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meinwortgarten.com

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Kategorien-Archiv: Lebensart

BilderAlbum: Aktion „Kultur wählt Demokratie“ im Lipsiusbau der Dresdner Kunsthochschule

10 Samstag Aug 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Ein Blick in die Ausstellung „Kunst für Humanismus“ in der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Innerhalb der Aktionswoche im Lipsiusbau präsentierte sich dort auch die Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. Vis a vis zu den Installationen und Objekten versammelten sich die Statements von Bürgern, Kunst- und Kulturschaffenden und Politikern mit ihren Gedanken, warum ihnen die Demokratie am Herzen liegt.

In Kooperation mit Lisa Baier (Studentin an der HfBK Dresden), welche für die Werkschau „Kunst für Humanismus“ einen Open Call für Kunstwerke startete, wurden am 8. August von 15 – 17 Uhr fast 100 Statements zur Demokratie zusammen mit den eingereichten Kunstwerken präsentiert. Viele Dresdnerinnen und Dresdner sowie BesucherInnen der Stadt schauten bei der Ausstellung im Lipsiusbau vorbei und waren beeindruckt von der konzertierten Aktion. Zudem nutzen einige BesucherInnen die Möglichkeit, ihre Stimme zur Demokratie vor Ort abzugeben. Einsehen kann man die Statements auf: https://soziokultur-sachsen.de/kampagne-wir-sind-dabei

Noch ist unklar, wie es mit der Ausstellung weitergeht. Gewünscht ist es aber, diese auch in andere Orte weiterzutragen. In jedem Fall sind die Stimmen zur Demokratie als Bestandteil der Ausstellung integriert.

Gut wäre, wenn all die Stimmen, Ideen und Denkanstöße auch in lebhaften Austausch treten, weiter gesehen und gehört werden… Ein Podium gibt ihnen weiterhin der Verband für Soziokultur Sachsen e.V., der die Aktion „Kultur wählt Demokratie“ fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen – am 1. September – startete und auf dessen Webseite die Statements und Gesichter, die sich am Projekt beteiligten, sichtbar stehen.

Text (lv)
Infos + Fotos: Andrea Gaede

http://www.soziokultur-sachsen.de/kultur-waehlt-demokratie



Viele Stimmen bahnen den Weg: in der Ausstellung im Lipsiusbau lag auch das Statement von meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry zum Lesen. Siehe dazu auch den Beitrag zur Aktion „Kultur wählt Demokratie“ auf diesem Blog.

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Aktion „Kultur wählt Demokratie“ mit Ausstellung im Lipsiusbau der Dresdner Kunsthochschule

06 Dienstag Aug 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Kultur, Lebensart, Projekte

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Wie demokratisch ist die Kultur, Wie politisch die Kunst?

Im Rahmen der Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ sammelt der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zurzeit Stimmen. Die Statements und Fotos – Abgabeschluss ist am 7. August, 12 Uhr an news@soziokultur-Sachsen.de – werden am 8. August, von 15 bis 17 Uhr in einer öffentlichen Aktion im Lipsiusbau der Hoschschule für Bildende Künste Dresden gezeigt. Die Kampagne ruft dazu auf, den Slogan K U L T U R wählt D E M O K R A T I E in die Welt zu tragen, weiter zu denken und sichtbar zu machen.

Die Kampagne regt dazu an, sich mit den Themen Kultur und Demokratie auseinanderzusetzen und sich und andere dazu zu befragen.
Warum sind Sie Demokratin? Wie demokratisch ist die Kultur? Wie politisch ist die Kunst? Und wie lassen sich diese Fragen mit eigenen Aktionen und Dialogformaten untersetzen?

      • Dafür entsteht gemeinsam mit den Akteuren eine Kampagnen-Ideenbörse, die Ideen und Ansätze für Aktionen und Dialogformate sammeln und vorstellen wird – von der Podiumsdiskussion über den Kunstwettbewerb bis zum politischen Theater.
      • Mit der Postkarten-Aktion werden Postkarten mit Aussagen zur Demokratie zur Verfügung gestellt – zur Kunstfreiheit, zur Meinungsfreiheit, zum Demokratieprinzip, zum Gleichheitsrecht und zu den Grundrechten. Diese stehen ebenfalls digital kosten- und lizenzfrei zur Verfügung und können einfach gedruckt oder mit eigenen Aussagen zur Demokratie weiterentwickelt werden.
„…Kunst und Kultur haben nicht nur eine ästhetische Dimension, sondern waren und sind darüber hinaus immer politisch.
Sie haben der Gesellschaft mit ihren spezifischen Ausdrucksformen seit jeher den Spiegel vorgehalten und sich als Forum für die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen verstanden.“


Aus: Positionspapier des Deutschen Städtetages 2018

Der Demokratie Deine STIMME GEBEN! Über die Fotos scrollen/ anklicken und Stimmen zur Demokratie lesen.deine stimme zur demokratie Koepfe

GESICHT ZEIGEN! Mit deinem Foto für die Demokratie einstehen.

MITMACHEN!
Kampagnenbanner aufhängen, Demokratieprojekt starten,
Podiumsdiskussion organisieren, Postkarten-Aktion beginnen…

Deine Stimme sichtbar machen – Dein Gesicht zeigen!

„Deine STIMME zur DEMOKRATIE“ präsentieren wir am 8. August, von 15-17 Uhr, in der Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger und Kulturschaffenden ein, mit uns und den sächsischen Landtagsabgeordneten über Demokratie ins Gespräch zu kommen.

finger links In der Online-Maske kannst du:

          • ein Foto von Dir mit/ohne Kampgangen-Logo „KULTUR wählt DEMOKRATIE“ machen
            (Logo zum Ausdrucken gibt es hier: https://soziokultur-sachsen.de/kampagnen-material)
          • Deine Stimme zur Demokratie abgeben:  „Ich bin Demokrat/in, weil…“  oder  „Für mich ist Demokratie…“
            Mitinitiatorin der Aktion Anne Pallas vom Landesverband SoziokulturSachsen e.V.
            „Ich bin Demokratin, weil ich lieber zähe Debatten aushalte (oder mitgestalte), als einseitige autoritäre Entscheidungen fraglos hinnehmen zu müssen. Einfache Antworten gibt es in der Demokratie nicht, dafür aber eine Vielzahl an Lösungen, Lebensentwürfen und Möglichkeiten.“ Andrea Gaede, Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
  •                  
    „Ich bin Demokratin, denn Menschenrechte haben kein Geschlecht.“                         Mirjam Mager, Filmverband Sachsen e.V.

„Ich bin Demokratin, weil für mich als freie Journalistin die Ideen- und Meinungsvielfalt spannend und inspirierend und die Pressefreiheit von unschätzbarem Wert sind. Und weil ich Kulturgewächse in aller Fülle liebe.“ Lilli Vostry, Journalistin und Inhaberin des Blogs http://www.meinwortgarten.com

Kulturbüro Stimme-zur-Demokratie 01Markus Krebs Kultur lebt DemokratieStaatsministerin Dr. Eva-Maria Stange Foto Martin Förster Copyright SMWK Kampagne-KwDMühlstrasse 14 Stimme-zur-Demokratiekulturraum Kultur waehlt DemokratieSandro Teschner verrolltmeuhlstrasse14 stimmen demokratieWelt-Theater erhält Preis für kulturelle Bildung Dez. 2017 kwd

Postkarten-Aktion

 

WIR SIND DEMOKRATEN, weil …….

 

KAMPAGNE

„KULTUR wählt DEMOKRATIE“

 

„Deine Stimme zur Demokratie!“

 

Noch 5 Wochen bis zur Landtagswahl!

Alle reden über Demokratie. Aber was genau macht Demokratie eigentlich aus? Sind wir alle Demokraten und wenn ja, warum?

 Wir bitten Sie um Ihre Stimme zur Demokratie.

Ich bin Demokratin/in weil…  oder  Für mich ist Demokratie….

Weil Demokratie auch Gesichter braucht, bitten wir auch um ein Foto von Ihnen.

Unter diesem Link finden Sie bereits einige Beispiele https://soziokultur-sachsen.de/kampagne-wir-sind-dabei    

Wir sammeln im Rahmen der Kampagne KULTUR wählt DEMOKRATIE Ihre und viele weitere Stimmen zur Demokratie, die wir am 8. August, von 15 bis 17 Uhr in einer öffentlichen Aktion in der Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden präsentieren.

Die Präsentation findet im Rahmen der Aktionswoche „Kunst für Humanismus“ der Hochschule für Bildende Künste Dresden statt. Die Stimmen dienen als Grundlage für das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, Kunst- und Kulturschaffenden und den Landtagsabgeordneten aller Parteien, die ebenfalls alle um ein Statement zur Demokratie gebeten wurden.

Bitte mailen Sie uns bis 7.8. , 12 Uhr Ihr Statement und ihr Foto an news@soziokultur-sachsen.de

Herzliche Grüße und Vielen Dank!

Text: Anne Pallas und das Team des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

 Der Landesverband Soziokultur Sachsen kooperiert für diese Aktion mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Diese Aktion wird auch unterstützt von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

KAMPAGNE:
Alle Informationen unter: www.soziokultur-sachsen.de/kultur-waehlt-demokratie

Verfolgen und Posten unter: #kulturwaehltdemokratie

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG:

Mit der Einsendung Ihrer Stimme zur Demokratie und Ihrem Foto, erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung und Verwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Kampagne „Kultur wählt Demokratie“ des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. einverstanden.

HINWEIS:
Jede Stimme zählt. Nur Aussagen, die der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechen, lassen wir nicht zu!

 

LANDESVERBAND SOZIOKULTUR SACHSEN      www.soziokultur-sachsen.de

Servicestelle Inklusion im Kulturbereich           www.soziokultur-sachsen.de/service-inklusion

Servicestelle Kultur macht stark Sachsen          www.soziokultur-sachsen.de/service-kms

Alaunstraße 9 | 01099 Dresden I Tel.: 0351 802 17 66 |news@soziokultur-sachsen.de

Die Kampagne – KULTUR wählt DEMOKRATIE
Freie Digital- und Druckvorlagen für Banner, Rollups, Plakate, Postkarten, Sticker und mehr!

Mitmachen! Weiterentwickeln! Verbreiten! www.soziokultur-sachsen.de/kampagne

Hinweis zum Datenschutz:

Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und halten und behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie der Datenschutzerklärung des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V.

Förderhinweis:

Der Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und all seine Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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Neue Bücher: Die Welt mit Levis Augen sehen & Unhaltbare Zustände

31 Mittwoch Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Eine starke Geschichte: Carmen Buttjer lässt „Levi“ in ihrem gleichnamigen Debütroman Bilder für die Welt um sich herum finden, um mit dem Verlustschmerz umzugehen. Foto: Maria Dominika Vogt

Wie Levi seine Schatten besiegt

Mit einem besonderen Debütroman startet der Verlag Galiani Berlin ins  Herbstprogramm (mit dem der Verlag gleichzeitig seinen 10. Geburtstag feiert): Levi ist ein Buch, das eine eigenwillige Perspektive einnimmt und dabei eine sagenhafte Dynamik entwickelt – denn Carmen Buttjer erzählt Levis Geschichte durch die Augen ihres elfjährigen Protagonisten. Und was für eine Geschichte das ist!

Alles beginnt damit, dass Levi auf der Beerdigung seiner Mutter die Urne stiehlt und sich damit auf einem Hausdach mitten in der Stadt versteckt. Ein paar Stockwerke unter ihm wohnt sein Vater, aber nach der Sache mit der Urne kann er sich dort sowieso nicht mehr blicken lassen. In seinem provisorischen Lager unter der knallenden Sommersonne versucht Levi, mit der Trauer klar zu kommen, die ihm in den Knochen steckt.

Im Kampf mit dem Verlustschmerz sucht er sich ungleiche Verbündete, etwa den mysteriösen Vincent, der mit ihm Touren durch die Stadt unternimmt, oder Kolja, den Kioskbesitzer und ehemaligen Kriegsfotografen, der versucht, die Bilder aus seiner Vergangenheit mithilfe von Whisky vergessen zu machen. Und dann sind da noch die Tigerschatten, die zwischen den Dächern springen, Levi im Nacken sitzen und um die Urne streifen – derselbe Tiger, der seine Mutter getötet hat, davon ist Levi überzeugt, auch wenn er in letzter Zeit viel zu schnell erwachsen werden musste und es eigentlich besser weiß.

Äußerst selten begegnet man in Debütromanen so eigenwilligen Bildern, so glasklarem Stil und so starker erzählerischer Energie. Carmen Buttjer, die 1988 geboren wurde und in Berlin lebt, schreibt mit einer immensen Vorstellungskraft und lässt Levi Bilder für die Welt um sich herum finden, die alles um ein paar Grade lebendiger, intensiver machen.

Die Offenheit dieser so jungen Perspektive gelingt Buttjer dabei genauso wie eine ungezwungene literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Verlust und den den eigenwilligen Wegen, wie Menschen damit umgehen. Levi ist ein Großstadtroman, der sich wie ein Roadmovie anfühlt, und nicht zuletzt ein Buch über Familienbande, und wie schwierig und notwendig es ist, in den entscheidenden Momenten zusammenzufinden.

Übrigens: Die Buchpremiere von Levi feiern wir am 3. September, passenderweise über den Dächern Berlins, im Klunkerkranich in Neukölln, am 17. September liest Carmen Buttjer beim Debütantensalon des Harbourfront-Festivals in Hamburg, weitere Termine sind in Planung.

Text: Florian Ringwald

Verlag Galiani Berlin
Friedrichstraße 119
10117 Berlin


Wenn der äußere Schein bröckelt. Die Welt des Schaufensterdekorateurs Stettler gerät aus den Fugen im neuen Roman „Unhaltbare Zustände“ des Schweizer Schriftstellers Alain Claude Sulzer, der ebenfalls im Verlag Galiani Berlin im August erscheint. Foto: Lucia Hunziker

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt

Was bringt einen scheuen und zurückgezogen lebenden Menschen dazu, zum Äußersten zu gehen? Alain Claude Sulzer schickt in seinem neuen Roman Unhaltbare Zustände einen Schaufensterdekorateur namens Stettler auf die literarische Bühne, der privat und beruflich stets im Hintergrund steht. Umso prächtiger sind die von ihm gestalteten Schaufenster des Berner Edelkaufhauses, für die er seine Untergebenen allerdings auch gerne tüchtig knechtet. Trotzdem hat man von der ersten Seite des Buches an das dringende Bedürfnis, diesen knorrigen Eigenbrötler genauer kennen zu lernen. Schon früh ahnt man, dass er auf verlorenem Posten steht, und doch ist man auf seiner Seite.

Als der Chef ihm einen viel jüngeren Kollegen vor die Nase setzt, verfällt Stettler ins Grübeln: Soll er ersetzt werden? Ist seine Arbeit nicht mehr gut genug? Und er bemerkt, wie um ihn herum auf einmal alles ins Wanken gerät. Es sind die späten Sechziger, und das merkt man auch in der Schweiz: am Münsterturm hängt eines Morgens plötzlich eine Vietcong-Fahne, Studenten streiken auf Straßenbahnschienen. Stettler will mit alldem nichts zu tun haben. Aber er spürt: Er muss sich stellen.

Und einen Menschen gibt es in seinem Leben, dem er sich nahe fühlt: die Radiopianistin Lotte Zerbst, die ebenfalls sehr zurückgezogen lebt und der Stettler wunderbar zurückhaltende, bewundernde Briefe schreibt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zärtliche Freundschaft auf Papier. Als Lotte für ein Konzert nach Bern kommt, wollen sie sich endlich treffen. Doch es kommt anders …

Alain Claude Sulzer, „einer der stilsichersten, subtilsten und gleichzeitig eigenwilligsten Prosaautoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Die Welt) ist ein so einfühlsamer wie eleganter Roman gelungen über einen, der sich gegen den Wandel der Zeit stemmt und dabei untergeht; aber auch über Würde und Menschlichkeit – und den Moment, in dem die Ordnung kollabiert. Das Buch erscheint am 22. August.
Text: Florentine Schaub
Verlag Galiani Berlin
http://www.galiani.de
P.S. Nach Erscheinen der beiden Bücher im Buchhandel könnt Ihr dann auch die Rezensionen dazu auf mein meinwortgarten.com lesen.

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Fest der Poesie beim Palais Sommer

30 Dienstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

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Poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance

Zum Lauschen und Genießen sind Lyrik-Liebhaber am 31. Juli, um 20 Uhr auf der Wiese vor der Freilichtbühne am Japanischen Palais eingeladen. Eine Veranstaltung des Literaturforum Dresden in Kooperation mit dem Palais Sommer.

Palais.Poesie ist Kult und nicht mehr wegzudenken aus dem sommerlichen Kulturkalender in Dresden. Ein kleines Fest der Poesie im Barockgarten des Japanischen Palais und ein Höhepunkt des alljährlichen, eintrittfreien Palais Sommers (mit Veranstaltungen wie Konzerten, Freiluftkino und Yoga im Freien) noch bis 25. August zu erleben). Ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte und junge Dichter den wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörern im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Central Boom and Space mit Winterberg (electronics) und Mario Faust (Trompete und Sitar). Die Palais.Poesie 2019 wird moderiert von Volker Sielaff.

Auf der Open-Air-Bühne des Palais-Sommers lesen in diesem Jahr:

Lydia Daher,
1980 als Kind deutsch-libanesischer Eltern in Berlin geboren, ist Lyrikerin, Musikerin, Performerin und Produzentin. Sie experimentiert und kollaboriertinterdisziplinär und hat Auftritte auf Literatur- und Musikfestivals, in Clubs und Theaterhäusern. Höchste Zeit also für einen Auftritt beim Palaissommer! Das ARD-Magazin „druckfrisch“ über Daher: „Großer Pop! Große Poesie!“ Der Spiegel konstatiert: „Smarte, angriffslustige Verse!“ Und das Musikmagazin „Rolling Stone“ bescheinigt ihr ein „nicht im Kopf auszuhaltendes lyrisches Talent“. Frech, unverschämt und sinnlich sind die teils gesungen vorgetragenen Verse der Lydia Daher.

Lütfiye Güzel,
1972 in Duisburg geboren. Da sie 2018 der absolute Publikumsliebling des Festivals war, kommt sie in diesem Jahr noch einmal. Seit 2014 veröffentlicht die Autorin Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label, Go-Güzel-Publishing. Soeben ist dort ihr „Dreh-Buch“ erschienen: „Eine Regieanweisung und Kamerafahrt ins Unsagbare.“ Lütfiye Güzel leitet Poetry-Workshops an Schulen und Museen und schreibt im Vier-Wochen-Takt Essays für WDR 3. Mit Texten wie „Oh, no!“ und „hey! Anti-roman“ terrorisiert sie den grauen Alltag, melancholisch und ohne Umwege. Ihre Texte sind brutal direkt, auf Literaturagenten hat sie „keinen Bock“. 2014 erhielt sie den Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg, 2017 den Literaturpreis Ruhr.

Uwe Kolbe,
1957 in Ostberlin als Sohn eines Binnenschiffers geboren, ist zweifellos einer der bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Franz Fühmann war in den Siebzigern erster Mentor, Kolbes Gedichtband „Hineingeboren“, 1980 im Aufbau-Verlag erschienen, wurde zur literarischen Sensation, denn Kolbe hatte, mit der radikalen Subjektiviät seiner Verse, das Lebensgefühl einerganzen Generation getroffen. Dem Debüt folgten zahlreiche weitereGedichtbände, u.a. „Bornholm II“ (1986), „Vaterlandkanal“ (1990), „Vineta“ (1998), „Lietzenlieder“ (2012) und „Die sichtbaren Dinge“ (2019). Zusammen mit Bernd Wagner und Lothar Trolle hat Uwe Kolbe in den 80er Jahren die Untergrundzeitschrift „mikado“ herausgegeben, 1988 Übersiedlung nachHamburg, 1989 als Gastdozent in Austin / Texas. Auf seiner langen Veröffentlichungsliste stehen neben Gedichtbänden auch zahlreiche Romane und Sachbücher, so „Die Lüge“ (2014), ein Buch, das, so Michael Braun, „alle Heldenlegenden von ästhetischer Dissidenz in der DDR gründlich entzaubert“. Seit einem Jahr lebt Uwe Kolbe in Dresden.

Ulf Großmann,
1968 in Freiberg geboren, war viele Jahre Redakteur der Literatur- und Kunstzeitschrift „Ostragehege“, er debütierte 2017 mit dem Erzählungsband „Bescherung“. In diesem Jahr ist im Elif-Verlag sein Gedichtband „Nachtränder“ erschienen, dessen Verse sich durch eine „beharrliche Wahrhaftigkeit“ (Armin Steigenberger im Onlinemagazin „Signaturen“) auszeichnen. Als „versehrte Stimmen vom Rand, aus dem Abseits, jenseits farbiger, sauerstoffreicher Wohlfühl-, Reise- und Wellnesszonen“ bezeichnet die Lyrikerin Kerstin Becker in ihrem Nachwort zum Buch die Gedichte des Autors Ulf Großmann. Texte, die man auf sich wirken lassen, deren Bitterkeit man sich als Leser stellen muss. Ulf Großmann wurde auch als Herausgeber der Anthologie „Skeptische Zärtlichkeit – Junge deutschsprachige Lyrik“(zusammen mit Axel Helbig) bekannt. 2017 erhielt er den Kammweg-Förderpreis. Großmann lebt und arbeitet in Dresden.

Text: Literaturforum Dresden


Ulf Großmann I Foto: privat

Uwe Kolbe I Foto: Dirk Skiba

Lütfiye Güzel I Foto: 7brands

Lydia Daher I Foto: Gerald von Foris

Weitere Programm-Infos unter:

http://www.palaissommer.de

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Hereinspaziert zum 22. Scheune-Schaubuden-Sommer!

16 Dienstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz, Theater

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Ohrwürmer zum Träumen: Sängerin Inéz wird von einem skurrilen Instrumentarium wie einem knisternd-rauschenden Radio begleitet.
Haarsträubend komisch: Hair Brain parodiert die Hetzjagd des modernen Menschen nach Erfolg und Perfektion.

Mit viel Witz, Charme & Power bringen „Schubert Weniger Beach“ weibliche Rollenbilder zwischen Lust und Frust auf die Bühne.

Ausflug ins Wunderland mit Kaktus und Malomat

Jede Menge zum Wundern, Staunen und Träumen mit Künstlern aus aller Welt, darunter einigen faszinierenden Neuentdeckungen, lockt wieder beim diesjährigen Scheune-Schaubuden-Sommer noch bis Sonntag, den 21. Juni.

Bunte Regenschirm-Lampions schweben über den Buden. Eine fliegende Leuchtschlange beäugt mit lachender Miene und Knollennase aus luftiger Höhe die Besucher. Mit den Platzinstallationen und einem fantasiereichen Figurenkosmos verführen die Künstler Muriel Cornejo und César Olhagaray und Spacke die Besucher wieder zum Träumen, Staunen und Schmunzeln beim diesjährigen 22. Schaubuden-Sommer hinter dem Kulturzentrum Scheune auf der Alaunstraße in der Neustadt.

Elf Budennächte lang überraschen, verwundern, verblüffen und bezaubern Künstler, Komödianten, Körperakrobaten, Puppenspieler, Performer und Musiker aus aller Welt ihr Publikum wieder mit einzigartigen Aufführungen und laden ein, Neues zu entdecken (noch bis 21. Juli). Gespielt wird allabendlich ab 19 Uhr im Scheune-Saal, in den Buden, Zelten und Containern. Zwölf Vorstellungen stehen pro Abend zur Auswahl. Das Zelt vom „Kabaret Kalaschnikov“ ist schon proppevoll, also weiter zum nächsten. Im Le Grand Bleu mit Kronleuchter an der Zeltdecke sitzt das jung und alt buntgemischte Publikum auf Sitztreppen dicht beisammen und wird entführt ins „Inéz & Sammeltonium Wunderland“ (bis 18.7). Sängerin Inéz betört mit glockenklarer, sehnsuchtsvoller und leise ironischer Stimme, mit Ohrwürmern von Marlene Dietrich bis Zarah Leanders aus ihrem grünen Sessel und gedämpftem Licht auftauchend. Begleitet auf klangreich-skurrilen Instrumenten wie einem Stahlcello und Krückstock als Flöte von Jan Heinke und Demian Kappenstein an den Loops, Schlagzeug und drehendem Plattenteller mit Kaktus.

Nebenan im roten Zelt geht es haarsträubend komisch zur Sache mit Hair Brain aus Großbritannien und seinem „Carnival of Hellucinations“ (bis 17.7.). In gelbem Anzug und Wuschelmähne lacht, heult, grimassiert und parodiert er voll wild anarchischem Humor die Hetzjagd des modernen Menschen nach Erfolg und Perfektion. Mit geteilten Reaktionen: Die einen amüsierten sich großartig, andere verließen fluchtartig das Zelt. Sehr lebendig, frisch, witzig, intelligent und einfallsreich kam „Schubert Weniger Beach“, ein sensationsgeladenes Seifenoper-Musical auf die Bühne (bis 17.7.). Die drei Künstlerinnen Caroline Beach, Susan Schubert und Magdalena Weniger aus Deutschland und den USA lassen ihren Emotionen dramatischen Raum, kämpfen mit glibbrig klebender Glitzermasse an ihren Händen und mit weiblichen Rollenklischees in schnellem Kostümwechsel, akrobatischen Körperverrenkungen und absurden Wort-Sinn-Umdrehungen und Frage-Antwort-Spiel mit den Zuschauern. Bis sie keine Lust mehr haben und die Zuschauer frech-charmant hinauswerfen. Nicht ohne ihnen noch eine Broccoli-Rose am Ausgang zu überreichen.

Schön auch: In „Niemands Garten“ kann man wundersame kinetische Objekte von Anuschka Kilian-Buck anschauen. Und der Malomat von Anne Ibelings und anderen Illustratoren produziert in nur sieben Minuten eine colorierte Originalzeichnung zur Erinnerung an den Schaubudensommerabend.

Noch bis Sonntag zu erleben sind der Kanadier Johnny Filion als Mr. Sapiens, der als komisches Multitalent die Lachmuskeln des Publikums strapaziert (19. bis 21.7.), das Theater Matita aus Slowenien, die zu meditativ indischen Klängen witzig-berührend knöcherne Marionetten zum Leben erwecken. Das Cabaret The Metafiction von Utopia limited mit seiner absurd-komischen Narrenshow. Solange das Publikum Beifall klatscht, darf der gekürte Narrenkönig/in leben. „Die Gräfin und die goldige Lilith“, die über Schönheit, Tod, Sex, Dichtung und Politik plaudern. Mit ihren frech erotischen Liedern begeistert Stefanie Oberhoff als kettenrauchende Grand Dame, musikalisch begleitet von Lilith Becker (18. – 21.7.) Die Gräfin mit Zigarette und flottem Mundwerk haut mächtig auf den Putz, als einzige Puppe der Welt, die mit den Füßen Klavier spielen kann!
Muriel & César lassen Valparaiso und den Phönix-Vogel aus Feuer und Krisen immer wieder neu in ihrer bunten Bilderlandschaft auferstehen.

Im Programmheft steht auch noch Lutz Fleischer, Künstler, Anarchist, Genießer und geheimer Liebling des Platzes, der viele Jahre beim Schaubuden-Sommer seine Bude voll kurioser Kunstdinge öffnete. Kurz vor der Eröffnung erfuhren die Veranstalter von seinem Tod. Ein Bild erinnert an ihn, nahe der Bude, wo er sonst stand. An dem Platz ist dieses Jahr ein Porträtmaler.

Nach Mitternacht gibt`s jeden Abend Auftritte außergewöhnlicher Bands im Festival-Club für Nachtschwärmer und Tanzfreudige. Der Festival-Platz ist ab 18 Uhr geöffnet, Eintritt für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 3 Euro. Einige Schaubuden-Attraktionen sind bereits ab 1 Euro zu besichtigen. Einzelticket für eine Show: 5 Euro, Dreier-Ticket: 12 Euro.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de

„Niemands Garten“: eine stille Oase im Schaubuden-Sommer-Trubel. Hier kann man wundersame kleine Wesen entdecken, die sich mechanisch bewegen.

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Farbenfrohe Malerei auf Kupfer – Neuer Bildband von Günter Gläser

12 Freitag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Genießen, Lebensart

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Farbimpressionen aus dem Feuer

Die heute seltene Emaillekunst stellt ein neuer Bildband des Radebeuler Metallkünstlers Günter Gläser vor.

Eine Sommerlandschaft mit Mohnblüte. Lavendelfelder.
Sonnenblumen, Magnolien, Mandelblüten, Tulpen und zartes Wollgras entfalten ihre betörende Pracht. Linien und Formenspiel sind noch bewegter, fließender geworden in den neuen Emaillebildern von Günter Gläser.

Das hat gewiss auch mit der unruhigen, wechselvollen Gegenwart zu tun. Mit Hingabe und Experimentierfreude widmet sich der frühere, promovierte Ingenieur und Unternehmer aus Radebeul seit seiner Pensionierung seit  nunmehr 16 Jahren ganz der heutzutage seltenen und aufwendigen Emaillekunst. Seine leuchtend farbenfrohe Malerei auf Kupfer stellt ein neuer Bildband mit „Farbimpressionen aus dem Feuer“ des 84-jährigen Metallkünstlers vor, gerade erschienen in einer Auflage von 500 Stück im Notschriften-Verlag Radebeul und im Verlagsbuchladen auf der Bahnhofstraße 19 erhältlich.

Den Buchtitel ziert ein Blick auf den sonnigen Weinberg, mit weitem Blau und steinigen Treppen wie Lebensstufen. Für den Bildband wählte Gläser 111 Arbeiten aus, die einen Querschnitt seiner von 2007 bis 2019 entstandenen, insgesamt 240 Emaillebilder in opulent farbreichen Abbildungen zeigen. Reiseeindrücke aus dem Mittelmeerraum, wie fröhlich beschwingte Musikanten und Tanzpaare in bunten Trachten in den Gassen sowie die Reize und Vielfalt der Pflanzenwelt und Landschaften sind stimmungsvoll eingefangen und zugleich Sinnbilder für Werden, Wachsen, Wandel und verrinnende Lebenszeit. Landschaften und freie Motive aus dem Feuer mit symbolhaften Bildern und Reflexionen zur Gegenwart, in denen es um das Maßvolle und Ausbalancierte im Umgang mit der Natur geht.

Im Vorwort des Bildbandes erzählt Günter Gläser über seine Liebe zur Emaille und wie ein Emaillebild entsteht. Er ist immer noch oft im Atelier voller Ideen und Schaffensfreude, soweit seine Gesundheit es erlaubt. Ein Leitspruch von ihm lautet: „Frage nicht nach gelebten Jahren, aber erhalte dir die Augenblicke, die du genießt.“

Passend zum Sommer wird Günter Gläser neue, heiter-sinnliche Emaillebilder mit Paaren in Umarmung, Tanzenden und feurigen Chili in der Ausstellung „Sommersalon“ zusammen mit anderen Künstlern aus der Region ab Mitte Juli in der Galerie Kunst & Eros in Dresden zeigen.

Text (lv)
Fotos: Jens Kuhbandner, Karin Gläser (1)

Zu Gast bei Günter Gläser (Bildmitte) in Radebeul. Zum Erscheinen seines neuen Bildbandes „Farbimpressionen aus dem Feuer“ lud er den Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag, Autorin Lilli Vostry und Autor Thomas Gerlach in feierlich-gesprächiger Runde am sommerbunt gedeckten Tisch auf die Terrasse vor seinem Atelier ein.

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BilderAlbum: Unterwegs in der Bunten Republik Neustadt (BRN) 2019

22 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz

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Klingende Oase. Jede freie Ecke wurde wieder zur Bühne für Musik, Spiele, Straßenaktionen. Spontan, originell, bunt, flippig, schillernd. Noch mehr als sonst zieht das Dresdner Szene- und Kneipenviertel die Blicke auf sich und Tausende feierfreudige Besucher aus nah und fern an während der Bunten Republik Neustadt (BRN). Auch dieses Jahr im Juni. Drei Tage und Nächte lang wurde wieder ausgiebig gefeiert vergangenes Wochenende. Erstmals ausgerufen in der Wendezeit Anfang der 90er Jahre, wurde und wird hier Kultur, Kreativität, Urwüchsigkeit und Lebensfreude in aller Vielfalt zelebriert. Nicht nur zur BRN, sondern alltäglich.

Text + Fotos (lv)
Mehr Text folgt


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9. Erlebnisfest der Sinne in Großenhain mit Kunst & Konzerten & Kinderhandwerkerdorf

21 Freitag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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„Weidenengel, Skulptur von Bianca Seidel.

„Datenwolke, gestrandet“, Installation von Constanze Schüttoff

„Engel der Geschichte“ im Stadtpark

Arbeiten aus einem Künstlerworkshop, angeregt von einem Bild Paul Klees „Angelus Novus“ und einem Text Walter Benjamins dazu, beflügeln Geist und Fantasie beim 9. Erlebnisfest der Sinne vom 21. bis 23. Juni in Großenhain. Außerdem locken viele Aktionen zum Sehen, Hören, Riechen, Schmecken für kleine und große Besucher.

Das Erlebnisfest der Sinne ist ein überregionales Kulturfestival, welches Kunst und Musik auf die grüne Bühne des Großenhainer Stadtparks holt. Dann tummeln sich hier renommierte Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Genre und machen Großenhain, gemeinsam mit den Kulturvereinen der Stadt, für ein Wochenende zur besten Adresse für Menschen, die mit allen Sinnen leben und genießen.

Bei Führungen auf dem Künstlerpfad werden die Kunstwerke im Stadtpark den Besuchern näher vorgestellt. Selbst aktiv werden können kleine Besucher im Kinderhandwerkerdorf mit Abenteuerspielplatz. Es gibt ein Erfahrungsfeld der Sinne zum Erkunden, Familienkonzerte, open-air-Kino, das Stroga-Festival e.V., ein Poetry-Slam-Wettstreit und „Moving Shadows“ vor einer erleuchteten Wand mit den Mobilés. Für zauberhaftes Flair sorgt abends außerdem eine Illuminationswiese im Stadtpark. Den Gaumen erfreut internationale Küche.

Als Höhepunkt wird am Sonnabend die argentinische Sängerin Lily Dahab & Band die Besucher mit mal sinnlichen und feurigen Liedern aus aller Welt die Besucher verzaubern auf der Bühne am Pavillon (20 – 22 Uhr). Vorher sorgen die vier jungen Gesangs- und Soundkünstler der Wiener A-Capella-Band „Das wird super!“ mit ihren besonderen Popsongs für Stimmung (18.30 – 20 Uhr).

Infos + Fotos: Veranstalter + lv

Mehr zum Programm unter http://www.erlebnisfest-grossenhain.de

Siehe dazu auch das BilderAlbum: „Lasst Euch beflügeln!“ mit Eindrücken vom Erlebnisfest der Sinne in Großenhain.


Lily Dahab, in Deutschland unlängst bekannt geworden als „die mit der Stimme küsst“ (Badische Neueste Nachrichten) wächst in Buenos Aires auf, studiert dort Musik und nachdem sie gleich mit ihrer ersten Hauptrolle in „Cats“ in ihre Musical-Karriere abhebt, zieht es Dahab nach Spanien, wo sie in Madrid die „Belle“ in der Original Broadway-Version von „Die Schöne und das Biest“ spielt. Oder unter anderem in Barcelona als Esmeralda in der zeitgenössischen Version von Victor Hugo´s „Glöckner von Notre Dame“. Schließlich kommt sie der Liebe wegen nach Berlin, zusammen mit ihrem Partner und Pianisten Bene Aperdannier beginnt sie fortan ihre künstlerischen Visionen umzusetzen. Über 250 Konzerte später ist die argentinische Sängerin aus der World Jazz Musikszene nicht mehr wegzudenken.

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Tanz im Zschonergrund

19 Mittwoch Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz

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Tanz der Sinne im Zschonergrundbad.

Leise säuselt der Bach im kühlen Grunde. Langsam legt sich der Schleier der Dämmerung über das Wasser. Etwas Neues, Altes erwacht …

A R S A M Y T H I S – Verzauberung der Sinne

Eine Reise voller mystischer Rituale, Phänomene & Geheimnisse, Musik und Tanz lockt am 22. Juni, um 20.30 Uhr im Zschonergrundbad Dresden. Einlass: ab 18 Uhr.

Lodernde Flammen, sprühende Gischt. Tanz der Elemente. Mit wiegenden Hüften, wehenden Schleiern und sich windenden Schlangen. Zwiesprache mit den höheren Mächten, durchdrungen vom Allzumenschlichen. Liebe, Verführung, Gier und Rache. Der ewige Kampf zwischen Finsternis und Licht, mystisch magisch inszeniert und verzaubernd tänzerisch dargeboten von Katári, Una Shamaa, Laila Nahara, Acasya, Salan, Irina, Lunara, Bastaphydio, Myoklonia Nocturna, Ayana, begleitet von Heinz Lindner am Didgeridoo und der Stimme von Jonny Winter.

Ein Abend zum Erleben und Genießen mit allen Sinnen.

Licht und Ton: Torsten Gaitzsch, Markus Orgis
Video Bill d´Amacha

open air – Ihr könnt Euch Sitzkissen mitbringen und es kann abends kühl werden im Grund. Für Imbiss & Getränke ist gesorgt.

Die Eintrittskarten sind auf 137 limitiert und selbst bei Regen bleiben alle trocken.

Für Vorverkauf bitte  eine Mail schicken. (katharina.nicht@schlangentanz.info)  Die Karten werden nach Überweisung zugemailt.

Das Bad hat bis 18 Uhr geöffnet. Abendtarif von 17 bis 18 Uhr, 1,50 €
Für Rollstuhlfahrer gibt es einen extra Einlaß, bitte nachfragen.

Text + Foto: Katharina Nicht

www.ARAMYTHIS.de
https://www.youtube.com/watch?v=sAjgg_Wjk7Q&list=PLwrvMO_pGLVpw-dZ48Gx1QMUfkyElHtiz&fbclid=IwAR0iLffWtI3R1guLuj9w5q7j_P-10ezkG2pLNf2Y9GkyEvBMGqfs-30-zLY

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Lesung „Was wir reden, wenn es gewittert“ mit Thilo Krause im Landhaus

14 Freitag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Worte voller Kraft und Energie: Von Erinnerungen an gewittrige Tage, der Enge und den Abenteuern der Kindheit und einer Reise zum Mittelpunkt des Sommers erzählen die Gedichte des aus Dresden stammenden, in Zürich lebenden Autors Thilo Krause.

Sich fallenlassen in die Energie des Moments

Vor der Lesung gewitterte es heftig. Jäh wird man aus allem, was gerade ist, herausgerissen. Ein Paukenschlag der Natur, der alle anderen Geräusche verebben lässt. Was geschieht in solchen Momenten mit uns? Warten wir einfach ab und lassen das Donnergrollen vorbeiziehen, grummeln mit oder lauschen den gewaltigen Naturklängen und gehen in uns?  „Was wir reden, wenn es gewittert“, der Reiz dies zu erfahren, war nach dem Gewitter am Mittwochabend noch größer.

So war die Lesung überschrieben und so heißt der neue Gedichtband des in Dresden geborenen und in Zürich lebenden Autors Thilo Krause, der für sein Schaffen u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis geehrt wurde. Er las innerhalb der Veranstaltungsreihe Literarische Alphabete des Literaturforums Dresden im Landhaus/Stadtmuseum vor kleiner, aufmerksamer Zuhörerrunde. Moderator Patrick Beck befragte ihn Neugier weckend, ohne zu viel zu verraten, nach den literarischen Orten seines Schreibens, wie es sich dadurch verändert und nach oft verwendeten Wörtern in seinen Gedichten wie „Reiher“, „Beton“, „Benzin“ und „Schnee“. Ebenso zum Bild auf dem Buchtitel, das herabfallende Blätter und Zweige auf Marmorboden wie nach einem Sturm zeigt und was er mit einem Gewitter verbindet. Vor sieben Jahren erschien Krauses erster Gedichtband, „Und das ist alles genug“, lektoriert von der Schriftstellerin Jayne Ann Igel, im Leipziger Poetenladen. Der dritte Gedichtband „Was wir reden, wenn es gewittert“ erschien 2018 in der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser.

„Für mich ist das Gewitter ein Innehalten, man ist einfach da und es gibt nichts zu tun. Eine gewisse Zeitlosigkeit. Man wartet einfach. Dann fängt auf einmal eine Geschichte an…“, sagt Thilo Krause über diesen Moment. Er hat Wirtschaftsingenieurwesen in Dresden und London studiert, lebt und arbeitet inzwischen als Manager in einem Elektrizitätswerk in Zürich und schreibt in seiner freien Zeit. Morgens in Gedanken auf dem Weg zur Arbeit, wenn er ein paar Haltestellen weiter geht und abends, wenn die Kinder schlafen. Die Elektrizität und das Schreiben haben auch etwas gemeinsam: „In beiden Fällen geht es darum, Energien zu verdichten“, so Krause.

Er las Gedichte aus der Gegenwart, seiner jetzigen Lebenswelt und Erinnerungsgedichte aus seiner Kindheit in der DDR und der Landschaft, in der er aufwuchs und die er vermisst.

Mehr Text zur Lesung folgt.

Text + Fotos (lv)

http://www.literaturforum-dresden.de


Schwebend leichte, vieldeutige Gedichte und Abendstimmung nach dem Gewitter und der Lesung.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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