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Kategorien-Archiv: Natur

BilderAlbum: Samhainzeremonie mit Ahnenschwitzhütte & Trommeln im Zaubergarten Kriebstein & Wieder angekommen

02 Sonntag Nov 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Funkenflug

Die Funken fliegen
hoch über dem Feuer
am dunklen Himmel
tanzen wirbeln herüber
täte es ihnen gern gleich
wag es nicht
noch nicht
ohne Angst die Flügel zu versengen

Gesicht und Körper gewärmt
von den Flammen
verbrennt mein altes Ich
im Dunkel der Schwitzhütte
die glühenden Steine
zischen im Wasser
dampft wohlige Hitze
breitet sich aus

Wir sitzen nackt gehüllt ins Schwarze
wie im Bauch von Mutter Erde
schwitzen schweigen
rufen flüstern bitten
danken den Naturkräften und Ahnen
graben nach den Wurzeln
bei ihnen und uns dem Verbindenden
reißen uns Schmerz Trauer
Ängste Bedrängendes aus dem Leib
brüten Neues aus

im Herzschlag der Trommel
zaghaft erst wie eingefroren
tasten die Töne
gibt das Innere sie frei
taumeln steigen fallen
pulsieren die Klänge
immer intensiver und inniger
hohe helle klare laute leise
warme weiche und tiefe archaische
Laute zarte und kraftvolle
männliche und weibliche Stimmen
treffen begegnen antworten sich
fließen zusammen
schwingen wir uns auf

gehen aus dem Schoß der Erde
wie Neugeborene
mit Jubelschreien hinaus
erfrischt vom Wasser und milder Nachtluft
finden wir uns im Zaubergarten wieder
unter dem Apfelbaum im Mondlicht auf einer Bank
lausche ich in die Stille
sehe das herunter brennende noch züngelnde Feuer

nachts am Fenster die dunklen Umrisse
der Bäume wiegend wie springende tanzende Schatten
eine verirrte Mücke sirrt und versucht
mich zu stechen und entwischt
Morgenlicht leuchtet in allen Herbstfarben
Blätter rieseln zu Boden
Vogelstimmen rufen
sacht unaufhaltsam
webt und regt sich das Neue
weiter kommt wieder ins Fließen
was in uns ist
LV
2.11.2025
Texte + Fotos: Lilli Vostry

Herzlichen Dank an die Veranstalter der zauberhaften Samhainzeremonie, Jürgen Schütz von den „Schwitzhütten Himmelssteine“ und Drumchief Mirko Luckau am Reformationstag am 31. Oktober im Zaubergarten Kriebstein in Höfchen.

Weitere Infos unter http://www.himmelsssteine.de

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Wieder angekommen

Zurück aus dem Zaubergarten
inmitten der weitkronige Apfelbaum
auf der Wiese zwischen bunten
feuchten Herbstblättern
viele gelb und rotbackige Äpfel
etliche mit Sprenkeln
aufgesammelt die mich anlächeln
wie der große schwarze
zottelige Hofhund
der fröhlich umher sprang
das lodernde Feuer
die Schwitzhütte
und das Trommeln
hallen nach
die Zwiegespräche mit den Ahnen
Warte auf Antworten
sehne mich heraus
aus dem Schweigen

als wäre da Nichts
und Niemand mehr
vor und hinter mir
an der Trommel sah ich
sie im Rhythmus der Schläge
kraftvoll pulsierend wie Herzschläge
mir unbekannte und nahe Gesichter
tauchten auf dem Trommelrund auf
in der Mitte ein staunendes
wie ein Kind
eine große Gestalt und zwei kleinere neben ihr
ein Frauengesicht feine Gesichtszüge
davor ein ihr zugewandtes
dahinter ein Kopf von der Seite kantig
reglos der Ausdruck wie versteinert
mal deutlich mal verschwommen

tränenblind überwältigt vom Echo
der hellen klaren und tiefen erdigen Stimmen
als öffne sich eine lange verschlossene Tür
saß ich da tonlos weiter trommelnd
als könnten sie mich hören
in ihrer dunkel fernen Verschwiegenheit
einen Widerhall finden
meine ungestillte Sehnsucht
und Rufe nach ihnen
in die Vollmondnacht
lausche in die Funkelstille

LV
8.11.2025

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Für Mitträumer & naturverbundene Menschen: Ahnenschwitzhütte & Trommeln an der großen Motherdrum zu Samhain

26 Sonntag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Natur, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Gemeinsames Singen & Trommeln von Kraftliedern verbindet und öffnet einen Raum in Kontakt mit der Natur und unseren Altvorderen zu gehen, Absichten und Wünsche auszusprechen. Das geschieht bei einer feierlichen Samhainzeremonie am Reformationstag am 31. Oktober, um 15 Uhr im Zaubergarten Kriebstein, Am Wald 1 in Höfchen. Gastgeber ist Jürgen Schütz von den „Schwitzhütten Himmelssteine“. Fotos: privat

Mit der Kraft der Natur verbunden

Zu einer besonderen Zeremonie mit Ahnenschwitzhütte und Trommeln wird am Reformationstag am 31. Oktober, um 15 Uhr im Zaubergarten Kriebstein eingeladen.

Auf der Wiese liegen Steine rings um eine Feuerstelle. Inmitten von einem Gerüst aus filigranen Zweigen liegen gelbe Blätter, Trauben, Blumen, ein Apfel, Nüsse, Reißigzweige und helle weiche Federn. Ein weißer Kristall und eine Laterne stehen dort. Ein stiller, feierlicher Zauber geht davon aus. Hier startet zum Reformationstag und Feiertag in Sachsen am 31. Oktober um 15 Uhr die diesjährige Samhainzeremonie im Zaubergarten in Kriebstein. Dazu gibt es für Mitträumer, naturverbundene, neugierige und aufgeschlossene Menschen eine Ahnenschwitzhütte mit Trommeln an der Motherdrum mit den Veranstaltern der „Schwitzhütten Himmelssteine“ Am Wald 1 in Kriebstein-Höfchen.

Samhain bedeutet bei den Kelten Anfang, Ende und Neubeginn. Es ist das Ende und der Beginn eines neuen Jahres. „Es ist auch die Zeit, wo die Grenzen zwischen den Welten durchlässig werden. Wo wir uns mit unseren Ahnen und auch den Naturgeistern verbinden und sie um Rat und Beistand bitten können“, sagt Jürgen Schütz, Inhaber der „Schwitzhütten Himmelssteine“. Er kommt aus dem Ruhrgebiet, ist Allgemeinmediziner und beschäftigt sich schon lange mit Naturmedizin. Daher hat er eine enge Verbindung auch zu Kreiswissen und Denken in größeren Zusammenhängen im Zyklus der wiederkehrenden Jahreszeiten, von Leben und Tod und ein Teil von Gemeinschaft zu sein. Seit rund 15 Jahren veranstaltet Jürgen Schütz Zeremonien mit Schwitzhütten und Trommeln zusammen mit Mirko Luckau. Die beiden fahren regelmäßig zum Lebenstanz-Treffen zum Trommeln, das jedes Jahr im Sommer in Südfrankreich in den Pyrenäen stattfindet und ihnen viele neue Impulse gibt.

Viele Jahre fand das Trommeln monatlich in der Salzgrotte Himmelssteine in Altnaundorf bei Radebeul statt. Auch die Schwitzhütten und Seminare gab es dort. „Doch ein Hof neben dem anderen, wurde zu eng. Daher haben wir unseren Wirkungskreis vor drei Jahren nach Höfchen verlegt“, sagt Schütz. „Die Schwitzhütten finden nun auf dem einen Hektar großen, schönen Platz am Wald mit Blick auf die Talsperre statt.“ Der Weg dorthin ist freilich weiter und der Platz abgeschieden. Die Besucher kommen zumeist aus dem Dreieck Leipzig, Dresden und Chemnitz, sowohl Stammbesucher als auch neue Teilnehmer. Eröffnet wird die Zeremonie am kommenden Freitag mit Drumchief Mirko Luckau an der Motherdrum. „Durch unseren Gesang und unser Trommeln nehmen wir Kontakt zu unseren Altvorderen auf und verbinden uns mit ihrer Kraft“, so Jürgen Schütz. Dabei stehen die Teilnehmer an einer großen runden Tischtrommel mit fell- und lederbespannten Trommelschlägern, singen und tönen gemeinsam Kraftlieder aus der indianischen Kultur, indische Mantren und deutsche Kreistanzlieder.

Anschließend schwitzen sie in einer Rundhütte zusammen wie im Bauch von Mutter Erde. Es ist ein geschützter und geborgener Raum. Wo man im Dunklen in die Stille lauschen, in sich gehen, meditieren und mit den Ahnen verbinden, danken, bitten und Offenes und nicht Beendetes mit ihnen klären kann. „Es geht darum, einen Zugang zu sich selbst zu finden, was will ich wirklich und wo erfülle ich nur Erwartungen anderer. Jeder bringt seine eigenen Themen mit und kann sie für sich bearbeiten, Absichten und Wünsche aussprechen, Stress und Ängste loslassen und hinterher hat man mehr Klarheit und Gelassenheit“, sagt Jürgen Schütz. Das Erfahrene bleibt wie beim Arzt im Raum. Ein Feuerhüter bringt die Steine zum Glühen und danach in die Schwitzhütte.

Vorher wird der Raum mit einem Federfächer mit Salbei geräuchert und gereinigt. Hinterher kann man sich ans Feuer setzen oder hinlegen oder mit dem Wasserschlauch erfrischen, manche gehen sogar hinunter an die Talsperre. Die Zeremonie wird beendet mit einem gemeinsamen genussvollen Essen und Trinken, wofür jeder Teilnehmer etwas mitbringt. „Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin, kann ich auch in gute Beziehungen zu anderen Menschen gehen und in Gemeinschaft sein“, ist seine Erfahrung.„Neben den Schwitzhütten und Trommeln bieten wir außerdem viele Erfahrungsgruppen mit Austausch, Jahreszeitfeste und Baumzeremonien an“, so Schütz. „Außerdem machen wir Nature Work und Jugendinitiation zu den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft, padddeln auf dem Stausee, sammeln Feuerholz und nehmen die Umwelt bewusst wahr.“ In die Schwitzhütte passen rund 20 Leute. Trommelschläger sind vorhanden.

Text (lv)

Es sind noch einige freie Plätze für die Zeremonie (Kosten pro Teilnehmer: 90 Euro). Übernachtungen sind im Haus im Gelände möglich. Anmeldung unter: info@himmelssteine.de

Kontakt und weitere Infos unter www.himmelssteine.de

Nächste Termine im Zaubergarten Kriebstein

20.12., 16 Uhr, Schwitzhütte zur Wintersonnenwende
30.12., 17 Uhr, Rauhnachtsschwitzhütte zum Jahresende

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Neue Herbst & KatzenGedichte: Traumzeit & Herbsttag

11 Samstag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Zwischenmenschliches

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Traumzeit

Nichts bewegte mich
heute hinaus
versunken wie ein Bär
im Winterschlaf
wohlige Wärme
träumte von einer langen Reise
hielt mich nichts mehr

Ihr saht mich an
aus einem hellen Leinenbeutel
den ich hielt
liebe vertraute Gesichter
aufmerksam nicht bang
eine Zeitlang
warme gelbe Augen
der grau weiß Getigerten
und sanft staunend die kleine schwarz weiße
wart Ihr wieder bei mir
große Angst Euch wieder zu verlieren
ein Hund kläffte

Wir wollten verreisen
ohne Ziel
sah kein Flugzeug
nur dieses schwebende Gefühl
nachmittags riss ein Stück
vom grauen Wolkenhimmel auf
dazwischen Azurblau
zog mich hinaus

LV
9.10.2025

Herbsttag

Der Herbst steht auf der Leiter
und lacht die Minnie an
sie klettert auf den Kratzbaum
dass sie das Blättermeer
noch besser sehen kann

draußen immer noch viel Grün
die zwei letzten Buntnesseln
in der Küche fast hin
die großen schönen Blätter
matt obwohl immer gegossen
fielen Blatt um Blatt
der Stiel gleich mit ab

die Katzen tun
als ginge es sie nichts an
haschen Fliegen
dann und wann
nehmen was sie zwischen
die Pfoten bekommen
mit Wonnen

die drei Kobolde springen im
Herbstsonnenlicht
auf den Balkontisch
ein Korb voll roter und gelber Äpfel
lacht sie an und lila Trauben
im Karton sie spielen sogleich damit
Pardon sie duften gar so gut

LV
9.10.2025

Liebe bleibt
(Für meine Großmutter zum Geburtstag am 22.10.2025. Sie ist Jahrgang 1911.)

Du hattest immer Sonne im Herzen/ auch wenn sie Dir nicht immer schien/hieltst Du uns Kinder immer warm/empfingst uns/selten klopften wir vergebens an Deine Tür/brachtest es nicht übers Herz uns draußen stehen zu lassen/frierend und hungrig vor allem nach Liebe/Worten die nicht stachen sich einbrannten/Worte wie Mangel/Fortgehen/Verlassen/Verschollen im Krieg/Dein Mann/nie gefunden/als Kind und Erwachsene selbst zwei Kriege erlebt Du/auferstanden aus Ruinen/allein mit zwei Töchtern/die wieder zwei Mädchen bekamen/uns die nie verstanden/warum es so schwelte und brodelte/manchmal überschäumte/verborgene und offene Wunden/wie Feuer und Wasser waren wir/viele Fragen/bis heute offen/warum waren wir oft so allein/wohin gingen die Männer/was trieb sie fort/liebten sie nicht auch/was ist davon geblieben
LV
22.10.2025

Texte: Lilli Vostry
Fotos folgen

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Ausstellungseröffnung „Wer bin ich?“ mit Malerei von Dorothee Kuhbandner in der Full Moon Gallery in Dresden

04 Samstag Okt 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Farb- und fantasiereiche Malerei im Stil des „Dorealismus“: Die Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner stellt ihre Arbeiten kommenden Dienstag, den 7. Oktober in der Full Moon Gallery in Dresden aus. Beginn ist im Zeichen des Vollmonds um 20 Uhr.

Farbenfrohe Tag- und Nachtgeister in der Full Moon Gallery

Immer zur Vollmondzeit wird eine neue Ausstellung gezeigt in der Full Moon Gallery auf der Hechtstraße 17 in Dresden. Am 7. Oktober, um 20 Uhr beginnt die nächste Vernissage, bei der unter dem Titel „Wer bin ich?“ Tusche- und Acrylmalerei der Radebeuler Künstlerin Dorothee Kuhbandner zu sehen sein wird, begleitet von Musik am Cello mit Peter Koch.

Dann strahlt La Luna voll und rund wieder am Nachthimmel und verzaubert uns mit ihrem magischen Licht. Jene Zeit, wenn die Gedanken, helle und dunkle, und Träume wie Katzen umher streifen, Einlass begehren und unsere Herzen erweichen. Dann sind wir besonders offen und empfänglich für Sinnesreize und Neues. Die meisten Bilder hängen in den Schaufenstern und sind somit zu jeder Tag- und Nachtzeit sichtbar. Die Kunstwerke sind auch gut beleuchtet. Weitere Bilder hängen drinnen an den Wänden, in denen Kunst, Natur und Zwischenmenschliches aufs Schönste miteinander verbunden sind.

Die Laudatio zu dieser Ausstellung hält meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry, freie Journalistin und Autorin. Ich freue mich auf Euren Besuch dort. Live is live!

Text + Fotos (lv)

http://www.full-moon-gallery.de

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Die Natur als Kulisse: Kunst und Kaolin in Mügeln in einer spektakulären Inszenierung der amerikanischen Künstlerin Kim Karlsrud

11 Donnerstag Sept 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Spannende Symbiose aus Landschaft, Kunst & Unternehmertum: Die amerikanische Künstlerin Kim Karlsrud (Bildmitte) im Gespräch mit André Simon, Leiter Tagebau der Kemmlitzer Kaolinwerke in Mügeln. Re. im Bild Ute Hartwig-Schulz, Bildhauerin und Leiterin im Künstlergut Prösitz und die Berliner Gastkünstlerin und Übersetzerin Christina Beifuss.

Kunst und Kaolin treffen aufeinander

Die Amerikanerin Kim Karlsrud ist zur Zeit als Gastkünstlerin im Künstlergut Prösitz und zeigt eine spektakuläre Lichtinstallation diesen Freitag, 12.9., ab 19 Uhr im Kemmlitzer Kaolinwerk in Mügeln, im Landkreis Leipzig.

Die kargen und hügeligen, sandfarbenen Flächen, dazwischen helle Krater, Geröll und Vertiefungen wirken wie eine Mondlandschaft auf den ersten Blick.
Darüber spannt sich ein weiter Himmel mit weißen Wolkenfeldern und Baumgruppen am Horizont. Im Hintergrund sind Motorengeräusche zu hören, schlängeln Förderbänder, die befüllt werden von Schaufelradbaggern, die sich durch das weiße Sandmeer graben. Oben am Rand der riesigen Sandgrube hinter der Absperrung steht eine zierliche Frau mit schulterlangem schwarzen Haar und betrachtet fasziniert die scheinbare Sandwüste. Wie kommt es, dass eine weitgereiste Künstlerin aus den USA sich gerade hierher verirrt und zu einer spektakulären Lichtinstallation im Tagebau Schleben/Crellenhain der Kemmlitzer Kaolinwerke anregen lässt?

Kim Karlsrud ist aus Oregon südlich von Seattle angereist und weilt als Gastkünstlerin und Stipendiatin im Künstlergut Prösitz. Ihren vierwöchigen Arbeitsaufenthalt im Rahmen des Residenzstipendiums für Künstlerinnen mit Kind seit Anfang August nutzt sie, um eine spannende Brücke zwischen dem Kaolinabbau und der sich wandelnden Tagebau-Landschaft bei Mügeln mit künstlerischen Mitteln zu bauen. Sie wollte mit Ton, Erde, Bodenschätzen arbeiten, sagt sie und ihr wurde dafür das Kaolinbergwerk bei Mügeln empfohlen. „Das Kaolin wird für die Porzellanherstellung gebraucht und hat auch viel mit der Geschichte von Sachsen zu tun“, das interessiert die 40-jährige Künstlerin außerdem.

Sie hat sich eine weiße Kaolinwand ausgesucht, auf die Kim Karlsrud ein digitales Wandbild in Licht getaucht projizieren wird. „Es wird wie eine stille Meditation, bei der die langsame Veränderung von Landschaft und Menschen in bewegten Bildern sichtbar wird. Die Kaolinstrukturen werden selbst zum Bild, die in Makroaufnahmen wie auf einer Leinwand erscheinen, im Wechsel mit Satellitenbildern der Veränderungen und Zeichnungen mit den Markierungen und Spuren, die sie in der Landschaft hinterlassen“, erzählt die Künstlerin. Dafür verwendet sie Delfter Blau wie in der klassisch chinesischen Porzellanmalerei. Bei der technischen Umsetzung des Kunstprojekts hilft ihr Mann und Landschaftsarchitekt Daniel Philips, der sie mit ihrer Tochter begleitet und mit dem sie im Duo als „Commonstudio“ ihre internationalen Projekte realisieren, die immer mit Stadtökologie, Urbanität und Landschaft zu tun haben.

„Menschen, auch Künstler gestalten permanent die Landschaft.“ Man kann ihr Werk stetigen Wandels auch als Sinnbild für die Zeit und Gegenwart sehen. Doch vor allem sei es eine Intervention, ein künstlerischer Eingriff in die Landschaft. „Der Tagebau geht immer weiter. Es ist eine Landschaft in Bewegung“, sagt André Simon, Ingenier für Bergbau und Leiter im Tagebau/Schlämmerei der Kemmlitzer Kaolinwerke in Mügeln. „Wir sind vom Geoportal Mügeln gefragt worden, ob das Projekt im Kaolinwerk möglich ist, das auch das Land der weißen Erde genannt wird. Ich habe ein Herz für Kunst und außergewöhnliche Sachen“, so Simon. Im Unternehmen sei er als kreativer Unruhegeist bekannt. Damit war er für Werksleiter Thomas Wegner „genau der Richtige“ für dieses Projekt in Kooperation mit dem Künstlergut Prösitz. Die Idee mit der Licht-Projektion an einer Kaolinwand fand sofort Interesse, da Licht für Bergleute ohnehin eine große Rolle spielt. „Wir haben den besten Kaolin der Welt“, sagt Simon stolz, „weil wenig Eisen und Titan drin ist. Gleißend weiß glänzt er in der Sonne.“ Nahezu jeder namhafte Porzellanhersteller werde von den Kemmlitzer Kaolinwerken mit dem natürlichen Rohstoff beliefert. „Vor uns liegt die Zukunft. In zwei Jahren werden wir auf dieser Fläche die Kaolinförderung aufnehmen“, sagt er mit Blick auf das vordere Areal.

Der Bereich dahinter werde renaturiert und wieder eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die andere Grube auf der Anhöhe werde mal in einen „Himmelsteich“ umgewandelt, aber erst in 15 Jahren. Es ist bereits ein Rundweg um den Tagebau entstanden, der das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag kostete und diesen Sommer fertiggestellt wurde, so Tagebauleiter Simon. „Es ist ein schöner Spazierweg in der Natur, auch für Radfahrer. Vor kurzem blühte es hier noch ringsum.“ Auf den Abraumhängen sprießen noch Grün und Wildblumen. Ein Tagpfauenauge fliegt über einer Mohnblüte. „Die Besucher sind eingeladen, auf dem Rundweg zu wandeln, die Lichtinstallation anzuschauen und sie bekommen einen Eindruck von der Tagebautechnik“, sagt André Simon. „Es ist eine Symbiose von Kunst, Landschaft und Unternehmertum und auch Experiment für Folgeprojekte“, sagt Ute Hartwig-Schulz, Bildhauerin und Leiterin im Künstlergut Prösitz. „Wir sind gespannt auf die Reaktionen und hoffen auf schönes Wetter.“ Es müsste mehr solche Kunstprojekte im öffentlichen Raum geben, sagt Kim Karlsrud. Zu erleben ist ihre imposante Lichtinstallation auf dem Tagebau-Rundweg Mügeln am Freitag, dem 12. September ab 19 Uhr, Treffpunkt an der Kaolinbank. Die Künstlerin ist vor Ort und weitere Gastkünstlerinnen vom Künstlergut Prösitz.

Text + Fotos (lv)

Ein Herz für Kunst & außergewöhnliche Sachen: André Simon, Tagebauleiter der Kemmlitzer Kaolinwerke in Mügeln und die amerikanische Künstlerin Kim Karlsrud vor der imposanten Landschaftskulisse. Dort wird an einer Kaolinwand morgen, am 12. September ihre einmalige Lichtinszenierung zu sehen sein.

Wie Kim Karlsrud ihre künstlerische Arbeit im Kaolinwerk & im Künstlergut Prösitz erlebte

„Was am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist ein temporäres Werk mit der Möglichkeit einer dauerhaften Installation. Es bietet auch anderen Künstlern die Möglichkeit, die Kaolinmine zu „erschließen“, um neue digitale Werke zu schaffen.

Die Zeit hier in Deutschland und im Künstlergut war wunderbar. Die Gelegenheit, mit einer jungen Familie zu reisen und neue Werke zu schaffen, ist selten. Ute und die anderen am Symposium teilnehmenden Künstler waren neugierig, hilfsbereit und sehr fleißig. Es war mir eine Freude, sie, ihre Arbeit und ihre Familien kennenzulernen.

Deutschland schätzt spontane Stadtpflanzen (oder Unkräuter) auf wunderbare und interessante Weise. Denken und angewandte Arbeit zeigen sich in der akademischen Forschung und bei Stadtspaziergängen. Die städtischen Räume wirken hier grüner, etwas wilder und offener für die Beziehung zwischen Mensch und Natur.

Diese Residenz wurde vom Künstlergut Prösitz unterstützt. Ute und ihre Teams benötigten Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit der Kaolinmine und der technischen Logistik. Utes enge Verbindung zu Sachsen war entscheidend für den Start des Projekts und dessen Umsetzung.

Herr Simon vom Kaolinwerk war großzügig mit seiner Zeit und Offenheit für Ideen und arbeitete technische Fragen und Lösungen aus.

Meine Zeit hier ist ein bewegliches Fest, und ich freue mich darauf, diese Erfahrungen in den kommenden Jahren zu verarbeiten und daraus zu schöpfen.“

Das Werk wird am Freitag, den 12. September, um 19 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert, ist aber erst um 20 Uhr vollständig sichtbar.

Land der weißen Erde
(Kaolinwerk Mügeln)

Im Licht fliegen die Schmetterlinge
mit mir ihre schwarzen Umrisse
zeichnen sich ab auf hellem Stoff
nah am Zugfenster außen
taucht ein dunkler Falter auf
als käme er von Dir
wie anverwandelt
stille Regung sachter Flügel
aus dem Schatten
ein Stück heraus
weiter in Bewegung

der Himmel weit
über weißen Wolkenfeldern
reicht hier bis zur Erde
weich wellig wölben sich
abgetragene Flächen
hell schimmernd wie Luftschlösser
Krater Sandburgen Wolkenhügel
aufgehäufte Törtchen
gleissen in der Sonne
weißer und feiner der Sand
als am Strand
aber nicht betretbar
Förderbänder schlängeln und Bagger graben
sich durch das weiße kostbare Sandmeer
das Kaolin zu bergen

Es gibt Sehnsuchtsorte
verlorene und verzauberte Orte
die man wider Erwarten
entdeckt und wiederkommen
möchte ohne zu wissen wann
wie nah der Himmel dann noch ist

LV
9.9.2025

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Neue Lyrik: Von Mohn & Meerkatzen & Möwen

22 Dienstag Jul 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Poesie, Unterwegs

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Blütensegel

Sie flattern fliegen
ihre zarten Blätter
zittern beben im Wind
segeln mir voraus
dem Meer entgegen
dunkelblau bewimpert
ein rotes Leuchten von weitem
das tief geht
schwingen die kleinen Blütensegel
wie die Möwen
auf und ab
in den Wellenkämmen
kräuseln wogen entflammt
wehen die Blätter fort im Regen
werden zu Mohnblumen Meerschaum

LV
13./14.7.2025

Möwenrufe

Manchmal klingen die Möwen
wie Kinder
wenn sie rufen jauchzen drängeln
hinaus rennen
ungehindert vom Regen
die Luft warm
duftet nach frischer Erde
in großen weißen Wolkenlöchern
kreist Blau

LV
14.7.2025

RegenDuft

Die Rose verlor über Nacht
ihre Blätter lachsfarben
liegen sie verstreut auf dem Untersetzer
duften immer noch
unter der Vase
schaut noch halb der Fisch hervor
wässrig grün mit roten Flossen
und dunkler Pupille
umrahmt von blassroten Korallen
noch ein Fisch rot silbrig
mit spitzen Flossen
schwimmt im Quadrat
aus Ton
umgeben von Blumen wie Seesternen
hinter dem Fenster rauscht der Regen
um die Seesternkette wickelte sich über Nacht
ein Knoten

LV
17.7.2025

Beflügelt

Die weiß Gefiederten fliegen voraus
ihre Rufe laut keckernd hoch über den Dächern
klingen wie Lachen
auf und ab ebbend mit den Flügelschlägen
beobachten sie spöttisch das menschliche Treiben
lauern auf Leckerbissen
ohne schlechtes Gewissen
wo so viel aufgetürmt überall vor Lokalen
und Fischbuden an der Promenade
lassen die Möwen sich gern nieder
von der Konzertmuschel hallen ihre
Sehnsuchtslaute wider auf der sie sitzen
mit den karibischen Klängen mitschwingen
weiße Falter schwirren umher
berauscht vom Lavendel
der auf den Blumenbeeten wogt
am Strand stehen Möwen und Raben Spalier
segeln elegant kreischen krächzen
und führen wilde Freudentänze flügelschlagend auf
wenn es Futter gibt
die einen sehen zu oder reißen ihre Schnäbel auf
wie die anderen Glücklichen Fischhappen und Brötchen ergattern
und später sitzen sie friedlich nebeneinander im Sand
in der Abendsonne
mit Blick aufs Meer

Auf dem Dach gegenüber vom Ferienzimmer
sitzt in der Dämmerung eine große Silbermöwe
und späht von ihrem Hochsitz umher
putzt sich seelenruhig
während über ihr andere Möwen
und unzählige Schwalben sirrend kreisen
dreht sich in die andere Richtung
hin zum Meer
und fliegt mit lautem Seufzer
oder Balzruf
auf und davon
wie still und leer ist es
ohne sie
Heute morgen weckte mich
ein sanftes Flügelschlagen
ein Tagpfauenauge flatterte
plötzlich im Zimmer am Fenster
wie kam es hierher

LV
17.7.2025

Von Meerkatzen und Möwen

Hoch am Wolkenmeer fliegen
die Möwen endloses Wogen
der Weiß Blau und Grautöne
in den Wellen
hinten am Horizont viele Schiffe
die fast den Himmel berühren
im regennassen Sand sitzen
zwei Möwen braunweiß gesprenkelt
und eine grauweiße mit dunklen Tupfen nebeneinander
still vertraut Fellfarbe und Gefieder
alles kehrt wieder
viele weiße Federn an der Seebrücke
gleich am ersten Tag
heute eine große braun weiß getupfte
und eine flaumige
Jade liebte Federn ihr Schweben
sie kitzeln die Nase
die feinen Härchen aufgestellt
wie Schnurrhaare
und eine schwarz weiß geteilte Feder
wie von Lina abgelegt
stehen vor Euren Bildern
eine getigerte Möwe steht eine Weile
allein und still bei mir
sieht sich immer wieder um
als suchte sie etwas
ich erzähle ihr von meinen Katzen
die ich liebe wie das Meer
mit seinen vielen Farben
und die Gefiederten
die mir Wolkenfächer schenken
und fröhlich umher wirbeln mit den Meerkatzen
überall sehe ich ihre Spuren am Strand

LV
14./15.7.2025

Kleine Wirbelwinde

Auf dem Weg zum Strand
flattert das Tagpfauenauge
vor mir her
in der Mittagssonne
eine frische Brise weht vom Meer her
eine Hand am Strohhut die andere am Radlenker
zieh ich mit den Möwen
wachsen mir wieder Flügel
finde vor dem Wellengang noch eine
braun weiß getigerte Feder wie von Jade hingelegt
eine schwarzweiße von Lina
und eine schwarze von Lola
falle in die Wellen mit den Möwen
federleicht
ein Kopf taucht auf und ab
in den Wogen
meiner bleibt oben
die Wellen durchströmen
meinen Körper
kraftvoll und weich
weiche nicht mehr aus
lass mich von den Wellenbergen
immer weiter tragen
begleitet vom Kichern der Möwen
und meiner Fellwesen
den unsichtbaren weiter nahen
und den daheimgebliebenen
drei kleinen Kobolden
seit letztem Sommer bei mir

Wirbelwinde wundervoll und unbeständig
wie das Wetter am Meer
Schlingel Schmusetiger Tröster
Raufbolde die sich putzen und fetzen
Flausch Kasimir der kleine Harlekin
Lino der weiße Bär und
die zauberhaft getigerte Minnie
ob sie mich vermissen stillsitzen
oder randalieren
auf Tisch und Regale springen
Läufer zerwühlen unter den Stühlen
Sachen herunter reißen
alleine spielen sich zeigen
oder verstecken wenn der Nachbar kommt
zum Füttern

das Meer tost Ihr würdet es sicher lieben
doch ungern an der Leine gehen
wie der kleine schwarze Kater
den ein Mädchen ausführt nah der Promenade
seine gelben Augen blitzen schelmisch
wenn ich nachhause komme
werden wir mit den Meerbällen toben

LV
18.7.2025

Alle Texte: Lilli Vostry
Fotos folgen noch.

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Gedicht-Lesung: Natur- und Katzenpoesie von Lilli Vostry beim 2. OpenAir Karierte Katze im Palaisgarten Dresden& beim Musiksommer Bärenstein

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Kurzgeschichten, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Lesekatze: Sie liebt Überraschungen, Abenteuer, Papierrascheln umgeblätterter Buchseiten, überhaupt alles, was sich bewegt & hört gern Wohllaute & Klänge, die ihrer Natur entsprechen, voller Neugier, Fantasie, Poesie, Witz und Eigensinn. All das könnt Ihr zusammen mit der Karierten Katze bei der Langen Neustadt-Lesenacht am 24. Juli, ab 18 Uhr erleben. Miau!

Von Mohn, Meer, Möwen und Meerkatzen

Welche Freude! Ich bin mit dabei, zusammen mit acht AutorInnen, bei der Langen Neustadt-Lesenacht beim 2. OpenAir Festival Karierte Katze im Palaisgarten in Dresden mit Natur- und Katzenpoesie aus meinem ersten Buch, „Geliebte Ungeheuer. Außerdem lese ich einige neue Gedichte, frisch aus meinem Ostseeurlaub, über Mohn, Meer, Möwen und Meerkatzen und weitere Gedichte über fliegende Katzen, Jade auf dem Koffer und mein erstes Katzengedicht „FreiWild“. Meine drei geliebten Fellmusen Jade & Lina und meine erste Katze Lola würden sich sehr freuen und große Augen machen und werden vom Himmelszelt aus auch mit lauschen. Miau!

Ich freue mich ebenso über diese Möglichkeit beim 2. Festival Karierte Katze zu lesen. Herzliches Dankeschön auch im Namen meiner Fellmusen an den Initiator des KulturFestivals, Holger John und Jan Frintert alias Anton Launer vom online Magazin „Neustadtgeflüster“ und Organisator der Langen Neustadt-Lesenacht.

Kommt gern vorbei zu diesem besonderen Leseschmaus bei der Karierten Katze am Donnerstag, dem 24. Juli, Beginn 18 Uhr.
Ich lese ca. um 19.15 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Weitere Programm-Infos unter: http://www.kariertekatze.de


Meine geliebten Fellmusen Lina & Jade und meine erste Katze Lola, von denen ich viel über das Wesen und die Eigenarten von Katzen lernte, die mich begleiteten und weiter beflügeln. Seit letztem Sommer wohnen und halten mich drei neue Fellwesen, Geschwister: Minnie, Lino und Flausch Kasimir auf Trab und in Schwung. In diesen Tagen feiern wir ihren ersten Geburtstag! Von ihnen wird auch noch einiges zu hören sein!

Geliebte Dreierbande: Die Kater Flausch Kasimir und Lino und die getigerte Mieze Minnie sind lieb, aufgeweckt, neugierig und tollen gern umher wie ihre Vorgängerinnen, die uns weiter unsichtbar begleiten und in den Gedichten & Erzählen von ihnen lebendig bleiben. 🙂

Vorfreude! Dieser Artikel über mein Katzenbuch „Geliebte Ungeheuer“ (erhältlich über den Notschriften Verlag Radebeul, per Klick auf der Webseite) erschien heute, am 23.7.2025, vorab zur Langen Neustadt-Lesenacht beim Festival „Karierte Katze“ in der Dresdner Morgenpost, Kultur:

Donnerstag, 24.07.
Beginn 18:00 Uhr

Lange Neustadt-Lesenacht

Die Karierte Katze liest – präsentiert vom „Neustadt Geflüster“. Ab 18 Uhr lesen acht Autorinnen und Autoren aus ihren eigenen Werken.

Es geht dabei – wie könnte es anders sein – um Katzen, aber auch um wonnevolle Erotik, kriminelle Neustädter, tratschende Damenkränzchen.

Alles in allem ist für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. Musikalisch wird die Lesenacht vom E-Cellisten Philipp Gottesleben eingezäunt.
Er interpretiert neben Rock und Blues auch europäischen Jazz oder amerikanische Jazz-Standards. Beginn ist 18 Uhr mit Intro von Philipp Gottesleben.
ca. 18.30 Uhr: Anmoderation Jan Frintert

Es lesen:
ca. 18.35: Heinz Kulb „Weibsbilder“
ca. 19.00: Benedikt Dyrlich „Der Tiger im Pyjama“
ca. 19.15: Lilli Vostry, Natur- und Katzenpoesie
ca. 19.40: René Seim (Windlustverlag mit Lyrik und Kurzprosa)
ca. 20.05: Zwischenspiel Philipp Gottesleben
ca. 20.20: Anne Es (Erotisches und Kriminelles)
ca. 20.45: Holger John lässt die „Katze aus dem Sack“
ca. 20.55: Oskar Staudinger (Einspiel von von vier Audiostücken – Gedichte)
ca. 21.05: Anton Launer (True Crime aus der Neustadt)
ca. 21.25: Outro: Philipp Gottesleben

Zauberhafte Gedichte und Geschichten & Sphärische Klänge gab es gestern abend bei der Langen Neustadt-Lesenacht beim Kulturfestival Karierte Katze zu hören.

Die Wiese vor der Bühne am Japanischen Palais in Dresden war gut gefüllt mit Zuhörern. Das Wetter war uns hold. Acht AutorInnen lasen ihre Texte. In großer stilistischer und inhaltlicher Bandbreite fanden sie ein aufmerksam lauschendes Publikum. Begonnen bei humorvollen Geschichten aus Elbflorenz Anfang des 20. Jahrhunderts von Heinz Kulb, bilderreich und sprachlich fesselnde Lyrik über eine aus den Fugen geratene Welt von Benedikt Dyrlich aus seinem neuen Band „Sicheltage“ aus dem Domowina-Verlag (Rezension folgt demnächst auf diesem Blog), witzig-hintergründige Lyrik und Kurzprosa von René Seim (sein neuester Gedichtband „Peitsche aus Sand“ erschien 2024 im Windlustverlag), skurrilen und erotischen Gedichten und Prosa von Anne Es über schräge Vögel und ihre Besitzer bis zu morbiden Gruselgedichten von Oskar Staudinger. Geschichten aus der Äußeren Neustadt in Dresden, den Anfängen der Bunten Republik Neustadt, ihrem kreativ, spontan, lebendigen Anarchogeist und der Blütezeit im  Szene- und Kneipenviertel und über die schleichende Kommerzialisierung und den Verlust an Kultur- und Freiräumen las kenntnisreich Anton Launer vom online-Magazin „Neustadtgeflüster“. Holger John erwies sich einmal mehr als umtriebiger Künstler und Geschichtenerzähler, der mit immer wieder neuen, unkonventionellen Ideen und Auftritten verschiedenster Künste überrascht, für Furore, Staunen und Zuspruch und frischen Wind in der hiesigen Kulturlandschaft sorgt. Man darf gespannt sein, wer noch alles auf der Bühne stehen wird beim Festival Karierte Katze. John hat bereits bei Blixa Bargeld und Nina Hagen angefragt. Text (lv)


Ein wunderbarer Ort für Meer- und Katzenpoesie: Es war mir ein Vergnügen, an meine geliebten Fellmusen Jade & Lina und Lola zu erinnern und aus meinem Katzenbuch „Geliebte Ungeheuer“ (zu beziehen über den Notschriften Verlag Radebeul per Mausklick) zu lesen beim Kulturfestival Karierte Katze im Palaisgarten in Dresden. Foto: M.R,

Freitag, 25.07.20:00 Uhr, 5 String Theory: Alexey Kochetkov

Die KARIERTE KATZE präsentiert ein Konzert für Violine und Elektronik

Samstag, 26.07. 18:30 Uhr  3DAVONKENNICH

Die junge Band aus Dresden steht erst seit einem Jahr in Kleeblattbesetzung auf der Bühne. Ihre Improvisationen und die Mischung aus Pop und Jazz holen alle Generationen ab. Überzeugt euch selbst im Katzengarten!

Samstag, 26.07.20:00 Uhr, Bahnhof Motte
Wie der Mensch ein ambivalentes Wesen ist, so kombinieren Bahnhof Motte rasende Emotionen mit schönen Blumenketten. Die Dresdner Kultband steht für unkonventionelle, bislang ungehörte Musik. Rohe verzerrte Gitarren und dröhnende Bässe verschrauben sich mit einem unaufhaltsamen Schlagzeug zu einem wütenden Geflecht – und werden ganz plötzlich zu einer verträumten Landschaft, gemalt von Saxophon und Synthesizer. Ohne zu ahnen, was als nächstes passiert, wird das Publikum eingesogen und nicht mehr losgelassen. Bahnhof-Motte-Konzerte sind Trips durch sämtliche emotionale Zustände.

Aktuelle Ausstellung in der Galerie Holger John, Rähnitzgasse 17 in Dresden

MAX GIERMANN | MALEREI: Dann mal doch, du dumme Sau!
Ausstellung 13.06. – 10.08.2025
KOOPERATION GALERIE ROY

Gedicht-Lesung mit Natur- und Katzenpoesie & neuen Gedichten vom Meer beim 3. Musiksommer Bärenstein

Gleich noch eine Lesung mit Gedichten aus meinem Katzenbuch und neuen Gedichten vom Meer von Lilli Vostry, Autorin aus Dresden und Inhaberin von meinwortgarten.com gibt es zum 3. Musiksommer Bärenstein am Sonnabend, dem 26. Juli, um 19 Uhr im Musikladen, Kirchgasse 2, in Bärenstein im Osterzgebirge. Musikalisch begleitet die Lesung Aerdna Harp mit Harfenspiel.

Außerdem locken dort noch einige Konzerte, Ausstellungen (Vernissage am 3.8., ab 13 Uhr) , mit Singewanderung ab 15 Uhr mit Musik auf der Sachsenhöhe) und ein Improvisationsfest verschiedener Künste (2.8., 16-19 Uhr). Der Musiksommer Bärenstein dauert noch bis 6. September.

Zauberhafter Besuch nach unserer Gedicht-Lesung mit Harfenspiel am Sonnabend in Bärenstein: Diese Tigerkatze kam, wie ein Gruß von Jade!, zu uns spaziert und blieb lange,

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Neue Lyrik. Fliegende Katzen & Aus der Zeit gefallen & mehr

11 Freitag Jul 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Natur, Poesie, Zwischenmenschliches

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Fliegende Katzen

(Für Jade & Lina und Lola)

Gerade sprang die karierte Katze
noch durch meine Gedanken
mit dunkel hellem Grinsen
im schwarz weißen Fell
liebevoll kratzbürstig machte sie sich her
über das wohlig gestreute Wortfutter
mit all den schönen Reiz- und Widerworten
räkelt reckt und reibt sich heran
herrlich gegen den Strich gebürstet

schwirrt plötzlich ein Falter
weiß mit schwarzen Punkten
auf die gerade gegossenen Pflanzen am Balkon
und noch einer flattern
nah bei mir einen Moment
so rührend anmutig und flatterhaft
wie Jade und Lina und Lola
meine Fellmusen und Antreiberinnen
die ihnen gleich nachjagen würden freudig
wie jetzt die anderen Katzentiere
zwei grauweiß getigert und der weiße Kater
hockt majestätisch im Blumenkasten
und sieht den Pflanzen beim Wachsen zu

LV
6.7.2025

Aus der Zeit gefallen

Die Uhr steht verkehrt
herum
Was macht das schon
Die Zeiger drehen
sich weiter
Steht das Leben Kopf
streck ihm die Zunge raus
und tanze
aus der Reihe

Flieg mit den Vögeln
Sieh die Welt von ohen
und unten
wandle die Schatten
in Licht

LV
5.7.2025

 

Treibholz

Ein Wasserball fliegt
hin und her auf dem See
Was hast du gesagt
fragt ein Junge
es fällt auf diese Art von Zuwendung
der Moment des Eintauchens
das Geräusch wenn die Arme
das Wasser zerteilen
dahintreiben
ein dunkler Stamm nähert sich
zwei Mädchen halten sich daran
eins vorn eins hinten
eine schwimmende Brücke
losgelassen setzt sich einer
rittlings darauf noch zwei andere
einer stellt den Stamm auf
klettert hoch fällt ins Wasser es spritzt
ein älteres Paar sieht zu das war zu glatt
sagt die Frau und lacht
und früher hatten wir unsere Insel
und von der Luftmatratze sprangen
wir über Deck und schwammen weit hinaus
ein grasgrüner Käfer klettert auf meiner Hand
am gelben Badetuch hängt noch der Duft
der Möwenfedern vom letzten Jahr

LV
22.6.2025

Was Liebe ist – Zwei lass zwei

Jemanden lieben heißt
ihn kommen und
gehen lassen
ohne Wenn und Aber
halten nicht aufhalten
wann wohin immer es
ihn sie zieht beliebt
dem anderen nahe sein
auch in der Ferne
ohne sich zu verlieren
Nicht aus zwei mach eins
sondern zwei lass zwei

LV
2.7.2ß24

(Un)sichtbar

Diesmal lief
das Katzentier
mittendurch die Fußlinie
rannte nicht
mehr gegen mich
an als stehe
keiner im Weg

mein Zorn verlief
sich auf Samtpfoten
nichts entzweit uns
außer der Versuchung
bei mir zu bleiben und
nichts mehr in deinem Leben
zu suchen

LV
28.6.2015

Blütenfächer

Gewitterwolken ziehen auf
Licht fächeln im Regen
die letzten Blüten abstreifen
zu sehen wie sie vergehen
kommt mir vor wie ein Vergehen

schon wieder Blütenschnee
von gestern
ungepflückt die meisten
entrückt verzückt
versonnen in der Höhe

wandeln sie ihre Form
von weiß zu dunkel saftigen
Zauberkugelfrüchten
euer Blütenlächeln vergesse ich nie

LV
27.6.2023

Gewitter

Regen Regen
welch ein Segen
Donner ruft
Allkraft der Natur

Tropfen rinnen
blütenschwer
zwei Katzentiere liegen
auf Lauer
lauschen dem in den Lüften
gewaltig fauchenden Tier

Vögel singen weiter
ihre Lieder
alles kehrt zum Ursprung
wieder

LV
15.6.2023

Umarmung

Beim Zusammenrücken der Sonnenblumen
in der Umarmung
verlieren sie ihre Blätter
im Fallen fange ich
ihr Licht auf
beginnt der Blütentanz
von neuem

LV
6.7.2019

Texte + Fotos: Lilli Vostry

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Ausstellung „Puzzle der Perspektiven“ von Musa Saroglu & „Farbgewebte Träume“ von Viviane Wolf im Schloss Struppen

08 Dienstag Jul 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Natur, Projekte

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Bilder aus Puzzle-Teilen und traumhafte
Landschaften

Zu farb- und fantasiereichen Blickwechseln, zum Träumen und Innehalten lädt derzeit eine Ausstellung mit Malerei von Musa Saroglu und Viviane Wolf im Schloss Struppen ein.

Ein Augenblick kann viel erzählen.Von Lichtstrahlen an einer grauen Steinwand. Davor ein träumendes Gesicht in einem Fensterrahmen, von gitterartigen Strukturen überlagert, zu sehen im Titelbild der derzeitigen Ausstellung „Puzzle der Perspektiven“ mit Malerei in Komination mit Objektkunst von Musa Saroglu. Dem gegenübergestellt sind „Farbgewebte Träume“ mit Acrylmalerei von Viviane Wolf im Schloss Struppen.
Auf den ersten Blick haben ihre Arbeiten scheinbar gar nichts gemeinsam. Zwei Ausstellungstitel, zwei verschiedene Welten. Doch bei näherem Hinschauen entdeckt man einige Gemeinsamkeiten – vor allem das Spiel mit Farben und Formen und der Fantasie des Betrachters in vielfältigen künstlerischen Techniken – in der ersten Ausstellung des Schlossvereins Struppen e.V. in diesem Jahr. Da überraschen, verblüffen und erheitern im großen Saal Bilder mit Donald Duck, Micky Mouse und Goofy, auf goldenem und rosa Hintergrund gemalt, die vergnügt als „Dream Team“ und auf „Konsum Challenge“ daherkommen.

Die bekannten amerikanischen Comicfiguren erscheinen wie ausgeschnitten, mit schablonenhaften Mustern und Strichcodes überzogen, am Bildrand frei schwebenden Puzzleteilen und offenen Stellen. Saroglu zeigt sie als ironische Symbole einer bunten heilen Konsumwelt-Idylle. Aus vielfarbigen Einzelteilen zusammengesetzt sind auch seine vielsagenden Blicke in Gesichter, in kräftigen, hellen und edel metallenen Farbtönen gehalten. Da geht es um „Identität in Fragmenten“, „sprechende Augen“, Momente „zwischen Flügelschlag und Stille“, „Durchsicht“ und „verträumtes Denken“. Dazu gesellen sich hinter Puzzleteilen hervor leuchtende Porträts bekannter Künstler wie Salvatore Dali und Frida Kahlo und ein Bildnis des Mädchens mit dem Perlenohrring von Jan Vermeer. Neben einem blondgelockten Muskelmann hängen im hinteren Raum Tierbilder von Zebra, Affe, Papagei, Löwe und Giraffe in erdigen und grellen Farbtönen zwischen Frei- und Ausgeliefertsein, kostbar und gefährdet in ihrem natürlichen Lebensraum. Außerdem ein zweiteiliges Bild „Zwischen Dialog und Stille“ mit zwei Gesichtern, die je nach Hängung einander zu- oder abgewandt zu sehen sind.

„Manchmal trennen uns keine Kilometer, sondern nur ein Perspektivwechsel“, steht unter dem Bild. Musa Saroglu wurde 1981 geboren und wohnt in Attendorn in Nordrhein-Westfalen. Er arbeitet als Vertriebsingenieur im Maschinenbau und ist seit 2018 als Künstler aktiv. Die Puzzle-Art-Bilder sind sein Markenzeichen. Jedes Werk ist ein Unikat. Zu sehen sind auch zwei fröhlich farbenbunte Bilder mit kleinen Königen, die ihre eigene Welt regieren, gemalt von der fünfjährigen Lara, der Tochter des Künstlers.

Mit den Landschaften und figürlichen Arbeiten vorwiegend in leuchtend sonnigen und maritimen Farbtönen und zart pastellfarben von Viviane Wolf kann man in traumhafte Gefilde eintauchen. Die teilweise runden Formate wirken wie ein Blick durch die Zauberkugel, in der verborgene Kindheitsträume wieder aufleben. Da locken ein Fuchswald, Wolkenschlösser, Berge, Meer und Möwen mit Sturmgeflüster und Leuchtturm. Da treibt eine Flunder unter den Wellen und verkörpern eine kleine Schildkröte und ein Delfin, übersät mit Muscheln aus Schottland, im wogenden Tiefblau unendliche Schönheit und Zeitlosigkeit. Viviane Wolf wurde 1999 in Pirna geboren und wohnt mit ihrem Partner und drei Fellnasen inzwischen in der Nähe von Meißen. Ihre Bilder laden zum Träumen und Innehalten in einer schnelllebigen Zeit ein.

Die Ausstellung ist noch bis 3. August zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So sowie an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr.

http://www.schloss-struppen.de

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Der 3. Musiksommer Bärenstein 2025 startet mit einem Konzert mit Hartmut Dorschner & Matthias Macht im neuen Veranstaltungsraum

05 Samstag Jul 2025

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Natur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Musik, die aus dem Moment entsteht & die Natur spielt mit: Der Jazzmusiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein, Hartmut Dorschner in Aktion, in einem Garten in Wachwitz,

Von Freejazz bis Klangwanderung im Wald

Der 3. Musiksommer Bärenstein hält wieder ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Workshop zum Mitmusizieren und einem Fest der Künster im Sommer bereit. Losgeht`s am 6. Juli, 16 Uhr im neuen Veranstaltungsraum.

Klänge in aller Vielfalt vor bezaubernder Naturkulisse locken beim bereits 3. Musiksommer Bärenstein. Unter dem Motto „Hört auf!“ stehen wieder mehrere Konzerte, ein Fest der Künste, Ausstellungen, eine Gedicht-Lesung mit Natur- und Katzenpoesie und eine Klanginstallation auf dem Programm vom 6. Juli bis 6. September in dem kleinen Ort im Osterzgebirge.

Der Titel des Musiksommers spielt auf den Bergmannsgruß Glück auf an, steht aber auch für ländliche Abgeschiedenheit und Ruhe, Skepsis gegenüber Neuem und für Aufhorchen. Als Logo sieht man statt der Schlägel und Eisen zwei Noten auf dem Plakat. Neben dem Kunsthaus Bärenstein gibt es dieses Jahr einen neuen Spielort in einem leeren Ladengeschäft im Erdgeschoss in der Kirchgasse 2. „Das Haus öffnet sich zum Markt hin. Dadurch sind wir als Veranstaltungsort präsenter“, sagt Hartmut Dorschner, Musiker und Initiator des Musiksommer Bärenstein. Veranstaltet wird dieser vom „kult-ur-art“ Kunstverein zu Bärenstein. Das alte Gebäude wollte die Stadt Altenberg schon seit 20 Jahren verkaufen. Dorschner hat es erworben vor zwei Jahren und einen Raum mit großem Schaufenster hergerichtet als „Musikladen“. Dort ist Platz für ca. 50 Besucher.

Eingeweiht wird der urige Veranstaltungsraum mit einem Konzert mit Freejazz, improvisierter Musik vom Feinsten mit den zwei Musikern Hartmut Dorschner am Saxofon und Matthias Macht am Schlagzeug am 6. Juli, um 16 Uhr. Die beiden feiern dieses Jahr ihr  genmeinsames 30-jähriges Bühnenjubiläum und leiten auch wieder als Dozenten die Werkstatt mit dem BärensteinOrchester vom 7. bis 12. Juli, diesmal zum Thema Komposition. „Wir erfinden Riffs, kleine Akkordfolgen und Basslinien und darüber kann man Melodien entstehen lassen“, so Dorschner. Rund zehn Teilnehmer im Alter von 13 bis 60 Jahren, die gern zusammen musizieren, sind wieder bei diesem Workshop dabei. Die meisten kennen sich bereits. In dem Raum stehen auch zwei Flügel. An einem davon spielt Oxana, ihr Sohn Leo bläst Triola und Tenorsaxofon. Hans als Jüngster in der Runde lernt neben Saxofon jetzt auch Schlagzeug spielen. Eleni ist von Akkordeon nun auch auf Saxofon umgestiegen. Das Konzert mit dem BärensteinOrchester, bei dem sie ihre Workshopergebnisse präsentieren, findet am 12. Juli, um 19 Uhr im „Musikladen“ statt.

Außerdem kann man verschiedene Künste bei einer „Tanz-Mal-Musik“-Aktion am 2. August, 16 Uhr erleben. Gleich drei Ausstellungen eröffnen am 3. August, 13 Uhr in der Kirchgasse 2, 10 und in der Kirche Bärenstein mit Arbeiten von Anita Rempe, Mario Nitschke, Klaus Liebscher, Dorota und Reinhard Zabka. Klaus Liebscher ist ursprünglich Geisinger und wird seine farbenfreudigen Tüpfelbilder in der Kirche zeigen. Um 15 Uhr beginnt dann eine Klang-Wald-Wanderung mit der Sängerin Agnes Ponizil.

Der Musiksommer Bärenstein wird dieses Jahr gefördert mit 3 000 Euro von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, letztes Jahr gab es 5 000 Euro, so Dorschner. Außerdem gibt die Ostsächsische Sparkasse 1 500 Euro und der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds unterstützt das Konzert mit der Band „CulturClash“ am 17. August, 16 Uhr. „Die Besucher kommen aus Bärenstein und Umgebung, auch aus Dresden. Wir haben auch schon Fans und Leute, die sich in den Ort verliebt haben und am liebsten dorthin ziehen würden“, so Hartmut Dorschner. „Es wäre schön, wenn noch mehr Künstler nach Bärenstein kommen. Im Kunsthaus ist Platz genug als Wohngemeinschaft.“ Den Musikladen will er gern über den Musiksommer hinaus für Veranstaltungen nutzen gemeinsam mit anderen Interessierten.

Text + Fotos (lv)

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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