Foto: Matthias Neumann/Stadtarchiv Dresden:
Das Blaue Wunder, 1983.

Ein Vortrag über die Fotografien aus dem Nachlass von Matthias Neumann entführt in das Dresden der 1980er Jahre innerhalb der Fachausstellung „Verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv“ am 23. Januar, um 18 Uhr.

Die Veranstaltung mit Archivdirektor Thomas Kübler findet im Rahmenprogramm der Fachausstellung „Verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv“ statt. Im Jahr 2009 erhielten dieses den vollständigen Fotonachlass des bekannten Kameramannes und Fotografen Matthias Neumann. Der Nachlass umfasst über 1000 Fotografien und Negative, die in den 1980er Jahren entstanden und die ungeschminkte Dresdner Welt widerspiegeln. Besondere Aufmerksamkeit widmete Matthias Neumann dem Blauen Wunder und den anliegenden Stadtteilen Loschwitz und Blasewitz. Unter Lebensgefahr stieg er unerkannt auf die Spitze der Brücke, um zu fotografieren.
Die Aufnahmen zeigen die Enge der Elblandschaft, aber auch den nagenden Verfall der Bausubstanz. Matthias Neumann verwendete eine 6×6 Mittelformatkamera bei seinen Dokumentationen. Die Fotos konservieren einen Zustand der Stadt und gleichzeitig waren sie sein Anprangern, Politisieren und Mahnen. Der in Dresden geborene Matthias Neumann lebte mit seiner Frau Therese Neumann bis 1984 in Dresden. Nach der Ausreise in die BRD konnte sich der studierte Werkzeugmaschinenkonstrukteur als Kameraassistent beim ZDF in Mainz einen Namen machen und blieb bis 2006 als Kameramann bei ARD und SWR in Mainz tätig. Die Rückkehr des Ehepaares erfolgte 2008, woraufhin im selben Jahr Matthias Neumann nach schwerer Krankheit verstarb.
Der Eintritt ist frei.

 

Text: Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

Kommende Veranstaltungen:

1. Februar 2018, 18 Uhr
Prof. Dr. Josef Matzerath: Wie kam die italienische Küche nach Dresden?

6. Februar 2018, 18 Uhr
Dr. Alexander Kästner: Von feuchten Kellern und Secreten

 

Advertisements