Fortsetzung der Dresdner Geschichten des Wandels

Ausschreibung will Stadtentwicklung durch Bürgerhand sichtbar machen

Die Initiative „Stories of change – Geschichten des Wandels“ sucht ab sofort wieder Dresdner Geschichten von Bürgern über den von ihnen gestalteten Wandel hin zu einer nachhaltigen Stadt. Jeder kann sich an der Ausschreibung mit einem kurzen Handy-Video beteiligen. Bereits im letzten Jahr hatten sich auf diesem Wege 20 Teams unter anderem mit ihren Gemeinschaftsgärten, Nachbarschaftsinitiativen oder umweltfreundlichen Geschäftsideen beworben. „In diesem Jahr suchen wir besonders auch die Dresdner Helden des Alltags, die mit kleinen Schritten ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten“, so Sascha Kornek, Sprecher der Initiative. „Ob Fairtrade-Initiative, umweltschonende Fahrgemeinschaften oder nachbarschaftliche Tauschnetze, jeder Beitrag ist von Interesse.“ Die entstehenden Videos sollen anderen Menschen als Inspirationsquelle dienen, ihren Alltag und ihre Stadt aktiv zu gestalten. Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Nicht die Qualität des Videos, sondern die dahinter stehende „Geschichte des Wandels“ steht im Fokus.

Bis zum 15. Juli 2016 können die Handyfilme über http://www.stories-of-change.org hochgeladen werden. Danach findet eine öffentliche Vorführung der Filme statt, bei der mit dem Publikum zwei Einreichungen für eine professionelle Kinoproduktion ausgewählt werden. Premiere haben die Kurzfilme dann im Rahmen des 8. Umundu-Festivals im Oktober 2016.

„Wir wollen den Wandel sichtbar machen“

Mit dem Aufruf und der Projektidee zu „Stories of change“ will der Verein Sukuma arts e.V. gemeinsam mit dem Netzwerk „Dresden im Wandel“, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS) sowie dem ARTS-Projekt des Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) die vielen Beiträge der Dresdner zur nachhaltigen Stadtentwicklung und somit zur global nachhaltigen Entwicklung würdigen und sichtbarer machen. Im letzten Jahr wählte eine Jury aus Experten und Bürgern die Einsendungen der Elbtaler-Initiative, vom Bürgerkraftwerk egNeos sowie den Hufewiesen für eine professionelle Kino-Produktion aus. Die Filme werden ab April 2016 in Dresdner Kinos im Vorprogramm ausgestrahlt. Das DRESDNER Kulturmagazin und Dresden Fernsehen unterstützen die Realisierung des Projektes als Medienpartner. Partnerkino ist das Filmtheater Schauburg. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Städtenetzwerk ICLEI. Die Kinofilme werden von der ravir Gbr sowie dem Potsdamer Regisseur Thomas Frick umgesetzt. Der Trägerverein Sukuma arts e.V. setzt in Dresden weitere Projekte wie das Umundu-Festival für nachhaltigen Konsum oder den Bürger-Filmpreis „Sukuma Award“ um und erhielt dafür bereits mehrfach „Best-Practice“-Auszeichnungen, unter anderem vom BMZ und der Deutschen UNESCO-Kommission.

Antonia Mertsching
Koordinatorin, hier: Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. (ENS) Kreuzstraße 7, 01067 Dresden,  Tel.: 0351 492 33-61

http://www.einewelt-sachsen.de

 

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