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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Kategorien-Archiv: Fotografie

Neue Lyrik: Katzen & Natur

22 Dienstag Feb 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie

≈ Ein Kommentar

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Herz-Fangespiel

Sonnenlicht weckt mich
klettert die Wände hoch
ein warmer Schein im Gesicht
der Getigerten ihre gelben Augen glänzen
wie eine Statue sitzt sie auf der Decke
vor mir blinzelt mir zu

einen Moment hält still
ihr unbändiges Wesen
bis die kleine weiße auftaucht
und immer wieder entwischt

Jade die Jägerin die anfangs so scheue
tagelang unsichtbar
und Lina die kecke sanfte schlaue
lässt sich darauf ein

Tag für Tag füllen sie die Plätze
der schwarzen Sternäugigen mehr
innerlich weiter verbunden
ergreifen sie nach obsessiven Versteckspiel
von jedem Raum und mir Besitz

energisch wild und anschmiegsam
Fell an Wange und abrupte Sprünge
einlassen zulassen gelassen bleiben
den Sinn im Unsinn und Chaos erkennen
zeigen sie mir immer wieder

auf den Kletterbaum am Fenster
mit Höhle und Hochsitzen
mein Geschenk für sie zum einjährigen
Zusammensein sind die zwei Felligen
welch Überraschung nicht zu bewegen
trotz herausfordernd schwebender Spielmäuse

eine Maus rissen sie ab und legten sie
mir unter den Esstisch
strecken die Köpfe und stehen unsicher
vor der Leiter am Kletterbaum
sonst kennen sie kein Halten
springen überall hin auf Tische und Schränke

sie lieben das Fangespiel mit der Federangel
der Kopf der Getigerten pendelt hin und her
mit jeder Bewegung
sie liegt unterm Schaukelstuhl der schaukelt mit
legt ihre weiße Pfote auf das zappelnde Stoffherz

ich ziehe am Faden und Stab
die Jägerin sieht reglos zu
ich ziehe stärker
sie lässt los und das Herz-Fangespiel
beginnt von vorn

LV
22.2.2022
,

ZweiKlang

Die Amaryllis blüht
ein zweites Mal
öffnet sie ihre Kelche

zwei Blütenpaare strahlen
flammend rot
gelber Blütenstaub verstreut
auf den Blättern

der Stengel biegt sich
unter den schweren Blüten
die Freude wiegt schwerer

wenn zwei sich finden oder
um Haaresbreite verfehlen
ist ihre Zeit noch
nicht gekommen
kann Liebe sich allein auch verdoppeln

Sonnenflecken im Wolkengrau
dazwischen helles Blau
und die Magie der Zweier Doppelzahlen
ein kribbelndes Etwas
liegt in der Luft

was bleibt von diesem Tag
nur Zahlen oder eine Zauberformel
oder einfach:  Dass es ihn gab

LV
22.2.2022

Zerreißprobe

Die Sonne strahlt
und strahlt
die hohen Tannen vorm Wintergarten-Fenster
schwanken hin und her
verdecken und geben
sie wieder frei
Schattenlichter tanzen

der Wind braust
närrisch
zaust
fällt über die Bäume
her die schütteln
sich wie wild
nähmen am liebsten
Reißaus ungezügelte Wirrnisse
nähern sich dem Haus
wo soll das hinführen

Sonnenlicht flackert auf
und ab
wie Sirenen
irrlichtern
tanzende Schatten
streifen die Wände

meine grauweiß getigerte Katze
springt zu mir aufs Sofa
und wieder weg
die kleine schwarz-weiße dreht sich um
ich bleibe zwischen den Lichtschatten

LV
19.2.2022

Ein Zettel am Fenster

Auf dem Weg zum Blumenladen
komme ich an dem Haus vorbei
vor dem ich Dich das erste Mal sah
ein Zettel klebt am Fenster im
Parterre für alle die Dich kannten:
Der rote Kater der grummelnd auf
Fensterbrettern sass ist fortgegangen
von dieser Welt geht seine Runden
nun weiter oben

Einen Moment möchte ich glauben
es wäre ein anderer
lese Deinen Namen Lumpi das erste Mal
ich nannte Dich Vincent
nach dem Maler
der hätte gewiss seine Freude an Dir
kleiner Stromer

Letzten Sommer schautest Du
über die Gartenmauer
am Abend als ich an meine
schwarzfellig Sternäugige dachte
warst Du da
wie vom Himmel gefallen

stilles Verbundensein
Streicheln und Füttern
immer wieder weg
eines Nachmittags sasst Du
vor meiner Wohnungstür
woher kanntest Du den Weg
meine zwei Katzentiere
schnupperten noch tagelang
nach Dir im Frühling wollte ich
mit ihnen hinaus zu Dir

Einmal noch kamst Du
standest auf der Wiese
lange sahst mich aufmerksam
und traurig aus grünen Augen an
als wüsstest Du um den Abschied

hungrig warst Du
und hast gegrummelt
Dein Fell blieb ungestreichelt
werde Deine Überraschungsbesuche
vermissen

Der volle weiße Mond schaut
aus den Wolken hervor
um ihn schwirren rötliche Flecken
und ein schwarzer
ziehen ihre Spuren

Ein wildes Fauchen hinter mir
holt mich zurück
die kleine grau getigerte Hofkatze
sagt unmissverständlich: Ich bin auch noch
hier

LV
14.2.2022

P.S.: Totgesagte leben länger! Der rote Kater Lumpi vom Fensterbrett war doch nicht der Kater, der mich besucht hat, wie ich erfuhr! Der andere Draußenkater sah ihm ähnlich, hatte aber ein weißes Lätzchen am Bauch und starb bereits vor fünf Wochen mit stolzen 20 Jahren. Ich sah ihn manchmal dort sitzen und werde ihn ebenfalls in liebevoller Erinnerung behalten.

Texte + Fotos: Lilli Vostry
Fotos (2): Volkmar Fritzsche

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Neue Lyrik: Sonnenfunken & Staunemann

13 Sonntag Feb 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie

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Sonnenfunken
(Im Gedenken an den 13. Februar)

Sonnenlicht fällt
in den Tag
überstrahlt das Grau
der letzten Tage

im Licht verlieren
sich die Schatten
verlieren ihren Schrecken

abends läuten die Glocken
über der Stadt
Sonnenfunken fallen
in den Fluss an dem Menschen
frohgestimmt entlang ziehen

der Himmel färbt sich rot
alles bleibt still am Abend davor
doch in mir tost es
denke ich an die brennende Stadt

an die Menschen die brennend
in den Fluss sprangen
und keine Rettung fanden

ein Kind weint
es steht auf der Ufermauer
und will allein hinunter springen

ein Blumentopf mit Amors Pfeil
und ein Schild Räumungsverkauf
stehen im Schaufenster

im Blumenladen nahe am Fluss
wieder ein Farbtupfer weniger
die Sonne sieht darüber hinweg
und scheint weiter

LV
12.2.2022

Staunemann

Lange lagst du verpackt
wusste nicht wohin mit dir
porzellanweiße Gestalt zerbrechlich
flüsterndes Schimmern eine Zier

ein Lausbub mit spitzem Zeitungshut
wachen Augen Pausbacken und Staunemund
die Arme verschränkt wie auf der Hut
stehst du still auf dem Fleck

und würdest doch am liebsten losrennen
weg von hier die Welt entdecken
siehst zur Seite überall hin
worüber staunst du gerade
mit lächelnd leichtem Sinn

stehst auf meinem Nachttisch
nah am Fenster unter einer Grünpflanze
und wachst in der Nacht
über meine Träume sacht
aus denen wir staunend wachsen
uns aus unserer Porzellanhaut wagen

LV
31.1.2022

Staunemann II
(ohne Reime)

Fast wie einem Traum entstiegen
stehst du vor mir auf dem Nachttisch
porzellanweiß zerbrechliche Gestalt
unbeschwert unbefangener Blick
ein Schelm dem scheinbar nichts
etwas anhaben kann

fragil ohne zaghaftes Zaudern
furchtlos verwegen zärtlicher
Staunemund
Besonnener und Entdeckergeist
der mit dem Zeitungshut
auch mal im Regen steht
wenn er alles um sich vergisst
die Welt besieht

würdest du dich noch
wiedererkennen in dem Kind
von einst

an wen erinnerst du
mich noch
staunend und weise
als ob dir nichts verborgen bliebe
ein fragender Blick zu mir hin:
wo verberge ich mich
all die ungeborgenen Schätze

LV
31.1.2022
(zu einer Porzellanfigur von Olaf Stoy)

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Kunstaktion Welt – Offen – (Ge)Denken in Erinnerung an die Ereignisse des 13. Februar

13 Sonntag Feb 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Projekte

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Sag es mit Blumen: Lasst uns Vielfalt leben im Miteinander. Fotos (3) (lv)

Bilder und Zitate zum Innehalten und Nachdenken

Unter dem Motto WELT – OFFEN – (GE)DENKEN eröffnete letzte Woche eine Kunstaktion in der Stadt. Anlässlich des Gedenkens an die Zerstörung Dresdens im II. Weltkrieg lädt #WOD – Weltoffenes Dresden vom 9. bis 20. Februar zu einer großen gemeinsamen Plakataktion im öffentlichen Raum und verschiedenen weiteren Formaten der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Ereignissen des 13. Februar 1945 ein. Die Sächsische Ministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch, die Dresdner Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und zahlreiche VertreterInnen der 19 beteiligten Kulturinstitutionen begleiteten die Eröffnung.

Zum Projekt: 19 Kulturinstitutionen präsentieren mit einer Plakatkunst-Aktion an 10 Orten des Kulturstadtraums Dresdens und am Standort Radebeul individuell ausgewählte, großformatige Bildmotive mit zum Teil eigens für die Aktion von KünstlerInnen entworfenen Werken, mit Fotografien und mit Zitaten, die zum Innehalten und Nachdenken auffordern. Die Plakatkunst-Aktion wird durch das Zentrum für internationale Kulturelle Bildung des Goethe-Instituts Dresden und die Landeshauptstadt Dresden unterstützt. 

Das gemeinsame Gedenken steht im Jahr 2022 unter dem Thema des Friedens. Begleitet von dem Motto WELT – OFFEN – (GE)DENKEN richten wir den Blick von Dresden in die Welt: Wo engagieren sich Menschen heute für Frieden, Menschenrechte und Demokratie? Wie verwandeln sich Gesellschaften von einer Situation der Ausgrenzung, der Gewalt und des Krieges, wie sie 1945 in Europa herrschte, in ein friedliches, demokratisches Miteinander?

In der Woche um den 13. Februar 2022 spannen die programmatisch vielfältigen künstlerischen Beiträge der Kulturinstitutionen einen Bogen zum Thema Frieden, von der eigenen Haustür bis in die Welt und laden PassantInnen im Dresdner Stadtraum und Radebeul zum Nachdenken über Frieden und in plurale Formen des zukunftsgerichteten (Ge)Denkens ein.

Wir achten darauf, dass Aktionen je nach Pandemielage kontaktlos stattfinden können und in Übereinstimmung mit den aktuellen Hygieneregeln betrachtet werden können. Bitte geben auch Sie Acht aufeinander. Wir freuen uns, wenn Sie mit offenen Augen durch die Stadt gehen!

# WOD Weltoffenes Dresden ist ein 2014 gegründeter, offener Zusammenschluss von Kulturinstitutionen in Dresden. Gemeinsam treten wir für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft ein. Gemeinsam setzen wir Zeichen für einen achtsamen Umgang mit unserer demokratisch verfassten freiheitlichen Gesellschaft und ihrer Kultur.

Text:  Gertrud Aringer Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Telefon +49 351 4913 755

www.staatsschauspiel-dresden.de

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Zeit-Geschichte in Bildern: Foto-Ausstellung von Helga Paris im Leonhardi-Museum Dresden

27 Donnerstag Jan 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Unterwegs

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Ungewöhnlicher Kunstort: 1879 erwarb der Maler Eduard Leonhardi die ausgediente Mühle, ließ Mühlen- und Stallgebäude abreißen und ein Ateliergebäude errichten. Das malerische Fachwerkhaus hat eine bewegte Geschichte, unweit vom Körnerplatz in Dresden-Loschwitz gelegen, ist das Leonhardi-Museum heute das älteste, von einem Künstler begründete  und noch immer bestehende Museum Deutschlands.

Lebendige Bilderreise vor grauer Kulisse

Eine Tournee-Ausstellung mit rund 130 Aufnahmen der bekannten Fotografin Helga Paris, die eindrucksvoll und kontrastreich Alltagsleben in der DDR widerspiegeln, außerdem Künstlerporträts und Selbstbildnisse zeigt noch bis 20. März das Leonhardi-Museum in Dresden.

Hohe alte Mietshäuser und enge Straßen, in die kaum Licht fällt. Verfall und Tristesse dominiert auf den ersten Blick in den Aufnahmen. Neben einem ruinösen Fachwerkhaus mit spitzem Dach hält eine alte Dame eine lange Vogelfeder, die von weitem wie ein Regenschirm aussieht, in die Höhe. Die graue Kulisse verschwimmt beim näheren Hinsehen auf Häuser und Gesichter, die lebendig, individuell, sensibel, schroff, offen, unverblümt und zuweilen skurril Zeitgeschichte verkörpern und wach halten. Dies ist das Besondere der Tourneeausstellung der bekannten Fotografin Helga Paris, die bereits an 21 Stationen weltweit zu sehen war und nun bis 20. März verlängert im Leonhardi-Museum auf der Grundstraße 26 in Dresden gezeigt wird (Zutritt mit 2G-Nachweis).

Auf dem Titelbild lächelt ein Mädchen in einem zu großem Kleid mit hochgekrempelten Hemdsärmeln und Strohhut das Gegenüber schelmisch an. Helga Paris traf sie auf einer Fahrt durch Siebenbürgen. Insgesamt 130 Aufnahmen aus den Jahren von 1968 bis 1997, Selbstporträts und Momentaufnahmen aus dem DDR-Alltag, werden auf zwei Etagen gezeigt in dieser Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (Ifa) Stuttgart. Diese wurde kuratiert von Inka Schube und für die Station in Dresden von Bernd Heise, Leiter des Leonhardi-Museums gemeinsam mit der freien Kunsthistorikerin Franziska Schmidt eingerichtet. Die Aufnahmen nehmen den Betrachter mit in eine vergangene Welt und auf Reisen der Fotografin nach Osteuropa, nach Georgien, Wolgograd, New York, Rom oder Polen.

Zu sehen sind außerdem rund 30 Künstlerporträts von namhaften und vergessenen Schriftstellern und Malern in jungen und älteren Jahren wie Christa Wolf und Sarah Kirsch, Elke Erb und Erich Arendt, Uwe Kolbe und Katja Lange, Max Uhlig, Theodor Rosenhauer und Carlfriedrich Claus. Auch das legendäre Gruppenbild der illustren Poetenrunde, von Heinz Kahlau, Peter Brasch, Lutz Rathenow bis Hans-Eckhardt Wenzel, aus dem „Literarischen Salon“ im Atelier von Wilfriede Maaß in Berlin von 1981 ist zu sehen, ganz vorn Sascha Anderson, erst gefeierter Star der Künstlerszene im Prenzlauer Berg, dann ihr Verräter und Stasi-Spitzel. Eine Aufnahme zeigt  Anderson in doppelter Gestalt an einer Kellertür, wie eine Vorwegnahme seines Doppellebens.

Ostdeutsche Geschichte in Geschichten erzählen die Bilder von Helga Paris sehr authentisch und facettenreich. Sie wurde 1938 in Gollnow in Westpommern geboren, studierte zunächst Modegestaltung, bevor sie 1964 begann sich autodidaktisch mit dem Medium Fotografie auseinanderzusetzen. Seit 1966 wohnt sie in Berlin-Prenzlauer Berg. Ihre Motive findet Helga Paris in Wohnungen, Kneipen, Pausenräumen und Werkhallen, auf Straßen und Bahnhöfen. Es entstehen Fotoserien von  Textilarbeiterinnen, Berliner Jugendlichen und Selbstbildnisse der Fotografin: dunkles kurzes Haar, große Augen, mal klarer, trotziger und in sich gekehrter Blick. Ihre kontrastreichen Fotografien sind durchweg in schwarzweiß, starkem Licht-Schatten-Spiel und vorwiegend in Grautönen gehalten, wodurch sie surreal entrückt, noch weiter weg wirken. Ihr Bildband „Diva in Grau“ über die Industriestadt Halle konnte erst 1991 erscheinen. Vor verfallenen Gebäuden stehen stolz Trabis, Frauen adrett in weißen Rüschenblusen und Fönwellen mit Einkaufstaschen vor dunkler Hausfassade, Arbeiter mit Cowboyhüten und Zigaretten vor einem Fabrikgebäude, ein zottliger Hund angeleint vor einem Frisörsalon. Ein Blick aus einem Ferienzimmer in Ahrenshoop verführt zum Träumen.

Berührend auch die Reisebilder aus Siebenbürgen, darunter eine Ansicht mit karger Landschaft, verdorrtem, schwarzem Baum und zwei Pferden vor einer Wasserpfütze. Pferdewagen und Leute mit Koffern. Armut und pure Lebensfreude nah beieinander. Kinder tanzen fröhlich mit den Erwachsenen. Ein älterer Mann steht fesch im hellen Anzug, Hut und Zigarette in der Hand vor einem vergitterten Fenster. Schön urig die Szene im Wald, wo Familien samt Kinderwagen, jung und alt auf einer Wiese am Lagerfeuer beisammen stehen, sitzen und genießen was sie haben. Ein Bild selbstverständlich und traumhaft zugleich wie aus einer anderen Welt. Zur Ausstellung erschienen ein Katalog und der Bildband „Helga Paris. Künstlerporträts“ im Verlag Spector Books Leipzig.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten im Leonhardi-Museum Dresden, Galerie für zeitgenössische Kunst + Leonhardi-Atelier:

Di – Fr von 14 – 18 Uhr, Sa + So von 10 – 18 Uhr

Tel.; (0351) 268 35 13
http://www.leonhardi-museum.de

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Neue Lyrik: Amaryllis-Gemeinschaft & Zweisam & Sternenkind & Wogendes Weiß

18 Dienstag Jan 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Amaryllis-Gemeinschaft

Am Morgen sprang
der grüne Kokon auf
die erste Blüte leuchtet auf
eine zweite ihr gegenüber
strecken ihre Fühler

aus weiten Blütenkelchen heraus
warmrot schimmernde Hülle
feine Liniengeflechte zweigen
von außen ins Innere
gelb betupft

die Blätter umeinander gelegt
steht jede Blüte für sich
und halten sich doch
nah beieinander

aus der Mitte des Stängels
wachsen fast unbemerkt über Nacht
noch zwei Blüten hervor
es wird eng scheint es

kann sein während ich dies schreibe
geht schon die letzte Knospe auf
und umschließe den wogenden Blütenkreis
in inniger Umarmung

LV
15.1.2022

Zweisam

Als die Knospe aufsprang
teilte sie sich zweisam
öffneten sich die Blütenkelche
aus einem Stängel

Flimmerrot und Blütenstaub
fließen in mein gespaltenes Herz
die Blüten schaukeln
bei jeder Bewegung

wenn ich näherkomme
als würden sie gleich
herabfallen

LV
24.12.2019

Sternenkind

Seh die Bilder der Frau
ihr Kind liegt
bei ihr
auf der Stelle
am Herzen

sie hält die Arme
darüber streichelt es
die Augen geschlossen
wie ihr Kind

es wird nie die Augen öffnen
doch es bewegt sich
wenige Stunden
verbunden beide

Du bist nie auf die Welt
gekommen
doch ich hab Dich kurz
in mir gespürt

Du wärst mein Licht
geworden
fühlte mich wie das Mädchen
mit den Schwefelhölzern

doch ich konnte es
nicht sehen
der Schatten vor mir
war größer

ich werde Dich ewig
vermissen
und in mir tragen

LV
18.1.2022

Wogendes Weiß

Die Sonne schien
durch grau geballte Wolken
wie gegen den Strich gebürstet
ein eisig schneidender Wind
wehte über die Elbwiesen

Raben stolzierten im trockenen Gras
als gäbe es noch etwas zu holen
Wildgänse saßen seelenruhig
auf kargem Grund
gegenüber dem Fährgarten
stieg süßer Duft von Quarkbällchen
in die Luft

Weihnachtssterne strahlten noch
ein Schneemann aus Kunststoff postiert
am Eingang umringt von Pinguinen
die nie ins Wasser wollen
Möwen flogen kreischend auf
am Ufer jagten wohl
um Futter

mitten auf dem Weg ein kleiner toter Vogel
dachte erst ein verwehtes Blatt
der tosende Wind hielt mich ab
anzuhalten
das Gefiederte auf die Wiese zu legen

auf der Brücke flog ein Möwenschwarm
über meinem Kopf
floss wie ein Lichtstrahl gleißender Wellenkamm
hinunter zum Fluss
glitten sie
ein Moment vergessen die Kälte

LV
20.1.2022

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Neue Lyrik: Lichterbaum & Neujahr auf Samtpfoten & In der Wunderwerkstatt & Nachtbilder

01 Samstag Jan 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Lichterbaum

Der letzte Tag des Jahres
trägt grelles Rouge
die Schminke zerfließt
in grauen Wolkenballen

wie eine Diva die mit dem Feuer spielt
knallt donnert und zischt es
an allen Ecken
kreiseln Feuerräder steigen Leuchtraketen
im Akkord in den dunklen Himmel

begleitet von Johlen und Rufen
als gelte es all das Versäumte zu feiern
an einem Abend nachzuholen
die dunklen Geister mit Getöse
zu vertreiben

mich zieht es noch einmal zum Lichterbaum
allein steht er auf dem weiten Platz
keine Absperrung mehr
unterm Gezweig stilles hohes
Lichterrauschen umfängt mich

gelbe Sterne schaukeln im Wind
über den Zweigen ausgebreitet wie
Schwingen
ihr Licht in die Welt zu tragen

seine Zeit ist bald vorbei
könnt es ihn doch mit aller Pracht
wieder in den Wald verschlagen
was wird aus dem stattlichen Baum

unten am Stamm die grüne Rinde
schon abgerieben helle Holzschimmer Risse
und Sägespäne am Boden verstreut
bald ihn nichts mehr hält

den Duft von frischem Harz
an den Händen
ein aufgesammelter Zweig
und eine kleine Baumscheibe mit Jahresringen
begleiten mich nachhaus

LV
31.12.2021

Neujahr auf Samtpfoten

Das neue Jahr kommt sacht
feierliche Ruhe zieht ein
nach dem Feuerwerk
das die Lebensgeister
aufs Neue frei setzt

vor deinem Bild brennen Kerzen
ich halte es an meine Wange
in den Neujahrshimmel
Licht fällt von dir
zu mir
im Hintergrund spielt leise Nachtmusik

aus der Küche miaut es
im Karton rappelt es
ein Rasselball fällt heraus
die getigerte Madam springt
hinterher

von Müdigkeit keine Spur
sie liebt Bewegung sehr
zu jeder Tag und Nachtzeit
stürmt sie mit Freudengeheul
voran treibt mich und die kleine schwarz-weiße an

ihre Scheu haben Wolke und Wirbelwind
überwunden
sogar das Feuerwerk mit mir angesehen
ein Jahr leben sie mit mir

du bist nicht mehr hier
mein Liebstes Felliges
doch längst ein Teil von mir
dein Sanftmut Willensstärke und Energie
fließen weiter zu den beiden Katzentieren
die bei aller Ungleichheit
in ihrer Beharrlichkeit und Verschmustheit
doch dir gleichen

Wolke und Wirbelwind nannte ich sie
abwechselnd am Anfang
flüchtig scheu unauffindbar
und unglaublich geschwind
nichts unerreichbar für sie

nahm die getigerte gern meine
Glücksschornsteinfeger auseinander
immer wieder klebte ich sie zusammen
ließ es irgendwann

nun schaut wieder ein kleiner schwarzer
Mann mit Leiter aus dem Glücksklee
und ein Glücksschwein mit Federboa und Krone
zwinkert mich an
bleib nicht stehen das Glück liebt es
immer weiter zu gehen

LV
1.1.2022

In der Wunderwerkstatt
(Für V.)

Weiße Wolken segeln im Abendrot
wie Laternen
in stiller Bewegung in metallenem Glanz
drehen sich Kugeln wie Gestirne unentwegt
im Werkstattfenster brennt noch Licht

du winkst mir zu
die Tür geht auf
in die Werkstatt Wunderwelt
die sonnengelben und roten Primeln mit
dem Glückspilz zum neuen Jahr
stellst du zaudernd nicht unerfreut
auf einen Tisch

ich schiebe mein Rad in den Raum
Dynamo und Licht springen
nicht mehr an
und das Schloss schließt schwer
schon hinfällig und rostig
doch mein Diamantrad fährt immer noch
und ich liebe es sehr
wie es Wind und Wetter stand hält

ich mag alte Dinge
die alle Zeiten überstehen
eigen sind

manche frisieren neue Räder
auf alt und verlangen dafür viel Geld
verdrehte Welt

sehe dir gern zu
wie du Dinge am Leben hältst
die andere längst wegwerfen
gerührt mit wie viel Geduld Güte
und Akribie du das alte Gefährt
und sein Innenleben untersuchst

dynamisch viel Bedacht
und Energie in deinem achtzigsten Jahr
schwarzes Käppi im grauen Haar und
bequeme Jacke scheint es wie ein Kinderspiel

wenn du Drähte neu anbringst und desolate Teile
ersetzt an Lampe und Klingel
die krächzt wie ein Rabe
nun wieder hell und klar
läutet wie das fröhliche Kind einst
mit dem Rad um die Ecke bog

immer noch der Tüftler und Erfinder
der gern herum schraubt hinter die Dinge schaut
in der großen Welt wie im Kleinen
immer noch Neues entdeckt

aus dem Wasserhahn in der Werkstatt tropft
verrinnt die Zeit
neue Tropfen klopfen leis an
leuchten auf
fallen
widerhallen

ein Wassereimer
zerbrochen am Rand
doch bis oben voll
steht gleich neben dem Eingang

überall Werkzeuge
Bohr- Schleif und Poliermaschinen erzählen
von regem Gebrauch
goldglänzende Spiralen und Metallspäne
auf Werkbänken und am Boden
Gläser mit Pinseln zum Streichen Leimen
und Zusammenfügen
ein Bleistift daran klebt ein Insektenflügel
ein kleiner dunkler Schraubstock Bandmaß
und Notizzettel liegen da

viele wundersame Dinge in Kisten und Regalen
wohlverwahrt und griffbereit
für den nächsten Schritt im Kreislauf des Lebens
von Werden Wachsen Vollenden
und Vergehen

Rohre aus Edelmetall in allen Größen
Drahtrollen und polierte Findlingssteine die ihre
Farben und Formen betonen
von Reisen

warten darauf Gestalt anzunehmen
als Handschmeichler Kleinod filigrane Metallleuchter
mit Kugeln oder farbigen Steinen
in der Mitte
von feinen Gespinsten aus Draht
gehalten und umhüllt

vieles schon geschaffen
manches noch im Entstehen
mit der Kamera in faszinierende Bildwelten
eintauchen als Fotograf und Lebenskünstler
auch mal Seelenklempner und Herzenskenner
all das bist du

irgendwann es dunkelt schon
hast du das Wunder vollbracht
leuchtet doch wieder Licht vorn und hinten
am alten Diamantrad
schwing mich glückstrahlend hinauf

du schaust in den Himmel zum schwungvollen
Sichelmond in unendlicher Weite

LV
7.1.2022

Nachtbilder

Letzte Nacht träumte
ich von einer Ausstellung
alle Bilder umgehängt
übermalt
weiß nicht mehr was im einzelnen
zu sehen war

doch alles war anders
als vorher
grau verwaschen
nicht erkennbar
und ein dumpfes Geräusch
das alles andere übertönte
drang herein

ich rannte aus dem Raum
voller Leute die gespenstig
starr und blicklos
vor den Wänden standen

eine Frau kam auf mich zu
streckte die Arme nach mir aus
schrie versuchte mich
aufzuhalten
ihr gehörten die Bilder

ich warf ihr zwei Ringe zu
sie rief nach Briefmarken
am Morgen krächzten Raben
sah ich noch einmal die Kette aus
Lichterblumen am Fenster gegenüber

die nachts groß in warmen Farben
leuchten bei Tag verblassen
mich doch nie verlassen
nie ganz verlöschen

vor deinem Bild sage ich
ich verrate dich unsere Träume
nicht
das Wahrhaftige verbindet
uns weiter

LV
9.1.2022

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Neue Lyrik: Adventszeit & Verzauberung & Wunderreiche Zeit & Rückkehr des Lichts & Weihnachtsmorgen & Vor der Winterruhe

15 Mittwoch Dez 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Poesie

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Unvergessen: Seit einem Jahr bist Du jetzt bei den Sternen und sind wir uns weiter nah, meine liebste und langjährige Begleiterin Lola. Stolze 18,5 Jahre wurdest Du alt.
Foto: VF

Adventszeit
(Für Lola)

Vor mir sitzt ein kleines
zappelndes Fellwesen
das auf einen besonderen
Leckerbissen hofft
die andere getigerte liebt es
mit Wasser aus dem Napf zu panschen
und Blüten zu zupfen

davor der Blumentopf verwelkt
bringe es nicht übers Herz
ihn wegzuwerfen
die Blumenreste stehen an der Stelle
an der sich alles änderte
vor einem Jahr

du fielst mir fast vor die Füße
ein kleiner dumpfer Aufprall eines Nachts
hob dich auf erschüttert wir beide
dein Herzpochen immer schneller
der Atem immer leiser
hielten uns aneinander fest

bis zum Abschied
eine gefühlte Ewigkeit
mein Seelentier

als der Moment wieder naht
streifen zwei Katzentiere
um mich herum
gerührt als wüssten sie alles
bricht alles wieder auf
sie hören es still an und ich merke
wie sehr sie mir schon ans Herz
gewachsen

im Schlafzimmerfenster steht ein
Kerzenlicht
am Morgen brennt es noch immer
der erste Schnee fällt
bleibt nicht liegen
die Lichterblumen am Fenster gegenüber
leuchten wieder

und an deinem Bild öffnet sich
am Weihnachtskaktus gerade
die erste rote Blüte

LV
4.12.2021

Adventszauber mit Lina & Jade

Verzauberung

Als ich aufwache
dunkelt es schon
verkehrte Welt
nachts war ich wach
schrieb und schrieb
mich träumend ins WeihnachtsZauberland
bis es tagte und Sonnenlicht den Raum
flutete

das ich einen Augenblick lang sah
all die Lichtfiguren standen
vor leerer Kulisse
auf dem weiten Platz im Herzen der Stadt
ohne Buden anders als sonst
erfüllt nur von den Klängen
der Posaunen Gloria in excelsis Deo
und den Menschen

ihrem andächtigen Schauen
Verweilen und Staunen wie die Kinder
unterm leis rauschenden Lichterbaum
und der Krippe mit dem neuen Erdenkind
als sähen sie alles zum ersten Mal

beim Teekochen Holunder Minze
sehe ich an der Regalunterseite
eine zierliche Spinne sie hält sich
auf einem Bein oder unsichtbaren Faden
die anderen anmutig in die Höhe erhoben
wie die Lichterspinnen Leuchter

immer noch verzaubert
will ich bleiben
scheue mich in die Welt der „Flüchtigen“
zurückzukehren
wie sie Alain Damasio* beschreibt
voll digitalisiert ein alles überwachendes
Auge
von Suchtrupps die Flüchtige jagen
mit Blicken die töten

wenn sie die wundersamen Wesen
aufspüren
in den verirrten toten Winkeln
menschlicher Wahrnehmung
in denen sie ihre Fantasie und Eigenes
verstecken und bewahren

LV
12.12.2021

* Zum neuen Roman „Die Flüchtigen“ des französischen Autors Alain Damasio (erschienen bei Matthes & Seitz Berlin) erscheint demnächst eine Buchrezension auf diesem Blog. Unbedingte Leseempfehlung!

Texte + Fotos (lv)

Wunderreiche Zeit

Der Himmel weiß verhangen
die Flocken bleiben
noch bei Frau Holle oben
Regentropfen rieseln herab
und der Lichterglanz scheint
durch eine Nebelwand

watteweich umhüllt
die Welt ungewisses Schweben
der Weihnachtsmann spannt dennoch
den Rentierschllitten an
Herzen pochen in Vorfreude
Kinderaugen strahlen
über das Lichterfunkeln am Baum
und in den Fenstern
in der Dunkelheit

süßer Duft nach gebrannten Mandeln
Plätzchen und Pfefferkuchen
hängt in der Luft
nebenan ertönt wie eine Fanfare
ein heller Kinderschrei
noch ganz neu auf Erden

einen Moment später läutet
es an meiner Tür
der Nachbar überbringt mir
welch Überraschung
ein großes Weihnachtspaket
aus einem Zeitungshaus
bedruckt mit hoffnungsfrohen Symbolen
und Weihnachtsgrüßen in vielen Sprachen
verschickt in die Welt hinaus

Sterntaler hält unter einem gelben Weihnachtsstern
seine Schürze auf im Zauberwald
auf dem Altmarkt wo sonst Buden stehen
in einer Galerie nahe beim Goldenen Reiter
brennt noch Licht
eine Frau und ein kleines Mädchen in weißen Kitteln
bemalen und behüten zauberhafte Dinge
wunderreiche Zeit
aus weißem Porzellan

verlockend und liebevoll schwirrende Mensch und Tierwesen
erfüllt mit Freude
ihr Lächeln steckt mich an

LV
17.12.2021

Rückkehr des Lichts

Wir saßen lange
zusammen in der längsten Nacht
des Jahres
vor dem Fenster hielten
weiße Sterne Wacht

es gab ein Festessen
und wir schütteten unsere Herzen aus
nicht nur sacht

wer keine roten Linien mehr kennt
wie kann man dem noch trauen
Kopf oder Arm frei
weg oder hinschauen
wie hältst Du`s mit dem G

schutzlos ausgeliefert anderen
wie weit geht Nächstenliebe
was löscht sie aus
alles dreht sich nur noch um das Eine
bleibt es was vertreibt es
verbindet oder trennt uns

man kann auch in Liebe auseinander gehen
sagst Du
das Licht von Neuem sehen
seit gestern Nacht kann ich es

mit der Wintersonnenwende
kamst Du
der Tag badet im Licht
Abendrot hinter dunklen Bäumen

ein Feuer knistert unterm Geäst
brennt meine Ängste nieder

LV
22.12.2021

Weihnachtsmorgen

Lichtflecken wandern
über die Wände
verwandeln alles
graue Mattigkeit zerfließt
tanzende Körperumrisse
treten aus einem Bild

das hohe Baumpaar vorm
Wintergartenfenster funkelt
wie mit Sternen behängt
in der Sonne
unterm weißen Schneepelz
ein Vogel flattert auf die Baumspitze

Glocken läuten in der Ferne
weißer Rauch steigt auf
wie Atemhauch
in unmerklich leichter
gleißender Helligkeit

das Bild der schwarzen Sternäugigen
getaucht in Licht
zwei Katzentiere zieht es ins Helle
von Eiseskälte wissen sie
noch nichts

und ich denke an Gülsary
das alte Pferd und den alten Mann
aus der Erzählung von Aitmatow
die zusammen ihren letzten Weg gehen
über die Schlucht nachhause
schaffen sie es nicht mehr

der Funkenflug am Feuer wärmt sie
ein letztes Mal und erhebt sie noch einmal
in die Größe vergangener Tage

LV
26.12.2021

Vor der Winterruhe

Der Himmel blassgesichtig
gefrorener Tag
überlass mich der Winterruhe
ein Schimmer Licht fällt herein
lässt mich kurz aufsehen
und erschrecken

das grazile Baumpaar vorm Wintergartenfenster
reißt es fast mittenzwei
hin und her geworfen vom Wind
der weiße Glanz in den Zweigen
schon wieder geschmolzen

bricht die Sonne unversehens
aus ihrem Verlies
färbt den Himmel golden
hinter dunklen Bäumen
folge der Lichtspur

in immer neuen Farben
wie sehen wir andere
und uns wirklich

alles zu seiner Zeit oder
wonach mir zumute
nichts bleibt wie es ist
sehnendes Vergewissern
in allem
Sichergehen

ich ziehe die neuen blauen Ringelsocken an
und träume mich ans Meer
backe Vanillekipferl und andere Plätzchen
nach Weihnachten der Winter ist lang
mache gern die Nacht zum Tag

werfe meinen Wollschal wie ein Lasso
nach dem getigerten Katzentier
das gern Fangen spielt
und mich um den Finger wickelt

schäle eine Mandarine oder
Clementine
wo liegt der Unterschied
Hauptsache süß und saftig
Alles kann ganz anders sein

LV
27.12.2021


Jade im Wintergarten

Alle Texte + Fotos: Lilli Vostry

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BilderAlbum: Im WeihnachtsWunderland

12 Sonntag Dez 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Die wundersame Verwandlung des Altmarkts –
Weihnachtszauber ohne Budengewimmel

Der 587. Dresdner Striezelmarkt auf dem weithin leeren Altmarkt erfreut kleine wie große Besucher mit einem prächtigen Lichterbaum, einer  drehenden Pyramide, Krippenfiguren,  Märchenzauberwald und spontanen Musikerauftritten, die viel Beifall finden.

Die Lichter der Stadt spiegeln sich im Fluss, während ich mit dem Rad die Marienbrücke überquere. Der Himmel ist grau verhangen und es dunkelt schon.
Der sonst vielbesuchte Zwinger ähnelt einem Geisterschloss und auf einmal fällt mir dieses Lied aus Schulchorzeiten ein: „Alles schweiget… Nachtigallen locken mit süßen Melodien/ Tränen ins Auge/ Schwermut ins Herz…“  Es passt vielleicht nicht in diese Jahreszeit, aber in meine Stimmung. Es ist Samstagabend vor dem dritten Advent. Die Stadt strahlt im Lichterglanz, doch wo sind all die Menschen, die sonst in der Adventszeit zahlreich den Liedern, Klängen und Düften auf den Flaniermeilen nachgehen? Die zu Weihnachten gehören, bei denen einem warm ums Herz wird, es weit werden lassen, leichter, froh und vergnügt, innehaltend vom Alltag und diese besondere Zeit im Jahr genießend?

Zuerst fallen mir die vielen, allein vor sich hin funkelnden Weihnachtsbäume vor Gebäuden mit dunklen Fenstern und verschlossenen Türen auf. Hotels, Gaststätten, Geschäfte und Kultureinrichtungen. Die wenigen geöffneten Läden, Lokale und Cafés in der Dresdner Innenstadt sind fast leer. Es scheint als trauten sich die Leute nicht nach draußen und noch weniger in Innenräume. Als lauere überall eine unsichtbare Gefahr, der man nicht entrinnen kann. Das Coronavirus in immer neuen Mutationen ist allgegenwärtig, will partout nicht wieder verschwinden und bisher ist kein wirklich wirksames Mittel für seinen Rückzug gefunden. Das hält die Menschen nicht nur auf Abstand. Sie meiden zunehmend von sich aus den öffentlichen Raum, nehmen von der Politik beschlossene Kontaktbeschränkungen und Zutrittsverbote wie die 2G-Regel, die nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Veranstaltungen, in Hotels, Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants erlaubt, größtenteils hin. Und fühlen sich dennoch nicht sicher.

Die Innenstadt ist an diesem Adventswochenende weder voll pulsierendem Leben, noch menschenleer. Weder laut, noch ruhig. Nicht himmelhoch jauchzend und nicht zu Tode betrübt. Es ist eine anders feierliche und schöne Weihnachtsstimmung als sonst. Damit wird angenehm überrascht und beschenkt, wer sich ein Herz fasst und hinaus geht. Auch wenn es weder Stollenfest noch den gewohnten Striezelmarkt und auch keine Weihnachtsbuden an jeder Ecke wie sonst gibt. Keine Adventskonzerte im Kulturpalast und kein Theater zur Weihnachtszeit. Das wundervolle Stück „Der Zauberer von Oz“, ähnlich dem im ostdeutschen Raum noch bekannteren Kinderbuchklassiker „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ von Alexander Wolkow über Freundschaft und Zusammenhalt in brenzligen Situationen, welche das Mädchen Elli, die Strohpuppe Scheuch, der eiserne Holzfäller und ein ängstlicher Löwe einander näherbringen, hatte letztes Jahr seine Streaming-Premiere und war nur wenige Male im Schauspielhaus zu sehen. Bevor dieses wie alle anderen Kultureinrichtungen wegen der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung Mitte November wieder schließen musste. Auf der Empore des Schauspielhauses leuchtet ein Weihnachtsbaum. Seitlich an der Wand steht auf einem Transparent: „Impfen schützt auch die Kultur!“ Das leuchtet derart pauschal jedoch nicht ein. Zumal Theater und Konzerthäuser bekanntlich nicht zu den sogenannten Corona-Hotspots, wo sich viele infizieren, zählen.

Fast wie ein lichtergeschmücktes Ufo wirkt die „Käseglocke“ am Postplatz, ein kleiner Rundbau mit Flachdach, ehemals ein Fahrkartenkiosk und jetzt ein Ausschank mit Kaffee und anderen heißen Getränken, vor dem einige Besucher verweilen. Der nunmehr 587. Dresdner Striezelmarkt auf dem Altmarkt, der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland, hat zwar kein buntes Budengewimmel, aber dennoch viel Weihnachtszauber zu bieten. Am Schwibbogen-Eingang stehen vor leuchtender Kulisse Weihnachtsfiguren Spalier: Nussknacker, Lichterengel, Weihnachtsmann mit Tannenbaum, Kurrende-Chorsänger, ein Schneemann mit Schal und Zylinder schwingt einen Reisig-Taktstock und ein Räuchermann pafft gemütlich Pfeife. Davor stehen staunend Kinder. Hereinspaziert ins Weihnachts-Wunderland!

Während die Händler der umliegenden Kaufhäuser und Geschäfte derzeit über massive Umsatzrückgänge wegen ausbleibender einheimischer Kunden und Touristen klagen, geht eine wundersame Verwandlung auf dem weithin leeren Altmarkt vor sich. Der weite Platz belebt sich zusehends. Vor dem hohen Lichterbaum und der Weihnachtskrippe mit holzgeschnitzten Figuren und der drehenden Pyramide voll bezaubernder Gestalten stehen andächtig Erwachsene, stille Freude in den Gesichtern, hüpfen fröhlich Kinder umher, werden Erinnerungsfotos gemacht. Junge und Ältere, von hier und aus anderen Teilen der Welt, erfreuen sich an der besinnlich zauberhaften Atmosphäre, jeder für sich und doch alle irgendwie miteinander verbunden im Erleben in diesem Moment. So geben sie ebenso wie die Musiker mit ihren ergreifenden, herzerwärmenden Melodien in schwieriger Zeit Weihnachten seine Würde und Schönheit im ursprünglichen Sinn zurück. Festliche Bläserklänge erfüllen den Platz. Eine weitere Posaunengruppe musiziert aus der Höhe vom Turm der Kreuzkirche aus. Sie spielen lange und mit Hingabe bekannte Weihnachtsweisen, kirchliche- und Kinderlieder und auch mal einen swingend heiteren Ohrwurm. Von „Maria durch ein` Dornwald ging“ über „Hosianna“, „Hört der Engel helle Lieder/Gloria in excelsis Deo“ bis zu „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Lasst uns froh und munter sein“. Und sie bekommen viel Applaus von den ihnen lauschenden, großen und kleinen Zuhörern. Und wer mag, summt und singt die Lieder mit.

Eine Augenweide sind die liebevoll zusammengestellten Szenen aus der Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Mit Hänsel und Gretel vorm Pfefferkuchenhaus, Schneeweißchen und Rosenrot mit dem sanftmütigen Bär in ihrer Mitte. Der gestiefelte Kater stapft durch Tannengrün, dahinter trifft Rotkäppchen auf den Wolf, der sich als ihre Großmutter mit Spitzenhaube ausgibt. Ein großer gelber Weihnachtsstern hängt im Abendhimmel. Darunter hält Sterntaler seine Schürze auf und schüttelt Frau Holle die Betten, auf dass es bald schneit. Das Puppentheater-Häuschen ist geschlossen und auch das Karussell aus dem Zauberwald steht still auf den Schienen. Das Kassenhaus ist leer. Die Kinder stehen traurig davor oder wollen aus Mutters Arm dorthin auf Reise ins Märchenland und verstehen nicht, warum das gerade nicht geht.

Dafür lockt ein paar Meter weiter am Rande des Altmarkts eine wunderschöne Weihnachtsbude, in der es himmlisch nach gebrannten Mandeln und anderen süßen Leckereien duftet, Pfefferkuchenherzen und rot kandierte Liebesäpfel, letztere vorerst nur als Blickfang, ohne langes Warten zu haben sind. Neue, echte Liebesäpfel gibt es am Montag wieder, sagt der Verkäufer. Weiter vorn auf der Prager Straße gibt es an einem Kiosk Crepes, nebenan Bratwurst. Straßenmusiker sorgen dafür, dass es nicht zu trist zugeht auf der sonst sang- und klanglosen Einkaufsmeile, gesäumt von den Lichterketten der Kaufhäuser. Am Freitagabend waren mittelalterliche Klänge mit Dudelsack und Trommel zu hören. Ein Stück weiter spielte ein Mann an der Gitarre bekannte Rocksongs wie „Wind of Change“ von den Scorpions, der Hymne aus der Wendezeit. Tags darauf ist der Musiker wieder da, begleitet von einem Percussionisten, der auf einer Kiste trommelt und spielt „Imagine“ von John Lennon, er singt über Schatten und Träume. Zwei junge Mädchen tanzen und umarmen sich fröhlich und ein vorbeikommendes Paar tanzt spontan mit.

Vor einem großen Modegeschäft warten ein paar Leute auf Einlass. Zwei Männer mit Maske kontrollieren sie nach der 2G-Regel. Draußen stehen vorsichtshalber zwei blaue Polizeiwagen. Drinnen im fast leeren Geschäft steht ein Weihnachtsbaum und daneben ein Bild mit einem lebensgroßen Nussknacker in grünem Frack, Krone und starrer Miene. Der Kontrolleur in der neonfarbenen Weste schaut ebenso streng drein, kommt heraus aus der gläsernen Wand und fragt, was ich mache?! Ich fotografiere den leeren Raum, antworte ich. Die beiden wollen nicht auf dem Foto zu sehen sein. Ihre Gesichter werden durch das Schild an der Ladentür verdeckt.

Mittlerweile bin ich durchgefroren und fahre zurück aus der Stadt, im Zwingerteich spiegeln sich helle Lichter, vor dem Gerätehaus sehe ich noch ein winziges Weihnachtsbäumchen und die Hausfassade gegenüber leuchtet wie ein großer farbenfroher Adventskalender. Die Wiesen sind puderzuckrig mit Schneeresten bestreut. Zuhause erwarten mich zwei lebhafte, ungeduldige Katzen, die sich weniger für meine glückselige Weihnachtsverzauberung als für einen vollen Futterteller und ausgiebiges Streicheln interessieren und ich sehe den Zauber schon schwinden.
Beim Anschauen der Bilder und Schreiben dieser Zeilen schwelge ich dann wieder ganz ergriffen mitten im Weihnachts-Wunderland.

In diesem Sinne allen einen zauberhaften Dritten Advent und Frohe Weihnachten!

Text + Fotos (lv)

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BilderAlbum: Neue Gedichte vom Meer

09 Dienstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Poesie, Unterwegs

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Lieblingsort am Meer, an der Ostsee/Usedom in Ahlbeck im August 2021: Lilli Vostry, meinwortgarten-Inhaberin

Meeresflüstern

Ich kann es noch nicht fassen
die neue Strandtasche flüstert
mir was vom Meer
das unendlich weit erscheint
Scheu auch vor der Weite wieder hinaus

die Wellen warfen mich
immer wieder zurück
saß fest an Land
das ganz durcheinander geschüttelt
in der Sommerfrische nach rettenden
Kapitänen lechzt

atme tief ein und aus
werfe als leuchtenden Anker
mein rundes Meditationskissen in sonnigen
Farben und kreisenden Blütenspiralen
auf den Boden
den Katzen hin zum Probeliegen
ich brauche Urlaub von allem
von ihnen und sie von mir

die Katzen schleichen
drum herum schnuppern dran
setzen sich daneben lehnen sich an

ein schöner stolzer Thron
den noch niemand be-sitzt

PS.: Kaum setzte ich mich und zeigte wie es geht
nahte die getigerte Jade zur Inbesitznahme und weihte
mit wonniglichen Kratzgeräuschen mein Meditationskissen ein.

LV
24.8.2021

Windzerzaust

Das Meer rief mich
schon lange
endlos wogende Weite
es empfing mich
mit hellem Tosen

weiß brausenden Wellen
tausenden Schaumküssen
pudrig weicher Sand
unter den Füßen
Möwenschreie über mir

ein heftiger Wind rüttelt seit Tagen
an mir und allem ringsum
Bäume stehen gekrümmt auf der Promenade
das Meer unnahbar menschenleer

ließ mich nicht abhalten
trug als einzige ein Kleid am
windzerzausten Strand
das bald nasschwappte vom Spiel mit
den Wellen

ich friere und halte unverdrossen aus
mit den Möwen die in wilden Lufttänzen
geschickt ihr Futter fangen mit kichernden
Rufen dem Sturmgebraus
entgegen fliegen

LV
30.08.2021

Meereshüter

Die Musik des Meeres
Wellenrauschen zieht sie
magisch an
die kleinen weißen Segler
Luftakrobaten Überflieger aller Stürme

sie sind anmutig keck lustig ausdauernd
aufmunternd
halten jedes Wetter aus

Kinder jagen sie gern
und kreischen mit den Möwen
um die Wette
wenn sie auffliegen zum Möwentanz
in der Luft stehen
mit vibrierenden Flügeln
und gestreckten Beinen
im Flug ihr Futter fangen

scharenweise
einen Moment war es mir zu viel
wie sie über mir kreisten
immer näher kamen
mit ihren spitzen weit aufgerissenen
Schnäbeln
gierig
eine stieß gegen meine Kapuze

gleich stürzen sie sich auf mich
ständig auf Futtersuche
geb ihnen täglich
doch es reicht nie für alle

rudere mit den Armen in der Luft
sie schenken mir ihre Federn
große und kleine längliche uns ovale
weiß flaumige silbergraue schwarze und
braun gesprenkelte

alle Krumen aufgepickt stehen sie wieder
friedlich nebeneinander im nassen Sand
fliegen übers Meer oder tippeln auf und ab
am Strand

nichts kann sie erschüttern
aus der Ruhe bringen
dafür liebe ich sie
ihre Sehnsuchtsrufe
trage ich in mir

LV
31.8.2021

Wagnis

Seit Tagen stand ich im Sand
umarmte mit Blicken das Meer
wagte nicht mich in die Wellen zu werfen
dem Wind entgegen stellen
der rau unwirtlich unwirklich
sich durch nichts besänftigen ließ

ein kräftiger Wind blies mir ins Gesicht
als ich oben auf der Steilküste entlang in
Erinnerungen schwelgte
der Holzpavillon der vor Regen schützte ist
fort
zwischen hohen Buchen und Kiefern
etliche umgestürzt klägliche Fragmente
toste das Meer

die weiße Treppe die sonst federleicht
hinunter führt umbrodelte ein heftiger
Wind  trennte mich vom Strand
menschenleer aufgewühlt wild ungebärdig
innig zärtliches Zwiegespräch mit den
brausenden Wogen steigendes Herzpochen
je näher ich dem vertrauten Ort durch strömenden
Regen mit dem Rad durch den Wald
zurück in eine andere Zeit kam
in der ich mich auskannte wiederfand
noch ohne Verlorenes Liebgewordenes

nass bis auf die Haut aber glücklich wieder
hier gewesen zu sein kam das Meer mit mir
mit an den neuen Ort
fütterte weiter die unersättlichen Möwen
und andere Vögel an der Seebrücke mit
einem Haus mit Türmchen wie aus dem
sagenhaften Vineta und der Jugendstiluhr
auf der die Zeit stehen geblieben scheint

doch der Zeiger rückt unermüdlich weiter
bemerkte ich erfreut wie die munter
kreisenden und kreischenden Möwen die
ich abends am Elbestrand wiedertreffe

LV
11.9.2021


Steilküste in Ückeritz


Möwenstrand in Swinemünde

Jades Lieblingsplatz

Alle Texte + Fotos (lv)

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Komplett neue Ausstellung „Aktfotokunst – heute“ im Kunstkeller Dresden

20 Mittwoch Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Prießnitz-Nixen und Männer mit Schmetterlingsflügeln

Zeitgenössische Aktfotografie in großer Vielfalt von zwölf Foto-Künstlerinnen zeigt die  nunmehr dritte Ausstellung im Museum aktfotoARTdresden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, den Volkmar Fritzsche im November seit 25 Jahren betreibt.

Reizvolles für die Sinne hält die komplett neue Ausstellung „Aktfotokunst – heute“, die nunmehr dritte im Museum aktfotoARTdresden im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, bereit. Außerdem steht dessen 25-jähriges Jubiläum am 9. November bevor. Bis 2019 als Galerie von ihrem Gründer und Betreiber Volkmar Fritzsche (80) geführt, rückt er im jetzigen Aktfotografie-Museum diese Kunstform in noch größerer Vielfalt in den Mittelpunkt.

Zehn Fotokünstler und zwei Fotokünstlerinnen aus Chemnitz, Dresden, Niedersachsen bis Rheinland-Pfalz sowie Volkmar Fritzsche selbst zeigen ca. 115 Arbeiten in vier Räumen. Die Vernissage war am 16. Oktober, 17 Uhr mit einer Tanzperformance von Una Shamaa (für Besucher gilt die 3G-Regel und Mund-Nase-Schutz). Zu sehen ist zeitgenössische Aktfotografie, die facettenreich Blicke auf den unverhüllten Körper mit allen Eigenarten und verschiedenen fotokünstlerischen Mitteln von sinnlich, reizvoll bis witzig, gewagt und experimentell versammelt.

Jeder Fotokünstler, fünf von ihnen stellen erstmals im Museum aktfotoARTdresden aus, ist mit sechs Arbeiten vertreten. Mit dem Kontrast von Körper und Kulisse spielt in seinen Aufnahmen Norman P. Krauß aus Landau/Pfalz, der neu dabei ist. Ein Frauenakt in Pumps vor einem bröckligen Treppengeländer. Eine Frau in schwarzer Lederkorsage gelehnt an eine weiße Kachelwand. Eine Punkerin mit Tattoos hockt auf einem barocken Sessel mit romantischem Landschaftsbild an der Wand und weißer Rüschengardine. Johannes Barthelmes aus Berlin holt dunkelhäutige Frauen vor die Kamera. Eine Brasilianerin mit Karnevalsmaske. Eine andere hat sich einen grünen Eimer auf den Kopf gesetzt. Marc Antonio aus Chemnitz stellt diesmal Männerakte aus seiner Serie „animal men“ aus, darunter ein Mann mit zwei weißen Tauben in den Händen, außerdem mit Katze, Schlange und Schmetterlingsflügeln.

Sensible Schwarz-weiß-Aktaufnahmen aus der Serie „At home“, in denen sich Männer und Frauen in aller Individualität, mit Muskeln und Narben, in ihren eigenen vier Wänden fotografieren ließen, zeigt Astrid Susanna Schulz aus Wildeshausen/Niedersachsen. Die niederländische Fotokünstlerin Henriette von Gasteren hat ihren Künstlernamen Lilith abgelegt und ist international bekannt für ihre lustvoll-ironischen Körperbilder. In ihren inszenierten Selbstporträts spielt sie mit Frauenrollen und Emotionen in allen Schattierungen zwischen Lust, Schmerz, Verletzlichkeit und Ausgeliefertsein und lotet Grenzen aus. Ihre neuen Körperbilder sind noch drastischer und grotesker und weniger zum Schmunzeln als sonst. Eine Frau ist mit Schlinge um den Hals  an ein Bettgestell ohne Matratze gefesselt. In einer anderen Aufnahme  liegt sie unbequem auf der Bettkante und auf weißem Laken zeigt sie Körper und Gesicht komplett in Folie eingewickelt, mit aufgerissenem Mund nach Luft ringend.

Der Dresdner Fotokünstler Georg Knobloch arbeitet als einer der wenigen noch mit analoger Fotografie und zeigt erstmals im Kunstkeller seine sehr natürlich-sinnliche Akt- und Landschaftsfotografien mit “Prießnitz-Nixen“ am Wasser, Frauen in Springbrunnen und vor Wasserspielen tänzelnd mit Blick auf die Hofkirche, unmittelbar vor Ort aufgenommen. Ebenso farbenreich wie fantasievoll überraschen den Betrachter im letzten Raum digitale Malerei von Marianne Backe, die zusammen mit Aktfotografien von Volkmar Fritzsche zu neuen, faszinierenden Bildwelten in dieser Form einzigartig verschmelzen. Einen Bildband dazu hat er gerade herausgebracht.

Erstmals zeigt Solvig Frey Aktfotografien mit Modellen, die im Spiel mit Körper- und Naturformen mal pure Lebensfreude und Fülle ausstrahlen, mal auf einer Baumscheibe Stille und Geborgenheit suchen oder mit Accessoires und Frisur mit weiblich-männlichen Rollenbildern und Eigenarten spielen. Sie ist dem Kunstkeller seit über 15 Jahren verbunden, nicht nur mit eigens dafür konzipierten Programmen, sondern ebenfalls als Model, Kuratorin und Rednerin bei Ausstellungseröffnungen.

Interessierte an den Aktbildern können sich direkt an die Fotokünstler wenden, die mit ihrer Vita und Kontaktdaten in der Ausstellung zu finden sind. Die Ausstellung ist bis Juni 2022 zu sehen im Kunstkeller und die Kleinkunstbühne im Kunstkeller lockt zudem mit neuem Programm.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Mo 11 – 18 Uhr, Di 15 – 21 Uhr, Do 15 – 18 Uhr und Sa 11 – 15 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel.: 0162 – 682 93 79


Farbenfrohes Feuerwerk der Sinne: Digitale Malerei von Marianne Backe und Aktfotografie vom Volkmar Fritzsche verschmelzen zu faszinierenden „Bildwelten“ im hinteren Ausstellungsraum. So heißt auch der Bildband mit seinen neuesten fotokünstlerischen Arbeiten, den Interessierte auch bei ihm bestellen können.,

Veranstaltungstipp

Der Tag, als meine Frau einen Mann fand –
Lesung mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel nach dem gleichnamigen Roman von Sibylle Berg

am Freitag, dem 22. Oktober, 20.30 Uhr, auf der Kleinkunstbühne im Kunstkeller Dresden.

Die gesamte Kulturszene war schwer von der Coronazeit betroffen. Umso mehr freuen sich Künstler über Euer Interesse an ihren Produktionen.

Dieser Link führt Euch zur Platzreservierung.

https://www.kunstkeller-dresden.de/veranstaltung52.htm

Volkmar Fritzsche und Team

Hier eine Rezension dazu (vom 17.9.2020 auf http://www.meinwortgarten.com )

Lustvoll-ironische Lesung: „Der Tag, als meine Frau einen Mann fand“ aus dem Roman von Sibylle Berg im Theaterhaus Rudi

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Lebensfreude & Genuss contra Ignoranz beim Gastspiel "Chocolat" mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes im Schauspielhaus Dresden
  • Atelierbesuch bei Jochen Fiedler in Cunnersdorf, Sächsische Schweiz
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Premiere "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in den Landesbühnen Sachsen
  • Atelierbesuch bei André und Ralf Uhlig in Radebeul
  • Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen
  • Premiere "Toto oder Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden
  • Auf Entdeckungsreise im Lügenmuseum Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Viel Glanz, berauschende Musik, Tanz und Theater vom Feinsten beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Hereinspaziert zum Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln!
  • Unterwegs: Der Zauber des Kinos & Theaters wird zelebriert beim Hollywood-Bühnenball im Stadttheater Döbeln
  • BilderAlbum: Ausstellung „Emotionen in Kunst“ von Mandy Baldauf im „Kastenmeiers“ in Dresden
  • Worte zur Gegenwart: Unter dem schwarzen Himmel der Macht. Von Armin Kraft
  • Premiere „Kritischer Zustand“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Neue Lyrik: Ode an das Weiß
  • Kurzgeschichte: In deinem Kopf
  • Ausstellung: Liebesbriefe von Max Schwimmer in der Galerie Himmel in Dresden
  • Premiere „Toto oder Vielen Dank für das Leben“ von Sibylle Berg im Kleinen Haus Dresden

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