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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Ausstellung von Anita Rempe & Maleah Gilbert in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau

16 Mittwoch Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Unterwegs

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Flirrendes Spiel der Farben & Formen: die Künstlerinnen Anita Rempe & Maleah Gilbert vor einem Waldbild in ihrer Ausstellung in den Heimatstuben Schellerhau. Foto: privat

Zauberhafte Waldlandschaften

Farbenfreudige Malerei und Zeichnungen von Anita Rempe und Maleah Gilbert sind derzeit in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau im Osterzgebirge zu sehen.

Viele Waldbilder und Landschaften, gesäumt von Bäumen auf Wiesen, Feldern und am Wasser in lichtvoll flirrenden Gelb-, Grün- und Blautönen, sind in dieser Ausstellung der Malerin und Grafikerin Anita Rempe versammelt. In faszinierendem Farben- und Formenspiel von Licht und Schatten, mal konkret, linear, getupft und gesprenkelt und mal nur schemenhaft angedeutet, verwischen die Grenzen von Raum und Zeit, Ruhe und Bewegung, taucht man ganz in den Moment mit aller Fülle ein. Die Betrachter werden mal tief ins Waldesinnere, ins Dickicht geführt, mal auf sonnendurchflutete Lichtungen mit farbfunkelnden Baumstämmen und an Teich- und Uferlandschaften.

Über einer Waldansicht in warmen Farbtönen fliegen Kraniche. Natürlich hat Anita Rempe sie dort nicht wirklich gesehen. Wenn es die im Erzgebirge geben sollte, dann wird es Landunter sein und sind sie Vorboten von Klimawandel?, fragt die Künstlerin mit diesem Bild. Ihre Ölbilder und Zeichnungen mit Tusche und Kohle auf Papier sind zumeist in unmittelbare Nähe zum Ausstellungsort im Erzgebirge entstanden. Der Wald steht als Sinnbild für Ruhe, Entspannung, er lockt zum Spazierengehen und Wandern. In der Kunst und Literatur ist der Wald ein Symbol für Romantik, ein Ort voller Zauber, Geheimnisse, Sehnsucht und Geborgenheit, aber auch ein Zufluchtsort für Menschen und wilde Tiere leben dort versteckt im Schutz des Dickichts im Wald.

Ein neues Wald-Bild von Anita Rempe zeigt Rotkäppchen und den Wolf. Er steht abwartend vor ihr wie sie. Rotkäppchen ist das Unheimliche, die nicht sichtbare Angst und Gefahr, die man überwinden kann, so die Künstlerin. Anita Rempe ist gern im erzgebirgischen Dunkelwald unterwegs, der magisch und zauberhaft ist wie ihre Bilder. Das mal ruhige Fließen, Innehalten, dann wieder lebhafte Pulsieren in ihren Farblandschaften spiegelt auch die Suche nach einem eigenen, ihr gemäßen Schaffens- und Lebensryhtmus wider. Es hilft ihr auch, Schönes noch klarer zu sehen. Die Kräfte bündeln, dann kommt auch die Energie, dass es weitergeht, so lautet die Devise der 58-jährigen.

Seit 2013 wohnt und arbeitet Anita Rempe als freischaffende Künstlerin im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen in ihrem Atelier- und Wohnhaus mit urwüchsig wundervollem Garten. Sie hat ein Diplom für Gebrauchsgrafik und Illustration, arbeitete als freie Trickfilmzeichnerin für Fernseh- und Filmproduktionen und ist tätig als ausgebildete Kunsttherapeutin u.a. in der Kinderarche Sachsen in einem Projekt in Seyde im Erzgebirge. Sie malt meist im Freien vor ihrem Haus oder an der nahen Elbe. Anita Rempe hat zu ihrer Ausstellung außerdem Maleah Gilbert eingeladen, einen Raum mit ihren Bildern zu hängen. Sie ist 17 Jahre jung, macht zurzeit ihr Abitur am Evangelischen Kreuzgymnasium in Dresden und möchte gern einen künstlerischen Beruf künftig ausüben. Sie ist talentiert und hat auch schon etwas vorzuweisen. Maleah zeigt ca. 20 Zeichnungen und Illustrationen im Format 20 x 20 Zentimeter und einige farbige, größere Bilder. Darunter Figürliches, Porträts, ein Mädchen mit schmerzerfülltem, nach unten gerichteten Blick im schwarzen Kleid mit weißem Kragen in einer Kirche, hinter ihr eine steinerne Figur in klösterlichem Gewand.

Ganz anders, fröhlich-fantasievoll und farbenfroh ein Bild mit einer Szene aus dem bekannten Buch Alice im Wunderland, in der das Mädchen im roten Kleid und langem Haar auf einem rotierenden Zifferblatt mit Uhrzeiger schwebt, zusammen mit dem weißen Kaninchen mit roter Halskrause, Spielkarten fliegen umher, ein Schlüssel, eine überschwappende Kaffeetasse, Teller und Rosenblätter. Auf einem anderen Blatt sprießen prächtige rote Rosen aus einem Topf, umgeben von Dornen und dunkelroten Farbspritzern vor sepiafarbenem Hintergrund. Verletzliche Schönheit. Schönes und Bedrohliches nah beieinander. Die Farbschwünge erinnern auch an Kalligraphie, mit der sich Maleah schon beschäftigt hat, auch mit chinesischen Schriftzeichen. Sie hatte als kleines Kind schon einen Sinn für Piktogramme und malte mit Stöcken im Sand im Waldkindergarten. Später kamen Katzenbilder und menschliche Porträts hinzu und die positive Resonanz von Betrachtern motivierte sie zu weiterem Ausprobieren. Farbenfreude und Ausdrucksvielfalt ebenso wie ein ganz eigener, wundersam Alltägliches verwandelnder Blick auf die Natur und das Leben verbindet die beiden Bildermalerinnen. Die Ausstellung ist noch bis 29. Dezember in den Heimatstuben Schellerhau zu sehen.

Text (lv)

Geöffnet: Sonntags 14 bis 17 Uhr sowie nach telegf. Vereinbarung (0160 – 9984 2786)

http://www.galerie-schellerhau.de

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Atelierbesuch bei Danny Hermann in Tharandt

11 Freitag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Zwischenmenschliches

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Farbintensiv, oft witzig skurril bis düsterkomisch ist die Bilderwelt des jungen Künstlers Danny Hermann. Seine neuesten Arbeiten zeigt er in der derzeitigen Ausstellung „Home, Sweet Home“ in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, in Radebeul. Geöffnet: Sa + So von 14 bis 18 Uhr.

Die Schönheit und Abgründe der modernen Welt

Reales und Fantastisches fließen farbreich und oft skurril zusammen in der Malerei von Danny Hermann, der gerade von Dresden nach Tharandt umgezogen ist und als Waldameisenheger etwas für den Umweltschutz tut. Seine neuesten Arbeiten sind derzeit in der Ausstellung „Home, Sweet Home“ in der Galerie mit Weitblick“, Obere Bergstraße 13, in Radebeul zu sehen.

Neben den Umzugskisten stehen die Leinwände, auf der Staffelei ein Bild. „Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich die Kirche und die Burgruine. Hier habe ich die Malmotive direkt vor der Tür“, sagt Danny Hermann. Er ist 33 Jahre jung und gerade von Dresden nach Tharandt umgezogen. „In Dresden ist mir zu viel los. Ich habe das Familiäre vermisst und ich brauche die Natur und Ruhe zum Malen.“

Er kommt vom Land. In der Nähe seines Heimatortes Netzschkau im Vogtland in Elsterberg steht auch eine Burgruine, die ihn schon immer faszinierte und daher stammt auch seine Liebe zum Mittelalter und zu Musik aus dieser Zeit. Gemalt hat Danny Hermann schon als Kind gern. „Meine Eltern standen immer hinter mir und so konnte ich anfangen, meinen Traum als Künstler zu leben.“ Sie besuchten mit ihm Ausstellungen und Schaffensorte der Künstler wie das Geburtshaus von Picasso in Barcelona, einem seiner großen Vorbilder. Während seines Kunststudiums brachte sein Vater, der Fensterbauer war, mit dem Auto Bilder von Danny Hermann in eine Galerie nach Florenz. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung als Mediengestalter, arbeitete im Bereich der Kreativwirtschaft und studierte an der Dresdner Kunsthochschule, erwarb 2016 sein Diplom als Bildender Künstler und war danach Meisterschüler bei Professor Ralf Kerbach bis 2019.

Danny Hermann hat 13 Jahre in Dresden gelebt in der Pirnaischen Vorstadt nahe der Hochschule und der Carolabrücke, die nun halb eingestürzt in der Elbe liegt, von wo man auch einen guten Blick auf die Altstadt hatte. Nach dem Studium wohnte er zusammen mit seiner Freundin in Gorbitz. Die neue Dachgeschosswohnung in Tharandt sei schon teurer als in Dresden, doch dafür haben sie nun mehr Platz auf insgesamt 74 Quadratmetern. Und beide haben ein eigenes Atelier. Die Bilder lagern auf dem Dachboden. Hinter dem weißen Wohngebäude an der Dresdner Straße erheben sich Felsen und Wald. Der Bahnhof ist nahe und damit eine gute Anbindung gegeben. „Wir wollen, wenn es geht, dauerhaft hier bleiben“, so Hermann. Seine Freundin Mandy Hegewald arbeitet als Grafikdesignerin und auch als Künstlerin, sie malt vorwiegend Landschaften und Tiere. In Danny Hermanns figürlicher Malerei fließen Reales und Fantastisches farbreich expressiv zusammen. Auf den ersten Blick wirken seine Bilder oft skurril, geheimnisvoll bis düster komisch. Bei näherem Hinsehen entdeckt man viele Bezüge zur heutigen Zeit.

Die Schätze der Gegenwart und Schönheit am Abgrund zeigen die Arbeiten in der derzeitigen Ausstellung „Home Sweet Home“ von Danny Hermann in der Galerie mit Weitblick in Radebeul, Obere Bergstraße 13 noch bis 22. Dezember. Die Wochenendgalerie unterhalb der Weinberge hat sonnnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Da thront in einem Bild ein Rabe in seinem Nest voll Müll, abstruse Plastikgewächse wuchern. Ein Mann wie ein Außerirdischer in Raumanzug, mit Erdkugelhelm, Schutzbrille und Gasmaske steht vor einem riesigen Pilz, ein anderer steckt in einer Zwangsjacke. Der Himmel ist für VIP`s reserviert, die Hölle steht allen offen in diesen ironisch und symbolreich auf die Welt blickenden Szenarien, in denen Mensch und Natur sich immer fremder werden. In seinen Bildern setzt Danny Hermann sich eindrucksvoll mit Social Media, digitalen Welten, künstlicher Intelligenz (KI), Natur und Umweltschutz auseinander. Zu seinen Anregern und Vorbildern zählt er neben Ralf Kerbach auch Wolfgang Petrick, ein Berliner Künstler, außerdem Edvard Munch und Marianne von Werefkin.

Danny Hermann ist außerdem ausgebildeter, ehrenamtlicher Waldameisenheger. Er zeigt eine Urkunde von einem Seminar der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und der Ameisenschutzwarte LV Sachsen e.V. aus diesem Jahr. Schon drei Rettungsumsiedlungen, bei denen die Nestbauten von Waldameisen umgesetzt werden an sichere Orte, führte Danny Hermann in Dresden und Umgebung durch. Schon von kleinauf interessieren ihn Insekten, Käfer, Schnecken. Warum gerade diese Kleinstlebewesen? „Vielleicht weil sie so wenig Beachtung finden“, so Hermann. „Ohne Waldameisen sterben irgendwann die Wälder, da sie die Borkenkäfer fressen und Samen verstreuen im Wald.“ Solch ein Ameisenstaat wäre auch mal ein interessantes Bildmotiv.

“Ich will nicht nur zu diesen Themen malen, sondern selber etwas aktiv zum Umweltschutz tun“, sagt Danny Hermann. Er möchte „mit der Kunst etwas bewirken, etwas Bleibendes schaffen und für künftige Generationen hinterlassen.“  Nächsten Sommer will er mit seiner Freundin zelten fahren nach Usedom, mit Malblock und Farben in der Natur, zwei Wochen komplett ohne Technik sein. Im neuen Atelier werden bald Bilder von der Burgruine und dem Tharandter Wald in Herbst- und Winterfarben entstehen. Außerdem sind zwei Ausstellungen geplant im „Urban Schidd“ in der Dresdner Neustadt und in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden im kommenden Jahr.

Text + Fotos (lv)

http://www.dannyhermann.de

Bilder voller Symbolik, Ausdruckskraft und grotesker Komik, die Denkanstöße geben wollen über eine Gegenwart, in der sich Mensch und Natur immer fremder werden, digitale Welten und KI auf dem Vormarsch sind. Galeristin und Künstlerin Dorothee Kuhbandner, hier bei der Ausstellungseröffnung im September, freut sich über diese besondere Ausstellung des ambitionierten, jungen Künstlers Danny Hermann.


„Der Hirte“, das Titelbild der Ausstellung von Danny Hermann in Radebeul und nach seinem Umzug von Dresden in seinem neuen Atelier in Tharandt.

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Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Zauberhafter Ort zum Malen: Die Künstlerin Anita Rempe in ihrem Bilderreich, in einem urigen alten Gebäude mit urwüchsigem Garten nahe der Elbe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen.

Mit Rotkäppchen im Zauberwald der Farben

Urwüchsig, traumhaft und real zugleich wie ihre Bilderwelt wohnt und arbeitet die Künstlerin Anita Rempe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen.

Die Sonne malt Lichtflecken auf die Hauswand. Eine nostalgische, silbern rote Boie hängt am Hauseingang. Hinter hohen Sträuchern und alten Bäumen steht das Atelier- und Wohnhaus der Malerin und Grafikerin Anita Rempe im einstigen Fischerdorf Gauernitz bei Meißen. Urige, verträumte und schön wieder hergerichtete Häuser, erbaut um 1825, stehen dort. Eine kleine Brücke führt über den Grundbach zu ihrem Haus, umgeben von einem urwüchsigen Garten. Ein Tor aus Schilfrohr öffnet sich wie in eine andere Welt.

Anita Rempe malt meist draußen im Hof an der Staffelei mit Wasser und Ölfarbe. Apfelbäume und ein Nussbaum stehen da, ein großes Vogelhaus im Garten und überall Sitzecken. Ein zauberhafter Ort wie geschaffen zum Malen.
Viele Bilder mit Wald und Landschaften hängen und stehen im Erd- und Obergeschoss ihres Ateliers mit Holzbalkendecke. Die Farben flirren und sind oft verwischt wie aus dem Zugfenster gesehen. Sie haben mit Emotionen, verinnender Zeit, Ruhe und Bewegung zu tun. Ein neues Bild mit Rotkäppchen und dem Wolf im Wald  mit allen Farbschattierungen lehnt da. Er steht vor ihr, abwartend wie sie. „Rotkäppchen ist das Unheimliche, nicht sichtbare Angst und Gefahr, die man überwinden kann“, sagt Anita Rempe. Sie sitzt inmitten ihrer Bilder auf der Ateliertreppe, das rötliche Haar zum Zopf geflochten, trägt ein schwarzes langes Kleid mit weißen Blüten am Saum und rote Schuhe.

Das Rotkäppchen-Bild wird bald bei dem Jazzmusiker Hartmut Dorschner in seinem Kunsthaus in Bärenstein hängen. Als nächstes malt sie einen Fliegenpilz mit roter Kappe. Anita Rempe ist gern auch im erzgebirgischen Dunkelwald unterwegs, der magisch und geheimnisvoll ist wie ihre Bilder. In Schellerhau hat sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten auch ein Haus, ihr zweites Zuhause.
Ein Porträt zeigt ihn im Fellmantel, mit Hut und Tuba, er ist Hobbymusiker und Mediziner. Aus der Bilderwand ragt außerdem ein Bildnis von ihrem Sohn Ferdinand heraus aus der Beziehung mit dem Künstler Markus Retzlaff. Der Sohn ist jetzt 27 Jahre, Technomusiker in einem Club und wird Arzt.

Eine gemeinsame Ausstellung von Anita Rempe und Markus Retzlaff ist nächstes Jahr im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul geplant. Darauf freut sie sich sehr. Zurzeit sind dort von ihr farbfunkelnde Ansichten der Weinhänge und Kohlezeichnungen auf Papier in der Sonderausstellung „Inspiration Hoflößnitz“, die während eines Plenairs zusammen mit zehn Künstlern im Jubiläumsjahr des Museums entstanden, zu sehen. Sie zeichnet auch gern mit Tusche und Bleistift die Landschaft und Boote an der Elbe, die in der Nähe ihres Grundstücks fließt. Das brachte Anita Rempe den Beinamen „Wassermalerin“ ein. Sie malt figürlich, konkret und abstrakt. “Ich halte bewusst nicht an der Form fest. Bin immer ein bisschen ein
Entdecker“, sagt Anita Rempe. Darin fühlt sie sich dem Künstler Max Ernst nahe. „Er hat viel Unterschiedliches gemacht in der Ausdrucksweise.“ Außerdem mag sie Arbeiten von Anselm Kiefer und David Hockney. Obwohl ihre Bilder gar nichts mit ihnen zu tun haben. Außerdem schätzt sie Theodor Rosenhauer sehr, „Er ist für mich der größte Künstler.“ Seit 2013 wohnt und arbeitet Anita Rempe als freischaffende Künstlerin in Gauernitz. Sie hat ein Diplom für Gebrauchsgrafik und Illustration, arbeitete als freie Trickfilmzeichnerin für Fernseh- und Filmproduktionen und ist tätig als ausgebildete Kunsttherapeutin u.a. in der Kinderarche Sachsen in einem Projekt in Seyde im Erzgebirge. Die Kunst hilft ihr auch persönliche Schicksalsschläge zu verarbeiten wie im Bild „Zusammenbruch“  von 2020, das ein einstürzendes Haus im Erzgebrige zeigt und das die Stadt Radebeul für ihre Kunstsammlung kaufte. Vor zwei Jahren erkrankte Anita Rempe plötzlich körperlich, brach in ihr etwas zusammen und sie bewegt sich seitdem mit Gehhilfen. Es hilft ihr auch, Schönes noch klarer zu sehen. „Die Kräfte bündeln, dann kommt auch die Energie, dass es weitergeht“, so die Devise der 58-jährigen. Anita Rempe hat den Weintaler für das diesjährige Herbst- und Weinfest in Radebeul gestaltet.

Zurzeit bereitet sie ihre nächste Ausstellung mit Malerei und Zeichnungen zusammen mit der jungen Künstlerin Maleah Gilbert vor, die in der Galerie & Museum in den Heimatstuben Schellerhau am 6. Oktober, 16 Uhr eröffnet.

Text + Foto (lv)

http://www.anitarempe.de

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Atelierbesuch bei der Malerin Angela Hampel in Dresden

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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In ihrem Garten-Atelier in Struppen inmitten der Natur malt Angela Hampel gern Aquarelle und Tuschezeichnungen, darunter zum Thema „Laokoon“, dem griechischen Seher und Mahner, der vor den Kriegern im Trojanischen Pferd warnte und dafür von den Göttern bestraft wurde. Der Bilder-Zyklus soll auch in einer großen Ausstellung von ihr zum 800-jährigen Stadtjubiläum im nächsten Jahr in ihrer Heimatstadt Kamenz zu sehen sein. Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Im Garten mit Grünspecht und vielen neuen Tuschezeichnungen

Die Malerin und Grafikerin Angela Hampel zieht sich vom Großstadtlärm gern in ihr Bauernhaus mit alten Obstbäumen und Streuobstwiese in Struppen zurück. Hier ist auch schon ein Garten-Buch von ihr entstanden.

Immer wieder tauchen sie gestaltreich auf in den Bildern von Angela Hampel. Frauen, Paare und die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Manchmal wächst ihnen ein Geweih oder Flügel. Der Narr mit weißem Kopfverband und Halskrause. Ein Rabe hält oder umklammert eine kleine weiße Echse. Kreatürliches aller Art und mythologische Figuren treffen farbkräftig lodernd, lustvoll, leidenschaftlich, innig umarmend, oder abweisend, zornig und ironisch aufeinander in den oft großformatigen Leinwänden, Zeichnungen mit schwarzer Tusche und sibirischer Kreide bis zu keramischen Objekten. Auf der Staffelei in ihrem Dresdner Atelier steht ein älteres Ölbild, an dem Angela Hampel Feinheiten in der Körperhaltung ändern will. Es zeigt eine archaische gelbe Figur, eine Jägerin mit Pfeil und Bogen, die eine Hand um ein rotes wildes Tier hält, das mit dunklen Wunden Schutz suchend an ihr lehnt. Leben, Tod, Schönes und Verletzliches sind oft nah beeinander in ihren Bildern.

Es spiegelt die zwei Teile in unserer Seele, Liebe, Mitgefühl und Kampf und Gewalt, sagt Angela Hampel, Malerin, Grafikerin und Objektkünstlerin. Der Körper der Jägerin ist blau und rot gefleckt und kennzeichnet den Übergang von einer Gestalt zur anderen. Es zeige nicht immer Blut. Sie liebt Rot als Farbe. „Die menschliche Figur im Umlauf der Zeit interessiert mich vor allem und es muss etwas mit mir zu tun haben“, sagt Angela Hampel, die zu den herausragendsten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum zählt. Eine neue große Tuschezeichnung in dunklen und hellen Farbtönen hängt an der Wand. Eine Frauengestalt, in deren lang herabfallendem schwarzen Haar der Schädel eines Tigers auftaucht. Das Blatt mit dem Titel „Spiel“ wird noch gedruckt und mit weiteren Arbeiten von ihr bei der nächsten Leipziger Grafikbörse im September zu sehen sein.

Seit 2004 lebt und arbeitet Angela Hampel in ihrer Atelierwohnung in einem schönen alten Gründerzeithaus, um 1900 erbaut in der Dresdner Südvorstadt. Ein lichtvoller, gläserner Fahrstuhl führt hinauf und ist auch gut für den Bildertransport. Vier Räume inklusive ein Lagerraum für ihre Arbeiten gibt es hier. Wände voller Bilder und viele Bücherregale. Sie sei ja eine Sammlerin und hat viel  mitgebracht, Andenken von ihren Reisen in alle Welt. Ob die Ostsee, die Bretagne in Frankreich oder die Berge, Afrika, Alaska, Nord- und Südamerika. Die Malerin hat zehn Jahre lang als Bergsteigerin hohe Berge erklommen, in Nepal und den Mustak Atta in Tibet, mit 7 600 Metern ihr höchster Berg. Als Kind war sie mit den Großeltern oft im Riesengebirge unterwegs. “Das ist alles in mir drin und mein Fundus, aus dem ich schöpfe.“

Gleich neben dem Atelier ist ein Wintergarten voller Grünpflanzen und eine Sitzbank. Am Wochenende und manchmal auch in der Woche zieht es sie in ein kleines Bauernhaus mit Fachwerk, Atelierraum und Garten in Struppen in der Sächsischen Schweiz, das sie seit Anfang der 90er Jahre hat und sie und ihr Lebensgefährte Torsten Leupold, der in der Grafikwerkstatt Dresden arbeitet und viele ihrer Arbeiten druckt, im Bestand erhalten haben. Das Haus stammt von 1842, hat eine hellgelbe Fassade und drei Weinstöcke am Haus. Ihr Refugium. „Das ist ein Ort für sich, wildromantisch mit einer Streuobstwiese und alten Obstbäumen, hauptsächlich Äpfel und zwei großen Nussbäumen“, erzählt sie. Vögel seien leider nicht mehr so viele da. Spatzen und Meisen tummeln sich dort. „Wir freuen uns immer, wenn wir mal einen Grünspecht oder Gartenrotschwänzchen sehen.. Immerhin haben sie wieder gebrütet.“ In ihrem Gartenatelier malt sie Aquarelle und probiert Angela Hampel viel mit Material aus wie für ihre Serie „Aschebilder“,  gezeichnet mit Ruß aus verbrannten, wurmstichigen Baumstämmen oder mit Beize für ihren gerade entstehenden Bilderzyklus aus erdbraunen Zeichnungen zu „Laokoon“, jenem Priester und Seher aus der griechischen Antike, der die Krieger im Trojanischen Pferd vorhersah, vor ihnen warnte und von den Göttern bestraft und durch Schlangen totgebissen wurde.

Sie arbeitet seit vielen Jahren künstlerisch zu großen Frauenfiguren wie Kassandra, die auch Seherin war, Medea, Salome und Penthesilea. „Das Thema interessiert mich und ist so aktuell, dass Seher immer noch bestraft werden, die von der Hauptmeinung abweichen“, sagt Angela Hampel. Zu der Bilderserie wurde sie angeregt von einer Figurengruppe mit Laokoon und seinen zwei Söhnen, die im Innenhof des Kamenzer Rathauses steht.

Zum 800-jährigen Stadtjubiläum nächstes Jahr ist eine große Ausstellung mit Bildern der 67-jährigen bekannten Künstlerin im Lessingmuseum in ihrer Heimatstadt geplant. Ein Falter, ein Tagpfauenauge flattert aufgeregt am Atelierfenster auf und ab. Angela Hampel nimmt ihn behutsam in die Hand und lässt ihn hinaus fliegen. Es ist auch bereits ein Buch „Im Garten“ mit Tuschezeichnungen und Gedichten von ihr erschienen, ein weiteres „Am Fluss“ zu Dresden und „Am Stein“ rund um Kamenz, alle im Eigenverlag herausgebracht und bestellbar über die Galerie Mitte in Dresden. Im Sommer erschien ein neues Buch mit Zeichnungen von Angela Hampel zu Gedichten der sorbischen Dichterin Roza Domascyna. Im Sächsischen Bergsteigerbund  ist sie noch immer Mitglied, auch wenn die Künstlerin gesundheitsbedingt keine Klettertouren mehr unternehmen kann. Gerade hat sie eine Ausstellung für die Irmgard-Uhlig-Stiftung mit Werken der bekannten Bergmalerin organisiert zusammen mit ihrem Kollegen Steffen Milde, die in der Radfahrerkirche in Wehlen zu sehen sind.

Text (lv)

http://www.angelahampel.de

 

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Atelierbesuch bei Steffen Fischer zu seiner Ausstellung „Rollenspiele“ in der Galerie Kunst & Eros Dresden

11 Mittwoch Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Im Atelier bei..., Lebensart, Zwischenmenschliches

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Von Lust & Tanz & Kampf der Geschlechter: Kunst, die die Sinne reizt, sich reibt und einmischt in gesellschaftliche Themen und hilft, lebendig und jung zu bleiben. Diesem Anspruch stellen sich der Künstler Steffen Fischer und die Galeristin Janett Noack in der neuen Ausstellung „Rollenspiele“ in der Galerie Kunst & Eros. Die Rede hielt Karin Weber, die mit ihrer Galerie Mitte am Donnerstag 40-jähriges Jubiläum feiert. Das Jazztrio Dresden begleitete klangreich die Ausstellungseröffnung.

Verführerisches Spiel der Gegensätze

Um Liebe und Macht geht es farbreich, lustvoll ironisch und direkt in der Ausstellung „Rollenpiele“ von Steffen Fischer in der Dresdner Galerie Kunst & Eros. Die Bilder entstanden in seinem Atelier- und Wohnhaus in Dürröhrsdorf-Dittersbach.

Eine Frau in rotem Kleid und schwarzem Haar wirbelt zwischen Leidenschaft und Schmerz umher. Eine andere steht von Schmetterlingen umschwirrt hüllenlos da. Die nächste trägt Blüten im Haar, ein türkisblaues Trägerkleid und unter dem lächelnden Gesicht und Arm mit dem schwarzen Glacéhandschuh blitzt eine Pistole hervor. Ein paar Bilder hängen noch an den weiß gestrichenen Wänden in der Scheune, die als Lagerraum und Freiluftatelier zugleich dient auf dem Hof von Steffen Fischer in Dürröhrsdorf-Dittersbach.

Seine neuesten Arbeiten, Malerei, Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle, sind zurzeit in einer großen Einzelausstellung mit dem Titel „Rollenspiele“  in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15, in Dresden bis Mitte November zu sehen. Fischer ist bekannt für seine expressive figürliche Malerei, die sich immer mit Themen der  Gegenwart und zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt und gehört zu den herausragenden zeitgenössischen Künstlern in Sachsen. Im Mittelpunkt seiner Bilder steht das verführerische Spiel um Liebe und Macht. Die vielen Facetten von Weiblich- und Männlichkeit, der Tanz und Kampf der Geschlechter, Gegensätze und Gemeinsamkeiten prallen lustvoll ironisch, deftig, unverblümt, direkt mit allen Reizen und Konflikten im menschlichen Umgang farbkräftig aufeinander in der Ausstellung von Steffen Fischer. Das Titelplakat zeigt ein Tango-Paar. In einem Galerieraum hängen Tanzbilder. Flamencotänzerinnen mit feurigroten, hochfliegenden Röcken und ein nachtblaues Paar beim „Tango noir“. Seine Tochter ist eine Flamenca, sie tanzt in der Freizeit. Er selbst tanzte in jungen Jahren gern zu wilder Punkmusik.

Zu diesem Tanzbilder-Zyklus kam Fischer durch die Auseinandersetzung mit dem Stierkampf. „Es ist ein archaischer Kult, bei dem es um Macht, Stärke und Unterwerfung geht, der ursprünglich aus Argentinien stammt und dann nach Spanien kam.“ Fischer hat Tanzfilme angeschaut. Ihn fasziniert der Widerspruch zwischen Tanz und wie eingefrorener Bewegung in den Bildern. Im Spiel mit Farbe und Linien fließen Energie umd Emotionen in sehr sinnlich weiblichen und lebendigen Körperausdruck zusammen. Gesten, das Zusammenspiel der Körper und beim Tango auch das Rollenspiel erzählen viel über Verführung, Hingabe, Führen und Folgen, Umgarnen und Verbundensein. Das goßformatige Titelbild der Ausstellung hat Fischer frei nach Picasso gemalt. Es zeigt ein Stillleben mit nackten Damen, zu deren Füßen statt einer Melone ein Soldatenhelm und Pistole auf weißem Tuch liegen. Er nennt das Acrylbild „Studie über die Anatomie im Leben bestimmter Frauen, Les Demoiselles d`Avignon“. Es geht dabei um den Mensch als Konsument, Körper als Ware und die Frage: Was ist der wahre Mensch?

Steffen Fischer nimmt in seinen Bildern reiz- und spannungsvoll Geschlechterrollen-Klischees und männliche Überlegenheitsfantasien auf die Schippe. „Ständig geht es um Gewinnen und Verlieren. Daraus resultiert der Wettbewerb und Kampf“, beobachtet der Künstler. „Die Frage Krieg oder Frieden geht bei den Geschlechtern, Mann und Frau los. Wenn man keine Gewalt anwenden will, muss man andere Umgangsformen suchen.“ Der Urkonflikt der Macht lasse sich nur lösen, indem Menschen sich auch schwach und verletzlich zeigen. Die Sehnsucht und Suche nach Ganzheit und Verschmelzung der Gegensätze des Männlich-Weiblichen auf einer neuen, produktiven Ebene auf Augenhöhe beschäftigen Steffen Fischer schon seit seinem Studium an der Dresdner Kunsthochschule von 1977 bis `82. Nahegebracht habe ihm diese Dinge die Künstlerin Angela Hampel und in der Zeit entstanden auch einige gemeinsame Arbeiten.

Der Maler, Grafiker und Installationskünstler Steffen Fischer wurde 1954 in Dohna bei Dresden geboren und ist gelernter Offsetdrucker. Seit 1983 arbeitet er freischaffend als Künstler. Von 1993 bis `98 hatte er einen Lehrauftrag als künstlerischer Assistent bei den Professoren Horlbeck und Weidensdorfer an der HfBK in Dresden. Dort hatte er auch sein Atelier. „Das war meine Rettung und am Wochenende haben wir das Landhaus mit Gehilfen in Dürröhrsdorf ausgebaut“, so Fischer. Anfang der 90er Jahre verlor er sein Atelier auf der Lößnitzstraße in Dresden, nach der Mieterhöhung als Gewerberaum von einem Moment zum anderen auf 500 DM. Seit 1997 hat Steffen Fischer sein Atelier- und Wohnhaus in einem ehemaligen Bauerngehöft in Dürröhrsdorf-Dittersbach. In der Scheune malt er im Sommer oft, in der kalten Jahreszeit dann im Dachatelier mit Holzbalkendecke. Im Haus gibt es auch eine Ferienwohnung. Auf dem Hof wohnt außerdem ein Musikerpaar. Einmal im Jahr veranstalten sie dort zusammen mit Steffen Fischer ein Konzert und steht die Bilder-Scheune offen. Das nächste Mal am 12. September, um 19.30 Uhr. „Mehr als 50 Besucher passen leider nicht rein. Es ist schon ausverkauft“, so der Maler.

Im Garten mit vielen Blumen steht ein Nussbaum und in der Nähe eine stattliche, 250-jährige Eiche. „Die hat viel Kraft, wenn der Wind drin liegt in den Riesenwipfeln, klingt das gigantisch und beeindruckend“, so Fischer. Fast wäre sie gefällt worden, da eine Straße dort entlang führt am Feld und Äste herunterfallen könnten. „Doch da kam noch nie etwas herunter. Wir haben uns geeinigt mit dem Nachbar, der Äste verschnitten haben wollte und gesagt, der Baum ist heilig und schützt uns, weil er Sauerstoff produziert.“ Gezeichnet hat Fischer die Eiche noch nicht. Er sei kein Landschafts-, sondern mehr ein Kabinettmaler, wo alles nah, voller Figuren und Formen sei und die Geschehnisse im Vordergrund stehen. Manchml verbinden sich aber Natur und Figürliches bei ihm wie im Bild „Den Tieren lauschen…“, das ein Mädchen neben einem Vogel und einen Stier auf der Wiese sitzend zeigt und auch in der Ausstellung „Rollenspiele“ zu sehen ist.

Text + Fotos (lv)

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Ausstellungseröffnung „Rollenspiele“ von Steffen Fischer in der Galerie Kunst & Eros

04 Mittwoch Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Steffen Fischer: »Studie zur besonderen Rolle der Anatomie im Leben bestimmter Frauen- eine Hommage an Picassos Les Demoiselles d´Avignon«, Pastell auf Leinwand, 2024, Ausschnitt

STEFFEN FISCHER »Rollenspiele«

Malerei & Zeichnung

  1. September bis 23. November 2024

Vernissage am Donnerstag, 05. September 2024 · Beginn 19 Uhr

Begrüßung: Janett Noack, Galeristin
Einführende Worte: Karin Weber, Kunsthistorikerin

Musik: »JAZZTRIO DRESDEN« mit Roger Tietke Saxophon/ Sounds, Moritz Töpfer Piano/ Synthesizer & Michael Gramm Drums

Herzliche Einladung zur Ausstellung »ROLLENSPIELE« mit dem Künstler
STEFFEN FISCHER
am Donnerstag, den 05. September 2024, um 19 Uhr in der Galerie kunst & eros. Der Künstler ist anwesend.

Steffen Fischer ist ein wichtiger Vertreter unserer Sächsischen Kunstlandschaft, der unbedingt mit neuen Werken in einer Personalausstellung präsentiert werden muss.

Er zeigt uns in dieser Ausstellung eine Vielzahl von aktuellen Zeichnungen, Pastellen, Aquarellen und Malerei. Der Künstler ist bekannt durch seine extrovertierte Bildsprache. Sein zentrales Thema sind Männer und Frauen in ihrer sexuellen Beziehung. Dabei gelingt es ihm, das tradierte Rollenverständnis von Mann und Frau aufzuheben. In seine Zeichnungen lässt er seinen provokativen, voyeuristischen Rausch fließen. Unermüdlich und in Ekstase fordernd reagieren Farben mit der Linie und lassen den Zufall erzählen…

Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen der »15. Cocktailnacht im Barockviertel Dresden« statt. Es wird an diesem Abend in unserer Kunstpasssage der Galerie eine musikalische Performance mit dem bekannten »JAZZTRIO DRESDEN« besonderer Art geben.

Wir laden Sie herzlich ein und überraschen alle Gäste mit unserer Cocktailkreation.

Text + Fotos: Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

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Ausstellung „Feurige Farben“ mit Emaillebildern von Günter Gläser in der Kunstscheune Altnaundorf & Ponyhof

24 Samstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Uriger Kulturort: Die Kunstscheune Altnaundorf in Radebeul mit Ponyhof, Töpferei & Keramikwerkstatt von Familie Nicolaus.
Gutbesucht war die Ausstellungseröffnung „Feurige Farben“ des Radebeuler Emaillekünstlers Günter Gläser. Seine Bilder sind im Kunststall zu sehen.
In der Kunstscheune hängen Arbeiten von Amray und Matthias Berlt aus Cottbus.

Farbfeurige Bilder in urwüchsigem Ambiente

Stimmungsreiche Emaillekunst zeigt der Radebeuler Günter Gläser derzeit im Kunststall, einem neuen Veranstaltungsraum der Kunstscheune in Altnaundorf.

Mohnblüten und Sonnenblumen leuchten farbkräftig. Wiesenblumen, Heilpflanzen, Kürbisse, Weintrauben und die ersten Herbstblätter kreiseln und schwelgen in der Stimmung des Moments und spiegeln das „Fliegende Jahr“, so ein Bildtitel. Zauber und Fülle, Vergänglichkeit und Wandel in der Natur wie im Leben fließen eindrucksvoll zusammen in den Emaillebildern von Günter Gläser in seiner derzeitigen Ausstellung “Feurige Farben“ im Kunststall, einem weiteren Veranstaltungsraum der Kunstscheune Altnaundorf 6 in Radebeul.

Dort zeigt der 89-jährige Künstler seine leuchtend farbige Malerei auf  Kupfer, die gut passt in das urwüchsige Ambiente des früheren Bauernhofes. Den haben Daniel und Kerstin Nicolaus 1998 erworben und liebevoll saniert mit Fachwerkwohnhaus von 1822 für die Familie mit sieben Kindern und einigen Ferienwohnungen. Viel Blühendes und wilder Wein rankt wie eine Girlande in der Luft und an den Gebäudewänden auf dem Bauernhof. Eine Holzbank unter einem Baum lädt die Besucher zum Verweilen ein. In einem Freigehege gackern Hühner und im Stall schauen zwei Hasen die Kinder an. Im Kunststall zeigt Gläser seine Blumenstillleben und Landschaften, die Radebeuler Weinberge im Herbst, weite Himmel, Sonnenaufgänge im Gebirge und Traumberge.

Im Titelbild der Ausstellung „Gezähmtes Feuer“ sind tanzende, helle und verglühende Flammen, gebändigte und entfesselte Naturkräfte nah beieinander wie im Bild „Vulkanausbruch“ und gleich daneben hoch wirbelnde Wasserstrudel zu sehen. Die Bilder werden im Ofen gebrannt bei ca. 760 Grad, die verschiedenen Farbtöne fein abgestuft im Brand, wodurch sie ihre faszinierende Farbkraft erhalten. Die Bildmotive sind aus mehrteiligen Kupferplatten in filigraner Stegtechnik aufgetragen und zusammengefügt, so dass sie plastisch wirken.

Rund 360 Bilder in der heutzutage seltenen Emaille-Bildkunst hat Gläser in den letzten 23 Jahren geschaffen. Ihn reizt dabei die Verbindung von Kunst und Technik. Die Schönheit der Natur, Lebensfreude und Optimismus strahlen seine Bilder aus, die er unbeirrt von allen Schwierigkeiten im Leben, dem Betrachter weitergeben möchte. Im hinteren Scheunengebäude ist außerdem eine Ausstellung mit dem Titel „Zwei Seelen auf der ganzen Welt“ mit farbenfroher, konkreter und abstrakter Malerei, Porträts, Früchte-Stillleben und lustigen Tierbildern von Amray und Matthias Berlt, zwei Künstlern aus Cottbus zu sehen. Seit 2015 gibt es die „Kunstscheune“ in Altnaundorf als Ausstellungsort für moderne Malerei.  Ingesamt 36 Veranstaltungen finden hier jährlich statt, so Daniel Nicolaus, darunter Ausstellungen, Autorenlesungen, Konzerte bis zu Filmabenden von Pfingsten bis Oktober. Alles eintrittfrei.

Seit fünf Jahren bekommt Nicolaus jährlich eine kleine Förderung für Projekte in der  „Kunstscheune“ vom Kulturamt Radebeul. Die kulturellen Angebote werden mitfinanziert aus dem Verkauf von Kaffee, Kuchen und Wein bei Veranstaltungen wie zum Dorffest 880 Jahre Altnaundorf unlängst. In der Woche sind Nicolaus, seine Frau und ihre Mitarbeiter mit dem Ponyhof beschäftigt, zu dem acht Tiere gehören und 7,5 Hektar Grünland. Es wird auch eine Reit- und Hippotherapie für Kinder und Jugendliche mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen angeboten. „Zu den Einzelreitstunden kommen regelmäßig rund 80 Kinder. Wir haben auch eine Töpferei mit Keramikkursen, Aufbaukeramik und an der Töpferscheibe“, sagt Daniel Nicolaus, der eigentlich studierter Sänger ist und 25 Jahre im Opernchor der Landesbühnen Sachsen sang. Sein Herz schlägt weiter für Musik und Kunst als Veranstalter der „Kunstscheune“. Die Keramikkurse finden immer dienstags und mittwochs  ab 10.30 Uhr mit Anmeldung statt.

Daniel Nicolaus bietet auch Schülerpraktikas für junge Leute an, die einen pädagogischen oder landwirtschaftlichen Beruf erlernen möchten und alle, die Interesse haben mit Pferden zu arbeiten. Neben Kunstliebhabern kommen Feriengäste aus aller Welt zu ihnen auf den Bauernhof in Altnaundorf und um Dresden zu besuchen. Brasilianer, Chinesen, Griechen waren schon da, sagt Daniel Nicolaus.

Die Ausstellung „Feurige Farben“ von Günter Gläser ist noch bis 22. Dezember im Kunststall zu sehen, der ebenso wie die Kunstscheune in Altnaundorf immer sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Text + Fotos (lv)

http://www.altnaundorf.de


Ein prächtiger Sommerblumenstrauß wie die Blumenstillleben in der Ausstellung: Karin Gläser nach der Ausstellungseröffnung.

Beschwingte Klänge: Das Duo „Ein Gramm Glück“ mit den Musikern Karl Helbig (Saxofon) und Frieder Schmidt (Akkordeon) erfreute die Besucher mit fröhlich charmanter Kaffeehaus-Musik.

Glücklich über die neue Ausstellung in urwüchsigem Ambiente: Karin und Günter Gläser.


Der verfallene Bauernhof wurde von Familie Nicolaus detailgetreu und liebevoll saniert.
Pferdegetrappel vor der Kunstscheune: Der Ponyhof Nicolaus, gegründet im Juni 2005, bietet Reitunterrricht für Kinder von 2 bis 12 Jahren an und auch Reit- und Hippotherapie für Kinder und Jugendliche mit Handicap.

Daniel Nicolaus hat den alten Bauernhof in Altnaundorf mit seiner Familie zu neuem Leben erweckt. Die Pferde, viel Kunst & Musik & Töpferei gehören dazu. Im Kunststall finden auch Familienfeste, Firmenfeiern und Kurse bis zu 30 Personen statt.


Urlaub vom Alltag: Lilli Vostry, meinwortgarten-Inhaberin genießt die kleine Auszeit auf dem Ponyhof in Altnaundorf.


Daniel & Kerstin Nicolaus vpr ihrem urig gemütlichen Fachwerkhaus. Befragt nach einem Lebensmotto, das sie antreibt, zitiert er diesen Satz: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge…“ Kurt Marti
Man kann über vieles reden, was man machen könnte, auf das Tun kommt es an, das spornt Daniel Nicolaus immer wieder an.

 

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Ausstellung „Wunderhaft & Sonderschön“ in der Galerie „Art to Go“ in Dorfhain

23 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein Sammelsurium an nostalgischen, poetischen und geheimnisvollen Dingen & eine alte mechanische Schreibmaschine mit Papierband zum Hinterlassen der Eindrücke in der Ausstellung „Wunderhaft & Sonderschön“ in Dorfhain bei Freital.

Uriges Getier und menschliche Roboter

Ein Sammelsurium an natürlichen und künstlichen, seltsamen und seltenen Dingen zeigt derzeit die Ausstellung „Wunderhaft & Sonderschön“ mit Arbeiten von zwölf sächsischen Künstlerin in der Galerie „ArtToGo“ in Dorfhain.

Die Kunst strahlt in großen Lettern und vielen Farben bereits am Eingang der Ausstellung „Wunderhaft & Sonderschön“ – Fabelhaftes aus sächsischen Ateliers. Wortspielerisch, wundersam, sonderbar und besonders wie der Titel sind auch die Arbeiten von zwölf Künstlerinnen und Künstlern aus der Region in der Galerie ArtToGo der Georadostiftung in Dorfhain bei Freital.

Die opulente Schau versammelt Malerei, Grafik, Plastik, Objekte, Collagen, Assemblagen, Klanginstallation, Fotografie und Film. Ein Sammelsurium an nostalgischen, poetischen, wunderlichen, geheimnisvollen und modernen Dingen und Fundstücken in Setzkästen trifft da vieldeutig aufeinander. Rostiges neben Edlem, Morbides, Zartes, Zerbrechliches, Natürliches und Künstliches, Profanes und Seltenes. „Die Schau greift das Prinzip der Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance und des Barock auf. Je nach Sammelleidenschaft trugen Könige, Fürsten, aber auch wohlhabende Kaufleute Objekte unterschiedlichster Herkunft und Bestimmung zusammen und präsentierten diese in sogenannten Raritäten- oder Kuriositätenkabinetten, mit denen sie ihr Herrschaftswissen demonstrierten und ihr Weltbild zeigten nebst Staun- und Gruseleffekt für die Betrachter“, sagt Olaf Stoy, Künstler, Kurator und Betreiber der Galerie ArtToGo.

Davon inspiriert können die Besucher in der Ausstellung insgesamt neun Wunderkammern voller staunenswerter Objekte auf einem Rundgang gegen den Uhrzeigersinn und gegen den Strich gebürstet entdecken. In einer Glasvitrine stehen Salzstreuer gefüllt mit Meersand, Muscheln, Seesternen und winzigem Getier und an Zwirnsfäden schwebende Federn und weiße Papierschiffchen, die Gabi Meissner zusammenstellte. Um sie herum liegen „Steinaugen“ von Simone A. Deutsch, „Augenstein“ und „Stein der Weisen“ von Olaf Stoy und darüber sieht man ein uraltes, mit Bandagen umhülltes Nashorn, nachgebildet von Kristof Grunert. Die „Babysphinx“ mit Puppenkopf und weißer Kappe stammt auch von Stoy. Türme aus Holz voller ineinander geschachtelter Treppenstufen und Leitern und einen drehenden Plattenspieler samt Musikern zeigt der Bildende Künstler und Bandmusiker Markus Lange. An der Wand hängt eine alte mechanische Schreibmaschine, aus der ein meterlanges Papierband in die Höhe ragt, auf der die Besucher ihre Eindrücke eintippen können.

Da steht ein wie aus Dominosteinen zusammengesetzter menschlicher Roboter namens „Herbert Phrygge“ von Moritz Wippermann. Lichtbilder auf Glas, die einen Erdhügel, zwei einsame Rotweingläser auf dem Tisch und das Wetter von morgen zeigen, installierte Robert Quentin. Uriges Getier wie eine Muttersau, einen Pelikan in Bronze gegossen und eine schwarze, rabenähnliche Figur mit spitzem Schnabel formte aus  Gips Kristof Grunert. Blaue Vogelhäuser, eins davon in einem Käfig, ohne Gefiederte installierte Tobias Wolf in seinem „The B-E-R-D-Projekt“. Handgeknüpfte, wollene farbige Wandteppiche, mit denen ein altes Handwerk wieder auflebt, gestaltete die junge Künstlerin Nele Wippermann. Von ihr stammt auch das im Raum schwebende Hockerobjekt mit magischem Auge „Saurons Mutter“. Gegenüber ist eine kantige Konstruktion aus 13 gestapelten Metallplatten mit dem Titel „1 aus 13“ und die an ein Schiff erinnernde „Kleckerburg Olé“ von Robert Frenzel, Dozent für Theaterplastik an der Dresdner Kunsthochschule zu sehen. Per Knopfdruck bewegen sich die Installationen. “Das ist ein basisdemokratisches Modell. Sobald die Basis in Bewegung gerät, muss der Überbau reagieren, sonst bricht er zusammen“, sagt Olaf Stoy zu dem feinverstrebten Kunstobjekt. Davor stand auch schon der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

„Ich war überrascht von seinem Besuch und hättte nicht gedacht, dass er zur Kunst kommt“, so Stoy. Vorher sei er zu einer Bürgersprechstunde zusammen mit dem Landrat der Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge in Dorfhain gewesen. Kretschmer habe sich sehr interessiert gezeigt in der Ausstellung und schrieb ins Gästebuch, dass er sehr gern wiederkommt. Neben schräg bunten Vögeln sind in einer Vitrine Erinnerungen aus dem Familienfotoalbum von Annett Stoy, fröhlich-witzig inszenierte Szenen in Konservendosen „Am Meer“ und ein Bild als Reminiszenz an den großen Landschaftsmaler Caspar David Friedrich versammelt.

Die Ausstellung ist noch bis 20. September in der Galerie ArtToGo zu sehen. Hier gibt es außerdem ein Sommerkonzert mit Swing und Jazz mit dem Trio Nuages und Doublewood und Livepainting mit dem Maler und Grafiker Frank-Ole Haake am 24. August, 19 Uhr im Hof des Georado (bei schlechtem Wettter im Bistro).

Text + Fotos (lv)

Besuch der Ausstellung und Führungen (ab sechs Personen) sind nach Anmeldung per mail möglich an: post@georado.de

http://www.georado.de


„Ein basisdemokratisches Modell“, nennt Olaf Stoy das feinverstrebte Kunstobjekt von Robert Frenzel.


Inmitten seiner eigenen Arbeiten im Ausstellungsraum neben der Galerie ArtToGo: der Künstler Olaf Stoy.

Farb- und zeichenreich bemalte Fassade des Galeriegebäudes der Georado-Stiftung in Dorfhain.

 

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Bei der 7. Kunstmeile Laubegast locken in Galerien, Gärten & Sälen wieder Ausstellungen, Kunstcafés, Lesungen & Konzerte

16 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Spaziergang durch einhundert Jahre Bildende Kunst in Laubegast und Kleinzschachwitz

Bereits zum siebenten Mal öffnen Laubegaster Galerien, Geschäfte und Privatpersonen bei der Kunstmeile Laubegast für ein Wochenende am 17. und 18. August ihre Türen, Säle oder Gärten für kunstinteressierte und –neugierige besucher.

Diverse Ausstellungen zeigen Malereien, Grafiken, Fotografien, Collagen, Keramik und Kostümbilder, dazu gibt es Kunstcafés, Lesungen und kleine Konzerte. So lädt, um einige Beispiele zu nennen, die Galerie am Elbufer (Laubegaster Ufer 25a) ein zur „Spurensuche“ und zeigt „Einhundert Jahre Bildende Kunst in Laubegast und Kleinzschachwitz“ mit Werken 16 verschiedener Künstler wie Woldemar Winkler, Max Uhlig, Don Clanton, Evelyn Sonntag oder Wolfgang Kühne. Im Melli–Beese–Haus (Österreicher Str. 84) gibt es ebenfalls Kunst zu sehen u.a. von Evelyn und Bernd Sonntag, Eckhard Kempin und Christina Pfennig, sowie Lesungen mit Karla Kundisch oder Michael Meinicke. Zwei Konzerte (Samstag: Akkordenmusik, Sonntag: Gitarrenmusik) runden das Programm ab. Kindermalen und Café laden zum Verweilen ein.

Im flussaufwaerts–Saal (Laubegaster Ufer 29) zeigen in der Ausstellung „KOSTÜMBILDER“ elf Theaterschaffende ihre Kostümbildentwürfe und Konzeptionen. In den Räumen der Volkssolidarität (Volkhaus) am Laubegaster Ufer 22 gibt es Ausstellungen des Fotoclubs Laubegast und Malerei von LilAntje, dazu Kunstcafé und ein Konzert (Klavier und Klarinette). In der Galerie KirchGang (Christophoruskirche Laubegast) zeigen Katharina Probst und Rita Richter unter dem Titel „Frauen, Mütter und Madonnen“ Malerei und Grafik.

Text: Ximena León Pellegrin

Viele weitere Kunstmomente und das vollständige Programm stehen unter http://www.flussaufwaerts.de.

Termin: Samstag 17.8.24 und Sonntag 18.8.24 jeweils von 11 bis 18 Uhr
(Abweichende Öffnungszeiten werden vor Ort ausgewiesen)

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Zeitungslesen als Ereignis & Die Überwindung der Stallmauer. Eine Kunstaktion von Pfelder in Dresden

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein Blick in die Zeitung und zwei ins Leben

ZEITUNG ist eine temporäre Kunstinstallation von Pfelder im öffentlichen Raum in Dresden im Rahmen des Projektes In:vers – Die Überwindung der Stallmauer.

Eröffnung: Samstag, den 17.8.2024, 11 Uhr
Begrüßung: Dr. David Klein / Amtsleiter, Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden
Einführung: Susanne Altmann
Ort: Jorge–Gomondai–Platz, Dresden-Neustadt

Laufzeit: 19.8.–14.9.2024, täglich geöffnet außer sonntags
Finissage: Sa. 14.9.2024, 16 Uhr

ZEITUNG ist eine Intervention von Pfelder im Stadtraum von Dresden. In der zentralen Fußgängerzone (Hauptstraße) am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt ist ein Zeitungs-Kiosk aus Holz mit einem langen Tisch flankiert von zwei langen Sitzbänken aufgestellt. Die Installation steht auf einer hölzernen Plattform und ist durch ein schlichtes Dach vor Regen und Sonne geschützt.

Im Kiosk werden für die Dauer der Ausstellung täglich aktuelle internationale Tageszeitungen wie z.B. Le Figaro, Le Monde, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, NZZ, FAZ, Hürriyet, The New York Times, aber natürlich auch DNN und Sächsische Zeitung kostenlos zum Lesen vor Ort angeboten. Besucher können bequem am langen Tisch sitzend  und lesend das internationale Geschehen in der gedruckten Tagespresse verfolgen.

Das gemeinsame Zeitungslesen wird zum kommunikativen und sozialen Ereignis in der Öffentlichkeit. Multinationale Nutzer und Leser treffen sich am langen Tisch mitten in Dresden zum Lesen und vielleicht auch Diskutieren. Das analoge Lesen mit dem haptischen Erleben des Zeitungspapiers wird bewusst einer immer mehr digitalisierten Informationswelt entgegengestellt.

Der Kiosk wird von einer Person betreut, sämtliche Zeitungen werden als Auslage präsentiert und dem Publikum leihweise zum Lesen offeriert. Die Tageszeitungen werden aufbewahrt und archiviert. Am Ende des Projektes erhält man ein umfangreiches Archiv internationaler Pressestimmen über den Verlauf von vier Wochen.

In:vers – Die Überwindung der Stallmauer ist ein Projekt der Galerie Ursula Walter, gefördert von der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Mit freundlicher Unterstützung von wolf & tiger Tierarztpraxis.

GALERIE URSULA WALTER
Neustädter Markt 10, 01097 Dresden
Kontakt: 0152 53633619
mail@galerieursulawalter.de
www.galerieursulawalter.de

www.pfelder.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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