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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

BilderAlbum & Nachlese: Erstes Open Air „Karierte Katze“ im Palaisgarten Dresden

31 Mittwoch Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Tanz, Zwischenmenschliches

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Genießen nach Katzenart

Beim ersten Open Air Karierte Katze wurden Kunst, Kultur und Lebensfreude im Palaisgarten an der Elbe mit fantastischem Blick auf die Dresdner Altstadtkulisse bei meist sonnigem Wetter und bunt gemischtem Publikum in gemütlich entspannter Atmosphäre genossen.

Ein fröhliches Fest der Lebensfreude und Fantasie ohne Katzenjammer konnten die Besucher beim ersten Open Air Kultur-Festival Karierte Katze vom 26. bis 28. Juli im Palaisgarten in Dresden an der Elbe erleben. Initiator ist der Künstler und Galerist Holger John. Das Gelände war mit lustig-originellen Katzenzeichnungen von ihm in schwarz-weiß, mit Kontrasten spielend, auf hellen Planen, Pavillons und Türmen gestaltet. Abends sprangen und kletterten die karierten Katzen mit Fahnen auf den Bäumen am Palais und auf der Fassade. Und Leuchtkatzen in warmen Rot- und Orangetönen rings um die Wiese erhellten den Besuchern den Weg. Es gab eine Bildergalerie im Freien, fröhlich bunt bemalte Papphäuschen von Besuchern mit ihren Wünschen und Visionen für die Zukunft dieser Stadt, Liebe und Frieden standen groß auf den Hauswänden. Barocke Tänze und Lebenskultur zelebrierten die Damen und Herren vom Elbvenezianischen Carneval in märchenhaft prächtigen Kleidern voller Eleganz, Anmut und Lebensfreude. Die Herren galant mit Kratzfuß und Federhüten. Fehlte nur noch der Gestiefelte Kater. Hinterher wurde an einer langen Festtafel geschmaust und getrunken. Ein Vorgeschmack auf das Fest anlässlich 350 Jahre italienischer Carneval in Dresden vom 28.2. bis 2.3.2025.

Auf der großen Bühne spielten Bands Musik für alle Geschmäcker, davor waren am Freitagabend kraftvoll mitreißende Trommelklänge zu hören. Am Sonntagabend gab es fröhlich beschwingte jiddische Lieder mit Karsten Troyke und danach feurige, temporeiche Klänge mit der rumänischen Balkan Brass-Beatkapelle Fanfare Kalashnikov, bei denen es kaum einen Besucher auf den Sitzen hielt. Da hüpfte das Herz froh im Takt mit!

Musik von Blues bis Irish Rover Beats, bei denen das Meer in allen Tönen rief und die Sehnsucht nach Unterwegssein und Ankommen, war am Glockenspielpavillon zu hören, umgeben von einer Wunderkammer mit Schaukästen und wunderlichen, schwebenden Figuren und Flügeln. Der Wind wehte wie am Meer. Die Papierseiten flogen wie Möwenflügel, der Fluss sonnefunkelnd und bewegte Wolkenlandschaft. Eine bessere Kulisse konnte es kaum geben für die Lesung meiner neuen Meer- und Katzengedichte beim Open Air Karierte Katze am Sonntagnachmittag am Glockenspielpavillon vor zufälligen, aufmerksam lauschenden Zuhörern und den Musikern. Wäre natürlich schön, die Zuhörerrunde wächst weiter.

Sicher sind die Mitmach-Kunst-Aktionen und Bildergalerie im Freien noch weiter ausbaufähig. Etwas mehr Auswahl bei der Gastronomie, auch preislich, wäre wünschenswert. Musik überwog im Programm, die leisen Töne gerieten etwas kurz.
Dafür konnten die Besucher gemütlich entspannt in Liegestühlen sitzen oder auf Decken auf dem weichen Rasen räkeln, der Musik lauschen und die Atmosphäre genießen und angeregt im Gelände umher stromern. Und überall Bilder von Katzentieren. Sie fühlen sich, nun ja, geschmeichelt und sahen es mit Wonne, wie viele Menschen es ihnen gleich taten und sich dem Schönen im Leben hingaben bei diesem ersten Open Air Karierte Katze im Palaisgarten in Dresden. Bin gespannt und freue mich auf die Fortsetzung dieses feinen, stilvollen und unkonventionellen Kultur-Festivals im nächsten Jahr!

Text + Fotos (lv)

http://www.KarierteKatze.de

 

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Erstes OpenAir-Festival „Karierte Katze“ im Palaisgarten in Dresden

13 Samstag Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Klein, keck, aufgeweckt & spielfreudig: Schwarz-weiß kariert und eigensinnig wie die Katzentiere und so bunt wie das Leben – so soll es zugehen beim ersten Open Air Kulturfestival „Karierte Katze“ im Palaisgarten in Dresden. Der Initiator, Künstler und Galerist Holger John und weitere Kreative veranstalten das Mitmachfest für alle vom 26. bis 28. Juli.

Ein buntes Fest der Fantasie ohne Katzenjammer

Drei Tage Katzenalarm mit fröhlich kulturreichem Feiern und vielen kreativen Angeboten für alle locken beim ersten Open Air Kulturfestival „Karierte Katze“ im Palaisgarten am Japanischen Palais in Dresden.

Noch klein, keck und lustig anzschauen sind die schwarz-weiß gefleckten Wesen. Einige stehen schon mit stolz aufgerichtetem Schwanz, gezwirbelten Schnurrbarthaaren und magischen Augen, andere lümmeln genießerisch auf dem Rücken oder Bauch liegend mit spielfreudig ausgestreckten Pfoten. Die wundervollen Wesen hocken, apart und liebevoll gezeichnet und in Karton geschnitten, ausgeh- und einsatzbereit auf dem Ledersessel in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17. Sie stehen im Mittelpunkt beim ersten Open Air Kulturfestival „Karierte Katze“ vom 26. bis 28. Juli im Garten des Japanischen Palais in Dresden. „Drei Tage Katzenalarm – schwarzweiß kariert – so bunt wie das Leben“, so der Untertitel sorgen dann für fröhlich kulturreiches Feiern im Grünen, mit fantastischem Blick auf die Altstadtkulisse.

„Dies ist das erste Festival in Schwarz-Weiß, doch ohne Farben vertrocknen wir, das Color der Vielfältigkeit belebt den Platz“, sagt der Initiator und künstlerische Leiter Holger John. Zusammen mit zwei weiteren Kreativen und Katzenliebhabern, Markus Richter und Johannes Richter, bringt er die „Karierte Katze“ zum Laufen. Abends werden die Bäume und das Palais farbig illuminiert. „Es geht daraum, ein Format der Fantasie zu entwickeln, etwas Eigenes, Neues, Frisches. Dresden ist ja eine Kulturstadt. Da sollte die Kultur ganz oben stehen“, sagt der umtriebige Künstler und Galerist John. „Es ist ein Mitmachfestival, nicht nur um zu konsumieren oder schlecken. Wir verschenken das Glück und laden alle ein, mitzutun und ihre künstlerische Ader zu entdecken.“

Es werden alle Altersgruppen angesprochen, Einheimische ebenso wie Touristen. Die Katze als kariertes Symboltier sei auch besonders eigensinnig, selbstständig, verführerisch und erotisch. Ebenso vielfältig, geradezu unwiderstehlich will sie sich zum Festival in den Palaisgarten einschleichen. Das Open Air hält drei Tage lang Musik, Tanz und Spiele bereit, außerdem ein großes Picknick auf der Palaiswiese, zu dem jeder Besucher Speis und Trank mitbringen und seinen Müll umweltschonend entsorgen kann. Die Palette reicht von Retro, Klassik, Jazz bis zu Hip Hop und Elektromusik. Alles sei erlaubt, nur kein Katzenjammer, davon gebe es schon genug in der Welt. Von jung bis alt können alle zu Stift, Pinsel und Farben greifen und karierte Katzen, Träume und Visionen für die Zukunft malen, die dann in einer großen Open Air-Bildergalerie am Sonntag  ausgestellt werden. “Künstler werden oft wie bunte Hunde gesehen, die aber in keine Schublade passen. Doch die bunten Hunde braucht die Gesellschaft, denn die Buntheit macht das Leben aus“, sagt John schmunzelnd, „die auch ein Spiegelbild unserer selbst ist und auch das Lächeln über die teils seltsam eingeübten Hundedressuren.“  Holger John ist selbst ein leidenschaftlicher Lustgärtner und Veranstalter einiger rauschender Feste, wie dem Titanic-Filmball im Kraftwerk Mitte, dem Venezianischen Maskenball im Schlosspark Pillnitz, einem „Festmahl der Kunst“ im Palais im Großen Garten und einem „Imaginären Museum“ zur Museums Sommernacht, und sagt: „Dresden hat ja eine große Tradition mit Feiern und es ist ein Lustgarten am Palais. Wir schauen zurück auf ein europäisches Lebensgefühl in dieser Stadt und holen es nachhause.“ Erlebbar wird dieses mit den Akteuen des Elbvenezianischen Carneval in Dresden, die opulente Lebensfreude verkörpern und Lustwandeln im Palaisgarten und nächstes Jahr geht es weiter mit einem eigenen großen Carnevals-Fest.

Den feurigen Schlusspunkt setzt am Sonntag abend die rumänische Balkanbrass-Blaskapelle „Fanfara Kalaschnikov“ mit Originalmusik aus dem Kultfilm „Schwarze Katze, weißer Kater“. „Unsere Katze ist noch ganz klein und mürrisch, sie muss gut gepflegt werden und da kann jeder mithelfen, sie gut zu erziehen“, so John. „Wer weiß, dann kann daraus noch eine elegante, schöne Tigerkatze werden.“ Katzen haben bekanntlich sieben Leben und solange soll es dieses Kulturfestival mindestens geben. Den Eintrittspreis können die Besucher selbst bestimmen und damit das Festival unterstützen. Das komplette Festivalprogramm steht ab 19. Juli auf der Webseite und dort sind auch Katzenkarten erhältlich unter www.kariertekatze.de

Text + Fotos (lv)

Geballte Farb- und Formlust

Die derzeitige Ausstellung „Madonnen & Medusen“ versammelt Arbeiten von 25 Künstlerinnen und ist noch bis 21. Juli zu sehen in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 in Dresden.


Frau & Faun und noch ein Paar von der Malerin Angela Hampel.

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Atelierbesuch bei Christiane Latendorf in Freital

22 Samstag Jun 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Farbenfrohes Bilderreich: die Künstlerin Christiane Latendorf in ihrem neuen Atelier in Freital.

Wunderreiche Bilderwelt zum Träumen und Fliegen

Die Malerin und Grafikerin Christiane Latendorf musste nach 20 Jahren ihr Atelier im Dresdner Stadtzentrum verlassen und wagte den Neuanfang in einem neuen Raum in Freital-Wurgwitz.

Ihr farbenfrohes Bilderreich ist riesig, der Platz leider begrenzt. Einige Werke stehen aufgereiht schon im Treppenhaus. Kleinere und große Formate, in denen Menschen, Tiere und Natur sich farb- und zeichenreich verbinden. Eine Frau mit Tauben, Nachtvögel, Stier und Schäfchen, Katzen und  ein dunkles Tier mit einer Schlange im Maul. Dazwischen Köpfe und Gesichter in urwüchsigen Landschaften, über denen rote Vögel kreisen und ein verletztes Tier zappelt in einem himmelblau erhobenen Arm. „Ganzheit gefragt“ steht als Bildtitel auf der Rückseite einer Leinwand. Die Ateliertür steht offen. Ein Raum voller Bilder empfängt die Besucher in dem Gebäude, im Hof der Autogalerie Börner auf der Kesselsdorfer Straße 6 in Freital-Wurgwitz.

„Es ist ja auch hauptsächlich zum Malen gedacht und hier habe ich die Ruhe dafür“, sagt die Künstlerin Christine Latendorf. Vorn steht ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen und ein paar Grünpflanzen unter den Fenstern mit Dachschrägen. Sie schaut ins Grüne. Hinter den Bäumen fließt ein kleiner Bach, die Wiederitz entlang. Neben den großen Öbildern steht ihre Staffelei am Fenster. Ein Großteil ihrer Bilder ist bei einer Dresdner Firma auf dem Dachboden eingelagert. „Ich bin froh, dass ich diesen Raum zum Malen gefunden habe. Es war schwer etwas zu finden und es ist ein Neuanfang“, sagt Christiane Latendorf. Ihr Treffpunkt mit Besuchsraum ist in ihrem Atelier in der alten Schuhfabrik auf der Gartenstraße 72a in Radebeul. Dort bietet sie auch Scherenschnitt-Kurse an und außerdem im Kultur- und Beratungshaus für Frauen „sowieso“ in Dresden.

Seit Juni 2022 hat Christiane Latendor ihr neues Atelier in Freital-Wurgwitz, den Raum fand sie über ebay. Der Umzug aus ihrem schönen, großen Atelier im ehemaligen Robotron-Hochhaus an der Lingnerallee 3 im Dresdner Stadtzentrum fiel ihr schwer. Dort war sie 20 Jahre lang. Zusammen mit anderen Kreativen und sozialen Vereinen. Und der Weg nicht weit für Besucher und Kunstinteressenten. „Es war eine nette Bürogememeinschaft, man kannte die Leute alle und dann ging das alles auseinander“, bedauert sie. Kurz vor Weihnachten 2021 wurde ihnen gekündigt vom Eigentümer wegen bevorstehender Sanierung. Passiert ist bis heute nichts. Ihr Hauptsitz, an dem sie wohnt und arbeitet, ist Dresden. Christiane Latendorf studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und ist seit ihrem Diplom 1997 als freischaffende Künstlerin tätig. „Wenn man malen will, findet man überall Platz, unterwegs und im Wald“, sagt sie. „Wenn ich male, bin ich glücklich.“ Ihr Skizzenbuch und Stifte hat sie immer dabei. Und sie malt alles, was ihr begegnet. Träume, Eindrücke aus dem Leben und Erinnerungen. „Bilder zum Leben“ heißt der Kalender für 2024 mit ihren neuen Arbeiten und zugleich ihr Anker.

Christiane Latendorf ist eine Bildermagierin, die mit Pinsel, Stiften und Scheren wundersame Welten zwischen Traum und Wirklichkeit erschafft. In denen es fantasiereich, vielschichtig zugeht und immer ein Rest Geheimnis bleibt. “Die weiße Fläche ist mir heilig, da taucht etwas auf, das male ich. Da bin ich ehrlich, egal was das Bild spricht“, sagt die Künstlerin. „Am nächsten Tag sehe ich, ob es so bleiben kann und es riecht dann einfach gut, wunderschön nach Blumen und vielen Farben“, lächelt sie. Manche Bilder malt sie auch über viele Jahre weiter.

Ein Bild zeigt den Mensch als Vogel. „Manchmal fliegen wir, fühlt sich alles leicht an und manchmal schwer.“ Oft tauchen Vögel, Tauben, Raben und Krähen auf den Leinwänden auf. Christiane Latendorf hat schon einige kranke Vögel gefunden, die sie gesund pflegt und wieder freilässt. Die Krähe „Mary“, die durch einen offenen Bruch flugunfähig ist, lebt schon 18 Jahre bei ihr zuhause. Ein großformatiges Bild zeigt Kinder im Wald, beschützt von einem roten Stier und einem Vogel. Es heißt „Die verschollenen Kinder“ und erinnert an deren Schicksal im Ukraine-Krieg. „Die Nachricht hat mich berührt. Ich hoffe, dass sie noch leben und wiederkommen. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben“, sagt Christiane Latendorf.

Mit fünf Malkursen in der Woche in Schulen und sozialen Einrichtungen in Dresden, Dippoldiswalde und Panschwitz-Kuckau ist sie sehr beschäftigt. Unter ihnen sind auch Schüler aus der Ukraine. „Da fehlt die Häfte der Familie und sie reden nicht über den Krieg und die schlimmen Erlebnisse. Sie malen das Gute und Schöne, woran sie sich erinnern. Es sind friedliche Bilder“, erzählt die Malerin. Sie sprechen auch über die Bilder. „Kunst öffnet Menschen auch“, erlebt Christiane Latendorf.

Text + Fotos (lv)
Fotos folgen demnächst

http://www.christiane-latendorf.de

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Ausstellung „Passion“ mit Malerei von Gerda Lepke & Plastik von Wieland Förster in der Galerie Himmel

19 Mittwoch Jun 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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LANGE NACHT DER GALERIEN & MUSEEN IM BAROCKVIERTEL am DONNERSTAG, 20.6.2024, 18-24 Uhr

Ausstellung | Seit 15. Juni – 24. August 2024

GERDA LEPKE | WIELAND FÖRSTER – PASSION

Die Ausstellung »Passion« zeigt Werke aus 50 Jahren Schaffenszeit der Malerin Gerda Lepke und des Bildhauers Wieland Förster.

Leidenschaftliches Ringen um die Figur kennzeichnet die Malerei von Gerda Lepke (*1939) ebenso wie die Plastik von Wieland Förster (*1930). Zwei herausragende Künstler, die ihre eindringlichen Menschenbilder mit einer unverkennbaren Bildsprache entwickelten.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein Hauptwerk Wieland Försters, gleichzeitig Ikone der europäischen Bildhauerei nach 1945 überhaupt: die »Große Neeberger Figur« (1971-1974). Die Ausstellung zeigt neben der über 3 Meter hohen Bronzefigur zehn weitere Plastiken Wieland Försters sowie Ölgemälde und Aquarelle von Gerda Lepke, von denen wesentliche Werke in den 1970er und 1980er Jahren entstanden.

Im Kabinett präsentiert die Galerie Himmel zeitgleich Farbholzschnitte des Dresdner Malers Klaus Drechsler (*1940). In der Malerei von Klaus Drechsler klingen leise Töne an. Dreh- und Angelpunkt ist die Vanitas, der Kreislauf von Werden und Vergehen, von Schönheit und Hinfälligkeit. Gedeckte, sanft aufleuchtende Farben bestimmen das kostbare Kolorit. Farbreich und doch gedämpft, mit sanften Übergängen von Licht und Schatten, entsteht ein stiller Klang, der von einer tiefen Achtung gegenüber dem Bildgegenstand zeugt.
Zur Eröffnung der Ausstellung »Gerda Lepke | Wieland Förster – Passion« am Freitag, dem 14. Juni 2024, um 19 Uhr, sind Interessierte herzlich eingeladen.

 

Text + Foto: Anja Himmel, Michael Böhlitz & Carsten Rohner

GALERIE HIMMEL
Obergraben 8
01097 Dresden

0351-4843578
0172-9782555

email@galerie-himmel.de
www.galerie-himmel.de

Online-Shop Grafikliebhaber.de

Aktuelle Ausstellung mit Malerei von Gerda Lepke und Plastik von Wieland Förster:

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Lange Nacht der Galerien & Museen im Dresdner Barockviertel

19 Mittwoch Jun 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Moderne Kunst hautnah zu erleben

Die Galerien und Museen im Barockviertel haben sich zusammengeschlossen und laden am 20. Juni zur Langen Nacht der Galerien und Museen in die Innere Neustadt  ein. Nun schon zum 17. Mal können kunstinteressierte Dresdner und die Besucher unserer Stadt an diesem Abend nicht nur eines der größten Ausstellungshäuser Dresdens, das Japanische Palais, zur schon fast legendären MUPP ART NIGHT besuchen und die neueste Exposition der SENCKENBERG Naturhistorischen Sammlungen erleben sowie im Blockhaus erstmals auch die Räume des ADA, des Archivs der Avantgarden, sondern vor allem auch spannende Ausstellungen in den zahlreichen Galerien im und rund um das Barockviertel.

Die Galerienlandschaft im historischen Barockviertel hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot zeitgenössische Kunst etabliert. So gibt das klassische barocke Ambiente den Rahmen für moderne Kunst.  Neben etablierten Galerien, die das Viertel seit Langem mit ihren Ausstellungen zu Fotografie, Kunst und Architektur bereichern, haben sich in den letzten Jahren auch junge Galerien im Quartier zwischen Goldenem Reiter und Albertplatz angesiedelt, u.a. wird auch der Ausstellungsraum der Absolventen der HfBK, die GALERIE STEPHANIE KELLY, mit dabei sein, ebenso wie das fotoforum dresden, der Künstlerbund und der Dresdner Kunstverein. Diese sorgen für eine lebendige Szene mit einer Vielfalt an künstlerischen Positionen. Malerei, Skulptur und Installation von jungen, aufstrebenden Künstlern wird also genauso eine Plattform geboten wie bereits etablierter Kunst auf Museumsniveau.
Die unmittelbare Nähe zum historischen Stadtkern auf der Altstädter Seite und der unkonventionellen Dresdner Neustadt stärken die kreative Atmosphäre und das besondere Flair des Viertels. 

Der Barockviertel e.V. begleitet die Veranstaltung auch in diesem Jahr und hat Geschäftsleute des Quartiers gewonnen, on top Dresdner KünstlerInnen für diese eine Nacht in den „ONE NIGHT GALLERIES“ Raum zur Verfügung zu stellen und mit der Präsentation ihrer Arbeiten das Event zu bereichern.

Damit können wir in diesem Jahr von mehr als ein Viertel hundert KUNST-RÄUMEN sprechen, die zur LANGEN NACHT erlebbar sind – ein echtes Highlight!

Und natürlich erwarten zu den Vernissagen und Ausstellungen in den Galerien und Museen die Besucher coole Sounds, Künstlergespräche, Führungen, Installationen, und Performances sowie zum Ausklang der Nacht leckere Drinks zum Midnight Art Together in der HERZ american bar inmitten der Inneren Neustadt.

Evelyn Dangrieß
i.A. Org.-Team LNDG
C/o barockviertel.de/langenacht

Mehr unter http://www.barockviertel.de/langenacht

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Gruppenausstellung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros

19 Mittwoch Jun 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Nackte Badende in wechselndem Licht und Hauttönen zeigt in einer Hommage an Caspar David Friedrich der aus Kolumbien stammende Künstler Juan Miguel Restropo beim 15. Sommersalon in der Galerie Kunst & Eros in Dresden. Die Galeristin Janett Noack freut sich über die vielen neuen, reizvollen Handschriften vorwiegend sächsischer Künstlerinnen und Künstler.


Schönheit. Fragilität und Vergänglichkeit des Lebens spiegeln diese neuen Arbeiten des Porzellankünstlers Olaf Stoy.


Farbenfrohe schwungvolle Paar-Zeichnungen und Figürliches aus edlem Marmor zeigt die Dresdner Bildhauerin Konstanze Feindt-Eißner.

Verführerisch im Sinnesrausch schwelgende Nymphen

Eine Vielfalt reizvoller Handschriften von bekannten und jungen KünstlerInnen versammelt die nunmehr 15. Gruppenausstellung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Farben- und sinnenfrohe Kunst rund um Liebe, Lust und Sinnlichkeit in vielen, reizvollen Handschriften versammelt bereits zum 15. Mal die Gruppenausstellung „Sommersalon“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden (noch bis 31. August zu sehen). Sieben zeitgenössische sächsische Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre neuesten Arbeiten von Malerei, Zeichnung, Grafik bis Plastik zusammen mit je einem Gedicht ihrer Wahl in den zwei Ausstellungsräumen. Im neuen Galerieraum hängen in einer kleinen Kabinettausstellung mit dem Titel „Balanceakt“ feine Buntstiftzeichnungen mit plastisch und zerbrechlich wirkenden Körperformen, auf denen Libellen balancieren, im Getriebe der Zeit mit blattgoldenem Zifferblatt. Sie stammen von dem jungen Nachwuchskünstler Maximilian Hagstotz, der in der Modellierabteilung der Porzellanmanufaktur Meißen tätig ist.

Außerdem sind neue Arbeiten des Porzellankünstlers Olaf Stoy zu sehen, darunter ein Totenschädel aus edlem Material, kobaltblau glasiert, darauf thronen ein Frosch und ein Schmetterling. Gegenüber sitzt eine grazile, meditierende Figur. Dazu gesellen sich auf dem Vertiko die zwei Porzellanbüsten „Felix“ und „Filou“, gelassen der eine, der scheinbar über alles Bescheid weiß und verschmitzt clownesk der andere mit kleinem Hütchen. Das Titelbild der Ausstellung gehört zur Serie „Nymphenbad“ des kolumbianischen Künstlers Juan Miguel Restrepo, es zeigt eine nackte Badende, sehr naturalistisch, aufreizend hell, rein und prall ihr Körper. Sie schaut gebannt auf den im Wasser schwimmenden Kopf von Apollo. In zwei weiteren Bildern aus der griechischen Mythologie schwelgen die Nymphen verführerisch im Wasser in weichen Farbtönen, im warmen Licht der Sonnenuntergänge.

„Der Künstler hat sich etwas einfallen lassen zum Jubiläum des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich in diesem Jahr und angelehnt in der Malweise an die Zeit der Romantik sich aus dessen Farbpalette bedient“, sagt die Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack (41). „In allen Arbeiten hier geht es um einen natürlichen Zugang zu Nacktheit und Körperlichkeit in verschiedenen Malstilen und Stimmungen.“ Mal steht der klassische Akt im Vordergrund, auch der Rückenakt, mal direkt, frech und mal sinnlich, subtil. Frauenakte und Paare aus edlem weißem Marmor umgarnen das Auge, geschaffen von der „Camille Claudel des Ostens“, wie Janett Noack die Dresdner Bildhauerin und Malerin Konstanze Feindt-Eißner nennt. Von ihr sind auch die farbigen, figürlich abstrahierten Zeichnungen, teils auf Notenblätter gemalt, mit Tanzenden, im Spagat springenden und schwebenden Paaren beim „Kuss-Spiel“.

Ins Blaue verliebt hat sich Nadine Wölk, die eine Serie mit neuen, ausdrucksstarken Kugelschreiber-Zeichnungen in dieser Farbe zeigt, diesmal eine im Spiegelblick einer jungen Frau erzählte Liebesgeschichte, über das Davor und Danach und es ist etwas passiert. Die Malerei in sonnigen, kräftigen Farben mit Rückenakt und verspielt-fantasievolle Collagen von Viktoria Graf sind ein Blickfang. Leuchtend farbige, barock opulente Ölpastelle von verlockend aussehenden Frauen, die nichts außer Blüten und Früchte tragen von Leo Lessig, krönen diesen „Sommersalon“. Zur Langen Nacht der Galerien und Museen im Barockviertel gibt es ein Konzert mit dem Jazztrio Dresden in der Galerie Kunst & Eros am 20. Juni um 20 Uhr und beschwingt südliche Klänge mit dem Rio Mar Tango Trio laden ein zum „Tango tanzen in der Passage“ vor der galerie am 10. August.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Ins Blaue verliebt: Bezaubernd, ausdrucksvoll und vieldeutig sind die Kugelstiftzeichnungen von Nadine Wölk.


Feine Buntstiftzeichnungen mit filigranen, plastisch wirkenden Körperformen zeigt in einer Kabinettausstellung mit dem Titel „Balanceakt“ der Meißner Nachwuchskünstler Maximilian Hagstotz im neuen Galerieraum der Galerie Kunst & Eros.

»LANGE NACHT der GALERIEN & MUSEEN« im Dresdner Barockviertel

Am Donnerstag, 20. Juni 2024 · 18 bis 24 Uhr

KONZERT: »JAZZTRIO DRESDEN« Beginn 20 Uhr in der Passage der Galerie kunst & eros mit Roger Tietke Saxophone, Moritz Töpfer Piano & Michael Gramm Schlagzeug/ Percussion.

Die drei Musiker des Trios kennen sich seit ihrem gemeinsamen Instrumentalstudium an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden. Mittlerweile verbindet sie eine fast 20-jährige Freundschaft und Zusammenarbeit. Gemeinsam und ebenso unabhängig voneinander – solistisch und innerhalb verschiedenster Ensembles – sind die drei Musiker seither aktive Mitgestalter der Kulturszene. Deutschlandweit konnten sie bisher bei zahlreichen Konzerten und genreübergreifenden Performances, bei der Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlerinnen und Künstlern, sowie bei Theater-, Rundfunk- und Filmbeiträgen und der Ausgestaltung literarischer Veranstaltungen überzeugen. Wir freuen uns auf ein unterhaltsames und lebendiges Programm aus Kunst & Musik! Eintritt frei!

Zur »LANGEN NACHT der GALERIEN & MUSEEN im Barockviertel Dresden«, am Donnerstag, den 20. Juni 2024 findet in der Passage der Galerie kunst & eros ein Konzert mit dem »JAZZTRIO DRESDEN« ab 20 Uhr statt. Mit einem außergewöhnlichen musikalischen Abendprogramm haben Sie die Möglichkeit die aktuelle Gruppenausstellung »Sommersalon« sowie »Balanceakt« mit Werken von Maximilian Hagstotz in der Galerie kunst & eros zu besichtigen.

Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15 in Dresden
Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785

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Ausstellung „Paradies“ mit Arbeiten von Irene Wieland & Leihgaben aus den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul

27 Montag Mai 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Eintauchen in paradiesische Gefilde: Dazu laden die Künstlerin Irene Wieland und der Leiter des Sächsischen Weinbaumuseums, Frank Andert zum 100-jährigen Jubiläum des Weingutschlösschens in der Hoflößnitz die Besucher ein.

Fantastisch beflügelte Bilderlandschaften

Die wundervolle Deckenmalerei im historischen Festsaal trifft auf moderne, fabulierfreudige Werke der Künstlerin Irene Wieland in der Jubiläumsausstellung „Paradies“ im Weinbaumuseum Hoflößnitz.

Er trägt ein edles, braungolden und perlmutt schimmerndes Federkleid mit braunen Tupfen und stattlichen schwarzen Schwingen. Auf seinem Schopf ragen spitze Hörner, der Blick ist stolz, majestätisch und schnittig wie der Schnabel. Eine Kralle auf dem Ast galant angehoben, schaut der Prachthaubenadler in die Welt. Dieser König der Lüfte tummelt sich mit einer Vielzahl anderer wundervoller, farbenprächtiger und seltener Vögel auf den Deckengemälden im historischen Festsaal des Weingutschlösschens Hoflößnitz. Er ziert außerdem das Titelbild der derzeitigen Jubiläumsausstellung „Paradies“ anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Weinbaumuseum, in deren Mittelpunkt die außergewöhnlichen, gefiederten Wesen stehen.

Zu sehen sind sie zusammen mit den filigranen, frei fabulierenden, kontrastierenden und ebenso zauberhaften Scherenschnitten der in Radebeul lebenden Künstlerin Irene Wieland und erstmals wieder öffentlich gezeigten, kostbaren Vogelpräparaten aus den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden in drei Glasvitrinen im großen Festsaal. Mit der von ihr eigens für diesen Raum gestalteten Wandinstallation zum Museumsjubiläum öffnet sich das historische Bildensemble im Saal erstmals für eine Begegnung mit zeitgenössischer Kunst. In den Räumen im Bergverwalterhaus in paradiesischer Umgebung der Weinberge zeigt sie außerdem farbenfrohe Malerei, Federzeichnungen auf Japanpapier, keramische Plastik und Skulpturen aus Aluminium, drinnen und auf der Wiese, inspiriert von den historischen Vorlagen der „Vogeldecke“ im Festsaal, wie sie im Volksmund genannt wird. 1924 wurde das „Heimathaus Hoflößnitz“ in Radebeul eröffnet, dessen größter Schatz die weitgehend original erhaltene künstlerische Wand- und Deckengestaltung aus dem 17. Jahrhunderts in den fünf Räumen im Obergeschoss ist.

„Die Deckengemälde zeigen Vögel aus einer anderen Welt, aus dem nordöstlichen Brasilien, die der niederländische Künstler Albert Eckhout dort auf einer Expedition selbst sah und gezeichnet hat. Nach diesen Studien entstand die Vogeldecke als Auftragsarbeit des einstigen sächsischen Hofmalers für den Kurfürsten Johann Georg II.“, sagt Museumsleiter Frank Andert. Die Exotik war damals eine Zeitmode in der Malerei. Die Namen der besonderen Vögel stehen in der Sprache der brasilianischen Ureinwohner auf den Bildern. „Die Vogelarten sind wissenschaftlich mittlerweile gut erforscht, die Namen übersetzt und man weiß auch, dass es keine reinen Fantasieprodukte sind“, so Andert. Im frühen 20. Jahrhundert sei das Rätsel um die Historie dieser Deckengemälde gelöst worden.

„Das Besondere dieser Ausstellung ist das Nebeneinander zwischen den historischen Bildern und Vogelpräparaten, die alle auch abgebildet sind und den neuen künstlerischen Arbeiten, die davon angeregt sind und reizvolle Sichtbeziehungen ermöglichen“, so Andert. „Ursprünglich hingen dort Bildnisse deutscher Kaiser und Kurfürsten, die spurlos verschwunden sind. Die Idee war, diese leeren Bilderrahmen mit moderner Kunst zu füllen und den Festsaal wieder zu komplettieren.“ Zu sehen sind dort jetzt 33 Scherenschnitte aus schwarzem und rotem Filz vor weißem Hintergrund, in grafisch-ornamentalen Formen, in denen Irene Wieland vielschichtig und fantasiereich Mensch- und Tierwelt verwebt ähnlich den phantastischen Mischwesen von Eckhout.

Ein paar ihrer Paradiesvögel sind noch herübergeflogen in das ehemalige Wohnzimmer des Kurfürsten Johann Georg, wo neben der Deckenmalerei auch ein prachtvoll verzierter Fayenceofen das Auge erfreuen. In den roten Scherenschnitten findet sich die Farbe der Gewänder aus den Gemälden wieder. Ein Bild zeigt ein Nashorn am Wasser, das einen kleinen Vogel küsst und beide werden daraufhin zu Flugwesen, so Irene Wieland. Mensch- und Vogelwesen beflügeln einander und sie pflanzt Natur in die Köpfe in ihren ausdrucksreichen Arbeiten. „Die Sehnsucht danach ist immer da. Momente, in denen man das Paradies im Kleinen entdeckt, hat jeder“, sagt die Künstlerin. Vogelstimmen machen sie auch glücklich. Ein Rotkehlchen kommt immer zu ihr in den Garten. In der Ausstellung gibt es auch eine Klanginstallation mit Vogelgesängen, aufgenommen von ihrem Sohn Jan Wieland, der an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg studiert.

Ein Vogel erhebt seine anmutig, golden schimmernden Schwingen als Skulptur im Raum. Nachempfunden dem „Japi“, der mit sonnengelbem Gefieder, schwarzen Schwingen und spitzem Schnabel grazil und stolz in den Himmel steigt. Irene Wieland wurde 1968 in Alzenau in Unterfranken geboren, hat visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main studiert und lebt und arbeitet seit 1998 als freischaffende Künstlerin in Radebeul. Die Künstlerin war schon im „Raum der tausend Nester“ mit den wertvollen Vogelpräparaten in den Naturhistorischen Sammlungen in Dresden und später überrascht von den zauberhaften Vogelbildern aus Südamerika im Sächsischen Weinbaumuseum der Hoflößnitz, die nun zusammen mit ihren eigenen, gestaltreichen Arbeiten die Besucher in traumhaft paradiesische Gefilde entführen, die Schönheit und Artenvielfalt in der Natur ins Blickfeld rücken und an Seltenes, Vergessenes und Verborgenes erinnern, das beschützt und bewahrt werden will. Die Ausstellung „Paradies“ ist noch bis 28. Juli zu sehen, zu der auch ein wunderschöner Katalog mit Texten und Bildern zur Historie der Hoflößnitz und den Vogelgemälden erschienen ist.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di – So 10 bis 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de

Beflügelt von der wundervollen Vogelwelt im Hoflößnitz: Lilli Vostry, meinwortgarten-Inhaberin.

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Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul

17 Freitag Mai 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Farbenfrohe Malerei auf Kupfer: Der Radebeuler Künstler Günter Gläser mit einer seiner neuen Arbeiten. Er beherrscht die heute seltene Emaillebild-Kunst in großer Ausdrucksvielfalt.

Farbenfrohe Emaillebilder und filigrane Specksteinfiguren

Malerei auf Kupfer und Kleinplastik zeigen Günter und Karin Gläser beim 20. „Kunst: offen in Sachsen“ am Pfingstwochenende in Radebeul.

Ein leuchtend farbiger Blütenreigen überzieht die Wände. Mohnblumen, Sonnenblumen, Lavendel und weißes Wollgras. Herabhängende Zweige mit Orangen und Zitronen in südlichem Licht. Blicke auf den Weinberg Goldenen Wagen, den Bismarckturm und ins Elbtal mit dem tiefblau schlängelnden Fluss und saftig grünen Wiesen. Dazu gesellen sich heitere und frivolle Paarbilder. Adam und Eva unterm Apfelbaum. Ein Paar sitzt prallrund und vergnügt auf einem Weinfass. Eine Frau beißt herzhaft in eine feurige Peperoni.

Seine farben- und lebensfroh beschwingten Emaillebilder zeigt der Radebeuler Künstler Günter Gläser in seinem Haus mit Atelier auf der Johannesstraße 12c in Radebeul. Seit 1997 wohnt und arbeitet er hier zusammen mit seiner Frau Karin in idyllischer Umgebung mit hohen Bäumen und blühendem Garten mit eigenen Weinrebstöcken. Mohnblumen blühen auf der Wiese und ein Zitronenbäumchen steht auf der Terasse vor dem Atelier. Dahinter auf dem Tisch stehen viele Pinselgläser, liegt neben Werkzeugen und einer Farbtabelle eine kleine Kupferplatte mit einer abstrakten Landschaft. Die aufgelegten Stege ähneln Wellen und die Schwünge fliegenden Möwen. Das Bild wird noch mehrfach im Brennofen gebrannt, bis es fertig ist und seine brilliante Farbkraft entfaltet.

Neue Landschaften in freiem Form- und Farbenspiel stellt der mit 89 Jahren immer noch schaffensfrohe Günter Gläser beim nunmehr 20. „Kunst: offen in Sachsen“ zu Pfingsten aus. Er ist zum achten Mal dabei bei diesem großen Atelier-Fest mit seiner Malerei auf Kupfer. Rund 100 gerahmte Emaillebilder sind von ihm zu sehen, außerdem rund 20 Specksteinfiguren von Karin Gläser und ausgewählte Raku-Keramikarbeiten, begleitet von Obertonmusik von Heinz Lindner aus Gostewitz bei Riesa am 18. und 19. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Vom Eingangsraum bis zur Dachterrasse führt die opulente Bildergalerie. Auf dem Gartenweg werden Stühle aufgestellt. Dort kann man beschwingten Klängen der Dresdner Akkordeonsolisten Elena und Ruslan Kratschkowski am Sonnabend, ab 15 Uhr lauschen und am Sonntagnachmittag Karl Helbig und Frieder Schmidt mit ihrem Programm „Ein Gramm Glück“. „Es ist Bildende Kunst mit anderen Mitteln, die über angewandte Kunst hinaus geht“, sagt Gläser. Die Emaille-Technik gebe es schon noch, sie ist z.B. als Kirchenkunst noch in Russland zu sehen. Es gibt auch eine Gesellschaft für Emailleschmuck in den USA und auch Emailleschmuck-Künstler in Deutschland. „Aber keine Emaillebilder in dieser Vielfalt der Ausdrucksweisen“, so Gläser. Mit seiner Emaille-Bildkunst ist der Radebeuler weit und breit der einzige. Er hat schon zwei Bildbände zu seinem Schaffen und Werk herausgebracht.

Bei Günter Gläser waren auch schon ehemalige Studentinnen der Burg Giebichenstein, die sich mit Emaille und Drucktechniken beschäftigten, zur praktischen Weiterbildung. „Aber nur wenige wollen weitermachen auf diesem Gebiet. Die Emaillekunst ist im Aussterben, da die neue Generation sich nicht damit beschäftigt, die Herstellung und Handhabung der Bilder aufwendig und die Materialkosten für die Technik hoch sind“, so Gläser. Es braucht viel Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl, wenn die Emaillebilder mindestens sechs bis zehn Mal gebrannt und im heißen Zustand weiterbearbeitet werden, bis sie die gewünschte Wirkung in kräftigen oder zart pastellenen Farbtönen und Lichteffekte erhalten. Die Steg-Emailletechnik verleiht ihnen Kontur.

Er habe auch Stammkunden, die bereits mehrere Emaillebilder von ihm haben, so Gläser, der sich seit über 20 Jahren mit Emaillekunst beschäftigt. Das Gros seiner Werke möchte er einer freien Stiftung im Dresdner Raum nächstes Jahr übereignen, die diese bewahrt und weiterhin zeigt. Ihn und seine Frau verbindet schon lange die Liebe zur Kunst. „Sie ist meine beste Ratgeberin für die Emaillebilder“, so Gläser. Für ihre filigranen Specksteinfiguren schleift Karin Gläser viel mit Säge und Feile, bis aus dem spröden, runden oder eckigen Material eine weibliche Figur, die sich erdbraun an den ungeschliffenen Stein schmiegt, ein Paar, das umeinander ringt oder ein Vogel mit dunkel, moosgrünem Gefieder zum Vorschein kommen.

Außerdem zeigt Günter Gläser seine Emaillebilder wieder gemeinsam mit Malerei von Isolde Ziegenbalg, einer gelernten Porzellanmalerin bei der Veranstaltung „Kunst geht in Radebeuler Gärten“ am 1. und 2. Juni, jeweils 13 bis 18 Uhr.
Unter dem Motto: „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ein Geheimnis und das Heute das Leben“, freut Günter Gläser sich wieder auf viele kunstfreudige Besucher.

Text + Fotos (lv)

www.Kunst-offen-in-sachsen.de
http://www.bilder-aus-dem-ofen.de


Die Liebe zur Kunst, Natur und Reisen verbindet Karin und Günter Gläser seit vielen Jahren. Mit ihren Werken möchten sie Optimismus und Lebensfreude verbreiten. Die Gartenarbeit hält sie außerdem vital. Sie freuen sich auf viele Besucher zu „Kunst: offen in Sachsen“ am 18. und 19. Mai und bei „Kunst geht in Radebeuler Gärten“ am 1. und 2. Juni.

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Hereinspaziert in die Ateliers! Kunst: offen in Sachsen feiert 20-jähriges Jubiläum

12 Sonntag Mai 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Zwischenmenschliches

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Formreicher Figurenreigen vor Naturkulisse

Zum 20. Mal öffnen in diesem Jahr 134 Künstler sachsenweit ihre Ateliers zu Pfingsten vom 18. bis 20. Mai. Der Initiator und Bildhauer Olaf Klepzig lädt zur Jubiläumsveranstaltung am 14. Mai in sein Freiluftatelier in Rabenau ein.

Durch das offene Scheunentor sieht man wie in einem Bilderrahmen
eine wundersame Figurenwelt. Stehende, kauernde, ruhende, tanzende, sich umarmende und einzelne Skulpturen aus Stein und Holz sind dort versammelt zu einem ausdrucksvollen Reigen auf der wild blühenden Wiese, umgeben von alten Obstbäumen und Tannen und Vogelgezwitscher. Grazile, wohlgeformte Körperformen, zarte und kraftvolle, empor wachsende, pflanzliche und figürliche Stelen und Reliefs stehen neben noch unbehauenen Steinen und zersägten Baumstämmen im Freiluftatelier von Olaf Klepzig in Rabenau auf der Förstereistraße 8.

Im Areal der ehemaligen Försterei hat er seit 2007 sein Atelier in einem der ältesten Scheunengebäude in Rabenau eingerichtet. Die Jahreszahl 1680 steht über dem Hoftor. Im Hof stehen ebenfalls Skulpturen von ihm wie Wächter rings um die alten  Fachwerkgebäude in Privatbesitz. Das Scheunengebäude steht ihm für die künstlerische Arbeit zur Verfügung. Gerade hat Klepzig seine „Diona“, eine himmelblaue Frauengestalt aus patinierter Bronze ins Freiluftatelier geholt, die als Gespielin des griechischen Gottes Dionysos für Wein und Fruchtbarkeit, Genuss und Lebensfreude steht. Hinter einem holz- und silberfarbenen Mondtor erheben sich außerdem auf einem Steinhügel kleine Paarfiguren und eine Steinlaterne nach japanischer Tradition. Die Natürlichkeit und Einfachheit, so Klepzug, faszinieren ihn an dieser Gartenkunst. An der Scheunenwand hängen Plakate aller „Kunst: offen in Sachsen“-Aktionen eingerahmt. Das allererste Plakat ist schon verblichen von der Sonne. Die neuen Plakate leuchten kräftig weinrot mit Landkarte der Orte und einem Verzeichnis der Künstler mit ihren Schaffensstätten.

Dieses Jahr locken bereits zum 20. Mal sachsenweit offene Kunstorte zu Pfingsten vom 18. bis 20. Mai. Insgesamt 134 Künstlerinnen und Künstler öffnen ihre Ateliers für Besucher, die Kunstwerke unmittelbar an ihrem Entstehungsort anschauen können, Einblicke in ihr Schaffen erhalten und natürlich auch Kunst erwerben können. „Beim ersten Mal 2005 waren 75 Künstler dabei. Dieses Projekt bringt Kunstgenießer und Kunstschaffende zusammen“, sagt Olaf Klepzig, rühriger Initiator und Vorsitzender des „Kunst: offen in Sachsen“ e.V. Er ist tätig als Kunstpädagoge und arbeitet seit 2002 freischaffend als Bildhauer, Maler und Gestalter in Rabenau. Anfangs hatte er bei den „offenen Ateliers“ in Dresden mitgemacht. Doch der Weg mit den schweren Plastiken war ihm zu weit, daher suchte Klepzig nach einer Möglichkeit, auch für Künstler auf dem Land etwas gemeinsam zu veranstalten. Zumal nicht alle eine Galerie für ihre Arbeiten haben.

Die Idee der offenen Ateliers stammt urprünglich aus Schweden und in Mecklenburg gab es das Kunstprojekt schon fünf Jahre vorher, bevor es in Sachsen losging. Beim Künstlerbund Dresden bekam er die Kontakte zu anderen Künstlern und er holte einen kleinen Tourismusverein im Tharandter Wald mit ins Boot im ersten Jahr. Die Mittel waren jedoch auf dieses Gebiet begrenzt, das Kunstprojekt sollte aber sachsenweit stattfinden, so Klepzig, so dass der Atelier-Verein mit rund 15 Mitgliedern vieles allein stemmen muss und auf Spendenmittel und helfende Hände angewiesen ist für Werbung, Webseite, Gestaltung, Druck und Verteilung der Plakate und Flyer. Seit dem dritten Jahr sind alle Kunstsparten vertreten und neben Bildenden Künstlern auch Musiker, Tänzer und Autoren in den Ateliers und Spielstätten zu erleben. „Den meisten Zuspruch hatte das zehnte ,Kunst: offen in Sachsen` 2014 mit 245 Ateliers, in denen über 300 Künstler etwas zeigten“, so Klepzig. Im Schnitt kämen 60 Besucher pro Atelier.

„Die Tendenz ist leider so, dass immer weniger Menschen etwas anfassen wollen in Vereinen, da es auch Zeit und Arbeit bedeutet. Man muss mit Liebe dabei sein und der Verein auch etwas für sich machen als Anreiz, damit man nicht nur gibt, sondern auch Energie bekommt“, so Olaf Klepzig.

Zur Jubiläumsveranstaltung am 14. Mai, genau an dem Tag des ersten „Kunst: offen in Sachsen“ lädt er von 13 bis 17 Uhr langjährige und neue Kunstfreunde und Interessierte ins Freiluftatelier in Rabenau zum Feiern und Austausch ein. Es gibt auch eine Tanz- und Musikperformance „Im Rausch der Sinne“ mit den Künstlern Sabine Jordan und Johannes Doschew aus Dresden.

Nächstes Jahr, nach dem 21. „Kunst: offen in Sachsen“ möchte Olaf Klepzig sein Ehrenamt als Vereinsvorsitzender gern an Jüngere weitergeben, damit es weitergeht. „Das muss kein Künstler sein, doch jemand, der sich für Kunst interessiert, organisiert und bei dem die Fäden zusammenlaufen“, hofft der 61-Jährige. „Für das 20. Atelierfest wünsche ich mir viel Beteiligung aller Künste und viele Besucher zu Pfingsten und schönes Wetter.“

Text + Fotos (lv)

Das komplette Programm von „Kunst: offen in Sachsen“ steht unter http://www.kunst-offen-in-sachsen.de


Viel zu sehen und entdecken gibt es auch rings um das Atelier von Bildhauer Olaf Klepzig in Rabenau, dem Initiator von „Kunst: offen in Sachsen“.

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Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul

08 Mittwoch Mai 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Immer wieder Neues zu entdecken: Sohn André und Vater Ralf Uhlig schauen gegenseitig ihre Arbeiten an und tauschen sich über künstlerische Techniken aus.

Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig
Malen und Zeichnen um des Lebens willen

Vater und Sohn Uhlig teilen ihre Leidenschaft für die Kunst, haben gemeinsame und eigene Projekte und jeder längst seine eigene, besondere Handschrift gefunden.

Durch die großen Fenster sieht man Wände voller Bilder. Farbige Zeichnungen, Grafiken und Skizzenblätter mit Landschaften am Wasser, in den Weinbergen und im Gebirge in warmen und erdigen Farben. Eine große Harlekin-Bleistiftfigur schaut einen verschmitzt an. Gleich daneben lehnt an der Wand eine neue Ölskizze, darauf ragt eine weiße Windmühle mit rotem Dach und kreisenden Flügeln am wolkenschweren Himmel. Fehlt nur noch Don Quixote, der gegen die Windmühlenflügel ankämpfende verwegene Ritter von der traurigen Gestalt. Ein Stück weiter biegt auf einer Farbskizze eine nostalgische Straßenbahn um die Ecke inmitten einer malerischen Häusergasse in Lissabon. Dort war André Uhlig vor kurzem. Zwei Wochen war er in Portugal unterwegs, wanderte an der portugiesischen Küste entlang mit Rucksack, Zelt und Malblock.

Vor der Bilderwand sitzt Ralf Uhlig, ebenfalls Maler und Grafiker. Neben ihm sein Sohn André, der seinen charismatisch schwarzen Wanderhut trägt. Auf einem langen Tisch in der Raummitte liegen seine neuesten grafischen Arbeiten. Beide betrachten gerade eine Druckplatte mit einer Schar fliegender Krähen über einem Feld. „Früher befand sich hier der Speiseraum der Fleischerei Schiefner mit Laden“, erzählt André Uhlig. Vorher war in dem Haus in der Neue Straße 18 in Radebeul in den 1960er Jahren eine Drogerie, in der ein Mann mit Holzbein stand, den Kinder neugierig gern aufsuchten und manchmal Streiche spielten, weiß André Uhlig vom Hörensagen. Neben der Tür im Atelierraum ist noch die Durchreiche für die Essenausgabe der einstigen Fleischerei hinter dem hellen Vorhang zu sehen. In dem Raum steht jetzt die große Tiefdruckpresse. Daneben ist eine gemütliche Sitzecke mit Sofa, Sitzplostern und Tisch mit Weingläsern für Atelierbesucher und Kursteilnehmer eingerichtet. Dort stehen auch ein CD-Regal und ein Plattenspieler mit Schallplattensammlung und am Fenster eine kleine Druckpresse. André Uhlig ist nicht nur ein leidenschaftlicher Zeichner und Grafiker, sondern auch begeisterter Musiker. Er singt und spielt Gitarre in der Band „Novikents“.

An der Hausfassade hängt ein Schild der Ateliergemeinschaft von André Uhlig und Birgit Köhler mit den Zeichen- und Druckkursen und Wochenend-Malkursen. Seit 2010 teilt sich Uhlig das Atelier mit der Theatermalerin, die schon länger dort tätig ist. Zusammen bieten sie jährlich eine Sommermalreise für Erwachsene auf dem Daarß an. Der Tiefdruckkurs donnerstags, 18 Uhr steht auch für neue Interessenten offen. Es gibt auch einen Kurs für Jugendliche zum Malen, Zeichnen und Drucken montags um 16 Uhr, in dem auch noch einige Plätze frei sind und den derzeit vier Mädchen regelmäßig besuchen. „Ein Atelier zu finden ist schwer heutzutage“, sagt Ralf Uhlig. Er hat seines seit vielen Jahren im Elternhaus der Familie im Dachgeschoss. Zu DDR-Zeiten hatten viele junge Künstler in alten Ställen und Fabrikgemäuern Atelierräume. „Jetzt wird jeder Zentimeter in Altkötzschenbroda genutzt und viele ehemalige Fabriken wurden schon abgerissen“, so André Uhlig. „Die Kunst fliegt zuerst raus leider. Es ist immer dasselbe Lied, dass verfallene Städte Künstler beleben und aufwerten dürfen und wenn es läuft, müssen sie raus aus den Räumen.“ Was für ihn ein gutes Bild ausmacht? „Man muss das immer hinterfragen und aussortieren. Gut ist es, wenn man in den Grafikschrank schaut, ob es vor dem eigenen Auge besteht. Manchmal hilft mir meine Frau dabei“, sagt Ralf Uhlig. Wenn er gefragt wird ob er mit 76 Jahren noch malt, antwortet er: „Wenn ich noch etwas Interessantes im Kopf habe und wenn es gute Käufer gibt.“

Man malt auch um des Lebens willen und damit verbunden zu sein, habe ihm sein Lehrer, der Künstler Dieter Beirich beigebracht. Ralf Uhlig unterrichtet immer noch in zwei Malzirkeln, einer besteht noch aus Zeiten Beirichs donnerstags, 18 Uhr im Weißen Haus und einer für Senioren mittwochs, 10 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul. Im Winter haben sie Aquarelldrucke gemacht mit immer wieder anderen Effekten. Ab Mai gehen sie wieder Plenair malen in die Natur. „Je älter man wird, um so lockerer versucht man zu werden, z.B. wenn man Aquarelle mit Tusche malt, da muss man sehr schnell sein“, so Uhlig. „Hand und Schulter müssen locker sein beim Zeichnen und der Kopf frei.“ Es sei auch wieder Aktzeichnen geplant im Atelier bei André Uhlig.

In seinem Skizzenbuch, so der Sohn, stehen auch Notizen zu Farben, Stimmungen und Bewegungsstrukturen. Beide schauen selbstkritisch und mit dem Blick des anderen auf ihre Arbeiten und tauschen sich über künstlerische Techniken aus. „Man sieht immer neue Sachen. Das ist das Schöne am künstlerischen Schaffen, dass es nie aufhört“, so André Uhlig. Ralf Uhlig will mit seiner Frau dieses Jahr nach Albanien reisen, da dort noch wenig Tourismus herrsche. André Uhlig will im August einige Tage in der Böhmischen Schweiz auf den Spuren von Caspar David Friedrich zusammen mit den Künstlern Hans Wutzler und Ramona Sonntag und tschechischen Kollegen wandern und zeichnen und die entstehenden Arbeiten ausstellen. Ralf Uhlig öffnet wieder seinen Garten innerhalb der Veranstaltung „Kunst geht in Gärten“, bei der die Bilder einfallsreich platziert im Grünen im Mittelpunkt stehen sollten, so sein Anspruch. Die nächste Ausstellung von André Uhlig ist im Sommer im Weingut Aust in Radebeul und weitere Arbeiten zeigt er im Juli im Heimatmuseum Schellerhau. Vielleicht klappt es ja auch einmal mit einer gemeinsamen Werkschau von Ralf und André Uhlig, die jeder längst ihre eigene, besondere Handschrift gefunden haben.

Text + Fotos (lv)

http://www.andreuhlig.de
http://www.ralfuhlig-malerradebeul.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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