Foto: Koichi Miura

Der Dresdner Pianist Peter Rösel gestaltet den ersten Solo-Klavierabend im neuen Konzertsaal im Kulturpalast Dresden. Er spielt Sonaten von Beethoven und Schubert am 31. Oktober, um 19.30 Uhr.

Den ersten Solo-Klavierabend im kürzlich nach umfangreicher Sanierung wiedereröffneten Kulturpalast Dresden wird der Dresdner Pianist Peter Rösel gestalten – präsentiert von Vienna Classic. Am 31. Oktober 2017 erklingen im neuen Konzertsaal der Dresdner Philharmonie drei Klavier-Sonaten von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Rösel betritt damit akustisches Neuland, kehrt aber zugleich an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Bereits zur Eröffnung des Kulturpalastes am 7. Oktober 1969 saß Peter Rösel am Konzertflügel. Die erste Musik, die damals hier erklang, war das von ihm gespielte Klaviersolo der Chorfantasie von Ludwig van Beethoven. Bis zur sanierungsbedingten Schließung absolvierte Rösel rund 70 Auftritte im „Kulti“. An einige Konzerte erinnert sich der heute 72-Jährige besonders gern. Da wäre zum einen das letzte Konzert in Dresden von Rudolf Kempe 1976 mit der Sächsischen Staatskapelle und Werken von Richard Strauss und Joseph Haydn. Unvergessen ist auch die Aufführung von Bela Bartoks Konzert für zwei Klaviere und Orchester mit dem amerikanischen Pianisten Malcolm Frager, der Sächsischen Staatskapelle und ihrem damaligen Dirigenten Hiroshi Wakasugi. Oder die Aufführung von Sergei Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 mit Günther Herbig und der Dresdner Philharmonie sowie das Schumann-Konzert unter Dmitri Kitajenko ebenfalls mit den Dresdner Philharmonikern.

Für den ersten Solo-Klavierabend im neuen Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes hat Peter Rösel „drei Spitzenwerke der Wiener Klassik“ ausgewählt. Eingang ins Programm gefunden hat unter anderem Ludwig van Beethovens vorletzte Sonate op. 110, die – zutiefst philosophisch angelegt – einen deutlichen Kontrast zum spielfreudigen Jugendwerk Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10 Nr. 3 bildet. Mit diesem – aus seiner Sicht zu Unrecht eher selten aufgeführten – Werk eröffnet Rösel das Konzert am kommenden Dienstagabend.

Nach Beethovens Sonate Nr. 31 As-Dur folgt zum Abschluss Franz Schuberts ebenfalls vorletzte und sehr umfangreiche Sonate A-Dur D 959 – in Rösels Augen ein „Ausnahmewerk, dessen langsamer Satz ein Psychodrama mit Gefühlsausbrüchen beschreibt, wie sie wohl erst Gustav Mahler wieder gedacht hat. Mir liegt gerade dieses Stück außerordentlich am Herzen und ich hoffe, damit Interesse beim Zuhörer zu wecken“, sagt der Pianist.

Text: Uta Schirmer

Programm

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10 / 3

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Franz Schubert
Sonate A-Dur D 959

Tickets gibt es im Vorverkauf
beim Ticketservice im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 1,
unter Telefon 0351/4866866 oder
per E-Mail an ticket@dresdnerphilharmonie.de
sowie an der Abendkasse im Kulturpalast Dresden (eine Stunde vor Konzertbeginn).

 

 

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