„Wenn du eine innere Stimme hörst, die sagt: Du kannst nicht malen, dann male auf jeden Fall, damit diese Stimme zum Schweigen gebracht wird.“ Vincent van Gogh

„Manche Maler machen aus der Sonne einen Punkt. Andere machen aus einem gelben Punkt eine Sonne.“ Pablo Picasso

Eine Augenweide der Fantasie

Eine Gruppe von Ausdrucksmalenden  zeigt zurzeit in einer Ausstellung mit dem Titel „Bilder ohne Rahmen“ ihre ausdruckreichen Arbeiten in der Städtischen Galerie im Landhaus/Stadtmuseum Dresden, EingANG lANDHAUSSTRASSE. Die Finissage mit Ausstellungsrundgang für die Besucher und anschließendem gemeinsamen Essen, Trinken und Erzählen im Museumscafé findet heute, am 1. November, von 16 bis 19 Uhr statt.

„Zum Ausdrucksmalen komme ich mit einem Rucksack, den ich sukzessive auf das Blatt entleere“, steht auf einer der farbenfrohen Postkarten zu dieser besonderen Ausstellung. „Im Malraum bin ich geschützt und kann sein, wie ich bin“, schreibt ein anderer Teilnehmer dieses Projekts. Auf rund 300 Quadratmeter sind 48 farben- und formenreiche Bilder von malfreudigen Menschen zu sehen, die dabei ganz auf ihre eigene Wahrnehmung, Sehen, Empfinden und Intuition vertrauen. Die Freude am Malen und mehr über sich zu erfahren und sichtbar werden zu lassen für andere, stehen dabei im Vordergrund. Leider habe ich erst vor kurzem rein zufällig bei einer Lesung im Landhaus von dieser ungewöhnlichen, sehr sehenswerten Ausstellung und Begleitprogramm erfahren, die bereits seit September laufen.

Dieses Angebot des Ausdruckmalens startete zunächst als ein Projekt für minderjährige, unbegleitete Geflüchtete, die ihre Erlebnisse und Gefühle in den Bildern frei herauslassen und verarbeiten konnten. Inzwischen sind dazu interessierte Dresdnerinnen und Dresdner aller Altersgruppen und Herkunft jeden zweiten Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Malraum der Städtischen Galerie Dresden eingeladen, sich von Farben und Formen inspirieren zu lassen und ihren eigenen kreativen Ausdruck zu finden. Das Projekt Ausdrucksmalen wird geleitet von Irene Bader und Franziska Schmidt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.hier-ist-malraum.de

Anmeldung erforderlich unter: franziska.schmidt@museen-dresden.de