Das Theater Junge Generation eröffnet die erste Spielzeit im neuen Haus mit einem Premierenwochenende Mitte Dezember und arbeitet im »Generator«

Es ist soweit: »Licht aus« (UA) lautet der Titel der letzten Premiere im alten Haus auf der Meißner Landstraße am 29. April. Das Theater Junge Generation, das zweitälteste Kinder- und Jugendtheater Deutschlands, verlässt nach 67 Jahren das alte Haus und Nachkriegsprovisorium im Dresdner Westen und bezieht seine neuen Spielstätten im Kraftwerk Mitte im Herzen der Stadt – ein in vielerlei Hinsicht deutschlandweit einzigartiges und besonderes Ereignis.
Parallel zum beginnenden Umzug bietet das  Theater Junge Generation ab dem 20. Mai seinem Publikum einen besonders umfangreichen
Sommertheaterspielplan mit »Robin Hood« (von Ulrich Zaum, Regie: Ronny Jakubaschk) im Zoo Dresden, der Puppentheater-Premiere »Alarm im
Kasperletheater« (von Nils Werner, Regie: Lorenz Seib) und weiteren Inszenierungen im Sonnenhäusel im Großen Garten sowie mit der Premiere »Hans
im Glück« (von Peter Ensikat nach den Brüdern Grimm, Regie: Marc Wortel) als Tour durch acht Dresdner Freibäder. Ferner wird das Theater im Herbst im
Rahmen der entsprechenden Einschränkungen unter anderem mit mobilen Inszenierungen und theaterpädagogischen Angeboten in Kitas und Schulen
unterwegs sein.
Für die erste Spielzeit im Kraftwerk Mitte sind elf Premieren geplant, davon fünf Uraufführungen sowie zwei Deutsche Erstaufführungen. Eröffnet wird das
neue Theater Junge Generation mit den Premieren »Ein Märchen« (DEA, von Blexbolex, Regie: Nils Zapfe, Premiere: 17.12.2016), »The Season« –
Das Familien-Musical (DEA, von Socalled, Regie: Moritz Sostmann, Premiere: 17.12.2016) und »Rübe« (UA, von Ulrich Hub, Regie: Ulrich Hub, Premiere:
18.12.2016).
Mit Inszenierungen der Stücke »Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff« (UA, von Louis Sacher, Regie: Ronny Jakubaschk), »Der Junge mit
dem Koffer« (von Mike Kenny, Regie: Nis Søgaard), »Auerhaus« (von Bov Bjerg) und »Deportation Cast« (von Björn Bicker, Regie: Kalma Streun) setzt
sich das TJG mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Themen und Fragen auseinander. Wichtig ist dem Theater dabei vor allem, dem jungen Publikum
Möglichkeiten zu schaffen, am Diskurs teilhaben und eine eigene Haltung in einer immer komplexer werdenden Welt entwickeln zu können.
Ein, wenn nicht der zentrale Ort der neuen Spielzeit soll der GENERATOR werden, ein Kunstraum zum Experimentieren, in dem die Energie des alten Kraftwerks
die gegenwärtigen Ideen des neuen Theaters befeuern soll. Der GENERATOR als Übertragung der historischen Schaltwarte versteht sich einerseits als
begehbare Installation der TJG-Bühnen- und Kostümbildnerin Grit Dora von Zeschau in Zusammenarbeit mit den Videokünstler Franz Ehrenberg und dem
Klangkünstler Christoph Herrmann. Andererseits wird der GENERATOR unter anderem Schauplatz dreier Uraufführungen werden – Inszenierungen von Ariel
Doron, Ioannis Mandafounis und Joe Parkes, Zielgruppe: ab 16 Jahre. Ferner ist unter dem Titel »I came in like a wrecking ball« ein inszeniertes Partyformat
der freien Gruppe Henrike Iglesias geplant sowie eine Reihe, in der Schau- und PuppenspielerInnen ihre eigenen Konzepte auf der Bühne unter dem Titel
»Tage der Freiheit« umsetzen – die künstlerische Gesamtleitung liegt bei Nils Zapfe, der für die Spielzeit 2016/17 Hausregisseur am TJG ist.

Das Theater Junge Generation befragt und bewegt sich. Dabei möchte es den hohen Ansprüchen, die es, wie auch sein Publikum, an sich stellt,
weiterhin gerecht werden: als zentraler Ort kultureller Bildung, ästhetischer Vielfalt und gesellschaftlichen Diskurses. Es wird an neuer Stelle dezidiert
Räume, Arbeitsweisen und Konzepte öffnen und gleichzeitig ein in der Stadt und weit darüber hinaus möglichst intensiv vernetzter Ort sein, an dem sich
Kinder und Jugendliche wirklich gemeint fühlen. Besonderheiten des Hauses wie das große Puppentheaterensemble, die auf Partizipation zielende
Theaterakademie sowie die anspruchsvollen und fein abgestimmten Angebote für Familien sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Text: TJG, Foto: Dorit Günter, „Hans im Glück“, Sommertheater

 

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