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Kategorien-Archiv: Theater

Premiere „Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie“ im Schauspielhaus Dresden

09 Samstag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Was zählt? Worin investieren? Lust und Frust, Ideale und Wirklichkeit, Gemeinschaftssinn und Geschäftemacherei prallen rasant und aberwitzig aufeinander in der Tartuffe-Inszenierung von Volker Lösch. Fotos: Sebastian Hoppe

Der Gott des Kapitals

Werte, Geld, echte und behauptete Gemeinschaft kommen grotesk-komisch und mit vielen Denkanstößen auf den Prüfstand in Volker Löschs Inszenierung „Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie“ frei nach Molière von Soeren Voima im Schauspielhaus Dresden. Ein großartiges Stück genau zum richtigen Zeitpunkt!

Lautes Wehklagen ist aus dem Theaterraum bis ins Foyer zu hören. Jammernd wirft und wälzt sich ein Mann auf der Bühne vor dem Vorhang auf den Boden. Kopfschüttelnd, wutschnaubend kriecht er umher als suche er etwas. Steht auf und schaut stumm, fragend ins Publikum. Er trägt einen roten Pulli, schwarze Lederjacke. Jeans und halblanges, wirres Haar. Er sei Sozialdemokrat, behauptet er. „Ich bin kein Ausbeuter!“, macht er sich in einem minutenlangen Monolog Luft. Orgon hat schwer an seiner Erblast zu tragen. Wenn er nicht schleunigst die Mietschulden seiner Freunde im Haus eintreibt, will seine Mutter ihn enterben und alles der Kriegsgräberfürsorge spenden!

Da ist guter Rat teuer und ein Wettlauf mit der Zeit, ihren Wirrnissen, Widersprüchen auf der Suche nach einem Ausweg beginnt. Das ist ebenso spannend wie streitbar und grotesk-komisch inszeniert in der Komödie „Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie“ von Soeren Voima nach Molière und nach Kapital und Ideologie von Thomas Piketty in der Regie von Volker Lösch. Die Uraufführung war am Abend vor der Bundestagswahl im Schauspielhaus Dresden. Ein brisantes und hochaktuelles Stück über Wahrheit, Wirklichkeit und Werte, echte und falsch verstandene Gemeinschaft und wohin dies führt in Zeiten der Krise, kam mit „Tartuffe“ auf die Bühne.

Die Neufassung von Molières Komödie, die fast durchgehend gereimt ist, versetzt Tartuffe in die Gegenwart und blickt im Zeitraffer anhand von dokumentarischen Filmaufnahmen und mit Musik von Rio Reiser bis Reinhard Mey auf die Geschichte der vergangenen 40 Jahre in Deutschland in drei Stunden. Die Handlung spielt von 1980 bis in die Gegenwart.

Auf einer Drehbühne mit der Kulisse eines alten Hauses mit labyrinthartigem Treppenhaus wird das wildromantische Leben der Bewohner einer Wohngemeinschaft heftig durcheinander geschüttelt. Die blättrigen Wände zieren Plakate von Che Guevara und Lenin. Bierkästen stapeln sich. Die Kommunebewohner teilen alles, Wohnraum, Sex, Freuden und Nöte. Zwei Frauen und ein Mann vergnügen sich auf der Dachterrasse. Es wird lebhaft diskutiert über Sex, Politik und Ideologie.

Orgon (Jannik Hinsch) ist hin und her gerissen zwischen seinen Freunden und ihren Ideen, zwischen Chaos und Verfall des Hauses und diesen aufzuhalten. Er ruft seinen Studienfreund Tartuffe zu Hilfe, mit dem er die Wohngemeinschaft durcheinander wirbelt. Sie und ihre Werte seien out. Nur noch Stillstand und Mief. Mit großspurigen Versprechungen und Sprüchen wie „Kapital als Sprungbrett“ sehen, lockt Tartuffe die Kommunebewohner, einen nach dem anderen aus ihrer Abwehrhaltung und bringt sie mit berauschenden Mittelchen und Partys dazu, beim Spiel ums große Geld mitzumachen.

Tartuffe treibt alle an und hintergeht alle, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Philipp Grimm spielt beängstigend gut den Aufschneider, Einflüsterer, Demagogen mit mal spitzbübisch, närrisch grinsendem und mal militant diktatorischem Gebaren, in weißen Hosen, Stiefeln und schwarzer Lederjacke mit Uniformklappen, dunkel gegeltem Haar und Schnauzbart. Tartuffe versteht sich blendend mit Orgons Mutter (Thomas Eisen), einer üppigen, wütend geifernden, geldgierigen und ordinären ältlichen Blondine im leopardengefleckten Kleid mit „Führerkomplex“, die zu allem bereit ist. Herrlich seine Parodie des Hits „Live ist Live“ mit übertriebenem Pathos unter dem halb geschlossenen Vorhang, als Cousin West und Ost sich umarmen nach der deutschen Wiedervereinigung. Wehmütiger Rückblick auf die Umbruchszeit 89 und nach dem Mauerfall, die ersten Schritte in die Freiheit.

Als Onkel Cléante (Oliver Simon) aus dem Osten, kurz Klaus genannt, von dem sozialen Wohnprojekt hört, hält sich seine Begeisterung in Grenzen. Aus so einem großen Wohnprojekt kommt er gerade her und hat die Nase voll davon ebenso wie von den vollmundig versprochenen „blühenden Landschaften“ aus der Ära Kohl. Als gelernter DDR-Bürger spricht er warnende Worte: „Liberalismus, Marktwirtschaft, politische und wirtschaftliche Freiheit gehören zusammen. Die persönliche Freiheit des einzelnen ist außerdem unverzichtbar.“ Es gehe um einen sozialen und moralischen Wettbewerb.

Tartuffe stellt spöttisch die Macht-Frage: „Pflaume oder Kaktus sein!“ Wie im Rausch unterschreiben die Kommunebewohner in schicken Anzügen als Businessmen Verträge, nehmen teure Kredite auf für den Kauf der eigenen Wohnung, erwerben Immobilien in Amerika, feiern, prassen und verlieren alles beim Börsencrash 2008.

Tartuffe lässt sich nicht aufhalten, er wird immer fetter und dreister, hemmungsloser bis er schließlich ganz oben auf der Dachterrasse steht. Er predigt und hält eine Lobrede aufs Geld wie ein Gott des Kapitals. Und beteuert, dass es nur am Geld fehle, dass die Welt so ist wie sie ist. Für alle reiche es eben nie! In Löschs Inszenierung wird Tartuffe zum knallharten Verfechter neoliberaler Ideologie und Wirtschaftspolitik.

Einen fröhlich unbekümmerten Rap über das Glück des Flow, bei dem alles fließt, man alles um sich herum vergisst und pure Energie bekommt, setzt Damis, der Tantralehrer (Yassin Trabelsi) dagegen, der größtenteils nackt umherläuft. Neue Spielregeln und Gesetze fordert eine Frau in orangener Latzhose (Eva Lucia Grieser): „Unsere Hausgemeinschaft wird aus der Krise lernen, alles andere wäre verrückt!“

Dann taucht auch noch überraschend Tartuffe`s Nachwuchs, eine kleine, kesse Göre (Lara Otto) auf, die ihr Erbe von ihm einfordert. Und der Verführer wird selbst zum Verführten, nachdem Orgons Frau Elmire (leidenschaftlich rebellisch: Henriette Hölzel) mit ihm ein kleines „Tischfeuerwerk“ vollführt hat, während ihr Mann unter dem Tisch belauscht wie Tartuffe wirklich über ihn denkt. Anders als bei Molière reitet kein helfender Retter am Schluss herbei, sondern Tartuffe verschwindet im goldenen Fahrstuhl mit einem Schrei in der Tiefe.

Danach treten die zehn SchauspielerInnen nacheinander in Privatsachen auf die Bühne und reden in einem ausführlichen ökonomischen Diskurs, verfasst von dem französischen Ökonom Thomas Piketty, über soziale Ungleichheit, deren Ursachen. neoliberale Ideologien, welche die Sozialsysteme verdrängen, während die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich immer größer wird durch maßlose Konzentration von Eigentum in wenigen Händen. Das ließe sich ändern, indem z.B. die progressive Vermögenssteuer für Konzerne erhöht werde, die immer weniger Steuern zahlen. Eine gerechte Umverteilung der Steuereinnahmen von Konzernen auf die Gesellschaft zu ermöglichen und die Lasten der Pandemie gerechter zu verteilen. Dadurch würde ein konstruktiver Wettbewerb zwischen den Unternehmen um das profitabelste und engagierteste bei der sozialen Umverteilung entstehen.

Mit dieser Tartuffe-Inszenierung bezieht Regisseur Volker Lösch („Die Dresdner Weber“, 2005 und „Das Blaue Wunder“, 2019), der bekannt dafür ist, brenzlige Themen mit sozialem Zündstoff auf die Bühne zu bringen, klar Haltung und legt den Finger in die Wunde der Gesellschaft. Ein starkes, packendes, ebenso desillusionierendes wie visionäres Stück mit vielen Denkanstößen, das einlädt zum Diskutieren und neue Wege zu gehen. Viel Beifall und Bravo-Rufe gab es dafür zur Premiere.

Text (lv)

Nächste Aufführungen: 17.10., 19 Uhr und 30.10., 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dresden.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Tartuffe und Wunschkonzert als herausragende Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen und beim Sächsischen Theatertreffen dabei

Gute Auswahl! Im Staatsschauspiel Dresden ist die Freude groß, da zwei Inszenierungen im Jahr 2022 sowohl zum Berliner Theatertreffen als auch zum Sächsischen Theatertreffen eingeladen wurden. Im Haus der Berliner Festspiele wird am 21. und 22. Mai 2022 DER TARTUFFE ODER KAPITAL UND IDEOLOGIE, inszeniert von Volker Lösch, als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen im deutschen Sprachraum zu sehen sein. Das Sächsische Theatertreffen 2022 findet in diesem Jahr am Theater Plauen-Zwickau statt. Am 13. Mai 2022 wird im Vogtlandtheater Plauen der Beitrag des Staatsschauspiels Dresden WUNSCHKONZERT + WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?, inszeniert von Lilja Rupprecht, gezeigt.

 

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„Luftholen – in der Stadt!“ – ein musikalisch-theatralischer Rundgang

07 Donnerstag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs

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Alles erzählt etwas… Titelplakat von Annette von Bodecker zu „Luftholen – in der Stadt!“ Ein musikalisch-theatralischer Rundgang in Dresden.

Geschichten an Orten zwischen Gestern und Morgen

„Luftholen – in der Stadt! Stadtspaziergang“. Rund 15 KünstlerInnen laden an ca. sieben Haltestationen zu einem musikalisch-theatralischer Rundgang am 10. Oktober, um 14 Uhr ein. Je nach Bedarf auch schon um 11 Uhr der erste Rundgang. Eintrittfrei! Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes „Dresden Open Air-Kultursommer 2021“.

Nach den erfolgreichen Vorstellungen „Luftholen“ in der Dresdner Heide Stechgrund am 27. Juni 2021 kommt nun ein Pendant in der Stadt. Ausgangs- und Endpunkt ist der Bahnhof Neustadt. „Wir haben meistens unsere Ziele im Kopf und gehen von A nach B. Sich Zeit lassen und in der eigenen Stadt auf Entdeckung gehen – das ist der Stadtspaziergang“, sagt die Initiatorin und freischaffende Schauspielerin Regina Felber.

Orte zwischen gestern und morgen. Orte wie der Friedhof. Vor Häuser-Fassaden stehen bleiben. Unter einem Brückenbogen oder in einem Garagenplatz einfach mal verweilen. Alles erzählt etwas. Es gibt einen Briefwechsel, der vor 250 Jahren so locker und leicht geschrieben ist als wäre er von heute. Von einer Schriftstellerin, deren Grab auf dem Friedhof Innere Neustadt zu finden ist.

Wie melden wir uns heute von unterwegs? Wie schicken wir Nachrichten? – Hier werden unterschiedliche Geschichten, mal musikalisch, mal theatralisch zu sehen und zu hören sein. Es ist keine historische Stadtführung, sondern ein Spaziergang, bei der Aktionen an ungefähr 7 Haltestationen mit etwa 15 Künstlern stattfinden.

Die Aktionen sind assoziativ, die Orte sprechen für sich. Es wird die Möglichkeit geben, ein Picknick zu genießen. Das Wetter kann leider nicht geplant werden, darum empfiehlt es sich, entsprechend der Witterung im Herbst sich zu kleiden.

An mögliche Überdachungen während der Strecke ist gedacht. Ungefähre Dauer: etwa 2 Stunden. Ebenso an die Durchführbarkeit in der aktuellen Situation. Kleine Gruppen von 20-25 Personen werden die Strecke entlang geleitet. Durch eine online- Anmeldung ist eine Verteilung auf 14 und 16 Uhr, damit auch die Kontaktrückverfolgung, falls dies notwendig sein sollte, gewährleistet ist.

Ein 11 Uhr-Rundgang wird bei Bedarf zusätzlich angeboten werden.

Infos und Anmeldung: https://luftholen.regina-felber.de

Welche Künstler sind dabei?
Von der Schauspielerei: Julia Henke, Regina Felber und Robby Langer, der Unterhaltungskünstler Joachim Lippmann, die Musiker Neo Stateman, Matthias Macht, von der Musikhochschule Dresden Sujin Lee und Inkyu Park, die Tänzerin Sabine Jordan…um einige zu nennen

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Premiere „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus

02 Samstag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater

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Raus aus der Enge im Zimmer, ständigen Streaming, hinaus auf die Bühne und ins Leben… Fotos: Sebastian Hoppe

Das Leben wieder spüren

Um Ausbruch aus der Enge, Veränderung, Vergänglichkeit und Lebenssinn geht es in absurd-komischen, traurigen und berührenden Szenen und Liedern in der Inszenierung „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner mit zehn jungen SpielerInnen der Bürgerbühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Auf einer Leinwand erscheinen sprechende Gesichter mit starrer Miene in weißen Halskrausen. Die jungen Darsteller halten Schilder mit den Namen ihrer Figuren in die Kamera und kündigen eine digitale Livestream-Aufführung wegen Corona an. Doch dann kommt alles anders. Mit ebenso viel Spiellust wie Wut im Bauch und Wagemut durchbrechen sie die „Automaten-Version“ aus „Leonce und Lena“ in lebendiger Interaktion gemeinsam mit dem Publikum. Frei nach dem Lustspiel von Georg Büchner in einer Fassung von Joanna Praml und Dorle Trachternach eröffnete die Inszenierung der Bürgerbühne am Freitagabend im Kleinen Haus die neue Spielzeit im Staatsschauspiel Dresden.

Ein herunter fallender Stein bringt die Sache ins Rollen. Die zehn jungen Spielerinnen und Spieler haben genug von nur digitalen Gesichtern und zuhause sitzen. Einer reißt die Leinwand weg. Zunächst zögernd, dann immer ungestümer ist der Ausbruch aus der gähnenden, lähmenden Langeweile und das Leben wieder spüren. Als Kulisse dient ein Metallgerüst mit vergitterten Zimmern. Spielend erobern sich die Jugendlichen von der Bühne aus die Welt und tun all das, was sie über ein Jahr während der Pandemie nicht konnten. Rausgehen, reisen, etwas gemeinsam mit anderen erleben und kreiern, sich ausprobieren.

Sie spielen Leonce und Lena, aber vor allem sich selbst, offen, ehrlich und witzig-ironisch. Sie streiten, feiern, flirten und jeder will einen Leonce oder eine Lena für sich finden. Die frisch Verliebten, Kasimir Pretzschner und Flavia Berner, trennen sich und finden wieder zusammen. Lustig und unbeirrt wirbelt als Valerio und „Bachelor von Oberloschwitz“ Christian Göhler umher und spielt faszinierend Cello. Für  Heiterkeit sorgt der ständig seine Hose suchende, einsame König (Danny Mlaouhia).

Absurd-komische, traurige, melancholische, laute und leise, nachdenkliche Szenen, Lieder und Klänge, italienische Schmuseschlager und wild rockige Musik begleiten in schnellem Wechsel die Fragen der Jugendlichen nach dem Lebenssinn, Veränderung und Vergänglichkeit. Die Aufführung ist intensiv, spontan und einfallsreich. Ein großartiger Start, symbolhaft auch für die Kraft und Magie des Theaters, in die neue Spielzeit des Staatsschauspiels Dresden. Viel Beifall und stehende Ovationen gab es vom Publikum.
Die nächsten Vorstellungen von „Leonce und Lena“ sind am 3. Oktober, 19 Uhr  (bereits ausverkauft, evt. Restkarten an der Abendkasse) und am 14. Oktober, 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Dolce Vita: Radebeuler Weinherbst mit Wandertheater & Musik

01 Freitag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Theater

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Kabaret Kalashnikov: Humor & Lebensfreude unter freiem Himmel beim Radebeuler Weinherbst auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda. Foto: Andrzej Lazowski


Beschwingt & romantisch: Auf dem nostalgischen Theaterkarussell im Festgelände schlagen kleine und große Herzen höher. Foto: Claudia Hübschmann

„Dolce Vita“ – Das süße Leben mit reichlich Kultur und Rebensaft

Radebeul feiert den sächsischen Wein. das internationale Theater und das „süße Leben“. Unter dem Motto „Dolce Vita“ findet in diesem Jahr vom 1. bis 3. Oktober der Radebeuler Weinherbst statt.

Als dezentrale kleinteilige Veranstaltung wird das Fest mit Aufführungen internationaler Wandertheater und Musik bereichert, bei dem Elemente des beliebten Herbst- und Weinfestes zu finden sind.

Drei Tage lang können die Besucher auf mehreren Veranstaltungsinseln rund um den historischen Dorfanger in Altkötzschenbroda das Zusammenspiel aus Theater, Musik, Wein und Kunst erleben. Winzer und Weinbauvereinigungen bieten frischen  Federweißen und erlesene Weine aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut an. In gemütlicher Atmosphäre können Weinliebhaber die edlen Tropfen genießen und mit den Winzern ins Gespräch kommen.

Theatergruppen und Solokünstler zeigen eindrucksvolle Inszenierungen für Jung und Alt, die von Schauspiel über Clownerie bis hin zu Figurentheater und Comedy reichen.
Beim Kabaret Kalashnikov verschmelzen hochklassige Akrobatik, schräger Humor und knallige Balkan Beats zu einer turbulenten Show, die alle Genre-Grenzen sprengt – eine phantastische Mixtur direkt aus dem Berliner Underground. Von der Straße auf die Bühne geht es für Matiz alias Flash Gonzalez aus Chile. Der subtile Clown präsentiert keine großen, magischen Illusionen, vielmehr beruht sein Zauber in den kleinen,
liebevollen Details aus denen eine mitreißende Komik resultiert. Ohne Plan und ohne Worte, dafür mit waghalsigen Kunststücken, schrägen Improvisationen und einer Portion frischem Humor interagiert das belgische Clowns-Duo OKIDOK mit dem Publikum. Nur in weißen Unterhosen bekleidet, repetieren sie kurzerhand die Menschwerdung vom Primaten zum Homo Sapiens.

Tierisch wird es auch mit dem Niederländer Pieter Post und seiner Performance „The Turtle – Doing nothing is hard work“. Auf der Suche nach der Bedeutung der Faulheit führt er die Zuschauer auf eine epische und humorvolle Reise mit einem langsamen Beginn, bizarren Stunts und einem spektakulären Ende.

Auf dem Kirchplatz laden nationale und internationale Musikgruppen zum Feiern und Tanzen ein. Kristin Amparo und John Runefelt aus Schweden bringen mit Charisma, soulig-samtigem Gesang und grandioser Bühnenpräsenz den Jazz nach Radebeul. Das dänische Quartett Brothers Moving gilt als eine der einflussreichsten Straßenbands und rockt mit ihrem Mix aus Blues, Folk Rock und Funk weltweit die Gehwege. Mit virtuoser Spielwut zaubert Thomas Putensen immer neue Stücke auf seinem Klavier und wechselt von sanftem Blues zu Rock’n’Roll oder Klassik. Wo der Hüne aus dem Norden auftaucht, herrscht ausgelassene Stimmung und das Publikum darf kräftig mitsingen.

Zur Musik von Duo Draak dreht sich auf dem Platz vor dem Kuffenhaus das nostalgische Theaterkarussell von Georg Traber (Schweiz). Bei den schwungvollen Runden verschwimmen Alltag und das bunte Treiben gleichermaßen und auch erwachsene Fahrgäste verspüren noch einmal die Freude und Unbeschwertheit ihrer Kindheit. Zur Kinderkirmes auf den Streuobstwiesen warten Spiele und Abenteuer auf alle kleinen Gäste. Dort können sie nach Herzenslust herumtoben, die Umgebung auf dem Rücken eines Esels erkunden und anschließend am prasselnden Lagerfeuer handgemachten Klängen lauschen. Zudem lockt der Rummel wieder viele
Familien auf die Festwiese.

Auf der Elbwiese installieren Richard von Gigantikow und sein internationales Künstlerteam – im Rahmen des Projektes „Kunst am Fluss“ – einen unverwechselbaren Skulpturengarten. Mit ihrem Labyversum erschaffen sie auf dem Radebeuler Weinherbst einen Ort der Begegnungen und der Wunder.

Und auch in den Radebeuler Weingütern wird es an dem Veranstaltungswochenende unterhaltsam. In idyllischer Lage umgeben von Weinreben können die Besucher kulinarische Genüsse und Live-Musik erleben. So lädt unter anderem das Haus Steinbach zu einem gemütlichen Weinabend mit Live-Musik von Erik Jorgal, bei dessen melodischen und ruhigen Songs die Gäste in Tagträumen schwelgen.

Wie bereits im letzten Jahr, wird der Weinherbst eintrittsfrei sein. Das Publikum ist herzlich aufgefordert in den Hut der Künstler zu spenden. Durch notwendige Besucherzahlbeschränkungen kann es an den einzelnen Veranstaltungsorten eventuell zu Wartezeiten kommen.

Mehr Informationen:
http://www.weinfest-radebeul.de
http://www.facebook.com/weinfestradebeul


„Kunst am Fluss“ mit Skulpturengarten & Labyversum auf den Streuobstwiesen in Altkö. beim Radebeuler Weinherbst. Foto: Claudia Hübschmann

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Theater. Vorschau auf die neue Spielzeit an Dresdner Bühnen

04 Samstag Sept 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater

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Spiel um Macht. Wer wird die Krone aufsetzen in „König Lear“? Mit dem Shakespeare- Stück eröffnet am 18.9. die neue Spielzeit am Staatsschauspiel Dresden.


Wovon träumen junge Leute heute? Davon erzählt Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“ ab 17.9. in einer Aufführung der Bürgerbühne im Kleinen Haus. Fotos: Sebastian Hoppe

Staatsschauspiel Dresden
Spiel mit Autos auf dem Neumarkt
und König Lears Töchter an der Macht

Nach fast einem Jahr Spielpause coronabedingt, hat sich das Staatsschauspiel Dresden viel vorgenommen für die neue Spielzeit. Insgesamt 27 Premieren, davon zehn Uraufführungen stehen auf dem Plan, die bisher nicht oder nur eingeschränkt gezeigt werden konnten. Die Bandbreite reicht vom Roadtrip „Asphalt“ als Spiel mit vierzig Autos auf dem Neumarkt (Premiere: 19.9.) über das Lustspiel „Leonce und Lena“ von Georg Büchner mit jungen Akteuren der Bürgerbühne im Kleinen Haus (17.9.) bis zu Schillers Monumentaldrama „Wallenstein“ unter Regie von Frank Castorf, der erstmals in Dresden inszeniert (Premiere: 9.4.2022). Beginnend mit Shakespeares „König Lear“ (18.9.) stehen die Zeichen auf Veränderung. Ein Machtwechsel steht an. Die junge Regisseurin Lily Sykes erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Töchter Lears.
Außerdem kommt endlich die Inszenierung des Dresden-Romans
“Die rechtschaffenen Mörder“ von Ingo Schulze unter Regie von Claudia
Bauer im Oktober auf die Bühne im Großen Haus.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Alternder Junggeselle auf Freiersfüßen. Da prallen Ansprüche, Liebes- und Moralvorstellungen aberwitzig aufeinander. Foto: Peter Förster

Sommertheater im Bärenzwinger
Molieres Frauen – schlau und verführerisch

Alle träumen vom Himmel auf Erden. Der alte, selbstgefällige Junggeselle auf
Brautschau und das einsame, schöne Waisenmädchen. Die üppig, direkte
und lebensfrohe Zofe und der in Liebe entflammte, junge Dichter.
Ihre Wege kreuzen, verlieren und finden sich wieder. Jeder will und verlangt etwas anderes vom anderen. Das führt zu mehr oder weniger komischen, widersinnigen Situationen und doppeldeutigen Dialogen in der Inszenierung „Molières Frauen – ein Shakespeare aus Paris“ (Buch und Regie: Peter Förster) in der bereits 18. Spielzeit des Sommertheater Dresden im Bärenzwinger. Sein bester Freund und seine Verlobte Sophie sind entsetzt als sie erfahren, dass der alte Schwerenöter dessen Sohn im Keller einsperrte, da er ihm die Braut wegschnappen wollte. Ein vergnügliches Stück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe mit überraschenden Wendungen und ein absurdes Spiel mit Männer- und Frauenrollen, Wünschen und Erwartungen, Schein und Sein. Gespielt wird täglich außer Montag, 20 Uhr, auch bei Regen im überdachten
Innenhof noch bis 5.9.

http://www.sommertheater-dresden.de


„Lustgarantie“: Entertainerin Dagmar Frederic gibt ihr Comödie-Debüt in der Komödie um ein quirliges Damentrio jenseits der 70. Foto: Robert Jentzsch

Comödie Dresden
Sternstunden mit Lustgarantie
zum 25jährigen Jubiläum

Kurz vor seinem 25jährigen Jubiläum geht das beliebte Privattheater
endlich wieder an den Start. Mit der Premiere von „Alice im Wunderland“
begann die Comödie Dresden nach monatelanger Zwangspause im Juni wieder mit dem Spielbetrieb und eröffnete die Open-Air-Saison am Elbschloss Übigau.
Noch bis Mitte September entführt dort das verrückt-komische Musical in eine
zauberhafte Welt zwischen Utopie und Wirklichkeit. Hochprozentige Unterhaltung liefert das Dresden-Musical “Mit Herz & Promille“ (18.8. – 5.9.), in dem die Pieschener Großfamilie König humorvoll und mit typisch sächsischem Charme die Lachmuseln strapaziert. In der Spielstätte der Comödie im WTC gibt es ab September wieder temporeiche Komödien und Kultproduktionen mit bekannten TV-Gesichtern zu sehen. Darunter die französische Boulevardkomödie „Sternstunden“ (ab 28.9.) mit Cosma Shiva Hagen und die Premiere von „Lustgarantie“ am 8. Oktober, in der die Sängerin und Moderatorin Dagmar Frederic ihr Comödien-Debüt gibt als Teil eines illustren und noch sehr lebensfrohen Damen-Trios jenseits der 70.

http://www.comoedie-dresden.de


Aus dem Leben eines Sonnyboys: Die „Frank Schöbel Story“ kommt nach seiner Autobiographie im Boulvardtheater auf die Bühne. Foto: Boulvardtheater Dresden

Boulevardtheater Dresden
Ansteckende Lebenslust, Frank Schöbel & Olsenbande

Mit viel Lust und Spielfreude öffnet auch das Boulevardtheater Dresden
wieder seine Türen. Mit der Premiere von „Herr Käpt`n, die Schaluppe leckt!“
kommt am 28. August die neueste frivole Komödie für Zuschauer ab 18 Jahren auf die Bühne. Kurz nachdem das kleine, exklusive Kreuzfahrtschiff „Flotte Welle“ unter Kapitän Florian Goldeisen in See sticht, sticht einige Passagiere der Hafer. Gäste und Crew verhalten sich übermütig und freizügig und das ganze Schiff scheint erfüllt von einer mysteriösen Wollust. Alles scheint aus dem Ruder zu laufen, nur die alte Frau Leutheuser-Schnarrenthal zeigt sich erstaunlich immun und wehrhaft gegen das um sich greifende Phänomen. Da bleibt sicher kein Auge trocken bei diesem maritim-intimen Stück über neu gewonnene Lebenslust. Als nächstes feiert am 8.9. „Die Frank Schöbel Story“ Premiere über sein Leben, seine Lieben und Lieder, gespielt von ihm selbst, seiner Band und dem Ensemble (beide Vorstellungen sind bereits ausverkauft!). Die Kultkomödie „Die Olsenbande dreht durch“ (vom 5. – 17.10.) sorgt wieder für reichlich komischen Nervenkitzel und herzerfrischenden Humor.

http://www.boulevardtheater.de


Schöne Traumwelt: „Die Fantasticks“ Foto: Pawl Sosnowski

Staatsoperette Dresden
Von Cinderella bis Casanova

Träume und Sehnsüchte stehen nach fast zwei Jahren voller Einschränkungen
im Mittelpunkt der neuen Spielsaison 2021/`022 in der Staatsoperette Dresden im Kraftwerk Mitte. Sie erzählen von Sehnsucht nach der Ferne, von neuer Liebe, Glück und Reichtum und dem Traum von einer idealen Welt. Losgeht`s mit einem Dauerbrenner des Musiktheaters, „Im weissen Rössl“ (Premiere: 10.9.) in einer schmissigen Fassung mit Band und Streichquintett. „Blondinen bevorzugt“ heißt die zweite Premiere (ab 23.10.), ein Kultstück, das in der Verfilmung mit Marilyn Monroe weltberühmt wurde. Der Märchenklassiker „Cinderella“ erfreut zur Adventszeit die Herzen als mitreißendes Musical. Temporeich, voll spritziger Dialoge und mit Musik von Tango bis Foxtrott kommt die Operette „Der Vetter aus Dingsda“ auf die Bühne. In der turbulenten Kabarett-Revue „Zwei Krawatten“ wird ein mittelloser Kellner im Handumdrehen zum Gentleman. Mit „Casanova“, einer weiteren Revue-Operette, schließt die Spielzeit.

http://www.staatsoperette.de

Semperoper Dresden
Starke Frauen, Blues Brothers
und Peer Gynt

Mit 15 Neuproduktionen, 22 Wiederaufnahmen und Repertoirestücken in Oper, Ballett und Junge Szene öffnet sich ein Füllhorn von aufregend neuen Stücken in großartiger Besetzung. Unter dem Spielzeitmotto “Starke Frauenpersönlichkeiten“ sorgen gleich drei italienische Opern von Bellini, Verdi und Rossini für Leidenschaft und starke Töne: Mit Peter Konwitschnys „Norma“-Inszenierung, Vera Nemirovas Regiearbeit „Don Carlo“ und der in Kooperation mit dem Théatre de Champs-Èlysées, Paris entstandenen Neuproduktion “La Cenerentola“. Chefdirigent Christian Thielemann dirigiert die Aida-Premiere, inszeniert von der bekannten Schauspielerin
Katharina Thalbach. Für die Oper „Madama Butterfly“ kreierte
Modedesigner Kenzo die Kostüme. Als Highlight der Jungen Szene
locken die Musicals „Blues Brothers“ als Dresdner Erstaufführung
und Stephen Sondheims „Into the Wood/Ab in den Wald“ und als
Tanz-Höhepunkt tanzt das Semperoper Ballett erstmals „Peer Gynt“ in einer
Choreografie von Johan Inger.

http://www.semperoper.de

Texte (lv)

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BilderAlbum: Der SchaubudenSommer lässt Träume & Fantasie & Lebenslust hochleben erstmals auf der Hauptstraße

04 Mittwoch Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Theater

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Aberwitzig-komische Manöver vorm Goldenen Reiter: der Platz wird zum Rollfeld, wo eine verhinderte Flugstaffel alles unternimmt, um dennoch zu fliegen.


Die wunderbaren Traumtänzer haben die Künstler Muriel Cornejo und César Olhagaray geschaffen.

Spontan-verrückte Einfälle & komische Akrobatik: Sara Ski & Chris Lynam aus Großbritannien als Fani & Wili.

Fantasievolle Kunst im öffentlichen Raum: Aus recycelten Materialien gestalten die Künstler „HRB+C“ Skulpturen, Bühnen im Open-Air-Stil, Bilder und Schriftzüge auf Haus- und Leinwänden, holen die Kunst ins Freie und zaubern damit ein Lächeln ins Gesicht.

Lustiger Boxkampf gegen „Dicke Luft“! Dazu lädt mit seiner witzigen Installation, bestehend aus drei luftigen Schlauchwesen, der Aktionskünstler Jim Whiting die Zuschauer ein.

Umwerfend komisch: Als „lebendes Spielzeug“ und menschliches Stehaufmännchen kommt Monsieur Culbuto auf der Suche nach Spielgefährten angefahren auf einem Wagen, die Hauptstraße entlang.

Luftige Harlekine, Traumgestalten, Fliegerparade und Stehaufmännchen

Der SchaubudenSommer ist aus der Neustadt auf die Hauptstraße umgezogen, erfreut, verblüfft und begeistert Stammbesucher und zufällige Besucher. Und zeigt eindrucksvoll, dass im freien Raum noch viel mehr möglich ist. Gespielt wird noch bis 5. August ab 14.30 bis 22 Uhr.

Wundersame Traumgestalten schweben, tanzen, springen hoch über den Bäumen der Hauptstraße. Vor dem Goldenen Reiter hält ein Mann auf einem Gerüst zwei Stöcke in die Luft. Als wolle er Zeichen geben, manövrieren, gar die schweren Regenwolken am Himmel vertreiben oder die Zuschauermenge dirigieren?! Die Stöcke tauscht er gegen einen Stuhl in der Hand. Will er etwa August den Starken von seinem Sockel drängen. Ungerührt geht ein Mann an der Bühne vorbei, der Galerist Holger John. Ringsum stehen die Zuschauer, kleine und große, mit Regencapes, Regenschirmen und verfolgen amüsiert und gebannt das verrückt skurrile Geschehen der drei Männer auf der regennassen Bühne, die hin und her rennen, einen Mann auf einem rollenden Karren an einem Seil im Kreis ziehen, Luftsprünge mit dem Seil vollführen… Das ist ebenso lustig wie rätselhaft, vieldeutig. Ein Blick in den Programmflyer verrät, dass es sich um eine verhinderte Flugstaffel aus Kanada handelt, die aufgrund von Budgetkürzungen ohne Flugzeuge dasteht. Entschlossen versuchen die Piloten dennoch um jeden Preis zu fliegen und setzen ihr striktes Training am Boden fort.

Corpus heißt diese Komikertruppe aus Kanada und ihre Aufführung „A Flock of Flyers“. An ihrer aberwitzigen Fliegerparade und den anderen fröhlich bunten Darbietungen dieses Internationalen Sommerfestivals für Theater, Vergnügen und Musik hätte gewiss auch der für seine leidenschaftliche Kunstliebe berühmte August der Starke seine helle Freude. Der SchaubudenSommer ist weg von der Scheune in der Dresdner Neustadt auf die Straße gezogen, genauer auf die Hauptstraße. Und es bekommt ihm sichtlich gut.

Noch überraschender und unberechenbarer als der SchaubudenSommer ist nur das Wetter mit seinem ständigen Pendeln zwischen Sonne und kräftigen Regenschauern.
So blieb es an manchen Spielflächen leer gestern abend zum Auftakt des Programms, das jetzt als Festival für Straßentheater und Urban Art weitermacht.

Komödianten, Clowns, Artisten, Musiker und Tänzer unterhalten, verblüffen und erfreuen ihr Publikum zwischen 14.30 und 22 Uhr noch bis 5. August. Und einem fröhlichbunten Sommercarneval, „Hochsommerausbruch“ für die ganze Familie mit Frau Hochsommer, Glücksfee, dem Theater Schreiber & Post, feuriger Musik mit Fanfara Kalashnikov, Cie. Freaks & Fremde und den Elbstelzen als krönendes Finale am Donnerstag (5.8., Treffpunkt: 16 Uhr vor der Dreikönigskirche).

Mit spontan-verrückten Einfällen wie Begriffe raten, wie sagt man hier und da, wortspielerisch abwandeln, artistischer Comedy mit viel Bewegung und Spiel mit den Zuschauern, begeistert das Duo Sara Ski & Chris Lyman aus Großbritannien auf der Hauptstraße. Als Clown mit wildwirbeligem Haar im feinen Anzug gibt er gern großspurig den Ton an, verlangt volle Aufmerksamkeit von den Zuschauern („Wo gehst Du hin?!“, will er wissen und macht eine Geste als wolle er samt Publikum mitkommen, als ich ein paar Schritte weitergehe…) Seine Mitspielerin in pinkfarbenem Kleid steht brav die Hände gesenkt und über sich selbst grinsend am Rand. Bis zu ihrem großen Auftritt. Sie kann nicht nur gleichzeitig jonglieren und außerordentlich gut Akkordeon spielen. Sondern sie balanciert mit dem Gesicht auch noch kleine Gläser auf Tabletts, nicht ohne sich vorher allein Wein einzuschänken, eine Treppe hochgehend. Selbst ist die Frau!

Luftige Schlauchwesen, mit denen die Zuschauer sich lustig entspannende Boxkämpfe gegen „Dicke Luft“ liefern können, hat der Aktionskünstler Jim Whiting, der aus England stammt und in Leipzig wohnt, mitgebracht zum SchaubudenSommer. Gleich drei aufblasbare Schlauchmänner und Lufttänzer stehen, vis a vis zu einer schwebenden Traumtänzerin, bereit. Die laut pfeifenden Geräusche beim Bewegen der luftigen Gesellen hat er schon entfernt, nachdem ein Anwohner ihn freundlich darauf aufmerksam machte. Die fröhliche Luftverwirbelung macht dennoch viel Spaß. „Die Kinder waren mutig“, sagt Whiting und lächelt. Sie stellten sich sofort den dicke Luft verbreitenden Wesen. Sein Schaffensort „Bimbotown“ ist leider geschlossen, nachdem die alte Fabrikhalle saniert wurde. Er ist auf der Suche nach einem neuen Ort für seine witzig-verrückten und fantasievollen, mechanischen Apparate und Installationen. Vielleicht kann ihm jemand helfen, ein neues Domizil in Dresden oder Umgebung zu finden. Seine Erfindungen sind einzigartig, originell, lösen Lachen und Denkanstöße aus.

Umwerfend komisch der Auftritt der Cie. Dynamogène aus Frankreich. Als „lebendes Spielzeug“ und menschliches Stehaufmännchen kommt „Monsieur Culbuto“ auf einem Wagen angefahren, hier und da abgestellt von einem Lieferboten. Die kugelrunde Gestalt, 320 Kilo schwer, trägt ein braunes Gewand und eine Kappe wie ein Pilot. Er wartet darauf, dass jemand mit ihm spielt. Ist jemand gefunden, bewegt er sich, dreht, wippt, walzt und kugelt sich nach allen Seiten, verbeugt sich, fällt vornüber und bleibt liegen bis ihm jemand aufhilft. Das ist ungeheuer witzig und anrührend anzuschauen. Und man staunt wie der Kugelmann es schafft, derart beweglich zu sein, immer wieder aufzustehen und die Balance zu halten. D i e Entdeckung des diesjährigen SchaubudenSommers.

Fazit zum neuen Spielort und dem neuen Festival für Straßentheater

Beim SchaubudenSommer im Freien können alle, vom Rollstuhlfahrer bis zum Kleinkind im Wagen, zuschauen. Das ging in den Buden und im Scheune-Saal mit der hohen Metalltreppe nicht. Draußen ist außerdem noch viel mehr möglich, wie die neuen Performances etwa mit dem Kugelmann zeigen, die viel Platz und festen Boden brauchen und die Interaktion mit dem Publikum. Hier steht das Erlebnis im Vordergrund. Zufällige Passanten sehen die Menschentraube und bleiben stehen, werden angezogen vom Geschehen. Was im Scheunegelände so nicht ging. Die Kulisse dort wurde in den letzten Jahren immer mehr ein Treffpunkt für die Szene in der Neustadt, rings um die Buden und Zelte war der Platz immer voll, standen und saßen die Leute mit Getränk in der Hand. Der Lärmpegel war dementsprechend und teils verstand man im Trubel vor den Buden gar nicht mehr die Künstler drinnen. Das ist zum Glück auf der Hauptstraße anders. Dort verteilen sich die Spielorte mehr, man wandelt neugierig umher, die schöne Baum-Allee entlang. Natur und Kunst spielen wunderbar zusammen. Bäume, Wiese und bunte Blumenrabatten, Springbrunnen nebst Bänken sorgen für zusätzlichen Genuss, Freude, Muße, Innehalten und werden Teil der Inszenierung ohne zu sehr einzugreifen.

In den angrenzenden Lokalen mit Außenplätzen sitzen die Leute weiter bei Speis und Trank, können nebenbei einen Blick auf die Komödianten und Performances erhaschen und bekommen vielleicht auch Lust mehr zu sehen. Der SchaubudenSommer mit seinem besonderen Flair ist jedenfalls eine Bereicherung der Kulturlandschaft dieser Stadt, nicht mehr wegzudenken und passt gut auf die Hauptstraße. Das macht neugierig und Lust auf mehr solche neue Spielformen und Künstler, die gemeinsam mit dem Publikum agieren und lebendig Kunst dorthin bringen wo sie hingehört, zu den Menschen. Glückwunsch den Veranstaltern zu dieser Neuauflage des SchaubudenSommers!

Der Eintritt ist frei. Für das weitere Gedeihen dieses Festivals sind natürlich Spenden nach den Shows und auch danach weiterhin von Besuchern und Unterstützern jederzeit willkommen.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de

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Uraufführung „Gefährten“ – ein inszenierter Hörspaziergang durch das Ostragehege

20 Dienstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Theater

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Den Fährten der Tiere folgen… Und wie sie uns Menschen sehen, erfährt man neugierig, staunend, gerührt und erschüttert in der Open-Air-Inszenierung „Gefährten“ im Ostragehege. Fotos: Sebastian Hoppe

Menschliche Tiere und tierische Menschen

Was unterscheidet, trennt, eint und verbindet Mensch und Tier und wie kann ein besserer Umgang gelingen? Dem geht mit viel Ironie, Situationskomik, Wut, Wehmut und Fantasie die Aufführung „Gefährten“ auf einem inszenierten Hörspaziergang im Ostragehege nach. Ein bewegendes Projekt der Bürger:Bühne des Staatsschauspiels Dresden.

Wie fühlt es sich an Tiere zu haben? Was ist artgerechte Haltung? Bleibt der Mensch oder die Tiere und Natur als letztes zurück oder schafft er sich am Ende selber ab, nachdem er alles andere ausgerottet hat?! Spannende Fragen, die sich die Akteure der Aufführung „Gefährten“ zu Beginn stellen. Die Besucher lauschen ihnen mit Kopfhörern im Garten der Börse Dresden im Messegelände, auf der Wiese sitzend zur Einstimmung. Die Antworten darauf sind so unterschiedlich und konträr, dass bald eine lebhafte Diskussion zwischen den Akteuren entsteht, die das Heikle und die Tragweite des Themas schon deutlich vor Augen führen.

„Wir haben die Freiheit in uns“, sagt eine Akteurin. „Die Tiere begleiten mich oder ich begleite die Tiere.“ Sie würde nie sagen, dass sie die Tiere hat. Wir alle würden irgendwie Tiere einsperren und wir haben in der Gesellschaft eine Verantwortung auch für die Tiere.

Wie passen Freiheit und Haustiere überhaupt zusammen? Und was ist ihre eigentliche Umgebung heute? Von Tieren, die ursprünglich in der Wildnis lebten, die aber seit vielen Jahrhunderten von Menschen gehalten werden? Eine Frau erzählt, dass sie monatelang mit einer Spinne zusammenlebte. „Bis sie sich entschied auszuziehen…“ Der einzige Mann in der Runde lacht bei dem geäußerten Gedanken, dass wir mehr Wale bräuchten, die das angeschwemmte Plastik aus dem Meer fressen. Eine Veganerin findet, allein mit dem Fleischverzicht sei den Tieren nicht geholfen. Es brauche Lösungen, die die Leute wachrütteln. So wie bisher könne es nicht weitergehen.,

Sieben Spielerinnen und Spieler mit unterschiedlichen Ansichten, Erfahrungen und Verbindungen zu Tieren folgen deren Fährten und ergründen das zwiespältige Verhältnis zwischen Mensch und Tier, die geliebt, geschätzt, genutzt und getötet werden, auf einem inszenierten. surrealen und dokufiktionalen Hörspaziergang durch das Ostragehege, wo ehemals Europas größter Schlachthof war. Regie, Raum und Sound lag in den Händen von Juliane Meckert und Diana Wesser in dieser Produktion der Bürger:Bühne des Staatsschauspiels Dresden.

Die nächste Vorstellung am 21.7., um 19.30 Uhr ist bereits ausverkauft! Für die letzten zwei Vorstellungen am  22. Juli, um 17 + 19.30 Uhr sind noch Karten erhältlich.  Start ist an der Börse Dresden, Messering 7.

Die sieben Darsteller erzählen und spielen mit viel Ironie und Situationskomik, Unbehagen, Wut und Wehmut, nahegehend und streitbar, fantasiereich kostümierte Mischwesen aus Tier und Mensch, die mal belustigt, mal bedrückend, beängstigend und grotesk-komisch mit den Zuschauern spielen – als Versuchsobjekte für ein Experiment. Zuerst geht es hinauf in den Festsaal der Börse mit nachgebildeten Tiertrophäen, Läufer aus Tierhaut und eine ausgestopfte weiße Eule auf dem Kaminsims. Wo es wissenschaftlich ausführlich und eindringlich um Objekt, Subjekt und Abspaltung der Spezies Mensch, die Naturausbeutung als Ressource des Industriekapitals, die Höherbewertung von Kultur gegenüber der Natur und die Suche nach Alternativen geht, die aus ökologisch feministischen Naturvorstellungen heraus auf gleichberechtigten Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Tieren beruhen.

Das Publikum folgt den Gestalten mit Tierköpfen, die Hasenkopf, Federkleid, Bärenfell oder eine durchsichtige, kugelige Hülle wie eine Qualle tragen. Ein gefiedertes Wesen (Ivana Kromat), vielleicht ein Huhn in golden schimmernder Jacke zieht eine lange rote Schleppe wie eine blutrote Spur durch eine helle, leere helle Messehalle, auf dem Boden die weiß gezeichneten Umrisse von Tieren, die einst hier geschlachtet wurden.
Dieses Wesen stellt sich im nachhinein als Pferd-Mensch-Chimäre heraus.

Es sind Tiergeräusche zu hören, Schweine grunzen, Schafe mähen, Kühe muhen und Pferde wiehern. Ein Mann erklärt die Bewegungsabfolge, welche die Zuschauer mit ausführen sollen: „Greif mit der linken Hand in die Luft, zieh etwas an dich heran und stich mit der rechten Hand zu! So geht das.“ Und wiederholt die Worte immer wieder und die meisten Zuschauer machen es mit. Fast 700 Millionen Geflügel, 60 Millionen Schweine und 30 Millionen Rinder sterben jährlich in Deutschland auf die Art. Rund 30 000 Arbeiter in Schlachthöfen töten im Akkord die Tiere.

Eine Gestalt mit Federrock und Fernglas (Hayret Ulusoy) steht im Gestrüpp hinter einem Gitterzaun und klagt über die Gitterkäfige und die ständige Beleuchtung. Die Augen tun so weh, dass sie den Sternenhimmel nicht mehr sieht, dafür stinkt es nach faulen Eiern und Tod. Ihr habt doch schon alles von mir! Was wollt Ihr noch?!, kreischt sie verzweifelt dramatisch die Zuschauer an. Ein Bär (Karl Theodor Uschner) wühlt in einer Mülltonne nach Essbarem.

Hinter den verfallenen Schlachthofbaracken und den Brombeerhecken versammelt sich das Publikum zu einem geheimen Treffen mit einer Gruppe von radikalen Tierrechtsaktivisten am imaginären Lagerfeuer, die überlegen und erbittert streiten, wie sie das sinnlose Machtspiel zwischen Mensch und Tier beenden und die Erde retten können. Im Chor verkünden sie kämpferisch ihre neue fantastische Gesellschaftsutopie: „Menschliche Tiere und tierische Menschen!“ Sie wollen die Grenze auflösen, Einssein mit den Tieren.

Sie malen sich aus wie es wäre als Mischwesen, Chimäre. Zu fliegen wie die Vögel oder im Wasser gleiten wie die Fische. Den Kopf frei machen und nichts tun. Pure Freiheit. Es gäbe keine Zoos mehr und man könnte in den natürlichen Lebensraum der Tiere mit einfließen.

Im nächsten Moment beschimpfen sie sich mit Tierausdrücken als „dumme Gans“, „fettes Schwein“, „Opferlamm“… Der Hase, das Versuchskaninchen zeigt stolz das gläserne Versuchslabor für die neuen Mischwesen unter der Holzbrücke. Unterdessen ziehen Gewitterwolken herauf am Himmel.

Auf einer begrünten Rampe werden die Zuschauer von den Tiergestalten einer gründlichen Selektion unterzogen, sie drehen den Spieß um, nehmen drastisch die Einteilung in Nutz- und Haustiere auf die Schippe und überlegen gruslig-komisch, was brauchbar ist am Menschen und wie er zu optimieren sei. „Sex ist unhygienisch! Wer braucht das noch?! Und wozu dann noch Geschlechter?“, ruft eine Frau, die Leiterin des Experiments (Romy Kunert) im schwarz-weiß karierten Kostüm mit vier Händen spöttisch in die Runde. Gipfelnd in der Frage, ob es dann überhaupt noch Menschen brauche?! Tiere haben bessere Sinne, sie sehen und hören viel mehr als Menschen. Der Hase (Sarah-Luisa Bracke) erzählt von schlimmen Tierversuchen, seitdem zuckt er ständig. Zusammen mit der Frau, die unter ihrem karierten Mantel eine Haut wie ein Reptil trägt, verteilt er Tierfelle an die Zuschauer. Jetzt ist Rundumerneuerung angesagt. Sich häuten, alles schön und neu wachsen lassen… Ein paar Hände, Klauen und Flügel würde die Reptilfrau auch gern nehmen. Die Qualle (Lydia Müller) balanciert auf einem Seil und sagt weise: „Bekommt etwas zu viel Gewicht, gerät es aus dem Gleichgewicht. Wir alle kämpfen, um nicht unterzugehen.“

Über die Straße geht es hinüber in den Wald, in naturgeschütztes Gebiet mit entsprechender Beschilderung. Dort sind Insekten und Grün streng geschützt. Der Widerspruch stößt den anderen Tiergestalten auf. Eine Spaziergängerin mit vier Galgohunden schaut neugierig auf den bunten Tierumzug. Im Wald hält der Bär hungrig ein Gewehr, an seiner Seite sitzt auf einem roten Stuhl eine schwarze Gestalt (Paula-Sophie Graband) mit einer Krone aus Zweigen und einem roten Herz in der Hand. Ein Schuss und ein Tierschrei sind zu hören. Sie erzählen von Jagd und Töten von Wildtieren berührend und zwiespältig. Gerade hat das Reh noch gelebt, jetzt liegt es tot am Boden und sein Herz pulsiert noch warm in der Hand. Ein unangenehmes Gefühl. Doch das Tier wäre auch gestorben, wenn sie nicht da gewesen wäre, tröstet sich die Frau. Sein Herz bekommt, in Scheiben geschnitten, ihr Hund, der zur Jagd mitlief und dem sie damit etwas Gutes getan habe, er freut sich.

Auf einer Waldlichtung sitzen die Zuschauer auf der Wiese auf den Tierfellen und lauschen meditativen Klängen. Eine Stimme sagt salbungsvoll: „Wir sollten diese Verbindung immer wieder sehen – jede Blume ist eine Welt für sich. Jeder Baum. Jede Bewegung.“ Die Tiergestalten verteilen wie für ein Festmahl silberne Teller. Die Vogelfrau zerteilt ein Tier mit dem Messer, das sei doch auch ein „Teil von Kultur“!, und wirft den Zuschauern rohe, rote  Fleischstücke samt Fell und Krallen zu. Guten Appetit!

Man fühlt sich hin und her gerissen bei diesem Rundgang an konkrete und symbolische Orte und Szenen, in denen an das Leid der Tiere dieser Welt erinnert wird. Das geschieht ergreifend, traurig, aberwitzig und schmerzlich, aber auch feierlich und würdevoll wie bei einer Zeremonie. Mit abschließendem Ritual an der Elbe für all die getöteten und täglich weiter sterbenden Tierarten durch Naturzerstörung. Währenddessen bricht die Sonne durch die Wolken, Die Tiergestalten teilen Spiegel aus, den sich jeder Zuschauer vors Gesicht hält und sich vorstellt, welches Tier er ist, Wild- oder Haustier und mit der Energie dieser Wesen in Resonanz geht. Auf der Spiegelrückseite steht: „Wir werden gemeinsam oder wir werden gar nicht“. Ein Zitat der Wissenschaftshistorikerin Donna Haraway aus ihrem letzten Buch „Unruhig bleiben“. Die ganze Aufführung ist ein Experiment mit wechselnden Mensch-Tier-Perspektiven. Ob es geglückt ist und etwas bewirkt, kann jeder für sich entscheiden.

Es ist auf jeden Fall an der Zeit, das Verhältnis Mensch – Tier neu zu gestalten, sie als fühlende Geschöpfe und Lebewesen anzuerkennen, ihre natürlichen Lebensräume zu erhalten, zu schützen und sie einfach in Ruhe leben zu lassen. Mensch und Tiere können nicht ohne einander, sondern nur miteinander Wege finden, sie naturnah und verträglich zu halten und auf die Bedürfnisse der Tiere zu achten. Nicht die Tiere brauchen ein Bewusstsein, sondern die Menschen mehr Bewusstsein und Mitgefühl für einen angemessenen, besseren Umgang mit Tieren als Mitlebewesen.

Viel Beifall für ein besonderes Theatererlebnis, das einen nicht so schnell loslässt.

Text + Fotos (2) (lv)

Weitere Infos + Tickets unter http://www.staatsschauspiel-dresden.de


Skurril und gruslig-komisch: das Experiment mit Mischwesen aus Mensch und Tier und eine Zeremonie, auf der schmerzlich, wütend und würdevoll an das Tierleid in der Welt erinnert wird. Fotos: Sebastian Hoppe‚
Nach dem Abschlussritual an der Elbe. Die „Gefährten“ und die sie begleitenden Menschen bekamen reichlich Beifall zur Uraufführung. Fotos (2) (lv)

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Sommerfest der Jugendkunstschule Dresden am Schloss Albrechtsberg

04 Sonntag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater

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Junge Leute bringen Ideen für das neue Programm der JugendKunstSchule ein

Am 4. Juli zwischen 16 und 22 Uhr lädt das Team der JugendKunstschule (JKS) Dresden zusammen mit den jungen GestalterInnen des Beteiligungsprozesses „Meine JugendKunstschule“ zum Sommerfest am Schloss Albrechtsberg ein.

Seit einigen Wochen arbeitet eine Gruppe von jungen Dresdnerinnen zwischen 14 und 18 Jahren gemeinsam an neuen Themenschwerpunkten für das Kursprogramm der JKS. Im kreativen Beteiligungsprozess „Meine JugendKunstschule“ suchte das neu gegründete „Dreamteam“ nach Themen, die für sie als Vertreterinnen ihrer Altersgruppe von Bedeutung sind. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zum Sommerfest künstlerisch dargestellt. Gleichaltrige Besucherinnen haben die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen und per Abstimmung Einfluss auf die Themenauswahl zu nehmen. Das meistgewählte Thema dient als Grundlage für die inhaltlichen Angebote der JKS zwischen Januar und Juli 2022.

„Für die zukünftige Ausrichtung der JugendKunstschule Dresden ist eine solche aktive Teilhabe und Gestaltung durch junge Menschen in der Stadt eine unabdingbare Voraussetzung, um neue Wege der Zusammenarbeit von Jugendlichen und Erwachsenen zu erproben“, so Leiterin Valentina Marcenaro.

Neben dem Angebot des „Dreamteams“ finden weitere kreative Mitmachangebote von Mitarbeiterinnen der JKS statt. Von der Schmuckwerkstatt, über Upcycling-Angebote, bis hin zu Tanzdarbietungen und einer Keramikwerkstatt – Kinder und Erwachsene können sich, wie jedes Jahr, kreativ am Sommerfest beteiligen.

Um 18 Uhr findet die Aufführung des Theaterprojektes „Hate Speech“ statt. Im Rahmen des Projektes „Wege ins Theater – Kultur macht stark“ setzten sich Jugendliche der Oberschule Weixdorf mit dem Thema des verbalen Mobbings künstlerisch auseinander. Die Ergebnisse präsentieren die Projektteilnehmerinnen auf der Bühne der JKS.

Ab 20 Uhr können die Besucherinnen im Hof unter freiem Himmel bei der Musik von DJ Hafi tanzen und bis 22 Uhr den Abend vor der Kulisse des Schlosses Albrechtsberg ausklingen lassen.

Text: JKS
Fotos: Katrin Silbermann

http://www.jks-dresden.de

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Die Bürger:Bühne entführt mit „Gefährten“ auf einen Hörspaziergang im Ostragehege

01 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Theater

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Ein wildes Wesen, dem Menschen nicht unähnlich. Was unterscheidet uns
von Tieren, was verbindet uns? Dem geht die Aufführung „Gefährten“ ab Freitag auf einem Hörspaziergang auf dem neuen Messe- und früheren Ostrale-Gelände im Dresdner Ostragehege nach. Foto: Sebastian Hoppe


Den Fährten der Tiere nachgehen, die wir lieben, nutzen, schützen, töten…
Diana Wesser und Juliane Meckert bringen mit „Gefährten“ ein heikles Thema zur Sprache. Foto: Lilli Vostry

Skurriles Spiel zwischen Mensch und Tier

Vorab zur Uraufführung „Gefährten“ der Bürger:Bühne am Staatsschauspiel Dresden am 2.7., 17 Uhr im Ostragehege sprach ich mit Juliane Meckert und Diana Wesser, die den Hörspaziergang entwickelten. Sieben Spieler ergründen das zwiespältige Verhältnis von Mensch und Tier näher auf dem Gelände des einst größten Schlachthofs Europas.

Ein Gesicht mit gelben Augen, ein Wesen zwischen Mensch und Tier, schaut halb versteckt aus grünem Dickicht hervor auf dem Titelbild von „Gefährten“. Das gleichnamige Theaterprojekt der „Bürger:Bühne“ des Staatsschauspiel Dresden entführt die Zuschauer zu einem surrealen doku-fiktionalen Hörspaziergang auf dem neuen Messe- und ehemaligen Ostrale-Gelände im Ostragehege.

Die Uraufführung ist am 2. Juli, 17 und 19.30 Uhr. Der Rundgang startet in Gruppen mit jeweils maximal fünfzehn Teilnehmern am Treffpunkt Börse Dresden, Messering 7. Mit dieser Aufführung betritt die “Bürger:Bühne“ rätselhaftes Neuland nicht weit von der Innenstadt entfernt auf einem Gelände, das einst Europas größter Schlachthof war.

„Es geht um das Thema Nachhaltigkeit und das zwiespältige Verhältnis von Menschen zu ihren Tieren, wobei wir die Tiere mehr in den Fokus rücken“, sagt Diana Wesser. Gemeinsam mit Juliane Meckert führt sie Regie, entwickelten sie den Raum und Sound für den Hörspaziergang. Um Szenografie und Kostüme kümmerte sich Louise Walleneit. Eigentlich sollte es ein Bühnenstück werden und die Premiere ursprünglich im September 2020 sein. Doch wegen Corona ging das nicht. So hielten sie nach  einem Aufführungsort draußen Ausschau, auch der Große Garten war im Gespräch. Bevor sie sich für das Ostragehege entschieden, das schon der Maler Caspar David Friedrich in seinem geheimnisvollen Gemälde „Das große Gehege“ verewigte und den Soziologen Bruno Latour veranlasste, das Verhältnis, die Hierarchie der Über- und Unterordnung zwischen Mensch und Umwelt neu zu bestimmen.

Zu erleben ist eine Stückentwicklung mit sieben Spielern, unter ihnen eine
Tierärztin, eine Pferdetherapeutin, eine Frau, die mit Tieren zusammenlebt, eine
Tierschutzaktivistin und ein Jäger, der noch nie geschossen hat. Sie verkörpern
skurrile Wesen zwischen Tier und Mensch, radikale Tierrechtsaktivisten und denken in ihren Texten und Szenen nach über den Umgang mit Tieren, über Fleischkonsum, Haustiere, Zoonosen, Zucht und den eigentlichen Ursprung des Menschseins. Die Akteure führen das Publikum per Kopfhörer über das Gelände, rund um den ehemaligen „Schweinedom“, die Fettschmelze und den Amtsschlachthof. “Die Zuschauer tauchen ein in die Welt der Tiere, die ihre Fährten legen und sie an verschiedene Orte im Gelände führen“, sagt Juliane Meckert. Als Kulisse dienen morbide Ruinen, gähnend leere Messehallen und idyllische Natur im Landschaftsschutzgebiet, in dem sich immer noch zahlreiche Tiere tummeln. Es sei aber kein Stationen-Theater, sondern es wird eine durchgehende akustische Spur über den weiträumigen Spielort gelegt.

“Bei diesem Hörspaziergang in Verbindung mit szenischen Bildern und wechselnden Blickrichtungen erfährt der Besucher den Raum im Messegelände neu“, so Diana Wesser (51). Die gebürtige Stuttgarterin hat Medienkunst und Grafikdesign in Leipzig studiert. Juliane Meckert (39) stammt aus Leipzig, studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg und hat bereits in mehreren Theaterprojekten genreübergreifend im öffentlichen Raum u.a. in Wien, Bremerhaven und in Leipzig mitgearbeitet. Dort lud sie zusammen mit Diana Wesser 2017 in ein „Kasino der Werte“ in einer Ladenpassage ein. “Gefährten“ ist ihr viertes gemeinsames Theaterprojekt.

Der Ausgang bleibt offen. „Es gibt nicht die eine Antwort, aber klare Warnhinweise wie das weltweite Artensterben, Klimakatastrophen und Corona-Krise“, sagt Juliane Meckert. „Wir müssen wieder erkennen, dass wir Teil der Natur sind. Sie kann ohne uns leben.“ Insgesamt zehn Vorstellungen von „Gefährten“ sind bis 22. Juli, jeweils 17 und 19.30 Uhr im Ostragehege geplant.

Text + Fotos (3) (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Bilder-Album: Premiere Wald-Theater „Luftholen“ in der Dresdner Heide

30 Mittwoch Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Im Wald, über den Dächern muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…, sang
Regina Felber angelehnt an ein bekanntes Lied von Reinhard Mey.

Wundersame Begegnungen im Wald mit Riesen, Scherzkobolden und flirrenden Sonnenflecken

Die Natur wurde zur Bühne für „Luftholen“, ein vergnüglich fantasiereiches Erlebnis für kleine und große Zuschauer mit 15 Künstlerinnen und Künstlern unter Regie von Regina Felber am Sonntagnachmittag im Stechgrund in der Dresdner Heide.

„Das wahre Theater ist, wo man fühlt und lacht, wo es mit einem im Innern was macht….“, begrüßte die Schauspielerin und Initiatorin des Projekts Regina Felber vergnügt die Zuschauer am Eingang zum Wald-Theater. Von Bildschirmbildern habe sie genug. Darum zog es sie nach draußen in die Natur, genauer, in den Stechgrund in der Dresdner Heide. Diese gibt eine traumhafte Kulisse für ein besonderes künstlerisches Erlebnis. „Luftholen“ – ein musikalisch-theatralischer Spaziergang hatte am Sonntagnachmittag Premiere. Gleich zwei Vorstellungen, beide ausverkauft!

Bei schönstem Sommerwetter luden insgesamt fünfzehn Künstlerinnen und Künstler, Schauspielerinnen, Komödianten, Musiker und Tanzende ihr Publikum ein zum Schauen, Innehalten und Genießen mit allen Sinnen mitten im Grünen. Flirrende Sonnenflecken auf den Waldwegen und würzige, angenehm kühle Waldluft. Weite Aussicht, dem Himmel nah, Vogelgezwitscher, Bachplätschern. In mehreren Gruppen gingen Zuschauer und Akteure gemeinsam vom Waldpark Weißer Hirsch aus auf dem ca. zweistündigen Spaziergang auf unebenen, romantisch-verschlungenen Pfaden immer tiefer hinein in den Wald, gab es an zehn Spielorten Wundersames, Urwüchsiges, Lustig-Versponnenes und Bezauberndes zum Thema Luft und Wald zu sehen und zu hören, lauschten, lachten und ließen sich kleine wie große Zuschauer verzaubern von der Kunst im Wald. In der Natur Vorgefundenes entfachte die Fantasie der Künstler. Wie ein umgefallener, „sprechender“ Baum, dem Schauspieler Thomas Stecher seine Stimme lieh per Toneinspielung in berührenden Worten über Zeit und Vergänglichkeit. Da taucht auf einer Holzbrücke plötzlich ein Riese auf, dem das Luftholen schwer fällt und der verwundert die vielen vor ihm schwebenden Seifenblasen betrachtet.

Mehr Text zur Aufführung folgt.

Fazit. Bitte mehr davon! Die Natur als Bühne und Raum für Träume und neue Erfahrungen.

Text + Fotos (lv)

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • Besonderes HimmelsSchauspiel: Partielle Sonnenfinsternis am Astronomietag mit dem Astroclub Radebeul
  • Ausstellung "Urkraft - Im Bild der Natur" von Wieland Richter in der Galerie Mitte in Dresden
  • Marketing Club Dresden zieht um ins Hotel Taschenbergpalais Kempinski
  • Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag eröffnete seinen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in Radebeul
  • Die Bürger:Bühne entführt mit "Gefährten" auf einen Hörspaziergang im Ostragehege
  • Lange Nacht der Galerien & Museen im Dresdner Barockviertel
  • BilderAlbum: Blütenzauber bei der Ausstellung "Dresdner Frühling" im Palais Großer Garten in Dresden
  • Galerie mit Weitblick Radebeul: Im Farbenmeer von Maria Mednikova
  • Junge Kunst in der Galerie Mitte

Aktuelle Beiträge

  • Bühne frei für: „Lyrik unter freiem Himmel“ auf dem Konkordienplatz in Dresden
  • Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden
  • Neue Lyrik: Frühlingsanfang & Blütensterne & Frühlingsbeginn (Ohne P.)
  • Leipziger Buchmesse beendet mit neuem Besucherrekord
  • Leipziger Buchmesse: Menschen am Fluss & Romantasy & Wo sich die Erde verändert. Empfehlungen für den letzten Buchmesse-Tag.
  • Leipziger Buchmesse: Halbzeit mit neuem Besucherrekord
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  • Die Preisträger der Leipziger Buchmesse 2026
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  • Leipziger Buchmesse: Besondere Bücherschätze auf der Antiquariatsmesse

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