Farbspuren aus der Natur fließen in die Malerei von Karen Roßki. 
„Imagination“, 2020, Öl auf Leinwand, 150 x 190 cm von Karen Roßki

Farbenreiches Schwelgen in den Formen und Kräften der Natur

Die Dresdner Künstlerin Karen Roßki stellt ihre Arbeiten im Restaurant „Kastenmeiers im Taschenbergpalais“, Taschenberg 3 aus. Die Vernissage ist am 21. Juni ab 13 Uhr. Die Ausstellung geht bis 31. Juli.

Frühstück im Freien“ nennt die Dresdner Künstlerin Karen Roßki ihre aktuelle Ausstellung  im Restaurant Kastenmeiers im Taschenbergpalais. Hier sind bis zum 31. Juli insgesamt 24 farbintensive Ölgemälde zusehen, die auf den ersten Blick abstrakt anmuten, in der Fantasie des Betrachters jedoch konkrete Motive erzeugen. Bilder mit Namen wie „Schweben“, „Ferne“ oder „Sommertag“ verschmelzen Natur- und Blautöne und erinnern an Kompositionen aus Landschaft und Himmel. Andere Werke wie „Urkraft“ oder „Inneres Leuchten“ wiederum ziehen mit flammendem Rot und strahlendem Gelb die Blicke auf sich. Damit entfalten die überwiegend großformatigen Bilder auf den organischen, in elegantem Grau gehaltenen Lehmputzwänden im „Kastenmeiers“ eine spannende Wirkung.

Dies ist bereits die 70. Ausstellung im Restaurant Kastenmeiers seit seiner Eröffnung im Herbst 2010 im Kurländer Palais. Die Tradition der wechselnden Bilderausstellungen wurde nach dem Umzug in die Räumlichkeiten im Taschenbergpalais fortgeführt. Eine Besichtigung der Ausstellung unabhängig von einem Restaurantbesuch ist täglich zwischen 15 Uhr und 17 Uhr möglich. Die Hygieneregeln sollten dabei eingehalten werden. Das Restaurant hat von 17 Uhr bis 23 Uhr geöffnet.

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Kastenmeiers im Taschenbergpalais“, Taschenberg 3, Dresden,
Tel. 0351/ 48 48 48 01

http://www.kastenmeiers.de

Die Künstlerin über ihre Ausstellung

„Häufig und gern bin ich im Freien; bewege ich mich durch die Landschaft und die Wälder. Vieles von dem, was ich unterwegs erlebe, berührt mich nachhaltig. Ich nehme Strukturen, Farben, Düfte, Geräusche auf und erlebe Massen und Kräfte, die in der Natur aufeinander treffen. Einige dieser Eindrücke beeinflussen mich in meiner Arbeit und fließen in meine Bilder ein.“

Die Künstlerin über sich selbst

„In einer großen Dichte und mit hohem Sensorium nehme ich Momente, Bewegungen, Begegnungen, Verknüpfungen, Zustände und Abfolgen auf, die mich in ihrer Spezifik berühren, die nachhallen und anhaltende Spuren hinterlassen. Dabei sammle ich intuitiv. Die Größe oder das Spektakuläre einer Situation ist nicht maßgeblich für meine Aufmerksamkeit. In die Sammlung meines inneren Bilderarchivs finden auch kleine, unaufgeregte Momente Eingang, die mich in ihrer Konsequenz und Unmittelbarkeit faszinieren. Die Spuren meiner Fundstücke fließen in meine Zeichnungen, Bilder und Objekte ein und entwickeln sich in neuen Zusammenhängen zu eigenständigen Gefügen. In großer Offenheit beginnend, finden Linien, Formen, Farben und Materialien zueinander und verweben sich zu neuen Gebilden. In der Betrachtung können diese Zeichnungen, Bilder und Objekte Gefühle evozieren, sich mit Erinnerungen verknüpfen und einen Sog an Assoziationen entwickeln, den jeder Betrachter anders erleben kann. Mit großer Sorgfalt wähle ich meine Materialien aus, die oft nicht nur Bildträger, sondern auch über ihre Funktionalität hinaus Bestandteil meiner Arbeiten sind.“

Kurzbiografie

1965 in Dresden geboren, Studium und Diplom an der Hochschule Halle Burg Giebichenstein. Stipendien und Preise: Stipendium des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt, Kunstpreis der Stadtsparkasse Magdeburg, Stipendien Studios International, Denkmalschmiede Höfgen, Stipendium der Stiftung Kulturfonds, Stipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf, Stipendium Röderhof Harz, Stipendium Mazedonien

Karen Roßki lebt und arbeitet in Dresden.

Bis zum 20. September ist die Kunst von Karen Roßki auch Teil der Sonderausstellung 30 Jahre Künstlerbund – 60 Perspektiven“ in der Städtischen Galerie. An der Ausstellung sind 60 Künstlerinnen und Künstler mit jeweils einem Werk beteiligt.

http://www.karenrosski.de