Esel sind alles andere als dumm und störrisch, sondern schlau und gelehrig. Mit schöner Gelassenheit liefen die sechs Eseldamen in der Manege, kletterten auf den Rand und wippten auf einer Brettschaukel, begleitet von Renata Berousek.
Kraft und Leichtigkeit: die drei afrikanischen Elefantendamen Temba, Lilly und Suna zeigen spielerisch das Gleichgewicht der Kräfte, sitzen und drehen sich auf einem Podest und machen gar „Handstand“ in der Darbietung von Ronald Spindler, der aus dem bekannten Zirkus Berolina stammt.

Anmut und Power verbinden die „Gorgeous Girls“ aus China mit ihren rasant wirbelnden Diabolos im Finale der Circus-Show.


Spektakulär: aus einer glitzernden Rakete heraus „fliegen“ der Artist John Pablo Garcia und seine Partnerin Vicky als Rocketstars hoch unter der Zirkuskuppel umher.


Nicol Nicols – ein Drahtseil-Virtuose mit spanischem Flair


Parodie auf Muskelprotze. Mutprobe für einen Zuschauer auf dem Schleuderbrett mit den „Fuma Boys“ in der Manege. Quirlige Clowns. Fumagalli & Daris, mit Sturmfrisur und voll Schabernack, als „Bienchen“ statt Honig Wasserfontänen versprühend, begeistern kleine und große Zuschauer. Die „Könige der Clowns“ aus Italien bekamen für ihre Situationskomik bereits den „Goldenen Clown“ von Monte Carlo verliehen.

Schlaue Esel, geschickte Elefanten, elegante Pferde,
waghalsige Artisten und gewitzte Clowns

In eine magische Welt zum Staunen, Träumen und Innehalten vom Alltag entführt noch bis 6. Januar der 23. Dresdner Weihnachts-Circus.

Ein weithin leuchtendes, himmelblaues Kuppelzelt, nostalgische Zirkusplakate, vielfältige Tierdarbietungen, beeindruckende Artistik und gewitzte Clownerie zu schwungvollen Bigband-Klängen und Showballett. Damit erfreut der diesjährige 23. Dresdner Weihnachts-Circus in insgesamt 39 Vorstellungen kleine und große Besucher.

Über 32 Artisten und Tierlehrer aus zehn verschiedenen Nationen und mehr als 50 Tiere überraschen, verblüffen, erheitern und verzaubern das Publikum in einer abwechslungsreichen und farbenfrohen Show im Zirkuszelt an der Pieschener Allee. Mit seinen 50 Metern Durchmesser, 15,5 Metern Kuppelhöhe und einer Masthöhe von 22 Metern ist es eines der größten und modernsten seiner Art. Im diesjährigen Programm sind wiederum viele bei internationalen Zirkusfestivals preisgekrönte Darbietungen zu sehen.

Faszinierend immer wieder, welche Fähigkeiten Tiere im Zusammenspiel mit Menschen entwickeln können. Dabei tun sie nichts, was sie nichts selbst wollen, betont Zirkusdirektor Mario Müller-Milano. Sie würden mit Futter trainiert, haben regelmäßig Freilauf. Für die Pferde sei extra eine Wiese angemietet worden.

Joulia Tchakanova präsentiert etwa gemeinsam sehr spielerisch und locker Lamas und afghanische Windhunde, welche sich so in der Natur wahrscheinlich nicht begegnen würden.

Sehr natürlich, kraftvoll und elegant ist die preisgekrönte Pferdedarbietung von Jiri und Renata Berousek aus Tschechien mit gleich zwölf Tieren. Als Höhepunkt stehen einige weiße Schimmel aufrecht in voller Größe auf den Hinterbeinen. Mal erhaben, majestätisch, mal neugierig umher äugend, stolzieren und traben in einer exotischen Gruppe Kamele Dromedare und Zebras umher und messen Rinder ihre Kräfte.

Für Staunen und Spannung sorgen u.a. die Gorgeous Girls aus China, die zwölf grazilen Damen werfen und fangen mit unglaublicher Präzision Diabolos. Mit feuriger Akrobatik auf einem Drahtseil imponiert Nicol Nicols aus Spanien. Auf einem schwankenden Mast hoch unter der Zirkuskuppel bewegt sich traumwandlerisch sicher Julot Cousins mit Aktentasche und Hula Hoop-Reifen.

Die Fuma Boys erheitern mit ihrer Parodie auf Muskelprotze. Für reichlich Spaß und Situationskomik sorgen die italienischen Clowns Fumagalli & Daris.

Leicht und beschwingt verlässt man nach zwei Stunden die bunt turbulente Zirkuswelt und kann im Erlebniszelt noch süße und herzhafte Leckereien genießen und in der Tierschau auch einen Blick hinter die Kulissen der Manege werfen.

Die nächsten Vorstellungen: 4.1., 19.30 Uhr; 5.1., 18.30 Uhr und 6.1., 15 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Wunderbare Begegnung im Zirkuszelt: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry

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