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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Lesung „Einen Stern spüren“ mit Thomas Gerlach in der Galerie Kunst & Eros

04 Donnerstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Spiel mit Worten und Farben

anlässlich der aktuellen Ausstellung »SOMMERSALON 22« sind Interessierte recht herzlich zur Lesung »einen Stern spüren« am 5. August 2022 um 19.30 Uhr in die Galerie kunst & eros eingeladen.

Der Künstler Michael Hofmann und Buchautor Thomas Gerlach haben ein gemeinsames Buch entwickelt. In der aktuellen Ausstellung »SOMMERSALON 22« zeigen wir die Originalillustrationen zum neu erschienen Buch »einen Stern spüren«, neue Farbholzschnitte, die mit den Erzählungen korrespondieren.
Thomas Gerlach: Geboren 1952 in Dresden, lebt und denkt in Radebeul. Die Ahnung, dass Sprache geschaffen ist, große Dinge zu tragen, als bloße Informationen, führte ihm den Stift und schürte die Freude an allem Wort- und sonstigem Gewordenen. Michael Hofmann: Geboren 1944 in Chemnitz, Maler und Grafiker, studierte an der HfbK in Dresden. Bei ihm ist der Holzweg keine Sackgasse; bei ihm hat die Sprache Farben wie die Farben Sprache haben, für die er in Radebeul die passende Umgebung fand.

»einen Stern spüren« Ein Leseabend

Freitag, 5. August 2022 · Beginn 19.30 Uhr  ·

Das Buch »einen Stern spüren« wird in der Galerie kunst & eros vom Buchautor Thomas Gerlach vorgetragen und musikalisch von Christian Mögel am Klavier begleitet.

Kartenreservierungen werden in der Galerie telefonisch oder per E-Mail empfohlen, da Sitzplätze begrenzt!

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis
15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Zwei Handschriften“ von Johanna Mittag & Wieland Richter im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

02 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Allgemein, Bildende Kunst, Lebensart

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Teichlandschaft in Moritzburg von Wieland Richter
Farb- und Lichtspiegelungen

Blicke in Fenster & Stadtgesichter von Johanna Mittag

Reizvolles Wechselspiel der Farben und Formen

Die Ausstellung „Zwei Handschriften“ von Johanna Mittag und Wieland Richter vereint Malerei, Mischtechniken und Collagen im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Eigenes und Verbindendes. Das Zusammenfließen der Farben und Formen. Licht, Spiegelungen, Landschaften und Stadtgesichter treffen in Malerei, Collagen und Mischtechnik auf Leinwänden struktur- und spurenreich aufeinander in der derzeitigen Ausstellung „Zwei Handschriften“ mit Arbeiten aus den letzten zwei Jahren von Johanna Mittag und Wieland Richter im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Eigentlich sind es zwei Einzelausstellungen, sogar mit eigenen Untertiteln:  „diesmal grün“ zeigt vorwiegend abstrakte, farbige Stadtansichten und Stillleben von Johanna Mittag und „endlos grenzenlos“ teils konkrete und abstrahierte, farbreiche Stimmungen von Meer, Strand und Unterwasserwelt, die Wieland Richter auf seinen Reisen u.a. nach Norwegen und Island erlebte. Die Liebe zum Wasser, so heißt ein Bildtitel von ihm und sie strömt in bewegtem Spiel der Linien und pastosem Farbauftrag fein abgestuft, nuancenreich licht- und farbfunkelnd auf vielen seiner neuen, meist großformatigen Werke. Das Wellenspiel in mal zarten, sonnigen Farbtönen und kraftvoll intensivem Türkis, Blau, Grün und Orange mit weitem Himmel, Licht- und Wasserspiegelungen auf die Leinwand geholt, lädt zum Träumen, Eintauchen, Innehalten vom Alltag ein.

Eine Teichlandschaft in Moritzburg, die Ostsee sonnenbeschienen, das Meer bei Ebbe und Eiswasser halten die Wandlungen in der Natur fest. Auf einem großen, intensiv blauen Bild ragen weiße Gletscher und Gysire aus der Leinwand, das nach einer Reise nach Island 2020 entstand. „Diese Bilder haben so viel Kraft, dass sie Platz brauchen. Die Farben ziehen einen richtig hinein“, sagt Frank Andert, Museumsleiter und Ausstellungsorganisator über die Malerei von Wieland Richter. Er malt nicht nach der Natur, sondern aus der Inspiration und Empfindung. Wieland Richter lebt und arbeitet in einem ausgebauten Bauernhof mit Atelier in Putzkau bei Bischofswerda. In klaren, geometrischen Formen und starken Farbkontrasten gehalten sind die zumeist Mischtechniken auf Leinwand und Collagen auf Papier von Johanna Mittag. Sie arbeitet als Malerin und Musikerin in Radebeul. Seit 1984 spielt sie Geige in der Sächsischen Staatskapelle. In der Bildenden Kunst findet Johanna Mittag außerdem für sich neue Ausdrucksmöglichkeiten.

Die Welt der Musik spiegelt sich auch in ihren Arbeiten. Mit der Rhythmik der Farben und Formen komponiert sie ihre abstrakten, eindrucksvollen Bildlandschaften und oft tauchen darin Notenblätter, auch als zerrissene Papierschnipsel oder weiß wie Federn schwebende Töne und Ausschnitte aus Programmheften darin auf. Da sieht man abwechselnd leuchtend farbige und dunkel schwermütige, sich nach Licht und Leichtigkeit sehnende Häuserlandschaften mit Titeln wie „Fenster“, „Stadtgesichter“, „Hoffnung“ und „Metamorphosen“. „Der Kuss“ heißt ein übermaltes Notenblatt mit sacht umeinander kreisenden Formen. Das einzige figürliche Bild von Johanna Mittag in dieser Ausstellung zeigt unter dem Titel „zusammen“ ein entrückt selbstvergessenes Paar.

Außerdem zeigt sie filigrane, heiter verspielte und fantasievolle Collagen aus der Serie „Erinnerung“, bei denen Zeichnung und Geschenkpapier zusammentreffen mit Früchten, Blumen und Badenden auf nostalgischen Fotos. Dieses Zusammenspiel aus Farbnuancen, Formen und verschiedenen Materialien verbindet Johanna Mittag und Wieland Richter. „Es ist auch eine Brücke da zwischen den Bildern, wie sie auch im Titelbild, auf dem Plakat zur Ausstellung deutlich wird“, so Andert. Bereits zum dritten Mal stellen hier im Sommer zwei Künstler im Tandem aus. Für Johanna Mittag und Wieland Richter ist es die vierte gemeinsame Ausstellung in ihrer langjährigen Künstlerfreundschaft mit produktivem Austausch. Reizvoll und aufschlussreich ist es auch für den Betrachter, Eigenheiten, Konträres und Verbindendes in ihren Kunstwerken zu entdecken. Die Ausstellung „Zwei Handschriften“ ist noch bis 7. August im Hoflößnitz in Radebeul zu sehen.

Text+ Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr.

http://www.hofloessnitz.de

Bewegtes Spiel der Farben & Formen: Frank Andert, Leiter des Sächsischen Weinbaumuseums Hoflößnitz vor den Bildern von Wieland Richter.
Collagen mit Stadtansichten und Stillleben zeigt Johanna Mittag.

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Unterwegs: Der Bär ist los! beim Kultursommer Bärenstein im Erzgebirge

02 Dienstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tauschmarkt/Ideenbörse, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Kultursommer im Zeichen des Bären

Ein vielfältiges Programm mit Konzerten, kreativen Mitmachangeboten, Gesprächsrunden und Wunschbaum lockt drei Wochen lang in dem kleinen Ort im Erzgebirge.

Eine kleine Bühne auf dem Marktplatz in Bärenstein ist im Aufbau.
Ins Rathaus zieht die Bärensteinschänke „Zum Goldenen Bären“ ein, eine Begegnungsstätte und Treffpunkt für ein gutes Miteinander. Hier werden Gesprächsrunden und Workshops stattfinden. Dies ist auch der Ort, an dem der „Wunschbaum“ wächst. Er wird sich füllen mit Apfelformen aus Papier, beschriftet mit eigenen Anregungen, Wünschen und Ideen für Bärenstein und für alle sichtbar. Zur Abschlussveranstaltung wird der Gemeinde aus den Früchten des Wunschbaumes ein gebundenes Buch überreicht. Manch ein Einheimischer wird sich überdies verwundert die Augen reiben, wenn in den nächsten Tagen immer wieder ein frei umher laufender Bär im Ort auftaucht. „Er ist als Zentralfigur des Kultursommers täglich präsent, provoziert, kommuniziert und treibt Schabernack“, erzählt Hartmut Dorschner, der Initiator des ersten „Kultursommer Bärenstein“.

Drei Wochen lang, vom 6. bis 27. August, lockt ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Filmen, Puppentheater und vielen kreativen Mitmach-Angeboten für einheimische und Besucher von weiter her in dem beschaulichen Ort im Osterzgebirge. Eröffnet wird der Kultursommer Bärenstein am 6. August, um 16 Uhr auf dem Markt mit Begrüßung auf deutsch und bärisch, Programmvorstellung und einem Konzert mit Hartmut Dorschner, Saxofon, Matthias Macht, Schlagzeug und Andrea Hofmann, Violine (Beginn: 17 Uhr). “Die Idee entstand letztes Jahr im Herbst nach dem Moritzburger Kultursommer. So etwas wollten wir auch in Bärenstein machen“, sagt Hartmut Dorschner. Er ist Jazzmusiker und Komponist, wohnt in Bärenstein und hat schon Erfahrung mit Landart-Kunstprojekten, bei denen Musik und Kunst in Wald und Feld Einzug halten.

Den ersten Bärensteiner Kultursommer hat Hartmut Dorschner zusammen mit dem „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein und den Dresdner Künstlern Michael Melerski, dem Bären und Alexandra Wegbahn organisiert. Ein Jahr dauerte die Vorbereitung, schrieben sie ein halbes Dutzend Förderanträge für das Kulturfestival, die fast alle abgelehnt wurden. „Bei der Bundeskulturstiftung bekamen wir zu hören, dass nur größere Projekte von berühmten Künstlern gefördert werden“, so Dorschner. Bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wurde ihnen schließlich geraten, es über eine kommunale Förderung zu versuchen. Der Bürgermeister von Altenberg, Thomas Kirsten war angetan von der Idee eines Kulturfestes. So beantragten die Künstler für die Stadt Altenberg als Veranstalter eine 100-prozentige Förderung. Die Stadt braucht nichts dazugeben. Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für den Kultursommer Bärenstein, so Dorschner. Da dieser in einer besonderen Region auf dem Land stattfindet, wird das Projekt voll gefördert mit über 60 000 Euro von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Anfang Juli, kurz vor Beginn des Kulturfests, kam die Förderzusage. „Wir hätten unabhängig davon eine kleine Version des Kultursommers Bärenstein veranstaltet“, so Dorschner. Alle Veranstaltungen sind eintrittfrei, das ist ihm wichtig. Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Kult-ur-art Vereins sind natürlich willkommen.

An drei Sonntagen, von 10 bis 12 Uhr, sind Anwohner und Gäste zum gemeinsamen Frühstücken an einer langen Tafel eingeladen, die kulinarisch durch mitgebrachte Speisen ergänzt werden kann. Dazu spielt Andrea Dorschner Harfe. Außerdem wird Kinderreiten angeboten. Um Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Mitbestimmung in Gemeinden geht es in einem Demokratie-Vortrag mit Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister von Nebelschütz am 10. und 17.8. um 17 Uhr in der Bärensteinschänke. Außerdem gibt es einen Kunst-, Handwerker- und Trödelmarkt, bei dem die Anwohner an eigenen Ständen ihre Produkte anbieten können, am 13.8., 10 – 18 Uhr auf dem Bärensteiner Marktplatz.

Ein Konzert mit Heribert Dorschner & den Crazy Germans ist am 26.8., 20 Uhr auf der Großen Bühne in Bärenstein zu erleben. Ein Höhepunkt zum Abschluss soll am 27.8. neben einem Konzert der tschechischen Gruppe Muzika Jara zudem der erste Auftritt mit dem frisch gegründeten Bärensteinorchester werden, in dem rund zehn Hobbymusiker, der jüngste neun und der älteste 60  Jahre alt, zusammen klassische, moderne und eigene Stücke spielen. Zu Besuch bei den Machern des Kultursommer Bärenstein ist am 3. August vormittags Barbara Klepsch, die sächsische Kulturministerin und wird dabei den Fördermittelbescheid in Höhe von 67 300 Euro im Rahmen des Programms „Kulturland 2022. Sachsen als Bühne“ an den Altenberger Bürgermeister überreichen. Eine Wertschätzung für die Künstler, die dabei auch von ihren Erfahrungen mit der Kulturförderung und manch Hindernissen auf dem Weg erzählen können, ohne sich entmutigen zu lassen. „Wir hoffen auf viele neugierige und interessierte Besucher. Nächstes Jahr wollen wir den Kultursommer Bärenstein fortsetzen“, sagt Initiator Hartmut Dorschner in freudiger Erwartung.

Text + Foto (lv)

Weitere Infos zum Kultursommer Bärenstein unter http://www.kult-ur-art.eu

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Ausstellung „Gerade Jetzt“ von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain bei Freital

27 Mittwoch Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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„Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder…“ Ideenreich und wagemutig wird das Pferd neu gesattelt in der Galerie ArtToGo in Dorfhain von Christin Pietzko, freie Kuratorin, Künstler Chris Löhmann und Künstler und Galerist Olaf Stoy. Gemeinsam wollen sie einen neuen Begegnungsort und „Kultursatellit“ zu Dresden schaffen.
Beflügelnd: ein Tagpfauenauge in der Ausstellung.
Gleichnis für die gefährdete Natur und ihre Abwendung vom Menschen, der nur mit sich beschäftigt ist: „Wächtertier“ ist die Diplomarbeit der Theaterplastikerin Julia Böhm.

Symbolreiche Bilderwelt zwischen Traum und Apokalypse

Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ zeigt originelle und ausdrucksreiche Arbeiten über das Verhältnis von Mensch und Umwelt von Julia Böhm, Lucas Oertel und Chris Löhmann in der Galerie ArtToGo in Dorfhain.

Ein Schmetterling, ein Tagpfauenauge, flattert aufgeregt am Fenster  entlang. Viele farbenfrohe Bilder, aber keine Blüten weit und breit. Der Falter hat sich zweifellos verirrt im Ausstellungsraum. Der Künstler Chris Löhmann setzt ihn vorsichtig in ein Glas und lässt den Schmetterling wieder ins Freie fliegen. In seinen reichhaltigen Bildlandschaften liegen Schönes, Schwebendes, Visionäres, Düsteres und Albtraumhaftes, Traum und Realität nah beieinander. Eine Fülle von Figuren, Gebäuden, Symbolen aus Geschichte und Gegenwart, Fantasy- und Fabelwesen tummeln sich nebeneinander im „The Torture Garden“, einer Zeichnung auf Papier von 2020. „Hier und Jetzt“ und „Inferno“ steht tätowiert auf den schuppigen Krallenarmen einer verführerischen weiblichen Figur im Sturzflug mit Fledermausflügeln. In einer anderen Zeichnung klammert sich ein junger Mann in Jeans und Turnschuhen halb liegend an einem dunklen Pferd fest und entflieht in eine Traumlandschaft. Manchmal erscheint das Leben wie im „Abenteuerroman“, so ein Bildtitel von Lucas Oertel. Da begegnen einem ebenso fantasievoll versponnene, verwegene, kunterbunte und seltsame Figuren in seinen Ölbildern wie eine „Pferdezeichnerin“, „Wolkengucker“, „Sieger in Blau“, „Auraträger“, „Strahlemann“, „Roboter“, „Pfannkuchengesicht“ und „Superheld“.

Die figuren- und zeichenreich überbordende Bilderwelt in Schwarz-Weiß-Schattierungen von Chris Löhmann trifft auf die farbenfreudigen, kindlich naiv anmutenden, dabei oft doppelbödig ironischen Arbeiten vom Lucas Oertel und auf die Figurengruppe „Wächtertier“ von Julia Böhm. Die Arbeiten der drei jungen Künstler versammelt derzeit die Ausstellung „Gerade Jetzt“ in der Galerie ArtToGo der Georado-Stiftung auf der Talstraße 7 in Dorfhain bei Freital. Sie ergründen und zeigen ihre Sicht auf die Welt, das menschliche Zusammenleben und das Verhältnis Mensch, Natur und Umwelt originell, spannend, unkonventionell, eigenwillig und ausdruckreich in Malerei, Zeichnungen und Plastik. „Es sind ganz unterschiedliche Positionen und dennoch gelingt es ihnen, miteinander zu sprechen in einem angeregten Dialog der Werke und einander Raum zu lassen“, sagt Christin Pietzko, die als Kunstwissenschaftlerin und freie Kuratorin projektbezogen arbeitet.

Im Tragetuch hält sie Töchterchen Antonia, acht Monate. Sie begleitet Chris Löhmann in der Ausstellung. Das Künstlerpaar ist aus Königstein/Sächsische Schweiz hergekommen, wo sie in der Alten Post einen erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. „Gerade jetzt brauchen wir die Kunst, Freiräume und Gegenentwürfe, Menschenbilder. Möglichkeiten zum Zusammenkommen, zum Nachdenken und Genießen.“ Aus diesem Impuls heraus haben Christin Pietzko und Olaf Stoy, Künstler und Galerist, zusammen die Ausstellung „Gerade Jetzt“ konzipiert. Gefördert wird diese von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Gemeinsam wollen sie diesen Ausstellungsort weiter entwickeln. Sie bringt einen anderen Blick und neue Ideen mit und er seine Erfahrungen für Ausstellungen. Dabei geht es auch um Räume zum Arbeiten, Residenzen für Künstler aus der Region und das Ausloten von längerfristigen Fördermöglichkeiten.

Die Resonanz bisher sei erfreulich. „Es kommen viele Wanderer, kürzlich sogar eine Gruppe aus Schweden, und Kunstfreunde gezielt in die Ausstellung“, so Stoy. Die Ausstellung strahle eine hohe Energie aus. Das hätte er auf dem Dorf nicht erwartet, hörte er unlängst von einem Ausstellungsbesucher. Gleich am Eingang steht eine Plastik, die berührt und nachdenklich macht: Eine große weiße, abgemagerte und gebeugte Hündin, neben ihr hockt eine kleine Menschengestalt mit Kapuze. Entstanden ist sie letztes Jahr als Diplomarbeit von Julia Böhm, Absolventin für Theaterplastik an der Dresdner Kunsthochschule. „Sie steht als Gleichnis für die Natur, ihre Kraft ist noch da, aber sie schwindet und sie wendet sich ab vom Tun des Menschen, der selbstvergessen die Zeit verspielt, die ihm noch bleibt“, so sieht es Olaf Stoy. Sehr dicht, atmosphärisch und mit ihrem hintergründigem Witz und Tiefe überraschend sind die skurrile Figurenwelt von Lucas Oertel ebenso wie die detailreichen Bildergeschichten von Chris Löhmann. „Das hat auch etwas mit unserer Zeit, der Reizüberflutung zu tun“, so Stoy.

Vom Glück und der Flüchtigkeit des Moments erzählt z.B. das Bild „Der Held“ von Lucas Oertel. Der auf Händen getragen, im nächsten Moment schon fallen kann. Assoziationsreiche Gedankenbilder zeigt Chris Löhmann, darunter ein großformatiges Bild mit entrückter Landschaftsidylle, auf Sandstein gekritzelten Graffitis und Schriftzügen, Orten und Gesichtern aus seiner Freitaler Zeit mit dem Titel „Die Auferstehung der Toten in Somsdorf“. „Ich sehe es wie ein Erwachen und Herausschälen aus der Gebundenheit. Der lange, anstrengende Weg hin zum Licht“, so Löhmann.

Reales und Surreales stehen scheinbar losgelöst, den Betrachter zum Ordnen und Verbinden auffordernd, in seinen vielschichtigen Bildteppichen. Er möchte mit seinen Arbeiten anregen, auch „den Ort hinter den Dingen, die Essenz daraus zu erkennen und Zuversicht zu gewinnen.“ Begleitend zur Ausstellung gibt es Workshops zu StreetArt mit Chris Löhmann für Kinder ab zehn Jahre am 28.7. und 4.8., jeweils 10 bis 13 Uhr (Teilnahmegebühr/Materialkosten: 15 Euro). Außerdem stellt unter dem Motto „Dorfhain jazzt!“ das Jazz Trio Dresden sein neues Album „Space“ am 20.8., 19 Uhr in der Galerie ArtToGo vor (Eintritt: 8 Euro). Die Ausstellung „Gerade Jetzt“ ist noch bis 4. September zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Do und Fr von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

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„Der Witz“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Der Held“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Wir“, Ölbild von Lucas Oertel
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„Das Foto“, Ölbild von Lucas Oertel

„Hallo Sommer“, Ölbild von Lucas Oertel

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Kunst als Lebenselixier: In Erinnerung an Barbara Hornich, langjährige Vorsitzende des Freitaler Kunstvereins

27 Mittwoch Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Kunst als Lebenswerk und Lebenselixier: Barbara Hornich stand über 30 Jahre an der Spitze des Freitaler Kunstvereins im Einnehmerhaus. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke in der dortigen Kunstszene. Foto: Bettina Liepe

Ein großes Herz für die Kunst

Barbara Hornich, Mitbegründerin, Vorsitzende und Grande Dame des Freitaler Kunstvereins im Einnehmerhaus ist auf dem Rückflug aus dem Urlaub verstorben.

Die letzte Ausstellungseröffnung „Mama Papa DaDa“ – ein Mailart-Projekt von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit mit Collagekunst von Künstlern aus aller Welt im Einnehmerhaus Freital ist einen Monat her. Da freute sich Barbara Hornich über das rege Besucherinteresse und dass „die eigentlich vor zwei Jahren geplante Ausstellung über die Zeit der Pandemie gerettet werden konnte. Wir sind wieder wir selbst“, sagte sie frohen Mutes. Nun macht der „k.u.n.s.t“-Verein Freital e.V., der hier sein Domizil hat, Sommerpause. Die ungewöhnliche Schreibweise steht für die Attribute kreativ, unikat, nützlich, sensibel und traditionell. Im Raum im Erdgeschoss stehen in den Regalen noch die Keramikvasen und Schalen, überwiegend in erdigen Farben und die Zebragestreiften, von Barbara Hornich.

Doch die langjährige Vorsitzende des „k.u.n.s.t“-Vereins und Grande Dame des Freitaler Kunstvereins kommt nicht mehr zurück. „Ihr Mann stand am Mittwoch vor der Tür und übergab mir ihr Köfferchen mit den Unterlagen, das sie immer bei sich trug“, sagt Bettina Liepe, Vorstandsmitglied im Kunstverein, bedrückt. „Wir wussten, dass sie gesundheitliche Beschwerden hatte, aber haben gehofft, es wird wieder.“ Am Montag auf dem Rückflug aus dem Urlaub in Antalya/Türkei musste Barbara Hornich von Notärzten in ein Berliner Krankenhaus gebracht werden, wo sie verstarb. Im Urlaub sei sie bereits operiert worden, dabei wurden sechs Bypässe gelegt und sie sollte danach im Herzzentrum in Dresden weiter behandelt werden, so Bettina Liepe. Sie kann es noch gar nicht recht fassen. “Der Kunstverein war ihr Lebenswerk und –elixier und der Garten ihr Refugium.“

Seit mehr als 30 Jahren stand Barbara Hornich an der Spitze des Freitaler Kunstvereins, der sich 1990 gründete, nachdem einer der vielen künstlerischen Zirkel auch im Edelstahlwerk nach der Wende wegbrach, in denen die Mitarbeiter nach Feierabend kreativen Hobbys nachgingen und viele Freundschaften entstanden. Das Einnehmerhaus wurde mit viel Elan und Eigenleistung der Vereinsmitglieder saniert und über die Jahre zu einem gefragten Ausstellungsort mit vielfältigem Zirkelangebot, wie sie es nannte und weiterführte. Das Mobiliar stammt noch aus der Grundschule, in der Barbara Hornich ehemals Lehrerin war. „Diese Dinge waren ihr vertraut und für sie ein Anker“, so Bettina Liepe. „Sie war sehr engagiert und hatte klare Vorstellungen zum Ausstellungsprogramm. Barbara Hornich war eine Grande Dame noch aus einer anderen Zeit und Netzwerkerin in Künstlerkreisen, sie pflegte über viele Jahre persönliche Kontakte zu Künstlern, organisierte und managte die Ausstellungen bis zum Aufhängen der Bilder. Das machte sie auch sehr gut. Wir im Kunstverein waren mehr das Personal“, sagt Bettina Liepe schmunzelnd.

Mit viel Zeit, Ausdauer und Energie schaffte es Barbara Hornich immer wieder, besondere Projekte durchzusetzen und Fördermittel für die Kunst mit der Stadt auszufechten. „Sie war robust, beharrlich und verbindlich, ihre Keramiken haben auch etwas Bodenständiges. In der letzten Zeit war sie deutlich weicher und offener im Umgang“, erzählt Bettina Liepe, die seit fast zehn Jahren im Freitaler Kunstverein mitarbeitet. „Jetzt ist erst einmal ein Bruch da, doch es wird weitergehen. Wir werden alles tun im Kunstverein, um die Grundidee von Ausstellungen und Zirkeln mit Künstlern in einem Haus im Sinne von Barbara Hornich weiterzuführen. Damit das Einnehmerhaus ein Begegnungsort bleibt, der Impulse setzt, einlädt, sich damit auseinanderzusetzen und auch für Neuaufbruch steht.“

Das bedeute, sowohl über Angebote für ältere Teilnehmer und Kursleiter als auch junge Leute nachzudenken oder auch mal Atelierbesuche mit dem Kunstverein bei den Künstlern zu machen. Der Sprung zwischen den Generationen sei bisher nicht geglückt. Es kämen zumeist ältere Teilnehmer in die Kunstzirkel. Vielleicht liege das auch an den Kurszeiten vormittags und nachmittags, die nicht so günstig für Familien mit Kindern sind.

Die nächste Ausstellung mit Landschaftsmalerei aus dem Tharandter Wald von Siegfried Berndt (1880 – 1946), einem Maler und Grafiker der sogenannten „verschollenen Generation“ aus der Sammlung Andreas Albert, sollte im September/Oktober im Einnehmerhaus zu sehen sein. Barbara Hornich freute sich schon sehr darauf, einfach mal wieder etwas Schönes zu zeigen. Ihr lag es am Herzen, Kunst für alle zugänglich zu machen und ein breites Publikum anzusprechen, so vielfältig und farbreich wie das Leben selbst. Nun wird stattdessen im Herbst eine Gedenkausstellung mit neuen Keramiken und Bildern von Barbara Hornich gezeigt. Das hat die Malgruppe um Matthias Jackisch zusammen mit dem Kunstverein entschieden. Eine rührige Frau, die Künstlern und Kunstinteressierten viele interessante Ausstellungen und Projekte ermöglichte und noch viele Pläne hatte, so wird Barbara Hornich Wegbegleitern wie Besuchern des Einnehmerhauses in Erinnerung bleiben. Sie wurde 82 Jahre alt und hinterlässt ihren Ehemann, Sohn und Enkelkinder.

Text (lv)

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„Sommersalon 22“: Gruppenausstellung in der Galerie Kunst & Eros

07 Donnerstag Jul 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik

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Fest der Farben und Sinnlichkeit: Sala Lieber »Assemblé« Öl auf Leinwand, 2022, Ausschnitt Foto: Galerie Kunst & Eros

»Sommersalon 22« Gruppenausstellung

Malerei · Zeichnung · Grafik · Plastik

  1. Juli bis 3. September 2022

Vernissage am Freitag, 15. Juli 2022 · Beginn 19 Uhr
Begrüßung: Janett Noack

Musik: »Rio Mar Tango Trio«

Morina Krause Querflöte, Valentina Solis Kontrabass & Leandro Rasz Gitarre

Herzliche Einladung an alle Kunstfreunde zur Eröffnung der Ausstellung »Sommersalon 22«

am Freitag, den 15. Juli 2022, um 19 Uhr in die Galerie kunst & eros. 

In dieser traditionellen Gruppenausstellung werden Malerei, Grafik und Plastik
zeitgenössischer Künstler vorgestellt:

Sala Lieber | Viktoria Graf | Michael Hofmann | Maximilian Hagstotz | Peter Zaumseil & weitere Künstler

Anlässlich der neuen Ausstellung »Sommersalon 22« in der Galerie kunst & eros wird es zur Eröffnung ein Konzert

mit dem »Rio Mar Tango Trio« geben:

Das Trio spielt Tango, Vals und Milonga in einer Besetzung die mit Querflöte. Gitarre und Kontrabass einen Klang entwickelt, der auf die Ursprünge des Tangos zurückgeht. Das Repertoire umfasst verschiedene Nuancen des Genres und stellt seine Vielfalt in den Vordergrund. Mal sehnsuchtsvolle, mal spielerische Melodien und Rhythmen verflechten sich mit den tanzenden Körpern im Halbdunkel einer Synkope. Tangos, Valses und Milongas schaffen den Fluss, der in einer Umarmung mündet, jenem Ort, an dem der Tango immer wieder lebendig wird.

Der Eintritt ist frei!

Wir freuen uns auf dieses Wiedersehen, Ihre Neugier und auf die anschließende Geselligkeit in der Galerie.

Herzliche Grüße in Vorfreude

Ihre Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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BilderAlbum: Gedicht-Lesung mit Musik „Vom Zauber endloser Anfänge“ vor zauberhafter Kulisse am Melli Beese-Haus in Laubegast

25 Samstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein schöner Ort für Kunst & Poesie: Der Künstler Eckhard Kempin vor seinem Atelier im Melli Beese-Haus und die freie Autorin & meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.



Immer wieder überraschend: Musiker Gabriel Jagieniak spielte neben dem Libertango von Astor Piazolla am Anfang der Gedicht-Lesung etliche andere Stücke und eigene Lieder, inspiriert von der wundervollen Umgebung des Gartens. Fotos (8): JN

Musik und Poesie vor zauberhafter Kulisse

Am Eingangstor ein großer Strauß Sommerblumen. Die Hausherrin hatte an alles gedacht. Auf der Veranda standen erfrischende Getränke und selbstgebackener Rhabarber-Erdbeer-Kuchen von mir, von dem fast nichts übrigblieb… Genuss für Gaumen, Auge und Ohr gab es reichlich für die BesucherInnen, die zur Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit frühen und neuen Texten von mir, begleitet von Gabriel Jagieniak mit Akkordeon und Stimme, am Donnerstagabend ins Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast kamen. Schade für diejenigen, die es nicht dorthin schafften!

Es war eine wunderschöne Gedicht-Lesung. meine erste im Freien, mitten im Grünen, zusammen mit dem Musiker Gabriel Jagieniak und seinem mitlauschenden Hund Gulliver, in lockerer Runde, mit aufmerksamen ZuhörerInnen, angeregten Gesprächen zwischendurch und lebendig, intuitiv, beschwingt und mitreißend musikalisch umrahmt teils mit Beteiligung des Publikums. Die eine indianische Melodie über das Licht inmitten hoher Berge summe ich immer noch, he jei jo…

So kann es gerne weitergehen. Herzlichen Dank der Gastgeberin vom Melli Beese-Haus, Silvia Tröster und ihrem Mann und dem Künstler Eckhard Kempin, der uns zur Lesung einlud.

Text + Fotos  (11) (lv)

Fotos (2): Teodosius


Musizierfreudig: Mancher Zuhörer griff selbst zur Gitarre zwischendurch und es wurde auch zusammen mit Gabriel Jagieniak musiziert und gesungen. Von osteuropäischen Weisen bis zum Gundermann-Lied „Immer wieder wächst das Gras“.


Charmant: der Künstler Eckhard Kempin freut sich über den Besuch von Janett Noack, Galeristin von Kunst & Eros in Dresden. Bezaubernd: Kleine Fee im Garten.


Janett Noack mit Tochter Klara.


Viel zu entdecken im Garten. Besonders viel Freude bereitete das Himbeeren pflücken. Von den Sträuchern naschte einst schon Melli Beese, die erste deutsche Motorfliegerin, als Kind.

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Wort & KlangZauber: Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Lilli Vostry & Musiker Gabriel Jagieniak im Melli Beese-Haus in Laubegast

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Herzlich willkommen zu meiner nächsten Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ im Melli Beese-Haus, im Atelier von Eckhard Kempin, Österreicher Straße 84 in Dresden-Laubegast. Ein wunderschöner Leseort mit zauberhaftem Garten.

Natur, Kunst, Musik & Poesie in zauberhafter Umgebung

Zu erleben bei der Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“ mit Lilli Vostry, freie Autorin und Musiker Gabriel Jagieniak mit Akkordeon und Stimme am 23. Juni, 19.30 Uhr im Melli Beese-Haus, im Atelier von Eckhard Kempin, Österreicher Straße 84 (gegenüber der Schiffswerft) in Dresden-Laubegast.

Der Zauber endloser Anfänge geht weiter. Diesmal sind wir mit unserer Gedicht-Lesung mit Musik in einem Haus mit besonders bewegender Geschichte zu Gast. Im Melli Beese-Haus, dem Geburtshaus der ersten deutschen Motorfliegerin, in Dresden-Laubegast. Eine Gedenktafel mit ihrem Bildnis an der Gartenmauer am Eingang erinnert an die berühmte Bewohnerin. Umgeben ist das Haus von einem wundervollen, urwüchsigen Garten mit hohen alten Bäumen, blühenden Sträuchern, Blumen und seltenen Pflanzen. Ein beflügelnder Ort wie geschaffen für Kunst, Musik und Poesie, begleitet von Vogelgezwitscher. Das von seinen neuen Besitzern liebevoll, detailgetreu sanierte, denkmalgeschützte Haus lädt ein zum Träumen, Innehalten und Verweilen. Die Besitzer öffnen die Türen gern für Besucher zu kulturellen Anlässen wie Ausstellungen, Lesungen und Musikabenden. Diese finden statt im Atelier- und Ausstellungsraum des Künstlers Eckhard Kempin, der hier seit der Sanierung des Gebäudes wohnt. Durch ihn wurde ich auf diesen besonderen Ort und seinen zauberhaften, naturnah belassenen Garten aufmerksam.

Um so größer die Freude, nun hier meine Gedichte, begleitet von Musiker Gabriel Jagieniak mit Akkordeon und Stimme, wieder lesen zu können. Zu hören sind ältere und neue Texte, darunter aus den bereits vier veröffentlichten GedichtBilderKalendern, die zwischen 2010 und 2022 entstanden.

Meine Wortgebilde sehe ich wie Wolken, die beständig ihre Form ändern,
in offener Weite die Fantasie anregen und in denen man immer etwas Neues entdecken kann. Die mal unbeschwert, mal bewölkt, von den Wandlungen im Leben, von Licht und Schatten, dem Zauber des Augenblicks und Neuanfangs erzählen.

Gabriel Jagieniak (soundcloud.com/gabriel-jagieniak) bewegt mit seinem virtuosen Akkordeonspiel, mit und ohne Gesang und eigenen Kompositionen, auf humorvolle Weise frei vorgetragen, immer wieder das Publikum.

Kommt, schaut, lauscht und genießt.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Herzliche Grüße
Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak

Hier vorab eines meiner neuen Gedichte zur Einstimmung auf die Lesung im Melli-Beese-Haus:

Nahe bei Dir

Ich saß in einem Garten
ganz in deiner Nähe
und dachte wie es wäre
wenn wir uns noch einmal
alles erzählen
wie es begann
dein und mein Leben
wir uns aus den Augen verloren
doch nicht aus dem Sinn

ein Wasserstrahl flüstert
in einem Brunnen
sitzt du manchmal
auf einer der Bänke
beschirmt von hohen Bäumen
verblüht schon die  Rhododendron
die Blumen aus Kindertagen

locken vor mir weiße Blütensterne
der Duft von Holunder in der Luft
greife nach den hoch hängenden
Blütendolden
und vergesse einen Moment
die unsichtbare Grenze
zwischen uns

LV
2.6.2022

Text + Fotos (lv)

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Lange Nacht der Galerien & Museen im Dresdner Barockviertel zwischen Goldenem Reiter und Rähnitzgasse

16 Donnerstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Musik

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„Frühling wird es nun bald“ – Paar-Bild von Gudrun Trendafilov in ihrer Ausstellung „Geflüster“ in der Galerie Kunst & Eros.

»LANGE NACHT der GALERIEN & MUSEEN« im Dresdner Barockviertel

Am Donnerstag, 16. Juni 2022 · 18 bis 24 Uhr

KONZERT: Die »BAROCKPERLEN« Beginn 19 Uhr in der Passage der Galerie kunst & eros

Die »BAROCKPERLEN« spielen mit barocken Elementen und präsentieren Liedgut, Klassik und gesprochenes Wort. Arthur Morlack · Waldhorn, Janett Noack · Gesang, Solvig Frey · Wort und Flöte, Aurelius Rudloff · Wort, Christian Mögel · Klavier

Der Eintritt ist frei!

zur »LANGEN NACHT der GALERIEN & MUSEEN«, am Donnerstag, den 16. Juni 2022 von 18 bis 24 Uhr  sind alle herzlich eingeladen,

Wir freuen uns, Sie an diesem Abend mit unserem musikalischen Abendprogramm begrüßen zu dürfen. Dabei haben Sie die Möglichkeit die aktuelle Ausstellung »GEFLÜSTER« der Dresdner Künstlerin Gudrun Trendavilov in der Galerie kunst & eros zu besichtigen.

Gudrun Trendafilov gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Dresdner Künstlerinnen unserer Zeit. In dieser Ausstellung präsentiert sie neue Malerei und Grafik. Ihre Bildsprache ist von unverwechselbarer Handschrift, die uns mit Lebendigkeit, Schönheit und sinnlicher Ausdruckskraft verzaubert.

Wir freuen uns auf dieses Wiedersehen.

Text + Foto: Ihre Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden –
Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Woanders sein“ von Kornelius Wilkens im Kastenmeiers

12 Sonntag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Ein Mensch sitzt auf einem Riesenfisch oder einer Flaschenpost. Wohin? Hauptsache woanders sein.

Aus sich heraus gehen, Unbekanntes entdecken

Der Berliner Künstler Kornelius Wilkens zeigt seine Arbeiten bis 9. Juli im Restaurant „Kastenmeiers“. Die Ausstellung eröffnet am 12. Juni, 13 Uhr im „Kastenmeiers im Taschenbergpalais“, Taschenberg 3 in Dresden.                   

Bis 9. Juli illustrieren 34 Grafiken, Zeichnungen und Aquarelle des Berliner Künstlers Kornelius Wilkens die lehmverputzten Wände des Restaurants Kastenmeiers. „Woanders sein“ betitelt er die Schau – getreu dem Wunsch, den viele in sich tragen: neue Möglichleiten ausloten, Unbekanntes entdecken, Freiräume schaffen.

Für den Künstler bedeutet „woanders sein“, sich raus aus seiner Heimat Berlin zu begeben und seine Kunst in Elbflorenz zu präsentieren. Der 1951 geborene Maler, Grafiker und Fotograf zeichnet seit seiner Kindheit und arbeitete lange Zeit in Berliner Werbeagenturen. Die freie künstlerische Arbeit nebenher führte schon 1988 zur ersten Ausstellung. Es folgten zahlreiche Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland, zuletzt im Berliner Fernsehturm.

Mehr Informationen siehe unter https://kornelius-wilkens.de/

Text + Foto: Sabine Mutschke

http://www.kastenmeiers.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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