfried Klotz und Max Uhlig an der Dresdner Kunsthochschule studiert und bei Jörg Immendorf in Düsseldorf. „Ihre Bilder sind von der Barock- und Rokkokozeit inspiriert, aus der sie klassische Elemente in die Gegenwart bringt. In heiteren Farben und mit üppigen Früchtestillleben zelebrieren sie Lebenslust, das Opulente und zeigen Eros, aber auch die Vergänglichkeit. Solch ein Bild wollte ich hierher ins Barockviertel holen“, sagt Galeristin Janett Noack.

Die Arbeiten von Sala Lieber hat sie auf der Art Kunstmesse in Karlsruhe entdeckt. Darunter auch der Siebdruck „Frischfleisch“, den Janett Noack auch auswählte, da in den Galerieräumen ehemals eine Fleischerei war. Reizvoll, zwiespältig und provokant zugleich wirkt der in Violett- und Rottönen gehaltene Farbholzschnitt. Darauf ist eine  nackte Frau mit kunstvoller Frisur beim Schlachten in der Küche zu sehen, sie zerlegt gerade eine Gans. Vor ihr aufgereiht liegen tote Hühner, dahinter aufgehängte Schweinehälften und ein Wildschweinkopf. „Es wirkt ganz natürlich, fast liebevoll gemalt, ein Blick in eine andere Zeit. Ein sicher streitbares Bild“, so Janett Noack. Außerdem sind farbige Holzschnitte und grafische Illustrationen, die Zuflüsterer, Verführer und Träumer mit venezianischen Masken zeigen, des Radebeuler Malers und Grafikers Michael Hofmann zu sehen. Sie stammen aus einem soeben erschienenen Buch mit dem Titel „Einen Stern spüren“ mit Erzählungen von Thomas Gerlach, dieses ist ebenfalls in der Galerie Kunst & Eros erhältlich.

Text + Foto (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr

Tel.: (0351) 802 47 85

http://www.kunstunderos.de

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Unterwegs: Eröffnung des ersten Kultursommer Bärenstein mit Musik, Malangeboten & Bär

09 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs

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Der Bär ist los! in Bärenstein: Mit fröhlicher Musik, Malangeboten, Spaß und Interaktion mit den Bären wurde der erste Kultursommer in Bärenstein am Sonnabend eröffnet. Täglich locken hier kreative Mitmach-Angebote für kleine und große Besucher und eine offene Bühne. Das Kulturfest dauert bis 27. August.

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Ländliche Idylle, gemeinsam kreativ sein & genießen (im Foto von li nach re.): Der Jazzmusiker und Initiator des Kultursommer Bärenstein, Hartmut Dorschner vor seinem Haus in Bärenstein, Thomas Linde, Bildhauer und Fotograf, Andrea Dorschner, Schwester des Gastgebers und Harfenistin und die Kinder Elias und Lio.

Bärischer Frohsinn in Bärenstein

Bunte Maltische rund um die offene Bühne, fröhliche Musik und erste Ideen für den Wunschbaum eröffneten am Sonnabend den Kultursommer Bärenstein.

Umringt von Musikern und Künstlerinnen steht ein brauner Bär auf der kleinen Bühne auf dem Marktplatz in Bärenstein. Darüber spannt sich ein weißes Sonnensegel. Davor stehen weiß gedeckte Tische mit bunt schwebenden Luftballons mit Bären-Logo. Rund 20 Zuschauer haben sich vor der Bühne versammelt an diesem sonnigen Sonnabendnachmittag zur Eröffnung des Kultursommer Bärenstein. Mehrere Kinder, junge und ältere Leute, Einheimische und Freunde der Künstler bunt gemischt. Hartmut Dorschner, Musiker und Vorstandsmitglied im Kult-ur-art e.V. Bärenstein, der das Projekt initiiert hat und der Bär, dem Michael Melerski Gestalt verleiht, begrüßen die Besucher auf deutsch und bärisch und stellen das Programm vor. Ein junges Mädchen agiert als Übersetzerin der tiefen Brummlaute, die Neugier und Schmunzeln hervorrufen.

Bärischer Frohsinn breitet sich aus in Bärenstein. Malangebote für Kinder, Puppenspiel, Filme für klein und groß, Konzerte, Lesungen und eine Schreibwerkstatt locken in den kommenden drei Wochen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei (auf Spendenbasis). Der Kultursommer Bärenstein wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Dienstags, von 16 bis 18 Uhr bietet die Künstlerin Alexandra Wegbahn Siebdruck zum Mitmachen an. Sie hat das lustige bärige Logo des Kultursommers entworfen, das auf mitgebrachte T-Shirts und Beutel gedruckt werden kann. Unter dem Motto „Der Bär in mir – Malen mit Kindern“ (8. und 15.8., 9 – 12 Uhr, vor der Großen Bühne) laden die Künstlerinnen Alexandra Wegbahn und Manuela Henschke die Kinder des Ortes ein, sich selbst mit Hilfe der Körperumrisse auf großen Papierbögen zu malen. In der Papierwerkstatt, die dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr öffnet, kann man außerdem Papier schöpfen, prägen, drucken und kleine Wesen bauen. Lisann aus Guben, die gerade hier zu Besuch ist, nutzte die Gelegenheit und bemalte einige farbenfrohe Bärenanstecker und –magnete und verschenkte sie.

In der Schreibwerkstatt mit Iris Stauch, vom 10. bis 12.8., 10 bis 15 Uhr in der Bärensteinschänke, werden sich die Teilnehmer spielerisch vom Ort, von historischen Ereignissen aus Bärenstein, überlieferten Sagen und Geschichten zu eigenen Texten anregen lassen und kann man sich in die Stille vertiefen, eine Auszeit vom Alltag nehmen. Eine Lesung der entstandenen Geschichten gibt es am 12.8., 17 Uhr.

„Im Sommer ist sonst nichts los hier. Vielleicht zieht das Kulturprogramm mehr Touristen nach Bärenstein“, sagt Einwohnerin Marianne Kaden. „Damit wird auch ein Zugang zu Kunst ermöglicht für Leute, die weniger im Portemonnaie haben“, ergänzt ihr Mann Gerolf Kaden. Er war über 30 Jahre Vorsitzender der Kirchgemeinde Bärenstein und engagiert sich weiterhin. Drei Veranstaltungen werden in der Kirche stattfinden. Darunter eine Lesung mit poetischen Texten von Marit Heuß aus Leipzig am 19.8., 17 Uhr und 20 Uhr ein Konzert mit der Harfenistin Andrea Dorschner, Günter Heinz an der Posaune und Ray Kaczinski am Schlagzeug.

„Wir freuen uns auch auf das neue Bärensteinorchester“, so Kaden, der selbst gern musiziert an der Ziehharmonika oder mit der „Nasenflöte“. Anregungen für den Wunschbaum für Bärenstein haben er und seine Frau gleich mehrere: „Der ehemalige Gasthof ,Stadt Bärenstein’ mit Festsaal steht schon seit den 90er Jahren leer. Die Bank an der Linde auf dem Markt zerfällt fast. Schön wäre außerdem, wenn das Schloss, wenigstens ein Teil, wieder öffentlich zugänglich wäre auch für kulturelle Nutzung.“

„Dort haben wir kurz nach der Wende mal Silvester gefeiert und ein Café gab es auch, bevor das Schloss verkauft wurde. Seither steht es leer“, sagt Marianne Kaden. Der jetzige Schlosseigentümer Dr. Thaler aus München habe beim Kauf die Auflage erhalten, das Schloss auch für die Öffentlichkeit zu erhalten. Dort haben Hartmut Dorschner und Max Löb sogar schon einmal eine Stunde heimlich auf einer Party gespielt. „Dann kam Herr Thaler und sagte, dass wir qualitativ hochwertig spielen und schickte uns hinaus“, erzählt Dorschner.

Als Bär ist Michael Melerski täglich in Bärenstein unterwegs. „Die Figur ist ein Element, um an die Leute heranzukommen. Es geht mir um das Interaktive und um Kommunikation, um die Tradition, den Hintergrund, Ursprung und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Ort. Dort hole ich sie ab“, sagt Melerski. Im Bärenfell will er an Wohnungstüren klingeln, beim Frisör sich auch mal hinsetzen und in den Konsum gehen. Wer mag, kann sich mit dem Bären fotografieren lassen zur Erinnerung.

„Ich habe den Eindruck, dass die Einheimischen das Angebot gut annahmen, auch die Einlage mit dem Bären, der mit den Besuchern interagierte. Das war witzig und surreal. Auch die Impromusik hat Spaß gemacht“, sagt Thomas Linde, Bildhauer und Fotograf, der das Projekt fotografisch begleitet. „Mir gefällt, dass mit dem Kultursommer etwas Innovatives in die Region kommt, auch als Impulsgeber und Anfang für weitere Projekte.“ Die Bühne auf dem Markt in Bärenstein steht täglich von 18 bis 21 Uhr offen und kann von Künstlern und Besuchern einzeln und gemischt bespielt werden in aller Bandbreite von  Musik, Tanz, Texte bis Theater.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.www.kult-ur-art.eu

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Lesung „Einen Stern spüren“ mit Thomas Gerlach in der Galerie Kunst & Eros

04 Donnerstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Spiel mit Worten und Farben

anlässlich der aktuellen Ausstellung »SOMMERSALON 22« sind Interessierte recht herzlich zur Lesung »einen Stern spüren« am 5. August 2022 um 19.30 Uhr in die Galerie kunst & eros eingeladen.

Der Künstler Michael Hofmann und Buchautor Thomas Gerlach haben ein gemeinsames Buch entwickelt. In der aktuellen Ausstellung »SOMMERSALON 22« zeigen wir die Originalillustrationen zum neu erschienen Buch »einen Stern spüren«, neue Farbholzschnitte, die mit den Erzählungen korrespondieren.
Thomas Gerlach: Geboren 1952 in Dresden, lebt und denkt in Radebeul. Die Ahnung, dass Sprache geschaffen ist, große Dinge zu tragen, als bloße Informationen, führte ihm den Stift und schürte die Freude an allem Wort- und sonstigem Gewordenen. Michael Hofmann: Geboren 1944 in Chemnitz, Maler und Grafiker, studierte an der HfbK in Dresden. Bei ihm ist der Holzweg keine Sackgasse; bei ihm hat die Sprache Farben wie die Farben Sprache haben, für die er in Radebeul die passende Umgebung fand.

»einen Stern spüren« Ein Leseabend

Freitag, 5. August 2022 · Beginn 19.30 Uhr  ·

Das Buch »einen Stern spüren« wird in der Galerie kunst & eros vom Buchautor Thomas Gerlach vorgetragen und musikalisch von Christian Mögel am Klavier begleitet.

Kartenreservierungen werden in der Galerie telefonisch oder per E-Mail empfohlen, da Sitzplätze begrenzt!

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis
15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Zwei Handschriften“ von Johanna Mittag & Wieland Richter im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

02 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Allgemein, Bildende Kunst, Lebensart

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Teichlandschaft in Moritzburg von Wieland Richter
Farb- und Lichtspiegelungen

Blicke in Fenster & Stadtgesichter von Johanna Mittag

Reizvolles Wechselspiel der Farben und Formen

Die Ausstellung „Zwei Handschriften“ von Johanna Mittag und Wieland Richter vereint Malerei, Mischtechniken und Collagen im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Eigenes und Verbindendes. Das Zusammenfließen der Farben und Formen. Licht, Spiegelungen, Landschaften und Stadtgesichter treffen in Malerei, Collagen und Mischtechnik auf Leinwänden struktur- und spurenreich aufeinander in der derzeitigen Ausstellung „Zwei Handschriften“ mit Arbeiten aus den letzten zwei Jahren von Johanna Mittag und Wieland Richter im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Eigentlich sind es zwei Einzelausstellungen, sogar mit eigenen Untertiteln:  „diesmal grün“ zeigt vorwiegend abstrakte, farbige Stadtansichten und Stillleben von Johanna Mittag und „endlos grenzenlos“ teils konkrete und abstrahierte, farbreiche Stimmungen von Meer, Strand und Unterwasserwelt, die Wieland Richter auf seinen Reisen u.a. nach Norwegen und Island erlebte. Die Liebe zum Wasser, so heißt ein Bildtitel von ihm und sie strömt in bewegtem Spiel der Linien und pastosem Farbauftrag fein abgestuft, nuancenreich licht- und farbfunkelnd auf vielen seiner neuen, meist großformatigen Werke. Das Wellenspiel in mal zarten, sonnigen Farbtönen und kraftvoll intensivem Türkis, Blau, Grün und Orange mit weitem Himmel, Licht- und Wasserspiegelungen auf die Leinwand geholt, lädt zum Träumen, Eintauchen, Innehalten vom Alltag ein.

Eine Teichlandschaft in Moritzburg, die Ostsee sonnenbeschienen, das Meer bei Ebbe und Eiswasser halten die Wandlungen in der Natur fest. Auf einem großen, intensiv blauen Bild ragen weiße Gletscher und Gysire aus der Leinwand, das nach einer Reise nach Island 2020 entstand. „Diese Bilder haben so viel Kraft, dass sie Platz brauchen. Die Farben ziehen einen richtig hinein“, sagt Frank Andert, Museumsleiter und Ausstellungsorganisator über die Malerei von Wieland Richter. Er malt nicht nach der Natur, sondern aus der Inspiration und Empfindung. Wieland Richter lebt und arbeitet in einem ausgebauten Bauernhof mit Atelier in Putzkau bei Bischofswerda. In klaren, geometrischen Formen und starken Farbkontrasten gehalten sind die zumeist Mischtechniken auf Leinwand und Collagen auf Papier von Johanna Mittag. Sie arbeitet als Malerin und Musikerin in Radebeul. Seit 1984 spielt sie Geige in der Sächsischen Staatskapelle. In der Bildenden Kunst findet Johanna Mittag außerdem für sich neue Ausdrucksmöglichkeiten.

Die Welt der Musik spiegelt sich auch in ihren Arbeiten. Mit der Rhythmik der Farben und Formen komponiert sie ihre abstrakten, eindrucksvollen Bildlandschaften und oft tauchen darin Notenblätter, auch als zerrissene Papierschnipsel oder weiß wie Federn schwebende Töne und Ausschnitte aus Programmheften darin auf. Da sieht man abwechselnd leuchtend farbige und dunkel schwermütige, sich nach Licht und Leichtigkeit sehnende Häuserlandschaften mit Titeln wie „Fenster“, „Stadtgesichter“, „Hoffnung“ und „Metamorphosen“. „Der Kuss“ heißt ein übermaltes Notenblatt mit sacht umeinander kreisenden Formen. Das einzige figürliche Bild von Johanna Mittag in dieser Ausstellung zeigt unter dem Titel „zusammen“ ein entrückt selbstvergessenes Paar.

Außerdem zeigt sie filigrane, heiter verspielte und fantasievolle Collagen aus der Serie „Erinnerung“, bei denen Zeichnung und Geschenkpapier zusammentreffen mit Früchten, Blumen und Badenden auf nostalgischen Fotos. Dieses Zusammenspiel aus Farbnuancen, Formen und verschiedenen Materialien verbindet Johanna Mittag und Wieland Richter. „Es ist auch eine Brücke da zwischen den Bildern, wie sie auch im Titelbild, auf dem Plakat zur Ausstellung deutlich wird“, so Andert. Bereits zum dritten Mal stellen hier im Sommer zwei Künstler im Tandem aus. Für Johanna Mittag und Wieland Richter ist es die vierte gemeinsame Ausstellung in ihrer langjährigen Künstlerfreundschaft mit produktivem Austausch. Reizvoll und aufschlussreich ist es auch für den Betrachter, Eigenheiten, Konträres und Verbindendes in ihren Kunstwerken zu entdecken. Die Ausstellung „Zwei Handschriften“ ist noch bis 7. August im Hoflößnitz in Radebeul zu sehen.

Text+ Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr.

http://www.hofloessnitz.de

Bewegtes Spiel der Farben & Formen: Frank Andert, Leiter des Sächsischen Weinbaumuseums Hoflößnitz vor den Bildern von Wieland Richter.
Collagen mit Stadtansichten und Stillleben zeigt Johanna Mittag.

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Unterwegs: Der Bär ist los! beim Kultursommer Bärenstein im Erzgebirge

02 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tauschmarkt/Ideenbörse, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Kultursommer im Zeichen des Bären

Ein vielfältiges Programm mit Konzerten, kreativen Mitmachangeboten, Gesprächsrunden und Wunschbaum lockt drei Wochen lang in dem kleinen Ort im Erzgebirge.

Eine kleine Bühne auf dem Marktplatz in Bärenstein ist im Aufbau.
Ins Rathaus zieht die Bärensteinschänke „Zum Goldenen Bären“ ein, eine Begegnungsstätte und Treffpunkt für ein gutes Miteinander. Hier werden Gesprächsrunden und Workshops stattfinden. Dies ist auch der Ort, an dem der „Wunschbaum“ wächst. Er wird sich füllen mit Apfelformen aus Papier, beschriftet mit eigenen Anregungen, Wünschen und Ideen für Bärenstein und für alle sichtbar. Zur Abschlussveranstaltung wird der Gemeinde aus den Früchten des Wunschbaumes ein gebundenes Buch überreicht. Manch ein Einheimischer wird sich überdies verwundert die Augen reiben, wenn in den nächsten Tagen immer wieder ein frei umher laufender Bär im Ort auftaucht. „Er ist als Zentralfigur des Kultursommers täglich präsent, provoziert, kommuniziert und treibt Schabernack“, erzählt Hartmut Dorschner, der Initiator des ersten „Kultursommer Bärenstein“.

Drei Wochen lang, vom 6. bis 27. August, lockt ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Filmen, Puppentheater und vielen kreativen Mitmach-Angeboten für einheimische und Besucher von weiter her in dem beschaulichen Ort im Osterzgebirge. Eröffnet wird der Kultursommer Bärenstein am 6. August, um 16 Uhr auf dem Markt mit Begrüßung auf deutsch und bärisch, Programmvorstellung und einem Konzert mit Hartmut Dorschner, Saxofon, Matthias Macht, Schlagzeug und Andrea Hofmann, Violine (Beginn: 17 Uhr). “Die Idee entstand letztes Jahr im Herbst nach dem Moritzburger Kultursommer. So etwas wollten wir auch in Bärenstein machen“, sagt Hartmut Dorschner. Er ist Jazzmusiker und Komponist, wohnt in Bärenstein und hat schon Erfahrung mit Landart-Kunstprojekten, bei denen Musik und Kunst in Wald und Feld Einzug halten.

Den ersten Bärensteiner Kultursommer hat Hartmut Dorschner zusammen mit dem „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein und den Dresdner Künstlern Michael Melerski, dem Bären und Alexandra Wegbahn organisiert. Ein Jahr dauerte die Vorbereitung, schrieben sie ein halbes Dutzend Förderanträge für das Kulturfestival, die fast alle abgelehnt wurden. „Bei der Bundeskulturstiftung bekamen wir zu hören, dass nur größere Projekte von berühmten Künstlern gefördert werden“, so Dorschner. Bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wurde ihnen schließlich geraten, es über eine kommunale Förderung zu versuchen. Der Bürgermeister von Altenberg, Thomas Kirsten war angetan von der Idee eines Kulturfestes. So beantragten die Künstler für die Stadt Altenberg als Veranstalter eine 100-prozentige Förderung. Die Stadt braucht nichts dazugeben. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für den Kultursommer Bärenstein, so Dorschner. Da dieser in einer besonderen Region auf dem Land stattfindet, wird das Projekt voll gefördert mit über 60 000 Euro von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Anfang Juli, kurz vor Beginn des Kulturfests, kam die Förderzusage. „Wir hätten unabhängig davon eine kleine Version des Kultursommers Bärenstein veranstaltet“, so Dorschner. Alle Veranstaltungen sind eintrittfrei, das ist ihm wichtig. Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Kult-ur-art Vereins sind natürlich willkommen.

An drei Sonntagen, von 10 bis 12 Uhr, sind Anwohner und Gäste zum gemeinsamen Frühstücken an einer langen Tafel eingeladen, die kulinarisch durch mitgebrachte Speisen ergänzt werden kann. Dazu spielt Andrea Dorschner Harfe. Außerdem wird Kinderreiten angeboten. Um Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitbestimmung in Gemeinden geht es in einem Demokratie-Vortrag mit Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister von Nebelschütz am 10. und 17.8. um 17 Uhr in der Bärensteinschänke. Außerdem gibt es einen Kunst-, Handwerker- und Trödelmarkt, bei dem die Anwohner an eigenen Ständen ihre Produkte anbieten können, am 13.8., 10 – 18 Uhr auf dem Bärensteiner Marktplatz.

Ein Konzert mit Heribert Dorschner & den Crazy Germans ist am 26.8., 20 Uhr auf der Großen Bühne in Bärenstein zu erleben. Ein Höhepunkt zum Abschluss soll am 27.8. neben einem Konzert der tschechischen Gruppe Muzika Jara zudem der erste Auftritt mit dem frisch gegründeten Bärensteinorchester werden, in dem rund zehn Hobbymusiker, der jüngste neun und der älteste 60  Jahre alt, zusammen klassische, moderne und eigene Stücke spielen. Zu Besuch bei den Machern des Kultursommer Bärenstein ist am 3. August vormittags Barbara Klepsch, die sächsische Kulturministerin und wird dabei den Fördermittelbescheid in Höhe von 67 300 Euro im Rahmen des Programms „Kulturland 2022. Sachsen als Bühne“ an den Altenberger Bürgermeister überreichen. Eine Wertschätzung für die Künstler, die dabei auch von ihren Erfahrungen mit der Kulturförderung und manch Hindernissen auf dem Weg erzählen können, ohne sich entmutigen zu lassen. „Wir hoffen auf viele neugierige und interessierte Besucher. Nächstes Jahr wollen wir den Kultursommer Bärenstein fortsetzen“, sagt Initiator Hartmut Dorschner in freudiger Erwartung.

Text + Foto (lv)

Weitere Infos zum Kultursommer Bärenstein unter http://www.kult-ur-art.eu

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Ausstellung „Gerade Jetzt“ von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain bei Freital

27 Mittwoch Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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„Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder…“ Ideenreich und wagemutig wird das Pferd neu gesattelt in der Galerie ArtToGo in Dorfhain von Christin Pietzko, freie Kuratorin, Künstler Chris Löhmann und Künstler und Galerist Olaf Stoy. Gemeinsam wollen sie einen neuen Begegnungsort und „Kultursatellit“ zu Dresden schaffen.
Beflügelnd: ein Tagpfauenauge in der Ausstellung.
Gleichnis für die gefährdete Natur und ihre Abwendung vom Menschen, der nur mit sich beschäftigt ist: „Wächtertier“ ist die Diplomarbeit der Theaterplastikerin Julia Böhm.

Symbolreiche Bilderwelt zwischen Traum und Apokalypse

Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ zeigt originelle und ausdrucksreiche Arbeiten über das Verhältnis von Mensch und Umwelt von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain.

Ein Schmetterling, ein Tagpfauenauge, flattert aufgeregt am Fenster  entlang. Viele farbenfrohe Bilder, aber keine Blüten weit und breit. Der Falter hat sich zweifellos verirrt im Ausstellungsraum. Der Künstler Chris Löhmann setzt ihn vorsichtig in ein Glas und lässt den Schmetterling wieder ins Freie fliegen. In seinen reichhaltigen Bildlandschaften liegen Schönes, Schwebendes, Visionäres, Düsteres und Albtraumhaftes, Traum und Realität nah beieinander. Eine Fülle von Figuren, Gebäuden, Symbolen aus Geschichte und Gegenwart, Fantasy- und Fabelwesen tummeln sich nebeneinander im „The Torture Garden“, einer Zeichnung auf Papier von 2020. „Hier und Jetzt“ und „Inferno“ steht tätowiert auf den schuppigen Krallenarmen einer verführerischen weiblichen Figur im Sturzflug mit Fledermausflügeln. In einer anderen Zeichnung klammert sich ein junger Mann in Jeans und Turnschuhen halb liegend an einem dunklen Pferd fest und entflieht in eine Traumlandschaft. Manchmal erscheint das Leben wie im „Abenteuerroman“, so ein Bildtitel von Lucas Oertel. Da begegnen einem ebenso fantasievoll versponnene, verwegene, kunterbunte und seltsame Figuren in seinen Ölbildern wie eine „Pferdezeichnerin“, „Wolkengucker“, „Sieger in Blau“, „Auraträger“, „Strahlemann“, „Roboter“, „Pfannkuchengesicht“ und „Superheld“.

Die figuren- und zeichenreich überbordende Bilderwelt in Schwarz-Weiß-Schattierungen von Chris Löhmann trifft auf die farbenfreudigen, kindlich naiv anmutenden, dabei oft doppelbödig ironischen Arbeiten vom Lucas Oertel und auf die Figurengruppe „Wächtertier“ von Julia Böhm. Die Arbeiten der drei jungen Künstler versammelt derzeit die Ausstellung „Gerade Jetzt“ in der Galerie ArtToGo der Georado-Stiftung auf der Talstraße 7 in Dorfhain bei Freital. Sie ergründen und zeigen ihre Sicht auf die Welt, das menschliche Zusammenleben und das Verhältnis Mensch, Natur und Umwelt originell, spannend, unkonventionell, eigenwillig und ausdruckreich in Malerei, Zeichnungen und Plastik. „Es sind ganz unterschiedliche Positionen und dennoch gelingt es ihnen, miteinander zu sprechen in einem angeregten Dialog der Werke und einander Raum zu lassen“, sagt Christin Pietzko, die als Kunstwissenschaftlerin und freie Kuratorin projektbezogen arbeitet.

Im Tragetuch hält sie Töchterchen Antonia, acht Monate. Sie begleitet Chris Löhmann in der Ausstellung. Das Künstlerpaar ist aus Königstein/Sächsische Schweiz hergekommen, wo sie in der Alten Post einen erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. „Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder. Möglichkeiten zum Zusammenkommen, zum Nachdenken und Genießen.“ Aus diesem Impuls heraus haben Christin Pietzko und Olaf Stoy, Künstler und Galerist, zusammen die Ausstellung „Gerade Jetzt“ konzipiert. Gefördert wird diese von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Gemeinsam wollen sie diesen Ausstellungsort weiter entwickeln. Sie bringt einen anderen Blick und neue Ideen mit und er seine Erfahrungen für Ausstellungen. Dabei geht es auch um Räume zum Arbeiten, Residenzen für Künstler aus der Region und das Ausloten von längerfristigen Fördermöglichkeiten.

Die Resonanz bisher sei erfreulich. „Es kommen viele Wanderer, kürzlich sogar eine Gruppe aus Schweden, und Kunstfreunde gezielt in die Ausstellung“, so Stoy. Die Ausstellung strahle eine hohe Energie aus. Das hätte er auf dem Dorf nicht erwartet, hörte er unlängst von einem Ausstellungsbesucher. Gleich am Eingang steht eine Plastik, die berührt und nachdenklich macht: Eine große weiße, abgemagerte und gebeugte Hündin, neben ihr hockt eine kleine Menschengestalt mit Kapuze. Entstanden ist sie letztes Jahr als Diplomarbeit von Julia Böhm, Absolventin für Theaterplastik an der Dresdner Kunsthochschule. „Sie steht als Gleichnis für die Natur, ihre Kraft ist noch da, aber sie schwindet und sie wendet sich ab vom Tun des Menschen, der selbstvergessen die Zeit verspielt, die ihm noch bleibt“, so sieht es Olaf Stoy. Sehr dicht, atmosphärisch und mit ihrem hintergründigem Witz und Tiefe überraschend sind die skurrile Figurenwelt von Lucas Oertel ebenso wie die detailreichen Bildergeschichten von Chris Löhmann. „Das hat auch etwas mit unserer Zeit, der Reizüberflutung zu tun“, so Stoy.

Vom Glück und der Flüchtigkeit des Moments erzählt z.B. das Bild „Der Held“ von Lucas Oertel. Der auf Händen getragen, im nächsten Moment schon fallen kann. Assoziationsreiche Gedankenbilder zeigt Chris Löhmann, darunter ein großformatiges Bild mit entrückter Landschaftsidylle, auf Sandstein gekritzelten Graffitis und Schriftzügen, Orten und Gesichtern aus seiner Freitaler Zeit mit dem Titel „Die Auferstehung der Toten in Somsdorf“. „Ich sehe es wie ein Erwachen und Herausschälen aus der Gebundenheit. Der lange, anstrengende Weg hin zum Licht“, so Löhmann.

Reales und Surreales stehen scheinbar losgelöst, den Betrachter zum Ordnen und Verbinden auffordernd, in seinen vielschichtigen Bildteppichen. Er möchte mit seinen Arbeiten anregen, auch „den Ort hinter den Dingen, die Essenz daraus zu erkennen und Zuversicht zu gewinnen.“ Begleitend zur Ausstellung gibt es Workshops zu StreetArt mit Chris Löhmann für Kinder ab zehn Jahre am 28.7. und 4.8., jeweils 10 bis 13 Uhr (Teilnahmegebühr/Materialkosten: 15 Euro). Außerdem stellt unter dem Motto „Dorfhain jazzt!“ das Jazz Trio Dresden sein neues Album „Space“ am 20.8., 19 Uhr in der Galerie ArtToGo vor (Eintritt: 8 Euro). Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ ist noch bis 4. September zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Do und Fr von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

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„Der Witz“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Der Held“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Wir“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Das Foto“, Ölbild von Lucas Oertel

„Hallo Sommer“, Ölbild von Lucas Oertel

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Kunst als Lebenselixier: In Erinnerung an Barbara Hornich, langjährige Vorsitzende des Freitaler Kunstvereins

27 Mittwoch Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Kunst als Lebenswerk und Lebenselixier: Barbara Hornich stand über 30 Jahre an der Spitze des Freitaler Kunstvereins im Einnehmerhaus. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke in der dortigen Kunstszene. Foto: Bettina Liepe

Ein großes Herz für die Kunst

Barbara Hornich, Mitbegründerin, Vorsitzende und Grande Dame des Freitaler Kunstvereins im Einnehmerhaus ist auf dem Rückflug aus dem Urlaub verstorben.

Die letzte Ausstellungseröffnung „Mama Papa DaDa“ – ein Mailart-Projekt von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit mit Collagekunst von Künstlern aus aller Welt im Einnehmerhaus Freital ist einen Monat her. Da freute sich Barbara Hornich über das rege Besucherinteresse und dass „die eigentlich vor zwei Jahren geplante Ausstellung über die Zeit der Pandemie gerettet werden konnte. Wir sind wieder wir selbst“, sagte sie frohen Mutes. Nun macht der „k.u.n.s.t“-Verein Freital e.V., der hier sein Domizil hat, Sommerpause. Die ungewöhnliche Schreibweise steht für die Attribute kreativ, unikat, nützlich, sensibel und traditionell. Im Raum im Erdgeschoss stehen in den Regalen noch die Keramikvasen und Schalen, überwiegend in erdigen Farben und die Zebragestreiften, von Barbara Hornich.

Doch die langjährige Vorsitzende des „k.u.n.s.t“-Vereins und Grande Dame des Freitaler Kunstvereins kommt nicht mehr zurück. „Ihr Mann stand am Mittwoch vor der Tür und übergab mir ihr Köfferchen mit den Unterlagen, das sie immer bei sich trug“, sagt Bettina Liepe, Vorstandsmitglied im Kunstverein, bedrückt. „Wir wussten, dass sie gesundheitliche Beschwerden hatte, aber haben gehofft, es wird wieder.“ Am Montag auf dem Rückflug aus dem Urlaub in Antalya/Türkei musste Barbara Hornich von Notärzten in ein Berliner Krankenhaus gebracht werden, wo sie verstarb. Im Urlaub sei sie bereits operiert worden, dabei wurden sechs Bypässe gelegt und sie sollte danach im Herzzentrum in Dresden weiter behandelt werden, so Bettina Liepe. Sie kann es noch gar nicht recht fassen. “Der Kunstverein war ihr Lebenswerk und –elixier und der Garten ihr Refugium.“

Seit mehr als 30 Jahren stand Barbara Hornich an der Spitze des Freitaler Kunstvereins, der sich 1990 gründete, nachdem einer der vielen künstlerischen Zirkel auch im Edelstahlwerk nach der Wende wegbrach, in denen die Mitarbeiter nach Feierabend kreativen Hobbys nachgingen und viele Freundschaften entstanden. Das Einnehmerhaus wurde mit viel Elan und Eigenleistung der Vereinsmitglieder saniert und über die Jahre zu einem gefragten Ausstellungsort mit vielfältigem Zirkelangebot, wie sie es nannte und weiterführte. Das Mobiliar stammt noch aus der Grundschule, in der Barbara Hornich ehemals Lehrerin war. „Diese Dinge waren ihr vertraut und für sie ein Anker“, so Bettina Liepe. „Sie war sehr engagiert und hatte klare Vorstellungen zum Ausstellungsprogramm. Barbara Hornich war eine Grande Dame noch aus einer anderen Zeit und Netzwerkerin in Künstlerkreisen, sie pflegte über viele Jahre persönliche Kontakte zu Künstlern, organisierte und managte die Ausstellungen bis zum Aufhängen der Bilder. Das machte sie auch sehr gut. Wir im Kunstverein waren mehr das Personal“, sagt Bettina Liepe schmunzelnd.

Mit viel Zeit, Ausdauer und Energie schaffte es Barbara Hornich immer wieder, besondere Projekte durchzusetzen und Fördermittel für die Kunst mit der Stadt auszufechten. „Sie war robust, beharrlich und verbindlich, ihre Keramiken haben auch etwas Bodenständiges. In der letzten Zeit war sie deutlich weicher und offener im Umgang“, erzählt Bettina Liepe, die seit fast zehn Jahren im Freitaler Kunstverein mitarbeitet. „Jetzt ist erst einmal ein Bruch da, doch es wird weitergehen. Wir werden alles tun im Kunstverein, um die Grundidee von Ausstellungen und Zirkeln mit Künstlern in einem Haus im Sinne von Barbara Hornich weiterzuführen. Damit das Einnehmerhaus ein Begegnungsort bleibt, der Impulse setzt, einlädt, sich damit auseinanderzusetzen und auch für Neuaufbruch steht.“

Das bedeute, sowohl über Angebote für ältere Teilnehmer und Kursleiter als auch junge Leute nachzudenken oder auch mal Atelierbesuche mit dem Kunstverein bei den Künstlern zu machen. Der Sprung zwischen den Generationen sei bisher nicht geglückt. Es kämen zumeist ältere Teilnehmer in die Kunstzirkel. Vielleicht liege das auch an den Kurszeiten vormittags und nachmittags, die nicht so günstig für Familien mit Kindern sind.

Die nächste Ausstellung mit Landschaftsmalerei aus dem Tharandter Wald von Siegfried Berndt (1880 – 1946), einem Maler und Grafiker der sogenannten „verschollenen Generation“ aus der Sammlung Andreas Albert, sollte im September/Oktober im Einnehmerhaus zu sehen sein. Barbara Hornich freute sich schon sehr darauf, einfach mal wieder etwas Schönes zu zeigen. Ihr lag es am Herzen, Kunst für alle zugänglich zu machen und ein breites Publikum anzusprechen, so vielfältig und farbreich wie das Leben selbst. Nun wird stattdessen im Herbst eine Gedenkausstellung mit neuen Keramiken und Bildern von Barbara Hornich gezeigt. Das hat die Malgruppe um Matthias Jackisch zusammen mit dem Kunstverein entschieden. Eine rührige Frau, die Künstlern und Kunstinteressierten viele interessante Ausstellungen und Projekte ermöglichte und noch viele Pläne hatte, so wird Barbara Hornich Wegbegleitern wie Besuchern des Einnehmerhauses in Erinnerung bleiben. Sie wurde 82 Jahre alt und hinterlässt ihren Ehemann, Sohn und Enkelkinder.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
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