dscf1527 dscf1550dscf1531 dscf1558

dscf1583dscf1580

dscf1527dscf1553

dscf1546dscf1547

dscf1525dscf1568

dscf1571dscf1572

dscf1570dscf1544

16 Künstler zeigen die andere Elbseite in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul. Nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Ein Schaf, eine Liegende und ein Gehörnter aus erdfarbenem, bemalten Ton tummeln sich zwischen Stoppelfeldern und Gebäum, Weiden, Pappeln und Apfelbäumen. Gartenstuhl mit Blumen, Teich und Obstbaumwiese sind nicht weit. Staffelei, Pinsel und Farben stehen mitten in der Landschaft. Abends sitzen alle am Feuer bei Franziska.

Bereits zum zweiten Mal lud die Malerin Franziska Kunath zum Plenair, Malen unter freiem Himmel, letztes Jahr eine Woche lang auf ihren Künstlerhof Röhrsdorf bei Meißen ein. Unter dem Titel „Die andere (Elb)Seite“ zeigen 16 junge und gestandene Künstler zurzeit ihre dort entstandenen und weitere Arbeiten von Malerei, Grafik, Tusche- und Bleistiftzeichnungen, Keramik bis zu großen Holzplastiken in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Vielfarbig, form- und zeichenreich, romantisch, expressiv bis ironisch ist die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Tieren im Wechsel von Harmonie und scheinbarer Idylle dargestellt. Da treffen die urig-verträumten Baumwesen von Franziska Kunath auf eine türkisblau und rot gesprenkelte „Rehkeule“ in einer Plastik von Robert Finke, die üppige „Rauchschwalbe Natascha“ im himmelblauen Kleid aus bemalter Linde auf einen samtpfotigen „Vogelfänger“ von Carsten Bürger. Von ihm stammt auch der am Treppenaufgang hockende, lebhaft wirkende „Hund“ aus hellem Eichenholz. Spurenreiche, farbflimmernde Kerben durchziehen Gesicht und Körper einer grünen Gestalt. Die Holzplastik hat neben einer großen Mutter-Kind-Plastik aus Eiche und den kleinen bemalten Keramikfiguren Barbara Wiesner geschaffen.

Philipp Gloger zeigt mit wenigen, markanten Strichen „Birken“ und eine tief verschneite „Hütte“ im Wald in seinen schwarz-weißen Tuscheblättern. Rita Geißler holt wunderbar tiefe Farbspiegelungen im Teich in erdigen Tönen auf die Leinwand. Farbreich gesprenkelte Baumlandschaften, die sehr plastisch wirken, sind von Anita Rempe zu sehen. Gartenidylle und Winterstimmung an der Elbe treffen in den Bildern von Olaf Amberg aufeinander. „Das große Surren“ hält Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung fest und Elisabeth Richter zeichnet das Landleben mit „Schafweide“ und knorriger „Obstbaumwiese“. Federleichte, sinnliche Kaltnadelradierungen vom gemeinsamen Bilder-Fest im Freien, eng verwoben mit der Natur, zeigt Michele Cyranka.

Die Ausstellung ist nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di., Mi., Do., So von 14 – 18 Uhr

 

 

Advertisements