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Kategorien-Archiv: Poesie

Ausstellung „Reflexion“ von Michael Klose & Bilder von Angel Hampel mit dem Titel „Handsam“ im Kabinett in der Galerie Mitte in Dresden

07 Samstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie, Zwischenmenschliches

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Stille, traumversunkene Bilderlandschaften: der Maler Michael Klose bei seiner Ausstellungseröffnung „Reflexion“ mit viel Besucherresonanz in der Galerie Mitte in Dresden.

Das Schweben der Farben und des Lichts

In Farben und Formen schwelgende Bilderlandschaften mit Brücken, Seerosen und Stadtansichten zeigt der Maler Michael Klose derzeit in seiner Ausstellung „Reflexion“ in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49, in Dresden. Im Kabinett sind expressive, figürliche Arbeiten von Angela Hampel unter dem Titel „handsam“ zu sehen.

Helle und dunkle Grün- und Blautöne verflie0en, entführen in einen Zustand zwischen Wachen und Träumen, fern und nah zugleich, in dem Sehnsucht, Fantasie und Reales Gestalt annehmen in den wunderbaren Bilderlandschaften der Ausstellung „Reflexion“ mit Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Michal Klose, die mit viel Besucherresonanz und romantisch beschwingten Klängen der Musiker unlängst in der Galerie Mitte, Fetscherstraße 49, in Dresden eröffnete.

Außerdem werden im Kabinett von Angela Hampel unter dem Titel „handsam“ sinnlich expressive, zarte und kraftvolle figürliche Arbeiten in ihrer Jubiläumsaustellung zum 70. Geburtstag geteigt, in denen es um Licht- und Schattenseiten des Menschseins geht, um Naturgöttinnen begleitet von vielerlei Getier und um Berührungen innen wie außen.

Die Ausstellung ist noch bis 4. April zu sehen.

Text + Fotos (lv)
Mehr Text und Fotos zur Ausstellung folgen.

Heute am 7. März, um 17 Uhr liest die Schauspielerin Annette Richter Texte romantischer Dichter in der Ausstellung.

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

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BilderAlbum: Blütenzauber bei der Ausstellung „Dresdner Frühling“ im Palais Großer Garten in Dresden

05 Donnerstag Mär 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Im Blütenmeer. Schwelgen & Genießen: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry.

Im Blütenmeer im Palais Großer Garten in Dresden

Rund 40 000 Blumen und Pflanzen können die Besucher bei der deutschlandweit einzigartigen Frühlingsblumenschau in den wundervollen Räumen im Palais Großer Garten in Dresden bestaunen und bewundern. Noch bis 8. März täglich von 9 bis 20 Uhr.

Die Morgensonne lächelt. Die Luft ist frühlingshaft mild. Auf der Wiese vor dem Palais sprießen die ersten, lila Krokusse. Die Bäume ringsum recken ihre noch schwarzen, filigranen Zweige in die Höhe. Um so reichlicher grünt und blüht es gleich hinter dem Eingang im Palais im Großen Garten, im größten Park der Stadt. Sonnenlicht scheint aus blauem Himmel herein durch die hohen Fenster auf die zauberhafte Blütenpracht. Betörender Duft empfängt die Besucher beim Gang durch die Räume frühbarocker Baukunst. Wasser rinnt leise und sanfte Klänge begleiten den Rundgang durch das Blütenmeer bei der diesjährigen Blumenschau „Dresdner Frühling im Palais“, die bereits zum zehnten Mal stattfindet und schon am Eröffnungswochenende viele Menschen aus nah und fern anzog, die sich an der Vielfalt an Farben, Formen und der Fülle an Frühjahrsblühern und bezaubernden Gewächsen erfreuten.

Mit dieser Frühlingsblumenschau hat die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen eine große Dresdner Tradition wiederbelebt. Deren Wurzeln reichen bis ins 19, Jahrhundert zurück. Und auch der Schirmherr der Schau, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sah sich das blühende Wunder an, das durch gärtnerische Kunst und Floristik zu sehen ist, noch bevor der Frühling in der Natur Einzug hält.

Bezaubernd gleich im ersten Raum ein großes Blumenbeet, um das herum man wandeln und all die Blumenschönheiten, vom kleinen Schneeglöckchen, Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und viele mehr, die das Herz um diese Jahreszeit erfreuen, betrachten kann. Unter der weißen, schon restaurierten, prachtvollen Raumdecke hängen mit Zweigen geflochtene Blumenkränze. An einer Holzwand tummeln sich Schmetterlinge aus Seide vor Blütenblättern. Schönheit und Vergänglichkeit liegen nah beieinander. Glanz, kunstvolle sandsteinerne Skulpturen und rohe Ziegelwände. „Der August der Starke wusste schon was schön ist, dem wir die Kunstschätze in Dresden zu verdanken haben“, sagt eine Mitarbeiterin der Blumenschau mit Blick auf die wunderschönen Räume. Sie steht in einem Raum mit zart rosa blühenden Mandelbäumchen und Torten, geformt aus Mandelblättern und verziert mit leuchtend farbigen Frühlingsblüten. Ein Augenschmaus!

In jedem Raum locken auf zwei Etagen verschiedene, liebe- und fantasievoll in Szene gesetzte Blumenkunstwerke von meisterlicher Hand der Floristen, begleitet von Licht, Klang und Kunstobjekten und Zitaten großer Dichter von Novalis bis Rilke inmitten der Blütenpracht. Im Foyer sind außerdem die Gedichte der Gewinner eines Poesie-Wettbewerbs zur Frühlingsblumenschau zu lesen, umgeben von prächtigen Rhododendronbüschen.

Dresdner Frühling im Palais ist noch bis 8. März täglich von 9 bis 20 Uhr im Palais im Großen Garten zu erleben. Mit etwa 40 000 Blumen und Pflanzen ist es Deutschlands bedeutendste Indoor-Frühlingsblumenschau. Aus heimischen Blumen, gärtnerischen Raritäten und kunstvoller Floristik schaffen Gärtner und Floristen inspiriert von faszinierenden Prozessen in der Natur auf zwei Etagen des historischen Palais im Großen Garten begehbare Raumbilder. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist Schirmherr der Ausstellung. www.dresdner-fruehling-im-palais.de

Text + Fotos (lv)

Frühlingsmelodie

Die Morgensonne lässt
den rauen Gesellen
blass aussehen
in den dunklen knorrigen Bäumen
hängen noch welke Blätter
einige treibt der Wind vor sich her
die ersten Knospen schimmern
hell im Geäst emsiges Klopfen
Gezwitscher und johlende Raben
die Gefiederten sind zurück
mit gellenden Rufen
lassen sich einige Wildgänse
im noch leeren Großen Garten nieder
die Sonne wärmt ihr Gefieder
auf der Hauptallee spazieren sie
Richtung Palais
Davor eine lange Warteschlange
drinnen die kunstvolle Blütenpracht
zu sehen noch bevor der Frühling beginnt
die Wildgänse fliegen vergnügt kreischend
über die Köpfe der Wartenden
hin zum Palaisteich
das Wasser funkelt

Im Palais fallen die Tropfen
leis auf das farbreiche Blütenmeer
das betörend duftet
und verrinnt mit der Zeit
unzählige Blüten ranken
klettern schweben und wogen
halten ihre Blütenköpfe aneinander
als könnten sie halten
als wäre es für immer
das Farbleuchten Summen
Säuseln Schwirren
begleitet sie
ringsum Menschen
andächtig und entzückt
wie nie
lächeln und zücken ihre Kameras
zur berauschenden Frühlingsmelodie

LV
1.3.2026

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Ein Wohlfühl-Ort für Bücher & ihre Menschen: Der Laden „Buch mit Handlung“ in Dresden feiert seinen ersten Geburtstag

25 Mittwoch Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Zwischenmenschliches

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Mehr als ein Buchladen: Inhaberin Antonia Rhau möchte, dass die Bücher sich ebenso wohlfühlen wie die Besucher in ihrem gemütlichen, fantasie- und liebevoll wie ein Wohnzimmer eingerichteten Raum in Dresden-Pieschen.

Eine bunte Oase voller Geschichten und Begegnungen
Der Laden „Buch mit Handlung“ auf der Oschatzer Straße 2 in Dresden-Pieschen  feiert seinen ersten Geburtstag am 27. und 28. Februar mit einem Konzert und einer Lesung.
Im Schaufenster locken die neuesten Bücher unter einer Leselampe und Plakate mit den nächsten Lesungen, nicht nur bei ihr. Buchhändlerin Antonia Rhau steht vor der offenen Ladentür, in einer Hand eine olivgrüne Fahne, die sie hochhält für die Bücher und in der anderen Hand hält sie eine bunte Laterne. Auf ihrem Sweartshirt steht: „Lesen fetzt“ mit Lachsmiley. Mit ihrem Laden „Buch mit Handlung“ feiert sie einjähriges Jubiläum mit allen Bücherfreunden am 27. und 28. Februar, dann wird dieser zur Bühne für Musik und Leseabenteuer.

Sie hat sich ihren Traum vom eigenen Buchladen erfüllt. „Da hat man immer etwas Schönes. Es ist bunt, nie langweilig und gibt immer etwas Neues. Seien es Geschichten, Begegnungen und Gespräche mit Menschen“, sagt Anonia Rhau (37). „Und man hat auch etwas zum Festhalten, ein Buch.“ Nach ihrem Studium der Stadt- und Regionalplanung ging sie beruflich neue Wege, absolvierte eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Außerdem war Antonia Rhau „berlinmüde“ und zog 2024 nach Dresden. Zusammen mit einer Freundin war sie auf dem Stadtteilfest St. Pieschen und entdeckte den leerstehenden Ladenraum auf der Oschatzer Straße 2. „Wir fanden die Atmosphäre schön, sehr lebendig und bunt gemischt. Und da es schon lange keinen Buchladen mehr im Viertel gab, war das hier genau richtig für mich.“ Vorher war ein Geschäft für Trauringe dort. Nun kann man hier in die wundersame, reichhaltige Welt der Bücher eintauchen, liebe- und fantasievoll eingerichtet auf 38 Quadratmetern. Einem Raum gemütlich wie ein Wohnzimmer mit nostalgischen Schränken und Regalen voller Bücher und Bilder an den Wänden. Und einem Sofa, weichen Sitzpolstern und Tisch am Fenster. Es ist mehr als ein Buchladen. „Ein Ort zum Verweilen, man kann sich Zeit nehmen und das machen auch sehr viele. Auch einen Kaffee im Laden trinken“, sagt Antonia Rhau.

“Das Buch soll sich auch wohlfühlen. Es braucht eine ordentliche Fläche, darf nicht runterfallen, soll ansprechend und funktional sein.“ Es gibt eine große Auswahl an Gedrucktem, Belletristik, Gedichtbände, kleine Geschenkbücher, viele Kinderbücher, Kochbücher, Krimis und Bücher zu Geschichte, Politik und Gesellschaft und einige kreative und vergnügliche Spiele. Die Bücher bestellt sie nach eigenem Geschmack und Empfehlungen von den Verlagen. „Man weiß nie vorher, wie es ankommt bei den Lesern. Die Nachfrage ist besser geworden und es kommen immer wieder neue Leute rein“, blickt sie auf das erste Jahr. „Aber ich kann noch nicht davon leben. In drei Jahren soll das Geschäft sich rentieren.“ Sie habe täglich zehn bis zwölf Stunden zu tun im Buchladen. „Doch man weiß, wofür man es macht und kann sein wie man ist. Das ist mein Reichtum“, weiß Antonia Rhau zu schätzen. Sie hat eine offene Tür und freundliche Worte für jeden, der in ihren Laden kommt. Einige schauen nur auf ein Hallo herein, geben etwas ab oder holen bestellte Bücher ab. Manche wollen nur gucken, andere brauchen einen Rat oder lassen sich beraten, erzählt sie. „Ich habe auch Stammkunden, die vom ersten Moment an dabei sind und weiter verfolgen, wie es sich entwickelt. Die mir auch Mut machen und möchten, dass ich bleibe. Das macht auch viel aus.“

Sie hat auch einige Buchtipps parat: „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann, eine spannende deutsche Familiengeschichte aus dem „ultraviolett“-Verlag Dresden, „Wo beginnt der Osten, Genosse?“ fragt Robin Bergauf samt seinem Kater Genosse in diesem leichtfüßigen Gegenwartsroman aus dem kleinen Leipziger „Lies mich“-Verlag und „Der letzte Tag des Fährmanns“, ein Roman von Frode Grytten (Penguin Verlag) erzählt wunderbar über ein gelebtes Leben mit allen Höhen und Tiefen. „Die Menschen lesen noch. Bücher werden noch schöner und wertiger gestaltet, immer noch gern gekauft und verschenkt“, das beobachtet die Buchhändlerin auch als Besucherin der Leipziger Buchmesse, „mit jedes Jahr neuen Besucherrekorden.“ Das „Buch mit Handlung“ ist auch schon eine „Kulturinsel“ im Kiez mit monatlichen Lesungen und Gesprächsabenden und inzwischen vier Galerien auf der Oschatzer Straße.

Zum Buchladen-Jubiläum gibt es am 27.2., um 19 Uhr einen Liederabend mit dem Musiker Robert Carl Blank aus Hamburg und am 28.2., um 14 Uhr eine Lesung mit Geburtstagskuchen und Kaffee mit dem iranischen, in Deutschland lebenden Autor Said Boluri aus seinem Buch „Der Himmel über der Grenze“. Der „Welttag der Poesie“, der am 21. März ist, wird nachgefeiert mit einer Lesung mit mehreren Autoren  gemeinsam mit dem Verlag „Text und Dialog“ am 28. März von 14 bis 16 Uhr im „Buch mit Handlung“.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di, Mi, Fr 10 bis 17.30 Uhr, Do 12 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr.

http://www.buch-mit-handlung.de

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Neue Lyrik: Deine Stimme & Hoffnungslicht & Freiheit & Winterspaziergang

22 Sonntag Feb 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Zwischenmenschliches

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Deine Stimme
(Für meinen Pa.)

Die Sonne schien den ganzen Tag
Abends warm golden auf das Haus
gegenüber
als der Anruf kam
Du sagtest Deinen Namen
und fragtest wer ich bin
das Handy spielte Dir
wohl einen Streich
meine Stimme hast Du
gleich erkannt:
Ach so, Du bist es!
Hört uns das Glück Zufall
oder mehr doch noch
Du hast nicht gleich aufgelegt
wie sonst
nur wieder keine Zeit
ich geh gleich
Deine Stimme klang
anders
belegt schwer wie benebelt
als käme sie nicht hinterher
wie festgehalten die Zunge
Was hast Du
Geht es Dir gut
Es geht einigermaßen
Geht es Dir gut fragst Du zurück
Wie könnte es anders sein
in diesem Moment

Morgen wollte ich zu Dir kommen
Du bist nicht da
Dann nächste Woche
Ich überlege es mir
antwortest Du
Die Sonne verschwindet hinter den Bäumen
vor dem Wintergarten
drinnen duftet es schon nach Frühling
ein großer bunter Tulpenstrauß steht
im Raum
Würd so gern bei Dir sein

LV
10.2.2026

Hoffnungslicht
(Im Gedenken an die Zerstörung Dresdens)

Alles ist still. Der Wind weht leis. Kein Regen mehr.
Auf dem Fensterglas Tropfen die über Gesichter
rannen und rinnen Erinnerungen die kein Feuer
löschen kann als die Stadt brannte Menschen wie
Schatten umher irrten alles Leben versank in
Trümmern die alten Bauwerke noch immer
rußgeschwärzt tragen Trauer und Schönheit noch
immer in sich und im Dunkeln brennt Licht in den
Herzen

LV
13.2.2026

Freiheit

Freiheit die ich meine
kommt von ganz alleine
wenn ich zulasse
wer ich bin
nicht mehr aus der Haut
fahre
bei jedem Ausrutscher
Fragen ohne Antwort
Absagen und Klimbim
weiss ich mehr
was ich nicht will
Ängste Zweifel Hindernisse
sind meine Wegweiser und Segel
mit denen ich hinaustreibe
auf`s offene Meer

LV
15.2.2026

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Neue Lyrik: Ode an das Weiß

08 Donnerstag Jan 2026

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Ode an das Weiß

Weiß und weich
wie die Pracht vor dem Fenster
schaut der Kater Lino zu
wie der Schnee schmilzt
Eisesglätte weiter funkelt
ein langes Schnurrhaar
liegt auf dem Stuhl
Drinnen strahlt frisches Weiß
alles auf Anfang
im Waschbecken im Bad
in das der Kater unlängst sprang
eine Tasse zersprang
es splitterte
das weiße Rund
in dem zuletzt ein kleines
schwarz-weißes Fellknäuel gebadet
zart und fragil in ihrem Arm
durchlebt sie den Abschied
noch einmal
feine Risse durchziehen das Becken
ringsum auf den Fliesen Flecken
heute kam ein neues Waschbecken
rein und klar fließendes Wohlbehagen
seh die Quelle im warmen Dämmerlicht
lieber als den blendend grellen Schein
Ganz in Weiß ohne Blumenstrauß
trällert ein Handwerker in bekleckst
weißen Sachen beim Aussteigen aus der
Straßenbahn
und Kater Lino schwelgt weiter im Wunderweiß

LV
6.1.2026

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Neue Lyrik: Adventszeit in K.

22 Montag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs

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Adventszeit in K.

„Worte sind Luft
Aber die Luft
wird zum Wind,
und der Wind
macht die
Schiffe segeln“ – herüber geweht
aus dem Meer der Zeit
stehen Lessings Worte
am Eingang der Buchhandlung
am Markt funkeln im Lichterbaum
mit den roten Kugeln und dem
fast märchenhaften Rathaus aus Backstein
die einsam da stehen
fernab vom Trubel der Weihnachtsmärkte
feierliche Stille
am Geburtshaus des Dichters
auf efeuumrankter goldener Tafel
nur noch zu sehen
eine Bank davor seine Gedanken
begleiten mich durch alle Zeit
mein Kindheitshaus steht längst
nicht mehr die Erinnerungen
segeln mit mir bringe ihm einen Weihnachtsstern
und einer leuchtet gleich gegenüber auf dem
Marienkirchhof bei dem Jungen aus Stein
weiße Christrosen und ein Herz stehen dort
denkt noch jemand an ihn
Bäume strecken efeubewachsen ihre
Zweigarme aus
in einem Garten unterhalb vom Kirchhof leuchten
noch rote Äpfel am Baum wie Weihnachtskugeln
die ganze Wiese übersät
lies sie ruhig auf
bevor sie verderben höre ich Großmutter sagen
einst hatte ihr Bruder hier sein Haus am Stadtrand er
hatte einen Spielzeugladen und kam aus dem Krieg
mit nur einem Arm zurück
ich sammle Äpfel kann mein Glück kaum fassen
einige liegen schon schwarz im Gras
die anderen voller Erde
unbeschwerte Schwere
trägt mich
mit jedem Schritt
die kleinen Tannenbäumchen auf dem Hutberg
sind ein Stück gewachsen gesäumt von den
hohen alten Bäumen bekrönt von Licht
auf der Wiese verstreute Zweige und Zapfen die
würzig nach Harz riechen rufen mich
das Kiefernbäumchen breitet seine weichen
Fächernadeln wie eine Umarmung aus
wie letztes Jahr
Oben angekommen auf der Freiterrasse mit dem
Lessingturm sitze und warte ich eine Weile
rufe leise will fast schon gehen
da kommt die Langersehnte heran spaziert
miaut setzt sich zu mir als würden wir uns schon
lange kennen umstreift mich
lässt sich streicheln futtert mit Hingabe
und begleitet mich ein Stück auf dem Rückweg
und mit jedem Schritt der Entfernung wächst
meine Sehnsucht wiederzukommen
an diesen Ort

LV
21.12.202

Wiederehen im Zaubergarten

Ringsum Stille
unter hohen Bäumen
und Rhododendronbüschen
die schon Knospen tragen
Tische und Stühle beiseite geräumt
auf der Aussichtsterrasse
nahe dem Lessingsturm
ein leises Rufen
das diesmal nicht verhallt
auf leisen Sohlen neugierig
gelassen und etwas verwundert
kommst Du heran
mein kleines Weihnachtswunder
letztes Jahr zur selben Zeit
haben wir uns zuletzt gesehen
wo hast Du nur gesteckt all die Zeit
erkennst Du mich wieder
zur Wintersonnenwende
kommt das Licht zurück
nenne Dich Lucina die Lichtbringerin
schwarz-weiß geteilt das Gesicht
weißes Bauchfell und helle Pfoten
samtweiches Fell wie meine Sternaugenkatzen
Lola Jade und Lina
gelbe Augen funkeln mich an
als ginge der Himmel auf
für einen Moment kommt Ihr heraus
zu mir
sie kennt die vertrauten Wege
die wir zusammen gehen
hält inne sieht etwas im Gebüsch
läuft weiter in meine Richtung
ein Stück hinter mir her
jede Stufe ein Abschied
und ein Weitergehen
halb verborgen bleibt sie
hinter einem Rhododendronstrauch
auf der Schwelle zu ihrem Zaubergarten
ich winke ihr zu und sage ich komme wieder
und sehe die Rhododendron und sie
dahinter verschwinden
und alles beginnt
von vorn

LV

Texte + Foto: Lilli Vostry

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Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ von Wieland Richter in der Galerie Mitte in Dresden

18 Donnerstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Wunderbare Farblandschaften, die an ferne Sehnsuchtsorte entführen: Galeristin Karin Weber und der Künstler Wieland Richter zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Mitte in Dresden.

Lichtspiel und Naturteppich

In der wunderbaren Bilderwelt von Wieland Richter in seiner derzeitigen Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49/1. Etage in Dresden, gibt es heute, am 18.12., um 19.30 Uhr eine Lesung „Balladen ohne roten Faden“ mit dem bekannten Schauspieler Ahmad Mesgarha. Passend zur Malerei von Wieland Richter sicher ebenso farbreich schillernd, leicht und tiefsinnig und poetisch.

Im Farbrausch der Natur

Farbreiche Lichtspiele, Spiegelungen und weite Horizonte fließen zusammen auf den Leinwänden. In ferne, ursprüngliche Landschaften und Sehnsuchtsorte eintauchen, innehalten vom Alltag in tubulenten Zeiten und in wunderbaren Bilderlandschaften schwelgen. Dazu lädt die Ausstellung „Urkraft – Im Bild der Natur“ mit Malerei von Wieland Richter zum 70. Geburtstag des Künstlers in der Galerie Mitte, Striesener Straße 49 in Dresden ein (noch bis 10.1.2026 zu sehen).

Die Bilder entstanden nach Reisen des Malers im Zeitraum von 2015 bis 2025 nach Australien, Neuseeland, Norwegen und Island. Archaisch, strukurreich pastos, voll elementarer Kraft erzählen sie von urwüchsigem Zauber, Rauheit, Schönheit, Vergänglichkeit und Erneuerung in der Natur und allem Lebendigen. Sie entführen den Betrachter ans Meer, an menschenleere Strände. In Westaustralien erkundete er Ozeane, Schluchten und Nationalparks. Sah riesige Bäume und Wurzeln, Erd- und Gesteinsformationen, die den Maler faszinierten. Karge und üppige Landschaften in wechselnden Lichtstimmungen von zart pastellfarben und kräftig leuchtende Farben treffen aufeinander in der Ausstellung. Anders als bisher in seinen Arbeiten zeigt Wieland Richter keine figürliche Malerei mit Natur mehr, sondern nun größtenteils abstrakte, expressive Farblandschaften. Mit manchmal schemenhaften Umrissen von Menschen, Tieren und Booten. Ein Schlüsselerlebnis in Norwegen brachte ihn dazu. „Damals war ich mit einem Faltboot in den Fjorden zur Midsommernacht paddeln. Und plötzlich kam ich mir so klein vor der Natur vor, dass ich die Figuren aus den Bildern herausnehmen und die reine Landschaft wirken lassen wollte“, sagt Wieland Richter. Seine Eindrücke fotografiert er mit der Digitalkamera, die das Skizzenbuch ersetzt. Er malt aus der Tiefe des Erlebten und aus dem Gedächtnis.

Es sind vor allem Innenlandschaften. In einem wahren Farbrausch flossen sie aus ihm heraus als er wieder vor der Staffelei stand in seinem Atelier in Putzkau bei Bischofswerda. Dort wohnt und arbeitet Wieland Richter in einem selbst ausgebauten alten Bauernhof. Die Ölfarben trägt er mit feinen und ruppigen Pinseln und spitzen Gegenständen wie Spachtel und Rakel auf die Leinwände und Papiere auf und verwischt mit einem Handschuh und Lappen die Farben. Er arbeitet auch mit Übermalungen, mit Strukturpasten und Sand, welche die plastische Wirkung erzielen. Es sind immer gebrochene Farben, flirrende Gelb- und Rottöne und verschiedene Blautöne, die mit den Eisschollen auf dem Wasser treiben. Spannend überlagern sich die Farbflächen zu einem Davor und Dahinter, mit mal schroff und feinkörnig hervorleuchtenden Schimmern. Die vielen Farbschichten lassen Anklänge an Gerhard Richter und seine „Streifen-Bilder“ erkennen. Doch die seien kühler und glatter, so Wieland Richter: „Ich bin malerischer.“

In seinen Bildern spürt man den roten Sand unter heißer Sonne, den Feuerrausch im Eis, die riesigen Vulkangebirge in Ozeanien, Urwälder, Nebelfelder und glühende Lava. Er war am Great Reef, dem größten Korallenriff der Welt in Australien. Er ist getaucht, hat geangelt und ist gekitet auf dem Wasser. „Ich liebe diese Orte, wo ich die Natur allein auf mich wirken lassen und in Frieden mit mir sein kann“, so Richter. „Wieland Richter ist ein Naturphilosoph mit romantischen Neigungen, indem er Gegenbilder zu unserer auf Effizienz bedachten Gegenwart entwirft. Das ist das Wunschbild einer harmonischen Balance zwischen Himmel und Erde, das er erschafft“, sagt Galeristin Karin Weber zu seinem Werk. Außerdem ist hier eine Kabinettausstellung unter dem Motto „lustwandeln“ mit heiter-besinnlichen Arbeiten von rund 30 Künstlerinnen und Künstlern zum Jahreswechsel zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr.
Reges Interesse zur Ausstellungseröffnung.
Malerei & Poesie: Mein Gedicht „Urkraft des Meeres“ steht im opulenten Bilderkatalog von Wieland Richter, welcher anlässlich der Ausstellung erscheint und vorbestellt werden kann in der Galerie Mitte.

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Neue KatzenLyrik zur Weihnachtszeit

16 Dienstag Dez 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Poesie, Tiere

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Winterhöhle

Der flauschige Schwanz bewegt sich
wie ein Uhrpendel
die Zeit vergeht in Streicheleinheiten
Schnurren und Gähnen im Wechsel
wo ist das andere Fellbündel
ein Sprung hinaus
schlummert die Tigerin
auf der warmen Decke
die vorher wohlig ihre weiße Pfote
aus der Höhle reckte
knusper knusper
noch etwas naschen und putzen
und sich wärmen
die Nase tief im Fell
der weiße Kater träumt
auf der Stell` funkelnde Flocken
zu haschen

LV
8.12.2025

Minnie und das Weihnachtskätzchen

Ein kleines Wesen
schwarzfellig mit blauen Augen
rotweißer Fellmütze
lustig auf einem Ohr
und einem Halsband aus Tannengrün
und roter Schleife
fand heute den Weg zu Minnie

es schaut unter ihrem getigerten Fell
hervor
als ob sie es schützen
mit ihm kuscheln und
das Kleine wärmen will
das lächelt sie an
es ist aus Ton und hält ganz still
wenn sie es beschnuppern und
betrachten will

es saß ganz allein
im Supermarktregal
zwischen Kartons
voller Süßigkeiten
wie verloren
als wartete es nur auf mich
mit stillem Zauber
erinnert mich an meine
Sternaugenkatze Lola

das Kätzchen lächelt
mit froher Miene
sitzt es nun neben dem Wichtel
seine Zipfelmütze und sein Rauschebart
sind so lang wie sein Weg
aus dem Weihnachtsland
wo immer neue Wunder geschehen
die Türen öffnen in die Herzen
bevor sie zu Eisklumpen erfrieren

LV
3.12.202

Ein Licht

Ein Lächeln ein Lufthauch milde
Winterluft
ein Licht steigt von tief innen
aus der Seele auf
leuchtet mit den vielen bunten
Lichtern draußen
und hofft
der Wind löscht es nicht
gleich wieder
aus

LV
9.12.202

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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WeinachtsWunder & Neue Beiträge & Spenden für meinwortgarten

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, In eigener Sache, Kultur, Lebensart, Poesie, Spendenkonto, Tiere, Zwischenmenschliches

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Weihnachtszauber: Meine drei Fellkobolde Flausch Kasimir, Lino & Minnie lieben Kerzenlicht, Tannengrün und schöne Dinge zum Spielen.
Was ist Euer Lieblingsbeitrag auf meinwortgarten & wieviel Euch wert?
Einen zauberhaften Dritten Advent allen Menschen, die hier regelmäßig schauen und lesen in meinem KulturBlog meinwortgarten.com
Das erfreut und macht mich glücklich seit nunmehr zehn Jahren – solange gibt es inzwischen dieses online Kultur-Magazin mit regelmäßig neuen, reichhaltigen Kulturgewächsen aller Art im Netz. Ich mache das sehr gerne, bin Journalistin seit vielen Jahren und Lyrikerin mit Leib und Seele, liebe es mit Sprache umzugehen und das Gesehene und Erlebte mit Stift und Kamera festzuhalten auf Papier und eben im digitalen Raum.
Meinwortgarten.com ist auch sehr gewachsen vom Umfang der Beiträge und die Zahl der Aufrufe nähert sich der 200 000er Marke! Das ist großartig und Ihr, die LeserInnen tragt täglich dazu bei, dass es immer mehr werden. Was mich natürlich als Macherin besonders interessiert: Welche Beiträge werden besonders gern gelesen, welche Themen, Genres, wovon wünscht Ihr Euch mehr?
Und die spannende Frage: Was ist Euer Lieblingsbeitrag auf meinwortgarten.com? Und was ist er Euch wert?
Bei 136 Abonnenten wäre das sehr schön zu erfahren, welcher Text & Bilder Euch am meisten ansprechen, berühren und bewegen, Da kommt sicher eine Menge zusammen.
Und natürlich freue ich mich über rege Beteiligung und über jede Spende für mein Schaffen. meinwortgarten erzielt leider kaum Einnahmen bisher. Jedoch habe ich einen dreistelligen Betrag jährlich für die Blog-Verlängerung und weiteren Speicherplatz zu bezahlen.
Schaffen wir gemeinsam dieses WeihnachtsWunder? Lasst mir gern Eure Antworten und Anregungen da zu Euren Lieblingstexten, als Kommentare oder unter meiner mail-Adresse: lilli.vostry@web.de

Hier meine Spendenkonto für Eure bare Zuwendung:
Lilli Vostry
IBAN: DE90 8707 0024 0525 2317 61
bei der Deutschen Bank

Eine schöne, lichtvolle Weihnachtszeit allen hier und herzlichen Dank im voraus für Eure Unterstützung! Auf dass meinwortgarten.com weiter wächst, blüht und gedeiht!

Viel Freude Euch beim Lesen weiterhin und empfehlt diesen Blog gern weiter,

Lebender Advents-Kalender mit meinen drei Fellkobolden Lino, Flausch Kasimir und Minnie. Jeden Tag gibt`s mit ihnen eine neue Überraschung. Oft entstehen dabei schöne, lustige Fotos und manchmal auch Gedichte. Text & Fotos (lv)

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Neue Lyrik: Sonnenfrüchte & Verwandlung & Kugelbahn

29 Samstag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Sonnenfrüchte

Die Sonne umarmt noch einmal
den Tag weiße Wolken segeln
im Himmelblau
verfangen in kahlen Bäumen
schimmert Licht
auf den letzten roten Geranienblüten
Knospen noch und Lavendel
träumen immer noch von wärmeren Tagen
die Äpfel rot und gelbbackig im Korb
auf dem Balkontisch glänzen in der Kälte
Winter naht heran
mit kaltem Kuss
Keiner schreibt mir Liebesbriefe
die Natur legt sich zur Ruh
bald nur noch eisige Starre
setzt mir zu

Ich flieh ins Lichtzimmer
wärm mich an Erinnerungen
fellig lebhaften auf und ab flackernden
hüllen mich wie der köstliche Duft
der goldgelben Äpfel und Quitten ein

LV
22.11.2025

Verwandlung

Noch einmal nah
beieinander
gelb rot geflammtes
Herzapfelleuchten
und Blätterflügel erhoben
noch einmal heller Schein
zerteile Euch ungern
mit jedem Stück
zerfällt etwas
vom lichten Sein
kommt zu den anderen
im Topf ein gelber weicher warm
duftender Sud
knistert und glänzt
dass nichts anbrennt
scheint auf mir Zitrusfrische
umgarnt mit Zimt
kitzelt Nase und Gaumen
und wärmt an dunklen Wintertagen

LV
26.11.2025

Kugelbahn

Meine geliebte Kugel
das Gelbe vom Ei
flog heute aus der Bahn
rollte vor meiner Zimmertür
auf und ab
riss mich aus dunklen Träumen
verschwand dann spurlos

drei Katzentiere sahen mich
unschuldig an
sie lieben das Spiel
noch übermütiger und siegessicherer
als meine anderen Fellmusen
die meist staunend davor saßen
hielten die Kobolde die Kugel in Gang
und an wie es ihnen gefiel
schwungvoll über Kopf angetrieben
kreiste sie mit wirbelnden Pfoten

herausgerissen aus ihrer Bahn
Stillstand Leere inmitten bunter Fülle
Federn Rasseln und Bälle die kleiner
oder größer nicht im Kreise
rollen wollen
Die Kugel kennt ihre Bahn
ohne sie ohne Halt
bewegt sich nichts
bin ich verloren
außer mir

LV
26.11.2025

Texte & Fotos: Lilli Vostry

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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