Rau, rüpelhaft, respektlos. Woher kommt das weit verbreitete Struwwelpeter-Verhalten der heutigen Generation? Fragt der bekannte Journalist und Autor Axel Hacke.

Über den Ton in unserer Gesellschaft

Axel Hacke spricht über die Rolle des Anstandes in unserer Gesellschaft in seinem Vortrag anlässlich des 100-jährigen Volkshochschul-Jubiläums am 12. März im Plenarsaal des Dresdener Rathauses. Vortrag verschoben!! Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung des Referenten findet die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt statt, teilte die VHS am Montag mit.

Der Vortrag mit Axel Hacke findet nun am 7. April, um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Dresden statt (Anmeldung über VHS).

„Der Friederich, der Friederich, der war ein arger Wüterich!“ So beginnt die Geschichte vom bösen Friederich im Kinderbuch Struwwelpeter. Setz dich ordentlich hin! Mit dem Essen spielt man nicht! Oder: Benimm dich anständig! Diese Rufe der Eltern mahnen zum geordneten Miteinander und sind vielen aus Kindertagen vertraut. Doch mit Blick auf manch rauen Zungenschlag in sozialen Medien und Politik stellt sich schnell die Frage, wie es um diese Tugenden in der heutigen Erwachsenenwelt bestellt ist. „Wo bleibt der Anstand“ fragt der Vortrag Axel Hackes am 12. März um 19 Uhr. Dieser findet anlässlich des 100-jährigen Volkshochschul-Jubiläums im Plenarsaal des Dresdner Rathauses statt.

Deutschlandweit bekannt geworden ist Axel Hacke allen voran als Schriftsteller der feinen und fantasievollen Wortspiele. Seine Kolumne „Der kleine Erziehungsberater“ im Magazin der Süddeutschen Zeitung sowie seine Bücher „Der weiße Neger Wumbaba“ und „Der kleine König Dezember“ erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Für den Schriftsteller und Journalisten ist der viel beschworene Anstand indes kein verstaubter Begriff aus Kindertagen. Ihm geht es nicht um ungewaschene Haare eines Struwwelpeters, sondern weit grundsätzlicher um die alltagsmoralische Tugend und jene Haltung, die den gegenseitigen Respekt der Menschen zueinander sowie die wechselseitige Solidarität zwischen ihnen in den Blick nimmt. Er fragt, warum heute in den Medien ein oft aggressiver und verletzender Ton herrscht und was man dagegen tun kann. Wie wollen wir als Einzelne sein? Wie wollen wir in der Gesellschaft mit anderen zusammenleben? Und was bedeuten uns Freundlichkeit, Zugewandtheit, Interesse, Neugier und Wohlwollen heute? Axel Hacke versucht hierauf Antworten zu finden.

Der Festvortrag findet im Rahmen der Reihe „Grundfragen der Zeit“ statt. Im Mittelpunkt dieser Vortragsreihe steht die Auseinandersetzung mit den Fragen: Woran können sich Menschen des 21. Jahrhunderts orientieren? Welche Entwicklungen und Faktoren bestimmen das soziale und gesellschaftliche Miteinander? Vor welchen Herausforderungen steht die Gegenwartskultur – Musik, Kunst und Architektur? Zu Gast waren bisher unter anderen Wolfgang Thierse, Uwe Steimle, Christian Wulff und Kurt Biedenkopf. Der Eintritt zur Diskussion ist frei.

Um eine Anmeldung wird gebeten, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen: Entweder über die VHS-Dresden-Webseite, in der Geschäftsstelle Annenstraße 10 (Montag bis Freitag 9 Uhr bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 14 Uhr bis 18 Uhr) sowie im Standort Gorbitz (Helbigsdorfer Weg 1, Montag und Dienstag 15 Uhr bis 18 Uhr sowie Mittwoch 9 Uhr bis 13 Uhr) und telefonisch unter 0351 254400 möglich.

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de

Text + Foto: meeco Communication Services

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