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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

BilderAlbum: Zu Besuch bei dem Künstler Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast & Neue Ausstellung

12 Sonntag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Im Atelier bei..., Lebensart, Projekte

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Ein Herz für Häuser mit Geschichte & Kunst & Natur: Silvia Tröster, die neue Besitzerin des Melli Beese-Hauses hat mit dem Künstler Eckhard Kempin einen Mieter gefunden, der mit einem Freundeskreis Kunstschaffender die Räume neu belebt.

Kunstreicher Ort mit malerischem Ausblick

Ein wunderbares Refugium zum Wohnen und Malen mit paradiesischem Garten, seltenen Pflanzen und alten Obstbäumen, hat der Maler und Grafiker Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast, Österreicher Straße 84, gefunden. Benannt nach der ersten deutschen Motorfliegerin, die hier ihre Kindheit verbrachte. Lange Zeit stand das Haus leer und verwilderte, bis die jetzige Besitzerin, Silvia Tröster, Inhaberin eines Touristikunternehmens, das verwunschene Anwesen wiederentdeckte. Die Schweizerin und Wahldresdnerin rettete das denkmalsgeschützte Gebäude vor dem Abriss und sanierte es liebevoll und originalgetreu mit privaten Mitteln zusammen mit ihrem Lebensgefährten.

Das im Schweizer Stil erbauteHaus erinnert sie ein wenig an ein Chalet mit seinen Holzelementen und -verzierungen, sagt Silvia Tröster, und sie verliebte sich sofort in den weiträumigen, wildromantischen Garten davor. Den sie hegt und pflegt und möglichst naturnah erhalten möchte.

Im Erdgeschoss des Hauses mit Terrasse und Blick ins Blütenreich befinden sich das Atelier und Wohnung von Eckhard Kempin. Mit 80 Jahren ist er immer noch vital und aktiv und zeigt zurzeit eine neue Ausstellung mit seinen Bildern und anderen KünstlerInnen in weiteren Räumen des Hauses. Jedes seiner Bilder sieht anders aus, doch jedes ist unverkennbar Kempin. Er verwendet gern kräftige Farben und geometrische Figuren. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Fotografie und Literatur. Arbeiten von Angela Fugmann, Annett Heydecke, Brigitte Ertel, Christina Pfennig, Christine Krahl, Giannis Albanis, ein Gedichtband des verstorbenen Autors Rudolf Scholz, Silvia Jaretzki, Sybille C. Sprunk und Wolfgang Rabisch.

Die Ausstellung im Melli Beese-Haus in Laubegast ist noch bis 17. Juni, von 13 bis 16 Uhr zu sehen, In seinem Atelier veranstaltet Eckhard Kempin auch Lesungen.

Ich freue mich, an diesem schönen Ort mit meinem Gedicht-Programm „Vom Zauber endloser Anfänge“ am 23. Juni, 19.30 Uhr zu Gast zu sein, begleitet von Musiker Gabriel Jagieniak mit Akkordeon und Stimme. Mehr dazu demnächst auf diesem Blog.

Text + Fotos (lv)


Das Porträt von Eckhard Kempin zeichnete zu seinem 80. Geburtstag letztes Jahr der Maler und ehemalige Studiumsjahrgangs-Kollege an der Dresdner HfBK, Christoph Wetzel. Kempin schreibt auch Gedichte, darunter das nebenstehende „Traum“.

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Ausstellung „Papa Mama DaDa“ im Einnehmerhaus Freital

10 Freitag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Collagen, Fächer & Dreh mich!-Objekte voller Farbenfreude, Witz und Hintersinn: die Künstler Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit in der Ausstellung „Papa Mama DaDa“ im Einnehmerhaus Freital.

Die Sehlust anregen

Farb- und gestaltreiche Collagen und Fächer versammelt die Ausstellung „Papa Mama DaDa“, ein internationales Mail Art-Projekt von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit im Einnehmerhaus Freital.

Die Fantasie treibt wilde Blüten in den Bildern, in denen die Zeit scheinbar still steht und doch munter vor- und zurückgedreht wird in Geschichte und Gegenwart. Alte Taschenuhren, Schneckengehäuse, Figuren und Symbole, die Leben, Liebe, Lust und Tod verkörpern, schwirren farb- und gestaltreich umher auf bemalten, bezeichneten, beklebten und bedruckten Collagen und Fächern. Auf einer nostalgischen Illustrierten mit dem Titel „Jubiläums-Rösselsprung“ schwebt eine Muse, schaut ein Mann verträumt zu ihr, verspricht eine Schlagzeile „Ergötzliche Nächte“, perlt aus einem Sektglas „Pada Mada Dada“ und steht rot vermerkt am Rand: „Patient nicht schreibfähig.“ Derart verrückt verführerische Anblicke und spielerische Wortakrobatik voller Witz und Hintersinn gibt es reichlich in der Ausstellung „Mama Papa DaDa“, die am Pfingstsonnabend mit viel Resonanz im Einnehmerhaus Freital eröffnete.

Zu sehen sind Briefe, Art mails und Kunstobjekte aus einem internationalen Mail Art-Projekt von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit, das im Frühjahr 2014 begann. Rund 300 Arbeiten von 70 Künstlerinnen und Künstlern aus 20 Ländern werden gezeigt in mehreren Räumen. Über die „ebenso interessante wie weltoffene Ausstellung“ freute sich auch Barbara Hornich, die Vorsitzende des k.u.n.s.t-Vereins Freital e.V. im Einnehmerhaus. Daran hätten sicher auch Goethe und Schiller ihre Freude, die hier einst wandernd vorbeikamen und in Tharandt nächtigten. Dort hat der Musiker und Brachialromantiker Dieter Beckert vier Jahre Forstwirtschaft studiert und danach an der Dresdner Musikhochschule. Mit Barett, Gitarre und Fußtrommel musizierte, sang und reimte er wortwitzig in bester Dada-Manier über Freiheit im Denken und zu Tode amüsieren zur Ausstellungseröffnung.

Die Schau versammelt Collagekunst und „Dreh mich!“-Objekte von Voigt, Lorenz und Lenkeit, die bunt beklebt sind mit Oblaten- und Lackbildern mit Blumen, Vögeln, Schmetterlingen und Paaren, außerdem alten Fotos, Briefbögen, Briefmarken,  Zeitungsausschnitten und Werbesignets, die oft ironisch und augenzwinkernd in Bildwelten zwischen Traum und Realität entführen, von Mann-Frau-Rollenbildern und Zeitgeistmoden erzählen. Immer wieder tauchen Gesichter, Augen und Scheren in den Collagen auf, als unentbehrliches Instrument zum Ausschneiden, Sezieren und neu Zusammenfügen der Bilder und Schriften, die originell und fantasiereich mit deren Sinn, Inhalten und Form spielend ein Spiegelbild der Zeit liefern und neue Blickwinkel auf die Welt eröffnen.

“Man kann schön in den Bildern mit den Augen spazieren gehen, dabei Assoziationen und Wortspiele in ihrer Mehrdeutigkeit entdecken, auch im Nonsens kann man kritische Sachen verstecken“, sagt Ausstellungsbesucher Wolfgang Rabisch. Er ist Dada-Fan und selbst Künstler. Der Humor der Collagen erinnert ihn an die Dichter und Humoristen Ringelnatz und Morgenstern. „In den Bildern werden schlau Dinge kombiniert, die scheinbar nicht zusammenpassen. Das ist die Freude und der Reiz für den Betrachter, diese dann zu entschlüsseln.“ Dabei kann jeder für sich etwas anderes sehen und interpretieren. Eine Kunst für sich ist es, aus der Fülle des Materials genau die Puzzleteile auszuwählen, welche die Sehlust des Betrachters anregen und Impulse für andere setzen.

Zu sehen sind außerdem sieben wundervoll gestaltete Fächer-Serien. „Mich interessiert dabei besonders die Form, es sind runde und ovale Fächer dabei. Ein Quadrat kann jeder füllen“, sagt Petra Lorenz, die Initiatorin der Fächer-Kunst. Neben der Kreativität sei ihr auch der Austausch und Kontakt mit anderen Künstlern wichtig gewesen. Die Mail Art-Sammlung umfasst inzwischen rund 600 Arbeiten. Im Herbst soll ein internationales DaDa-Zentrum in Kamenz eröffnen, der Bürgermeister der Stadt Roland Dantz war auch unter den Ausstellungsbesuchern. Außerdem werden 100 Jahre DaDa in Dresden gerade gefeiert mit einer Ausstellung in der Galerie „Blaue Brücke“ auf der Friedrich-Wieck-Straße 5 (noch bis 25. Juni zu sehen). Eine Open-Air & Wandel-Performance mit dem Titel „dadamenta XI“ mit vielen Künstlern würdigt das 100. Jubiläum des „Internationalen Kongresses der Dadaisten und Konstruktivisten“, die sich dereinst im September 1922 in Weimar versammelten, ist am 17. Juni, 18 Uhr im Weimarhallen-Park (Pavillon-Bühne) zu erleben. Die Ausstellung „Papa Mama DaDa“ ist noch bis 16. Juli im Einnehmerhaus Freital zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo – Fr von 16 bis 18 Uhr, Sa und So von 14 bis 17 Uhr

http://www.kunstvereinfreital.de

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Farbreiches „Geflüster“ in der Ausstellung von Gudrun Trendafilov in der Galerie Kunst & Eros

10 Freitag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Sinnlich-farbreiches Geflüster & pure Weiblichkeit: die Künstlerin Gudrun Trendafilov (Bildmitte) mit Galeristin Janett Noack (re. im Bild) und meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry in der Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden.

Wilde Gaben der Natur

Um Schönheit. Nähe, Verführung, aber auch Verletzlichkeit, Vergänglichkeit, Sehnsucht und Schweben im Ungewissen kreisen neue Malerei und Grafik von Gudrun Trendafilov in ihrer Ausstellung „Geflüster“ in der Galerie Kunst & Eros in Dresden. Ein Fest der Farben & Sinne!

Ein Rabe überbringt einer Frau eine Kirsche, eine „wilde Gabe“, im
Titelbild der Ausstellung. Sinnlich, verlockend und vieldeutig sind die
Bilder in der Ausstellung „Geflüster“ von Gudrun Trendafilov, die zu den bekanntesten Dresdner Künstlerinnen gehört. Sie zeigt derzeit neue Malerei und Grafik in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 9. Juli).

Endlich wieder live und in Farbe lockt hier lust- und fantasievoller Kunstgenuss. Auf großformatigen Leinwänden und kleineren Malereien auf Papier sieht man reizvoll Figürliches, immer wieder Paare in inniger Umarmung, ins Wasser eintauchend, einander zugewandt im Gespräch oder mit Seitenblick abschweifend, versonnen in der Dämmerung, schwebend mit Sichel und Mondsüchtig. Da erscheint pure Weiblichkeit mal nachtblau, traumversunken und mal federleicht und lichtfunkelnd. Frauen umgarnen mit Blüten, grünen Zweigen am Gesicht oder einem Vogel auf der Schulter.
“Mich berühren die Bilder sehr mit ihrer vielfältigen, stimmigen Farbpalette, die eine Momentaufnahme aus dem Schaffen der Künstlerin zeigen. Damit werden Emotionen geweckt und es steckt Schwung dahinter“, sagt Galeristin Janett Noack. Gudrun Trendafilov sei eine sehr produktive Künstlerin. Es geht immer um Beziehungen, Weiblichkeit in allen Facetten und Körperlichkeit in ihren Arbeiten. Im Titel „Geflüster“ stecke das Wort lüstern mit drin. „Damit gemeint sind die leisen Töne ebenso wie der Umgang mit Erotik im reiferen Alter. Was hat man dann noch für eine Ausstrahlung und was macht einen anziehend“, so  Janett Noack.

Um Schönheit, Verführung, Nähe, aber auch Verletzlichkeit, Vergänglichkeit, Sehnsucht und Schweben im Ungewissen kreisen in mal leuchtend warmen, mal erdigen, grau violetten und tiefblauen Farbtönen die Bilder von Gudrun Trendafilov. Sie arbeitet gern mit dem Zufall. Ihre Figuren erwachsen oft aus Farbflecken, denen sie in wenigen, markanten Linien mit Kreide und Stift Kontur verleiht und wodurch oft einmalige Unikate entstehen. Gudrun Trendafilov wurde 1958 in Bernsbach/Erzgebirge geboren, studierte von 1976 bis ´81 an der Dresdner Kunsthochschule und erhielt ihr Diplom als Malerin und Grafikerin bei Professor Gerhard Kettner. Seit 1990 ist Gudrun Trendafilov freischaffend in Nürnberg und Dresden tätig. Inzwischen ist sie hierher zurückgezogen. Zu ihrem Titelbild mit dem Raben, der die Kirsche überbringt, sagt sie:  „Es ist ja wie ein Versprechen und hat mit Hingabe zu tun. Doch es bleibt in der Schwebe, ob die Frau die Kirsche tatsächlich bekommt. Das ist auch der Reiz für mich beim malen.“ Neben diesem Sehnsuchtsbild hängt ein Selbstbildnis der Künstlerin, das sie träumend in blauem Kleid mit Perlenkette und Apfel in der Hand zeigt. Zur Langen Nacht der Museen und Galerien im Barockviertel“ am 16. Juni, um 19 Uhr gibt es einen Ausstellungsrundgang mit Überraschungskonzert in der Galerie Kunst & Eros, wo Janett Noack auch singen wird und ihr Sohn Arthur Waldhorn spielt. Weitere Arbeiten von Gudrun Trendafilov sind in der Gruppenausstellung „Gefährtinnen“  in der Ladengalerie art + form (bis 9. Juni) zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr
http://www.kunstunderos.de

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Ausstellung „Angela Hampel – Das künstlerische Werk“ in der Städtischen Galerie im Landhaus Dresden

09 Donnerstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie

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Steigende und stürzende Figuren auf Papierbahnen, eine frühe Arbeit von Angela Hampel im Treppenhaus vom Landhaus Dresden, in dem sich die Städtische Galerie befindet.

Geigenklänge & Klopfzeichen. Hinreißend klangfunkelnd spielte der Musiker Florian Meyer zur Ausstellungseröffnung von Angela Hampel.
Wie die Bilder entstehen: Mit Worten wie Farben malend, sinnend, suchend und wild fabulierend, las Josephine Hoppe Texte von Angela Hampel (li. im Bild).
Auskunft über ihr reichhaltiges Schaffen gibt ein Porträtfilm über die Künstlerin in der Ausstellung.

„Selbst“

„Die Königin von Saba“

Lust an Reibung

Bilder voller Farbkraft, wilde, weise und zornige Weiblichkeit, abgründige Schönheit, Mensch- und Tierpaare innig und blutig. Clowns und Tod im Boot. Schwebende, stürzende, biegsame Figuren, die sich an jede Lebenslage anpassen. Ausdrucks- und emotionsreiche Malerei, Zeichnungen, Grafik und Installationen aus den 80er Jahren bis zur Gegenwart zeigt derzeit die Ausstellung „Angela Hampel – Das künstlerische Werk“ der international geschätzten Künstlerin erstmals in einer Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Dresden im Stadtmuseum. Zu sehen bis 11.9.2022.

Mehr zur Ausstellung demnächst.

Text + Fotos (lv)

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Ausstellung „Anregungen aus der Kunst für Wissenschaft und Forschung“ von Markus Johne in der Galerie mit Weitblick Radebeul

04 Samstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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Ein Wolf nimmt Reißaus vor einer Industrielandschaft: Real und fantastisch zugleich wirken viele Bilder des Berliner Künstlers Markus Johne.,

Wilde Natur und das Leben zwischendrin

Fantastische, witzig-skurrile Malerei zeigt der Berliner Künstler Markus Johne derzeit in einer Ausstellung in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Ein Wolf nimmt Reißaus vor einer Industrielandschaft, er hat sich zweifellos verirrt. Schwalben kreisen auf den Dünen und durch die Nacht. Hirsche stehen im Wald tarnfarben. Eine Zitronenkatze streift umher und seltsame Gefährte bewegen sich durch ferne Gegenden. Fantastische, witzig-skurrile und poetische, farbenfrohe Malerei versammelt zurzeit die Ausstellung „Anregungen aus der Kunst für Wissenschaft und Forschung“ des Berliner Künstlers Markus Johne in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13 in Radebeul.

Der Ausstellungstitel klingt trocken sachlich, auch mit leiser Ironie und kontrastiert mit den farb- und formreichen Bildwelten. Heitere Farbtöne wechseln mit militärisch braun-grün gefleckten Farben in der Bilderserie „Hageltarn“ aus dem Jahr 2003. Da sieht man „Esel bei der Marslandung“ als Kosmonaut, „Esel als Falkner“ und „Spieler“ vor entsprechend gemusterter Tapete in Wohnräumen. „Tiere erleben sich über Menschen“, kommentiert Markus Johne. Er sah selbst schon Wölfe auf Brachflächen und ehemaligen Truppenübungsplätzen. Ein Wolf schleicht vor dem Braunkohlekraftwerk Boxberg mit rauchenden Schloten, kargem Boden und ein paar kleinen Kiefern vorbei auf dem Titelbild der Ausstellung. Verdutzt und aufmerksam schaut er den Betrachter an. Der Wolf steht für die Härte und den Überlebenskampf der Natur und ihrer Geschöpfe, aber auch für das Wilde, Freie.

Um Technik und Industrie, die von Menschen angelegt sind, wilde Natur und das Leben zwischendrin geht es auf den oft großformatigen Leinwänden von Markus Johne. Außerdem zeigt er faszinierende, wundersame Landschaften und fantasievolle Erfindungen, zu denen ihn seine Reisen anregten. Er hat einen ganz eigenen Malstil entwickelt, mal zeichenhaft-abstrahiert, surreal, verspielt-versponnen und konkret, bewegen sich Figuren mit wunderlichen Transportmitteln wie Lastenrädern durch die Wüste, begleitet von seltenen Tieren. Da begegnen einem Beduinen beim Reisig sammeln im Westjordanland, ein Fuchs auf kleiner Wüstenfahrt, schwirren Sandflöhe, Tausendfüßler, ein Skorpion und ein Steppenschakal und mustern die Reisenden. Da zeigt er seine Visionen vom Leben im Weltraum im Ölbild „Gravitationsrakete“ und in der Bilderserie „Kriegerphylogenese“ in rostigen und metallenen Farben abstrahierte Figuren mit Keule, Rüstung und einen Samurai. Und was kommt als nächstes?

Die Bilder von Markus Johne laden zum Schmunzeln ebenso wie zum Nachdenken über unsere bewegt-wandlungsreiche Gegenwart ein. Markus Johne wurde 1964 in Hoyerswerda/Lausitz geboren. Er hat Physik in Jena und Leipzig studiert von 1984 bis `89, war als Choreograph für Festveranstaltungen tätig von 1991 bis `96 und wohnt und arbeitet seit 1997 als freischaffender Maler in Berlin. Der Kunst ist Markus Johne schon lange verbunden, seine Mutter war viele Jahre Galeristin in Brandenburg und dadurch entdeckte Dorothee Kuhbandner auch seine witzig-einfallsreichen Arbeiten. Die Ausstellung wurde bis 7. August verlängert in der Galerie mit Weitblick. Im Rahmen der 18. „Kunst offen: in Sachsen“ kann diese während der Pfingsttage am 4., 5. und 6. Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

www.doro-malerei.de
http://www.markus-johne.de

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Kunst: offen in Sachsen – Ausstellung „Sinnbilder“ von Ekkehard Schneider im Orthschen Gut Quohren

04 Samstag Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs

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Selbstporträt von Ekkehard Schneider‚
Leidenschaft für Steindruck: Ekkehard Schneider druckt seine eigenen Graphiken. Foto: Christoph Reime

„Der mit den Steinen druckt –
und noch ein bisschen mehr“

Der Kreischaer Künstler Ekkehard Schneider zeigt in seiner Ausstellung „Sinnbilder“ Gemälde, Lithographien und Marmorplastik im Orthschen Gut Quohren im Rahmen von „Kunst: offen in Sachsen“.

Über einer kargen, hügeligen Landschaft, mit ein paar verstreuten Krähen auf Stoppelfeldern, pulsiert helles Sonnenlicht im Titelbild zur Ausstellung
“Sinnbilder“ von Ekkehard Schneider. Er ist Künstler und Drucker in einer Person und mit seinen 80 Jahren immer noch aktiv. Innerhalb der Aktion  “Kunst: offen in Sachsen“ zeigt er an den drei Pfingsttagen (4. bis 6. Juni, jeweils 10 bis 18 Uhr) Gemaltes, Gezeichnetes, Gedrucktes und Gehauenes im Orthschen Gut in Quohren, Talstraße 40. Dann werden traditionell wieder viele Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Werkstätten für Besucher öffnen, um hautnah Kunstwerke und ihre Entstehung zu sehen und zu erwerben. Ekkehard Schneider zeigt Gemälde, Lithographien und Marmorplastik. Landschaften, Stillleben und Figürliches als Sinnbilder der Natur und des Lebens.

Auf einer in Grautönen gehaltenen Grafik leuchten grüner Spargel auf dem Teller und rote Kartoffeln neben einer Weinflasche und Glas. Ein Selbstporträt zeigt in sonnig impressionistischen Farben den Künstler mit hellem Hut, Bart und Pfeife in blauem Pullover. Sen bestes Stück, seine Steindruckpresse samt daliegendem Grafikblatt, hat er natürlich auch in einer Lithographie festgehalten. Bilder begleiten Ekkehard Schneider schon sein Leben lang. Anregungen dafür bekam er während seiner Lithographenlehre und seiner langjährigen Tätigkeit als Kunsterzieher. Seit 17 Jahren ist er in Rente und widmet sich nun ganz seinem künstlerischen Schaffen. Auf seinem Grundstück in Lunkwitz, einem Ortsteil von Kreischa, befindet sich auch sein Atelier nah am Waldrand. Hier steht eine große, alte Steindruckpresse aus dem 19. Jahrhundert, erzählt Schneider stolz, eine Rarität.

Ganz in der Tradition Alois Senefelders, der dieses Flachdruckverfahren 1796 erfand, druckt Ekkehard Schneider seine eigene Graphik. Er lud auch schon zum lithographischen Schaudrucken Besucher in sein Atelier ein im Rahmen von „Kunst: offen in Sachsen“. Steindruck ist selten heutzutage. Ekkehard Schneider pflegt die lithographischen Techniken und sorgt dafür, dass diese Kunst erhalten bleibt. „Solides Handwerk, Leidenschaft, Frische und Unmittelbarkeit im Ausdruck sowie Wahrhaftigkeit“, nennt er als Ansprüche an sich selbst. Immer wieder aufs Neue greift Schneider zu Pinsel und Malspachtel, zu Zeichenstift, Kreide und Feder, zu Spitzeisen und Fäustel für neue Sinnbilder und sucht nach neuen Wegen des Ausdrucks: „Ich freue mich auf kunstfreudiges Publikum, das sich in lockerer Atmosphäre umschauen und Zwiesprache halten möchte mit dem Künstler, anderen Besuchern, aber vor allem mit sich selbst.“ Auch ein TV-Beitrag vom MDR zu seinem Schaffen ist in der Ausstellung zu sehen.

Text (lv)
Fotos (3): Ekkehard Schneider

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Verlockende Vielfalt & besondere Spielorte: 10. Freitaler Kultur(All)Tage

01 Mittwoch Jun 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs

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Aus dem kalten Reich der Schneekönigin geht`s mitten ins neu erblühte Kulturleben bei den diesjährigen Kultur(All)Tagen ab 1. Juni in Freital. Einen ganzen Monat lang! Foto: Thomas Morgenroth


Vielerlei Erlebnisse locken an ungewöhnlichen Spielorten: Mit dabei Lydia Weber-Scholz vom Soziokultur Freital e.V., Gestalterin des Kultur(All)Tage-Plakats und passionierte Musikerin und Heiko Eisold, der sein Versicherungs-Büro für eine Ausstellung mit Papierkunst zur  Verfügung stellt. Foto: Marcel Stimpel/Lifeart

Es schneit im Sommer!

Bunt, originell und reichhaltig ist das Programm der 10. Freitaler Kultur(All)tage, die am 1. Juni starten mit über 70 Veranstaltungen an 40 Spielorten.

Gleich zu Beginn taucht unerwartet eine Dame in weißem Pelz mit eisigem Lächeln auf. Das Stück „Die Schneekönigin“ nach Hans Christian Andersen passt auch gut in diese turbulente Zeit. Nach langer Winterruhe, allen Widrigkeiten trotzend, taut auch das Kulturleben jetzt endlich wieder auf und erblüht neu und reichhaltig. Das Theaterstück für die ganze Familie, das die Spielbühne Freital aufführt, eröffnet die bereits 10. Kultur(All)Tage in der Stadt am 1. Juni und ist noch einige Male zu sehen. Da entführt die Schneekönigin den Jungen Kay in ihr kaltes Reich und wirbelt alles durcheinander, bis ihn seine Schwester Gerda auf einer Reise voller Abenteuer findet und befreit. „Es wird spannend, es schneit im Sommer !“, sagt Uwe Jonas schmunzelnd. Die Flocken werden auf die Besucher herab rieseln aus einer Schneemaschine am Eingang der Spielstätte auf der Lutherstraße 33a und natürlich gibt es auch Eis zum Genießen. Uwe Jonas ist Leiter des Soziokulturellen Zentrums Lifeart und Organisator der Kultur(All)Tage, die seit 2016 vom Trägerverein Soziokultur Freital e.V. veranstaltet werden. Vor zehn Jahren wurde das Kulturfest von der Stadt Freital ins Leben gerufen und später samt Budget in die Hände des Vereins gegeben.

„Wir möchten auch Unternehmen und Einrichtungen ermutigen, ihre Räume für Kultur bereitzustellen und ein breites Publikum ansprechen“, so Jonas. Es lockt wieder ein vielseitiges Programm mit Ausstellungen, Theater, Musik, Lesungen, Workshops, Spiel- und Kreativangeboten, das Laien, Künstler und Kulturschaffende aus der Region gestalten. Über 70 Veranstaltungen an 40 Spielorten werden den ganzen Monat Juni in Freital geboten. Darunter Kunst im Frisörsalon Bienenhof, wo die Ausstellung „Arte de Pli“ von Paula Plischke zu sehen ist. Die gelernte Chemielaborantin und  leidenschaftliche Künstlerin zeigt Landschaften, aber auch Menschen und deren Mimik und Aktbilder in Öl- und Acrylfarben (vom 1. bis 24.6.). Eine Vernissage mit „Papier in Form und Farbe“, bei der auch atemberaubende Papierkleider von Angelika Schulze zu sehen sind, findet in den Räumen der Versicherung Huk-Coburg am 8. Juni, 17 Uhr statt. Einen originellen Rückblick auf „Schattenwirtschaft und Freitaler Industriegeschichte“ bietet eine „Mustermesse“ der 1 000 kleinen Dinge, die in Zeiten des Mangels halfen, aus der Not eine Tugend zu machen. Zu sehen sind sie in der F1-Galerie des Soziokulturellen Zentrums Lifeart in der Dresdner Straße 172a. Ein Highlight ist das Kinderfest auf Schloss Burgk mit Zauberei, Tanz, Theater, Mitmachaktionen und Carli-Sonderfahrten mit der Windbergbahn am 6.6., von 11 bis 17 Uhr. Außerdem gibt es ein Parkplatzfest am Rewe-Markt mit Bühne und Händlerständen und das Stadtteilfest „Kunst im Hof“ mit vielen kreativen Aktionen entlang der Lange Straße am 18.6., von 14 bis 21 Uhr in Freital-Deuben.

Dieses Jahr sind es etwas weniger Spielorte als vor Corona bei den „Kultur(All)tagen. 2019 fanden fast 100 Veranstaltungen statt. „Doch auch während der Corona-Krise gab es Veranstaltungen im digitalen Format, im Livestream oder aufgezeichnet im Internet zu sehen“, so Jonas. Mit dem Budget für die Kultur(All)tage in Höhe von 22 000 Euro, die gefördert werden durch die Stadt Freital, die Kulturstiftung Sachsen, die Stiftung der Ostsächsischen Sparkasse und den Kulturraum Landkreis Meißen – Sächsische Schweiz und unterstützt von Sponsoren, werden die Ausgaben für Werbung, Ausstattung und Versicherungen für die Veranstaltungen gerade so abgedeckt. „Die Druckkosten sind jedoch dieses Jahr sehr gestiegen um 50 Prozent, so kosteten uns die
30 000 Programmhefte über 5 000 Euro“, so Jonas. Daher sei nun verstärkt Einzelwerbung mit Plakaten und Flyern gefragt. Die meisten Veranstaltungen der Kultur(all)tage sind eintrittfrei. Uwe Jonas schaut sich fast alle selbst an. „Schon um zu wissen, wie sie ankommen bei den Besuchern. Es ist für jeden, von jung bis alt, etwas dabei und zu entdecken entlang der Dresdner Straße und in Hinterhöfen.“

Text (lv)

Das vollständige Programm der Kultur(all)tage steht unter http://www.lifeart-tv.de

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Ausstelllungseröffnung „Labyrinthversuche“ von Anna Kasten im Kunstverein Meißen

28 Samstag Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte

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Auf verschlungenen Wegen

Im Rahmen des diesjährigen, vom Kunstverein ausgeschriebenen Residenzstipendiums realisierte Anna Myga Kasten in den vergangenen Wochen ihr eingereichtes Vorhaben und verwirklichte eine begehbare, raumfüllende Installation in Form eines Labyrinths aus Papier. Zur Eröffnung der Ausstellung am 28. Mai um 17 Uhr laden wir Sie recht herzlich ein.

Text: Maren Marzilger, Geschäftsführerin Kunstverein Meißen e.V.

Kunstverein Meißen e.V. · Burgstraße 2 · 01662 Meißen
Tel./Fax: 03521 476650 · kontakt@kunstverein-meissen.de · www.kunstverein-meissen.de ·

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 12–18 Uhr. Eintritt frei.

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Unterwegs: „Erinnerung und Gefühl. Ein Interim im Schlosspark“ von Burgk mit Fühlskulpturen von Steffen Petrenz

15 Sonntag Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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„Ursprung“, „Aufbruch“ und „Ankunft“: der Freitaler Künstler Steffen Petrenz vor seiner dreiteiligen Blechskulptur „memories“ im Schlosspark Burgk.

Reizvoller Raum für Erinnerungen

Eine dreiteilige Skulptur mit dem Titel „memories“ und „Fühlskulpturen“ des Freitaler Künstlers Steffen Petrenz laden zum Innehalten und Erinnern mit allen Sinnen ein im Schlosspark Burgk. Zum Internstionalen Museumstag am Sonntag, dem 15. Mai, ist in den Ausstellungen der Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk in Freital ganztags freier Eintritt. Vormittags gibt es ein Konzert mit dem Musikverein Freital im Schlosshof.

Lebensgroß, filigran und mit rostbrauner Patina überzogen stehen die Figurenumrisse frei im Raum. Scherenschnittartig ist eine Figur aus der anderen heraus gewachsen. Sie stehen für sich, scheinbar losgelöst und bilden doch ein Ganzes, das man wie ein Spiegelbild nacheinander anschauen kann. „Erinnerung und Gefühl. Ein Interim im Schlosspark“, unter diesem Titel zeigt der Freitaler Künstler Steffen Petrenz erstmals öffentlich seine dreiteilige Blechskulptur „memories“ aus den Jahren 2009/20012.

Diese steht auf einer Anhöhe unter hohen Bäumen im Gelände von Schloss Burgk. Ein faszinierendes, offen vieldeutiges, reizvolles und buchstäblich berührendes Erlebnis, Geflüster und Zwiegespräch im Zusammenspiel von Natur, Kunst und Betrachter. Im Wechsel von Licht und Schatten verändern sich Formen und Ausdruck der Skulpturen immer wieder, wenn man sich ihnen aus verschiedenen Blickwinkeln nähert. Mal steht die hintere Figur mit ihren wellenartigen Körperrundungen klar sichtbar, mal halb versteckt unter Blätterzweigen, die sich im Sonnenlicht flimmernd auf der Figur wie Lebenslinien abzeichnen und auf dem Boden verzweigen.

„Erinnerungen sind ja auch versteckt. Wenn man durch das Gedächtnis streift, kommen sie wieder hoch ans Licht“, sagt Steffen Petrenz zu seinen Skulpturen. Sie haben weniger mit dem historischen Gedächtnis zu tun, auch wenn die Aufstellung am 8. Mai dies nahe legt. Das Datum sei zufällig, die Ausstellungseröffnungen bei den Städtischen Kunstsammlungen auf Schloss Burgk finden immer sonntags statt, ergänzt deren Leiterin Kristin Gäbler. Jeder kann die Erinnerungs-Skulpturen individuell für sich erkunden. Erinnerungen sind vielschichtig, persönlich wie kollektiv, greifen ineinander, wandeln sich und sind nicht an Ort und Zeit gebunden. Als die Skulpturengruppe fertig war, gab es im Atelier von Steffen Petrenz eine Performance, bei der er das zugemauerte Mittelteil mit dem Vorschlaghammer aufbrach, sinnbildlich für die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, sich ihnen stellen und verarbeiten.

„Wenn man in die 40 kommt, die Kinder langsam aus dem Haus gehen, wird der Blick ein anderer“, so Petrenz. Seine drei Skulpturen im Schlosspark nennt er dementsprechend „Ursprung“, „Aufbruch“ und „Ankunft“. Der Betrachter kann durch die offenen Figuren hindurch schauen und gehen und dabei eigenen Eindrücken, Empfindungen und Erinnerungen nachgehen. Einige Spaziergänger bleiben stehen, gehen heran an die Skulpturen, fotografieren sich mit ihnen. Weitaus mehr Besucher sitzen aber unter den blühenden Kastanienbäumen im Schlossinnenhof an den Tischen vor dem Schlosscafé und genießen Eis, Kaffee und Kuchen bei strahlendem Sonnenschein.

Weiter hinten auf dem Weg zum Besucherschaubergwerk kann man außerdem sogenannte „Fühlskulpturen“ von Steffen Petrenz entdecken. Sie entstanden  ursprünglich für das Seniorenheim „Herbstsonne“ in Freital-Hainsberg und sind ausdrücklich zum Anfassen und buchstäblich Be-greifen gedacht. Die keramischen Objekte und Formen sind der Natur abgeschaut. Da finden sich Planet, Apfel und Mohnkapsel. Eine Besucherin fragt, ob die originellen Kugeln nicht immer da stehen bleiben können. „Es ist eine temporäre Kunstaktion“, so Kristin Gäbler, „wir wollen unsere Besucher immer neu überraschen.“ Die Skulpturen sind noch bis 24. Juli frei zugänglich im Schlosspark Burgk zu sehen. Steffen Petrenz öffnet außerdem beim „Kunst: offen in Sachsen“ am 5. Juni von 10 bis 23 Uhr sein Atelier auf der Dresdner Straße 166 hinter der Aral-Tankstelle mit Livemusik und Einblicken in sein vielfältiges Schaffen.

Text + Fotos (lv)

http://www.freital.de/museum

Schloss Burgk mit blühenden Kastanienbäumen im Innenhof. Dort kann man gemütlich an Tischen sitzen und Kaffee, Kuchen, Eis, das beste weit und breit, vom Schlosscafé genießen.

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Ausstellungseröffnung „Geflüster“ von Gudrun Trendafilov in der Galerie Kunst & Eros

11 Mittwoch Mai 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart

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„Wilde Gabe“: Ein Rabe überbringt eine Kirsche. Foto: Galerie Kunst & Eros

»GEFLÜSTER« Gudrun Trendafilov

Malerei · Grafik

  1. Mai bis 9. Juli 2022

Vernissage am Freitag, 13. Mai 2022 · Beginn 19.00 Uhr

Begrüßung: Janett Noack
Einführung: Katharina Arlt, Freie Kunsthistorikerin
Musik: Musik-Duo mit Klara Fabry (Klarinette/ Percussion) & Elena Schoychet (Klavier/ Gesang)

Zur Vernissage der Ausstellung »GEFLÜSTER« der Dresdner Künstlerin Gudrun Trendafilov am Freitag, den 13. Mai 2022 um 19.00 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen.

Die Künstlerin ist anwesend.

Gudrun Trendafilov gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Dresdner Künstlerinnen unserer Zeit. In dieser Ausstellung präsentiert sie neue Malerei und Grafik. Ihre Bildsprache ist von unverwechselbarer Handschrift, die uns mit Lebendigkeit, Schönheit und sinnlicher Ausdruckskraft verzaubert.

Wir freuen uns auf dieses Wiedersehen, Ihre Neugier und auf die anschließende Geselligkeit in der Galerie.

Text: Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

Veranstaltungstipp

„Lange Nacht der Galerien und Museen im Barockviertel Dresden“ am Donnerstag, dem 16. Juni, von 18 bis 23 Uhr. Ein kleines Überraschungskonzert begleitet die aktuelle Ausstellung bei Kunst & Eros an diesem Abend.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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