Ausstellung „Kunstbrücke“ im Lügenmuseum Radebeul


Achtung Kunstbaustelle: Der rotweiß bemalte Stuhl steht nebst weiteren Installationen von Reinhard Zabka in der neuen Ausstellung „Kunstbrücke“ im Lügenmuseum Radebeul. In dem Projekt geht es um die Vernetzung von Künstlern und Kunstorten beidseits der Elbe.

Ein fantastischer Figurenkosmos

Gestalt- und zeichenreiche Arbeiten auf Papier von 21 Künstlern zeigt die Ausstellung „Kunstbrücke“, die Kunstorte beidseits der Elbe vernetzt, im Lügenmuseum Radebeul.

Bunte Fische, blaue Mondraketen und andere kuriose Flugapparate auf Rädern
und mit langen Antennen schwirren auf den Wänden und stehen startklar im Raum. Lustige Tier­- und Fabelwesen und Außerirdische strecken ihre Fühler aus und schauen neugierig auf die Erdenwelt. „Aliens Welcome“ steht in roten Buchstaben am Eingang zum Lügenmuseum in Radebeul, gleich daneben mit rot-weißem Absperrband bemalt eine Tafel mit der Aufschrift „Kunstbrücke“ auf der Staffelei. Die Aliens stammen noch von der letzten Ausstellung. Nun lockt ein neuer, fantastischer Figurenkosmos für die Besucher zum Staunen, Schmunzeln, Wundern und Träumen in der Ausstellung, die gestern am Freitagabend im Saal vom Lügenmuseum an der Kötzschenbrodaer Straße 39 eröffnete. Großformatige, farb- und zeichenreiche Natur- und Stadtlandschaften auf Papier hängen ungerahmt, frei im Raum. Alles was das Leben lebens- und liebenswert macht und was es am Blühen hindert, ist dort form- und gestaltreich versammelt.

Zu sehen sind Arbeiten von 21 Künstlerinnen und Künstlern, bekannten und neuen, umgeben von allerhand witzig-skurrilen, summenden, ratternden, blinkenden und bewegten Dingen im Auf und Ab des „Welttheaters“, zusammengetragen von Reinhard Zabka, dem Betreiber dieses besonderen Kunstmuseums und künstlerischen Leiter des Projekts „Kunstbrücke“. Vor zwei Jahren erhielt dieses einen Preis für die Vernetzung von Künstlern und links- und rechtselbischer Kunstorte im Rahmen der Kunstförderung im ländlichen Raum. „Solche Kunstorte sind wichtig für die kulturelle Versorgung, für das Produzieren und den Austausch der Künstler untereinander und die Erschließung neuer kreativer Potenziale und Mittel“, sagt Reinhard Zabka. Die Bilder entstanden im November 2022 bei Aktionstagen mit Performances in einem leerstehenden Ladengeschäft in Riesa mit anschließender Ausstellung. Jetzt werden sie noch einmal im Lügenmuseum als Sommerausstellung gezeigt. Gefördert wurde dieses Gemeinschaftsprojekt verschiedener Kunstorte von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Landkreis Meißen und der Großen Kreisstadt Radebeul. Da ragen rot signalfarben Installationen mit filigranen Figuren in die Höhe, stehen Kunstobjekte und Stühle ohne Sitzfläche rot-weiß bemalt wie eine Baustelle, Gefahrenzone oder schützenswertes Gut in der Ausstellung.

Da hängen die wildfarbigen Tüpfelbilder von Klaus Liebscher an der Wand. Neben luftig bewegten Linienschwüngen wie wehende Tücher und Papierseiten festgehalten von Franziska Kunath steht kunstvoll verwobene Kalligrafie und Wortpoesie in schwarzen Buchstaben von Silvio Colditz. Figürliches und Pflanzliches verbindet Anita Rempe in ihrer Arbeit. Eine dunkle Sternschnuppe und Raketen fallen aus dem Himmel auf eine dichtbesiedelte Landschaft mit weißem Riesenvogel, unter dem Panzer rollen in einer Zeichnung von Dorota Zabka. Vis-a-vis zu einer Ansicht der Radebeuler Weinhänge in erdbraunen, urwüchsigen Farbtönen von André Uhlig ist eine witzig-ironische Figurenlandschaft, die Worte „Wir“ und „Heimat“ umkreisend, von Holger John, Künstler und Galerist in Dresden, zu sehen. Da ragen Leitern über Spinnennetze und Fischgräten hinaus in die Welt, klaffen Löcher neben einer Flasche mit Hochprozentigem, schweben Geldscheine und Domino-Spielsteine und ein Peace-Zeichen bewehrt mit Nägeln und streckt eine schwarze Gestalt mit Geweih auf dem Hut und Flügeln am Mantel mehrere Arme, Pinsel und Farbpalette oder Münzteller, gleichzeitig aus.

Die Zeit ist wie lose Uhrzahnräder aus den Fugen und geht wandlungsreiche Wege wie in einer gewundenen Schneckenhaus-Treppe in einer symbolstarken Zeichnung von Lea Sadowski. Ein blauer Erdball mit dunkel galoppierendem Reiter und Hochspannungsmasten, aus dessen Mitte ein Pinsel mit gelber Farbe emporsteigt vor glühendem Hintergrund, schwebt auf einem Bild von Christopher Simpson aus dem Künstlerhaus Wehlen. Als nächstes plant Zabka ein „Freiluftatelier“ mit Künstlern auf dem Dorfanger von Serkowitz hinter dem Lügenmuseum anlässlich des 100-jährigen Stadtjubiläums von Radebeul im Mai. Leider wurde eine Förderung über das Programm „Demokratie leben“ vom Landkreis Meißen abgelehnt. „Was wir machen, ist ja gelebte Kultur und Demokratie und passt wohl nicht in ihre Schublade. Weil wir die Kommode sind“, sagt Reinhard Zabka mit dem ihm eigenen Humor. Um so wichtiger ist das Zusammengehen mit weiteren Kunstorten und Kreativität auch beim Erschließen von Finanzierungsmöglichkeiten.

Text + Fotos (lv)

Geröffnet: Sa und So, Ferien und Feiertage jeweils 13 bis 18 Uhr

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Ausstellung „Landschaften, Frauen, Tod und TV“ von Hans Scheib im Einnehmerhaus Freital


Der „alte Spaßmacher“ als lachender Tod, umgeben von zarten und kraftvollen Frauenfiguren: Geschaffen hat sie der Bildhauer Hans Scheib.


Expressiv klangreiche Improvisationen gab es von Musiker Peter Koch am Cello zur Ausstellungseröffnung im Einnehmerhaus.

Ein lachender Tod und die Freuden des Lebens

Witzig-abgründig, sinnlich und unerschütterlich lebensbejahend sind die Figuren, Zeichnungen und Grafik in der Ausstellung „Landschaften, Frauen, Tod und TV“ von Hans Scheib derzeit im Einnehmerhaus Freital.

Mit weit aufgerissenen Augen, roter Nase im bleichen Schädel und weißen Knochenhänden auf dem Umhang, umflossen von blauen Kreisen und dunklen Kreuzen, steht die bemalte Holzskulptur des „alten Spaßmachers“ als lachender Tod mitten im Raum. Zu seiner Seite zwei Frauenfiguren. Eine mit blauem Haar, blasse Haut, filigran und mit versunkenem Blick und die andere aufrecht, selbstbewusst mit ihren Reizen umgehend, die rot betont sind auf dem von blättriger Farbe und Lebensspuren durchzogenen Körper. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Landschaften. Frauen. Tod und TV“ mit Figuren, Zeichnungen und Grafik von Hans Scheib, einem der renommiertesten Holzbildhauer in Deutschland. Eröffnet wurde die Schau am vergangenen Sonnabend mit viel Besucherresonanz im Einnehmerhaus Freital, Dresdner Straße 2.

Sein Einnehmer, ebenfalls ein grinsender Tod, steht schon länger gleich hinter dem Eingang im Einnehmerhaus und nimmt die Kunstliebhaber nicht nur monetär für sich ein. Aus farbig bemaltem Holz und mit fast etwas erschrockenem Blick erinnert er an die verfließende Lebenszeit und verkörpert die ganze Tragikomik des Seins. Der Tod kann sich selbst nicht entkommen. Nun kam der Künstler Hans Scheib selbst mit seinen Arbeiten hierher. “Wir freuen uns sehr über diese tolle Ausstellung und dass ein ganz großer Künstler in unserem kleinen Einnehmerhaus zu Besuch ist“, sagte Bettina Liepe, die Vorsitzende des Kunstvereins im Einnehmerhaus zur Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung war schon vor einem Jahr geplant, doch es hat nicht geklappt auch aus gesundheitlichen Gründen. Das Gehen fiel Hans Scheib sichtlich schwer, gestützt auf einen Rollator und sprechen konnte er nicht aufgrund seiner Erkrankung. Begleitet von seiner Frau Anna Cumin freute er sich ebenso über das große Besucherinteresse, unten ihnen viele bekannte Künstler und Gleichgesinnte im Geist wie Ralf Kerbach, Peter Graf und Eckhart Kempin.

Die expressiv, klangreichen Improvisationen, abwechselnd helle, warme und dunkle, raue, knarrende und dissonante Klänge am Cello von Musiker Peter Koch aus Dresden stimmten wunderbar auf die Ausstellung ein. Diese versammelt Arbeiten von Hans Scheib aus dem Zeitraum von 1991 bis 2022, darunter kleine Bronze- und Steingussfiguren, Aktzeichnungen auf schwarzem Grund, Kaltnadelradierungen und Aquarelle, die in der Form und Darstellung konkret, offen und vieldeutig zugleich sind. Schönes und Erschütterndes, Reizvolles und Vergängliches, Lebenslust und Leid sind nah beieinander in Hans Scheibs lebensgroßen, großartigen Figuren und Zeichnungen von witzig-abgründig, sinnlich, keck, zart, verletzlich bis komisch-grotesk. Von Lust, Leidenschaft und Macht besessene Frauen, die anziehend und halb nackt da stehen.

„Er liebt Frauen und feiert das Weibliche in aller Form von klassisch antik, mädchenhaft modern bis expressiv und ob junge oder reife Frauen, bei ihm dürfen sie geheimnisvoll und rätselhaft wie eine Sphinx bleiben“, sagte die Laudatorin Clivia Bahrke über Scheibs Werke. Faszinierend in ihrer reduzierten, eigenwilligen Formsprache sind auch seine Aquarelle wie der kahle Pflaumenbaum, die stachlige Weide und die Ansichten norwegischer Landschaft mit Bergen, Meer und Inseln von weißem Papier umflossen, luftig, leicht und weit in Grün-, Blau­- und Violettönen. Außerdem zeigt Scheib ironische Kaltnadelradierungen von Politikern, einzeln und mehrere, im Amt und privat. Wie „E.H. in B.“ mit zerfurchtem Gesicht. Helmut Kohl kraftstrotzend. Fäuste ballende „Partner“ und ein vieldeutiger Fingerzeig von Angela Merkel. Franziskus und Donald, machtvoll und demütig der Kirchenmann. Und stolzgeschwellt dirigierende Gesten im Blatt „Wir sind Papst“ von 2011.

Hans Scheib ist ein Meister der Bildhauerei und Grafik, seine Werke sind ernsthaft bis spöttisch und unerschütterlich lebensbejahend trotz aller Kümmernisse und Schatten. Er wurde 1949 in Potsdam geboren, wuchs in Ostberlin auf und studierte nach einer Schriftsetzer-Lehre dann Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste bei Walter Arnold von 1971 bis 1976. Seitdem arbeitet Scheib als freischaffender Künstler in Berlin Prenzlauer Berg bis zu seiner Ausreise mit seiner Frau und zwei Töchtern 1985 nach Westberlin, um der Enge des staatlichen Kulturbetriebs zu entkommen. Seit 1978 sind seine Werke auf deutschen und internationalen Ausstellungen zu sehen. 1995 bekam Hans Scheib den Kunstförderpreis der Akademie der Künste Berlin. „Das Besondere an seinen Figuren ist, dass sie zeitgemäß mit ihrer Expressivität sind, obwohl ihre körperliche Anatomie inmer noch erkennbar ist und dass er sie in Farbe kleidet“, sagt der Maler und Grafiker Eckhart Kempin, der Scheib von der Kunsthochschule in Dresden kennt und inzwischen 83-jährig immer noch voller Schaffensfreude ist. Die Ausstellung von Hans Scheib ist noch bis 22. Juni im Einnehmerhaus Freital zu sehen. Dort ist auch ein umfangreicher Werkkatalog „Kalte Nadel“ von ihm mit Vorzugsgrafik erhältlich.

Text + Fotos (lv)
Weitere Fotos zur Ausst. folgen.

Geöffnet: Do + Sa 10 bis 17 Uhr, Fr + So 14 bis 17 Uhr


Bittender, flehender, fast ängstlicher Blick: der Einnehmer von Hans Scheib steht schon länger gleich hinter dem Eingang im Einnehmerhaus Freital, erinnert die Besucher an die verfließende Lebenszeit und daran, die schönen Dinge nicht zu vergessen.

Neuer Galerieraum & Schaumalen bei Kunst & Eros


Noch mehr sinnenfrohe Kunst: Galeristin Janett Noack im neuen Galerieraum gegenüber dem jetzigen in der Kunsthandwerker-Passage, Hauptstraße 15, in Dresden.

Sinnenfrohe Kunst bei den Kunsthandwerker-Tagen

Noch mehr sinnenfrohe Kunst in die Kunsthandwerker-Passage! Unter diesem Motto eröffnete zu Jahresbeginn ein zusätzlicher Ausstellungsraum der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Durch die großen Schaufenster gegenüber der Galerie kann man einen Blick
auf neue Malerei, Grafik und Plastiken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler vorwiegend aus der Region werfen. Darunter großformatige, farbintensive figürliche Arbeiten, Frauen und Paare, von Juan Miguel Restrepo, Gudrun Trendafilov, Rita Geißler, Anita Voigt, Steffen Fischer und Leo Lessig. Wände und Mobiliar strahlen porzellanweiß, Bilderrahmen und Fußboden in hellen Holztönen. Dort werden demnächst in einer kleinen Kabinettausstellung feine, meisterhafte Zeichnungen des Künstlers Maximilian Hagstotz aus der Porzellanmanufaktur Meißen zu sehen sein. Im Sommersalon zeigt die Galerie Kunst & Eros neue Werke von renommierten- und gefragten Nachwuchskünstlern. Mit dabei sind Konstanze Feindt-Eißner, Viktoria Graf, Nadine Wölk und Olaf Stoy und viele weitere Künstlerarbeiten liegen in Mappen aus.

„Sehr gefragt sind derzeit die sehr akribischen Kugelschreiberzeichnungen der jungen Künstlerin Nadine Wölk, die einen Nerv der Zeit trifft, in dem sie Momente und Alltagssujets auf der Straße aufgreift und ihre Sicht auf die Erotik zeigt. Eine Frau, die lasziv eine Zigarette raucht auf der Brühlschen Terrasse oder selbstversunken im Wasser treibend“, sagt die Galeristin Janett Noack. „Jeder Künstler wird zum Sommersalon wie letztes Jahr wieder ein Gedicht vortragen, das sie besonders inspiriert hat.“ Eröffnet wird die Gruppenaussstellung am 24. Mai, 19.30 Uhr mit einem Sommerkonzert des „Rio Mar Tango Trio“. Außerdem lädt sie zusammen mit einer Tanzschule zum Tango tanzen im Innenhof vor der Galerie ein, um die Kunsthandwerkerpassage im Sommer mehr zu beleben.

„Jeder kann mitmachen, Anfänger ebenso wie Paare, die schon länger tanzen“, so Janett Noack. Die Galerie Kunst & Eros feiert dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Die Galeristin hält es mit dem Spruch von Yoko Ono: „Make Love not war!“ (Macht Liebe, kein Krieg!). “Ich bin sehr glücklich, das Thema Kunst und Eros als Schwerpunkt der Galerie gewählt zu haben, was anfangs mutig war, da es einige Berührungsängste gab“, sagt die gelernte Porzellanmalerin. Doch sie will „niemanden schockieren. Es geht um die Anziehung zwischen zwei Menschen auf Kunstebene, auch die Sehnsucht des Künstlers oder Kunstsammlers und die Arbeiten setzen sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander bis zum körperlichen Akt“, sagt Janett Noack. „Ich bevorzuge das vis-a-vis und das Miteinander statt der Bilderflut im Internet.“ Sie sieht derzeit einen „Zeitenwandel. Es passiert viel. Man lernt viele verschiedene Besucher und Künstler kennen durch die Ausstellungen und gleitet auch immer wieder in verschiedene Zeiten“, schätzt die Galeristin an ihrer Arbeit. Vom Touristen, der eine kleine Grafik erwirbt bis zum Sammler, der Nachhaltigkeit in der Kunst sucht und viel Geld ausgibt für ein Gemälde sei alles dabei. Zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks, bei denen vom 4. bis  6. April Künstler und Designer in ihre Werkstätten und Ateliers einladen, ist auch Janett Noack dabei. Am kommenden Sonnabend (6. April) von 11 bis 18 Uhr zeigt sie vor den Augen der Besucher das jahrhundertealte Handwerk der Porzellanmalerei in ihrem Atelier in der Galerie Kunst & Eros.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.Kunsthandwerkstage.de

Öffnungszeiten der Galerie:  Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr


Zeit für Muße & Kunstgenuss: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry im neuen Galerieraum bei Kunst & Eros.


Zurzeit sind noch vielfältige Malerei, Grafik und Plastik in der Gruppenaussstellung „Frühjahrssalon“ in der Galerie von Janett Noack zu sehen und erwerben.

Europäische Tage des Kunsthandwerks: Schaumalen mit der Porzellanmalerin Janett Noack in der Galerie Kunst & Eros

Schaumalen

Samstag, 6. April 2024 von 11 bis 18 Uhr

Die Galeristin und Porzellankünstlerin Janett Noack wird die Besucher an diesem Tag in die Welt eines jahrhundertealten Traditionshandwerks, das der Porzellanmalerei einführen und ihnen die Möglichkeit geben, ihr beim Bemalen des Porzellans über die Schulter zu schauen.

Zudem kann die aktuelle Ausstellung »FRÜHJAHRESSALON« in der Galerie besichtigt werden. Die traditionelle Gruppenausstellung zeigt Malerei, Grafik, und Kleinplastik sächsischer Künstlerinnen und Künstler.

Schauen Sie vorbei! 

Text + Foto: Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 802478



WWW.kunsthandwerkstage.de

Der „Freundeskreis Museum Aktfotokunst Dresden“ e.V. belebt den Kunstkeller neu


Aktfotokunst heute in aller Vielfalt: Damit das auch künftig so bleibt, unterstützt ein Freundeskreis um die Vorsitzende Solvig Frey seit Mai 2023 den langjährigen Inhaber und Fotokünstler Volkmar Fritzsche (82) im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15.

Reizvolle Körperblicke und mehr Sichtbarkeit

Die derzeitige Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“ zeigt Arbeiten von zwölf FotokünstlerInnen aus Deutschland und den Niederlanden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden. Dort gibt es eine öffentliche Gesprächsrunde mit der Dresdner Fotografin Anna Försterling (Aufnahmen von ihr siehe oben) zum Thema: „Körperformen und Vielfalt“ am 12. April, 19 Uhr.

Eine Frau sitzt nackt auf einem Stuhl, ein Bein angewinkelt. Weiter hinten steht ein Mann angezogen, er hält eine weiße Gesichtsmaske vor seiner Körpermitte. Ein anderes Foto zeigt eine Frau, die halb in einem Bilderrahmen steht. Es sind Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Dresdner Fotografen Matthias Naumann, der erstmals im Kunstkeller ausstellt.

Wer sind wir und wie viel von uns selbst dürfen andere sehen? Davon erzählen die Bilder in der derzeitigen Jahresausstellung „Aktfotokunst heute“, die Arbeiten von zwölf Fotokünstlerinnen und Fotokünstlern vereint im Museum „aktfotoart“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 in Dresden.

Erfreulich vielfältige Blicke, Handschriften und neue fotografische Möglichkeiten der Darstellung in der Akt- und Körperfotografie sind das Besondere im Museum „aktfotoart“, dem einzigen für zeitgenössische Aktfotografie in Deutschland. Der im Mai letzten Jahres gegründete „Freundeskreis Museum Aktfotokunst Dresden“ e.V. ist inzwischen auf 15 Mitglieder angewachsen, unter ihnen Fotografen, Künstler, Modelle und Interessierte. Sie stehen dem Inhaber und Fotokünstler Volkmar Fritzsche (82), der Ehrenmitglied im Freundeskreis ist, zur Seite. Seit 1996 betreibt er den Kunstkeller mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen. „Wir möchten das Museum aktfotoart unterstützen in der Außenwirkung, der Öffentlichkeitsarbeit, im Erhalt des Kunstkellers und die zeitgenössische Aktfotografie fördern“, sagt Solvig Frey (57), die Vorsitzende des Freundeskreises. 2005 war sie das erste Mal im Kunstkeller und begeistert, „dass dort ein Ort für Aktfotokunst entstand, der belebt war und viel Zuspruch bei den Besuchern fand.“

Solvig Frey begann mit literarisch-musikalischen Programmen, mit eigenen und fremden Texten und Performances mit verschiedenen Künstlern auf der Kleinkunstbühne im Kunstkeller. Zu ihrem Programm „Das Halbrund der Apfelsine“ war sie auch als Aktmodell zu sehen und inzwischen zeigt sie eigene fotografische Arbeiten wie aus ihrem derzeitigen Projekt „Nackte Kunstbetrachtung“ im Kunstkeller. Der Freundeskreis will das Museum „aktfotoart“ künftig mehr in den Fokus der Dresdner Fotografielandschaft rücken. Angestrebt werde eine Kooperation mit anderen Vereinen, die sich mit dem Medium Fotografie beschäftigen, so Frey. Demnächst soll es auch eine eigene Webseite vom Freundeskreis geben, auf der die Angebote für Gesprächsrunden und Workshops stehen werden. Im Januar fand die erste Veranstaltung noch vereinsintern zum Thema „Akt und Identität“ mit dem Fotografen Georg Knobloch statt.

Die zweite Gesprächsrunde am 12. April, 19 Uhr im Kunstkeller ist öffentlich (mit Anmeldung! Eintritt frei. Spenden willkommen) zum Thema „Körperformen und Vielfalt“ mit der Fotografin Anna Försterling, die ebenfalls aus Dresden kommt. Von ihr hängen auch Bilder in der derzeitigen Ausstellung.

Es geht darum, wie zeige ich Körper, ohne sie zu sexualisieren und wie gehe ich mit Körpermerkmalen um?“, so Solvig Frey, Das Museum „aktfotoart“ hingegen will seine Sichtbarkeit steigern und nutzt dafür soziale Netzwerke ebenso wie das überall ausliegende Veranstaltungsheft für moderne Kunst „Dresden Contemporary Art“. „Wer einmal hier war, ist hochgradig angetan von jung bis alt. Aber es erfährt kaum einer davon“, bedauert Volkmar Fritzsche. „Daher freue ich mich über den Verein und die Ideen, die er einbringt. Es wird ein weicher Übergang in etwas Neues.“ Künftig wirkt der Freundeskreis außerdem als Kuratorteam bei den Ausstellungen mit und wählt mit ihm zusammen die Bilder aus. Nach der Sommerpause vom 1. bis 24. Juli eröffnet die nächste Ausstellung mit zeitgenössischer Aktfotografie am 21. September im Kunstkeller Dresden.

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Neuer Besucherrekord auf der Leipziger Buchmesse 2024: „Ungebrochene Begeisterung für Literatur“

EIN FEST DES FREIEN WORTES – 283.000 BESUCHER:INNEN FEIERN LITERATUR AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE

Vier Tage lang lebte ganz Leipzig das Lesen: Mit 2.800 Veranstaltungen sorgten die 3.400 Mitwirkenden der Leipziger Buchmesse, der Manga-Comic-Con und des Lesefests Leipzig liest an mehr als 300 Orten für eine Blütenpracht voller Neuerscheinungen, Lesungen, Diskussionsrunden und Workshops. Zu dieser Programmvielfalt haben mehr als 2.085 Aussteller aus 40 Ländern (2023: 2.082 Aussteller aus 40 Ländern) beigetragen. Aber auch die 283.000 Besucher:innen (2023: 274.000 Besucher:innen), die aus ganz Deutschland und der Welt in die Kulturstadt gekommen sind – unter ihnen höchste politische Prominenz aus Deutschland und dem Gastland Niederlande & Flandern – zeigen mit ihrem großen Interesse an der Leipziger Buchmesse, welchen Stellenwert Literatur in all ihren vielfältigen Formen hat.

„Auch 2024 hat die Leipziger Buchmesse gezeigt, wie stark die Kraft des freien Wortes ist, die es gerade in schwierigen Zeiten wie diesen braucht. Europas größtes Lesefest bot einmal mehr eine wunderbare Plattform für wichtige Diskurse, anregenden Meinungsaustausch und erstklassige Unterhaltung – ob auf dem Messegelände oder den vielen Veranstaltungen in der ganzen Stadt“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

„Die Leipziger Buchmesse hat sich erneut als ein Ort der Lese- und Demokratiebegeisterung gezeigt“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Die letzten Tage haben bewiesen, wie vielfältig, lebendig und politisch die Welt des Buches ist. Im offenen Austausch diskutierten Besucher:innen aktuelle gesellschaftliche Fragen und Branchenthemen. Die hohen Besuchszahlen sind der schönste Beweis dafür, dass das Buch nach wie vor ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft ist“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

„Ich bin hochzufrieden über den großen Zuspruch, den wir hier in den vergangenen Tagen erlebt haben. Das zeigt nicht nur, wie ungebrochen die Begeisterung für Literatur ist, sondern verdeutlicht auch den Wunsch der Menschen, sich auszutauschen und neue Sichtweisen zu entdecken. Hier bekräftigt die Leipziger Buchmesse, dass sie eine starke Plattform für vielfältige Meinungen und Impulse ist. Die Verknüpfung von gesellschaftlichen Themen und der Lust am Lesen schlägt sich auch in einem deutlichen Zuwachs an Besucher:innen und deren Zufriedenheit nieder,“ so Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse.

 

Den hohen Stellenwert der Leipziger Buchmesse unterstrichen die Besuche zahlreicher hochrangiger Politiker:innen. Zu Gast waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, der Ministerpräsident Flanderns Jan Jambon, die Ministerpräsidenten Sachsens und Sachsen-Anhalts Michael Kretschmer und Reiner Haseloff sowie weitere Minister:innen aus Bund und Ländern.

 

Start der Kampagne #DemokratieWählenJetzt
Angesichts zunehmender Angriffe auf demokratische Grundwerte und im Hinblick auf die Wahlen in diesem Jahr, haben der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Leipziger Buchmesse die Initiative #DemokratieWählenJetzt gestartet. Bereits bei der Eröffnung der Buchmesse im Gewandhaus zu Leipzig am 20. März hielten alle Gäste ein Schild mit dem Aufruf in die Kamera. Besucher:innen der Buchmesse konnten sich vor den Fotowänden fotografieren oder filmen und ihr Statement unter dem Hashtag #DemokratieWählenJetzt in den sozialen Netzwerken posten.

 

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung
Während der Eröffnung wurde auch der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für sein Buch „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“. Die Laudatio sprach die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz.

 

„Alles außer flach“ – Gastland Niederlande & Flandern
Den Wert der Demokratie sowie die besondere Verbundenheit zwischen Deutschland, den Niederlanden und Flandern, betonte auch Mark Rutte, der Ministerpräsident der Niederlande, im Rahmen der Eröffnung der Buchmesse: „Für uns ist Deutschland das Land der Dichter, Denker und Komponisten. Ein Land, mit dem wir seit Jahrhunderten enge Beziehungen führen. Gemeinsam müssen wir die europäischen Werte verteidigen, denn Europa ist deswegen so erfolgreich, weil es so offen ist. Wenn wir diese Offenheit verlieren, ist das das Ende, davon bin ich überzeugt.“ Dass ihr Motto Programm ist, haben die Niederlande & Flandern nicht nur an allen Tagen der Buchmesse, sondern auch im Vorfeld bewiesen. Mit ihrer neuen Generation an Autor:innen und Illustrator:innen sowie zahlreichen spannenden Veranstaltungen am Gastlandstand und in Leipzig hinterlassen die beiden Länder einen bleibenden einladenden Eindruck. „Gekommen, um zu bleiben“, könnte auch ein weiteres Motto lauten. Denn die literarischen Projekte, die das Gastland anlässlich der Buchmesse auf die Beine gestellt hat, sollen weitergeführt werden und zu jahrelangen Kooperationen über die Landesgrenzen hinaus führen.

 

Einen Vorgeschmack auf seinen Gastlandauftritt 2025 vermittelte Norwegen unter dem Motto „Traum im Frühling“. Am Donnerstag eröffnete Laila Stenseng, die Botschafterin der Königlichen Norwegischen Botschaft in Berlin, den Stand des zweitgrößten nordischen Landes, der während der folgenden Tage zahlreichen Lesungen norwegischer Autor:innen eine Bühne bot.

 

In und für Europa: ein Lesefest, das seines Gleichen sucht
2.800 Veranstaltungen in 5 Tagen, das kann ein einzelner Mensch gar nicht schaffen – 3.400 gemeinsam aber schon. Autor:innen, Übersetzer:innen, Vertreter:innen der Verlage und des Buchhandels, Expert:innen, Moderator:innen und viele mehr – sie alle haben Leipzig liest auch 2024 wieder zum größten Lesefest Europas gemacht. Und wie sehr solch ein Programm beim Publikum ankommt und nachgefragt wird, haben die 283.000 Besucher:innen von nah und fern eindeutig bestätigt.

 

Preis der Leipziger Buchmesse 2024: Ki-Hyang Lee, Tom Holert und Barbi Marković
Für die 20. Jubiläumsausgabe des Preises der Leipziger Buchmesse wurden 486 Buchtitel eingereicht und 15 nominiert. Die drei begehrten Auszeichnungen mit Nachhause nehmen konnten schließlich Ki-Hyang Lee für ihre Übersetzung von Bora Chungs Erzählband „Der Fluch des Hasen“, Tom Holert für sein Sachbuch „ca. 1972” und Barbi Marković für ihren Roman „Minihorror“.

 

Der wichtigste Community-Treffpunkt Deutschlands feiert Geburtstag: 10 Jahre Manga-Comic-Con
Ein weiteres Jubiläum feierte auch die Convention, auf der sich bekanntermaßen die buntesten Blüten des Leipziger Literaturfrühlings öffnen: die Manga-Comic-Con. 2024 wurde sie zum 10. Mal veranstaltet und mit einer eigenen Ausstellung gewürdigt. Sie zeigt die Höhepunkte der vergangenen Conventions und persönliche Fotos und Anekdoten, die Manga-, Anime- und Comic-Fans im Vorfeld eingesandt haben. Für große Begeisterung sorgten dieses Jahr vor allem die japanischen Ehrengäste wie Gou Tanabe, Satoru Nii und sora. Aber auch für zahlreiche andere internationale Stars wie RJ Baker und Flavia Scuderi stellten sich die Fans gerne während der Signierstunden in die Schlange.

 

Nicht mehr wegzudenken: #buchbar, UVERSE und das Forum Offene Gesellschaft
Nach ihrer Einführung 2023 haben die neuen Formate der Leipziger Buchmesse in den vergangenen Tagen eindrucksvoll bewiesen, dass auch für sie das Motto „Gekommen, um zu bleiben“ gilt: Die #buchbar war stets gut gefüllt mit interessierten Leser:innen, die „ihren“ Autor:innen bei einem Kaffee endlich einmal ganz nahekommen konnten.
Auf dem Jugendcampus UVERSE, der Kreativwerkstatt der Leipziger Buchmesse, herrschte ebenfalls großer Betrieb. Zahlreiche junge Besucher:innen nahmen an den vielfältigen Mitmach-Angeboten im Sinne des Prinzips „Erfahren, Denken, Machen, Verstehen, Wissen“ teil. 18-Jährige konnten auch den Kulturpass der Staatsministerin für Kultur und Medien nutzen, um das Budget für ihren Eintritt auf die Buchmesse und den Kauf von Büchern bei Hugendubel einzusetzen.
Demokratie und Rechtsruck, Krisen und Kriege, Faktencheck und Fake News, Meinungsfreiheit und Menschenrechte – das Forum Offene Gesellschaft bot erneut eine große Bühne für Podiumsdiskussionen mit Expert:innen zu den wichtigen Themen unserer Zeit.

 

Fand viel Gehör: die Poesie der Unzugehörigkeit des Literaturnetzwerks TRADUKI
Für Offenheit und die Stimmen derer, die andernorts nicht gehört werden, setzte auch TRADUKI mit seinem Programm „Poesie der Unzugehörigkeit“ ein starkes Zeichen. Unter den mehr als 40 Autor:innen aus mehr als zehn Ländern trafen die Besucher:innen auf zahlreiche bekannte und auch viele neue Gesichter. In der TRADUKI Kafana und im Café Europa konnte das Publikum erleben, welche kulturelle Vielfalt Südosteuropa bietet. Auch die beliebte Balkannacht im UT Connewitz bot erneut beste Gelegenheit, Literatur und Musik gemeinsam zu feiern – mit dabei auch die frisch gebackene Buchpreisträgerin Barbi Markovićs, die aus ihrem Buch „Minihorror“ las.

 

Ukrainische Geschichten von Widerstand und Identität
Nach wir vor kämpft die Ukraine für ihre Freiheit und ihre Kultur – und muss dabei enorme menschliche Verluste hinnehmen. Die traumatischen Veränderungsprozesse, die sie dabei durchläuft, standen im Zentrum vieler Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse. Mit seinem Besuch der Ukraine-Bühne am Donnerstag zollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diesem Land, das um sein Überleben kämpft, besonderen Respekt.

 

Wichtige Orientierung für die Branche: das Fachprogramm 2024
Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Social Media standen im Fokus des diesjährigen Fachprogramms. Als Ort der Orientierung und des Austauschs für die Branche hat die Leipziger Buchmesse auch in diesem Frühjahr ihre wichtige Rolle erfüllt. Bei den Preisverleihungen und im Rahmen der vielen Fachveranstaltungen nutzten zahlreiche Autor:innen, Übersetzer:innen, Vertreter:innen der Verlage und des Buchhandels die Gelegenheit, miteinander zu sprechen und sich fortzubilden.

 

Eine der größten Bildungsmessen Deutschlands
Den zweitgrößten Ausstellungsbereich auf der Leipziger Buchmesse bilden nach wie vor die Angebote von Verlagen, Institutionen, Unternehmen und Initiativen rund um Bildung, Schule und Kita. Ob beim GEW-Bildungstag auf der Buchmesse, dem 6. Fachtag Musikunterricht oder dem Didacta-Symposium – zahlreiche Pädagog:innen nutzten die vielfältigen Anregungen von FOKUS BILDUNG für ihre Unterrichtspraxis und nahmen Lösungsansätze mit nachhause mit.

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

BilderAlbum & Entdeckungen auf der Leipziger Buchmesse 2024: Ideen & Träume auf Papier & ein Tanzritual gegen Kriege


Von grell komisch bis düster und fantastisch: Die Nominierten für den Preis der
Leipziger Buchmesse 2024.

„Tanz, tanz Revolution“. Mit ihrem Romanexperiment stellte die niederländisch-ukrainische Autorin Lisa Weeda ein außergewöhnliches Buch auf der Leipziger Buchmesse vor, das mit der Idee beeindruckt, durch Tanzen den Krieg beenden
zu können.

Zusammen mit ihrer Übersetzerin Birgit Erdmann zeigte sie das traditionelle, aus Osteuropa stammende Tanzritual und zelebrierten es gemeinsam mit dem Publikum.

Von der Kraft des Erzählens oder Wie man Tote wachtanzt

Fröhlich bunt, fantasievoll, humorvoll, nachdenklich und wagemutig lockt mit vielen Neuerscheinungen, Lesungen, Diskussionen und kreativen Aktionen die große, weite Bücherwelt noch bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, auf der Leipziger Buchmesse.

Der Bücher-Frühling treibt in diesem Jahr besonders bunte, kräftige und wilde Blüten. Als wollte das Schöne, Erfrischende, Erhellende und Aufbauende mit aller Macht wieder das Leben erobern, in einer Welt voller Lärm, greller und düsterer Klänge und Konflikte. Es tat gut, die bunte, quirlige Menge unterwegs, auf den Bahnsteigen, auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse strömen zu sehen. Es ging fröhlich und friedlich zu, kein Geschubse und Gedrängel. Alle kamen froh gestimmt und erwartungsvoll an und in den fünf Messehallen lockte ein reichhaltiges Programm für kleine und große Buchliebhaber. Es gab wieder viel zu sehen, hören und anzuschauen bei diesem großen Fest der Bücher und fantasievoll kostümierte Gestalten, die sich zur Manga Comic-Messe trafen, lösten Staunen und Schmunzeln bei den Besuchern aus.

„Alles außer flach“, stand in großen schwarzen Buchstaben als Programm-Motto des diesjährigen Gastlandes Niederlande und Flandern auf den hohen, himmelblauen Treppenstufen in der gläsernen Kuppelhalle, wo man Ausschau hielt, verweilte und treppauf, treppab zu den Bücherständen, Leseorten und Gesprächsrunden mit Autoren und anderen Büchermenschen in den einzelnen Hallen hin und her lief, die meist dicht umringt von Neugierigen und Zuhörenden waren. In Halle 4 (D300, C301), gegenüber vom „Kopje Koffie“, wo man bei einer Tasse Kaffee mehr über aktuelle Bücher aus den Niederlanden und Flandern erfährt, steht ein weißes Zelt, in dem man „Mit dem Kopf in den Wolken“ landen, Ideen und Träume zu Papier bringen kann beim gleichnamigen Graphic-Novel-Workshop mit der Illustratorin Judith Vanistendael. Dahinter, etwas versteckt unter der Zeltplane werden in einem Raum vielfältige Neuerscheinungen der AutorInnen, Dichterinnen und Übersetzerinnen aus den Niederlanden und Flandern vorgestellt von den Kuratorinnen Bettina Baltschev und Margot Dijkgraaf. Darunter am Donnerstag ein Gedichtband mit dem Titel „Habitus“ von Radna Fabias, die gern mit Klang und dem Rhythmus von Sprache spielt in ihren abwechselnd sachlichen und assoziativen Wortbildern. Außerdem der Roman „Jaguarmann“ von Raoul de Jong, in dem sich der Autor auf die Suche nach seinen surinamischen Ahnen in der ehemals niederländischen Kolonie begibt und von seinem Vater erzählt, den er mit 28 Jahren das erste Mal trifft. Im Gespräch ging es auch um „Autofiktion“, ein gängiger Begriff und Trend derzeit in der Literatur, der dem Bedürfnis nach persönlichen Geschichten und gelebter Erfahrung mit literarischen Mitteln entspricht.

Ein Höhepunkt auf der Buchmesse war die Begegnung mit der niederländischen Schriftstellerin Lisa Weeda, die über ihr kühnes Romanexperiment „Tanz, tanz Revolution“ sprach und die Vorstellung, mit Tanz den Krieg beenden zu können. Ihr Buch handelt von zwei Welten, einem Kriegsgebiet, Besulja und einem westlichen Land, das könnte Deutschland sein, aber auch die Niederlande oder die Schweiz. Die einen erleben den Krieg als körperliche Erfahrung, die anderen haben ihn im Kopf, in der Vorstellung. Sie fragte sich, wie man diese beiden Welten zusammenbringen könnte. Wie es wäre, wenn die Körper der Kriegsopfer, die im Wohnzimmer oder Bad liegen, wieder zum Leben erweckt werden durch Tanzen. Eine junge Frau, Anna und ihre Großmutter fangen im Buch an mit dem alten, traditionellen Tanzritual, das in Ländern Osteuropas wie der Ukraine, Bulgarien und Rumänien verbreitet ist, um das Dunkel herauszutanzen. Und sie stellt ihren Tanz auf Youtube, damit die Menschen im Westen ihn erlernen und damit die Toten wachtanzen können. Man kann dazu in einem Bärenfell tanzen, im Mund eine imaginäre Apfelsine, aus der man den Saft herauspresst und über die Toten gießt, die dann hoffentlich erwachen, so Lisa Weeda. Man muss daran glauben. Ihr Buchcover ist auch in orangener Schrift gehalten. Freunde und ihre Familie leben in der Ukraine, und sie kann ihnen nicht helfen. Ihre Großmutter kam allein mit Kind in den 1950er Jahren in die Niederlande und wird immer noch gefragt, warum. Lisa Weeda schreibt seit zehn Jahren über die Ukraine und ihre Landsleute. Doch viele Niederländer wüssten gar nicht, wo dieses Land liegt, ebenfalls in Europa, und es gibt dort noch viele dunkle Leerstellen. „Schreiben ist auch Bewegen für mich. Eine Geschichte klappt, wenn es eine körperliche Geschichte ist, körperliche Erfahrung und Gefühl“, sagt Lisa Weeda über ihr Buch. Man kann es von zwei Seiten, von Ost und von West lesen und sich hinein versetzen. Die Zuhörer konnten mit der Autorin und der Übersetzerin Birgit Erdmann zusammen das Tanzritual ausprobieren, mit den Füßen auf den Boden stampfen, die Arme in die Höhe halten, Apfelsine im Mund auspressen, in Bewegung bleiben. Ein schönes, kraft- und hoffnungsvolles wie berührendes Erlebnis, das man zuhause weitermachen kann.

Eine Frage, die derzeit viele Menschen auf der Welt umtreibt: „Wie utopisch ist der Frieden?“ diskutierten der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm, Träger des diesjährigen Preises für europäische Verständigung der Leipziger Buchmesse im Gespräch mit dem Journalisten und Nahostexperten Daniel Dylan Böhmer mit regem Zuspruch im „Forum offene Gesellschaft“. Es ging um den Krieg in Nahost und universelle, menschliche Werte und neue Konzepte für die Lösung gewaltsamer Konflikte zwischen Staaten in der heutigen Zeit, ausgehend von Boehms Buch „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität“. Immer wieder berief Boehm sich auf den Grundsatz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Sie zu achten und schützen müsse für alle Staaten und Regierungen auf der Welt verpflichtend gelten. Doch aktuell sterben viele Menschen in Kriegsgebieten, werden Menschenrechte mit Füßen getreten. „Diese Verpflichtung für die Würde des Menschen einzustehen scheint immer mehr zu erodieren, eine Tendenz die stärker wird. Keine Gemeinsamkeit zwischen Menschen zu sehen spitzt die Lage immer mehr zu“, stellt Böhmer fest. Warum ist das so?, fragte er. Wie könnte ein Kompromiss für Israel und Palästina aussehen, um die Kämpfe zu beenden? Boehm hält eine Zwei-Staaten-Lösung „nicht für realistisch“. Da Palästina kein lebensfähiger Staat wäre mit dem jetzigen Territorium und damit kein dauerhafter Frieden in Sicht. Frieden kann es wohl nur geben, wenn alle Seiten gehört werden in ihrer kulturellen Vielfalt.

Spannend war wieder die Preisverleihung der Leipziger Buchmesse, in diesem Jahr zum 20. Mal, in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Im Jubiläumsjahr wurden 486 Neuerscheinungen aus 177 Verlagen eingereicht und von der siebenköpfigen Jury gesichtet. Bei den Übersetzungen gewann das Buch von Bora Chung: „Der Fluch des Hasen“ (CulturBooks), die bizarren Kurzgeschichten über die Abgründe der südkoreanischen Gesellschaft und das patriarchale Gesundheitssystem wurden von Ki-Hyang Lee laut Jury in „eine pointierte und leicht neben die Norm gesetzte Prosa gebracht, die dem Absurden und Unheimlichen im Deutschen eine angemessen eigenartige Form gibt.“ Als bestes Sachbuch wurde „ca.1972“, Gewalt – Umwelt – Identität – Methode (Spector Books) von Tom Holert ausgezeichnet, der so die Jury „mit seinem hybriden Text-Spiel uns auffordert, die politischen Kämpfe von ca. 1972… aus einer globalgeschichtlichen Perspektive neu zu denken.“ Bei der Belletristik landete das Buch „Mini Horror“ (Residenz Verlag) von Barbi Markovic ganz vorn, die Jury lobte wie „stilsicher und mit bewussten Stilbrüchen sie einen Comic in Prosa“ erzählt. Der Horror der 26 Geschichten um das Paar Mini und Miki lauere im Alltag. Und der vergessene Krieg der 90er Jahre mitten in Europa und seine Folgen bildeten den dunklen Untergrund. Mit Humor lassen sich dunkle Geister im Leben eben leichter im Zaum halten und entwaffnen. Noch bis Sonntag (von 10 bis 18 Uhr) lockt die große, weite Bücherwelt und Manga Comic-Messe in Leipzig.

Text + Fotos (lv)


Im BücherReich unterwegs: Lilli Vostry, Inhaberin von meinwortgarten.com


Großes Besucherinteresse am Forum offene Gesellschaft, wo vor allem Fragen und Wege zu einem friedlichen Miteinander in der Welt diskutiert wurden.
Gesprächsrunde zum Thema: „Wie utopisch ist der Frieden?“ mit dem israelischen Philosophen Omri Boehm und dem Journalisten Daniel Dylan Böhmer. Begrüßt von der Schriftstellerin Eva Menasse vom PEN-Zentrum Berlin.

Die Preisträger der diesjährigen Leipziger Buchmesse für Übersetzung und Sachbuch.


Mit ihrem Buch „Mini Horror“ gewann Barbi Markovic den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 für Belletristik.


Auf Entdeckungstour: Viele junge Besucher waren unterwegs schon am Eröffnungstag der Leipziger Buchmesse.

Von Reizthemen wie Gendern bis zu unterhaltsamem Wissen über die Tierwelt in Städten wie Berlin, Hamburg und München für Naturbanausen und Stadtkinder reicht die Bandbreite an Büchern aus dem Kulturverlag Kadmos Berlin.
Den Traum vom eigenen Buch, eBook und Hörbuch wahr werden lassen. Dabei helfen Selfpublishern, Autoren und Verlagen Dienstleistungsunternehmen wie Nova MD und tolino media mit Rundum-Paketen von der Herstellung bis zum Vertrieb im Buchhandel und Onlineshops oder BoD (Books on Demand GmbH) und BuchSchmiede Data Media GmbH mit dem Drucken und Ausliefern von Büchern auf Bestellung.


Literarischen Austausch, monatliche Textwerkstätten in Chemnitz, Leipzig und Dresden, regelmäßige Lesungen in Sachsen und ein Jahresjournal mit Beiträgen seiner Mitglieder bietet der Landesverband Sachsen innerhalb des Freien Deutschen Autorenverbandes. Weitere Infos: http://www.fda.de  
Für die Freiheit des Wortes weltweit und SchriftstellerInnen im Exil setzt
sich der PEN Club ein.

Ausstellung „Die Farbfinder stellen aus“ im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz Radebeul

Auf den Spuren des Lichts

Die erblühende Natur feiert die Künstlerinnengruppe „Die Farbfinder“ mit ausdrucksreicher Malerei und Grafik in ihrer Ausstellung im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul.

Das Erwachen der Natur und ihr Erblühen feiert, dem Zauber und den Spuren des Lichts folgend, die Schau „Die Farbfinder stellen aus“. So nennt sich die   Künstlerinnengruppe von Constanze Hohaus, Mechthild Mansel und Petra Schade, die gemeinsam ihre farb- und formenreiche Malerei und Grafik im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz auf dem Knohllweg 37 in Radebeul zeigen.

So voll war der Winzersaal selten wie bei der Eröffnung dieser Ausstellung am vergangenen Sonntagnachmittag mit viel Sonnenschein und Musik, die wohl auch viele Besucher anlockten, um Kunst und Rebensaft zu genießen. Damit wurde auch das Jubiläumsjahr eingeläutet, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Weinbaumuseums Hoflößnitz mit vielen Veranstaltungen im Mai und Juni gefeiert wird. Zu den frühlingsfrohen Arbeiten der „Farbfinderinnen“ spielte der Musiker Gabriel Jagieniak fröhlich beschwingte Melodien am Akkordeon, sang mit den Besuchern Frühlingslieder in verschiedenen Tonlagen und zeigte humorvoll sein Improvisationstalent. Mechthild Mansel hatte vor drei Jahren schon eine Ausstellung mit ihren Malschülern hier und zeigt nun selbst Arbeiten zusammen mit zwei weiteren Künstlerinnen. „Die Farbfinder sind ein On- und Off-Team, die sich mit ihren sehr unterschiedlichen Handschriften in dieser Ausstellung zeigen. Es sind außergewöhnliche, kräftige Farben und starke Arbeiten. Die Kombination von Öl- und Acrylmalerei und Grafiken ist reizvoll und macht noch mehr Spaß sie zu hängen und komponieren“, sagt Museumsleiter Frank Andert. Er hat ein Faible besonders für Grafik.

Diesmal ist nur eine Ansicht aus der Hoflößnitz „Radebeuler Weinberge mit Spitzhaus“ dabei von Constanze Hohaus. Von ihr sind außerdem Farbholzschnitte mit Dresdner Bauwerken und ein „Reigen der Heiligen“ verwitterter Sandsteinfiguren zu sehen sowie Ölbilder mit „durchsonnten Heuschobern“, eine „Gräserwalze“, Gräserbündel, die an Nester und Inseln erinnern, wo man Schutz und Geborgenheit findet. Mechthild Mansel zeigt filigrane farbige Radierungen, Gesichter mit Hand und Fuß, Paare, Tanzende, eine verlockend schwebende „Odaliske“ und „Hope“ (Hoffnung), eine aktuelle Radierung zur Weltlage. Geballt energiegeladen in kräftigen Rot- und Blautönen, umflirrt von lichtem Gelb, kommen Mansels großformatige Ölbilder mit abstrahierten Körperumrissen, auf und ab steigenden und kreiselnden Linien daher, die „Impulse“ setzen, von „Bagatellen“ und „Liebesbanden“ und „Unter-Wasser-Musik“ erzählen.

Von Petra Schade stammen die stimmungsvollen Landschaften in mal glühenden Orange- und erdigen, pastos mit Spachtel aufgetragenen Farbtönen, gemischt mit Sanden und durchzogen von blauen Rinnsalen und zartfarbene Aquarelle. Stilles, weites Land, Wiesenstück und Waldmoor, eine einsame Bucht, Strand und windzerzauste Kiefern im Abendlicht. Es sind Bilder von Malreisen nach Frankreich, in die Bretagne und die Normandie. Seit 2008 gibt es die Künstlerinnengruppe „Die Farbfinder“. Sie treffen sich spontan im Atelier im Haus von Petra Schade in Radeburg oder in der Natur zum Malen und Austausch. Die Ausstellung im Weinbaumuseum ist noch bis 12. Mai zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten:  Di bis So 10 – 18 Uhr

http://www.hofloessnitz.de

Neugier auf Gedrucktes. Bereits mehr Besucher als letztes Jahr auf der Leipziger Buchmesse & beim Fest „Leipzig liest“

Halbzeit: 88.000 Besucher:innen auf der Leipziger Buchmesse

Der März hat seine Buchmesse wieder! Für Freunde des geschriebenen Wortes gibt es seit Donnerstag wohl kaum Orte, an denen sie ihrer Leidenschaft besser frönen könnten als in den Messehallen der Leipziger Buchmesse und den vielen Leipzig-liest-Locations in der Stadt. 88.000 Besucher:innen (2023: 72.000) kamen bereits in den ersten beiden Tagen aufs Messegelände, um die Novitäten des Frühjahrs kennenzulernen, ihre Lieblingsautor:innen zu treffen und spannenden Lesungen oder Diskussionsrunden zu lauschen.

Im Bewusstsein darüber, wie wichtig Lesen, Bücher und Dialog für unsere Gesellschaft und vor allem Demokratie sind, präsentiert sich die Leipziger Buchmesse einmal mehr als Ort der Meinungsfreiheit und des offenen Austauschs. Bereits die Eröffnungsfeier im Gewandhaus bot am Mittwochabend ein starkes Bild: Alle Gäste des Saals hielten Schilder mit der Botschaft „Demokratie wählen. Jetzt“ hoch und starteten damit die gemeinsame Initiative des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Leipziger Buchmesse. Auch Besucher:innen der Messe sind seit Donnerstag eingeladen, ein Zeichen für Demokratie und Freiheit zu setzen und sich mit dem Kampagnenmotiv zu fotografieren oder ein Video aufzunehmen. Dafür stehen in der Glashalle und in den Hallen 2 und 5 Fotowände bereit. Unter dem Hashtag #DemokratieWählenJetzt können die Bilder und Videos mit einem persönlichen Statement in den sozialen Medien gepostet werden.

Noch bis Sonntag präsentieren sich über 2.085 Aussteller:innen und Verlage und laden an 300 Orten in den Messehallen wie auch in der gesamten Stadt zu etwa 2.800 Veranstaltungen ein. Dabei gibt es unter den langjährigen und bewährten Formaten in diesem Jahr zwei Jubiläen zu feiern: Während die Manga-Comic-Con zehn Jahre alt wird, blickt die Antiquariatsmesse bereits auf 30 Jahre – und ist zu diesem Anlass aufs Messegelände zurückgekehrt.

Seit jeher verbindet die Leipziger Buchmesse das Lesepublikum mit Autor:innen, Verlagen und Medien, und zwar international. Den Gastlandauftritt bestreiten in diesem Jahr die Niederlande gemeinsam mit Flandern. 41 Autor:innen und Illustrator:innen präsentieren sich und ihre Werke, rund 100 Veranstaltungen, vier Ausstellungen und drei digitale Literaturinstallationen geben Einblick in das literarische Schaffen unserer Nachbarn. Wie im letzten Jahr fungiert die Schaubühne Lindenfels wieder als Stadtzentrale des Gastlandes und lädt jeden Abend zu Veranstaltungen rund um flämische und niederländische Kultur und Literatur ein – ganz nach dem Motto „Alles außer flach“.

Was wäre die Leipziger Buchmesse ohne ihre Preisverleihungen? Bereits am Messedonnerstag und -freitag wurden zahlreiche Preise vergeben, etwa der Preis der Leipziger Buchmesse – zum bereits 20. Mal –, der Leipziger Lesekompass, der Kurt-Wolff-Preis, der Alfred-Kerr-Preis, der Phantastikpreis SERAPH oder die Auszeichnung Lesekünstler:in des Jahres. Auch die diesjährigen Nominierten für den Deutschen Jugendliteraturpreis wurden bekannt gegeben.

Neben jeder Menge Inspiration und Lektüreempfehlungen bei Preisverleihungen und an den Messeständen fanden Besucher:innen bereits viele Gelegenheiten, Autor:innen zu begegnen: nicht nur auf Lesungen und zu Signierstunden, sondern auch in Gesprächsrunden, Podcastaufzeichnungen und Workshops. Die im letzten Jahr neuen Formate #buchbar, Forum Offene Gesellschaft und der JugendCampus UVERSE erfreuten sich so großer Beliebtheit, dass sie auch in diesem Jahr wieder das Programm der Leipziger Buchmesse bereichern.

Auch Fans von Manga, Comic und Co. kommen in diesen Tagen wieder voll auf ihre Kosten: Auf der Manga-Comic-Con in den Messehallen 1 und 3 erwarten sie 450 Aussteller:innen mit über 250 Veranstaltungen – von Signierstunden mit prominenten Ehrengästen aus aller Welt über Shows auf der Großen Bühne, wie den Leipziger Cosplay-Wettbewerb, bis zu Lesungen und Gesprächen im neu geschaffenen Bunten Forum.

Fachpublikum und Lesebegeisterte können sich auf der Leipziger Buchmesse noch bis Sonntag in fünf Hallen über die Neuheiten des Frühjahrs informieren.

Weitere Infos unter: www.leipziger-buchmesse.de.

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse

Literatur in aller Vielfalt & Forum Offene Gesellschaft & Poesie der Unzugehörigkeit aus Südosteuropa auf der Leipziger Buchmesse 2024

Ort der Demokratie und Literaturvielfalt – die Leipziger Buchmesse lädt vom 21. bis 24. März zum Meinungsaustausch ein

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Der Frühling steht vor der Tür und damit ein Ereignis, auf das sich Leser:innen, Autor:innen und Verleger:innen das ganze Jahr über freuen: die Leipziger Buchmesse. Vom 21. bis 24. März finden hier wieder unzählige Lesungen, Workshops und Veranstaltungen statt. Sie zeigen, welche vielfältigen Formen Literatur annehmen kann – und wie umfangreich das künstlerische Schaffen all derer ist, die sich ihr verschrieben haben. Als Ort der gelebten Meinungsfreiheit und Bildungsmesse thematisiert die Leipziger Buchmesse mit vielen Diskussionsrunden auch die gesellschaftliche Verantwortung, mit der wir alle zum Erhalt der Demokratie beitragen.

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2.085 Aussteller zeigen dem Publikum vom 21. bis 24. März in Leipzig, was es Neues auf dem Buchmarkt gibt. Ihre Zahl ist im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen. Mit den aktuellen Veröffentlichungen und diversen Literaturformaten im Gepäck sind sie aus 40 Ländern angereist, haben Autor:innen eingeladen und Lesungen, Gespräche und Workshops organisiert. Das Programm kann sich sehen lassen: 2.800 Veranstaltungen warten auf die Besucher:innen an 300 verschiedenen Orten – sei es auf dem Messegelände als auch in der Stadt. Zu verdanken ist dies vor allem dem Einsatz der mehr als 3.400 Mitwirkenden, die mit „Leipzig liest“ wieder einmal das größte Lesefest Europas auf die Beine stellen.

Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt es in der App und online unter: https://www.leipziger-buchmesse.de/programm

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„Wir freuen uns über den ungebrochenen Zuspruch der Aussteller und auf all die Gäste aus nah und fern, denen wir auch in diesem Jahr wieder großartige Unterhaltung bieten werden. Aber auch als Ort der Diskussionen und Debatten nimmt die Leipziger Buchmesse gerade in diesen schwierigen Zeiten voller gesellschaftlichen Spannungen eine tragende Rolle ein. Wie herausragend diese ist, zeigen auch die Besuche von Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier“, so Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

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Mitmach-Aktion im Rahmen der Kampagne #DemokratieWählenJetzt
Jedes einzelne Mitglied einer Gesellschaft trägt Verantwortung dafür, wie sich ihre Demokratie entwickelt. Die Leipziger Buchmesse will mit ihrem Programm dazu animieren, Haltung zu zeigen und sich für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft stark zu machen. Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat sie die Initiative #DemokratieWählenJetzt gestartet. Alle Besucher:innen der Buchmesse sind eingeladen, sich mit dem Kampagnenmotiv zu fotografieren oder ein Video aufzunehmen. Dazu stehen in der Glashalle sowie in den Hallen 2 und 5 Fotowände bereit. Die Bilder und Videos können Besucher:innen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #DemokratieWählenJetzt mit ihrem persönlichen Statement für Demokratie posten. Die Motive der Kampagne sind während der Buchmesse an vielen Orten auf dem Messegelände und in der Leipziger Innenstadt zu sehen. Ein besonderes Signal möchten die Leipziger Buchmesse und der Börsenverein bei der Eröffnungsfeier heute Abend im Gewandhaus zu Leipzig in die Welt senden. Alle Gäste im Gewandhaus sind eingeladen, ein Plakat mit der Aufschrift „Demokratie wählen. Jetzt.“ in die Höhe zu halten und so ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, Freiheit und Vielfalt zu setzen.
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„Literatur leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag für die Demokratie – sie braucht jedoch auch Demokratie als Grundlage, um sich überhaupt frei entfalten zu können“, betont Astrid Böhmisch, Direktorin der Leipziger Buchmesse. „Auf der Leipziger Buchmesse zeigt sich Literatur in ihrer ganzen Vielfalt, sorgt für große Emotionen und verschafft auch Stimmen Gehör, die es sonst schwer haben. Ich freue mich darauf, sie zu hören und auf viele erinnerungswürdige Momente und Begegnungen zwischen Autor:innen, Leser:innen und Verleger:innen.“

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Das Forum Offene Gesellschaft 
Die Leipziger Buchmesse versteht sich als Plattform für Meinungsvielfalt, offene Diskussionen und freie Debatten. Diese finden vor allem im Forum Offene Gesellschaft statt. Exemplarisch für die vielen Veranstaltungen in Halle 2, Stand E600, sind folgende Diskussionsrunden:
 – Über das Thema „Lesen, informieren, wählen – Demokratie und Parlamentarismus stärken“ sprechen Dr. Christiane Schenderlein, MdB, Sprecherin Kultur und Medien der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Amy Kirchhoff, Vorsitzende LandesSchülerRat Sachsen und die Autorin Anne Rabe.
 – Die neue Entfremdung zwischen Ost- und Westdeutschland und was sich dagegen tun lässt, diskutiert die Journalistin Jessy Wellmer im Zuge ihrer Buchveröffentlichung mit dem CDU-Politiker Thomas de Maizière.
 – Auf dem Panel von PEN Berlin gehen die Autor:innen Stephan Anpalagan, Miku Sophie Kühmel, Max Annas und Sophie Sumburane der Frage nach, „Wie Rechte reden“.

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Leipzig liest – das größte Lesefest Europas
Literatur, Übersetzungen, Mangas und Comics erlebbar machen – das ist das Ziel von Leipzig liest. Ob auf dem Messegelände, in Bibliotheken, Buchhandlungen, Galerien oder Cafés und sogar auf Friedhöfen und in Kirchen – an 300 Leseorten in Leipzig wird vom 21. bis 23. März bei 2.800 Veranstaltungen das geschriebene und gezeichnete Wort gefeiert. Mehr als 3.400 Mitwirkende tragen dazu bei. Aus aller Welt reisen Schriftsteller:innen an wie Christopher Clark (UK, gebürt. Australien), Elena Malisowa (Russland), Katerina Silwanowa (Ukraine) und Alana S. Portero (Spanien). Auch zahlreiche deutsche Autor:innen sind vor Ort wie Dana Grigorcea, Bernhard Schlink und Odile Kennel. Die jungen deutschen Stimmen werden zum Beispiel vertreten von Ronya Othmann, Illona Hartmann und Toxische Pommes.

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Wie jedes Jahr sind alle – insbesondere die Nominierten – auf die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse sehr gespannt. Die begehrte Auszeichnung feiert 2024 ihr 20-jähriges Jubiläum. Dieses Jahr wurden 486 Neuerscheinungen aus 177 Verlagen eingereicht. Am Donnerstag, 21. März, werden in der #buchbar in Halle 4, E101 die nominierten Autor:innen der Kategorie Belletristik von 11 bis 12 Uhr präsentiert und von 12 bis 13 Uhr die Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik. Die nominierten Übersetzer:innen werden ebenfalls am 21. März von 13 bis 14 Uhr im Forum International + Übersetzerzentrum in Halle 4, C403 vorgestellt.
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„Alles außer flach“: Gastland 2024 Niederlande & Flandern
Die großen Fragen unserer Zeit stehen auch im Zentrum des Gastland-Programms. Aus den Niederlanden & Flandern haben sich 41 Autor:innen angekündigt, darunter viel beachtete neue Stimmen wie Lisa Weeda, Gaea Schoeters, Raoul de Jong, Gijs Wilbrink und Angelo Tijssens, aber auch bekannte Schriftsteller:innen wie Anna Enquist, Connie Palmen, Lize Spit und Stefan Hertmans. Gemeinsam mit ihren deutschen Kolleg:innen und dem Publikum werden sie in über 100 Lesungen, Gesprächen und Performances über aktuelle Themen wie Klimakrise, Überkonsum, Genderfragen, Kolonialismus, Geflüchtete weltweit und Krieg in Europa diskutieren. Begleitend laden rund 20 Kulturprojekte zu Digitalen Literaturwelten, Filmen, Ausstellungen, Residenzprogrammen, Kreativindustrie, Theater & Konzert ein. Die Eröffnung des Gastland-Messestandes findet am Donnerstag, 21. März von 10:50 bis 11:30 Uhr in Halle 4, D300/C301 statt.
Ukraine: die künstlerische Vielfalt einer Nation, die sich nicht aufgibt
Nach wir vor kämpft die Ukraine für ihre Freiheit und ihre Kultur – und muss dabei enorme menschliche Verluste hinnehmen. Wie sich das Land in diesem traumatischen Prozess verändert, thematisieren viele Veranstaltungen auf der Ukraine-Bühne und im Café Europa. Unter anderem stellen Schriftstellerinnen wie Olena Stiaschkina und Olena Sachartschenko und die Literaturkritikerin Tetiana Trofymenko ihre Werke vor. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Gedenken an den jungen talentierten Dichter Maksym Kryvtsov gewidmet, der Anfang 2024 an der Front starb. Zur Eröffnung der Ukraine-Bühne sowie zum Start des ukrainischen Programms auf der Leipziger Buchmesse sind alle Besucher:innen am Donnerstag, 20. März, um 14:30 Uhr herzlich eingeladen.

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TRADUKI: zeitgenössisches Literaturschaffen aus Südosteuropa
Unter dem Motto „Poesie der Unzugehörigkeit“ reflektiert das Literaturnetzwerk TRADUKI 2024 das Gefühl der Unzugehörigkeit mit zwanzig Veranstaltungen. Auf der Messe ist TRADUKI in der eigenen TRADUKI Kafana zuhause (Halle 4, D403) und bei zwei Veranstaltungen im Café Europa vertreten. Außerdem richtet es die beliebte Balkannacht im UT Connewitz am Samstag, 23. März aus.

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Norwegen auf der Leipziger Buchmesse 2024
Dieses Jahr reisen sieben norwegische Autor:innen, darunter Trude Teige, Cecilie Enger und Odin Helgheim, nach Leipzig, um ihre Werke vorzustellen. Man trifft sie am norwegischen Stand 305, Halle 4 sowie in der Stadt im Rahmen der rund zwanzig Veranstaltungen, die sich dem kommenden Gastland widmen. Als Einstimmung auf 2025 sind alle Besucher:innen herzlich zur Eröffnung des norwegischen Standes und zum Empfang am Donnerstag, 21. März um 13 Uhr eingeladen. Dort wird auch verkündet, welche Schriftsteller:innen unter anderem nächstes Jahr vor Ort auf der Leipziger Buchmesse sein werden.

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Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 
Ein Streben nach Gemeinsamkeit – der humanistische Universalismus – steht im Mittelpunkt des Werkes des deutsch-israelischen Philosophen Omri Boehm. Er ist Preisträger des diesjährigen Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Mit dem Journalisten Daniel-Dylan Böhmer spricht er am Donnerstag, 21. März von 14.15 bis 15 Uhr über die „moralische Wasserscheide” seit dem 7. Oktober und einen Frieden für die Region, der derzeit utopisch erscheint. Das Gespräch findet im Forum Offene Gesellschaft (Halle 2, E600) statt.

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10 Jahre Manga-Comic-Con
Die Convention in Leipzig feiert 2024 Jubiläum. Was die Manga-Comic-Con in 10 Jahren schon alles erlebt hat, zeigt die Ausstellung „10 Jahre MCC“ in Halle 3. Wie man das von Geburtstagskindern kennt, ist auch die Manga-Comic-Con größer geworden und beteiligt sich erstmals an den Abendveranstaltungen von Leipzig liest. Natürlich reisen wieder zahlreiche Ehrengäste an wie Gou Tanabe (Japan), Satoru Nii (Japan), RJ Baker (UK), Katrin Gal (Deutschland), Miguel Díaz Vizoso (Spanien) und viele mehr.

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Wer Fantasy, Science-Fiction und Horror liebt, sollte unbedingt dem Bereich Phantastik einen Besuch abstatten. In Halle 3 präsentieren Bestsellerautor:innen, Selfpublisher:innen und Verlage des Genres wieder ihre neuesten Werke und geben Einblick in Geschichten von unerschöpflicher Vorstellungskraft.

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An der #buchbar mit den Lieblingsautor:innen 
Zahlreiche Lesungen bieten den Besucher:innen wieder die Gelegenheit, ihre Stars auf der Leipziger Buchmesse live zu erleben. In der #buchbar in Halle 2 können sie auch 2024 wieder bei einem Kaffee mit den Autor:innen ins Gespräch kommen. Das neue Format, das im vergangenen Jahr Premiere feierte und sehr positiv vom Publikum aufgenommen wurde, ist in diesem März noch umfangreicher.

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Unvergessliches Erlebnis: die exklusiven Signierstunden
Ihre Idole persönlich treffen, können Bücher-, Manga- und Comic-Fans auch bei den mehr als 100 exklusiven Signierstunden in Halle 4 und 1. Von Satoru Nii (Japan) über Stefán Máni (Island) bis Flavia Scuderi (Italien) sind zahlreiche Autor:innen und Künstler:innen vor Ort und machen mit ihrer Widmung den Besuch der Buchmesse für viele Gäste unvergesslich. Einen Überblick über die Signierstunden gibt es online.

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JugendCampus UVERSE und die Verleihung des Lesekompass
Kinder- und Jugendbücher entführen in andere Welten, regen die Fantasie an und bringen spannende Abenteuer ins Kinderzimmer. Auf der Buchmesse können junge Leser:innen mehr als 250 Veranstaltungen besuchen – darunter viele Aktionen zum Mitmachen. Ihre Helden treffen Kinder in der „Lesebude“ – Jugendliche zieht es zu spannendenden Geschichten in den „Lesetreff“.

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„Erfahren, Denken, Machen, Verstehen, Wissen“ heißt es auch 2024 auf dem JugendCampus UVERSE. In der Kreativwerkstatt der Leipziger Buchmesse finden junge Leser:innen wieder zahlreiche Workshops und Angebote rund um Leseförderung, Medienbildung sowie politische und kulturelle Bildung. Darüber hinaus erwarten die jungen Leute vor allem in den Hallen 1 und 3 viele weitere zielgruppengerechte Veranstaltungen und spannende Lesungen.
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Im Rahmen der Lesekompass Sonderedition 2024 werden Kinder- und Jugend-Bücher ausgezeichnet, die durch die Verknüpfung von Text und Bild Geschichten vor den Augen der Kinder lebendig machen. Auf der Großen Bühne in Halle 3, G400 vergibt die Jury am Donnerstag, 21. März, um 10:30 Uhr je einen Preis für einen Titel mit Zielgruppe Kita-Kinder, Grundschüler:innen sowie Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe I.
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Zweitgrößter Ausstellungsbereich auf der Leipziger Buchmesse: Bildung
Mit ihrem umfassenden Ausstellungsangebot und dem vielfältigen pädagogischen Programm FOKUS BILDUNG ist die Leipziger Buchmesse die größte Veranstaltung zu Leseförderung und Medienbildung im deutschsprachigen Raum. Auf einer der wichtigsten Bildungsmessen in Deutschland erhalten Pädagog:innen zahlreiche Anregungen für ihre Unterrichtspraxis sowie Lösungsansätze für drängende Herausforderungen im Bildungssektor. Im Congress Center Leipzig (CCL) finden viele Veranstaltungen von FOKUS BILDUNG statt. Hier präsentieren Bildungsverlage ihre neuesten Angebote, zum Beispiel Klett in seinem eigenen Veranstaltungszentrum.

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Das Forum Die Unabhängigen 
Bei 49 Veranstaltungen können die Besucher:innen die Vielfalt der Unabhängigen Verlage kennenlernen. Autor:innen wie Artur Becker, Frauke Buchholz, Dilek Güngör, Thomas Lehr oder Jochen Schimmang präsentieren hier ihre neuesten Publikationen. Auch viele Herausgeber:innen, Übersetzer:innen und Verleger:innen werden vor Ort sein. Täglich von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr) finden Lesungen zu Neuerscheinungen, Podiumsdiskussionen sowie Empfänge statt. Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik wird am Donnerstag, 21. März von 14 bis 14:30 Uhr verliehen, der Kurt-Wolff-Preis am Freitag, 22. März von 13 bis 13:30 Uhr.

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Fachprogramm Buch- und Medienbranche
Mit den Auswirkungen der aktuellen globalen Krisen ringt auch die Buchbranche. Insbesondere die kleinen Verlage arbeiten wirtschaftlich am Limit. Viele Buchläden haben sich immer noch nicht von der Pandemie erholt. Um so wichtiger ist es für alle Beteiligten, sich regelmäßig auszutauschen. Beste Gelegenheit bieten dazu die diversen Fachveranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse. Topthemen sind 2024 unter anderem Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Social Media. Alles, was Autor:innen umtreibt, findet Beachtung im Forum autoren@leipzig in Halle 5 (Stand B700). Zur traditionellen Autor:innenrunde sind Schriftsteller:innen am 23. März von 10 bis 18 Uhr im CCL eingeladen.
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Einen Überblick über alle Veranstaltungen der Leipziger Buchmesse und Leipzig liest bieten https://www.leipziger-buchmesse.de/programm und die App.
Öffnungszeiten und Preise
Die Leipziger Buchmesse im Verbund mit der Manga-Comic-Con sowie dem Lesefest Leipzig liest öffnet vom 21. bis 24. März. Tickets gibt es unter: www.leipziger-buchmesse.de

Text: Felix Wisotzki, Pressesprecher Leipziger Buchmesse